23. November 2015

Jetzt anmelden zur 16. Winterakademie des IfS – »Widerstand«!

von Erik Lehnert / 13 Kommentare

Erik Lehnert ist promovierter Philosoph und Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Staatspolitik.

ifs_logo blauZwei Tage lang war nun Kongreß in Schnellroda, wir hatten den Gasthof mit 180 Gäste vollgestopft und im Vorfeld 200 weiteren abgesagt - kein Platz mehr! Ab heute sind nun die Listen für die bereits 16. Winterakademie offen: Rund 100 Teilnehmer unter 35 Jahren finden Platz! Das Thema lautet: Widerstand.



Wir stellen also die Frage nach der Machbarkeit des Widerstands in der Situation, in der sich Deutschland gerade befindet.

Daß dieser Frage etwas Ketzerisches anhaftet, wird deutlich, wenn man sich Begrifflichkeiten anschaut, mit denen offizielle Stellen die Situation beschreiben. Der »Flüchtlingskrise« wird dabei die Unausweichlichkeit einer Naturkatastrophe angedichtet, denen man bekanntlich kaum vorbauen kann und die man noch weniger zu verhindern vermag. Das Einzige, was bleibt, ist die Situation zu bewältigen und mit ihr leben zu lernen. Das jedenfalls suggeriert das Mantra »Wir schaffen das!«

Deshalb wird das Thema der Akademie zunächst vom aktuellen Geschehen aus beleuchtet werden, durchaus mit dem Anspruch, praktische Fingerzeige zu geben. Dr. Dr. Thor v. Waldstein wird über die Anwendbarkeit des Widerstandsparagraphen im Grundgesetz referieren. Martin Sellner berichtet von der praktischen Arbeit der Identitären Bewegung in Österreich, Philip Stein stellt die Aktion »Ein Prozent« vor, und Götz Kubitschek wird die neuesten Entwicklungen analysieren.

Den Maßstab des Widerstandes geben der Mensch und die Geschichte, so daß der Widerstandsaspekt in der Literatur (Michael Rieger) und der Geschichte betrachtet werden wird. Martin Lichtmesz wird schließlich in die Psychologie des Widerständlers einführen, der zwar manchmal als Idealist scheitert, seinen Mitmenschen als Querulant aber auch gehörig auf die Nerven gehen kann.

Darum wird es auf der nächsten Winterakademie vom 22. bis 24. Januar 2016 in Schnellroda gehen. Wir haben Platz für 100 Teilnehmer unter 35 Jahren. Neben den sieben Vorträgen gibt es wie immer einen Filmabend, Sport und ausreichend Gelegenheit zum Austausch.

Wer Geld verdient, bezahlt für zwei Übernachtungen, Vollpension und alle Vorträge 100 €, alle anderen bezahlen 50 €. Das Tagungsprogramm mit dem Anmeldebogen gibt es hier! Anmeldungen per ePost bitte gleich an institut(at)staatspolitik.de.

Erik Lehnert ist promovierter Philosoph und Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Staatspolitik.

Kommentare (13)

Hajo Blaschke
23. November 2015 10:48
Muss man unter 35 Jahre alt sein, um teilnehmen zu können?

antwort: ja.
der Gehenkte
23. November 2015 11:32
Vielen Dank an alle Organisatoren des Kongresses! Perfekt organisiert, alles lief wie geschmiert - man kann nur ahnen, wie viel Arbeit, Akribie und Liebe zur Sache da investiert wurden. Selbst so etwas findet man nur noch bei den Konservativen.

Jeder einzelne Redebeitrag eine Inspiration! Viele und ganz unterschiedliche Menschen kennen gelernt, mit denen man im Detail nicht einig sein muß, von denen jeder aber eine "Bereicherung" war.

Eine "Tankstelle", wie Lichert gleich zu Beginn sagte. Braucht man dieser Tage, gibt Mut und Kraft, auch wenn die Aussichten düster sind.
Winston Smith 78699
23. November 2015 11:47
Muss man unter 35 Jahre alt sein, um teilnehmen zu können?

antwort: ja.


Falsch, oder? Man darf gerade noch 35 sein.

