21. September 2015

Refugees Welcome – Willkommene Krise

von Martin Sellner / 143 Kommentare

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

„Wünschen wir uns die Krise! Das Unmögliche muß möglich werden, und wenn wir unserer Nation noch etwas zutrauen, dann sollte es nicht weniger sein als das Unvorstellbare: die Rettung ihrer Substanz, die Bewahrung ihrer Möglichkeit, zu sich selbst zu gelangen und wieder als Mitte Europas aufzuscheinen.“ Diese provokanten Worte aus einem Grundlagentext der deutschen Neuen Rechten von Götz Kubitschek möchte ich an den Beginn dieses Textes stellen.

Ich verfasse hier ein „Lob der Krise“, einen Appell zur Hoffnung, geschrieben in einer Stimmung der Siegesgewißheit, die sich in den letzten Woche paradoxerweise bei mir eingestellt hat.

Ich weiß nicht mehr genau, was den Umschwung von gelähmtem Entsetzen zu diesem eigenartigen Gefühl der Hoffnung und des Sieges brachte. War es die „erlösende Tat“ unserer Besetzung der Autobahn nach Ungarn? War es die Tatsache, daß immer mehr Gutmenschen allmählich aufwachen und daß eine Art „Rollback“ der öffentlichen Meinung beginnt?

Tatsache ist, daß mir noch vor der sogenannten „Grenzschließung“der deutschen und österreichischen Regierungen eine Sache glasklar bewußt wurde: der „Refugees welcome“-Sommerwahn ist vorbei. Jetzt beginnt ein deutscher Herbst und „winter is coming“ Slavoi Zizek hat es bereits teilweise erkannt.

Niemals gab es eine derartige Konzentration von geballter Masseneinwanderung, totaler Medienkontrolle, realitätsfremder „Willkommenskultur“ und Unterdrückung jeder Kritik. Diese totale Überspannung kann und konnte nicht ewig halten. Die Multikultis haben alles auf eine Karte gesetzt. Sie hielten und halten mit aller Gewalt ihre lächerliche Täuschung vom „armen Flüchtling“, von „Bereichung“ und vom „bösen Pack“ aufrecht. Sie bebildern jeden Medienartikel verzweifelt mit den üblichen Mutter-Kind-Stockfotos. Ihr Amoklauf gegen die Realität wird immer offensichtlicher.

Derweil rast die Fama durch die sozialen Netzwerke. Direkt an der Front des Infokriegs stehend, kann ich sagen, daß ich einen derartigen Zuspruch, eine derartige Viralität, ein derartiges Fieber noch niemals erlebt habe. Auf allen Kanälen vermerken wir ungekannten Aktivitätsraten. Teilweise ist die Stimmung für mich richtig greifbar, der unterdrückte Zorn der Leute plastisch sichtbar. Er wächst und wartet nur auf seine Entfesselung. Die Multikultis haben alles auf eine Karte gesetzt. Wenn ihre Lüge vom „Flüchtling“, wenn ihr „refugees welcome“-Betrug fällt, wird er vieles mit sich reißen.

Wie sich nun immer mehr herausstellt, sind tatsächlich ein beträchtlicher Teil der „refugees“ hungrige, teils gewaltbereite junge Männer. Glaubwürdigen Quellen zufolge hat sogar einer von 50 islamisch-terroristischen Hintergrund. Doch auch abgesehen von diesen Sonderfällen sind die testosterongeladenen jungen Männer, die Experten zufolge „möglichst rasch Status gewinnen“, d.h. eine Frau klarmachen wollen, tickende Zeitbomben. Die Idee der westlichen Leistungsgesellschaft scheint ihnen relativ fremd zu sein, was nicht zuletzt am pädagogisch fatalen Girlanden-Empfang der Gutmenschen liegt. Es sind, wie Gunnar Heinsohn es ausdrückte, „Versorgungsflüchtlinge“.
Den „refugees“ muß es beim Ankommen nach Deutschland vorgekommen sein, als wären sie im Schlaraffenland. Vor ihnen liegt eine gefüllte Kornkammer, „bewacht“ von ethnomasochistischen Jammerlappen, die ihnen jeden Wunsch von den Lippen ablesen. Alles ist gratis und wird bereitgestellt. Es herrscht Freifahrt. Vandalismus und Ladendiebstahl haben keine Konsequenzen.

Sofort haben sie, im Einklang mit geschulten, linken Fotographen, gelernt, mit der Macht von Bildern auf der Klaviatur der Gefühle zu spielen. Gezielt halten sie die wenigen Kinder wie Trophäen in die Kameras. Gezielt zerren sie die spärlichen (und offenbar auch permanent von Vergewaltigung bedrohten) Frauen auf Gleise oder in Tränengaswolken, um die gewollten Bilder zu provozieren. Bald werden sie wohl auch die zwei Zauberworte zur Fernsteuerung der Bundesbürger, „Nazi“ und „Auschwitz“, gelernt haben, wie jene sympathische Zeitgenossin.

Hundertausende dieser Leute sind bereits in Deutschland. Unzählige weitere halten sich in Europa auf und werden wohl am Ende des Tages – die Grenzschließung ist eine reine Farce – auch bei uns landen. Diese Kunde verbreitet sich in Teile der Welt. Sie dringt in alle Lager, Siedlungen und Favelas. Es findet ein großer „Aufbruch“ statt, wie ihn Raspail im „Heerlager der Heiligen“ beschreibt. Der Sog, den „refugees welcome“ ausgelöst hat, wird noch lange anhalten. (Ein deutscher Neofolker hat den ganzen Wahnsinn in einem Lied zusammengefasst.)

All das ist, so sehe ich das inzwischen, für uns Patrioten, Konservative und Identitäre fast schon ein „Geschenk des Schicksals“. Es ist ein aufgelegter Elfmeter, den wir nur noch versenken müssen – und das werden wir!

Alle Überlegungen, die wir vor einigen Monaten zum Großen Austausch angestellt haben, zeigten uns klar, dass der Untergang unserer ethnokulturellen Identität (und damit des demokratischen Rechtsstaats) nur eine Frage der Zeit ist. Die Prognosen, die sich meist irgendwo auf die Jahre 2030-40 als das „Kippen der Mehrheit“ einigten, waren in der Tiefenbetrachtung noch dramatischer. Realistischerweise, mit Blick auf den „Migratienanteil“ der unmittelbar nachfolgenden Generation, erkannten wir die kommenden 5-10 Jahre als letztes Zeitfenster für eine Wende und uns als letzte Generation, die dazu in der Lage ist.

Genau in dieses Zeitfenster fällt nun „refugees welcome“. In diesem historischen Sommer ballt sich alles was zum Komplex des Großen Austauschs gehört, von der Masseneinwanderung, über die Islamisierung, bis hin zur Meinungsdiktatur der Medien (mit Desinformation und Nazikeule) und dem Kontrollverlust der Politik in einem einzigen Klimax zusammen. Es ist vor allem die offensichtliche Unfähigkeit der Politik und ihr realitätsfernes, verlogenes Humanitätsgedusel, das zu einem echten Bewusstseinswandel im Volk, der nur noch in Worte gefasst und mobilisiert werden muss, führen wird.

Bereits jetzt bröckelt die Fassade. Liberale Gutmenschen wie z.B. die Gründerin des österreichischen Blogs „fisch und fleisch“ gesteht unter dem hashtag „#wirwachenauf“, ihre nackte Angst.

Sie schreibt: „Ich habe Angst, ich habe große Angst. Noch vor einer Woche habe ich mich für Flüchtlinge ausgesprochen. (...)Eine Freundin, Psychiaterin, betreut Flüchtlinge. Sie sagte mir, dass viele männliche Flüchtlinge hohe Gewaltbereitschaft zeigen würden, wörtlich sprach sie von gut 30 Prozent. Sie sind geladen, aggressiv.“
Frau Jelincic erkennt weiter, dass ein guter Teil der „refugees“ radikale Islamisten sind und das gezielte Anwerben bereits beginnt.

Sie gesteht „Journalisten von Leitmedien werden dazu angehalten, darüber nicht zu berichten, um keine Ängste zu schüren.“ Doch jetzt packt sie selbst die Angst und sie bricht das Schweigen. (Mittlerweile ist das eigene Lager über die „Verräterin“ hergefallen. Sie hat ihren Beitrag zurückgezogen um ihn „anwaltlich prüfen“ zu lassen und sich mittlerweile im Stil sozialistischer Selbsttkritik "entschuldigt". Hier ist ein Screenshot.)

Viele weitere werden ihr mit der Zeit folgen. Die „Identitätsfrage“ wird dank der Zuspitzung der Lage und der importierten Problemherde, die nächsten 5-10 Jahre permanent in den Medien sein. Es wird ganz notwendig überall in Europa rechte Parteien an die Macht bringen oder so stark wie nie machen, da sie als Einzige eine Antwort parat haben. Patriotische Bewegungen wie die Identitären werden ein Dauerhoch erleben und endgültig in die Mitte der Gesellschaft vorstoßen. Alternative Medien werden ihre jetzt schon gewaltige, Macht weiter ausdehnen und zu echten Meinungsmultiplikatoren werden.

Die verzweifelte Kaste der antifaschistischen Gutmenschen und der etablierten Politiker hingegen werden zum Gespött und zum Hassobjekt der Bevölkerung herabsinken. Frau Jelincic und weitere sind ein Vorgeschmack dessen, was Gramsci das Überlaufen der Intellektuellen nennt. Eines Tages werden erste „Promis“ folgen und Schritt für Schritt wird die Stimmung kippen. Neue Allianzen und Frontlinien werden sich ergeben.

All das sind natürlich Prognosen und „Extrapolationen“, mit denen man in der Politik stets vorsichtig sein sollte. Doch das Knirschen im Gebälk der BRD angesichts der jetzigen Flut an Einwanderern indiziert, dass die Politik der Einhegung aussichtslos sein wird.
Wir leben in einer Zeit der Wende. Wir erleben das Endspiel und die finale Phase von Multikulti. Und wir könnten – das ist der Punkt dieses Artikels – in der Lage sein, sie als Volk zu „überleben“.
 Durch den Einschlag des Asylwahns verläuft der Große Austausch nicht in einer linearen gleichmäßigen Steigerung, sondern die „y-Achse“ schlägt unkontrolliert nach oben aus. Es kommt zu einer peramente Überreizung, die nur mehr Kleinigkeiten zum Ausbruch von Reaktionen benötigt. Die geistige Verschärfung ist kein langfristiger Plan mehr, der mühselig aufgebaut werden muss. Die Leute lechzen nach ihr, sie fordern sie regelrecht und wir werden sie ihnen geben: Die Ideen, den Plot, die Parole und den Mythos, um auf die Straße zu gehen. Ein Kairos tut sich auf.

Die politischen Lösungen für eine Trendwende und eine Umkehrung der Migrationsströme liegen klar auf der Hand. Noch ist ein „point of no return“ lange nicht erreicht. Ja wo liegt dieser ominöse Punkt überhaupt? Wann war er bei der maurischen Besetzung Spaniens erreicht und überschritten? Wer sagt, dass sich Erwachen und Wende in einer Nacht vollziehen müssen? Wir kämpfen nicht für Wunder, sondern für eine „Tedenzwende“, eine Umstellung der Weichen, die heute in den Abgrund führen. Die Zeit heilt alle Wunden und wir müssen den Trend so umstellen, dass sie für uns arbeitet. Wir müssen uns dabei von romantischen Revolutionsträumen lösen. Die Hoffnung auf eine spontane Regeneration trägt uns, doch die „Kunst des Möglichen“ bestimmt das politische Handeln.

Logistisch und finanziell ist eine Festung Europa, eine Minuszuwanderung auch im Rahmen des Bestehenden theoretisch machbar. Letztes Jahr wanderten z.B. in Deutschland im Schnitt 800.000 Menschen aus. Darin ist natürlich auch europäische "Binnenwanderung" eingrechnet, aber insgesamt wandern auch aus Europa Jahr für Jahr viele Nichteuropäer „völlig natürlich“ wieder aus. Bei politisch diskutierten Maßnahmen wie Zuwanderungsstopp, konsequenten Abschiebungen, Staatsbürgerschaftsentzug für Kriminelle und Arbeitslose, sowie Maßnahmen zur Senkung der ökonomischen Attraktivität für Einwanderer, könnte eine Tendenzwende etabliert werden.
Es gibt natürlich kein Zurück ins beschauliche Gestern. Aber es kann vielleicht ein Morgen geben.

All die beschriebenen und andere Maßnahmen sind nicht nur zur Erhaltung der ethnokulturellen Identität, sondern auch zum Erhalt des demokratischen Rechtsstaates und seines BIP notwendig. Sie drängen sich sicherheitspolitisch und wirtschaftlich auf und finden mehr und mehr „neutrale“, liberale Fürsprecher. Doch - und das ist der zweite springende Punkt: Diese Tendenzwende, der Aufbau einer echten Festung Europa und die Umsetzung der Remigration ist unter den derzeitigen politischen Akteuren undenkbar. Zu weit haben sie sich hinausgelehnt. Sie sind „all in“ gegangen und ihre Karten stehen denkbar schlecht. Die Multikultis sind nicht dazu in der Lage, die Geister die sie riefen wieder los zu werden. Weder die linkslinke „no-border“-Basis und Antifa Krawallmacher, die sie vor sich hertreiben, noch die importierten, anspruchsvollen „Selfugees“.

Der suizidale Drang der linken, „geistigen Elite“ wird irgendwann auf den bürokratischen Verwaltungsgeist der Systemerhalter treffen. Die Frage war nur wann und wie sich dieses Treffen ereignet. Der „refugees welcome“-Wahn rückt diesen „Verteidigungsmodus“ des westlichen Staats in greifbare Nähe. Assimilierbares assimilieren, Integrierbares integrieren und alles andere „remigrieren“, ist die kalte, nüchterne Formel, die hinter der wachsenden Zahl an „kritischen Stimmen“ aus der Mitte steht. Diesen „erwachten Golem“ so fernzusteuern, dass er nicht nur den Staat, sondern auch unsere Identität rettet, ist kein Ding der Unmöglichkeit.

Von vielen Zuträgern erfahre ich, dass in Beamtenschaft, Polizei und Heer ein Murren laut und lauter wird. Die „Exekutive“, die das ausbaden muss, was Politik und Funktionseliten in weltfremder, moralischer Selbstgefälligkeit beschließen, wird sich das nicht ewig gefallen lassen. Die Wende zum Selbsterhalt, zum ökonomisch und staatspolitisch Vernünftigen kann von diesen Parteien jedoch nicht mehr eingeschlagen werden. Je einheitlicher und geschlossener sie sich hinter ihre Lügen stellen, desto restloser und umfassender wird ihr großer Sturz, auf den bereits andere, frische Akteuere lauern.

Jeder Terroranschlag, jede Vergewaltigung, jeder „Refugee-Riot“ - und all das kommt auf uns zu – wird wochen- und monatelang „unser Thema“ in den Medien halten. Jeder Schlag wird die Meinungsmacher in Schockstarre versetzen (wir erinnern uns an Charlie Hebdo), wird neue Gutmenschen verunsichern, und gelockertes „liberales“ Material in „unser Lager“ treiben. Die ungesunde Spannung zwischen Realität und Ideologie, in die sich die Zerstörer Europas hineinmanövriert haben, ist auf Dauer unhaltbar. Es gibt für sie kein Zurück, kein „Abspannen“, keinen Kompromiss mehr. Sie wird mit einem Knall reißen.
 Ich kann mich natürlich auch irren. Die Stimmung kann mich trügen. Die Verschärfung kann ausbleiben und die Bürokraten könnten den Wahnsinn der Ideologen noch einmal einhegen. Doch alle Zeichen und auch die Prognosen aller Ökonomen sprechen eine andere Sprache. (Eine noch deutlichere Sprache spricht dieses Video einer SPD-Funktionärin.) Wir sind bereits unumkehrbar in eine Phase des Kontrollverlusts und des Chaos getreten aus der ich keinen echten Ausweg außer der Reconquista sehe. Diese Reconquista ist nicht wovor Ausländer und andere Randgruppen Angst haben müssen. Sie bedeutet vor allem das Ende der herrschenden Machtelite und die geistig kulturelle Rückeroberung des Zentrums, das uns als Identitären und Patrioten zusteht.

Wir werden nichts vergessen. Wir haben Jahrzehntelang gewarnt, gekämpft und gelitten. Wir haben friedliche und humane Wege aufgezeigt, die die kommenden Katastrophen verhindert hätten. Wir haben alle Gefahren vorhergesagt und wurden dafür beschimpft und verfolgt. Sie haben sich die Ohren zugehalten und sich für den Weg des Chaos entschieden. Jetzt bekommen sie ihr Chaos. Wenn ihnen, die noch vor wenigen Wochen ins „welcome“-Getöse einstimmten, auf einmal das „große Fürchten“ kommt, geschieht ihnen nur zu Recht. Das, was sie jahrzehntelang von den „Rechten“ nicht hören wollten, schlägt ihnen nun die Realität unbarmherzig ins Gesicht.

Eines ist sicher: wir werden sie nicht retten. Wenn sie am Ende in dem Horror „aufwachen“, den sie selbst erschaffen haben und uns um Hilfe rufen, werden wir nicht kommen. Wir haben besseres zu tun. Sottofasciasemplice hat es mit ihrem genialen Lied „Come mai“ (ein musikalisches „Heerlager der Heiligen“) so schön auf den Punkt gebracht, wie es eben nur auf Italienisch geht:

Vi chiederete: «Come mai? Come ...
ma noi non vi risponderemo,
veniteci a cercare,
ma noi non ci saremo
(der gesamte Text übersetzt)


https://www.youtube.com/watch?v=mkWL3pPdYyY

 

Mein Appell lautet: erfreuen wir uns an der Krise! Atmen wir ihre Luft in vollen Zügen ein. Unsere Lungen sind dafür gemacht. Es ist unsere Zeit und wir sind dafür geboren. Die stickige Langeweile verzieht sich und die Atmosphäre wird schärfer und klarer. Sie wirkt giftig für die anderen und belebend für uns. Die kommenden 10 Jahre sind eine großartige Zeit. Eine Zeit voller Tumulte, Demos, Besetzungen, Vorstöße, Rückschläge, Leiden und Leidenschaft, Demütigungen und Siegen.

Die nächsten 10 Jahre werden eine so grundlegende und irreversible Entscheidung bringen, wie noch nie. Wir sind die Träger und Vollstrecker dieser Entscheidung – in den Kairos hineingeboren. Und die Zeichen stehen auf Sieg. "Nur kein Rückfall ins Siechtum, ins Latente, ins Erdulden."
Wer jetzt nicht aktiv wird, versündigt sich an seinem Schicksal.

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Kommentare (143)

Civis liber
21. September 2015 16:07
Vielen Dank!
In Zeiten des kollektiven Wahnsinns, in denen man am liebsten verzweifeln möchte, macht dieser Artikel Mut!
Scardanelli
21. September 2015 16:16
Sehr schön,

dieser Artikel könnte in die deutschsprachliche Kulturgeschichte eingehen,
falls dessen Thesen sich erfüllen.

Die Rechnung ist für mich leider ohne den wirklichen und extrem mächtigen Feind , nämlich der internationalen Hochfinanz gemacht.

Aber sehr schön geschrieben und eine gute Analyse.
Macht Mut.
Albert
21. September 2015 16:27
Geb's Gott, daß Sie recht behalten, Herr Sellner. Ihr Optimismus steckt an, obwohl ich kein Licht am Ende des Tunnels sehe.
Treverer
21. September 2015 17:01
Einen Heuschober der richtig Flammen fängt, kann man nicht löschen.
Es ist auch nicht sinnvoll, seine Kraft dafür einzusetzen, einen Eimer Wasser heran zu schaffen. Desto gründlicher er abbrennt, desto weniger Schutt ist anschließend wegzuräumen.
Zurücklehnen, Kräfte sammeln für die Zeit danach, und sich an den Flammen wärmen, das ist sicher nicht die schlechteste Strategie.
Der_Jürgen
21. September 2015 17:24
Ein vortrefflicher Artikel von Martin Sellner, der sich angenehm von dem "Es ist alles verloren, es ist alles vorbei"-Gejammer jener Pessimisten abhebt, die Deutschland und Europa bereits verloren glauben.

Die vielleicht quälendste aller philosophischen (und theologischen) Fragen ist die nach der Offenheit der Zukunft. Diese Frage hängt eng mit der nach der Willensfreiheit zusammen. Wenn der Verlauf der Geschichte bereits seit undenklichen Zeiten feststeht, sind wir nichts weiter als Marionetten, die ihre vorbestimmte Rolle spielen. Das amerikanische oder russische Staatsoberhaupt, das darüber entscheiden muss, ob es auf den Atomknopf drückt, geniesst in diesem Fall nur scheinbar Willensfreiheit; seine Entscheidung ist von vorneherein festgelegt. Haben wir hingegen Willensfreiheit, so ergibt sich hieraus zwingend, dass die Geschichte ein offenes Buch ist und dass wir die Zukunft durch unser Handeln mitgestalten können.

Ich persönlich war, vor allem unter dem Einfluss Arthur Schopenhauers, jahrzehntelang überzeugter Determinist. Heute bewundere ich Schopenhauer zwar immer noch, aber mehr als Meister der deutschen Sprache sowie als mitfühlenden Menschen denn als Denker. Ich glaube nicht mehr daran, dass der Mensch wie die eine Marionette an einem Faden tanzt und "zu schieben glaubt, aber geschoben wird". Dies bedeutet, um zu unserem Thema zurückzukehren, dass das Schicksal Deutschlands, und der europäischen Menschheit, längst noch nicht besiegelt ist und dass den Volkszerstörern noch sehr unangenehme Ueberraschungen ins Haus stehen werden. Gewiss, eine starke Minderheit oder sogar die Mehrheitd der Deutschen glaubt noch an die Lügen der Machthaber und ihrer "Presstituierten" (Paul Craig Roberts), aber die Zahl dieser Verblendeten wird unter dem Druck der Realität bald immer stärker schrumpfen.

Der Fehler unserer Feinde ist ihre Masslosigkeit, ihre Hybris. Sie verlassen sich darauf, dass sich die Völker so lange belügen und betrügen lassen, bis sie ihr Ziel, die europäische Menschheit durch Vermischung zu beseitigen, erreicht haben. Doch wie Sellner richtig festhält, bläst der Wind den Volksverderbern immer heftiger ins Gesicht.

Von unschätzbarem Wert ist die Tatsache, dass die Osteuropäer längst nicht so gehirngewaschen sind wie die Menschen West- und Mitteleuropas und sich niemals mit ihrer Verdrängung abfinden werden. Im Moment ist Ungarn die europäische Heldennation schlechthin. So wie sich die Ungarn 1956 gegen die kommunistische Tyrannei erhoben, bieten sie heute einer noch weitaus ärgeren Tyrannei unerschrocken die Stirn und weisen uns hiermit den Weg.
HX
21. September 2015 17:24
Es sollte jetzt um die moralische Delegitimierung der Zuwanderung gehen. Erst wenn sie das Gefühl haben, auf der moralisch richtigen Seite zu stehen (oder jedenfalls nicht auf der "falschen" Seite), werden die Normalbürger ihren längst vorhandenen Unmut auch demonstrieren.
Also Herr Sellner: Schreiben Sie mal was dazu!
Im Übrigen bleibe ich bei meiner
Einschätzung, dass sich die Verhältnisse schon in Kürze so verschärfen, dass Frau Merkel binnen zwei Monaten als Kanzlerin Geschichte sein wird.
masseltov
21. September 2015 17:31
you wish!
verständlich, daß sie "morgenluft" wittern.
aber solang das "soziale netz" nicht reißt, solange die überwiegende
mehrzahl noch "in lohn und brot" ist wird es weitergehen wie gehabt:
"faulenzen, fernsehen, ficken" - sorry. nation? geschichte? zukunft? pah...
solange die eu-bank noch € druckt -und es dafür noch was zu kaufen gibt-, solange der eigene sprichwörtliche "goldene arsch" noch weich sitzt
wird es weitergehen wie gehabt. die unfassbare zahl von anbrandenden
unintegrierbaren habenichtsen wird zuerst unsere sozialsysteme (inkl. versicherungssysteme) zum kollaps bringen, danach die gesellschaftlichen
strukturen und schließlich "die wirschaft".
erst wenn der wirtschaftliche zusammenbruch am eigenen leibe er-
spürbar wird, wird der deutsche spießer aufwachen. also zu spät...
Christian
21. September 2015 17:41
Die Lösung ist europäisch. Merkels Politiken haben keine Mehrheit in den Ratsarbeitsgruppen. Darum wird die Lösung sein einen europäischen Ansatz für die Krise zu fordern. Was wir erhalten werden ist ein Schengen III nach dem Geschmack dieser Mehrheiten, Frontex wird gestärkt werden.

Merkel wird innenpolitisch die Linke im Flüchtlingsplüsch übertrumpfen und in Schach halten. Die Osteuropäer werden in Europa das notwendige durchsetzen. Unser Glück ist, dass die Linke im Würgegriff der Umarmung von Merkel ist. Pro-Flüchtlingspolitik kann in diesen Tagen nicht oppositionell sein. Zugleich kann niemand auf Repräsentation konservativer und identitärer Interessen bei der CDU hoffen. Das ist die politische Chance auf der Rechten, das wird Folgen haben.
Martin S.
21. September 2015 17:51
Das Heerlager der Heiligen rückt näher! München ist bereits völlig ausser Kontrolle:

Viel Spass noch!
Zachmann
21. September 2015 17:51
Entscheidend wäre in der Tat, wenn sich innerhalb von Polizei und Militär - vor den Hintergrund der täglichen Erfahrungen innerhalb dieser irrsinnigen Lage - möglichst stark der patriotischen Sache angenähert würde.

