20. August 2015

Massenmigration nach Europa: Die andere Seite der Medaille

von Michael Wiesberg / 86 Kommentare

Michael Wiesberg ist Lektor und freier Publizist.

In der laufenden Diskussion um die Massenmigration nach Europa und insbesondere nach Deutschland wird einmal mehr die „moralische Pflicht“, die Europa gegenüber den illegalen Zuwanderermassen angeblich hat, beschworen. Wenig Erhellendes aber ist im Hinblick auf die Ursachen zu lesen, sieht man einmal von den vagen Hinweisen auf den Bürgerkrieg in Syrien, Not, Elend und Verfolgung ab. Dieser Befund ist deshalb erstaunlich, weil nur dann, wenn die Ursachen klar benannt werden, effektive Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Auch auf nationalkonservativer Seite ist das Interesse an den Ursachen nicht sonderlich ausgeprägt; hier liegt das Interesse in erster Linie darin, diese Massen schnell wieder loszuwerden oder gar nicht erst ins Land kommen zu lassen, soll Europa nicht vollends seine Identität verlieren. Diese Hoffnung wird, dazu bedarf es keiner allzu großen Vorstellungskraft, eine Illusion bleiben.

Es soll an dieser Stelle deshalb darum gehen, möglichen Ursachen in gebotener Kürze nachzuspüren. Einsetzen möchte ich bei einem Interview, das Entwicklungsminister Gerd Müller Ende April der Welt am Sonntag gegeben hat:

Müller erklärte in diesem Interview unter anderem, daß Europa Afrika „viel zu lange mit ausgebeutet“ habe, daß es Zeit werde, den „afrikanischen Produzenten faire Preise“ zu zahlen, und daß sich die Marktverhältnisse ändern müßten. Europa, so Müller, gründe seinen Wohlstand auf der „Ausbeutung Afrikas“.

Erstaunlich an diesem Interview bleibt, daß diese Worte von einem CSU-Politiker stammen und nicht von einem Exponenten der politischen Linken. Die Umstände der „Ausbeutung“, die Müller im Auge hat, sind allerdings erläuterungsbedürftig. Ausgangspunkt waren in den 1980er Jahren Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF), die die Entwicklungsländer drängten, ihre Märkte für Agrarprodukte aus aller Welt zu öffnen. Die Liberalisierung des Agrarhandels, so deren Propaganda, schaffe Wohlstand. Es trat dann das ein, was zu erwarten war:

Die afrikanischen Märkte wurden mit Billignahrungsmitteln aus dem Westen überschwemmt und die heimischen Erzeuger mehr und mehr vom Markt gefegt. Das ist dramatisch für einen Kontinent, auf dem ca. 60 Prozent der Bevölkerung von Landwirtschaft leben. Verschärfend kam in der Folge die Agrarpolitik der EU hinzu, die lange Zeit mit hochsubventionierten Nahrungsmitteln eine Lohn-Preis-Spirale in Gang setzte, die heimische Anbietern keine Chance ließ.

Die subventionierten Fangflotten der EU (insbesondere aus Spanien) fischten obendrein die reichen Fischgründe vor der westafrikanischen Küste ab. Den einheimischen Fischern ist so gut wie nichts mehr geblieben. Zwar versucht die EU seit einiger Zeit, immer gebremst von der einflußreichen Agrarlobby, ein wenig gegenzulenken; dazu ist es aber längst zu spät: Vielen Fischern und Bauern ist bereits die Existenzgrundlage entzogen worden.

Hinzu kommen nun illegal fischende Trawler aus China, Rußland oder anderswo, die den Fischgründen den Rest geben. Tetteh Hormeku vom Netzwerk Dritte Welt hat diese Vorgänge selbst erlebt; in einem Bericht der in Oxford ansässigen Hilfsorganisation Oxfam wird er wie folgt zitiert: „Ich komme aus einem kleinen Fischerdorf in Ghana. Meine Familie hat ihren Lebensunterhalt mit der Fischerei verdient, aber die Fischerei ist unmöglich geworden, seitdem größere europäische Fischereiflotten gekommen sind und unsere Meere leer gefischt haben. Ähnliches ist bei Geflügel passiert. Importe von tief gekühlten Hähnchenflügeln aus der EU haben den lokalen Markt zerstört.“

Die Pirogen im übrigen, mit denen die Westafrikaner mit archaischen Methoden auf Fischgang gehen (oder besser gingen), werden nun, da es kaum mehr Fische zu fangen gibt, an Schlepper verkauft.


Die Auswirkungen der Politik von IWF, Weltbank und EU müssen im Gesamtbild gesehen werden, in das auch einzugehen hat: Die Auswirkungen des „Land grabbing“, also des Ankaufs großer ertragreicher Agrarflächen durch internationale Konzerne, was in etlichen Ländern Afrikas den Zugang zu Nahrungsmitteln zumindest erschwert, wenn nicht dramatisch verschärft hat.

Und natürlich ist auch, mit Blick auf den Mittleren Osten, auf die destabilisierenden Auswirkungen westlicher Interventions- und Destabilisierungspolitik (Irak, Libyen, Syrien etc.) zu verweisen, deren seismische Erschütterungen bis tief in den afrikanischen Kontinent reichen. In diesem Zusammenhang sei pauschal auf das Büchlein „Wer den Wind sät. Was westliche Politik im Orient anrichtet“ (München 2015) des Islamexperten Michael Lüders verwiesen, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt.

Um hier keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Das alles spricht die vielfach korrupten „Eliten“ Afrikas, die in erster Linie in ihre und die Taschen ihrer Clans wirtschaften, in keiner Weise von ihrer Verantwortung frei (sofern sie dieses Wort überhaupt im Vokabular haben). Ein Armutszeugnis ist auch das weitgehende Schweigen der sogenannten Afrikanischen Union (AU), die außer Schuldzuweisungen an den Westen nichts Erhellendes zum beispiellosen Massenexodus auf ihrem Kontinent zu sagen weiß.

Dennoch wird man dessenungeachtet nicht um den Befund herumkommen, daß der Westen ein Gutteil an Mitverantwortung für die nicht enden wollenden Migrationsströme trägt. Mit der Errichtung von Mauern oder der Wiedereinführung von Grenzkontrollen werden sich die tiefgreifenden Verwerfungen, die Auslöser des Massenexodus sind, nicht eindämmen lassen. Die doktrinär durchgesetzte Freihandelspolitik – die mit Blick auf Afrika vor allem dem Westen Vorteile verschafft hat – wendet sich nun in dramatischer Art und Weise gegen die Wohlstandszonen in Europa.

Entwicklungsminister Müller, auf dem ich an dieser Stelle noch einmal zurückkommen möchte, hat schon recht, wenn er feststellt, daß das „alte System vom reichen Europa und dem armen Afrika“ keine Zukunft habe. Über den Markt könnten, so Müller, Milliardensummen nach Afrika geleitet werden, „ohne daß das unseren Wohlstand in Europa schmälern würde“.

Diese Milliarden wären, auch mit Blick auf das stark steigende Bevölkerungswachstum in Afrika, gut investiertes Geld gewesen. Bis Ende des Jahrhunderts sollen 4,4 Milliarden Afrikaner knapp 650 Millionen Europäer gegenüberstehen. Es steht aber zu befürchten, daß diese Option – wer hat sie bisher im übrigen überhaupt als eine solche erkannt? – verpaßt wurde.

Nun werden Milliarden und Abermilliarden für die Versorgung und Unterbringung der Flüchtlingsströme (und möglicherweise auch für deren „Integration“) investiert, ohne daß sich an den Ursachen etwas ändert – oder besser: ohne daß man deren wirkliche Ursachen zur Kenntnis nimmt. Bleibt das so, reißt der zerrissene Kontinent Afrika auch das „alte Europa“ mit in die Tiefe. Die Indizien dafür mehren sich auch in Deutschland und Österreich.

Michael Wiesberg ist Lektor und freier Publizist.

Kommentare (86)

Philip Stein
20. August 2015 17:02
Ungeachtet der möglichen Richtigkeit Ihrer Beschreibung, Herr Wiesberg, so möchte ich Ihnen doch eine Frage stellen: Was ist die Schlussfolgerung aus Ihrer Darstellung? Sollen "wir" die afrikanische Wirtschaft, so es sie überhaupt gibt, durch Subventionen aus dem Boden stampfen? Oder wollen Sie lediglich Transferleistungen vorschlagen? Die Ausbeutung, die es fraglos gibt und gab, sofort beenden?

Ich finde Ihre Analyse interessant. Doch wie weiter? Was ist Ihre Konsequenz?
Peter Niemann
20. August 2015 17:54
Ich muß vielen Punkten entschieden widersprechen, greife pars pro toto einige heraus:
Erstens, ist mir nicht klar wieso wir als gegenwärtige Generation (ich war in Windeln als all das oben skizzierte geschah) für die Fehler der uns vorangegangenen Generation und auch großen Organisationen wie z.B. EU und ihren Entscheidungen, über welche wir nie demokratisch abstimmen durften, haften sollen? Es gibt keine Erbschuld!
Zweitens, ohne die finanzielle und medizinische Hilfe des Westens wäre Afrika doch halb entvölkert. Stichwortartig nenne ich Ebola-, HIV-, Malaria-, Tuberkulose-Epidemie, z.T. steinzeitartige Praktiken bei der Kindesentbindung. Erst all das Geld (Clinton-Foundation, WHO usf.) und Altruismus hat Afrika doch erst so wachsen lassen.
Drittens,wieso arbeiten Afrikaner nicht ebenfalls so hart wie die Völker in China, Südkorea, Vietnam, Japan et cetera und bauen ein starkes Land bzw. Kontinent auf? Warum die Schuld immer extern suchen?
Viertens, wieso scheinen die Bürgerkriege so blutig zu sein obwohl diese Länder seit Jahrzehnten unabhängig sind?
JensN.
20. August 2015 18:03
Völlig falscher Ansatz. Wenn in Deutschland, Österreich usw. der politische Wille vorhanden wäre, wenn von vorn herein klar ist, dass nur wenige aufgenommen und bei illegalem Einreiseversuch zügig wieder abgeschoben werden, dann würden sich die Flüchtlingsströme schon von sich aus stark reduzieren. Dazu noch schnellere Asylverfahren, sofortige Abschiebung bei Straftaten und konsequente Grenzsicherung - und das wars. Komischerweise scheinen andere Länder das zu können. Polen hat angekündigt, bis zum Jahr 2017 etwa 2000, in Worten: zweitausend Asylanten aufzunehmen. Und nu? Gibt es in Polen auch kein Asylantenproblem. Anderes Beispiel Australien, hier die Original Überschrift im "Focus":

"Australiens Anti-Flüchtlingspolitik ist seit jeher radikal – eine neue Kampagne zeigt nun jedoch besonders eindrücklich, wie energisch das Land die Problematik angeht. Die Aussage ist eindeutig: Ihr habt keine Chance, hier einzuwandern."

Genial oder? Indem ein Staat sich SEINEM Volk gegenüber verantwortlich zeigt, indem ein Staat einfach mal klare Kannte gegenüber potentiellen Asylanten zeigt, ist das Problem gelöst. Die Vorstellung sollte endlich ad acta gelegt werden, dass "wir überrannt werden". Es ist einfach irreführend zu behaupten, man könne gegen den Ansturm der Asylanten aus aller Welt überhaupt nichts tun. Es ist genau umgekehrt und gerade in Deutschland ist die Situation eigentlich an Perversion nicht zu überbieten: Der Staat schafft durch seine finanziellen Anreize die Grundlage dafür, dass sich ein Millionenheer an Asylanten auf dem Weg zu uns gemacht hat. Die Ankömmlinge bekommen alles was man zum Leben braucht vom Staat, dazu noch ein Taschengeld und bei Straffälligkeiten garantierte Milde von den Rechtsverdrehern im Gerichtssaal. Das Geld dafür nimmt er sich natürlich von seinen eigenen Bürgern, die ihre eigene Verdrängung somit auch noch finanzieren dürfen. Das Geld, das der Staat für millionen Fremde auf einmal in Hülle und Fülle zu haben scheint, ist für Rentner die jahrzehntelang gearbeitet haben, komischerweise nie dagewesen. Ebensowenig für Schulen, Straßenbau und sonstige Infrastruktur. Bei Kapazitätsproblemen in der Unterbringung werden dann eben auch Schulen, Kindergärten, Sporthallen, Hotels und sogar das Eigentum der Deutschen beschlagnahmt, wie neuerdings immer häufiger zu vernehmen ist...Man muss eben Prioritäten setzen, gell?!


Fast man diese und noch einige weitere Punkte zusammen, ist klar, dass wir nicht überrannt werden, sondern das die Ansiedlung Fremder bewusst gefördert wird. Wer noch nicht verstanden hat, das der größte Feind der Deutschen der eigenen Staat ist, dem ist echt nicht zu helfen. Die Probleme sind hausgemacht und politisch gewollt!
Don
20. August 2015 18:22
Die Flüchtlingswelle ist ja nur teilweise afrikanisch. Hintergrund ist natürlich eine Schleppermafia und das verursachte Zusammenbrechen der Polizeistaaten am Mittelmeer. Außerdem gibt es komplizierte seerechtliche Fragen. Praktisch gesprochen kann man das Problem durch Beseitigung der Boote lösen. Die Welle verstärkt sich seit der Gerichtshof in Straßburg gegen eine Rückführung entschieden hat.

Fischfang in Ghana ist eine ganz kleine Industrie. Auch da sind es seerechtliche Fragen. Die Emigration ist nicht Zeichen der Armut sondern des Reichtums in diesen Ländern. West-Afrika importiert vor allem Reis und Geflügel aus den USA.

Niemand mit Ausnahme des Staatsvolkes hat ein Recht zu entscheiden, wer in einen Staat einwandern darf. Es ist ein populärer Trugschluss, dass Armut eines Landes das Ergebnis der Bereicherung anderer Länder an dem Land ist. Im übrigen ist ja West-Afrika gar nicht mehr so arm, wie sich das einige vorstellen, ganz im Gegenteil. Da gibt es eine wirtschaftliche Dynamik, die noch stärker wäre, wenn es keinen Braindrain gäbe und nicht so dysfunktionale Staaten (durchaus gewollte Folge kolonialer Strukturen). Aber von diesen positiven Entwicklungen erfährt man zu wenig. Die Klischees über das arme Afrika sind bei uns plakativ eingebrannt.

Wer jetzt kommt, der ist Glücksritter.
Hartwig
20. August 2015 18:30
Zunächst, Herr Wiesberg, haben Sie aus ökonomischer Sicht nicht unrecht.
Dennoch grundsätzlich eine Handlungsanweisung: Eine "sanfte" Rekolonisierung Afrikas durch Europa. Übernahme der Verwaltung, Aufbau von Strukturen, Entmachtung extrem korrupter Eliten, Bieten einer Perspektive, Ermöglichung eines Grundstandards der Existenzsicherung, Geburtenkontrolle, etc., Ausbeutung der Rohstoffe zugunsten eines rudimentären Sozialwesens, fairer Handel. Zur Not gewaltsam abgesichert.
Das Ganze muss flankiert werden durch kriegerische Maßnahmen: Zerstörung der Flüchtlingsboote, Bombardierung von "Flüchtlingshäfen", radikale Grenzüberwachung, ein moderner Limes, Pulverisierung der Hoffnung aller Wanderungsbewegten.

Der einzig rettende Weg, den Europa gehen kann, wenn es als solches Bestand haben will.
Und im Moment des Schreibens weiss man, dass man eine Utopie an die Wand malt.
Martin Schillert
20. August 2015 18:34
Ich finde diesen Artikel als Lagebericht und Teilursachenforschung ok. Aber:

Den Gedanken, dass es Afrikanern hauptsächlich so "schlecht" geht, weil sie sich nicht gegen raffgierige Chinesen und gegen den IWF wehren können, halte ich für extrem gefährlich, weil er ablenkt. Dazu reicht mir ein Blick auf die Geschichte Südafrikas und Detroits. Das Problem hat tiefere Wurzeln und ich bin hier glaub ich nicht der einzige, der diese Meinung vertritt.

Übrigens behaupte ich, dass nicht wenig Afrikaner nicht nur aus materiellen Gründen nach Deutschland "flüchten", sondern sich eine weiße, weil attraktivere, Gebärmaschine wünschen. Wer diesen Gedanken als absurd und vorurteilbeladen abstempelt, der sollte sich vielleicht einfach mal offen und ehrlich mit einem Neueuropäer - ob nüchtern oder angetrunken - unterhalten. Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum sich viele westliche Frauen für Migration einsetzen. Sie verraten ihre tendenziell "verweichlichten" Männer, um Revierkampf und Reviererweiterung zu fördern. Dass das auf lange Sicht ein Schuss ins Knie sein könnte, können sie noch nicht erfassen. Hedonismus und Kulturrelativismus leisten ganze Arbeit.

Um zurück zu kommen:
Homogene Völker, die dazu neigen, durch Korruption nicht nur andere, sondern sogar sich selbst zu zersetzen, sind in meinen Augen eine Bedrohung, vor denen man sich, wie z.B. die Japaner, durch Isolation schützen muss.

Wir hätten Afrika einfach in Ruhe lassen sollen. Punkt. Irgendwann wird nur noch Sezession helfen, so wie das die südafrikanischen Afrikaaner teilweise getan haben.

Ich bleibe pessimistisch und werde einen Teufel tun und auf den Relativismus-Wagon des linken Ideologiezugs aufspringen.
Marcus Junge
20. August 2015 18:55
Ja ja, der böse Westen wieder. Gähn!

Sie haben dabei aber z.B. die 50% der Flüchtlinge unterschlagen, die vom "Balkan" kommen, was hat "der Westen" da eigentlich verbrochen an den Moslems und Zigeuner?

