06. August 2015

Out of Africa - kritische Fragen an eine weiße Welt

von Lutz Meyer / 134 Kommentare

Lutz Meyer kommt aus der linksanarchistischen Szene, seine Themen findet er auf der Straße.

umsiedlerWer sich ein wenig für die Geschichte des Menschengeschlechts interessiert, kennt sie – die Hypothese, dass die Menschheit ihren Anfang in Afrika genommen hat und ausnahmslos alle Menschen überall auf der Welt Nachkommen von Afrikanern sind. Man nennt diese Hypothese: Out of Africa.

Es soll hier nicht die archäologische Stimmigkeit dieser Hypothese untersucht werden, sondern nur auf ihre Funktion mit Blick auf das heutige Zeitgeschehen hingewiesen werden. Wer gelegentlich auf den Spartenkanälen der Öffentlichrechtlichen unterwegs ist, konnte schon vor Jahren beobachten, daß sich viele dieser dort verbreiteten populärwissenschaftlichen Historienfilmchen der Out-of-Africa-Hypothese widmeten.Das setzte schon lange vor dem drastischen Anschwellen der heutigen Flüchtlingsströme aus Afrika ein.

Verbindet man das eine (Out of Africa) mit dem anderen (Flüchtlingsströme), folgt daraus die blitzgescheite Erkenntnis: Aha, was wir heute erleben, ist also nichts weiter als die moderne Version der uralten, oft erprobten und deshalb und ganz selbstverständlichen Wanderung aus Afrika in die anderen Weltteile. Und haben nicht im Anschluß an die alten Wanderungsbewegungen ungeahnte kulturelle Aufschwünge in den anderen Weltteilen stattgefunden? Befruchtet uns Afrika nicht seit Menschengedenken? Sind wir nicht alle im Herzen Afrikaner? Bleiben wir also ganz entspannt.

Ein dem Zynismus zuneigender Freund, mit dem ich die Out-of-Africa-Hypothese einmal diskutierte, hatte schon damals eine andere Lesart. Er warnte vor einem Fehlschluß und wies darauf hin, daß die intelligenten, umtriebigen Urahnen der modernen Europäer und Asiaten sich zwar seinerzeit aus Afrika abgesetzt hätten, dies sei jedoch unter Zurücklassung jener anderen geschehen, die dann zu den Stammvätern des modernen Afrikaners wurden. So betrachtet, erweist sich die Out-of-Africa-Hypothese natürlich als Bumerang, der jeden wackeren Uraustralier vor Neid erblassen ließe.

Lassen wir die Häme mal beiseite, es geht uns hier um den geistes- und kulturwissenschaftlichen Beitrag zur Stabilisierung der One-World-Ideologie. Genauer: Um die Rolle der Geistes- und Kulturwissenschaften als ideologische Hilfswissenschaften.

Schaut man sich die Studienfächer und die Veranstaltung des heutigen Universitätsbetriebes in den geistes-/kulturwissenschaftlichen Fakultäten einmal näher auf ihre ideologiestützende Funktion hin an, wird man es bestätigt finden – die akademische Freiheit erlebt wieder einmal Hochzeiten der Prostitution, ganz ähnlich wie im Dritten Reich oder zu Zeiten der DDR, vielleicht sogar noch stärker, weil weniger offen eingestanden. Gelehrt wird das, was ideologisch gewollt ist – und sei dieses Gewollte selbst auch noch so geistesarm und fernab jeder seriösen Wissenschaft.

Es schmückt sich das Gewollte stets gern mit dem Attribut „kritisch“ – als für unseren Kontext hier besonders geeignetes Beispiel möge die sogenannte „Kritische Weißseinsforschung“ dienen, die – aus den USA stammend und dort als Critical Whiteness Studies bekannt – als eine ihrer Quintessenzen die fulminante Einsicht vermittelt, daß Rassen zwar keine biologische Realität sind, das Rassenkonzept aber soziale, ökonomische, politische, psychologische Fakten geschaffen hat und nachhaltig und bis in die Gegenwart hinein unsere Wahrnehmung der Welt strukturiert.

Das solchermaßen strukturierende Subjekt ist selbstverständlich immer weiß. Wo der schwarze Mann auf Trennung und eigene Superiorität besteht (etwa im Konzept des Black Muslim), handelt es sich um ein Widerstandskonzept gegen die weiße Dominanz und erfährt dadurch seine volle Rechtfertigung. Kritisch setzt man sich also allein mit dem weißen Standpunkt auseinander. Und weil dieser weiße Standpunkt alles Elend auf der Welt verschuldet hat, muß er zum Verschwinden gebracht werden - nicht nur auf intellektueller Basis, sondern (dies wird selten explizit im wissenschaftlichen Raum gefordert) auch auf biologischer.


Die strikte Trennung der Welt in Gut und Böse, Schwarz und Weiß, zeigt nicht allein, daß diese Möchtegernwissenschaften einem primitiven Schwarzweißdenken verfallen sind, sondern auch, daß Rassen offenbar doch biologisch existent sind – wie sonst könnte man sonst so klar und auf den ersten Blick die Welt in zwei Hälften teilen?

Wirklich kritisch ist so etwas allerdings nicht. Kritisch dürfte sich derlei streng genommen nur dann nennen, wenn man auch die eigenen Grundlagen in Frage stellt. Das aber würde bedeuten, daß man sich auch die ökonomische Basis entzieht.

Dabei könnte man unter dem Dach einer solchen ernsthaften und wirklich kritischen Weißseinsforschung natürlich auch durchaus seriöse Wissenschaft betreiben – schauen wir doch mal, was uns wirklich von den anderen unterscheidet. Und zwar im Guten wie im Bösen. Da stellen sich dann Fragen wie die folgenden:

  • Warum blieb die systematisch-wissenschaftliche Erkundung der Welt den Europäern vorbehalten?

  • Was führte dazu, daß technische Entdeckungen von Rang im Wesentlichen in Europa und in China, nicht aber in Afrika gemacht wurden?

  • Warum ist die griechische Antike, warum ist die griechische Philosophie eben nicht durch Afrika beeinflußt, sondern genuin europäisch?

  • Wo auf der Welt ist ein um Objektivität bemühtes, differenzierendes Geschichtsbewusstsein entstanden und wo nicht?

  • Welchen Einfluss haben klimatische Bedingungen auf die Entstehung von Religion, Kunst und Wissenschaft?


Die Reihe der Fragen, die allesamt auf die Feststellung von Unterschieden (nicht von Überlegenheit, wohlgemerkt) hinauslaufen, ließe sich endlos fortsetzen und würde bei dieser einen letzten Frage enden:

  • Wie kommt es, daß nur der weiße Mann (weiße Frauen eingeschlossen) zu einer so kritischen Betrachtung seiner selbst gelangen konnte, daß er sich lieber selbst aus der Welt schaffen würde als auch nur einen Tag länger weiß zu sein?


Es sind Fragen, die – eben weil sie auf den Unterschied hinausgehen – bis auf Weiteres an keiner deutschen Universität gestellt werden können. Die Alma Mater ist zur billigen Hure verkommen.

 

 

Lutz Meyer kommt aus der linksanarchistischen Szene, seine Themen findet er auf der Straße.

Kommentare (134)

marodeur
06. August 2015 17:53
Naja, der Faktenschluß von der Out-of-Africa-Theorie zur aktuellen Flucht-Besiedlung Europas ist mir ehrlich gesagt noch nicht untergekommen. Alle anderen geschichtlich bekannten Wanderungsbewegungen wurden tatsächlich schon bemüht, um die aktuelle Entwicklung als natürliches Phänomen mit wunderbaren Chancen für alle darzustellen.
Kommen wir zu ihren Fragen:
All die aufgezählten Errungenschaften sind Produkte von Hochkulturen. Hochkulturen unterliegen nach gängiger Kulturtheorie einer Art Lebenszyklus. Am Ende dieses LZ lösen sich Strukturen auf und die Gernerationen erleben Epochen des kulturellen Niedergangs. Selbstzweifel sind da schon naheliegend.
Warum nun ausgerechnet Schwarzafrika so wenig Hochkulturen hervorgebracht hat, ist äußerst umstritten und weitgehend vermintes Gebiet. Die bekannten Theorien erstrecken sich von der Verfügbarkeit von Kulturpflanzen bis hin zu ethnologischen Besonderheiten (Fokus auf kriegerische Auseinandersetzung). Aus meiner Sicht ist da nichts wirklich schlüssiges dabei.
Der Gutmensch
06. August 2015 17:57
Herr Meyer, Herr Meyer -

entweder sind Sie des Wahnsinns fette Beute geworden - oder ich. Zu Ihren Fragen:

Warum blieb die systematisch-wissenschaftliche Erkundung der Welt den Europäern vorbehalten?

Diesem unwissenschaftlichen, eurozentristischen Ansatz, der über unsere Universitäten immer noch verbreitet wird, gilt es, entgegenzutreten. Keine Toleranz den Intoleranten!
Was führte dazu, daß technische Entdeckungen von Rang im Wesentlichen in Europa und in China, nicht aber in Afrika gemacht wurden?

Die afrikanischen Völker hatten vor Ankunft der Europäer auf ihrem Kontinent Hochkulturen gebildet. Die Europäer hingegen haben vorrangig ihren Domanzwillen kultiviert. Der beste und aktuelle Beleg dafür ist unser Mangel an Willkommenskultur, die wir beim Betreten des afrikanischen Kontinents selber einforderten. Die chinesische Kultur kann aus unserer Perspektive nicht beurteilt werden, da sich zuwenig Chinesen in unserem Land aufhalten.
Warum ist die griechische Antike, warum ist die griechische Philosophie eben nicht durch Afrika beeinflußt, sondern genuin europäisch?

Diese Behauptung können Sie nicht beweisen! Nur weil jemand seine Quellen nicht offenlegt, bedeutet das nicht, dass es keine solchen gäbe.
Wo auf der Welt ist ein um Objektivität bemühtes, differenzierendes Geschichtsbewusstsein entstanden und wo nicht?

Wer als Deutscher eine solche Frage stellt, handelt ahistorisch.
Welchen Einfluss haben klimatische Bedingungen auf die Entstehung von Religion, Kunst und Wissenschaft?

Wo es ein halbes Jahr lang kalt ist, produzieren alle Menschen, die nicht in vollkompostierbaren Passivhäusern leben, ein halbes Jahr lang klimaschädliches CO2 und riskieren damit den Kollaps unseres Planeten. Wer glauben, forschen oder sonst etwas kann, fliegt daher zu Beginn der kalten Jahreszeit in Gegenden, in denen es ganzjährig warm ist.
Wie kommt es, daß nur der weiße Mann (weiße Frauen eingeschlossen) zu einer so kritischen Betrachtung seiner selbst gelangen konnte, daß er sich lieber selbst aus der Welt schaffen würde als auch nur einen Tag länger weiß zu sein?

Ah. Here we go!


Ihr Gutmensch.
Der Gutmensch
06. August 2015 18:27
@marodeur

Naja, der Faktenschluß von der Out-of-Africa-Theorie zur aktuellen Flucht-Besiedlung Europas ist mir ehrlich gesagt noch nicht untergekommen.

"Faktenschluss" vielleicht nicht ... aber Sie glauben doch nicht im Ernst, dass man auf Dauer auf diesen faktischen Kurzschluss auf Dauer verzichten wird? Nein, besser, wir proben hier schon mal den Ernstfall. Versuchen Sie bloß, mich zu widerlegen ...

"Wild" entschlossen,

der Gutmensch.
Hartwig
06. August 2015 18:31
- weil sich das Zebra nicht domestizieren ließ, die eurasischen Pferdearten aber schon.
- weil der Erfolg einer Vorratswirtschaft selektiv wirkte.
- weil man innerhalb Eurasiens um den halben Globus reisen konnte, ohne seine Klimazone verlassen zu müssen.
- weil man bei 40 Grad Celsius einfach nicht arbeiten will ;-)

Ein paar einfache aber nicht unkluge Antworten bzgl. des Fehlens afrikanischer Hochkultur, die womöglich mal aus einer Universität kamen; ... vor längst vergangener Zeit.
JensN
06. August 2015 18:43
@Meyer

"Wie kommt es, daß nur der weiße Mann (weiße Frauen eingeschlossen) zu einer so kritischen Betrachtung seiner selbst gelangen konnte, daß er sich lieber selbst aus der Welt schaffen würde als auch nur einen Tag länger weiß zu sein?"

Es gibt Phänomene, für die es einfach keine plausible Erklärung gibt. Wer will, kann sich den Artikel von Millay Hyatt über das "kritische Weißsein" im Deutschlandfunk durchlesen. Ich habe nach der Hälfte aufgehört, da ein solches Ausmaß an Unterstellungen, unzulässigen Assoziationen und gequirltem Blödsinn meine Nerven doch stark strapaziert hat. Ganz ehrlich: Was soll das? Ich würde das als Anzeichen einer schweren seelischen Störung, als nichtbewältigten Schuldkomplex - wegen was auch immer - deuten. Antirassistisch ist das Codewort für antiweiss - diese Erkenntnis ist nicht so bahnbrechend neu. Auf diesem Blog wurde schon hervorragend analysiert, wie die Gesellschaftsingeneure, Hetzer und Demagogen vom Schlage einer Millay Hyatt, eines Franz- Josef Wagner oder eines Heribert Prantl versuchen, die Herzen und Hirne der Leser und zu vergiften. Es ist ein pyschologisches Trommelfeuer, ein Versuch der Zersetzung von Selbstwertgefühl, von kulturellen Werten, eine Relativierung der eigenen Art, um die Weissen und insbesondere natürlich die Deutschen, bereit für den "großen Austausch" zu machen. Das, was die seit 1945 herrschende Umerziehungsideologie für Deutsche ist, ist seit wenigen Jahrzehnten auch die "kritische Weißseinsforschung" für alle Weißen. Die oben genannten Hetzer würden jedoch ins Leere laufen, wenn es nicht genügend denkschwache Individuen gäbe, die über jedes Stöckchen springen das man ihnen vor die Füße hält.
Bernhard
06. August 2015 18:44
Guillaime Faye hat in "Sex and Deviance" folgendes Statement abgegeben:

"Contrary to egalitarism, including its differentialist or etnopluralist version (pseudo-inegalitarism), my claims rest upon the observation of inequality of level and value among the branches of humanity and civilisation.

I start from the observation that there exist degrees of civilisational evolution tied causally to collective heredity. I consider the intellectual pedantry which transforms the ideas of level and value into mere difference to be an egalitarian fraud, plain and simple.

But contrary to the Left-wing Fench Republican egalitarians of the nineteenth century (Jules Ferry, etc.) who launched colonialism, I do not think there are (culturally) "inferior races" which the superios race must lead to a high state of civilisation.

This is simply because neither inferior nor superios races exist itself to the levels of culture and civilisation that depend on the genetic endowment of the people who are their vehicles.

It is impossible that a population X should raise itself to the level of a population Y, unless they are genetically similiar - as occured wiht the Celts and German peoples in the Roman Empire.

For that matter, a still emerging race or civilisation can evolve or devolve. In counterpoint with this fundamental and inherited inequality, populations which can serve as vehicles for the creation of superior civilisations are more fragile than other populations."
Lutz Meyer
06. August 2015 18:45
Gutmensch,

ich hoffe, Sie wollen mich da nur in Sachen Ironie und Sarkasmus übertreffen. Oder wollen Sie mir zum Feierabend wirklich noch die Zornesröte ins Gesicht treiben? Keine Chance...

Ich hatte während meines Studiums vor 30 Jahren Gelegenheit, in einigen Ethnologie-Veranstaltungen zu schmarotzen. Schon damals verstand ich nicht, warum Eurozentrismus ein Vorwurf sein sollte. Wie anders sollte man als Europäer die Welt denn auch sehen? Und warum denn auch nicht, verdammt noch mal? Noch blödsinniger war nur der Anthropozentrismus-Vorwurf.

Und was die Philosophen aus Afrika angeht: Niemand bestreitet, daß auch Afrikaner über das Leben nachdenken. Sie tun es nur auf andere Art und eben nicht so wie Heraklit, Parmenides, Platon und Aristoteles. Das eine nennt man Philosophie und das andere nicht. Basta. Es leben die Unterschiede!

Im Übrigen kann ich "beweisen", was ich will - die anderen machen's ja nicht anders ;-)
Pommes
06. August 2015 18:51
Warum lässt man diesen Übertroll Gutmensch eigentlich permanent sein unerträglich hohles Geschwurbel hier niedertippen? Dient das als Anschauungsmaterial und Abschreckung, oder glaubt man fälschlicherweise dem Meinungs-Pluralismus hier einen Dienst zu tun?

kommentar admin:
vielleicht trinken Sie ein bier oder zwei, dann klappts mit der ironie.
marodeur
06. August 2015 19:08
Herr Meyer, der Eurozentrismus ist aktuell wie eh und je. Unsere linken Genossen kontern mit der pseudowissenschaftlichen Theorie, dass Kulturen nicht vergleichbar wären, sondern jede für sich von innen heraus zu betrachten sind. Deutsche Gesinnungslenker setzen noch eines drauf und betonen bei jeder Gelegenheit die Überlegenheit von nicht-weißen Kulturen. Beispielsweise leben unterentwickelte Völker angeblich in Einklang mit der Natur und verfügen über Naturheilkunde auf Weltniveau. Ich erinnere an eine Dokumentation über Aborigines, bei der betont wurde, dass deren permanentes Schweigen der westlichen Geschwätzigkeit überlegen wäre - die verstehen sich halt blind. Unter Alkoholeinfluß wurde dann das "neugierige Emu" getanzt - na danke. Es lebe die Diktatur des Relativismus.
Der Gutmensch
06. August 2015 19:13
Herr Meyer, Herr Meyer ...

ich habe Ihre Fragen beantwortet, wie man sie heute tatsächlich beantwortet; und dabei war ich nicht mal besonders ... energisch! Das ist das intellektuelle "Niveau", mit dem wir es täglich zu tun kriegen - ob uns das nun zornig stimmt oder nicht.

Ich meine, es ist viel schwieriger (wenn nicht gar unmöglich) bei dummen Leuten verbal zu punkten - als bei solchen, die sich (und sei es aus reiner Gewohnheit) einer echten Diskussion noch nicht vollständig verschlossen haben (Schopenhauer fand das auch, irgendwo in seiner eristristischen Dialektik).

Also entweder, wir greifen tatsächlich zur Keule - oder wir finden dennoch einen Weg, beherrscht zu bleiben und rhetorisch zu dominieren. Nennen Sie mich einen Spinner - zu recht ...

Einen schönen Feierabend wünsche ich, im Ernst,

Ihr Gutmensch.
Sakksa
06. August 2015 19:25
Selbstverständlich gibt es Menschenrassen. Das abzustreiten ist ja ähnlich absurd und kommt natürlich von denselben Freunden wie neuerdings die lustige Idee, dass das Geschlecht lediglich ein soziales Konstrukt sei. Man ist durch diese einfache Feststellung aber ebenso wenig ein Rassist wie man nicht notwendigerweise ein Humanist wird durch die Feststellung, dass es Menschen gibt.

Spannender ist die Frage, ob - wie im Artikel angedeutet - beispielsweise ein Europäer oder ein Asiate einem Schwarzafrikaner überlegen sei. Nicht nur Europäer sind normalerweise einem geschlossenen Denksystem verhaftet und bejahen das, weil die von uns konstruierten Brücken tragen und unsere Flugzeuge fliegen. Sind wir Afrika daher überlegen ?

Nur, wenn wir in unserem Denksystem bleiben. Was nützt uns aber am Ende unser Grabstein mit der Inschrift "Philosoph", "Ingenieur" oder "Astronom" ( abgesehen davon, dass solches auf keinem Stein mehr steht ), während auf unserem Grab ( abgesehen davon, dass der rückstandslose Ruhewald im Trend liegt ) afrikanische Kinderwagen stehen ? So viel zu unserer Überlegenheit.

Die Geschichte kann ungerecht sein. Sie kennt keine Würdigung des Stils, des Lernens und der Erziehung. Am Ende zählt keine Erfindung, keine Literatur und noch nicht einmal Wohlstand, sondern nur die eigene Sage, der Stamm, die Familie, der Gott, der Zusammenhalt der Gruppe, etwas vormodern Archaisches wie in den hässlichen Banlieus der Eindringenden also, um das uns die Aufklärung und die Moderne betrogen hat. Kein Wunder, dass der letzte Rest familiären Denkens spätestens in einem Sozialversicherungssystem kapeister gehen musste. Youthbulge machen jetzt andere.

Aber wem sag ich das ?
Harald de Azania
06. August 2015 19:34
Critical whiteness studies: Ein nihilistisch motivierter pot-pourrie aus Jargin und Phrasen. Genaehrt aus der schauderbaren Verbindung zwischen Psychoanalyse und Marxismus, genannt 'kritische Theore'.

Kritisch ist da natuerlich nichts, da gerade sich diese Gedankenrichtungen ( Kulte waere besser) sich systematisch gegen jede Art der Popper'schen Falsifizierung abschliessen.

Ein sich um das eigene kritisch dekonstrierte, poststrukturalistisch gefuehlte, wehleidige ( weil dauerend in Diskriminierungs- und Unterdrueckungsgefahr stehende ) total subjektivierte ICH , dasz dennoch einen totalitaeren Objektivitaetsanspruch aufstellt. und jede abweichende meinung gehaessigt denunziert.

Auch die Propagierung von Voelkerselbstmord ist Voelkermord. Und das ist der Kern des Kultes.

CWS = white trash.

Dasz der akademische Betrieb in vilen Faechern voll prostituiert ist und nur mehr subventionierten Jargon produziert , ist auch klar.

Ich frage mich bei manchen Akademikern, wie die die Volksschule absolvieren konnten ?

"Ordung schaffen mit legalen Waffen"

HdeA
Andreas Vonderach
06. August 2015 19:43
@Gutmensch

Also, dass es in (Schwarz-)Afrika Hochkulturen gegeben hat, ist reichlich übertrieben. Schon im Jungpaläolthikum hinkte Afrika hinter Europa und Asien zivilisatorisch hinterher (z.B. Parzinger, die Kinder des Prometheus). Die Schwarzafrikaner hatten von den antiken Kulturen zwar das Eisen übernommen, befanden sich bis zur Kolonialzeit aber im wesentlichen noch auf neolithischem Niveau, hatten z.B. nur Hackbau und keinen Pflugbau.

Auch von nicht-rechten Paläoanthropologen wird in der Anpassung an das kalte Eiszeitklima der entscheidende Entwicklungsimpuls der Menschheit gesehen (z.B. Henke und Rothe), nur wird dabei unterschlagen, dass davon Afrikaner und andere Südvölker eben nicht betroffen waren.

Das entscheidende Entwicklungshemmnis Schwarzafrikas ist der niedrige IQ seiner Bewohner, im Durchschnitt 67, mit wenig geographischen Unterschieden.
Pommes
06. August 2015 19:47
vielleicht trinken Sie ein bier oder zwei, dann klappts mit der ironie.


Um die Uhrzeit gibts bei mir nur noch Espresso und für jedwede Ironie bin ich zu müde. Ich muss meinen großen Respekt an User Gutmensch aussprechen, denn er hat die stereotype Gutmenschenrhetorik erstaunlich gut nachgeahmt. Dass einem gestandenen Rechten wie mir dabei der Hut hochgeht ehrt ihn. Ähnliche Sprachmuster begegnen mir tatsächlich beinahe täglich und es ist erstaunlich festzustellen, wie wenig sie sich von der Satire unterscheidet.

Nichts für ungut, werter Gutmensch.
RL
06. August 2015 20:00
ex nocte lux!
gerdb
06. August 2015 20:53
Das ist doch traurig dass man den Menschen auch noch die letzten Illusionen nimmt.
Da sind wir nicht mehr im Zentrum des Weltalls ,stammen vom Affen ab, und dürfen nun nicht mal mehr "gleich" sein?
Warten Sie erstmal ab wenn man sich seinem Nachwuchs gentechnisch zurechtschneiden und vorplanen kann!
Auch die Mongoloiden sind ja schon am aussterben durch prenatale Diagnostik.
Meier Pirmin
06. August 2015 21:23
@Vonderach mit Ihrem schweizerischen Namen. Ich würde den Begriff IQ nicht überbewerten. Nehme Ihre Ziffer betr. Schwarze nicht sehr ernst, aus erkenntnistheoretischen Gründen. Sie bestätigt nur Ihr Weltbild.

Will jetzt nicht mit den Schwarzen kommen. Wie würden Sie bei einem Test bestehen, der an die Fähigkeiten der nordkanadischen Inuits zum Überleben angepasst ist? Das mit dem IQ ist wie mit den Schulnoten. Ausserdem würden Schopenhauer und Popper etwa das philosophische Niveau von Hegel, Schelling, Fichte und Marx als ein Zeichen erheblicher Dummheit beim deutschen Menschen interpretieren. So dumm können Schwarze gar nicht sein. Von diesen vieren, von Schopenhauer zum Teil "Unsinnschmierer" genannt, waren immerhin drei sog. "Arier", wie man sie zu einer bestimmten Zeit nannte.

Noch zur politischen Intelligenz. Ich möchte dabei offen lassen, ob ich als jahrzehntelang erfolgreicher Gymnasiallehrer und auch Ausbildner von solchen trotz entsprechender Ausseneinschätzung meiner meisten Schüler und Mitarbeitenden, auch früherer Lehrer, intelligent bin. Wir Intellektuellen sollten nie ausschliessen, dass wir dümmer sind als wir glauben. Gilt nicht nur für Wahnwitz-Lehrer wie Marx und Engels, welche das Ei als Negation des Huhnes interpretierten.


Rein politisch fällt mir folgendes auf: Da mein Abstimmungsverhalten gelegentlich einwanderungskritisch war und kritisch gegenüber dem Sozialstaat sowie soziologisch etwas konservativ, stellte ich fest, dass im Normalfall in meinem Land dieses Abstimmungsverhalten statistisch bei Menschen mit niedriger Bildung und schlechtem sozialem Status und ehemals schlechten Schülern am häufigsten vorkommt. Je höher umgekehrt die schulisch nachtgewiesene Bildung, umso freundlicher ist man auch zur Europäischen Union eingestellt, auch zum ausgebauten Sozialstaat aufgeschlossen, lehnt ferner den Islam weniger ab und ist stärker für die Homo-Ehe und gegen die traditionelle Familie.


Mein Abstimmungsverhalten als eher nach rechts orientierter konservativer Bürger könnte also, vermutlich ähnlich wie in Deutschland, Ausdruck eines niederen IQ sein. Dabei ist mir indes noch als Lehrer aufgefallen, dass Schüler, die sich in einem Aufsatz über den Klimawandel skeptisch äusserten, in Richtung Klimaleugner, von den Lehrern als dumm eingeschätzt wurden, während politisch Korrekte beim Inhalt die besseren Noten bekamen, jedenfalls bei vielen Lehrern.