Ein paar salbungsvolle Worte für alle 36+-Grufties wären angebracht, um mögliche Unterstützer nicht zu vergrätzen. Auch gebe ich zu bedenken, dass mit zunehmendem Alter die Anzahl möglicher Unterstützer steigt. Auch ältere Identitär-Denkende können vielleicht Kompetenz beisteuern. Solchen wird die Möglichkeit zu Kontakt und Gesprächen offline leider erschwert. Die Altersbeschränkung an sich ist mit kurzem Nachdenken nachvollziehbar. Jedoch haben ältere Identitär-Denkende womöglich eigene praktische Erfahrung mit Widerstand und noch eine andere schulische und akademische Bildung - dies bitte ich nicht als herablassend gegenüber den Jüngeren zu verstehen, die können selbst ja nichts für den Mißstand. Vielleicht sollte man sich einen Zug überlegen, der die Grufties einbindet und nicht zu bloßen Zahlern degradiert.

antwort kubitschek:
lieber winston, soeben bereite ich den kongreß nach, der für alle altersstufen offen war und am wochenende 180 teilnehmer nach schnellroda lockte. es gibt also veranstaltungen ohne jahrgangsdiskriminierung, die nächste ist dann im märz. nun sind im januar eben ausschließlich die jüngeren dran, so halten wir es seit 15 jahren, so ist es gut.
Lars Geier
23. November 2015 13:54
Danke an dieser Stelle für ein inspirierendes Wochenende. Meine persönlichen Höhepunkte: Eine zielsichere juristische Analyse der jüngeren gesellschaftspolitischen Entwicklung in Deutschland und die Bedeutung des Rechts in unserer Zeit von Prof. Dr. Schachtschneider (gebt dem Mann bitte beim nächsten Mal mehr Zeit, er hätte von mir aus gerne noch bis zum Abendessen weiter vortragen können ;)). Ein einfach genialer Götz Kubitschek, der "aktive Pessimist" hat wahrscheinlich mit seiner ruhigen und dennoch kämpferischen Situationsbeschreibung nicht nur meinen Hauptnerv getroffen. Und nicht zuletzt der kurze Redebeitrag von Martin Sellner, was soll man da noch sagen ... wer dabei nicht die Flamme im Herzen gespürt hat, braucht nicht wieder kommen.
Ein winziger Wermutstropfen: Thor von Waldstein spricht auf der Winterakademie und ich bin 35+... Aber ich gönne es dem Nachwuchs von Herzen.
Westpreuße
23. November 2015 14:35
Ein Herr ERIK PETER (Reportage & Recherche) von der taz hat im Kaffeesatz gelesen, vermutet allerlei, gibt Gehörtes weiter, behauptet allerlei und hat heute einen Artikel veröffentlicht:

Thüringens AFD-Chef Bernd Höcke
Hang zu Pathos und Lamento
http://www.taz.de/Thueringens-AfD-Chef-Bjoern-Hoecke/!5250115/

Vielleicht kann mal jemand Stellung dazu nehmen.

stellungnahme kubitschek: es ist zusammengerührtes material, ohne hirn und mit der kindischen neigung verfaßt, schwierige zusammenhänge sinnlos zu vereinfachen. was mich indes beschämt, ist die zwanghafte selbstlosigkeit, mit der sich herr helmerich vor uns wirft. die ganze wahrheit muß ans licht: bei uns im rittergut gibts und gabs kein auf den boden gemaltes bild, auch keines von einem mann mit sense und einer frau mit rechen, er wollte wohl brekers lebensgroße doppelbüste "arischer sex" vertuschen, die in unserem büro herumliegt. es gibt auch keine lanzerhefte, dafür aber zwei regalmeter "nachgetragene liebesbriefe" von beate zschäpe an erwin rommel, heinz guderian und - eben - oskar helmerich, mit denen wir ihn - jetzt kann ichs ja sagen - seit 18 (!!) monaten erpressen. gänsehaut.

Und zum obigen "Debatte-Beitrag" von Erik Lehnert: Mir gefällt es außerordentlich, daß "jüngere Leute" unter sich sind. Ich habe nie das Bedürfnis gehabt, mit meinen "Lebens-Weisheiten" jüngere Leute zu beglücken. Altersgemäß könnte ich auch nicht mehr dran teilnehmen, seit geraumer Zeit...Und obwohl "älter, aber noch nicht ganz alt", haben mich schon immer die Mitbürger genervt, die "zornige Alte" sein wollen, keine "alten Menschen, sondern rüstige Senioren" sein wollen: Nein, bitte nicht! Ich will (möchte) ein alter Menschen werden, sofern man mich fragt, meine "kleine persönliche Lebens- und Erfahrungsweisheit" weitergeben und mich dereinst, ist nicht mehr gar so lange..., zu meinen Vätern, Vorvätern, Altvorderen begeben... Na gut, zu den Müttern auch noch... Grüße aus Posen an der Warthe
Westpreuße
23. November 2015 14:54
Kleiner Nachtrag:
Und ins "Seniorenheim" gehe ich auch nicht...
Ob ich allerdings die milde, dankbare und vertrauensvolle Gelassenheit aufbringe wie der von mir (und sicherlich auch noch etlichen anderen) geschätzte Walter Kempowski: DAS weiß ich auch nicht...
(Wir werden es ALLE erleben...Jeder auf seine Art...).