Und dann würde ich wegen Afrika das hier noch empfehlen zu lesen:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/klare-regeln-fuer-zuwanderung.html;jsessionid=1206512E97C3FD9D3BA2F6B4A6D3DF07

Und dann will ich noch an den hier erinnern, ?Kenianischen? (Nigerianischen, was auch immer) Politiker (2013): "Was sich da aus Afrika nach Europa ergießt, ist der Abschaum Afrikas. Er frage sich, wie die afrikanischen Regierungen dies zulassen könnten."

Aber ja, zu uns kommen die klügsten und besten Köpfe Afrikas. Sollte das stimmen, dann sollte man Afrika mit Neutronenbomben vor diesen Leuten retten, denn sonst rettet uns nichts und niemand, wenn das Mittelmeertreibgut deren Elite darstellen soll und nicht deren Bodensatz.
Legionär
20. August 2015 18:57
@Wiesberg
"Mit der Errichtung von Mauern oder der Wiedereinführung von Grenzkontrollen werden sich die tiefgreifenden Verwerfungen, die Auslöser des Massenexodus sind, nicht eindämmen lassen."
Nein, an den negativen Ursachen würden Mauern und Grenzkontrollen nichts ändern. Sehr wohl aber an den für uns Europäern negativen Folgen. Und das sollte doch zuallerst unser Anliegen sein, dieen Massenansturm abzuwehren. Wir Europäer sollten nicht den unrealistischen Anspruch verfolgen, jegliches Leid auf dieser Welt lösen zu wollen. Dessen ungeachtet, habe ich gegen eine auf legitime afrikanische Anliegen rücksichtnehmende Änderung der Außenhandelspolitik nichts, sondern begrüße dies auch.
marodeur
20. August 2015 19:07
Ich bin ein bisschen enttäuscht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich sowas mal auf einer Plattform der rechten Avantgarde lesen muss. Hier werden urlinke Glaubenssätze verarbeitet wie Erb- und Kollektivschuld, Fremdversagen statt Eigenverantwortung, "der Westen" als destruktives Konstrukt, die Mär vom verarmten Afrikaner, der seine Scholle zwangsläufig verlassen muss, die seltsame Idee von der Unabwendbarkeit der Invasion und dann noch das beliebte Argument, man müsse (schell mal) die Ursachen in der Welt bekämpfen. Ich bin schockiert. Der Beitrag könnte haargenau so in der FAZ oder im Spiegel stehen, nur da gibt es schon x solche Beiträge. Viele dieser Ideen sich übrigens schlicht größenwahnsinnig: Deutschland ist für alle Ungerechtigkeit dieser Welt verantwortlich. Gleichzeitig kann Deutschland alleine diese Probleme lösen, in dem alles getan wird, um die fremden Probleme vor Ort zu holen. Denn die Auflösung Deutschlands ist die einzige Lösung des Gerechtigkeitsproblems.
Rumpelstilzchen
20. August 2015 19:40
China zeigt, wie' s geht:

https://m.youtube.com/watch?v=bl8XE-BnEqY
Sakksa
20. August 2015 19:53
Die Ursachen der Wanderungsbewegungen sind nicht europäisch generiert. Sie liegen u.a. in einer enormen Fertilität aus den abgebenden Ländern. Zeigt mir den Europäer, der dafür verantwortlich ist. Es gibt ihn nicht. Afrika zB ist ein an Rohstoffen enorm reicher Kontinent und hat es in der Hand, eine vernünftige Politik zu betreiben. Tun sie nicht. Sie verkaufen ihr Wasser lieber an Nestle und ihr Weideland an China. Den Youthbulge kehren sie aus und den Investor freuts. Dafür können aber Europas Völker nichts.

DAS ist die andere Seite der Medaille und kein in das Totalitäre ausgeweiteter - also wortwörtlich grenzenloser - unmenschlich gewordener Humanismus der neuen Jakobiner unserer Zeit. Aber ja : Für DEN können wir was.
Waldgänger
20. August 2015 19:55
Die von Herrn Wiesberg aufgezeigten ökonomischen Zusammenhänge dürften stimmen.
Daher ist dieser Satz durchaus richtig:
Dennoch wird man dessen ungeachtet nicht um den Befund herumkommen, daß der Westen ein Gutteil an Mitverantwortung für die nicht enden wollenden Migrationsströme trägt.

Wobei Mitverantwortung ein passendes Wort ist. Von Alleinverantwortung kann natürlich keine Rede sein; aber das hat Herr Wiesberg ja im Gegensatz zur Linken ja auch nicht behauptet.
Wie groß der Teil der Mitverantwortung ist? Wohl deutlich weniger als die Hälfte (wenn man das so lax quantifizierend überhaupt sagen kann).

Doch auch aus Mitverantwortung folgt nicht die Verpflichtung zu einer Buße, die selbstgefährdend würde.
Von daher widerspreche ich dem nächsten Satz:
Mit der Errichtung von Mauern oder der Wiedereinführung von Grenzkontrollen werden sich die tiefgreifenden Verwerfungen, die Auslöser des Massenexodus sind, nicht eindämmen lassen.


Man muss eindämmen, denn täte man es nicht, stünde unsere ethno-kulturelle Existenz auf dem Spiel.
Und man wird das womöglich auch mit Mauern, Waffen, Armeeposten und Internierungslagern tun müssen.
Das Naturrecht erlaubt, ja gebietet es.
So etwas ist in der Weltgeschichte schon viele, viele Male passiert. Man hat das bloß vergessen wollen bzw. will es uns vergessen lassen.

Kurz gesagt:
Das Fressen kommt vor der Moral.
Das (eigene) Hemd ist einem näher als der (afrikanische) Rock.

Von jemandem den Selbstmord zu verlangen, damit er ein gutes Gewissen haben kann - das darf man nicht.
Patrick
20. August 2015 19:56
Es ist ein Artikel unter "Debatte", von daher okay. Dennoch muss ich meinem Vorredner zustimmen. Dieser Beitrag hätte eher in ein linkes Gutmenschen-Organ gepasst, ich war überaus erstaunt, so etwas hier zu lesen.
Gustav Grambauer
20. August 2015 20:18
"Die Überfremdung der weißen Rasse ist ein Angriff gegen den Christus ...":

http://www.pelagius.de/index.php?id=119

- G. G.
Desprecio
20. August 2015 20:19
@ Peter Niemann

"Die Probleme sind hausgemacht und politisch gewollt !"

Ich verstehe es täglich weniger, daß nicht mehr Restdeutsche
diese Rückschlüsse ziehen. Deutlicher kann man es seinem ei-
genen Volke doch gar nicht mehr zeigen, daß man es auslöschen
will. Welche Beweise braucht denn der vor sich hin träumende,
umerzogene deutsche Michel noch, bis er merkt, daß es ihm an
den Kragen geht. Die ehemals vorhandene hohe deutsche Kultur
stellt für den normalen restdeutschen BRD-Analphabeten ohnehin
keine zu verteidigende Position mehr dar. Was ich aber überhaupt
nicht mehr verstehen kann, ist die Tatsache, daß er seiner in kei-
nem Volke der Welt vergleichbaren Trägheit und Desinteresse
am Weiterbestehen seines eigenen Volkes, seiner eigenen Kultur
sogar seine eigenen Nachkommen opfert.

Was ist mit diesen Restdeutschen seit 1968 oder spätestens seit
1989 passiert ? Nicht die primitivsten Völker und Kulturen dieser
Erde haben sich in solch kurzer Zeit in ein solches Schicksal er-
geben, nicht ein einziges Volk hat sich ohne Verteidigungswillen
in seinen geplanten Genozid ergeben, ohne wenigstens Gegenmaß-
nahmen zu ergreifen.

Die Indianer Nordamerikas sind für mich seit meiner Kindheit ein
zu verehrendes Beispiel für die Verteidigung der Interessen eines
mit Genozid bedrohten autochthonen Volkes. Selbst die Aussichts-
losigkeit ihres Verteidigungskampfes lies sie wenigstens einen eh-
renvollen Tod sterben. Bei dem sterbenden Volk der Restdeutschen
ist zu konstatieren, daß selbst der Begriff der Ehre keinerlei Bedeu-
tung mehr hat.

Als direktes Nachkriegskind, das die Auswirkungen der Niederlage,
bewußt spreche ich hier nicht von der "Befreiung", miterleben mußte, habe ich eine solche fatalisische Unterwerfungshaltung gegenüber
unseren "neuen Herren" nie feststellen müssen.

Die Aliierten hatten uns aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit
besiegt. Das mußten wir, d.h. unsere Eltern und Großeltern, akzeptie-
ren. Mehr aber auch nicht ! Sie konnten ihren Stolz behalten. Sie hat-
ten sich bis zuletzt gegen eine überwältigende Übermacht zu vertei-
digen versucht. Sie unterlagen ehrenvoll.

Was tun wir jedoch heute ? Wir lassen es zu, daß Millionen von An-
gehörigen niederer Völker und Kulturen, Islamisten, Kopfabschnei-
dern und Kannibalen ungehindert, unterstützt von linksextremisti-
schen Volkszerstörern, unterstützt von den von uns selbst in Un-
kenntnis derer Absichten gewählten Politikern in Bund und Ländern
der BRD, unser schönes Land, unsere hochstehende Kultur und
nicht zuletzt unsere bisher alles überragende Ökonomie und damit
unser soziales Umfeld zerstören.

Kann man sich eigentlich noch mehr selbst erniedrigen ?

Warum haben die USA nicht uns, neben Japan, durch Atombomben
ausgelöscht. Wir wären dann zwar auch seit Jahrzehnten tot, hät-
ten aber unsere Ehre behalten, und man würde uns an den Jahres-
tagen unserer Auslöschung wenigstens hin uns wieder etwas be-
dauern und betrauern.
Der Gutmensch
20. August 2015 20:38
Ehrlich gesagt, stimmt mich der Artikel sehr unmutig. Hier ist mal eine ganz andere Darstellung:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/asfa-wossen-asserate-ueber-die-gruende-der-migration-13706422.html?printPagedArticle=true#aufmacherBildJumpTarget

Also entweder ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln in Afrika so dramatisch, wie von Oxfam & Co dargestellt.

Oder es stimmt, dass sich Afrikas Bevölkerung demnächst verdoppelt.

Aber beides zusammen in einem Referenzrahmen kann ersichtlich nicht funktionieren.

Zwar mag Afrika mit schlimmen Problemen konfrontiert sein.

Aber wären diese Probleme wirklich existentieller Natur, dürften ja definitionsgemäß die Verhältnisse nicht hinreichen, die Afrikaner auf stabilem Niveau zu versorgen. Damit würde unausweichlich die Folge einhergehen, dass sich die Zahl der Afrikaner dezimieren müsste.

Wären die Probleme Afrikas hingegen nicht existentieller Natur - dann handelte es sich bei den Oxfam-Geschichten (unterstellt, sie stimmen überhaupt) lediglich um Probleme einzelner Bevölkerungsgruppen (welche natürlich die Existenz dieser Gruppen bedrohen können, wenn und soweit es an interafrikanischer Solidarität fehlt).

Unbestritten werden es nun seit Jahrzehnten insgesamt immer mehr Afrikaner und niemand, nicht mal Oxfam, geht von einer Trendwende aus.

Folglich gibt es auch kein Problem, dass Afrika als Ganzes vor existentielle Herausforderungen stellt und Afrika könnte die einzelnen bedrohten Bevölkerungsgruppen (so es sie denn gibt) selber versorgen; entscheidet sich aber dagegen.

In Wahrheit herrscht nämlich laut Faz-Artikel: afrikanischer Wohlstand. Diese Darstellung ist auch plausibel: Denn einzig wachsender Wohlstand vermag das Phänomen des rasanten Bevölkerungswachstums überhaupt zu erklären!

Nun ist dieser Wohlstand nach dieser Darstellung auch noch europäisch induziert; und zwar während in Europa das Medianvermögen der Bevölkerung dramatisch abnimmt und die Verschuldung der europäischen Nationalstaaten explodiert.

Und an dieser Stelle geht mir leider jede Lust abhanden, auch noch für Afrikas Probleme die Verantwortung zu übernehmen - nachdem wir offensichtlich schon die Verantwortung für Afrikas blühenden Wohlstand und seine Bevölkerungsexplosion übernommen haben!!

Was beispielsweise den Freihandel betrifft, so bestätigt auch der Faz-Artikel, dass es natürlich ein Handelshemmnis für die Afrikaner darstellt, dass es kein Freihandelsabkommen zwischen Afrika und Europa gibt; alles andere wäre ja auch albern.

Aber es gibt nunmal für niemanden einen Anspruch auf weltweiten Freihandel; wie käme Afrika eigentlich dazu, so etwas einzufordern? Und wenn Afrika so erheblich unter den europäischen Billigimporten "leidet" (während es in Wahrheit immer mehr Afrikaner gibt!) - dann muss es eben Schutzzölle dagegen erheben und ich traue auch den Afrikanern zu, dass sie wissen, was das ist - alles andere wäre arg herablassend.

Offenbar besteht aber keine Notwendigkeit dafür.

Und damit wende ich mich wieder dem (mittlerweile tröstlichen) Gedanken zu, dass sich schon irgendein afrikanischer Demokrat finden wird, der unsere Zuwanderer mit Papieren ausstattet und zurück nimmt, sobald sie ihren ominösen Zweck hier erfüllt haben. Was Norwegen recht ist, soll uns nur billig sein! Und angesichts der Tatsache, dass man die DDR praktisch über Nacht eingemauert hat, halte ich die Behauptung, man könne Deutschland nicht gegen Zuwanderer sichern, für, pardon - trügerisches Gewäsch.

Der Gutmensch.
Rainer
20. August 2015 20:47
Ich empfehle Herrn Wiesberg einmal die Lektüre der Essaysammlung " Ja, Afrika muss zur Hölle gehen" von Alex Kurtagic, hier auschnittsweise zu lesen. Trotz des provokanten Titels sind die Vorschläge in diesem Buch meiner Meinung nach ein schwieriger, aber realistischer Weg, wie Afrika und Europa im Zukunft nebeneinander überleben könnten. Die hier in diesem Artikel angegebenen Lösungsvorschläge gegen die Armut, gegen die Überbevölkerung und den Massenexodus von Millionen Afrikanern haben in Wirklichkeit erst diese Probleme hervorgerufen und sie entspringen allesamt linken Dogmen wie der White Guilt, dem Egalitarismus und dem linken Fortschrittsglauben. Der Mythos von den angeblich leergefischten Gewässern, ausgebeuteten Ländern ist ein hilfloser Versuch die chronische Dysfunktionalität Afrikas zu erklären, die in Wirklichkeit viel tiefere Wurzeln hat. Ich bin auch etwas verwundert solche scheinbar Mem verfestigten Irrlehren hier zu lesen, die inzwischen CSU-Politiker erreicht haben und sogar bis in die Positionspapiere der AFD vorgedrungen sind.

Zitat Kurtagic:
Ich argumentiere seit einiger Zeit, daß wir, wenn jemals Stabilität auf dem Schwarzen Kontinent einkehren soll, zulassen müssen, daß die Schwarzafrikaner von Europa abweichen und sich auf eine Weise neu organisieren, die mit ihrem Temperament, ihren Neigungen und Begabungen harmoniert. Ich habe auch argumentiert, daß wir uns nicht einmischen dürfen, selbst wenn das Endergebnis für uns beunruhigend ist. Was Afrika braucht, ist nicht mehr Geld und Entwicklung, sondern gar nichts davon. Schwarzafrikaner sind anders als Europäer. Wir mögen nicht von afrikanischen Kulturen sprechen wollen, weil sie in Relation zu unserer primitiv erscheinen, aber wir müssen akzeptieren, daß Kultur für sie etwas anderes bedeutet als für uns, und daß unsere Meinung, auch wenn wir sehr wohl eine haben können, irrelevant ist, wenn das, was sie unter Kultur verstehen, für sie funktioniert. Fortschritt, so wichtig er für uns gegenwärtig sein mag, ist dort fehl am Platz. Afrika ist zur Hölle gegangen, weil es das muß.
Disobbedisco
20. August 2015 20:49
@Marcus Junge "Sie haben dabei aber z.B. die 50% der Flüchtlinge unterschlagen, die vom „Balkan“ kommen, was hat „der Westen“ da eigentlich verbrochen an den Moslems und Zigeuner?" - Die desaströse Interventionspolitik der NATO/UNO in den Jugoslawienkriege + die Errichtung "freier", "unabhängiger" Staaten (kurzum: failed states) hat die Situation dort nicht erheblich verbessert, um es vorsichtig zu sagen. Gerade das "Vorzeigeprojekt" Kosovo ist da ein gutes Beispiel.

Nur zur Ergänzung: Das alles sind Dinge, die die momentanen Entwicklungen natürlich nicht zur Gänze erklären oder vollständig abdecken. Aber es sind eben auch Bausteine, die nicht "links" liegen gelassen werden sollten. Auch oder gerade im politischen Sinne.
Frenchman
20. August 2015 21:05
Der Durchschnitts-IQ der subsaharischen Schwarzen liegt unter 80. Das sind etliche Punkte unter einem Durchschnitt, der für die Errichtung einer europäischen Wirtschaft und deren Aufrechterhaltung erforderlich ist.

Hierzu kein Wort in dem Artikel.

Immer wieder: Es ist eine Schande, wie hier ohne humanbiologische Grundlagen neomarxistisch argumentiert wird.

Langsam nerven die hier gebrachten Artikel ohne Substanz.

Lesen Sie Rushton und Weiss - oder schweigen Sie.
georg
20. August 2015 21:12
Man muss eindämmen, denn täte man es nicht, stünde unsere ethno-kulturelle Existenz auf dem Spiel.
Und man wird das womöglich auch mit Mauern, Waffen, Armeeposten und Internierungslagern tun müssen.