Wie auch immer: Ich halte nicht mehr viel von Noten und IQ. Und auch, weil ich mich selber nicht gerade als Weisen einschätze, lese ich nach Möglichkeit jeden Tag ein Buch, allenfalls auch von einem Verfasser, mit dem ich politisch und weltanschaulich nicht übereinstimme. Je stärker ich mich aber trotzdem bei Abstimmungen "unaufgeklärt" verhalte, umso dümmer bin ich in der allgemeinen Einschätzung.



Es würde sich lohnen, über diese Sache mal bei www.sezession.de nachzudenken. Unter anderem hörte ich schon mehrmals, von bedeutenden Intellektuellen, sogar von einer der bekanntesten Schriftstellerinnen der Welt im persönlichen Gespräch: Herr Meier, ich kann mir nicht erklären, dass ein Mensch, der so intelligent wirkt wie Sie, Katholik sein kann. Sie selber ist eine jüdische Agnostikerin.


PS. Der Austritt von Lucke, Henkel u. Cie aus der AfD könnte bewirken, dass die sogenannten Dummen, mit denen ich und wohl noch andere hier durchschnittlich stärker übereinstimmen als mit der Mehrheit der Hochschulprofessoren, auch als Wähler für die AfD stärker ins Gewicht fallen und die Partei auf diese Weise auf über 20% Wähleranteil kommen lassen. Smile.
Bernhard
06. August 2015 21:50
@ Vonderach

Gerne würde ich mehr von Ihnen lesen. Schön, daß Sie sich wenigstens hier immer wieder kenntnisreich einbringen. Volle Zustimmung.

Schade, daß Ihre hervorragenden Bücher "Soziobiologie", "Anthropologie Europas" und "Völkerpsychologie" den meisten hier nicht bekannt sind.

Das würde die Diskussion befördern, anstatt immer wieder bei Null anzufangen.

J. Philippe Rustons "Rasse, Evolution und Vererbung" (Ares) wäre auch eine gute Grundlage.
marodeur
06. August 2015 21:59
@Gutmensch, lass uns loslegen. Ich versuche mal, einen Zusammenhang zur prähistorischen Flüchtlingssituation zu konstruieren: Wir nehmen also an, Homo Sapiens ist aus Mangel an Nahrungsquellen und vor Konflikten mit feindlichen Stämmen in den Norden geflohen. Dort traf er auf primitive autochtone Neandertaler. Homo Sapiens hatte überlegene Kulturtechniken im Gepäck, wie Angeln oder Fernhandel. Die tapsigen Neandertaler waren mehr oder weniger im Wege, landete auf dem Teller bzw. wurde einfach assimiliert. Und heute wird es dank der Fachkräfte aus dem Süden ganz ähnlich laufen. Diese werden uns zahlmäßig und kulturell stärken.
Es gibt da bloß noch ein paar argumentative Lücken:
1.) Die überlegenen Kulturtechniken der Afrikaner sind nicht erkennbar.
2.) Die Neandertaler von heute könnten einfach die Grenzen schließen oder ein paar künstliche Anreize reduzieren und die Bereicherung wäre im nu vorbei.
3.) Alle Südvölker waren längst da und haben ihre kulinarischen Bereicherungen bereits vor Jahrzehten dagelassen.
4.) Eine quantitative Bereicherung ist ebenfalls nicht nötig. Die menschliche Bevölkerung geht auf ein paar 100 Überlebende einer urzeitlichen Katastrophe zurück. Stämme können also auch in geringer Zahl überleben. Alle Hochkulturen (außer Rom) hatten weit weniger Einwohner als Deutschland heute.
Nebenbei: Bisher ist keinerlei Völkerwanderung bekannt, bei der die Ankömmlinge unbedingt die einheimischen Senioren versorgen wollten.
Kiki
06. August 2015 22:02
@Gutmensch
Was mögen das denn für atenberaubende Hochkulturen sein, die ohne irgendeine Art von Schrift funktionieren und erst recht keine hervorgebracht haben (um nur ein Kulturmerkmal zu bemühen)? Und der Rest ist ebenfalls äußerst dürftig.

Die großen Unterschiede im Kognitiven, Psychosozialen wie Zivilisatorischen zwischen Nichtafrikanern und Afrikanern mag daran liegen, daß die einen durch das Nadelöhr einer Eiszeit mußten und die anderen eben nicht.

So kommt es, daß in einer solchen Welt der animalischen Dummheit nichtdumme Individuen, die vorausplanen, abstrahieren und sublimieren können, als einsame Sternschnuppen am Firmament (unsere Sicht) bzw als bekloppte Sonderlinge (deren Sicht) verglühen.

Niemals werde ich den Bericht über einen jungen Neger im südlichen Afrika vergessen, der ein altes, zerfleddertes Physikschulbuch in englischer Sprache fand, es durchstudierte, auswendiglernte und mit den neuen Erkenntnissen sich daran machte, sein Dorf mit einer windgetrieben Stromversorgung auszustatten. Kein schwarzer Mensch dort sprang auf diese Ideen an, ermutigte oder unterstützte ihn, sondern lachte ihn im günstigen Fall aus und in ungünstigen wurde er der Hexerei verdächtigt und bedroht.
Nichtdumme sind also in einer Population von Minderintelligenten zu völliger Isolation und Wirkungslosigkeit verurteilt - und dies geht dort schon seit 50.000 Jahren so.
Und deswegen sind Neger überall auf der Welt, wo sie inzwischen sind, immer unten.
Tile Kolup
06. August 2015 22:08
Was soll's!

Munter den Tropenhelm über den gramgeschüttelten Scheitel gestülpt. Die Sonne Afrikas bleibt bei ausreichendem Genuß von Gin&Tonic nicht nur erträglich, sondern vermag bei steigenden Schatten das Denken zu beflügeln.

Liebe Leidensgenossen,

sind wir manchmal nicht etwas sauertöpfisch? Vielleicht sollte wir uns alle einmal im Geiste die Hände reichen, schütteln und mit festem Blick in die Augen sagen: Es wird schon gut werden!
Diese finis-germaniae-Jeremiade, die hier mal unterschwellig geraunt, mal in haareraufender Ausdrücklichkeit herausgeschrien wird - was nützte uns das? Sicherlich, es kostet Überwindung und mancherlei inneren und äußeren Zwist, die Augen zu trauen. Doch dieses inbrünstige Wehklagen wegen unseres unbarmherzigen Schicksals ist allmählich arg befremdlich.
Von "The White Man's Burden" zu dieser intellektuellen Masturbation mag es ein weiter - wenn auch vielleicht logischer - Schritt sein. Aber selbst wenn unser Ende unausweichlich wäre - wollen wir dann nicht lächelnd untergehen?
Sauft, singt, tanzt - aber hockt nicht grübelnd in der Ecke.
Es ist ebenso dekadent, Ekel, Sorge und Angst angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse zu empfinden, wenn man heute durch deutsche Straßen schreitet, wie lauthalts "Refugees welcome!" zu skandieren und auf die Schweiger am Rande anklagend mit dem Finger zu zeigen.
Besinnt Euch, ermannt Euch!
Schenkt Euch einen guten Schluck ein - ich bevorzuge Moselriesling - und seid heiter!
Selbst wenn wir nicht wie einst die Nibelungen in Etzels Burg heroisch untergehen, darf die Geschichte von "den letzten Deutschen" doch etwas mehr erhoffen als selbstmitleidiges Schmollen:

"Ich liebe die großen Verachtenden, weil sie die großen Verehrenden sind und Pfeile der Sehnsucht nach dem andern Ufer."

- Also Prost und Gottes Segen Euch allen, die Ihr da unruhig harrt!
desprecio
06. August 2015 22:33
@ Andreas Vonderach

Es freut mich, dass Sie sich an dieser Stelle eingeklinkt haben. Fast haette ich
Sie mit Ihrer wesentlichen Aussage zum ''entscheidenden Entwicklungshemmnis
Schwarzafrikas , Durchschnitts-IQ = 67" aus einem Ihrer Buecher zitiert.
Da ich noch zoegerte, liess ich Ihnen unfreiwillig, dafuer aber um so lieber, den
Vortritt.

Ihre Buecher sollten Pflichtlektuere fuer alle die sein, die glauben oder gar davon
ueberzeugt sind, etwas Sinnvolles zum Thema Rassenpoltik beitragen su koen-
nen oder zu sollen. Insbesondere gilt dies fuer die politischen Entscheidungstrae-
ger in der BRD. Hierbei erhebt sich jedoch die Frage, ob diese Ihren anspruchs-
vollen Texten
a) inhaltlich ueberhaupt folgen koennen oder

b) wenn ja, es ihr ideologischer ''Ueberbau'' zulaesst, wissenschaftliche Erkennt-
nisse, sofern sie nicht der eigenen Stallorder entsprechen, zur Kenntnis neh-
men zu duerfen.

Sollte sich in naechster Zeit, wenigstens bei einem Teil der BRD-Politiker doch
noch wider Erwarten die Erkenntnis durchsetzen, dass auch fuer sie der Grund-
satz gelten koennte, dass ''Lesen bildet'', sehe sogar ich wieder etwas Licht am
Ende des Tunnels, der ansonsten den direkten Zugang zu dem Untergang unse-
rer Kultur und zum Ende unserer biologischen Existenz darstellt.
Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
06. August 2015 22:41
Also Herr Meyer,

diese Fragen hier in dieser immer noch illustren Runde zu bringen, ohne Spengler überhaupt nur zu erwähnen - das ist ein no-go.
Nordlaender
06. August 2015 23:46
@ Meier Pirmin

"Wie würden Sie bei einem Test bestehen, der an die Fähigkeiten der nordkanadischen Inuits zum Überleben angepasst ist? Das mit dem IQ ist wie mit den Schulnoten."

Generell mißt ein IQ-Test nur kognitives Potential. Wobei man Tests von partikulären sprachlichen Bezügen gut isolieren kann.

Man legt z.B. weißen Kindern und Zigeunerkindern bestimmte Formen vor und läßt die Probanden untersuchen, ob man diese Formen in ein vorgegebenes Muster einfügen kann oder nicht.

"Ich möchte dabei offen lassen, ob ich als jahrzehntelang erfolgreicher Gymnasiallehrer und auch Ausbildner von solchen trotz entsprechender Ausseneinschätzung meiner meisten Schüler und Mitarbeitenden, auch früherer Lehrer, intelligent bin."

Die Höflichkeit gebietet es, Ihre Frage nicht zu kommentieren. Alles andere wäre ein Verstoß gegen den Anstand.

"Wir Intellektuellen sollten nie ausschliessen, dass wir dümmer sind als wir glauben. Gilt nicht nur für Wahnwitz-Lehrer wie Marx und Engels, welche das Ei als Negation des Huhnes interpretierten."

Wenn Sie sich selber das Prädikat "Intellektueller" zuweisen und sich mit Marx dem gleichen Klub zugehörig fühlen, kann ich nur sagen: Nur zu, prügelt auf Euch selber ein!

"stellte ich fest, dass im Normalfall in meinem Land dieses Abstimmungsverhalten statistisch bei Menschen mit niedriger Bildung und schlechtem sozialem Status und ehemals schlechten Schülern am häufigsten vorkommt."

Der Zweck von Bildung, Bildung, Bildung ist die Sensibilisierung. Die Züchtung von interkulturellen Kompetenzen, "gender"-Kompetenzen, Aufnahmebereitschaft für die Denk(vermeidungs)figuren des Kulturmarxismus. Die Vernichtung der Restbestände des natürliichen Instinktes und des gesunden Menschenverstandes.

"Und auch, weil ich mich selber nicht gerade als Weisen einschätze"

Siehe oben. Wie Sie sich selber einstufen, will ich hier nicht kommentieren.

"Herr Meier, ich kann mir nicht erklären, dass ein Mensch, der so intelligent wirkt wie Sie, Katholik sein kann. Sie selber ist eine jüdische Agnostikerin."

Schön, da freue ich mich doch mit Ihnen, wenn Sie von dieser Dame so ein Kompliment erhalten haben!

"Der Austritt von Lucke, Henkel u. Cie aus der AfD könnte bewirken, dass die sogenannten Dummen, mit denen ich und wohl noch andere hier durchschnittlich stärker übereinstimmen als mit der Mehrheit der Hochschulprofessoren, auch als Wähler für die AfD stärker ins Gewicht fallen und die Partei auf diese Weise auf über 20% Wähleranteil kommen lassen. Smile."

Der Sache mal ganz tief auf den Wiesengrund gegangen: Es gibt kein wahres Leben unter dem falschen BUNTEN Regime. Jetzt in Häme zu verfallen, daß der Dumme noch lange weiter auf Godot wartet, während der Gescheite sich peinlichst berührt abwendet, wäre gehässig. Das Große Bild ist einfach nur grausam. Ich kann es gut verstehen, wenn jemand sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, es zur Kenntnis zu nehmen.
Meine Prognose: Höcke wird man bald ausschwitzen und danach kommt dann aber eine echte Alternative zu dieser Alternative zu ... pardon ... für Deutschland.
Marcus Junge
06. August 2015 23:48
"•Wie kommt es, daß nur der weiße Mann (weiße Frauen eingeschlossen) zu einer so kritischen Betrachtung seiner selbst gelangen konnte, daß er sich lieber selbst aus der Welt schaffen würde als auch nur einen Tag länger weiß zu sein?"

Weil es nur beim weißen Mann verdammt viele Kohle, Schotter, Moneten und Scheinchen gibt, die man umverteilen kann, wenn man ihm einen Dachschaden einredet, was ja bei 95% mehr oder weniger funktioniert hat.

Und weil nur die weißen Völker eine Gefahr für die NWO sein könnten, sie also neutralisiert werden müssen.
jak
07. August 2015 00:39
@ Meier Pirmin

Nun, dass formale Bildungsabschlüsse und abstrahierende Intelligenz wenig über politische Urteilsfähigkeit oder den Common Sense aussagen ist offensichtlich. Meiner Einschätzung nach scheint es da sogar eher eine negative Korrelation zu geben. Manfred Kleine-Hartlage hat in seinem Buch über das Ende der liberalen Gesellschaft dazu passendes geschrieben. Hier im ersten Teil des Vorabdrucks über die „Dummheit der Intelligenz“ nachzulesen:

http://www.pi-news.net/2013/07/die-liberale-gesellschaft-und-ihr-ende-i/
jack
07. August 2015 00:40
Biologische Realität, Teil 1
Fremdsprachige Autoren,Kevin Alfred Strom
https://schwertasblog.wordpress.com/2015/07/30/biologische-realitaet-teil-1/

"Aber vergessen Sie das alles. Uns wird von unseren Herren gesagt, daß es keine biologischen Rassen gibt, und damit hat es sich."
cromagnon
07. August 2015 01:35
Es war der Homo erectus der Afrika verließ, nicht der Schwarzafrikaner. Letzterer entwickelte sich erst später.
Wie kommt es, daß nur der weiße Mann (weiße Frauen eingeschlossen) zu einer so kritischen Betrachtung seiner selbst gelangen konnte

Interessant, da fällt mir ein Gespräch mit meinem Anwalt ein der sagte, er habe aus seinen beruflichen Erfahrungen den Eindruck gewonnen, daß bei "Südländern" (europäischer Herkunft) die Fähigkeit zur Selbstreflektion weniger ausgeprägt sei als bei Nordeuropäern.
Westpreuße
07. August 2015 07:25
Herr Meyer,

mein erster Gedanke: Warum erwähnt er denn nicht Spengler?
Das Fehlen von Spengler ist nicht nur von mir bemerkt worden.
Mein zweiter Gedanke: Wie heißt der denn noch, auf den du, also ich,
dich beziehen möchtest?

Ich meine Jared Diamond, geb. 1937 in Boston und laut Wikipedia, von mir zwecks Auffrischung noch einmal gelesen, Evolutionsbiologe, Physiologe und Biogeograf.
Der letztere Begriff war mir bisher nicht bekannt.

Ich habe aber seine Studie gelesen: "Kollaps. Warum Gesellschaften überleben oder untergehen." Er ließ sich von Spengler inspirieren, gewichtete aber seine Thesen anders. Nun wäre es doch ein bißchen einfallslos, den lesenswerten Wikipedia - Artikel (zu seiner Person und seinem Werk) hier zu wiederholen. Mir jedenfalls hat er auf die Sprünge geholfen...

Sehr anschaulich referiert Diamond seine Thesen exemplarisch in dem kleinen 18-Minuten-Video. Kurzweilig und erhellend, einschließlich der Kommentare weiter unten unter dem Video:

https://www.ted.com/talks/jared_diamond_on_why_societies_collapse?language=de

Es ist still(er) um ihn geworden, aber über 1,3 Millionen Aufrufe zeigen doch, daß er nicht vergessen wurde.

Insgesamt, so habe ich ihn verstanden, weist er den "Umweltproblemen im weitesten Sinne" zu, daß Gesellschaften (Kulturen) eben den Aufstieg schaffen oder aber eben nicht. Hierzu zählt er auch die Verknüpfung des menschlichen Tuns in Raum und Zeit...

Ich selbst möchte noch auf folgendes hinweisen:
Auf der Strecke gebliebene Kulturen besitzen keine all-erklärende
Lebensphilosophie. Die Nuba in Afrika, fallen mir gerade ein, besitzen sicherlich eine eigene Lebens-Philosophie. Aber sie sagt dem weißen Menschen wenig bis nichts.
Der Soziologe Ralf Dahrendorf hat das mal sehr schön herausgearbeitet.
Ist lange her...
Der weiße Mensch hingegen hat Lebens-Philosophien entwickelt, die von seinesgleichen sofort verstanden werden. Und im Tun angewendet werden.

Nun zum fehlenden Spengler:
Immer noch wichtig. Immer noch anregend. Zumal der bedeutendste
"Spenglianer" ja noch lebt: Henry Kissinger. Ich erinnere mich gut an seine
nachdenkliche, zögerliche Argumentationsweise. Nie wirklich herzbefreiend lachend. Eine merkwürdige Wehmut umgab ihn:
Das Land seiner Vorväter konnte er gerade noch rechtzeitig verlassen.
Und somit auch der unseligen Morderei entkommen. Die Verletzung seines Lebens, so er...

Seine Arbeit (Harvard, 1950, B.A.) habe ich vor Jahrzehnten auszugsweise in Übersetzung gelesen:
"Die Bedeutung der Geschichte - Reflexionen über Spengler,
Toynbee und Kant." Kissinger hat sich zeitlebens zu Spenglers Gedanken bekannt. Und danach als Politiker gehandelt.
Natürlich in Weiterentwicklung zu den Dingen des Lebens und
der Zeit...

Theodor W. Adorno. Auch wichtig: Sein Vortrag vor seinem späteren
Essay "Spengler nach dem Untergang". Er bestätigt Spenglers Einsichten zu seelenlosen und anonymen Großstadt, zur Kulturindustrie, zu den Massenmedien als modernen Manipulationsinstrumenten.
Alles unverbrauchte und hilfreiche Begriffe, so Adorno seinerzeit...

Und unbedingt wäre Thomas Mann zu nennen:
"Buddenbrooks", "Zauberberg", "Doktor Faustus". Diese Abgesänge auf das Bürgertum in Deutschland können doch auch als Abgesänge auf den weißen Menschen schlechthin gedeutet werden...
Thomas Mann las Spengler aufmerksam und zog seine Schlüsse, so er.

Herr Meyer,
nun könnten Sie ja sagen: Thema verfehlt. Setzen! Darum geht's
doch gar nicht. Und wo bleibt der angekündigte Spengler?

Doch doch, darum geht es. Und vielleicht ist die Zeit des weißen Menschen ja tatsächlich ab-gelaufen? Ich meine: Wirklich abgelaufen!
Die Sache ist gelaufen, vielleicht. Die Messe ist gelesen, vielleicht...

Wir sehen die Zeichen an der Wand und wollen sie nicht wahrhaben:

"Kritische Fragen an eine weiße Welt!"
Afrika ist angekommen! Hier bei uns!
Und vielleicht geht es ja gar nicht mehr um unsere (!) Schwimmbemühungen, um zu überleben...

Nebenbei: Ich habe durchaus Mitgefühl mit den Menschen, die zu uns wollen. Nicht Mitgefühl mit allen. Schön unterscheiden zwischen Verfolgten und Zuwanderern, die Vollpension buchen wollen...
Mitgefühl, nicht Empathie. Dieses häßliche Kunstwort, bei dem kein Bild im Kopf entsteht. Jetzt sogar in der neuen Druckausgabe der JF gelesen.
Ein Thema für sich, die JF. Fontane: "Ein weites Feld...".

Vielleicht schreibt ja noch jemand mehr zu Spengler.
Es wird zuviel an Worten...
Der Tag wird heiß.
Zum Abschluß EIN Wort von Spengler:

"Auf dem verlorenen Posten aushalten ohne Hoffnung ist Pflicht."

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel
Lutz Meyer
07. August 2015 08:23
Cromagnon,

das wird eine ganze bittere Pille für Sie am frühen Morgen: Doch, doch, auch Ihr Urhochirgendwasgroßvater war Afrikaner. Denn nicht nur der Homo erectus wanderte dort aus und woanders wieder ein, sondern - den gängigen Theorien zufolge - auch der Homo sapiens sapiens persönlich. Siehe hier, in der Volksbildungsanstalt unserer Tage:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ausbreitung_des_Menschen

Es gab - den gängigen Theorien zufolge - mehrere Wanderungsbewegungen. Und heute gibt's eben wieder eine, um den weißen Europäer vor dem akut drohenden Rückfall ins menschlich verrohte Neanderthalertum zu bewahren (man beachte, wie in den von mir erwähnten Historiensendungen der Neanderthaler gegenüber dem oft mit afrikanischen Zügen ausgestatteten einwandernden Cromagnon dargestellt wird - als grenzdebiler, plumper Volltrottel, dessen Aussterben man irgendwie bedauert aber irgendwie auch wieder nicht).

Zu anderen Anmerkungen bzgl. des fehlenden Spengler: Illustre Runde hin, illustre Runde her - muss man denn eigens erwähnen, was ohnehin in der Luft liegt? Schon Spengler hat gesagt - - - worin genau liegt hier der Erkenntnisgewinn? Man könnte dann auch Ernst Jünger erwähnen, der eine Menschheit mit weltweit olivfarbener Haut prophezeite. Ipse dixit! Und?
Zadok Allen
07. August 2015 08:53
Die griechische Hochkultur als genuin europäische Formation? Diesen Mythos hat die "postkolonialistische" "Forschung" schon vor Jahrzehnten destruiert: man führe sich einmal das opus magnum von Martin Bernal vor Augen.

Ich habe das Machwerk zwar nur durchgeblättert, aber das genügt, um zu erfahren, daß darin die Ägypter zu Negern erklärt werden, während sich die Griechen, die, wie wir ja alle wissen, ohne die Ägypter auf dem Stadium von pelzbehangenenen Höhlenbewohnern stehengeblieben wären, sich als gelehrige Schüler numidischer Herrrenmenschen "erweisen".
Meier Pirmin
07. August 2015 08:56
@Nordländer. Zum Begriff des Intellektuellen. Ich bin politisch und vom Danken her "nicht im gleichen Club" wie Marx, hatte auch schon mal den Ruf, als Antikommunist je zum Frühstück einen Marxisten zu verspeisen. Ist es arrogant zu sagen "Wir Intellektuellen", wenn man eingesteht, dass dies bei anderen und bei einem selber Dummheit nicht ausschliesst? Wenn Sie zwar bei einer Auto- oder Computerpanne in Verlegenheit sind, aber seit 1955 keinen Tag nicht in einem Buch lesen, bei einem deutschen Philosophen das Studium abgeschlossen haben (Lübbe), Doktortitel, ein Dutzend Bücher, 33 Jahre Philosophielehrer, was sind Sie denn sonst als ein Intellektueller? Auch Vonderach scheint ein Intellektueller zu sein. Gerd-Klaus Kaltenbrunner, mein Weggefährte, allerdings ohne Türklingel und ohne Computer und ohne Fernsprecher, war mindestens so sehr ein Intellektueller wie Habermas oder Sloterdijk.

Es scheint sogar so, dass Sie und ich über den Ersatz von "Bildung" durch "Gender"-Kompetenzen ähnlich denken. Diese Kompetenzen sind heute zum Teil notenrelevant. Womit wir wieder bei den Tests sind, einschliesslich der Schemata für Intelligenztests. Es gibt Gründe, alle Schemata in Frage zu stellen, vgl. die gerechte Aufgabe für einen Elefanten, einen Esel, einen Affen, eine Katze, ein Huhn, ein Känguru, einen Frosch und eine Schlange: Klettern Sie alle auf einen Baum!

Als freier Schweizer und Historiker der Geschichte dieser Freiheit war ich im Besitz einer halbautomatischen Armeewaffe, die bis vor kurzem zu Hause im Kleiderschrank im Elternschlafzimmer aufbewahrt wurde. Hätte ich mehr freiwillige Schiessübungen gemacht, hätte ich sie behalten können. Nun aber ein Intelligenztest der zweiten Art: Bei der grossen Zerlegung des Verschlusses hatte ein Kamerad, Handwerker mit minimaler Schulbildung, ohne Mechanikerdiplom, weniger als eine Minute, den Verschluss wieder zusammenzusetzen und bei der Funktionskontrolle funktionierte es. Ich hatte eine halbe Ewigkeit und es funktionierte nicht. Solche Erfahrungen machen einen demütig, obwohl ich dafür die Definition unseres Maschinengewehrs als einziger kannte: "Luftgekühlter Rückstosslader mit Stützklappenverriegelung."

Sie sehen, es wäre überheblich, Menschen mit anderen Fähigkeiten als dümmer anzusehen als man selber ist, bloss weil man zu den Intellektuellen zählt.

Bemerkenswert: die Waffe im Elternschlafzimmer, noch mit 24 Schuss Taschenmunition. Wird sehr selten missbraucht, ist aber, auch wegen immer mehr Rekruten mit Migrationshintergrund, zunehmend umstritten. Klar ist, dass so viel Freiheit in Deutschland und anderswo als Gefahr für die Menschheit eingeschätzt würde, so viel Wehrfreudigkeit hätte selbst Deutschlands rechteste Regierung nie zugelassen.

Über schlaue Zigeunerkinder gibt es genug Geschichten und Anekdoten. Sie konnten mehr als nur Schmier stehen. Weil man sie in der Schweiz, die Kinder der Fahrenden allgemein, als sozial benachteiligt einschätzte, wurden sie durch das Sozalprojekt "Kinder der Landstrasse" jahrzehntelang den Eltern weggenommen. Eine Mutter sagte, schon vor 45 Jahren bei einer Veranstaltung zu diesem Thema: "Wenn sie das nächste Mal kommen, mir ein Kind wegzunehmen, schiesse ich." Die Frau war mindestens so intelligent wie eine durchschnittliche Deutsche. Über solche, auch Männer, äusserte sich Joseph Victor von Scheffel (habe über ihn publiziert) um 1844: "Wenn bei uns eine Regierung die Ohrenbeschneidung einführen würde, man nähme es als gottgegebene Befugnis der Obrigkeit. Nur beim Bierpreis wehren wir uns."