https://www.youtube.com/watch?v=2Q1WTXpUAiw
Walter Kempowskis letztes Interview (Juni 2007)


: Grüße aus Posen an der Warthe
notaras
23. November 2015 16:35
Zwar habe ich selbst die 35 längst überschritten, aber ich finde, dass es genau das Richtige ist, das Thema Widerstand unter diejenigen zu bringen, die es am meisten angeht: die Jugend unseres Landes, deren Zukunft gerade den Bach hinunterzugegen droht.

Wie entwickelt sich eigentlich das Ein-Prozent-Projekt, gibt es schon eine erste Zwischenbilanz? Sind Aktionen geplant? Leider ist momentan nicht viel davon zu hören.
KJ
23. November 2015 17:56
Interessant nebenbei, dass vor kurzem Evo Morales in Berlin war und da allerlei identitäres Gedankengut zum Besten gab, wohlgemerkt vor einem Auditorium erzlinker Provenienz

https://www.tu-berlin.de/?164236

Merke: Der Linke und die Linkin denken auch identitär, sofern es um IndianerInnen und fremde "unterdrückte Völker" geht.

Ich bin nicht für Demos und mag den gefallenen Planeten der Herzen Pluto, aber die Herrschaft des Demos ist mir schon angenehmer als die Plutokratie. Ganz ähnlich sieht das auch der Morales, der an der Technischen Universität schwer vom Leder zog.

Ich wünsch Euch viel Freude beim Zusammensein und hoffe, dass neue schlagkräftige Ideen und Verbindungen entstehen.
limette
23. November 2015 19:14
Den taz-Bericht hätten wir auch selbst schreiben können :-) Sie werden bei Leuten wie Höcke versuchen alles abzuleuchten und gegen ihn zu kehren. So ist das in diesem System- das wissen wir alle. Der Vorteil bei Höcke ist, dass sie keine Leichen bei ihm im Keller finden werden. Wenn er fällt, dann nicht wegen der Vergangenheit, nur wegen eventueller kommender Fehler. Ich kannte ihn, da war ich -wie schon immer- national und rechts - jedoch war mir seine Gesinnung damals nicht bekannt, ich glaube er war damals auch noch nicht soweit - oder tarnte sich gut. Aber ich wusste: Er ist geradlinig. Überzeugungstäter, wenn auch in meinen Augen nicht politisch. Das ist auch gut so, dass er Überzeugungstäter ist.
Winston Smith 78699
23. November 2015 20:43
@ Westpreuße
... sondern rüstige Senioren“ sein wollen: Nein, bitte nicht! Ich will (möchte) ein alter Mensch werden ...

Und wenn ich Ihnen jetzt sage, das ich Sie noch brauche? Dass meine Kinder Sie brauchen, dass mein Land Sie noch braucht? Irgendwo las ich etwa, dass Bürger, die die DDR noch sehr bewußt mitbekommen haben, viel eher als andere den Medienzirkus durchschaut haben, zum Teil aber zwar nicht resignieren, aber doch in dem Sinne kommentieren, dass sie nun das Feld lieber mal den Jungen überlassen: "Das ist jetzt Eure Aufgabe!"

Hier ist eine weise, bescheidene Haltung zu vernehmen, die ich mir früher von viel mehr Senioren gewünscht habe. Leider ist meiner Meinung nach die jetzige Situation ohne historisches Vorbild (außer in ärgsten totalitären Staaten), nämlich indem die Jungen in der Masse weniger kritisches Bewußtsein haben (wofür man wohl systematisch gesorgt hat) als die Alten.

Ich rede wohlgemerkt von der breiten Masse. Und indem die Jungen im Verhältnis so wenige sind. Sollte eine Veränderung der Verhältnisse möglich sein, wird sie nicht ohne einen Aufstand der Greise auskommen.

Dass viele Ältere mit aller Gewalt durch Mainstream allgemein und dort zum Beispiel durch ganz gezielt dafür produzierte Serien, Kochshows und dergleichen eingelullt, ja anscheinend gesteuert werden, macht die Sache nicht einfacher und Ihre und Ihresgleichen Präsenz, Westpreuße, umso wertvoller.

