18. August 2015

Jean Raspail, Pier Paolo Pasolini und eine Dame von Welt

von Martin Lichtmesz / 78 Kommentare

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

RPNils Wegner wies mich auf einen Artikel hin, der bereits am 29. April im Blog der ZEIT erschienen ist. Darin stellt Ulrich Ladurner zwei meiner persönlichen Hausgötter gegenüber, wie sie ungleicher nicht sein könnten: Jean Raspail und Pier Paolo Pasolini (wahrscheinlich bin ich der einzige Mensch auf der Welt, der beider Werk gleichermaßen gut kennt).

Unter dem Titel "Unser Blick übers Meer" fragt Ladurner:
Wenn wir dieser Tage über Migration reden, suchen wir mit dem inneren Auge unwillkürlich die Horizontlinie des Mittelmeeres ab. Welche Vorstellung machen wir uns von denen, die kommen? Welchen Blick werfen wir auf sie? Wie wird dieser Blick geformt?

Als Schaustück Nr. 1 zitiert Ladurner drei Stellen aus "Heerlager der Heiligen", natürlich noch aus der alten Ausgabe aus dem Hohenrain-Verlag; besonders scheint ihn jene Stelle zu empören, die in der Neuübersetzung so lautet:
All die erstickenden Häfen der Dritten Welt, von Manila über Jakarta und Karatschi bis Conakry und erneut Kalkutta, machten sich Luft, indem sie weitere Armaden nach Australien, Neuseeland und Europa entließen. Die große Völkerwanderung entrollte ihren Teppich. Nicht gerade zum ersten Mal, wie uns die Vergangenheit der Menschheit zeigt. Andere, penibel erforschte Kulturen, deren Überreste man in unseren Museen studieren kann, haben das gleiche Schicksal erlitten. Aber der Mensch hört nur selten auf die Lehren der Geschichte …

Ladurners Kommentar:
Raspails Buch ist ein übles Machwerk. Es bedient sich der Ängste der Europäer auf grobschlächtige Weise, um eine brachiale Untergangsvision zu rechtfertigen. (...) Die Helden in Raspails Buch sind diejenigen, die sich mit aller Gewalt gegen den Untergang stemmen und versuchen, die "Menschenflut" zurückzudrängen, um das vermeintlich bedrohte Abendland zu retten.

Ladurner kontrastiert die Zitate aus dem "Heerlager der Heiligen" mit einem späten Gedicht von Pasolini aus ungefähr derselben Zeit (1975), das einige motivische Parallelen aufweist, die Invasion aus dem Morgenland allerdings gänzlich anders zeichnet:
Alì mit den blauen Augen,
einer der vielen Söhne der Söhne,
wird von Algier kommen, auf Schiffen
mit Segeln und mit Rudern. Es werden
mit ihm tausende Männer sein
mit den schmächtigen Körpern und den Augen
der armen Hunde der Väter.
Auf den Booten, die in den Reichen des Hungers vom Stapel gingen,
werden sie Kinder mit sich bringen, und das Brot und den Käse,
in den gelben Papieren des Ostermontags.
Sie werden die Frauen und die Esel bringen, auf den Schiffen, die sie in den Kolonialhäfen gestohlen haben.
Sie werden in Crotone an Land gehen und in Palmi,
zu Millionen, in asiatischen Lumpen gekleidet, und in amerikanischen Hemden.

Die tausenden Männer in Lumpen, die Schiffe, "die sie in den Kolonialhäfen gestohlen haben", die Landung an der Mittelmeerküste (in diesem Fall Italien), die "Reiche des Hungers"... das alles hat verblüffende Anklänge an Raspail. Der Clou ist natürlich, daß die Einwanderer bei Pasolini kommen, um den verkommenen Westlern "die Freude am Leben zu lehren (...), um zu lehren, wie man frei ist", und sich dabei prompt mit dem armen Volk von Kalabrien verbrüdern:
Sofort werden die Kalabresen sagen,
wie die Straßenräuber zu den Straßenräubern:
'Hier sind die alten Brüder,
mit den Kindern und dem Brot und dem Käse!'

Ich verehre Pasolini über alles, aber dieses Gedicht ist natürlich grausiger Kitsch, der auf fatale Weise an das unsterbliche Diktum von Maria Böhmer erinnert:
Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle.

Man muß dieses Gedicht freilich im Kontext von Pasolinis Werk lesen. Auf der Suche nach Gegenwelten zur "völkermordenden", nihilistischen Plastikkonsumzivilisation der Moderne suchte er immer wieder neue noch umkorrumpierte Milieus, Reservate und Lebensformen, die der allumfassenden "anthropologischen Mutation" Widerstand leisten könnten. Vor nunmehr zehn Jahren schrieb ich darüber in der Jungen Freiheit:
Wie sein frühes Idol Rimbaud war er stets auf der Jagd nach dem "wahren Leben", als dessen Paradigma ihm die archaische, geschichtslose, "sakrale" Welt des Bauerntums erschien, wie er es in seiner Kindheit in Friaul kennengelernt hatte. Er glaubte später, diese Essenz in der Volkskultur Neapels, im Subproletariat der römischen Vorstadt, zuletzt in der "Dritten Welt" wiederzufinden, und sah sie stets bedroht von der Überschwemmung durch den westlichen Konsumismus.

Das ist die eigentliche Pointe seines Gedichtes über "Ali", der seltsamerweise "blaue" Augen hat, und zwischen den Zeilen gelesen wohl auch eine homoerotische Projektionsfigur ist: die Söhne aus Algier kommen nicht wie bei Raspail, um am Konsumparadies der Ersten Welt teilzuhaben, sondern um ihr ein vormodernes, aber wahres Leben zu bringen, das sie schon lange vergessen hat, wobei sie sich mit den armen Bauern und dem Lumpenproletariat Süditaliens verbünden.

Ladurner hat common sense genug, um den Unfug dieser Vorstellung zu erkennen, verwirft sie aber vor allem als romantisches Komplementärstück zu dem apokalyptischen Raspail. Er erklärt beide Autoren zu Phantasten:
Das war freilich eine Projektion, die der Sehnsucht Pasolinis nach Befreiung entsprang, so wie Jean Raspails Untergangsvision ihren Ursprung nicht in der Realität, sondern in den tief sitzenden Ängsten Raspails hat.

Das ist natürlich ziemlich gewaltsam hingebogen; angesichts der laufenden Entwicklungen zu behaupten, Raspails Vision habe keinen Ursprung in der Realität und sei mehr oder weniger ein Problem seiner privaten Ängste, ist schon ein sehr gewagtes Unterfangen. Nahezu sämtliche Kommentatoren des Artikels geben indes Raspail recht:
Raspail beschreibt offensichtlich Menschen wie Ladurner. einen Vertreter des Europas, das sich wie z.B. Australien wehren könnte, das aber in Personen wie Ladurner, seinen Selbstbehauptungswillen zerstört in der kindlichen Erwartung das es wie bei Pasolini / Momo enden wird.

Jean Raspail kann seine Fiktion als bestätigt sehen.

Und wie kann es sein, dass Sie, Autor Ladurner, allem Anschein nach dieses Rückabwickeln von (mindestes) ein paar Jahrhunderten europäischer Geschichte allem Anschein nach sogar herbeisehnen, so wie Sie es (zu Unrecht) Pasolini unterstellen?

Das Ziel kann und darf nicht sein, durch naive Empathie ohne Blick auf die Zusammenhänge die europäischen Slums zu vervielfachen. Nach der Implosion unserer Sozialsysteme gäbe es dann den Krieg jeder gegen jeden in unseren Städten.

Man möge mir nicht versuchen weiszumachen, dass dieser Prozess letztlich ohne Gewalt abgeht, im schlimmsten Fall bis hin zum Bürgerkrieg. Selbst wenn die frei Einreisenden die friedlichsten und freundlichsten Menschen sind, die man sich vorstellen kann, und die Gewalt „nur“ von den Einheimischen ausgeht, deren Lebensperspektive hingegeben wurde.

Ein Kritiker eines kritischen Kommentators formuliert eine Frage, die ein zentrales Motiv des Buches ist:
Sagen Sie doch im Klartext was Ihr Lösungsvorschlag ist. Da warten Millionen und die sind wild entschlossen zu kommen. Wollen Sie die einfach abknallen auf See ?

Nicht nur diese Frage wird bei Raspail gestellt, er karikiert auch genau jenen Typus von xenophilem Einwanderungsenthusiast, der glaubt, seine Welt würde durch die willkommen geheißenen Fremden "bunter" und "lebensfroher" werden.

Pasolini hat übrigens sogar einen Gastauftritt im "Heerlager der Heiligen". Der Kapitän eines Torpedobootes berichtet in einer Szene dem französischen Präsidenten, was er auf hoher See gesehen hat:
"Was wir gesehen haben, war schlichtweg unbeschreiblich. Sowohl im Ganzen als auch im Detail. Wo soll ich anfangen? Zuerst mit dem Zählen. Mein Erster Offizier zum Beispiel hat unaufhörlich die Köpfe gezählt. Bei jedem Tausender hat er auf einem Zettel einen Strich gemacht. Nach einer Stunde war er fast verrückt: neunhundert Striche. Dann die Details. Wie in den alten Filmen von Pasolini. Ausgezehrte Gesichter, nur noch Haut und Knochen, mit glasigen oder apathischen Blicken..."

Aber zurück zu Ladurner: auffallend ist, daß seine Grundhaltung zu sein scheint, daß es keinen Grund zur Besorgnis gäbe, daß das Abendland nur "vermeintlich" bedroht sei, usw. Wir sind hier also wieder an dem ermüdenden Punkt angelangt, in dem einer die Wahrnehmungen des anderen schlichtweg leugnet, und den ich das "Ich-seh-etwas-was-du-nicht-siehst"-Spiel nenne.

In meinem Essay-Bändchen "Die Verteidigung des Eigenen" beschrieb ich diese Disposition:
Wenn wir uns als Volk unser Eigenes als ein Schiff auf hoher See vorstellen, dann sind wir trüben und unentschlossenen Passagiere heute in eine fruchtlose Diskussion verstrickt. Die einen behaupten, daß das Wasser schon durch riesige Lecks am Eindringen sei, ... andere hingegen, daß es diese Lecks gar nicht gebe, und daß es diejenigen seien, die ständig über Lecks sprechen, die das Schiff versenken wollen. Andere wiederum leugnen die Existenz des Wassers, andere gar die des Schiffes. Und wieder andere halten das Wasser für eine segensreiche Sache.

Ladurner wäre also etwa auf Stufe eins der Apperzeptionsverweigerung anzusiedeln. Dazu gehört auch die handelsübliche Neutralisierungsstrahlenkanone der Anführungsstriche, die einen Sachverhalt wundersam zum Verschwinden bringen soll.  Aber wer in all den täglichen Bildern der überfüllten Boote und der aus allen Nähten platzenden Auffanglager und Unterkünfte keine "Menschenflut" zu erkennen vermag, dem ist wohl nicht zu helfen - er will einfach nicht sehen, was vor seiner Nase ist. Es liegt auf der Hand, daß ein solches Verhalten seinen Ursprung in der Realität und in den tief sitzenden Ängsten hat, die ihr Anblick auslöst.

Auch das ist ein Leitmotiv bei Raspail - wo eine gesunde und begründete Angst verdrängt und der Kopf in den Sand gesteckt wird, wo man feige ausweicht und sich stattdessen lieber ins Lala-Land schwätzt, da wird in der entscheidenden Stunde die Rechnung für das Verdrängungsverhalten präsentiert:
Auf dem Bildschirm erschien der glückliche Gewinner des Wettbewerbs, Herr Stéphane-Patrice Poupas, ein Frisör aus Saint-Tropez. Der preisgekrönte Satz lautete: »Es gibt keine Hindus mehr, es gibt keine Franzosen mehr, es gibt nur noch den Menschen, und er allein zählt!« Bravo! Genial!

Armer Depp. Am Morgen des Ostermontags werden die Hände des Herrn Stéphane-Patrice Poupas derart heftig vor Angst zittern, daß er nicht einmal imstande sein wird, den Zündschlüssel in sein Auto zu stecken. Er wird zu Fuß aus Saint-Tropez flüchten und nach zwanzig Kilometern auf der Straße nach Norden zusammenbrechen, während Tausende von Kraftwagen achtlos über seinen Körper hinwegrollen werden, gesteuert von Tausenden Franzosen in heller Panik, für die es zwei Wochen vorher nur noch »den« Menschen gab, der allein zählt … (...) Panik ist keine heilsame Form der Furcht. Panik ist destruktiv. Sie löst auf, vernichtet.

Ähnliche Abwehrmechanismen finden sich bei dieser Bloggerin, die sich "Dame.von.Welt" nennt und offenbar Besuch von einer Krypto-Sezessionistin erhalten hat:
... ich schreibe zunächst von meiner Nachbarin, einer kultivierten und klugen Psychotherapeutin, die ich ewig nicht gesehen und vor einigen Tagen zum Essen eingeladen hatte. Mache ich nicht nochmal, sie saß an meinem Küchentisch, atmete Wein und Essen ein und sabbelte ohne Pause von “Gutmenschen”, Houellebecqs trauriger Unterwerfung, von Szenarien à la “Das Heerlager der Heiligen” (neu übersetzt und frisch erschienen im rechtsextremen Verlag Antaios), von ganz Afrika, das nach Europa wolle, von Muslimen, die am Rollback gegen Frauen schuld seien, von Zäunen, die höher gezogen und militärisch verteidigt werden müssen und vor allem von sich selbst.