Fürs Erste würde es auch schon reichen nicht Hartz 4 an die ganze Welt zahlen zu wollen.
Sternenfrau
20. August 2015 21:23
Ein sehr zu empfehlendes Gespräch zwischen Andreas Popp und Michael Vogt zum Thema :


https://www.youtube.com/watch?v=YjxQ1g8yoTQ
P. Weber
20. August 2015 21:23
Ich finde den Ansatz gut. M.E. müssen wir den Status quo als Grundlage nehmen. Es geht weder um Erb- oder Kollektivschuld und nicht gegen Grenzkontrollen (oder was noch alles für Einwände kamen). Stattdessen geht es darum, die Massenauswanderung zu beenden und das werden wir nur schaffen, wenn die Probleme vor Ort gelöst werden und da ist es vielleicht besser gezielt zu intervenieren, selbst Einfluss zu nehmen etc.

Natürlich erscheint die Lösung die bspw. Australien für sich einnimmt, als sehr charmant, aber realistisch gesehen, wird dies in (West-) Europa nicht durchzusetzen sein. Stattdessen sollen Afrikaner ihren Kontinent schätzen lernen und wie hier schon erwähnt wurde, ihre Kraft für den Aufbau ihrer Heimat nutzen... wenn da nicht der Expansionsdrang des Islams wäre...
P. Weber
20. August 2015 21:27
Ach und PS: „Die Überfremdung der weißen Rasse ist ein Angriff gegen den Christus …“

Völliger Blödsinn...Dem Christus ist die Herkunft egal und nicht umsonst müssen "Weiße" von Afrikanern missioniert werden, weil Gottes Wort in unseren Breitengraden so verwässert und verfälscht wird.
Desprecio
20. August 2015 21:39
@ "Martin Schillert"

".................................. Das ist übrigens auch einer der Gründe,
warum sich viele westliche Frauen für Migration einsetzen. ........
................"

Mit dieser These dürften Sie ins Schwarze getroffen haben !

Schon die bekannte italienische Publizistin und Schriftstellerin
Oriana Fallaci machte sich in ihrem Buch "Die Wut und der Stolz"
(2002) u.a. darüber lustig, daß gerade emanzipierte Frauen der
linksliberalen westlichen Welt sich angesichts der menschenun-
würdigen Behandlung der Frauen in islamischen Ländern eigen-
artig zurückhielten.

Provokant fragt sie (Fallaci), "ob sich besagte Damen womöglich
lieber mit dem Gedanken daran beschäftigen, was sich wohl unter
dem Kaftan der bärtigen Gotteskrieger verbergen mag ?"
L.
20. August 2015 21:46
Die von Herrn Wiesberg dargelegten Zusammenhänge sind nicht nur bei Linken Und einem CSU-Innenminster abgeschrieben.
Sie sind schlicht falsch.
Die Exportförderungen der EU betreffen nur wenige afrikanische Länder und auf jeden Falldie aus denen die Flüchtlinge kommen (Somalia, Dschibouti, Ghana, Nigeria) schon mal nicht. Es gab größere Exporte nach Mali (wegen Dürren dort) Tschad, Kenia und Senegal. Wobei diese Ländern Importe angestrebt haben und sich das Zeug dann ansonsten eben aus den USA oder China besorgt hätten.
Was Herr Wiesberg (und die Linken) beschreiben ist maximal eine verfehlte Landwirtschaftspolitik von der EU Bauern eventuell Nutznießer sind aber keinesfalls die Verantwortung tragen.
Auch nach Afghanistan und Syrien sind nie in großem Umfang Nahrungsmittel exportiert worden.
In Syrien gab es tatsächlich (vor dem Beginn des Bürgerkrieges) Friktionen in der landwirtschaftlichen Produktion die zu starker Landflucht führten. Diese waren tatsächlich auf eine große Dürre, Fehler in der Bewässerung, Wassermängel aufgrund des Staudammbaus in der Türkei und zum Teil auch auf eine Landreform des Assad-Regimes zurückzuführen. Insgesamt alles Sachen auf die die EU überhaupt keinen Einfluß nehmen konnte und genommen hat.

Generell gilt das heutzutage Hunger und Landflucht nicht zu Kriegen führen sondern bereits bestehende Kriege zu Hunger und Landflucht. Und ZUFÄLLIG kommen die Flüchtlinge so gut wie immer aus Ländern in denen es entweder Kriege gab oder die eine besonders gute wirtschaftliche Entwicklung gab. Letzteres führt nämlich dazu das genug Geld für die anstrengende und teure Reise nach Europa da ist das auf diese Weise in die Taschen von Reiseunternehmern (=Schleusern) und womöglich auch Kriminellen gerät. Es ist nämlich für die stabilen afrikanischen Länder gar nicht gut wenn die Mittelschicht nach Europa auswandert.


Und dann noch den Lüders zitieren, der ein bekannter Lobbyist für Araber ist von denen er durchfinanziert wird. Kriege können die Araber gegeneinander ganz alleine führen und das machen die auch schon seit Jahrhunderten. Eigentlich können die nichts anderes und selbst das noch nicht mal besonders gut. Das die arabischen Staaten allesamt Diktaturen sind, die sich gegenseitig bekämpfen (müssen) hängt einfach damit zusammen, daß es im arabisch/muslimischen Bereich kein Nationalbewußtsein gibt sondern die Verankerung im Stamm oder der Familie verwurzelt ist.
Man kann dem Westen immer vorwerfen, daß nach dem 1. WK Kunststaaten mit künstlichen Grenzen errichtet wurden. Was aber wäre die Alternative? Genau das was wir jetzt (etwa in Somalia) sehen: gar keine Staaten und gerade deswegen Fluchtbewegungen in den Westen. Gar kein Staat heißt nämlich nicht kein Krieg sondern im Gegenteil immer Krieg (wie wir es ja dort auch tatsächlich beobachten: Jemen, Somalia, Irak, Syrien, Kurdenstaat, Pakistan, Afghanistan, Libyen, Mali, Tschad).

Ich halte die von Herrn Wiesberg vorgetragenen Zusammenhänge für gänzlich absurd. So absurd eben wenn man von der verqueren Weltsicht von Linken oder gar einem CSU-Wentwicklungshilfeminister abschreibt.
jack
20. August 2015 22:11
Es hat fantastische Ansätze gegeben, Afrika von der Vorherrschaft
afrikanischer, westlicherseits gestützter, Clans zu befreien.
Das hat zu geopolitisch begründeten Massnahmen geführt, die letzlich dazu führten, Libyen zu zerstören und damit die notwendige Versorgung afrikanischer Staaten mit Wasser zu verhindern.
Die “Libysche Revolution” und die gigantischen libyschen Wasserreserven –
Am 20.03.2009 konnte man in den Maghreb-Nachrichten lesen:

Libysche Offiziere präsentierten zum ersten Mal auf dem 5. Weltwasserforum in Istambul ein Projekt zur Wasserförderung, das auf 33 Milliarden Dollars geschätzt wurde. Das Projekt wurde als die 8. Weltwunder bezeichnet und sieht die Errichtung eines künstlichen Flusses vor, damit die Bevölkerung im Norden Libyens mit trinkbarem Wasser versorgt werden können. Die Projektarbeiten wurden seit 1980 auf Aufrag des libyschen Führers, Muammar Gaddafi, eingeführt. 2/3 des Projekts wurde bereits fertig gestellt. Es handelt sich um eine 4 000 Km lang Wasserleitung, die im Grunde liegendes gepumptes Wüstenwasser durch die libysche Sahara in den Norden fliessen lässt. „Die Studien zeigten, dass das Projekt kostensparender als die anderen Altrnativen war.“ meldete der für das Grundwassermanagement zuständige Fawzi al Sharief Saeid.

Der Wasservorrat reicht nach Berechnungen bis zu 4.860 Jahren, wenn die davon profitierenden Staaten Libyen, Sudan, Tschad und Ägypten ihn wie es vorgesehen verwenden.

Haben Sie davon schon gehört, oder lesen Sie etwa die Maghreb-Nachrichten nicht? Warum erfährt man davon im Westen so wenig? Bei der Einweihungsfeier sagte Gaddafi , dass dieses Projekt “die größte Antwort auf Amerika ist, das uns anklagt, den Terrorismus zu befördern.” Auch Mubarak war ein großer Anhänger des Projekts.

http://www.politaia.org/kriege/die-libysche-revolution-und-die-gigantischen-libyschen-wasserreserven-politaia-org/

Wer hat sich die riesigen Wasservorräte unter den Nagel gerissen?
Das Erdöl? Das angeblich im Ausland deponierte Geldvermögen des libyschen Volkes?
Die Europäer?? Wohl kaum!

Europa kriegt den Abschaum zur Versorgung als sogenannte Asylanten!



Der Zerfall von Libyen
von Polina Lavrentieva

Im Sommer 2011 hat Thierry Meyssan behauptet, dass es keinen arabischen Frühling in Libyen gegeben habe, dass die Bevölkerung sich nicht gegen Muammar al-Gaddafi erhoben, sondern dass der Westen mit der separatistischen Bewegung von Kyrenaika gespielt habe. Zwei Jahre später ist es nun soweit: Tripolis hat die Kontrolle über Kyrenaika und Fezzãn verloren, wie die Sondergesandten der Vereinten Nationen festgestellt haben. Die Reichtümer des Landes sind jetzt in Händen von Verbrecherbanden und ausschließlich von US-Multis.

http://www.voltairenet.org/article180645.html


Geopolitische-und finanzmarkttechnische US- Interessen verhindert Afrikas Fortschritt. Nicht die Europäer, denen jetzt die Flüchtlingsströme aufgehalst werden.
Der Gutmensch
20. August 2015 22:31
Sollen jetzt eigentlich "Unterleibsdiskussionen" vermieden werden - oder sollen wir alle mal auf den Putz hauen, wie Herr Schillert und Desprecio? Ist alles im Repertoire, keine Sorge ...

Um auf das Thema zurückzukommen: Ich habe mir den Artikel nebst Müllers Stuss nun auch nochmal aufmerksam durchgelesen, weil ich folgenden Satz einfach nicht verstanden habe:

Die doktrinär durchgesetzte Freihandelspolitik – die mit Blick auf Afrika vor allem dem Westen Vorteile verschafft hat – wendet sich nun in dramatischer Art und Weise gegen die Wohlstandszonen in Europa.

Sagen wir mal besser - ich kann es nicht fassen. Natürlich freuen sich die Europäer, wenn sie ihre Produkte in Afrika absetzen können, ohne dass die Afrikaner Schutzzölle erheben. Aber im übrigen freuten sich die Afrikaner, dass sie billig Nahrungsmittel kaufen konnten und vermehrten sich kräftig!

Die Behauptung, dass das "vor allem dem Westen Vorteile" verschafft hätte, ist m. E. das wirklich "Dramatische" an der Aussage:

Nochmal die Faz, da spricht einer, der es wissen muss:

"(...)mischen sich nun aber mehr und mehr Berichte über einen überraschend rapiden wirtschaftlichen Aufschwung. Für das Jahr 2015 rechnet der IWF mit einem Wirtschaftswachstum von sechs Prozent für den gesamten Kontinent. Unter den am schnellsten wachsenden Staaten sind etliche, die nicht zu den klassischen Rohstoffnationen zählen. Musterland ist hier vor allem Botswana."

Also wofür genau sollen wir uns hier nochmal entschuldigen?! Dafür, dass die Afrikaner nicht länger verhungerten - sondern sich explosionsartig vermehrten - oder für ihren wirtschaftlichen Aufschwung?

Und uns dann noch unsere eigenen Agrarsubventionen vorwerfen - das ist wirklich stark. Was haben die Afrikaner, die es nicht mal schaffen, eigene Produkte via Schutzzoll zu schützen (weil es wohl nicht lohnt und sie offenbar Besseres zu tun haben, als zu arbeiten und Produkte zu produzieren) denn bitte auch noch UNSERE SUBVENTIONEN anzugehen? Der Artikelschreiber wirft den Europäern also vor, den Afrikaner - zu billig zu verkaufen, habe ich das richtig verstanden?

Das ist ... mein lieber Scholli .... sagen wir mal: phantasiereich!

Ich würde ja vorschlagen, den Verkauf von Lebensmitteln an Afrika komplett einzustellen, von heute auf morgen. Irgendwie müssen wir ja der bösen Ungerechtigkeit in der Welt mal Herr werden! Aber ick hör´die Nachtigall schon trapsen ... damit würde ich mir bloß einen Boykottvorwurf einfangen, böse, böse.

Manometer.

Der Gutmensch.

PS: Liebes Rumpelstilzchen, ich nehme an, auch die Chinesen werden noch ihr blaues Wunder in Afrika erleben. Oder ein schwarzes. Aber vermutlich eher - kein gelbes!
Andreas Walter
20. August 2015 22:32
Nee nee nee, die Argumente und Überlegungen kenne ich alle, doch das sind alles nur Teilaspekte, Symptome von etwas anderem. In Lateinamerika ist es ja auch nicht so, selbst wenn dort auch nicht alles in Butter ist.

Wenn niemand darauf kommt, versteht, was es ist, warum etwas so ist wie es ist, habe ich gelernt, ist meine Erfahrung, dann ist es das was niemand auszusprechen wagt.

Würde man Afrika, hätte man Afrika sich selbst überlassen, denn wäre heute alles wie jetzt auch, nur mit wesentlich weniger Menschen. Dann würde sich auch Afrikas Population bei einem natürlichen Gleichgewicht einpendeln (wäre eingependelt geblieben). Dabei spielt es auch keine Rolle, ob Leute von aussen die Bodenschätze rausholen oder nicht. Südafrika wäre genauso arm, selbst wenn jetzt immer noch alle Diamanten und alles Gold im Erdreich liegen würde. Es macht keinen Unterschied. Seit Jahren versuche ich Leuten klar zu machen, dass (falsche) Entwicklungshilfe mehr Schaden anrichtet als das sie nützt, die Probleme dadurch nur noch grösser werden. Doch die wenigsten Menschen verstehen eben den Schatten des Altruismus. Gestorben und selbst Gesiecht wurde auch in Afrika schon immer, doch eben in wesentlich geringerem Mass. Erst als man alle irgendwie durchgebracht, immunisiert hat fingen die Dinge ja aus dem Gleichgewicht zu geraten. Das fing mit den Massenimpfungen der WHO im den 60ern, 70ern des letzten Jahrhundert an und ging dann weiter mit der Hungernothilfe. Allerdings hat man viele andere Dinge dabei vergessen, oder übersehen, oder schlichtweg nicht bedacht.

Man hat die Entwicklung des Geistes in Afrika vernachlässigt, sich zu sehr auf das Körperliche, das Korporale konzentriert. Zuviel Aber- und Geisterglaube, zu viele Sprachen, zu wenig Zusammenhalt, zu wenig Schulen, zu wenig Bildung.

Vor allem aber: Zu wenig Eigeninitiative und eigene Ideen, wenn man schon die Botschaft des Weissen Mannes, der Weissen Teufel ablehnt. Doch auch die Sklaverei existierte bereits schon lange vor der Ankunft der Weissen in Afrika. Auch das ist eine Geschichte, die noch nicht wahrheitsgetreu erzählt wird. Allerdings weiß ich seit ein paar Monaten auch warum, was mit einem anderen Volk zu tun hat, was sich selbst und seine Geschichte auch gerne verklärt. Mehr sage ich speziell dazu bei der Sezession nur noch nach Aufforderung, Nachfrage, Anfrage. Beweise habe ich auch darüber mittlerweile genug. Denn ich will ja nicht anklagen, sondern verstehen.
d.n.
20. August 2015 22:48
Die Hauptursache der Einwanderung ist das Wohlstandsgefälle, also das - pauschal ausgedrückt - höhere "Lebensniveau" hierzulande im Vergleich zu den Ländern, aus denen die Einwanderer kommen. Jeder - und ich meine: jeder, also auch der Faule, der Unfähige, der Kriminelle usw. - hat hier einen höheren Lebensstandard zu erwarten als in seinem Herkunftsland, und zwar selbst dann, wenn er hier in einer Asylantenunterkunft wohnt, auf der Straße lungert oder im Gefängnis sitzt.
Woraus diese Ungleichheit resultiert, mag mannigfache, möglicherweise auch Gründe haben, wie sie oben im Artikel genannt werden. Jedoch halte ich eine Diskussion über Ursachen für ebenso müßig wie über die Frage, was wir gegen die Invasion unternehmen können. Der Einfluss der Rechten auf die Politik hierzulande ist marginal bis nicht vorhanden, wir werden den Asylstrom weder aufhalten noch deren Ursachen bekämpfen können. Die Diskussion müsste konsequenterweise um die Folgeerscheinungen gehen: Wie leben, wie sich verhalten, arrangieren in der multikulturellen Realität? Welche Konsequenzen ziehen, wenn sich selbst das hinterste Dorf in Vorpommern ethnisch so zusammensetzt wie manch ein Stadtteil in Duisburg bereits heute?
Kryptokonservativer
20. August 2015 23:19
Also entweder ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln in Afrika so dramatisch, wie von Oxfam & Co dargestellt.

Oder es stimmt, dass sich Afrikas Bevölkerung demnächst verdoppelt.

Aber beides zusammen in einem Referenzrahmen kann ersichtlich nicht funktionieren.


Nun, tut es sehr wohl, bedenkt man die Malthus'sche Grenze. Wenn ein Produktivitätszuschuss z.B. in der Landwirtschaft dazu führt, dass die Bevölkerung rasant wächst, übersteigen die Bedürfnisse dieser höheren Anzahl an Köpfen den Überschuss in der nächsten Generation wieder und es herrscht Mangel.

