25. April 2016

Arbeit mit "Flüchtlingen": »Wir haben es einfach verbockt«

von Nils Wegner / 65 Kommentare

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Vorbemerkung Wegner: "Der Rechte" zu sein, macht einen manches Mal zum Ansprechpartner für solche, deren Weltbild in diesen Tagen an der kognitiven Dissonanz zerspringt. Folgende Innenansicht der Flüchtlingsindustrie sandte mir aus heiterem Himmel eine Zufallsbekanntschaft zu, die irgendwo im Norden der Republik als Sozialarbeiterin – zumindest theoretisch – "minderjährige unbegleitete Flüchtlinge" betreut und dort ihr tägliches Damaskuserlebnis hat. Bild und halbe Überschrift habe ich ausgesucht; der Rest ist unverändert geblieben.



»Die Idee, eine Million Menschen ins Land zu lassen und diese zu integrieren, ist gescheitert.« Diese Aussage, die nach der Silvesternacht in Köln und diversen Ausschreitungen in Massenunterkünften viele Menschen nicht mehr überrascht, ist eine besonders bittere Erkenntnis, wenn man selbst vor einem Jahr noch der Gruppe angehörte, die völlig naiv glaubt, dass die derzeitige Flüchtlingsproblematik durch Aussitzen und blindes Engagement vorübergeht.

Die Problematik beginnt schon vor der Ausführung der Hilfemaßnahmen selbst: Turnhallen müssen fehlende Unterkünfte ersetzen, im Bereich der Betreuung fehlen Fachkräfte, obwohl die Fachhochschulen und Universitäten im Minutentakt neue Sozialarbeiter ausspucken. Im Bereich der Jugendhilfe führt dies dazu, dass Vormunde teilweise mit mehr als einem Dutzend Mündeln betraut werden.

Hinzu kommt, dass das Hilfeverständnis der Linken lediglich das Heranreifen zu mündigen, handlungsfähigen Menschen verlangsamt oder gänzlich blockiert. Dies bemerkt man spätestens dann, wenn man diese Ideen im Alltag erlebt.

Insbesondere die freiwilligen Helfer in der Flüchtlingshilfe handeln so, dass sie den Menschen dort nicht auf Augenhöhe begegnen. Motiviert von Mitleid über das normale Maß hinaus, werden Flüchtlinge auf ihre Opferrolle reduziert, mit der Konsequenz, dass man selbst erwachsene Menschen wie Kleinkinder behandelt und bereits Hilfsangebote, die von Betroffenen persönlich beantragt werden müssen (also selbstständiges Aktivwerden erfordern), bei den wohlmeinenden Helfern für Empörung sorgen.

Die Haltung, dass jeder Flüchtling ein Opfer ist, das aufgrund seiner besonderen Biografie keinen weiteren Stressoren ausgesetzt werden darf, gipfelt u.A. darin, dass jedem Neuankömmling zunächst alles geglaubt werden muss. So ist es nicht möglich, einen Flüchtling zu zwingen, sich einer medizinischen Altersuntersuchung zu unterziehen. Die Inaugenscheinnahme zweier Sozialpädagogen wird als Grundlage genommen, um zu bestimmen, ob ein Flüchtling minderjährig ist oder nicht.

Eine Feststellung durch Mediziner kann im Zweifel zwar angeordnet werden, jedoch erfolgen diese Untersuchungen dennoch freiwillig. Deshalb geschieht es immer wieder, dass Menschen in Obhut genommen werden, die gar nicht die Adressaten einer Jugendschutzmaßnahme sind. Da man sie auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht zu einer medizinischen Altersuntersuchung zwingen kann, verstopfen Erwachsene diverse Jugendhilfeeinrichtungen.



Ein Umstand, der sich so schnell auch nicht ändern wird, da viele aufgrund der Nachvollziehbarkeit des Altersschwindels gerne einmal ein Auge zudrücken. Mit einem bemüht solidarischen »Wir würden es in dieser Not auch versuchen« wird begründet, warum man nicht genau nachfragt. Und dabei wird vergessen, dass es hier um mehr geht als die Einhaltung eines Gesetzes: Das Konfliktpotential steigt, da Erwachsene generell eine andere Begleitung brauchen, aber auch, weil Erwachsene in ihren Wertvorstellungen viel gefestigter sind als Jugendliche.

Und diese Wertvorstellungen werden schon in den nächsten Jahren die Gesellschaft Deutschlands nachhaltig ändern. Dazu zählen ethnische Konflikte, die in Stadtteilen mit einem hohen Migrantenanteil ohnehin schon vorhanden sind und die sich weiter verschärfen werden.

Sie sorgen immer wieder für gewalttätige Auseinandersetzungen in den Flüchtlingsunterkünften und stellen im weiteren Verlauf die Jugendhilfe vor unlösbare Dilemmata: Einerseits möchte man diese Konflikte nicht durch die Einrichtung ethnisch homogener Gruppen in den Maßnahmen unterstützen – andererseits muss das individuelle Wohl der Klienten geschützt werden. Ist das überhaupt möglich, wenn man heterogene Gruppen bildet? Wird dadurch ein Lerneffekt erfolgen oder provoziert man damit Eskalationen?

Diese Fragen wurden bisher nie gestellt, da die naive Annahme, dass Flucht die Menschen eint und ihre Konflikte auflöst, ein fester Bestandteil der Sicht auf Flüchtlinge ist. Ebenso ignoriert die Linke, dass Menschen aus Ländern zu uns kommen, die durch stark hierarchische Strukturen geprägt sind. In Folge dessen werden "autoritäre Charaktere" importiert, die man ansonsten so vehement bekämpfen möchte.

Treffen die ethnischen Differenzen auf diese autoritären Charaktere, entsteht eine explosive Mischung: In den Unterkünften und Betreuungsstellen verhindern die Menschen untereinander Lerneffekte und Persönlichkeitsentfaltungen. Man versucht, sich gegenseitig zu kontrollieren, und fordert für andere lieber strenge Strafen für angebliches Fehlverhalten, anstatt sich zu bemühen, ein friedliches Zusammenleben zu gestalten. Man möchte die strengen Regeln der Heimat teils unhinterfragt fortsetzen und anderen aufzwängen.

Natürlich ist es die Aufgabe pädagogischer Flüchtlingshilfe, genau diese Dinge zu beobachten, zu ändern, zu verbessern. Menschen, die ihr Leben lang so gelebt haben, werden sich nicht von heute auf morgen ändern und sich gänzlich neuen Bedingungen anpassen. Allerdings wird diese Arbeit erschwert, da man Kritik an der Kultur und den Verhaltensweisen der Menschen, die ins Land kommen, überhaupt nicht zulässt. Sie scheinen immer die unschuldigen, armen Opfer zu sein.

Und damit sind sie ihren Altersgenossen aus Deutschland gegenüber durchaus im Vorteil: Zwar sind die Leistungen des Staates die gleichen, aber die Bevölkerung ist viel stärker um sie bemüht. Sie haben das positive Stigma des ehrgeizigen Geflohenen, der alles tut, um sich zu integrieren, und viele fühlen sich verpflichtet, ihnen zu helfen. Die Spendenbereitschaft ist riesig, Ehrenamtliche tun sehr viel, um den Jugendlichen ihre Möglichkeiten aufzuzeigen.

Doch die gut gemeinte Hilfe geht schnell nach hinten los. Die Erwartungshaltung an Hilfeleistungen (insbesondere materielle Hilfe) steigt schnell an, wenn die Spendenbereitschaft alles ermöglicht und das Verständnis für eine Absage sinkt, da ansonsten immer alle Hebel in Bewegung gesetzt wurden, um die Wünsche zu erfüllen.



Ändert sich das Setting, weil die Menschen etwa in konsekutive Maßnahmen überführt werden, ändert sich auch die Bereitstellung diverser Güter. Diese müssen dann selbst bezahlt werden – etwas, an das man sich nur schwer gewöhnt, wenn man vorher alles frei Haus bekam. Dies führt in der pädagogischen Arbeit immer wieder zu Konflikten, da sich die Haltung verfestigt hat, dass man in Deutschland alles bekommt, wenn man nur laut genug fordert. Dies wurde vor und während der Flucht versprochen und wird nur allzu gern von übereifrigen Helfern erfüllt.

Viele helfen mit der Vorstellung im Kopf, dass Menschen, die hierher kommen, ein neues Leben führen wollen. Dabei stellt sich die Frage, ob die Flucht in Sicherheit auch automatisch der Beschluss ist, ein neues Leben zu beginnen. Denn letztlich bestimmen die Vorstellungen die Integrationsbemühungen: Wer nur in Sicherheit leben möchte, der sieht keine Notwendigkeit, sein Frauenbild zu hinterfragen. Wer in einer neuen Gesellschaft ankommen möchte, hingegen schon.

Hinzu kommt ein oft übersehenes Konfliktpotenzial, das aber nicht weniger sozialen Sprengstoff beinhaltet: die Ungleichbehandlung "eingeborener" Klienten Sozialer Arbeit gegenüber ihren zugereisten, medial allgegenwärtigen Schicksalsgenossen.

Vergleicht man die Situation jugendlicher Flüchtlinge mit der ihrer deutschen Altersgenossen in gleichen oder ähnlichen pädagogischen Maßnahmen, dann stellt man schwerwiegende Unterschiede fest. Die deutschen Klienten tragen schon seit Jahrzehnten in weiten Teilen der Bevölkerung das gleiche Stigma mit sich herum: Sie sind die Kinder asozialer Eltern. Sie gelten als schwierig, anstrengend und undankbar.