Das Reden "von sich selbst" ist dann auch der Punkt, an dem sie die kultivierte und kluge Nachbarin erwischen will, indem sie sie als egoistisch, wohlstandsverdorben und empathielos zeichnet:
Sie: privilegiert geboren und aufgewachsen, privilegiert wohnend, lebend und arbeitend, sie ist verheiratet, kinderlos, mit nicht unter zwei Fernreisen/Jahr, Zweitwohnsitz in einer westdeutschen Idylle und gewillt, ihre Privilegien mit Klauen und Zähnen zu verteidigen. Wogegen ja noch nicht allzuviel einzuwenden wäre, würde sie sich nicht als Opfer gerieren, eine sie unmittelbar bedrohende Gefahr heraufbeschwören, Menschen entmenschlichen und einen vorauseilenden Abgesang auf Europa anstimmen.

Dieselbe Grundannahme wie bei Ladurner: es gibt gar keine Gefahr, die uns bedroht, und wir haben doch genug Ressourcen, um all den armen Menschen zu helfen... wobei ich gespannt wäre, wieviele von ihren eigenen "Privilegien" die "Dame von Welt" der Nächstenliebe zu opfern bereit wäre.
Als ich ihr von einem der vielen unbegleiteten Flüchtlingskinder in Deutschland erzählte – einer mittlerweile 19jährigen jungen Frau aus dem Südsudan, die als kleines Mädchen die Ermordung ihrer Eltern mitansehen mußte, vielfach gefoltert und vergewaltigt wurde, mit 12 auf verschlungenen Wegen nach Deutschland kam und von Freunden als Pflegetochter angenommen und vollfinanziert wurde, die letztes Jahr einen Superschulabschluß hingelegt hat, Krankenpflegerin werden will und eben ihre Probezeit erfolgreich absolviert hat und die immer wieder zur Nigerianerin gemacht und abgeschoben werden soll – da war die Nachbarin plötzlich sehr müde und ging mitten im Satz.

Tjo, meine Sympathie und mein vollstes Verständnis für die Nachbarin. Ich wäre an dieser Stelle auch furchtbar müde geworden, und hätte eingesehen, daß keine Verständigung möglich ist. Die Nachbarin hatte ein umfassenderes Bild im Kopf als die "Dame von Welt", die versuchte, auf ein einzelnes Rührstück abzulenken, das im größeren Rahmen betrachtet völlig irrelevant ist, das weder Houellebecq noch Raspail widerlegen kann.

Darauf könnte man nun mit Leichtigkeit mit zig negativen Gegenbeispielen antworten. Die einen füttern sich mit meist sentimentalisierten und kalkuliert ausgewählten Flüchtlingsgeschichten, die sie in der ZEIT und überall sonst lesen, die anderen fressen täglich fünf Meldungen auf pi-news über Rechtsbruch, Gewalt, Raub, Vandalismus und Vergewaltigung, von Landnahme und Überfremdung ganz zu schweigen.

Wir sind in einem Stadium der Krise angelangt, wo angesichts der schieren Masse der Einwanderer Einzelschicksale allein als Argumente nicht ausreichen. Die Fakten über den alles überwölbenden Vorgang des "großen Austausches" werden dem Massenpublikum systematisch vorenthalten (siehe die Serie von Thomas Schmidt hier, hier und hier).

Auch sonst ist die "Dame von Welt" einigen typischen Märchen aufgesessen. Sie verlinkt etwa auf eine Seite, die die "Festung Europa" anprangert, die es natürlich nicht gibt, denn sonst wäre kaum erklärlich, wieso in diesen Tagen die europäischen Länder bis in die kleinsten Käffer hinein überschwemmt sind von Einwanderern (ob man sie nun als "Flüchtlinge" oder "Asylanten" sehen will) und manche Städte wie Paris, Rotterdam, London, Birmingham oder Frankfurt bereits an der demographischen Kippe stehen.

Zitat aus einem Artikel:
A few arms and technology companies have reaped windfalls from the Europe’s immigration policy. The Migrants’ Files team ran the data, which means, in the first place, finding the data. The team analyzed 39 R&D projects financed by the EU or by ESA, the European Space Agency from 2002 to 2013 with a total funding of 225 million euro. All spent to protect Europe’s borders.

Na, wenn das der Fall ist, dann war das rausgeschmissenes Geld, denn diese Agenturen und EU-Projekte haben offensichtlich auf voller Linie versagt!

Nun gut, wie weit die Gehirnwäsche im Fall der Dame fortgeschritten ist, zeigt dieser Schnipsel, den man nicht weiter zu kommentieren braucht:
Wußten Sie, daß der 20. Juni auch der Gedenktag für die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen ist? Das zerstörte Nachkriegsdeutschland nahm mindestens 12 Millionen heimatlos gewordene Menschen auf, feindselig, widerwillig und unter Bereitung einer möglichst Kalten Heimat. Ist ja nicht so, daß wir nicht wüßten, was Empathie ist und wie Integration geht.^^

Das ist erschütternd naiv und historisch ahnungslos, aber inzwischen ein derart weitverbreitetes "Mem", daß dagegen kaum ein Kraut gewachsen ist. Auch dieses verquere Denken ist eine Folge der zweiten Art von Flut, der wir ausgesetzt sind: der Dauerbeschallung der Massenmedien, die die Köpfe unablässig bearbeiten und konditionieren. Raspail schreibt:
Die große Hure der Massenmedien liefert uns die globalen Events direkt ins Haus, aber all das bunte Getöse soll lediglich über ein gähnendes Nichts hinwegtäuschen. Darauf könnten wir spucken, aber wir würden den Schleim um uns herum nur noch vermehren. Das Publikum beginnt zu sabbern wie Pawlow’sche Hunde, wenn es die Nachrichtensendungen sieht oder die Zeitungen aufschlägt, und verwechselt dabei seinen Speichelfluß mit Hirnregungen. Die öffentliche Meinung fördert gezielt die Trägheit des Denkens. Das ist ja auch ihre Aufgabe.  (...)

Dreitausendzweihundertsiebenundsechzig Pfarrer kritzeln in diesem Moment fieberhaft eine Predigt für den nächsten Sonntag, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, welches Evangelium an diesem Tag vorgesehen ist. Wen interessiert das schon? Mit solchen Kleinigkeiten hält man sich doch schon lange nicht mehr auf. (...)

In der gleichen Minute entdecken zweiunddreißigtausendsiebenhundertzweiundvierzig Lehrer das Aufsatzthema für den nächsten Tag. »Beschreibt das Leben an Bord der Schiffe der unglücklichen Armada. Schreibt, was für Gefühle ihr für die Flüchtlinge hegt, wobei ihr zum Beispiel davon ausgeht, daß euch eine dieser verzweifelten Familien um Gastfreundschaft bittet.« (...)

Zur gleichen Zeit beschließen siebentausendzweihundertzwölf Oberschullehrer, den Unterricht am folgenden Tag mit einer Ansprache gegen Rassismus zu beginnen. Ob sie Englisch, Chemie, Geographie, Mathematik oder Latein unterrichten, tut nichts zur Sache. Ist es nicht unabhängig vom Fach Aufgabe eines Lehrers, kritische Gedanken anzuregen? Da man nun so einen ausgezeichneten Anlaß zur Verfügung hat, wird man also über den kathartischen Einmarsch der Flotte in den kapitalistischen Westen sprechen! Ein süffiges Thema, zu dem jeder etwas Schlaues sagen kann.

Das westliche Herz ist voller Illusionen und hat weder die Kraft noch den Willen, nein zu sagen. Eine Million einfältiger Aufsätze, die von einer Million weicher Väterherzen wider besseres Wissen gutgeheißen werden, können auf die Dauer eine Gesellschaft völlig zerrütten. (...)

Wo würde Pasolini heute stehen? Trotz des "Alis mit den blauen Augen" kann ich ihn mir kaum im Rudel der Vielfalts-, "Diversity"- und Buntheitsapostel vorstellen. Schon die hedonistisch-konformistische Linke seiner eigenen Zeit verachtete er zutiefst. Vielleicht wäre er heute in der Nähe von Köpfen wie Jean-Claude Michéa oder Costanzo Preve zu suchen.

Was er mit Raspail, der in ihm vermutlich nur einen weiteren links-subversiven Unterhöhler des "Westens" gesehen hat, gemeinsam hatte, war sein apokalyptischer Blick auf die Zukunft, und es ist vielleicht kein Zufall, daß er heute auch gerne unter identitären Revoluzzern zitiert wird. Auch in den "Freibeuterschriften" und "Lutherbriefen" finden sich verblüffend luzide, "prophetische" Stellen, die sich durchaus von "rechts" rezipieren lassen - worauf Thorsten Hinz (aka Doris Neujahr) bereits 1999 in der JF hinwies.

https://www.youtube.com/watch?v=FlLFr2lLvNM

Das Zitat aus dem Stück von Ianva ist eine Montage aus den "Lutherbriefen" (1975):
Die Zukunft ist bedrohlich und apokalyptisch. Die Söhne gleichen ihren Vätern in nichts mehr und sind einer Zukunft ausgesetzt, die zwar die ganzen Probleme und all das Elend von heute konserviert, qualitativ aber völlig anders sein muß. Während dieses schrittweisen Zerfalls waren meine kummervollen oder hämischen Kritiker damit beschäftigt, alle mit ihren schwachsinnigen 'Verpflichtungen' zu belästigen: die 'Verpflichtung' für Fortschritt zu kämpfen, für soziale Verbesserungen, für Liberalisierung, Toleranz, kollektives Arbeiten etc. etc. Daß der allgemeine Zerfall aber erst durch die Pervertierung ihrer eigenen Werte in Gang gesetzt wurde, merkten sie gar nicht!

In seinem letzten Interview, wenige Stunden vor seiner Ermordung in der Nacht zum 2. November 1975, sagte Pasolini zu einem Journalisten: "Siamo tutti in pericolo!" - "Wir alle sind in Gefahr!" Ich reiße dies hiermit dreist aus dem Zusammenhang, und rufe es Ulrich Ladurner und der "Dame von Welt" zu: Wir alle sind in Gefahr! Auch und gerade durch die Pervertierung unserer eigenen Werte!

Ihr und alle anderen, die heute den Kopf in den Sand stecken und sich an ihren humanitären Gefühlen und guten Absichten berauschen, ihr tätet gut daran, euch eure eigene "tief sitzende Angst", die zweifellos vorhanden ist (ja vorhanden sein muß, wenn ihr noch alle Tassen im Schrank habt) endlich einzugestehen und euch der Wirklichkeit zu stellen.

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (78)

Trouver
18. August 2015 18:02
Dreht dem Michel Rente ab -- da kann selbst die Frau v.d. Welt nicht weiter.

Liebe Brueder und Schwester, ich sage Euch - dieser buntesrepublikanische Minotauros uebernimmt sich von ganz selbst - ohne jegliche Beimache.
Ein gebürtiger Hesse
18. August 2015 19:11
Oh Mann ... dieser Zeit-Schreiber merkt nicht mal (= hat nicht mal das Format, zuzugeben), daß seine Diffamierung des "Heerlagers" in eben diesem Buch ja bereits vorweggenommen und gespiegelt wird. Doch leider können solche Typen, die sich selbst und ihren Lesern fortwährend in die Tasche lügen, sich nicht wiedererkennen. Sie verzerren die Wahrheit nicht zuletzt auch, um der Selbsterkenntnis zu entgehen. Ansonsten wäre das Eingeständnis der eigenen Angst, die unter dem Deckmantel von "Alis blauen Augen" (und ähnlichem Schmarrn) verborgen wird, nicht länger zu vermeiden.

Und was PPP angesichts der Lage heute tun würde? Mir fallen (als Zorn- und Raserei-Affekt) gewisse Bilder aus "Salò" ein, aber die bleiben mal besser unverlinkt. Ansonsten ... stünde er heute nie und nimmer mehr dort, wo er vor 45 oder 50 Jahren gestanden hat. Schon weil der heutige linksversiffte Konformitäts-Zwang mit Pasolinis, ja, "sezessionistischem" Charakter (der in den "Freibeuterbriefen" wie in praktisch jedem seiner Filme deutlich zum Vorschein kommt) völlig unvereinbar wäre. Nein, ich glaube, wir dürfen tatsächlich annehmen, daß er heute einer "von uns" wäre. Nicht anders als Bunuel.
Weserlotse
18. August 2015 19:11
Eine Figur, die Raspail nicht drastischer hätte erfinden können, und in der sich der ganze Irrsinn der herbeigesehnten Selbstabschaffung und der humanitaristischen Selbstbesoffenheit konzentriert, die nicht müde wird, das Szenario des Heerlagers als großartigen Traum zu besingen -- das ist ohne Zweifel Konstantin Wecker.

Wer die Nerven dazu aufbringt, sehe sich dieses Grusel-Machwerk an:

https://www.youtube.com/watch?v=CfJawNZm-rQ

Ich empfehle, einen Eimer in erreichbarer Nähe zu haben.

M.L.: Grandios! "Heerlager der Heiligen" ein weiteres mal von der Wirklichkeit übertroffen...
Waldgänger
18. August 2015 19:17
Danke! Lohnende Lektüre.
Pasolini stand schon damals etwas abseits vom linken Mainstream und leistete sich den Luxus eines eigener Gedanken.
Ich glaube nicht, dass er heute Sympathie für irgendeine linke Partei oder unsere rotlackierte SA hätte.
Ja, er hätte heute könnte mit den Identitären sympathisiert haben können.

M.L.: So weit würde ich nicht gehen, aber wenn die Identitären schlau sind, sollten sie sich auch bei ihm umsehen...