Das wäre geeignet, die kommenden 10 Jahre erheblich fröhlicher werden zu lassen als sonst.
Richard Meißner
21. September 2015 17:53
@ Treverer

Woher wissen Sie so sicher, dass es noch eine Zeit danach für Sie oder irgendeinen anderen Deutschen geben wird?

Wenn wir uns weiter zurücklehnen, werden wir nachher nicht auf der Asche stehen, sondern ein Teil von ihr sein.
Sumpfbewohner
21. September 2015 17:58
Herr Sellner,

Sie können auf Ihre Seite noch die Einschätzung des grünen Bürgermeisters von Tübingen bei der TAZ verbuchen, der, von den Invasorenmassen getrieben, die grünen Wahnvorstellungen abserviert und dafür gerade geschlachtet wird.

Aber es bleiben Faktoren, die mich vom großen Jubel über die Zukunft doch abhalten
- die Demos, Proteste etc. werden sich ja nicht aus dem Nichts erheben.
Brutale Leiderfahrung wird ihre Grundlage sein - die Oberagitatoren werden, aufgrund ihrer abgeschotteten Wohn- und Arbeitslage aber davon mutmaßlich am wenigsten betroffen sein.
Es wird vor allem Leute wie uns treffen.
- wie das Beispiel dieser österreichischen Agitatorin zeigt, wirkt Verdrängung Wunder: Man zieht seinen Text zurück und stellt fest, man brauche jetzt grad mal den Psychiater, weil man kurz die reine Lehre vergessen habe.
Wir werden viele erleben, die in perversesten Formen die Tatsachen wegzudisputieren versuchen werden, die ihnen eigentlich gerade auf den Schädel krachen.
Wir dürfen nicht vergessen, daß die Gutmenschen nicht einfach einer Laune folgen, sondern ihre ganze Persönlichkeit auf ihre irre Weltsicht aufgebaut haben. Den Ruin der Basis - das können sich nur Ausnahmemenschen eingestehen.
- es kann uns mit dem Negativen ja nicht getan sein. Repatriierung ist notwendig - aber ja nicht letztlich unser Programm.
Der Schritt zur positiven Umpolung bleibt noch zu tun. Wenn man die schmerzenden Zähne zieht, kann der Patient noch lange nicht wieder beißen.

Noch ist es freilich möglich, daß in Eisingen bei einer Volksabstimmung 2/3 die Einrichtung einer Invasorenherberge ausdrücklich billigen.

Und die nächste Bundestagswahl in Deutschland ist erst 2017. Sonst hätte die Clique auch anders gehandelt.
PB
21. September 2015 18:19
SPD und Grüne schieben als Argument für die schrankenlose Zuwanderung die Besorgnis vor, die mit dem Schrumpfen einer Bevölkerungszahl unweigerlich verbundene (aber vorübergehende !!) Erhöhung des Altersdurchschnitts würde schlimme Folgen für die Wirtschaft haben.

Vor allem den Grünen sollte deshalb vorgehalten werden, dass die ökologischen Vorzüge einer Verringerung der Bevölkerungsdichte die zeitweiligen wirtschaftlichen Nachteile bei weitem überwiegen.

Selbst wenn die hiesige Bevölkerung von derzeit 82 auf unter 60 Mio abnehmen würde, läge die in Deutschland mit dann 160 Einwohnern je km^3 immer noch weit über der Frankreichs, die aktuell mit 103 angegeben wird.
Tommi
21. September 2015 18:31
Es ist ein offenes Geheimsnis, dass die "Flüchtlinge" wegen der hünschen Frauen nach Nordeuropa reisen. In den Zügen werden sogar Broschüren verteilt, in denen den Männern eine blonde Freundin versprochen wird.

http://www.friatider.se/l-ften-om-gratis-blonda-tjejer-lockar-araber-till-sverige
marodeur
21. September 2015 18:41
Ein wunderbarer Beitrag von Herrn Sellner. Ich dachte schon, ich bin der einizige, dessen Depression sich schlagartig verflüchtigt hat. In der Tat habe ich mich nie so frei gefühlt wie in den letzten Tagen. Ich kann in Gesprächen Dinge benennen, die mich im letzten Jahr den Job gekostet hätten. Und das beste: Aktuell kann man auch noch die Mainstreampresse als Quelle angeben, oder einfach auf die Zustände am Frankfurter Bahnhof verweisen. Was für ein historischer Glücksfall! Sind wir ehrlich: Die eine Millionen einsickernde Invasoren wäre doch über einen Zeitraum von 4-5 Jahren garnicht aufgefallen in der buntesdeutschen Willkommensfabrik. Erst die massive Zuspitzung bringt alles so wunderbar auf den Punkt. Und welches noch so rechte Klischee wird denn aktuell nicht bedient?
Es ist einfach wunderbar, diese linken Ideologen alle samt scheitern zu sehen. Die politische Arbeit im Bekanntenkreis wird zum Kinderspiel. Ich muss das Thema garnicht anschneiden. Es kommt von selbst. Und ich bin nicht mehr der isolierte Konservative in der Diskussion - es gibt jetzt endlich mal ein "Wir". z.Bsp. "Wir können nicht alle aufnehmen". Mein Nachbar sprach sogar von "Scheiß Humanismus".
Gesegnet sei diese Krise, denn sie führt die Blinden zum Licht.
nörgler
21. September 2015 18:44
@HX
Selbst wenn Fr.Merkel in nächster Zeit als Kanzlerin Geschichte sein sollte-glauben Sie im Ernst,da käme was besseres nach?Dann machts halt so ein SPD-Fuzzi(oder Fuzzine),die auch gute Kontakte zur Atlantikbrücke pflegen.What's the differenz?Wir sind halt mal immer noch ein besetztes Land,und welcher Politiksimulator da im
Bundeskanzleramt die Hacken zusammenschlägt,und yes Sir sagt,wenn ein Anruf aus dem schwarzen Haus erfolgt ist doch wohl nicht wirklich von Bedeutung,oder?Falls das Deutsche Volk mal aufwachen und vielleicht sogar „aufmucken“ würde(was ich für ausgeschlossen halte),dann würden uns unsere transatlantischen Freunde sehr schnell zeigen,wer hier das Sagen hat.Und zwar mit nicht gerade zimperlichen Methoden.
Treverer
21. September 2015 18:48
@Richard Meißner
Woher wissen Sie so sicher, dass es noch eine Zeit danach für Sie oder irgendeinen anderen Deutschen geben wird?
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Das hat mir der Weltgeist erzählt. Die Wette will ich wagen: Die Deutschen werden dieses System überleben. Ich sehe ein gutes Drittel von Menschen, die selbst jetzt völlig resistent gegen die Willkommensdiktatur sind.
Was mein persönliches Überleben angeht, vertraue ich allerdings nicht nur auf den Weltgeist.
Stein
21. September 2015 18:55
Ich sehe nur noch ein Chance auf Rettung, und die liegt darin, daß die anderen europäischen Länder hart bleiben und keine Quotenverteilung von "Flüchtlingen" akzeptieren. In diesem Falle dürfte der Druck im Kessel hierzulande bereits in wenigen Monaten so groß sein, daß es zum großen Knall kommt.
Magnus Göller
21. September 2015 18:55
Ich wollte, ich könnte so optimistisch sein wie Sie, Herr Sellner!

Auf jeden Fall aber erst einmal meine Hochachtung, wie Sie Ihren Optimismus rational, sehr breit aufgestellt, unterfüttert haben.

Ich denke auch und habe es in dieser Richtung schon geschrieben, dass die Tollhausorganisatoren sich in ihrer besoffenen Hybris mächtig verspult haben, jetzt in Wirklichkeit nicht mehr weiterwissen.

Viele "FlüchtlingshelferInnen" ("supporter") "supporten" jetzt schon gar nicht mehr mit der ersten Begeisterung, da sie - eher unterbewusst noch - nach und nach merken, dass sie nur nützliche Idioten sind, für die aberwitzige Politik ebenso wie für aufsässige, meist männliche junge Zudringlinge.

Die Polizei ist jetzt schon nervlich ziemlich am Ende. Sie hat kaum noch Zeit für ihre normalen Aufgaben. Jeder geübte Bandit hat es jetzt besonders leicht. Sie kann nur noch mühsam eine Art Scheinkontrolle aufrechterhalten. Manche, die ehrlich zu sich sind, haben schon richtigen Schiss vor dem, was noch auf sie zukommen dürfte.

Nein, nicht die bösen Rechten haben dies übers Land gebracht, nein, es war die Bundesregierung. Die dafür normalerweise vor ein ordentliches Gericht gehörte, und zwar heute, wenn schon nicht gestern. Zuerst Merkel verhaften und den Bundesinnenminister und dann den Bundespräsidenten und dann den Rest.

Ich sehe in dieser Krise auch eine große Chance. Die Politverbrecherkaste, die dafür verantwortlich ist, sich nie da herausreden können wird, hat sich ins völlig Abstruse verspult und damit entlarvt. Es gibt keine Ausreden mehr.

Deshalb geht einigen Intelligenteren bei denen auch schon mehr und mehr der Arsch auf Grundeis. Es mag wohl sein, dass bald nicht nur die ersten Ratten das sinkende Schiff zu verlassen beginnen.

Wenn nichts mehr hilft, ist Weglaufen das beste Strategem.

Sagen die Chinesen; es ist das 36. Strategem von 36.
nörgler
21. September 2015 19:04
@masseltov
Vor kurzem machte mich ein Bekannter auf eine Deutsche Punkband namens „die Kassierer“ aufmerksam.Diese
Band spielte vor zwei oder drei Jahren sogar in Wacken.Nicht unbedingt meine Richtung,trotzdem,die Leute haben schon was drauf.
„Ihr mehrzahl noch „in lohn und brot“ ist wird es weitergehen wie gehabt:
„faulenzen, fernsehen, ficken“ – sorry. nation? geschichte? zukunft? pah“ hat mich drauf gebracht.
Googeln Sie mal„ die Kassierer,Saufen ,fressen und f..en.Kann einem gefallen,weil orgineller Text,muss natürlich nicht.Nichts für Hardcore-Wagnerfans.
gerdb
21. September 2015 19:20
Als Mensch der eher nicht fest im politischen Spektrum verortet ist, sondern immer nur auf die Seite vom Kahn rennt wo man die Schlagseite ausgleichen kann, sehe ich ein, dass es langasam Zeit ist sich ausserbords zu hängen.
Darum geht es nicht mal um eine absolute Positionsbestimmung.
Man sehe sich nurmal 5 beliebige EU Staaten im Vergleich zu Deutschland an . In Sachen Kernkraft,Griechenland,Asyl etc..
Das ist keine Politik mehr das ist pathologisch.
Danke für diesen Artikel.
thomas
21. September 2015 19:45
Lieber Martin!

Geniale Schrift - Hoffnung und Mut!
Rainer
21. September 2015 19:48
Meine persönlichen Erfahrungen sind gemischt. Zwar kann ich inzwischen mit fast allen über dieses Thema frei reden, was vor einem Jahr noch undenkbar gewesen wäre. Bei der einen Hälfte renne ich offene Türen und diese sind auch offen für neue Ideen. Die andere Hälfte sieht zwar auch, das es so nicht weitergehen kann, glaubt aber an eine Lösung innerhalb dieses Systems und wiederholt stur solche Phrasen: Wir müssen diesen Menschen doch eine Perspektive geben , Wir können diese Menschen nicht davon abhalten, zu uns zu kommen , Wir müssen diese Herausforderung meistern.
Immer dann wenn es um die Formulierung von Eigeninteressen geht, stösst der bundesdeutsch konditionierte Geist hier an seine Grenzen. Das steckt wahrscheinlich die Angst dahinter, sich hier einer Todeszone zu nähern. Erst die pure Not wird sie über diese Grenze zwingen und manche werden sie nie überwinden.
Eine Eskalation der Krise erwarte ich allerdings schon in wenigen Wochen bis Monaten, denn es sind bereits weitere Hunderttausende im Anmarsch.
Richard Meißner
21. September 2015 19:53
@ Treverer

Es ist nicht die linke Willkommenskultur die wir überleben müssen.
Es ist das was diese Willkommenskultur im Endeffekt auf europäischem Boden möglich machen wird: Genozide an uns als wehrloser Minderheit durch die entfesselten Horden der farbigen Welt.
Verfolgung und Diskriminierung wie an den Weißen in Südafrika und Simbabwe. Dann Massaker wie in Ruanda, Ausmerzung wie bei den Armeniern durch die Türken.

Die Konservativen glauben wohl immer noch man könnte das was kommt überstehen in dem man einfach weiter vereinzelt vor sich hinspießt, nur jetzt gerüstet mit Wachhund und Armbrust und Goldbarren. Nach Eichelburger Marnier in der Fluchtburg sitzen und draußen läuft der Plan ab und wenn alles gegessen ist, tritt man vor die Tür.

Aber man kann sich jetzt noch garnicht vorstellen wie gnadenlos und grausam dieser Verdrängungsdjihad auf dieser übervollen Erde tatsächlich werden wird.
Lars Geier
21. September 2015 19:57
Vielen Dank für 10 Minuten "Gänsehaut". Mein Herz schlug schneller beim Lesen Ihres Beitrags und ich werde mit frisch getanktem Mut versuchen, trotz aller persönlichen Anfeindungen, die mich seit vielen Wochen beim Vertreten meiner Meinung gegen die verantwortungslose Asylpolitik unserer Volksvertreter ereilten, Ihren Optimismus einzufangen und zu halten. Ich weiß, dass viele von Ihnen schon viel länger als ich mit Worten und Taten gegen das überkommene - meines Erachtens unreformierbare - linke System kämpfen. Es wird ein langer und beschwerlicher Kampf sein, und ob er letzten Endes zum Erfolg führen wird, steht in den Sternen. Aber auch ich habe bei vielen Gesprächen gespürt, wie das Stimmungspendel zögerlich-ängstlich aber wahrnehmbar in unsere Richtung ausschlägt. Solche - mitunter überraschenden - Erfahrungen machen Mut, genau wie Ihr Artikel. Allerdings - wie zum Zusammenbruch des DDR-Systems sind auch schon wieder die "Wendehälse" in Sicht, zuerst die Stammtischparolengröler von der CSU, es folgen schon etwas zurückhaltender die etwas mutigeren der CDU, irgendwann wird sich auch das linke Fähnchen in den Wind des aufkeimenden Widerstands der Bevölkerung drehen. Keiner dieser Blockparteiengiftspritzer sollte in Vergessenheit geraten, wenn wir es schaffen sollten, unsere Nation vor dem Untergang zu bewahren oder die Möglichkeit erhalten, sie neu zu errichten.
Simplicius
21. September 2015 20:01
Herr Sellner,

Ihr Artikel gibt Hoffnung. Und ich werde mich vielleicht aufraffen können, mal wieder eine „Tagesschau“ anzuschauen.

Das größte Hindernis für eine grundlegende Tendenzwende sind die Einheger des Multikulti-Chaos. Das sind zum Beispiel die Trottel von der CSU, die als intelligente Funktionselite die ideologischen Vorgaben der Linken, nämlich die Abschaffung Deutschlands, mit aller politischen Organisationskunst und juristischen und polizeilichen Strafverfolgungshärte gegen das eigene Volk so geräusch- und schmerzlos wie nur möglich um- und durchsetzen.

Man muss sich das vorstellen: Eine linke Kanallie und Deutschlandhasserin, wie die Grüne Claudia Roth („Nie wieder Deutschland!“), bekommt von der CSU bzw. von Horst Seehofer den Bayerischen Verdienstorden verliehen, "für Ihre hervorragenden Verdienste um das bayerische Volk". Wahnsinn!

Was ich in meinem Bekanntenkreis in letzter Zeit schon verschiedentlich von Männern gehört habe, ist die besorgte Erkenntnis der eigenen Wehrlosigkeit, der strikten Entwaffnung durch „unseren“ Staat. Einhergehend die geistig-moralische Knebelung und tagtägliche Demütigung durch die herrschende Meinungselite, das hilflose Ausgeliefertsein als braver Deutscher, angesichts dessen, was auf uns und unsere Familien zurollen wird.

„Unser“ Präsident Gauck: „Wir zeigen denen jeden Tag, dass sie verlieren werden.“ Damit meint er uns.
Kaliyuga
21. September 2015 20:04
Danke, Herr Sellner!

Heute, auf den ersten Blick, un po piú leggero, die Lage ist zu ernst, als daß man ganz ohne Witz über die Runden käme, und Fußball wird doch auch in Schnellroda gespielt:

Herr Sellner jr. hat mich, im Bild, aus seiner Position als dynamischer Abwehrstratege und Mannschaftskamerad heraus, als einstige, von Mainz05 und Schalke04-Geschulten trainierte Nr. 10, mit einer Steilvorlage auf Reise in den Strafraum des Gegners geschickt. Als Deutscher bin ich nur noch durch unfaire Attacke eines vom Spielfeldrand aus instruierten Innenverteidigers de Maizière zu bremsen. Zum „Elfmeter“, der diesmal überraschend doch gepfiffen wird und „den wir nur noch versenken müssen“, tritt einer unserer letzten Landsmänner (früher hießen wir FC Bayern oder Hamburger SV, heute nennt man uns den aus einer Mixtur von Ideologie und Kapital zusammengeschraubten FC Austauschbar Überall), unser weißes Alibi, der Weilheimer Thomas Müller an. Pfeifkonzert, widrige Umstände. Dennoch: Er versenkt. Eiskalt, ohne eine Spur an Nerven. Den Anlauf verkürzt er sich als Kenner der Lage sogar noch selbst (!), die Reaktion des Gegners kühl abwartend. Mit zwei, allenfalls drei Schritt Anlauf und hoher Konzentration hart in die Maschen (bierselige Anhänger vor der Linse bitte ausblenden):

https://www.youtube.com/watch?v=_d4SFFc4O-o

Zu meiner Zeit war im Training, ich stand als Kind zuweilen hinter dem Tor, einem „Bulle“ Roth oder einem „Katsche“ Schwarzenbeck in der Wucht des Schußes vor lauter Kraft zuweilen noch das Netz zerrissen.

Die Krise führt zur Aufkonzentration unserer Kräfte, geil ins Zeug geschossene Wassertriebe entfernt der Gärtner nun radikal. Das tut weh, wendet aber die Not. Einer zählt jetzt für Zehntausend. Auf geht's! Avanti!
Mathias Reuter
21. September 2015 20:07
Crisis? What Crisis? 2008 dachte die Welt, dass das kapitalistische System bis in seine Wurzelspitzen erschüttert sei, ein radikaler Wechsel des Betriebsmodus unerlässlich. Kaum zwei Jahren später brummte die Zockerbude wie zuvor, die Verluste wurden durch die politischen Handlanger der Finanzelite dem Steuerzahler untergeschoben, Banken und das Vermögen der Superreichen mit reichlich Steuergeld gerettet. Proteste der Milchkühe? Fehlanzeige. Mutti und Bild hatten ja die Systemrelevanz verkündet.
Natürlich sind die Folgen der Masseninvasion inkompatibler Analphabeten augenfälliger. Natürlich empfindet auch das schlichteste Gemüt die Oppermannschen Auslassungen zur Rentensicherung durch abgebrochene Grundschüler als kognitive Zumutung. Natürlich will der normale Bürger seine kleine Welt retten und nicht die ganze Welt. Aber reicht das aus? Reiht das aus, um Otto Normalbürger auf die Straße zu bringen? Es tut mir leid, da fehlt mir der Glaube. Die Systempresse feuert aus allen Rohren, die Kirche ruft zum Verzicht auf, die Antifa knüppelt und denunziert, Mutti verbietet jeglichen Widerstand, all das überfordert die Deutschen und dazu noch diese omnipräsenten großen, braunen, so traurigen Kulleraugen der Asylforderer-Kinder. Nein, Deutschland wird von Mutti brav am Nasenring zur nationalen Schlachtbank geführt werden. Ist damit Widerstand zwecklos? Natürlich nicht! Wir müssen es versuchen! Auch wenn der nationale Motor trotz aller Mühe nur jämmerlich orgelt, so lange die Batterie noch Saft hat besteht noch ein Funken Resthoffnung, dass er doch noch anspringt.
enickmar
21. September 2015 20:08
@nörgler

Die Gefahr könnte bestehen. Die derzeitige Situation mit Russland könnte hier aber vielleicht positiv hereinwirken.
Spannend. Was wissen wir schon …

Die Abstimmung in Eisingen ist der Hammer. Hälfte hat abgestimmt. Davon 1/3 dagegen. Also insgesamt ca 1/6. Das wird noch sehr bitter werden müssen.
Marc_Aurel
21. September 2015 20:10
Was mich verwundert ist, dass die Yankees, die ja ohne Zweifel bei dieser natürlich "völlig spontan und überraschend" einsetzenden Völkerwanderung, ihre Finger im Spiel haben, so seelenruhig dabei zuschauen, wie ihre treuesten Stiefellecker und Vasallen sich selbst demontieren, zumindest aber in eine Lage manövrieren, die unberechenbar ist und für diese fatal enden kann.

Sie hatten doch bis jetzt alles schön unter Kontrolle (aus ihrer Sicht), warum jetzt ein riskantes Spiel beginnen, das auch richtig nach hinten losgehen kann?

Ja, vielleicht ist das Ergebnis ein zerrüttetes und schwaches Europa, atomisiert in Ethnien aus aller Herren Länder, in 1000 und einen kulturellen Splitter, in dem sich kleine Gruppen einen erbitterten Kampf um die Überreste liefern – die europäischen Nationalstaaten bis auf die Fundamente geschliffen sind und bereit zum Überbauen der Grundmauern mit der von den Plutokraten in Übersee so heißgeliebten neuen Weltordnung.

Vielleicht ist es aber auch so, dass die Deutschen und die Europäer zu sich selbst zurückfinden und es sollte klar sein, das ein solches Erwachen, wenn es echt ist, früher oder später mit der amerikanischen Vorherrschaft ein starkes Problem haben wird und ohne Europa, dass liegt auf der Hand, ist die Luft raus aus dem amerikanischen Imperium, denn dann haben sie so gut wie keine Freunde mehr in der Welt.

Warum also das Ganze?

Hat den Strategen in Washington der breite Widerstand der Europäer gegen die aggressive Antirusslandpolitik so viel Angst bereitet, dass es das Risiko wert scheint? Fürchten sie das Europa ihnen schleichend entgleitet und zerrten sie deshalb den Plan für „Operation Völkerwanderung“ aus dem Dunkel einer Schublade ans Licht?

Besser ein kaputtes Europa, als einen unsicheren Verbündeten?

Warum lassen sie ihre so mühevoll ins Amt geschmierten Satrapen im eigenen Saft kochen?

Warten sie bis die Suppe richtig brodelt, um dann mit Notstandsverordnungen und dem Breitschwert jegliche Opposition zu zerschmettern?

Fragen über Fragen…
Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
21. September 2015 20:16
Der Artikel macht Mut. Vielen Dank dafür

Das Thema Rechte Machtperspektiven habe ich schon öfters angesprochen, hier leider mit überschaubarer Resonanz. Also rede ich heute mal mit mir selbst:

Welche rechte Machtperspektiven siehst Du für die kommenden 5 Jahre?


Also, chaotische Szenarien müssen wir dabei vernachlässigen. Wenn zum Beispiel innerhalb eines Jahres aufgrund weltwirtschaftlicher Entwicklungen die Zahl der Arbeitslosen die magische 6 Millionen erreicht, die Griechen-Bürgschaften fällig werden, und weiterhin 1- 2 Millionen Menschen in unser Land drängen.
Oder Terroranschläge in den Dimensionen von 9/11 stattfindet.
Was dann geschieht ist unvorhersehbar.
Deutschland könnte dann in dieselbe Lethargie verfallen wie Griechenland und sich hinter Mutti Merkel scharen. Oder in das andere Extrem verfallen.

Gehen wir also von einer halbwegs kontinuierlichen Entwicklung aus.?

Ja. Mit 1-2 Millionen "Flüchtlingen" 2016, ähnlicher wirtschaftlicher Lage und keinen oder mässigen zusätzlichen finanziellen Belastungen für die Bürger.
Dann sehe ich drei Machtperspektiven für die deutsche Rechte. In der Reihenfolge der Wahrscheinlichkeit:

1. Eine Palastrevolution in der CDU/CSU. Der Bruch der Koalition wird provoziert. Merkel wird gestürzt. Die CDU/CSU geht mit einem deutlich rechten Programm und Kanzlerkandidat in die Wahlen, schließt eine Koalition mit der AfD nicht aus. Kündigt an in der Flüchtlingspolitik auf die ungarische Lösung zu setzen.
Der Kitt, der die CDU und noch mehr die CSU zusammenhält ist der Wille zur Macht. CDU/CSU werden nicht wie die ÖVP oder die französischen Konservativen zuschauen, wie rechts von ihnen eine Partei mit 20 -30 % entsteht und sie selber immer mehr an Einfluss verliert. Da wird zuvor die Führung ausgewechselt und das Programm der Rechten wird übernommen.

