02. Juli 2015

Der Keim

von Lutz Meyer / 53 Kommentare

Lutz Meyer kommt aus der linksanarchistischen Szene, seine Themen findet er auf der Straße.

Odin  Wo bleibt das politische Handeln, wo die politische Tat? Die Zeit, sie drängt! Die Zeit, sie ruft nach entschlossenen Schritten und mutigen Schnitten! Doch liegt nicht vielleicht im politischen Handeln selbst die Gefahr der Verstrickung in die Welt der Lüge, der Intrige, der Falschheit? Wäre nicht eher der konsequente Rückzug aus der Welt des Politischen das Gebot der Stunde?



Wie ein dicker Panzer aus Eis hat sich die kalte, die berechende und planende Ausbeutung von Mensch, Kultur und Natur über alles Leben geschoben. Es herrscht tiefer Winter. Weltenwinter. Es herrscht Erstarrung durch Mechanik, Apparatur, Organisation.

Das Politische ist selbst ein Teil dieses Eispanzers. Damit meine ich nicht nur die etablierte Politik oder eine bestimmte politische Richtung, sondern das Politische als Kategorie menschlichen Handelns schlechthin. Das Politische selbst ist technokratischer Panzer, es fehlt ihm die lebendige Seele, es ist inhuman, unmenschlich. Man merkt es nicht nur beim Blick auf die Strukturen von Berlin oder Brüssel, sondern auch, wenn man sich konservative oder rechte Projekte der letzten Zeit einmal näher anschaut:

AfD, PEGIDA, die Identitären. Zwar war überall zunächst der Funke der Begeisterung da, der Drang zur Mobilisierung neuer Ideen, das Hochgefühl der geglückten Aktion – alles Ausdruck von Leidenschaft, von Seele. Doch das ist noch nicht das Politische. Das Politische beginnt dort, wo die Kräfte organisiert, wo sie gebündelt und zielgerichtet eingesetzt werden, wo sie Veränderung bewirken können (echte und substanzielle Veränderung – nicht bloße mediale Aufmerksamkeit).

Wenn die Sphäre des Politischen beispielsweise durch Wahlerfolge und parlamentarische Konkretisierung wie im Fall der AfD erreicht wird, beginnt die Verstrickungsmacht des Politischen sich umgehend auszuwirken – man stolpert als politischer Akteur über die erstbesten Fallstricke, verfängt sich in den von den Etablierten eilends ausgeworfenen Netzen, wird sofort durch das Gift der Lüge, Intrige und Falschheit paralysiert (daß man damit leben – und davon sogar gut leben kann – beweisen die Politiker der Altparteien).

Ähnliches konnte man auch im außerparlamentarischen Raum am Beispiel der PEGIDA beobachten – kaum wurden Anfänge einer wärmenden Gemeinschaft, einer Stiftung von Identität umrisshaft erkennbar, setzte die Vergiftungs- und Paralysierungsmechanik des Politischen ein. Man greift zu kurz, wenn man hier nur den politischen Gegner und seine auf Alternativlosigkeit getrimmte „Lügenpresse“  am Werk sieht. Es ist die Verstrickung in das Politische selbst.

Man kann auch Parallelen ziehen zur politischen Landschaft der Weimarer Zeit und den zahlreichen kleinen und winzigen, sich rechts verortenden politischen Gruppen und Bewegungen, die sich auf dem Weg zur politischen Einflußnahme sofort in genau dieser Verstrickung wiederfanden (und zwar verstrickt bereits in Scharmützel untereinander).

Einige der damals auf nationalrevolutionärer Seite agierenden Geister – Ernst Jünger, Friedrich Georg Jünger und Friedrich Hielscher – haben das dann sehr deutlich gesehen. Der Letztgenannte zog daraus relativ früh schon erstaunliche Konsequenzen, über die das Nachdenken sich durchaus lohnt. Um den Keim des Lebens über den Winter zu retten (ein Winter, der sich weit über das Ende des Nationalsozialismus hinaus erstreckte), um im Frühjahr neues Leben und neue Gemeinschaft zu begründen, bedarf es nicht des Politischen und erst recht nicht des Staates. Es bedarf zuallererst einer Religion, es bedarf einer Kirche. Wohlgemerkt: Einer, und zwar nicht etwa der christlichen.



Der vormalige Nationalrevolutionär Friedrich Hielscher gründete eine neue Religion, eine neue Kirche, die sogenannte Unabhängige Freikirche (UFK). Von hier aus – später, nicht sofort – das Politische neu zu denken und neu zu beleben war eines der Anliegen. Christentum, Islam, Judentum und Hinduismus durften weiterhin gelten als andere Versuche, den alleinwirklichen Gott zu fassen.

Jede Religion erkennt nur einen Teil der göttlichen Alleinwirklichkeit, die – das war ein spezifischer Ansatz des Goethe studierenden Friedrich Hielscher – sich nicht im Menschlichen allein offenbart, sondern auch die gesamte belebte und unbelebte Natur umfasst. Er griff dabei auf die alte nordische Mythologie und auf den Volksglauben zurück. In dieser neuen Religion gibt es Feste, Rituale, himmlische Boten.

Man kann Hielschers Religionsgründung natürlich – gerade als Christ und gerade hier in diesem Forum – sehr sorgenvoll sehen und ihm Synkretismus, Egomanie, Sektiererei und zuletzt sogar Erfolglosigkeit vorwerfen (auf ihrem Höhepunkt in den 1950er Jahren hatte die UFK kaum mehr als 60 Mitglieder, wobei die unterschwellige Wirkung durchaus stärker gewesen sein kann), doch der Gedanke als solcher ist nicht ohne Strahlkraft. Und er ist auch konsequent.

Denn wenn einerseits die christlich-jüdische Religion in Europa – man verzeihe mir die Formulierung – abgewirtschaftet hat und selbst in das lähmende, seelenlose Netz des Politischen verstrickt ist, wenn andererseits aber eine starke Sehnsucht nach einem neuen Glaubenkönnen, nach einer neuen Religion da ist – warum nicht eine gründen?

Ich kann die Einwände, die auf diese harmlose Frage niederprasseln werden, schon vorwegnehmen: Eine Religion kann  man doch nicht einfach so gründen und wie am Reißbrett konstruieren! Und wer bitteschön soll denn festlegen, an wen oder was geglaubt und wie verehrt werden soll? Da könnte ja jeder kommen! Müsste dieser neue Gott sich nicht für alle sichtbar offenbaren – wo ist er denn? Wäre das nicht zwangsläufig so eine unverbindliche Wohlfühlreligion à la New Age, eilig zusammengeklaubt von der Sinngebungsresterampe? Wer soll bestimmen – und welche Qualifikation braucht man dafür überhaupt? Das ist doch Scharlatanerie, das endet doch bei Bhagwan! Kommt nicht alles Unheil aus diesem Wahn, alles neu und anders machen zu müssen? Man sieht doch an den Wiedertäufern, wo so etwas endet! Und überhaupt: So ein heidnischer Synkretismus, das gibt es doch schon – diese ganzen neopaganistischen Gruppen, da kommt man doch in Teufels Küche. - - -

Klar, man kann das alles ablehnen, alles von sich weisen, auf das Christentum pochen und nach Exkommunikation, Inquisition und Scheiterhaufen rufen. Aber man könnte auch – vielleicht auch nur einen experimentierfreudigen Abend lang – einmal in aller Ruhe darüber nachdenken, ob dieser Ansatz Friedrich Hielschers (um den persönlich und konkret es hier gar nicht geht), nicht doch einen wahren Kern enthält. Fragen wir uns also rein experimentell:

  1. Geht das Religiöse dem Politischen notwendig voraus, kann und muß es dieses wirklich leiten?

  2. Wenn ja: Kann dieses Religiöse auch etwas anderes als eine der heute verbreiteten Weltreligionen sein?

  3. Wenn ja: Wie könnten die Konturen, wie könnte das Keimhafte dieses neuen Religiösen aussehen?


Zu Punkt 3: Hier sollte man nicht einfach nur persönliche Vorlieben ausleben, sondern auch begründen, warum gerade so und nicht anders.

