02. April 2013

Deutsche Opfer: Lebensgefahr von Hamburg bis München

von Felix Menzel / 13 Kommentare

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

Im gestrigen Münchner Tatort mit dem Titel "Macht und Ohnmacht" ging es um Straßenpolizisten, die mit dem alltäglichen Unrecht überfordert sind und ihre Wut darüber mit Brutalität an Tatverdächtigen ausleben. Unter anderem sorgte dafür ein junger, ausländischer Intensivtäter, der aber am Ende - nach dem Willen des Regisseurs - nicht der Mörder war, sondern das Opfer von Polizeigewalt

In Deutschland werden jährlich rund 2000 Polizisten wegen gewalttätiger Angriffe angezeigt. Allerdings kommt es nur in 10 Prozent der Fälle zu Verurteilungen. Man dürfte damit tatsächlich wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann von "Einzelfällen" sprechen dürfen. Großer Unsinn ist es, nach solchen Fällen eine "ausgestreckte Hand" der Polizei oder "Deeskalationsstrategien" zu fordern, weil dies nachweislich einzig und allein Gewalttäter motiviert, es der Polizei das nächste Mal so richtig zu zeigen. Polizeigewalt muß intern aufgearbeitet werden. Wer über die Stränge schlägt, muß bestraft werden. So einfach ist das in einem Rechtsstaat.

Den gestrigen Tatort mit dieser Klarstellung zu kommentieren, reicht jedoch nicht aus, da hier ein sehr typisches Argumentationsmuster zum Vorschein kommt. Der ausländische Räuber wird in diesem Krimi für den Zuschauer nur im ersten Moment als Täter präsentiert. Im weiteren Verlauf folgt die volkspädagogisch sinnvolle Belehrung, daß die Verrohung eine andere Ursache haben muß. Am Ende ist nicht mehr klar, wer eigentlich angefangen hat. Der Räuber oder der Polizist, dem die Sicherungen durchbrennen?

In fiktionalen Genres ist freilich alles erlaubt. Häufig ist es sogar spannender, einen Sonderfall zu schildern, anstatt ein allgemein bekanntes Problem aufzuwärmen. Jedoch ist es bei den Verdrehungen und dem Schweigen der Massenmedien zur alltäglichen Realität für den Zuschauer auf dem Sofa schwierig, korrekt zwischen Sonderfall und statistisch nachweisbaren Problemen zu unterscheiden.

Gerade nach dem Fall Daniel S. wäre es das Schlimmste, wenn er aufgrund der Unkenntnis weiterer Fälle als etwas Außergewöhnliches abgestempelt wird. Aus diesem Grund sei an dieser Stelle als Korrektiv zum Tatort-Wissen auf drei ausgewählte Fälle von Ausländergewalt von Hamburg bis München hingewiesen:

  1. Hamburg, 31. März 2013: 31-Jähriger nach Attacke von einem Südländer in Lebensgefahr.

  2. Dresden, 23. März 2013: 24-jähriger Kältetechniker überlebt nur mit Glück die Attacke eines Kurden.

  3. München, 27. März 2013: Die 36-jährige Deutsch-Slowakin Daniela K. ist noch immer vermißt. Die Polizei vermutet, daß ihr ehemaliger Lebensgefährte Bülent A. (43, arbeitslos) sie nach einem Streit am 12. März umgebracht hat. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.


Weitere Fälle von Ausländergewalt auf deutscheopfer.de!

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

Kommentare (13)