Ich bin im Ernst der Meinung, dass Sinti und Roma-Frauen, trotz zurückgebliebenem emanzipatorischem Bewusstsein, von Natur aus nicht dümmer sind als deutsche Frauen, sogar Professorinnen mit Gender-Diplom.

Ich bleibe bei meinen Auffassungen über Tests und Noten. Auch ohne diese kommt früher oder später an den Tag, dass Intelligenz, theoretischen und praktische, leider ungleich verteilt ist.
Meier Pirmin
07. August 2015 09:07
@jak. Fühle mich von Ihnen verstanden. Die damit verbundenen Einseitigkeitsnebenfolgen intellektueller Existenz galten leider auch für Heidegger und Schmitt, in der Zeit der Aufklärung sogar für Rousseau und Voltaire. Es hiesse aber das Kind mit dem Bade ausschütten, würde man die Rolle der Intellektuellen wegen deren häufigen Problemen mit dem Common sense ("Der Führer schützt das Recht" war nach dem 30. Juni 1934 die absurdest mögliche Aussage) schlechthin als überflüssig hinstellen. Methodisches Interpretieren war und bleibt wichtig, es sollte sich bloss nicht gegen die Realität abschotten.
Nordlaender
07. August 2015 09:22
@ jak

"Da diese realitätsblinde Art zu denken bei Menschen mit höherem IQ besonders ausgeprägt ist, kommt es an der Spitze der Gesellschaftspyramide, und speziell dort, wo die sozial verbindliche Wirklichkeitsbeschreibung entsteht, also speziell in den gesellschaftsbezogenen Wissenschaften und den Medien, zu einer Konzentration von Anhängern inadäquater Realitätsbeschreibungen, man könnte auch sagen: verschrobener Ideologien."
(Kleine-Hartlage)

Früher fiel es mir am meisten bei Stürzenberger auf: Die Ideologie der Ideologiefeinde scheint mir im Lager des Islamkritiker besonders stark vertreten zu werden. Man weigert sich stur, die wertneutrale Definition von Ideologie zur Kenntnis zu nehmen, gebraucht nur noch die pejorative Bedeutung dieses Begriffes. Jemand betrachtet mit seinen Sinnesorganen von seinem subjektiven Standpunkt aus die Welt, die ihn umgibt. Entwickelt diese und jene Idee dazu, nach und nach entsteht ein ganzes zusammenhängendes Bündel dieser, eine Ideologie. Nun setzt der Ideologe seine Weltanschauung auch noch egoistisch für die Gruppe ein, der er sich zugehörig fühlt. Skandal! Ein Zweiter verfährt ebenso, aber von seinem subjektiven Standpunkt, der ein anderer ist. So ist die Grundlage für ewige Konflikte geschaffen.

Die Ideologie der Ideologiefeinde ist hingegen keine echte Ideologie mehr, weil es nach Ablegen aller Ideologien keine partikulären Gruppen von Subjekten mit einander widersprechenden Absichten gibt. Übrig bleibt als einziges kollektives Subjekt die gesamte Menschheit, wenn dann überhaupt noch von Ideologie gesprochen werden kann, sei diese Anthropozentrismus genannt.

Der Ressentimentbeladene kann zufrieden sein, jedwede Hierarchie ist nun obsolet. Doch werden jemals Betas, Gammas, Deltas und Epsilons das gleiche Engagement aufbringen, wenn es um die Gestaltung der Angelegenheiten ihrer Polis (also um Politik) geht? Ist es nicht viel gemütlicher, kräfteschonender und nicht so zeitaufwändig, als kritischer Kritiker über die Fehler der Alphas zu lamentieren?

Plädiere für das Beibehalten von Eliten, nur müssen es die rechten (= richtigen) sein. Als Ideologie schlage ich das Grundgesetz vor, in dem es nicht "zum Wohle der Menschheit", sondern "zum Wohle des deutschen Volkes" heißt und "Alle Staatsgewalt geht vom Volkes aus." Letzteres kann sie aber nur dann, wenn wir a) einen Staat besitzen und b) wenn die Elite sich als Vertretung der Interessen unseres Volkes versteht.

Ist natürlich eine Steilvorlage für alle weltoffenen Universalisten und Grundgesetzgegner. Das "o" mit Punkten garnieren, an den Souverän noch ein "isch" anhängen und fertig ist die Laube.
Monika
07. August 2015 09:22
Sie sehen, es wäre überheblich, Menschen mit anderen Fähigkeiten als dümmer anzusehen als man selber ist, bloss weil man zu den Intellektuellen zählt.

Meier Pirmin

Das ist wahr:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/35326502
Bernhard
07. August 2015 09:59
Bei der jetzt erfolgenden Masseneinwanderung von Schwarzafrikanern mit einem Durchschnitts-IQ von max. 70, sowie weiteren Gruppen mit einem IQ unter 90 aus dem Orient, sollte man sich keinen Illusionen hingeben. Unsere europäische Industriegesellschaft wird mit jedem Tag näher an ihr Ende kommen:

"Lynn stated that there is probably some critical mass IQ. Once it is reached, it becomes impossible to maintain a modern, technological, self-regulated society." (Vincent Sarich in "Race", S. 230)
Nordlaender
07. August 2015 10:17
@ Meier Pirmin

"was sind Sie denn sonst als ein Intellektueller? Auch Vonderach scheint ein Intellektueller zu sein."

Habe gerade erst vor zwei Monaten die Lektüre von Vonderachs "Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart" beendet. Wenn es Ihnen scheint, daß Vonderach ein Intellektueller ist, besitzen Sie ja jederzeit die Möglichkeit, es auch zu überprüfen. Ich habe mir mein Urteil diesbezüglich schon gebildet.

"Es scheint sogar so, dass Sie und ich über den Ersatz von „Bildung“ durch „Gender“-Kompetenzen ähnlich denken. Diese Kompetenzen sind heute zum Teil notenrelevant."

Über Kompetenzen ist mein Urteil ein darüber noch weit hinausgehendes. Schließe mich dem Hirnforscher Manfred Spitzer an: Wann immer Bildungsexperten mit Kompetenzen kommen, droht Unheil.
Wer mathematikkompetent ist, kann ohne allzu grobe Rechtschreibfehler "Pythagoras" in das Fenster der Suchmaschine eingeben, besitzt er zusätzlich Medienkompetenzen, kann er sich den Inhalt ausdrucken lassen. Richtig schlimm wird es, wenn man es gleich mit einem ganzen Kompetenzteam zu tun hat. Der Karren wird fachmännisch gegen die Wand gefahren, aber suchen Sie mal einen Einzelnen, der dafür die Verantwortung trägt.

"Diese Kompetenzen sind heute zum Teil notenrelevant. Womit wir wieder bei den Tests sind, einschliesslich der Schemata für Intelligenztests. Es gibt Gründe, alle Schemata in Frage zu stellen, vgl. die gerechte Aufgabe für einen Elefanten, einen Esel, einen Affen, eine Katze, ein Huhn, ein Känguru, einen Frosch und eine Schlange: Klettern Sie alle auf einen Baum!"

SIE sind bei den IQ-Tests, Herr Meier. Ich bin es nicht. Sie sind ein wahrer Humorist, befassen Sie sich mal en detail mit den strengen Rahmenbedingungen, die für einen Intelligenztest gesetzt sind und vergleichen Sie dann mit dem großen Handlungsspielraum, den bereits der Mathematiklehrer und in außerordentlicher Form der Deutschlehrer besitzen.

"Sie sehen, es wäre überheblich, Menschen mit anderen Fähigkeiten als dümmer anzusehen als man selber ist, bloss weil man zu den Intellektuellen zählt."

Ein guter Mensch erträgt es nicht, wenn A enorme geistige Fähigkeiten besitzt, B ein ausgeprägtes handwerkliches Talent hat, C aber weder geistig noch handwerklich sonderlich begabt ist. Als Schlechtmensch ist es mein Anliegen, den Chauvinisten teilzurehabilitieren. Ohne daß sich das Handwerkstalent oder das geistige Talent selber ganz besonders schätzen, um ihre Vorzüge wissen, fehlte eine wesentliche Triebfeder für ihr Streben. Es gibt daneben allerdings auch die Möglichkeit, sich als Philanthrop Statusgewinn zu erwirtschaften.

"Über schlaue Zigeunerkinder gibt es genug Geschichten und Anekdoten. Sie konnten mehr als nur Schmier stehen."

Schlau ist jemand, der Schnäppchen schlägt bis der Arzt kommt, sich im Tarifdschungel der verschiedensten Anbieter für Pauschaltarife für Mobiltelephone bestens auskennt. Das ist nicht die gleiche Kategorie wie Intelligenz.

"Ich bin im Ernst der Meinung, dass Sinti und Roma-Frauen, trotz zurückgebliebenem emanzipatorischem Bewusstsein, von Natur aus nicht dümmer sind als deutsche Frauen, sogar Professorinnen mit Gender-Diplom."

Habe mit Zigeunerkindern gearbeitet. Kann es jedem Menschenfreund empfehlen, mal in der Wirklichkeit des Lebens zu versuchen, Buben und Maderln verschiedenster Herkunft die schriftliche Division beizubringen. Als Subjektivist erlaubte ich mir nie, über Frauen eines fremden Volkes so ein abwertendes Urteil abzugeben. Andere Länder, andere Sitten.
Intelligenz korreliert in hohem Maße mit dem Erfolg in der Bildungskarriere. Deutsche Frauen schneiden da sehr gut ab, Zigeuner nicht.

"Ich bleibe bei meinen Auffassungen über Tests und Noten. Auch ohne diese kommt früher oder später an den Tag, dass Intelligenz, theoretischen und praktische, leider ungleich verteilt ist."

Das ist bei allen Messungen so. Auch ohne Thermometer zeigt der Körper ziemlich schnell an, daß die Wohnung überhitzt ist, daß es hier kälter ist als dort.

Wären die Gaben gleich verteilt, dann könnte man nach dem frühen Marx, der wie Sie dem Klub der Intellektuellen angehört, gut damit leben, wenn jemand morgens in der Autobude als Schrauber tätig ist, am Nachmittag Vorlesungen über das Werk von Thomas Mann hält und zu späterer Stunde die Pappkartons eines Lebensmittelmarktes entsorgt.
Nordlaender
07. August 2015 10:26
@ Meier Pirmin

"Es hiesse aber das Kind mit dem Bade ausschütten, würde man die Rolle der Intellektuellen wegen deren häufigen Problemen mit dem Common sense („Der Führer schützt das Recht“ war nach dem 30. Juni 1934 die absurdest mögliche Aussage) schlechthin als überflüssig hinstellen."

Unter den herrschenden Bedingungen des BUNTEN Regimes ist Geschichtswissenschaft nicht möglich, was die Zeit 1933-1945 anbelangt.

Ich abstrahiere deshalb: Recht kann es immer nur da geben, wo in einem Territorium die Einhaltung des Rechtes durch Androhung von Gewalt befördert wird. In der Zivilisation hält der Staat das Gewaltmonopol inne.
Dieses Gewaltmonopol kann eine Demokratie mißbrauchen (z.B. Inhaftierung von Gedankenverbrechern) wie auch ein Diktator, ähnlich, wie Steine nicht nur nützlich zum Bepflastern von Wegen sind, es werden leider auch Polizisten mit ihnen beworfen.
Henry Steyer
07. August 2015 10:26
Bezüglich ihrer letzten Frage könnte die Friedensforschung eine Antwort geben. Beim Genozid wird das schlechte Gewissen durch die Verleugnung der Tat oder ihre Rechfertigung unterdrückt: es gibt keine weisse Rassen oder sie wären besonders schlecht. Der Täter muss am Anfang keine genozidäre Neigung aufweisen, wenn er sich auch unwissend erstmal beteiligt hat, kann es sich in einer Gruppendynamic zu einem selbstragenden Prozess entwickeln: weil er am Genozid beiträgt, muss er sein Opfer verleugnen oder ihn schlecht machen. Ein Anderer ist dagegen derjenige, der diesen Prozess wissend eingeleitet hat oder begleitetet. Zur Vorbeugung des Genozids empfehlt die Friendensvorschung den Abau an allem was die Gruppen Identifizierung dient. Dass die Gruppen Identifizierung aber für die Gruppe Notwendig ist, trägt diese Empfehlung zum Genozid bei. Die Idee, dass die weissen Rassen nicht exisitieren ist ein Wahn weil, im gegensatzt zum Glaube an das Übernatürliche oder Götliche, dazu Grundannahmen und Begrifflichkeiten, das Logo aufgelöst werden müssen. Dieses ist ein Indiz für den Maß der Verdrängung, aber auch der Bereitwilligkeit zur Wiedergutmachung sobald es sich umkehren wird.



Eine grundsätzlichere Ursache, warum sie den Weissen Mensch und sich selbst auslöschen wollen, wäre ein teleologischer Fehlschluss bezüglich der Evolution. Er führt eine metaphysische Notwendigkeit des Krieges ein, wo die Möglichkeit des Friedens besteht, verbietet eine Antwort auf das Warum des Lebens und zerstört die Hoffnung auf Ewigkeit oder einer lebenswerte Ewigkeit: Der Mensch muss von sich selbst befreit werden. Aus der Mühsal der weissen Völker und in der Schönheit und Sanftmütigkeit ihrer Frauen bekommt das Warum seine Antwort. Die Aufgabe den Fehlschluss aufzulösen hat die Evolutionslehre: eine falsch gestellte Frage hätte das Wesen Europas bestimmt.
Blomqvist
07. August 2015 10:46
Andreas Vonderach schreibt:
Das entscheidende Entwicklungshemmnis Schwarzafrikas ist der niedrige IQ seiner Bewohner, im Durchschnitt 67, mit wenig geographischen Unterschieden.


Sind Ihnen die nigerianischen Igbo bekannt? Diese sollen in England genauso gut abschneiden wie Chinesen oder Inder. Peter Frost hat darüber in seinem Blog geschrieben:


bzw. hier bei unz.com
Martin S.
07. August 2015 10:55
Die systematisch-wissenschaftliche Erforschung der Welt beschränkt(e) sich auf Europa, weil z.B. in Nordafrika erst ein Napoleon kommen musste, um 1798 den Buchdruck mit beweglichen Lettern einzuführen.

Aufgrund des toleranten Islams war/ ist der Trend zum Zweitbuch dort nicht ganz so hoch ausgeprägt wie in Europa ...

Das nur am Rande ...

Beste Grüße

Martin S.
Arminius Arndt
07. August 2015 11:10
Die Diskussion ist, wie immer, sehr interessant. In der aktuellen Lage ist es aber völlig unerheblich, ob schwarze einen höheren oder niedrigeren IQ, einen längeren oder kürzeren etc. haben oder nicht. Ein IQ-Test offenbart auch zumeist mehr den IQ des Erstellers als des Getesteten ... müßig, also.

Auch mögen viele glauben, dass Africa die Wiege der Menschheit sei und dass sie mit den Primaten einen gemeinsamen "Vorfahren" gehabt haben - ich selber glaube für mich, dass ich von göttlich erschaffenen Vorfahren abstamme, soll jeder selber entscheiden, was er für das attraktivere hält ;) . Aber das sind nur Seitenthemen, für heute gilt:

Es erfolgt ein Ansturm auf unser Land. Selbst nach bereits jetzt geltendem Recht haben die meisten der Ankömmlinge kein Recht auf Aufenthalt in unserem Land. Eine ganze politische Klasse, Kirchen und sonstige Verbände legitimieren den offenen Rechtsbruch. Dies kann man nicht oft genug schreiben, sagen, darauf hinweisen.

Die USA zeigen, wohin das führt: Das Thema der "Illegalen" ist ein Wahlkampf entscheidendes Thema, mit der Besonderheit, dass in den USA die "Illegalen" mittlerweile viele "legale" Brüder und Schwestern in dem Land haben, die wählen dürfen. Schon die letzte Präsidentenwahl in den USA wurde von diesen maßgeblich mitentschieden, so dass davon ausgegangen werden kann, dass dies auch dieses Mal so kommen wird und all die "hart arbeitenden" "Illegalen" dann eine "Amnestie" bekommen werden.

Selbiges wird auch für Deutschland so kommen. Vom "Illegalen" zum "Geduldeten" bis zur "Einbürgerung" werden immer geringere Stufen eingeführt werden. Der Rechtsbruch soll nachträglich legitimiert werden, dass ist der Plan. Und Minimalziel aller sollte sein, zumindest dies zu verhindern.

Wenn wir dies verhindern wollen, dann müssen wir massiv dagegen halten und vor allem - dies gilt insbesondere für den Westen - die bereits hier seit längerem lebenden Ausländer auf unsere Seite bringen und ihnen klar machen, dass auch ihre Nischen und ihre Positionen in diesem Land durch den zügellosen und ungeregelten Ansturm gefährdet werden.

Kleines Beispiel: Als in Mainstockheim die dort lebenden Asylanten etwas zu "zudringlich" geworden sind, waren es Türken, die "klar Schiff" gemacht haben und ruck zuck wurde das Heim von staatlicher Seite geschlossen (dem Druck der "Bevölkerung" wolle man damit aber nicht nachgeben - Nein, nie ... ;) ).

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-07/mainstockheim-fluechtlingsunterkunft-geraeumt

Der Artikel erwähnt natürlich nichts von den Türken. Deutsche könnten heute noch dagegen demonstrieren und nichts würde geschehen ... Wir brauchen jeden Verbündeten.
Meier Pirmin
07. August 2015 11:33
@Gutes Beispiel mit dem jungen Marx, dessen Menschenbild 1964, als Vonderach geboren wurde, von Prof. Ernst Kux wie folgt zusammengefasst wurde:"Am Morgen Jagen und Fischen, nachmittags zu Acker fahren, abends schreibt man ein Buch." Es gab in der Schweiz Schreibende, auch einen rechten Bauernschriftsteller, die es noch im 20. Jahrhundert ungefähr so handhabten.

Ihre Erfahrungen mit Zigeunerkindern habe ich zu respektieren. Ich habe die Erfahrung, dass 2 von 6 muslimischen Schülern zu extremen Auffassungen neigten und diese unmissverständlich bezeugten, nach Meinung eines Islamwissenschafters aus der Region gehören sie aber zu einer verschwindenden und zu vernachlässigenden Minderheit. Meine Tochter musste im Kriminologiestudium für die Prüfung lernen, dass höhere Anfälligkeit für Kriminalität bei Kulturfremden empirisch nicht nachgewiesen sei, es war bloss ihr unwissenschaftlicher Alltag als Polizistin.

Das "scheint" betr. Vonderach war nicht abwertend gemeint. Im Gegensatz zu Werken von Habermas habe ich von ihm noch kein Buch gelesen, bin über seinen Bildungsgang über Metapedia hinaus kaum im Bild. Als er geboren wurde, befasste ich mich mit Goethes Noten u. Abhandlungen zum Westöstlichen Divan sowie Hammer-Purgstall mit arabisch-islamischer Kultur. Als Jungrechter hatte ich 1964 eine relativ gute Meinung über den südafrikanischen Premierminister Henrik Verwoerd, der in Sachen Afrikaner damals ähnlich dachte wie Sie. Nach meiner sich weiterentwickelnden Meinung hatte er nicht recht, vor allem: Er bekam vor der Geschichte nicht recht. Aber das Gegenteil des Falschen ist nun leider auch nicht das Richtige. Auf Letzteres musste ich immer wieder als Lehrer der Logik aufmerksam machen. Die Logik ist glücklicherweise weder links noch rechts.

Über Intelligenztests kann ich mangels praktischer Erfahrung mit Ihnen nicht auf Augenhöhe diskutieren. Mein um 11 Jähre älterer Bruder studierte Pädagogik und Psychologie und machte mit mir ca. 1958 einen solchen Test, in dem ich nicht optimal abschloss. Kurz darauf war, noch ohne "Gender"-Kompetenzen, Aufnahmeprüfung ins Progymnasium mit Mathematik, Rechtschreibediktat und deutschem Aufsatz, der nach Darstellung, Schönschreiben, Orthographie, Gedankenentwicklung und Inhalt bewertet wurde. Ich war im 1. Rang von 156 Kandidaten. Es gab mir aber immer zu denken, dass ich im Intelligenztest, der nie bekannt wurde und nichts mit der Prüfung zu tun hatte, schlechter war. Nach Ihren Ausführungen gibt es mir noch viel mehr zu denken.

Als Lehrer hatte ich immer wieder mal mit Schülern zu tun, die von Schulpsychologen als "hochbegabt" zertifiziert waren. Wegen ihrer hohen Intelligenz waren einige von ihnen besonders illiterat und geistig desinteressiert, wenigstens vorübergehend, sie lasen im Gegensatz zu anderen verkannten Genies von früher auch privat fast nie Buch. Einer musste gar die Klasse repetieren. Das mit den hochbegabten Sprösslingen ist heute ein Elternsyndrom, nicht wenigen Eltern historischer Genies ist es nicht in diesem Ausmass aufgefallen.
Gaanz schlächter Schlächtmensch
07. August 2015 11:44
Zum Thema Genetik des IQ gibt es eine neue, im Jahr 2014 veröffentlichte wissenschaftliche Studie, die möglicherweise bahnbrechend werden könnte:

https://drive.google.com/file/d/0B3c4TxciNeJZcHg4ek9nWDZGcWs/view?pli=1

Ich zitiere aus dem Titel: "DUF1220 copy number is linearly associated with increased cognitive function..."

Auf gut Deutsch: Je mehr Kopien von DUF1220 man hat, desto schlauer ist man.

Da Gene auf jeden Fall angeboren sind, ist davon auszugehen, dass es sich um mehr als eine blosse Korrelation handelt. Ausserdem ist DUF1220 "rein zufällig" dasjenige Gen, wo Menschenaffen und Menschen sich am meisten voneinander unterscheiden... - Das war auch der Grund, warum man sich DUF1220 überhaupt angeguckt hat.

Nun hat die Wissenschaft schon länger zähneknirschend eingestanden, dass Intelligenz eine starke erbliche Komponente hat. Die vorherrschende These war jedoch immer, dass es sich um eine ganze Skala von Faktoren handelt, deren Zusammenspiel zu komplex sei, um daraus irgendwelche soziologischen Folgerungen ableiten zu können.

Die Studie könnte ein wesentlicher Anstoss sein, der dieses Gedankengebäude zum Einsturz bringt. Denn wenn Intelligenz im Wesentlichen von einem einfachen genetischen Faktor abhängt, wie dem der Anzahl der Kopien von DUF1220, dann lassen sich sehr wohl soziologische Hypothesen aufstellen.

Wie zum Beispiel die, dass Afrikaner im Durchschnitt eine niedrige Anzhal von DUF1220-Kopien in sich tragen, und es deshalb hoffnungslos ist, sich von einer unkontrollierten Einwanderung von Afrikanern einen Beitrag für unsere Kultur und Volkswirtschaft erwarten zu wollen.

Dazu muss man nur die Rolle von DUF1220 durch weitere Studien bestätigen, genetische Kofaktoren, die es zweifellos gibt, festnageln und entsprechende statistische Unteruchungen der Genetik von verschiedenen Rassen, sorry, Populationen durchführen :-). Wenn das durchschnittliche genetische IQ-Profil eines Afrikaners dann tatsächlich einen niedrigeren IQ-Erwartungswert als bei einem Europåer ergibt, dann befindet sich die Debatte plötzlich in einem ganz anderen Fahrwasser.

Die Frage ist natürlich, ob das politische Establishment jemals solche Untersuchungen zulassen wird. Andererseits ist es sehr bemerkenswert, dass die - recht aufwendige - DUF1220-Studie überhaupt durchgefüḧrt werden konnte. Vielleicht ist die Forschungslandschaft also durchlässiger als gedacht. Abgesehen davon, dürfte es kommerzielle Anwendungen geben: Eltern, die sich auf DUF1220 (plus Kofaktoren) testen lassen, um den voraussichtlichen IQ ihres Nachwuchses zu bestimmen; ode Eltern, die im Reagenzglas gezeugte Embryonen auf DUF1220 (ebenfalls plus Kofaktoren) testen lassen, um zu entscheiden, welcher ausgetragen werden soll. Das mag sich alles schlimm anhören aber Geschäft ist Geschäft und als Seiteneffekt werden sich dann Erkenntnisse über das genetische IQ-Profil verschiedener Rassen ergeben, ob's der Politik passt oder nicht. Und wenn sie es im Westen auch unterdrücken mögen, die Chinesen und Russen werden sich die Profitmöglichkeiten sicher nicht entgehen lassen.
Bran
07. August 2015 11:52
Das kritische Weisssein ist ja in sich zutiefst rassistisch, so wie der gesamte Antirassismuskomplex ohnehin gut ohne "anti" auskäme. Dies nicht nur, weil die Weissen aufgrund ihrer Eigenschaften gehasst werden, sondern auch, weil daneben die unerträglich paternalistishe Haltung von Sklavenhaltern und Kolonisatoren weitergeführt wird.
Ein kritischer Weisser sieht ja jeden Urwaldneger, jeden Amazonasindianer und jeden Kopfjäger aus Papua als hilfsbedürftiges, vollkommen hirnloses kleines Kuschelobjekt, das von einem aufrechten, kritischen Weissen gerettet werden muss, am besten mittels Verschiffung in unsere unbereicherten Gefilde.
Kritische Weisse behaupten dann ja gerne, dass sie die Multikulturalität lieben, aber ein paar Minuten später erklären sie dann, dass unsere Lebensart ja bislang alle Einwanderer eingegliedert hätte (sie nennen dann in der Schweiz gerne die Italiener oder Deutsche oder ähnlich schwachsinnige Beispiele, die ja sehr viel mit dem Kopfjäger aus Papua zu tun haben...so rein kulturell), was davon spricht, dass sie tief im Inneren die Überzeugung hegen, dass unsere Kultur im Grunde ohnehin allen anderen überlegen ist und dass noch jeder Muselman versteckt in seinem Inneren einen konsumfreudigen, hedonistischen, alles relativierenden Atheisten mit sich spazieren trägt.
Sie können sich schlichtweg nicht vorstellen, dass Menschen aus anderen Kulturkreisen oder von anderem ehnischen Hintergrund ihre Lebensart durchaus schätzen und daran festhalten möchten und dafür z.B. in Afrika auch in Kauf nehmen, dass dadurch Kinder an Hunger, Durst oder einfach kollektive Blödheit sterben. Das Einzige, was sie uns neiden und auch gerne hätten, ist der ungebremste und geistlose Konsum.
In diesem Sinne ist der kritische Weisse ein grösserer Rassist als ich, der ich dazu in der Lage bin und die Anderen auch als Gegner und Feinde wahrnehmen kann und ihnen somit zugestehe, gefährlich zu sein. Diese Gefährlichkeitszuschreibung ist in sich eine Art, Achtung vor dem Anderen und seinen Fähigkeiten auszudrücken. Feinde behandelt man wie Ebenbürtige (ausser dass man ihnen nicht die selben Rechte zugesteht, weil sie ja eben Feinde sind) und nicht wie behinderte Kinder.
Nordlaender
07. August 2015 12:59
@ Meier Pirmin

"Das „scheint“ betr. Vonderach war nicht abwertend gemeint. Im Gegensatz zu Werken von Habermas habe ich von ihm noch kein Buch gelesen"

Ist doch selbstverständlich. Wann immer jemandem etwas zunächst einmal nur scheint, impliziert das doch, daß ihm noch keine größere Summe von Eindrücken vorlegen kann, um eine Auf- oder Abwertung abgeben zu wollen.