Malthus selbst konnte sich im Europa des frühen 19. Jahrhunderts übrigens nicht vorstellen, dass diese Grenze jemals überschritten wird, eher, dass die größere Produktivität zu noch viel schlimmerer Armut führen wird; er sollte bekanntermaßen nicht Recht behalten: Die Europäer haben es geschafft, indem sie durch Umstellung ihres Lebensstils eine stagnierende bzw. fallende Geburtenrate bei exponentiell steigender Wirtschaftsleistung realisieren konnten. Und hierin liegt die eigentliche Tragik...
Fenris
20. August 2015 23:23
Was mir noch keiner erklären konnte: Wie können solche Artikel entstehen, wenn die armen, ausgebeuteten Afrikaner offensichtlich in Millionenzahl imstande sind, jeweils 6- 8000 Dollar im voraus für eine Schlauchbootreise locker zu machen anstelle sie in ihre Ausbildung oder in wirtschaftliche Projekte/ kleinbäuerliche Infrastruktur zu stecken? Kein Mitleid!
herbstlicht
20. August 2015 23:46
Hartwigschrieb


Und im Moment des Schreibens weiss man, dass man eine Utopie an die Wand malt.


Vielleicht nicht. Las gerade, daß nach der neusesten YouGov-Umfrage in Schweden die Schwedendemokraten stärkste Partei sind.

Vor einem guten Jahr kämpften sie noch gegen die Grünen (MP) um den 3.Platz. Bei der Reichstagswahl im Herbst erreichten sie 13%. Hier kann man sich die Ergebnisse bis hinunter in die einzelnen Wahlkreise anschauen: 30km nördlich Malmö erreichten SD über 30%.

Die Deutschen werden --- m�ssen --- die Letzten sein --- dann aber ...

Noch eine Ermunterung in die Runde: Ging Mitte der Siebziger, während meiner Diplomarbeit in Physik und aus vorderster Linie im Naturschutz kommend, in die Anti-AKW-Bewegung. Allgemein hieß es und wurde geglaubt: wenn wir an unseren Fl�ssen nicht Atomkraftwerke aufreihen wie Perlen, dann "gehen die Lichter aus". Naturschutz, Energieeinsparungen: Spinnereien.

Erinnere mich noch gut an die Hoffnungslosigkeit in der studentisch geprägten BI --- Technik und Naturwissenschaften stellten wohl die stärkste Fraktion und waren auch dort nur ein Grüppchen innerhalb des Jahrganges. Die Leute, für welche wir einzutreten meinten, waren gegen uns skeptisch bis feindselig. Heute rennt die Herde in die Gegenrichtung; mit alt-gewohnter Blödheit.
Dr. K.
21. August 2015 00:14
Ich fürchte, das deutsche Volk hat sich schlichtweg aufgegeben, ist müde und will so schnell wie möglich abtreten, verschwinden und sich auflösen ... Nichts passiert mehr, keine Demonstration, selbst nach den unfassbaren Vorfällen heute in Jena ... Leider gibt es große Kräfte innerhalb des Volkes selbst, die mit einem jakobinischen Eifer gegen das eigene Volk arbeiten und es durch eine amorphe "Bevölkerung" ersetzen wollen.
enickmar
21. August 2015 02:52
@ d.n.

Die Diskussion müsste konsequenterweise um die Folgeerscheinungen gehen: Wie leben, wie sich verhalten, arrangieren in der multikulturellen Realität?


Darauf versuche ich hier mindestesns schon seit Monaten auf die eine oder andere Art und Weise aufmerksam zu machen. Aber zumindest hier im Netztagebuch wird offenbar lieber über Sinnsuche und Wachstumskritik diskutiert (neuerdings auch Vorgärten). Meiner Meinung nach müßte das Thema Nr. 1 beim IfS sein: Identität und Globalisierung ("Nation und Globalisierung" ist schon längst gegessen ...).
Vernetzung: Was ist eigentlich mit Menzels Vernetungsprojekt ?
Carsten
21. August 2015 08:33
Um es mal "auf deutsch" zu sagen: Wenn man sich hauptsächlich für Aberglaube, Bonga-Bonga und Stammesfehden interessiert, statt für den Aufbau eines Gemeinwesens, bekommt man halt nicht viel geregelt. Ist das etwa unser Problem? Oder alles die Schuld des bösen Westens? Ich fühle weder Verantwortung noch Solidarität.
Wiesberg
21. August 2015 08:48
Aber ist die wirtschaftliche Benachteiligung Afrikas nicht evident?
@Der Gutmensch

Danke für den Hinweis auf die "ganz andere Sicht", die Asfa Wossen Asserate in der FAZ dargelegt hat. Dieser aber sagt ganz unmißverständlich:

"Die größte Benachteiligung Afrikas hat mit den Handelsstrukturen zu tun, die zwischen Afrika und den westlichen Staaten aufgebaut wurden. Vor allem bei Textilien und landwirtschaftlichen Produkten werden die Afrikaner von den Märkten der EU und Amerikas durch Handelsbarrieren weitgehend ausgeschlossen. Experten haben ausgerechnet, dass Afrika allein durch die Agrarprotektion der Amerikaner, Europäer und Japaner jährlich rund dreißig Milliarden Dollar an Exporteinnahmen verliert – das ist fast das Doppelte der Entwicklungshilfe, die jedes Jahr nach Afrika fließt. Umgekehrt kann ein Bauer in Afrika kaum mit den Preisen für die subventionierten Lebensmittel aus Europa konkurrieren. Die Folge: weitgehende Subsistenzwirtschaft. Die Bauern sorgen nur für den eigenen Bedarf, weil sich einheimische Produkte kaum verkaufen lassen."
Der Gutmensch
21. August 2015 10:59
Sehr geehrter Herr Wiesberg,

wir werten die Dinge eben unterschiedlich.

Die "ganz andere Sicht" von Prinz Asserate, auf die ich hinwies, besteht ja nun nicht etwa darin, dass er die Menschen seines Kontinents etwa verraten würde, indem er ohne Umschweife anerkennt, dass die afrikanischen Probleme ausschließlich auf die Afrikaner selber zurückzuführen sind.

Denn wiewohl sie es sind, würde ein Handeln nach dieser Einsicht in Afrika schlimme Hungersnöte zur Folge haben; etwa, wenn wir es ab sofort unterlassen würden, den Afrikanern subventionierte Nahrungsmittel zu liefern! Wenn Sie daran irgendeinen Zweifel haben, dann machen Sie die Probe aufs Exempel und demonstrieren Sie doch einfach mal vor einem Oxfam-Laden für einen sofortigen Lieferstop oder einen dicken Exportzoll auf Nahrungsmittel, damit die afrikanischen Bauern ihre eigenen Produkte ... Nein, das wäre zynisch, ich entschuldige mich für den Vorschlag.

Die "ganz andere Sicht" des Prinzen Asserate besteht vielmehr darin, dass er nicht so abgefeimt ist, elementarste Zusammenhänge zu leugnen, sondern gelegentlich die Wahrheit spricht:

Beispielsweise, was den vom IWF festgestellten, rapiden wirtschaftlichen Aufschwung des gesamten Kontinents betrifft, trotz der von ihm (Prinz Asserate) nicht näher ausgeführten europäischen „Handelsbarrieren“ (mithin: die Tatsache, dass offenbar nicht alle Waren, die wir aus Afrika importieren, frei gehandelt werden!)

Davon erzählt uns unser Entwicklungshilfeminister selbstverständlich nichts; denn das führt ja den Gedanken der Entwicklungshilfe ad absurdum - wo das Wachstum eine Eigendynamik angenommen hat, brauche ich selbstredend nichts mehr zu entwickeln!

Weiter hat Prinz Asserate soviel Ehre im Leib, am Ende dann doch zuzugeben, wo das eigentliche Problem liegt: Nicht in Europa. Sondern vielmehr in Afrika! Denn, so Prinz Asserate:

„Afrika verfügt über fast vierzig Prozent der Rohstoffe, Agrargüter, Wasservorräte und Energiereserven der Welt. Dieser Reichtum ist aber extrem ungleich und ungerecht verteilt, und er weckt Begehrlichkeiten. Noch verschleudern ihn diejenigen, die über diesen Reichtum verfügen, weitgehend, anstatt ihn sinnvoll im eigenen Land zu investieren. Und sie vertreiben gerade diejenigen, die fähig und bereit wären, am Aufbau Afrikas mitzuwirken: die vielen ambitionierten jungen Menschen. (...)
Afrikaner kennen nur die Begriffe „Freund“ und „Feind“. In den mehr als zweitausend afrikanischen Sprachen gibt es kaum ein Wort, das dem Begriff für einen „Gegner“ entspricht, dessen gegensätzliche Meinung man zwar nicht teilt, aber respektiert.“


Zusammengefasst: Afrikas Kernproblem ist die Einfalt (schwarz/ weiß-Denken), die Korruption, der Verrat und das mangelnde Verantwortungsgefühl für die eigenen Länder.

Im weiteren nennt Prinz Asserate noch den Tribalismus und - nicht direkt, aber er deutet es an - den Aberglauben.

Warum wollen Sie da eigentlich helfen, Herr Wiesberg? Und - wie?! Möchten Sie dort den Missionar - oder lieber den Schiedsrichter spielen? Beide Rollen beinhalten, soweit sie von einem Staat aktiv betrieben werden, eine imperiale Anmaßung. Wir reden hier nämlich über souveräne Staaten, und ihre inneren Angelegenheiten gehen uns grundsätzlich gar nichts an.

Aber statt sich aber nun auch der innenpolitischen Lösung der inneren Probleme ihrer Länder zu widmen, werden sie von den Afrikanern dreist exportiert (das nenne ich mal "Freihandel"), wie Prinz Asserate ebenfalls zugibt: Schon oben spricht er von „Vertreibung ambitionierter, junger Menschen“. Das führt er auch an verschiedenen Stellen sehr konkret aus:

„Manche der Diktatoren scheinen tatsächlich Glücksgefühle damit zu verbinden, wenn junge, nicht anpassungswillige Menschen massenweise weggehen. Das Problem der Jugendarbeitslosigkeit, der Perspektivlosigkeit, der Unzufriedenheit und Aufmüpfigkeit wird damit exportiert. Und später schicken die Emigrierten vielleicht sogar Geld an die zurückgebliebenen Verwandten, unterstützen damit die heimische Wirtschaft und indirekt auch das verhasste Regime. Die meisten der afrikanischen Flüchtlinge kommen nicht aus Bürgerkriegsländern. Die wenigsten sind direkt vom Hungertod bedroht. (...) Einige afrikanische Staaten können heute ein beeindruckendes wirtschaftliches Wachstum vorweisen, aber die Lebensbedingungen der meisten Menschen haben sich nicht verbessert. Das ist der eigentliche Motor hinter den Flüchtlingsdramen.


Noch einmal: Ich lehne die imperiale Politik, die die Einmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten beinhaltet, grundsätzlich ab. Wenn uns eine Verantwortung trifft, dann nur die, das zu unterlassen - spätestens, sobald dadurch unsere eigenen Interessen gefährdet sind:

Und das bedeutet selbstverständlich nicht, dass wir Afrika den Freihandel gestatten, wo er uns schadet. Das bedeutet auch nicht, dass wir uns diktieren lassen, zu welchen Preisen wir Nahrungsmittel anbieten - wenn sich Afrika seine Bauern schützen möchte, dann muss es selber Schutzzölle erheben, alles andere ist doch nicht unsere Verantwortung!

Das bedeutet auch ganz sicher nicht, dass wir uns von einzelnen afrikanischen Lobbygruppen vorschreiben lassen, mit wem wir welche Geschäfte machen und zu wem wir etwa diplomatische Beziehungen pflegen!

Aber es bedeutet zweifellos, dass wir auf der Stelle jede „Entwicklungshilfe“ einstellen, wo die volkswirtschaftliche Entwicklung längst eine Dynamik angenommen hat, die unsere eigene Entwicklung blass aussehen lässt. Und es bedeutet, dass wir keinen einzigen Wirtschaftsflüchtling mehr aufnehmen, der nur deshalb an unsere Pforte klopft, weil man in Afrika zu unsolidarisch oder zu egoistisch ist, die Menschen am wirtschaftlichen Aufschwung teilhaben zu lassen.

Nun hoffe ich inständig, dass unser Entwicklungsminister kein solcher Torfkopf ist, wie er (zugegebenermaßen sehr überzeugend!) vorgibt zu sein. Dann führt er wohl hinter den Kulissen weiter eine imperiale Politik der Kontrolle fort. Es mag auch dafür zwingende Gründe geben - aber genannt hat er diese nicht und ich weiß auch nicht genug, um darüber zu spekulieren.

Viele Grüße,

Der Gutmensch.
Der Gutmensch
21. August 2015 11:11
Lieber Kryptokonservativer,

das ist völlig unbestritten. Einfach ausgedrückt: Natürlich kann eine Bevölkerungsexplosion in der nächsten Generation zu Hunger und Elend führen, weil es dann eben nicht mehr für alle reicht!

Aber nun explodiert die afrikanische Bevölkerung aber schon ein paar Generationen ... und niemand - wirklich niemand, geht davon aus, dass das demnächst mal wieder aufhören wird! Folglich sind Sie wohl der Einzige, der sich sorgt, dem großen afrikanischen Wachsen könnte zeitnah das große afrikanische Sterben folgen.

Ich sorg mich derweile lieber um das deutsche Bevölkerungsschrumpfen, als das afrikanische Wachsen weiter zu "entwickeln".

Der Gutmensch.
Marcus Junge
21. August 2015 12:02
Disobbedisco

Der eine Krieg ist 16 Jahre her, der andere 20 Jahre. In beiden Fällen flossen Milliarden nach Kroatien, Slowenien, Bosnien, Kosovo. Diese Gelder konnten die dort nach eigenen Vorstellungen benutzen, konnten sich eigene Regierungen schaffen / wählen. Einige sitzen sogar an den Fleischtöpfen der EU und mästen sich daran.

Die USA haben diese Kriege entfacht und geführt, aber das sie danach die wirtschaftliche Entwicklung bekämpft hätten, wäre mir neu. Zeigen Sie mir dafür Belege! Und diese "Völker" wollten seltsamerweise alle nicht bei Serbien bleiben, ganz von alleine.

In dieser Zeitspanne ist China richtig groß geworden, stand Vietnam auf, hat Polen sich gut entwickelt. Niemand hat die Balkanesen daran gehindert diesen zu folgen.

Es "fliehen" nur Zigeuner und Albaner (Moslems). Wurde die irgendwie mit einem geheimen Krieg belegt, weil ich dachte ja es ging 2x gegen Serbien. Erleuchten Sie mich bitte.

Bis vor wenigen Jahren jubelten die Lügenmedien über die jüngste Bevölkerung Europas (Kosovo), die einer tollen Zukunft entgegenginge, im jetzt eigenen Staat. Ich sah damals schon die Invasoren, die auch damals schon kamen, nur halt weniger.

Was zum Kern des Problems führt, mit unseren Geld wurde eine moslemische Bevölkerungsexplosion finanziert, in einem Gebiet, welches schon in Jugoslawien das Armen- und Dummenhaus des Vielvölkerstaates war und von diesem finanziert werden mußte. Jetzt haben die sich massiv vermehrt und nichts auf die Reihe bekommen. Was passiert dann wohl, wenn es Willkommenskultur, Asyl und "Deutschland Verrecke"-Parteien bei uns gibt, samt direkter Billigfluglinie?

Aber ja, der Westen hat ... . Ne die da unten haben, insbesondere viele Kinder gemacht, die niemand brauchen / versorgen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=sfKpTiEMD1E von 2006
https://www.youtube.com/watch?v=GWq01af0104 von 2011

Es wäre an der Zeit zu erkennen, daß man endlich aufhören muß sich selber zu geißeln. Das Problem sind nicht plötzlich die Kriege der USA, denn dann hätten wir seit Jahrzehnten diese "Flüchtlings"ströme, sondern die hemmungslose Vermehrung, ohne wirtschaftliche Basis dafür, von den "Südländern". Und nichts anderes (außer der Deppertheit der Europäer die dann zu uns kommen zu lassen, anstatt die Tore zu verschließen), ist das Problem.
Arminius Arndt
21. August 2015 12:46
Es ist absolut richtig, sich die Ursachen der Zuwanderungswelle ganz genau anzuschauen. Bei einer Krankheit versucht man auch nicht nur an den Symptomen herumzudoktern. Für den "arabischen" Komplex sind die Ursachen ziemlich klar erkennbar und Deutschland darf hier "Bündnistreue" der anderen Art durch Aufnahme der "Ergebnisse" leisten. Dies kann und muss immer wieder deutlich ausgesprochen werden. Die Leute, die allesamt auch Asyl- und Bleiberecht erhalten, kommen nur wegen der bekannten Ursachen und Verantwortlichen!

In Bezug auf Afrika fällt mir aber doch zu sehr auf, dass man eine Art von patriarchalischen Ton anschlägt und quasi gönnerhaft dem Kontinent zugesteht, dass er ausgebeutet wurde und dem entsprechend "unsere Hilfe" benötigt. Das ist für mich der ähnliche Ton, wie er im Kolonialismus angeschlagen wurde. Der war nämlich alles andere als Grund-Böse, man wollte vielmehr die armen Heiden zum Glauben bekehren, sie in Schulen schicken, die Kolonie zum "blühen" bringen, also die Länder entwickeln. Es gab wohl kaum einen reinen Ausbeutungskolonialismus, wie er uns heutzutage immer wieder vorgegaukelt wird. In Afrika hat das streberhafte Deutschland dies eindrucksvoll in seinen wenigen Kolonien vorgemacht, auch wenn heutzutage nur noch auf den Kampagnen gegen die Herero und Nama herum geritten wird. Deutschland hatte die wenigsten Kolonien in Afrika und diese spätestens schon 1918 verloren. Großbritannien, Frankreich und ja selbst sogar Länder wie Belgien stehen da vielmehr in irgendeiner "Verantwortung".