Lutz Meyer kommt aus der linksanarchistischen Szene, seine Themen findet er auf der Straße.

Kommentare (53)

Yvonne
02. Juli 2015 11:34
Ist schon richtig, die Leute auf ihrer emotional-überrationalen Ebene anzusprechen. Dem Politischen Wollen geht ja etwas voraus (i.A.: der Lifestyle), und das könnte auch religiös überhöht sein (für uns: irgendsowas nordisch-germanisch-Deutschkirchliches). Aber auf jeden Fall bräuchte es einen authentischen Verkünder. Das letzte Mal, dass wir so etwas hatten, ist wohl bekannt. Die Gefährlichkeit dieser Religion wurde natürlich von ihren Feinden sofort gesehen. Sie wurde vernichtet und verboten.

Machen wir jetzt also eine Castingshow. Gesucht wird der neue Messias. Geglaubt wird alles, was hilft, die Sache hier zu überwinden. Aber bitte keine Parallelen zu anno dunnemals, wir sind sauber..
Rüdiger Braun
02. Juli 2015 11:57
Man muss es ja nicht "Religion" nennen, man kann es auch einfach als "Ideal" postulieren. Nicht verwechseln mit "Ideologie".
Eine neue Politik muss einem Ideal folgen. Sie muss vom Ideal her gedacht werden. Das Ideal zu definieren ist ungleich schwerer als eine Religion, da ein Ideal einer Logik folgt, welche der Religion fehlt.
Rumpelstilzchen
02. Juli 2015 12:12
Es gibt Menschen, die zwar kein Genie sind,
aber das Genie des anderen stimulieren.


So langsam hege ich den Verdacht, daß Lutz Meyer von der Redaktion eingesetzt wurde, um das Genie der Foristen zu stimulieren. Das ist ein genialer Trick. Herr Meyer als menschlicher Scheidetrichter, damit die linke Pampe endlich mal richtig abgelassen wird.
So kommt es zu Klärungen.

- nachdem der Waldgänger e. B. von einer rechten menschlichen Utopie träumt,
- Herr Stürzenberger eine lustige , falsche Religion durch eine witzlose falsche Religion ersetzt,
- die Identitären noch auf der Suche nach ihrer Identität sind ( d.i. allerdings das Vorrecht der Jugend)

soll den Restrechten nun eine neue Religion schmackhaft gemacht werden, die dezidiert nicht die christliche sein soll.
Das ist ja wohl der Hammer.
Bevor jetzt die Foristen ihr Genie an die Ausarbeitung dieser geheimnisvollen neuen Religion verschwenden, verweise ich darauf, dass da die alten Israeliten schon weiter waren :

Der alte Schlomo kommt verzweifelt zu seinem Rabbiner und beklagt sich:
Shalom, Rebbe. Hab ich a Problem. Mein Sohn ist ein guter Sohn, tüchtig und klug. So hab ich gemacht a Testament für ihm. Jetzt ist er vom Glauben abgefallen und hat sich taufen lassen. Sag, Rabbi, was soll ich tun?
Der Rabbiner:
Hab ich auch einen Sohn, klug und tüchtig. Hab ich auch gemacht Testament und er ist abgefallen vom Glauben.
Und was hast du gemacht?
Rabbiner: Hab ich gefragt G-tt.
Und was hat der gesagt?
Er hat gesagt, Hab ich auch einen Sohn gehabt. Tüchtig und weise und immer auf dem rechten Weg, also hab ich gemacht Testament für ihm. Dann ist der Sohn vom Glauben abgefallen und hat sich taufen lassen., Da hab ich gefragt, was er gemacht hat.
Und was hat er gesagt?
Er hat gesagt, er hat gemacht neues Testament.

Und ein neues, neues Testament brauchen wir nicht. Vielleicht etwas Umkehr und Rück- besinnung....
Das Gleichnis vom Keim steht auch schon im NT. Der Keim heißt dort Senfkorn ( Mt 13)
Frieda Helbig
02. Juli 2015 13:20
Die Verstrickungsmacht des Politischen verfängt nicht bei Menschen mit Idealen und Charakter, mithin liegt das Problem nicht im Politischen an sich, sondern an den Menschen, die Politik betreiben.
Rosenkranz
02. Juli 2015 13:47
Herr Meyer,

ich beziehe mich auf Ihre erste Frage, ob wir uns einen Rückzug aus dem Politischen leisten können. Ich denke nicht. Wir werden von den Regierenden einfach nicht in Ruhe gelassen. Ständig neue Zumutungen, sei es bei der Währung, bei den Grenzen, bei der Zuwanderung, bei der inneren Sicherheit, bei den Steuern, etc., etc. Die Damen und Herren in Berlin, Brüssel und in den Kommunen beschließen irgendetwas, und wenn sich kein Widerstand regt, machen sie fleißig weiter. Sie machen so lange weiter, bis dieses Land in jeden Winkel hinein, auf das Unkenntlichste entstellt ist. Aber dann ist es zu spät. Oder Herr Meyer, sehen Sie es wie Spengler, der aufgrund vom umgreifenden Bolschewismus und bevorstehender Afrikanisierung keine Hoffnung mehr hatte?

Dann sollten wir schleunigst die Sezession vorantreiben!
Carsten
02. Juli 2015 14:24
Ich empfehle stattdessen Lichtmesz' Buch "Kann nur ein Gott uns retten?"

Don't mesz with the Licht!
Eveline
02. Juli 2015 14:57
Ich finde, das es sehr schön beschrieben.

Sie sagen: ....Wie ein dicker Panzer aus Eis hat sich die kalte, die berechende und planende Ausbeutung von Mensch, Kultur und Natur über alles Leben geschoben. Es herrscht tiefer Winter. Weltenwinter. Es herrscht Erstarrung durch Mechanik, Apparatur, Organisation.
Oder :......Das Politische selbst ist der technokratische Panzer....

Was fehlt? Das der Mensch schon eine göttliche Herkunft hat.
Z.B haben wir einen Körper, der ein Ausdruck unseres Geistes ist.
Er trägt nämlich in sich den Goldenen Schnitt. Das ist keine Kleinigkeit.

http://der-goldene-schnitt.blogspot.de

Parteiprogramme weisen diese Fibonacci - Zahlenfolge nicht auf. Es sind auch keine Kunstwerke. Zuviel Ego.

