26. Februar 2015

Sezession-Sonderheft Pegida

von Benedikt Kaiser / 26 Kommentare

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Sonderheft PEGIDADie Autoren der Sezession haben den Aufstieg der PEGIDA-Spaziergänger von einem kleinen Dresdner Freundeskreis zu einer politischen Strömung mit bundesweiter Tragweite begleitet, kritisiert und kommentiert; Götz Kubitschek sprach mittlerweile ein Mal in Dresden und zwei Mal beim Leipziger Pendant: Es wurde also Zeit für ein Sonderheft, das hier vorbestellt werden kann und Anfang März erscheint.

 Die landesweiten Proteste, die sich zunächst gegen Islamisierung formierten, haben sich inzwischen längst zu Protesten gegen das von der Realität abgewandte politisch-gesellschaftliche Establishment, seine medialen Stützen und deren linksmilitante Fußtruppen ausgeweitet.

Desgleichen bedeutend: noch vor wenigen Monaten hätte niemand geahnt, daß sich Manifestationen zehntausender Bürger formieren werden, die sich trotz aller Hürden nicht von ihrem Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit abbringen ließen – und vor wenigen Monaten wußten die späteren Spaziergänger noch nichts davon, daß sie mit ihrer als „randständig“ abgekanzelten Meinung keineswegs randständig sind, wie es ihnen unaufhörlich eingehämmert wird.

Was sich in diesen wenigen Wochen und Monaten seit Beginn der Dresdner Abendspaziergänge rund um Pegida und Legida getan hat, wird ersichtlich in der „Chronik einer Bürgerbewegung“. Die Redaktion hat eine entsprechende Zeittafel zusammengestellt, die anhand markanter Tage und Taten die junge Geschichte einer sozialen Bewegung zusammenfaßt. Lutz Bachmann hat im Gespräch seine Sicht der Dinge auf diese jüngste Vergangenheit dargelegt; sein von erheblichem medialen Druck begleiteter Abschied ändert nichts an seiner ursprünglichen Bedeutung als Motor für die Versammlungen.

Außerdem u. a. im Heft: ein Grundlagenbeitrag von Götz Kubitschek („Der Aufstand der Bürger“), ein Gespräch mit Akif Pirinçci (der bei Pegida in Bonn auftrat), die Abhandlung „Parteinähe als Stolperfalle“, Peter Kuntzes Auseinandersetzung mit dem „Offenbarungseid der Journalisten“, Lichtmesz über die "Strategien gegen die PEGIDA" sowie der glänzende Beitrag „Der Fall Houellebecq“ aus der Feder des französischen Romanciers Richard Millet.

Das Sezession-Sonderheft „Pegida“ kann hier eingesehen und vorbestellt werden. Abonnenten erhalten es nicht automatisch zugesandt. Die Auflage ist limitiert.

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Kommentare (26)

Sezessionsleser
06. Februar 2015 13:05
Was ist mit dem regulären Februarheft? Wann erscheint dieses?
Benedikt Kaiser
06. Februar 2015 13:08
Erscheint kommende Woche.
Ein gebürtiger Hesse
06. Februar 2015 17:05
Sehr gut, wenn die Sezession wie schon bei Sarrazin und AfD auf aktuell Einschneidendes reagiert mit einer Sondernummer zur Stelle ist. Das Heft kommt zur rechten Zeit: gerade jetzt, wo Pegida die erste Krise erlebt und von vielen (man lese etwa Dieter Steins Kommentar in der jüngsten JF) bereits mit Nekrologen beworfen wird, ist es wichtig, den Blick auf bereits Geleistetes wie auch auf grundsätzliche Energie-Potentiale (der Aufstand der Bürger!) zu lenken. Das kann nirgends besser gemacht werden als von Schnellroda aus. Die Auflage möge nicht allzu limitiert sein, da das Heft weggehen dürfte wie warme Semmeln.
Hellmut
07. Februar 2015 11:23
So ging alles los, Keimzelle von Pegida:
https://www.youtube.com/watch?v=jH8DSV3Zlrk
Carsten
07. Februar 2015 14:25
Dieter Stones Kommentar ist in der Tat... irritierend.

Egal! Montag: Berlin
Braunschweig
Dresden (mit GK!)
Duisburg
Frankfurt
Magdeburg
München
Neu: Nürnberg
Außerdem: Malmö
Gegenöffentlichkeit schaffen!
08. Februar 2015 19:21
@Sezzion

Hallo Ihr Lieben,

ich habe eine Bitte an Euch. Wäre es möglich über den Linksextremismusforscher Karsten Dustin Hoffmann und seiner Bibliographie zur Linksextremismusforschung zu berichten.