2. Neue Parteien kommen an die Macht. Neben der AfD entsteht eine zweite rechte Partei. Beide zusammen erringen eine absolute Mehrheit, 2017 oder kurz danach nach einem Bruch der neuen Regierung. Unwahrscheinlich, aber falls Option 1 nicht eintritt, möglich. Siehe Frankreich.

3. Die Sezession. Unwahrscheinlich, aber als letzte Option, die mir noch vorstellbar, ist möglich. In Bayern blüht im Verborgenen immer noch die Vision einer Eigenstaatlichkeit. In Mitteldeutschland könnte Sachsen und andere Länder einen ähnlichen Weg gehen. Zumal unsere Nomenklatura nicht davor scheut zu Machterhalt den Ossi-Wessi-Konflikt anzuheizen.


Hast weitere Vorstellungen?

Ehrlich gesagt, kann ich mir eine kontinuierliche Entwicklung wie oben skizziert, allenfalls bis 2018 vorstellen, sollte dann keine der oben genannten Optionen eintreten fallen wir in ein chaotisches Szenario, in dem Vorhersagen und die Diskussion von Optionen völlig spekulativ ist.
enickmar
21. September 2015 20:37
@Marc_Aurel

Es geht vielleicht nicht so sehr um die Interessen von Staaten, sondern um die Interessen von Internationalisten.
Marc_Aurel
21. September 2015 20:50
Ergänzung:
Vielleicht ist der zu erwartende "Rechtsruck" beabsichtigt um besser Front gegen Russland machen zu können, weil das linke Pferd für dieses Ziel nicht wirklich taugt und zu zahm ist? Werden sie darin durch das Beispiel Ukraine bestärkt?

Ist ein durch durch Masseneinwanderung und deren Überwindung geläutertes Europa viel eher bereit Bomben zu werfen, auf jene Länder (und deren Nachbarn) aus denen die Invasion kam?

Hm...
Der_Jürgen
21. September 2015 20:58
In Russland, wo ich gegenwärtig noch lebe, stehen die Medien inzwischen fast geschlossen auf der Seite der europäischen Völker und sprechen offen vom drohenden Untergang Europas. Schneidet man das Thema im Gespräch mit einem Russen an, so äussert dieser praktisch immer ungläubiges Staunen über den Wahnsinn der europäischen Regierungen, insbesondere der deutschen. Die heimtückische Gehinrwäsche, denen vor allem die Deutschen, aber in unterschiedlichem Umfang auch die anderen Völker Mittel-, West- und Nordeuropas unterrzogen wurden und werden, war hier unbekannt. Unter dem Kommunismus wurde zwar der Internationalismus propagiert, doch niemand verstand darunter eine Völkervermischung.

Die Hauptwaffe der Volksverderber ist natürlich jener Mythos, über den auf diesem Blog aus verständlichen Gründen nicht gesprochen werden kann, weil die Verfasser sonst nicht mehr auf ihm schreiben könnten, zumindest nicht unter eigenem Namen.

Wie u. a.
@Rainer
und
@Lars Geier
festhalten, schwindet die Furcht, Tabuthemen anzupacken, bei den Deutschen jedoch zusehends, weil immer mehr Menschen begreifen, dass diese Tabus nicht vom Himmel gefallen, sondern von den Herrschenden geschaffen wurden, um das Volk am Nasenring herumführen zu können. Die Nazikeule wird immer weniger wirken. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch das Tabu Nummer eins, das Hauptinstrument bei der Versklavung der Deutschen, von vielen offen angefochten werden wird. Diese Entwicklung wird für das System nicht mehr zu verkraften sein; es werden dann alle Dämme brechen.
Magnus Göller
21. September 2015 21:14
Das eigentliche Alptraumszenario für jene Großlügner, die hunderttausende kulturfremde junge Männer ins Land geholt haben, unter unhaltbaren Versprechungen, besteht darin, dass die enttäuscht, sich sogar mit gewissem Recht vom deutschen Staat (immerhin dessen Regierung) betrogen fühlend, richtig das Randalieren anfangen.

Ohne böse Rechte auf der anderen Seite, die damit angefangen hätten, denen man noch wenigstens eine Mitschuld geben könnte, nur die arme Polizei.

Man soll sich selbstverständlich nicht Abseits stellen, wo eine junge Frau belästigt wird. Man soll tun, was man kann.

Ich stelle mich aber nicht allein gegen zehn aufgepeitschte Jungmänner aus moslemisch Oststan oder Afrikanesien, um mich, selber schuld, um den "Nazi" war es sowieso nicht schade, von denen im Gulli zertreten zu lassen.

Andererseits, mal sehen, wann es die ersten lokalen Bürgerwehren geben wird.

Ansonsten mögen die staatlichen Organe, allesamt willfährig gegen das deutsche Volk im Einsatz, ihren Spaß alleine haben. Sie sind dafür ausgebildet, bekommen Geld dafür, sie sind die Exekutive einer klar antideutschen, hiemit ungesetzlichen Regierung.

Sie wissen, was läuft, sehr unmittelbar, wer nicht mehr selber draußen ist, weiß es von den Kollegen. Sie wissen darum, wo es extreme Strafverfolgung gibt, schon für Meinungen oder recht zahme "Beleidigung", wo Straftäter von der Justiz regelmäßig geschont werden, am besten schon gleich gar nicht bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen sind.

Ich stärke der deutschen Polizei den Rücken, wenn sie wieder für uns Deutsche arbeitet.

Andernfalls darf sie sich den von Antideutschen geholten und geheiligten Neoantideutschen erstmal allein stellen.
Schatten von E.
21. September 2015 21:15
In dieser Phase müssen wir auf Emotionen und nicht alleine auf trockene Fakten setzen. Immer mehr Menschen sind nur noch auf diese Weise erreichbar.

Die sonst wenig interessierten, kaum mobilisierbaren Massen haben gerade erkannt, daß es ein Problem gibt und sie wollen zu dem Problem eine Lösung. Wir haben die Antworten und die Lösung.

Die Frage ist: Wie können wir diese emotionale Welle für uns nutzen? Die Antwort lautet: Polarisieren. Freund und Feind benennen. Angreifen. Jeden Tag und wer kann, auch in der Nacht. Viele Aktionsformen sind hier schon genannt. Lassen wir uns immer neue einfallen. Tut was!

Wenn nicht jetzt, wann dann?
Carsten
21. September 2015 21:21
Ich habe mit vielen Linken zu tun. Immer häufiger erlebe ich den letzten Wochen ein erschüttertes Erodieren der "humanitären" Vorstellungen bei diesen Leuten. Die Realität haut ihre Ideale vom Sockel. Sie werden gewiss nicht "konvertieren", aber sie kommen ins Grübeln. Sie merken, dass ihre Utopien nicht funktionieren. Und ich glaube, sie ahnen, dass die kommenden Eskalationen entlang der ethnischen Grenzen verlaufen werden und dass sie ihr "Weißsein" nicht abwaschen können...

OT: Heute lustigen Spruch gehört: "Merkel nach Sibirien - Putin nach Berlin!"
Waldgänger
21. September 2015 21:22
Danke für diesen guten Artikel, Herr Sellner.

Wir wissen nicht, ob es so kommt.
Die Behauptung zu wissen, wie es kommt, scheint mir unrealistisch, ja grundfalsch.
Die Geschichte ist eben offen - siehe @ Der_Jürgen.


In den meisten geschichtlichen Prozessen ist die Zahl der wirkenden Kräfte viel größer als es nach außen hin den Anschein an.
Auch die Funktionseliten ziehen längst nicht alle an einem Strang, haben die Dinge längst nicht in dem Maße unter Kontrolle, wie manche glauben. Sie nutzen allerdings wie gute Schachspieler jede neue Situation im Hinblick auf längerfristige Vorhaben.

Die konkrete Zukunft ist indessen meist weitaus ungeplanter.
Andere Kräfte können hinzutreten, sei es hier, sei es in den Nachbarländern. Das Kräfteparallelogramm ist in ständigem Wandel.

Angesichts des teils irrsinnigen, teil naiv-überheblichem Spiels mit dem Feuer, mit einer Völkerwanderung, darf aber die Vermutung geäußert werden, dass künftige Prozesse schneller, vielleicht auch plötzlicher ablaufen werden als in ruhigen Zeiten ohne massive Spannungen.
Es wird noch Überraschungen geben.
Herr Sellner hat einige genannt.

Allein schon die durchaus realistische Möglichkeit, dass in wenigen Jahren Marine Le Pen französische Präsidentin sein könnte, würde die Situation dramatisch ändern. Das sei nur ein Beispiel.
muotis
21. September 2015 21:27
Verehrter Herr Sellner, danke für Ihre Zeilen. Gerne teilte ich Ihren Optimismus, Ihre hohen Erwartungen in eine Staatskrise, ausgelöst durch derzeit anbrandende Massen. Doch sagen Sie mir: Warum sollte es jetzt auf einmal die Erosion geben, die wir Rechten alle herbeisehnen? Ich habe das Gefühl, daß man in allen Lagern, auch in unserem, einen wesentlichen Punkt übersieht: Die zig Millionen, vor deren Ankunft wir uns jetzt fürchten, sind doch längst hier. Seit Jahrzehnten wandern sie ein, bleiben unter sich, machen Probleme, scheißen auf die deutsche Hand, die sie füttert, und im Gegenzug - Sie sagen es selbst - fliehen unsere Landsleute in die Welt. Also stellt sich doch die Frage, warum die derzeit allein zu beobachtende Erhöhung der Schlagzahl derart nachhaltige Folgen zeitigen sollte, die in Ihrem Artikel beschworen werden? Merkel hat doch recht, wenn Sie meint, das Deutschland das alles stemmen kann. Ja, kann es! Das Deutsche mag verschwinden, der Islam sich etablieren, der Wohlstand abnehmen, die Wirtschaft abwandern. Aber das alles wird in derart langsamen Zyklen geschehen, daß keiner wirklich aufbegehrt, denn der Abstieg, der Verlust, geschieht über Generationen und wird von der Masse gar nicht begriffen. Unser Kurs fällt bereits seit Jahrzehnten - wo war der Aufstand der Massen? Wo der große Börsenkrach, wo die Staatskrise?

Und auf Ihre Alltagsbeobachtungen bezogen, muß ich Folgendes feststellen: Das Thema wird von der Masse völlig ignoriert. Man macht genauso weiter wie in den letzten Jahrzehnten. Keine Endzeitstimmung, keine Faust in der Tasche, gar nichts, was Hoffnung wecken könnte.

Wie gesagt, ich wünschte, da wäre Grund für Hoffnung. Aber die seltene Betrachtung der Fernsehbilder zum Thema wecken in mir allein die Befürchtung, daß wir einfach überrannt werden und vor lauter Gutigkeit (ein dämlicheres Wort fällt mir für diese selig grinsenden Breigesichter mit Willkommensbotschaften nicht ein) einfach beiseite gedrängt und eine Minderheit im eigenen Land werden. Und kann es, um mit Botho Strauß zu sprechen, denn etwas besseres für uns geben? Eine Minderheit, die das Kämpfen wieder lernt, die sich hilft, echten Gemeinschaftssinn wieder findet und den Wert erkennt, sich nicht dem Gegenüber erklären zu müssen, sondern gemeinsame Überzeugungen und gemeinsames Blut zu teilen. Eine Wende in diesem System käme zu früh und würde zwangsläufig mit derselben Pensionierungsmentalität enden, mit der unser Land den Kurs nach unten wählte.
Magnus Göller
21. September 2015 21:52
@ Carsten

Das haben Sie über die so langsam zweifelnden Linken trefflich gesagt:

"Und ich glaube, sie ahnen, dass die kommenden Eskalationen entlang der ethnischen Grenzen verlaufen werden und dass sie ihr „Weißsein“ nicht abwaschen können…"

Genau.

Wer sieht mir denn mit meinem Alltagskittel gleich an den sanften blauen Augen an, dass ich kein böser deutscher "Rechter" bin, sondern ein gaaanz lieber Supporter-Linker?

Wie lange werde ich danach noch gefragt? Wer wird mir noch glauben, Hand an der Gurgel, wenn ich schwöre, einer von den lieben Deutschen zu sein? Gibt es sowas überhaupt? Wer wird überhaupt die Frage reden können, die Antwort verstehen?

Mit blauen Augen hilft schwarze Schuhwichse, zum Einkaufen aufgetragen, auch nichts mehr. Nein, das wäre eine weitere rassistische Provokation.

Irgendwie faulicht herausstammeln, ich bin ja Philolog, das könnte ich zur Tarnung vielleicht noch lernen. Am besten nur gebrochenes Englisch sprechen, da hört auch keiner den schwäbischen Akzent. Vielleicht kommt Karle Schneiderle so davon. (Keinen Perso mitnehmen, stur beim Halbanglesisch bleiben, sich dummstellen wie Brot, man stammt aus irgendeinem Waisenirrenhause vom Ende des Vietnamkriegs. Oder so.)

Die Linken merken jetzt so langsam, dass die Sache nicht einfach deswegen lustig wird, weil man so schön und noch schöner auf den Rechten herumhacken kann, die dann schon alles bezahlen und büßen werden.

Wer fragt denn die Kevinile am Kiez, ob sie die Alternative für Deutschland wählt oder die Grünen, wenn er beides noch nicht einmal richtig sagen kann, sonst keinen Plan hat, außer, dass da das versprochene deutsche Opfer zu erkennen?

Das sind, meine lieben Linken, größtenteils keine Leute, die so denken wie Ihr. Die halten Euch für dekadente Schweinfleischfresser und Waschlappen, und sonst, außer lästig deutsch, nichts. Und Eure Weiber sind noch die Schlampen dazu. Jaja, so ist das.

Da hilft bald kein Veganismuskurs, keine Bionade und kein Kreuzberger Stadtteilfest mehr. Es wird auch für Euch ernst. Hättet Ihr nie gedacht, waswas?
Carl Sand
21. September 2015 22:08
Ein hoffnungsvoller Artikel, Herr Sellner.

Ich hege ebenfalls die Hoffnung, dass DIE den Bogen überspannt haben. Dann wäre das, was gerade passiert, tatsächlich das Beste, was uns passieren konnte.

Allerdings ist das was geschieht zu geplant, zu gelenkt, zu orchestriert, um einfach außer Kontrolle geraten zu sein. Viel lässt sich in der Politik mit Dummheit erklären - die Großereignisse aber nicht.

Und es wird gelenkt. Der halbe nahe Osten wird gerade in diesem Moment Busladungsweise auf dem Autoput Richtung unserer Südostgrenze bewegt. Diese Busse werden bezahlt.

In Afrika und dem Nahen Osten werden von Sorros millionenfach Propagandabroschüren verteilt, die ganz offen zur Invasion nach Europa aufrufen und ganz konrete Tips dafür geben.

Wer hier "Verschwörungstheorie" greint, soll einfach die Klappe halten. Es ist aus offen zugänglichen Quellen nachzuvollziehen.

Die Nummer wird bezahlt - und zwar im ganz ganz gro0en Maßstab.

Qui bono ist also die Frage. Hätten die Weltverschwörer und Weltverbrecher mit ihrer Salamitaktik nicht ganz einfach salamiweise weitermachen können?

Offenbar hat man in den Welteliten inzwischen auch von der Rest- und Pseudodemokratie in Europa schlicht die Schnauze voll. Gerade wenn es in Richtung des neuen Weltbrandes geht.

Das Ziel ist also die Errichtung eines autoritären Staates. Und zwar der offene, den die faktische Diktatur haben wir schon längst.

Und die "Bürger" sollen es wollen. Sie sollen nach der Ordungsmacht schreien. Ordo ab chao.

Ich mache an dieser Stelle eine Prophezeiung:

Erstens:
Es wird in naher Zukunft verstärkte Brandanschläge und Ausschreitungen gegen "Flüchtlinge" geben. Tote insbesondere. Wahrscheinlich tote Kinder.

Falls "Rechte" Hooligans das nicht von alleine hinkriegen sollten, werden die Toten gemacht.

Ergebnis: Die Entsetzlichkeit der Ereignisse werden den Endsieg gegen Rechts einläuten. Totale Unterdrückung unter hysterischem Beifall der subjektiven Linken und des pseudolinken Mainstreams.

Zweitens:
Es wird gleichzeitig oder vorausgehend zu massiven Ausschreitungen seitens der Invasoren kommen. Beinahe- (aber nicht ganz) -zusammenbruch der öffentlichen Ordnung.

Ergebnis: Der Spießer wird nach der Ordnung brüllen. Totaler Autoritarismus unter hysterischem Beifall des Kleinbürgers und gerade des "konservativen" Spießers.

Drittens:
Als Zuckerli wird die totale Masseninvasion gebremst. Scheinbar "vernünftige" Regelungen werden eingeführt. Binnen zehn Jahren sind Europäer in der Minderheit.

Ergebnis:
Die totale Durchrassung ist nicht mehr rückgängig zu machen. Der Point of no return ist endgültig überschritten. Subjektiv wird dies den "befriedeten" Bürgern als erlösende Rückkehr zur Salamitaktik vorkommen.

Endergebis:
Ein Mutlikultureller Weltstaat lässt sich nur autoritär erhalten.
Der totale Homo stultus coudenhove kalergiensis ist geschafften. Endgültige Elitenherrschaft. Ewige Herrschaft - das ist das Endziel.
Bernhard
21. September 2015 22:10
"Erfreuen wir uns an der Krise!"
Vielleicht ist dies der entscheidende Satz, der jegliches zerstörerische Kalkül um der "Rettung" willen auszeichnet. Untergehen, um zu triumphieren? Man könnte Sellners geradezu extatisch vorgetragene Apokalypse als Musterbeispiel für rechtsextreme Strategie ganz generell nehmen. Eine ebensolche hat Deutschland vor 70 Jahren in Schutt und Asche gelegt und Millionen in ihre Gräber.

Es ist mir ein Rätsel, wie man solchen Zeilen irgendetwas Gutes, Gewinnendes, Konstruktives entnehmen kann. Sie strotzen vor selbstgefälliger Überheblichkeit eines Möchtegerns, der jetzt endlich sein dummes Volk leiden sehen will, weil es ihm, dem sehenden Führer, nicht in ihm angemessen erscheinender Zahl folgen wollte. Da wird jedes von passender Seite verübte Gewaltereignis wie eine Trophäe gesammelt und hoch gehalten, um eine diffuse Angst zu schüren, die allein geeignet scheint, das überschaubare Häuflein der Anhängerschar zu mehren.

Was aber, wenn der Staat gut genug organisiert ist, den Flüchtlingsstrom zu bewältigen? Was, wenn die Menschen integriert werden, und sich gar vermischen? Unser Staat wird größte Anstrengungen unternehmen, damit das von Sellner so heiß ersehnte Chaos ausbleibt.

Vielleicht sollte man am Ende den Sellners und Kubitscheks sogar dankbar sein, weil sie unseren Staat zwingen, diese Wanderungsbewegung erfolgreich zu gestalten, koste es was es wolle. Lassen wir also Herrn Sellner noch ein wenig träumen von seiner großen Stunde, wo er als der sehende Mahner vor den geschundenen Körpern der Christenmenschen steht, um ihre Huldigungen entgegen zu nehmen.
Schatten von E.
21. September 2015 22:17
Kleine Episode am Rande:

Die Gutmenschen, Linken und Antifas rufen da immer so einen Spruch:

"Shout it loud - shout it clear: Refugees are welcomed here!"

Die Antwort einiger Pegida-Demoteilnehmer:

"Shout it clear - shout it loud! Refugees - you must go out!"

Als sie zum ersten Mal mit diesem veränderten Spruch lauthals konfrontiert wurden, hat man buchstäblich gesehen, wie ihnen die Worte im Hals stecken geblieben sind und sie völlig irritiert waren.
Martin Sellner
21. September 2015 22:24
@Bernhard Sie haben den Text völlig missverstanden. Es ist kein Krisenkult: https://derfunkeinfo.wordpress.com/2013/03/04/kein-schiff-wird-kommen/ Es ist ggerade kein Ersehnen der Apokalypse. Es ist die begründete Hoffnung, dass der Selbstverteidigungsmodes des Staates rechtzeitig anspringen und die Seite des Umsturzes und Chaos (Antifas, Islamisten, Riot-Refugees, Terroristen, jeglichen Coleurs) unter der Führung patriotisher Kräfte bezwugen wird. Dass dabei auch eine gewisse Katharsis und eine Revision der herrschenden Ideologie stattfinden wird, ist anzunehmen, da es im Rahmen der bestehenden nicht geht. Er wird gesprengt werden was aber eine KULTURELLE Revolution darstellt. Nirgends sprach ich von einer Freude am Leiden des "Dummen Volkes". Eine Unverholene Freude an der Angst und dem Zähneklappern der ELITE, ist sicher bemerkbar und dazu bekenne ich mich durchaus. Der angesprochene Führer und Leidneskult ist eine lächerliche Phantasterei ihrerseits. Die von Ihnen angestrengte Überlegung über die "Verdauungskraft" des Staates habe ich im Text selbst angesprochen und meine Prognose bleibt, dass die Krise nur unter einem politischen und ideologischen Wechsel bewältigbar ist, der patriotische Kräfte nach oben bringen wird /bzw den nur sie bewirken können. Da Sie in Ihrem letzten Satz ja Ihre Ideologie entlarven (was das "Wir" fraglich macht auf das sie in diesem Forum refeirieren) sage ich Ihnen, dass Sie & Ihresgleichen uns etwas unterschätzen und das ist auch gut so.
Marc_Aurel
21. September 2015 22:28
@enickmar
Es geht vielleicht nicht so sehr um die Interessen von Staaten, sondern um die Interessen von Internationalisten.


Die Vordenker und leitenden Figuren der Internationalisten oder Globalisten sind primär im angloamerikanischen Raum zu finden, sie beeinflußen die Politik dort ganz entscheidend. Natürlich schaden deren Interessen zum Beispiel auch dem amerikanischen Staat, dennoch nutzen sie diesen als Transmissionsriemen, wie ich immer gern zu sagen pflege. Die Reichweite des Einflußes der Vereinigten Staaten, begrenzt auch gleichzeitig die Reichweite der Globalisten - sie können sich nur innerhalb dieses Äthers auswirken. Deshalb gibt es eine große Deckungsgleichheit zwischen den Zielen dieser selbsternannten Elite und denen des besagten Staates - man könnte auch einfach sagen das dieser Staat zum Exekutivorgan dieser Gruppe verkommen ist.
Deshalb verstehe ich nicht so ganz, worauf Sie mit ihrem Einwurf hinauswollen?
CCCED
21. September 2015 22:32
Vielleicht sollte man am Ende den Sellners und Kubitscheks sogar dankbar sein, weil sie unseren Staat zwingen, diese Wanderungsbewegung erfolgreich zu gestalten, koste es was es wolle.


...koste es was es wolle...

Mein lieber Bernhard, das ist eine klare Ansage.
Bernhard
21. September 2015 22:41
Hier hat jemand wieder mal meinen Namen (Bernhard) gekapert.

Als wahrer Bernhard lehne ich die Äußerungen des falschen Bernhard natürlich ab und wundere mich über so einen Unsinn.

Am besten diesen Desinformationsversuch des falschen Bernhard löschen.

Der Artikel von Martin Sellner ist sehr gut, weil er von der Defensive in die Offensive weist.
Magnus Göller
21. September 2015 22:49
@ Carl Sand

Sehr gut, wenn auch erstmal wieder trist zu gewahren, wie Sie das Gegenszenario zum optimistischen Ausblick Sellners fügen. Danke für diese knappe und klare Erinnerung aller an dieser Stelle.

Es kann auch kippen bzw. gekippt werden, und Sie und Sellner und ich sagen so schnell gar nicht mehr so viel Freches. Außer im Knast. Aber da sagt man unter den heutigen üblichen Insassen dann wohl lieber erst recht noch weniger.

Wir müssen auf sehr plötzliche, extreme Wendungen gefasst zumindest, zudem bestmöglich vorbereitet sein. Plötzlich wird doch sozusagen Ordnung geschaffen, aber eine, die uns richtig zu Tschandalen macht. Kann passieren.

Tröstlich ist aber bei solchen Gedanken für mich, dass ich in dem Falle sowieso dranbin. Irgendwie. Aber auf jeden Fall. Mehr als nur jetzt randständig behandelt werden werde. Wenn ich dann winsele, werden sie mir kein Wort glauben. Wozu also winseln?

Ich wäre nicht einmal mehr als Überläufer, Gereinigter glaubwürdig. Zu spät. Zu viel gesagt. Nimmt mir keiner ab.

Also sehe ich die Sache in dem Sinne, wenn nicht wirklich entspannt, so doch ein Maß gelassen.

Wir sind alle registriert. Die einen holt man zuerst, die anderen später.

Kampfgeist.

Jetzt gilt es.
Westpreuße
21. September 2015 22:58
Herr Sellner,
natürlich ist Ihnen Dank geschuldet. Vielleicht hätte man einen ganz kleinen Seitenblick auf die etymologische Herkunft des "Begriffes Krise" werfen können? Und einige Schritte seitab zu den philosophischen Quellen, was denn "Krise ist" und welche positiven Kräfte sie hervorrufen kann,...gehen können...