Wir selber sind und haben eine Rückbindung. Es ist natürlich leichter, wenn im Außen ein Angebot wäre.
Bevor Sie aber mit Kirche beginnen wollen, würde ich die Parteizentralen mit Weihrauch ausräuchern. Kiloweise.
Siddharta
02. Juli 2015 15:13
Die Antwort auf diese Fragen liegt in der Definition von Religion. Religion im spirituellen Sinn bietet seinen Anhaengern Trost, Hoffnung, Gemeinschaftszugehoerigkeit, in manchen Faellen das Gefuehl von Auserwaehltheit, sie stiftet Sinn und gibt Regeln vor, in Notlagen gewaehrt sie ihren Glaeubigen materielle Unterstuetzung und an den Knotenpunkten des Lebenslaufs einen festlichen Rahmen. Der Islam beweist, dass auch heute noch von einer spirituellen Religion starke politische Impulse ausgehen koennen. Der Fehler des Beitrags besteht in der Annahme, dass mit der Saekularisierung in Europa ein Vakuum entstanden sei. Dabei wird die Wirkung der Politischen Religion uebersehen. Tatsaechlich beeinflussen sakrale Mythen und Legenden das politische Denken unserer Zeit. Das war schon immer so. Man denke an Langemarck, den Tell oder den Kyffhaeuser. Von ihnen ging eine konstruktive Mythomotorik aus, die in unserer Zeit fehlt. Wer die zeitgenoessische politische Religion begreifen will, der lausche den Reden Gaucks, besuche in Berlin das monumentale Schandmal oder frage sich, warum Aeusserungen zu maritimen Ruestungslieferungen in den Nahen Osten zur Mutprobe geworden sind.
Raskolnikow
02. Juli 2015 15:36
Gestern,

war der Bautzner Senf aus, als die Reihe an mich kam, dem Wurstbudenwirt meine Bestellung zu vermelden. Und das obwohl ich die Jungfrau Maria, Joseph, alle 12 Apostel und den Herrn selbst anrief, ebenjenen schmackhaften, mittelscharfen Senf auf meine Original Thueringer Rostbratwurst applizieren zu duerfen. Wahrlich, wahrlich, der Christengott hat abgewirtschaftet ...

Und heute vor der morgendlichen Croquetstunde geschah schon wieder etwas Unerhoertes. Es gelang mir tatsaechlich eine Loesung fuer eine letztlich nicht integrable Differentialgleichung zu ermitteln. Dieser nonsense hat aber nichts mit meiner Unzulaenglichkeit zu tun, sondern ist natuerlich durch die Maengel der Arithmetik bedingt. Vielleicht erfindet Ihr neben neuen Religionen noch eine neue, mir besser in den Kram passende, Mathematik, ja?

Ich koennte so aus dem Stegreif nicht sagen, wessen Hybris beaengstigender ist; jene der Goetter- oder jene der Geschlechtererfinder....

Dominus vobiscum,

R.
Atalana
02. Juli 2015 15:39
Du brauchst ja keine Mandate anstreben, es reicht, wenn herrschende Politiker und Verwaltung entsprechend handeln. Aus diesem Grund geht es um den Kampf um die Narrationen, die großen Erzählungen, nicht politische Organisationsscharmützel. Um die Leitkultur. Um die Abwicklung der noch bestehenden fremden Imperien und ihrer Kapos auf deutschem Boden.

Neue Religion? Vielleicht lohnt ein "Deutscher Islam", eine Fusion von religiöser Zucht und Deutschtum, aber mehr nach Quäkerart. Oder ein ganz neuer Buddhismus. Oder ein neues, vom Kirchenplunder gereinigtes "Urchristentum"...

Abholen sollte man die vom Zeitgeist traumatisierten und ihnen andere Möglichkeiten aufzeigen, mit denen sie dann autonom weiter agieren können. Eine Ortung für die Hippiemädchen, die von ihren in der WG aufgenommen Flüchtlingen vergewaltigt wurden...
Der Gutmensch
02. Juli 2015 15:41
Es wird hier immer wilder, je heißer es draußen wird ...

Geht das Religiöse dem Politischen notwendig voraus, kann und muß es dieses wirklich leiten?

Jawohl. Immer! Davon erzählt uns bereits die ausführliche Einleitung des Kodex Hammurabi - erst kommt der Glaube, dann kann man sein Häufchen setzen.

Wenn ja: Kann dieses Religiöse auch etwas anderes als eine der heute ...

Die Welt soll neuer Sektenführer bedürfen? Was - oder wen - wollt Ihr/sollen wir denn diesmal anbeten? Nur weil die alten Kirchen irgendwelchen Zinnober veranstalten? Weiche von mir, böser Geist!!

Und dass man "einfach mal die Füße hochlegen" sollte, wenn man was verändern möchte/muss, wussten Wir sind Helden schon vor Jahren. Gerade ist auch ein ziemlich guter Zeitpunkt - für alle, nicht nur für die Post.

Der Gutmensch.
Rumpelstilzchen
02. Juli 2015 17:00
Gestern
war der Bautzner Senf aus, als die Reihe an mich kam, dem Wurstbudenwirt meine Bestellung zu vermelden. Und das obwohl ich die Jungfrau Maria, Joseph, alle 12 Apostel und den Herrn selbst anrief, ebenjenen schmackhaften, mittelscharfen Senf auf meine Original Thueringer Rostbratwurst applizieren zu duerfen. Wahrlich, wahrlich, der Christengott hat abgewirtschaftet …


Aber Raskolnikow !
Der Christengott hat noch lange nicht abgewirtschaftet !
Sie haben lediglich einen der folgenden 14 Nothelfer vergessen:
Der heilige Antonius hätte den Wurstbudenwirt noch ein Glas Senf finden lassen,
der heilige Eustachius hätte Ihnen in dieser schwierigen Lebenslage beigestanden und die heilige Katharina hätte die Leiden ihrer Zunge gelindert !
Wunder geschehen. Glauben Sie mir.

Et cum spiritu tuo ,
R.
Schlachthof Agnus Dei
02. Juli 2015 17:19
Eine Neue Metaphysik ließe sich vielleicht eher herbeirufen als eine Religion, denn jene ist per se mehr Konstrukt, als aus Urgründen vorzivilisatorischer Gesellschaften emporgewuchterte Religion. Sein Vorschlag scheint nach meinem Verständnis eher ein Umwenden, Inwenden zu sein, in ein vielleicht Beseeltes oder nur Bewohntes, von dem aus verantwortungsvolles Handeln möglich wird, welches den Individualismus aus sich exorziert hat. Das Rückbinden mehr an eine fallengelassene Masche tradierter Weisen sich als Menschen aufeinander und zueinander zu beziehen, denn als Brückenschlag zurück an spirituell verwaiste Ufer. Den Keim aus seiner Erstickung lösen, ihn nicht als Einzelnes in die verdammte Freiheit schicken, sondern ihn weben und wuchern lassen in Heimisches. Zu lernen gilt nicht Selbstvergewisserung und -verwirklichung, sondern Demut, Auflösung, sogar Zwang, ein auf Händen tragen des Gemeinen im Speziellen.
Rosenkranz
02. Juli 2015 18:18
Lieber Raskolnikow,

et cum spiritu tuo. Was macht eigentlich Ihr "Projekt" --> jeden Tag eine kleine Gesetzesübertretung?
Kiki
02. Juli 2015 18:57
Bravo, Raskolnikow, gib's Ihnen!
Helgi Knartr
02. Juli 2015 20:03
Jawoll, laßt uns mal 'ne neue Religion erfinden! Brauchbare Brocken dazu liegen überall herum. Endlich mal eine kreatives Projekt für Konservative. Da werden sicherlich viele begeistert mitmachen wollen.

Synkretismus durch Schwarmintelligenz, das wird was. Beim Barte Manitous, beim Schuh des Propheten und dem einäugigen Stier in der Weltesche Yggdrasil - laßt's uns anpacken!