Es geht darum Gegenöffentlichkeit zu schaffen bzw. vorran zu treiben.

Hier ein interessantes Interview mit Hoffmann:

Linksextremismus-Experte Hoffmann: Gesellschaft tut zu wenig gegen linke Militanz

"In der aktuellen Ausgabe der Neuen Freien Zeitung erschien angesichts der wieder ausgearteten linken Proteste gegen den Akademikerball ein Interview mit dem deutschen Linksextremismus-Experten Karsten Dustin Hoffmann. Dieser plädiert für eine stärkere gesellschaftliche Thematisierung linker Militanz.

Militanz statt Extremismus weiter verbreitet

Hoffmann war selbst bei der Hamburger Bereitschaftspolizei tätig und weiß, wovon er spricht, wenn es um linken Extremismus beziehungsweise linke Gewalt geht. Für ihn ist der Begriff des „Linksextremismus“ zu eng gefasst, da er einerseits von den meist linken Sozialwissenschaftlern kategorisch abgelehnt würde und zum anderen eine zu kleine Gruppe linker „Aktivisten“ umfasse. Er selbst spricht in diesem Diskurs lieber von linker „Militanz“. Militante seien nämlich eine weit größere Gruppe in der linken Szene, nämlich jene, die sich an Straftaten beteiligen oder sich mit solchen solidarisieren. Er selbst schätzt diese Gruppe auf ca. 30.000 Personen in Deutschland. Der Verfassungsschutz zähle wiederum lediglich 7.000 Linksextremisten in der Bundesrepublik...

Weiter: http://www.unzensuriert.at/content/0017101-Linksextremismus-Experte-Hoffmann-Gesellschaft-tut-zu-wenig-gegen-linke-Militanz

http://bibliolinx.wikispaces.com/Bibliographie+zur+Linksextremismusforschung

Vielen Dank

Jürgen aus Hamburg
Andy
08. Februar 2015 21:43
Sehr schön!!!
Schon bestellt!
Reichsvogt
09. Februar 2015 08:33
Die Abspalter haben es schon kräftig vermasselt. Allein der überaus emotional ansprechende Name "Direkte Demokratie für Europa" (Ironie Ende) klingt schon nach einer lahmen Ente. 500 Teilmehmer an der ersten Demo. Frau Oertel hätte das Gesicht von PEGIDA nach Bachmann werden können. Wahrscheinlich reden sie jetzt von "vorher haben wir auch klein angefangen und den Zuspruch nicht erwartet". Aber so eine Bewegung konstruiert man nicht am Schreibtisch. Da haben viele Faktoren zusammengespielt. Es war beeindruckend und erhebend. Und nun diese Bauchlandung. Bisher hat sich auch noch kein neues Gesicht von PEGIDA gezeigt, soweit ich es mitbekommen habe. Ich erinnere in diesem Zusammenhang nur an die jahrelangen vergeblichen Bemühungen von Dr. Mechtersheimer eine "Bewegung" die den Namen verdient aufzubauen. Ich hoffe es gelingt am heutigen Montag ein Neuanfang. Götz Kubitschek hat natürlich als Redner mein volles Vertrauen, aber was ich von der Frau Festerling halten soll weiß ich noch nicht. Der theatralische Austritt aus der AfD spricht nicht für Politikfähigkeit.
ulex
09. Februar 2015 09:39
@Reichvogt

Festerling hat bei der ersten Legida-Versammlung gesprochen und es war inhaltlich und rhetorisch überaus fundiert, das wird schon passen.

Dummerweise weiß ich noch nicht, ob ich heut nach Dresden fahr wie eigentlich geplant oder doch meinem Impuls nachgebe heute Abend in Leipzig vor der Nikolaikirche für das Seelenheil der vom Hass Zerfressenen eine Kerze aufzustellen um nach einem kleinen Spaziergang dasselbe vorm Rathaus für das Seelenheil des Leipziger OBs zu tun..
JensN
09. Februar 2015 09:43
@Reichsvogt


"Die Abspalter haben es schon kräftig vermasselt."


War mir schon vorher klar. Die Leute mögen das Original, nicht die Kopie. Die Sache hat sich in zwei Wochen erledigt. Braucht auch keiner...


"Frau Oertel hätte das Gesicht von PEGIDA nach Bachmann werden können."