Hier bitte:https://www.youtube.com/watch?v=EzYrA_vj9mw
Auf ARTE gesendet. Zweimal 14 Minuten, die sich lohnen. An den Teil eins schließt sich sofort Teil zwei an. Falls nichts, bitte nach rechts schauen. Dort sind die Angebote. Bitte nicht nach links, denn dort, um im Bilde zu bleiben, ist nur die Leere...

Und wenn jemand sagt: Muß ich das sehen? Ist ja irgendwie erklärt wie in der "Sendung mit der Maus": Warum nicht? So sind die Franzosen nun einmal. Locker und flockig. Nicht so lehmbehaftet an den Holzklotschen wie wir Deutschen. Und die beiden Protagonisten, junger Mann und ältere Dame, gehören zur Professoren-Elite Frankreichs hinsichtlich der Klärung und Aufarbeitung politischer Begriffe und Hintergründe...
Die Krise als Chance. Eben!
Und wenn ich mir die Kommentare so durchlese: Bange machen gilt nicht!

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel
Martin Sellner
21. September 2015 23:02
@Carl Sand Genau das würde geschehen wenn es keine Bewegung wie die IB&PEGIDA, keine Partei wie die AFD, und keine ThinkTanks wie die Sezession gäbe. All das ist nicht mehr einfach so weg zu kriminalisieren. Ich glaube sie überschätzen hier die Allmacht des Staates und setzen das theoretische Ausmaß von Gewaltmonopol&Überwachung mit der praktischen Möglichkeit seiner Umsetzung gleich. Die ist geringer, hier gibt es mAn viele andere Faktoren. Sogar in der BRD, die in Bezug auf Vogelfreiheit der Rechten, medialer Gleischaltung und staatlicher Durchgriffsrechte in Europa wohl einzigartig ist, wäre so etwas kaum möglich. Wie in Frankreich, Ungarn, Österreich, Italien? Ich glaube nicht an die Panverschwörungstheorie. Ich glaube an mächtige Akteuere und die metapolitische Macht von Ideen, die überpersonale Macht von Strukturen und Systemen. Aber all das ist nicht perfekt, ist nicht völlig umfassend, es gibt niemals unendliche viele Ressourcen alles zugleich und gleich intensiv zu überwachen und abzudämpfen. Verschwörungstheorien wirken immer nur ex post, es sind immer rückwärtsgewandte Prophetien. (Schlegel)
Bernhard
21. September 2015 23:04
Vielleicht habe ich einen Aspekt herausgearbeitet, der Ihnen in Ihrer Euphorie über das Geschriebene gar nicht aufgefallen ist, obschon unzweifelhaft enthalten. Wie anders soll man den von Ihnen ersehnten Kampf gegen böse Migranten unter patriotischer Führung werten? Sie werden kaum mit Bleistiften und Sprachkursen schießen wollen.

Ich finde es einigermaßen erschreckend, dass sie ein wesentliches Prinzip unserer Sicherheit vollkommen ignorieren: Das strikte Gewaltmonopol des Staates. Bei uns tragen nur Sicherheitskräfte eine Waffe. Hier gibt es keine Islamisten, die mit einer Kalaschnikow im Arm durch die Straßen schwadronieren. Wenn es einen gäbe, dann wäre er innerhalb kürzester Zeit neutralisiert. Es ist perfide, mit Bildern aus vollkommen zusammen gebrochenen Staaten, wo Anarchie herrscht, hier bei uns Ängste zu schüren. Sie tun dies allein, um Ihre überschaubare Anhängerschaft zu mehren.

Mit dem letzten Satz verdeutlichen Sie abermals Ihre eigentliche Intention einer "Machtübernahme". Bleibt zu hoffen, dass genügend Lehren aus unserer Geschichte gezogen wurden. Ich bin da durchaus optimistisch, zumal unsere Staatsorgane mittlerweile mit einem psychologischen Geschick agieren, das aus erklärten Wutbürgern mit den geeigneten Bildern wirkungsvolle Massenregulative werden lässt.
Martin Sellner
21. September 2015 23:13
@Bernhard: Es wird lächerlich.... Ich habe in dem Text ganz klar eine Tendenzwende beschrieben, die gerade NICHT auf Gewalt und Vertreibung sondern eben die Änderung von Trends abzielt. Ich habe die Idee eines Tag X, und einer Revolte relativ klar widerlegt und - noch einmal - gerade beschrieben, dass das Gewaltmonopol dieses Staats und seiner Systemerhalter sich irgendwann von den ideologischen Zerstörer und Abschaffern befreien muss. Ihr Kommentar ist mit Widersprüchen gespickt. Einerseits beziehen sie sich richtigerweise auf das Fehlen paramilitärischer Opposition (im Beispiel von islamischer Seite) behaupten aber es ginge mir um einen Kampf gegen "böse Migranten" der offenbar militärisch ausgetragen werden soll- völlig konträr zum obigen Text. Die chaotisch-anarchischen Zustände habe ich eben nicht als eine revolutionäre Bewegung sondern mit Heinsohn als "brasilianisch" beschrieben. Da sie durch den WelcomeWahn, in dieser entscheidenden Periode, so intensiv und rasch geschieht, sehe ich eine sehr gute Chance auf eine Wende, die zum hundersten Mal, nicht als "Machtübernahme" im Sinne eines Putsches beschrieben ist. Wenn noch so ein dämlicher Kommentar kommt und Sie ihre abstrusen Konklusionen aus meinem Text nicht mit Zitaten belegen können, werte ich das als Trolling und schalte die nächsten Wortspenden nicht frei.
FFlecken
21. September 2015 23:16
Ich kann die Haltung Martin Sellners nur unterstützen. Für Niederlagen ist immer noch Zeit, aber die Chancen müssen gesehen werden. Letztendlich kann ich nur jedem der als Aktivist und Vollzeit-Patriot handelt empfehlen, die Kraft nicht nur im außen zu suchen, denn diese Sphäre ist nur bedingt beeinflussbar und dem Wandel unterworfen, von innen her muss die Stärke erwachsen. Und hier gilt es sich eine heroische Haltung nicht nur anzulesen, sondern zu verinnerlichen (nicht zu stark verbürgerlichen). Ich glaube Martin Sellner muss man darauf nicht hinweisen.
Dies macht einen unabhängiger gegenüber Sieg und Niederlage. Letztendlich zählen die Spuren die.hinterlassen werden und die Herrschaft über sich selbst, um sich und dem Leben eine Form zu geben.

Ich sehe in der außer Kontrolle geratenen Masseninvasion auch die Chance, daß nun viel deutlicher wird, was hier geschieht. Ich bin sicher, der Große Austausch sollte stiller und langsamer vonstatten gehen... Da ist definitv etwas aus dem Ruder gelaufen! Und machen wir uns nichts vor, die Herrschenden wollen es nicht anders, es gibt kein Erkenntnisproblem. Keine falschen Hoffnungen, sonderndie Richtigen!
Und ja, das auch deutsche, abendländische, europäische, weiße Europa hat sich immer wieder eine Form gegeben - und das Recht dies für die Zukunft zu erhalten und fortzuführen muss verteidigt werden. Wir stehen nicht umsonst zu dieser Zeit an diesem Platze. Die Festung Europa gegen die Stürme der kommenden Jahrzehnte zu errichten erfordert unser aller Einsatz!
jack
21. September 2015 23:25
Danke, Herr Sellner. Aufbauender Zuspruch ist in diesen Tagen so dringend notwendig, wie frisches Wasser.

Man wähnt uns am Boden liegend und versucht zur Vollendung der Niederlage, nicht nur verbal auf die Köpfe zu treten.

Viel Feind, viel Ehr, und das bei der Übermacht des Feindes die Ehre groß ist, stärkt und bestätigt uns.

Wir dürfen nicht vergessen, daß die Gutmenschen nicht einfach einer Laune folgen, sondern ihre ganze Persönlichkeit auf ihre irre Weltsicht aufgebaut haben.


Gutmenschen haben keine Persönlichkeit, sie sind leicht steuerbare praxisferne Ideologen, denn es ist, zumindest den Mitläufern, noch nicht klar, dass sie selbst abschaffen. Nur kann man bösartige Gutmenschen von den arglosen Mitläufern sortieren. Die Bösartigen erleben wir täglich schamlos Lügen verbreitend, medial und bei den Politikdarstellern.

@ Marc Aurel
Schön, dass Sie nach dem Warum fragen und sich selbst etwas weiter unten in Ihrem Text, die einzig passende Antwort geben. Man kann die Satrapen und ihre Freunde immer noch als Futter gegen Russland verwenden.

Es gibt im Netz genügend Hinweise darauf, dass die oben verlinkten Feinde der weißen Europäer nicht unbeteiligt sind an sämtlichen Aktionen in der Ukraine bzw. deren „heimliche Regenten“ sind.

Konzertierte Aktionen sozusagen.
Felix
21. September 2015 23:32
Ich kann nur hoffen, dass es nicht schon zu spät ist. Retten wir gemeinsam unser Vaterland vor dem Untergang, vor Überfremdung, Islamisierung, vor Kriminalität, Sozialbetrug, vor fremder Machtübernahme. Es ist hohe Zeit!
H. M. Richter
21. September 2015 23:34
Dank für die Ermutigung !
_____________________

Ich habe heute mit einem alten deutschen Kommunisten gesprochen.
(Als Kind hat er Dresden noch unzerstört erlebt.
Bis vor wenigen Wochen war er mit Egon Bahr im Gespräch.)

Ich habe ihn gefragt, warum die Linke Deutschland erneut verrät, warum sie sich jetzt, nach so langem Kampf, erneut zum nützlichen Idioten machen läßt.

Schnell merkte ich: Er wußte, wovon die Rede war.
Sven H.
21. September 2015 23:35
Die Lethargie der Menschen und ihre Bequemlichkeit sind Folgen des Wohlfahrtsstaates. Von den Bürgern, die tatsächlich eine Krise durchstehen mussten sind kaum noch welche am Leben oder älter als 90 Jahre. Mein ehemals ruhiger Wohnort (ein Vorort von Nürnberg) hat sich innerhalb der letzten 4 Wochen zu einem ausgewachsenen "Migrantenstadl" transformiert. Tags- und nachts immer uns die ganze Zeit das Martinshorn, Feuerwehr, Polizei. An meinen Sonntagsspazierstrecken lungern dunkle junge Männer herum und fahren auf Fahrrädern rum. Das Schulzentrum wurde okkupiert (in einer Nacht und Nebelaktion am 10. September, kurz vor Schulbeginn). Das ganze an den Kindern und Schülern auszulassen!?, tiefer kann eine staatliche Ordnung nicht mehr sinken! Noch eine weitere Schule und ein Sportplatz sollen folgen.
Um zu Hr. Sellner zu kommen. Ich sehe keinen Widerstand, weder bei meinen Arbeitskollegen noch bei meinen Freunden. Alle sind gelähmt!!!
Es wird hingenommen. Es sieht so aus, als war die Gesellschaft reif dafür.
Ich habe einen 2 Monate alten Sohn und bete zu dem alten Gott (der, der schon seit den 60ern aus der Kirche ausgetreten ist), dass er mir verzeihe. Meine Frau denkt an Flucht und wenn ich mein eigenes Volk ansehe, dann weiss ich auch nicht mehr weiter.
hubschrauberpilot
21. September 2015 23:35
@Bernhard: Sie haben gar nichts herausgearbeitet - das Gewaltmonopol der BRD ist längst erodiert, Sie merken's nur nicht oder wollen's nicht merken. Es geht damit los, daß Grenzen nach wie vor von illegalen Einwanderern einfach überrannt werden, daß Diebstahl derselben Klientel nicht geahndet wird, daß es eine immense Zahl nicht legal geführter Schußwaffen vor allem bei Einwanderern in diesem Ihrem Land gibt, daß ganze von diesen besiedelte Stadtgebiete in NRW, Berlin und Hamburg von der Exekutive Ihrer BRD abgekoppelt sind etc.pp. Was klein anfängt, wird im großen Rahmen enden, und dann werden auch Sie es doch noch merken, daß bei Ihnen schon länger nicht mehr nur "Sicherheitskräfte" Waffen führen. Dann werden Sie irgendwann in einer hellen Minute insgeheim auch das eine oder andere historische Stereotyp revidieren und sich eingestehen, daß es stets linke Machbarkeitsapostel, darunter auch Ihre Nationalsozialisten, waren und sind, die das Land der deutschen Untertanen ins Verderben führen. Mektoub.
jack
21. September 2015 23:40
Mit dem letzten Satz verdeutlichen Sie abermals Ihre eigentliche Intention einer „Machtübernahme“. Bleibt zu hoffen, dass genügend Lehren aus unserer Geschichte gezogen wurden.


Nach dem Vokabular zu urteilen liest hier der Bundespräsident Gauck mit und schreibt. ;-)
marodeur
21. September 2015 23:42
bernhard:
Es ist mir ein Rätsel, wie man solchen Zeilen irgendetwas Gutes, Gewinnendes, Konstruktives entnehmen kann.


Nun ich halte es mit Max Frisch: "Eine Krise kann ein produktiver Vorgang sein. Man muss nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen". Das "überschaubare Häuflein" von Angshasen hier hat sich, im Gegensatz zu Ihnen, seit langem auf diese Situation vorbereitet. Spengler wußte, "aus der Angst kommt das Wissenwollen, das Bedürfnis der Fixierung des Unfixierbaren durch Zahl und Gesetz, Formel, kausale und finale Festlegung." Hier werden die Antworten und Lösungen erdacht, die bald Realität sein werden.

Was aber, wenn der Staat gut genug organisiert ist, den Flüchtlingsstrom zu bewältigen? Was, wenn die Menschen integriert werden, und sich gar vermischen? Unser Staat wird größte Anstrengungen unternehmen, damit das von Sellner so heiß ersehnte Chaos ausbleibt.


Ganz ehrlich - ich würde mir wünschen, es wäre so. Aber, ich fürchte ihre geliebten Flüchtlinge haben da ein Wörtchen mitzureden. "Die Europäer glauben, dass die Muslime nur zum Geldverdienen nach Europa gekommen sind. Aber Allah hat einen anderen Plan." (Necmettin Erbakan)
Eckesachs
21. September 2015 23:48
@M. Sellner

Danke für den Artikel.

Nur zwei Dinge.

1. Haben Sie den letzten Vers des von Ihnen verlinkten Liedes (Kraftplatz) ausreichend berücksichtigt?

Wir benötigen Strategien für die Zeit danach.

2. ,,Assimilierbares assimilieren, Integrierbares integrieren und alles andere „remigrieren"

Diese Forderung (oder Zukunftsaussicht) ist strategisch falsch. Wenn man einen Gebrauchtwagen verkauft, bietet man ihn über Preis an, um das zu bekommen, was er wert ist.

Zuerst wird Verhandlungsmasse geschaffen.

Verhandlungsmasse schafft man durch freche Maximalforderungen - nehmen Sie sich ,,die Grünen" als Beispiel und sehen Sie, was diese damit erreicht haben.

Die Rechte muß lernen, besser zu verhandeln.

Fordern statt reagieren.

Eine Forderung muß der nächsten folgen, irgendwann ist der Gegner erschöpft.
Martin Sellner
21. September 2015 23:55
@Eckesachs Danke für den Hinweis. Ich muss sagen, dass ich mir über Rolle und Intention der USA derzeit nicht ganz im Klaren bin. Auch diese ist ja kein monolithischer Block und hat verschiedene geostrategische Interessen. Europa spielt für sie im Moment soweit ich weiß eine sehr geringe Rolle. Ich habe es vielleicht missverständlich formuliert aber mit dieser Formel meinte ich die Ratio der einen Staatsmacht und des Verfassungspatriotismus, die notwendig auf Konfrontationskurs mit dem Humanitarismus der Linken gehen muss.
Gustav Grambauer
22. September 2015 00:01
Na, vielen hier scheint es ja zu genügen, wenn sie als Biomasse durch die darwinistische Auslese gehen und überleben, um anschließend - wie Marc Aurel zutreffend herausgearbeitet hat - wieder mal als "wieder in Form gebrachtes Volk" gegen Russland verheizt zu werden. Da hier Eichelburg erwähnt wurde: klar schwingt das Eichelburg-Pendel (bitte googeln) mit unentrinnbarer Wucht zurück. Vor dieser Wucht erübrigt sich die Gramsci-Lektüre, vielmehr kommt es doch darauf an, sich innerlich gefestigt eben nicht mit diesem Pendel mitreißen zu lassen.

Die Substanz von Identität und Kultur ist unwiderbringlich zerstört; dieser Substanzverlust ist mit keinem "Aufwachen" (wie hier fast durchgängig beschworen) mehr zu kompensieren. Diese Dimension des Abgrunds bleibt bei jedweden operativen Formierungsversuchen ungeheilt. Ich versuche, diesen Abgrund an einem Auszug aus einem Brief an Klonovsky deutlich werden zu lassen, den dieser vorige Woche ad Acta Diurna veröffentlicht hat:

"... Bald wird dieses Bürgertum im Osten, das Ideale von Bildung und kultureller Verbundenheit konservierte, welche in der BRD längst als reaktionär erkannt worden waren, nur noch in Andeutungen vorhanden sein. Und es wird nur noch wenige geben, denen der Besuch des Naumburger Doms, des Bachhauses oder eines Kirchenkonzertes in Schwarzenberg eine innere Saite anschlägt. Was jetzt kommt, wird vor dieser Kultur bestenfalls stehen, wie einst Goten vor einem Ceresheiligtum standen – vielleicht anerkennend, aber ohne innere Beziehung dazu, und nach einer kurzen Phase der Scheu und Verwunderung in den Säulen und Mauern nur noch Baumaterial erkennend.


Am Bahnhof in *** verabschiede ich mich von Mutter und Vater, winke ihnen zu. Sehe, wie sie, nun schon grau und etwas gebückt, durch den großen Mittelbogen gehen. Ich weiß, dass sie und ihresgleichen die letzten einer Art sein werden. Ihre Kultur vergeht, wie die eines Stammes von Prärieindianern. Und ich steige in den Zug nach Berlin, die Wunderkammer und Vorhölle des Zeitgeistes. ..."

Ein hierbei nicht erwähnter bitterer Gesichtspunkt kommt sogar noch hinzu - daß dieses Bürgertum allein im 20. Jahrhundert gleich mehrmals epochal versagt hat und es nicht zu erwarten ist, daß es in Zukunft von Versagen frei sein würde. Zur "Zivilgesellschaft" transformiert oszilliert es in moralischer und politischer Hinsicht wie ein Schiff ohne Kompaß. Ehrlich gesagt habe ich nur Ekel vor den Opportunisten, die jetzt bald wieder "aufwachen" werden.

Die Rettung könnte nur getragen von neuen geopolitischen Achsen kommen, und auch nur bei viel Geduld insbesondere der Russen und unter der Voraussetzung, daß die Deutschen nicht den Arzt in die Hand beißen, der ihnen zu gegebener Zeit die Arznei bringen möchte.

Das sollte bei aller Mobilisierung mit bedacht werden.

- G. G.
Reklof
22. September 2015 00:03
Herr Sellner,

fangen wir mal praktisch an. Am dritten Oktober findet in Frankfurt der zentrale Festakt der Deutschen Einheit statt. Diesen Tag sollten wir den Etablierten versauen. Denen gehört nicht die Deutsche Einheit. Keiner von denen wollte Sie haben. Hier müsste man getarnt als BRD Depp in der Menge untertauchen und auf Kommando Störaktionen starten. Wann, wenn nicht dann, sollte der Ruf erschallen: Wir sind das Volk !

Aber wenn das alles nichts nützt, dann rückt die echte Krise, das Chaos näher. Wie dann weiter ?
Eckesachs
22. September 2015 00:13
@Sven H.

,,Um zu Hr. Sellner zu kommen. Ich sehe keinen Widerstand, weder bei meinen Arbeitskollegen noch bei meinen Freunden. Alle sind gelähmt!!!
Es wird hingenommen. Es sieht so aus, als war die Gesellschaft reif dafür."

Tja, von alleine sagen die nix. Da muß man schon mal Anspielungen machen. Büroarbeiter?

,,Ich habe einen 2 Monate alten Sohn und bete zu dem alten Gott (der, der schon seit den 60ern aus der Kirche ausgetreten ist), dass er mir verzeihe. Meine Frau denkt an Flucht und wenn ich mein eigenes Volk ansehe, dann weiss ich auch nicht mehr weiter."

Nix da!

Wohin denn auch? Ich habe Freunde in mehreren europäischen Ländern, spreche einige Sprachen, kann vieles arbeiten, aber: was bin ich in der Fremde? Genau, ein Fremder. Es würde 10 bis 15 Jahre dauern, bis ich annähernd die Kontakte hätte, wie ich sie hier habe.

Wenn ich Sie mit Gott aufbauen kann, dann nehmen Sie dies:

https://www.youtube.com/watch?v=pR3PFJ7TDX8

Halten Sie den Rücken gerade! Stützen Sie Ihre Frau! 20 Klimmzüge zur Strafe, weil Sie sich hängen lassen!
Wir haben nur diese Heimat und die gehört uns, nur uns.
Trouver
22. September 2015 00:14
Lieber Bernhard, es ist nicht Kampf gegen Migranten. Es ist Kampf gegen Regierung, wewelche die Migranten ansiedelt und dadurch Deutschland entstellt.
Eckesachs
22. September 2015 00:21
@M. Sellner

,,Europa spielt für sie im Moment soweit ich weiß eine sehr geringe Rolle."

Ich weiß auch nicht sehr viel. Eigentlich weiß ich nur sehr wenig, gemessen daran, was es an Weltwissen gibt.

Wenn man goetheanistisch denkt, läßt sich die Welt durch reines Denken, von innen heraus, erklären.

Das empfinde ich als sehr deutsch.
Richard Cobden
22. September 2015 00:27
Was ich mir von der Krise erwarte, ist vor allem eines: Dass junge, wissbegierige und tatkräftige Menschen in unsere Reihen stoßen und als Humaninfusion die Vitalität und Organisationsfähigkeit unserer Szene stärken und ihre interne Vernetzung soweit vorantreiben, dass es zu einem politikfähigen Milieu wird. Jetzt ist die Zeit, in der Menschen bei uns hervortreten können, die wirklich arbeiten, sei es geistig oder organisatorisch. Jetzt trennt sich auch die Spreu vom Weizen. Mir sind, ehrlich gesagt, konvertierte Linke, die zu uns stoßen und wirklich anpacken, tausendmal lieber als die vertrauten, pessimitischen Schwätzer, bei denen das Jammern schon zum Lifestyle geworden ist. Ich hoffe, dass man in einigen Jahrzehnten fragen wird: "Und, was hast du damals in der großen Zeit geleistet?"
Keats
22. September 2015 01:03
Auch ich verspüre seit einiger Zeit diese seltsame "Stimmung der Siegesgewißheit". Sie hat sich bei mir eingestellt, nachdem ich einige mögliche Szenarien durchgespielt habe. Ein Terroranschlag in Deutschland, nachdem die Bilder von den "Willkommen!"-Kindern um die ganze Welt gegangen sind, wäre für die Menschenrechtskrieger der ultimative PR-GAU. Jeder Blick auf die hereinströmenden Invasoren zeigt, von diesen Leuten ist keine Disziplin zu erwarten, sie werden sich nicht an irgendwelche Drehbücher halten. Das von ihnen verursachte unkontrollierte Chaos wird eine neue Ordnung hervorbringen, aber eben nicht unbedingt die von den Hintermännern dieser Krise erträumte.

Auf Counter Currents erinnert ein Franzose an die siebenjährige Chemnitzerin, die am 3.8.2015 im "Park der Opfer des Faschismus" von einem Afrikaner mißbraucht worden ist. Ein verdächtiger Asylbewerber wurde von Zeugen nicht wiedererkannt, der wahre Täter ist wahrscheinlich flüchtig. Er hat keinen Namen, das Kind hat keinen Namen, heute ist die Tat schon fast wieder vergessen. Das darf nicht passieren.

Keines der Opfer des Krieges gegen uns darf vergessen werden. Jeder, der das System stützt, ist persönlich verantwortlich für jedes Opfer der Invasoren. Das ganze feindliche System beruht auf der Behauptung, im Sinne der Menschen zu handeln. Mit jedem Verbrechen, das uns angetan wird, kommt die Haßfratze hinter dieser Maske deutlicher zum Vorschein.

Die meisten Menschen haben nie gelernt, in historischen Dimensionen zu denken. Nach jeder großen Katastrophe ist das Leben weitergegangen. 1945 schien Deutschland am Ende zu sein, 1965 lebten die Deutschen glücklich und im Wohlstand, wenn auch im Schatten einer drohenden neuen Apokalypse. Angesichts der tiefschwarzen Wolken am Horizont ist es richtig, Angst zu haben. Es ist verständlich, wenn bei jemandem partout keine positive Stimmung aufkommen will. Nicht nachvollziehbar ist allerdings der penetrante Defätismus, der mancherorts zelebriert wird, bis hin zur veritablen Herdenpanik, bei der sich angebliche Patrioten gegenseitig zur Flucht aus Deutschland anstacheln. Für PI bringt die Google-Suche nach "Deutschland hat fertig" 615 Ergebnisse, für die Sezession 3, wobei bei einer, 2011, ein Kommentator schreibt: "Ich kann diese Deutschland-hat-fertig-Arie nicht mehr hören!" Brillant!