Mit einem herzlichen "Grüß Gott" (wer immer er sei),
Helgi
Brettenbacher
02. Juli 2015 20:52
@Raskolnikov und Rumpelstilzchen

...... und da wäre noch Judas Thaddäus, der Heilige für "hoffnungslose Fälle".
Weltversteher
02. Juli 2015 20:53
Tatsächlich scheint es abwegig, eine Religion zu erfinden. Ich verstehe Meyer so, daß es um einen neuen religiösen Keim geht. Ebensogut könnte man das Christentum neu beleben. Denn wie es schon öfter anklang: JHWH ist tot.
Daß sich die religiösen Funken, die unter den Lebenden glimmen mögen, zu einem Glauben verdichten, bedarf es eines Verkünders. Vermutlich ist aber die Glut noch sehr spärlich, als daß sie sich zum Brand verdichten ließe.
Mein Rat daher: Erst mal weiterpusten. Und tatsächlich nicht politisieren. Denn das ist das Spiel mit den ungedeckten Karten. Mangels religio.
Fredy
02. Juli 2015 20:58
Odin, rette uns vor diesem Blödsinn. Eine Religion erfinden oder konstruieren, und das auch noch von konservativer Seite. Bizarr.

Mit nem Heiland fängt alles an. Manchmal auch mit nem Terroristen, einem trägen Fettwanst oder einem Scharlatan, aber nicht mit nem Reißbrett.

Diese Welt braucht weniger Religion und mehr Glaube.
Adebar
02. Juli 2015 22:30
Der Blog Etschlichter beantwortet die drei obigen Fragen folgendermaßen:

"1) Ein klares „das hängt davon ab.“ Wenn man Religion als persönliche Sichweise auf metaphysische Fragen betrachtet, dann ist diese der Politik unterzuordnen. Wenn wir unter Religion einen kollektiven Glauben, einen ethnischen Mythos begreifen, der einen anbindenen und über Generationen verbindenden Volkscharakter trägt, dann muss dieser den politischen Entscheidungen vorausgehen. Dann ist diese Religion nichts anderes als eine Weltanschauung.

2) Es kann nicht nur, es muss sogar. Die Weltreligionen stehen dem völkischen Glaubensbezug diametral entgegen. Wir wollen keine universellen Religionsdogmen ohne Bezüge zu Volk und Natur. Wir wollen einen spezifischen Artglauben, der auf den Prinzipien der Wissenschaft fußt. Eine Verdichtung unserer Kultur, unseres Erbes und unseres Ideals.

3) Die Grundwerte dieses Glaubens sind einfach: Volk und Vaterland. Seine Sakramente heißen Arbeit und Elternschaft. Jeder leistet seinen Teil und dient damit nach seinen Fähigkeiten unserer Gemeinschaft. Das ist unser Glaube."

Quelle: http://logr.org/etschlichter/2015/06/29/hoerbuch-nordische-mythologie/#comments

Dem stimme ich im Großen und Ganzen zu

Adebar
Legionär
03. Juli 2015 00:02
Realitätsflucht hat noch nie zur Lösung von Problemen geführt. Und nichts anderes stellt letztlich Lutz Meyers Plädoyer für eine neue Religion und für ein Verlassen des politischen Raumes dar.
Wir Völkisch-national-patriotisch gesinnten Deutschen/Europäer brauchen Mut, Ausdauer und Kampfeswillen. Ferner die Fähigkeit, neue Formen des Widerstandes zu gehen. Wir sollten dabei jede, aber auch wirklich jede nur denkbare Möglichkeit Widerstand zu leisten auf Ihre Umsetzbarkeit und zu erwartende Wirkung ernsthaft prüfen. (sei es nun auf dem Parteiwege, über Demos – Bsp. Pegida, oder besonders originell die kürzlichen Aktionen der Identitären). Wir dürfen uns nicht von möglichen finanziellen Opfern scheuen – in Form von Spenden u.a. – wir dürfen uns nicht vor eventuellem Ansehensverlust im Freundes- oder Bekanntenkreis scheuen – indem wir zu unserer patriotischen Meinung stehen und wir dürfen nicht wegen möglicher beruflicher Nachteile in unserem Aktionismus nachlassen. Denn – es geht in dieser Zeit wirklich ums Ganze, um die alles entscheidende Frage, ob wir in Deutschland und/Europa noch eine Trendwende in Sachen Bevölkerungs- / Einwanderungspolitik hinbekommen, bevor wir – die autochthone Bevölkerung – endgültig als ethnische Minderheit im eigenen Land marginalisiert sind.
Thomas Wawerka
03. Juli 2015 06:17
Der letzte erfolgreiche Religionsgründer war der hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/L._Ron_Hubbard

Ebensogut könnte man das Christentum neu beleben.


Könnte man?

Captain, wir verlieren an Höhe!
Thomas Schramm
03. Juli 2015 06:21
Natürlich steht die Religion vor oder besser gesagt hinter jeder Politik.

Besonders die uns heute dominierenden Großreligionen, denn sie sind Erfindungen des Menschen und verfälschen die Schöpfung.
Egal ob Judentum, Christentum oder Islam - sie sind eine geschickte Meta Politik die die konkrete Machtpolitik seit tausenden von Jahren stützt und diese erst ermöglicht.

Das grundsätzliche Erkennen des göttlichen in der Schöpfung war in grundsätzlichen Bereichen nur dem sogenannten Heidentum bekannt und von diesen anerkannt.

Der Atheismus ist eine logische Folge der Großreligionen-Politik und führt zur erkenntnistheoretischen Katastrophe.

Seit den 1987 ist durch Entdeckungen auf dem Gebiet der biologischen Gesetzmäßigkeiten bei Krankheiten und den daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen (Gersetzen), die seitdem zehntausendfach empirisch belegt sind, ist diese Behauptung auch belegt.

Sie wird von unsere ach so aufgeklärten und gegenaufgeklärten Gesellschaft aber konsequent ignoriert und fanatisch bekämpft.

Erst wenn wir Menschen diesen Grundirrtum beseitigen, wird eine andere und menschenwürdige Politik möglich sein.

Die Fakten liegen auf dem Tisch man muß sie nur ergreifen und berücksichtigen.
Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
03. Juli 2015 07:38
Eine konstruierte Religion ist keine.

Eine conditio sine qua non des Göttlichen ist, dass unabhängig von der Existenz des Menschen besteht.
Es ist etwas anderes ist als eine Weltformel und auch etwas anderes als Sage, Märchen, Mythos.

Wenn das Göttliche sich für uns nicht interessiert, bzw. wir es mit unserem Verhalten nicht beeinflussen können, ist es für uns wie nicht vorhanden.

Damit sind wir zwingend beim Begriff der Offenbarung.
Cosima van Tutte
03. Juli 2015 07:53
Neulich hat Herr Meyer die Konservativen ganz schwer kritisiert: Sie seien geistig unbeweglich, ihnen fehle es an Kreativität. Mehr Mut – da könne man von der Linken lernen.

Seine Worte sind auf fruchtbaren Boden gefallen, wie die Kommentare seitdem zunehmend zeigen. Kreative Vorschläge noch und nöcher bis dahin, wir sollten uns an der Herstellung des Neuen Menschen beteiligen. Und nun? Herr Meyer legt nach und macht den Vorschlag, eine neue Religion zu erfinden.

Nach anfänglicher Erschütterung mußte ich dann doch herzlich lachen. Denn nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluß gekommen, daß es sich bei den Meyer-Einfällen um nichts anderes als um schwarzen Humor handelt. Hier will jemand zeigen, daß man Konservativen jeden x-beliebigen Ring durch die Nase ziehen kann.