Aus Wikipedia:
"In seinem umfangreichen publizistischen Werk analysierte und problematisierte Pier Paolo Pasolini den Niedergang der sozialen und politischen Strukturen und Institutionen, wie er ihn in der italienischen Gesellschaft der sechziger und siebziger Jahre beobachten konnte. Hauptmerkmal dieses Verfallsprozesses sei das Verschwinden der Kultur des Volkes als Grundlage des gesellschaftlichen Fortschritts und das davon induzierte Fehlen von Werten und Inhalten des menschlichen Zusammenlebens.
Auslöser und tragende Kraft dieses Prozesses sei eine neue Form von Faschismus, die – anders als der Faschismus der Vorkriegszeit – von den Individuen verinnerlicht werde und in der Auslöschung des Andersseins und der kulturellen Differenzen seinen Sinn finde. Seine Erscheinungsformen sind für ihn die konformistische Anpassung an das Entwicklungsmodell des neuen Kapitalismus ..."


Das "Verschwinden der Kultur eines Volkes" hätte er ja heute gut beobachten können - in Italien ebenso wie in Deutschland.

Und die "neue Form von Faschismus" hat sich seit damals weiter vervollkommnet (d.h. totale Anpassung an die Wünsche eines nunmehr globalen Kapitalismus der Oligarchen zusätzlich zum wirken einer neuen Spielart von SA, also der sog. "Antifa")


Ladurners Text wiederum ist typisch für viele Artikel in der ZEIT:
Viele Worte, wenig Inhalt, belanglose Beschwichtigung statt ernsthafter Analyse.
Texte für gelangweilte und pensionierte 68er.
Obwohl ... irgendwann einmal, früher, in ihrer Jugend, da hätte auch manch einer der ergrauten ZEIT-Leser solche Beiträge wie von Ladurner für intellektuell flach und dünn gehalten.
Aber man baut im Alter ja meist etwas ab.
Nemo Obligatur
18. August 2015 19:51
@ Weserlotse

Danke für den Link. Und für die Warnung. Ich habe es ca. 15 Sek. ausgehalten, dann habe ich abgeschaltet. War nicht länger zu ertragen.

Wenn ich solche Videos sehe, denke ich: Jetzt sind wir fällig. Eine Kultur, die sich selbst so gering achtet, die ist erledigt. Das hat auch nichts mehr mit Humanität oder Nächstenliebe zu tun. Das ist nur noch die pure Lust am Untergang.
Nils Wegner
18. August 2015 19:56
Die "Dame von Welt" ist zumindest offensichtlich nicht von dieser hier, als ehemalige Bloggerin beim Freitag und Groupie von Hajo Funke... Keine weiteren Fragen.
Möglichkeiten
18. August 2015 19:59
Ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht, was jeder einzelne konkret tun kann, um die geistig-politische Wende etl. möglich zu machen.

Ich liebe mein Vaterland; aber ich verachte diesen Staat und das derzeitige politisch System.
Ich bin aus Überzeugung Demokrat; aber das herrschende System ist NICHT demokratisch.

Es ist eine Komplizenschaft aus Volksverrätern in allen Bundestagsparteien, den gleichgeschalteten Massenmedien, die ausschließlich eine einzige Richtung vertreten, nämlich volksfeindlich und überfremdungsfreundlich; anti-national und pro-europäisch und der gigantischen Asyl- u. Ausländerindustrie (Sozialarbeiter, Pro-Asyl-Gruppen, etc).

Diese drei Standbeine des Systems darf man keine Beachtung mehr schenken.
Sie wollen alle “rechts” , d.h. normal denkenden Deuschen aus der Gesellschaft ausgrenzen.

Drehen wir den Spieß einfach um und verweigern wir ihnen jede Gefolgschaft.

1. Keine Bundestagsparteien mehr wählen, sondern nur Parteien die dezidiert pro-deutsch und national sind.

2. Allen Massenmedien den Geldhahn zudrehen; kein Abos, keine Zahlungen jedweder Art für Presse, Funk und Fernsehen. Abos kündigen, keine Zeitungen u. Zeitschriften mehr kaufen, informiert euch notfalls kostenlos über die online-Ausgaben der Lügenpresse aber gebt ihnen kein Geld mehr, GEZ kündigen, so selten wie möglich ihren Dreck überhaupt lesen oder fernsehen.
Nur noch nationale Zeitungen oder online-Seiten lesen.

3. Jeder Schauspieler, Prominente, Musiker etc. der sich gegen Rechts ausspricht, oder der sich überfremdungsfreundlich äußert in dem er zB. Sachspenden für “Flüchtlinge” unterstützt, etc. wird geächtet.
Man guckt seine Filme nicht merhr, hört seine Musik nicht mehr und geht nicht auf seine Veranstaltungen u. Konzerte,etc..

4. Das gleiche gilt für Arbeitskollegen u. entfernte Bekannte: wer sich für die Völkerwanderung ausspricht und damit sein Volk u. Vaterland verrät, dem kündigt man die Freundschaft und beschränkt seinen Umgang mit ihm auf das absolute Minimum. Zeigt ihnen eure ganze Verachtung; brecht mit ihnen.

M.L.: Sie werden bald sehr einsam sein.

5. Im Grund geht es darum eine Gegenöffentlichkeit aufzubauen; autonom und autark zu Medien und Politik zu werden und den staatlichen Organen und allen Volksfeinden zu sagen, wir werden nicht akzeptieren, dass ihr durch Masseneinwanderung den “Großen Austausch” und damit die biologische Vernichtung des deutschen Volkes durchführt.

Wir sagen euch und allen die euch wie auch immer unterstützen den friedlichen totalen Widerstand an.

Den das was jetzt live in Echtzeit hier abläuft ist im Grunde ein epischer “Endkampf” Gut gegen Böse; es geht um das Überleben des deutschen Volkes; die die Deutschland und unser Volk abschaffen und eine multikulturelle Gesellschaft mit einer “eurasisch-negoriden” nicht-deutschen Mischbevölkerung etablieren wollen, dürfen nicht gewinnen.
Bran
18. August 2015 20:04
@Weserlotse: Danke, dass Sie mir diesen Einblick in die infantile Seelenlandschaft eines der ältesten typischen Neulinken gewährt haben. Ich habe diesen Sch**dreck ja dermassen nicht vermisst.
Und böse wie ich bin habe ich in der ersten Strophe dies gehört:

"Ich hab einen Traum, wir öffnen die Grenzen
und lassen alle herein,
alle die fliehen verhungern und morden..."

Aber nein, der Konstantin hat je gesungen:

"Ich hab einen Traum, wir öffnen die Grenzen
und lassen alle herein,
alle die fliehen vor Hunger und Mord..."

Ich krieg das beklemmende Gefühl aber nicht los, dass ich mit meinem zuerst Gehörten näher an der Wahrheit liege.
Arkanthus
18. August 2015 21:14
Haha, das Lied ist wirklich göttlich. Am besten: "Ihre Kinder werden unsere sein". Wenn das auf lange Sicht mal nicht genau andersherum sein wird. Und dann die Stelle, wo die "Gottgesandten" (er meint wohl den IS) und diese ewigen Nationalistenhorden, die man immer dazu in Scheinrelation herbeiphantasieren muß, plötzlich das Licht sehen und sich schlagartig zum Gummibärchi-Lilalaune-Humanismus bekehren. Priceless, Wecker ! Party auf der Titanic.
Taurec
18. August 2015 21:20
"Ich bin aus Überzeugung Demokrat; aber das herrschende System ist NICHT demokratisch."

Ich fürchte, es ist durch und durch "demokratisch".

Im Zyklus der Völker bleibt die Wehrhaftigkeit intakt, die innere Ordnung bestehen, solange sie ständisch strukturiert sind, solange das Leben von einer (über Jahrhunderte) organisch gewachsenen Ordnung bestimmt ist. Die äußere Form des Staates ist in dieser Zeit in Organisation gegossenes Gewohnheitsrecht.

Erst wenn eine Form der Pöbelherrschaft – bereits als Folge der Schwäche der gewachsenen Ordnung – sich etabliert, z. B. die Demokratie, bricht die gewachsene Struktur des Volksorganismus von oben herab zusammen. Erst dann geben sich die Völker Verfassungen. Ein richtiger Staat bedarf keiner Verfassungen, weil er – das Volk – selbst in Verfassung ist. Die Abfassung einer Verfassung zeigt vielmehr den Mangel an echter Verfassung an. In diesem Sinne betrachte ich alle heutigen Staaten als instabile, anorganische Surrogate, Scheinstaaten ohne höhere Weihen, ohne Daseinsberechtigung. Im Altenheim der Völker sind Republiken die Herz-Lungen- und Dialysemaschinen, deren Nutzer in der Regel in äußerst schlechter Verfassung sind.
Dasselbe mit Oswald Spenglers Worten ausgedrückt. "Sie bekämpfen vor allem die langsam herangewachsene und gereifte Kulturform des Staates, weil sie sie nicht in sich haben wie die gute Gesellschaft, die society des 18. Jahrhunderts, und sie deshalb als Zwang empfinden, was sie für Kulturmenschen nicht ist. So entsteht die »Demokratie« des Jahrhunderts, keine Form, sondern die Formlosigkeit in jedem Sinne als Prinzip, der Parlamentarismus als verfassungsmäßige Anarchie, die Republik als Verneinung jeder Art von Autorität."
Quelle: "Jahre der Entscheidung", ein Muß für jeden, da es die heutige Situation, u. a. das Bündnis der Revolution von innen (der links durchseuchten Pöbelherrschaft in Verbindung mit den Mächten der Wirtschaft) mit der Revolution von außen (dem Aufstand der Farbigen gegen ihre einstigen Unterdrücker) haargenau vorwegnimmt.

Die Demokratie ist Teil der einen Seite der Einebnung der Kultur. Sie ist das politische Werkzeug der Geldmächte, die anonym im Hintergrund wirkend der dummen Masse Selbstbestimmung vorgaukeln. Komplement der Demokratie sind die Massenmedien. Sie geben die Inhalte. Die Demokratie täuscht freie Entscheidung für diese Inhalte vor. Echte Demokratie im Sinne des Wortes ist dauerhaft unmöglich. Es handelt sich um eine reine Utopie, die oberhalb einer Organisationebene, auf der alle Beteiligten einander persönlich kennen, z. B. ein Dorf oder das altisländische Althing (die Versammlung der gleichberechtigten freien Männer) oder der frühe römische Senat, für alle Zeiten unmöglich ist. Sie ist wider die Natur, die stets organisch und hierarchisch aufgebaut ist. Der Mensch macht darin keine Ausnahme. Erst in einem toten Organismus sind alle Zellen und Organe gleichberechtigte Abbaumasse für Aasfresser von innen und außen.

Daher rührt der Sinn für Distinktion, der in allen traditionellen Gesellschaften vorhanden ist, das "Pathos der Distanz", die grundsätzliche Anerkennung der Tatsache, daß Menschen verschieden sind. Stände, Schichten, Familien, Männerbünde, Berufe, Zünfte, Ethnien, Einzelpersonen grenzen sich voneinander ab. Nicht zuletzt weist einem das Schicksal entsprechend den eigenen Fähigkeiten seinen Platz zu. Wer nicht taugt, sinkt von seiner Stellung herab oder gelangt gar nicht erst dorthin. Gleichheit aller, die im demokratischen Rahmen als weltfremde Forderung lediglich gestellt wird, ohne je verwirklicht zu sein, ist ein Unding.

Ansichten wie diese sind auf dem herrschenden Parkett natürlich nicht anschlußfähig. Man betrachte obiges daher als Randmeinung und keineswegs repräsentativ für dieses Forum. ;-)

M.L.: Außerdem beim Thema bleiben, bitte...
John Haase
18. August 2015 21:22
In letzter Zeit empfinde ich nicht mehr so viel Haß und Verachtung auf meine Landsleute. Es hat sich eine gewisse Belustigung eingestellt. Ich konnte mich auch über Konstantin Weckers Lied nicht so richtig aufregen, weil es einfach so bekloppt ist. Es ist ein bißchen so, als wenn ein Zweijähriger einem sagte, man solle sich "in's Knie ficken". Wer wird sich schon darüber aufregen?

M.L.: Ich. Es gibt mir immer einen Stich, wenn ich schon kleine Kinder so reden höre...

In Konstantin Weckers Welt gehört er anscheinend zu den Armen, die mit den Flüchtis das Brot und die Not teilen, während die Reichen traurig zusehen und den Armen die Flüchtlingsneger neiden, oder habe ich das falsch verstanden? Es ist wirklich sehr sehr 90er Jahre.

M.L.: Noch früher, das ist so ein inzwischen komplettversteinertes, scheintotes Fossil aus den Siebzigern, genau aus der Zeit, als Raspail das "Heerlager" schrieb...

Überhaupt ist diese ganze Mönschelei bei Facebook nur noch peinlich. Wie sich alle an diesem Kleinkind erfreuen, das auf die Frage, ob in seinem Kindergarten Ausländer seien antwortet, nein, da seien nur Kinder. Die Kommentare dazu lassen einen laut auflachen. So sagt einer etwa, daß er selbst in dem Alter nicht so weit gewesen sei (ist er es heute?) und der Stern titelt bei Facebook "Vierjähriger beantwortet mal eben die Flüchtlingsfrage". Daß man gerade ein Kleinkind, das gar nicht versteht, worum es überhaupt geht, zum moralisch-politischen Vorbild erhebt checkt schon keiner mehr. Noch absurder ist nur die Erhebung von Till Schweiger zur einer Art BRD-Rammbock für besonders weit offenstehende Türen. Original-Zitat Till Schweiger:

"mach dein urlaub!!! hochverdient!!! und jetzt verpiss dich geh auf die NPD( gross nur damit jeder es checkt- nich aus respekt) seite um ne stimme zu kriegen! hier hast du ab jetzt hausverbot!!!! und jetzt fang an zu heulenpasst zu dir! weil dein leben so scheisse ist und die fluechtlinge, denen es so gut geht, dir deinen reichtum wegnehmen wollen"

M.L.: Sagt ein Vollidiot, der vermutlich Millionär ist...