Den Schuh mit Afrika brauchen wir Deutsche uns nun wahrlich nicht anziehen, nicht einmal via "Handelskeule", die ohnehin Humbug ist.

Lasst die Afrikaner mal schön selber machen, die kriegen das besser gebacken, als wenn wir uns da ständig als "Übervater" in Form eines Kolonialismus 2.0 einmischen.

In Punkto Afrika vertrete ich daher auch den Standpunkt - Schotten dicht und überlasst den Kontinent seinen Einwohnern.
Kreuzweis
21. August 2015 13:02
Diese Mitleidskultur der Entwicklungshelfer ist tiefenpsychologisch vielleicht die Fortsetzung des Kolonialismus mit verlogneren Mitteln.
Hier der "Übermensch", der edle Geber - dort der "Minusmensch", der abhängige Dauerempfänger, den man (mit anderer Leute Geld) beschenken und BEVORMUNDEN kann.
Ach, wie tut das gut, ach wie fühlt man sich da insgeheim auch als mäßig begabter Weißer doch so groß und überlegen!
Zudem bemäntelt der westliche "Alturismus", der Entwicklungshilfesozialismus, gar zu oft einen kriminellen Bestechungskapitalismus, dem er die Bahn gebrochen hat.
Wie so oft ist das gutmenschliche "Gut gemeint" das Gegenteil von "Gut gemacht" - oder, frei nach Goethe: "Ich bin die Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft."

Die "egosistischen" Chinesen sehen die Neger nicht als mindergeistiges Betreungsmaterial, sondern einfach nur als Geschäftspartner. Und damit tragen sie ehrlich, marktwirtschaftlich und nachhhaltig zum Wohlstand dort bei.

"Der afrikanische Patient - Wunderheiler China" (2011)
Teil 1: www.youtube.com/watch?v=bl8XE-BnEqY
Teil 2: www.youtube.com/watch?v=X-NGUYkg408
Teil 3: www.youtube.com/watch?v=NYeL8AzgHKY

Ich hörte mal die Worte eines afrikanischen Staasführers im Radio (sinngemäß):
"Wenn ich der EU sage, ich brauchte einen tiefen Hafen für mein Land, dann wird 5 Jahre untersucht und verhandelt und 5 Jahre bewilligt und gebaut - mit viel Glück habe ich nach 10 Jahren dne Hafen. Als ich die Chinesen fragte, sagten sie mir den Preis und eine feste Bauzeit und in weniger als 2 Jahren hatte ich den Hafen."
Luise Werner
21. August 2015 14:14
"wenn sich Afrika seine Bauern schützen möchte, dann muss es selber Schutzzölle erheben, alles andere ist doch nicht unsere Verantwortung! "

@ Gutmensch
Sie können doch beim Thema TTIP sehr schön sehen, wie die europäischen Regierungen unsere Interessen verscherbeln. Der Widerstand der europäischen Völker ist entweder nicht nennenswert, zumindest nicht erfolgreich.
Was erwarten Sie denn nun ausgerechnet von den afrikanischen Regierungen und den afrikanischen Völkern? Das die das schaffen, was wir nicht schaffen? Sich gegen die Ziele der WTO oder bestimmter EU-Lobbygruppen zu behaupten? Das ist doch nichts als Theorie und völlig weltfremd.
Die Regime dort sind gekauft, so wie auch unsere Regime gekauft sind. Wer handelt denn noch souverän, wer ist nicht erpresst oder gekauft?

Ich habe Verständnis für alle, die sagen, dass das Hemd näher ist als der Rock und das die Grenze einfach nur geschlossen werden soll. Ich gehöre auch zu denen.
Aber wer Ursachen sucht, sollte es sich nicht so billig machen.
M. M.
21. August 2015 14:24
Alle ideologischen Versatzstücke der, wie ich sie nenne, regressiven und korrupten neuen Linken werden aufgefahren, der Autor hat m. E. in guter Absicht schwer daneben gegriffen. Nichts gegen Kritik unter materialistischen Gesichtspunkten -zwiespältig, aber oft anregend- doch bitte nicht so.

Nebenbei, OT:

Im derzeit mächtigsten Land der Welt hat ein Populist wie ehedem Pim Fortuyn ein Immigrations(abwehr)programm aufgelegt, wie man es sich nur wünschen kann, das sollte ein Thema sein. Trump nimmt von rechts und links, nicht jeder Trumpf sticht somit, aber in Punkto Immigration macht er alles richtig, und das ist das Wichtigste. Der Cartoonist Scott Adams* gibt sich auf seinem Blog der Form nach moderat, ist aber ein Erzrealist - linken US-Aktivisten desw. sattsam bekannt und verhasst. Er macht sich Gedanken zu den Methoden modernen Marketings, denen Trump auch seinen bisherigen politischen Erfolg verdankt - sehr lesenswert.

Intellektuelle Vorarbeit ist unerlässlich, doch muss sie im politischen Alltag auch auf den kleinsten gemeinsamen Nenner heruntergebrochen werden; der Gegner arbeitet mit Agitprop und Marketing, BILD, BAMS, Glotze - wer glaubt, er könne sich aus solchen Niederungen fernhalten, verliert - auf der Agora wird der Feingeist niedergebrüllt, ausgelacht, bestenfalls rhetorisch versenkt mit allen Finessen. Von Trump sollten wir lernen können. Wie Fortuyn ist er kein angenehmer Charakter, doch das ist egal, wenn das Schiff leckt.



* Autor der Dilbert Cartoons. Eine unterhaltsame, intelligente und instruktive Auseinandersetzung mit der modernen Arbeitswelt.
ConservativeInTraining
21. August 2015 14:40
Den vielen Richtigstellungen und Ergänzungen, die die Kommentare enthalten, sei noch diese hinzugefügt: Afrika ist der einzige Kontinent, auf dem in sehr großem Umfang Polygamie praktiziert wird. D. h., daß einige -zig Millionen junge Männer keine Aussicht haben, eine Frau zu finden. Die Schlüsse kann hoffentlich jeder selber ziehen.
Teja
21. August 2015 14:51
Ich halte nichts davon, die Debatte über die Ursache der Wanderungsbewegung derart moralisch aufzuladen.

Die Lösung ist die Schließung der Grenzen, nicht aber Selbstkritik.
Wenn die Masseneinwanderung mit bestimmten Problemen in Zusammenhang gebracht wird, die nur die Europäer lösen könnten, dann brauchen wir auch nicht weiter zu diskutieren: Solange ...
+ in Europa noch ein Auto fährt (Stichwort "Klimaflüchtling"),
+ noch Handfeuerwaffen nach Afrika exportiert werden,
+ solange der europäische Lebensstandard höher ist als der afrikanische,
würde sich demnach ja eine Kritik an der Masseneinwanderung verbieten.
Peter M. Messer
21. August 2015 15:38
Dieser Artikel ist eine schöne Ergänzung zu Ellen Kositzas Klage über die Xe, die nicht auf die Straße gehen. Zu einer Zeit, in dem unser Land mit Invasorenmassen geflutet wird und in parteiübergreifendem Zusammenwirken die letzten Widerstandsnester dagegen hinweggespült werden, veröffentlicht eine sich als rechts verstehende Internetseite einen Artikel des Inhalts, dass diese Invasion nicht abzuwehren sei, was völlig auf der Linie der Herrschenden liegt. Der Autor belegt die Qualität seiner metapolitischen Analysefähigkeit der Gegenwart dadurch, dass er doch tatsächlich darüber erstaunt ist, wenn ein CSU-Minister mit linken Positionen übereinstimmt. Von seinem eindrucksvollen Weltwissen zeugt der Satz, dass nur in Kenntnis der Ursachen wirkungsvolle Gegenmaßnahmen gegen die Invasion ergriffen werden könnten. Der Autor wird also auch bei einem Hausbrand nicht das Feuer löschen, sondern erst den Kurzschluss beheben, der zu dem Brand geführt hat. Allerdings dürfte der eigentliche Grund für die Ablehnung einer direkten Abwehr der Migrassoren nicht in dieser Wirklichkeitsauffassung liegen, sondern darin, dass seine bürgerlichen und christlichen Werte dem Autor Abwehrhandlungen gegen Menschen zur Verteidigung des Eigenen nicht gestatten. Da ist er wieder, der wirkliche Grund, warum Konservative immer verlieren: weil sie mit einem Bein immer schon im Lager des Feindes stehen.

Und darum bleiben die Xe zu Hause: Entweder merken sie kurz vor dem Schritt in die Aktion, dass die Linken ihre bürgerlichen Werte einfach nur konsequenter vertreten als sie selber. Oder sie ahnen, dass die ganzen konservativen Tiefdenker sie im Ernstfall im Stich lassen werden. Es gibt genug Debatten die wir führen müssen, die über das Überlaufen zum Feind gehört nicht dazu. Es wird hier so gerne vom Soldatischen geredet. Liebe Metapolitker, jeder klebstoffschnüffelnde Antifant kann eine Frontlinie besser halten als Ihr. Bevor Ihr fordert, dass man Euch auf die Straße folge, solltet Ihr Euch in einer ruhigen Stunde einmal fragen, warum man Euch eigentlich vertrauen soll.
Waldgänger
21. August 2015 15:43
Die eigentlich interessante Frage ist, ob es in anderen Teilen Europas angesichts dieser bizarren Invasion doch noch zu einem Wandel der politischen Verhältnisse kommen wird. Es gibt ja auch Länder wie Ungarn, Polen oder die Slowakei, die deutlicher Eigenes schätzen und verteidigen. Und Frankreich? Weitere Erfolge von Marine Le Pen sind ebenso möglich wie die katastrophischen Bilder von Houellebecq und Raspail.

Kurz: Die Lage ist in Europa heute womöglich allgemein labiler als man meint.
Deutschland zählt hier nicht und würde - wenn überhaupt - zu allerletzt etwas ändern.
Disobbedisco
21. August 2015 16:11
@Marcus Junge

Sie verstehen mich etwas falsch. Gerade die Massenflucht von Albanern und Muslime bezeugt, dass das damals umjubelte Projekt der Unabhängigkeit des Kosovo von der Kurzsichtigkeit der an ihr Beteiligten zeugt. Eben wie Sie ja völlig korrekt beschreiben:

"Was zum Kern des Problems führt, mit unseren Geld wurde eine moslemische Bevölkerungsexplosion finanziert, in einem Gebiet, welches schon in Jugoslawien das Armen- und Dummenhaus des Vielvölkerstaates war und von diesem finanziert werden mußte. Jetzt haben die sich massiv vermehrt und nichts auf die Reihe bekommen. Was passiert dann wohl, wenn es Willkommenskultur, Asyl und „Deutschland Verrecke“-Parteien bei uns gibt, samt direkter Billigfluglinie?

Aber ja, der Westen hat … . Ne die da unten haben, insbesondere viele Kinder gemacht, die niemand brauchen / versorgen kann."

Sie widersprechen sich hier etwas selbst. Natürlich war es nicht "der Westen", aber es war die politische und wirtschaftliche Elite des Westens, die diesen Geldfluss ausgelöst hat.

"Der Westen" ist nicht "böse", die Eliten im Westen haben aber jahrzehntelang in dessen Namen geopolitisch, ökonomisch und sozial völlig falsche Entscheidungen getroffen. Und ich glaube genau das wollen Artikel wie von Michael Wiesberg klarstellen, vom "bösen Westen" a la Junge Welt war nirgendwo die Rede.
Friedhelm
21. August 2015 16:16
Das Foto mit Scruton
Johannes Konstantin Poensgen
21. August 2015 16:32
Habe mich durch das Interview mit unserem Entwicklungshilfeminister gequält.

Dass dieser Mann, ein Minister, es fertig bringt im selben Interview

a) zu behaupten, westliche Unternehmen beuteten Afrika mit Sklavenlöhnen aus,

und

b) die Arbeitslosenquote von 50% bei jungen Afrikanern beklagt,

sagt mehr über das Niveau dieser Debatte aus, als irgendetwas sonst.
Sternenfrau
21. August 2015 16:42
Säxit ?!

Die Kritiker am besten ausgliedern ?

Ist es nicht unfassbar, dass den Linken offenbar die Flüchtlinge näher sind, als das eigene Volk ?

Wie wäre es, wenn sich diese Leute mit den Beweggründen und Bedürfnissen der eigenen Bevölkerung so intensiv und empathisch auseinandersetzen würden, wie sie es gegenüber Fremden schaffen ?

Was für eine abscheuliche Polemik - siehe hier:


http://www.zeit.de/2015/34/sachsen-austritt-bundesrepublik-rechtsextremismus-pegida#comments
Sternenfrau
21. August 2015 17:11
Das sei meinem vorherigen Posting nachgereicht :

Fremd im eigenen Land ? (Compact)

https://www.youtube.com/watch?v=1acV9WJ4FOU
Der Gutmensch
21. August 2015 17:14
Liebe Frau Werner,

es liegt mir völlig fern, nach Ursachen für Afrikas Misere zu suchen.

Denn Prinz Asserate legt ja dar, dass die afrikanische Misere keineswegs existentiellen Züge trägt. Darin wird er unterstützt vom IWF, der ein panafrikanisches Wachstum von 6% konstatiert. Zum Vergleich: Im letzten Jahr betrug das deutsche Wirtschaftswachstum zuletzt - 0,2%. http://www.welt.de/wirtschaft/article131237592/Diese-Laender-sind-Gift-fuer-Europas-Konjunktur.html

Auch müssen die afrikanischen Flüchtlinge unbestritten mehrere tausend Euro aufbringen, um nach Europa zu gelangen. Nach den neusten Berechnungen des Medianvermögens in Deutschland verfügen Haushalte, die in Mietwohnungen wohnen, über ein Vermögen von weniger als 2000,00 EUR. Wohlgemerkt: der ganze Haushalt. Nicht etwa der Einzelne! http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/das-vermoegen-der-deutschen-ist-geschrumpft-13758206.html Diese Menschen könnten sich eine Flucht nicht mal leisten; unabhängig davon, dass sie nirgends Aufnahme fänden.

Vor dem Hintergrund empfinde ich es als einen Ausdruck manifesten Größenwahns, dass eine deutsche Afrika-Debatte überhaupt noch unter dem Aspekt der "Entwicklungshilfe für Afrika" und "deutsche Verantwortung gegenüber den Afrikanern" geführt wird. Wenn ein Afrikaner den für sein Kontinent günstigsten Standpunkt vertritt, dann ist das zwar nachvollziehbar. Aber wenn Deutsche in herablassender Manier nach Lösungen für die "schlimmen afrikanischen Probleme" Ausschau halten, dann hege ich ernsthafte Zweifel, ob man das wohl noch als vernunftgesteuertes Verhalten einstufen darf - zumindest, soweit es Afrika als Ganzes und nicht nur bestimmte Gruppen und Länder betrifft.

Einfach machen es sich dabei vor allem diejenigen, die Argumenten folgen, wie: "die billigen Lebensmittelimporte aus Europa zerstören den afrikanischen Markt und schädigen die Bauern, und das ist die Verantwortung der Europäer".

Vielmehr: Ich empfinde das nicht nur als "einfach", sondern als einfältig.
Und zwar mit sehr gutem Grund: Jahrzehntelang hat die DDR die BRD mit sehr billigen Produkten (z. B. für den Quelle-Versand) versorgt, weil sie auf Devisen angewiesen war; ob das nun Waschmaschinen, Handtücher, Schuhe, Rasierapparate oder sonst etwas war (ich habe selber im Produktionseinsatz in der Schule Schwingköpfe für Export-Rasierapparate montiert).

Seltsamer Weise haben die Hungerlöhne, die die DDR dafür erhielt, nur ihr selber geschadet.

Wenn man aber der "Logik" der afrikanischen Bauern-Argumentation folgt, hätte doch eigentlich folgendes passieren müssen: Wir hätten den Markt in der BRD mit unserer gemeinen Masche, die Waren so billig anzubieten, zerstören müssen und die Menschen in der BRD davon abhalten, selber Waschmaschinen zu bauen!

Und - ist das vielleicht passiert, Frau Werner?

Wenn nicht, dann existiert der afrikanische-Bauern-Zusammenhang ja vielleicht nicht in dieser simplen Form. Dann tun wir vielleicht besser daran, uns die Sachen nicht so einfach zu machen und über "afrikanische Probleme" zu spekulieren, sondern besser da aufzuräumen, wo es angezeigt und offensichtlich dringend notwendig ist: nämlich bei uns selber.

Der Gutmensch.
FFlecken
21. August 2015 17:39
Atmet ein wenig den Geist angestrengter Überkomplexität, samt Ausblendung der wesentlichsten Aspekte. Ungewohnt schwacher Artikel, Lichtmesz und Vonderach hilf!

Die fundamentaleren Gründe der tröpfelnden Invasion wurden von diversen Kommentatoren schon richtig benannt.
Andreas Walter
21. August 2015 18:38
Was sind denn 30 Milliarden Euro, Herr Wiesberg?

Haben Sie sich mal auf einem Globus, nicht auf einer Landkarte angesehen, was für eine riesige Fläche das ist, der afrikanische Kontinent?

http://www.n-tv.de/wissen/So-gross-ist-Afrika-wirklich-article13705111.html

Allein die Deutschen jedoch erwirtschaften pro Jahr rund 2.000 Milliarden Euro, mit etwa 40 Millionen Arbeitstätigen. Als relativ kleines Land und sogar ohne nennenswert Rohstoffe und Energie.

Auf Afrika bezogen müssten die Afrikaner daher locker 20.000 Milliarden Euro jedes Jahr erwirtschaften können, von denen sie dann gerade mal 0,15% abziehen müssten. Das steht doch alles in überhaupt keinem Verhältnis.

Auch das Argument mit den Waffen, Teja, ist marginal, auf Deutschland bezogen. Deutsche Waffen sind viel zu teuer im Vergleich mit Russland und China, um in Afrika nennenswerte Absatzmärkte zu haben. Kalaschnikow lässt grüssen.