Man manipuliert die Alten derzeit geradezu in die Denkrichtung zum Lebensende hin, man gibt ihnen resignierende Vorbilder und dergleichen. Besonders die Jungen werden natürlich brachial gehirngewaschen durch Schule und Uni in den derzeitigen deformierten Formen, aber ich befürchte, dass viele Älteren entgangen ist, wie sehr auch sie bearbeitet werden, und zwar in Richtung Gemütlichkeit, Rückzug, Resignation, Aufgabe, Sterben. Dafür hätte ich viele Beispiele.
Karl Blomquist
24. November 2015 00:50
"KJ

Bolivien ist der erste Nationalstaat in Amerika seit 500 Jahren

Wiederentstanden als die Neoliberalen sogar das Wasser privatisieren wollten, also bis zu diesem Extrem gegangen sind, was dann das Gegenteil hervorgebracht hat.

Da kommen die VSA nicht mehr heran, kein Regime-Austausch möglich. Wie dagegen jetzt gerade in wieder Argentinien: Nachdem die VSA dieses Ziel in Brasilien nur knapp verfehlt haben – Präsidentin Dilma will das Öl nicht an die VSA-Oligarchen verschenken – ist es nun in Argentinien gelungen, die nationale Präsidentin Kirchner, welche eine Annäherung an China und Russland angestrebt hat, durch eine neoliberale VSA-Marionette auszutauschen.

Die VSA wissen schon, warum sie den Nationalstaat Deutschland zerstören wollen. Hat mit rechts und links nichts zu tun, sondern mit national und VSA-transatlantisch.
Westpreuße
24. November 2015 11:41
@ Winston Smith 78699

Was antworten? Ich stehe ja ganz auf Ihrer Seite. Kann fast jedem Satz zustimmen. Und bin doch etwas ratlos. ...Es geht ja "um die Älteren". Wann hat man genug getan? Hat man je genug getan...

DAS ist "Der Stein des guten Glücks". Im Hintergrund Goethes Gartenhaus in Weimar, nahe der Ilm. Vom Meister selbst entworfen. Auch die Deutung von ihm. Sinngemäß: Der QUADER ist das Unabänderliche im Leben. Das, was immer Bestand haben wird. Jeder mag DAS, was für ihn ewigen Bestand hat, selbst definieren. Die KUGEL: Das Wandelbare, das Unwägbare, das Geschick (was uns geschickt wird), das nicht Berechenbare (womit wir aber rechnen müssen), der Zufall (was uns zufällt)...

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e0/Goethes_Gartenhaus_3.jpg/1024px-Goethes_Gartenhaus_3.jpg

DAS ist meine Antwort. Sie werden sie wahrscheinlich als unbefriedigend empfinden. Ich auch (irgendwie). Also: Ich lebe nur dieses eine Leben. Es ist kostbar, ein Geschenk. Ich bin wirklich der Meinung, daß man nicht nur an Deutschland denken darf. Sozusagen sich Tag und Nacht sorgt und grämt. Das macht eng und freudlos im Kopf und im Herzen. Das Leben ist mehr als die Summe seiner Teile. Und als älterer Mensch gilt es, auch mal loszulassen. Die Prioritäten ändern sich...

Unser Volk hat schon vieles durchgestanden. Ist immer wieder aufgestanden, auferstanden. Da hilft es, in die Geschichte zurück zu blicken, um sich zu "vergewissern". Ich gebe aber zu, daß wir für das, was im Moment geschieht, keine Blaupause haben: Da müssen wir dann so und so handeln...Ist alles zu einmalig. Haben wir so noch nicht gehabt...
Also: Ich schreibe übers "sich nicht sorgen" und sorge mich. Und wie.
Und daraus entsteht mein unvollkommenes Handeln...
Den Rest müssen die jüngeren Menschen erledigen. Und tun sie es nicht, dann war's das, leider. Aber vorher müssen sie "begreifen".
Thema für sich...
: Grüße aus Posen an der Warthe
Karl Blomquist
24. November 2015 22:21
@Westpreuße

Stelle ich mir schön vor, in Westpreußen, in der Heimat der Ahnen zu leben.
Vielleicht auf einem kleinen Hof an einem See, mit ein paar Kühen und Pferden, Gänsen und Hühnern, wie die Vorfahren.
Gibt es da die Möglichkeit, deutsch zu sprechen?

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