Kurt Schumacher
02. April 2013 15:56
Apropos: heute stand in der Zeitung, daß Berlin sehr stolz darauf sei, bereits einen Anteil von Migrantenpolizei von 20 Prozent zu haben! Man wolle dies noch steigern, bis eine Angleichung an den ausländischen Bevölkerungsanteil von 27 Prozent erreicht sei. (In Wirklichkeit sind natürlich weit mehr als 27 Prozent der Berliner Bevölkerung Ausländer, wie jeder weiß; aber das ist eben zur Zeit die politisch korrekte Zahl.)
Kurt Schumacher
02. April 2013 16:04
P.S. Für die Menschen aus Kleinstädten oder vom Land, die nicht wissen, was hier gemeint ist: Es geht nicht etwa um eine Abteilung der Deutschen Polizei, die zur Bekämpfung der kriminellen Ausländer dienen würde - ganz im Gegenteil! Es handelt sich um Ausländer, die man ungeniert in eine deutsche Polizei-Uniform gesteckt hat! Ich nehme an, daß sie routinemäßig mit der Dienstwaffe und dem Funkgerät auch einen Deutschpaß ausgehändigt kriegen. Naja, aus legalen Gründen wahrscheinlich zeitlich andersrum: erst Deutschpaß, dann Dienstwaffe. Aber das kommt ja aufs gleiche raus.

In den USA hat man ja schon seit (ich glaube) 1968 Negerpolizei (an USA-Flughäfen begegnet man ja praktisch nur farbigen Schergen), und Frankreich hatte bereits im 19. Jahrhundert Negersoldaten, die dann im 1. Weltkrieg und auch bei der Rheinlandbesetzung 1923 gegen das deutsche Volk eingesetzt wurden. Wir biederen Deutschen waren also mal wieder nicht "up to date" und mußten erst mit Verspätung "auf Linie gebracht" werden.
rundertischdgf
02. April 2013 16:24
Volksvertreter, wie der Grüne Ströbele, kennen dieses Problem nicht, obwohl sie im Brennpunkt Berlin leben.

http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/03/31/mdb-strobele-grune-es-gibt-keine-armutszuwanderung-und-keine-deutschfeindlichkeit/
Areopagitos
02. April 2013 16:41
Das Wichtigste ist jetzt Vernetzung. Wenn tatsächlich im näheren Umkreis eine tatsächliche Gefahr für das eigene Wohl besteht und die Verantwortlichen den Bürger auf den Straßen allein lassen, dann muss man sich aus eigenem Antrieb die Strukturen schaffen, die einem helfen.
Anrufe betätigen. Auf Treffen der Identitären Bewegung gehen und Angebote des IfS wahrnehmen. Es muss eine Struktur gebildet werden, die es ermöglicht, dass der Stärkere dem Schwächeren beistehen kann.
Martin
02. April 2013 17:09
In fiktionalen Genres ist freilich alles erlaubt. Häufig ist es sogar spannender, einen Sonderfall zu schildern, anstatt ein allgemein bekanntes Problem aufzuwärmen.


Das sehe ich anders - all diese "neuen" Krimis, vor allem auch die "Schweden-Krimis", die eine möglichst brutal zugerichtete Leiche oder Leichen nehmen und dann irgendein Brimborium darum herum konstruieren, in denen dann zwingend Nazis oder internationale Nazi-Netzwerke, oder internationale Waffen-/Prostituierten- und/oder Drogen/Pharma-Schieber oder schlicht "Kapitalisten", garniert mit korrupten Bullen, vorzukommen haben, sind von der hohen Kunstform des Krimis, bei dem die Leiche nur die Folge und das Umfeld, das Milieu das Interessante - da realistisch geschildert! - war, meilenweit entfernt.

Da greife man doch lieber auf die gute alte hard- boiled Fraktion eines Chandler, Dashiell Hammett oder für Deutschland der leider zu früh versorbene Jörg Fauser zurück. Jeder Thriller eines Forsyth, der heute, nach Ende des kalten Krieges eher abgedroschen wirken mag, ist besser als der aktuelle Bestseller- Schmarrn.

Ich schaue diesen GEZ- Müll daher auch gar nicht erst an.

Uns fehlt ein Krimiautor, der seine Protagonisten direkt im multikulturellen Dreck einer (west-) deutschen Großstadt spielen lässt und dieses Umfeld schonungslos und realistisch darstellt, ohne Belehrungen, Out-of-the-box-Nazis oder Leichen, die vom Himmel fallen, weil sie die Sache pornöser machen ...