Das ist all dieses Halbwissen, was Linke gerne anführen, weil es auf den ersten Blick einleuchtend wirkt, aber selten einem Zweiten standhält.

Seit 1918 hat Deutschland mit Afrika kaum noch etwas zu tun, haben sich andere Nationen um den Kontinent "gekümmert", waren wir aussen vor.

http://www.frankfurt-main.ihk.de/international/auslandsmaerkte/laenderkontakte/a-f/china/griff_nach_africa/
Volker Faust
21. August 2015 18:45
Ich erlaube mir lediglich Spengler zu zitieren, der schon vor beinahe vor 84 Jahren die Entwicklung vorhersagte – und letztlich auch die Konsequenz vorwegnahm, die keiner wahrhaben möchte: Optimismus ist Feigheit.

Aber lest selbst:

Auszüge aus Kapitel 12 aus – „Der Mensch und die Technik“ von Oswald Spengler

[…] Wir stehen heute auf dem Gipfel, dort, wo der fünfte Akt beginnt. Die letzten Entscheidungen fallen. Die Tragödie schließt. […]

[…] Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sieht die »Welt« auf diesem kleinen Planeten so aus: Eine Gruppe von Nationen nordischen Blutes unter der Führung von Engländern, Deutschen, Franzosen und Yankees beherrscht die Lage. Ihre politische Macht beruht auf ihrem Reichtum, und ihr Reichtum besteht in der Stärke ihrer Industrie. Diese aber ist an das Dasein von Kohle gebunden. Die Lage der erschlossenen Kohlengebiete sichert vor allem den germanischen Völkern beinahe das Monopol und führt zu einer Vermehrung der Bevölkerung, die in der gesamten Geschichte ohne Beispiel ist. Auf dem Rücken der Kohle und an den Knotenpunkten der von ihr ausstrahlenden Verkehrswege sammelt sich eine Menschenmasse von ungeheurem Ausmaß, die von der Maschinentechnik gezüchtet ist, für sie arbeitet und von ihr lebt. Die übrigen Völker werden, ob in der Gestalt von Kolonien oder als scheinbar unabhängige Staaten, in der Rolle von Rohstofferzeugern und Abnehmern erhalten. Diese Verteilung wird gesichert durch Heere und Flotten, deren Unterhalt den Reichtum von Industrieländern voraussetzt, und die infolge ihrer technischen Durchbildung selbst Maschinen geworden sind und auf einen Fingerdruck hin »arbeiten«. Wieder zeigt sich die tiefe Verwandtschaft, ja fast Identität von Politik, Krieg und Wirtschaft. Der Grad der militärischen Macht ist vom Rang der Industrie abhängig. Industriearme Länder sind arm überhaupt, also können sie kein Heer und keinen Krieg bezahlen, also sind sie politisch ohnmächtig, also sind die Arbeiter in ihnen, Führer wie Geführte, Objekte der Wirtschaftspolitik ihrer Gegner. […]

[…] Das Bild der Erde mit ihren Pflanzen, Tieren und Menschen hat sich verändert. In wenigen Jahrzehnten sind die meisten großen Wälder verschwunden, in Zeitungspapier verwandelt worden und damit Veränderungen des Klimas eingetreten, welche die Landwirtschaft ganzer Bevölkerungen bedrohen; unzählige Tierarten sind wie der Büffel ganz oder fast ganz ausgerottet, ganze Menschenrassen wie die nordamerikanischen Indianer und die Australier beinahe zum Verschwinden gebracht worden. […]

[…] Es ist Torheit, wie es im 19. Jahrhundert Mode war, von der drohenden Erschöpfung der Kohlenlager in wenigen Jahrhunderten und deren Folgen zu reden. Auch das war materialistisch gedacht. Abgesehen davon, daß heute schon Erdöl und Wasserkraft als anorganische Kraftreserven von größtem Umfang herangezogen sind, würde technisches Denken sehr bald noch ganz andere Quellen entdecken und erschließen. Aber es handelt sich gar nicht um solche Zeiträume. Die westeuropäisch-amerikanische Technik wird früher zu Ende sein. Kein platter Umstand wie der Mangel an Stoffen würde diese gewaltige Entwicklung aufhalten können. Solange der in ihr wirkende Gedanke auf der Höhe ist, wird er immer die Mittel zu seinen Zwecken zu schaffen wissen. […]

[…] Das dritte und schwerste Symptom des beginnenden Zusammenbruchs aber liegt in dem, was ich den Verrat an der Technik nennen möchte. Es handelt sich um Dinge, die jeder kennt, die aber nie in dem Zusammenhang gesehen werden, der erst ihren verhängnisvollen Sinn offenbart. Die ungeheure Überlegenheit Westeuropas und Nordamerikas in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts an Macht jeder Art, wirtschaftlicher, politischer, militärischer, finanzieller Macht, beruht auf einem unbestrittenen Monopol der Industrie. Große Industrien gab es nur im Zusammenhang mit Kohlenlagern in diesen nordischen Ländern. Der Rest der Welt war Absatzgebiet, und die Kolonialpolitik wirkte stets in der Richtung der Erschließung neuer Absatz- und Rohstoff-, nicht Produktionsgebiete. Kohle gab es auch anderswo, aber nur der »weiße« Ingenieur hätte sie erschließen können. Wir waren im Alleinbesitz nicht der Stoffe, sondern der Methoden und der Gehirne, die zu deren Anwendung geschult waren. Darauf beruht die luxuriöse Lebenshaltung des weißen Arbeiters, der im Vergleich zum farbigen fürstliche Einnahmen besitzt, ein Umstand, den der Marxismus zu seinem Verderben unterschlagen hat. Das rächt sich heute, wo von hier aus das Problem der Arbeitslosigkeit in die Entwicklung geworfen wird. Der Lohn des weißen Arbeiters, heute eine Gefahr für sein Leben, beruht in seiner Höhe ausschließlich auf dem Monopol, das die Führer der Industrie um ihn herum aufgerichtet hatten.

Da beginnt am Ende des Jahrhunderts der blinde Wille zur Macht entscheidende Fehler zu begehen. Statt das technische Wissen geheim zu halten, den größten Schatz, den die »weißen« Völker besaßen, wurde es auf allen Hochschulen, in Wort und Schrift prahlerisch aller Welt dargeboten, und man war stolz auf die Bewunderung von Indern und Japanern. Die bekannte »Industriezerstreuung« setzt ein, auch aus der Überlegung, daß man die Produktion dem Abnehmer nähern müsse, um größere Gewinne zu erzielen. Es beginnt statt des Exports ausschließlich von Produkten der Export von Geheimnissen, von Verfahren, Methoden, Ingenieuren und Organisatoren. Selbst Erfinder wandern aus. Der Sozialismus, der sie in sein Joch spannen möchte, vertreibt sie. Alle »Farbigen« sahen in das Geheimnis unserer Kraft hinein, begriffen es und nützten es aus. Die Japaner wurden binnen 30 Jahren technische Kenner ersten Ranges und bewiesen im Kriege gegen Rußland eine kriegstechnische Überlegenheit, von welcher ihre Lehrmeister lernen konnten. Heute sind allenthalben, in Ostasien, Indien, Südamerika, Südafrika, Industriegebiete entstanden oder in Bildung begriffen, die infolge ihrer niedrigen Löhne eine tödliche Konkurrenz darstellen. Die unersetzlichen Vorrechte der weißen Völker sind verschwendet, verschleudert, verraten worden. Die Gegner haben ihre Vorbilder erreicht, vielleicht mit der Verschmitztheit farbiger Rassen und der überreifen Intelligenz uralter Zivilisationen übertroffen. Wo es Kohle, Erdöl und Wasserkräfte gibt, kann eine neue Waffe gegen das Herz der faustischen Kultur geschmiedet werden. Hier beginnt die Rache der ausgebeuteten Welt gegen ihre Herren. Mit den unzähligen Händen der Farbigen, die ebenso geschickt und viel anspruchsloser arbeiten, wird die Grundlage der weißen wirtschaftlichen Organisation erschüttert. Der gewohnte Luxus des weißen Arbeiters gegenüber dem Kuli wird zu seinem Verhängnis. Die weiße Arbeit selbst wird überflüssig. Die gewaltigen Massen auf der nordischen Kohle, die Industrieanlagen, das angelegte Kapital, ganze Städte und Landstriche drohen der Konkurrenz zu erliegen. Das Schwergewicht der Produktion verlagert sich unaufhaltsam, nachdem der Weltkrieg auch der Achtung der Farbigen vor dem Weißen ein Ende gemacht hat. Das ist der letzte Grund der Arbeitslosigkeit in den weißen Ländern, die keine Krise ist, sondern der Beginn einer Katastrophe.

Für die Farbigen aber – die Russen sind hier immer einbegriffen – ist die faustische Technik kein inneres Bedürfnis. Nur der faustische Mensch denkt, fühlt und lebt in ihrer Form. Sie ist ihm seelisch nötig, nicht ihre wirtschaftlichen Folgen, sondern ihre Siege: navigare necesse est, vivere non est necesse. Für »Farbige« ist sie nur eine Waffe im Kampf gegen die faustische Zivilisation, eine Waffe wie ein Baumast im Walde, den man fortwirft, wenn er seinen Zweck erfüllt hat. Diese Maschinentechnik ist mit dem faustischen Menschen zu Ende und wird eines Tages zertrümmert und vergessen sein – Eisenbahnen und Dampfschiffe so gut wie einst die Römerstraßen und die chinesische Mauer, unsere Riesenstädte mit ihren Wolkenkratzern ebenso wie die Paläste des alten Memphis und Babylon. Die Geschichte dieser Technik nähert sich schnell dem unausweichlichen Ende. Sie wird von innen her verzehrt werden wie alle großen Formen irgendeiner Kultur. Wann und in welcher Weise wissen wir nicht.

Angesichts dieses Schicksals gibt es nur eine Weltanschauung, die unser würdig ist, die schon genannte des Achill: Lieber ein kurzes Leben voll Taten und Ruhm als ein langes ohne Inhalt. Die Gefahr ist so groß geworden, für jeden einzelnen, jede Schicht, jedes Volk, daß es kläglich ist, sich etwas vorzulügen. Die Zeit läßt sich nicht anhalten; es gibt keine weise Umkehr, keinen klugen Verzicht. Nur Träumer glauben an Auswege. Optimismus ist Feigheit.

Wir sind in diese Zeit geboren und müssen tapfer den Weg zu Ende gehen, der uns bestimmt ist. Es gibt keinen andern. Auf dem verlorenen Posten ausharren ohne Hoffnung, ohne Rettung, ist Pflicht. Ausharren wie jener römische Soldat, dessen Gebeine man vor einem Tor in Pompeji gefunden hat, der starb, weil man beim Ausbruch des Vesuv vergessen hatte, ihn abzulösen. Das ist Größe, das heißt Rasse haben. Dieses ehrliche Ende ist das einzige, das man dem Menschen nicht nehmen kann.
Andreas Walter
21. August 2015 18:45
Tschuldigung. 1919, Versailler Vertrag.
Hajo Blaschke
21. August 2015 19:10
Sorry, aber die Ursachen sind doch lange schon bekannt. Sie sind durch uns nicht abstellbar, solange zumindest wie man diese Länder nicht wieder kolonisieren will. Wobei das sogar von Afrikanern selbst schon gefordert wurde - Beispiel: Eisebahn im Kongo, die seit Ende der Kolonisierung verfallen und unbrauchbar ist.
Da wir Europäer diese Zustände nicht abstellen können, müssen wir Europa abschotten und zwar mit allen Mitteln und uns aus allen Konflikten in diesem Raum inclusive des Islamgürtels heraushalten. Afrika kann sich nur selbst helfen. Und wenn dabei der Bevölkerungszuwachs und die Bevölkerung zurückgehen, so ist das als unabwendbare Realität hinzunehmen. Alle Milliardenprogramme, die Afrika und dem Islamgürtel bisher zugeflossen sind, haben nichts bewirkt. Die Chinesen haben das verstanden und wirtschaften in Afrika mit Afrikanern unter chinesischer Kontrolle. Natur und Kultur von Afrikanern lassen halt nur afrikanische Zustände zu. Und es ist doch nicht die Aufgabe der Europäer, mit diesen Zuständen mit unterzugehen.
Hajo Blaschke
21. August 2015 19:13
@ Andreas Walter Sorry, Versaille ist kein Vertrag, es ist ein Verdikt. Zustandegekommen unter dem Druck der Erpressung des Fortbestehens der Hungerblockade.
Hajo Blaschke
21. August 2015 19:25
Der Großteil der Beglücker und Bereicherer, die zu uns kommen wollen, hat einen IQ von ~ 70. das sind zwei Standardabweichungen unter dem deutschen Durchschnitt von 100. Eine Standarabweichnung (15) bedeutet die Verdoppelung bzw. Halbierung der kognitiven Fähigkeiten. Lt. Wissenschaftlichen Untersuchungen sind Menschen mit diesem IQ in der Lage, einfache Transportarbeiten (Eselskarren, Schubkarre, Handwagen usw.) auszuführen. Menschen mit diesen IQs können 9 Jahre lang eine Schule besuchen und werden sie dennoch nur mit einem Bildungsstand der vierten Klasse verlassen. Das ist keine Hetze, das ist einfach Natur, die auch von noch so tollen Gutmenschen nicht verändert werden wird. Diese Menschen kann im hochindustrialisierten Deutschland Niemand gebrauchen. Und diese Menschen wissen das auch selbst sehr gut, denn sie kommen nicht zum Arbeiten nach Europa sondern um gut zu leben und damit die arbeitenden Europäer auszubeuten.
Luise Werner
21. August 2015 20:26
Ach Gutmensch, Sie sind auf mein Argument gar nicht eingegangen.
Stattdessen kommen Sie mit einem hinkenden Beispiel "Waschmaschinen".
Aber selbst wenn's hinkt: Natürlich konnte der Quelle-Versand durch seine Ostblock-Billigpreisprodukte mittelbar auf die Löhne der westdeutschen Arbeiter drücken. Was das mit der Ausfuhr europäischer hochsubventionierter Agrarproduktion zu tun hat, wissen wohl nur Sie selbst.
Wir, auch Sie, zahlen doch über die Agrarsubventionierung dafür, dass diese Produkte, die schlussendlich auch in Afrika landen, überhaupt produziert werden. Einen Markt, mithin Marktpreise, im klassischem Sinne gibt es dafür doch gar nicht.
Der Gutmensch
21. August 2015 20:42
@Sternenfrau

Das war doch zu erwarten; auch die FAZ stößt in das Horn. Man träumt - wie Lucke - eben von der BRD der 80er Jahre. Unter nostalgischen Aspekten ist das alles zu verstehen (und der Vorwand dafür ist auch ziemlich unerheblich). Interessant wird es erst, wenn man sich mal die konkreten Optionen ansieht: Angesichts der Bevölkerungsstruktur nehme ich nicht an, dass Sachsen lange allein bliebe, wenn es sich nach russischer Protektion sehnt (und Protektion könnte alsbald wieder notwendig sein). Sämtliche Immobilien von Nichtsachsen würden wieder enteignet (aufgrund der Umstellung auf elektronisches Grundbuch per Klick). Die Sachsen selber würden die Russischlehrbücher entstauben (die lernen auch immer noch Russisch), den Kopf ganz tief runter nehmen - und im übrigen ginge das Leben dort eben weiter.

Viel spannender wäre m. E., was danach mit den Bundesländern mit hoher Migrationsquote passiert - und ob da überhaupt noch jemand mit scharfen Waffen in der Hand irgendein Interesse zeigen würde, sich zu engagieren? Bodenschätze gibt es nicht ... bloß Schulden, Alte, Verweichlichte und eben - Clans von Fachkräften. Arbeits- und sonstige Moral wären nach einem Säxit endgültig nicht mehr vorhanden. Failed!

Der Gutmensch.
der Kuckuck
21. August 2015 22:07
"Spiegel online" sperrt inzwischen jeden kritischen Kommentar ; löscht das Pseudonym und das Konto ; eventuell wird man in wenigen Monaten über einen grundlegenden Strategiewechsel nachdenken müssen um den sehr wohlhabenden Neobolschewismus wirksam zu neutralisieren .

Frau Slomka ( zdf ) fabuliert vom "reichen Europa " - ich bin arm und ich kenne keine reichen Leute . Reiche Leute gibt es in Hamburg Eppendorf ; sie kaufen sich brd Recht und sie kaufen Schutz für sich und ihre Kinder .

Je länger ich über das Problem nachdenke desto eher bin ich geneigt unkonventionelle Lösungsansätze in Erwägung zu ziehen
Kalif von Dresden
21. August 2015 22:09
genug geredet. Wo sind unsere Aktionen? Uns geht es doch noch zu gut und Zeit haben wir offenbar auch zuviel. Sonst wären wir alle längst auf der Straße oder konspirativ unter einem Dach. Also sind wir nicht besser als die Ø-Deutschen, die noch CDU wählen und für Asylbetrüger spenden.
Detlef Nolde
21. August 2015 22:31
Wanderugsbewegungen hat es schon immer gegeben, also schon vor dem "Liberalkapitalismus", "Freihandelspolitik" usw. Wenn Mensch der Meinung (für Tiere gilt das freilich genauso) war, woanders geht es ihm signifikant besser und ein Niederlassen an diesem Ort ist einigermaßen möglich, dann ist er dorthin gezogen. Deshalb kommen zu uns Zigeuner vom Balkan, Neger aus Afrika, Araber und Kurden aus Vorderasien usw. usf. Nimmt man - also wir! - nun keinen derjenigen unerwünschten Fremden mehr auf, die sich ein besseres Leben bei uns versprechen, bietet ihnen ein solches nicht mehr, etwa durch die Abschaffung des Asylrechts, Sozialleistungen inkl. Kindergeld nur für Deutsche etc.pp., beendet man schlagartig diese Wanderungsbewegung. Warum also alles verkomplizieren, wenn die Lösung nicht nur so einfach, sondern vor allem auch umsetzbar ist?

