10. September 2015

Wachstumskritik (IV): Afrika und die geoökonomische Strategie Chinas

von Felix Menzel / 36 Kommentare

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

Cole_24772_MR1.inddMal ehrlich, die ärmsten Länder der Welt sind doch an ihrem Elend selbst schuld. Nein, das kann nicht sein, schließlich sind alle Menschen gleich. Es muß an den Bedingungen liegen. Andere Völker haben es aber auch geschafft, Despoten zu verjagen und eine funktionierende Wirtschaft aufzubauen. Aber die Armen werden doch von den Reichen, also uns, ausgebeutet.

So in etwa verläuft die Debatte über die Staaten der „untersten Milliarde“ seit Jahrzehnten. Die einen erinnern an die Eigenverantwortung der Länder, ihrer Eliten und der dortigen Bevölkerung. Die anderen betonen die Schuld des Westens an dem Elend und wollen helfen, das Ungleiche gleich zu machen.

In Bezug auf Afrika ist die Frage der Schuld allgegenwärtig, doch sie führt zu vorschnellen Schlüssen und verleitet dazu, das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Akteure nicht genau genug zu analysieren. Doch wo fangen wir an? Es liegt so viel im Argen, daß der Einstieg schwer fällt. Michael Wolffsohn setzt in seinem jüngst erschienenen Buch mit dem größenwahnsinnigen Titel Zum Weltfrieden ein „historisch-bevölkerungspolitisches Röntgen“ ein, das ihn zu der einfachen Schlußfolgerung führt, alle Völker würden nach Selbstbestimmung streben. Das Chaos in den ärmsten Ländern könne folglich durch Föderalisierungen beseitigt werden.

Für das künstliche Staatsgebilde Kongo, in dem ca. 250 ethnische Gruppen mit 700 verschiedenen Sprachen und Dialekten leben, bedeute dies, daß die internationale Gemeinschaft die Sezessionsbestrebungen einzelner Landesteile (z.B. des rohstoffreichen Katangas) nicht länger verhindern dürfe und erst recht nicht mit militärischen Mitteln, wie dies seit über 50 Jahren geschieht.

Die Einmischung der verschiedensten supranationalen Organisationen hat darüber hinaus den Aufbau einer eigenen, schlagkräftigen Armee für die Herrscher des Kongo über Jahrzehnte hinweg unnötig gemacht. Diktator Mobutu, der von 1965 bis 1997 Präsident war, konnte jederzeit die Großmächte gegeneinander ausspielen. An Geld und Soldaten für seine eigenen Zwecke mangelte es ihm nie, auch wenn er das Land systematisch ruinierte.

Ende der 70er-Jahre betrug die Kaufkraft im Kongo nur noch vier Prozent der von 1960. Als Lohn dafür schnürte der Internationale Währungsfonds (IWF) Rettungspakete und verordnete dem Land eine Sparpolitik. Mobutu befolgte diese und kürzte kräftig die Ausgaben im Bildungs- und Gesundheitssektor. Genauso verheerend hat sich die „NGOisierung“ des Landes ausgewirkt, die eine Hilfsabhängigkeit, Unselbständigkeit und ein verläßliches Alibi für die korrupten Eliten verursachte.

Gegen die Korruption der Eliten nun wiederum kann sich ein Volk am einfachsten wehren, indem es selbst korrupt wird und keine Steuern mehr zahlt. So entsteht eine Plünderökonomie, die kannibalistische Effekte hat. Der in die USA ausgewanderte, nigerianische Schriftsteller Teju Cole hat dies anschaulich in seinem Buch Jeder Tag gehört dem Dieb am Beispiel des „kreativen Mißbrauchs des Internets“ in Form des Vorkassebetrugs geschildert. Die sogenannten „Yahoo Yahoos“ verschicken als Vorsitzende von fiktiven Staatlichen Ölministerien Briefe mit Zahlungsaufforderung und leben gut davon, wenn irgendein dummer Ausländer tatsächlich darauf hereinfällt.

Werden sie hingegen von der Polizei geschnappt, die mittlerweile vor vielen Internet-Cafés steht, landet eine beträchtliche Summe in der privaten Tasche des Beamten, der Geld dafür verlangt, daß er den entdeckten Ganoven laufen läßt. Solche Zustände nur mit den „Bedingungen“ zu erklären, greift natürlich zu kurz. Man muß einfach anerkennen, daß dafür hauptsächlich eine Mentalität verantwortlich ist, die dem informellen Wirtschaften zugeneigt ist und rechtsstaatliche Strukturen wie in Europa unmöglich macht.

„Schuld“ ist daher der Westen nicht etwa, weil er sich zu wenig einmischt, sondern weil er versucht, Strukturen zu etablieren, die den einheimischen Menschen fremd sind und die Vielgestaltigkeit der Welt mißachten. Stimmt man dieser These zu, könnte man nun als nächstes auf die Idee kommen, deshalb eine Außenpolitik nach chinesischem Vorbild betreiben zu wollen. Die Chinesen haben im Kongo einen ausgezeichneten Ruf. Man erzählt sich, sie würden immer nachts bauen und schon am nächsten Morgen sei das nächste Stockwerk fertig.

Im Gegensatz zu Europa interessiert sich China nicht für politische Fragen im Kongo. Es begnügt sich damit, das „Nareland“ (Natural Ressource Lands) zu erobern und baut als Dank dafür die Infrastruktur wieder auf. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Alle global agierenden Unternehmen setzen bis in die Gegenwart hinein ebenfalls auf diese geoökonomische Strategie, auch wenn sie nicht zu der Rhetorik der europäischen Politiker paßt. David Van Reybrouck betont in seinem Kongo-Buch dazu:
Es waren multinationale Bergbaukonzerne, obskure Mini-Fluggesellschaften, notorische, aber ungreifbare Waffenhändler, zwielichtige Geschäftsleute in der Schweiz, in Russland, Kasachstan, Belgien, den Niederlanden und Deutschland, die beim Hehlen der Rohstoffe aus dem Kongo absahnten. Politisch war der Kongo eine Katastrophe, ökonomisch ein Paradies – für so manchen jedenfalls. Gescheiterte Staaten ermöglichen die Erfolgsgeschichten eines überhitzten, globalen Neoliberalismus.