Hätte sie nicht. Der einzige legitime Nachfolger von Lutz Bachmann hätte Lutz Bachmann heissen müssen. Es gab keinen Grund für einen Rücktritt.
Wegen was denn? ein paar Schimpfwörtern die dazu noch angemessen waren? Einem aus Spaß gemachten Hitler- Selfie, das etwa ein Jahr vor Pegida gemacht wurde?


"Bisher hat sich auch noch kein neues Gesicht von PEGIDA gezeigt, soweit ich es mitbekommen habe. "

Bin auch gespannt. Vielleicht veranstaltet Dieter Bohlen bald ein Samstagabend- Casting (Augenzwinker). Ansonsten: Zurück zu den Wurzeln, s.o.


"Ich hoffe es gelingt am heutigen Montag ein Neuanfang. Götz Kubitschek hat natürlich als Redner mein volles Vertrauen, aber was ich von der Frau Festerling halten soll weiß ich noch nicht. Der theatralische Austritt aus der AfD spricht nicht für Politikfähigkeit."


Das hoffe ich auch. Die letzten Wochen waren turbulent und aufreibend, vor allem auch emotional. Auch jetzt die Sache mit Leipzig wieder. Mehr kann ein Staat seinen Bürgern garnicht ins Gesicht spucken, wenn er Legida verbietet und ausgerechnet die Demo derjenigen erlaubt, wegen derer der ganze Polizeieinsatz erst nötig ist. Das MUSS in irgendeiner Art Konsequenzen nachsich ziehen.
gerd
09. Februar 2015 11:19
@ Reichsvogt
Frau Oertel dürfte wie Herr Bachmann ein U-Boot sein ... wenn deren Wirkungen analysiert werden.

Warum das Regime etwas Pegida brauchte?
Unter anderem hier:

"Landtag will die Einbürgerung vereinfachen – Die Welt
***.welt.de › Regional › Niedersachsen und Bremen
22.01.2015 – Die Einbürgerung von Ausländern in Niedersachsen

Rot/Grün will Einbürgerung erleichtern – NWZonline.de
***.nwzonline.de › Nachrichten › Politik
22.01.2015 – Hannover Die Einbürgerung von Ausländern in

Debatte um Zuwanderungsgesetz – SWR International …
***.swr.de/international/
19.01.2015 – Die FDP fordert zudem beschleunigte Einbürgerungen nach nur vier Jahren sowie die grundsätzliche Zulassung der doppelten Staatsbürgerschaft gefordert."

(Quelle: https://juergenelsaesser.wordpress.com/2015/02/07/verbrecherstadt-leipzig-legida-verboten-antifa-terror-erlaubt/#comment-135297 )

Und außerdem fehlte es an Spielen fürs Volk, da der "Krampf gegen Rechts" sonst ein abgelutschter Bonbon war.
Und wie schön fühlt es sich doch an Seit an Seit mit den Monarchen & Hofschranzen ganz billig zur Zivilcourage zu kommen.
Falkenstein
09. Februar 2015 12:59
@gerd...
Nicht so vergeistigt denken!
Das in Dresden und ausstrahlend ist ein Volksaufstand und jeder Aufstand, jede Unruhe hat ihre dunklen Akteure unter den Tapferen.
Es ist viel wichtiger; das gemeinsame Fundament im Blick zu behalten und das unvermeidliche Spaltertum nich überzubewerten.
Und ganz wichtig ist: persönlich Flagge zeigen...
Stil-Blüte
09. Februar 2015 21:58
Persönlich Flagge zeigen?

Wieder bei Bärgida kein Durchkommen durch die in großen Abständen stehenden, äußerst freundlichen Polizisten. Aber bleibt man in der Nähe stehen, sieht man, daß einzelne Personen ohne anzufragen durchgelassen werden. 'Warum die' und ich nicht? 'Die sind angemeldet. Sie sind nur interessiert.'

Zurück in den im Hauptbahnhof, um enttäuscht heimzufahren. Stehengeblieben an einem von Polizei auffällig gesperrten Zugang (breitbeinig). Abgewartet. Plötzlich drängen, förmlich aus dem Nichts heraus, von allen Seiten aufgeheizte Gestalten - kurze Pfiffe, Rufe, Zeichen, auch mit der Polizei, hetzen sie zu diesem Ein- bzw. Ausgang zu Bärgida. Und? Die Polizisten öffnen die Schranken und lassen alle ungehindert durch. Wenn das nicht agent provocateure waren, fress ich einen Besen.
Falkenstein
12. Februar 2015 10:41
@Stil-Blüte:
"....Wieder bei Bärgida kein Durchkommen..."

