04. September 2013

Totalitäre Moderne: Kleine-Hartlage gegengelesen

von Felix Menzel / 10 Kommentare

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

Kleine-Hartlage-Einband_kleinManfred Kleine-Hartlages Die liberale Gesellschaft und ihr Ende ist ein wichtiges Buch. Kleine-Hartlage beschreibt in ihm die Schattenseiten des aufklärerischen Paradigmas. Er vertritt die Ansicht, daß die hehren Ideale der Aufklärung zum „Selbstmord eines Systems“ führen, sobald es keine legitimen Gegenkräfte mehr zu ihrer Metaideologie gibt.

Liberalismus und Sozialismus würden diese Metaideologie bilden. Beide würden ein utopisches Ideal anstreben und ein Monopol absoluter Wahrheit über alle Lebensbereiche erheben. Trotz aller Kämpfe zwischen diesen Ideologien eine sie das Ziel, rechtes, realistisches Denken als böse und krank zu diskreditieren.

Kleine-Hartlage unternimmt nun das spannende Vorhaben, eine Ideologiekritik dieses Komplotts durchzuführen. Dies gipfelt in der These, die liberale Moderne bringe einen Totalitarismus hervor, der an der Abschaffung aller Selbstverständlichkeiten arbeitet. Es ist dabei ein echter Genuß, Kleine-Hartlages Argumentation zu folgen. Jeder Gedanke sitzt, und jedes neue Beispiel löst zunächst einmal intuitive Zustimmung für die aufgebaute Erklärung aus. Gender Mainstreaming, wissenschaftlicher Konstruktivismus, Kampf gegen rechts, Entmachtung der Nationalstaaten – viele Themen gibt es, deren Hauptproblem der Autor mit seiner Theorie plausibel macht.

Es ist verführerisch, an dieser Stelle einen Schlußstrich unter das Thema der liberalen Selbstzerstörung zu ziehen, weil Kleine-Hartlage wenig Hoffnung auf eine Umkehrung dieses Prozesses vermittelt. Er schreibt, der Widerstand dagegen könne nur aus der Gesellschaft selbst erwachsen. Wenn dem so wäre, dürfte jedoch nichts geschehen, weil die liberale Moderne den Bürger in Watte einpackt und ihm bei schlechter Laune ein kostenloses Wellnessprogramm verschreibt.

Doch vor allem Trübsal blasen einen Schritt zurück: Stimmt die Hauptthese von Kleine-Hartlage überhaupt oder hat er bei aller inneren Stimmigkeit seiner Argumentation wichtige Faktoren übersehen? Es ist zunächst völlig klar, daß eine Theorie nicht alles einkalkulieren kann, sondern nur innerhalb ihres jeweiligen Fachgebiets Antworten sucht. Jede Ideologiekritik – ob von links, rechts oder aus einer vermeintlichen Neutralität heraus – ist dadurch von Natur aus gefährdet, ideologische Gründe der Gesellschaftsentwicklung bzw. -deformation überzubewerten und ökonomische, soziale und historische Besonderheiten zu übersehen.

Es bringt eine Menge, die Thesen aus Die liberale Gesellschaft und ihr Ende unter diesem Gesichtspunkt gegenzulesen. Welchen Einfluß auf unsere Gesellschaft hatte etwa das Entstehen der Massengesellschaft, der modernen Staatsbürokratie, der Industrialisierung und Kommunikationsrevolution? Und weitergehend, sind diese Einflüsse vielleicht weit folgenreicher für den Niedergang der Institution der Familie, der gesellschaftlichen Hierarchien, des Nationalstaates und all der notwendigen Selbstverständlichkeiten, die Kleine-Hartlage völlig zu Recht anspricht?


In ihrem Hauptwerk Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft geht Hannah Arendt diesen Fragen nach. Dieser Klassiker ist nicht allein aufgrund des Vergleichs von Nationalsozialismus und Bolschewismus noch heute so bedeutend. Viel wichtiger aus aktueller Perspektive sind jene „Elemente und Ursprünge“ des Totalitarismus, weil sie allesamt noch heute die Bedingungen von Politik definieren.