Deutschland wird es schaffen. Glücklich, wer sagen kann: Ich bin dabei gewesen. Oder wenigstens: Ich habe nicht im Weg rumgestanden und gejammert.
Andreas Walter
22. September 2015 01:24
http://www.n-tv.de/politik/Maassen-warnt-vor-Anschlaegen-mit-Toten-article15632831.html

Richtig, Herr Maaßen. Die Gesellschaft und die Politik müssen das Problem selbst lösen. Fragt sich nur Welches, und wie. Ist doch nur noch eine Frage der Zeit, bis auch durch Ihre Organisation ein Riss geht, auch Sie sich dann entscheiden müssen, ob Sie lieber fliehen oder tatsächlich für Deutschland kämpfen wollen. Doch Ihren Worten entnehme ich, dass Sie sich bereits entscheiden haben.

Schade eigentlich. Vielleicht hätte man Ihr Amt auch einfach nur nicht Bundesamt für Verfassungsschutz nennen sollen, dass kann zu Verwechslungen führen. Ein Stück Papier muss man nämlich nicht schützen sondern nur diejenigen, die dieses Papier schützen soll. Amt zum Schutz der Grundgesetze also, gemeint sind aber doch wohl die Grundrechte der Deutschen, was aber natürlich auch eine Farce ist, wenn ich mir §146 oder §139 ansehe, die Beide Fragen aufwerfen.

Doch trösten Sie sich. Solche Verwechslungen kommen vor. Ich wusste bis gestern auch nicht, wer die Vandalen, die Arier waren, ob Sie mir das jetzt glauben oder nicht. Sehen Sie sich doch einfach mal folgenden Film mit Ihrer Frau an und lassen dann sie entscheiden, ob Japan in Zukunft nicht sicherer als Deutschland ist, auch langfristig betrachtet. Domo arigato, Herr Maaßen.

https://www.youtube.com/watch?v=OY9Wn7mgnkA
enickmar
22. September 2015 02:37
@Marc_Aurel

Natürlich schaden deren Interessen zum Beispiel auch dem amerikanischen Staat, dennoch nutzen sie diesen als Transmissionsriemen, ...


Das wäre doch schon die Antwort. Transmission mit Verschleiß.
Direkte Aktion
22. September 2015 06:43
Vorweg....gestern in Dresden mindestens 18.000 bei PEGIDA!

Ist zwar alles schwer zu schätzen - habe von Leuten auch Zahlen wie 25.000 und sogar 30.000 gehört - aber 18.000 dürfte vergichen mit Bilder früherer Spaziergänge die wohl realistischste Zahl sein.
Unüberhörbar die Parolen der Tausenden: Merkel muss weg!

Und wenn man die vielen, vielen kleineren Demos im gesamten Bundesgebiet von Bielefeld, Essen, Scherin, Freital, Heidenau, Stuttgart, München, Berlin, Hamburg, Dortmund und und und dazuzählt, wo nun mittlerweile nahezu an jedem Tag der Woche in zwei oder drei verschiedenen Orten gegen die illegale Masseneinwanderung demonstriert wird, dann sollte uns das Mut machen.

Zumal für jeden der den Mut hat gegen die veröffentliche Einheitsmeinung auf die Straße zu gehen, Hundert stehen, die den Mut leider (noch) nicht haben.

Ich sprach mit Beamten, denen es aufgrund des sog. "Radikalen-Erlasses" gar nicht möglich ist, sich rechts zu betätigen und wenn dann nur klandestin. Art. 3 GG ist für Beamte nicht gültig, zumindest dann, nicht wenn sie rechts stehen.

Trotzdem dreht sich der Wind erkennbar: erste zaghafte Artikel in der Systempresse (FAZ, Welt) die sich zaghaft in unsere Richtung bewegen (heute morgen zB. wurde das Video der SPD-Regionalkonferenz verlinkt in der eine Referentin angsichts der 55.000 Invasoren an nur 10 Tagen in Tränen ausbrach und vor Kriegszuständen warnte) und egal wohin man auch geht: Restaurant, Fitness-Center,in der S-Bah, im Supermarkt, Gartenparty, ganz zaghaft und hinter vorgehaltener Hand sogar am Arbeitsplatz überall nur ein Gesprächsthema und ein Tenor:

Die unzähligen Asylanten - der Verlust der eigenen nationalen Identität und Würde - die ungeahnten Spätfolgen - und auch: "nächstes Mal wähle ich Rechts, denn so geht`s einfach nicht mehr weiter, die da oben sind doch alle verrückt geworden"...und das von ganz normalen Leuten, die überhaupt nicht politisiert sind.

Wichtig für uns Aktivisten:
Jetzt nicht nachlassen, täglich demonstrieren, informieren, Flugblätter in die Briefkästen, vekleben usw. - wir können sie stoppen!

Apropos...ist die AfD wieder eingeschlafen?
Die Demo in Erfurt war ja wirklich großartig...aber was ist mit Gauland, was mit Petry - und was mit den rund 16.000 anderen AfD-Mitgliedern?

Leute, das Land wird gerade irreversibel überfremdet - warum nutzen Konservative und Rechte diese Steilvorlagen nicht mit Brachialgewalt aus?! Das ist doch schon fast surrealistisch dieses Nichtstun.

AUFWACHEN - KÄMPFEN!
enickmar
22. September 2015 07:32
@Martin Sellner

Ich glaube nicht an die Panverschwörungstheorie. Ich glaube an mächtige Akteure und die metapolitische Macht von Ideen, die überpersonale Macht von Strukturen und Systemen.


Ist es denn so entscheidend, daß man das weniger offene und mehr planvolle Agieren von Strippenziehern nicht “Weltverschwörer” bzw. “Welteliten” nennt, sondern “mächtige Akteure” plus “überpersonale Macht von Strukturen und Systemen” ?
Zumindest eines ist offensichtlich. Es wird zielgerichtet politisch gehandelt und diese Politik dabei der breiten Öffentlichkeit in den Massenmedien konzertiert mit Propaganda verkauft. Das wird kaum ohne eine gewisse “vertrauliche Orchestrierung” funktionieren. Auf welcher Ebene auch immer. Verschwörung ist nur insofern falsch, als daß die Agenda nicht wirklich geheim ist. Hier z.B der offizielle UN-Plan:

Build peace and effective, open and accountable
institutions for all. Freedom from fear, conflict and
violence is the most fundamental human right, and
the essential foundation for building peaceful and
prosperous societies.

...

International Migration: The universal human rights and
fundamental freedoms of migrants must be respected.
These migrants make a positive economic contribution
to their host countries, by building up their labour force.
Sending countries benefit from getting foreign exchange
in the form of remittances and from greater trade and
financial flows with countries where they have a large
diaspora. By 2030, as global population rises, there could
be 30 million more international migrants, remitting an
additional $60 billion to their home countries through lowcost
channels.


https://www.un.org/sg/management/pdf/HLP_P2015_Report.pdf

Unterschrieben u.a. von David Cameron. Das sind die gleichen Funktionäre, die im Nahen Osten und Nordafrika Kriege führen lassen.

Man kann es nennen wie man will. Es ist die Agenda der internationalen Eliten (offiziell und nicht "ex post").
Direkte Aktion
22. September 2015 07:35
@ Reklof

" Am dritten Oktober findet in Frankfurt der zentrale Festakt der Deutschen Einheit statt. Diesen Tag sollten wir den Etablierten versauen. Denen gehört nicht die Deutsche Einheit. Keiner von denen wollte Sie haben. Hier müsste man getarnt als BRD Depp in der Menge untertauchen und auf Kommando Störaktionen starten. Wann, wenn nicht dann, sollte der Ruf erschallen: Wir sind das Volk ! "

Sehr guter Hinweis - lautstark und unüberhör- und sehbar den "Eltiten" entgegenbrüllen, was man von Ihnen hält.

Nicht in irgendwelchen menschenleeren Industriegebieten demonstrieren, sondern da wo die Völkerzerstörer schlemmen und tafeln!
Iglu
22. September 2015 09:11
Langsam nähert sich der Punkt, wo wir nichts mehr zu verlieren haben. Das nährt natürlich den Mut der Verzweiflung, der in diesem Artikel zum Ausdruck kommt. Den Zivilisations- und Vaterlandszerstörern von der Gegenseite dürfte klar sein, dass die gegenwärtige Eskalation bei vielen, vor allen jungen Leuten diese Haltung verstärken wird. Deshalb werden sie auf noch mehr Eskalation setzen. Was hierbei ins Spiel kommt, ist die Möglichhkeit von false flags. Ein Brandanschlag auf eine "Flüchtlings"unterkunft, bei dem Menschen ums Leben kommen, wäre der ideale Anlass für eine verstärkte Einschüchterungs- und Verbotskampagne. Deshalb ist es wichtig, vorzubauen und diese Gefahr zu thematisieren. Die Leute müssen dafür sensibilisert werden, dass der Gegner zu allem, aber wirklich allem bereit und in der Lage ist.
Der Gutmensch
22. September 2015 10:45
Bei allem Respekt, Herr Sellner, aber Pathos hilft derzeit ungefähr so wenig wie Defaitismus.

Es ist nicht Deutschlands Betreiben, weshalb in der islamischen Welt nun Terror herrscht und demnächst dort ganz herkömmlich ein Krieg entschieden werden muss; zwischen dem IS (von dem wir alle wissen, wer ihn aufgebaut hat) - und den Kräften, die von den Russen unterstützt werden. Europa muss sich deshalb ebenfalls positionieren, ob es vorher noch ein paar Leute (und seien es Glücksritter) in Sicherheit bringt, oder das bleiben lässt. Fragt man die EU, so sitzt den Mitgliedsstaaten das Hemd gewöhnlich näher als die Hose. Deutschland hat sich anders entschieden (wie sind eben anders als die anderen Kinder). Damit unterstützen wir faktisch dieselbe Seite wie die Russen - und ohne sich mit denen zu verwechseln, kann man doch fairer Weise über sie sagen, dass die wenigstens kein pauschaler Vernichtungswille umtreibt.

Jedenfalls ist es geradezu unsinnig, die derzeitige Politik auf eine sentimentale Schwäche der deutschen Regierung zurückzuführen. Jede europäische Regierung muss sich entscheiden, wo sie den ärgeren Feind vermutet: Überm Teich, da, wo der Impuls für die derzeit chaotische Situation herrührt (das wäre eine mittelfristige Perspektive). Oder bei denjenigen, die mit Hilfe einer archaischen Ideologie faktisch auf der anderen Seite stehen, wie z. B. auch Dr. Gauland sehr gut weiß (das blüht uns derzeit).

Die Regierung Merkel ist ein hohes Risiko eingegangen und hat damit eine härtere Entscheidung getroffen als beispielsweise die Regierung Orbàn. Das kann man pragmatisch oder mit den Briten „streberhaft“ finden - aber man wird eine Entscheidung dieser Größenordnung nicht mal eben korrigieren; das muss einem doch klar sein! Über Krieg und Frieden hat doch noch nie ein Volk frei entschieden; es wurde immer nur für die Entscheidung anderer instrumentalisiert (und auch unter den größten Pazifisten finden sich einige der größten Verräter an ihrem Volk).

In der schlimmsten Konsequenz kann uns infolge dieser Entscheidung der deutschen Regierung die innere Sicherheit vollends entgleiten und wir haben schlimme Kollateralschäden zu beklagen; so ist das eben, wenn Krieg herrscht - das ist ein zynisches Geschäft.

Im besten Fall wird der amerikanische Hegemon samt Terror + TTIP etc.pp. zurückgedrängt und unsere permanent handaufhaltenden europäischen Nachbarn lernen wieder etwas Demut. Dann wird hier einiges neu verhandelt werden.

Doch wie es auch kommen mag: Vor dem Hintergrund der deutschen Innenpolitik als Forums-Pläsierchen kann man sich hier freuen, dass man auf alle Fälle Recht behalten wird; ob es besonders klug ist, das ungeniert zur Schau zu stellen (statt lieber das Deutsche, das Eigene ungeniert bei jeder Gelegenheit zur Schau zu stellen und es damit praktisch zu bewahren) muss mal wieder jeder für sich selber entscheiden.

Kopfschüttelnd und nach wie vor Tee trinkend,

der Gutmensch.
Gustav Grambauer
22. September 2015 10:52
Eckersacks.

"Wenn man goetheanistisch denkt, läßt sich die Welt durch reines Denken, von innen heraus, erklären."

Und noch viel mehr: das Denken wird als wesenhaft und sogar noch darüber hinaus als zur unmittelbaren Wirkungsmacht gesteigert erfahren.

Die Deutschen stemmen sich dagegen, spötteln darüber, und bemerken nicht, daß sie damit über ihre eigene Prädestination spötteln. Was für eine Tragödie - denn wo das reine Denken nicht ist, da strömen die Dämonen ein (wovor andere Völker, anders als die Deutschen, noch geschützt sind).

Ich vermute, die meisten Leser hier werden diese Zeilen als OT ansehen, aber genau auf der Ebene liegen die Weichenstellungen für den Kampf um den mitteleuropäischen Kulturimpuls, welcher der Kern der hier beklagten Katastrophe ist. It`s the spirit, stupid.

- G. G.
Heinz
22. September 2015 11:20
Träume - nichts als Wunschträume!

Mit diesem Volk niemals - es wird still und leise in die Minderheit geraten und sich dann ganz rechtsförmig aus der Geschichte verabschieden (lassen). Die Würfel sind schon lange gefallen.

Übrigens werden die Eroberer viel zu klug sein, um sich mit "riots" zu demaskieren.
franz spitzauer
22. September 2015 11:38
Ich habe den Identitären-Aufkleber "Minderheit im eigenen Land? Wehr dich gegen den großen Austausch" am Heck meines Autos. Ein Blick im Rückspiegel auf den Hintermann bei roter Ampel sorgt seitdem regelmäßig für Unterhaltung. Es kommen sogar welche nach vorne mit der Frage, ob sie auch so einen Aufkleber haben können. Will sagen: die öffentliche Meinung in der Flüchtlings-/Einwanderer-/Überfremdungsfrage entspricht bildlich gesprochen einem Eisberg: die große, quasi nicht sichtbare Mehrheit ist deutlich GEGEN die Umvolkungspolitik der politisch-medialen Klasse und nur eine Minderheit unterstützt in einer Art gutmenschlichem Gruppenorgasmus die Vernichtung des Eigenen. Wie immer diese Zuspitzung der Lage ausgeht: sie mobilisiert die volkstreuen Elemente. Und das ist gut so.

Gruß aus Österreich!
jak
22. September 2015 12:23
Ja, die Lage spitzt sich zu. Wollen wir mal hoffen, dass es noch einmal eine „Tendenzwende“ gibt. Man sehe sich z.B. diese Bilder von der österreichisch-ungarischen Grenze an. Ich denke da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

Was ich mich frage ist: Wo zum Geier ist die AfD? Höcke einmal ausgenommen sind die abgetaucht. Wo ist Petry?

Wenn innerhalb des BRD-Systems noch etwas gerissen werden kann, dann nicht als weitere Blockpartei sondern als Fundamentalopposition à la FN. Wenn überhaupt, dann kann das Volk und und ganz sicher nicht die pseudointellektuelle „Mitte“ noch was reißen. Es geht um die Nichtwähler, die Unzufriedenen, die Abgehängten. Die "bürgerliche" CDU/CSU-Soße ist kein Bisschen besser als das „linksgrün“-antifantische Millieu. Aber die JF baut offenbar allen ernstes immernoch auf das Alfamännchen Lucky Lucke und Konsorten. Meine Fresse...
Albrecht
22. September 2015 12:24
Sehr geehrter Herr Sellner,

bei aller Siegesgewissheit und Optimismus sollte der Gegner nicht unterschätzt werden. Die Protagonisten des politischen Betriebes (von den Medien ganz zu schweigen) sind Profis. Ich sehe momentan durchaus eine Strategie des richtigen Timings der in dem ganzen Chaos steckt:

1. Sie (Kanzlerin) erfüllt erst einmal die Sehnsucht der Linken und Gutmenschen den "Flüchtlingen" zu helfen - wohlwissend, dass es ein böses Erwachen geben wird.

2. Nach dem bösen Erwachen; dem Verstummen der Willkommenskultur und im Zuge des Meinungsumschwunges wird das Asylgesetz verschärft. Diese Änderungen wären vor ein paar Monaten noch aufgrund medialen und politischen Widerstandes niemals umsetzbar gewesen. (in der Phase sind wir gerade)

3. Dann geht es schnell: Albaner und Serben werden abgeschoben, EU-Grenzen werden verstärkt gesichert; Schlepper gejagt usw. Der Zustrom ebbt deutlich ab.

Das Chaos beruhigt sich. Das Thema verschwindet aus den Medien. - Der Frosch füllt sich im Kochtopf wieder wohl. "Einzelfälle" werden wie vorher kaum zur Kenntnis genommen. Und vor allem: Jeder hat was er will: Die Linken und Sozialindustrie eine halbe Millionen traumatisierte Flüchtlinge, um die sie sich kümmern können, die Industrie mehr Humankapital, der besorgte, konservative Bürger den Anschein, dass Grenzen wieder gesichert werden und die Kanzlerin vielleicht den Friedensnobelpreis.
Nur die Rechte, welche gerade so richtig Fahrt aufgenommen hatte, bleibt (mal wieder) liegen.

Insofern wird das neue Asylgesetz und die Zeit bis zur Umsetzung ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer rechten Bewegung werden.
der Gehenkte
22. September 2015 12:39
Tut mir leid, die Party zu stören …

Es ist wahr – es tut sich was! Wer die die letzten Tage der DDR mit blinzelndem Blick in die untergehende Sonne miterleben durfte, kennt diese elektrisierende, hoffnungsvolle und zugleich beängstigende Stimmung. Alle sind hellwach, Gerüchte machen die Runde, Witze, jeder ist mit jedem „vernetzt“ … ein unglaubliches Gefühl der Befreiung und des Aufbruchs. Und dann: Die Wende!

Die Wende – ein Wort, das nun wieder hervorgeholt wird, auch von Sellner. Dabei haben wir vor wenigen Wochen noch in der „Tristesse Droite“ – die immer wieder wie ein Manifest angepriesen wurde – von den vielen vergeblichen Momenten der Hoffnung gelesen: Immer wieder dieses: „Jetzt, wenn nicht jetzt, wann dann, jetzt muss es passieren“ … Aus dieser Erwartungsenttäuschung haben die führenden Köpfe der Sezession einen identifikatorischen Faktor generiert und damit auf den langen Atem eingeschworen! Und jetzt soll schon wieder alles anders sein?

So gut Sellners Motiv zu verstehen, ja zu unterstützen ist – nämlich Mut zu machen – so falsch und unreif scheint mir diese allzujugendliche Argumentation. Da wird das Bild vom „Elfmeter“ bemüht und die Siegesgewissheit beschworen: Wer richtig Fußball spielt, mit Ball und zwei Mannschaften, der weiß, dass voreilige Siegesgewissheit ein guter Garant ist, das Spiel zu verlieren. Da wird der Kryptomarxist Slavoi (sic!) Žižek herbeizitiert, der aber – wenn man den Text liest – das Gegenteil behauptet. Da werden fragwürdige Kampfesvideos zurechtinterpretiert, da wird e i n e fertiggespielte SPD-Tante kurz vor dem Nervenzusammenbruch genüsslich auf die Bühne gezerrt oder sich am Angstrebound e i n e r X-beliebigen Bloggerin, den die unergründlichen Gesetze des Netzes zum viralen Hit machen, geweidet – als hätten diese singulären und von mir aus auch nichtsingulären Vorfälle Beweiskraft.

Wo blieb sie denn, die Wende, im Jahre 1989? Sie wurde von der „saumagenfressenden Lethargokratie“ (Sloterdijk) geschluckt. Alle, rechts wie links, hatten den Leviathan unterschätzt – und sein riesiges Maul. Wenn wir das jetzt wieder tun und uns selbst in einen Siegesrausch hineintaumeln, dann wird diese Chance – die mutmaßlich letzte – bald vertan sein!

Geschichte – ich hatte das an anderer Stelle schon einmal betont – funktioniert so nicht. Sie ist ein Ineinander unendlich vieler Interessen und zeitigt stets ein anderes Ergebnis, als auch nur einer der Interessenten ausdrücken konnte. Sie ist mithin unvorhersehbar. Unter den Myriaden an Meinungen mag die eine oder andere zufällig zutreffen – der Glückliche genießt dann lebenslangen Guru- und Prophetenstatus, auch wenn es ihm nie wieder gelingen wird, eine Entwicklung akkurat vorauszusehen (so ging es Friedrich Engels, der den 1. WK ziemlich treffend angekündigt hatte, so ging es dem einen oder anderen Analysten, der einen Crash vorausgesagt hatte …) – er wird uns um so eher in die Irre führen.

Was Sellner z.B. nicht berücksichtigt, sind die unabsehbaren Resonanzeffekte. So mag es durchaus sein, dass die Rechte erstarken und vielleicht sogar politikfähig wird, aber wir wissen nicht, wie die Linke im In- und Ausland reagieren wird – sie könnte den letzten Lacher haben. Wir wissen nicht, wie unsere „amerikanischen Freunde“ darauf reagieren würden, wir wissen nicht, ob eine derzeitige Null sich durch eine „historische Tat“ als politische Größe etablieren will und damit Realpolitik betreibt, die alles ändern kann … Von wegen Kairos – in der Geschichte ist der Kairos ein sehr volatiles Ding. Manche wussten ihn zu erkennen und zu nutzen, keiner hat am Ende triumphiert, es sei denn, man versteht Dekaden oder 12 oder 15 Jahre schon als Triumph.

Die Realität ist:
- Viele, sehr viele Menschen haben noch nicht einmal realisiert, was ihnen blüht. Sie sitzen, nach langem Arbeitstag, erschöpft vor der Glotze und agieren die jahrzehntelang konditionierten Verhaltensmuster aus: „Es passiert was in der Welt – solange es im Fernsehen kommt, geht es mich nichts an.“
- Viele, sehr viele Menschen glauben noch, wenn auch nur diffus, an die Politik: „Die da oben machen das schon; an Muttis Busen fühle ich mich sicher.“
- Viele, sehr viele Menschen glauben noch immer an das Gute.
- Viele, sehr viele Menschen arbeiten noch immer im Propagandaapparat und werden voraussichtlich weder die Kraft noch die Intelligenz haben, diese Arbeit aus freien Stücken zu beenden; die „Klügeren“ in der Journaille üben jetzt schon mal die Anpassung (Augstein, Fleischhauer et.al.) und stecken den feuchten Finger in den Wind – sie werden „die Wende“ vermutlich überstehen und ihre Positionen halten, denn sie waren die „Mahner“.
- Vielen, sehr vielen Menschen unter denen, die die Zeichen der Zeit verstanden haben, fehlen Sprache, Überblick und Kenntnis, die Prozesse zu überblicken, von ihren eigenen unmittelbaren Interessen zu abstrahieren. Es ist fraglich, inwieweit diese Menge mitgehen wird: sie ist formbar, könnte bei Erfüllung der Mindestforderungen erlahmen oder gar in die Gegenrichtung geknetet werden.
- Auch unter uns gibt es eine Vielfalt an sich zum Teil diametral widersprechenden Meinungen: Deswegen sollten wir ins Gespräch kommen, Diffamierungen und Unterstellungen ebenso vermeiden wie Ungeduld. Niemand hier, egal wie lange er schon dabei ist oder aus welcher Ecke er kommt, hat ein Universalrezept. Meinungsvielfalt innerhalb unseres Spektrums ist daher obligatorisch und alle Intelligenzleistung außerhalb des Spektrums muss ebenso einbezogen werden.

Ich appelliere daher an alle Sezessionisten in der Sprache eines britischen und unserer deutschen Sache sehr hingebungsvoll gewidmeten Freund: Don’t get carried away! Bleiben wir realistisch! Wenn wir Erfolg haben wollen, dann wird er sich vorerst vermutlich n i c h t politisch realisieren lassen, sondern sollte metapolitisch umgesetzt werden. Was wir brauchen ist Qualität! Qualität in der Analyse, der Beschreibung und der Projektion. Unser Hauptziel muss es sein, die Deutungshoheit zu erlangen, die Medien zu entern – durch Überzeugungskraft –, die politischen Parteien, die Universitäten, die Institutionen. Das ist ein Prozess, der Jahre und Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird. Wer vor diesem Hintergrund jetzt Brandfackeln in Heime wirft, nützt dem Gegner und „steigt“ – um mal Habermas zu karikieren – „aus der Kommunikationsgemeinschaft der Vernünftigen aus“! (Auf die Straße, ja, aber friedlich, ernst, schweigsam vielleicht … Merkel muss weg, ja, und zur Verantwortung gezogen werden, aber nicht, weil sie verantwortlich ist, sondern weil die Ikone fallen muss … AfD unterstützen, ja, aber nicht vergessen, dass auch das nur eine Partei ist … mit den Menschen im persönlichen Umfeld reden, ja, ganz wichtig …)

Unsere Worte müssen Fackeln sein! Wohldurchdachte, wohlformulierte Worte!