Ich sprach bereits vor einigen Tagen in einem weiter unten erschienenen Artikel von GK das Problem an und zeigte auch die Reaktions-Optionen auf.

Es ist prinzipiell nicht gut als Einzelgänger zu GIDA´s in der gegebenen Situation zu wackeln. (Dresden mag da u.U. eine Ausnahme sein)
Man sollte sich mit anderen "Gängern" im Vorfeld vernetzen und kleine Spaziergruppen bilden.
Wir tun das bereits und das umfasst inzwischen rd. 20 Personen aus mehreren Städten.
Wenn Sie möchten, schließen Sie sich einfach an. Geben Sie Bescheid.
Wir sind kommenden Montag in Dresden.
Und noch ein schöner Neben - Effekt: Die entstehenden Kontakte bilden ein neuronales Geflecht der realistisch denkenden Bürger und eine
Art Reaktionsoberfläche.
Von der hilfreichen Solidarisierung (GK:"Ein jeder stärke dem Anderen den Rücken") ganz abgesehen.
Martin
12. Februar 2015 13:31
Jetzt bekommt die "Blaue Narzisse" auch noch Ärger und wird pauschal mehr oder weniger als "Pegida" bezeichnet:

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/michel-houellebecq-jugendkulturpreis-von-pegida-naher-blauer-narzisse-a-1018072.html

Aus dem Artikel lernen wird auch, dass G.K. ja ein extrem rechter Verleger sei ... so, so, ...

M.L.: Ich finde es ehrlich gesagt, schon ziemlich daneben, den Namen eines lebenden Autoren ohne seine Zustimmung zu klauen. Und seine Jugendaufsatzpreise nach Rilke oder Kafka zu benennen, ist auch etwas, naja, großspurig...
Martin
12. Februar 2015 14:53
Sehr geehrter Herr Lichtmesz,

ich habe den SPON Artikel verlinkt, weil er für mich ein Beispiel ist, wie auf einmal Alles und Nichts "Pegida" sein soll und natürlich ist Pegida böse, Redner wie G.K. ja sowieso und kleine Blätter wie Blaue Narzisse dürfen da auch keine Schonung erwarten ...

In der Sache gebe ich Ihnen Recht, die Benennung der Preise mit weltbekannten Schriftstellern ist zu dick aufgetragen und bei noch lebenden Autoren sogar massive Trittbrettfahrerei. Aber ohne den bei den Medien stattfindenden Pegida Hype (oder besser: Hass?), bei dem jetzt jede Internetseite, die damit irgendwie in Verbindung gebracht werden kann, auf Verdächtiges durchleuchtet wird, wäre das mit diesen Preis-Benennungen oder eher Widmungen vermutlich keiner breiteren Öffentlichkeit aufgefallen.

Die sog. "Medien" sind durch den Lügenpressevorwurf nachhaltig angefressen und halten mit Allem, und wenn es noch so albern erscheinen mag, nun dagegen und Mittel wie Denunziation, aus dem Zusammenhang reißen oder in falsche Zusammenhänge stellen gehören ja zum kleinen 1x1 dieser LÜGENPRESSE.
S. Marten
12. Februar 2015 19:34
DRINGEND!
Bitte unbedingt beiliegenden Link-Inhalt prüfen:

http://www.taz.de/Proteste-gegen-Pegida-und-Co/!154642/

wenn DAS zutrifft, dann müßte jetzt eigentlich ein Markerschütternder
Aufschrei durch's Land gehen! Andeutungen für bezahlte Gegendemon-
stranten gab's ja schon, aber meines Wissens noch nicht so unverhohlen.
Das erklärt natürlich, warum schon bei einer der ersten Anti-Islamisierungsdemos in Köln (09.05.09) mir das so vorkam,als wären Poli-
zei und 'Antipa' (Antifa) wie aufeinander abgestimmt, und ich mir in
Häuserkampfmanier einen Durchschlupf zur Demo auf dem abgelegenen
Barmer Platz suchen mußte. Kommt mir also sehr bekannt vor, was auf
SEZESSION über die Pegida/Legida-Demos berichtet wurde u. wird...
Hans Meier
12. Februar 2015 20:41
Den Vorwurf der "Lügenpresse" müssen wir weitertragen. Er war ungeheuer erfolgreich.
Und zum peinlichen Verteidigungsversuch der Vereinigten Lügenjournalisten über ihren Ableger der Wortverbietungskommission:
"Es ist kein Unwort - es ist ein UnDING, dass die Presse lügt. Und da sie lügt, ist sie 'Lügenpresse'! Ist so."
Strogoff
12. Februar 2015 21:30
Martin
Die Benennung des Jugendkulturpreises nach Houllebecq kann keine Trittbrettfahrerei sein. Ganz ehrlich.
Wer wußte von dem Preis der BN mit dem Namenspatron Michel Houllebecq? Oder von Kafka? Rilke? Der Spiegel ist doch nur aufmerksam geworden, weil "Unterwerfung" mit Charlie Hebdo zusammenfiel.
Mir ist neu, dass die BN von der Kulturpreisaktion einen so großen Nutzen zieht.