Der Ursprung des Totalitarismus liege im Zerfall der hierarchischen Gesellschaft und der daraus folgenden Anonymisierung im 19. Jahrhundert, so Arendt. In einer auf Gleichheit beruhenden Massengesellschaft „verlieren die demokratischen Institutionen wie die demokratischen Freiheiten ihren Sinn“. Arendt geht davon aus, daß totalitäre Bewegungen „bis heute die einzige Organisationsform“ seien, die den Massen adäquat scheint. Alle politischen Organisationen, die erfolgreich sein wollen, müssen sich danach richten. Ihre „Ursprungsideologie“ entartet jedoch zwangsläufig, wenn die Praktiker das Ruder übernehmen und aus durchaus nachvollziehbaren Ideen sich genau das herauspicken, was massentauglich ist.

Hannah Arendt hat mehrmals explizit darauf hingewiesen, daß jede (halbwegs erfolgreiche) Partei von totalitären Keimen infiziert ist und daß dies selbstverständlich auch für die Demokratie gelte: „Totalitäre Elemente wiederum enthalten alle Ideologien, wenn sie auch nur von den totalitären Bewegungen voll entwickelt werden, wodurch dann der Schein entsteht, als seien nur Rassismus und Kommunismus totalitär.“

Begründet wird dieser Umstand mit der Gleichgültigkeit der Massen gegenüber der „Realität der sichtbaren Welt“. Statt sich mit dieser auseinanderzusetzen, wollen sie an eine ideologisch-fiktive Welt glauben. Wer halbwegs gute Wahlergebnisse erzielen möchte, kommt deshalb am Aufbau einer (langfristig schädlichen) Utopie gar nicht vorbei. Totalitäre Führer würden dies beherzigen, indem sie sich aus allen bestehenden Ideologien die Elemente heraussuchen, „die sich für die Etablierung einer den Tatsachen entgegengesetzten, ganz und gar fiktiven Welt eignen“. Die maßgebliche Propaganda dieser totalitären Bewegungen besteht nun darin, einfach das in die Tat umzusetzen, was sie vorher gegen jede Vernunft behauptet haben.

Bürokratien, die genauso moralisch indifferent wie die Massen sind, setzen diese fatale Politik in die Wirklichkeit um. Mit ihrer berühmten These von der „Banalität des Bösen“ behauptet Arendt nun im Gegensatz zu Kleine-Hartlage, daß der Auslöser für all das gerade nicht auf irgendeine Idee oder ein bestimmtes Paradigma zurückzuführen ist: „Das größte Böse ist nicht radikal, es hat keine Wurzeln, und weil es keine Wurzeln hat, hat es keine Grenzen, kann sich ins unvorstellbar Extreme entwickeln und über die ganze Welt ausbreiten.“


Heute sind wir so weit, daß die Bürokratien eine „Tyrannis ohne Tyrannen“ (Arendt in Macht und Gewalt), also eine Niemandsherrschaft mit beeindruckender Disziplinarmacht, ausgebildet haben. Diese Disziplinarmacht zwingt uns, „die Wahrheit zu bekennen oder zu finden“, wie es Michel Foucault so schön ausdruckt. Weiter beschreibt er diesen Mechanismus wie folgt: „Die Macht hört nicht auf, uns zu fragen, hört nicht auf, zu forschen, zu registrieren, sie institutionalisiert und professionalisiert die Suche nach der Wahrheit und belohnt sie. Im Grunde müssen wir die Wahrheit produzieren, wie wir Reichtümer produzieren müssen, ja wir müssen sogar die Wahrheit produzieren, um überhaupt Reichtümer produzieren zu können.“