Einher geht dies im chinesischen Fall mit der Überflutung des Kongo mit Billigwaren. Die lokale Textilindustrie ist deshalb bereits zugrunde gegangen. Doch die Folgen sind noch viel weitreichender: In Chinas Großstädten sind in den letzten Jahren Viertel mit bis zu hunderttausend Afrikanern entstanden.

Die Entwurzelung kennt gegenwärtig also keine Grenzen und betrifft alle Erdteile. Jedes Expansionsstreben – egal ob politischer oder ökonomischer Art – löst Massenmigrationen aus. Müssen wir damit im 21. Jahrhundert nun einmal leben oder gibt es Alternativen? Ganz egal, ob man diese Frage gerade auch vor dem Hintergrund der Überbevölkerung mit einem optimistischen oder pessimistischen Szenario beantwortet, dürfte die skizzierte Situation in den ärmsten Ländern der Welt zumindest zu einer Erkenntnis führen: Einwanderungs-, Wachstums- und Globalisierungskritik gehören zusammen. Wer hier auch nur einen Faktor ausblendet, wird die Tragweite des Problems nie erkennen.

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

Kommentare (36)

Andreas Walter
10. September 2015 23:11
"Müssen wir damit im 21. Jahrhundert nun einmal leben oder gibt es Alternativen?"

Die Frage stellt sich gar nicht, Herr Menzel, so ehrenwert Ihr Verhalten und ihre Diskursbereitschaft aus demokratischer Sicht auch sein mag. Die Situation, in der auch wir uns hier (auch in Deutschland) befinden und da vor allem auch die Sezessionisten (ausserparlamentarische Opposition, eigentlich Widerstandsbewegung), unterscheidet sich lediglich in der Raffinesse der Täuschung durch unsere Herrschaftsklasse von dem, was auch in Afrika passiert.

Die Lage ist noch viel ernster, als auch Ihnen bisher bewusst ist. Doch ich bete zu Gott, hoffe trotzdem auch immer wieder, dass ich mich täusche, denn es tut mir Leid der Weckrufer in der Wüste zu sein, vor allem der jungen Menschen wegen. Denn ich raube ja auch Ihnen jetzt dadurch Illusionen, was allerdings "Gutmenschen" noch weniger vertragen, und genau darum so sind wie sie sind. Blind.

https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M
Andreas Walter
11. September 2015 00:35
Um Ihnen nur ein mal den unfassbaren Zynismus deutlich zu machen, den diese Herrschaftsklasse begleitet möchte ich Sie auf folgendes aufmerksam machen:

http://www.presseportal.de/pm/30621/3118120

http://www.glaeserner-abgeordneter.de/infotour/diaeten

Das einzige, wofür sich diese privilegierten herrschaften interessieren ist, möglichst lang im Amt zu bleiben, was sie darum zu formlosen, absolut stromlinienförmigen, aalglatten Opportunisten macht, wenn sie nicht schon bei Zeiten aufgrund ihrer Amtsmacht und damit gezielte politische Einflussnahme auch gegen das Wohl der Gemeinschaft als Exit-Strategie dafür sorgen, einen lukrativen Posten in der freien Wirtschaft in Aussicht gestellt zu bekommen.

Darum haben das grösste und dümmste Maul auch immer Leute, die ausser einer behüteten Kindheit nichts anderes kennen als geerbten Wohlstand, den sich auch schon der Ziehvater mit einer Lüge gegenüber dem deutschen Volk letztendlich ergaunert hat, dank jahrzehntelanger, "seriöser" Spiegelfechterei für das meist linksintellektuelle, bürgerliche und gutbürgerliche Publikum.
Rüdiger
11. September 2015 04:20
Herr Menzel,

Ihre Ursachenanalyse bleibt sehr abstrakt. Das muss nicht immer schlecht sein, aber führt möglicherweise dazu, dass zentrale Fragen zu vage beantwortet werden.

Soll sich der Westen künftig möglichst aus Afrika heraushalten und den Kontinent sein eigenes sozioökonomisches Equilibrium finden lassen? Das klingt zunächst einmal ganz nobel, aber wer die massengesellschaftlichen Institutionen, die in Afrika sicherlich mehr schlecht als recht funktionieren, bewusst zerfallen lässt zugunsten einer identitären Massensezession, der nimmt doch letztlich eine malthusianische Katastrophe in Kauf. Ergebnis einer "Entschleunigung" in Afrika wäre der weitere Verlust der eigenen Überlebensfähigkeit, und wenn dann die Europäer nicht wieder mit Lebensmittelhilfe und Abhängigkeitsmachung einspringen, verhungern Millionen.

Gleichzeitig zeigt der anschwellende Asylstrom gerade aus der Oberschicht der einigermaßen entwickelten afrikanischen Länder (denn der gemeine Eritreer oder Nigerianer kann sich die Schlepper gar nicht leisten), dass hier offensichtlich ein großes Bedürfnis nach Anschluss an die westliche Gesellschaftsform besteht. Die dortige Elite, ohne die kein Staat zu machen ist, will nun einmal gerade nicht zurück ins heimelige afrikanische Stammesleben, sondern am besten direkt ins entwurzelte Konsum-Eldorado einsteigen. Da findet am Ende der hedonistische Bionade-Schlürfer mit dem afrikanischen Asylbewerber wirklich mehr Gemeinsamkeiten als mit einem deutschen Rechten, der von Kulturabbruch und Volksseele erzählt.