Zwar gibt es auch hier Menschen, die sich engagieren, allerdings ist die Anzahl wesentlich geringer, ebenso wie der betriebene Aufwand. Diese Jugendlichen stehen derzeit nicht im öffentlichen Interesse, sie haben keine Lobby.

Mit dieser ausgesprochenen Erkenntnis begibt man sich auf dünnes Eis. Sehr schnell ist hier die Rede von Sozialneid, und nicht selten endet es im zynischen Spott gegenüber vermeintlich jammernden Deutschen, denen es eh zu gut geht. Dabei widerspricht sich die Linke wieder selbst, denn sollte nicht jeder Mensch gleich behandelt werden, und sollte nicht in jedem Menschen das positive Potential gesucht werden? Stattdessen macht man lieber Witze über den bildungsfernen Kevin, aus dem eh nie etwas werden konnte und der es ja auch irgendwie verdient hat, wenn er Angst hat, dass Arbeitskräfte aus dem Ausland das Lohnniveau drücken.

Die Familien, aus denen diese Jugendlichen stammen, werden entsprechend harsch kritisiert. Eine Kritik, die an die Familien Geflohener nur selten gerichtet wird. Und dabei kommt es oft vor, dass die Familie einen Sohn bestimmt, der gehen MUSS – ohne, dass dieser dabei ein Mitspracherecht hat. Der Krieg schützt vor Angriffen; eine kritische Auseinandersetzung mit dem Beschluss, ein Kind alleine auf eine lebensgefährliche Reise zu schicken, bleibt dabei aus. Auch bei Außenstehenden. Auch bei denen, die diesen Kindern und Jugendlichen den Start ins neue Leben erleichtern wollen.

Und es setzt sich fort bei der Bewertung der Verhaltensweisen der Jugendlichen: Jedes Fehlverhalten wird als Konsequenz eines Traumas gesehen. Ein grober Fehler, der auch unter Fachkräften weit verbreitet ist. Der Gedanke, dass eine schwere Zäsur im Leben nicht automatisch ein Trauma nach sich zieht, scheint ein Paradox zu sein. Durch den Irrglauben, dass unerwünschte Verhaltensweisen Folge einer schweren PTBS sind, läuft man Gefahr, diese therapieren statt erziehen zu wollen.

Hier schließt sich der Kreis zur Ausgangssituation der unbewältigbaren Hilfe für so viele Menschen: Selbst wenn man an diesem Fehlschluss festhält, dass alle Geflüchteten traumatisiert sind, wird man vor der Schwierigkeit stehen, diese Menschen fachgerecht zu betreuen. Traumatherapeuten sind ohnehin rar, und auch auf einen Platz bei einem "normalen" Therapeuten wartet man verhältnismäßig lange – wie möchte man über eine Million Menschen mit Hilfebedarf über die nächsten Jahre stabilisieren und betreuen?

Und wie viele von diesen Menschen werden (nach der Logik, dass sie ohnehin alle traumatisiert sind) in der Lage sein, ein normales Leben zu führen, in dem sie nicht permanent von Fachkräften begleitet werden müssen?

All diese Problematiken waren von Anfang an vorhersehbar – aber niemand hat sie durchdacht. Und noch viel schlimmer ist, dass es auch jetzt niemand tut, wenngleich sich der politische Wind langsam zu drehen scheint. Die einzige Chance, den schweren Aufprall (der irgendwann ohnehin kommen wird) abzufedern, ist die Auflösung ideologischer Dogmen in der professionellen Hilfe.
Bild: Stefanie Wegele / tz

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Kommentare (65)

Chris
25. April 2016 13:14
Man braucht gar keine Traumatherapeuten, es reicht vollkommen aus, Schuberts Deutsche Messe D. 872 zu hören.

Das Reden von Trauma ist eine Modeerscheinung dieser Tage, in denen der neoliberalistische Anarchokapitalismus die Menschen entwurzelt hat und verbliebene, nur materielle Wünsche ihn auf die Reise schicken.
Kay-Uwe Klepzig
25. April 2016 13:18
Das würde ich ja als "Einsicht von innen" Anderen gern zugänglich machen.

Aber wenn ich das von der Sezession aus unternehme, heißt es ja doch nur wieder "von den Rechten zu Propagandazwecken frei erfunden - das sieht man doch auch an der Syntax!"

Gibt's den Text aus anderen Quellen?

Danke, kuk.
Stefanie
25. April 2016 13:31
Im Herbst erzählte mir ein flüchtige Bekannte, dass sie demnächst in einer Einrichtung minderjährige Flüchtlinge betreuen soll. Sie überlegte noch, ob sie von ihrer derzeitigen Stelle bei einem Bildungsinstitut in diese Einrichtungen wechseln sollte. Ihre Hauptmotivation wäre gewesen, dass sie sich nicht mehr im Altfälle kümmern müßte, die schon in der vierten oder fünften Fördermassnahme steckten, sondern sich um junge Leute kümmern könnte, die man ja noch irgendwie "prägen und formen" könnte.Ich hab noch nichts wieder von ihr gehört, aber folgendes ging mir daraufhin durch den Kopf: Wie "formbar" sind 14/16/18jährige, die, das erstemal von zuhause weg, sich auf der Flucht durchschlagen mußten, quasi eine "Reifeprüfung" hinter sich haben? Ist die Pubertät nicht gerade eine Zeit, in der man sich freischwimmt von Autoritäten, mit Gleichaltrigen und Gleichgesinnten um die Häuser zieht und die Grenzen auslotet? Warum sollten sich orientalische Jugendliche in dieser Hinsicht von Deutschen unterscheiden - außer dass sie vielleicht schon "erwachsener" sein könnten, durch ein hartes Leben und die Umstände in Kriegsgebieten?
Jürgen Fuchsberger
25. April 2016 13:40
Wie sagte einmal Ayn Rand so treffend zu Alan Greenspan: "Existenz existiert".
Selten kann man das zerschellen linker Utopismen so schön beobachten als bei der Entwicklung der Flüchtlingskrise, und den Strategien mit denen unsere linken Volkserzieher damit umgehen. Sie werden nun auf die harte Tour lernen, dass Großzügigkeit und vermeintlich edle Menschenbilder nicht durch Dankbarkeit und Demut, sondern durch Verachtung und Überheblichkeit gedankt werden. Sie werden auf die harte Tour lernen, dass wie nicht Schöpfer sondern Geschöpfe sind, Geschöpfe die unentrinnbar verbunden sind mit ihren ethischen, kulturellen und biologischen Wurzeln. Dass es mehr braucht um eine friedliche, wohlhabende Kultur am Leben zu halten als guten Willen und Kreditgeld.
Fredy
25. April 2016 13:49
Der Untergang des Abendlandes dauert mir trotzdem zu lange.
Nordlaender
25. April 2016 13:56
Bei gewissen Formen der Erkältung muß man sich schon zwei Wochen gedulden, bis diese überstanden sind. Sucht man mit Husten und kräftiger Verschnupfung den Arzt auf, kann man hingegen schon mit einer deutlichen Besserung binnen vierzehn Tagen rechnen.

Ein Trauma sei als gegeben vorausgesetzt. Nun unterscheide man zwischen dem Personenkreis A:
Geht allen möglichen alltäglichen Dingen nach (Arbeit, Steckenpferde, Geselligkeit).
Und dem Personenkreis B:
Geht bei einem Traumatherapeuten in Behandlung.

Ich gehe davon aus, daß es keine seriösen Daten gibt, die die Effizienz einer Traumatherapie unter Beweis stellen können. Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
William Wallace
25. April 2016 13:59
Jedes Fehlverhalten wird als Konsequenz eines Traumas gesehen. [...] Der Gedanke, dass eine schwere Zäsur im Leben nicht automatisch ein Trauma nach sich zieht, scheint ein Paradox zu sein.


Natürlich ist es von den grenzdebilen Linken zuviel verlangt, einfach mal an die eigene Geschichte ab 1945 zu denken. Täten sie es doch würde ihnen auffallen, dass die deutschen Männer an der Front grausame Dinge erlitten, während die deutschen Frauen und Kinder spätestens ab 1942 alliierten Flächenbombardements ausgesetzt waren. Von Vertreibung, Vergewaltigung usw. mal ganz abgesehen.

Nach BRD Maßstäben hätte sich nun jeder Deutsche mindestens 3 Jahre lang von einem Sozialarbeiter betütteln lassen müssen, um überhaupt erst wieder arbeitsfähig zu sein und keine Gefahr für seine Mitmenschen darzustellen. Die Psychologen hätten Hochkonjunktur haben müssen.

Doch dies alles fand nicht statt! Die Deutschen haben sich nach dem Krieg kurz geschüttelt und anschließend ihr eigenens Land wieder aufgebaut.
Sicherlich hatten viele damals echte Traumata erlitten, dies führte aber nicht zu Vergewaltigungsepidemien, Massendiebstählen bzw. den anderen Freizeitvergnügen heutiger nichtweißer Invasoren.
Hartkeks
25. April 2016 14:48
Rosskur vom Feinsten.
jak
25. April 2016 15:05
Ja, an einem leichten Fall von „kognitiver Dissonanz“ scheint die Dame zu leiden, aber auch nicht mehr. Im Kern ist sie immer noch voll auf Parteilinie. Ständig redet sie von „Flüchtlingen“ und das ganz ohne Anführungszeichen. Flüchtling ist man, wenn man sich aus einem Kriegsgebiet in ein angrenzendes Gebiet in Sicherheit bringt. Wer aus Arabien oder Afrika um die halbe Welt reist, da es in Zentraleuropa am meisten abzugreifen gibt, der ist vieles, aber sicher kein Flüchtling.