Gibt es so etwas? Wenn ja, bitte Literaturtipps!
Andreas R.
02. April 2013 17:21
Den Tatort schaue ich mir schon seit vielen Jahren nicht mehr an. Es war, vor langer langer Zeit, mal eine gute und unterhaltsame Kriminalreihe. Heute ist es zu einer politkorrekten Erziehungssendung für Erwachsene verkommen. Der deutsche Michel bekommt erklärt, wie er sich die Welt vorzustellen hat. Für sowas muss ich keine Lebenszeit verschwenden.

Anstatt sich einen kompletten Tatort anzutun, kann man sich auch die Kurzfassung
"Der typische Tatort in 123 sekunden" anschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=9QENcN-srE0

Es ist immerhin schon bemerkenswert, das in dem Film überhaupt thematisiert wurde, das ausländische Intensivtäter existieren. Bis vor kurzem galt man schon als "Ausländerfeind" wenn man die Existenz migrantischer Intensivtäter nicht konsequent abstritt. Nun wird also versucht, diese mittlerweile selbst für den mit größten Scheuklappen durchs Leben laufenden nicht mehr zu übersehende Tatsache irgendwie umzuinterpretieren indem man mal wieder Opfer und Täter verdreht und Verständnis für migrantische Intensivtäter und Gewaltverbrecher zu wecken versucht.
Axel Wahlder
02. April 2013 19:41
Mir ist es, eigentlich, nebensächlich, ob d. Migrantenanteil bei berliner Polizei 27% ausmacht, oder 72%. Sie sind so oder so die Knechte jenes xenokratischen Regimes, welches die Verbrennung von Autos duldet und die Patrioten und Dissidenten verfolgt. Ich bete nur noch lieben Herrgott, dass Er meine Familie schont, zumal die, ausser mich, nur aus Frauen besteht.
Unke
03. April 2013 09:48
Ojeh... den Tatort als Referenz heranzuziehen...
Ein Programm von klimakterischen ÖD- Tussen für ebensolche... irgendwoher muss das Durchschnitts(!)alter von 60 Jahren beim ÖR- Rundfunk ja kommen!
Am "Tatort" ist einfach ALLES nur schlecht - Drehbuch, (schablonenhafte) Kameraführung, schauspielerische Umsetzung... örx
Man kann sich ja nicht wegen jeden Mists aufregen!
Interessanter finde ich folgende Fragestellung (wenn sie denn einmal bearbeitet würde): warum laufen im ÖR- Fernsehen, das doch eigentlich pazifistsch bis ins Mark war (kein Kriegsspielzeug für Kinder etc.), so unfassbar viele Krimis? Mit Mord&Totschlag, Uniformen, Schießereien etc. (dass die Eigenproduktionen alles von der gleichen Machart sind ist hier nicht der Punkt)? Das ist m.E. Teil einer (der) Zersetzungsstrageie. [...]
Andreas R.
03. April 2013 10:39
Martin schreibt:
"Uns fehlt ein Krimiautor, der seine Protagonisten direkt im multikulturellen Dreck einer (west-) deutschen Großstadt spielen lässt "


Ich habe mir kürzlich einen eReader, einen Kindle Paperwhite gekauft. Zuerst war ich skeptisch und gehörte zu denen die sagen: "Es geht nichts über ein Buch in der Hand". Mittlerweile habe ich mich aber von den Möglichkeiten dieses elektronischen Mediums überzeugen lassen. Zahlreiche deutsche und fremdsprachige Klassiker gibt es kostenlos oder für wenige cents. Ich habe mir als einen der ersten Käufe eine Gesamtausgabe von A.C. Doyles Sherlock Holmes im englischen Original für 0,89 € zugelegt. Dafür erhält man im Cafe um die Ecke nicht mal eine Tasse Kaffee.

Warum ich das erzähle ist folgendes. In einem Tipps & Tricks Buch zum Kindle wurde ich auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, das es relativ einfach ist im Selfpublishing ein selbstgeschriebenes eBook bei Amazon zu veröffentlichen. Wesentlich einfacher als eine Druckpublikation. Natürlich muss man sich auch ein bissel mit den technischen Hintergrunddingen beschäftigen, aber kostenlose Konvertierungprogramme die ein z.b. mit Open Office erstelltes Dokument in das Kindle-Format umwandeltn, gibt es im Internet.