Man wird für die Zukunft davon ausgehen müssen, dass das westliche Schlaraffenland allein aufgrund seines scheinbar unendlichen Reichtums eine enorme Anziehung auf Menschen ausüben wird, die vielleicht mit den Modalitäten dieser Gesellschaftsform eher überfordert wären, aber sie nichtsdestrotrotz aufgrund ihrer materiellen Ergebnisse bewundern. Was, wenn diese Leute sich am Ende selbst zu einem wandernden Faktor der Globalisierung machen, aus ganz eigennützigen und doch komplett verständlichen Motiven? Das ist doch die harte Frage unserer Zeit, und ich bin mir nicht sicher, ob Ihr akademischer Ansatz der allzumenschlichen Bedürfnisgewalt, die hinter diesen Entwicklungen zu stehen scheint, wirklich den nötigen Respekt zollt.
Grau
11. September 2015 06:42
Ein Teil des Irrtums beginnt schon damit, aus der Existenz von Despoten Armut und Elend abzuleiten und eine Besserung zu erwarten, wenn nur der Despot abgeräumt wird. Ich habe nicht den Eindruck, als ginge es Libyen und dem Irak jetzt ohne ihre Despoten besser und als stünde Syrien eine prosperierende Zukunft bevor.
Unfähige Eliten und Misswirtschaftler hat noch jedes System an den Fressnapf gebracht.
Siddharta
11. September 2015 07:05
Ich habe Ende der 80er Jahre mein Ökonomiestudium abgeschlossen. Entwicklungstheorie und -Politik war eines meiner Wahlfächer gewesen. Zu dieser Zeit hatte Lynn sein Werk "IQ and the Wealth of Nations" noch nicht veröffentlicht. Wahrscheinlich wird es auch heute in diesem Zusammenhang nicht diskutiert. Die Tatsache, dass das Buch von einzelnen jedoch trotzdem gelesen wird, ergibt dann eben diese Situation mit dem Elefanten im Seminarraum und dem Versuch aller Anwesenden, so zu tun, als sei da gar kein Rüsseltier.
Kryptokonservativer
11. September 2015 07:11
Für das künstliche Staatsgebilde Kongo, in dem ca. 250 ethnische Gruppen mit 700 verschiedenen Sprachen und Dialekten leben, bedeute dies, daß die internationale Gemeinschaft die Sezessionsbestrebungen einzelner Landesteile (z.B. des rohstoffreichen Katangas) nicht länger verhindern dürfe und erst recht nicht mit militärischen Mitteln, wie dies seit über 50 Jahren geschieht.


Herr Menzel bringt hier ein sehr wichtiges Thema auf den Tisch, dennoch halte ich das Argument, dass zu große ethno-linguistische Diversität für das Scheitern des Kongo bzw. anderer afrikanischer Nationen verantwortlich ist, für überstrapaziert. Es gibt genug historische Beispiele, die nahelegen, dass auch ethnisch homogene Gesellschaften in blutige Bürgerkriege verfallen können, z.B. England (1642), Frankreich (1789) oder Spanien (1936); andererseits Vielvölkerstaaten, sofern sie richtig regiert werden, wie Österreich-Ungarn, Jugoslawien oder das moderne Indien, funktionieren. Das Gelingen eines Staats hängt, ganz machiavellistisch betrachtet, in erster Linie vom Geschick seines Regenten ab.

Sowie ich van Reybrucks Buch in Erinnerung habe, führt er das Scheitern des Kongo auch hauptsächlich auf das Wüten des Diktators Mobutu zurück. Dieser hatte, nach großen Modernisierungserfolgen zu Beginn, versucht, das Land einer maoistisch inspirierten "afrikanischen" Kulturevolution zu unterziehen. Im Anti-kolonialen Bemühen, den "weißen Teufel" aus dem Land zu treiben, wurden ausländische Geschäftsleute und Facharbeiter ausgewiesen sowie Umverteilungen vorgenommen, was die Wirtschaft zum Erliegen brachte und das Entstehen von Klientensystemen vorantrieb.

Eine ähnliche Politik wurde auch von anderen afrikanischen Despoten, bspw. Idi Amin in Uganda oder Robert Mugabe in Zimbabwe, mit denselben verheerenden Folgen praktiziert. Wie Mobutu sahen diese sich selbst als Anti-weiße Erlöserfiguren, ganz in der Tradition von Theoretikern à la négritude und Franz Fanon. Vielleicht ist der gesellschaftliche Defekt des subaharischen Afrikas daher auch als Produkt einer Ideologie zu betrachten? Ähnlich zu osteuropäischen Staaten, die auch heute noch unter den Spätfolgen des Kommunismus leiden (schlimmstes Beispiel: Moldawien). Hätten sich die afrikanischen Herrscher das westliche Wirtschaftsmodell so wie China unter Deng Xiaoping pragmatisch und eigennützig angeeignet, würde der Kontinent heute womöglich ganz anders aussehen. Anders als Xiaoping, der sich auf Schriften Maos berufen konnte, die den Kapitalismus als notwendigen Schritt auf dem Weg zur klassenlosen Gesellschaft sehen, musste Mobutu das westliche, "weiße" System von vornherein ablehnen.
Sterntaler
11. September 2015 07:41
Sie fragen, ob wir mit Massenmigration leben müssen.
Die Antwort ist NEIN.
Ob und wie die Menschen in Afrika und andern Dritte-Welt-Gebieten leben, sollte uns - Empathie, Verantwortung, Menschenrechte, Humanismus hin oder her - völlig gleich sein.
Nein, dies ist eben nicht herzlos, sondern daraus spricht die Verantwortung für unsere eigene Solidargemeinschaft, für die Nation, für unser eigenes Volk.
Masseneinwanderung bedeutet massenhaft Rassenprobleme, Verlust der eigenen Identität, Kriminalität, Kostenexplosionen.
Auch wenn der dicke Gabriel gestern noch frech in die Kameras log, die Asylflut "würde zu keinen Steuererhöhungen führen" Na klar, Dickerchen.
Sich mit den (sozio-)ökonomischen Fragen für Afrika und Indochina auseinanderzusetzen ist m.E. in unserer jetzigen Lage nicht zielführend.
Wichtiger wäre es herauszuarbeiten, dass hier in Deutschland ein politisches System herrscht, dass bis an die Zähne entschlossen ist, die völkische Grundlage ganz Europas zu zerstören.
Wann hat man das letzte Mal Medien oder Politiker das Wort vom "deutschen Volke", der "deutschen Nation" im Sinne des Erhalt, des Postiven, des Verteidigenswerten gehört?
Das muss Jahrzehnte her sein.
Die "Eliten" wollen dieses Volk abschaffen, verwässern, auslöschen, sowie auch die europäischen Nationen.
Alle Äußerungen der Spitzenpolitiker wie Junker, Gabriel, Maas, Merkel, Gysi, Gauck und des unsäglichen Martin Schulz deuten die Stoßrichtung an: Kampf gegen Volk und Vaterland.
Es hilft daher m.E. nach wenig sich über Migrationsursachen bzw. -ursachenbekämpfung Gedanken zu machen; so löblich dieser Artikel auch sonst sein mag, wenn man es mit einer politischen Klasse zu tun hat, deren erklärtes Ziel die Ausmerzung des Eigenen ist.
Was wir viel mehr dringend brauchen, sind analytische Strategien des Widerstandes gegen diese "Eliten"!
Beteigeuze
11. September 2015 07:46
Sind wirklich alle Menschen gleich, oder gibt es nicht doch Unterschiede -nicht zuletzt auch kulturelle Prägungen-, die ganz erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit haben (Arbeitsethos etc.) ?
Langer
11. September 2015 08:19
Jedes Expansionsstreben – egal ob politischer oder ökonomischer Art – löst Massenmigrationen aus.