Ich schwöre, es ist echt.

Herr Lichtmesz hat es vor ein paar Jahren mal irgendwo geschrieben (sinngemäß): der Kampf der Zukunft wird nicht rechts gegen links sein, sondern geistig gesund gegen geisteskrank. Ich fand das damals eine seltsame Aussage, heute nicht mehr. Ich nenne die Gegenseite nur noch sehr ungern "links", weil ich ihr jegliche geistige oder moralische Legitimation absprechen möchte.

M.L.: Wörtlich habe ich, glaube ich, vom "common sense" gesprochen. Ich bin sowas von altmodisch. Ich fühl mich langsam allerdings auch nicht mehr ganz "geistig gesund"..
Martin Lichtmesz
18. August 2015 21:29
Mein Lieblingslied aus dem Genre ist immer noch das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=PyjWEIHqDbE
Mr. Kurtz
18. August 2015 21:32
@Möglichkeiten
...
6. Den Konsum und die Lohnarbeit auf ein Minimum reduzieren (oder letztere, wenn möglich, ganz einstellen). Dadurch gewinnt man a) etwas mehr Freiraum (es geht hier nicht um eine gesamtgesellschaftliche Utopie) und versorgt b) das irrsinnige System mit weniger Mitteln (Gerade die austerbende Art der "Netto-Steuerzahler" hält den ganzen Wahnsinn am Laufen). Und vor allem c): Es stärkt die eigene, innere Hygiene in einer kranken Umgebung.
7. Ansiedlung von Gleichgesinnten. Tendenziell ländlich und östlich. (Gegen Eifel, Pfalz etc. ist natürlich auch nichts einzuwenden). Halbleerstehende Dörfer gibt es zuhauf. Umfassende ökonomische Kooperation.
Waldgänger
18. August 2015 21:58
Bizarres Video!
Der Wecker hat´s doch mit Kokain gehabt ...
Heinz Obst
18. August 2015 22:02
@Möglichkeiten

"Wir sagen euch und allen die euch wie auch immer unterstützen den friedlichen totalen Widerstand an."


"Friedlicher, totaler Widerstand" = Widerspruch in sich

"GEZ kündigen"


Es handelt sich bei dieser Zahlung um eine Zwangssteuer, genauer gesagt um eine zwangsweise eingetriebene Propagandasteuer.

Ihnen dürfte bekannt sein, was passiert, wenn sie das Zahlen irgendwelcher Steuern verweigern? - Stichwort Repression

Genau dasselbe, bis hin zur Existenzvernichtung würden Sie für sich selber heraufbeschwören, stellten Sie die Zahlung dieser Zwangssteuer ein. Derartige Fälle sind Legion. Wenige Mausklicks genügen, um dies herauszufinden. Bisher ist (mir) kein einziger Fall bekannt, wo es einem der Zwangskunden der GEZ gelungen wäre, sich dauerhaft der Zahlung dieser Zwangsabgabe erfolgreich zu entziehen.
Urwinkel
18. August 2015 22:21
"Der Wecker hat´s doch mit Kokain gehabt …"


Ja, ist aber nicht weiter schlimm; das steckt der weg. Wecker ist überhaupt ein Lebemann und Halodrio und deshalb kümmern ihn die Folgen seiner Worte nicht besonders. Für viele, die zwar keine Liedermacher sind, aber genauso ticken ist er ein unanfechtbares Vorbild: was er sagt und singt, gilt. Warscheinlich braucht man Koks um sich selbst in seiner Vorbildwirkung zu bestätigen. Von TS wirds übrigens dem hörensagen-nach auch behauptet.
Frenchman
18. August 2015 22:21
Hier mal ein etwas anderes Lied:

https://www.youtube.com/watch?v=hSdrazyIvT4

Wenn ich die Systempropaganda-Nachrichten auf DDR 1 und DDR 2 über die Invasion durch illegale Einwanderer sehe, komme ich mir immer vor, als ob ich in einem Bunker in der Wüste von Nevada in den 50ern sitze und gerade eine Atombomben-Explosion gesehen hätte.
Nordlaender
18. August 2015 22:45
@ ML

"Mein Lieblingslied aus dem Genre ist immer noch das hier:
https://www.youtube.com/watch?v=PyjWEIHqDbE"

Ganz vielen Dank dafür, Herr Lichtmesz, Freude bereitet mir besonders der erste phunkige Teil, der mich ein wenig an Herwig Mitteregger und Spliff erinnert und das Wiedersehen mit dem unermüdlichen Zeichensetzer und Aufsteher Georg Danzer.

M.L.: Danzer ist der Beste! Der schaut auch so geil superernst drein...

https://www.youtube.com/watch?v=1lKr8J1VEHk

Bedanke mich mit meinem absoluten Lieblingstitel "We are the world", heiße nun zwar nicht gerade Claus Kleber, aber der Einsatz Bruce Springsteens (2:13) schlägt immer wieder die allertiefsten Saiten meiner Seele an:

https://www.youtube.com/watch?v=Zi0RpNSELas

M.L.: Ich bekomme immer eine Gänsehaut, wenn die Cyndi Lauper nach vorne hechtet und losquakt, daß sich die Balken biegen. Kana waaß, kana vasteht...
Der_Jürgen
18. August 2015 22:49
@Taurec
"Ich bin aus Ueberzeugung Demokrat, aber das herrschende System ist nicht demokratisch."

Eine anfechtbare Aussage. Wenn Sie unter "Demokratie" verstehen, dass das Volk zwischen mehreren Parteien wählen kann, ist die BRD in der Tat demokratisch. Ein Volk kann durch konzertierte Lügenpropaganda dazu gebracht werden, seinem eigenen Untergang ganz demokratisch zuzustimmen.

Im Mai 2002 musste der amtierende französische Präsident Jacques Chirac, ein Befürworter der "Multikultur" und der afrikanischen Immigration, in der Stichwahl gegen Jean-Marie Le Pen vom Front National antreten, der die Einwanderung stoppen wollen. In freier und geheimer Abstimmung entschieden sich 82% der Wähler für Chirac und damit für ihre eigene Verdrängung. Als mildernden Umstand kann man diesen 82% zwar zubilligen, dass ihr Urteilsvermögen durch die pausenlose Propaganda der Lügenpresse umnebelt war, doch werden auch noch so viele mildernde Umstände das französische Volk nicht vor dem Untergang bewahren, wenn kein radikales Umdenken erfolgt.

In Irland, einem traditionell katholischen Land, stimmte unlängst eine deutliche Mehhrheit für die Legalisierung der Schwulenehe. Wenn Sie, Taurec, Demokrat sind, müssen Sie dieses Ergebnis respektieren. Würde heute in der BRD oder Frankreich oder der Schweiz eine Volksabstimmung über die Wiedereinführung des Abtreibungsverbots stattfinden, so wären mit Sicherheit zwei Drittel der Bevölkerung oder mehr gegen eine solche Wiedereinführung. Wenn Sie Demokrat sind, Taurec, müssen Sie sich der Mehrheit fügen und die massenhafte Kindestötung im Mutterleib hinnehmen, mit den unvermeidlichen demographischen Folgen.

In der BRD wählt das Volk weiter brav CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke, jenes Parteienkartell also, dessen gemeinsames Ziel das Aufgehen des deutschen Volkes in einem "multikulturellen" Völkerbrei ist. Ja, immer mehr Menschen murren über die endlose Migrantenflut, über den Irrsinn des Gender Mainstreaming, über die "Griechenlandhilfe" (dass die deutschen Milliarden gar nicht an Griechenland, sondern an die Bankster gehen, wissen diese Menschen kaum je). Fragt man sie jedoch, warum sie nicht NPD oder zumindest ADF wählen, so wehren sie erschrocken ab: Mit "Rechtsextremisten"; "Rechtspopulisten" und sonstigen "Rechten" hätten sie nichts am Hut. Sie übernehmen die Phraseologie des Systems, das sie ausrotten will. Sie grenzen sich von Menschen, die im Grunde dasselbe wollen wie sie, ab, weil das System diesen eine Etikette an die Brust geklebt hat. Die Herrschaft erfolgt in der Demokratie, wie in Orwells 1984, auf dem Weg über die Sprache. Wer die Begriffe definieren kann, hat gewonnenes Spiel. (Ich erinnere hier an das Buch von Manfred Kleine-Hartlage "Die Sprache der BRD", das man gar nicht genug rühmen kann.)

Wenn das deutsche Volk und mit ihm die anderen europäischen Völker gerettet werden sollen, geht das nicht auf demokratischem (d. h. parlamentarischem) Weg, Taurec. Es geht nur auf dem Weg über eine Revolution.

M.L.: Bitte beim Thema bleiben und andere Usernamen wählen, nochmal werte ich als Provokation.
Arminius Arndt
18. August 2015 22:51
Die einen füttern sich mit meist sentimentalisierten und kalkuliert ausgewählten Flüchtlingsgeschichten, die sie in der ZEIT und überall sonst lesen, die anderen fressen täglich fünf Meldungen auf pi-news über Rechtsbruch, Gewalt, Raub, Vandalismus und Vergewaltigung, von Landnahme und Überfremdung ganz zu schweigen.


Ja, in der Tat findet eine Polarisierung statt - und einem nicht unerheblichen Teil ist nach wie vor alles eher egal (evtl. die wahre "schweigende Mehrheit"?).
marodeur
18. August 2015 22:57
Es ist seltsam, wenn man jeden Tag das Gefühl hat, man ist in einem Roman aus dem 70er-Jahren gefangen und hat eine Art fruchtlose Kassandra-Rolle zu spielen. Wir können nur noch debattiere und warten. Raspail hat auch das recht gut beschrieben:
Wir leben in einem Jahrhundert der korruptiven Worte. Wir benutzen die Worte, um den Taten auszuweichen, während wir auf das Unabwendbare warten, das jenseits der Worte steht und das Worte nicht abwenden können.
Rumpelstilzchen
18. August 2015 23:16
Mein netter Nachbar wollte mich schon einmal zu einem Wecker Konzert einladen. Erschrocken lehnte ich ab. Ich schaffe es einfach nicht, diesen Liedermacher gut zu finden. Es geht nicht !!! ! Ich empfinde es als Beleidigung, wenn jemand denkt, den müßte ich gut finden.
Das ist nicht mit dem Verstand zu erklären.
Denn ich bin ja auch kein Rassist und möchte , dass alle Menschen so gut und friedlich leben können wie wir. Nur eben in der Mehrheit bei sich daheim.
Jetzt sind die Tore offen. Damals waren die Türen noch zu:
http://www.myvideo.de/musik/katja-ebstein/ein-indio-junge-aus-peru-zdf-disco-13-04-1974-video-m-9756743

Das Schockvideo von Konstantin hat der Diskussion einen Linksdrall gegeben.
Und Konstantin wollte ja gegen die Faschisten demonstrieren. Aber er hat Angst. Weil sein Freund Paule wegen seiner dicken Stange in U-Haft sitzt.
http://www.taz.de/Anti-Pegida-Demonstrant/!5220597/
Auch die Linke hat Leute mit dem X-Faktor.
Wir haben die gleichen Ängste. Wollen wir nicht alle das Eine ? Und warum finden unsere Herzen dann nicht zueinander ?
Albert
18. August 2015 23:18
Martin Lichtmesz ist mein Lebenselixier in dieser dürren Zeit. Ich hungere immer auf den nächsten Artikel von ihm. Es gibt neben Thorsten Hinz keinen Kolumnisten in unserem Milieu, dessen Zeitgeist-Analysen ähnlich sensibel und tiefschürfend sind wie seine.

Genug geschleimt, aber bitte mehr davon!!
Nordlaender
18. August 2015 23:32
@ ML

"Ich bekomme immer eine Gänsehaut, wenn die Cyndi Lauper nach vorne hechtet und losquakt, daß sich die Balken biegen."

Hmmmmh ... ganz sicher bin ich mir nicht mehr ... war das damals Harald Schmidt? Mit einer gehässigen Anmerkung gegenüber Paola Felix ("Verstehen Sie Spass")? Jedenfalls so eine These, daß sich gewisse Hippeligkeiten (scheinbare ADHS-Symptome) sich durchaus ablegen ließen, erledigte der Kulturschaffende denn das Austreten bereits vor seinem Auftritt auf der Schaubühne.
Nordlaender
18. August 2015 23:40
@ Rumpelstilzchen

"Denn ich bin ja auch kein Rassist"

Warum sind Sie denn ganz konkret keine Rassistin?
Was ist das eigentlich, Rassismus?
Martin Lichtmesz
18. August 2015 23:41
Wenn der Konstantin heute gegen "Faschisten" hetzt, dann hat er die Message von seinem eigenen Song vergessen... oder er war von vornherein zu blöd, sie zu kapieren.
https://www.youtube.com/watch?v=86S1iKWw654

Immer noch werden Hexen verbrannt
auf den Scheiten der Ideologien.
Irgendwer ist immer der Böse im Land
und dann kann man als Guter
und die Augen voll Sand
in die heiligen Kriege ziehn!