Michael Klonovsky sprach sich gegenüber Habermas anerkennend aus, was dessen Erfolg anbelangt, er sei bereits in alle möglichen Sprachen übersetzt worden. Bedauerlicherweise nur noch nicht in die unsrige, die deutsche. Habe mich mit seiner "Theorie des kommunikativen Handelns" befaßt. Wenn man das geleistet hat, hat man sich Entspannung mit Habermaskritik von Odo Marquard oder auch diesen Strauß redlich verdient:

"Dürfte ich das Unwort des Zeitalters bestimmen, so käme nur eines infrage: kommunizieren. Ein Autor kommuniziert nicht mit seinem Leser. Er sucht ihn zu verführen, zu amüsieren, zu provozieren, zu beleben. Welch ein Reichtum an (noch lebendigen) inneren Bewegungen und entsprechenden Ausdrücken verschlingt solch ein brutales Müllschluckerwort! Mann und Frau kommunizieren nicht miteinander. Die vielfältigen Rätsel, die sie einander aufgeben, fänden ihre schalste Lösung, sobald dieser nichtige Begriff zwischen sie tritt. Ein Katholik, der meint, er kommuniziere mit Gott, gehört auf der Stelle exkommuniziert. Zu Gott betet man, und man unterhält nicht, sondern empfängt die Heilige Kommunion.
All unsere glücklichen und vergeblichen Versuche, uns mit der Welt zu verständigen, uns zu berühren und zu beeinflussen, die ganze Artenvielfalt unserer Regungen und Absichten fallen der Ödnis und Monotonie eines soziotechnischen Kurzbegriffs zum Opfer. Damit leisten wir dem Nichtssagenden Vorschub, as unsere Sprache mit großen Appetit auffrißt."

Der Untenstehende auf Zehenspitzen, Seite 41
Nordlaender
07. August 2015 13:15
@ Meier Pirmin

"Es gab mir aber immer zu denken, dass ich im Intelligenztest, der nie bekannt wurde und nichts mit der Prüfung zu tun hatte, schlechter war. Nach Ihren Ausführungen gibt es mir noch viel mehr zu denken."

Eine Gabe wie z.B. ein überdurchschnittlicher IQ ist keine hinreichende Bedingung dafür, daß ein bestimmtes Ziel erreicht werden kann. Ein solcher IQ ist aber notwendig, um ein Physikstudium absolvieren zu können. Ist dieser IQ nicht gegeben, wäre es ratsam, ein Fach in Richtung Kulturmarxismus zu belegen. Der Unterschied zwischen signifikanter Korrelation und Kausalität darf nicht außeracht gelassen werden. Da wird der geborene Siegfried und Athlet zum müden Träumer auf dem plüschigen Canapé, während derweil der zarte leptosome Spachtel immer zäher wird und sich doch recht wacker schlägt beim Lauf auf der Aschenbahn.

"Als Lehrer hatte ich immer wieder mal mit Schülern zu tun, die von Schulpsychologen als „hochbegabt“ zertifiziert waren. Wegen ihrer hohen Intelligenz waren einige von ihnen besonders illiterat und geistig desinteressiert, wenigstens vorübergehend, sie lasen im Gegensatz zu anderen verkannten Genies von früher auch privat fast nie Buch."

Wenn tatsächlich eine hohe Intelligenz vorliegt, dann muß unbedingt diskriminiert werden zwischen Potential und dem Gebrauchmachen eines Potentiales. Ohne Letzteres können beeindruckende Ergebnisse nicht erzielt werden.
Andreas Vonderach
07. August 2015 13:44
Ich glaube, ich muß mal was zur Ehrenrettung der IQ-Tests sagen: die heutigen Intelligenztests sind kulturneutral und fragen kein Wissen oder erlernte Fertigkeiten ab, sondern nur die voraussetzungslose Fähigkeit zum logischen Denken, z.B. Objekte nach ihrer Form sortieren, Zahlenreihen fortsetzen usw.

Natürlich gehört zur Urteilsfähigkeit noch mehr als Intelligenz, etwa Erfahrung und Bildung. Den höchsten IQ haben bei uns wahrscheinlich irgendwelche 18jährigen Computerfreaks, denen man sicher nicht viel Urteilsfähigkeit zubilligen kann. Ganz ohne Intelligenz geht es aber auch nicht.

Die Schwarzafrikaner bewegen sich mit ihrem IQ noch unter unseren Hauptschülern. Versuche in Amerika mit jahrelanger intensiver Förderung von Schwarzen haben nur einen sehr geringen Anstieg des IQ um wenige Punkte bewirkt, der nach wenigen Jahren wieder verloren ging.

@Blomqvist

Danke für den interessanten Hinweis auf die Igbo.
Nordlaender
07. August 2015 13:51
@ Arminius Arndt

"Die Diskussion ist, wie immer, sehr interessant. In der aktuellen Lage ist es aber völlig unerheblich, ob schwarze einen höheren oder niedrigeren IQ, einen längeren oder kürzeren etc. haben oder nicht."

Mann, Mann, Mann ... jetzt hatten Sie mich schon fast überzeugt, nach ziemlich langer Pause mich mal wieder dem Studium der Werke von Freud zu widmen. Jetzt mag ich aber doch nicht mehr.

"Ein IQ-Test offenbart auch zumeist mehr den IQ des Erstellers als des Getesteten … müßig, also."

Etwa so, wie ein Urteil eines Richters viel mehr über dessen subjektive Auffassung von Handlungsethik mitteilt, als irgendetwas über den vermeintlichen Spitzbuben, der ihm zugeführt wurde.
Denn sowohl Handlungsethik als auch Intelligenz kann immer nur ein gesellschaftliches Konstrukt einer Clique einiger weniger Subjekte sein, absolute Maßstäbe kann es nicht geben.

"Aber das sind nur Seitenthemen"

Für die NWO nicht. Es liegt ein Plan vor, siehe Coudenhove-Kalergi, siehe Thomas Barnett, denn Durchschnitts-IQ des Zukunftseuropäers gezielt herabzusetzen.

Für mich als Gegner des Verfassungspatriotismus spielt der niedrige Durchschnitts-IQ der Schwarzen keine Rolle. Ich wäre genauso radikal dagegen, wenn der Standort Deutschland mit Menschenmaterial aus Fernost bestückt würde (in der Zahl von zig Millionen), das uns an Intelligenz eher überlegen ist.
Siggi
07. August 2015 13:54
"Ungeschminkt" – Elvira spricht Klartext http://bit.ly/1HtKezj.
Und zeigt, daß sie IM Erika um Verstand und Mumm haushoch überlegen ist.
Während Merkel studenlang gähnende Leere paraphrasiert, besitzt Elvira
hohen Unterhaltungsfaktor aus dem einen Grund: Sie sagt, was Sache ist.
CCCED
07. August 2015 14:02
Es kann nicht schaden, harte Fakten zur Kenntnis zu nehmen. Dazu gehören die Schlussfolgerungen dieses Werkes:

The Bell Curve.

Die Autoren weisen anhand über Jahrzehnte in den USA systematisch durchgeführter IQ-Tests folgendes nach:

- Der IQ der weißen Bevölkerung ist signifikant höher als der IQ der schwarzen Bevölkerung der USA

- Dieser Unterschied besteht auch in den folgenden Generationen

- Der unterschiedliche IQ korreliert mit unterschiedlichem Einkommen, sozialem Status, Anzahl der unehelichen Kinder u.a.

- der unterschiedliche IQ bleibt unverändert, selbst wenn sich Einkommen und sozialer Status der Individuen ändert. Der IQ ist also nicht durch Zugang zu Erziehungs- und Ausbildungsressourcen, also nicht durch die Umwelt bedingt, sondern er wird vererbt.

Mit freundlichen Grüßen, CCCED
Meier Pirmin
07. August 2015 14:32
@Nordländer. Habe an Ihren letzten Ausführungen weiter nichts zu motzen.

Bei einigen neueren Geschichtsprofessoren, in Deutschland und in Zürich, lief es nicht nur gelegentlich auf den von Ihnen kritisierten Kulturmarxismus hinaus. Das genügt für das Fach Geschichte natürlich nicht. Für meine 480-Seiten Biographie eines Thermometerbauers war zwischen der Lehre über die Wärme bei den Alchemisten, bei Newton und in der neueren Physik zu unterscheiden, wobei mir auffiel, dass Physiker von heute bei den Alchemisten oft nur Unsinn sehen, weil sie die Voraussetzungen nicht kennen. Solche Urteile waren/sind dann auch nicht nur Ausdruck von Hochintelligenz.


Der Wissenschaftshistoriker sollte aber sowohl in alte Systeme sich einfühlen können und sich allenfalls gleichzeitig den 2. Hauptsatz der Thermodynamik erklären lassen. Es braucht dazu unterschiedliche Begabungen.


Es braucht auch mehr als ein abgeschlossenes Physikstudium, um zu sehen, dass Goethes Farbenlehre sogar erkenntnistheoretisch nicht nur Unsinn ist. Hat natürlich nichts mit Kulturmarxismus zu tun.


Nicht nur zum Verständnis von Goethes naturphilosophischem Denken braucht es beispielsweise eine methodische Schulung in Phänomenlogie. Der linke Sartre und der bedingt rechte Heidegger beherrschten beide die phänomenologische Methode beeindruckend. Für 85% der heutigen Gymnasialschüler ist sowas fast so ausgeschlossen wie ein Studium in theoretischer Physik.


Noch weniger verstehen nach meiner Erfahrung die transzententale Erkenntnistheorie von Kant oder "Logik der Forschung von Popper" oder gar Quine.


Ferner gibt es als Lehrer brauchbare Mathematiker, die sich keine Rechenschaft darüber ablegen, unter welchen Bedingungen mathematische Sätze wahr oder falsch sein können. Das ist für herkömmliche Abituraufgaben ohne Relevanz.


Auch aus diesem Grunde kritisierte Heidegger nicht nur an den Mathematikern und an den Physikern: "Die Wissenschaft denkt nicht." Gemeint war nicht der mangelnde IQ Ihrer Physiker, Herr "Nordländer", sondern: Die Wissenschaft denkt nicht, weil sie nur "arbeitet". Arbeiten war bei Heidegger im Sinn von Jüngers Begriff "Der Arbeiter" gemeint, was bekanntlich primär den Ingenieur meint, den Techniker, allenfalls den Sozial-Ingenieur.


Die Kenntnis von Hintergründen ist nicht eine Frage der Intelligenz, eher schon der Bildung. Diese hängt im besten Sinne mit dem von Ihnen genannten "Gebrauchmachen eines Potentiales" zusammen. Wer sich theoretisches Denken zur Grundlage seiner Lebensarbeit gemacht hat, wird herkömmlicherweise als Intellektueller bezeichnet.
Meier Pirmin
07. August 2015 14:53
@Bran. So weit Sie sich in die Freund-Feind-Ideologie verrennen, die ich von Carl Schmitt her im Unterricht jeweils als konstitutiv für das Wesen der Ideologie erklärt habe, läuft die Diskussion ideologisch. Auch die sogenannten "Seitenthemen" mit den "dummen" Schwarzen und den IQ-starken Asiaten sind nicht mein Ding, selbst wenn der Unterschied dieser beiden Gruppen in der Schmittschen Qualifizierung keine Rolle spielen soll. Hingegen scheint es mir richtig, dass der sogenannte Verfassungspatriotismus für die Identität eines Landes und Volkes nicht genügt. Hier aber eine brauchbare Alternative aufzubauen, bedarf noch bedeutender geistiger Anstrengungen.
Arminius Arndt
07. August 2015 15:06
@Nordlaender,

vergessen Sie Reich bitte nicht! Er ist in Bezug auf die Libido-Theorie eindeutiger (Orgasmustheorie), wenn man auf die Ursachen derartiger Denke kommen will ...

Im Übrigen halte ich das IQ Thema bei der aktuellen Lage nach wie vor für in der Tat zweitrangig, obgleich Ihre Sätze

Eine Gabe wie z.B. ein überdurchschnittlicher IQ ist keine hinreichende Bedingung dafür, daß ein bestimmtes Ziel erreicht werden kann. Ein solcher IQ ist aber notwendig, um ein Physikstudium absolvieren zu können. Ist dieser IQ nicht gegeben, wäre es ratsam, ein Fach in Richtung Kulturmarxismus zu belegen.


sehr treffend formuliert sind und ggf. noch mehr aphoristisch verdichtet werden sollten - Chapeau für diese Ausführung auf jeden Fall jetzt schon einmal (auch wenn Sie den IQ damit quasi durch mathematische und physikalische Befähigungen definieren und damit - Achtung Ironie! - all die anderen, wichtigen gesellschaftlichen Befähigungen ausblenden).
Nordlaender
07. August 2015 15:18
@ Meier Pirmin

"Die Kenntnis von Hintergründen ist nicht eine Frage der Intelligenz, eher schon der Bildung."

Aber sicher ist sie das. Intelligenz ist für den Erwerb solcher Kenntnisse eine notwendige Bedingung. Intelligenz ist für die Aneignung von Bildung eine notwendige Bedingung.

"Diese hängt im besten Sinne mit dem von Ihnen genannten „Gebrauchmachen eines Potentiales“ zusammen."

Ja. Dem Gebrauchmachen des Potentiales der Intelligenz.

"Die Intellektuellen,
Die hören gerne Blues.
Bei denen tanzen die Forellen
im hausgemachten Apfelmus."

Stefan Sulke, Liedermacher ("Uschi, mach' kein Quatsch")
Der Gutmensch
07. August 2015 15:18
Lieber Leute,

ich meine, es muss schnell gehen, wenn man die Schlagworte der Wahnsinnigen entlarven will. Nicht, dass man die Wahnsinnigen selber bekehren könnte. Aber lediglich induzierten Wahn (bei jungen Leuten) kann man noch entgegentreten, wenn man die Kapazitäten des jungen Zuhörers nicht überstrapaziert:

- Der Vorwurf des Eurozentrismus ist nur eine Ausrede dafür, sich das anstrengende Quellenstudium zu sparen und stattdessen die Quellenlage insgesamt zu diffamieren.

- Es ist unwissenschaftlich, eine These über einen afrikanischen/islamischen Einfluss auf die Antike aufzustellen, ohne über hinreichende Indizien zu verfügen.

-Religion, Kunst und Wissenschaft sind menschliche Mittel, sich die Welt zu erschließen, die man eben vorfindet. Ohne Herausforderung gibt es keine Kunst.

- Und wie der liebe Herr Vonderach so schön (aber viel zu zaghaft!) feststellt: Die europäischen Kolonisatoren störten die Afrikaner nicht etwa beim Aufbau ihrer Universitäten. Sie trafen sie vielmehr in einer Entwicklungsphase an, die mit Verhältnissen korrespondiert, wie wir sie in Europa mit Ende der Steinzeit hinter uns gelassen hatten.

Zugunsten von Meier Pirmin muss ich ein Autoritätsargument schwingen: Hat nicht auch Euer Dr. Dr. von Waldstein die „technische Intelligenz“ bei im übrigen unzureichenden Politikern beklagt (krieg das Zitat jetzt nicht mehr zusammen; war auch nicht seine Idee, sondern Jüngers oder so)?

OHNE technische Intelligenz, wie man sie in IQ-Tests gut erfassen kann, ist es natürlich insgesamt Essig. Aber woran dieses Land vorrangig krankt, ist die Frage der BEWERTUNG der Fakten. Wie Herr M.L. so schön sagen würde: „Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall...“ Wenns so weitergeht, wird aber zweifellos auch von unserer technischen Intelligenz nicht mehr viel übrig bleiben.

Eurer Gutmensch.
Waldgänger
07. August 2015 15:25
Interessanter Artikel und ebensolcher Gedankenaustausch.
Danke!

Nur eine kleine Anmerkung zur unterschiedlichen Entwicklung der Völkerschaften in den verschiedenen Teilen der Erde.

Mir scheint, dass die Gestalt und Ausprägung der physisch-geographischen Umwelt hier seit jeher der entscheidende Punkt ist.

- die Art und Wirksamkeit des Klimas,

- die Art der von Klima und Böden ermöglichten Nutzung des Landes (also z.B. Weidewirtschaft, Ackerbau, die Menge des jeweiligen Ertrags in Relation zum Arbeitsaufwand),

- die Kleinteiligkeit oder Weite des Raumes,

- der Wechsel oder die Gleichförmigkeit der Verhältnisse,

- die Art und Intensität der Bedrohung durch geographische Phänomene, Tiere oder menschliche Gegner.


In neuerer Zeit hat besonders Jared Diamond auf diese Dinge hingewiesen, ein anderer Leser hat ihn hier auch schon erwähnt.

So gesehen sind natürlich bestimmte Regionen der Erde nicht gerade als Gunstregionen für die Ausbildung höherer Kulturformen zu betrachten, z.B. Australien, altweltlicher Trockengürtel, tropischer Regenwald, subpolare Regionen.


Genetische Unterschiede spielen sicherlich auch eine Rolle, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, dass sich mit der Zeit die geographische Begünstigung/Benachteiligung bestimmter Merkmale und Verhaltensweisen auch in denen Genen manifestiert.

***

Über den antiweißen Rassismus einiger (linker) Spinner ein Wort zu verlieren ist mir die Zeit zu wertvoll.
Langer
07. August 2015 15:33
- weil sich das Zebra nicht domestizieren ließ, die eurasischen Pferdearten aber schon.


Falsch. Weil man sich aufmachte, die eurasischen Pferdearten zu domestizieren, aber nicht die Zebras.

Umgekehrt: Das europaeische Pferd war einst noch wilder als alles Zebra je sein koennte!
Meier Pirmin
07. August 2015 15:44
@Vonderach. Wenn 18jährige Computerfreaks den höchsten IQ haben, zeigt dies, dass die kulturellen Voraussetzungen, Geübtsein dank Bildung, hier doch mitspielen könnten. Hingegen stimme ich mit Ihnen überein, dass man für vernünftige Wertungen offenbar den Faktor "Bildung" mitgewichten sollte, was in diesem Fall offenbar dem Computerfreak beim Test zu nützen scheint.


@Nordländer. Vonderach. Wenn Sie sich mit angewandten IQ-Theorien auf völlig vermintem Gelände wirklich unmöglich machen wollen, befassen Sie sich mal, ich stellte die Sache in meiner Paracelsus-Biographie dar, mit dem russischen Macho Karpow, Schachweltmeister. Dieser schloss nicht die Gefährlichkeit des Computers für einen Schachweltmeister aus, auch nicht einen Schwarzen, aber "für alle Zeiten", dass je eine Frau Schachweltmeisterin aller Klassen werden könne.


Immerhin schloss Theophrastus Paracelsus (1493 - 1541), der von Erwin G. Kolbenheyer wieder berühmt gemachte Alchemist und revolutionäre "teutsche Arzt", eben dies nicht aus: Eine Nymphe, an deren Existenzmöglichkeit er festhielt, erkenne man daran, dass man beim Brettspiel gegen sie ständig verliere. Dies deutete ich 1993 als utopische Option, eines Tages könne doch mal eine Frau Schachweltmeisterin werden.


Trotzdem tat mir das Interesse für weibliche Genialität, die ich nie ausgeschlossen habe, nicht gut. Wegen einer missverständlichen und in der Presse falsch zitierten Äusserung am 2. Antifeminismuskongress in Winterthur wurde ich als Schweizer Lehrerfortbildner für Sommerkurs-Tätigkeit nicht weiterbeschäftigt, weil Verletzung der Satzungen betr. die Gleichberechtigung der Geschlechter.
Meier Pirmin
07. August 2015 15:58
@Gutmensch. Was heisst da schon "afrikanisch-islamischer Einfluss auf die Antike", wenn schon der heilige Prophet Muhammad erst im 6. Jahrhundert lebte?

Als intelligente Afrikaner galten in der Antike die Karthager, die aber Phönizier waren, und als bedeutendster altafrikanischer Intellektueller Augustinus, ein Niveau, das im Islam bestenfalls etwa dreimal erreicht wurde, u.a. Averroes/Avicenna, jedoch ohne dessen wesentliche Entdeckung, die Subjektivität, was wiederum ohne christliche Gewissenserforschung nicht möglich gewesen wäre. Der Afrikaner Augustinus wurde, allerdings selten, als "Mohr" dargestellt. Vom Erscheinungsbild her entsprach er wohl mehr oder weniger einem modernen Algerier oder Tunesier, ohne meines Wissens bisher von einem solchen intellektuell übertroffen worden zu sein. Aus meiner Sicht war Augustinus, fast noch ausgeprägter als der Jude Paulus, der erste christliche Intellektuelle von wirklichem Weltformat. Einen Spezialfall dieser Sorte stellt noch der von Kaltenbrunner tausendseitig biographierte Dionysios Areopagita dar. Von ihm wissen wir "alles" über die Hierarchie der neun Chöre der Engel im Himmel. So was kann nur einem Intellektuellen einfallen.
Nordlaender
07. August 2015 16:37
@ Meier Pirmin

"Wenn Sie sich mit angewandten IQ-Theorien auf völlig vermintem Gelände wirklich unmöglich machen wollen, befassen Sie sich mal, ich stellte die Sache in meiner Paracelsus-Biographie dar, mit dem russischen Macho Karpow, Schachweltmeister. Dieser schloss nicht die Gefährlichkeit des Computers für einen Schachweltmeister aus, auch nicht einen Schwarzen, aber „für alle Zeiten“, dass je eine Frau Schachweltmeisterin aller Klassen werden könne."

Sie können sich noch so anstrengen mit Ihrer Leugnung, daß Intelligenz eine notwendige Bedingung ist, bestimmte Ergebnisse überhaupt erzielen zu können. Ich hege mittlerweile ernsthafte Zweifel, ob Sie solche logischen Grundlagen eines Diskurses, wie die Unterscheidung zwischen notwendiger und hinreichender Bedingung, überhaupt zur Kenntnis nehmen bereit sind.

Nein, ich beabsichtige nicht, mich allgemein mit meinen Betrachtungen zur Bedeutung der Intelligenz unmöglich zu machen. Und Karpow schlösse ich mich schon gar nicht an. Die Glockenkurve der Verteilung des IQ-Quotienten bei der Frau ist steiler, extreme Werte, hoch wie auch niedrig, sind unwahrscheinlicher als beim Mann. Aber Ausreißer sind nicht auszuschließen. Mit einer solchen Wette wäre ich daher vorsichtig.

"Wegen einer missverständlichen und in der Presse falsch zitierten Äusserung am 2. Antifeminismuskongress in Winterthur wurde ich als Schweizer Lehrerfortbildner für Sommerkurs-Tätigkeit nicht weiterbeschäftigt, weil Verletzung der Satzungen betr. die Gleichberechtigung der Geschlechter."

Bei Ihrer Begabung, je nach Bedarf unbegrenzt zu relativieren, ist es bedauerlich, daß es ausgerechnet Sie erwischt hat:

"Es gibt Gründe, alle Schemata in Frage zu stellen, vgl. die gerechte Aufgabe für einen Elefanten, einen Esel, einen Affen, eine Katze, ein Huhn, ein Känguru, einen Frosch und eine Schlange: Klettern Sie alle auf einen Baum!" (vorangegangener Kommentar)

Ich bin verwundert, daß Sie, bei Ihrer Fähigkeit, lange Ketten von Namen in das Spiel zu bringen, in diesem Falle die Gedankenpolizei nicht ausreichend tranquilieren konnten.
Nordlaender
07. August 2015 16:53
@ Arminius Arndt

"vergessen Sie Reich bitte nicht! Er ist in Bezug auf die Libido-Theorie eindeutiger (Orgasmustheorie), wenn man auf die Ursachen derartiger Denke kommen will …"

Meine, daß Sie das erst kürzlich erwähnt haben, Herr Arndt. Aber schön, doppelt genäht hält besser, gell?

"Chapeau für diese Ausführung auf jeden Fall jetzt schon einmal (auch wenn Sie den IQ damit quasi durch mathematische und physikalische Befähigungen definieren und damit – Achtung Ironie! – all die anderen, wichtigen gesellschaftlichen Befähigungen ausblenden)."
Werter Humorist, weder definiere ich den IQ dadurch noch definiere ich den IQ dadurch quasi. Eine wichtige Komponente des Intelligenzprofils ist die Memorierfähigkeit. Sehr lesenswert immer wieder Otto Weiningers "Geschlecht und Charakter", der diese Komponente sogar für die zentrale gehalten hat. Eine andere Komponente ist die Konzentrationsfähigkeit, räumliches Denken, sprachliche Fähigkeiten kommen hinzu.

Ist Ihnen der induktive (Fehl-)Schluß bekannt? Jemand erzählt begeistert von seinen beruflichen Erfolgen. Sein Gegenüber: "Du arbeitest und schläfst nur." Eine peinlich dumme Antwort. Der gute Mann verbringt jede Woche nach Feierabend Stunden auf dem Tennisplatz, pflegt mit Hingabe seinen Garten. Er hat es seinem Gegenüber nur (noch) nicht mitgeteilt.

Wären Sie in der Lage, die Bedeutung von "notwendiger Bedingung" zu verstehen - unter Heranziehung von Nachschlagewerken könnten Sie sich das erarbeiten - wäre Ihre Anmerkung zu anderen Befähigungen nicht nötig gewesen.