Sie beschreibt ja selbst die Motivation ihrer Kunden nach Germoney aufzubrechen: „...dabei kommt es oft vor, dass die Familie einen Sohn bestimmt, der gehen MUSS...“ Eben. Es handelt sich bei den MUFLs um Investments irgendwelcher Clans. Wollte man den betroffenen Jugendlichen wirklich helfen, dann würde man in ihren Herkunftregionen Kinderheime bauen und die Neuankömmlinge gleich wieder zurückschicken und da betreuen. Kein Geld und schon wäre der Anreitz weg.

Überhaupt die Einstellung, dass die Lösung der „Flüchtlingsproblematik“ darin bestünde, irgendwelche Drittweltmassen hier zu „integrieren“, das ist doch schon der Kern der Misere. Diese Leute sind nicht integrierbar oder gar assimilierbar. Die haben hier nichts zu suchen und sollten in ihre Heimat zurückgeschickt werden.

Die Autorin hat aber offensichtlich mit dem Beutezug der Drittweltler (und der angeschlossenen Umvolker und Wohlfartsindustrie) per se kein Problem. Sie arbeitet offenbar in der genannten Industrie und kassiert selber gerne mit. Nur dass die Klientel nicht richtig eingeordnet und verwaltet wird, das passt ihr nicht. Ein wahres „Damaskuserlebnis“ steht also noch aus...

P.S. Es war ein großes Unglück, dass die Balkanstaaten es mit ihrer Grenzschließung verhindert haben, dass die BRD an ihrer eigenen Ideologie erstickt. Jeden Tag ein paar tausend Eindringlinge und es wäre eine Wende möglich gewesen. Jetzt sinkt der Realitätsdruck leider soweit, dass die Katastrophe auf Raten weitergemanagt werden kann...
Scourge
25. April 2016 15:12
Ein Großteil der Kommentare liest sich wie eine Beispielsammlung wieso wir Rechten immer verlieren: Realitätsverweigerung, Unvernunft in der Sache und mangelnde Lesefähigkeit.


"Das Reden von Trauma ist eine Modeerscheinung dieser Tage, in denen der neoliberalistische Anarchokapitalismus die Menschen entwurzelt hat und verbliebene, nur materielle Wünsche ihn auf die Reise schicken."


Das ist nur ein langes Non Sequitur. Ein Trauma ist eine Erkrankung, einstmals auch bekannt unter (ua) "Kriegszittern". Wieso das eine "Modeerscheinung" sein sollte und was das mit Reisen zu tun hat erschließt sich wohl auch nur aus etwas verzerrter Innensicht des Autors.


"Ein Trauma sei als gegeben vorausgesetzt. Nun unterscheide man zwischen dem Personenkreis A:
Geht allen möglichen alltäglichen Dingen nach (Arbeit, Steckenpferde, Geselligkeit).
Und dem Personenkreis B:
Geht bei einem Traumatherapeuten in Behandlung."


Aus einer Person aus Kreis A wird eine Person in Kreis B, sobald der Leidensdruck stark genug wird.

"Ich gehe davon aus, daß es keine seriösen Daten gibt, die die Effizienz einer Traumatherapie unter Beweis stellen können. Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren."


Doch, eigentlich eimerweise, zumindest von den Behandlungsschulen, welche nicht nur ätzendes Überbleibsel einer teilweise verfehlten Gesundheitspolitik sind (sprich Tiefenpsychologie/Analytische Psychologie, also alles aus der Psychoanalyse entsprungene)
https://scholar.google.com/scholar?q=efficiency+ptsd+treatments&hl=de&as_sdt=0&as_vis=1&oi=scholart&sa=X&ved=0ahUKEwjWjMqN66nMAhWGBywKHTI7DegQgQMIGjAA




Nach BRD Maßstäben hätte sich nun jeder Deutsche mindestens 3 Jahre lang von einem Sozialarbeiter betütteln lassen müssen, um überhaupt erst wieder arbeitsfähig zu sein und keine Gefahr für seine Mitmenschen darzustellen. Die Psychologen(sic!) hätten Hochkonjunktur haben müssen.


Nein, ein Sozialarbeiter hat eine vollständig andere Funktion; psychologische Psychotherapeuten hatten Hochkunjunktur.


Doch dies alles fand nicht statt! Die Deutschen haben sich nach dem Krieg kurz geschüttelt und anschließend ihr eigenens Land wieder aufgebaut.


Jaaaa, genau. Und die kollektive Massenpsychose, welche knapp 23 Jahre später in der westlichen Welt auftrat kam aus dem Nichts, dass 23 Jahre ziemlich genau eine Generation sind ist Zufall...


Sicherlich hatten viele damals echte Traumata erlitten, dies führte aber nicht zu Vergewaltigungsepidemien, Massendiebstählen bzw. den anderen Freizeitvergnügen heutiger nichtweißer Invasoren.


Und schon wieder ein entsetzliche Argumentationsarmut im Gewand eines Strohmannargumentes: Wer behauptet, dass die Traumata dazu führen?
eleonore
25. April 2016 15:13
Kommentatorin Stefanie hat hier einen ganz wesentlichen Punkt angesprochen: Sind unsere Einteilungen Kind, Jugendlicher, Erwachsener, überhaupt realistisch in Bezug auf die jungen Einwanderer? Ist ein 16-jähriger Afghane, der in seinem Land auch ein kleiner Warlord mit vier Ehefrauen hätte sein können (ja, doch!), mit denselben Maßstäben zu messen wie unsere doch häufig in überbehüteter Abhängigkeit gehaltenen Jugendlichen, denen man ja gern - angeblich zu ihrem Nutzen - jede Eigenverantwortung aberkennt?

Ich denke, nein. Für mich sieht es eher so aus, daß im Umgang mit den Fremden eben unsere dekadente Betüttelungsmaschinerie, an die sich der Deutsche ja weitgehend gewöhnt hat, als das enttarnt wird, was sie ist: Untauglich für die Lebenswirklichkeit außerhalb selbstgesetzter ideologischer Parameter in einem abgeschlossenen Bereich.

Mit boshafter Freude verfolge ich, wie sich die Luftschlösser im Umgang mit den Migranten auflösen. Der wesentliche Punkt ist doch gar nicht, daß "die" anders sind - sondern, daß Menschen allgemein anders sind, als im sozialpsychologischen Utopia propagiert. Bei uns einheimischen fällt das nicht so auf, wir wissen, wie man sich anzupassen hat und natürlich wird anerzogenes auch verinnerlicht, und natürlich ist auch vieles davon sinnvoll - aber nur hier im Gefüge, und "die" wurden eben anders sozialisiert.

Ein Beispiel: Während es hier als ehrlos gilt, zu fünft gegen einen zu kämpfen, gilt es in anderen Weltregionen eben als ehrlos, etwa untätig daneben stehenzubleiben, wenn einer von den eigenen Leuten gegen einen von den anderen kämpft. Es gehört sich einfach nicht! Da hilft dann kein "Ahmed, wir müssen reden".

Wo kein Leidensdruck, da keine Veränderung. Da unsere Menschenverwaltungs-, bzw. Sozialindustrie jenen kein Leid zufügen möchte, schlägt das Pendel eben nach der anderen Seite hin aus, dann lernen halt die anderen etwas. Auch gut.
Hanns
25. April 2016 15:46
@eleonore

Ihre boshafte Freude teile ich hämisch! ;-)))
Arminius Arndt
25. April 2016 17:08
@William Wallace,

Ihren Vergleich zu den Deutschen nach überstandenem WK II halte ich für unangebracht und in Bezug auf die sog. Flüchtlinge auch für unangemessen.

Man betrachte sich nur einmal die Größe der damaligen (Nachkriegszeit) Bezirkskrankenhäuser (sog. Nervenheilanstalten), die Ausmaße kleiner Stadtteile hatten und in denen es selbstredend keine Einbettzimmer gab. Psychische Erkrankungen waren zudem tabuisiert, manch einer der Nachgeborenen hat erst von Tanten, Onkeln und anderen Verwandten erfahren, als dann nach 30 Jahren Einsitzzeit in einer dieser Anstalten eine Beerdigung angestanden hat, um einmal eine dieser Spitzen zu nennen.

Ungewisse Kriegsschicksale (Vermisste, Verschleppte etc.) belastete ganze Familien über mehrere Generationen

Der Suff bei den Leuten, die Prügel und die Alltagsgewalt aufgrund der unterdrückten Traumas und nicht bewältigten Kriegsfolgen waren bis in die 80er Jahre hinein groß. Ich denke, dass 68 in Deutschland so abgegangen ist, wie es abgegangen ist, liegt zu einem nicht geringen Teil auch an der fehlenden neudeutsch Aufarbeitung und der damit zusammenhängenden Widerstandslosigkeit, ja Hingabe der Alten an das Neue. Niemand wollte nach dem Krieg die "Heulsuse" sein, der "wir haben es wieder zu etwas Gebracht-Typ" war erwünscht und darüber gab es so manche Leberzirrhose, so manches Raucherbein und einigen Krebs. "Modern" war das Zauberwort der 50er und 60er Jahre etc. etc.

Als weiterer Punkt sei anzufügen, dass sich Traumas wohl tatsächlich bis in die zweite und dritte Generation übertragen lassen (dazu gab es - glaube ich - sogar hier irgendwo mal eine Buchbesprechung oder einen Artikel dazu).