Diese Folgerung kann ich nicht nachvollziehen. Was hindert die Chinesen daran, diese Migration im Gegenzug zur Expansion zu unterbinden?
vorwärtsimmer
11. September 2015 09:28
Nun Herr Menzel. Wie erklären Sie sich denn die im Vergleich zu anderen Regionen der Welt schon lange VOR Beginn zunächst der muslimischen, dann der westlichen Kolonisierung und "Ausbeutung" des subsaharischen Afrikas bestehende Dysfunktionalität dieser Region.

Wie erklären Sie sich denn die über Generationen anhaltende relative Dysfunktionalität aus dieser Region stammender Gruppen in völlig anderem, vergleichsweise funktionalem Milieu.

Alles nurture? Alles Konsequenzen externer Einflußnahme?

Jeder strebt nach dem, was der Andere mehr hat.

Das ist in Deutschland nicht anders als in globalem Maßstab.

Infrastrukturelle Entwicklungen (Verkehr, Informationsvermittlung) in Kombination mit nicht mehr bestehendem Selbstbehauptungswillen derer, denen es "besser" geht, führt konsequenterweise zu massenhaften Wanderungs-, aka Umverteilungsbewegungen.

Was kann es schöneres für einen albanischen, tunesischen, nigerianischen, syrischen jungen Mann geben, als in eine Gesellschaft zuzuwandern, in der er ohne Erwerbstätigkeit ad hoc einen höheren Lebensstandard als in seinem Herkunftsland hat.

Allfällige Schattenwirtschaften (insbesondere organisierte Kriminalität, Drogenhandel) in den westlichen Ländern ermöglichen vielen dieser Männer darüber hinaus einen gewissen Luxus, der Autochthonen zumeist fremd ist.

Ich bin von dem westlichen Schuldkult, was die Verhältnisse in den Ländern angeht, aus der die Massen zu uns kommen, so was von abgekommen....

Ich verachte nur die die mentale Asthenie des Westens, den er als Ausdruck von Philanthropie zu verkaufen versucht.
Arminius Arndt
11. September 2015 09:33
Sind wirklich alle Menschen gleich, oder gibt es nicht doch Unterschiede -nicht zuletzt auch kulturelle Prägungen-, die ganz erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit haben (Arbeitsethos etc.) ?


Rhetorische Frage, Beteigeuze, oder?
Das die Menschen nicht gleich sind, sieht man gerade wieder bei uns in Deutschland recht deutlich, wo sich die gesamte Bürokratie, Verwaltung und Wohlfahrtsindustrie gerade so richtig gründlich ans Aufarbeiten und ans Auslöffeln der Suppen anderer macht, wo gibt's so was denn sonst noch?

Und um jetzt gleich den Godwin zu ziehen, muss ich feststellen, dass erinnert mich irgendwie alles ganz stark ans dritte Reich, wo man auch gemeint hat, durch uns Deutsche könnte man die Welt retten und das Licht vom Dunklen scheiden. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen und genau diese Oberlehrerhaftigkeit geht gerade in Europa so ziemlich jedem ordentlich auf den ...
FFlecken
11. September 2015 09:43
Bei allen soziologischen und politischen Strukturanalysen, der Mensch bleibt auch ein biologisches Wesen. Wenn man diesen Faktor nicht miteinbezieht, kann man die afrikanische Situation nur sehr partiell verstehen. Man sollte nicht in die Falle der Überkomplexität tappen. Wir bewegen uns hier auf politisch heiklem Gelände, keine Frage. Mehr gibts es fazu auch erstmal nicht zu sagen. Aber antaios hat hier mit seinem Autor Vonderach einen exzellenten Kenner der Materie in seinen Reihen.
Weltversteher
11. September 2015 10:50
Die dortige Elite, ohne die kein Staat zu machen ist, will nun einmal gerade nicht zurück


Insofern ist sie vielleicht doch nicht die Elite, sondern wird nur dafür gehalten. Aus anderem Blickwinkel sind vermutlich andere Leute wirklich elitär, nur daß sie gegenwärtig nicht oben schwimmen.
Gustav Grambauer
11. September 2015 10:58
Daß der afrikanische IQ i. d. R. unter 85 liegt, ist doch nur äußerer Ausdruck dessen, daß Afrika als sozialer Organismus gar kein Gehirn hat.