(Wo bleibt der auf-RECHTE Stil, Herr Arndt? Verstehen Sie es bitte richtig, ich gestatte mir nur einen Scherz am Rande: Man kann sich auch von Klammern lösen, einfach mal stehen zu seinen Aussagen.)
Coon
07. August 2015 17:26
Der IQ korreliert durchaus positiv mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Die Relevanz dieser Information ist unbestritten und die Information selbst ist für die Öffentlichkeit in vielen Medien und Foren einsehbar:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gunnar_heinsohn_strategie_gegen_deutschlands_demographischen_und_paedagogis/
https://blog.malik-management.com/brainpower-und-zukunftsfaehigkeit/

Im Zuge der Sarazzin-Debatte wurde ja per ordre de Sigmar Gabriel verfügt, dass genetische Faktoren bzw. Vererbung zur Intelligenz einer Person zwar beitragen, aber auf keinen Fall mehr als 50%. Das Thema ist somit politisch entschärft und für die Entscheidungsträger der Politik nicht relevant. Ende der Diskussion. Auch wenn der aktuelle Stand wissenschaftlicher Überlegungen auch weit höhere Zahlen nennt:

http://www.independent.co.uk/news/science/has-genetics-won-the-iq-debate-1575770.html

Out-of-Africa? Hat jemand die Mumien gebleicht:

https://westhunt.wordpress.com/2015/05/29/out-of-africa/

Die kritische Weisseinsforschung ist das Ergebnis einer schweren psychischen Störung. Da hilft die Metapolitik nicht weiter. Rechthaben allein hat noch niemandem genützt.
Aristoteles
07. August 2015 17:35
Die Pointe "Die Alma Mater ist zur billigen Hure verkommen"
finde ich absolut knackig.
Bran
07. August 2015 17:49
@Meier Pirmin: Als Landsmann geniessen Sie gewisse Sympathien meinerseits und ich möchte Ihnen nicht absprechen hochgebildet bis zur Unverständlichkeit zu sein.
Aber:
1. Sämtliche Diskussionen in dieser Hinsicht sind natürlicherweise ideologisch, angefangen bei dem ganzen Out-of-Africa-Rummel.
2. Freund und Feind sind elementare Begriffe der menschlichen Existenz. Wer dies nicht erkennt, kann seine Überlebensfähigkeit ob mit Verfassungs- oder sonstigem Patriotismus im Kamin beim Brennen beobachten.
3. Was wollen Sie denn genau sagen? Worauf wollen Sie hinaus? Wollen Sie überleben? Das Überleben unserer Kinder und Kindeskinder, den Erhalt der Werke unserer Ahnen?
4. Falls Freund-und-Feind-Denken wirklich gänzlich aus Ihrer Vorstellungswelt verschwunden ist und Sie glauben, dass all die netten Mohren, die gerade in unsere Länder strömen, einfach nur Freunde sind, die man noch nicht richtig kennt, rate ich Ihnen ganz dringend, schon einmal Vorlesungen für diese munteren Kerlchen vorzubereiten, in denen Sie z.B. die intellektuellen Unterschiede zwischen Augustinus und Paulus erläutern. Ich bin sicher, das wird ein Gewinn für beide Seiten.
Eveline
07. August 2015 17:56
Bernd Senf; die Lösung der Blockade ist die Lösung....zum Einhören. Denn vielen Deutschen ist diese Denke höchst suspekt
https://www.youtube.com/watch?v=IEpfuGKC_C8

http://bewusst.tv/wetter-machen/

Majid Abdellaziz unterhält sich mit Jo Conrad über die Methoden der Wüstenbegrünung und Energieoptimierung durch Erkenntnisse von Wilhelm Reich, Schauberger und Tesla, die an einigen großen Projekten in Algerien und anderswo interessante Erfolge zeigen.

Wüstenbegrünung mit Hilfe weißer Denke.

Die USA versuchten auch in Algerien eine "Revolution" zu installieren.... aber die Algerier waren so "unlustig" , was Majid Abdellaziz in einem direkten Bezug zum friedensstiftenden blockadefreien Himmel setzte.

Schauberger, Reich, Senf oder Tesla dienten und dienen einer ganzheitlichen Wissenschaft und nicht einer einseitigen Gewinnmaximierung.

Herr Meyer sagt: Die Alma Mater ist zur billigen Hure verkommen.
So ist es und Huren werden irgendwann müde, sie sind dann zum Sterben müde.
Meier Pirmin
07. August 2015 19:12
@Nordländer. Dass Intelligenz eine notwendige Bedingung für Bildung sei, von dieser allein nie vollständig zu kompensieren, habe ich nie bestritten. Ein Standardwerk dazu ist vom Schweizer Jean Piaget: Psychologie der Intelligenz. Er geht von seinem Fach her natürlich etwas weniger wie Sie vom Genetischen und Ethnologischen aus.

PS. Auf Abebooks können Sie Werke von mir, sehr oft vergriffen, günstig zur Lektüre erlangen. Leider ist meine Studie über Fundamentalismus nirgends mehr erhältlich. Sie war jedoch etwas zu islamfreundlich, weil der Linksliberalismus der Gegner war. Den Nationalismus bezeichnete ich in einer Studie über den Schweizer Rechten James Schwarzenbach, die auf www.textatelier.ch abrufbar ist, als untaugliches Konzept, gemeint war damals der Nationalismus als Konzept für die Schweiz. Ein Essay von mir über Rousseau ist in der "Weltwoche" veröffentlicht, im Netz abrufbar.
Der Gutmensch
07. August 2015 19:22
Geschätzter Meier Pirmin,

persönlich zweifle ich wirklich keine Sekunde an der Berechtigung Ihrer Aussagen! Nur sehen Sie - die Spezies der "Gutmenschen" (regelmäßig keine Intellektuellen!) ist beratungsresistent; wäre sie es nicht, stünde unser Land nämlich heute besser da! Was wir also brauchen, sind verbale Dominanzgesten, um den Meschuggenen wieder ihren Platz zuzuweisen und die Diskurshoheit zu erringen. Dem galten meine Beiträge. Aber ich muss gestehen, dass mich das Ergebnis selber kalt erwischt hat.

Viele Grüße,

der Gutmensch.
Nordlaender
07. August 2015 20:10
@ Meier Pirmin

"@Bran. So weit Sie sich in die Freund-Feind-Ideologie verrennen, die ich von Carl Schmitt her im Unterricht jeweils als konstitutiv für das Wesen der Ideologie erklärt habe, läuft die Diskussion ideologisch."

Das ist richtig. Solange einem Ideologen die Teilnahme an einer Diskussion gestattet ist, nimmt diese dadurch nämlich zwangsläufig zumindest partiell einen ideologischen Verlauf. Wann immer gewisse Schwierigkeiten der zwischenmenschlichen Verständigung auftreten, greife ich in die Hausapotheke, denn auf die Mixturen von Dr. Karl Kraus ist bei einem etwaigen Auftreten von Unmut oder Ungeduld immer Verlaß:

„In keiner Sprache kann man sich so schwer verständigen wie in der Sprache."

Über die heute - gefühlt - immer mächtiger werdende Ideologie der Ideologiefeinde (leider, leider auch bei Manfred Kleine-Hartlage, den ich sonst außerordentlich zu schätzen weiß) habe ich mich in einem anderen Strang auf der Sezession mal ausgiebig ausgelassen, vor Monaten, vermag ihn jetzt auf Anhieb leider nicht zu finden.

"Auch die sogenannten „Seitenthemen“ mit den „dummen“ Schwarzen und den IQ-starken Asiaten sind nicht mein Ding"

Von IHNEN, Herr Pirmin Meier, werden die Fragen nach dem Vorhandensein genetischer Unterschiede zwischen Schwarzen und uns Weißen als "Seitenthemen" benannt, die einen Einfluß auf den Intelligenzquotienten haben könnten, als "Seitenthemen". (Warum "benennen" Sie diese nicht als Seitenthemen?). Entsinne mich auch nicht, daß Schwarze hier als "dumm" oder gar als dumm bezeichnet wurden. Beim heiligen Strohmann, irre ich mich, nehme ich gerne alles zurück und behaupte das Gegenteil.
Lexander der Große
07. August 2015 20:34
In meinen Augen ein guter Artikel.

Es muss für den "Normalbürger" ausreichen zu wissen, dass es verschiedene Völker (und Rassen) gibt. Schon dieses "Wissen" ist ja heute verkommen. Man spricht zwar von Völkern, aber nicht in ihrer ursprünglichen Bedeutung.

Wer sich eine biologische Grundlage schaffen will, dem empfehle ich die Bücher Andreas Vonderachs.

Ich finde es auch super, dass er sich in diesen Diskurs mit einschaltet. Fände es noch besser, wenn vielleicht auch Vonderach ab und zu einen Artikel veröffentlichen würde. Oder ist etwa schon ein weiteres Buch geplant?
Nordlaender
07. August 2015 21:11
@ Meier Pirmin

"Dass Intelligenz eine notwendige Bedingung für Bildung sei, von dieser allein nie vollständig zu kompensieren, habe ich nie bestritten."

Sie haben es sich hier gestattet, die Messung von Intelligenz über die IQ-Tests in Zweifel zu ziehen. Und in der Tat erklärten Sie vollkommen richtig, daß ein Elefant nicht so einfach auf einen Baum steigen kann, wie es ein Affe vermag. Biologieleugner und Evolutionslehreverweigerer sollten aber zumindest wissen, daß Schwarzafrikaner der gleichen Art angehören wie wir Weißen, das gilt für Elefanten bzw. Affen keineswegs, für Eskimos, Zigeuner, Weiße, Papuaindianer, Fernasiaten usw. indes sehr wohl.

"PS. Auf Abebooks können Sie Werke von mir, sehr oft vergriffen, günstig zur Lektüre erlangen."

Generell reagiert mein Geschmack negativ, hochverehrter Herr Meier, wenn mir ganz plump nach einer gelungenen musikalischen Aufführung eine Silberscheibe angeboten wird für eine günstigen Preis. Bei ganz außergewöhnlichen Darbietungen ist es aber nicht immer verkehrt mal eine Ausnahme von dieser Regel zu machen.
Meier Pirmin
07. August 2015 21:43
@Nachmeldung. Nordländer, allenfalls Vonderach. Soeben wurde ein zwölfjähriges Romamädchen namens Barr als zwei Punkte klüger als der berühmte Physiker Hawkins bewertet, aufgrund von Intelligenztest, gerühmt mit Schlagzeile "klüger als Einstein". Selbst wenn das Ganze reine Propagada sein dürfte und ein Physiknobelpreis für dieses Kind unwahrscheinlicher sein wird als ein Sechser im Lotto, glaube ich nicht automatisch, dass es sich um einen manipulierten Intelligenztest handeln muss. Ich glaube nicht mal zwingend an einen "Ausschlag noch oben", wie Sie es nennen (bei Frauen), eher sehe ich meine ganz oben geäusserten Zweifel über diese Tests wahrscheinlicher gemacht. Selbverständlich haben Sie die Schwarzen nie als "dumm" bezeichnet, sie kommen bloss extrem schlecht weg in diesem Testsystem.

Zu den inkriminierten Sätzen in meinem feminismuskritischen Vortrag von 2011 gehörte die These, dass die vielfach guten und besseren Noten der Mädchen in der Schule diesen, bezogen auf spätere intellektuelle, technische und rein berufliche Höchstleistungen, in der Regel nichts nützen würden, da die Maximalnote vor allem bedeute, im System der geschützten Werkstatt Schule optimale Einfühlung in die gestellte Aufgabe zu zeigen einschliesslich dessen, was der Lehrer will für die Maximalnote. Je gleicher man denkt wie der Lehrer, desto wahrscheinlicher wird bei korrekter Ausführung die Maximalnote. So ist es in der Mehrheit der Fächer. Genau so funktionierte der Schüler Einstein aber nicht, wiewohl er, entgegen dem Märchen von ihm als schlechter Schüler, am Gymnasium Aarau am Ende Klassenbester war, jedoch mit einer ungenügenden Note in Französisch. Letztere blieb für die Legende vom schlechten Schüler Einstein hängen.
Meier Pirmin
07. August 2015 21:53
PS. @Nordländer. Das Problem ist, dass man meine Publikationen, die am ehesten mit unserer Debatte zusammenhängen, im Buchhandel nicht mehr kriegt. Ich schaffte es immerhin viermal auf die CH-Sachbuchbestenliste, weshalb ich so plumpe Werbung wie Sie glauben tatsächlich nicht machen muss.
Meier Pirmin
07. August 2015 22:20
PS II: Der Physiker, der vom Roma-Mädchen Nicola Barr (12) ins Schwarze Loch, seine Spezialität, gestossen worden ist auf dem Weg des Intelligentests, um 2 Punkte geschlagen, heisst Stephen Hawing.
Meier Pirmin
07. August 2015 22:20
Entschuldigung: Stephen Hawking.
Anon
07. August 2015 22:29
“Als Landsmann geniessen Sie gewisse Sympathien meinerseits und ich möchte Ihnen nicht absprechen hochgebildet bis zur Unverständlichkeit zu sein.”

Schrieb ein Kamerad in einem pheinen Rittersalong, dessen Adresse hier nicht erwähnt werden muß, und allenfalls das Stammesmitglied Karl Kraus könnte es noch besser ausdrücken:

“Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.”

h**ttp://www.sezession.de/50802/out-of-africa-kritische-fragen-an-eine-weisse-welt.html

Arbeite gerade an meinem Werk “Unter Konservativen” und bin sehr glücklich über diesen Fund. Ein konservativer Kulturschaffender aus der Schweiz trifft es voll! Horst Schlämmer (Tarnname “Hape Kerkeling”), ein überaus beliebter Politiker in unserem Volke, könnte es auch nicht besser treffen.

„Es gibt Gründe, alle Schemata in Frage zu stellen, vgl. die gerechte Aufgabe für einen Elefanten, einen Esel, einen Affen, eine Katze, ein Huhn, ein Känguru, einen Frosch und eine Schlange: Klettern Sie alle auf einen Baum!“
(Kommentar zur Hinfälligkeit von vermeintlichen “IQ-Tests” selbsternannter “Wissenschaftler”):

“So weit Sie sich in die Freund-Feind-Ideologie verrennen, die ich von Carl Schmitt her im Unterricht jeweils als konstitutiv für das Wesen der Ideologie erklärt habe, läuft die Diskussion ideologisch.“

Ebenfalls eine geniale Erkenntnis: Wenn ein Ideologe an einem Diskurs teilnimmt, besteht nämlich tatsächlich die Gefahr, daß die Debatte eine ideologischen Verlauf nimmt.

Wie sagte schon Karl Kraus?

„In keiner Sprache kann man sich so schwer verständigen wie in der Sprache.“

Wenn nicht dieser Kulturschaffende, wen bite dann sollte man zum Konservativen des Jahrzehnts ernennen?

Kommentar von Nordlaender — 7. August 2015 @ 22:09
Nordlaender
07. August 2015 22:46
@ Meier Pirmin

"Genau so funktionierte der Schüler Einstein aber nicht, wiewohl er, entgegen dem Märchen von ihm als schlechter Schüler, am Gymnasium Aarau am Ende Klassenbester war"

Wem sagen Sie das, Herr Meier? Bei letztem Umzug nahm eine aktive Biathletin teil, die einem jammernden männlichen Spachtel doch mit dem linken Finger gleich lässig den schweren Fernsehapparat gleich aus der Hand genommen hat. Soviel zu biologistischen Konstrukten.

"Das Problem ist, dass man meine Publikationen, die am ehesten mit unserer Debatte zusammenhängen, im Buchhandel nicht mehr kriegt."

Das ärgert mich jetzt aber sehr, Herr Meier. Da ich lesesüchtig bin, muß ich also wohl oder übel mich zunächst mit einem weiterem Band von Vonderach begnügen: "Völkerpsychologie - Was-uns-unterscheidet", der einem Intellektuellen wie Ihnen genau wie Karl Marx ein Angehöriger Ihrer Gruppe der Intellektuellen zu sein scheint, wobei Sie im Gegensatz zu Marx bei Vonderach ja noch keine verbindliche Wertung abgegeben haben.
Bernhard
07. August 2015 23:07
@ Meier Pirmin

Sie stochern herum, wie im Nebel. Finden Sie zufällig etwas, jauchzen Sie.

Eignen Sie sich doch bitte einmal ein paar Grundlagen aus wissenschaftlichen Werken an. Sonst wird es hier einfach zu banal.

Zum Einstieg empfehle ich von Arthur A. Jensen "Clocking the Mind", wo ausführlich beschrieben wird, wie der IQ wissenschaftlich sauber gemessen werden kann.

Danach empfehle ich von Volkmar Weiss: "Die Intelligenz und ihre Feinde".
Vielleicht auch noch Dieter E. Zimmers "Ist Intelligenz erblich".

Dann haben Sie noch die drei Bücher von Vonderach vor sich.

Erst dann können Sie überhaupt mitreden. Es ist einfach ärgerlich, wenn immer wieder von vorne angefangen werden muß und keinerlei wissenschaftliche Grundlagen vorhanden sind.

Das Roma-Mädchen oder ein x-beliebiger Schwarzer kann natürlich im EINZELFALL sehr intelligent sein. Das ändert aber nichts am Gruppen-IQ.

Hier wurde schon auf die "Bell Curve" hingewiesen. Besonders gut ist dabei die Ergänzung in späteren Auflagen, wo den Kritikern geantwortet wird. Das Buch ist wirklich der Hammer.

Es gibt eine Fülle an Literatur zum Thema. Wenn man diese ignoriert, sollte man lieber schweigen. Es ist einfach ärgerlich, wenn sich niemand die Mühe macht, die einfachsten Grundlagen zu erwerben. Sie müssen eben mal etwas nachholen, das hier leider auch andere nicht haben. Lesen Sie mal Bücher, die wirklich was bringen.
Nordlaender
07. August 2015 23:59
"Albert Einstein hat nach einer Studie (Genetic Studies of Genius, 1926) der amerikanischen Wissenschaftlerin Catharine M. Cox einen geschätzten IQ von 160 bis 180. Diese Werte sagen aber wahrscheinlich wenig über Einsteins IQ aus.
Es ist nicht bekannt, dass Einsteinen einen IQ-Test abgelegt hätte und ohne einen Vergleich, das heißt ohne Ergebnisse von seinen Zeitgenossen, ist es eigentlich unmöglich seinen IQ zu bestimmen, da man diesen nicht aus seinen Werken oder seiner "Biographie" heraus bestimmen kann."

http://iq-test.org/einsteins-iq.php/
Herbert
08. August 2015 01:17
Da Herrnstein und Murray ihre Forschung zum IQ im Zusammenhang mit sozialem Verhalten, Klassenzugehörigkeit etc. unter dem sinnigen Namen „The Bell Curve“ veröffentlichten, würde ich weder eine Frau noch einen Schwarzen als künftigen Schachweltmeister ausschliessen. Allerdings dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass zehnmal in Folge eine Frau oder ein subsaharischer Afrikaner Schachweltmeister wird, gegen Null tendieren.

Genauso wenig ist es unmöglich, dass ein Zigeunermädchen einen IQ von 162 erreichen kann. Die Wahrscheinlichkeit ist einfach kleiner als bei einem südkoreanischen Jungen. Apropos Zigeuner: Man erliege nicht dem Fehlschluss, zu glauben, bei Jenischen in der Schweiz und bei Sinti und Roma handle es sich um dieselbe ethnische Gruppe, nur weil beide im Volksmund als Zigeuner bezeichnet werden und erstere erfolgreich in die Dachorganisation von letzteren aufgenommen wurden.

Aber zurück zum IQ: Ein Durchschnitts IQ von ca. 70 sagt nicht alles über ein Individuum aus der entsprechenden Population aus. Als Mitteleuropäer kann ich sehr wohl auf einen Japaner stossen, der einen tieferen IQ als ich hat, wie ich auch auf einen Schwarzen treffen kann, dessen IQ über dem meinen liegt. Der Durchschnitts IQ eines Landes oder einer ethnischen Gruppe sagt aber viel über die Lebensform einer solchen Einheit aus. Interessanterweise korrelieren diese IQ Werte erstaunlich häufig mit dem Erscheinungsbild einer Gesellschaft. Will heissen: eine Gruppe mit einem tiefen IQ ist in der Regel ärmer, gewalttätiger und weniger technologisch als eine Gruppe mit einem höheren Durschnitts IQ. Da würde man dann doch meinen, dass der IQ eine gewisse Aussagekraft hat.

Weil aber ein hoher IQ, wie in der obigen Diskussion dargelegt, eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für das Schaffen gewisser Lebenssituationen ist (sowohl beim Einzelnen wie auch bei der Gruppe), wäre es töricht, eine bestimmtes Verhalten einer Gruppe und deren kulturellen und wirtschaftlichen Ausstoss nur am IQ aufhängen zu wollen. An dieser Stelle möchte ich auf das oben schon erwähnte Buch von Rushton hinweisen, der glaubhaft und nachvollziehbar dargelegt hat, dass sich die drei menschlichen Grossrassen nicht nur im IQ, sondern auch bei anderen Parametern unterscheiden. Rushtons Theorie fügt sich übrigens nahtlos in die „Out of Africa“ Theorie ein. Dass Europäer bei den betrachteten Merkmalen immer zwischen Negriden und Asiaten liegen, wobei sie näher bei den Asiaten sind, unterstützt die Annahme, dass sich die evolutionären Wege der Asiaten und Europäer wesentlich später trennten, als jene der Afrikaner und nicht Nichtafrikaner.
Nebenbei sei noch angemerkt, dass die „Out of Africa“ Theorie im Zusammenhang mit afrikanischen Wanderungsbewegungen sehr wohl schon als Argument verwendet wurde. Ich habe vor Jahren schon einen Artikel gelesen, dessen Überschrift lautete: Wir sind alle Afrikaner! Die Quintessenz war dann, dass Rassisten doof seien, weil der gemeinsame Ursprung der Menschen Denken in rassischen Kategorien obsolet mache. Wenn man einfach mal kurz 100.000 Jahre Evolution aus der Rechnung streicht, dann geht die Gleichung natürlich auf…

„- weil sich das Zebra nicht domestizieren ließ, die eurasischen Pferdearten aber schon.“

Diese einfache und unkluge Antwort lässt sich sogar mit einer einfachen englischen Suchanfrage bei Google widerlegen. Selbiges gilt scheinbar auch für afrikanische Elefanten. Irgendwie hat man es zumindest in Simbabwe fertig gebracht, dass die Touristen die Landschaft auf dem Rücken eines Afrikanischen Elefanten erkunden können.
Ein Buschmann der ohne Feuerzeug Feuer machen kann, zeugt mMn nicht von anderen Fähigkeiten in dem Sinne, dass es sich hier einfach um eine ebenbürtige Andersartigkeit handelt, sondern von weniger entwickelten Fähigkeiten. Feuer zu machen musste auch Europäern und Asiaten möglich sein, sonst hätten sie im rauen Klima nicht prosperiert. Das mehr an Fähigkeiten der Europäer führte am Ende aber dazu, dass diese Technik überflüssig wurde. Wenn ich eine warme Mahlzeit will, dann drehe ich an meinem Herd am Rädchen. Die Zeit die ich mir mit der Suche nach geeignetem Brennmaterial spare, lese ich auf der SiN.

Versuch einer Antwort auf die vom Autor zuletzt gestellte Frage:
„Wie kommt es, daß nur der weiße Mann (weiße Frauen eingeschlossen) zu einer so kritischen Betrachtung seiner selbst gelangen konnte, daß er sich lieber selbst aus der Welt schaffen würde als auch nur einen Tag länger weiß zu sein?“

Hier besteht wohl ein Zusammenhang zu Pirmin Meiers Beobachtung, dass er öfters wie der weniger gebildete Teil seines Volkes abstimmt.
Je weiter die zivilisatorische und kulturelle Entwicklung einer Gruppe, desto grösser wird scheinbar die Tendenz, alles auf die Kultur zu schieben und man verliert dabei die biologische Komponente aus den Augen, die letztlich die Grundlage bildet. Weil niedere gesellschaftliche Schichten aber eher mit gruppendynamischen Effekten konfrontiert werden, diese Gruppen oftmals ethnisch definiert sind und sie einige Jahre weniger der Indoktrination durch die Gleichheitsfanatiker an Gymnasium und Uni ausgesetzt waren, tendieren sie wohl intuitiv dazu, die evolutionäre Komponente nicht ausser Acht zu lassen. Ironischerweise wären dann diejenigen unter uns, die uns am liebsten abgeschafft sähen, auch die Spitze der Entwicklung. Dumm nur, dass man hier von einer Entwicklung sprechen muss, die in die falsche Richtung gestossen wurde.

Da aber der europäische Mensch zu „kritischer Betrachtung“ fähig ist, zweifle ich nicht an seiner Fähigkeit das Gift zu erkennen, welches ihm verabreicht wurde, um es im Anschluss erfolgreich auszuschwitzen.
Meier Pirmin
08. August 2015 04:12
@zur Freund-Feind-Thematik. Methodisch habe ich keine Probleme mit Carl Schmitt, dass jeder politische Begriff, etwa Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechte usw. nicht im luftleeren Raum steht, sondern als höchst umstrittener Begriff erkämpft werden muss incl. die sog. Diskurshoheit; es ist aber ein Unterschied, die Freund-Feind-Thematik auf diese Weise dialektisch zu sehen oder einen existentiellen persönlichen Feind zu suchen, den man gerne irrtümlich identifiziert. Beispielsweise sind Afrikaner oder Kosovaren, die derzeit Mitteleuropa überschwemmen, selbst wenn sie mit Betrug arbeiten, in den wenigsten Fällen als Feind mit Eroberungsabsicht zu sehen, der mit der Waffe zurückgeschlagen werden muss. Der Begriff Demokratie in diesem Zusammenhang bedeutet, als offensive oder direkte Demokratie, dass wir zum Beispiel die Bürger-Selbstbestimmung über die Einwanderung zurückgewinnen müssen, wie es in der Schweiz immerhin theoretisch und als Verfassungstext bereits der Fall wäre.


Falls es einen Feind gibt, dann sind es die Feinde der Selbstbestimmung; daran hindern uns nicht die Afrikaner. Wer sagt, Selbstbestimmung in dieser Frage sei Faschismus, macht natürlich eine Feindbestimmung; wer deswegen konkret zum Pöbel deklassiert wird, wurde und wird als Feind ausgegrenzt, allenfalls sogar als Menschheitsfeind. Dabei sind beim Kampf um "Verbrechdenk" (Orwell) oft nicht mal primär die Leute gemeint, die gesetzlos und kriminell Asylheime anzünden, sondern es geht um die Kriminalisierung der blossen Gesinnung, die nicht Häuser anzünden will, sondern Selbstbestimmung fordert und gutheisst. Eine solche Haltung wird zur Feindgesinnung deklassiert. Das ist nun mal klassisches Freund-Feinddenken im Weltbürgerkrieg.


Wer sich dagegen zur Wehr setzt, muss nicht umgekehrt nach dem gleichen Rezept die Andersdenkenden zu Feinden erklären. Politik ist die Technik der Erzeugung von Zustimmungsbereitschaft. Die Feindausgrenzung nicht nur nicht akzeptieren, sondern ruhig und bestimmt für eine vernünftigere Politik eintreten. Wenn die Ausschaffung eines Mörders oder Drogenhändlers, wie vom Europ. Menschenrechtsgerichtshof schon festgehalten, nach Nigeria gegen die Menschenrechte verstösst, dann liegt mutmasslich ein falscher Menschenrechtsbegriff, zumindest eine Fehlinterpretation vor. Desgleichen bei Asylmissbrauch. Desgleichen gibt es keinen Grund, Umgang mit Geld, wie im Fall Griechenland, nicht als Wahnwitz zu bezeichnen. Wer anderer Meinung ist, auch in Sachen Beschränkung des Asylwesens in Beschränkung auf die Zahl, die man freiwillig bei sich zu Hause aufnehmen würde bei gesetzlicher Verpflichtung zur Rückreise bei veränderten Verhältnissen: eine solche Meinung sollte heute nicht umstrittener sein als die unterschiedliche Interpretation des Abendmahls bei Protestanten und Katholiken (wofür man sich früher zwar noch totschlug, heute nicht mehr).



Verirrungen in Sachen Menschenrechten zu bekämpfen heisst nicht, sich als "Feind der Menschenrechte" zu bekennen, sondern eher schon Wiederhersteller der Menschenrechtsidee. Das bleibt indes eine komplexe Angelegenheit, bei der das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet werden sollte. Usw. Wie zu allen Zeiten und besonders zur Zeit der Französischen Revolution muss indes klar gemacht werden, dass man sich nicht länger bevormunden lassen will. Dies bedeutet nicht, dass die Oligarchen, solche gibt es heute natürlich, gehängt werden müssen und der "König" geköpft werden muss.