Superlied... weckt in mir sentimentale Erinnerungen. Zu seinem neuen Meisterwerk allerdings sage ich NEIN!
Faber
19. August 2015 00:13
Die beste Erklärung, warum Deutschland (bzw. ganz Europa) sich austauschen lässt, liefert m.E. Hilaire Belloc in "The Great Heresies". Bereits die Einführung "What is Heresy?" erklärt umfänglich, ganz ohne katholischen Standpunkt, worum es im wesentlichen geht.

http://en.wikisource.org/wiki/The_Great_Heresies

Hier in Brasilien gab es vor wenigen Jahrzehnten eine Militärdiktatur. Deren Fehler bestand darin, dass sie liberal war. An den Universitäten durften die Linken schwätzen, was sie wollten, solange sie "friedlich" waren. Heute verfügen sie über den ganzen Kontinent.

Mitleid mit Häretikern und Hexen ist der zentrale Fehler.

M.L.: Das denken unsere Freunde auch. Und Hexen sind etwas deutlich anderes als Häretiker.
enickmar
19. August 2015 00:28
... das was jetzt live in Echtzeit hier abläuft ist im Grunde ein epischer “Endkampf” ...


Träumerle. Das war schon. Spätestens '45.
enickmar
19. August 2015 00:31
@ Möglichkeiten

Hab' ich längst hinter mir. Nun im Exil. Und nun ?
enickmar
19. August 2015 00:39
Klammheimliche Sympathie. Dabei erwische ich mich immer öfter. Zumindest Verständnis für eine globale Elite denen das Volk höchst suspekt ist. Das Volk, dumm, opportunistisch, selbstsüchtig und obrigkeitsgläubig. Wehe es fällt in die falschen Hände. Aufgrund seiner Zahl von hoher Potenz und durch seine Manipulierbarkeit zu allem fähig. Sogar zur Selbstvernichtung. Alles was es dazu braucht ist es, die kleingeistige Eitelkeit und die niedersten Triebe anzusprechen.
Besser, man züchtet es noch dümmer, aber vor allem schwächer. Dann kann es keinen Unfug mehr anstellen, jedenfalls keinen gefährlichen mehr.
Carl Sand
19. August 2015 00:53
"(...) durften die Linken schwätzen, was sie wollten, solange sie friedlich waren. Heute verfügen sie über den ganzen Kontinent".

Martin Lichtmesz hat schon trefflich repliziert. Im Übrigen sind die linksnationalen, indigenen Regierungen so ziemlich das Einzige, was mit an Staatlichkeit jenseits des großen Teiches sympathisch ist.

Der Feind steht nicht links. Das ist betoniertes Gefasel der 50er Jahre. Der Feind bedient sich der "Linken".
Martin Lichtmesz
19. August 2015 01:15
Martin Lichtmesz hat schon trefflich repliziert. Im Übrigen sind die linksnationalen, indigenen Regierungen so ziemlich das Einzige, was mit an Staatlichkeit jenseits des großen Teiches sympathisch ist.

Der Feind steht nicht links. Das ist betoniertes Gefasel der 50er Jahre. Der Feind bedient sich der „Linken“.

Und überhaupt: Super, Militärdiktatur, genau das politische System in dem ich leben möchte, und ihm dabei helfen, es von Hexen und Häretikern zu säubern...
Andreas Walter
19. August 2015 03:00
@Nordlaender

Rassismus ist es, wenn du Weisser bist und ein Farbiger und kein Weisser dich in deiner Wohnung oder auf der Strasse überfällt um dich auszurauben, oder ein Farbiger und kein Weisser deine minderjährigen Tochter angrapscht und du ihm dafür die Zähne polierst, bevor du von seinen Kumpels oder seiner Sippe totgeschlagen wirst.

Es ist völlig egal, welche Hautfarbe diese Leute haben oder woher sie kommen, die gerade auch unser Land unsicherer machen, in einen noch nie dagewesenen Ausnahmezustand versetzten, Krankheiten, Kriminalität, organisiertes Verbrechen und potenziellen Terrorismus in unser Land bringen. Von den bereits alltäglichen Übergriffen und Respektlosigkeiten, Missachtung unser Kultur und unseren Sitten, unseren Umgangsformen ganz zu schweigen.

Darum ist es auch gut so, dass die Polizei und auch die Gerichte, die Ärzte und die Feuerwehr schon jetzt vollkommen überfordert sind, denn dann haben sie auch schon bald keine Kapazitäten mehr frei um sich noch um andere zu kümmern. Lasst die anderen ruhig das Feuer legen, dann ist's Notwehr.

Denn auch Gutmenschen sind vor Überforderung und Burnout nicht gewappnet. Also ruht euch lieber noch ein bisschen aus, bereitet euch vor, tankt Kraft. Ist erstmal alles ausser Rand und Band, ist erstmal alles ausser Kontrolle werdet ihr sie noch brauchen, schreien die Weichgespülten doch als erstes dann wieder nach Papa, nach Vater Staat (der im Augenblick noch eine Mutti ist).

Das hier hätte Pasolini womöglich miterlebt, sehr zu seiner Verwunderung:

https://www.youtube.com/watch?v=fX73ggsMNEI
Möglichkeiten
19. August 2015 05:57
"Wenn das deutsche Volk und mit ihm die anderen europäischen Völker gerettet werden sollen, geht das nicht auf demokratischem (d. h. parlamentarischem) Weg, Taurec. Es geht nur auf dem Weg über eine Revolution."

Da gebe ich Ihnen ja vollständig recht; nur....wie soll eine solche organisiert, gesteuert, ja nur begonnen werden?

Den Beginn einer Revolution oder eines Volksaufstandes (vergleichen Sie bitte den 17. Juni 1953 oder 9. Novemer.. äh...1989) können Sie nicht über das Internet lostreten; allenfalls vorbereiten helfen.

Und solange das große Abschlachten der Deutschen noch nicht begonnen hat; es bei Vorzeichen (Vergewaltigungen durch Migranten, "plötzlich" so vermehrt auftretende Taschendiebstähle und Trickbetrügereine, vermehrte "sonderbare" Häufungen von Einbrüchen u. Überfällen in der Nähe von Asylbewerberheimen, et.) bleibt und das Regime den Anschein der normalen Realtiäten (die bekannten 5 F`s -Fernsehen, Facebook, Fressen, Fußball, Fi..en) in dieser Matrix aufrecht erhalten kann, passiert hier leider gar nix.

Aber sie haben grds. natürlich völlig recht, was mir auch sonnenklar war als ich die Zeilen geschrieben habe. Und so bleibt nur zu hoffen auf:

Revolution - is coming soon.

M.L.:... and it will not be televised.
nörgler
19. August 2015 06:36
Der Wecker ist genau genommen der Prototyp des heutigen Gutmenschentums.Immer schon gewesen.Noch nicht einen Finger bei Arbeit krumm gemacht,aber
mit wirrem Gestammel die Welt retten wollen.
Geistiges Onanieren halt.Diese Haltung hat sich leider durchgesetzt,siehe unsere „Eliten”.Es ist schlicht und einfach zu spät,diesem grassierenden
Wahsinn noch etwas entgegen setzen zu wollen,leider.
Mr. Kurtz
19. August 2015 07:50
@enickmar
...Zumindest Verständnis für eine globale Elite denen das Volk höchst suspekt ist. Das Volk, dumm, opportunistisch, selbstsüchtig und obrigkeitsgläubig.
------------------------------
Das liest sich aber doch eher wie eine Beschreibung "unserer" Eliten. Sollte die Distanz zwischen der "Elite" und "ihrem" Volk am Ende doch nicht so groß sein ? Außerdem steckt in der Äußerung die gewagte These, daß es jemals anders war. "Wir" müssen schon mit dem Menschen zurecht kommen, so wie er ist - immer war und immer sein wird.
Optimist
19. August 2015 07:53
Die geniale Raspail Vision habe ich nun halb durch....bin wirklich sehr dankbar per Zufall auf dieses Werk und dadurch diese Seite gekommen zu sein.

Was mich doch optimistisch stimmt, sind die vielen vielen "politisch unkorrekten" Meinungen, die derzeit überall aus dem Boden sprießen. Selbst in meinem Umfeld (eher linksliberal) wächst der Unmut über die --teilweise ans groteske grenzende-- Verzerrung der Realitäten. Aber! das wird sich einspielen! Durch die Kaperung der Medien durch das "Tier" kann man das eine ganze Weile kaschieren...aber eben nicht auf Dauer. Selbst wenn viele (auch ich...wofür mich mich schäme) Angst habe öffentlich meine Meinung kundzutun oder gar einer gemäßigten Vernunftpartei (zum Bsp. ALFA) beizutreten...an der Wahlurne wird es niemand sehen...und ich bin sehr zuversichtlich, dass die wahren Verhältnisse --abseits des offiziellen Bildes-- schon bald in Schieflage geraten werden.

Aus deutschem Blickwinkel: Die nächsten Bundestagswahlen kommen in 2017 und entweder unsere nach links verrutschten C-Parteien kommen in die Spur, oder es wird ein sehr interessantes Erwachen geben. Man stelle sich einen Bundestag vor mit AFD 15%...ALFA 15%... FDP 10%...CDU 25%....SPD...10%...Grüne...10%...LINKE...10%....REST 10%....oder so ähnlich.

Zugegeben, hierfür wären noch massive gesellschaftliche Umwälzungen notwendig, aber unsere Entscheidungsträger arbeiten hart, kontinuierlich, zielstrebig und vielleicht erfolgreich daran, Die schaffen das! Von daher bin ich guter Dinge, dass der Zivilisationskollaps ausbleiben wird.
Peter Niemann
19. August 2015 08:19
Ach, lieber Herr Lichtmesz, liebe Sezession, Kommentatoren: Das ist alles so furchtbar deprimierend, daß es so viele Gesellschaftszerstörer wie Dame.von.Welt, K. Wecker oder Ladurner gibt. Wir wissen natürlich, daß diese Menschen blind, naiv und unlogisch agierend sind, und letztlich keine adäquaten Diskussionspartner sind - nur weil sie einen Mund haben, berechtigt es sie nicht diesen zu jedem Thema einzusetzen. Die Fakten und Statistiken sprechen ja gegen sie, und die Verbissenheit mit der sie gegen diese anreden, entspricht der eines religiösen Fanatikers. Blinde Wut läßt sie oft Schaum vor dem Mund haben.
Doch klar ist, daß sie sich so äußern wie sie es tun weil sie entweder psychologische Streicheleinheiten oder handfeste, d.h. finanzielle Vorteile durch ihre "Meinung" (eigentlich müßte man sie als "Lüge" bezeichnen) erhoffen. Sie gehören eben der modernen "Gemeinschaft der Gläubigen" an, und wir hier sind alle aus ihrer Sicht Ungläubige.
Daß Raspail solches selbstzerstörende Verhalten so viele Jahrzehnte schon im voraus erahnen konnte ist bemerkenswert. Ich hoffe nur, daß er sich mit dem Ende getäuscht hat, daß es nicht so duster wie im "Heerlager der Heiligen" endet.
Waldgänger
19. August 2015 08:47
@ Martin Lichtmesz, 23.41 Uhr

Ja, "Hexeneinmaleins" ist ein recht gutes Lied, ich erinnere mich.
Irgendwie zeitlos.
Da hatte er wohl mal ausnahmsweise einen hellsichtigen Moment.
Es heißt ja, die kreativste Phase hätte jeder in jüngeren Jahren.

Auch "Sage Nein!" in seiner ursprünglichen Version von 2003 ...
http://www.wecker.de/de/musik/album/51-Am-Flussufer-%E2%80%93-Live/item/249-Sage-Nein-2003.html
... passt in gewisser Weise gut auf die heutige Situation.

Vorrede und einige Strophen von Sage Nein! beim Konzert von 2009 sind indessen schon von verzerrter Wahrnehmung gekennzeichnet.

Wecker demonstriert das bizarre und naive Gemüter blendende Missverhältnis von aufreizend-theatralisch-emotionaler Ansprache und luftigem Inhalt.
Das kennt man ja aus der deutschen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts ...

Was dieser gealterte und nicht mehr zur richtigen Realitätsanalyse fähige Musikus heute von sich gibt ... ?
Besser kann man die geistige Erstarrung seiner Generation nicht dokumentieren!
Nordlaender
19. August 2015 09:27
@ nörgler

"Noch nicht einen Finger bei Arbeit krumm gemacht,aber
mit wirrem Gestammel die Welt retten wollen."