Die "westliche Gemeinschaft" hat ebenfalls kein Hirn, versteht und steuert sich und weite Teile des Planeten aber als kybernetischer Regelkreis, mit (Selbst-)Zerstörungsmodus.

Syrien hatte ein feines Gehirn, welches jetzt aber nach Deutschland in das Kybernetikon eintransplantiert wurde. Die Diskussion um "sichere Herkunftsländer" ("Wir wollen den wirklich Bedürftigen helfen") ist u. a. damit zu verstehen, daß der deutsche Bildungsspießer wie elektrisiert auf die angeblichen und tatsächlichen "syrischen Akademiker" reagiert, in denen er sofort seine Brüder erkennt, wohingegen er nebenbei gesagt den deutschen Hartzer aus tiefster Seele haßt.

Der alte Wimmer zündet diesem Spießer insofern zwischen seinen vielen Nebelkerzen ein klein wenig Feuer unterm Arsch (erst in der Mitte ab 6 : 03 wird`s interessant, zum Ende hin wird`s dann wieder übel):

https://www.youtube.com/watch?v=bDWJOkRP0Ic

Man sollte anstelle des Begriffs "Brain Drain" grundsätzlich den Begriff "Brain Suck", besser noch "Brain and Scum Suck" verwenden, und vor allem die geopolitische Strategie dahinter nicht vergessen.

Für die Rhetotik empfiehlt es sich, in entsprechende Diskussionen nur ganz leise das Wort "Fehlanreize" einzustreuen, etwa wenn es wie bei Demagogen wie Wolfssohn tönt, die Massen der "Flüchtlinge" zeigten nur auf, wie beliebt "Deutschland" sei und z. B. daß Rußland ja nur unbeliebt sein könne, weil sie nicht dorthin strömten.

Leute, laßt - ich spreche mit Kurtagic - Afrika in Ruhe, und zwar auch mit Schuldzuweisungen.

Übrigens: der Spruch "Dem Deutschen Volke" am Reichstag, den Wimmer anspricht, ist damals entgegen der Initiative von Haacke nur nicht in "Der deutschen Bevölkerung" umgeändert worden, weil ihn die Parteien als Insignie des Zynismus und der Verhöhnung des "Dativobjekts ohne Subjekt" (Leuenberger) stehen lassen wollen, dasselbe mit dem Leichentuch von Christo & Jean-Claude.

- G. G.
Meier Pirmin
11. September 2015 12:11
Der Hinweis auf China ist analytisch von Interesse. Trotz kommunistischer Ideologie die einzige Weltmacht, die eine vollständig moralfreie (übrigens nicht prinzipielle unmoralische) Aussen- und Weltpolitik praktiziert. Carl Schmitt, der für Mao schon fast schwärmte, würde das Eindruck machen. Er könnte mit den Chinesen mit Sicherheit mehr anfangen als mit den USA. Noch Deng Hsiao Ping war in der Lage, Linke ganz machiavellistisch zu kritisieren, so den gestürzten und mutmasslich ermordeten chilenischen Präsidenten Salvador Allende: Seine Fehler seien eine linksextremistische Innenpolitik und eine prosowjetische Aussenpolitik gewesen. Das war eine nüchterne, völlig ideologiefreie und moralfreie Einschätzung, wie es wohl Carl Schmitt auch gemacht hätte.
Meier Pirmin
11. September 2015 12:17
@Sterntaler. Das mit dem "dicken Gabriel" bringt argumentativ rein gar nichts. Wie sagte denn schon immer Obelix. "Ich bin nicht dick!" Erinnert mich an die Bemerkungen vor 30 Jahren über die Physis von Helmut Kohl, war vor allem bei den Linken Klischee schlechthin, um mangels Argumenten Abneigung auszudrücken. Das ist eben primitiv und politisch nicht zurechnungsfähig.
Zadok Allen
11. September 2015 12:27
Herr Menzel schreibt:

Doch die Folgen sind noch viel weitreichender: In Chinas Großstädten sind in den letzten Jahren Viertel mit bis zu hunderttausend Afrikanern entstanden.


Ähnliches liest man immer wieder einmal, doch nur in Andeutungen, wie auch hier. Kann jemand Belege für die Existenz dieser Negervierteil in chinesischen Großstädten beibringen? Wo sind aktuelle Statistiken zum Fremdenanteil in China erhältlich?

Wie reagieren die Han auf diese Afrikaner? Was ist die offizielle Position der Volksrepublik hierzu? Warum und auf welchen Wegen kommen sie überhaupt nach China? Bislang hatte ich den Eindruck, daß Chinas Umgang mit Afrika zumindest im Kern vernunftgeleitet ist (Waren- und Kapitalströme ja, Menschenströme nein).
Volker Spielmann
11. September 2015 14:46
Der Kampf Chinas und der VSA um Afrika beginnt also

Ein wenig können einem die Afrikaner ja Leid tun, denn diese kommen seit 100 Jahren vom Regen immerzu in die Traufe: Nach dem Zusammenbruch der europäischen Kolonialherrschaft lieferten sich die VSA mit dem marxistischen Rußland in Afrika unentwegt blutige Stellvertreterkriege. Und kaum 20 Jahre Ruhe waren Afrika nach dem Sturz des russischen Weltreiches gegönnt und schon beginnt erneut der Kampf um Afrika, dieses Mal zwischen China und den VSA. Und dieser wird weitaus ernsthafter werden als der letzte: Für das marxistische Rußland war das Ringen um Afrika eine eitle Ideologiespielerei, China dagegen ist auf die Rohstoffe und das Ackerland Afrikas dringend angewiesen und die einzige Hoffnung der VSA besteht darin, die Chinesen von der Rohstoffzufuhr abzuschneiden. Gelingt ihnen dies nicht, so wird Chinas Übermacht die VSA wie eine Fliege zerdrücken. Und so werben nun beide Mächte um Afrika und dürften schnell zum Erlkönig werden, wenn die Afrikaner nicht willig sein sollten.

Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!
Patrick
11. September 2015 18:54
>Das Chaos in den ärmsten Ländern könne folglich durch >Föderalisierungen beseitigt werden.

Aha. Gute Idee. Die europäischen Völker zwängt man allesamt in ein Zwangskorsett namens EU, aber das afrikanische Chaos soll durch noch mehr Föderalisierungen beseitigt werden. Dazu muss man Professor sein, um auf eine solch absurde Idee zu kommen. Wofür gibt´s eigentlich überhaupt noch Professoren, sobald einer sich zu Wort meldet, wird Müll abgesondert. Diese Variante wird zu noch mehr unbeherrschbaren Regionen führen, vielleicht bekommen wir noch einen West- oder Nord-Sudan... Wer weiß.
Ich war vor einigen Jahren als Rucksacktourist in Kamerun unterwegs, das galt damals noch als eines der wohlhabenderen Länder. Heute würde ich das niemals mehr tun, die Zustände in Douala und Yaounde waren schon da völlig unkontrollierbar, Korruption allerorten, unmögliche hygienische Bedingungen, keinerlei Kanalisation, keine funktionierende Infrastruktur, überall Dreckberge und Ungeziefer, wir waren in den Slums da unterwegs, das kann man niemandem erzählen.
Desprecio
11. September 2015 20:06
@ "Berteigeuze"

Wie schon einer meiner Vor-Kommentatoren,unterstelle ich gerade
Ihnen, daß es sich lediglich um eine rein rhetorische Frage handelte.
Gerade Sie dürften mit dieser Materie vertraut sein.

@ "FFlecken"

Sie haben den Autor Andreas Vonderach genannt (sehr gut !) .
Ich hoffe, Sie sind mir nicht böse, wenn ich diesem weitere Autoren
an die Seite stelle, die diesem teilweise zu seinen wissenschaftlichen
Erkenntnissen verholfen haben, bzw. mit ihren Erkenntnissen unter-
stützen :
-- Richard Lynn.
-- Philippe Rushton,
-- John R. Baker,
-- Volkmar Weiss,
-- Christian Boettger,
-- Kevin B. MacDonald,
-- Dieter E. Zimmer,
-- u.v.a. (kein Anspruch auf Vollständigkeit !).

Diese Autoren-Nennung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Auch soll sie keine Reihenfolge hinsichtlich ihrer Wichtigkeit für die
infrage stehende Materie darstellen. Es dürfte sein, wie immer : Wer
besser informiert ist,darf/sollte mitreden.Nur das Nachplappern lin-
ker ideologien hilft uns hier nicht weiter.

Auch die älteren, bzw. schon verstorbenen Autoren dieses Wissen-
schaftszweiges, wie z.B. Konrad Lorenz oder Irenäus Eibl-Eibesfeldt
können hier weiterhelfen. Ich erspare es unseren Gegnern, auch noch
deutsche Vorkriegs-Autoren dieses Wissenschaftzweiges an dieser
Stelle aufzuführen.

Erst mit der Benennung der Phalanx, die der heutigen "Alle-sind-
gleich-Version" mit ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen entgegen-
treten, könnte den wenigen noch denkenden Restdeutschen engültig
klarwerden, was "unsere" Politiker zusammen mit den Lohnschreibern
der "Qualitätsmedien" beabsichtigen, bzw. was sie mit uns vorhaben.

Es wird nicht mehr viel Zeit bleiben, sich zu wehren bzw. sich wirkungs-
voll zu verteidigen. Denken Sie daran : Wissen ist Macht !
Martin Schiller
11. September 2015 21:40
Zum Anteil der Schwarzafrikaner in China:

Die, in diesem Zusammenhang, relevanteste Stadt ist Guangzhou. Guangzhou (abfällig auch "Chocolate City" genannt), wurde einst als eine Kolonie arabischer Händler genutzt (etwa 12. Jhd). Die arabischen Händler verkauften damals afrikanische Sklaven an bürgerliche und reiche Chinesen.

Die aktuelle Anzahl der dort lebenden Schwarzen kann man nur schätzen. Die Behörden gehen von etwa 150.000 in Guangzhou aus; Ihre Gruppe vergrößert sich jährlich durch Geburten und Migration um etwa 30%. Seitens der Händler werden sie überwiegend geschätzt. Alle anderen Chinesen verachten sie eher.
Die derzeitige Migration findet vor allem durch Touristenvisa statt. Man bleibt einfach dort, wenn das Visum abgelaufen ist, und versucht nicht erwischt zu werden.
Schatten von E.
11. September 2015 23:48
Dank an Desprecio. Genau so ist es.

Zur Ergänzung:

- Vincent Sarich,
- Tatu Vanhanen,
- Richard J. Herrnstein
- Charles Murray
- O E. Wilson
- Hans-Jürgen Eysenck
Dieter Sulzbach
12. September 2015 01:23
Als Afrikanerin (Sambia) schreibt Dambisa Moyo sowohl über die Nutzlosigkeit/Schädlichkeit sog. Entwicklungshilfe (Dead Aid) und über das Wirken Chinas in (u.a.) Afrika, dem es neben vielen anderen Rohstoffen vor allem an "arable land" gebricht. Während Indiens Fläche zu 50 Prozent landwirtschaftlich nutzbar ist, beträgt der Prozentsatz in China nur 10 v.H. (Winner Take All).