Es kommt in modernen Gesellschaften ein technisches Instrumentarium zur Anwendung, das auf ideologische Begründungen verzichtet, weil es in dem von Arendt beschriebenen Sinne wurzellos ist und die Frage nach der Wahrheit bereits automatisiert hat. Das sanft Totalitäre an der Gegenwart ist gerade die Alternativlosigkeit dieser „Gouvernementalität“ (Foucault), die nur mehr die Sinnlosigkeit aller Ideologien unter Beweis stellt oder sie entstellt: Der herrschende Sozialismus ist nicht mehr sozial und der herrschende Liberalismus (wie die FDP eindrucksvoll beweist) nicht mehr liberal. Freilich besteht somit auch die Gefahr, daß der Konservatismus, sobald er an die Macht kommt, nichts mehr mit dem zu tun hat, was wir uns darunter vorstellen. Heute sind die Pragmatiker am Zuge, die mit ihren Sicherheitsapparaten die Normalität (also Harmlosigkeit) der Bevölkerung kontrollieren wollen. Zu echten und irgendwann wirksam werdenden Diskursen über die Zukunft unserer Gesellschaft ist gegenwärtig niemand fähig.

Was bedeutet dies für die Ausgangsfrage, also die Überprüfung von Kleine-Hartlages These, das aufklärerische Paradigma sei die Ursache eines modernen, gleichmacherischen und utopischen Totalitarismus? Es ist genau umgedreht: Die totalitäre Moderne läßt alle Ideologien entarten, sobald sich ihre Anhänger mit Machtgewinnung auch nur ernsthaft beschäftigen. Die Ideologien werden in der totalitären Moderne zu austauschbaren Bausteinen einer Herrschaft, in der Diskurse keine Rolle mehr spielen. Statt dessen üben die Apparate die eigentliche Macht aus und stützen sich auf die Gleichgültigkeit der Massen und Funktionstüchtigkeit ihrer Bürokratie und Überwachungsinstrumente.

 

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

Kommentare (10)

ingres
04. September 2013 14:13
Abgesehen von der Kriitik an der zentralen These von MKH ist dies hier eine entscheidende Erkenntnis:

„Das größte Böse ist nicht radikal, es hat keine Wurzeln, und weil es keine Wurzeln hat, hat es keine Grenzen, kann sich ins unvorstellbar Extreme entwickeln und über die ganze Welt ausbreiten.“

Prinzipiell habe ich das immer so wahrgenommen, obwohl es auf den ersten Blick nichts mit dem Bösen zu tun hat. Als Kind und Jugendlicher habe ich regstriert, dass meine Freunde In Ordnung waren, a b e r sie waren unzuverlässig, gedankenlos und alles mögliche andere Negative, so positiv sie sonst auch waren. Ja und da ist die Wurzel der Wurzellosigkeit des Bösen. So jedenfalls hab ich das immer gesehen.
Nonnen
04. September 2013 16:06
Das von den Gender-Ideologen propagierte konstruktivistische "social engineering" z. B. in Richtung Übersexualisierung im Erziehungsbereich schon der Kleinsten und Jüngsten (Krippe, Kita, Schule) riecht bereits beängstigend nach Totalitarismus.
Es kann nicht ernst genug genommen werden, was die Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau für Buben und Mädchen bedeutet, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2013)
Waldgänger
04. September 2013 18:19
Felix Menzels Text ist sehr lesenswert und die Bezugnahme auf Hannah Arendt und die der Massengesellschaft immanenten Züge ist zweifellos wichtig.

Allerdings würde ich beide Ansätze - Kleine-Hartlage und Arendt - nicht so sehr in Gegenposition bringen. Ich glaube, dass beide Sichtweisen sich ergänzen.

Begriffe wie "Massengesellschaft" bzw. "Aufstand der Massen", (Ortega y Gasset), "liberale Moderne" (Kleine-Hartlage) oder "totalitäre Moderne" (Arendt) scheinen mir nicht gegensätzlich, sondern allesamt zutreffende Beschreibungen moderner Wirklichkeit.
Nur der Blickwinkel ist etwas unterschiedlich.