Kurz und gut: Ich bin zu dem Schluß gekommen, diesen Herrn Meyer, den gibt es gar nicht. Und nun frage ich mich: Wer mag sich wohl hinter Meyer verbergen? Wahrscheinlich werden noch ein paar Erfindungen vorgeschlagen, und dann kommt die Auflösung. Und einige sehen alt aus. Darauf freue ich mich. Ich meine: auf beides.
Thomas Schramm
03. Juli 2015 08:29
Die Offenbarung findet jeden Tag statt - man muß nur offen dafür sein und in nicht in religiöser(vom Menschen geschaffenes Kunstprodukt) Hypnose durch die Schöpfung wandeln.

Natürlich besteht das Göttliche unabhängig vom menschlichen Willen.

Aber man kann seine Wirkungen und Auswirkungen staunend betrachten und erfahren.

Selbst konstruierte Dogmen behindern dies gewaltig.
Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
03. Juli 2015 08:30
@Rumpelstilzchen et al.

Durch häufige Arbeit im Garten und liegen in der Sonne (sonntags) und genetisch (sic!) bedingte Vorausetzungen habe ich inzwischen eine tiefbraune Hautfarbe. Die Haare sind eh schon grau, der Bart noch mit einzelnen schwarzen (sic!) Haaren durchsetzt.

Wären da nicht die blauen Augen, könnte ich als Migrationshintergründler durchgehen.
Die Augen aber sind ja bei Träumen geschlossen.

Damit erwarte ich für mein

"I have a dream."

hier etwas mehr Begeisterung.
Lutz Meyer
03. Juli 2015 09:18
@ Cosima van Tutte:

Mich gibt es also gar nicht. Damit wäre ich schon jetzt zum Geistwesen, zum Mythos gar geadelt. Danke :-)

Doch aller Begeisterung für eine solche Metamorphose (ich müsste dann wahrscheinlich keine Steuern mehr zahlen) zum Trotz: mich gibt es wirklich.

Und ich will hier auch niemanden ärgern (jedenfalls nicht vorsätzlich).
Allerdings finde ich jedwede Form menschlicher Gruppierung, in der alle einer Meinung und mehr oder weniger auf gegenseitige Selbstbestätigung aus sind, sterbenslangweilig und mit Blick auf die Beurteilung der geistigen Potenz befremdlich. Hier setz ich gern mal den Bohrer ohne Betäubung an. Manche Kommentatoren zeigen dann auch umgehend, daß der Nerv getroffen wurde und ihnen tatsächlich nichts unbequemer und unangenehmer ist, als die Wahrheit der eigenen Voraussetzungen zum Fragwürdigsten zu machen (was eigentlich nur heißt: der Frage würdig). Schade drum.

Aber man könnte doch wenigstens etwas genauer hingucken beim Lesen (auch bei hohen Temperaturen): Ich betreibe keine Religionsgründung, sondern lade zu einem Gedankenspiel ein im Fahrwasser des Nationalrevolutionärs Friedrich Hielscher. Da muss man doch nicht wie manch eine(r) hier gleich Gift und Galle spucken.

Daß eine Religionsgründung kein technokratischer, intellektuell verquaster Akt ist wie die Religionsgründung im Zuge der frz. Revolution (Culte de l'Être suprême), sondern auf den unabweisbaren Tatsachen des Lebens selbst fußen sollte, versteht sich von selbst. Ich werde bei Gelegenheit ganz sicher darauf zurückkommen.
Aristoteles
03. Juli 2015 09:33
Mal wieder ein gelungener Stich Lutz Meyers in die gähnende konservative Langeweile, die von vielen Foristen an den Tag gelegt wird.
Interessant der Hinweis auf Friedrich Hielscher, der mir bislang nicht bekannt war.
Sieht so aus, dass die hohe Frequenz der Meyer-Beiträge manch Alteingesessenen hier noch mehr verstört als deren Inhalte, so dass ich beinahe geneigt gewesen wäre, mehr taktisches Maß vorzuschlagen. Andererseits drängt die Zeit, Michel schläft und will nicht aufwachen.

Beiträge, die den Horizont erweitern, kommen hier von Frauen: Yvonne und Eveline.

Wer im Allein-Christlichen (gar Nur-Katholischen) hängen bleibt und trotzdem auf eine politische Wende hofft ---, lähmt sich selbst bzw. das Deutsche Volk.

Außerdem scheint es hier immer noch welche zu geben, die glauben, dass aus dem Christentum oder dem Judentum oder dem Islam der reine Gott gesprochen hätte, und als ob keine Schriftgelehrten (Menschen!) gewesen wären, die da etwas geschrieben und gebastelt hätten. Überall, wo der Mensch eingreift (Kultur), wird 'gebastelt', was nichts daran ändert, dass es möglichst der Natur gemäß geschen möge (aber eben nicht nur).

Und selbstverständlich ist das Judentum nur sekundär eine Universalreligion, sondern in erster Linie eine nationalistische und rassistische Religion (was ich gar nicht unbedingt negativ meine).
Und Jahwe war und ist ein Stammesgott, nicht viel mehr als Baal, Marduk, Osiris, Odin, Kadmos, Athene, Romulus ...

Mir gefallen auch die Beiträge von Atalana, Helgi und Adebar, die wenigstens erkennen, dass das Deutsche Volk nicht gerettet werden kann, wenn wir uns nicht aus vielem Alten herauslösen und die satanische westliche Krise als Herausforderung zu neuen Gedanken und Überlegungen (im Verbund mit Althergebrachtem) begreifen.

Ach so ... neue Gedanken und Überlegungen = unzulässige Menschenexperimente und Frevel an Gott!? --- So ein Blödsinn.

Wenn Lutz Meyer von Synkretismus spricht, sagt er damit nicht, dass er das Christentum komplett verwirft, wie hier einige Alt-Dogmatiker vermuten oder unterstellen.
Ich sehe nicht, warum man nicht auch das Positive der Lehre Jesu mit einem germanischen Stammesgott verbinden könnte. Nichts anderes hat man mit der Verknüpfung von Altem und Neuem Testament getan.
Und die gotischen Arianer haben ihre germanischen Traditionen nicht gänzlich über Bord geworfen, als sie sich auf das Neue einließen (möglicherweise war Jesus für sie so etwas wie Baldur).

Legionär sagt einerseits:
"Realitätsflucht hat noch nie zur Lösung von Problemen geführt. Und nichts anderes stellt letztlich Lutz Meyers Plädoyer für eine neue Religion und für ein Verlassen des politischen Raumes dar."
Andererseits:
"Wir sollten dabei jede, aber auch wirklich jede nur denkbare Möglichkeit Widerstand zu leisten auf Ihre Umsetzbarkeit und zu erwartende Wirkung ernsthaft prüfen."

Da hat er Lutz Meyers Vorschlag einer Möglichkeit aber ziemlich schnell geprüft und abgelehnt.
Wo hat Lutz Meyer den politischen Raum verlassen?
Und um noch einmal auf das obige Beispiel zu kommen: Für einen Juden ist Religion nie etwas anderes als Politik.

An der Unbeweglichkeit vieler sieht man, dass die Not unseres Volkes scheinbar noch nicht groß genug ist, um weiträumigere alternative Überlebensstrategien wenigstens in Erwägung zu ziehen.

Doch genau dessen bedarf es, da bin ich mir ziemlich sicher.
Oder wir gehen unter.
(Womit sich manche Defätisten und Pseudo-Bewahrer schon abgefunden haben).
Eveline
03. Juli 2015 10:12
Cosima van Tutte

Eine neue Religion zu gründen, davon halte ich auch nichts. Weil alles schon vorhanden ist.