Lichtmesz
Ist das zu großspurig? Vielleicht. Na und?
Es bleibt ein Wettbewerb für junge Autoren. Also was solls? Und wieso diese Schärfe?

M.L.: Ist halt nicht sehr geschmackssicher.
ulex
12. Februar 2015 22:03
@S.Marten

Dass dies ein - schlecht gemachter - Hoax ist über den die taz sich hier lustig macht (obwohl auf diesen selbst die Bild schon reingefallen ist und diesen im Zuge des Verbots der Dresden-Demo wg Terrorgefahr unf "48 anreisenden Antifa-Bussen" verbreitet hat) ist hoffentlich schon klar, gelle`? Zumal dieser schon seit einigen Wochen durchs Netz wabbert - und es erschreckenderweise etliche Leute gibt, die das für wahr halten.

Was natürlich nix daran ändert, dass es in der Tat zu Großveranstaltungen jeden Menge gesponserter Busse von DGB bis linken Parteien gibt mit denen Demonstranten herangekarrt werden, zB früher zu den alljährlichen Gegenveranstaltungen zu denDresden-Gedenkdemos, in der Tat zumAkademikerball oder auch zur Hogesa-Gegendemo. Aber natürlich gibt es keinen Antifa eV.
ulex
12. Februar 2015 22:10
@Stil-Blüte

Der vielleicht von PI bekannte Kommentator "Wahrer Sozialdemokrat" für "Demoneulinge" wie ich finde recht hilfreiche Tipps veröffentlicht, auf die ich gern verlinke - mit dem Hinweis ergänzt, dass das Mitführen jeglicher als Passiv-Bewaffnung auszulegender Gegenstände (hierzu gehört auch Pfefferspray) nicht erlaubt ist und somit der eigenen Verantwortung unterliegt. (Dass mit dem Anschliessen an grössere Gruppen hat immer sein für und wider).

https://wahrersozialdemokrat.wordpress.com/2015/01/08/nutzliche-tipps-fur-pegidaco-neulinge-besonders-fur-nrw-und-sonstige-linksversiffte-lander/
Michael Koch
12. Februar 2015 22:14
Zitat von Lutz Meyer aus der Ankündigung der 64.Sezession (siehe: http://www.sezession.de/48435/martin-heidegger-64-sezession-erschienen.html ) „Denken ist die gefährlichste Tätigkeit, vielleicht gefährlicher als die Atombombe. Es kann die Welt verändern.“

Denken ist wichtig. Aber ohne die Tat, die auf das Erdachte folgt - folgen muß! - ist das Denken nur eitles Gewäsch. Nur die Tat kann verändern!
Man spricht ja leider auch so oft von Meinungsfreiheit - die hat jeder, immer und überall (die Gedanken sind frei), aber wichtig ist die Meinungsäußerungsfreiheit, nämlich die Freiheit, seine Meinung nicht nur zu denken, sondern sie auch offen und öffentlich zu verkünden! Das ist ein gewaltiger Unterschied!
Hans Meier
18. Februar 2015 01:33
Zur Befreiung aus der Meinungsdiktatur der Deutschenhasser ist auch grundsätzliche Planung notwendig. Nicht nur guter Wille (s. Pegida-auf-und-ab).
Frau Noelle-Neumann schrieb dazu in ihren Memoiren, wie Adorno alle paar Monate Journalisten zu teurem Essen einlud und mit marxistischen Journalisten im Sinne des Marxismus bearbeitete (Typisch für führende Marxisten, frei nach Zigarren-Brecht und Porsche-Riexinger). Nach einigen Jahren hatte er ein breites Netzwerk geschmiedet und überall Leute sitzen, mit denen er Meinung machte. (Die Erinnerungen, S.193f.)