Die Autorin bietet die genuin afrikanische Beurteilung der Situation auf der Grundlage internationaler wissenschaftlicher Qualifikation. Wenigstens teilweise könnte sie uns mancher Spekulationen entheben, was das Wesen "Afrikas" bzw. seiner Bevölkerungen betrifft.

(Wenn ich die Seite bei Amazon richtig deute, sind beide Titel wohl nicht auf deutsch erhältlich.)
Visitor
12. September 2015 02:32
@Zadok Allen
"The 2010 census recorded a total of 593,832 foreign citizens living in China. The largest such groups were from South Korea (120,750), the United States (71,493) and Japan (66,159)"
http://www.stats.gov.cn/english/NewsEvents/201104/t20110429_26451.html
Stil-Blüte
12. September 2015 07:20
Danke Felix Menzel für den Denkanstoß über Schwarzafrika

Danke Desprecio für die Lektüre-Empfehlung

Neben Conrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeldt wären auch noch Frank Böckelmann 'Die Gelben, die Schwarzen, die Weißen' (sicher über Verlag Antaios zu bestellen) und Egon Flaig 'Weltgeschichte der Sklaverei' zu empfehlen.

Es ist schon bitter-traurig, daß sich im Verlauf der Geschichte bis heute von den Weißen, Gelben, Roten, Schwarzen fast ausschließlich die Schwarzen als Sklaven, zu Sklaven-Diensten eignen. Gestern sah ich auf dem Titelbild einer Zeitung ein großes Foto, das einen Schwarzen Jüngling zeigte, der eine Lehrstelle als Gerüstebauer antritt. Kein Türke oder Kurde käme in Deutschland auf die Idee, sich für solch eine Knochenarbeit ausbilden zu lassen. Ebenso sieht man auf den Gemüsefeldern in Andalusien nur Schwarzafrikaner. Die Männer aus dem Maghreb sind sich dafür zu schade. Und historisch gesehen, waren sie die größten Sklavenhalter, während in Europa die 'Mohren' eher ein exotisches Beiwerk waren. Und nun sehe ich sie in Berlin Tag für Tag den ganzen Tag über einzeln ziellos durch die Straßen laufen. Was wird aus ihnen hier werden? Drogendealer? Liebhaber enttäuschter weißer Frauen? Musiker, Tänzer, Trommler, 'Putzkolonnen', Fußballer, Marathonläufer, Küchenpersonal, Rapper?
Christian
12. September 2015 14:03
Afrika ist kapitalistisch noch nicht richtig erschlossen, das geht aus den Statistiken hervor, darin liegt auch die Chance. Es ist letzten Endes egal, das Kapital fliesst dahin wo es sich besser akkumulieren kann, es ist vaterlandslos. Gerade in Westafrika gibt es viel Potenzial für wirtschaftliche Entwicklung.

Mir sind Studien suspekt, welche die eigene Ethnie als überlegen darstellen. Ich habe nicht den Eindruck, dass zum Beispiel Deutsche sonderlich gut agieren. Denn die Reproduktionsrate des deutschen Volkes ist doch sehr ungesund. Auch die Verteidigung der eigenen Kultur steht den Afrikaner wenig nach. Afrikanische Post-Kolonialvölker bewahren mehr eigenes als das Kapos unserer Kolonialisatoren in Deutschland zulassen wollen. Der Kapitalismus schleift alles Nationale und Ethnische ab. Genau das ist ja der Ultraimperialismus im Sinne Kautskys.
Beteigeuze
12. September 2015 16:08
@Arminius Arndt
Dieser extreme Gestaltungswille bei vollständiger Lernresistenz, den die Sozial- und Integrationsindustrie an den Tag legt, fasziniert micht von je her. Kein Tierpfleger würde über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten morgens mit einem Schachspiel im Affenhaus erscheinen, und nicht irgendwann die Konsequenz aus der Tatsache ziehen, daß selbst die intelligenten Schimpansen das Spiel einfach nicht erlernen wollen.

Neulich schilderte mir ein Sozial-Pädagoge, der mit unbekleiteten Flüchtlingskindern arbeitet, ein Schlüsselerlebnis: Er "ertappte" ein Mädchen aus dem Nahen Osten dabei, daß sie fast alles verstanden hatte, und eröffnete ihr stolz die Perspektive, daß sie eine Lehre machen, und danach arbeiten könne. Das Mädchen verzog das Gesicht und antwortete: "Sie gemeiner Sack!".
Langer
12. September 2015 18:17
@Martin Schiller

Nach welchen Kriterien waehlen die Chinesen die Einwanderer aus? Oder: Welcher Afrikaner geht nach China?
Frenchman
12. September 2015 21:27
Wie viele Asylanten oder Bürgerkriegsflüchtlinge nimmt eigentlich Israel auf?
Warum fordern wir nicht ein Einwanderungsgesetz, wie es Israel hat.
Mir scheint, dort wohnen intelligente Leute.
Frenchman
12. September 2015 22:33
@ Christian

Welche Studien sind Ihnen suspekt? Gerne würde ich mit Ihnen darüber diskutieren.

Ich hoffe nur, dass Sie nicht zu denen gehören, die diese Studien nur vom Hörensagen kennen und die den Kulturmarxismus der Wissenschaft vorziehen.
Schatten von E.
12. September 2015 23:27
Unser Problem ist weltweit, wo Weiße leben:

http://leagueofthesouth.com/photo-gallery/#gallery-115
Heinz Obst
13. September 2015 01:13
Frenchman
Sonnabend, 12. September 2015, 21:27 Uhr

Wie viele Asylanten oder Bürgerkriegsflüchtlinge nimmt eigentlich Israel auf?
Warum fordern wir nicht ein Einwanderungsgesetz, wie es Israel hat.
Mir scheint, dort wohnen intelligente Leute.


Fordern können wir Vieles ...

Doch mal ganz im Ernst:
Aus dem heiligen Land entfernte man unlängst nahezu sämtliche Neger.
Zahlreiche Videos, welche eben dies dokumentieren, finden mit wenigen Mausklicks auf Youtube®.