Die Deutschen haben nach außen harte Schale gezeigt, sind jedoch innerlich bis heute vielfach gebrochen und zerbrochen. Nicht umsonst zeigt sich bei der heutigen Flüchtlingskrise das derzeitige Helfersyndrom welches eigentlich zum Teil pathologische Erscheinungen zeigt.

Man könnte jetzt noch sehr viel mehr dazu schreiben, ich denke aber, genug dazu geschrieben zu haben, um zu zeigen, dass der Vergleich daneben liegt.
Stil-Blüte
25. April 2016 17:12
Ein überaus klug sezierender, und wie bei Chirurgen üblich, ein nüchterner, mit ruhiger Hand führender Operateur, sind Sie, Herr Wegener, wenngleich die Heilungschancen gering sind. Palliativbehandlung?

Traumata werden von Medizinern diagnostiziert und behandelt, seien es nun Knochen- oder seelische Ein-Brüche. Hier aber sind es keine Spezialisten, sondern All-round-Sozialarbeiter/-engagierte, ein Rückfall in die Quacksalberei. Die Schulmedizin weiß als wichtigstes Trauma-Kriterium: Das Opfer wird bewegungsunfähig, apathisch. Hier aber vollzieht sich das genaue Gegenteil.

Bedenkenswert ist auch, wie viele Kinder und Jugendliche es sind, dem Sorgerecht und der Sorgepflicht der Eltern entzogen sind. Beim Sextourismus z. B. nach Thailand konnte ich die Argumente der Grünen/Linken nie begreifen, die die Eltern der an Sextouristen verhökerten Kinder aus Grün den der Solidarität (Armut, Arbeitslosigkeit) entschuldigt haben. Gehe ich fehl in der Annahme, daß es in unserem Kulturkreis mit in Not Geratenen genau umgekehrt ist? Wie viele Kinder wurden, weil unerwünscht, einfach ausgesetzt? Wie viele kleine Kaspar Hauser kommen da auf uns zu? Was für ein Aufruhr muß in ihnen herrschen. Gutmeinende Eltern hängen ihren Kindern evtl. ein Täschchen um den Hals mit Andenken, Adresse, Proviant. Aber hier? Verwahrlosung ist vorprogrammiert. Haben die Kinder kein Heimweh? Und, falls sie hier scheitern, wie wollen sie je wieder in ihre Gegend, zu ihren Wurzeln zurückfinden? Mir wird immer deutlicher, es ist wie im Krieg, schlimmer noch, wie im 30jährigen Krieg, als die zivilen Gesetze noch archaischer waren.

Daß Angela Merkel Teflon hat, wundert niemanden mehr. Aber es gibt doch inzwischen so viele Politikerinnen, die Mütter sind. Wo sind ihre Bedenken Versagen der Eltern, die ihre Kinder loslassen, losschicken, loswerden wollen? Mir fällt nach dem 2. Weltkrieg der Suchdienst des Roten Kreuzes Eltern suchten verzweifelt über J a h r e ihre verloren gegangenen Kinder. Wird es Eltern aus Afrika geben, die ihre Kinder beim Internationale Rote Kreuz als vermisst melden? Werden afrikanische Kinder sich eines Tages aufmachen, um ihre Eltern zu suchen?

Wir haben Zivilgesetze, die den Eintritt ins Erwachsenenalter künstlich festlegen. Wir wissen, je südlicher und östlicher, die Akzeleration um so eher geschieht. Im Grunde werden alle in unseren Breitengraden über Jahrhunderte gewachsenen gängigen Gesetze, denen sich auch die Ausnahmen der biologischen Frühreifung fügen müssen, durch die jugendlichen Flüchtlinge zum Schaden der Legislative außer Kraft gesetzt; Ausnahmen werden zur Regel.

Wie um alles in der Welt ist amtliche Gesetzlosigkeit, umgangssprachlich Sittenlosigkeit, Einhalt zu gebieten? Nutzen wir die Gelegenheit nicht nur beim Stammtisch, auch in Wartezimmern, überhaupt in der Schlange an Haltestellen, Kassen; im Stau.

Fast will ich meinen, daß hinter dem Dilemma kein böser Wille steckt, sondern der Mangel an Vorstellungskraft von Herz und Hirn.
Monalisa
25. April 2016 17:14
Um kurz in die Nebendiskussion einzusteigen. Natürlich war die Kriegsgeneration und auch viele im Krieg Geborenen zu weiten Teilen schwert traumatisiert.

Und mit den Folgen dieser (wiederum verdrängter Traumata) schlagen wir uns ja letztendlich bis heute rum.

Meines Wissens hat man bis in die siebziger hinein kaum therapeutisch mit seelischen Kriegsfolgen gearbeitet. Man hat Pankikranke oder Leute mit anderen starken somatischen Beschwerden zwar immer umstandslos in Kur geschickt aber über die auslösenden Gefühle/Erfahrungen kaum gesprochen. (Bode: Die vergessen Generation)

Dieses Gefühl, das vieleicht eher von links aufgeriffen wurde, dass hinter der gutbürgerlichen Fassade der alten BRD, oft der reine Wahnsinn steckte, kann ich durchaus teilen.
Nero
25. April 2016 17:27
@ Scourge

Was für ein bizarrer Kommentar Ihrerseits. Sie erinnern mich an diese Youtube Typen, die ein Video eines Anderen in einem Monolog auseinander nehmen. Selber aber keine Standpunkte vertreten, sondern diese nur relativ zum Gesagten Dritter aufstellen. Das ist mal ein Strohmann. Digitale Pöbelei.


Wer behauptet, dass die Traumata dazu führen?


Na die komplette Helferindustrie. Lässt sich doch aus dem Artikel herauslesen. Außerdem werde ich mir bestimmt nicht das Ergebnis einer Suchmaschine reinziehen über Inhalte die ich nicht bewerten kann.
Wenn Sie so toll sind, dann hätten Sie ruhig eine repräsentative Stichprobe auswählen können und diese uns dann erklären können.
Aber nein, stattdessen ein Link einer Suchmaschine.
DAS ist Argumentationsarmut.

Rein logisch-formell haben Sie durchaus recht. Nur das alleine reicht nicht. Man kann sich Zusammenhänge und deren Ursachen auch selbst denken. Die dann kritisch zu diskutieren, das könnte man auf der SiN machen. Sie jedoch reduzieren das auf den formellen Zusammenhang.

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Ich sehe in diesem Artikel übrigens keinen Gewinn für unsere Sache.
Sofern er wahr ist, bleibt doch die Erkenntnis, dass die Migrationsfrage keine Rolle spielt. Nur das ,,Wie'' stört. Man ist also konsterniert, dass der große Austausch nicht so smooth von der Hand geht. Man hatte sich das also einfacher vorgestellt.

Hätten die Rechten nicht ein paar Vorschläge wie man mit Migranten besser unter dem Radar operieren kann? So, dass es keiner merkt?
Das ist die Intention der Helferin.

Ansonsten sekundiere ich jak in seinem Beitrag.
Es gibt kein Recht auf Einwanderung. Diese Leute haben folglich kein Recht hier zu sein. Nicht mal Asyl berechtigt zum Aufenthalt auf deutschem Boden, samt Integration und Familiennachzug.
Nero
25. April 2016 17:42
Nachtrag:

Ich sehe mit Sorge, dass die angeblichen Überläufer und Wortneumeldungen auf eine Sache rauslaufen:
Auch der Deutsche müsse lernen Eigenverantwortung zu übernehmen usw.
Man fährt also vorsätzlich das Sozialsystem an die Wand. Unterstützt dessen Abschaffung und wirft gleichzeitig die Deutschen mit in den Migrantentopf. Man stellt es so hin als ob Deutsche mit einer Sozialquote von 6,5% das Problem wären. Während die Levante, Maghreb und Vorderasien mit Sozialquoten von 40% -90% irgendwie das Gleiche sind.
Wir steuern also auf eine sozial-darwinistische Gesellschaft zu. Da hat das Kapital dann vollends das sagen. Das kann nicht im Rechten Sinne sein.
Urwinkel
25. April 2016 17:53
Ich teile diese "boshafte Freude" nicht. Die Bande der Sozialarbeiter wälzt ihren eigenen, existentialistischen Unmut auf den MUFL's ab; in ihrer Freizeit sind das labernde Eso-Tanten, oft pre-gescheiterte Existenzen, denen der rechte Kompass fehlt. Bevor diese Verstrahlten auf die MUFL's losgelassen werden, bräuchten sie selbst einen Psychodok und Leader.
AlbertZ
25. April 2016 18:32
Hinzu kommt, dass das Hilfeverständnis der Linken lediglich das Heranreifen zu mündigen, handlungsfähigen Menschen verlangsamt oder gänzlich blockiert.
Sehr gute Erkenntnis.
Es umschreibt schön die inhärente Depression der Linken.
Olaf
25. April 2016 19:22
Es ist doch auch, laut Wahrheitspresse, ein 110jähriger Afghane zu Fuß in die BRD geflüchtet. Wieso sollen dann die bärtigen Migranten und MigrantInnen keine Kinder sein? Zweifel sind voll rassistisch, die Wilden sind edel und gut, ebenso wie unsere linken Gutmenschen. Ich bin nicht hämisch sondern nur besorgt, und mein Lächeln ist der Schockstarre geschuldet.
Martina
25. April 2016 19:48
Merkel lud ein an einen ungedeckten Tisch, und Millionen machten sich auf den Weg um von den goldenen Tellern des dafür schuftenden Volkes zu speisen. Sie kamen, bekamen, begehrten und begehrten auf. Jeder Gleichstellungsbeauftragten müssten die Nackenhaare hochstehen, wenn sie klar blickend die Benachteiligungen unserer eigenen deutschen Kinder sähe. Es wird belogen und betrogen. " Wir schaffen das", " Die Renten sind sicher", " Unsere Kinder sind unser höchstes Gut". Bestohlen werden wir mit Negativzinsen und indem man mit einem modernen Diebstahl, sich wie Robin Hood fühlend, uns nimmt und denen , an deren Elend sie und ihre Glaubenskriege selbst Schuld haben, gibt.
Scourge
25. April 2016 20:18
Was für ein bizarrer Kommentar Ihrerseits. Sie erinnern mich an diese Youtube Typen, die ein Video eines Anderen in einem Monolog auseinander nehmen. Selber aber keine Standpunkte vertreten, sondern diese nur relativ zum Gesagten Dritter aufstellen.