So weit zum Teufelskreis des Freund-Feind-Denkens, wie er u.a. auch in der Idee des Klassenkampfes zum Ausdruck kommt. Es ist ein Ausweg aus diesem Teufelskreis zu suchen und zu finden.

Abschliessend noch ein Hinweis auf ein tatsächlich noch erhältliches Buch, 3. Auflage, "Ich Bruder Klaus von Flüe" mit einem Kapitel über Frieden machen jenseits von unpolitischem Gutmenschentum in der Tradition des alemannischen Rechts. Frieden nach dem Nidwaldner Landrecht von 1456 ist das Gegenteil davon, sich einfach über den Tisch ziehen zu lassen. Das kann ich hier nun aber nicht zusammenfassen. Wäre gespannt, was Carl Schmitt dazu gesagt hätte.
Herbert
08. August 2015 09:28
Beispielsweise sind Afrikaner oder Kosovaren, die derzeit Mitteleuropa überschwemmen, selbst wenn sie mit Betrug arbeiten, in den wenigsten Fällen als Feind mit Eroberungsabsicht zu sehen, der mit der Waffe zurückgeschlagen werden muss.


Hier liegen sie schon wieder in etwa so falsch wie mit dem IQ. Haben sie das Gefühl, wenn die Feinde der Selbstbestimmung ausgeschaltet sind, dann würde jeder Schwarzafrikaner automatisch kein Bedürfnis mehr verspüren, nach Europa zu kommen? Schauen sie einmal nach Calais, wo man an einer der wenigen Stellen die Einwanderung zu verhindern versucht. Denken sie alle diese Leute liesen sich mit guten Worten abhalten? Funktioniert das dort so, oder werden Zäune aufgestellt? Und falls dort Zäune stehen, wie hindert man jemanden einen Zaun zu übersteigen? Mit dem Hinweis, dass man doch bitte sehr die Feinde der Selbstbestimmung überwunden hätte?
Th.R.
08. August 2015 10:12
@Coon

"Die kritische Weisseinsforschung ist das Ergebnis einer schweren psychischen Störung. Da hilft die Metapolitik nicht weiter."

Tut sie eben doch!

Denn genau das ist ihr Zweck.
Nordlaender
08. August 2015 11:03
@ Anon

"Wenn ein Ideologe an einem Diskurs teilnimmt, besteht nämlich tatsächlich die Gefahr, daß die Debatte eine ideologischen Verlauf nimmt."

In diesem Punkte stimme ich mit Ihnen überein. Ist bei solchen Tautologien einfach nicht zu vermeiden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zirkelschluss

"Arbeite gerade an meinem Werk “Unter Konservativen” und bin sehr glücklich über diesen Fund."

Habe vor einigen Jahren Fleischhauers "Unter Linken" mit Vergnügen gelesen. Bin jetzt schon gespannt auf dieses Buch.
Nordlaender
08. August 2015 11:34
@ Meier Pirmin

" es ist aber ein Unterschied, die Freund-Feind-Thematik auf diese Weise dialektisch zu sehen oder einen existentiellen persönlichen Feind zu suchen, den man gerne irrtümlich identifiziert."

Weder der homo sapiens sapiens, noch andere Lebewesen verhalten sich so. Dringt ein Fremder in das eigene Revier ein, löst das zwingend implizite (vor/unbewußte) Fremdenfeindlichkeit aus. Diese läßt sich wissenschaftlich verifizieren (siehe unter GST - Genetic Similarity Theory). Dieser Bestimmungsfaktor kann nachfolgend durchaus durch explizite Fremdenliebe überlagert und überboten werden.

"Beispielsweise sind Afrikaner oder Kosovaren, die derzeit Mitteleuropa überschwemmen, selbst wenn sie mit Betrug arbeiten, in den wenigsten Fällen als Feind mit Eroberungsabsicht zu sehen, der mit der Waffe zurückgeschlagen werden muss."

Größere Populationen neigen dazu, ihr Revier abzustecken. Moscheen sind Markierungen (Herrschaftssymbole), ab einem gewissen Schwellpunkt (Anteil an den Gesamtbewohnern eines Stadtviertels) neigen hier Nichteuropäer dazu, dieses Revier als das ihrige wahrzunehmen. Belegen tut das die Unmöglichkeit in manchen Gegenden, daß ein, zwei Schutzmänner einen fremdländischen Straftäter in dessen Revier gefahrlos festnehmen können.

"Falls es einen Feind gibt, dann sind es die Feinde der Selbstbestimmung; daran hindern uns nicht die Afrikaner."

Während Sie die Frage für sich offenlassen, vertrete ich die Ansicht, daß es den Feind der Selbstbestimmung gibt. Es lassen sich Namen und Adressen derer nennen, die die Agenda "No border, no nation" vertreten:

http://korrektheiten.com/2012/06/23/peter-sutherland-un-migration-ethnische-homogenitaet-multikulturell/

Mitunter treten Szenarien auf, bei denen mehrere Feindparteien auftreten.

"Wer sich dagegen zur Wehr setzt, muss nicht umgekehrt nach dem gleichen Rezept die Andersdenkenden zu Feinden erklären."

Das ist gar nicht möglich. Wir besitzen z.B. nicht die Macht, unseren Feind wegen Gedankenverbrechen ("hate speech") den Maulkorb umzuhängen und vor den Kadi zu bringen.

"Verirrungen in Sachen Menschenrechten zu bekämpfen heisst nicht, sich als „Feind der Menschenrechte“ zu bekennen, sondern eher schon Wiederhersteller der Menschenrechtsidee."

Wer nicht Mannes genug ist, einen Feind zu haben, sondern nur einen "Feind", kann es eh vergessen. Die Menschenrechtsidee setzt zwingend zumindest eine Einschränkung von nationaler Souveränität voraus. Denkt man Kant und seine Lehre vom Völkerrecht zu Ende, kann man ihn als Vorläufer von Peter Sutherland einordnen. Das Menschenrecht ist DER moralische Zucker, der den Imperialismus der WWG (westlichen Wertegesellschaft) verkaufen soll. Siehe den Überfall auf den Irak, siehe den Abwurf von Menschenrechtsbomben auf Libyen.

https://www.youtube.com/watch?v=3pKl9LDp1aI

Es gäbe theoretisch durchaus eine Version des Menschenrechtes, die mit dem Bürgerrecht vereinbar wäre: Lokales Menschenrecht. Hält sich ein Mensch in einem souveränen Staat auf, besitzt aber kein Aufenthaltsrecht, kann der Souverän diesem Menschen Basisrechte garantieren und zugleich das Bürgerrecht verweigern. Konkret: Dieser Mensch wäre nicht vogelfrei. Es wäre den Bürgern untersagt, Körperverletzung gegen diesen Menschen zu begehen oder diesen Menschen zu berauben.
Nordlaender
08. August 2015 12:56
@ Th.R.

"Tut sie eben doch!
Denn genau das ist ihr Zweck."

Kein Rechter, jedoch ein vortrefflicher Metadenker ist Frank Böckelmann, der Frankfurter Schule entstammend, ehemaliger Kampfgefährte von Rudi Dutschke.
Fremdenfeindlichkeit ist eine Projektion. Der als vermeintlich "Andere" Unterschiedene (lat. discriminare) ist nichts als nur die Imagination von etwas Innerem, Verdrängten.
Wer den Chinesen in sich selber unterdrückt, findet ihn im Außen wieder.
(Nein, ich füge niemals als Lesehilfe Ironiezeichen bei.)

Für mich DER Klassiker zum Thema "Vielfalt", mit wertvollem, umfangreichen Material, u.a. Historisches, wie sich Europa und der Ferne Osten begegnet sind, ausgesprochen beeindruckend die Interviews, die Auskunft darüber geben, wie der Fernasiat und Europäer sieht.

http://www.amazon.de/Die-Gelben-die-Schwarzen-Wei%C3%9Fen/dp/3821841591
Henry Steyer
08. August 2015 13:39
@ Meier Pirmin

Zu einer Konstruktiven debatte gehört die Begrifflichkeiten abzugleichen, die Grundannahmen und der Gültigkeitsbereich der Aussagen offenzulegen. In seine Prolegomena hat Kant dieses eingebunden und dazu erklärt, wie das Denken überhaupt sowie die Mathematik und die Wisenschaft möglich ist. Zur Aussage der Tests über den unterschiedlichen IQ zwischen Rassen gehört also deren Innenschau. Da die Tests einträniert werden können, muss auf die Erhebung der Daten nochmals geachtet werden. Aber zu behaupten, dass es keine Unterschiede gibt, und den Gegenbeweiss nicht erbringen, in dem die Null Hypothese getestet wird, mit dem Argument, dass es davon abhängt, wie man Intelligenz definiert, dann kann man das Wort Intelligenz gleich vom Vokabular streichen.

Im Kern geht es aber um die Frage des angeborenen und des erlernten Teil des IQs. Dazu sind Eineiiege Zwillingen die getrännt erzogen worden eine Hilfe. Deren Studium worde von Seiten der Sozialwisenschaften aber behindert, weil sie an einem Teil der Realität keine Interesse haben.

Der Antirassismus spielt auf verschiedene Klaviaturen. Es wird versucht diesen unterschied klein zu machen und unter tausend Bücher die davon ganz abstrahieren zu begraben. Es wird philosophisch irgendwie überwunden: Rassen seien ein sozialer Konstruckt. So wird es dem Politiker, der ohnehin nur dort handelt, wo etwas sich ändern lässt, leichter gemacht so zu tun, als gäbe sie nicht. Ein Teil des Schuldkultes der Weissen kommt aber daher, dass die Bedingungen der Schwarzen nur durch die Bösartigkeit der Weissen zu erklären sei, weil die Schwarzen die gleichen angeborenen Vorausetzungen mitbringen.

Die Demokratie ist die Macht vom Volke, für dem Volke und mit dem Volk. Weil die Bevölkerung meines Landes schon ausreichend ersätzt wurde, wenn es noch eine Demokratie ist, ist es nicht meine Demokratie. Der Vertrag, der mit meinen Ahnen geschlossen worde, wurde gebrochen und es ist erstmal irrelevant, wer daran schuld ist: Solange die Fremden mitbestimmen, gibt es keine Souveränität. Am Anfang der Souveränität steht aber die Assoziationsfreiheit. Wer entscheiden darf mit wem er geht oder nicht unterscheidet den freien Mensch vom Sklaven. Als freie Menschen werden wir wieder zusammenkommen.
Der Gutmensch
08. August 2015 13:43
Also - lieber Nordländer,

unser GG unterscheidet seit seinem Bestehen "Grundrechte" und "Deutschengrundrechte".

Leider sind die "Deutschengrundrechte" gedehnt und gezerrt worden, so dass beispielsweise dann auch alle möglichen Leute hier demonstrieren konnten (unter Berufung auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit; obgleich die Einschränkung der spezielleren Versammlungsfreiheit auf Deutsche diesem Irrglauben eigentlich hätte Einhalt gebieten sollen ...)

Jetzt ist das GG so gut wie außer Kraft; weil wir die Europäische Menschenrechtskonvention haben, die vom Menschenrechtsgerichtshof in Strasburg bewehrt wird. Und wo ein oberes Gericht die Verantwortung übernimmt, werden die unteren (in dem Fall das BVerfG) nicht mehr kreativ; das liegt so in der Natur der Behörden. Es gibt also faktisch keine "Deutschengrundrechte" mehr, sondern bloß noch "Menschenrechte". Dass mit der Aufgabe der Idee, dass sich jedes Volk seine eigenen, nur für sich geltenden Regeln in seinem eigenen Staatsgebiet geben muss, gleichzeitig die Souveränität der Nationalstaaten aufgegeben wird, beunruhigt offenbar niemanden (außer mich).

Man könnte tief durchatmen und dann eben über Menschenrechte reden; sie sind zwar ungleich primitiver als das, was wir mal an Konsens geschaffen haben - aber sie wären überhaupt sowas wie eine Ordnung; auch auf den Standpunkt haben sich schon Richter gestellt.

Über die Bigotterie, auf der einen Seite von "Menschenrechten" zu schwafeln, während man auf der anderen Seite hochdotierte Ämter einzig unter Berufung auf angeblich bestehende Unterschiede (hier ist ja Deutschland und nicht Frankreich!) rafft, kann man aber m. E. nicht mehr reden. Ich weiß wirklich nicht, wofür ein deutsches Bundesverfassungsgericht noch notwendig sein soll, das sich allen Ernstes zwei Mal in zwölf Jahren damit befasst, was wer denn wann wo auf dem Kopfe tragen darf (und sich dann nicht einmal darüber einig ist!). Kein Volk braucht hochbezahlte Richter, die sich mit Kopfbedeckungen befassen, statt sich den Problemen der Bürger ihres Land zu widmen, die mehrheitlich nicht mal Kopfbedeckungen in geschlossenen Räumen tragen wollen! Wenn die Richter mit der Verantwortung für dieses Land so überfordert sind, dass sie sich lieber Extravaganzen anderer widmen - na, bitteschön. Aber dann sind sie nutzlose Kostgänger und Zeitverschwender des Souveräns; dann sollte man direkt auf Strasburg bauen und die jahrelange Schikane, die sich deutscher "Rechtsweg" nennt, schlichtweg abschaffen.

Der Gutmensch.
Meier Pirmin
08. August 2015 14:58
@Diverse Vorredner. Dass Moscheen Eroberungszeichen sind, ist unbestritten und indizierendes Zeichen der politischen Ausdehnung des Islam; sie bauen zu dürfen ist so wenig ein Menschenrecht wie ich in meinem Garten beliebig einen Turm in der Art der Protztürme von San Giminiano aufstellen darf; im Sinne von Michel Foucault sind Moscheen Protz- und Einschüchterungsbauten, allerdings in fast allzu guter Gesellschaft. Ich schlug den Schweizer Religionsgemeinschaften, als unschädliche Möglichkeit, mit dem Islam solidarisch zu sein, den Verzicht auf weitere Kirchturmbauten vor, solange das Minarettverbot gilt. Der Bedarf an diesbezüglichen Protzbauten ist ohnehin gedeckt.


Es ist falsch, dass die Anerkennung der Menschenrechte automatisch eine Einschränkung der nationalen Souveränität bedeutet. Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft enthält, wie die US-Verfassung und andere Verfassungen unabhängiger Länder, einen potentiell vollständigen Menschenrechtskatalog, wobei jedoch die Anerkennung des Völkerrechts ein umstrittener Begriff ist, so weit dieses von aussen willkürlich weiterentwickelt und gegen die Freiheit und Selbstbestimmung des Landes gerichtet werden kann.


Ausgeschlossen muss sein, dass ein in einer souveränen freiheitlichen Verfassung, siehe immerhin USA, beschlossener und vom Staatsvolk akzeptierter Menschenrechtskatalog im Ausland abschliessend und ohne Widerstandsmöglichkeit fremdinterpretiert wird, sagen wir in Strassburg, Riad, Teheran, Vatikanstaat oder Peking.


"Wir wollen keine fremden Richter" steht im Bundesbrief der Schweizerischen Eidgenossenschaft von anfangs August 1291, was damals habsburgische Richter nicht in jedem Fall ausschloss. Unter anderem war man aber gegen bezahlte Richter. Dies wäre auch in Platons Staat ausgeschlossen gewesen. Dieser Gedanke ist zwar heute schwer praktikabel, aber nicht ohne Tiefsinn.
Nordlaender
08. August 2015 15:01
@ Henry Steyer

"Es wird philosophisch irgendwie überwunden: Rassen seien ein sozialer Konstruckt."

Das ist vollkommen richtig. Bezieht sich aber nicht nur auf Rassen, sondern u.a. auf alle Gruppierungen von Menschen. Wer sollte denn DER Jugendliche (DAS Kind, DER Erwachsene, DER Schwede, DIE Alleinerziehende. DER Mann u.ä.) sein?

Ohne das soziale Konstrukt des sprachlichen Begriffes "Mammut" hätten schon unsere Ururahnen nicht erfolgreich jagen können. (Bereits ein Handsymbol für ein bestimmtes Objekt ist ein sprachliches Konstrukt.)

Konstruiert werden auch Institutionen. Z.B. der Höflichkeit. Man wünscht dem verhaßten Abteilungsleiter nicht die Pest an der Hals, sondern einen "Guten Tag".
Eine weitere segenspendende Konstruktion ist die Gleichheit vor dem Gericht. Selbstredend ist der gestrauchelte Bürger, der schon etliche Male als Wohnungseinbrecher erwischt wurde, nicht gleich dem unbescholteten. Man tut nur so, als ob.

Der Wert einer Konstruktion hängt davon ab, welchen Vorteil sich ein Volk unter Zuhilfenahme dieser Konstruktion erwirtschaftet. Ist die jeweilige Konstruktion auch konstruktiv?
Nordlaender
08. August 2015 15:11
@ Der Gutmensch

"Jetzt ist das GG so gut wie außer Kraft; weil wir die Europäische Menschenrechtskonvention haben, die vom Menschenrechtsgerichtshof in Strasburg bewehrt wird."

Wohl wahr.
Wir können resümierend in unser Merkheft schreiben:
"Ziel der Menschenrechte ist es, das Bürgerrecht zu dominieren und damit letztlich zu brechen."

Anzumerken wäre, daß es unter den Menschenrechtsbewegten durchaus Meinungsverschiedenheiten gibt, wie denn das Menschenrecht richtig interpretiert werden muß:

"Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am Donnerstag das deutsche Inzestverbot bestätigt. Ströbele argumentiert, bei Erwachsenen schränke das Verbot die sexuelle Selbstbestimmung ein."

http://www.welt.de/politik/deutschland/article106179526/Stroebele-provoziert-mit-Inzest-Legalisierung.html
Eveline
08. August 2015 15:13
Nordländer sagt:
Für mich DER Klassiker zum Thema „Vielfalt“, mit wertvollem, umfangreichen Material, u.a. Historisches, wie sich Europa und der Ferne Osten begegnet sind, ausgesprochen beeindruckend die Interviews, die Auskunft darüber geben, wie der Fernasiat und Europäer sieht.
---------

Hoffentlich passen Sie sich jetzt nicht diesen "Anderen " zum Gefallen an.

Das es viel inneres Abgeschnürtes und Hartes gibt ja. Hat aber nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, sondern viel eher der eigenen sich seiner Selbst fremden mütterlichen und väterlichen Hand.
Aber auch der fürsorglichen staatlichen Propaganda z.B Stillen nach Uhrzeit (10 min reicht) , Schreien ist gut für die Lunge ( wenn sie jedes Schreien beachten, erziehen sie ein Weichei) das Diktat zur Reinheit , ( ist er schon sauber?) u.v. ä mehr geschuldet.
Nordlaender
08. August 2015 15:44
@ Meier Pirmin

"sie bauen zu dürfen ist so wenig ein Menschenrecht wie ich in meinem Garten beliebig einen Turm in der Art der Protztürme von San Giminiano aufstellen darf"

Das könnten Sie womöglich schlecht als unverzichtbaren Teil der Ausübung Ihrer Religion geltend machen. Zum Menschenrecht gehört die Religionsfreiheit.

"im Sinne von Michel Foucault sind Moscheen Protz- und Einschüchterungsbauten, allerdings in fast allzu guter Gesellschaft."

Banal, aber durchaus richtig. Geschlechtslose Räume gibt es nicht. Im sozialen Mikrokosmos wird der normale Proll, der es gerne sehr lässig hat, durch gediegenere Formen der Bekleidung oder der Gestaltung von Räumen abgeschreckt, und im Makrokosmos ist eine Kathedrale ist für den Orientalen ein unmißverständliches Zeichen, daß er sich außerhalb seines eigenen Reviers befindet.

"Der Bedarf an diesbezüglichen Protzbauten ist ohnehin gedeckt."

In diesem Zusammenhang bin ich nicht Ihrer Meinung. Weil Protzbauten eine einschüchterne Wirkung auf Fremde haben, müßten jede Menge weitere solche Protzbauten hingestellt werden, um damit zu demonstrieren: Hier ist unser Europa.
Herbert
08. August 2015 16:00
@ Meier Sie scheinen einen statischen Begriff von den Menschenrechten zu haben. Menschenrechte sind aber nicht statisch, sondern werden laufend erweitert. Am Anfang der Geschichte waren Menschenrechte noch nicht einmal Menschenrechte, sondern die Rechte des begüterten weissen Mannes.

Zudem müsste man, um Menschenrechte zu formulieren, erst einmal darüber einig sein, was ein Mensch überhaupt ist, repsektive, was ihn auszeichnet. Reduziert man das aufs Biologische, so umfassen Menschenrechte nicht mehr als das Tötungsverbot und das Recht auf Nahrung. Weitet man das ganze auf kulturelle Normen aus, so sind wir bald schon in der misslichen Lage, dass man DEN Menschen nicht definieren kann. Da aber die Menschenrechte per se universalistisch sein müssen, das heisst, sie müssen dem Menschen zustehen weil er Mensch ist, so finden wir uns wieder in einer Welt voller Zwiespalt und Disput. Welches Recht steht denn dem Menschen schon zu, nur weil er Mensch ist? Vor allem, wer garantiert dieses Recht? Wenn wir nur souveräne Staaten haben, dann kann kein Staat dem anderen vorschreiben, er müsse sich in dieser oder der anderen Variante an die Menschenrechte halten, ansonsten - ja, ansonsten was? Geht er seiner Souveränität verlustig oder wird angegriffen? Also braucht es einen dritten Schiedsrichter. Dieser kann aber bei den Menschenrechten nur in Form des Weltstaates auftreten. Denn wie will ein Chinese sein Menschenrecht auf Leben einklagen, wenn sein souveräner Staat der Meinung ist, er müsse jetzt sterben?
Heute wird so getan, wie wenn das fehlen von Menschenrechten die Absenz von Recht überhaupt wäre, was es aber natürlich nicht ist. Von daher, wer braucht schon Menschenrechte. Sie als Schweizer? Ihre Rechte und ihre Pflichten sind ja, wie sie selbst erwähnen, bereits in der BV festgeschrieben.
Meier Pirmin
08. August 2015 16:30
@Kant! Die Debatte über Kant als Vorgänger von Sutherland rührt einen zu Tränen. Es gibt eine derzeit nur antiquarisch erhältliche Studie mit dem Titel "Kants grosse Völkerschau", eine unterhaltsame Blütenlese mit Textauszügen des Meisters über die Beschränktheit der Hottentotten, Eskimos, Ureinwohner von Brasilien, ganz allgemein über die "Negern", welche in der Geschichte der Aufklärungsphilosophie als beispiellos gelten könnten, hätten andere führende Aufklärer sich nicht genau gleich geäussert. Ausgründen politischer Korrektheit kann ich mir nicht vorstellen, dass dieses Buch, auch mit seinen Menschenfresserkarikaturen, je wieder aufgelegt wird. Die Texte sind aber authentische Zeugnisse des Philosophen mit dem vielleicht weltweit höchsten Ansehen als "Anwalt der Menschheit in Person".

Sich auf Kant in solchen Fragen, betr. beschränkte Völker, als Vorgänger von Sutherland zu berufen, kommt fast aufs selbe heraus, wie Paulus zum Begründer der Schwulenbewegung zu erklären. Letzteres ist zwar fast Bedingung, um zum Club der korrekten Theologen gezählt zu werden.

@An diverse Kritiker. Ich las früher Eibl-Eibesfeld und noch andere Autoren mit mehr biologistischen Thesen, schliesse nicht aus, mich um Ihre Buchtipps zu kümmern. Ich behauptete gerade nicht, in Sachen Intelligenztest so kompetent zu sein wie einige Blogteilnehmer oder auch nur wie mein verstorbener Bruder, der mich vor bald 60 Jahren testete. Ich hatte aber schon Ärger mit Eltern, deren Kinder per Test als "hochbegabt" abgeklärt waren.

Es gibt ein Annabäby-Jowäger-Syndrom, also nach dem Roman von Jeremias Gotthelf die Überzeugung eines zutiefst beschränkten Bauernpaares, ihr Hansli sei das klügste Kind im ganzen Tal. Echt traurig war, dass dem Dorfschulmeistern und den Dorfkindern die Einsicht in diesen Befund gänzlich verwehrt blieb, sogar dem Knaben selber. Nur Gott und seine Eltern wussten um das Geheimnis seiner Intelligenz.


Es gibt Vereine von Eltern hochbegabter Kinder. Das sind ganz spezielle Leute! Wie ist es mit der Theorie, dass die Intelligenz bei der Vererbung manchmal purzelbaumhafte Sprünge über mehrere Generationen macht?


Ich bitte abermals um Verständnis, dass mir tatsächlich bei den Tests der Durchblick fehlt. Eher weniger aber bei Poppers Kritik an der Induktion. Wenn man diese nicht kennt, kann man hier über die Intelligenz ganzer Völker und Rassen ebenso wenig mitdiskutieren wie ich, so weit ich die von Ihnen vorgeschlagene Literatur nicht studiert habe. Möchte es indes gelegentlich nachholen.


PS. Hatte in 40 Jahren doch ein paar Mal Umgang mit Schülern, die mir jenseits von Tests vom Blitz des Genies getroffen schienen, darunter auch Mädchen. Für mich selber immer wieder Anlass zum Staunen.
Andreas Vonderach
08. August 2015 16:53
Das IfS sollte mal jemand Kompetenten für eine Studie auf die Themen Kulturmarxismus und Sozialkonstruktivismus ansetzen.
Der Gutmensch
08. August 2015 17:58
Hallo Nordländer,

„Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am Donnerstag das deutsche Inzestverbot bestätigt. Ströbele argumentiert, bei Erwachsenen schränke das Verbot die sexuelle Selbstbestimmung ein.“


Das Beispiel ist ein recht ... ambivalentes! Lehrreich, könnte man auch dazu sagen:

Einerseits zeigt es, dass - wenn alle Stricke reißen - die Menschenrechte natürlich besser sind als überhaupt keine Ordnung. Und auf europäischer Ebene scheint sich der Mindestkonsens durchzusetzen, dass Inzest eine strafwürdige Angelegenheit ist, was ja eine Form der Ordnung darstellt.

Andererseits bin ich durchaus für die Aufhebung des deutschen Inzestverbots, und zwar deswegen, weil es unter Deutschen schon lange keines solchen Verbotes mehr bedarf. Es gibt ja kaum Inzestfälle bei Herkunftsdeutschen; jedenfalls bei weitem nicht genug, um eine allgemeine Regelung zu rechtfertigen (im Notfall greifen auch genug andere Straftatbestände, keine Sorge). Die Probleme der Volksgruppen, die tatsächlich noch ein Problem mit dem Inzest haben - weil ihre Kultur eben nicht genug entwickelt ist, diesen von selber zu ächten - haben wir weder zu verantworten noch ist es an uns, sie zu lösen! Kein Deutscher hat irgendein Interesse daran, sich schon wieder dem Vorwurf der bösen kulturellen Dominanz gegenüber anderen auszusetzen!