Klonovsky merkte mal an, daß ER (der Leibhaftige) ja auch und gerade nach 1945 vielen Leuten Arbeit gegeben hat. Was wäre z.B. ein Serdan Somuncu ohne IHN? Ein Nichts.
Siddharta
19. August 2015 10:50
Natürlich sind Wecker, Schweiger oder Ladurner nicht "blind", "naiv" oder "selbstzerstörerisch". Sie haben sich schon vor langer Zeit ganz eindeutig auf eine Seite gestellt. Der dilletantische Mime mit dem markanten Gesicht zum Beispiel durch seine Kollaberation an einem antideutschen Hassfilm. Sie könnten die Seite jetzt gar nicht mehr wechseln, selbst wenn sie wollten. An dem, was sie zu zerstören versuchen, haben sie schon lange keinen Anteil mehr.
Inselbauer
19. August 2015 11:17
Vielen Dank für die Neuübersetzung. Da gehört schon was dazu, so etwas totzuschweigen.
Wilfried und die schielenden Grünen von STS hätten eine eigene Bänd aufmachen sollen. Wunderbarer Fund.
Mit 18 habe ich am Schulkopierer Auszüge aus den Freibeuterschriften kopiert und an Mitschüler weiter gegeben. Das ging gar nicht; es war frauenfeindlich und rechts.
Es würde mich nicht wundern, wenn ich Ihre Schriften, Herr Lichtmesz, nach einer eventuellen ideologischen Kehrtwende in 30 Jahren für die so genannte Linke heranziehen würde. Der wir dann alle hier angehören.
Arminius Arndt
19. August 2015 11:25
Als uns irgendwann Anfang der 80er oder evtl. Mitte der 80er Jahre der Musiklehrer meiner Klasse "Gestern hams den Wülli daschlogen" vorspielen wollte, vor Absetzen der Nadel des Plattenspielers auf die Rille der Platte bedeutungsschwanger sagte, er bitte um unser Verständnis, wenn er nun den Raum verlasse, da er bei dem Lied immer Weinen müsse, da er "ähnliches erlebt habe", er darauf hin unter Gekichere bis schallendem Gelächter der Schüler den Raum verlassen hat und nur maximal 2 Minuten später ein Schüler schon zum Plattenspieler ging, um die Scheibe gegen eine von AC/DC auszutauschen, was den Knock-Out für den Lehrer bedeutete, wurde mir eines klar - die ganze "Liedermacherei" ist bullshit und auf dem Haufen Sch... ganz oben sitzt der Münchner Edel-Schicki Wecker, obwohl ich für Folk bis Baladeskes bis heute durchaus eine gewisse Vorliebe habe. Heutzutage wäre so ein Verhalten von Schülern, was bei uns damals absolut Folgenlos war, schon der Anlass für einen mobiles Krisenreaktionsteam, Einzelgesprächsrunden für die Schüler bei der Schul-Sozial-Pädagogin bis hin zum Rauswurf - mindestens würden die Eltern auch noch zu mehreren Einzelgesprächen gebeten werden. Der Totalitarismus herrscht heute maßgeblich an den Schulen und dort werden alle strickt Pro-Flüchtlinge getrimmt und so manche Dorfschulleiterin giert förmlich nach den Flüchtlingen, da sie die Schließung der Schule verhindern helfen und bessere Geldzuweisungen für die Schule bedeuten. Die Emotionalisierungsmessnadel der "Tonangebenden" schlägt immer mehr in Richtung Peak Hysterie. Dem sollte man sich hier bzw. auf der Gegenseite nicht anschließen, bei allem Verständnis dafür, auch mal "Dampf ablassen" zu müssen.

Es ist mir zu viel Emotion, was die Gegenseite immer wieder so gerne als "Hass" (miss-)interpretiert, in einigen Beiträgen. Im Moment läuft der Riss nach wie vor mitten durch unsere Gesellschaft und er vertieft sich durch die Zuwanderung täglich. Migranten wirken wie Katalysatoren, die den politischen Spaltungsprozess in Deutschland beschleunigen - bis eben auf den Block in der Gesellschaft, von dem ich bereits geschrieben habe, dem alles egal ist. Aber auch dieser beginnt abzuschmelzen, da die mediale Dauerbeschallung ständig herausfordert, "Position" einzunehmen. Für Leute, die gegen Patrioten sind, ist die Zuwanderung daher äußerst hilfreich, da sie hilft, die schwarzen Schafe in der Herde herauszufinden, die ob der vielen neuen Schafe auf der Wiese das Blöken anfangen.

Das Problem ist, das jeden Tag aufs neue Fakten geschaffen werden.
nörgler
19. August 2015 11:55
Um nochmals auf die verschiedenen Videos dieser Musicclowns zurückzukommen:diese Dumpfbacken
merken anscheinend längst nicht mehr,daß sie im günstigsten Fall eine Art Realsatire abliefern.Die Geschlossene Anstalt wäre hier angebracht.
Trouver
19. August 2015 12:16
Das Thema "Demokratie" hat mich richtig angetan.

Da rufe ich liebe Freunde zur selektuven Wahrnehmung des Begriffes.

In schoenem Ungarn herrscht gerade eine lupenreine Volksdemokratie - wer haette was einzuwenden?

Auch Suedafrika unter Botha war eine Volksherrschaft.
Westpreuße
19. August 2015 12:36
Zu Pasolini würde ich gerne, nach all den Liedern, sofern es gestattet ist, etwas sagen. Seine Schriften kenne ich nicht wirklich...

Seinen Jesus - Film habe ich um 1970 gesehen. Und das war "nicht ohne" für mich. Er ängstigte mich, beunruhigte mich...
Und ich empfand ihn ganz anders als von M.L. beschrieben.
Eher still, intensiv, karg in allem...

Heute weiß ich, daß der Film eine politische Aussage hat.
Die war damals gültig und ist es heute auch noch...
Und sie kann auch heute entschlüsselt werden!

Und die entscheidende Szene war damals für mich die Versuchung Jesu durch den Teufel, Satan, das "böse Prinzip" oder was auch immer.

Es ist die Begegnung Jesu mit dem Satan in der Wüste, in dem dieser ihn auffordert, aus Steinen Brot zu machen, sich von den Zinnen des Tempels zu stürzen...er sei doch Gottes Sohn...oder?...und die Engel würden ihm doch dienen...und falls er, Jesus, vor ihm, Satan, niederfallen und ihn anbeten würde, dann würde er ihm alle Reiche dieser Welt geben.
Und er zeigt sie ihm in ihrer Herrlichkeit...
Und Jesus sagt: "Hebe dich weg von mir, Satan!" (Luther-Übersetzung)

https://www.youtube.com/watch?v=nHN7-9QXY00

Soviel zu Pasolini...

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel

M.L.: Auch ich empfinde das "Evangelium nach Matthäus" "still, intensiv, karg", habe ich das denn anders beschrieben? Und ja, er hat etwas Verstörendes, vielleicht auch Beängstigendes. Die politische Botschaft der Versuchungs-Szene würde ich mehr dem Evangelisten (oder wenn man so will: Jesus) zusprechen. Pasolini selbst hatte schon eher eine Fusion von Kommunismus und Christentum im Sinne, allerdings ist er der "Versuchung" entgangen, dies im Film allzusehr herauszustellen, was auch zu einfach gewesen wäre. Stattdessen hat er sich eng an den Text des Evangeliums gehalten...
Urwinkel
19. August 2015 12:37
Nachdem Wecker hier bis zur Ungenießbarkeit zerfetzt wurde, muß man sich auch der Dame von Welt annehmen. Sich "Dame von Welt" zu nennen klingt erstmal sehr einladend, beinahe wie ein Puffname: "Kommt zur "Dame der Welt" und habt Spaß zusammen. Das ist höchstvermutlich kalt berechnet und geht mit Weckers Lauseleben einher. Vision, 15 Jahre voraus: Wecker, noch am Leben, geht dort ein und aus. Verballert dort sein Kleingeld, das er als Straßenmusikant einer Münchener Einkaufsmeile einnahm. Nebenbei gibt es Drogenhändler und andere maliziöse Gestalten, vor denen er immer brav den Hut zieht (um von denen nicht auf die Fresse zu bekommen). Immer für einige Gramm Crack für ein Kleingeld, das seine Potenz in Schwung bringt. Margot K. spielt die abgehalfterte Vortänzerin zu seiner Trällerei, damit überhaupt Geld in den alten Hut kommt.
Innerer Exilant
19. August 2015 13:36
Wenn ein Volk beschlossen hat, nicht mehr sein zu wollen und in dieser Haltung auch noch von "denen da oben" , den Autoritäten, den Vorbildern, den Besseren etc., bestätigt und dafür sozial belohnt wird, dann kann man nichts mehr tun, dann ist der "point of no return" bereits überschritten.

Allein schon die Art, die Physiognomie und der Gestus der heutigen Vorbilder und Autoritäten sind pure Dekdadenzerscheinungen, ja ein Volk (Tschuldigung, eine "Bevölkerung"), das diese Witzfiguren, die ja über keinerlei physische Druckmittel verfügen, nicht einfach weglacht und mißachtet ist im Grunde genommen so schwach und verweichlicht, dass es sich scheinbar dem milden sozialen Druck alternder Betschwestern beugt. Oder kann sich hier jemand vorstellen, dass die antinapoleonischen Freiheitskämpfer ihre Waffen weggelegt und über den Weltfrieden meditiert hätten, weil solche scheintoten Schwemmgesichter wie Wecker oder Käßmann sie dazu aufgefordert haben ?

Noch in der DDR hat sich ein großer Teil der Einwohner über die dumme Propaganda empört und belustigt und dem System einfach die Mitarbeit aufgeküdigt. Und da war der Druck unzweifelhaft bedrohlicher als heutzutage in der BRD.

Aber hier und heute haben die Menschen das verinnerlicht, woran sie die Staatspropaganda nur ab und an zu erinnern braucht. Die Frage, wie bringt man den Menschen dazu, sein Sklaventum zu lieben, wurde beantwortet. Es ist eine Mischung aus Humanitätsgedusel, Wohlstand und niederschwelliger, sozialer Anreize. Funktioniert zugegebenermaßen wohl nur bei sturmreif geschossenen und entkernten Gesellschaften nach Weltkriegen und Kulturrevolutionen, aber es funktioniert ja scheinbar.

Wir erleben gerade Nietzsches letzten Menschen, der das "Glück" gefunden hat. Und Junge, muss sich das gut anfühlen. Seht euch allein nur mal an, wie ihre Augen funkeln, wenn sie mit ihren Moralfetischen aus der 3. Welt in Kontakt treten dürfen.

"Was fällt, das soll man auch noch stoßen." Vielleicht ist das korrekt. Ich hab mir wirklich schon überlegt, Teil der Überfremdungsmaschinerie zu werden, die Vorraussetzungen hätte ich warscheinlich. Man muss den Weg ins Museum ja nicht länger und peinlicher gestalten, als es unbedingt sein muss.

Mal ehrlich, was wollt ihr eigentlich noch retten ? Promi Big Brother und Til Schweiger Filme ? Deutsche Hochkultur ist doch heute schon museal. Kennt ihr eigentlich die Generation unter 30 ? Meine Generation ? Wenn ihr dachtet die 68er waren destruktive Gutmenschentrottel, dann zieht euch warm an, jetzt kommen nämlich die, die von den destruktiven Gutmenschentrotteln ausgebildet wurden und all ihren Schmu verinnerlicht haben.

P.S.: Spart euch die ganzen "Defätismus" und "Volk ans Gewehr" Parolen, hier gibts keinen Volksaufstand, lol, es gibt nicht mal mehr ausreichend Menschen die sich als "Volk" definieren würden.
Urwinkel
19. August 2015 13:44
Mein Lieblingslied aus dem Genre ist immer noch das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=PyjWEIHqDbE


Achtet mal auf das Kind am Ende der Aufnahme. Es schaut die Großen bei aller Pathetik der Inszenierung an, als wolle es fragen: "Was soll der Scheiß?" We are the World - We are the Children. Lächerlich.
jack
19. August 2015 13:47
o.t. ;-) oder doch nicht?

Hier nachprüfbar zu finden: Die transatlantische Besatzungsmacht bietet gerade toll vergütete Arbeitsplätze für Internet-Trolle an:

http://germany.usembassy.gov/about/contracts/
Eingestellt wird im Konsulat in Leipzig und der US-Botschaft in Berlin.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=365512

M.L.: O.T. indeed, aber aus Interessensgründen schalte ich das frei...
Belsøe
19. August 2015 15:26
Ein schöner Artikel unter Verweis auf eine Studie, die am Beispiel Kosovo belegt, dass da keineswegs der Nachwuchs für ein grünalternatives Prenzlauer-Berg Milieu einwandern möchte, sondern pragmatisch-zynische, nationalchauvinistische und intolerante Ellbogenspitzer, weit mehr als die geschmähte Nachbarin es je sein wird. Interessant vor allem der Abschnitt, wo gefragt wird ob man sich vorstellen könne, neben einem Ausländer oder Schwulen zu wohnen. Was nun, Dame von Welt:






__________
Trennung: im Text wird das Versagen der Grenzsicherung erwähnt. Dazu sei das interessante Detail erwähnt, das mir einmal ein kurzzeitiger Untermieter erzählt hat. Er war Anwärter in einer Beamtenlaufbahn des Bundes, schrieb so eine Art Abschlussarbeit und sollte dafür einige Monate zu Frontex. Damals (vor 8 Jahren) war es so dass Frontex selbst in Kernfunktionen so gut wie kein designiertes Personal hatte. Das waren alles ausgeliehene Leute, die in ihren Heimatländern mehr oder auch mal weniger passende Festverwendungen hatten und nach einer gewissen Zeit wieder zurück gingen. Soweit ich ergoogeln konnte, hat sich daran nichts geändert. Eine Sicherheitsbehörde im eigentlichen Sinne, mit festem Kader und eigenem (nicht erst teuer extern einzukaufendem) Instrumentarium ist das also mitnichten. Scheint man trotz der schieren Länge der Aussengrenzen, der geographischen Vielfalt und der politischen Lage wohl für unnötig zu halten.
Belsøe
19. August 2015 15:27
Mein Link will ums verrecken nicht mit rein:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/warum-junge-menschen-in-suedosteuropa-auswandern-13741993.html?printPagedArticle=true
Peter Voit
19. August 2015 15:28
„Wer in all den täglichen Bildern der überfüllten Boote und der aus allen Nähten platzenden Auffanglager und Unterkünfte keine „Menschenflut“ zu erkennen vermag, dem ist wohl nicht zu helfen ...“

Noch schlimmer als diese Apperzeptionsverweigerung dürfte jedoch das sein, was der Chefredakteur einer Tageszeitung ("Augsburger Allgemeine") in seinem Leitartikel "Die Völkerwanderung: Was jetzt zu tun ist" bietet. Nein, der Redakteur weigert sich nicht, zu sehen, was zu sehen ist: „Der Ansturm auf Europa ist in vollem Gange.“ Doch dann die Behauptung, der Prozezeß der Masseneinwanderung sei „unumkehrbar“: „Keine Mauer, kein Gesetz, keine Abschreckungsmaßnahme“ werde die Menschen davon abhalten, ihr Glück im alternden, seinen Wohlstand genießenden Europa zu suchen.