Na und? Daran ist nichts verwerflich; ausser natürlich, dass man sich argumentativ derart in zu tiefen Gewässern befindet, dass man sowas thematisieren müsste.


Das ist mal ein Strohmann.

Nein, ist es nicht. Vielleicht mal nachlesen, was ein Strohmann(-Argument) überhaupt ist.

Digitale Pöbelei.

Auch hier empfehle ich mal, die Definition von "Pöbelei" nachzuschlagen. Denn bis auf total verweichlichte Knäblein sollte niemand inhaltliche Kritik derart schlecht aufnehmen, dass er versucht, sie mit "Pöbelei" abzutun. Das ist unwürdig.


Na die komplette Helferindustrie. Lässt sich doch aus dem Artikel herauslesen.

Kann ich nicht, das wird in dem Artikel mit keinem Wort erwähnt. Bitte nicht die eigenen Wunschvorstellungen anstelle wirklich geschriebener Worte anführen, danke.


Außerdem werde ich mir bestimmt nicht das Ergebnis einer Suchmaschine reinziehen über Inhalte die ich nicht bewerten kann.


Also sagst du jetzt hier, dass du ausser Stande bist, ein wissenschaftliches Paper zu verstehen. Das ist okay, dann sollte man zu dem Thema, das man nicht versteht sich aber auch ausschweigen.


Wenn Sie so toll sind, dann hätten Sie ruhig eine repräsentative Stichprobe auswählen können und diese uns dann erklären können.


Stichprobe woraus? Aus den dort verlinkten Papern? Sag doch einfach, dass du kein Englisch kannst und Statistik nicht verstehst.


Aber nein, stattdessen ein Link einer Suchmaschine.
DAS ist Argumentationsarmut.

Nein, das ist die Antwort auf die Frage nach "seriösen Daten". Dort sind sie.

Rein logisch-formell haben Sie durchaus recht. Nur das alleine reicht nicht.

Sondern? Was fehlt? Gibt es mehr als "recht haben"? Vllt "dir schmecken"? Ist es das, was das Wichtigste bei Tatsachen ist?



Man kann sich Zusammenhänge und deren Ursachen auch selbst denken. Die dann kritisch zu diskutieren, das könnte man auf der SiN machen. Sie jedoch reduzieren das auf den formellen Zusammenhang.

Was sind diese Zusammenhänge denn? Ich bin ganz Ohr. Was mit "formellem Zusammenhang" gemeint ist versteht wohl (wieder mal) nur der Autor.
Nordlaender
25. April 2016 20:59
@ Arminius Arndt

"Ich denke, dass 68 in Deutschland so abgegangen ist, wie es abgegangen ist, liegt zu einem nicht geringen Teil auch an der fehlenden neudeutsch Aufarbeitung und der damit zusammenhängenden Widerstandslosigkeit, ja Hingabe der Alten an das Neue."

Seit zu diesem Zweck keine Arbeit mehr erforderlich ist, stellen unsere Kulturschaffenden ihre Arbeiten aus.

Einspruch, Herr Arndt. Sei es ein individuelles Schicksal - Vater Trunkenbold, Sohn wurde jeden Tag furchtbar verdroschen -, seien es geschichtliche Heimsuchungen - Japaner hat wegen Brandbombenholocaust alle seine Angehörigen verloren -, eine solche Aufarbeitung gibt es nicht.

Aufarbeiten kann man den ganzen Stapel der unerledigten Korrespondenz, die auf dem Schreibtisch liegt, die Liste aller Reparaturen, die im Hause anfällig sind. Hier liegt entweder hybride Vermessenheit von Soziotechnikern vor oder es wird schlichtemang gelogen.
Aufarbeiten impliziert, daß das Thema zu irgendeinem Zeitpunkt abgehakt werden kann. Das ist hier nicht der Fall.

Um noch einmal beim Klonovsky zu stehlen: Wann beginnen wir endlich damit, die Aufarbeitung der Geschichte mit ihren fatalen Folgen gründlich aufzuarbeiten?

Mal angenommen: Die gleiche Prosperität in den 1960er Jahren, es hätte aber den WKII nicht gegeben. Schätze mal, daß sich auch unter diesen Umständen die Bierbrauer und Schnapsfabrikanten keine ernsthaften Sorgen machen müssen. Das Nichtumgehenkönnen mit Genuß- oder Betäubungsmitteln kann nämlich mitunter recht banale Ursachen haben.
Nordlaender
25. April 2016 21:07
@ Scourge

"Aus einer Person aus Kreis A wird eine Person in Kreis B, sobald der Leidensdruck stark genug wird"

Nein.
Zu Kreis A gehören alle Personen, die ein Trauma erlitten haben. (Ein solches sei als gegeben vorausgesetzt.)
Zu Kreis B gehören nur jene Personen, die ein Trauma erlitten haben und einen Traumatherapeuten aufsuchen.

Nachweislich gehen bei Weitem nicht alle Personen aus Kreis A mit schwerem Leidensdruck zu so einem Therapeuten. Personen, die das aber tun, sind zum Kreis B zu rechnen.

Weiterhin: Niemand kann einen Traumatherapeuten aufsuchen, wenn es keine Traumatherapeuten gibt. Je höher der Bekanntheitsgrad einer Symptomatik ist, je mehr Therapeuten, die sich mit dieser Symptomatik befassen, auf dem Markt sind, desto höher wird auch die Zahl der Personen sein, die wegen so einer Symptomatik zu einem solchen Therapeuten gehen.
Nordlaender
25. April 2016 21:09

@ Scourge
„Aus einer Person aus Kreis A wird eine Person in Kreis B, sobald der Leidensdruck stark genug wird“
Nein.
Zu Kreis A gehören alle Personen, die ein Trauma erlitten haben (ein solches sei als gegeben vorausgesetzt) und keinen Therapeuten aufsuchen.
Zu Kreis B gehören nur jene Personen, die ein Trauma erlitten haben und einen Traumatherapeuten aufsuchen.
Nachweislich gehen bei Weitem nicht alle Personen aus Kreis A mit schwerem Leidensdruck zu so einem Therapeuten. Personen, die das aber tun, sind zum Kreis B zu rechnen.
Weiterhin: Niemand kann einen Traumatherapeuten aufsuchen, wenn es keine Traumatherapeuten gibt. Je höher der Bekanntheitsgrad einer Symptomatik ist, je mehr Therapeuten, die sich mit dieser Symptomatik befassen, auf dem Markt sind, desto höher wird auch die Zahl der Personen sein, die wegen so einer Symptomatik zu einem solchen Therapeuten gehen.
Marcus Junge
26. April 2016 00:57
jak
Montag, 25. April 2016, 15:05 (URL) | Kurz-URL

"P.S. Es war ein großes Unglück, dass die Balkanstaaten es mit ihrer Grenzschließung verhindert haben, dass die BRD an ihrer eigenen Ideologie erstickt. Jeden Tag ein paar tausend Eindringlinge und es wäre eine Wende möglich gewesen. Jetzt sinkt der Realitätsdruck leider soweit, dass die Katastrophe auf Raten weitergemanagt werden kann…"


Abwarten was Merkel aus der Türkei einfliegen läßt, über den Balkan geschlichen kommt und von der EUdSSR-Marine nach Italien gesegelt wird, noch ist kein gutes Wetter auf dem Mittelmeer.

Ansonsten volle Zustimmung, der Realitätsdruck ist von vielen Irrhausinsassen (BRD) genommen, jetzt geht die Umvolkung halt wieder langsamer weiter und der Doof-Michel nimmt es nicht mehr zur Kenntnis, bis dann "plötzlich" der erste Moslem Buntekanzler ist. Die Entwicklung lief schon vor der Invasion und es hat viele nicht gejuckt, auch hier und auf vergleichbaren Seiten. "2050 - Ausländer = Mehrheit der "Bevölkerung" der BRD? Interessiert mich nicht."

----------


Und bevor ich vergesse es überhaupt zu bringen:

http://www.pi-news.net/2016/04/suchbild-wo-sind-die-fluechtlingskinder/

Bild ansehen und an den grauen Haaren des "17 jährigen" und am Bartwuchs des "15 jährigen" Invasors erfreuen. Wie vollständig behindert muß die Familie sein, sich die aufzubürden. Da kann man nur auf den harten Aufprall in der Realität hoffen, ohne Schäden an den beiden (echten) Kindern.
Marcus Junge
26. April 2016 01:01
Monalisa

Dann muß aber auch der Blick über den Tellerrand der BRD erfolgen. Wo erfolgte denn die "Aufarbeitung" in der DDR, UdSSR, Polen, CSSR, Jugoslawien, Frankreich, ... - die müssen ja alle total kaputt gewesen sein. O wird der der Unsinn schlicht erfunden, weil man damit verdammt viel Geld machen kann? Was ist wohl wahrscheinlicher, im Angesicht des realen Wahnsinns, der uns hier umgibt und all der Lügen der BRD, die schon aufgeflogen sind?
Karl Brenner
26. April 2016 05:17
Viele der "Helfer" benötigen selber eine Therapie.