Wenn also den Angehörigen bestimmter Volksgruppen aus dem Befolgen ihrer eigenen Sitten und Gebräuchen massiver Schaden entsteht, dann haben sie die Verantwortung dafür gefälligst alleine tragen; regeln würde ich da allerhöchstens den Ausschluss bestimmter Krankheiten aus der Kranken- und Pflegeversicherung, so wie es die Briten gemacht haben. - Bei sich zu Hause mögen diese Volksgruppen dann ein eigenes Strafgesetz verabschieden, weil sie ja offenbar tatsächlich noch Strafe benötigen, damit ihre Gesellschaft basale kulturelle Errungenschaften verinnerlicht.

Nennen Sie mich kaltherzig - aber in der deutschen Güterabwägung hätte bei mir daher das Gebot, so wenig Verbote wie möglich aufzustellen, den Vorrang. Wo es keine gesellschaftliche Notwendigkeit für ein Verbot gibt, weil die Gesellschaft den Inzest von selber ächtet, habe ich mich als Gesetzgeber der Bevormundung des Souveräns durch ein Strafgesetz gefälligst zu enthalten.

- Dieses kleine Beispiel belegt sehr anschaulich, wie „Menschenrechte“ selbstverständlich die nationale Souveränität beschneiden:

Wir, die kultivierten Deutschen, die solche Vorschriften überhaupt nicht nötig haben, sollen uns also selber auf ewig sinnlos mit Strafen bedrohen (!!!) - nur weil sich in Europa irgendwelche Völker rumtreiben, die ihre Triebe so schlecht bemeistern können oder wollen, dass sie dafür tatsächlich immer noch Gesetze und den Onkel Richter als Kindergärtner benötigen? Was kommt denn als nächstes? Ein klarstellendes Gesetz gegen Kannibalismus, weils sonst nicht jeder versteht?!

Und wer da meint, ein überflüssiges Gesetz würde uns ja auch nicht schaden, dokumentiert damit nur seinen Untertanengeist und hat null Vorstellung von der Paragraphenflut und damit einhergehender Willkür. Ich jedenfalls wünsche aus sehr guten Gründen keine überflüssige Vorschrift und nicht mal ein überflüssiges Komma in den Händen irgendeines Staatsanwaltes zu sehen.

Der Gutmensch.
Nordlaender
08. August 2015 18:07
@ Meier Pirmin

"Die Debatte über Kant als Vorgänger von Sutherland rührt einen zu Tränen."

Es freut mich, wenn Sie meine Aussage dermaßen tief bewegen konnte. Meine Ableitungen basieren ganz allein auf Kants Schrift "Vom Völkerrecht".
Da meine Überlegungen zu den Implikationen eines nationenübergreifenden Menschenrechtes sich gänzlich mit denen des Foristen "Herbert" weiter oben decken, will ich nicht mit einer Wiederholung langweilen.

Kants Äußerungen über Schwarze sind mir bekannt. Er dürfte nicht der einzige große Philosoph sein, dessen Gesamtwerk innere Widersprüche ausweist.

"welche in der Geschichte der Aufklärungsphilosophie als beispiellos gelten könnten, hätten andere führende Aufklärer sich nicht genau gleich geäussert."

Ihrer Logik schließe ich mich hier an. Einem Exempel, das nicht den Charakter der Einmaligkeit besitzt, muß das Prädikat von Beispiellosigkeit schon aus Gründen begrifflicher Sorgfalt verweigert werden. Man denke nur an Hegels Ausführungen über Schwarzafrikaner.

"Ausgründen politischer Korrektheit kann ich mir nicht vorstellen, dass dieses Buch, auch mit seinen Menschenfresserkarikaturen, je wieder aufgelegt wird."

Wenn Sie das Thema jetzt schon ansprechen, der Verzehr von Menschenfleisch war bei Schwarzen lange Brauch. Daß solche Schriften von Kant dem Erinnerungsloch ("memory hole") anheimfallen könnten, ist eine realistische Prognose, die ich mit Ihnen teile. Korrekt ist es, einen angemessenen Begriff für einen Gegenstand zu finden. In Syrien wohnen nicht nur Händler (ungeeigneter Unterbegriff). Es wohnen Syrer dort. Den Begriff "die Menschen" (Tagesschau-Neudeutsch, die in Damaskus demonstrieren), halte ich für nicht korrekt (zu schwammiger Oberbegriff, in China leben auch Menschen, aber andere als in Syrien).
Der Begriff "Politische Korrektheit" ist nicht korrekt. Denn die Denk- und Begriffsverbote, die wir dem Kulturmarxismus verdanken, sollen ja gerade verhindern, daß geeignete Begriffe formuliert werden können.

Mich interessierte Ihre urpersönliche Wertung. Besäßen Sie die Oberbefehlsgewalt über das Wahrheitsministerium ("minitrue"), hätten entsprechende Werke von Hegel oder Kant dann bei Ihnen eine Überlebenschance?

"kommt fast aufs selbe heraus, wie Paulus zum Begründer der Schwulenbewegung zu erklären."

Sicher nur fast. Da stimme ich zu. Parallelen kann ich da nur in der Feindlichkeit gegenüber der Institution der Ehe erkennen. Der Exporteur des Christentumes nach Europa erduldete durchaus die Ehe, aber eben nur als geringeres Übel im Vergleich zu beliebiger Herumhurerei. Er sah die große Gefahr, daß dem Ehemann mehr daran gelegen sein könnte, seinem Eheweib zu gefallen, als dem Gott Jahwe. Fortpflanzung spielte bei dem Endzeitreligiösen keine Rolle.
Thomas Wawerka
08. August 2015 18:09
Waldgänger:
Also Herr Meyer,

diese Fragen hier in dieser immer noch illustren Runde zu bringen, ohne Spengler überhaupt nur zu erwähnen – das ist ein no-go.


Den Spengler denken wir doch ohnehin alle mit; der ist doch unterschwellig ständig präsent ...
Nordlaender
08. August 2015 18:19
@ Meier Pirmin

"Ich bitte abermals um Verständnis, dass mir tatsächlich bei den Tests der Durchblick fehlt. Eher weniger aber bei Poppers Kritik an der Induktion. Wenn man diese nicht kennt, kann man hier über die Intelligenz ganzer Völker und Rassen ebenso wenig mitdiskutieren wie ich, so weit ich die von Ihnen vorgeschlagene Literatur nicht studiert habe. Möchte es indes gelegentlich nachholen."

Daß der induktive Schluß nicht zuverlässig ist, wußte man bereits vor Popper. Da meidet jemand z.B. ein bestimmtes Viertel der Stadt, wohlwissend, daß sich dort schon einige schauerliche Fälle von Körperverletzung ereignet haben, sich aber sträubend gegen die Information, daß nicht wenige die entsprechenden Gassen bereits passiert haben, ohne daß sie zu Schaden gekommen sind.

Es ist richtig, daß Sie an diesem Punkte nicht mitdiskutieren können. Kann nur noch nicht nachvollziehen, warum Sie es dann aber tun.

Grundkenntnisse der Statistik - die Glockenkurve wurde hier bereits erwähnt - wären eine gute Einstiegsbasis, um die Induktion infrage zu stellen und den höheren Wert von Wahrscheinlichkeitsannahmen nachvollziehen zu können.
Nordlaender
08. August 2015 18:26
@ Der Gutmensch

"Was kommt denn als nächstes? Ein klarstellendes Gesetz gegen Kannibalismus, weils sonst nicht jeder versteht?!"

Da packen Sie ein sehr heißes Eisen an, lieber Gutmensch. Im Liberalismus ist das letzte verbliebene heilige Ritual der Abschluß eines Vertrages zwischen zwei autonomen Individuen.
Wie wollen Sie denn in dem Falle werten, daß zwei Erwachsene aus freien Zügen heraus einen Vertrag diesbezüglich .... (sie verstehen sicher.)?
Der Gutmensch
08. August 2015 18:47
Ach, und Nachtrag, lieber Meier Pirmin:

Ein Konsens, der nicht bewehrt wird, ist nicht das Papier wert, auf dem er steht. Sie können also nicht "Menschenrechte" sagen und internationale Richter ablehnen, das ist einfach Unfug, weils darauf hinausläuft, dass doch wieder jeder seine eigene Interpretation der schönen "Menschenrechte" bevorzugt. Nachvollziehbarer Weise, denn die Völker sind souveräne welche und haben ihre Eigenheiten. Die Schweizer täuschen und tricksen diesbezüglich genauso wie die Deutschen beim ihrem GG. Aber trinken muss man von dem Kakao nicht noch, man kann - so man nicht gerade Diplomat ist - auch mal ehrlich sein und sagen: Wir haben unsere eigenen Menschenrechte (wir sagen Grundrechte dazu) und dann gibts da noch unsere eigenen Bürgerrechte und dazu haben wir unsere eigenen Richter. Und was der Rest der Welt hat, will, braucht (und sei es ein Verbot von Feuerzeugen) geht uns einen feuchten Kehricht an; meinetwegen soll jeder seiner eigenen Kultur bis in alle Ewigkeit fröhnen; solange die Völker dabei hübsch hinter ihrer Landesgrenze bleiben.

Aber sich allen Ernstes internationale "Menschenrechte", die in der Normenhierarchie notwendig ganz oben anzusiedeln sind, zuzulegen und sich deren durchschlagender Wirkungen auf den eigenen gesellschaftlichen Konsens zu stellen - das ist eigentlich keine gute Idee, wenn man ein kultivierteres Volk ist, als das andere sind. Dafür müssten schon außergewöhnliche außenpolitische Bedürfnisse sprechen.

Der Gutmensch.
herbstlicht
08. August 2015 18:53
@gutmensch

Wußsten Sie, daß es in Schweden nicht den Straftatbestand der Unterlassenen Hilfleistung gibt? Man macht sich nicht strafbar, wenn man einen Bewußtlosen auf dem Gleis liegen läßt und der Zug überfährt ihn. Kanns belegen; wer's tut, macht sich zum gehasstesten Menschen Schwedens. Allerdiings gibt es die Pflicht zur Hilfe in Seenot.
Meier Pirmin
08. August 2015 19:16
Es erben sich Gesetz und Rechte
wie eine ewge Krankheit fort;
sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte
und rücken sacht von Ort zu Ort.
Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage:
Weh dir, daß du ein Enkel bist!
Vom Rechte, das mit uns geboren ist,
von dem ist leider nie die Frage.
Goethe: Faust, Der Tragödie Erster Teil, Mephistopheles



Das Beispiel mit dem Inzestverbot gehört zu den ausgesprochen Unpassenden in der Debatte um die Souveränität der Rechtssetzung in einem Land. Es gibt nämlich für das Recht, neben anderen Gesichtspunkten, drei Arten der Legitimation:


a) die traditionale Legiitmation; was bisher bei uns erlaubt und verboten war, ergibt sich aus der Tradition in einem Lande; um den Inzest zu verbieten, musste man nie das Ausland konsultieren, es hat sich wirklich in Deutschland, schon in der Rechtssetzung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ergeben und in tausendjähriger autochthoner Tradition; ganz im Gegensatz etwa zu beanspruchten Witwenrenten für 2 Frauen eines nordafrikanischen Einwanderers. Für einen solchen Bruch unserer traditionellen Rechtsordnung wäre man eher auf "Beratung" aus der internationalen Menschenrechtsszene angewiesen.


Wenn Deutschland wegen dem Inzestverbot, das man offenbar in Strassburg nicht voll daneben findet, in seiner Souveränität bedroht ist, dann gilt: Solche Probleme mit seiner Selbstbestimmung sollte man haben!

b) die pragmatische Legitimation: hier müsste erörtert werden. ob es allenfalls doch Gründe gäbe für das Inzestverbot, dass es innerfamiliär eine Schutz- und Entlastungsfunktion haben kann; wenn nein, kann man darüber beraten, ob es eher gelockert oder ganz abgeschafft werden soll. Es gibt allenfalls Gründe, bei solchen Veränderungen vorsichtig zu sein. Wenn die Gründe dafür und dagegen ungefähr gleich ins Gewicht fallen, ist es pragmatisch besser nichts zu ändern. In chaotischen Zeiten wäre es vielleicht auch gut, zur Vermeidung von Destabilsierung bei Änderungen der Rechtskultur dann und wann noch ein paar Generationen lang zu warten, es sei denn, der Leidensdruck für einzelne bzw. die Gesellschaft wäre unerträglich.

c) die transzententale Legitimation, aus höchsten Prinzipien, allenfalls aus einem herrschenden oder tradtionellen Menschenbild; auch philosophische Begründungen gehören hierher. Es ist klar, dass je radikal individualistischer die Wertvorstellungen sind, desto weniger bedeutsam, sogar fragwürdig wird das Inzestverbot. Geht man noch stärker von der Funktion und Tradition und dem Nutzen der traditionellen Familie mit Einehe und vertretbarer Fortpflanzung aus, ist der Mensch also gemäss Aristoteles stärker ein sozialses Wesen denn reiner Individualist ohne verbindliche Beziehung zur Polis, könnte das Inzestverbot kaum als "Menschenrechtsverletzung" angesehen werden. Für die sexuelle Selbstentfaltung, einen der zweifelsfrei höchsten Werte des grünen Glaubensbekenntnisses, das genau so ernst zu nehmen ist wie der Islam, ist das Inzestverbot eher ein Hindernis als für traditionelle, bürgerliche, auch christlich mitgeprägte gesellschaftliche Normvorstellungen. Man kann also aus grundsätzlichen Erwägungen entweder für oder gegen das Inzestverbot sein.

Weil das Inzestverbot aber aus der Tiefe von Traditionen und Normvorstellungen stammt, die bei den germanischen Völkern möglicherweise viel stärker verankert waren als etwa in ägyptischen Pharaonenfamilien, scheint mir die Souveränität Deutschlands durch die Strassburger Empfehlung nicht stärker gefährdet zu sein wie wenn Strassburg sich zum Urteil durchringen würde, das System der Autobahnmaut in Deutschland sei ihrerseits keine Menschenrechtsverletzung und eine solche Gesetzgebung stünde Deutschland im Rahmen seiner Souveränität zu.


Eher würde eine Souveränitätsverletzung vorliegen, würde Strassburg bestimmen: Eine in Abwesenheit einer jungen, in Deutschland lebenden Braut geschlossene Ehe in Kairo ist nach deutschem Recht gültig, weil die Frau nach Sharia-Eherecht gemäss ihrer Unterschrift gültig verheiratet wurde. Man müsste also in Deutschland dieses Recht von Einwanderern anerkennen. Eine solche Anerkenntung von fremdem Recht wäre eher eine Verletzung deutscher Souveränität als die Beibehaltung dessen, was hier schon immer Recht war, auf beeindruckende Weise in allen politischen Systemen seit der frühen Kaiserzeit. Wenn ich mich nicht täusche.
Bernhard
08. August 2015 19:46
@ Meier Pirmin

Die Wortwahl "biologistisch" ist aus dem Vokabular des politischen Gegners, der damit die Ergebnisse der modernen Humanwissenschaften relativieren und entwerten will. Das ist wie mit der Unterscheidung von "islamisch/islamistisch" oder "rassistisch", usw. Hier werden Wörter zu Begriffen, die politisch genutzt werden.

"Biologistische THESEN" ist eine noch grobere Zumutung.

Es gibt nur eine Biologie, keine Biologistik. Mit "biologistisch" wird unterstellt, die Biologie überzubewerten. Im Gegensatz zu was? Im Gegensatz zur kulturmarxistischen Utopie.

Die Grundlage unserer Existenz ist nun einmal die Biologie mit ihren mehr oder weniger verwandten Gebieten von der Psychologie über die Soziobiologie bis zur Evolutionsbiologie. und Genetik.

Ein realistisches Menschbild muß von der Biologie ausgehen und nicht von kulturmarxistischen Träumereien.

Wer "biologistische Thesen" sagt, diffamiert jene, die im Gegensatz zu linken und liberalen Träumern sehr solide empirisch verifizierbare Grundlagen haben.
Meier Pirmin
08. August 2015 20:02
PS. Das Inzestverbot, mit dem der Vater von Karl dem Grossen, Pippin, recht eigentlich Politik gemacht haben soll, gehörte bis zum 7. Grad schon in die Tradition des Römischen Rechts, wurde aber dann unter Kaiser Heinrich II., dem Heiligen, Erbauer des Basler Münsters, sozusagen endgültig in die deutsche Rechtstradition integriert. Hingegen ist die Verfolgung der Homosexuellen erst im 19. Jahrhundert durch § 143 des preussischen und § 175 zur juristischen Vollendung gekommen, weswegen Karl Heinrich Ulrichs, der Pionier der Homosexuellenbefreiung in den Kirchenstaat bzw. nach Rom ins Exil ging. Dort kam man für solche Vergehen damals fast nur in die Hölle, kaum ins Gefängnis. Inzest war in den Schweizer kantonalen Strafgesetzbüchern überall strafbar, Homosexualität lange nur in protestantischen Kantonen. Zur Souveränität gehörte, dass man selber bestimmen durfte in seinem Bereich, ob so etwas strafbar sei oder nicht. Die Wirkung der Tradition war in der Regel enorm.
Hartwig
08. August 2015 20:33
Zwei Kommentare, die ich gern herausheben würde, nicht wegen ihrer intellektuellen Höhe, sondern wegen ihrer Praxisnähe.
Zuerst @ Tile Kolup, der vor der Resignation warnt. Ja, @ Tile, der gekühlte Riesling ist im Glas, oft auch ein kaltes Pils. Die Frau trinkt mit. Wir lächeln und prosten uns zu. Das Leben ist schön - auch im Untergang. Ich fürchte, wir werden keine besseren Zeiten mehr erleben. Und für die Nachwachsenden gilt der Aphorismus: "Zuerst fällt einfach etwas weg. Und dann müssen nur noch die verschwinden, denen auffällt, das etwas fehlt." (Klonovsky??)
Wir Deutsche werden etwas "hinüber"retten müssen, aber unser Vaterland werden wir wohl als solches verlieren, wenn es nicht eh schon weg ist. Nicht weinen.

Und dann @Carl Sand, der die Antwort im Kositza-Strang gibt.
Kämpfe, sabotiere, sei Sand im Getriebe. Sollen sie spüren, dass es kein Spaziergang wird. Bin dabei. Auch wenn der einzige Nutzen sein sollte, dass das eigene Rückgrat gerade bleibt und das Bier eine Nuance besser mundet.
Henry Steyer
08. August 2015 21:32
@ Nordlaender

Wenn ich mit Antirassisten über die Demographie der weissen Bevölkerungen spreche, sagen sie mir, dass Rassen ein sozialer Konstrukt sei. Ich glaube schon, dass sie damit meinen oder nahe legen wollen, dass Rassen nicht existieren. Nächstes mal werde ich fragen, was es mit der Sache zu tun hat. Danke für den Hinweis.
Nordlaender
08. August 2015 22:27
@ Meier Pirmin

"Das Beispiel mit dem Inzestverbot gehört zu den ausgesprochen Unpassenden in der Debatte um die Souveränität der Rechtssetzung in einem Land."

Daß Sie, Herr Meier, dieses Beispiel als nicht hilfreich und darüber hinaus sogar als kontraproduktiv empfinden, überrascht mich nicht.

"Es erben sich Gesetz und Rechte
wie eine ewge Krankheit fort"

Ein schöner Vers, und wie trifft er doch das Wesentliche: Alles fließt fort und fort und fort, immer weiter, einfach eitel vor sich hin. Das wissen wir seit Heraklit. Der Bach fließt, aus der Tintenpatrone des Kulturmarxismus fließt es, manches Vermögen wird gewonnen, doch spätestens in dritter Generation ist es wieder zerronnen.

"Einszweidrei, im Sauseschritt
Läuft die Zeit; wir laufen mit."

Wilhelm Busch
(1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Sub aeternitas sei hier also zu gutem Recht nach all dem Sinn dieses Fließens gefragt.

"Weil das Inzestverbot aber aus der Tiefe von Traditionen und Normvorstellungen stammt, die bei den germanischen Völkern möglicherweise viel stärker verankert waren als etwa in ägyptischen Pharaonenfamilien, scheint mir die Souveränität Deutschlands durch die Strassburger Empfehlung nicht stärker gefährdet zu sein wie wenn Strassburg sich zum Urteil durchringen würde, das System der Autobahnmaut in Deutschland sei ihrerseits keine Menschenrechtsverletzung und eine solche Gesetzgebung stünde Deutschland im Rahmen seiner Souveränität zu."

Wir Deutschen besitzen keinen eigenen Staat. Von daher kann von einer Gefährdung unserer Souveränität auch keine Rede sein, da nicht vorhanden.
Besäßen wir jedoch eine solche, könnte unser Gemeinwesen freilich durchaus sowohl durch Pest als auch durch Cholera bedroht sein, insoweit stimme ich Ihnen zu. Zumal es wirklich die Frage ist, ob ein Fortschritt dadurch überhaupt erreicht werden kann, wenn ein Organismus die Cholera zwar abzuwehren vermag, dann aber gnadenlos von der Pest dahingerafft wird.
Faber
08. August 2015 22:41
Laudetur Iesus Christus,

Prost! Tile Kolup, Hartwig und alle anderen.
Gott, Familie, Vaterland. Das ist die Reihenfolge.

Carl Sand, ja, es ist Mord und kein Selbstmord.

Lutz Meyer, die Wissenschaft gehört zum Hofstaat der oberen zehntausend der Welt. Dort darf man nicht wirkungsvoll für sondern nur gegen Deutschland kämpfen.

Gruß aus Santa Catarina.
Siggi
08. August 2015 22:42
Prof. Dr. Bernd Rabehl über die 68er und die Zuwanderung
https://www.youtube.com/watch?v=_XeiMm309aY
Nordlaender
08. August 2015 22:45
@ Henry Steyer

"Ich glaube schon, dass sie damit meinen oder nahe legen wollen, dass Rassen nicht existieren."

Schon klar! Schließe mich Vonderachs Begehren ganz ausdrücklich an und möchte es hiermit unterstreichen:

"Das IfS sollte mal jemand Kompetenten für eine Studie auf die Themen Kulturmarxismus und Sozialkonstruktivismus ansetzen."

Hut ab vor mancher Tiefenbohrung, die ein Kleine-Hartlage bereits getätigt hat. Und doch vertrete ich diese These:

Eine eigentliche, kristallklare und umfassende Aufklärung über die Denk(vermeidungs)figuren des herrschenden Kulturmarxismus (einschließlich deren Vulgärniederschlägen unter den Massen) hat es m.E. bislang noch nicht gegeben. Diese haben mit allzu menschlichen und alltäglichen Denkfehlern nichts zu tun. Es geht hier um eine völlig andere Qualität: eine geistige Neutronenbombe, die Induzierung einer Massenepidemie von Gehirnkrebs.

Alles andere als gänzlich ausreichend, schätze ich doch in diesem Zusammenhang durchaus die Ausführungen über den Konstruktivismus eines Paul Watzlawick:

https://www.youtube.com/watch?v=I_BopjccbGQ
Nordlaender
08. August 2015 23:10
@ Bernhard

"Die Wortwahl „biologistisch“ ist aus dem Vokabular des politischen Gegners, der damit die Ergebnisse der modernen Humanwissenschaften relativieren und entwerten will."

Hierzu eine Verständnisfrage, die ich schon immer mal stellen wollte:
Ist ein -ismus in jedem einzelnen Falle tatsächlich etwas Absolutes? Oder bedeutet -ismus mitunter nur, daß jemand auf einen Aspekt lediglich einen ganz besonderen Wert legt?
Daß also z.B. der Biologist auf die Grenzen unserer Möglichkeiten im Rahmen der naturdiktierten Bedingungen - oder der Sozialist auf die Wichtigkeit eines gewissen Ausgleiches innerhalb einer Societas (Gemeinschaft) - hinweist, ohne damit andere Bestimmungsfaktoren unserer Existenz grundsätzlich negieren zu wollen?

Nach meinem - gefühlten - Sprachverständnis impliziert ein -ismus noch nicht zwingend etwas Absolutes.
Meier Pirmin
09. August 2015 08:48
@Nordländer. Als Haltung teile ich Ihren Anflug von Kulturpessimismus, ausserdem scheint uns klar, dass die gegenwärtige deutsche Literatur kaum das Gewicht der besten Verse aus Faust hat. Natürlich ist die Bundesrepublik von aussen gesehen ein deutscher Staat, wenn man es nicht streng deutschnational deutet. Sogar die DDR betonte das Deutsche stärker, als viele glaubten, deutsches Kulturerbe wurde zum Teil marxistisch gedeutet, eher auf besserem Niveau als beim heutigen "Kulturmarxismus", da pädagogisch leistungsorientiert und in Sachen Faktenforschung oft durchaus seriös. Das Gute an der DDR war auch die Bremsfunktion gegenüber Wahnvorstellungen einer Orthographiereform, insofern war sie für die Wahrung von deutschem Kulturerbe partiell nützlich.

@Bernhard. "Biologistisch" kann eine Feindbezeichnung sein, aber auch wertneutral genommen werden. Es wird immer ein Spannungsfeld zwischen z.B. biologischen, psychologischen und sonstigen Erklärungen geben, die im überschneidenden Sinn sogar nebeneinander existieren können. Für alle gilt: Wenn man von Theoriebildung keine Ahnung hat, auch nicht von Grenzen jeder Theorie, so die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie falsch ist, bewegt man sich so oder so im ideologischen Bereich. Sogar die Evolutionstheorie ist, wie der in Sachen Kreationismus unverdächtige Popper schrieb, ein metaphysisches Forschungsprogramm.

Es ist alles durchwebt von Vermutung, formulierte ein griechischer Philosoph der Antike. Eibl-Eibesfeld sah ich nie als Feind, ging von ihm und anderen immer davon aus, dass ich von ihm lernen kann. Ich begegnete ihm, Popper und Hans Jonas gleichzeitig bei einer Tagung in Zürich in Zürich im September 1985.
Meier Pirmin
09. August 2015 09:04
@Henry Steier. Die ersten beiden Abschnitte und der letzte Satz Ihres Beitrages scheinen mir ein starker Beitrag zu sein auf eine auch methodische Rückbesinnung dieser Debatte, mit Hinweis, dass nicht alles hoffnungslos sein muss. Man muss sich manchmal auch von der eigenen Meinung wieder mal erholen.
Rumpelstilzchen
09. August 2015 09:27
An all die Dummbabbeler, Selbstdarsteller, Altphilologen ( mit Altphilologenzucken ? ) hier in dieser Runde:

Hier bringt es jemand in kurzen klaren Sätzen auf den Punkt:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/wir-haben-sie-nicht-gerufen/

Man möchte glatt zum Badeschluß aufrufen !
Andreas Vonderach
09. August 2015 09:39
@Meier Pirmin

"Biologistisch" ist mir noch nie in einem wertneutralen Sinn begenet. Es beinhaltet nach meiner Erfahrung i m m e r eine abwertende Wertung, wie z.B. "rassistisch".
Nordlaender
09. August 2015 10:03
@ Meier Pirmin

"Als Haltung teile ich Ihren Anflug von Kulturpessimismus"

Meinen? Wollen Sie mich etwa verspenglern, ich ein Kulturpessismist, inwiefern das denn?