Ich finde diese Möglichkeit ungeheuer spannend! Gerade für konservative potentielle Hobbyautoren bieten sich hier ungeahnte Möglichkeiten! Es muss ja nicht gleich ein Roman sein, aber vielleicht ein paar gute Kurzgeschichten in einer kleinen Sammlung, das wäre doch was. Mit etwas Geschick bei Graphikprogrammen lässt sich heutzutage auch ein ansprechendes Cover gestalten. Da dieses neue Medium noch nicht so überlaufen ist, reichen - so hörte ich - bereits einige dutzend downloads bei Amazon aus, um das eBook auf einen verhältnismässig guten Platz zu positionieren so das es auch für größere Bevölkerungskreise sichtbar wird.

Also konservative Hobbyautoren die hier mitlesen - macht euch ans Werk!
ene
03. April 2013 10:45
@rundertischdgf

Ströbele lebt in keinem "Brennpunkt", sondern Holsteiner Ufer, in einem Bau der Gründerzeit mit Blick auf die Spree. Ein entzückendes Haus, schneeweiß mit üppigem Blumenschmuck.
Es gibt dort noch einen kleinen geschlossenen Restbestand von Bauten der Gründerzeit und der Jahrhundertwende, zentrumsnah aber verschlafen.
Ein sehr bürgerliches Ambiente.

Ich entdeckte das einmal zufällig bei einem Spaziergang.
rundertischdgf
03. April 2013 23:44
@ene

Gut, daß die Fassade dieses "Volksvertreters" bröckelt. Wir meinen aber Berlin mit seinen Brennpunkten, die wahrscheinlich auch Ströbele genau kennt und nachts allein meiden wird. Auch alle anderen Abgeordneten kennen ganz genau die Probleme, die sie totschweigen.
ene
04. April 2013 12:04
@rundertischdgf

Das genau ist ja d i e Frage! "totschweigen" - oder tatsächlich nicht wahrnehmen? Auch diesen letzten Fall würde ich durchaus für möglich halten. Dinge, mit denen man selbst nicht hautnah konfrontiert wird, nehmen viele nicht wahr. Oder blenden sie aus.
Man kann in der gleichen Stadt, aber in völlig verschiedenen Welten leben!
Sara Tempel
06. April 2013 13:49
Dieser ideologisch befrachtete Tatort war tatsächlich kein Einzelfall. Es deutet alles darauf hin, dass nur Migranten-verharmlosende Sichtweisen und Themen bei unseren ö.r. Sendern erlaubt sind. Am 2.4. lief im SWR "Der Wald steht schwarz und schweiget". Dort geht es um eine Gruppe krimineller Jugendlicher, die dank des pädagogischen Geschicks der Kommissarin Lena O. (Ulrike Folkerts) zuletzt als Opfer ihres Milieus immer sympathischer wurden. In dieser Gruppe war nur ein Türke - bzw. keine weiteren Muslime- und dieser war der netteste der Gruppe, den die Polizistin am besten beeinflussen konnte. - Ich kann mich nur der Mehrheit anschließen: Keinen Tatort mehr ansehen und auch sonst so wenig wie möglich ö.r. Sender! Gegen deren Zwangsabgabe sollten weitere Sammelklagen folgen!

@Martin und Andreas R.
Für einen knallharten Krimi aus der Migrantenscene fände man sicher genug Stoff und ich empfehle eine Veröffentlichung im "Print-on-Demand-Verfahren", das ist nicht teuer! Mit meinem eigenen historischen Roman fand ich in der Pro-BUSINESS GmbH einen kompetenten Verleger. Aktuelle Kriminalromane sind bisher nicht mein Metier, ich scheue die Feldforschung und flüchte mich lieber in eine andere Welt! Mein Mann ist ein begeisterter Leser von Jörg Fauser, der wohl ein Opfer seiner Recherchen im damaligen Rotlichtmilieu wurde. Heute könnte es noch weitaus gefährlicher werden, hinter die Fassaden unserer Städte zu blicken.

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