Sie gehen ihren Probleme aus dem Wege, in dem sie versuchen, anderen zu Helfen. Sie hoffen dabei auch unterbewusst, dass ihnen anschließend eine metaphysische Kraft von irgendwoher dann auch bei ihren Problemen automatisch helfen wird. Beides sind sehr schlechte Voraussetzungen für eine "Soziale Arbeit" mit anderen Menschen. Ein solches Vorgehen darf vom Staat nicht unterstützt werden. Diese Menschen werden in ihren Problemen festgehalten. Es ist schädlich.

Ein anderes Motiv wird in Thomas Manns Zauberberg beschrieben:
"Der große Stumpfsinn". Es ist einfach Langeweile. Es muss was neues her in ihren Alltag. Endlich Action. Das ist auch eine Furcht vor Alltag und "normaler" Arbeit.

Dann gibt es noch den Überbietungswettbewerb der Gütesten
Einige dieser "Helfer" haben dann noch das Bedürfnis, andere mit ihrer scheinbaren moralischen Überlegenheit zu übertreffen. "Andere" können dann politische Gegner sein ("Seht her wir sind gut. Wir haben recht. Ihr seid doof. Her mit dem Geld.") oder sogar andere Helfer im selben Kreis.
Ich kann die Gruppendynamik schon sehr gut vorstellen.

Die Helfer vergessen dabei, dass es völlig ausgeschlossen ist, dass man den Menschen der ganzen Welt nach Deutschland holen kann oder dass man denen den gleichen Lebensstandard wie in Deutschland ermöglichen kann. Es ist das Geld der anderen ist, welches man hier verbraucht den anderen Teil der Gesellschaft nicht gefragt zu haben. Ein signifikanter Teil der Bürger sind GEGEN diese Entscheidungen.

Damit schließt sich der Kreis. Die "Helfer" neigen nicht nur, den Alltag der Arbeit abzulehnen. Sie richten sich aktiv gegen die eigene Gemeinschaft und diejenigen, die Bezahlen und die "noch" Gesellschaft versorgen.

Man darf nie vergessen. Es sind nur wenige, welche ein Industrieland auf Niveau halten und voranbringen. Und in den heutigen Zeiten sind die Fachleute sehr flexibel. Sie werden in Zukunft sehr schnell in andere Regionen und Länder abwandern. Und dann gibts auch keine Steuereinnahmen mehr. Dann zahlen noch eine Zeit lang die Banken, und dann bestimmen die Banken. Wie in Griechenland.

Vielen Dank an den unbekannten Autors für die scharfsinnige Beschreibung
Und viele Grüße nach Schnellroda an das Team der Wahrheit

PS
Eine PTBS Therapie ist extrem aufwendig. Sie bindet wichtige Kräfte der sehr wenig vorhandenen guten Psychologen. Bei den meisten Asylanten ist schon zu viel Zeit vergangen. Wenn unbedingt notwendig, sollte kurz verhaltenstherapeutisch Beraten werden, wenn man überhaupt eine gemeinsame Sprache findet.

Die Helfer sind denjenigen, die da gekommen sind in keinster Weise gewachsen. Es ist absurd, dass einge naive Sozialarbeiter in der Lage sein sollen, diese zum Teil beinharten Typen zu durchschauen. Die Geschichten, welche dort dann erzählt werden, dürften oftmals auch entsprechend aus Tausend und einer Nacht kommen. Wenn es um das deutsche Sozialsystem geht, dürften einige creative Fähigkeiten frei werden.
t.gygax
26. April 2016 06:19
@Martina " Es wird gelogen und betrogen"
Sie haben vollkommen Recht. Genauso ist es.
Zu "Sozialarbeit": Zitat eines Professors an der Fachhochschule für Sozialarbeit , die ich leider besuchte, im Jahre 1995: "Sie müssen sich keine Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen- die kommenden sozialen Verwerfungen sichern ihre Arbeitsplätze"

Konkret: diese Berufsgruppe ist doch heilfroh über die Invasoren, besonders die MUFLs, denn das gibt neue Stellen und so schlecht vwerdient man nicht dabei.
Die Sozialarbeiter- speziell in den Jugendämtern - machen ihren Job wie Verwaltungsfachleute, "Empathie" oder ähnliches für deren Klientel habe ich nur in Spurenelementen erlebt, und ich war lange genug selbst in dieser Mühle tätig und absoluter Außenseiter, weil es mir um die Menschen ging...
Andreas Walter
26. April 2016 06:27
Als mir vor nicht all zu langer Zeit bewusst geworden ist, dass einige der radikalen sozialen Veränderungen in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts auch etwas mit den fehlenden Männern zu tun hatten, die nicht aus dem Krieg oder verkrüpelt zurückgekommen sind (eben genau diese Gesündesten und im besten Alter) wurde mir auch die Tragweite der aktuellen Ereignisse bewusst. Ich habe ja die Zahlen für mich schon vor einigen Monaten mal überschlagen, und kam auf das gleiche Ergebnis von etwa 20% in der Altersklasse zwischen 18 und 35.

Frauenüberschuss führt mehr nach links, Männerüberschuss mehr nach rechts.

Solange die Weibchen bei der Partnerwahl ein Mitspracherecht, Wahlrecht haben ist das gut für die Evolution, wenn auch grausam dann für manche Männer. Der Islam führt daher womöglich direkt in die Verblödung, die wiederum machen Männchen (die mit Harem) einen Vorteil verschaffen.

Ein perfektes Herrschaftsinstrument also, in der Verkleidung einer Religion. In der die so entstehende sexuelle Frustration der benachteiligen Männchen in Eroberungs- und Vergewaltigungsenergie fremder Völker und Religionen umgelenkt wurde. Zumindest existieren, sind all diese Instrumente integriert.
Müllkutscher
26. April 2016 06:59
Was für eine surreale Scheindiskussion hier!

Selbst hier wird von manchem das Wort "Flüchtling" nicht in Anführungszeichen geschrieben! Diese hier eingefallenen Invasoren sind aber keine "Flüchtlinge" - es sind und bleiben illegale Einwanderer.

Wer durch zahlreiche sichere Drittstaaten reist um in das Land mit den höchsten Sozialstandards einzufallen ist kein "Flüchtling". Er ist ein nicht asylberechtigter Sozialmigrant. Und kommt er wie im letzten Jahr zusammen mit rund 1,5 Millionen anderen Moslems - dann handelt es sich um eine islamische Invasion und der einzelne ist ein Invasor.

Die osteuropäischen Staaten haben dies auch exakt so erkannt und bezeichnet; der ungarische Staatschef sprach passend wörtlich "von einer islamischen Invasion riesigen Ausmasses nach Europa". Die gleichen ehrlichen Worte fand auch der tsechische Ministerpräsident. Würde man so etwas jemals von einem deutschen Politiker hören?!

In Art. 16a GG ist definiert, dass in Deutschland NIEMAND Einreise erhält, der aus sicheren Drittstaaten nach Deutschland kommt um Asyl zu erlangen.
Da Deutschland von sicheren Drittstaaten umgeben ist, ist jeder auf dem Landweg einreisende Asylforderer ein illegaler Migrant.
Er darf daher nicht einreisen und ist an der Grenze abzuweisen; ja, notfalls auch mit Gewalt; und als ultima ratio sicherlich auch unter Androhung der Schußwaffe.
Ein Staat der aufhört seine Grenzen zu sichern, ist kein Staat mehr, weil es an einem der drei Staatsmerkmale mangelt; hier der Staatgewalt.

Nur hat leider die Volksverräterin, die die nach dem GG die Richtlinien der Politik bestimmt, rechts- und verfassungswidrig die Grenzen geöffnet und millionenfachen Rechtsbruch begangen, in dem sie die Illegalen einreisen lies. Hunderttausende Invasoren am Anfang sogar unkontrolliert und nicht erfasst.
Recht geht aber vor Moral und Mitgefühl. Es gibt kein Menschenrecht auf illegale Einwanderung!

Da diese Invasoren illegal im Land sind, gibt es keine Rechtfertigung ihnen Arbeit, Brot und Wohung zur Verfügung zu stellen.
Die politische Rechte sollte dies immer wieder klar stellen und sollte überall da, wo jetzt Wohnungen für "Flüchtlinge" neu gebaut werden sollen oder wo neue Asylheime entstehen aufstehen und dagegen mobil machen.
Tragt den Widerstand in die Fläche!

Da wo wir wohnen, leben und arbeiten; in den Dörfern, Städten und Stadtteilen und Kiezen, da leisten wir gegen die Überfremdung und Masseneinwanderung Widerstand.

Mich würde ein SiN-Artikel viel mehr freuen, wo den Aktivisten mal Handreiche und Vernetzungshilfen gegeben werden, wie man vor Ort etwas gegen die Asylflut unternehmen kann.
Das die Betreuung und Versorgung der Invasoren ein einziger irrsinniger Witz ist, das wissen wir alle. Und das die Linken mit ihrer geisteskranken Sicht der Dinge eigentlich als allererstes in Therapie gehörten, das wissen wir alle ebenfalls. Dieser obige Artikel stellt das nur nocheinmal klar.
Scourge
26. April 2016 08:58
Eine PTBS Therapie ist extrem aufwendig. Sie bindet wichtige Kräfte der sehr wenig vorhandenen guten Psychologen. Bei den meisten Asylanten ist schon zu viel Zeit vergangen. Wenn unbedingt notwendig, sollte kurz verhaltenstherapeutisch Beraten werden, wenn man überhaupt eine gemeinsame Sprache findet.