Martin Strübin `s Vortrag über den Maya Kalender, ein Kalender , der über die Technologie hinaus geht.
Auch das Gesetz der Steuerung Ganzheitlicher Systeme aufzeigt.
Und so konservativ, Millionen Jahre alt.....

Hier ist das Herz Mittelpunkt aller "Berechnungen" und nicht die Fülle der Geldbörse, sondern die Fülle des eigenen Herzens.
Unser heutiger Kalender ist ein offener Kalender, der ins Nirwana führt, der keine Tagesqualitäten mehr kennt, und Bewusstsein schon mal gar nicht.

http://quer-denken.tv/index.php/bibliothek/593-missverstaendnis-um-dan-mayakalender-und-das-jahr-2012

Vielleicht ist die Zeit auch vorbei, wo man sich in einem gemütlichen Kuhstall trifft und die böse Welt draußen abschirmt.

Denn unser Ich verbindet uns immer mehr, ob wir es wollen oder nicht.
Der Gutmensch
03. Juli 2015 10:21
Tja, Aristoteles, leider sind "neue Gedanken" regelmäßig gar nicht neu. Oder nur für den, der sie gerade denkt!

In diesem Sinne habe zumindest ich nicht vor, jemanden zu bekehren. Wer Katholik ist, soll es bitte bleiben und seinen Glauben leben dürfen. Wer Freikirchler ist oder Protestant oder von der christlichen Kultur geprägter Atheist, für den gilt natürlich dasselbe. Soweit sich diese Menschen eine gemeinsame Heimat teilen, und auch Minderheiten hier leben, müssen also die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, damit man sich nicht gegenseitig auf die Füße tritt; und zwar ganz pragmatisch. Wir brauchen also m. E. keine neue Kirche, sondern vielmehr die Rückkehr zu einem deutschen Rechtsstaat, der allen seinen Bürgern gerecht wird - und nicht einen, der sich vorgenommen hat, auf Teufel komm raus alle bestehenden Unterschiede zwischen ihnen (und dann zwischen ihnen und den anderen Europäern und dann auch noch zwischen ihnen und dem Rest der Welt!) zu nivellieren. Da wir vor dieser Herausforderung aber schon öfter standen, liegt es näher, erstmal althergebrachte Konzepte auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen und ggf. zu modifizieren, bevor man selber "kreativ" wird. So geht man nämlich seriös vor und stürzt die Menschen nicht gleich wieder in neue Zweifel und nimmt ihnen - wenn es mal wieder schief gehen sollte - noch das letzte bißchen Halt.


Der Gutmensch.
Aristoteles
03. Juli 2015 10:30
Ergänzung:

Verknüpfung von Neuen und Altem Testament = Verknüpfung von Christus und Stammesgott.
Dass Jahwe kein germanischer Stammesgott war, sollte klar sein.
Eveline
03. Juli 2015 10:31
P.s Weil ich es gerade von Aristoteles lese

Die keltische Weltesche Yggdrasil gibt auch den wesentlichen Inhalt des Maya -Kalenders wieder.
Mit dem Herzen Kontakt zu Mutter Erde aufnehmen, tiefe Wurzeln reinschlagen, dann die Fülle ins Herz bringen und erst jetzt den Kontakt zum väterlichen Himmel suchen und wieder zurück.

Aber lustig ist das schon.
Rumpelstilzchen
03. Juli 2015 10:40
Wußte ich doch, dass ein paar Foristen ihr Genie zur Konstruktion einer neuen rechten Religion einsetzen, statt ihrer Frau bei der Haus- und Gartenarbeit zu helfen.

@Waldgänger
Sie haben recht. Eine konstruierte Religion ist keine. Zwar besteht das Göttliche, wie Sie schreiben unabhängig von der Existenz des Menschen, aber zumindest in der christlichen Religion hat Gott den Menschen über seine Existenz und sein Wesen nicht im Unklaren gelassen. ( Gott ist die Liebe (1 Joh) ) . Das heißt: Gott interessiert sich für uns !
Daß wir Menschen uns nicht für IHN interessieren, das ist die Sünde (Absonderung) oder der Hochmut von uns Menschen.
Wunderbar im Johannesprolog aufgeschrieben:
Und das Licht leutet in der Finsternis,
und die Finsternis hat es nicht erfaßt.


Auch habe ich nichts gegen das Träumen, lieber Waldgänger. Gerade auch bei dieser Hitze.
Mit träumte, Raskolnikow hätte die 3 Nothelfer Katharina, Antonius, Eustachius gleichzeitig angerufen.
Dann wäre folgendes passiert:
Eine hübsche Kati hätte mit ihrem Holland-Fahrrad zufällig neben ihm an der Würstchenbude gestanden, in ihrem Fahrradkörbchen der begehrte Bauzener Senf. Diesen hätte sie R. liebevoll auf dessenWürstchen appliziert.

So ähnliche Wunder sind mit schon passiert. Wer jetzt immer noch nicht an den Dreifaltigen glauben kann, soll sich halt die fabelhafte Welt der Amelie
angucken. ( Filme als Ersatzreligion ? Wäre ein Thema für ML ?)

@Cosima
daß es Herrn Meyer gar nicht gibt, dachte ich auch schon. Seine Figur scheint mir ein genialer Trick der Redaktion. Auch zweifle ich, ob es Raskolnikow wirklich gibt ?
Vielleicht gibt es uns alle nicht ?
Bausparer
03. Juli 2015 11:18
Da ich als Hobbyschriftsteller seit vielen Jahren für das (vermutlich erst im Nachlass auftauchende) Hauptwerk ein Szenario „Religionsgründung“ hin und her wälze, bin ich sehr dankbar für diesen neuen MEYERschen Nadelstich. In meinen Fassungen handelt es sich bei den gekorenen Stiftern allerdings um Scharlatane verschiedenster Schattierungen, eine Variante, die ja auch bei den gegenwärtig anerkannten bzw. um Anerkennung kämpfenden Religionen (Stichwort „Priestertrugtheorie“) nicht völlig absurd erscheint.
Als konservativer Pragmatiker und Funktionalist besteht mein Ausgang des Gedankenexperiments Religionsstiftung u.a. in der Feststellung, dass das Politische und der religiöse Glaube viele Ähnlichkeiten aufweisen. Der Ihnen gut bekannte Vorwurf der „BRD-Zivilreligion“, der meinen Dienstherrn regelmäßig auf die Palme bringt, kommt ja nicht von ungefähr.
Wenn ich also einmal eine Interpretation wagen darf, lieber LUTZ MEYER, so sehe ich in Ihrer Abneigung gegen „das Politische“ ein genuin linkes Denkmuster am Werk. (Die Metapher vom „Panzer“ erinnert auch spontan an Wilhelm Reich!) Etwas flapsig konkretisiert: Die PEGIDA- oder AfD-Menschen sind an sich ganz dufte, werden aber notwendig vom Politischen (der Linke sagt: den Verhältnissen) korrumpiert. Drum lasst uns die Verhältnisse revolutionär umgestalten (der Linke) oder uns zurückziehen und evtl. eine neue Religion gründen (MEYER). Ich habe, obwohl oft in dieser Sache attackiert, noch kein triftiges Gegenargument für die Annahme gefunden, dass es am Einzelnen selbst liegt, ob er korrumpiert wird oder nicht. Überdies: Der Einzelne ist nicht „das Ensemble gesellschaftlicher Verhältnisse“. Und außerdem: der Einzelne soll nicht revolutionär umgestaltet werden. Er darf das aber gerne selber tun, wenn ihm danach zumute ist.
P. Weber
03. Juli 2015 11:18
Ach Herr Meyer, vielleicht könnten wir ja mal Literatur tauschen. Sie lassen mir Friedrich Hielscher zukommen...ich bin schon wild am suchen...und ich gebe Ihnen Ole Hallesby - bspw. "Warum ich nicht religiös bin" zum lesen.
Ganz kurz: Der Unterschied zwischen den Religionen und dem Evangelium ist, dass erstere von Menschen gemacht sind - meistens um irgendeinen Vorteil zu bekommen. Insofern, ohne ihn bisher gelesen zu haben, kann er sich bestimmt erfolgreich zu den anderen 263346 Religionen einreihen.