(Was nichts daran ändert, dass diese Zeilen aus dem Affekt entstanden sind, also durchaus nicht en detail auf die Goldwaage gelegt werden sollten … Es ist ein Leichtes, den einen oder anderen Satz herauszupicken um ihn mir, dem Defaitisten und Renegaten, um die Ohren zu hauen - ich weiß auch schon von wem ... Lassen Sie uns stattdessen wie erwachsene Menschen diskutieren.)
Andrenio
22. September 2015 13:11
@Iglu:
Richtig die Gefahr erkannt: Gladio ist nicht tot, Gladio holt aus zum nächsten Schlag.
Meier Pirmin
22. September 2015 13:16
@Albrecht. Die Kanzlerin den Friedensnobelpreis? Bitte, verschreien Sie es nicht!
Peter Voit
22. September 2015 13:34
Ein überaus erfreulicher, ansteckender Artikel!

Selbst wenn es ein Märchen wäre, sollte man wissen, daß wahr ist, was da steht. Auch mit Merkel und Co. und deren Träume könnte es so gehen, wie mit dem "Fischer un syner Fru", die bekanntlich König werden wollte, Kaiser und Papst und das alles auch wurde. Nur am Ende, als sie werden wollte "as der lewe Gott", kam das Aus.

Da bekommt der Fischer von dem Butt - Buttje, Buttje in der See - zu hören:

´Ga man hen, se sitt all weder in´n Pißputt.´

Natürlich reicht es nicht, die Pastorentochter, geb. Angela Dorothea Kasner, wieder dahin zu schicken, wo sie herkommt. Auch anderen würde ein "Rückführung" guttun.

Zu der lächerlichen Täuschung vom "armen Flüchtling":

Ja davon wimmelt es in der Zeitung Tag für Tag: "flüchtende Menschen", "Ansturm der Verzweifelten", "nackte Not", "Menschen, die alles verloren haben".

Nur das, was der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa in einem Brief an die Gemeinden der Diözese schrieb (Augsburger Allgemeine), hatte ich noch nicht gelesen: "Uns alle bewegen in diesen Tagen die Bilder von erschöpften und hilflosen Flüchtlingen, Mütter mit ihren Kindern, die oft auf ihrem Weg nach Europa schon viel Schlimmes erleben mußten ..."

Erschöpft? Hilflos? Zumindest jene, die bereitstehende Züge etwa in Ungarn stürmten, durch die Fenster einstiegen und sich äußerst aggressiv gebärden, kommen mir weder erschöpft noch hilflos vor.
Doch Bischof Zdarsa scheint nur die "Augsburger Allgemeine" zu lesen. Da findet sich heute tatsächlich das Bild, das er meint: Flüchtlinge aus Syrien in einem Zeltlager in München: Vater, Mutter und zwei Kinder, ihr Mahl einnehmend. Zuweilen kann freilich auch das erschöpfen und hilflos machen.

Martin Sellner ist aus gutem Grund zuversichtlich, obwohl er weiß, daß er sich auch irren kann. Bestimmt kennt er auch den, der mit ihm ist, und mit uns, und den, der von sich sagt:

"Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen, und wie wünschte ich, daß es schon entfacht wäre!" (Lk 12,49).
corvusacerbus
22. September 2015 14:00
Was tun? So, wie sich die Lage jetzt darstellt, geht es vorerst noch nicht ums Ganze. 'Et het no immer joot jejonge' und der Kapitalismus ist so dermaßen flexibel, daß man, kennt man auch das Muster, doch immer wieder perplex vor der Unverschämtheit und praktischen Intelligenz steht, mit der Krisen im Verbund hoheitlicher, gesetzgeberischer, ordnungsrechtlicher und unternehmerischer Maßnahmen verwaltet und gemanagt werden, inkl. Verfassungs-, Rechts- und Vertragsbruch. Die Hoffnung aber ist lebendig. Victor Orban, Wladimir W. Putin, Vaclav Klaus, so unterschiedlich sie sind, stehen für europäische Selbstbehauptung und lehnen den deutschen Irrsinn ab. Es ist deutscher Irrsinn, sorry, nicht Merkels Irrsinn. Und das ist nur zu korrigieren, wenn Merkel mit ihrer Zersetzungspolitik in gestürzt wird. Dazu kann die deutsche Rechte unmittelbar nichts beitragen. Aber vIelleicht muß die deutsche Rechte gerade jetzt viel klarer, mutiger und lauter an die Zeit vor der nationalsozialistischen Entgleisung anknüpfen. Da ging es nie nur um Deutschland Deutschland über alles bzw. es ging darum im Hoffmann von Fallerslebenschen Sinn und nicht wie es die Dummblöden mißverstehen. Mit anderen Worten: das heilige Deutschland war Kern und Verwirklichung Europas aus seinen Quellen in Athen, Rom und Jerusalem. Im großen Kultur- und Machtkampf um die Rettung Europas, um nichts weniger geht es letztlich, haben wir eine entscheidende Rolle und wir werden sie nicht spielen können, ohne das Eigene wach und unser Pulver trocken zu halten. Es gilt, der Sezession und Antaios zu danken, daß man dabei nicht irre wird, weil man allein wäre. Es geht noch nicht ums Ganze, aber im Konkreten und Kleinteiligen jetzt ist es doch schon aufgehoben; lotta continua!
corvusacerbus
22. September 2015 14:10
PS zu "Merkels Friedensnobelpreis": hier wage ich eine Meinung und eine Prognose. Merkel agiert schon seit ihrer Wiederwahl 2013 als internationale Macherin, legt es deutlich auf den Friedensnobelpreis an und wird sich in ein internationales Amt verschieben (UNO-Generalsekretärin oder EU-Kommissionspräsidentin, vermute ich), sobald sie im Osloer Storting "gekrönt" wurde.
Chris
22. September 2015 14:33
@Marc_Aurel Die interessantesten Kommentare zum Flüchtlingsirrsinn gibt es übrigens bei der Atlantik Community, saubere sicherheitspolitische Analysen.

http://www.atlantic-community.org/-/western-european-humanity-or-eastern-european-egoism

http://www.atlantic-community.org/-/western-approach-to-migrants-destined-to-fail
jack
22. September 2015 15:12
wir wissen nicht, ob eine derzeitige Null sich durch eine „historische Tat“ als politische Größe etablieren will und damit Realpolitik betreibt, die alles ändern kann …


Ursula von der Leyen steht mit gespitzten Spikes seit ihrer Bilderberger Einladung in den Startlöchern. Sie ist eine glühende Vertreterin der NWO, der „vereinigten Staaten von Europa“. Als Nachfolgerin von Merkel würde sie genau das tun, was sie während ihrer bisherigen Politikerlaufbahn tat, Kindergärten bauen. Im Moment noch für die Bundeswehr, dann für Millionen von Migrantenkindern.
jak
22. September 2015 15:38
Was passiert gerade? Warum kommen die „Flüchtlinge“ gerade jetzt? Gibt es einen Plan? Bei geolitico ist heute eine interessante Analyse erschienen. Es wird entlang dreier Thesen argumentiert:

These 1: Das Weltfinanzsystem steht vor dem Bankrott
These 2: Krieg als Vehikel für die Ankurbelung der Wirtschaft
These 3: Das „politische Projekt“ [Euro] darf nicht scheitern!

Das Fazit von geolitico:
„Zusammengefasst bedeutete das: Das FIAT-Währungssystem steht vor dem Kollaps; der Integrationsprozess der EU stockt – die EU selbst steht mit dem Rücken zur Wand. Ein durch Politiker verursachter und vermeintlich kontrollierbarer exogener Schock (Bürgerkrieg in Deutschland) könnte als – die wahren Ursachen verdeckender – Anlass für die erforderliche Schuldenrestrukturierung (Währungsreform mit Neustart des FIAT-Money-Systems) genommen werden; dieser Prozess könnte politisch ausgenutzt werden für die Etablierung der VSE, z.B. mit der Behauptung unterstützt, solche Anstrengungen seien von Nationalstaaten nicht zu schultern.“


Klingt durchaus plausibel. Könnte es sein, dass unsere Eliten tatsächlich nach einem Plan arbeiten (bzw zumindest die wahren Entscheider hinter den Kulissen)? Oder sind die wirklich alle dermaßen unfähig und korrupt? Ich tippe auf eine Mischung aus Beidem...
Trouver
22. September 2015 16:09
Nach dem bösen Erwachen; dem Verstummen der Willkommenskultur und im Zuge des Meinungsumschwunges wird das Asylgesetz verschärft.


das glaube ich nicht, lieber Albrecht.

Die Union ist dazu verdammt, grün zu sein. Wenn sie die Ansichten der Patrioten übernimmt (breit ausgelegt Höcke bis Franz), dann macht sie sich selber überflüßig.
Bernhard
22. September 2015 16:11
Glückwunsch an den Gehenkten. Sehr guter Beitrag. Nicht die politische Aktion ist aktuell auf der Tagesordnung, sondern der die Entfaltung einer neuen, sich aufdrängenden, bestechenden Idee, die sich eben nicht aus historischen Bezügen ergeben kann. Zu viele Leichen hat jeder in seinem Keller. Eigentlich ist die Zeit dafür reif, angesichts der Sinnkrisen, die weite Teile der Bevölkerung erfasst hat. Die Wachstums- und Wettbewerbsdoktrin ist nur noch mit Lüge und Betrug aufrecht zu erhalten. Die Verlierer überschwemmen die Sieger.

Bloßer Kampf ohne neuen Inhalt aber ist zum Scheitern verurteilt. Dieser aber ist nicht in Sicht. Der Sozialismus ist bereits gescheitert, der Neoliberalismus ist gerade dabei, und der Nationalismus wurde in der in der historischen Betrachtung stets von den realen Gewalten hinweggefegt. Er ist per se zum Scheitern verurteilt und kann keine Basis eines Brainstormings sein.
Iglu
22. September 2015 16:44
@jak

These 1: Das Weltfinanzsystem steht vor dem Bankrott

Erscheint plausibel. Ein Neustart mit Währungsreform müsste in Deutschland vor allem auf die Ersparnisse der Bevölkerung gerichtet sein, die in die Billionen gehen. Dazu käme ein Krieg auf deutschem Boden als Ablenkungsmanöver und Zwangsmittel gerade recht.

These 2: Krieg als Vehikel für die Ankurbelung der Wirtschaft

Erscheint weniger plausibel, denn das mit der Ankurbelung der Wirtschaft wie im Zweiten Weltkrieg funktionert heute nicht mehr so einfach. Der Hauptgrund hierfür ist, das ein solcher Krieg genügend lang und gross sein muss. Einmal irgendein wehrloses Mittelklasseland zerbomben reicht nicht. Als Gegner kämen also nur Russland und China in Frage. Aber das sind Atommächte mit Zweitschlagsfähigkeit. Ein Krieg kann da leicht in gegenseitiger Zerstörung enden. Davor hat auch die Elite Angst.

These 3: Das „politische Projekt“ [Euro] darf nicht scheitern!

Erscheint plausibel. Zettele eine Megakrise an, die zur endgültigen Übertragung aller Macht an die ungewählte Bürokratie in Brüssel führt. Das Problem könnte sein, dass die östlichen EU-Länder nicht mitspielen.
Stefan Jahr
22. September 2015 16:52
@ Heinz
Dass, wie Sie schreiben, die Invasoren viel zu klug seien, sich durch "riots" zu demaskieren, ist doch relativ weltfremd. Die meisten dieser Leute sind Testosteron - gesteuerte Primitivlinge, z. T. Analphabeten, ohne jede Impulskontrolle und von einem religiös irren Herrenmenschen - Anspruch gegenüber uns kuffar besessen. Gerade kluge Selbstbeherrschung ist doch diejenige Eigenschaft, die denen am meisten abgeht!
Iglu
22. September 2015 17:27
Gerade gefunden. Die geopolitische Situation aus der Sicht Russlands:

http://fortruss.blogspot.se/2015/09/why-syria-is-russias-stalingrad.html

Was die "Flüchtlings"krise damit zu tun hat? Eine Vermutung:

Die USA wollen Europa, vor allem Deutschland, weichkochen, so dass man bei einer Intervention gegen die Assad-Regierung mitmacht. Ausserdem sollen alle Tendenzen abgewürgt werden, aus der Konfrontationsfront auszuscheren und einen Ausgleich mit Russland zu suchen. Die zweite North Stream Pipeline könnte hierzu der letzte Anlass gewesen sein. Das Zuckerbrot wäre also, dass bei Wohlverhalten der "Fluchtlings"strom zu Ende geht. Falls die Europäer nicht spuren, kann man die nunmehr gelegte Bombe jederzeit hochgehen lassen.
U. Fink
22. September 2015 18:35
Es steht wieder viel Kluges, mehr oder weniger Ermutigendes in diesen Beiträgen!
Mit Prognosen ist das so eine Sache ...
Bleiben wir bescheiden. Was meiner Einschätzung nach schon erreicht wurde - gewissermaßen als Minimalkonsens - ist, dass die Beschimpfungen mit Ausdrücken wie "Rassist" oder "Nazi" o. a. ihre Wirkung verloren haben: Nachdem die Probleme nun "offenkundig" sind, kann man die (wirklich) vielen Menschen, die sich kritisch äußern, nicht mehr so einfach mit diesen Vokabeln abqualifizieren; wer das immer noch versucht, macht sich gegenwärtig selbst lächerlich. Etappenziel 1 wäre also erreicht. Bleiben wir dran, halten wir der anderen Seite die Vergehen ihrer Protagonisten vor (Rote-Armee-Fraktion 70er Jahre etc.).
Den Vorschlag zum 3. 10. (siehe oben) finde ich gut.
Heinz
22. September 2015 19:09
@ Stefan Jahr
Einzelne Personen verhalten sich in der Tat so - habe ich (fast am eigenen Leib) schon vor 20 Jahren erfahren. Seitdem weiß ich, mit welchem Menschenschlag wir es zu tun haben und lasse mir von Politikerdummschwätzern ohne Realitätsbezug nichts anderes vorgau(c)keln.

Zu "riots" gehört aber kollektives, gesteuertes Handeln. Das werden sie noch nicht tun, würden sie doch damit die vor sich hin dösenden Wohlfahrtsbürger möglicherweise aufwecken und damit den laufenden, in ihrem Sinne reibungslos funktionierenden Prozess der Landnahme stören.

Was meinen Sie wohl, warum es in diesem Land bisher keinen großen Terroranschlag von muslimischer Seite gab (im Gegensatz zu F und GB)? Er wäre das einzige Mittel gewesen, die Deutschen auf den Weg der Vernunft zu bringen und vom kollektiven Wahnsinn dieser Wochen abzuhalten - und genau darum ist es bisher nicht passiert.
Arkanthus
22. September 2015 19:14
Wenn wir den Großen Austausch ändern wollen, sprechen wir, das muß uns klar sein, von einer Revolution. Die Systemelite bertreibt nun eine entschieden radikale Politik mitsamt radikaler Propaganda. Alle noch halbwegs salonfähige Kritik arbeitet sich an Sachzwängen ab (Bosbach und co.), nicht am Grundsätzlichen.

Eine Revolution aber braucht ein bereits gefestigtes Gegenmilieu, eine Gegenelite oder irgendeinen sonstigen Rückhalt, denn Bastillestürme oder Montagsdemonstrationen sind nur die Druckmittel. Neue Diskursbeherrscher müssen schon in den Startlöchern stehen. Die Masse an potentiellen Befürwortern ist schon lange da, m.E.

Ich würde Sellners Artikel daher so interpretieren, daß nun erst recht nicht hoffnungsfroh der Beschleunigung des Kollaps geharrt wird, sondern die Vorbereitungen propagandistisch-gegenelitärer Natur auf Hochtouren laufen müssen !
Frenchman
22. September 2015 21:14
Ab und zu schafft es doch noch ein kleines Pflänzchen, durch den Beton zu wachsen. Der Widerstand braucht Phantasie:

https://www.youtube.com/watch?v=37Jlm4-Jc3Q
Heidelberger Akif
22. September 2015 21:21
Kurzer Check zu der Aussage mit den 2% IS-Terroristen:
Die Aussage kommt von Elias Bou Saab, welcher Mitglied der Koalition ist der die Hezbollah auch angehört. Als Christ sieht er die Islamisierung Europas, die außerhalb Europas ja als offenkundige Tatsache akzeptiert wird, mit Entsetzen. Andererseits will er naturgemäß die Rolle, die sein Land spielt, positiv herausstellen, da kommt etwas Panik wegen 2% (meines Erachtens nach viel zu hoch. Vielleicht einer von Tausend.) IS-Mitgliedern ihm ganz Recht.

Abgesehen davon: Ich hatte gestern und Heute zum ersten Mal ausgiebig Gelegenheit, mit Flüchtlingen zu reden die noch nicht in Deutschland angekommen sind.
Gestern aus einer Menge von ca. 150 und Heute 100 Menschen die die deutsche Botschaft in Beirut belagern. Dort spielen sich chaotische Sezenen ab. Die Botschaft ist mit Stacheldraht verrammelt, und ein riesiger, bewaffneter und geradezu unnatürlich blond-blauäugiger Wachmann, der aussieht wie der Türsteher einer Lebensborn-Tanzkneipe, hält die Massen in Zusammenarbeit mit libanesischen Soldaten davon ab die Botschaft zu stürmen.
Ich habe sie gezielt angesprochen was sie sich von Deutschland erwarteten, und ihre Antworten waren tatsächlich alle gleich: "Study" "work" oder "make money".

Ich habe aber nachgebohrt, und am Ende gaben sie offen zu nach Deutschland zu wollen weil sie gehört haben dass man dort eine Million libanesische Lira pro Monat vom Staat geschenkt bekäme (ca. 600 Euro), dass man dort nicht arbeiten müsse, weil das die Deutschen für einen täten, und natürlich einfach weil alle Syrer nach Deutschland gehen dürften. Es waren naive und unverständige Bauernjungen, definitiv keine bösartigen Naturen, aber zwischen Bach-Haus und VW-Werk wären sie unangleichbare Fremdkörper aus einer völlig gegensätzlichen Kultur.

Aus der Menschenmasse heraus stach ein sehr feiner und höflicher Arzt aus Damaskus, der seit zwei Jahren (mit Erfolg) Deutschkurse nimmt, und sich wünscht in Leipzig an einer Klinik arbeiten zu können. Anders als die abgerissenen Scharen, die sich an den Stacheldraht drückten, hatte er ein Visa bekommen und fuhr nun mit dem Taxi nach Syrien zurück, um seine Koffer zu packen.

Zu Thema des Arikels fällt mir ein,
Heidelberger Akif
22. September 2015 21:29
dass ja tatsächlich der Medientenor sich fast wieder gedreht hat. Eine so kurze und absurde Phase der Hysterie zeigt offen auf, wie realitätsfern der ganze Humanitarismus ist. Ich erwarte sowieso, dass die herrschende Klasse auf den offenkundigen Verteilungskampf, der ansteht, weniger mit Kaltblütigkeit als vielmehr mit Entsetzen reagieren wird. Diese Leute sind keine eiskalten Ideologen, sondern verantwortungslose, labile, schwärmerische Blumenkinder. Und selbst sie werden sich zumindest vor dem Tag X auf ihren Selbsterhaltungstrieb besinnen. Die Frsge idt nur ob es dann zu spät sein wird...
Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
22. September 2015 21:59
@Heidelberger Akif
naive und unverständige Bauernjungen, definitiv keine bösartigen Naturen

Natürlich nicht, wahrscheinlich in halbwegs intakten Familien aufgewachsen und damit besser sozialisiert, als manche Deutsche aus pätsch-work-families.

Aber wenn sie sehen, dass ihre Träume hier nicht wahr werden, werden manche von ihnen doch zu bösartige Naturen mutieren. Und wenn nicht sie, dann ihre Nachkommen.

Die ersten Türken lernte ich vor 40 Jahren als Ferienarbeiter am Fließband kennen. Stille, einfache und bescheidene Männer, die sich wohltuend von den versoffenen deutschen Arbeitskollegen unterschieden. Einer von diesen versoffenen Deutschen nervte jeden Tag mehrmals seinen Kollegen: "Ramadan, Ali heute nichts ficken nur lecken." Ali nahm es mit stoischer Ruhe hin und nötigte mir eine gewissen Bewunderung an.

Die Kinder und Enkel dieser ersten Generation sind heute zum Teil nicht mehr ganz so bescheiden und einfach.

Wir haben genug zu tun, die heutigen Ethnien zu integrieren also ein halbwegs friedlich zusammen leben zu organisieren, auch wenn mal wirtschaftlich nicht so gut läuft. Weitere Einwanderen aus dem Nahen Osten oder Afrika verkraften wir nicht! Und die feinen und höflicher Ärzte könne wir uns leider nicht raus picken. Und in Syrien oder in den Lagern in den angrenzenden Ländern werden die nötiger gebraucht als bei uns.
ingres
22. September 2015 22:20
Grundsätzlich denke ich, dass das Regime dieses Chaos nicht überleben kann. Nur dazu paßt nicht die Theorie, dass das Regime das alles bewußt anzettelt. Und ich weiß nicht wie es mit dem IS weiter geht. Ob der in der Lage ist ein durch Chaos geschwächtes Regime (falls es denn ein Regime ist) auf deutschem Boden zu attackieren. Würden die Abwehrstrukturen unter dem jetzigen Regime greifen, dann hätte das Regime ja noch eine Berechtigung, so wie es sich ja auch jetzt noch widersprüchlich (wenn es denn langfristig bewußt andere Absichten haben sollte) handeln muß, indem es immer noch die Polizei erfolgreich zur Abwehr kleinerer Terrorattacken bzw. geplanten Terrors einsetzt. Oder müßte es abgesetzt werden um eine größere Bedrohung noch zu meistern?
Kaliyuga
22. September 2015 22:37
Die grimmige Wucht, die Sie, Herr Sellner, in den zweiten und dritten Absatz Ihrer fünften Seite hineinbringen, ist ein exakter Spiegel meiner eigenen inneren Physiognomie und Lebenserfahrung. Nein, da „wird nichts vergessen“ und das einfache Nicht-Beachten („non vi risponderemo, veniteci a cercare, ma noi non ci saremo.“) wird die rechte und beste Zuchtrute für die selbstgefälligen Konstrukteure einer wirklichkeitsfremden Welt ohne Nationen sein, was könnte für diese schmerzlicher sein.

Grenzenlos auch die Heuchelei in innigster Verquickung mit Weinerlichkeit und Eingeständnis entglittener Machtkontrolle der von Ihnen eingespielten Münchner SPDlerin. Möge sie ihre langhin zubereitete, fad-bunte Sozialistensuppe nun selbst auslöffeln.

Um in München zu bleiben: Dort wurde jüngst Frau Fensterling während einer ganzen Rede von linken Anti-Deutschen ausgepfiffen, ein paar Meter weiter wurde 1988 vor der bestürzten, großen Anteil nehmenden Bevölkerung der Sarg des Landesvaters und Patrioten Strauß vorbeigefahren (man stelle sich das heute bei einem der austauschbaren Opportunisten Seehofer oder Schröder vor, es gelingt einfach nicht, wie sollte man da auch Achtung aufbringen können), Staatstrauer, ernst und inhaltsvoll:

https://www.youtube.com/watch?v=RtXHTfsV_zo (ab Min. 3.00)
Stefan Jahr
23. September 2015 01:41
@Heinz
Wir hatten hier einfach darum noch keinen islamistischen Terroranschlag, weil die Islamisten in Buntland wie die Made im Speck sitzen, es ist ihr Rückzugsraum. Sie sind hier relativ ungestört.
Die "riots" werden sich schon ganz spontan entwickeln, da habe ich keine Sorge, sobalddie Herren aus Negrien und Islamistan realisiert haben, dass es mit Haus, Daimler und der blonden Frau aus dem Internetporno doch nicht so schnell klappen will. Dann das Zeltlager und der Wintereinbruch - was braucht es da "koordiniertes Handeln", das mit dem Aufstand kommt dann schon von ganz allein....
Anja
23. September 2015 01:45
Mann, war dieser Artikel erbauend!!

Ich werde heute besonders gut einschlafen und süß träumen...

Vielen Dank, Martin!
Karl Stülpner
23. September 2015 05:39
Sehr guter Beitrag vom Martin Sellner. Genau so müssen wir die Dingen sehen - auch wenn es noch schwer fällt, und die leidgewöhnte Seele im Dschungel des Wahnsinns diesem kleinen Licht der Hoffnung noch nicht recht trauen will. Liebe - Glaube - Hoffnung: Wir brauchen die Hoffnung, um den den Glauben an unser Volk, das wir lieben, nicht zu verlieren.
Kleiner Kritikpunkt:
Den geforderten Staatsbürgerschaftsentzug für Arbeitslose auf Seite 4 des Beitrags könnte man mißverstehen. Dieser Satz sollte konkretisiert werden.
enickmar
23. September 2015 07:07
@jak

Ich tippe auf eine Mischung aus Beidem…

Ich auch.

Durch Obamas Lob angespornt („besonders für die Aufnahme von Syrern“),

http://www.spiegel.de/politik/ausland/barack-obama-lobt-angela-merkel-fuer-aufnahme-von-fluechtlingen-a-1050023.html

hat Merkel vermutlich tatsächlich überzogen (Angie ist Klassenbeste).

Jetzt wird sie kritisiert:

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/kritik-aus-grossbritannien-die-deutschen-wirken-sehr-unsympathisch-13813916.html

Möglicherweise aufgrund der Befürchtung, daß die Stimmung umschlägt. Und zwar in ganz Europa – nicht nur im Osten.