Wenn das so wäre, dürften sich „die“ Menschen vom Ansturm auf Europa auch dann nicht abhalten lassen, wenn, wie der Verfasser des Leitartikels auf der anderen Seite fordert, es sich nicht „lohnen“ dürfe, in Deutschland um Asyl zu ersuchen.

Es ist offensichtlich die Strategie dieses Chefredakteurs, den Widerstand gegen die Masseneinwanderung zum einen als vergeblich hinzustellen, diese Vergeblichkeit zum anderen aber durch scheinbares Entgegenkommen etwas erträglicher zu gestalten.

„Seid nüchtern und wachet ...“ (1 Petr 5,8).
Rosenkranz
19. August 2015 15:46
Wir alle sind in Gefahr!

Herr Lichtmesz, das trifft genau den Punkt.

Das was wir hier tun, läßt sich gut mit Tschernobyl vergleichen. Wir machen gerade Experimente. Von oben kommt die Anweisung, die Ehrgeizigen führen aus. Dann gibt es da noch den Anlagenfahrer, der die Anlage bedient, der bei der ganzen Sache ein komisches Bauchgefühl hat, sich dann aber nicht traut zu intervenieren. Das schicksalhafte Experiment nimmt nun seinen Lauf, bis der Punkt erreicht ist, wo es außer Kontrolle gerät. Das Ergebnis kennen wir. Alle haben verloren.

Bei unserem multiethnischen Bevölkerungsexperiment werden auch alle verlieren, auch wenn es gewisse Leute nicht wahrhaben wollen. Das Naturrecht steht über den Ideologien. Ich bin auch irgendwie froh, daß es nicht mehr so unterschwellig und schleichend wie in den 1990-iger Jahren weitergeht, sondern Konflikte so offen hervortreten, daß sie auch den Friedlichsten betreffen. Nun kann jeder entscheiden, ob er was tut oder sich weiter lethargisch einrichtet. Sich nicht nicht zu positionieren, wird immer schwieriger.
Martin Lichtmesz
19. August 2015 15:52
"Africa for Norway" nicht zu vergessen:
https://www.youtube.com/watch?v=oJLqyuxm96k
Andreas Walter
19. August 2015 15:55
http://wissenschaftsforschung.de/JB01_113-128.pdf

Unser Wissen um die Dinge selbst ist der Turm, den wir zu Babel bauten, was uns vom Körper entfremdete in dem wir wohnen und darum auch schon bald verlassen müssen die, die dem Himmel näher sind, sein wollten als der Erde. Runterkommen (von der Himmelsleiter) heisst darum das Zauberwort, sich vermehren wie die Tiere und auch schlagen, kämpfen, beissen, töten, reissen. Die Himmelspforte darum einige schon bald durchschreiten, von Grund auf heiter und auch von Engeln sich begleitend, in die Enge sich getrieben fühlen und vor Verzweiflung schreiend, die am lautesten nach und nicht um den Erlöser an jener Mauer weinen.

Du sollst nicht töten, wünscht sich der Herr, doch von du darfst nicht war nie die Rede, nimmermehr. Dem Christen missfällt das darum sehr, denn dazu genötigt werden ist nicht fair. Doch es gibt ja auch noch andere Wege, reich' mir doch bitte mal die Säge. Gemein sein fällt auch mir nicht schwer, gemein muss ich zu jedem sein, ob jung ob alt ob schwarz ob braun, verhält er sich gar wie ein Schwein.
Andreas Walter
19. August 2015 16:00
Wenn man sich diese Grafik ansieht muss man sich nur fragen: Was ist um 1650 passiert, was hat sich da grundliegend verändert, was wurde, konnte seitdem anders gehandhabt werden weshalb das Gleichgewicht zwischen Sterben und Überleben sich so stark zum Überleben hin verschoben hat?

http://www.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2Fwikipedia%2Fcommons%2Fthumb%2F8%2F8a%2FWorld-pop-hist-de-2.png%2F300px-World-pop-hist-de-2.png&imgrefurl=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FBev%25C3%25B6lkerungsexplosion&h=327&w=300&tbnid=Ol5CxkzGBh4zQM%3A&docid=HVKpjtapjM_vuM&ei=InHUVYbcJ4P8UrrvgoAC&tbm=isch&client=safari&iact=rc&uact=3&dur=491&page=1&start=0&ndsp=29&ved=0CCcQrQMwAmoVChMIhvW72o21xwIVA74UCh26twAg

War es etwas politisches? Eine Veränderung der Religion? Ein Fortschritt in der Medizin? In der Landwirtschaft? Bei der Energieversorgung? Ich tippe auf einen technischen Fortschritt, denn der Mensch bleibt immer auch ein Tier.
Krantur
19. August 2015 16:48
Herr Walter,
schauen Sie sich einmal das Bild, das Sie verlinken genau an. Unten sehen sie die Ableitung des oberen Graphen, die deutlich aussagekräftiger bezüglich starker Schwankungen in der Bevölkerung ist. In der Ableitung ist zu erkennen, daß der starke Anstieg erst im 20. Jahrhundert stattfand.
Alexander
19. August 2015 16:54
Innerer Exilant:
Mal ehrlich, was wollt ihr eigentlich noch retten ? Promi Big Brother und Til Schweiger Filme ?


Mehr fällt Ihnen nicht ein?
Ich bin es langsam leid, mich zu wiederholen ...
Haben Sie etwa nicht das Bewußtsein, ein Glied in einer langen Kette zu sein (frei nach Kubitschek)? Weiten Sie Ihren Blick über das Hier und Jetzt!
enickmar
19. August 2015 17:04
@ Mr. Kurtz

Mit “globale Elite” waren nicht globale Marionetten gemeint.

Wie auch immer. Selbstverständlich war es nie anders. Wie es der Zufall es so wollte, leben wir allerdings jetzt. Dabei werden die Möglichkeiten Unfug anzustellen in der Moderne nicht geringer. Und wir beobachten, was gerade vor sich geht.

Meine Sympathie war natürlich Zynismus. Ob globaler Spieler oder bloß Marionette, jedenfalls haben wir es mit gefährlichen Psychopaten zu tun:

https://www.youtube.com/watch?v=Fgcd1ghag5Y

Und auf der “anderen Seite” mit diesem Volk.

Die Welt ist ein Irrenhaus.

Rette sich wer kann !
Nordlaender
19. August 2015 17:14
@ Martin Lichtmesz

"„Africa for Norway“ nicht zu vergessen"

Einen noch mal so einen, Herr Lichtmesz! Dann sagte ich "Ab jetzt wird zurückgeschossen."
Hielte mich an keine Waffensperrverträge mehr und setze Munition ein wie diese hier:

"Agony and idiocy": https://www.youtube.com/watch?v=O5PnX59hfY8
Martin Lichtmesz
19. August 2015 17:57
Zeit für ein bissel Boyd Rice Experience... dedicated to Konstantin:

Race Riot
Love Will Change The World
Konservativer
19. August 2015 18:17
Werter enickmar

Ja, das von Ihnen verlinkte Video

https://www.youtube.com/watch?v=Fgcd1ghag5Y

bestätigt Ihre Aussage "gefährliche Psychopaten"
("was haben wir gelacht").

Schauen wir einmal, womit diese Psychopaten u.a. aufwarten können:

https://www.youtube.com/watch?v=T9sDxvsbsnA
Helga Müller
19. August 2015 18:46
Danke für die Sätze zu Pier Paolo Pasolini und Ihren Abschluß:


"Das Zitat aus dem Stück von Ianva ist eine Montage aus den „Lutherbriefen“ (1975):


Die Zukunft ist bedrohlich und apokalyptisch. Die Söhne gleichen ihren Vätern in nichts mehr und sind einer Zukunft ausgesetzt, die zwar die ganzen Probleme und all das Elend von heute konserviert, qualitativ aber völlig anders sein muß. Während dieses schrittweisen Zerfalls waren meine kummervollen oder hämischen Kritiker damit beschäftigt, alle mit ihren schwachsinnigen ‚Verpflichtungen‘ zu belästigen: die ‚Verpflichtung‘ für Fortschritt zu kämpfen, für soziale Verbesserungen, für Liberalisierung, Toleranz, kollektives Arbeiten etc. etc. Daß der allgemeine Zerfall aber erst durch die Pervertierung ihrer eigenen Werte in Gang gesetzt wurde, merkten sie gar nicht!
Carl Sand
19. August 2015 20:04
@Alexander - Innerer Exilant

Die Kette ist zerrissen. Die Väter der 30-jährigen sind enthodet. Die Mütter selbstverwirklicht im hyperidentifizierten Menschmaschinenverwaltungsjob.
Die Väter haben als Babies den zweiten karthagischen Krieg miterlebt und wimmern weibisch vor dem dritten. Die Mütter lernten emanzipierte Enthemmung.

Jede Generation wird politisch vom Alter der Frührentner beherrscht. Sowohl diejenigen, die die Ochsentour und - noch viel wichtiger - den Kooptationsprozess durch die Weltoligarchie durchgemacht haben, als auch ihr - von ihnen selbst so bezeichnetes Parteivieh sind etwa um die 50-60 wenn sie in ihren Funktionsämtern angekommen sind bzw. wenn sie die Kreisverbandstagungen und Wahlkampfplakatklebeaktionen bewimmeln.

Natürlich verachten die paar nach oben kooptierten Parteifunktionäre ihr Parteivieh - aber sie können nicht ohne sie. Sie brauchen sie. Als Stimmvieh. Als Meinungsmultiplikatoren. Um ihre faschistische Herrschaft nicht offen zu Tage treten zu lassen.

Deswegen müssen sie wenigstens so tun, als ob sie auf die 50-60 jährigen Frührentner hörten.

Natürlich haben wir niemals eine Demokratie gehabt. Natürlich sind die ganzen peinlichen Frührentner, die Kreisversammlungen zumiefen, in Wirklichkeit für die Herrschenden so entscheidend wie der sprichwörtliche Sack Reis. Man verachtet sie.

"Parteimitglieder sind Spacken und Menschen ohne Freunde". Originalzitat Babara von Vnuk-Lippinski, ehem. Mitglied des Bundesvorstandes der CDU.

Aber man braucht sie. Weil man sie benutzen muss. Weil es ohne sie damals noch nicht ging.

Interessant, nicht wahr, warum die Weltwahnsinnigen erst ab den 90er Jahren ihren Irrsinn immer offener durchsetzen konnten? Es geschahen in immer schnellerer Folge Dinge, die noch wenige Jahre zuvor den Aufstand, nicht nur den Aufschrei ausgelöst hätten.

Man nahm vorher freilich noch Rücksicht auf den lieben Naziopi, der unterm Weihnachtsbaum nach zuviel Cognac vom Iwan faselte - weil man ich brauchte. Weil man ihn benutzen musste. Weil es noch ohne ihn damals noch nicht ging.

Der Frührentner ist das personifizierte Katechon. Dies gilt, wie am typischen Dummkonservativen zu beobachten, alltäglich.

Aber in ihrer entscheidenen Funktion, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten, und das stand in ihrer Macht - denn man brauchte sie - man benutze sie - man musste wenigstens so tun, als ob man auf sie hörte -

da hat diese Vätergeneration, diese erbärmliche, weibische, enthodete Generation (im Altersdurchschnitt wahrscheinlich dem Forumsaltersdurchschnitt entsprechend) VERSAGT.

Das hat natürlich seine Gründe. Das Wissen um den dritten karthagischen Krieg, das Wissen, dass das was kommen wird entsetzlich sein wird - die absolute Ohnmacht die diese (jaja, die Freudkarte) als frühstkindliche Erfahrung in Bombennächten gemacht haben,

die ausgetauschten oder nie wirklich heimgekommenen Väter - welche in gigantischer Verdrängungsleistung sich noch einmal aufrafften um den Wohlstand der BRD zu erschaffen und die Ersterfahrung der "emanzipierten Frau" musste diese Generation entmannen.

Die nächste lernte dann schon mit dem wertewillkürlichen Hedonismus umgehen und feiert heute eine bald endende Party im Führerbunker.

Naja, wenigstens hört bald die Scheisskapelle auf der Titanic auf zu spielen? Leider nicht. In gated communities und Hamburg Eppendorf wird die Scheisse immer weiter gehen. Das ist die Zukunft: Ein Hamburg Eppendorf in Ewigkeit.

-

Ich liebe meine Vätergneration. Aber ich habe überhaupt keinen Respekt mehr vor ihnen.

Aber keine Bange, meine Herren, meine Mitgeneration mag ich fast genausowenig. Und was jetzt kommt noch viel weniger.

Deswegen - inneres Exil und äußerliche RACHE. Und die wohnt oft gleich nebenan.
Waldschrat
19. August 2015 20:10
Als ich Westpreußes Link zu Pasolinis Versuchungs-Szene klickte, blendete mir Youtube eine Werbung für eine muslimische Partnerbörse ein.