Kommt drauf an, EMDR bspw. dauert im Schnitt 12 Sitzungen, andere Formen der Traumaaufarbeitung können von geschulten Laientherapeuten angeboten werden, dieses Prinzip wurde schon erfolgreich in Kriegsgebieten angewendet.


Selbst hier wird von manchem das Wort „Flüchtling“ nicht in Anführungszeichen geschrieben! Diese hier eingefallenen Invasoren sind aber keine „Flüchtlinge“ – es sind und bleiben illegale Einwanderer.


Na, mit der Einstellung bist du bei der Linken aber auch exzellent aufgehoben, dort kannst du die sklavische Einhaltung von Gender-Gaps (oder Sternchen, oder Gnatz) überwachen.


Wer durch zahlreiche sichere Drittstaaten reist um in das Land mit den höchsten Sozialstandards einzufallen ist kein „Flüchtling“


Es ist schier unerträglich wie sehr die regressive Rechte es schafft sich in den gleichen wertlosen Diskursen zu verfangen wie die Linke. Vielleicht sollte man für empfindliche Männlein wie dich Triggerwarnungen voranstellen.
(Oder einfach mal die verdammte Definition von "Flüchtling" nachschlagen: Es ist egal wohin jemand flüchtet, der Begriff definiert sich durch den Ort von dem geflüchtet wird.


In Art. 16a GG ist definiert, dass in Deutschland NIEMAND Einreise erhält, der aus sicheren Drittstaaten nach Deutschland kommt um Asyl zu erlangen.


Lesen erleichtert das Verständnis:
(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
(2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist[...]

Es sind keine politisch Verfolgten.
Waldgänger aus Schwaben
26. April 2016 09:04
@Andreas Walter

Das mangelnde Mitspracherecht der Frau bei der Partnerwahl begünstigt auch Heiraten mit genetisch ähnlichen Partnern, da die Eltern die Ehe-Partner der Kinder gerne im vertrauten Kreise, wie entfernte Verwandtschaft oder Nachbarn aussuchen.

Nach Jahrhunderten kann dies zu Degenerationen führen. Ich lebe in einem katholisch-evangelischen Mischgebiet und interkonfessionelle Ehen waren über Jahrhunderte weg tabu. Zum Glück war das christliche Abendland allerdings davon nur einige Jahrhunderte betroffen.

Aus meiner Kindheit kenne ich noch die Erzählung, dass es in katholischen / evangelischen Dörfern, die von andersgläubigen Dörfern umgeben waren, besonders viele "Deppen" gab.
Chrs
26. April 2016 09:35
Lieber Scourge!

„Das Reden von Trauma ist eine Modeerscheinung dieser Tage, in denen der neoliberalistische Anarchokapitalismus die Menschen entwurzelt hat und verbliebene, nur materielle Wünsche ihn auf die Reise schicken.“

Sie kritteln:
Das ist nur ein langes Non Sequitur. Ein Trauma ist eine Erkrankung, einstmals auch bekannt unter (ua) „Kriegszittern“. Wieso das eine „Modeerscheinung“ sein sollte und was das mit Reisen zu tun hat erschließt sich wohl auch nur aus etwas verzerrter Innensicht des Autors.


Die Modeerscheidung ist von Traumata zu REDEN. Die Diagnose "Trauma" zum universellen Deutungsansatz zu machen. Der "traumatisierte Flüchtling" ist bereits wie das "weiße Schimmel". Jedem "Flüchtling" wird unterstellt, schwer traumatisiert zu sein und seine Traumatherapeuten zu brauchen. *) Daher ist auch alles Fehlverhalten bereits verstanden, diese Menschen sind nicht böse, sondern krank, traumatisiert. Wenn sie Dich niederschlagen, dann wird es wohl ihr Trauma sein.

"auf die Reise" meint hier "auf seinen Lebensweg". Da der Mensch entwurzelt ist, irrt er seinen materiellen Wünschen nach. Ortslos geworden, eine Figur aus dem Mythos vom ewigen... nein, das schreibe ich jetzt nicht, weil mir die Gefahr zu groß ist, dass sie wieder was missverstehen...

*) Gestern im Neuen Deutschland (ex-SED Postille): "Seit 2015 sind Zehntausende neuer Arbeitsplätze entstanden Der starke Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland hat einer Untersuchung zufolge bereits Zehntausende neuer Arbeitsplätze geschaffen. Vor allem werden mehr Sprachlehrer, Sozialarbeiter und Wachleute beschäftigt."
Nordlaender
26. April 2016 10:08
@ Karl Brenner

"Die Helfer vergessen dabei, dass es völlig ausgeschlossen ist, dass man den Menschen der ganzen Welt nach Deutschland holen kann oder dass man denen den gleichen Lebensstandard wie in Deutschland ermöglichen kann."

"Ein Erbkranker kostet die Volksgemeinschaft ..." Der ewigheutige Fortschrittler muß über Mathematik eigentlich nur wissen, daß diese tendenziell faschistoide Tendenzen in sich birgt. Sind die Grauen Zellen des Gestrigen durchaus in der Lage, Textaufgaben des Bürgerlichen Rechnens zu lösen, rollen an der gleichen Stelle beim Fortschrittler halt schon wieder die herbeihalluzinierten Züge.

Habe es etliche Male erlebt, daß man sich in einschlägigen Pappenheimerkreisen damit brüstet, Mathematik nicht zu verstehen. Die Damen und Herren Psychologen und Sozialwissenschaftler, die stolz darauf sind, Statistik einfach "gelernt" zu haben, um sich durch die Prüfung zu mogeln, ohne diese auch nur ansatzweise verstanden zu haben. Zählen tut eigentlich nur das humanistische Credo, der Glaube an den Gott die Menschen.
Stefanie
26. April 2016 11:31
Um nochmal auf einen anderen Aspekt des Helfersyndroms einzugehen, der ebenfalls im Übermaß eingesetzt wird: "die armen Kinder."
Erinnert sich noch jemand an den kleinen Rotzlöffel aus Claußnitz, der im Bus den Demonstranten den Stinkefinger und ähnlich Gesten zeigte und anschließend die Muffe kriegte, als er doch dableiben mußte und von Polizisten in die Unterkunft getragen wurde? Der "kleine Junge" war 15. Auch die anderen Kinder aus dem nahen Osten, Pakistan, Afghanistan etc. schätzt man leicht jünger: sie sind kleiner, das Kindchenschema ist ausgeprägter, die Augen wirken größer, weil sie dunkler sind und etwas weiter vorn in der Augenhöhle sitzen. - Was für süße Kinder! Dagegen wirken bei mittel- und osteuropäischen Kindern die Augen oft kleiner, weil sie tiefer liegen und helle Augen nicht so kontrastreich sind, weniger auffallen. Kurz:Wenn die freiwilligen und professionellen Helfer sich an den "großen Kinderaugen" erfreuen, wenn sie Teddys und Malbücher verteilen, reagieren sie möglicherweise unbewußt auf äußere ("rassistische") Merkmale bei ihrer Klientel.
Scourge
26. April 2016 11:31
Die Modeerscheidung ist von Traumata zu REDEN. Die Diagnose „Trauma“ zum universellen Deutungsansatz zu machen. Der „traumatisierte Flüchtling“ ist bereits wie das „weiße Schimmel“. Jedem „Flüchtling“ wird unterstellt, schwer traumatisiert zu sein und seine Traumatherapeuten zu brauchen. *) Daher ist auch alles Fehlverhalten bereits verstanden, diese Menschen sind nicht böse, sondern krank, traumatisiert. Wenn sie Dich niederschlagen, dann wird es wohl ihr Trauma sein.


Non sequitur: Vom Trauma zum "alles Fehlverhalten bereits verstanden". Den Sprung machst du und unterstellst ihn anderen.


„auf die Reise“ meint hier „auf seinen Lebensweg“. Da der Mensch entwurzelt ist, irrt er seinen materiellen Wünschen nach. Ortslos geworden, eine Figur aus dem Mythos vom ewigen… nein, das schreibe ich jetzt nicht, weil mir die Gefahr zu groß ist, dass sie wieder was missverstehen…


Ist das irgendwie belegbar, oder einfach nur Gerede?

*) Gestern im Neuen Deutschland (ex-SED Postille): „Seit 2015 sind Zehntausende neuer Arbeitsplätze entstanden Der starke Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland hat einer Untersuchung zufolge bereits Zehntausende neuer Arbeitsplätze geschaffen. Vor allem werden mehr Sprachlehrer, Sozialarbeiter und Wachleute beschäftigt.“


Und damit soll was jetzt genau belegt werden? Ein Traumatherapeut ist kein Sozialarbeiter/Sprachlehrer/Wachmann.
Arminius Arndt
26. April 2016 12:03
Aufarbeiten ist in der Tat ein holpriger Begriff, weswegen ich ihn auch kursiv geschrieben hatte. Aber irgendwie fiel mir kein besserer ein.

Fakt ist, dass man nach 45 radikal zur Tagesordnung übergangen ist, was zu großen Teil natürlich auch daran gelegen hat, dass das Land wieder schnellstmöglich halbwegs funktionieren musste, damit alle Mägen gefüllt werden konnten etc. und darüber hat man dann einfach auch zu schnell nur noch nach vorne geschaut, ohne auch Räume für Trauer, eigenen Umgang mit Verbrechern, etc. zuzulassen. 68 war auch Abrechnung mit diesem Augen zu und durch und ab jetzt bitte alles schön modern, dass darf man nicht übersehen.