In der Grundaussage liegen doch alle dicht beieinander: die liberale (und technisierte) Massengesellschaft führt nahezu automatisch zu mehr oder weniger totalitären Gesellschaftsformen.

Mit Ernst und Friedrich Georg Jünger würde ich allerdings ergänzend auch die Bedeutung der technischen Entwicklung für diesen verhängnisvollen Prozess erwähnen.
Ein Totalitarismus in einer vortechnischen Gesellschaft ist schwer vorstellbar.
Und ebenso ist auch eine (von billiger Massengüterproduktion abhängige) Massengesellschaft in einer vortechnischen, handwerklichen Zeit schwerlich denkbar.
In diesem Sinne müssen die heutigen technischen Möglichkeiten natürlich sehr besorgt machen!
Theosebeios
04. September 2013 21:24
... Und zum Schluss auch noch Foucault. Ich empfehle dem Antaios-Verlag die Herausgabe eines Buches mit dem Titel "Foucault für Rechte". Das schlägt ein, und ich prophezeie dreimaliges Nachdrucken im Erscheinungsjahr!

Herr Menzel, ich zähle mich auch zu den Pragmatikern. Deshalb müssen Sie mir erklären, warum ein Apparat die eigentliche Macht ausüben soll. Kennen Sie einen solchen Apparat, zum Beispiel ein Amt mit (scheinbarer) Macht, von innen? Vermutlich nicht. Das sind angelesene Theorien ohne eigene Erfahrung. Überdies stark linkslastig.

Die Polizei als Apparat könnte Sie in Dresden oder sonst wo in Ruhe lassen. Der Polizeipräsident will aber diese klandestine rechte Mischpoke ausräuchern und macht Ihnen das Leben zur Hölle. Doch plötzlich kriegt Sachsen einen vernünftigen Innenminister, und der klopft dem PP auf die Finger. Sofort haben Sie wieder Ruhe. Nichts macht da der Apparat. Und nichts hat Schill vor 10 Jahren daran gehindert, seinen Mann zum Hamburger PP zu machen.

Oder Sie übernehmen ein Ministerium, dass Sie präzise von innen kennen (das ist Bedingung, sonst laufen Sie in der Tat gegen die Wand!). Der Apparat steht zu Ihren Diensten. Die alteingesessenen Linken werden zwar versuchen, Sie zum Straucheln zu bringen, aber Sie kennen die Spiele und zeigen ihnen, wo Bartel den Most holen geht.

Ob Sie sich dann (irgendwann) korrumpieren lassen, liegt an Ihnen, nicht am Apparat.
Ein Fremder aus Elea
04. September 2013 22:18
Die Ursache ist der Parlamentarismus.

Die gesetzgebende Kraft kann denklogisch überhaupt nur an eine Partei abgegeben werden, wenn diese Partei Stellung zu einer allgemeinen Gesetzgebungsstrategie bezieht, was darauf hinauslauft sie entweder eifrig (links) oder zögerlich (rechts) umzusetzen.

Natürlich kann eine Partei prinzipiell alles in ihr Programm schreiben, was sie will, aber wenn dieses Programm auf einem gänzlich anderen Denken aufbaute und diese Partei, sagen wir mal, 30% kriegen würde, dann wäre die Gesellschaft gespalten und tendentiell kooperationsunfähig.

Die einzige Art der Spaltung, welche eine Gesellschaft aushält, ist die nach dem Engagement für einen gemeinsamen Glauben, mehr oder weniger für ihn zu tun, meinetwegen auch die unterschiedliche Gewichtung in ihm konkurrierender Ziele.