Das spräche für Sellners These.
t.gygax
23. September 2015 07:15
Frenchman: vielen Dank für den Hinweis auf "Les brigandes". In Frankreich regt sich einfach noch Widerstand, eine wahre Wohltat........
Arminius Arndt
23. September 2015 07:48
stach ein sehr feiner und höflicher Arzt aus Damaskus, der seit zwei Jahren (mit Erfolg) Deutschkurse nimmt, und sich wünscht in Leipzig an einer Klinik arbeiten zu können.


Und die feinen und höflicher Ärzte können wir uns leider nicht raus picken.


Ich hab das schon mal wo geschrieben:

Ich will keine syrischen Ärzte hier. Ich will von keinem syrischen Arzt behandelt werden, also von Leuten, die als Arzt lieber ihre Landsleute unbehandelt in Krieg, Elend und Flüchtlingslagern verrecken und dahin siechen lassen, nur um hier an irgendeiner Klinik reüssieren zu können und den Bilderbuchmigranten geben zu können. Für mich sind das Charakterschweine der übelsten Sorte, die keinen Beruf haben sondern nur Geldgier und Egoismus (Sorry, dass muss man so deutlich sagen) und da ist mir jeder von seiner Scholle vertriebener Kameltreiber lieber als diese ach so feinen gut gebildeten, die sich die Hände nicht mehr schmutzig machen wollen und sich was auf ihren weißen Kittel einbilden. Ein Arzt, der seinem Volk nicht in höchster Not beisteht ist ein Arzt, der jeden anderen Patienten auch verrecken lässt, wenn ein der Krankenschein platzt oder ähnliches. Von Charakteren dieser Art (nicht alleine auf den Berufsstand Arzt bezogen), haben wir mehr als genug in unserem Land.
Waldgänger
23. September 2015 09:26
@ enickmar
Ich denke, Sie liegen mit Ihrer Einschätzung richtig.


Natürlich liegt die Einwanderung im längerfristigen Interesse der USA und ihrer "Neuen Weltordnung" und eben deshalb erfolgt von politischer Seite so wenig Gegenwehr.

Allerdings darf man nicht außer Acht lassen, in welchem Maße einige halbautonome Kräfte den Prozess beschleunigen und damit Verhältnisse herbeiführen, die auch aus Sicht der Eliten problematisch und nicht mehr beherrschbar sind.
Zu diesen anderen Kräften, die sich sozusagen verselbständigt haben, zählen die extreme Linke, große Teile der Medien, die sog. Flüchtlingsinustrie und überhaupt erhebliche Teile der Wirtschaft, die in absolut kurzsichtig-egoistischer Weise nur billige Arbeitskräfte suchen ohne sich für die Folgen zu interessieren.

Die Annahme beispielsweise des CONTRA Magazins, dass unsere Eliten gezielt auf den Staatsnotstand hinarbeiten, um mittels Notstandsgesetzen usw. ihre Vorhaben voranzubringen, ist zwar durchaus ernst zu nehmen, scheint mir aber angesichts der hier auch für die Eliten auftretenden Risiken zweifelhaft.
Okay, einige mögen diese Linie verfolgen, jedoch nicht alle.
Es kann auch sein, dass diese extreme Variante in Zukunft das Rennen machen wird.
Doch aus das ist unsicher.

Ich behaupte, dass das Geschehen in Wahrheit weit mehr aus dem Ruder gelaufen ist, dass die Sache so viel Eigendynamik entwickelt hat wie das Geschehen auf einem Schlachtfeld, dessen genaue Aktionen ja auch nicht mehr planbar sind.
Dass innerhalb der Eliten gegenwärtig erbitterte Diskussionen über den richtigen Kurs stattfinden, kann als sicher gelten. Man erfährt es bloß nicht – so wie bestimmte Debatte auch in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts nicht an die Öffentlichkeit drangen.

Die sich nun dramatisch beschleunigte Invasion bewirkt auch aus Sicht der Funktionseliten die Gefahr eines breiten und nachhaltigen Stimmungsumschwungs wie ihn Martin Sellner ja vollkommen richtig beschrieben hat.
Das dauerhafte Erstarken rechter Parteien in Europa ist ja gewiss.
Die Gefahren für die öffentliche Sicherheit und die Finanzen sind auch den Dümmeren allmählich erkennbar. Hinzu kommt, dass ein destabilisiertes Europa auch aus Sicht der USA und der Bonzen in Brüssel für sie selbst von zweifelhaftem Wert ist.
Allmählich dämmert es denen, dass sie wirklich ein Problem haben.
Allmählich dämmert es ihnen, dass sie sich zu sehr haben treiben lassen und drängen lassen von absolut verantwortungslosen Kräften und ihrer eigenen Dummheit.
Merkel hat in diesem Sinne weit überzogen, hat ihren sehr beschränkten Horizont offenbart und ich erwarte ihren Rücktritt innerhalb einiger Monate. Die immer distanzierteren Auslandsstimmen, z.B. aus GB sind ein sicheres Zeichen. Sie wird ihn allerdings inszenieren wollen als Scheitern des Gutmenschen vor der hartherzigen Umwelt ... Merkel, das Opfer, die Märtyrerin im Kampf um das Gute ... usw.
(Unter dem Dicken wird´s natürlich nicht besser.)

Dass der Stimmungsumschwung schon stattgefunden hat, das hat Sellner sehr schön und grimmig herausgearbeitet.
Und ja, die Invasion ist eine wichtige Hilfe, weil nur sie so aufrütteln kann, dass die Stimmung wirklich kippt.
Das Gefährlichere ist doch die schleichende Invasion.
Dass das Schleichende nun rennt, ist ein Betriebsunfall und nur die Hasardspieler innerhalb der Funktionseliten dürften sich die Hände reiben, während andere entsetzt sind. Aber das, was hinter den Kulissen wirklich abläuft, bleibt ja geheim.

Nun muss man das Eisen schmieden.
Es ist heiß!


Außerdem können unsere Volksverräter in Politik, Medien und Wirtschaft ja nicht mehr so leicht zurück – nicht so sehr wegen des Tempos oder wegen materiellen Mangels, sondern weil sie sich soooo weit aus dem Fenster gelehnt haben, dass ihnen jeder grundlegende Schwenk sofort als Schwäche ausgelegt werden würde.
Ja, das ist ihr Dilemma in Berlin!!

Die haben sich selbst so weit in die Sch…. hineingeritten und behauptet, dass dies der Weg zum Endsieg sei, dass sie nicht mehr rauskommen.
In diesem Zusammenhang fällt übrigens auf, dass bestimmte systemtreue Medien relativ plötzlich sorgenvolle Töne anstimmen … Natürlich nur etwas, aber da wird vielleicht versucht, einen Schwenk vorzubereiten, obwohl unsere Funktionseliten dadurch ihr Gesicht auch nicht mehr werden wahren können.

Jedes Zurückweichen, jede Wende erhöht das Risiko für ein vollkommenes Desaster, für den vollständigen Gesichtsverlust und für das Scheitern auch anderer Vorhaben unserer Bonzen, z.B. im Hinblick auf den EU-Superstaat.
(Allerdings erhöht das auch die Wahrscheinlich für gewaltsame Lösungsvarianten seitens der Eliten ... im Sinne des CONTRA Magazins ... )

@ Jedenfalls hat Ingres Recht:
„Grundsätzlich denke ich, dass das Regime dieses Chaos nicht überleben kann.“
Zumindest dieses Regime.
Hochmut und Dummheit kommen vor dem Fall!
Peter Voit
23. September 2015 10:36
@Albrecht

Es bleibt bei meinem Urteil: Ein erfreulicher, ansteckender Artikel! Doch auch dem, was Sie schreiben, stimme ich zu:

"... bei aller Siegesgewißheit und Optimismus sollte der Gegner nicht unterschätzt werden. Die Protagonisten des politischen Betriebes (von den Medien ganz zu schweigen) sind Profis."

Nur möchte ich ergänzen: Auch die oft anzutreffende Einfalt des Gegners sollte nicht unterschätzt werden. Dazu ein Leserbrief in der heutigen Zeitung. Eine Leserin schreibt zu dem Artikel "Warum gerade jetzt so viele?" (Politik) vom 17. Sept.

"Mich erschüttert, zu sehen, wie Kinder am Zaun stehen und betteln, durchgelassen oder aufgenommen zu werden. Laßt doch wenigstens die Familien mit Kindern, Minderjährige, die alleine unterwegs sind, und die schwangeren Frauen ins Land. Diese brauchen unsere Hilfe doch am allernotwendigsten!"

Dieser Leserbrief steht ganz oben, als erster in der betreffenden Spalte, als Spitzenreiter gleichsam.

Mein Kommentar dazu, natürlich ohne Chance, veröffentlicht zu werden:

O sancta simplicitas! (...) Das ist es doch gerade, womit die Multikultis und die von ihnen hochgejubelten "Refugees" die einheimische Bevölkerung weichkochen und verführen wollen: Bilder mit Familien wie diese "Flüchtlinge aus Syrien in einem Zeltlager in München" oder mit verlogenen Berichten wie dem von Til Hofmann: "Wo junge Flüchtlinge Hoffnung schöpfen"(!).
John Haase
23. September 2015 11:30
@ Arminius Arndt
Als jemand, der bald selbst Arzt sein wird, muß ich Ihnen sagen, daß Ihre Einlassungen weltfremd sind, ja letztlich geradezu humanistisch. :)

Ich sehe meine Perspektive hier so: ich rede seit Jahren davon, daß diese Gesellschaft dem Untergang entgegenrast. Dafür wurde ich beleidigt, verleumdet, habe gute Freunde verloren, die einfach zu BRD waren, um mich zu verstehen und habe insgesamt nur Nachteile gehabt. Nun, langsam langsam, kippt die Stimmung und mehr und mehr unpolitische Bekannte stimmen mir zu oder übertreffen mich sogar in teils unappetitlicher Weise. Dennoch werden sie alle gemeinsam weiter ins Verderben gehen. Ein guter Bundesbürger schießt sich selber in den Kopf, wenn das so im Grundgesetz steht. Warum also sollte ich nun auf Teufel komm raus mein Schicksal an dieses "Volk" ketten, das in Wahrheit nichts als loser Sand ist? Wenn es unbedingt sterben will, warum soll ich dann mitmachen? Verstehen Sie mich nicht falsch: der Kampf beginnt erst und die Zeit, aufzugeben ist noch lange nicht gekommen, aber dennoch wird vielleicht der Tag kommen, an dem man das anders einschätzen muss.

Vielleicht ist der syrische Arzt in ähnlicher Situation. Vielleicht hat er jahrelang für Frieden zwischen den Volksgruppen geworben, wohlwissend, wie fragil das ganze Gebilde ist. Und jetzt fallen alle übereinander her. Da sagt er sich vielleicht: "Ich habe es vorhergesehen, ihr wolltet nicht hören. Meine Familie und mich selbst werde ich für euch nicht länger riskieren." Der hippokratische Eid beinhaltet kein Auswanderungsverbot. Und wenn eh alle nach Europa gehen, warum soll er dann bleiben. Wenn meine Homies jetzt zu guten Teilen ins Baltikum abwandern würden, ich wäre so schnell weg, so schnell können sie gar nicht gucken.

Bitte entschuldigen Sie es, falls mein Post wirr ist. Ich schreibe am Handy und darunter leidet die Übersicht erheblich.
Arminius Arndt
23. September 2015 12:28
@John Haase,

meine Polemik war in erster Linie gegen das Mem, den Stereotyp "syrischer Arzt" gerichtet (wie sieht es mit der Ärztin aus?), welcher als Kampfbegriff zur Gefälligkeitsmachung der Flut bewusst seitens der Propaganda verwendet wird. Dieser Kampfbegriff sollte aus rechter Sicht dekonstruiert werden, wenn man ihn zu oft hört. Der Hinweis, dass es eben gerade nicht human ist, einem Volk seine Ärzte, aber auch seine sonstigen Akademiker und Facharbeiter, durch Abwerbung zu entziehen, muss in dem ganzen Humanitätsgefasel der letzten Zeit drastisch an den Empfänger gebracht werden, so wie überhaupt fast alles an den Pro-Einwanderungsargumenten nicht wirklich zu Ende gedacht wurde und man dies deutlich machen muss.

Das es ganz individuell gute Gründe geben kann, sich auch beruflich einer Situation in seinem Land zu entziehen, kann ich nachvollziehen, aber das ist ein anderes Thema.

In der konkret politischen Auseinandersetzung ist es meiner Meinung nach aber in einer reinen Debatte, also auf der Diskussionsebene, erlaubt, auf "Feinheiten" erst einmal weniger Rücksicht zu nehmen. Mit seinen eigenen Pauschalierungen, wie eben "syrischer Arzt" (wenn einer von 10.000 Immigranten ein Arzt ist, dürften das viel sein) nimmt der Gegner darauf auch keinerlei Rücksicht.
Nina
23. September 2015 13:02
Noch bis gestern dachte ich, das ist alles Quatsch. Die Mehrheit und die Medien werden noch lange nicht aufwachen oder umdenken.
Doch heute ist die Sprache eine etwas andere geworden. Ich bin überrascht.

Flüchtlingskrise: Sind wir wirklich bereit, unser Land ganz neu zu definieren? http://www.focus.de/politik/experten/kelle/gastbeitrag-von-klaus-kelle-fluechtlingskrise-sind-wir-wirklich-bereit-unser-land-ganz-neu-zu-definieren_id_4966725.html
Westpreuße
23. September 2015 15:39
@ John Haase:
Zu Ihrer geplanten Auswanderung in die baltischen Länder, falls...,
nein, habe Sie schon richtig verstanden...

Estland, Hauptstadt Tallinn, bis 1918 Reval, ist meines Wissens nach (vor Ungarn) das erste Land im östlichen Europa gewesen, das sich ausdrücklich für die Vertreibung der Deutschen entschuldigt hat:
Ganz offiziell, obwohl die Vertreibung ja nun nicht unbedingt von ihnen ausging...

Heute leben noch etwa 3.500 plus ? Deutsche in Estland. Die Regierung bat die vertriebenen Deutschen schon in den 90-er-Jahren, zurückzukehren in ihre alte Heimat. Sie würden gebraucht! Ihren Grundbesitz würden sie zurückerhalten bzw. gleichwertigen. Dem sind etliche Familien bzw. Familienangehörige gefolgt.
Einzige Bedingung: Sie müßten in friedlicher Absicht kommen und die estnische Staatsbürgerschaft annehmen...

Die "baltische Tragödie" ist ja ein Thema für sich. Gehört aber hier nicht unbedingt rein... In Estland sind keine 70 % der Einwohner mehr Esten. Das lastet schwer auf dem Land...
Die drei baltischen Staaten sind ja bis heute ganz eng mit der Ostsiedlung und den Deutschen verbunden: Deutscher Orden, Hanse, Preußen, Kaiserreich usw. und so fort...
Sind übrigens keine Slawen. Da weht ein anderer Geist...

http://www.pasch-net.de/par/spo/eur/est/de3346684.htm
Sogar eine deutsche Schule gibt es in Tallinn (Reval)...
Es gibt durchaus Landschaften und Orte im Osten, in die wir "auswandern" könnten.

Ich kann nicht in die Zukunft schauen, aber wir sollten schauen, "wo man mit wem" im Osten friedlich und zum gegenseitigen Nutzen zusammenleben könnte. Wenn alle Dämme brechen. So ganz unwillkommen sind wir im Osten nicht mehr.

Also sind wir doch beim Thema: Und im Gebiet so 100 km östlich von Oder und Neiße von Nord nach Süd gibt es lebenswerte Orte, Städte, weite Landschaften. Sozusagen Rückzugsräume. Neue Allianzen. Müßte allerdings im gegenseitigen Einvernehmen geschehen...
Das landwirtschaftlich bestellte Land gehört weitgehend schon wieder, man mag es kaum glauben, polnisch-deutschen Agrarbetrieben. Ist aber für mich undurchschaubar. Das Recht ist hier "elastisch"...

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel
Trouver
23. September 2015 16:05
Werte Nina, ein Zitat aus dem Kelle-Artikel ist wirklich ein Höhepunkt:

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im BUNDESTAG, Katrin Göring-Eckardt hat jetzt in einer Fernsehrunde erklärt, dass sich Deutschland durch die Flüchtlinge drastisch verändern werde. Sie glaube, dass wir dann „wirklich ein besseres Land sein“ könnten. Eine historische Chance sei das, „noch mehr als die deutsche Einheit“, sagte sie allen Ernstes.


Eben.

Dann ist "Dieses Land" nicht mehr weiß. Dann ist Fr. Kahane's Bestrebung endsiegreich in Erfüllung gekommen.
Waldgänger
23. September 2015 16:24
Natürlich liegt die Einwanderung ganz allgemein im längerfristigen Interesse der USA, der wirtschaftlichen Eliten und ihrer "Neuen Weltordnung" und eben deshalb erfolgt von politischer Seite so wenig Gegenwehr.

Allerdings darf man nicht außer Acht lassen, in welchem Maße gewisse halbautonome Kräfte den Prozess beschleunigen und damit Verhältnisse herbeiführen, die auch aus Sicht der Eliten problematisch und nicht mehr beherrschbar sind.
Zu diesen anderen Kräften, die sich sozusagen verselbständigt haben, zählen natürlich die extreme Linke, große Teile der Medien, die sog. Flüchtlingsindustrie und überhaupt erhebliche Teile der Wirtschaft, die in absolut kurzsichtig-egoistischer Weise nur billige Arbeitskräfte suchen ohne sich für die Folgen zu interessieren. Vielleicht auch Teile der US-Eliten.

Die Annahme – beispielsweise in GEOLITICO http://www.geolitico.de/2015/09/22/ein-verstoerendes-gewalt-szenario/ – dass unsere Eliten gezielt auf den Staatsnotstand hinarbeiten, um dann mittels Notstandsgesetzen, Gewalt, Verboten und offener Diktatur ihre Vorhaben voranzubringen, ist zwar durchaus ernst zu nehmen und im Hinterkopf zu behalten, doch scheint sie mir angesichts der hierbei auch für die Eliten auftretenden Risiken für die aktuelle Zeit zweifelhaft. Okay, einige mögen diese Linie verfolgen, jedoch nicht alle. Es kann allerdings sein, dass diese extreme Variante in Zukunft das Rennen machen wird, womöglich im Sinne einer Flucht nach vorn.

Ich denke, dass das Geschehen gegenwärtig in Wahrheit weit mehr aus dem Ruder gelaufen ist als man meint und dass die Sache so viel Eigendynamik entwickelt hat wie das Geschehen auf einem Schlachtfeld, wo genaue Aktionen ja auch nicht mehr planbar sind.

Getrieben durch fanatisierte Spinner, skrupellose Profiteure und eine Justiz, die in ihrer Langsamkeit und ihrer Überbetonung von Rechten und Privilegien selbst verantwortungsbewusste Teile der Nomenklatura erheblich behindert sind zumindest Teile des politischen Establishments eher Getriebene und reagierende als Akteure.
Auch im „Heerlager der Heiligen“ sehen wir ja längst nicht alle Akteure als treibende Kräfte. So mancher ist dort auch getrieben.
Dass innerhalb der Eliten gegenwärtig erbitterte Diskussionen über den richtigen Kurs stattfinden, kann als sicher gelten. Man erfährt es bloß nicht – so wie bestimmte Debatten auch in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts nicht an die Öffentlichkeit drangen…

Die sich nun dramatisch beschleunigte Invasion bewirkt auch aus Sicht der Funktionseliten die Gefahr eines breiten und nachhaltigen Stimmungsumschwungs wie ihn Martin Sellner ja vollkommen richtig beschrieben hat.
Das dauerhafte Erstarken rechter Parteien in Europa ist nahezu gewiss. Die Gefahren für die öffentliche Sicherheit, die Finanzen der verschiedenen staatlichen Ebenen, die Wohnraumsituation, den Erfolg des „Bildungssystems“ usw. sind auch den Dümmeren allmählich erkennbar.

Hinzu kommt, dass ein destabilisiertes Europa auch aus Sicht der USA und der Bonzen in Brüssel für sie selbst von zweifelhaftem Wert ist und sich als Bumerang erweisen könnte.

Allmählich dämmert es denen, dass sie wirklich ein Problem haben. Allmählich dämmert es ihnen, dass sie sich zu sehr haben treiben lassen und haben drängen lassen von absolut verantwortungslosen Kräften und ihrer eigenen Dummheit.
Denn selbst wenn sie nun sagen würden: „Okay, es reicht, wir waren hilfsbereit genug. Wir können nicht mehr aufnehmen und müssen die Grenze schließen und bewachen.“ – selbst dann ginge ja die einmal begonnene Völkerwanderung über die grüne Grenze weiter! „Die Geister, die ich rief, die werd ich nun nicht los!“

Merkel hat in diesem Sinne weit überzogen, hat ihren sehr beschränkten Horizont offenbart und ich erwarte ihren Rücktritt innerhalb einiger Monate.
Stimme also @ enickmar (23.9., 7.07 Uhr) zu.

Die immer distanzierteren Auslandsstimmen, z.B. aus GB, Ungarn oder Finnland, sind ein sicheres Zeichen. Merkel wird ihren Rücktritt allerdings inszenieren wollen als Scheitern des Gutmenschen vor der hartherzigen Umwelt ... Merkel, das Opfer, die Märtyrerin im Kampf um das „Gute“, die am eigenen Volk Gescheiterte ... usw.
(Unter dem Dicken wird´s danach natürlich nicht besser.)

Dass der Stimmungsumschwung schon stattfindet , hat Sellner sehr schön und grimmig herausgearbeitet.
Und ja, die Invasion ist eine wichtige Hilfe, weil nur sie so aufrütteln kann, dass sich die Stimmung wirklich ändert.

Das Gefährlichere ist doch die schleichende Invasion.
Dass das Schleichende nun rennt, ist ein Betriebsunfall und nur die Hasardspieler innerhalb der Funktionseliten dürften sich die Hände reiben, während andere entsetzt sind. Aber das, was hinter den Kulissen wirklich abläuft, bleibt ja geheim.

Nun muss man das Eisen schmieden.
Es ist heiß!


Außerdem können unsere Volksverräter in Politik, Medien und Wirtschaft nun nicht mehr so leicht zurück – nicht so sehr wegen des Tempos oder wegen materiellen Mangels, sondern weil sie sich soooo weit aus dem Fenster gelehnt haben, dass ihnen jeder grundlegende Schwenk sofort als Schwäche ausgelegt werden würde und noch mehr auf dem Spiel stünde.
Ja, das ist ihr Dilemma in Berlin!!

Die haben sich selbst so weit in die Sch…. hineingeritten und behauptet, dass dies der Weg sei, dass sie nicht mehr rauskommen.
In diesem Zusammenhang fällt übrigens auf, dass bestimmte systemtreue Medien plötzlich sorgenvolle Töne anstimmen …
Natürlich nur etwas, aber da wird vielleicht versucht, einen Schwenk vorzubereiten, obwohl unsere Funktionseliten auch dadurch ihr Gesicht nicht mehr werden wahren können.

Jedes Zurückweichen, jede Wende erhöht für sie das Risiko für ein richtiges Desaster, für den vollständigen Gesichtsverlust und für das Scheitern auch anderer Vorhaben unserer Bonzen, z.B. im Hinblick auf den Euro und die weitere „Integration“ der europäischen Staaten.
Allerdings erhöht das absehbare Scheitern auch die Wahrscheinlichkeit für gewaltsame Lösungsvarianten seitens der Eliten ... !

Jedenfalls hat @Ingres Recht:
„Grundsätzlich denke ich, dass das Regime dieses Chaos nicht überleben kann.“

Zumindest dieses Regime.
Ein anderes, härteres könnte aber folgen.
Hochmut und Dummheit kommen vor dem Fall!
Heidelberger Akif
23. September 2015 16:28
@Arminus Arndt:

Genau das sollte auch meine Replik werden.

Hier auf Sezession.net nörgeln doch genügend Leute rum, dass sie am liebsten Morgen das sinkende Schiff verlassen würden und dass sie sich schämen, Kinder zu haben in dieser Zeit.
Dass in künstlich gebildeten, von Korruption zerfressenen (das ist wichtig, das kann die Loyalität zu einem Staat ganz schön aufweichen) und von Konflikten zerrütteten Nahoststaaten ebenfalls ein geringes Gefühl der Zugehörigkeit existiert, ist verständlich und logisch. Es gibt kein "syrisches Volk", das ist definitiv eine Konstruktion.
Wenn sie hingegen argumentieren, der Arzt sei aus Gründen humanitärer Menschlichkeit verpflichtet, in Syrien zu bleiben, kann man ja genauso gut sagen dass Deutschland aus Gründen humanitärer Menschlichkeit zur Aufnahme der Flüchtlinge verpflichtet sei.