Will man die "Ursachen der globalen Flüchtlingsströme" bekämpfen, müßte man weltweit die gleichen Lebensbedingungen schaffen wie bei uns, woran man sieht, wie irrig, ja hochgradig naiv diese Herangehensweise ist, die objektiv letztlich nur dazu dient, reale Lösungen zu hintertreiben, weshalb man so etwas meist vor allem von weltfremden pseudolinken, antideutschen Sektierern hört, die sich damit zu nützlichen Idioten der herrschenden Klasse degradieren. Es ist dann in der Tat eine "ethnomasochistische Selbstaufgabe und devote Zivilisationsmüdigkeit", wenn man zu schwach und degeneriert geworden ist, seine eigenen nationalen Interessen zu erkennen und kraftvoll durchzusetzen und stattdessen sich in intellektuell spitzfindigen Gedankengängen verliert, die interessant und punktuell naheliegend sein mögen, jedoch dem Überfremdungs-/Ausländerproblem nicht gerecht werden.

So stellt sich für deutsche Patrioten nicht die Frage, "wie Afrika und den Dritte-Welt Ländern sozioökonomische Perspektiven eröffnet werden, die die Flucht nach Europa unterbinden". Denn, wie gesagt, unerwünschte Zuwanderung (z. B. jene aus Niedrig-IQ-Ländern) kann nur dadurch unterbunden werden, wenn wir diese nicht mehr zulassen, keinerlei Anreize dafür mehr bereithalten und die Grenzen mit Waffengewalt sichern, wie das Japan, Australien und die Tschechei vormachen. Eine internationalistische Herangehensweise jedoch ist löblich, jedoch sollte man halt erkennen, zu was man als - dann wieder nationaler - Staat fähig ist. Das nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Tatsache, daß wir dann riesige Probleme in jeder Hinsicht zu beseitigen haben, die uns Jahrzehnte der Regierungstätigkeit der Parteien der imperialen Rechten von 1949 an bereitet haben. Nicht zuletzt die zügige Rückführung unerwünschter Ausländer.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/christine-ruetlisberger/albtraum-zuwanderung-was-thilo-sarrazin-vor-einem-jahr-verschwiegen-hat.html
Andreas Walter
21. August 2015 23:25
@Hajo Blaschke

Steckrüben am Morgen, Steckrüben zu Mittag und Steckrüben am Abend hatte ich zwar schon öfters gehört, doch wie erreicht man das durch eine Blockade? Habe bisher darüber noch nie weiter nachgedacht oder recherchiert bis Sie mich jetzt darauf hingewiesen haben. Das würde ja auch erklären, warum Hitler die Selbstversorgung auf 80% geschafft hat zu bringen und ihm das auch so wichtig war, und ist übrigens auch die Erklärung dafür, die ich allerdings schon kannte, warum es Agrarsubventionen gibt, was der gutgläubige Durchschnittsbürger jedoch meist nicht weiß und versteht. Ich werde mich gleich mal kundig machen.

Zum Dank zurück ein (sehr unpopulärer und gerade in Deutschland aufgrund des Feminismus kritischer) Aspekt auf den ich heute schon mal einen guten Freund hingewiesen habe in Hinblick auf die Migrationsdebatte, der gerade von uns Männern fast immer (weil Yin) vollkommen übersehen wird. Hinter, neben all diesen Männern stehen nämlich auch Frauen, selbst die Kopftuchfrauen, wenn Sie verstehen was ich meine.

http://www.welt.de/geschichte/article127275843/Wenn-Frauen-ihre-Maenner-in-den-Krieg-treiben.html
Nordlaender
22. August 2015 00:07
@ kuckuck

"„Spiegel online“ sperrt inzwischen jeden kritischen Kommentar ; löscht das Pseudonym und das Konto"

Beim Augstein (Elisabeth Mohn - BERTELSMANN - ist beteiligt und besitzt Vetorecht) gab es mal einige Jahre einen europäischen Frühling. Während dieses europäischen Frühlings dürfte das SPIEGEL-Forum eines der größten und zugleich womöglich sogar besten Foren gewesen sein. Ist aber schon ein paar Jahre her.

Dann wurde das Forum kaputt renoviert, viele komfortable Funktionen - u.a. die Möglichkeit des Versendens privater Nachrichten - fielen weg. Wenn sich ein anständiger Demokrat mutig an die Moderation (Ein-Euro-Kraft/Praktikant) gewendet hat, verschwanden z.B. plötzlich Foristen aus konservativ-bürgerlichem Milieu für immer, die angemerkt haben, daß es nicht nur unter dem Leibhaftigen, sondern auch unter Dschugashvili ("Stalin") Zwangsarbeit gegeben hat. Gesperrte Vergleiichsnazis halt.

Schon lange schreibt dort kaum mal ein Bürgerlicher, Tarnnamen wie "brainstormer", "DJ Bob", "MeanMinistry23", "dbrown" usw. speaken für sich selber.

Sterben tut jeder nur einmal. Totes kann kein zweites Mal zugrunde gehen.
Der Gutmensch
22. August 2015 11:50
Liebe Frau Werner,

sehen Sie, dass ist das Problem: Sie sind wirklich der Überzeugung, es sei ein Argument, pauschal den "schwarzen Mann aus dem Schrank" für alles Elend der Welt verantwortlich zu machen (aber die Afrikaner werden doch aber gezwungen ...).

Prinz Asserate hingegen weiß dank seiner soliden deutschen Hochschulausbildung, dass so etwas für eine anständige Argumentation nicht ganz ausreicht. Und im Gegensatz zu Ihnen ist er selber Afrikaner und - wie Sie sehen - von ganz alleine in der Lage, afrikanische Interessen zu formulieren! Ihre Bewerbung als afrikanischer Fürsprecher geht also ins Leere. Oder hat Ihnen vielleicht irgendein Afrikaner ein Mandat erteilt, für ihn zu sprechen? Kann es gar sein, dass Sie meinen, die Afrikaner bräuchten einen Vormund?

So bin ich allerdings nicht erzogen worden, da sind wir doch beide sehr unterschiedlich und werden nicht zusammenkommen. Ich halte die Afrikaner für vollwertige Menschen und maße mir nicht an, unaufgefordert deren Interessen zu vertreten, wie es mir selber gerade ins Konzept passt - deshalb habe ich ja Prinz Asserate zititiert!

Genausowenig würde ich mir je erlauben, für den gewerkschaftlich organisierten bundesrepublikanischen Arbeiter aus den
80er Jahren zu sprechen. Wer Ihnen diesbezüglich das Mandat erteilt haben soll, haben Sie ebenfalls nicht dargelegt. Ich hingegen habe erst einmal dargestellt, inwieweit ich in die Situation auch höchstpersönlich involviert war.

Die Vergleichbarkeit der Situationen liegt auf der Hand. Die Warenlieferungen der DDR an die BRD waren selbstverständlich "staatlich subventioniert", wir lebten nämlich im Sozialismus; was das bedeutet, weiß auch jeder, der in der DDR aufgewachsen ist. Was nun die heutige europäische Agrarproduktion angeht, so leben wir ebenfalls im Sozialismus (Lenin würde sagen: Staatsmonopolkapitalismus; aber das läuft auf dasselbe hinaus).

Die BRD von damals war natürlich nicht so unverfroren, uns wegen der billigen Preise auch noch Vorhaltungen zu machen; sie haben wenigstens die Verantwortung für die eigene Kaufentscheidung übernommen (über Menschen, die damals den Grünen nahestanden, brauchen wir uns wirklich nicht zu unterhalten, die sind wirklich nicht satisfaktionsfähig). Doch Afrika kennt - ausweislich Prinz Asserates Einlassungen - weder Verantwortung als Konsument, noch die gute altbundesrepublikanische Scham beim Argumentieren. Seine angemaßten Fürsprecher von heute ebenfalls nicht; sie stehen den Afrikanern eben, relativ gesehen, näher.


Schönes Wochenende,

Der Gutmensch.
Der Gutmensch
22. August 2015 12:15
@Kuckuck/Kalif

Ich denke nicht, dass wir die Dinge jetzt noch in der Hand haben.

Anlässlich der Vorgänge in Suhl und des Einsperrens von Polizisten habe ich mich beispielsweise ernstlich gefragt, warum nicht wenigstens für einen Warnschuß von der Schußwaffe Gebrauch gemacht wurde; als in Berlin jemand vor einiger Zeit vor dem Neptunbrunnen ein Messer gezogen hat, hatte der Polizist noch überhaupt kein Problem damit, denjenigen über den Haufen zu schießen! So bedrängt, wie die Suhler Beamten waren (es gab ja auch Verletzte), wäre dieses Vorgehen auch zweifellos angezeigt gewesen.

Dann ist mir aufgefallen: Die Bewaffnung des Verrückten vom Neptunbrunnen war immerhin bekannt. Aber was wissen wir denn eigentlich über die Bewaffnung von denen, die hier - unregistriert in vielen Fällen - ankommen? Konnten die Polizisten sicher sein, dass nach einem Schuss in die Luft die Situation nicht überraschend mit scharfen Waffen eskaliert?

Bedenklich fand ich auch den Fall von "Jennifer Rostock", wo sofort bedenkenlos in den Hals geschnitten wurde - obwohl die Beute schon übergeben war.

Ich gehe davon aus, dass Revierkämpfe unter so aggressiven Menschen gar nicht ausbleiben können und dass dann ggf. auch die Bundespolizei mit professioneller Aufstandsbekämpfung eingreift (geübt haben sie jedenfalls genug; das kann ich als Berliner bestätigen).

Bis dahin hoffe ich, dass sich die Kollateralschäden unter der einheimischen Bevölkerung in engen Grenzen halten und dass sich niemand provozieren lässt. Kauft Euch gute Laufschuhe ... (Das war gestern der Rat des Trainers meines Mannes, der immerhin auch mit dem privaten Personenschutz von Politikern beschäftigt ist.)

Der Gutmensch.
Konservativer
22. August 2015 15:11
Sehr geehrte Frau Gutmensch
Ihren Kommentaren ist nichts hinzuzufügen.

Gestatten Sie mir noch eine Ergänzung aus einem berufeneren Munde als dem meinen.

Otto von Bismarck:

"Für mich hat immer nur ein einziger Kompaß, ein einziger Polarstern, nach dem ich steuere, bestanden: Salus publica. Ich habe ... mich immer der Frage untergeordnet: Was ist für mein Vaterland, was ist - solange ich allein in Preußen war - für meine Dynastie, und heutzutage, was ist für die deutsche Nation das Nützlichste, das Zweckmäßigste, das Richtige? Doktrinär bin ich in meinem Leben nicht gewesen, alte Systeme, durch die die Parteien sich getrennt und gebunden fühlen, kommen für mich in zweiter Linie, in erster Linie kommt für mich die Nation, ihre Stellung nach außen, ihre Selbständigkeit, unsere Organisation in der Weise, daß wir als große Nation in der Welt frei atmen können..."


("Fürst Bismarcks Gesammelte Reden", Bd. 2, S. 388/389)
Kryptokonservativer
22. August 2015 15:28
Folglich sind Sie wohl der Einzige, der sich sorgt, dem großen afrikanischen Wachsen könnte zeitnah das große afrikanische Sterben folgen.

Ich sorg mich derweile lieber um das deutsche Bevölkerungsschrumpfen, als das afrikanische Wachsen weiter zu „entwickeln“.


Bester Gutmensch,

um ein großes Sterben in Afrika mache ich mir dank europäischer "Willkommenkultur" im Moment auch keine Sorgen.

Was ich - zugegebenermaßen etwas pathetisch - als Tragik bezeichnet habe, ist die Mechanik, die dem Modell zugrunde liegt: Gesellschaften, die ins industrielle Wirtschaften eintreten, müssen zwangsläufig Reproduktionsdisziplin in irgendeiner Form wahren; sonst verspielen sie die Früchte ihres Fortschritts.

Das oben skizzierte „Sparen“ von Kindern zugunsten eines höheren Lebensstandards hat sich in Europa hingegen verselbständigt; durch zusätzliche Tendenzen wächst es sich zur demographischen Falle auf. Hier wären zu nennen: Abtreibung (Irre ich mich, oder waren es nicht an die 100.000 im Jahr?), Entproletarisierung (Bei Volksdeutschen ist bald ein Akademikeranteil von 40% erreicht; damit Tendenz zur 1-2 Kindfamilie), schließlich Neurotizismus (Bindungsunfähigkeit, daraus resultierende Partnerlosigkeit, „Angst vor dem Kind“).

Hier liegt aber eigentlich die Flinte im Korn. Die Massenweinwanderung scheint dem Typus des hiesigen Kaufmann-Politikers wohl nicht zuletzt deshalb eine Lösung für die Misere, weil er hier, freilich ohne allzu tiefe Kenntnisse der Volkswirtschaftslehre, eine Gewinn-Gewinn-Situation schnuppert. Bevölkerungsüberschuss auf der einen, Bevölkerungsmangel auf der anderen Seite: Schlüssel, Schloss, passt! Freilich kennen solche Humankapitalrechtler keine Unterschiede in Religion, Hautfarbe, kultureller Zugehörigkeit.

Alternativ könnten die Afrikaner die Malthus'sche Grenze aber auch überschreiten, indem sie das Gesellschaftsmodell der Europäer adaptieren, analog zu Japan im frühen 20. Jahrhundert.

Anstelle eines "großen Sterbens" halte ich also für wahrscheinlicher: entweder eine Afrikanisierung Europas odereine Europäisierung Afrikas.
Eisenhans
22. August 2015 16:25
@Der Gutmensch
"....wurde in den Hals geschnitten, obwohl die Beute schon übergeben
war". Vielleicht sollten Sie sich mal ein wenig in die Mentalität der Täter
hinein versetzen. Der nachträgliche Stich soll vermutlich Freude und
Genugtuung dieser Ethnie Ausdruck verleihen, eine Tat erfolgreich
durchgeführt zu haben. Etwas mehr Verständnis bitte.....
Die-Gedanken-bleiben-frei
22. August 2015 23:03
Lieber Michael Wiesberg, es ist schön, dass Sie diesen Artikel verfassten! Gerade diese "Feinstofflichkeit" scheint es wohl zu sein, die unsere Denker spaltet; in "links" und "rechts" und in "gut" und "böse". Nun, meiner/dieser Vergleich hinkt ein wenig: Im Jahr 2000 war ich über einige Wochen in Südindien unterwegs. In einem Land der Bauern: für das Innere des Landes. Die Gewürzplantagen lassen wir einmal aussen vor. Gesellschaft, Tradition mit und in Natur waren so engmaschig verwoben, dass man dies gegenüber unserer hochentwickelten Leistungsgesellschaft als "Pendant des Naturweges" bezeichnen könnte: Jeder Abfall, der entstand, konnte auf den Boden geworfen werden: Kühe verzehren (unbehandelte) Bananenschalen, müssen ja gefüttert werden. Kuhdung und Kokosschalen ("Abfall") sind für Menschen wiederverwertbar. U.s.w. . Aber: was ist mit den Plastiktüten, welche die neue Mittelschicht den Käufern zum Beispiel von Seiden-Textilien, (wie in den " Leistungsländern" ) mitgab? Einheimische , weniger die wenigen Touristen, warfen diese auch auf den Boden, so dass engagierte Reviervertreter einen Wettbewerb auslobten, wer denn am besten sein Dorf selbst (mit Besen) reinigt. Nun, der Schmutz wurde von links nach rechts gefegt: es gab ja auch keine entsprechende "Stadtreinigung". Die Kuh frisst keinen Kunststoff - und die Erde saugt diesen nicht auf. Wer versteht das denn? Und das dann auch mit dem Reinigungszwang? Und nun: wenn WIR keinen Strom aus der Steckdose empfangen, kommt unser gesamtes Leben erst einmal durcheinander, da wir ja inmitten des Zimmerchens kein Feuer zur eigenen Energiegewinnung so einfach entfachen können. Beispiele - dieser Art - gäbe es hier noch viele.. . In Indien gab es damals Zölle auf eingeführte Lebensmittel: die Dose Tomaten aus Italien war unerschwinglich hoch gegenüber den einheimisch angebauten Früchten. Das fand ich gut: Die Bauern wurden gestärkt. Staatlich gelenkt. Es sind zwei Welten: die "industrialisierte" und die "andere" , für mich damals "vielfältige". Es liegt an der Verantwortung der Regierungen dieser Länder, ihre eigene Bevölkerung zu schützen und zu stärken - auch gegen ausländische Interessen, welche ggf. als "Entwicklungshelfer" angetänzelt kommen: Raubitter für Bodenschätze, billige Arbeitskräfte für "Ethno-Kult" suchend,: Mode, welche in einer "besseren Welt" gerade 6 Monate vorher in Hochglanz beworben wird. Zwischen diesen Welten vermittelten übrigens im Jahr 2000 an der Pfefferküste die Moslems: die hinduistische Bevölkerung zurückdrängend. "Das Geschäft verstehend". Oh' ha: da musste ich mich neu anpassen ;-). Wir/ich müssen hier keine Menschen aus jener Welt aufnehmen: Wie sind im komplizierten Deutschland! Ganz - und wieder erst einmal - für uns alleine. In Südindien verstanden mich bezüglich solcher Aussagen viele Menschen. Es wäre für sie - die Süd-Inder- auch letztendlich die Hölle auf Erden, hier zu leben. Die Verantwortung für langwieriges Wohlergehen ihrerseits tragen selbstbewusste Regierungsmitglieder dieser Länder selbst.Vielfalt statt falscher Gleichmacherei! Und da wären wir wir dann beim Thema: Wenn der Raubtierkapitalismus mit dem Militarismus alles und alle kauft und erdrückt! ... sind wir alle erledigt! Beste Grüße.
Marcus Junge
23. August 2015 12:43
Disobbedisco

"Und ich glaube genau das wollen Artikel wie von Michael Wiesberg klarstellen, vom „bösen Westen“ a la Junge Welt war nirgendwo die Rede."