Vielleicht finden sich hier noch weitere Gedanken dazu: http://bereitschaftsfront.blogspot.com/2012/08/parlamentarismus.html

Nun gut, da könnte man fragen, ob der Parlamentarismus denn nun natürlich ist. Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Die Ersetzung des kirchlichen Glaubens durch einen politischen war von Anfang an gewollt.
Karl
05. September 2013 02:32
Wenn das Volk so blöd ist, wie Her Menzel meint, frage ich mich nur, wieso dann ein so immenser Aufwand an Propaganda betrieben wird und man eine fürchterliche Angst vor Volksabstimmungen hat? Herr Menzel sollte lieber Gustave Le Bon als Begründer der Massenpsychologie lesen anstatt Hannah Arendt , dann versteht er vielleicht auch Herrn Kleine-Hartlage besser. Und die ganze Umerziehung des Deutschen Volkes war weshalb notwendig?
Hartwig
05. September 2013 15:42
Ein Schlüsselsatz im Buch steht gleich am Beginn: "... das politische Debatten sich nur noch um die Frage drehen, wie die Gesellschaft gestaltet werden sollte, nicht aber darum, wie sie überhaupt gestaltet werden kann, ...".
Diesen Zustand verdanken wir wohl unzweifelhaft dem, was MKH Metaideologie nennt. Und das führt zielgerichtet dazu, dass der Zerstörung der Strukturen, was auch immer dafür ursächlich sein mag (gewiss ein Konglomerat ...), Vorschub geleistet wird.
Luise Werner
05. September 2013 20:14
Hübsche Debatte, aber mir fehlen auf Grund der Kündigung beim Zwischentag die Worte.
Simon Kollöffel
06. September 2013 01:30
Gute Arbeit, Herr Menzel! Jetzt wird's aber erst spannend.

Wenn die technische Entwicklung also die Kultur nach und nach umgräbt, wenn also der technischen Organisation entsprechende angemessene gesellschaftliche Regelungsverfahren und Denkweisen sich naturwüchsig entwickelt haben, dann fragt sich, welche Umstände einen systemfeindlichen Umschwung des Denkens erzeugen. Welche?

Man kann mit Max Weber pessimistisch und pragmatisch sich jeder Hoffnung entschlagen, man kann mit Lumann gleich jede solche Hoffnung als anachronistischen Spleen Zurückgebliebener abtun, man kann mit Marx zu ergründen versuchen, wie die technische Entwicklung dialektisch ihre eigene Nagation zwingend hervorbringt. Man kann auch - unbekümmert um die Erfolgsaussichten - einfach so auf Ideologiekritik setzen.

Worauf setzen Sie?

Grundsätzlich bitteschön sollte man zur Kenntnis nehmen, daß die Herrschenden das Volk zwar auch belügen, aber das ist es, was das Volk will. Man will die Unwahrheit hören, man will schlafen, man will Spaß und seine Ruh'. Unterdrücker und Unterdrückte gibt's im entwickelten Kapitalismus fast nicht mehr. Außer in den Phantasien von schlichten Gemütern. Was es gibt, ist ein Rollenspiel einer auf allen gesellschaftlichen Rängen verkommenen Meute. Die ehemalige Arbeiterklasse ist "verbürgerlicht" und hat die schlimmsten Alpträume (nicht nur) von Marx wahrgemacht, und die Bourgeoisie ist weitgehend untergegangen und ist einer pöbelhaften Elite gewichen.l
Rumpelstilzchen
06. September 2013 08:42
Heute ganz guter Beitrag in Welt online von dem Soziologen Heinz Bude.
Ergänzt die Beiträge vomn Hartlage und Menzel.

Die Deutschen seien fest davon überzeugt in einer vergehenden Zeit zu leben. Und wollen deshalb mit dem Bestehenden sparsam umgehen.
Es fehlten Fantasien für die Zukunft, die aber Realitätsbezug haben und keine Spinnerei sind. (Wie bei den Grünen).
Zitat:
"Die Bereitschaft zu einer politischen Intellektualität fehlt in Deutschland."
Hier der Beitrag:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article119747136/Ostdeutsche-sind-Trendsetter-der-Ernuechterung.html

Nicht entmutigen lassen wegen Zwischentag.
Fantasien entwickeln.
Solidarität zeigen.

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