Offizieller Tenor seitens der israelischen Regierung: "Wir sind ein Judenstaat und wollen es auch bleiben."

Die aufgebrachten Juden, welche sich in besagten Videos gegen die negroiden Invasoren wenden sagen auch ganz unverblümt: "Wer diese Leute füttern will, kann sie in Afrika füttern."
Stil-Blüte
13. September 2015 13:13
@ Christian

Denn die Reproduktionsrate des deutschen Volkes ist doch sehr ungesund.


Abgesehen durch den politisch künstlich gesteuerten hohen Schwund durch Abtreibung, Emanzipation und Homosexualität - sie können nun mal keine Kinder bekommen, basta - und Sterilität als Zivilisationserscheinung ist die Geburtenrate des deutschen Volkes nicht nur nicht 'ungesund', sondern im Grunde congenial zum sog. industriellen Fortschritt Wie das?

'High tec' bedarf weniger Arbeitskräfte als das manuelle bzw. mechanische Zeitalter
Eine friedliche Nation bedarf keiner Soldaten (die sterben und ersetzt werden müssen)
Ein medizinisch hochentwickeltes, gut versorgtes Volk hat eine geringe Kindersterblichkeit, bedarf also nicht des Überschusses an 'Reproduktion'

Gestört wird dieses Muster durch die Einwanderung reproduktionsfreudiger Gesellschaften, die glauben, nur viele Kinder können eine Familie ernähren.
Erhalt durch Quantität (Hasen) oder Fürsorge (Wölfe).

Im übrigens pruzeln die deutschen Kinder wieder in gesundem Maße. Nur wird das verheimlicht , um uns die Besiedelung Deutschlands durch fremde Eindringlinge schmackhaft zu machen.
Tanja Bichsel
13. September 2015 16:48
@ Beteigeuze

Diese Überlegung muss man sich meiner Meinung unbedingt machen. Wenn man bsp. in Nepal ist und mit dem Amtswesen zu tun kriegt, dann versteht man als Europäer einfach nicht warum alles so extrem lange dauert. Die Menschen dort arbeiten, aber haben eine total andere Arbeitsmentalität. Für ein Formular welches in 10 min. ausgefüllt ist, brauchen die womöglich bis zu 3 h, da dazwischen zwingende Kaffeepausen oder sogar ein Brettspiel abgehalten werden müssen. Auch der Essstand Betreiber hält am Nachmittag plötzlich ein Brettspiel am Strassenrand mit seinem Verkaufsnachbar ab. Das ist völlig normal. Diese Menschen lassen sich nicht stressen und kommen unserem Zeitgefühl oder der Bestrebung nach Effizienz wie es in westlichen Ländern der Fall ist und sich auch auf die Arbeitsmentalität auswirkt nicht nach. Dies nicht aus bösem Willen oder gar Faulheit, nein das ist dort nun mal so. Daher wird so ein Land ohne seine eigene Identität nicht aufweichen zu müssen niemals wirtschaftlich so produktiv sein wie wir es kennen. Es dauert nun mal dort als länger.
Christian
14. September 2015 23:06
@Stil-Blüte

Was mir prinzipiell suspekt ist, sind Ansichten mit narzisstischer These. Ich glaube nicht an ausgewählte Völker, Exceptionality usw. Ich halte viel von der sanften darwinistischen These von an ihren Kulturraum angepasste Rassen. Ich glaube aber nicht an die undarwinistische absolute Überlegenheit der einen über die anderen. Ethopluralismus heisst für mich menschliche Artenvielfalt, kulturell und biologisch. Bildlich gesprochen, mit einem Volk von blitzgescheiten Nobelpreisträgern, die nicht einen Hammer halten können und nicht wissen, wie er hängt, lässt sich nicht viel anfangen.

Es passt nicht zusammen, auf der einen Seite das eigene Volk als überlegen zu wähnen, auf der anderen Seite es als Lemminge zu kritisisieren, Schafe, die ihren eigenen Schlachter wählen. Mir scheint die kulturskeptische These gerade schlagkräftiger, als die vitalistische, und ich sehe mehr Dürsterkeit als Potenzial. Ich bin skeptisch über das Vermögen des deutschen Volkes, abgesehen von Eliten, seine Fehlleitung und Verführung abzuschütteln, zu erkennen was mit ihm geschieht.

Es mag sein, dass eine Industrienation nicht mehr ein so hohes Bevölkerungswachstum notwendig hat, es mag sein dass es nicht ein Alptraum ist, aber ich habe den Eindruck andere Völker sind unverdorbener. Die Familienverhältnisse bei vielen Ausländern fremder Kulturen sind gesund und stark, bei uns dagegen verdorben durch die Doktrinen der 68er.

Es ist doch bezeichnend wie ein Volk wie die Afghanen sich immer wieder erfolgreich gegen Fremdherrschaft widersetzt hat, während das Deutsche sich skalvisch unterwirft und das eigene abtötet. Es ist doch bezeichnend wie deutsche Einwanderer in Amerika ihre Sprache abgestreift haben, während lateinamerikanische Einwanderer die Dominanz der englischen Sprache in den USA selbstbewusst untergraben. Es ist bezeichnend wie der Islam sich zu neuer Kraft aufschwingt, während Protestantismus und Katholizismus ermattet sind.

So ähnlich glaubten freilich auch die Römer wie Tacitus an die Überlegenheit der Germanen, als den zivilisatorisch unverdorbenen, unverweichlichten Völker gehöre ihnen die Zukunft. Darum alles mit einem Körnchen Salz.
Langer
16. September 2015 20:08
Wie viele Asylanten oder Bürgerkriegsflüchtlinge nimmt eigentlich Israel auf?


Meinen Sie damit etwa, die pro-germanische Pointe laege in der anti-israelischen Handlung?

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