Das ist so nicht ganz richtig, da in dem Artikel zwar lang und breit die wirtschaftlichen Untaten des Westens beschrieben werden, kurz aber deutlich auf die afrikanischen Potentaten verwiesen wird, aber ich nichts zum eigentlichen, ja einzigen Auslöser lese. Bevölkerungsexplosion.

Wirtschaft, USA, die offene EU - alles Sekundär. Daher kann und muß man daran sehr viel ändern, aber es würde nicht das Problem lösen. Gedankenspiel: Bringen wir Gaddafi zurück aus der Hölle und zurück an die Macht. Zerschmettern wir den IS und geben Syrien an Assad zurück und den Irak an Saddam. Keine Fischdiebe mehr vor Afrika, nur noch "Fair Trade", Schluß mit den Butterbergen der EU nach Afrika, alle Diktatoren fallen da tot um und die Einmischungen durch Groß- und Weltmächte enden. Dann haben wir immer noch die Bevölkerungsexplosionen, jetzt getragen nicht mehr von der "Entwicklungs"hilfe, sondern aus dem Land selber heraus.
Marcus Junge
23. August 2015 12:48
Hajo Blaschke

Sehr schön geschrieben zum IQ und ich will ergänzen, die alten Südlandtalente der BRD (Türken, "Libanesen", Balkanesen (Albaner + Zigeuner)), haben einen mittleren IQ von 85, die Zigeuner teilweise nur 70. Was eine ganz einfache Erklärung für deren Bildungsdefizite und die ständig im Sinkflug befindlichen Anforderungen an den staatlichen Indoktrinationsanstalten hergibt, was schon Ulfkotte in aller Deutlichkeit schrieb, lange vor Sarrazin.

Und der mittlere IQ der echten Deutschen ist 107, die 100 kommen durch die ständige Bereicherung, ein Effekt, den auch Österreich vermeldet.
der demograph
23. August 2015 12:55
Schon zu Kolonialzeiten war es so, dass die Kolonialmächte bemerkten dass in Afrika nichts zu gewinnen war, man nur draufzahlte und es sich allenfalls fürs Prestige lohnte dort Kolonien zu haben. Geld verdienten die Kolnialmächte in Amerika und Asien, nicht in Subsaharaafrika. Und wenn doch mal etwas gearbeitet und ausgebeutet werden sollte, wie in Südafrika, wurden dafür Asiaten importiert (die Vorfahren der sogenannten coloured people in Südafrika). Seit Jahrzehnten versucht niemand mehr Afrika auszubeuten, was eh nicht funktioniert. Auch beim IWF sitzen wackere Antirassisten und Gutmenschen in den Gremien. Was in Subsaharaafrika in den letzten Jahrzehnten passiert ist dass sehr viele Westler gutgläubig und mit besten Absichten versucht haben Afrika zu helfen. Und das gruselige ist: es hat funktioniert. Die Sterblichkeit ist scharf gefallen, was ausschließlich auf Hilfe von außen zurückzuführen ist. Da die Geburtenrate aber konstant geblieben ist - entgegen aller Erwartungen die sich auf die Entwicklung überall sonst in der Welt stützen - haben nun die größte Bevölkerungsexplosion der Menschheitsgeschichte.
Die Afrikaner haben heute einen viel höheren Lebensstandard als vor dreißig Jahren, und sie hätten den nicht ohne die Hilfe von außen. Und hätten sie keinen höheren Lebensstandard hätten sie weder die Kraft, noch die Motivation, noch die Fähigkeit Europa zu überrennen.
Wenn man ernsthaft über die Ursachen des Entwicklungsrückstand von Subsaharaafrika nachdenken will muss man über genetisch bedingte Unterschiede zwischen verschiedenen Populationen hinsichtlich durchschnittlichem IQ und durchschnittlichen Persönlichkeitsmerkmalen nachdenken. Vor allem sollte man zur Kenntnis nehmen, dass Subsaharaafrika auch schon vor 1500 hinter Asien, Europa und Amerika herhinkte und auch dass Regionen außerhalb von Subsaharaafrika die in den letzten dreißig Jahren von IWF etc. gleich behandelt wurden sich komplett anders entwickelt haben.
Olaf
23. August 2015 14:30
@Herbstlicht

"Die Deutschen werden — m�ssen — die Letzten sein — dann aber …"

Dein Optimismus in Ehren, aber ich seh da keine Chance. Einerseits sind die Deutschen die dümmsten, linken Schafe der Weltgeschichte, andererseits werden die Migranten eingebürgert ohne Ende. Die linken Vernichter in Staat und Medien sitzen bombenfest im Sattel, die einzige Hoffnung auf Befreiung kommt von außen, Putin oder LePen.
Luise Werner
23. August 2015 15:48
"Kann es gar sein, dass Sie meinen, die Afrikaner bräuchten einen Vormund?"

@ Gutmensch

Na, wenn Sie das noch nicht herausgelesen haben sollten. Natürlich meine ich genau das.
In politischer Sprache und im politischem Handeln würde das zwar ganz anders verpackt, aber letztlich läuft es genau darauf hinaus.
Zumindest ist das eine der beiden (und mehr gibt es nicht) Optionen.
Afrika abriegeln und sich selbst überlassen, oder Afrika abriegeln und fremdregieren - wie zu "Kaisers Zeiten" schon gehabt.
Thomas Wawerka
23. August 2015 16:13
Es gibt genug Debatten die wir führen müssen, die über das Überlaufen zum Feind gehört nicht dazu. Es wird hier so gerne vom Soldatischen geredet. Liebe Metapolitker, jeder klebstoffschnüffelnde Antifant kann eine Frontlinie besser halten als Ihr. Bevor Ihr fordert, dass man Euch auf die Straße folge, solltet Ihr Euch in einer ruhigen Stunde einmal fragen, warum man Euch eigentlich vertrauen soll.

Hier wird's ja auch immer bunter ... Die Unfähigkeit, eine Diskussion ohne Scheuklappen zu führen, ist wohl unabhängig von politischen Präferenzen stark ausgeprägt. Kürzlich beklagte sich hier jemand über den zunehmenden Zwang zu einer rechten politischen Korrektheit. Wenn man schon nicht mehr über Phänomene reden kann, ohne dass einem "Überlaufen zum Feind" vorgeworfen wird, ist es bis dahin vermutlich nicht mehr allzu weit. Wie absurd!
Die Revolution beginnt, wie's scheint, wieder mal zu fressen ...
Gustav Grambauer
23. August 2015 19:03
Mir ist klar, daß der folgende Hinweis viel besser zum Beitrag "Raspails Figuren in der Bundesrepublik von heute" von Herrn Wegner gepaßt hätte.

Bisher habe ich die hegemoniale Situation gern mit dem Ur-Bild eines KZl oder GULag, eines Indianer-Reservats, der geschlossenen Psychiatrie oder Mohlers "Nasenring-Zirkus" gesehen. Auch wenn ich die gängige "Psychologie" und insbesondere die "Psychoanalyse" als Scharlatanerie ablehne, bin ich doch gerade auf ein noch viel besseres, geradezu geniales Gleichnis auf deren Grundlage gestoßen, zumal sich damit die psychoanalytische "Pest" (Zitat Sigmund Freud) als Waffe der psychologischen Kriegführung gegen ihre Urheber und deren Paladine wenden läßt.

Es handelt sich um das Gleichnis des "Harems". Dieses Gleichnis ermöglicht erst den Rahmenbezug für Fallacis Frage "ob sich besagte Damen womöglich
lieber mit dem Gedanken daran beschäftigen, was sich wohl unter
dem Kaftan der bärtigen Gotteskrieger verbergen mag ?":

http://www.pi-news.net/2015/08/der-verlust-der-maennlichkeit-in-deutschland/

Lediglich die Erklärung der deutschen Verhältnisse mit diesem Gleichnis ist mir zu eng. Selbst Donald Trump in den VSA ist nichts anderes als ein Harems-Clown.

- G. G.
Peter Voit
23. August 2015 19:33
@JensN

Ja, es ist, wie Sie schreiben, "einfach irreführend zu behaupten, man könne gegen den Ansturm der Asylanten aus aller Welt überhaupt nichts tun". In einem Leitartikel der "Augsburger Allgemeinen" schreibt der Chefredakteur dieser Zeitung:

"Keine Mauer, kein Gesetz, keine Abschreckungsmaßnahme wird die Menschen davon abhalten, ihr Glück im alternden, seinen Wohlstand genießenden Europa zu suchen."

Für mich sind derartige Aussagen zudem eine glatte Lüge. Eine Lüge, um jeglichen Widerstand gegen die Masseneinwanderung als vergeblich hinzustellen und im Keim zu ersticken. Man könne lediglich die Einwanderungszahl ein wenig verringern.

Statt die Ursachen allein in den "Verhältnissen" zu suchen, Ausbeutung Afrikas usw., müßte auch nach den Ursachen gefragt werden, die im Menschen selbst liegen. Sowohl auf seiten der Einwanderer als auch auf seiten derer, die diese Einwanderung hinnehmen oder fördern.

Das mit dem "Schuld-Kult" erklärt zwar vieles, aber nicht alles. Es muß zwar nicht immer Goethe sein, den man heranzieht. Dennoch sollte man dessen Epos "Hermann und Dorothea" nicht verschmähen.

Auch da geht es um Fremde, die Zuflucht suchen. Allerdings nicht um völlig Kulturfremde, sondern um jene, die vor den Wirren der Französischen Revolution fliehen. Im Hinblick auf gegenwärtige Misere scheint mir vor allem die Aussage der Dothea bedeutsam zu sein:

"Denn ein jeglicher denkt nur, sich selbst und das nächste Bedürfnis / Schnell zu befriedgen und rasch, und nicht des Folgenden denkt er."

Denkt Gauck und Co. "des Folgenden"? Eher wohl schon jene, die Deutschland "verdünnen" wollen wie Joschka Fischer oder "Nie wieder Deutschland!" grölen.
Realist
24. August 2015 02:07
@ Hajo Blaschke

Der Großteil der Beglücker und Bereicherer, die zu uns kommen wollen, hat einen IQ von ~ 70. das sind zwei Standardabweichungen unter dem deutschen Durchschnitt von 100. Eine Standarabweichnung (15) bedeutet die Verdoppelung bzw. Halbierung der kognitiven Fähigkeiten.


Ich habe ja schon etlichen Unsinn zum Thema IQ, auch hier bei der Sezession, gelesen. Bisher habe ich dazu geschwiegen, war es doch das übliche Halbwissen. Aber bisher hat noch niemand seine Unkenntnis so präzise formuliert wie Sie, daher äußere ich mich nun doch einmal.

Der Intelligenzquotient ist eine quantitative Maßzahl, keine qualitative. Er trifft eine Aussage lediglich über die Häufigkeit des Vorkommens einer kognitiven Leistungsfähigkeit, nicht über die Qualität dieser Fähigkeit oder ihres Abstandes zu anderen IQ-Werten.

Wird ein IQ-Test modelliert, so wird die Prämisse aufgestellt, daß die Intelligenz, wie andere biologische Größen (z.B.Körpergröße) normalverteilt ist. Dies ist eine Annahme, wenn auch eine begründete. Objektiv nachprüfbar,wie z.B.bei der Körpergröße, ist dies nicht. Nun wird ein modellierter Test anhand einer repräsentativen Stichprobe kalibriert. Den abgelieferten Testergebnissen wird derart ein IQ-Wert zugeordnet, daß sie einer Normalverteilung entsprechen. Wie weit das beste Ergebnis qualitativ vom schlechtesten entfernt ist, ist völlig egal. Hauptsache der Test bildet die Häufigkeitsverteilung aller dazwischenliegenden Werte korrekt, also normalverteilt ab.

Nehmen wir die Körpergröße deutscher Männer als Beispiel. Mittelwert ca. 177cm, Standardabweichung unter 10cm (schätze mal 7-8cm). Mit anderen Worten - eine Standardabweichung drückt hier eben keine Verdopplung der Körpergröße aus, sondern eine qualitative Veränderung von ca. 5%. Ein "Größenquotient" von 115 bedeutet hier also eine Körpergröße von 184cm. Der wichtige Informationsgehalt liegt in der Häufigkeit dieses Vorkommens. Man kann hier z.B. folgende korrekte Aussage treffen: "Lediglich 32% der deutschen Männer sind 184cm oder größer."

Der zweite wichtige Fakt bezüglich des IQ - er ist auf eine exakt definierte Gruppe bezogen. Würde ich z.B. einen Intelligenztest entwerfen, der die Intelligenzverteilung aller Nuklearphysiker der Welt korrekt, also der Prämisse normalverteilt entsprechend abbildet, so läge der Durschnitts-IQ eines Nuklearphysikers bei - 100! Und ein Kollege mit einer 115 im Test läge im Bezug auf die tatsächliche kognitive Leistung wahrscheinlich nur marginal über dem Durschnittskollegen. Um nun also zu behaupten, eine Durchschnittsafrikaner hätte im Vergleich zu einem Durchschnittsdeutschen ein IQ von 70, müsste es einen Test geben, dessen Kalibrierung die gesamte afrikanische und die gesamte deutsche Bevölkerung umfasst. Ein solcher transkontinentaler Test existiert nicht.

Gäbe es ihn, und wäre das Ergebnis tatsächlich derart, so würde es dennoch nicht bedeuten, daß ein Deutscher viermal so intelligent ist wie ein Afrikaner.

Einschub: Ist Ihnen eigentlich bewußt, dass der Satz
Eine Standarabweichnung (15) bedeutet die Verdoppelung bzw. Halbierung der kognitiven Fähigkeiten.
eine Exponentialfunktion beschreibt? Bin ich wirklich 32x so intelligent wie ein Afrikaner, oder wäre dies eher der Abstand zwischen einer Stubenfliege und einem Menschen? Und wenn ich Ihnen nun einen IQ von 115 zugestehe, lohnt sich dann für mich überhaupt die Diskussion mit Ihnen? Können Sie den Argumenten eines Individuums folgen, welches viermal so klug ist? Oder versucht hier der Sehende dem Blinden die Farben zu erklären?

Es existiert keine Skala zur qualitativen Einstufung von Intelligenz. Abgesehen davon, dass der Gedanke an irgendwelche biologischen Unterschiede zwischen Menschenrassen um den Faktor vier absurd ist. Das gibt erstens die sehr geringe Varianz unseres Genpools gar nicht her, zweitens ist mir kein anderes biologisches Merkmal mit dieser Streuung bekannt. Oder würden Sie sich mit der Bemerkung lächerlich machen, ein Schwarzer könnte im Schnitt viermal so hoch springen wie ein Weißer? Nun, eine ähnlich hanebüchende Behauptung haben Sie hier zum Thema Intelligenz in den Raum gestellt, und die Absurdität der Aussage dann auch noch eindrucksvoll mit der offensichtlichen Unkenntnis statistischer Methodik untermauert.

Auf PI ist dieses Niveau vielleicht akzeptabel, da erwartet man derartiges. Dieser Plattform hier ist es meines Erachtens nach nicht angemessen.

Abgesehen davon ist es auch politisch nicht zielführend. Ich muss meine Kultur oder Rasse nicht erhöhen, bzw. andere Kulturen oder Rassen abwerten, um daraus das Recht abzuleiten, die meine zu erhalten. Dieses Recht habe ich, weil es meine ist, nicht weil sie objektiv oder in den Augen Dritter einen besonderen Wert hat. Oder wäre eine Flutung Deutschlands mit Asiaten für Sie in Ordnung?
Curt Sachs
24. August 2015 10:03
@Thomas Wawerka:

Die Revolution beginnt, wie’s scheint, wieder mal zu fressen …

Das ist doch Quatsch. Von welcher Revolution sprechen Sie denn? Wir hatten unsere Revolution doch noch gar nicht.
Realist
24. August 2015 10:16
Korrektur: Natürlich wäre folgende Aussage korrekt: „Lediglich 16% der deutschen Männer sind 184cm oder größer.“ 32% ist der Anteil aller außerhalb einer Standardabweichung, also Männer größer 184cm oder kleiner 170cm. War recht spät gestern Abend. Ändert aber nichts am Inhalt meines Kommentars. Wer einen IQ von 115 erreicht, kann von sich sagen, dass er intelligenter ist (präziser: in diesem speziellen Test besser abschneidet) als 84% der Bevölkerung. Mehr nicht. In Deutschland bedeutet eine Standardabweichung übrigens qualitativ etwa den Unterschied zwischen einem durchschnittlichem Gymnasiasten und einem durchschnittlichen Realschüler. Keine große Sache also.
Eckesachs
24. August 2015 11:10
@Realist

,,Abgesehen davon ist es auch politisch nicht zielführend. Ich muss meine Kultur oder Rasse nicht erhöhen, bzw. andere Kulturen oder Rassen abwerten, um daraus das Recht abzuleiten, die meine zu erhalten."

Wenn Unterschiede zwischen Menschenrassen festgestellt werden, geht das nicht automatisch mit einer Abwertung einher.

Der IQ ist kein Maßstab für menschliche Vortrefflichkeit.

In meinem Freundeskreis gibt es Leute die sowohl dümmer als auch klüger sind als ich. Das muß so sein.

Ich schreibe absichtlich dümmer. Wir sollten versuchen, diesen Unterschied wertfrei zu betrachten.
Götz Kubitschek
24. August 2015 11:53
feierabend.
gruß! kubitschek

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