Zur Notwendigkeit gestaffelter und sorgfältiger Planung und Durchführung jenseits bloßer Hoffnung auf Wunder der pazifistische Klassiker, der mit dem Segen des Großen Bruders in vielen Ländern Verwendung fand:
http://www.aeinstein.org/wp-content/uploads/2013/10/FDTD_German.pdf
Olaf
18. Februar 2015 15:28
Der Witz bei der taz-"Satire" ist ja, dass er die Finanzierung der Linkskriminellen durch den Staat grundsätzlich richtig beschreibt, und nur ein paar kleine Details dazu erfindet. Also eine Satire ist das eigentlich nicht, Linke haben darüberhinaus auch keinen Humor für sowas. Linke haben nur Hass im Herzen und im Kopf psychische Störungen, da ist kein Platz für Spaß und Esprit.
Nemo Obligatur
18. Februar 2015 20:36
Eine Anmerkung, etwas aus dem Kontext des Beitrags, aber nicht so ganz: Gestern habe ich beim Zappen tatsächlich kurz Frau Kositza im TV gesehen. Mit einer Fahne in der Hand. In der Sendung "Frontal 21" wurde sie während einer Demo interviewt. Zweifel sind kaum möglich, zumal sie selbst angab auf Offenbach zu stammen Allerdings wurde kein Name oder so eingeblendet - ähnlich wie bei Herrn Stürzenberger seinerzeit. Die Demo fand laut Einblendung Ende Januar statt. In der ZDF-Mediathek findet sich die Frontal-Sendung noch.

Vielleicht ist die Info ja hier noch nicht bekannt und von Interesse.
Kaliyuga
19. Februar 2015 23:53
Die des Geistes sind, sollten ihn die, an-gerichtet, nicht hören?

Worte von weither, in der Fremde, die mir Heimat geworden ist.

Ein Hoffen ist ins Keimen getreten, der Keim auch hat sich nun in nur noch zehn Thesen konzentriert. Was ist zu tun, dasz er austreibt und wächst und Frucht trägt und bringt?

Weitere Reinigung und Auf-Zucht.

Bachmann, erfrischend burschikos und hemdsärmelig und sehr sympathisch im dialektalen Zungenschlag, nun doch zeitweilig noch recht Wang an Wang, angeschmiegt am politgerechten Zeitgeist („Kandidat oder Kandidatin“; auch die beständig schrill und zugleich schon unendlich fade blinkende Formel der sog. „Integration“ benutzend) und jenem der Moderne eignenden Freiheitsverständnis just im Bereich des eigentlich lebensspendenden (nun aber ver-nicht-enden) Sexus‘ anhängend, das freilich integraler Bestandteil der fast schon physisch greifbaren Fratzen des Untergangs ist (Forderung des „Erhalts der sexuellen Selbstbestimmung“).

Doch schmeicheln uns die Fratzen als Errungenschaften ja nur weibisch-verführend an (wo wäre hier denn das wahre Ringen gewesen? Gedanke beim heutigen Gang durch meine vom Heinrich dem Löwen gegründete, nunmehr der Welt bekannte und ihr gehörende, anheimgefallene Stadt).

Und nun, ach geh, Herr Bachmann, ein „Christentum, das eine Reformation durchlaufen durfte“? Sie sprechen gut gemeint, doch unbedacht, weil rein politisch und damit in diesem Fall, Gott sei Dank!, nichts als nichtig! Sie wissen nichts, und Sie müssen es auch nicht wissen, von der Klarheit der Wasser an ihrem Ursprung, von der es doch Johannes Scheffler, nicht weit von Ihnen, aus Breslau, eine Hauptwasserscheide weiter zum Osten hin, einst hatte.

Damit ist gesagt: Spirituell und meta-physisch ist der Impuls der neuen Bewegung verbessert, aber doch noch weitgehend wertlos. Es fehlt der Blutschweiß, der mit dem entschiedenen Opfern der falschen, langhin verehrten Götter einherginge. Kann solches von den Vielen je gewollt sein? Will und kann man nun am Ende weltend erfolgreich sein und damit doch nur alten Wein in gleich wieder veraltende, neue Schläuche, bloße Schläuche, füllen? Könnte die(se) Zeit es (schon oder überhaupt noch) anders hergeben?

Doch was man „will“, woher kommt nun das und wann darf es in Wirken sich entfalten?

Der Geist widerstreitet der Politik.

Gott und der Hl. Michael mit dir, du Land der Deutschen!

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