"ausserdem scheint uns klar, dass die gegenwärtige deutsche Literatur kaum das Gewicht der besten Verse aus Faust hat."

Wer seid IHR? Welche Relevanz hat die Qualität der Goetheverse in Bezug auf die Diskussion, die wir hier führen?

"Natürlich ist die Bundesrepublik von aussen gesehen ein deutscher Staat, wenn man es nicht streng deutschnational deutet."

Ich betrachte es deutschnational UND komme doch nicht mit irgendeiner urprivaten Mutmaßung daher, was denn so ungefähr ein Staat sein könnte. Wie bei anderen Diskursen auch, Herr Meier: Ohne seriöse Begriffsklärung vor dem Diskurs wird das nichts.

"Das klassische Völkerrecht kennt drei Merkmale des Staates:

eine Bevölkerung (Staatsvolk),
einen geographisch abgrenzbaren Teil der Erdoberfläche (Staatsgebiet),
eine stabile Regierung, die effektive Gewalt ausübt (Staatsgewalt).
Die so genannte Drei-Elemente-Lehre wurde von dem Staats- und Völkerrechtler Georg Jellinek entwickelt. Sie gilt heute als allgemein anerkannt. Bei Erfüllung der drei Merkmale liegt ein Staat im Sinne des Völkerrechts und damit ein Völkerrechtssubjekt vor."

https://de.wikipedia.org/wiki/Staat#Merkmale_von_Staaten

Da die BUNTE Regierung dieser BUNTEN Republik kein politisches Handlungs- und Entscheidungssubjekt ist unter der Menschenrechtsdiktatur der EU, kann von einem Staat keine Rede sein. Eine Staatsgrenze im engeren Sinne gibt es auch nicht. Staatsgrenzen haben den Zweck, Menschen auszugrenzen. Ohne Grenzen lebt auf der Fläche X eine Zahl von y beliebigen sogenannten Menschen, also eine Gesellschaft, kein Staatsvolk.

"„Biologistisch“ kann eine Feindbezeichnung sein, aber auch wertneutral genommen werden. Es wird immer ein Spannungsfeld zwischen z.B. biologischen, psychologischen und sonstigen Erklärungen geben, die im überschneidenden Sinn sogar nebeneinander existieren können."

Aus destriptiver Perspektive betrachtet ist "biologistisch" hochgradig negativ konnotiert. Wenn zwei exzentrische Käuze aus einem gewissen Sarkasmus heraus sich nun erst recht als Biologisten ausgeben, wenn drei weitere exzentrische Käuze dem Begriff nach urprivatem Gusto eine wertneutrale Bedeutung zuordnen, fällt das nicht ins Gewicht.

"Biologismus ist insofern eine Ausprägung einer szientizistischen oder naturwissenschaftlich-reduktionistischen Position, nach der sich alle relevanten Fragen letztlich auf naturwissenschaftliche Probleme zurückführen lassen. ...

Der Begriff ist meist mit einem negativen Beiklang behaftet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Biologismus

"Es wird immer ein Spannungsfeld zwischen z.B. biologischen, psychologischen und sonstigen Erklärungen geben, die im überschneidenden Sinn sogar nebeneinander existieren können."

Es geht gerade nicht um biologische Faktoren. Es geht um Biologismus.

Zwischen der Erkenntnis des gesunden Menschenverstandes, daß seelische Faktoren einen Einfluß auf das Handeln haben und Psychologismus liegen auch Welten. Ähnlich, wie man jemandem nicht gleich unterstellen sollte, der eine einzige recht flache Anmerkung fallen hat lassen, daß er generell ein Vertreter des Rabulismus sei.

"Wenn man von Theoriebildung keine Ahnung hat, auch nicht von Grenzen jeder Theorie, so die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie falsch ist, bewegt man sich so oder so im ideologischen Bereich."

Im ideologischen Bereich befindet sich auch jemand, der sich nach subjektiver Betrachtung seiner Umgebung nach und nach ein paar Ideen angeeignet hat, bis sich ein ganzes zusammenhängendes Bündel dieser Ideen angesammelt hat, also eine Ideologie. Und der Skandal: Diese Weltanschauung wird dann egoistisch dafür eingesetzt, einen Vorteil zu erwirtschaften für die Gruppe, der man sich zugehörig fühlt.

So ein Ideologe kann ein ganz enormes Wissen über Theoriebildung besitzen, ein mittleres oder gar keines. Frei von dieser Art weltanschaulichem Gruppenegoismus ist ein jeder moderner Ideologe, der die heute immer stärker hervortretende Ideologie der Ideologiefeindschaft vertritt.

Als Fürsprecher der gesamten Menschheit hat der Ideologiefeind erkannt, daß Antagonismen, auf verschiedenen Weltanschauungen basierend, zu erheblichen Konflikten bis hin zum Krieg führen können. Setzte sich die Ideologie der Ideologiefreiheit durch, wäre der Ewige Frieden (Kant), der Ausstieg aus der Geschichte unter einer solchen neuen Ordnung der Welt erreicht.

"Sogar die Evolutionstheorie ist, wie der in Sachen Kreationismus unverdächtige Popper schrieb, ein metaphysisches Forschungsprogramm.
Es ist alles durchwebt von Vermutung, formulierte ein griechischer Philosoph der Antike."

Und wie oft wäre man doch froh, daß der Mitmensch diese und jene seiner Vermutungen nicht öffentlich mitgeteilt hätte. Wie wächst die Empathie, wenn man mit dem anderen ein Themenfeld des robusten Einverständnisses (über die viel zu hohen Mietpreise, das Sportgeschehen, das schlechte Wetter u.ä.) beackern kann. Und wie sinkt sie nach schonungslosem Austausch aller Vermutungen.

Alles ist Theologie. Jeder Anfang basiert auf einem Glauben. Ein jedes System beginnt mit Setzungen, die von einer Gruppe von Subjekten als Kür ihres Willens vorgenommen werden.
Der Gutmensch
09. August 2015 10:08
@Nordländer,
das von mir polemisch erwähnte Verbot des Kannibalismus wäre rein deklaratorischer Natur; natürlich ist Kannibalismus unter diversen anderen Aspekten sehr wohl verboten. Aber auch für rein klarstellungshalber verabschiedete Strafgesetze kann u. U. ein gesellschaftliches Bedürfnis bestehen; das ist eben eine kulturelle Frage.

Ich war ursprünglich davon ausgegangen, dass es hier nur noch einmal der Erinnerung bedarf, was im Strafrecht gilt: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich! Und dass jede äußere Einmischung in die Frage, was ein Volk im Sinne seines gesellschaftlichen Vorankommens sanktioniert, automatisch einen Hoheitsverlust bedeutet ... Doch ich sehe am Verlauf der Debatte, dass die Funktion des Strafrechts für eine souveräne Nation noch näher beleuchtet werden müsste, um hier sinnvoll verschiedene Ansichten debattieren zu können; und das sprengt den Rahmen.

Und so bescheide ich mich und verweise auf das schöne Beispiel von Herbstlicht: Zwar kenne ich die schwedische Regelung nicht, aber ich freue mich für die Schweden, dass ihr gesellschaftlicher Konsens offenbar so stark ist, dass die Sozialkontrolle wirklich ausreicht, die Notfallhilfe durchzusetzen und es dort keines Staatsanwaltes bedarf, der unter diesem Aspekt gegen seine Landsleute ermitteln müsste. Mögen sie das weiter durchhalten und uns zum Vorbild gereichen.

Der Gutmensch.
Ein Fremder aus Elea
09. August 2015 11:40
Aha, was wir heute erleben, ist also nichts weiter als die moderne Version der uralten, oft erprobten und deshalb und ganz selbstverständlichen Wanderung aus Afrika in die anderen Weltteile

Das ist im buchstäblichen Sinne schwachsinnig.

Es gibt gerademal zwei Migrationen aus Afrika (vor ca. 70000 Jahren und vor ca. 8000 Jahren), wohingegen es wenigstens vier Migrationen nach Afrika gab (vor ca. 40000 Jahren, vor ca. 240000 Jahren, vor ca. 10000 Jahren und vor ca. 6000 Jahren).

Alleine anhand der Y-Chromosom Haplogruppen betrachtet.

Vor 70 0000 Jahren verließen die Gruppen C, D, E und F Afrika.
Vor 40 0000 Jahren kehrte die Gruppe E nach Afrika zurück (derzeit stellt sie mehr als 95% der afrikanischen Bevölkerung, und zwar sind das alles RÜCKKEHRER! Im Süden Sudans, in Teilen Westafrikas, in Gabun, in Teilen Kongos und in Namibia und im Westen Südafrikas gibt es noch ein paar NICHT-RÜCKKEHRER.
Vor 24 000 Jahren kehrte die Gruppe T, welche sich aus der Gruppe F entwickelt hat, nach Afrika zurück.
Vor 10 000 Jahren die Gruppe J, welche sich ebenfalls aus F entwickelt hat (Haile Selassie und Co.)
Vor 8000 Jahren machte sich ein Zweig von E wieder aus dem Weg aus Afrika und hat sich in Albanien und Umgebung angesiedelt (zu welchem auch die Familie Hitler, bzw. Hiedler gehört)
Und vor 6000 machte sich eine kleine Schar von R1b, welche sich auch aus F entwickelt hat, nach Afrika auf und ließ sich im Norden Kameruns nieder.

Nun ja, da stimmt jetzt vielleicht nicht jede Jahreszahl, aber so sieht die allgemeine Lage aus.
Nordlaender
09. August 2015 13:50
@ Andreas Vonderach

"„Biologistisch“ ist mir noch nie in einem wertneutralen Sinn begenet. Es beinhaltet nach meiner Erfahrung i m m e r eine abwertende Wertung, wie z.B. „rassistisch“."

Dem ist so. Noch häufiger ist mir bei den Kulturmarxisten die konnotative Verknüpfung von "Biologismus" mit "Determinismus" ins Auge gefallen. "Determinismus" wiederum ist ein hübscher Strohmann.
Aus einem größeren Menu denkbarer Faktoren, die einen Einfluß auf das Handeln eines Menschen haben könnten, fertigt der Rabulist seine Biomaschine an, für die nur ein eindimensionales Kausalgesetz gilt.

Nach meiner Theorie funktionieren solche semantischen Hütchenspielereien gerade deshalb so gut, WEIL sie unsäglich schlicht sind. Viele Skeptiker wähnen eitel, man müsse schon eine ordentliche Portion Raffinement aufbringen, um sie zu betrügen. Dem ist aber nicht so. Derweil der Skeptiker das Kleingedruckte des Vertrages Seite für Seite sehr aufmerksam studiert, ist er abgelenkt. Nun kann ihm der Spitzbube derweil in aller Seelenruhe den Weinkeller ausräumen.
Der Gutmensch
09. August 2015 13:54
Liebes Rumpelstilzchen,

Ihr Link hat leider keine Erleichterung gebracht: Der gute Thorsten Hinz öffnet die Flanke weit für jeden auch nur potentiell Übelmeinenden, indem er tatsächlich schreibt: "Eine gegen den Bürger gerichtete Verschwörung" ...

Nein, ich will den Wahrheitsgehalt dessen nicht diskutieren, nein, nein, nein - die Suppe ess´ich nicht!! Die ist zu heiß, daran verbrennt man sich den Mund, so kann man da nicht rangehen!!

Also - Herr Meyer hat erfreulicherweise ein paar Fragen formuliert; vermutlich erinnerte er sich der alten Weisheit: Wer fragt, der führt! Aber in Bezug auf Antworten, welche potentiell geeignet sein könnten, die erwartbaren Einwände der Meschuggenen erstmal wirksam zu blockieren (auf das man Gelegenheit erhält, seinen eigenen anstrengenden Salm vom Stapel zu lassen) und die Gesprächsführung bei sich zu behalten - sind wir eben nicht weiter gekommen ...

Resignierte Grüße, vielleicht ist es einfach zu heiß,

der Gutmensch.
Nordlaender
09. August 2015 13:56
@ Rumpelstilzchen

"An all die Dummbabbeler, Selbstdarsteller, Altphilologen ( mit Altphilologenzucken ? ) hier in dieser Runde:
Hier bringt es jemand in kurzen klaren Sätzen auf den Punkt:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/wir-haben-sie-nicht-gerufen/
Man möchte glatt zum Badeschluß aufrufen !"

Oh weh! Sie versetzen damit einen alten weißen Mann sogleich in seine Knabenzeit zurück. War es nicht immer der schöner anzuschauende Teil der Klasse, wenn wir Burschen gerade ein hochinteressantes Fachgespräch geführt haben, der sich an den Klassenlehrer gewendet hat, sodaß der Diskurs über ein am Nachmittag geplantes Fußballspiel oder eine Keilerei mit einer befeindeten Bande niemals zu Ende geführt werden konnte?
Rumpelstilzchen
09. August 2015 14:48
Man wohnt da einem Wettbewerb von Geistern bei, die darüber streiten, ob es besser sei zu fliehen, sich zu verbergen oder Selbstmord zu verüben, und die bei voller Freiheit schon darauf sinnen, durch welche Mittel und Listen sie sich die Gunst des Niederen erwerben können, wenn es zur Herrschaft kommt.
Und mit Entsetzen ahnt man, daß es keine Gemeinheit gibt, der sie nicht zustimmen werden, wenn es zur Herrschaft kommt.

Ernst Jünger der Waldgang

@Nordlaender


Nicht nur der Krieg rückt näher, auch die Kriegsgewinnler werden mehr
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/deutschland-fuer-fluechtlinge-das-land-der-traeume-13739026.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Ja, ich hätte gegen eine kleine Keilerei durchaus nichts einzuwenden.
Der Worte sind genug gewechselt.
Nordlaender
09. August 2015 15:01
@ Rumpelstilzchen

"Ja, ich hätte gegen eine kleine Keilerei durchaus nichts einzuwenden."

Nee, nee, nicht mit Ihnen. Meine Großmutter lehrte mich schon früh - so weit es um Backfische ging - "vunn Ticktacken kümmt Nicknacken."

Und später habe ich oft gedacht, wie viel mir erspart geblieben wäre in meinem Leben, hätte ich mir jedes Mal diesen Rat zu Herzen genommen.

"die bei voller Freiheit schon darauf sinnen, durch welche Mittel und Listen sie sich die Gunst des Niederen erwerben können, wenn es zur Herrschaft kommt."

Vorzüglich! Zieht mit der Ressentimentphilosophie eines Nietzsche gleich.
Nordlaender
09. August 2015 15:10
@ Der Gutmensch

"Aber in Bezug auf Antworten, welche potentiell geeignet sein könnten, die erwartbaren Einwände der Meschuggenen erstmal wirksam zu blockieren (auf das man Gelegenheit erhält, seinen eigenen anstrengenden Salm vom Stapel zu lassen) und die Gesprächsführung bei sich zu behalten – sind wir eben nicht weiter gekommen …
Resignierte Grüße, vielleicht ist es einfach zu heiß."

Na ja, was heißt Meschuggenen, manche können sich sprachlich gut ausdrücken, andere beherrschen ein Musikinstrument, daß man nur staunen kann, jede hat eben seine besonderen Stärken.

Ein kühles Getränk zu heißer Musik hilft womöglich weiter?

https://www.youtube.com/watch?v=ylKmC4EiFWE
Kaliyuga
09. August 2015 15:42
„Vielleicht knacken wir noch die 100“ (Martin Sellner)

Auch hier sind sie „geknackt“. Der Zähler steht am 9. August um 15 Uhr 40 bei 122, fleißig lieferten seit Freischaltung des Meyerschen Beitrags am späten Nachmittag des 6. August bislang insbesondere „Nordländer“ (28) und Meier Pirmin (20).

Obschon sich beim „Durchblättern“ viel Interessantes (etwa von Karpow) zeigt, ist es bei dieser Schreibfrequenz doch notwendig mit heißer Nadel gestrickt.

Was bleibt bei ruhiger Betrachtung an Substanz zurück?

Was hätte der erwähnte und in Klausur lebende Gerd-Klaus Kaltenbrunner davon gehalten?

Worüber haben sich „Eibl-Eibesfeld, Popper … Hans Jonas gleichzeitig bei einer Tagung in Zürich in Zürich im September 1985“ mit Herrn Meier ausgetauscht?

(Übrigens, ich hatte ja, 1997 muß es ungefähr gewesen sein, einmal mit Rudolf S. konferiert, der nun offensichtlich Fahrrad fährt und damals als verliebter Heißsporn mit einer Bundeswehrmaschine von Berlin über den Umweg Mallorca nach Mazedonien fliegen ließ. Und dann hatte ich ..).

Tile Kolup und Hartwig: der Eros als unzerstörbares, doch nicht programmierbares Refugium. Es sind nun Kräfte gebunden, die wieder freizulegen wären. Freilich kann ein Lächeln genügen.
Pommes
09. August 2015 15:47
Ich habe heute das neue Positionspapier des AfD Bundesvorstandes zur Asyl und Flüchtlingsproblematik gelesen. Durchaus ausbaufähig, aber immerhin ein guter Anfang.

http://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/2015/08/Positionspapier-des-AfD-Bundesvorstandes-zur-Asyl-und-Fl%C3%BCchtlingsproblematik.pdf
Cosima van Tutte
09. August 2015 15:57
@ Rumpelstilzchen

Meinen Sie denn wirklich, daß die hier versammelten Diskutanten alles "Dummbabbeler, Selbstdarsteller, Altphilologen (mit Altphilologenzucken?)" sind? Was ist eigentlich Altphilologenzucken? Eine Krankheit? Ob nun mit oder ohne Zucken, mir drängt sich irgendwie auf, daß Sie recht haben könnten. Und ich bekenne (ich bin ja nur eine schlichte Frau):

Mir wird von alle dem so dumm,
als ging' mir ein Mühlrad im Kopf herum.

@ Fremder

Hitler stammt von Negern ab? Wenn ich jetzt sagen würde: Nun weiß ich endlich, warum mir der Mann so schrecklich unsympathisch ist, dann geriete ich sicherlich in einen ganz falschen Verdacht. Es ist aber wohl nur dieses naturgegebene Fremdeln, was sich da bei mir bemerkbar macht. Ich betone (wie schon mehrfach zuvor): Rassismus liegt mir völlig fern.

@ Andreas Vonderach

Sie sind in puncto Anthropologie der unbestrittene Fachmann hier. Nachdem Sie im Hinblick auf den Begriff "biologistisch" wünschenswerte Klarheit geschaffen haben, würde ich Sie doch gern bitten, auch im Hinblick auf die Angaben des Fremden aus Elea ebenfalls ein bißchen Klarheit zu schaffen, wenn das möglich wäre: Ich meine Klarheit über die Wanderung von Menschengruppen, ja sogar ganzer Haplogruppen, aus Afrika und wieder zurück. Da bin ich doch sehr neugierig, und Sie würden mir eine große Freude machen, wenn Sie dazu etwas Erhellendes sagen könnten. (Den Hitler können Sie dabei getrost beiseite lassen).
Desprecio
09. August 2015 16:05
Nach all diesen hochgeistigen Ergüssen verspüre ich nur noch den
Wunsch, baldigst das Ende dieser "Diskussionsrunde" erleben zu
dürfen.
Ich hoffe nur für die drei oder vier "Hauptakteure" in dieser Runde,
daß sich ihr geistiges Onanieren wenigstens durch einige kleine
entsprechende geistige Orgasmen ausgezahlt hat.
Man könnte es bei dem einen oder anderen auch als intellektuellen
Exhibitionismus bewerten, wenn nicht vielfach sogar Äußerungen
und Feststellungen getroffen worden wären, die einfaches Hinter-
grundwissen vermissen ließen.
Wen wollen Sie auf Ihren Irrfahrten und intellektuellen Karussell-
Fahrten eigentlich mitnehmen ?
Wo könnte man Ihren "wissenschaftlichen" Beiträgen einen prakti-
schen Nutzen angesichts unserer nicht nur traurigen Situation in
der BRD und Europa entnehmen.
Geistige Nebelreiter werden unser Volk, unsere Ethnie und nicht
zuletzt unsere Kultur nicht vor dem erretten, was man anderswo
mit uns vorhat.
Es ist bereits nach zwölf Uhr. Um dreizehn Uhr werden Sie kaum
noch dazu kommen, den dann direkt vor Ihnen stehenden Islami-
sten und Kannibalen etwas über Nietzsche, Spengler o.a. zu erklä-
ren-
Lutz Meyer
09. August 2015 16:56
... und Schluss für heute.

Gruß,

Lutz Meyer
Siggi
09. August 2015 21:48
„Fluchthelfer.in“ made by US-Think Tank
http://www.info-direkt.at/fluchthelfer-in-made-by-us-think-tank/
Andreas Vonderach
10. August 2015 13:02
Eigentlich ist die Diskussion schon geschlossen. Ich mache - aus gutem Grund - eine einzige Ausnahme.
Gruß

Lutz Meyer


@ auf Wunsch von Cosima van Tutte noch eine Nachbemerkung zu
@Ein Fremder aus Elea

Ich lese die Geschichten über Haplogruppen, die zu einer bestimmten Zeit irgendwohin gewandert sind auch nur mit einem ziemlichen Unbehagen.

Das ist die mathematisch-spekulative Form der heutigen Humangenetik, noch einmal vergröbert durch Popularisierung.

Natürlich sind nicht Haplogruppen gewandert, sondern Menschen, Stämme und Völker. Die brachten aus ihrer Herkunftsregionen natürlich alle Haplogruppen mit, die es dort gab, und nicht nur eine bestimmte. Dazu kam dann gelegentlich eine durch Muation neu entstandene, die zunächst aber sehr selten war.

Die Zeitangaben und die der Größen der damaligen Bevölkerung durch die Genetiker sind extrem spekulativ und im Grunde nichts anderes als willkürliche Schätzungen. Um die zu berechnen, braucht man Vorgaben hinsichtlich der Mutationsrate, des Generationenabstandes, der nachträglichen Bevölkerungsvermischung usw., die nur geschätzt werden können und natürlich auch nicht immer gleich waren. Nimmt man an diesen Stellgrößen auch nur geringe Veränderungen vor, erhält man gleich ein ganz anderes Ergebnis.

Außerdem bedeuten die Haplotypen (der Y- oder mtDNS) nicht viel. Da sie geschlossen vererbt werden, stellen sie jeweils nur einen einzigen Genort dar, vergleichbar einem einzigen Gen, und repräsentieren nur eine einzige Abstammungslinie unter Abertausenden. Da der Mensch aber nur über etwa 24 000 Gene verfügt, bedeutet das, etwa wenn ein heutiger Engländer eine schwarzafrikanischen Y-Haplogruppe hat, die von einem römischen Soldaten aus Nordafrika mit negriden Einschlag stammt, dass er wahrscheinlich kein einziges weiteres negrides Gen besitzt. Denn die Zahl seiner Vorfahren in der Römerzeit war auch unter Berücksichtigung des Ahnenschwundes mit Sicherheit sehr viel größer als 24 000. Die Information ist also biologisch irrelevant.

Der morphologische Phänotyp besagt dagegen sehr viel mehr über die Herkunft eines Menschen aus, weil er sehr viele Gene repräsentiert und annähernd einen Mittelwert aus allen Vorfahren darstellt. Ein Blick in den Spiegel ist also sehr viel informativer als eine teure Haplotypen-Untersuchung
der demograph
11. August 2015 16:02
"Out of Africa" ist ja keine Hypothese mehr sonder bestätigt. Allerdings in der modifizierten Form, dass Menschenformen, die zuvor Afrika verlassen hatten und zum Neandertaler, Denisova Menschen etc. wurden sich an verschiedenen Stellen in verschiedener Weise mit homo sapies vermischt haben. Das entscheidende ist dass die Evolution vor 60.000 Jahren nicht gestoppt hat, sondern weiter gegangen ist. Deshalb heute die Unterschiede zwischen den Populationen, die entgegen dem was in Süddeutscher, New York Times oder Heften der Bundeszentrale für politische Bildung steht sich wahrscheinlich irrelevante Weise genetisch unterscheiden. Siehe etwa das Buch Harpending / Cochran "the 10 000 years explosion" zu dem Thema.
Wichtig dabei: die Menschheit kommt aus Ostafrika. Was man sich heute für gewöhnlich unter "Afrikaner" oder "Schwarzer" vorstellt nicht Westafrikaner, und die sind so wie Europäer und Asiaten Entwicklungen der letzten tausende von Jahren, keine Relikte aus der Urzeit, wie etwa die Buschmänner.

Ich denke die wichtigsten Daten der Weltgeschichte sind: vor 200 000 Jahren Entstehung des modernen Menschen, vor 60 000 Jahren out of Africa, vor etwa 10 000 Jahren neolithische Revolution, vor 500 Jahren moderne Naturwissenschaft und später industrielle Revolution, ab dem 21. Jdh Gefährdung der gesamten menschlichen Zivilisation durch Bevölkerungsexplosion und folgende Expansion in Subsaharaafrika. In den letzten Jahrtausenden lebte stets nur ein kleiner Teil der Menschheit in Subsaharaafrika, und Subsaharaafrika war gemessen an der guten geographische Ausgangslage sehr wenig entwickelt im Vergleich zu Amerika (Inka und andere, teils frühere Kulturen), Westasien, Südasien, Ostasien, Südostasien, Europa. D

Die demographische Explosion ist hauptsächlich das Werk von Europäern, die dort die Mortalität durch ihre Hilfe gesenkt haben und weiter senken, so ist ja genau das die Hauptbeschäftung des reichsten Manns der Welt. Die Europäer können mir deshalb nicht so recht Leid tun in dem Zusammenhang, im Gegensatz zu anderen Gruppen, vor allem Asiaten, die ebenfalls unter die Räder der afrikanischen Expansion geraten. Und da die Expansion unter westlichem Schutzmantel geschieht können sie sich kaum wehren. Die Faszination der Europäer (und dazu zähle ich dann auch weiße Amerikaner) für Afrika ist vielschichtig ist aber maßgeblich auf das Interesse des weiblichen Teils der europäischen Bevölkerung zurückzuführen sowie den vorauseilenden Gehorsam des männlichen Teils, der dem weiblichen Teil jeden Wusch von den Lippen abliest, um wenigstens noch die Rest auf dem Partnermarkt abzukommen. Die Europäer mit ihrer im Vergleich zu Asien noch akzeptablen Geburtenrate werden schon irgendwie durchkommen. Traurig ist das tatsächlich das Schicksal Asiens. Wie überhaupt die letzten 500 Jahre vor allem eine Geschichte des Untergangs Ostasiens ist. Dazu gehört auch als besonders tragisches Kapitel die Ausöschung der amerikanischen Ureinwohner die ja mit Ostasiaten eng verwandt sind. Bis 1500 lebten von Ihnen mehr auf der Welt als Subsahaaafrikaner, heute sind sie eine marginale Randgruppe.

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