Daher gefällt mir das Bild mit dem Eispanzer auch ganz gut...passt zum Klimawandel...
Hartwig
03. Juli 2015 11:29
Was passiert, wenn das Abendland untergeht? Oder anders: Was passiert, wenn das, was vom Abendland noch übrig ist, über die Jahre oder Jahrzehnte verschwindet? Eine Mehrheit wird im Übrigen den Untergang als solchen nicht bemerken.
Der Gedanke der Überwinterung ist aus meiner Sicht essentiell - nicht als Ersatz für einen Kampf, sondern als Plan B.
Eine Überwinterung innerhalb feindlichen Terrains wird kein religiöses Korsett und auch keinen religiösen Rahmen vetragen, wohl aber einen religiösen Kern, einen Bezugspunkt.
Kein neuer Gott, keine neue Religion. Vielleicht eine neue Kirche.
Aristoteles
03. Juli 2015 11:48
@Der Gutmensch

"leider sind „neue Gedanken“ regelmäßig gar nicht neu"

Richtig. Kopernikus hat lediglich zusammengebracht, was schon vorhanden war.


"In diesem Sinne habe zumindest ich nicht vor, jemanden zu bekehren."


Da sind wir ja noch einmal davongekommen...

Ich sage hier auch nur meine Meinung, wie Lutz Meyer, Sie und alle anderen auch.


"Wer Katholik ist, soll es bitte bleiben und seinen Glauben leben dürfen."

Klar.
Wer zum Gott der Deutschen betet, soll es bitte bleiben und seinen Glauben leben dürfen. Wer Synkretist ist, soll es bitte bleiben und danach glauben dürfen.

Wenn ich der Meinung bin, dass das Deutsche Volk eher zu retten ist, wenn man zum Gott der Deutschen betet, dann bleibe ich lieber bei meinem Glauben.

Und ich bleibe bei meinem Nicht-Glauben daran, dass der Lampedusa-Papst das Deutsche Volk retten wird.


"liegt es näher, erstmal althergebrachte Konzepte auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen und ggf. zu modifizieren"

Sehr einverstanden. Derlei kann durchaus kreativ ablaufen.


"So [...] nimmt [man den Menschen] noch das letzte bißchen Halt."


Wer nimmt hier den Menschen den Halt? Nicht einmal Lutz Meyer macht das.
Friedrich Hielscher soll seine Religion unter anderem am Kalender orientiert haben. Hat er damit den Menschen den Halt genommen?


@Rumpelstilzchen

"Wußte ich doch, dass ein paar Foristen ihr Genie zur Konstruktion einer neuen rechten Religion einsetzen, statt ihrer Frau bei der Haus- und Gartenarbeit zu helfen."


Sie scheinen genial-hellseherische Fähigkeiten zu besitzen.
Spricht etwas gegen den Einsatz solcher Genies?

Warum sollten diese Foristen nicht nach ihrem Glauben leben dürfen?
Ein Fremder aus Elea
03. Juli 2015 11:58
Ad 2.

Der Interpretationsspielraum der bestehenden Religionen ist immens. Ich sehe keine Notwendigkeit ihn zu verlassen.
Rumpelstilzchen
03. Juli 2015 12:20
@Aritoteles

Beiträge, die den Horizont erweitern, kommen hier von Frauen: Yvonne und Eveline.

Da schleimt sich einer aber ein .

Ich bin auch eine Frau. Auch wenn ich nicht sonderlich attraktiv bin, so kann ich doch Stroh zu Gold spinnen:
https://m.youtube.com/watch?v=WzSSIaGLRbI

Ja, ich bleibe oft im christlich-katholischen hängen. Das lähmt meine Aktivitäten für mein Vaterland aber nicht.
Wie sollte der reine Gott sprechen, außer durch Menschen ? Zuerst durch den Gottmenschen.
Wie soll Ihr reiner Gott das Deutsche Volk retten ? Und wozu überhaupt ?

@alle Gutmenschen

Ich mag diese gutmenschliche Großherzigkeit ( gleich Kleingeistigkeit) überhaupt nicht:
Soll doch jeder glauben, was er will.
Nein, ich will nicht glauben, was ich will. Ich will auch wissen, ob mein Glaube vernünftig ist !!!
Und solange mir niemand vernünftig erklären kann, weshalb die Bachblüten-Notfalltropfen besser wirken sollen als die 14 Nothelfer, glaube ich gar nichts mehr.
So, jetzt mögen mich die Bausparer und Hobbyschriftsteller schulmeistern.
Es heißt auch Steckenpferd und nicht Hobby, Jawoll.
Yvonne
03. Juli 2015 13:24
Da möchte ich mich doch mal bei @Aristoteles bedanken, krieg hier ja nicht so oft Resonanz, jedenfalls keine positive...
Zu dem, was wir brauchen: Die deutsche Rechte ist eine heterogene Gruppe, aber angesichts der drängenden Zeit müssen wir uns zunächst auf den Punkt konzentrieren, der uns wohl alle eint, die Überfremdung. Hier müssen wir ohne Abgrenzungsgehabe zusammenstehen und dafür kämpfen, dass der Ernst dieses Themas ein größeres mediales Gewicht bekommt, dass unsere desinteressierte Bevölkerung aufwacht und dafür sorgen, dass unsere Kritik daran gut vorgebracht wird.
Ansonsten wünschte ich mir die Bildung kleiner Gruppen mit möglichst unorthodoxem Erscheinungsbild, jung und wild, überhöhend und fantasierend, die vor allem keine Berührungsängste kennen, dazu Burschenschafter, Identitäre, Rocker, Völkische, religiöse Hinterweltler, ganz egal, selbstbewußte Zirkel, die eigenen Kulturen pflegen und dann und wann gemeinsam in Erscheinung treten. Wir brauchen natürlich Orte der Begegnung, das ist leider schwierig... Und bitte: wir können und müssen die zwölf Jahre nicht überspringen. Es gibt rechtliche Grenzen, sonst aber sollten wir Freigeister keine kennen!
Meine „Religion“ ist – im juristisch Zulässigen bleibend - folgende: ich glaube an die heilige Strahlkraft des Schönen, das aus dem Sinnvollen und Hergebrachten folgt, an Tradition, Mut und Kampfeswillen. Ich glaube an die Verschiedenartigkeit der Völker, deren einzigartige Gestalt in souveränen Staaten zur Blüte gelangt, sowie an die Verschiedenartigkeit der Geschlechter, die zwei Pole bilden sollen mit ganz eigenem Wert. Und ich glaube an die Familie, als kleinster Einheit, als Keimzelle des Staates. Ich glaube an den großen Wurf.
Martin Böcker
03. Juli 2015 13:48
Zu 3:

Der Keim müsste personifiziert werden.