Eine vielleicht etwas banale Pointe am Rande, aber die Realität ist doch manchmal verstörender als jeder Film...
Urwinkel
19. August 2015 20:19
Schauen wir einmal, womit diese Psychopaten u.a. aufwarten können:

https://www.youtube.com/watch?v=T9sDxvsbsnA


Wenn man das sieht, will man nur noch auswandern. Bloß nicht dienen. Mich habt ihr nicht verdient! Seid froh darüber. Der eigene Haushalt hindert mich noch daran.

Wecker-Sympatisanten beflügeln übrigens genau solche Bilder. Alles was destruktiv, kulturzerwesend, ultrabrutal ist, nehmen sie ebenso zur Kenntnis. Dürfen es aber unangemeldet nicht ansehen. Ein ab 18-Youtube Link:

https://www.youtube.com/watch?v=TK5dp20wkQI&feature=youtu.be

Eine Collage von Grausamkeiten, gruseliger Metal-Klänge als Begleitmusik machen die Angstszenerie komplett. Die Leute wollen das GUTE, aber machen in der Taktik tragisch viel falsch.
Carl Sand
19. August 2015 20:20
@Pasolinidiskussion

Wunderschön. Ich wünschte, ich könnte noch glauben. Ich habe es wirklich versucht. Zu glauben, Gott persönlich habe sich ein einziges Mal auf diese winzige Erde begeben um einigen sehr von sich überzeugten Menschen zu sagen, dass er es SO genau NICHT gemeint habe. Das Christentum ist so anders in seinem Kern als alle anderen Religionen, so wunderschön.

Aber das Universum ist so gigantisch und der Mensch so unbedeutend. Ich meine, ich verzweifle nicht an der Theodizee; dass das Leben entsetzlich sein kann und Gerechtigkeit eine Ausnahme - denn dies ist die materielle Welt - sondern an der Ewigkeit.

In diese Ewigkeit einzugehen - unvorstellbar. Kennen Sie Douglas Adams? Der unendliche Durchblicksstrudel zerschmettert einen. Und er gibt nur einen ganz kurzen Blick darauf, wie GROß das Universum wirklich ist. Unendliche Leere. Darin ein persönlicher Gott? In so etwas soll ich aufgehen? Seine Gerechtigkeit könnte ich nicht ertragen. Werde ich nach meinem Tod wirklich Gott persönlich anschreien können? Diese gigantische Leere?

Dass Gott im höchsten Maße unwahrscheinlich ist, zeigt freilich nicht, dass es den Teufel nicht gibt. Wir leben wahrlich im Zeitalter des Antichristen und noch nie haben so viele Menschen ihre Seele an den Teufel verloren, wie gerade jetzt - aber die Existens des Teufels ist leider kein Beweis für die Hoffung aus Gott.
Monika
19. August 2015 21:31
@ Carl Sand

Seh' ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigst:
Was ist der Mensch, daß du an ihn denkst,
Des Menschen Kind, daß du dich seiner annimmst ?

Psalm 8

Lieber Carl Sand,
Selbst außerirdisches Leben würde nicht der Bibel widersprechen, ja sie gar bestätigen ?
http://www.kath.net/news/51470
Ich verzweifle eher an der Theodizee, denn an der Ewigkeit.
Bunbury
19. August 2015 22:00
Die größte Gemeinsamkeit zwischen Pasolini und Raspail dürfte im Katholizismus bestehen, einem Katholizismus romanischer Ausprägung, der für transalpine bzw. rechtsrheinische Katholiken (= halbe Lutheraner) nur schwer nachzuvollziehen ist: eine unterschwellige, zugleich tiefverwurzelte, stark marianisch geprägte Volksfrömmigkeit, die sich mit anderen Bestrebungen (Raspails Aristokratentum, Pasolinis Anarchismus und klassenkämpferischem Furor) wunderbar verträgt.

M.L.: Interessanter Gedanke!
Der_Jürgen
19. August 2015 22:13
@Carl Sand:
"Interessant, nicht wahr, warum sich die Weltwahnsinnigen erst ab den 90er Jahren immer offener durchsetzen konnten? Es geschahen in immer schnellerer Folge Dinge, die noch wenige Jahe zuvor den Aufstand und nicht nur den Aufschrei ausgelöst hätten."

Die Antwort auf diese Frage finden Sie bei Ernst Jünger, "Auf den Marmorklippen", Ausgabe von 2008, S. 46:

„Es ließen sich noch viele Zeichen nennen, in denen der Niedergang sich äußerte. Sie gleichen dem Ausschlag, der erscheint, verschwindet und wiederkehrt. Dazwischen waren auch heitere Tage eingesprengt, in denen alles wie früher schien. Gerade hier lag ein meisterhafter Zug des Oberförsters; er gab die Furcht in kleinen Dosen ein, die er allmählich steigerte und deren Ziel die Lähmung des Widerstandes war.“

Während die Gehinrwäsche der jungen Generation auf Hochtouren lief, gaben die Machthaber den Vertretern der älteren Generationen die Furcht nach dem Rezept des Oberförsters "in kleinen Dosen ein" und steigerten den Druck auf jene, die beim Marsch in den Abgrund nicht mitmarschieren wollten und deshalb als bigotte Hinterwäldler verhöhnt wurd, allmählich, bis sich fast alle in resigniertes Schweigen geflüchtet hatten.

Ja, diese Leute sind wahnsinnig, aber gleichzeitig klug. Das eine schliesst das andere nicht aus.
Innerer Exilant
19. August 2015 22:25
Achja, hier noch ein wenig Lektüre aus dem Irrenhaus, in dem wir leben, damit jedem klar ist, wohin die Reise geht

---> http://www.welt.de/debatte/article145399287/Europa-wird-schwarz-So-what.html

---> http://www.welt.de/debatte/kommentare/article145299723/Das-weisse-Amerika-ein-Verbrechersyndikat.html

Das ist die "konservative" (haha) Welt. Rechte Springerpresse eben ;)

Viel Spaß noch beim Warten auf den Volksaufstand.
Monalisa
19. August 2015 22:38
Ihr Gewissen ist ein Zeichen Gottes, Carl Sand.

Und jede böse Tat trägt ihre Strafe in sich, darauf dürfen Sie vertrauen.
Sie könnes es auch Karma nennen, jedenfalls rächt es sich die göttliche Ordnung zu verletzen.

Von Jahr zu Jahr sehe ich diese Zusammenhänge klarer und ziehe daraus Trost. (Beängstigend ist es allerdings auch)

Bitte versprechen Sie mir, nicht wie dieser verzweifelt Musiklehrer aus Berlin zu enden, dessen nationaler Widerstand im Tod in der Zelle endete.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/brandanschlag-auf-kanzleramt-verdaechtiger-tot-aufgefunden-a-1043395.html
Heinrich Brück
19. August 2015 22:44
Der Teufel war noch nie so anspruchsvoll, und sterben müssen wir alle,
wie der Gekreuzigte in seinen Erwartungen. Carl Sand, die Liebe wurde
ans Kreuz geschlagen, schon damals ging es um Macht.
Schauen Sie sich die Kreaturen an, mit deren Seele der Teufel zufrieden
ist. Gott will dem Menschen Etwas schenken, darin er alle Ewigkeit und
jeden Unendlichkeitsfaden vereint wiederfühlen kann. Wenn die Herzen
zueinanderfinden, wie Rumpelstilzchen schrieb, ist der Teufel machtlos.
Stil-Blüte
20. August 2015 00:11
Martin Lichtmesz, vergaloppieren Sie sich nicht! Das, was n a c h Ihrem exzellenten Beitrag von Ihnen dazugefüttert wurde, entspricht nicht mehr Ihrem eigenen Anliegen, beim Thema zu bleiben. Bleiben Sie beim Thema!

M.L.: Ich darf das!
Andreas Walter
20. August 2015 00:58
@Krantur

Zumindest vertretbare Wachstumszahlen haben von den Entwicklungs- und Schwellenländern entweder christlich geprägte (Lateinamerika) und solche, in denen schon immer ein relativ hoher Wohlstand existiert hat. Afrika, und Asien teilweise, sind dagegen eine Katastrophe und mit der bekommen es jetzt auch vor allem Russland und Europa immer mehr zu tun, durch schiere Masse. Viele der jungen Männer jetzt auf der Suche nach neuen Jagd- und Weidegründen haben noch nicht einmal mit der Familienplanung begonnen, grosse Teile der Menschheit die jetzt schon auf der Welt sind noch nicht einmal Geschlechtsreif und auch noch nicht auf der Wanderschaft. Das werden also immer mehr.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsentwicklung#/media/File:Population_growth_rate_world_2011.svg

Wir werden die Boote daher so oder so zum Umkehren zwingen müssen da man Menschen ohne Papiere und damit Identität nicht einmal zurückschicken kann. Zurückdrängen und bei Wiederstand versenken oder landen lassen. Andere Optionen gibt es nicht und die Eine bedeutet halt unserer Untergang.

Tut mir leid, wenn ich das so nüchtern analysiere, doch das ist eben auch kein Thema für Kinder vor dem Weihnachtsbaum. Alternativ bleibt ansonsten nur noch der totalitäre Überwachungs- und Polizeistaat, der das Problem dann eben nicht direkt an, vor der Grenze löst, sondern dann im innern lösen muss.

Denn es geht hier nicht nur um 50 Millionen Flüchtlinge, die man ja auch gar nicht sauber auf Europa verteilen kann, sondern allein schon um 1 Milliarde Afrikaner, die in Armut leben. Das sind doppelt so viele Einwohner wie in der ganzen EU und auch hier ist der Wohlstand und die Arbeit nicht gleich verteilt.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/timeline/2f76ccf020ac4d52e8db91827167df1a.png

Ein völlig aussichtsloses Unterfangen also, selbst mit Totalüberwachung und Polizeistaat. Da sich jedoch kaum jemand traut, für diese Entscheidung die Verantwortung zu übernehmen, unsere populistischen Politiker schon mal gar nicht, muss ich sie wohl übernehmen und die, die mir beipflichten, auch wenn das alles andere als schön ist. Wir können nicht einmal alle Gebildeten aufnehmen, weil dann Afrika intelektuell ausblutet.

Ich habe allerdings schon vor Jahren an der Universität vorgeschlagen, den Kolonialismus in einer modernen, humanen Form der Länderpatenschaften wieder einzuführen und auch vor dem was jetzt bereits passiert 2005 in meiner Diplomarbeit gewarnt. Ich bin Agrarökonom und -sozialwissenschaftler. Leider einer der Aufmüpfigen, und darum hat vielleicht keiner auf mich gehört.

Doch selbst "Schiffe versenken" wird die Probleme in Deutschland und in den anderen vom Wohlstand her und an Arbeit besser gestellten Nationen der EU nicht lösen, da dies ja nur ein Teilproblem ist. Es müssen auch die innereuropäischen Grenzkontrollen wieder eingeführt werden, wenn das reicht, denn man hat es ja hier nicht mehr mit einer begrenzten, halbwegs zivilisierten Populationsbewegung zu tun. Andere, rein innenpolitische Veränderungen werden die Massenbewegung allerdings kaum bremsen, denn in den Wäldern wird schon jetzt mehr denn je auch gewildert, sie können ja auch mal die Förster fragen was auch da los ist. Dann bringen die Migranten in Zukunft eben auch Zelte mit und leben im Wald oder auf der Grünen Wiese oder in Parks und plündern Felder und Beete wegen Nahrungsmitteln. Selbst wenn man es daher stoppen will gibt das noch unzählige Probleme und auch technische Schwierigkeiten, die derzeit keiner entschlossen angehen will. Hoffentlich hat man nicht auch die Pläne vom Mauerbau entsorgt.
Andreas Walter
20. August 2015 02:37
Hannes Stein von Der Welt, was schreiben sie denn da für einen Unsinn.

Natürlich ist Afrika ein rückständiger Kontinent. Sogar weitaus rückständiger als Lateinamerika, was doch allein schon ihre Argumentation ad absurdum führt. Darum existiert doch überhaupt das Teilproblem der unkontrollierten Migration nach Europa auch von dort. Doch was habe ich damit zu tun, oder die Mehrzahl der Deutschen? Wirklich wohlhabend und damit indirekt über Banken und Aktien auch international einflussreich sind doch nur 5% der Deutschen, maximal 10%.

90% auch der Deutschen haben deswegen mit dem Schmu, der auch da durchaus getrieben wird rein gar nichts am Hut, die meisten wissen sogar nicht einmal etwas davon. Wenn sie also schon "die Schuld des Weissen Mannes" als Teilproblem Afrikas sehen wollen, die Chinesen haben sie wohl auch nur zufällig vergessen, dann halten sie gefälligst mich und 90% meiner Mitmenschen da raus.

Mir ist es egal, wie jemand aussieht, oder welche Hautfarbe er hat. Wenn sich Rihanna oder Naomi Campbell auf meiner Party daneben benimmt schmeiße ich sie genauso raus wie Rolene Strauss oder Chantelle Young. Es geht nämlich nicht um Rasse, sondern um Kultur, um Kultiviertheit, Umgangsformen, um Manieren. Wobei man früher sogar noch sagte, die Frau hat Rasse, und meinte damit Klasse. Machen Sie mal Urlaub in Monrovia, Liberia, oder in Lagos, Nigeria, dann reden wir noch mal über Afrika und die Mehrheit seiner Einwohner, Herr Stein.
Götz Kubitschek
20. August 2015 07:12
s zieht weiter: die karawane.
gruß aus schnellroda! kubitschek

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