Außerdem verwendete ich den Begriff "syrischer Arzt" nicht als Kampfbegriff irgendeiner Ideologie, sondern als sachliche Beschreibung in einem Tatsachenbericht von einem Brennpunkt der Flüchtlingskrise, der deutschen Botschaft im Libanon.
Maddin
23. September 2015 17:04
Der Artikel ist positiv gehalten, das ist auch schon alles. Ich war letzte Woche auf einer "Informationsveranstaltung" zu den Neubürgern.
Es herrschte eine emotional positive Stimmung unter den ca. 120 Anwesenden, die man nur unzureichend erklären kann. Es wurden kaum kritische Fragen gestellt und wenn, dann wurde dagegen schnell polemisiert, sogar von einem anwesenden Kinderarzt. Ich denke, dass unsere Generation geistig- moralisch so verdorben ist, dass wir kaum noch Willen und Selbsterhaltungstrieb in uns haben.
Außerdem, was ist mit den amerikanischen oder den englischen Truppen in unserem Land?
Ich denke eher, es wird Anschläge geben, echte und andere, aus denen eine Notstandsgesetzgebung hergeleitet wird. Es wird dann zu einer Art Bürgerkrieg kommen, der niedergeschlagen wird oder in eine blutige Farbenrevolution umgeleitet wird. Aber ich sehe für Deutschland neuen Faschismus, der den bisher verdeckten ablösen wird. Gnade uns Gott.
Carsten Mabank
23. September 2015 19:07
@Magnus Göller

Die Linken werden doch die ersten sein, die ihr Fett wegkriegen.
Während einige jetzt vermutlich noch davon Träumen, den Herren aus Islamien das Gender mainzustreamen und ihren vielen Kindern die Akzeptanz sexueller Vielfalt einzuklöppeln, werden diese gar nicht daran denken, diesen Humbug mitzumachen. Da gibts schneller auf die Mütze, als die Sozialpädagogen einen Stuhlkreis bilden können.
Fred Leine
23. September 2015 19:08
Sehr schöner Artikel.

Er enthält viele positiven Impulse, die einem wieder Zuversicht geben.
Einen wesentlichen Aspekt möchte ich unterstreichen/hinzufügen:
Durch den permanenten medialen Einsatz gab es nicht nur ein Verschleiss der "Gutmenschlichen Schlagworte", die "Leitmedien" haben zudem ihre Maske fallengelassen und sich als reinstes Propagandinstrument entlarvt.

Nazikeule zerbrochen, Lügenpresse offensichtlich.

Wenn diese Leitmedien - als Mittel zur Steuerung der 'Bevölkerung' durch die Herrschenden - unbrauchbar werden ist viel gewonnen.
Dies sollte eine Motivation sein weiter in diese Kerbe zu schlagen.
John Haase
23. September 2015 21:10
@ Arminius Arndt
Dann haben wir uns anscheindend mißverstanden. Sie haben natürlich sowohl recht darin, das Klischee des syrischen Arztingenieurs zu attackieren, als auch darin, zu bemerken, daß es ausbeuterisch ist, einem anderen Volk seine teuer ausgebildeten Akademiker wegzurauben.

Was soll's. Es beginnt die Zeit des Kampfes. Ich habe die letzten Jahre damit verbracht, zu lamentieren, daß ich zu alt sein werden, wenn es endlich losgeht. Mittlerweile hoffe ich, vielleicht unrecht zu haben.
enickmar
23. September 2015 21:56
@Heidelberger Akif

… kann man ja genauso gut sagen dass Deutschland aus Gründen humanitärer Menschlichkeit zur Aufnahme der Flüchtlinge verpflichtet sei.


Ka’man nich’enauso. Deutschland ist Deutschland und zuerst den Deutschen verpflichtet.
Der Syrer ist Syrer und zuerst den Seinen verpflichtet. Irgendeinem Stamm dort wird er wohl angehören.
enickmar
23. September 2015 22:04
@Maddin

Es wurden kaum kritische Fragen gestellt und wenn, dann wurde dagegen schnell polemisiert, …


Wer nicht hören will, muß fühlen.
Anja
23. September 2015 22:04
@Marc_Aurel

Ihre Fragen sind berechtigt und - irgendetwas scheint unlogisch an der momentanen US-Politik!

Nach dem I. WK wurde von den VSA alles gemacht, damit Europa und vor allem Deutschland wirtschaftlich wieder auf die Beine kommt (Marshallplan, nicht uneigennützig) und jetzt scheinbar (?) genau das Gegenteil...

Damals wollte man das westliche Europa gegen den stalinistischen Ostblock stärken.

Jetzt will man es schwächen, warum...?

Vermutet man eine Unterstützung Rußlands von deutscher Seite im Falle eines Krieges?
Westpreuße
23. September 2015 22:07
Was sind das eigentlich für Figuren, die in BRÜSSEL die Macht über Europa übernommen haben? Bar jeglicher Legitimation!
Wer hat sie auf die Bühne gestellt?
Wer schiebt sie hin und her?

Fernab der wahren Probleme der Menschen und Völker!
Wie konnte man diesen "Charaktermasken" nur soviel Macht einräumen?
Wer hat das alles zu verantworten?
Wo führt das letztlich hin?
Genug der Fragen...

https://www.youtube.com/watch?v=5IoGSlnIWYA
Unter dem Video ist zu lesen:
Jean Claude Juncker, President of the European Commission
drunk and bitch slaps leaders

Allerdings hat Robert Ley, Leiter der Deutschen Arbeitsfront, auch schon mal an einem 1. Mai lallend Meldung gemacht: "Mein Führer, ich melde Ihnen, der Mai ist gekommen!" Dann schwankte er, fiel halb um, bis seine Parteigenossen ihn "stützend festhielten"...

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel
enickmar
23. September 2015 22:08
@der Gehenkte

Dann will ich die Erwartungen mal nicht enttäuschen:

Geschichte vorherzusagen oder gar vorherzubestimmen hat natürlich enge Grenzen. Das macht Geschichte aus der Sicht des Menschen aber nicht zu einem reinen Zufallsprodukt. Der Geschichtsverlauf kann, mal mehr, mal weniger erfolgreich beeinflußt werden. Nichts anderes tun oder versuchen verschiedenste politische Akteure vor und hinter den Kulissen seit Jahrtausenden jeden Tag. Für diese Einflußnahmen gibt es zunächst entsprechende Pläne im Sinne von Absichten. Würden die Erfahrungen die generelle Wirkungslosigkeit erweisen, würden die Bemühungen nicht gemacht. Denn in der Konsequenz müßte das ja bedeuten, daß menschliches Handeln generell folgenlos bzw. unkalkulierbar ist. Und wir bräuchten uns dann auch um nichts bemühen. Nichtmal in Internet-Blogs.
Volker Spielmann
23. September 2015 22:32
Die Grenzen können durchaus wirksam gesichert werden

Mögen die kosmopolitischen Gecken auch noch so sehr beteuern, daß man – selbst wenn man wollte – die Grenzen gar nicht gegen die Völkerwanderung der Scheinflüchtlinge schützen könne, so gilt noch immer, was Carl von Clausewitz hierzu gesagt hat: „Die Absicht eines Kordons kann also nur sein, gegen einen schwachen Stoß zu schützen, sei es daß die Willenskraft schwach ist, oder die Streitkraft, mit der der Stoß erfolgen kann, klein. (…) Diese Bedeutung haben alle Linien- und Grenzverteidigungsanstalten der mit Asien und der Türkei in Berührung stehenden europäischen Staaten. (...) Freilich wird dadurch nicht jede Streiferei abgehalten werden können; aber sie werden doch erschwert und folglich seltener, und bei Verhältnissen wie die mit asiatischen Völkern, wo der Kriegszustand fast nie aufhört, ist das sehr wichtig.“ Die Polizei muß dann nur noch jeden Delinquenten dingfest machen und aus dem Land werfen und schon ist die Völkerwanderung abgewehrt und die abendländische Kultur gerettet.

Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!
Thomas Wagner
24. September 2015 03:30
@Maddin

"Ausserdem, was ist mit den amerikanischen oder den englischen Truppen in unserem Land?"

Interessant, dass Sie der einzige hier sind, der auf diese schlichte Tatsache hinweist. Es wird doch niemand glauben, dass diese Truppen nur zum Spass in unserem Vaterland verweilen. Sollte dem BRD-Regime die Kontrolle entgleiten, so werden unsere transatlantischen Freunde in Aktion treten. Im Unterschied zu den Sowjets des Jahres 1989 sind sie handlungswillig und -faehig.
Thomas Wawerka
24. September 2015 10:39
Martin Sellner: Eines ist sicher: wir werden sie nicht retten. Wenn sie am Ende in dem Horror „aufwachen“, den sie selbst erschaffen haben und uns um Hilfe rufen, werden wir nicht kommen.

Doch, das werden wir, Herr Sellner. Weil "sie" nicht nur Täter allein, sondern ebenso auch Opfer sind. Weil "sie" zu unserem Volk gehören und schon aus unserem eigenen Selbstverständnis die Solidarität mit "ihnen" unsere Pflicht ist. Weil wir "sie" nicht loskriegen (genausowenig wie "sie" uns loskriegen, egal wie oft und laut sie "Nazis raus!" brüllen). Weil jeder von "ihnen" eine Person ist, die zur Reue fähig ist.
Ein paar Leute werden "die Verantwortung übernehmen" müssen, wie man so schön sagt. Es wird ein symbolisches Opfer geben, damit man sich mit dem Rest von "ihnen" versöhnen kann. So läuft das auf der psychopolitischen Ebene nun mal seit Jahrtausenden ab.

Und weil wir, wo nicht barmherzig im christlichen Sinn, so doch großmütig im Sinne Nietzsches sind.
der Gehenkte
24. September 2015 13:38
@ enickmar

Ich dachte schon, Sie seien ein Spielverderber ….

Geschichte vorherzusagen oder gar vorherzubestimmen hat natürlich enge Grenzen. Das macht Geschichte aus der Sicht des Menschen aber nicht zu einem reinen Zufallsprodukt. Der Geschichtsverlauf kann, mal mehr, mal weniger erfolgreich beeinflußt werden. Nichts anderes tun oder versuchen verschiedenste politische Akteure vor und hinter den Kulissen seit Jahrtausenden jeden Tag. Für diese Einflußnahmen gibt es zunächst entsprechende Pläne im Sinne von Absichten. Würden die Erfahrungen die generelle Wirkungslosigkeit erweisen, würden die Bemühungen nicht gemacht. Denn in der Konsequenz müßte das ja bedeuten, daß menschliches Handeln generell folgenlos bzw. unkalkulierbar ist. Und wir bräuchten uns dann auch um nichts bemühen. Nichtmal in Internet-Blogs.


Geschichte wird selbstredend von Akteuren gemacht und diese – zumindest im taktischen Bereich – beeinflussen den Verlauf und das schafft auch Befriedigung und das Gefühl, etwas bewirkt zu haben. Etwas anderes zu behaupten hieße das Kausalgesetz zu negieren und wäre in der Tat vollkommen sinnleer. Aber äußerst selten gestaltet sich die Beeinflussung so, wie es intendiert war und in strategischer Hinsicht wohl nie – ausgenommen reine und komplette Destruktion. Gäbe es eine konkrete Vorhersage, gäbe es die Möglichkeit, Geschichte bewusst zu steuern, dann könnte ein Gegenspieler das immer verhindern, eben weil er von der Vorhersage weiß. Man müsste schon die Mythologie bemühen, das Delphische Orakel, Ödipus, die Nornen etc., also die sich selbst erfüllende Prophezeiung, wenn man das Argument unterlaufen wollte.
Wenn mir jemand prophezeit, ich werde 100 Jahre alt, dann kann ich ihn im selben Moment mit dem Sprung aus dem Fenster falsifizieren.

So auch Geschichte: Wir wissen, dass Millionen Menschen auf dem Wege sind und auch, dass es uns beeinflussen wird, aber keiner kann voraussagen, wie sich das im Konkreten darstellen wird. Um dieser Voraussage so nahe als möglich zu kommen, gilt es, diese enormen Prozesse mit adäquaten Gedanken zu erfassen – daraus könnten sich, ganz allgemein, Handlungsanweisungen ergeben, aber die werden und müssen das Konkrete mit umfassen, also davon abstrahieren, darüber stehen.

Anders gesagt: Man kann (eine) Geschichte erst vollständig bewerten, mithin erzählen, wenn sie beendet ist und das wiederum kann man nicht, weil man selbst als involvierter Erzähler endlich ist.

Oder: Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint".

Ich empfehle den Klassiker: Arthur C. Danto: „Analytische Philosophie der Geschichte“
Und, wer sich noch an das Vokabular traut: Kurt Röttgers: „Der kommunikative Text und die Zeitstruktur von Geschichten“
Und natürlich Koselleck.
Albrecht
24. September 2015 17:46
An alle die meinen, die Verhältnisse wäre JETZT schon so schlimm, nicht mehr beherrschbar und der Umschwung schon im vollem Gange:
Es gibt einen einfachen Indikator hierfür: die Besucherzahlen bei pi-news. Diese sind zwar in den letzten Wochen gestiegen, liegen aber mit ca. 150000 pro Tag immer noch weit unter einer kritischen Masse. Meines Erachtens müssten diese Zahlen über 1 Millionen pro Tag liegen um wirksam politische Macht zu gewinnen
Meier Pirmin
24. September 2015 18:03
@enickmar. Dass seit Caesar und Napoleon immer wieder versucht wurde, die Geschichte zu beeinflussen, vgl. das Hegeldictum über Napoleon als "der Weltgeist zu Pferd", ändert nichts daran, dass die vermeintlichen Sieger der Geschichte wie die vermeintlichen Verliererer irgendwann unter die Räder kommen und dass viele ihrer Massnahmen genau das Gegenteil des Gewollten bewirken, so nicht nur die gescheiterte Politik des Gröfaz.

Es handelt sich um ein falsches Hegel-Verständnis, glaubt man, dem Weltgeist wirklich in die Karten zu blicken. "Die Geschichte schreitet über das Individuum hinweg" ist ein Hegelsatz, der nicht nur diejenigen meint, die hier ihren Frust über die Mainstreampolitik ablassen. Diese selber trägt den Keim ihres Verderbens in sich, was an dieser Stelle zwar immer wieder mal gesagt oder wenigstens angedeutet wird. Zu den unabdingbaren Glaubensbekenntnissen des Mainstreams gehört zum Beispiel der Glaube an die sexuelle Revolution von 1968, die unbedingte Ächtung der Homophobie und beispielsweise die Anerkennung auch atheistischer Propaganda und künstlerischer Freiheit bis hin zur Blasphemie. Zu schweigen von Gender-Mainstream. All dies wird selbstverständlich mit einer Politik, welche um keinen Preis islamophob sein will, langfristig unterlaufen.


Selber hatte ich noch einen Schüler, der in einer Arbeit, betr. Vorurteile über die Scharia bzw. Todesstrafe im Islam mit trotzigem Stolz eine Foto von zwei gehängten Homosexuellen im Iran auf das Titelblatt setzte. Die schulrechtlich einzige Chance, die Arbeit zurückzuweisen, bestand im Nachweis von Plagiaten und mangelnden Quellenbelegen der Arbeit, aber keineswegs in der Möglichkeit, die Arbeit aus inhaltlichen Gründen zurückzuweisen. Dies wäre bei einer antisemitischen Arbeit oder einer auschwitzleugnerischen These nicht in gleicher Weise gehandhabt worden.


Es ist aber klar, dass die Geschichte weder von den jetzt Massgebenden gemacht wird noch eines Tages von den Eingewanderten. Am Ende kommen wohl alle unter die Räder. Es wäre aber an keinem Tag verboten, vernünftig und jenseits von Panik zu handeln. Dies ist nicht als Resignation gemeint, im Gegenteil. Die Nichtanerkennung der Mainstream-Monopole ist eine der Bedingungen kritischen Denkens und vernünftigen Handelns. Im Einzelfall ist nicht mal das Gegenteil des Falschen einfachhin richtig. Wenn sich zum Beispiel Putin zwischendurch mal in einer speziellen diplomatischen Situation positiv über den Islam äussert, ist es garantiert besser überlegt und mit einem zweckmässigen Hintergedanken grundiert als wenn ein deutscher Bundespräsident dasselbe praktiziert. "Das Schlimmste", warf F.J. Strauss mal einem politischen Gegner vor, sei, dass dieser den Blödsinn, den er sage, erst noch glaube.
Simplicius
24. September 2015 20:04
Herr Wagner,

das ist schon bekannt: (amerikanische Atomwaffen in Dtld)

"Auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz beginnen in diesen Tagen die Vorbereitungen für die Stationierung neuer amerikanischer Atombomben. Das belegen US-Haushaltspläne, die Frontal21 vorliegen."


Und Sie haben natürlich recht mit Ihrer Befürchtung in Bezug auf das zu erwartende Verhalten der Amis.

Meine zugespitzte Theorie ist ja seit Jahrzehnten: Nur wenn in Amerika der Yellowstone Vulkan ausbricht hat Deutschland die Chance auf nationale Selbstbestimmung. Wenn es denn dann noch ein Dtld gibt.
Karin Pfeiffer
25. September 2015 12:22
Ich habe aber nachgebohrt, und am Ende gaben sie offen zu nach Deutschland zu wollen weil sie gehört haben dass man dort eine Million libanesische Lira pro Monat vom Staat geschenkt bekäme (ca. 600 Euro),


Dazu kurz: Zahlen benebeln, je naiver der Mensch, desto mehr. Was bei obiger Angelegenheit von Auswanderungswilligen nicht bedacht wird, sind die Lebenshaltungskosten in Deutschland, die sich erheblich von jenen der Heimat unterscheiden. Einmal im Lande, werden sie schnell merken, daß sie mit der geschenkten "Million" monatlich nicht weit kommen. Deshalb gehen einige dann ja auch dazu über, sich einfach zu nehmen, was ihnen ihrer Meinung nach "zusteht". So oder so – es wird sich eine riesige Wut zusammenballen. Ich hoffe sehr, daß ich niemals zur falschen Zeit am falschen Ort bin.

Abschließend: Der Fehler, Geldbeträge losgelöst vom übrigen Wirtschafts- und Gesellschaftsrahmen zu nennen, um moralische oder historische Bewertungen anzustellen, ist häufig anzutreffen. Da wird zum Beispiel in historischen Texten das niedrige Arbeitseinkommen gegeißelt, ohne gleichzeitig die damaligen Lebenshaltungskosten zu beleuchten, womit sich ja die Summen relativieren. Dasselbe passiert bei gutmenschlichem Gejammer über die „Ausbeutung von menschlicher Arbeitskraft“ in sog. Entwicklungsländern – auch hier versäumt man, die Zahlen in Relation zu den Lebensumständen zu setzen, diese in das wirtschaftliche Umfeld und den gesamtgesellschaftlichen Rahmen einzubinden.
marius
25. September 2015 18:11
Ein äußerst interessanter Beitrag. Nur ein Wort macht stutzig: "...wird Gutmenschen verunsichern, und gelockertes „liberales“ Material in „unser Lager“ treiben". Menschenmaterial? Ich hoffe nicht.
Heinz Obst
25. September 2015 23:07

Thomas Wawerka
Donnerstag, 24. September 2015, 10:39 Uhr


Martin Sellner: Eines ist sicher: wir werden sie nicht retten. Wenn sie am Ende in dem Horror „aufwachen“, den sie selbst erschaffen haben und uns um Hilfe rufen, werden wir nicht kommen.

Doch, das werden wir, Herr Sellner. Weil „sie“ nicht nur Täter allein, sondern ebenso auch Opfer sind. Weil „sie“ zu unserem Volk gehören und schon aus unserem eigenen Selbstverständnis die Solidarität mit „ihnen“ unsere Pflicht ist. Weil wir „sie“ nicht loskriegen (genausowenig wie „sie“ uns loskriegen, egal wie oft und laut sie „Nazis raus!“ brüllen). Weil jeder von „ihnen“ eine Person ist, die zur Reue fähig ist.



Setzen wir voraus, es käme tatsächlich zu einem Politikwechsel diametraler Art: Die niedere Ebene im öffentlichen Dienst, welche sich derzeit mehrheitlich noch darin gefällt, den (mehr oder weniger gezwungenermaßen) eine x-beliebige Behörde aufsuchenden, autochthonen Bürger richtiggehend zu schikanieren, beziehungsweise arrogant abzukanzeln, wird mit affenartiger Geschwindigkeit die Seiten wechseln, gewiß auch mit der Hoffnung verbunden, weiterhin auf dem jeweiligen Posten verbleiben zu dürfen ... denn schließlich habe man ja - innerlich widerstrebend - lediglich Anordnungen des Vorgesetzten zu befolgen gehabt ...
Heinz Obst
25. September 2015 23:11

Albrecht
Donnerstag, 24. September 2015, 17:46 Uhr

An alle die meinen, die Verhältnisse wäre JETZT schon so schlimm, nicht mehr beherrschbar und der Umschwung schon im vollem Gange:
Es gibt einen einfachen Indikator hierfür: die Besucherzahlen bei pi-news. Diese sind zwar in den letzten Wochen gestiegen, liegen aber mit ca. 150000 pro Tag immer noch weit unter einer kritischen Masse. Meines Erachtens müssten diese Zahlen über 1 Millionen pro Tag liegen um wirksam politische Macht zu gewinnen


Götz Kubitschek stellte unlängst (sinngemäß) fest:
"Letztlich wird es darauf ankommen, inwieweit jeder Einzelne dazu bereit ist, für den Erhalt des Eigenen zu kämpfen."

Selbst 2 Millionen täglicher Zugriffe auf das PI-Portal sind kein wirklicher Indikator für die tatsächliche Kampfbereitschaft dieser PI-Leser.
Heidelberger Akif
26. September 2015 22:40
Nachtrag zu dem Bericht aus dem Libanon zur Flüchtlingskrise:

In Trablus (Tripolis), einer der am stärksten in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogenen Gegenden des Libanon, wurden mir direkt einige ältere Männer vorgestellt, deren Söhne nach Deutschland gegangen waren. Libanesische ältere Männer, wohlgemerkt. Laut ihnen brauchten ihre Söhne nicht einmal einen syrischen Pass, es genügten die Behauptung, Syrer zu sein und die Fähigkeit, Arabisch zu sprechen um nach Deutschland einzuwandern. Laut den Anwohnern ist die halbe junge, männliche Einwohnerschaft ganzer syrischer, libanesischer, irakischer Landstriche auf dem Weg nach Deutschland um sich dort als Kriegsflüchtlinge auszugeben.

Ein junger Syrer der voller Hass über Christen und Atheisten sprach,, und dessen Vater und ältere Brüder bereits im Saarland sind, sprach davon nächste Woche nach Deutschland aufzubrechen um nach Erlernen der Sprache ein Informatikstudium anzufangen. Intellektuell traue ich dem polyglotten und intelligenten Kerl das durchaus zu, aber wie kommt er auf die Idee sich dauerhaft in einer Gesellschaft zurechtfinden zu könnnen, deren Grundlagen er hasst ?!
Sascha
27. September 2015 11:44
Separatismus ist ein Konzept, über welches die Rechte nachdenken sollte. Die andere Seite macht es schon:
http://www.zeit.de/2015/35/sachsen-pegida-extremismus-hilfe-saexit

Es gibt jedenfalls gute Gründe für die Rechte, darauf zu setzen. Man vergesse nie, dass die Zeit, als Deutschland zum Land der Dichter und Denker wurde, eine Zeit der Kleinstaaterei war.

Und je kleiner ein Staat ist, desto weniger korrupt seine Führung, schon aus rein ökonomischen Gründen: Der Regierungschef von 100 Mio verdient offiziell ja nicht 100 mal so viel wie der von 1 Mio, das verhindert in einer Demokratie schon der Neid. Aber wenn er einer Firma diskret hilft, ist der Nutzen für die Firma sehr wohl 100 mal so groß. Und daher wird auch ihre diskrete Dankbarkeitsbezeugung 100 mal so groß sein.

Noch wichtiger ist jedoch, dass es in kleinen Staaten sehr viel einfacher ist, die Politik zu beeinflussen, egal ob über Wahlen, Referenden, oder Demonstrationen. Auch eine Lokalzeitung ist leichter zu organisieren als eine landesweite.

Unterstützung beim Volk für separatistische Bewegungen ist auch recht leicht zu finden, und dies auch über die üblichen politischen Grenzen hinweg. In Katalanien geht die Separatistenbewegung ja quer von links außen bis rechts außen.
enickmar
28. September 2015 17:08
@der Gehenkte, Meier Pirmin

Es ging um die einfache Frage, ob politische Akteure geplant oder sogar verschwörerisch handeln. Da kam das Argument der Unplanbarkeit.
Ob und wie langfristig sinnvoll oder erfolgreich geplantes politisches Handeln im Sinne der Akteure ist oder sein kann, ist eine andere Frage als die, ob es stattfindet.

Jede politische Agenda, jedes politische Programm, jeder Lobbyismus, jede Interessenvertretung und sogar Metapolitik ist absichtsvolle Planung.
Wie einzelne Philosophen den Sinn und Erfolg solcher Planung einschätzen, spielt für die Feststellung der Tatsache ihrer Existenz überhaupt keine Rolle.
Kaliyuga
29. September 2015 18:25
Herr Pfarrer Wawerka (24. September, 10 Uhr 39), denken Sie, daß jenes „wir“, von welchem Herr Sellner schreibt, wesentlich auch das „Ihre“ ist? Sie begründen Ihr insistierendes „doch, das werden wir, …“ formalrhetorisch ansehnlich, doch wie begründungsschwanger mit einer Kanonade an „weil“.

Welcher Mensch bedürfte nun nicht der „Barmherzigkeit“, doch haben wir des „Solidarität“ als „unsere Pflicht“ in den letzten Jahrzehnten in solchem Übermaß, ja bis zum Überdruß gehört, als daß es nun wirklich noch greifen könnte.

Sie wissen es doch genug, gerade einem Lutheraner würde man auch Nüchternheit abverlangen wollen, daß man dem Geist der Evangelien mit einer Teddybär-Therapie im Stuhlkreis nicht gerecht werden kann.

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