Man bräuchte einen Mann aus dem Volk, der jahrelang unbemerkt blieb, dann einen kleinen Kreis von guten Vertrauten um sich scharrt und innerhalb weniger Wochen - wie durch ein Wunder - ganz viele Anhänger findet. Er müsste durch einen an einem abgelegenen Orte lebenden, bereits bekannten Charismatiker öffentlich geadelt werden, und dann müsste er auch noch von Kollaborateuren politisch verfolgt werden.

Da fällt mir zur Zeit nur einer ein: Lutz Bachmann.
Aristoteles
03. Juli 2015 14:06
@Rumpelstilzchen

"Da schleimt sich einer aber ein ."

Wenn es um den Erhalt des Deutschen Volkes geht, bin ich zu noch viel mehr Schleimabsonderungen bereit. Vor allem gegenüber Frauen.


"wozu überhaupt [...] soll [...] Gott das Deutsche Volk retten?"

Weil wir Deutsche das Leben lieben. Das Leben generell und das Leben des Deutschen Volkes,
so wie ein Familienvater oder eine Familienmutter die eigene Familie liebt und für deren Weiterbestehen sorgt.

Wenn Sie nicht wissen, zu welchem Zweck das Deutsche Volk gerettet werden soll - was machen Sie dann eigentlich hier in diesem Forum?
Wollen Sie, wie Hans-Olaf Henkel oder die Antifa, die Deutschen von ihrem 'völkischen Irrweg' abbringen?

Eine Antwort würde mich interessieren, jetzt fahre ich aber nach Erlangen, um mitzuüberlegen, wie das Deutsche Volk gerettet werden kann.
Götz Kubitschek
03. Juli 2015 14:08
altarraum abgesperrt.
gruß! kubitschek
Der Gutmensch
03. Juli 2015 14:07
Ach, Rumpelstilzchen, wer soll denn nun die Verantwortung übernehmen dafür, was Sie glauben und ob Ihr Glaube "vernünftig" ist? Ich hab da eine wirklich traurige Nachricht für Sie: In meinem Vaterland muss jeder ab Erreichen des 14. Lebensjahrs alleine die Verantwortung für sein Seelenheil tragen, das ist vielleicht hart, aber wahr, und das ist auch nicht auf mein böswilliges Tun zurückzuführen, sondern das Gesetz für die religiöse Kindererziehung gibt es schon seit den 20er Jahren, da sollte sich so langsam mal jeder dran gewöhnt haben.

Aber wenn Sie das nicht leisten können und mit soviel Verantwortung überfordert sind, stellt Ihnen unser Vaterland in seiner Großherzigkeit sicher gerne einen Betreuer (früher sagte man: Vormund) zur Seite, Aufgabenkreis: Kirchenaustritt. Sowas entscheidet dann der Onkel Richter, ein Mann in schwarz, aber ganz freundlich, keine Angst! Ein solcher war es nämlich auch, der mir das Wort "Hobby" tatsächlich unter Verweis auf § 184 GVG in Steckenpferd korrigierte. Ich wandte zunächst beleidigt ein, dass man tatsächlich auch im Osten "Komm lieber Mai und mache" kannte und dennoch das Wort "Hobby" in den Wortschatz aufnahm; das ist nämlich kürzer. Aber seine Haltung überzeugte mich, dass ich es da ausnahmsweise mal nicht mit hochmütiger Attitüde zu tun hatte - und seitdem bin ich entsprechend bekehrt; so kanns auch gehen.
Hermann Karst
03. Juli 2015 18:31
@ Götz Kubitschek

Schlimm, was beim eiligen Lesen alles so passiert...

Ich lese eben tatsächlich doch "albtraum abgesperrt". Habe gestutzt - das paßte zwar, konnte aber doch gar nicht sein. War auch nicht so.
Gustav Grambauer
03. Juli 2015 20:46
"Gestern ... war der Bautz`ner Senf aus ..."

Etwas an dem Senf war politisch nicht korrekt. Aber Bautz`ners haben ja noch mehr auf Lager, scharfe Sache für den WAHREN peritus:

http://www.bautzner-senfladen.de/shop/Brutzelsaucen/Bautzner-Zigeuner-Sauce::25.html

Bonam orexin.

- G. G.
jack
03. Juli 2015 21:14
@ Rumpelstilzchen

Wie soll Ihr reiner Gott das Deutsche Volk retten ? Und wozu überhaupt ?


Weil es deutsche Rumpelstilzchen gab und gibt, die Stroh zu Gold spinnen KÖNNEN.
Rumpelstilzchen
04. Juli 2015 08:10
@ Jack
da sagte Rumpelstilzchen: "etwa Lebendiges ist mir lieber als alle Schätze der Welt...."

Etwa: eine lebendige Religion, eine lebendige Kultur, Volkstum , Bräuche, Lieder, Tradition, Heimat....
Cosima van Tutte
04. Juli 2015 08:35
Wie denn? Darf man also noch mal posten (oder wie das heißt), obwohl Sie, Herr Kubitschek, ja doch längst (und überraschend geschwinde) abgesperrt haben?

@ Rumpelstilzchen

daß es Herrn Meyer gar nicht gibt, dachte ich auch schon. Seine Figur scheint mir ein genialer Trick der Redaktion. Auch zweifle ich, ob es Raskolnikow wirklich gibt? Vielleicht gibt es uns alle nicht?


Dieser Gedanke ist mir auch schon gekommen. "Rumpel-Stilzchen", "Knatter-Helgi", "Trommel-Mann" und vieles mehr - das ist doch alles höchst verdächtig. Bei "Raskolnikow" dachte ich immer an englisch "rascal", obwohl der Name ja doch irgendwie eher russisch klingen soll. So wie wir hier erscheinen, gibt's uns möglicherweise gar nicht, da ist was dran. Und den Herrn Meyer gar, daß es den nicht gibt, das liegt ja nun auf der Hand (wenn hier auch irgendwer das Gegenteil beteuert). Ich glaube, Sie haben recht, Rumpelstilzchen: Das ist ein Trick der Redaktion.

Auf der ganzen Linie also: Camouflage. So machen es alle.

Cosi van Tutte
Friedrich Baunack
04. Juli 2015 10:12
Lutz Meyer, Sie machen mir immer wieder Spaß und das ist als wahrhaftiges Kompliment gemeint! Besonders, weil´s so viele auf der Rechten nicht gibt, von denen das gesagt werden könnte. Eine neue braucht´s allerdings nicht, es gibt bereits "Europas eigene Religion" (Sigrid Hunke), muß nur weiter freigeschaufelt werden. Aristoteles, Ihre Widerborstigkeit ist erfrischend. Yvonne: Willkommen im Kreis!

Friedrich Baunack
KW
04. Juli 2015 10:15
Ich sage es einmal ganz profan und kurz. Man regiert gegen die Natur, gegen das Natürliche, gegen die Biologie. Beispiele kennt jeder, ich muß sie nicht aufzählen. Wir brauchen keine neue Religion, wir müssen zurück zum Natürlichen. Der jetzige Wahn samt Homo, Gender, Volksvermischung, Massentierhaltung, Zubetonierung wegen "Zuwanderung", Entstellung der Sprache, wird niemals siegen. Wenn jeder dagegen anlebt, wird es eine Bewegung.
Ellen Kositza
04. Juli 2015 10:29
Liebe Cosima, der Küster hat geschusselt. Wenn der Lettner zu ist, ist vielleicht noch nicht abgeschlossen. Aber jetz!

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