Die anderen Völker hatten es in Europa dann auch noch ein bisschen einfacher, denn dort war man entweder Held oder Opfer, die Deutschen hatten hingegen die Fresse zu halten und dankbar zu sein, dass der vae vicits -Sturm in erster Linie die Ost- und Auslandsdeutschen getroffen hat und sich im Anschluss daran die Alliierten untereinander verkracht haben, so dass man mit der Abrechnung mit den Deutschen erst einmal nicht weiter machen konnte, da man sie nun wieder ein Stück weit brauchte.
Nordlaender
26. April 2016 12:48
@ Arminius Arndt

"... darüber hat man dann einfach auch zu schnell nur noch nach vorne geschaut, ohne auch Räume für Trauer, eigenen Umgang mit Verbrechern, etc. zuzulassen."

Es wurde also keine Trauerarbeit abgeleistet? Und wenn sich die Psychotechniker da nur einen Popanz ausgedacht haben? Kürzlich las ich mal von einem Fachmann für Seelenheilkunde, daß es niemand bewältigen kann, vom Partner verlassen zu werden, was immer er nach dem Verlust auch anstellt. Wobei eine neue Liebe natürlich funktionell das schmerzende Loch überdecken kann.
Scourge
26. April 2016 13:36
Kürzlich las ich mal von einem Fachmann für Seelenheilkunde, daß es niemand bewältigen kann, vom Partner verlassen zu werden, was immer er nach dem Verlust auch anstellt. Wobei eine neue Liebe natürlich funktionell das schmerzende Loch überdecken kann.


Wieso sollte man das nicht können?
Da spielen Dinge wie Copingfähigkeiten (als Erlernbares) sowie Resilienz (als vmtl. eher familiär/beziehungsgeflechtlich geprägtes) eine Rolle. Was sollte eine Trennung von einem anderen einschneidenden Erlebnis unterscheiden?
Arminius Arndt
26. April 2016 13:56
@Nordlaender,

wenn sie auf die "alles ist machbar und heilbar" Denke der Psychoindustrie und modernen Kirchen ansprechen, die ihre seltsamsten Ausformungen bspw. in sog. Notfallpsychologen und Notfallseelsorgern und ähnlichem haben, dann gebe ich ihnen Recht.

Ich habe bewusst auch nicht Trauerarbeit geschrieben, sondern Trauer, da die ganze Begriffe natürlich von den Seelentechnokraten gebildet und mehr oder weniger besetzt zu sein scheinen. Manche Ereignisse, ja gerade die sogenannten "Traumata" heilen eben nicht (die Zeit heilt eben gerade nicht alle Wunden), man kann im besten Fall nur einen angemessenen Umgang dazu/damit finden.

Dies gilt gerade auch für die erlittenen Schäden, Opfer und Verluste der Deutschen. Diese sind nach meiner Auffassung eben bis heute nicht ausgeheilt und heilen auch nicht so schnell aus. Ich gebe Ihnen aber wiederum Recht darin, dass ein angemessener Umgang damit sicher anders aussehen sollte, als diese zu instrumentalisieren und/oder damit Wiedergänger der unnötigen Art zu kreieren. Totschweigen wäre aber nach meiner Meinung auch nicht angemessen.

Ich würde aber dennoch nicht alles als neuzeitliches Gedöns abtun, früher war es der Neurastheniker, heute ist es der Depressive mit wahlweise Burn- oder Boreout. Der Deutsche neigt ohnehin zu einer gewissen Empfindsamkeit, was ja auch mit zur kulturellen Blüte dieser Nation beigetragen hat.

Wie auch immer, alles unter das Credo Funktionieren ist oberste Bürgerpflicht einzuordnen, kann es nicht sein. Wenn mehr Leute im Zusammenhang mit der Umvolkung mal einfach nicht funktionieren würden, könnte manches evtl. anders aussehen.
Nordlaender
26. April 2016 14:49
@ Arminius Arndt

"Manche Ereignisse, ja gerade die sogenannten „Traumata“ heilen eben nicht (die Zeit heilt eben gerade nicht alle Wunden), man kann im besten Fall nur einen angemessenen Umgang dazu/damit finden."

Einverstanden, Herr Arndt.

"Ich gebe Ihnen aber wiederum Recht darin, dass ein angemessener Umgang damit sicher anders aussehen sollte, als diese zu instrumentalisieren und/oder damit Wiedergänger der unnötigen Art zu kreieren."

M.E. wird so der Schuldkult verlängert:

"Pegida und eine beunruhigende Fremdenfeindlichkeit zeigen, dass unaufgearbeitete und unbewusste kollektive Erinnerungen einer Willkommenskultur im Wege stehen, auf welche Menschen in Not in unserem Land hoffen."

Aussoehnen mit Deutschland

https://www.youtube.com/watch?v=kQ0l5Qk6DtU

Wer hart im Nehmen ist: Die Folge beinhaltet vier Videos.

"Der Deutsche neigt ohnehin zu einer gewissen Empfindsamkeit, was ja auch mit zur kulturellen Blüte dieser Nation beigetragen hat."

DER Deutsche? Darf ich fragen, was für ein Landsmann Sie sind?
Westpreuße
26. April 2016 15:13
Es geht mir mit meinem Kommentar lediglich um den Nebenstrang, die inneren seelisch-psychischen Verletzungen der deutschen Kriegsteilnehmer, Soldaten..., der Luftkriegsopfer, der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge usw. und so fort:

@ Arminius Arndt
@ Monalisa
(Sicherlich habe ich jemanden vergessen, "pardon" dann natürlich).
Ich stimme insbesondere Ihnen beiden weitgehend zu!

--Selbstverständlich ist die Generation, die den Krieg bewußt erlebt hat,
egal als was und wie, psychisch-seelisch verletzt worden...
--Nach dem Kriege gab es keine "Traumatherapeuten", auch nicht Sozialpädagogen, Sozialarbeiter usw. Höchstens irgendwelche "Pfleger" fraglicher Qualifikation...
--Nervenärzte und Psychologen gab es, ja. Es war aber "damals" nicht unbedingt empfehlenswert, diesen Menschen, die ich nicht abqualifiziere,
"gutachterlich" in die Hände zu fallen...
--Psychotherapie gab es, ganz hervorragende Leute. Es bedurfte eigener innerer Aufgeschlossenheit dem eigenen Problem gegenüber UND auch weitgehender materieller Unabhängigkeit bzw. ein familiäres Umfeld, das
"einen trug"...

Jetzt mal weg mit dem theoretischen Schnickschnack:
Ich bringe 4 Beispiele von vielen, zwei aus der eigenen Familie, zwei mir selbst erzählte, also nicht angelesene:

1) Meine Mutter ging mit 4 Kindern, eins davon ich, aus dem Raum Thorn an der Weichsel, auf die Flucht. Ich erspare Einzelheiten. Zwei dieser Kinder starben. Soldaten der Wehrmacht sprengten die zugefrorene Weichsel auf und die vielen Toten, vorwiegend Frauen, Kinder, Alte; wurden unter das Eis geschoben. Die verbliebenen Angehörigen sahen zu.
Was war das nun...und welche psychischen Folgen hatte das für die Zusehenden?

2) Mein Vater ging als durchaus frohgemuter Ostpreuße, dem Leben zugewandt, mit Hoffnungen und Zukunftsträumen für seine Familie und sich,....in den Krieg.
So laut meiner Mutter! So war er vor (!) dem Krieg...
Aus der Kriegsgefangenschaft kam ein verschlossener Mensch, der nicht sprach, seine Kinder nicht in den Arm nahm; sprach-los blieb und weitgehend mit der Familie kommunizierte, indem er morgens winzige Zettelchen mit "Tagesanweisungen" auf dem Küchentisch hinterließ...
Und was war das nun? Was ist mit ihm passiert? Wer sollte denn da helfen?

In meiner Lehre, lange vor Abendgymnasium und Studium, begegnete ich in den 1950-/60-er-Jahren Männern, die mir folgendes erzählten. Nur zwei von etlichen Beispielen:
3) Ein ehemaliger Soldat der Wehrmacht erzählte mir, daß ihn folgendes nächtens mal immer wieder bedrängen würde:
Er war Pionier oder Fallschirmjäger (ich weiß es nicht mehr), war in Monte Cassino oberhalb der Stadt, machte die Schlacht mit und den Nahkampf:
Im Nahkampf ging es nur um "er oder ich", so der Erzähler. Wir sahen uns praktisch in die Augen. Ich in seine, er in meine. Wir waren geübter im Nahkampf. Den Klappspaten (?) hatten wir geschliffen. Es galt, den richtigen Moment abzupassen, fest zu stehen, den Klappspaten mit beiden Armen in den Winkel Kopf/Hals, Schulter zu wuchten: Der sah mich an, so der Erzählende, Blut und sonstwas gurgelte aus der Schulter, aus dem Mund; der Kamerad von der anderen Seite wollte etwas sagen, vergebens... Daran litt der Landser noch Ende der 1950-er Jahre. Ich konnte dazu gar nichts sagen...
Und was hatte das in ihm angerichtet, mit ihm gemacht?

4) Ein anderer Soldat der Wehrmacht berichtete mir Anfang der 1960-er Jahre: Wir (Wehrmacht) wurden im eroberten Hinterland an der Ostfront angewiesen, einen großen kreisförmigen Ring um ein hügeliges Waldgebiet zu bilden. Niemand durfte rein, niemand raus. Wir durften nicht näher ran. Wir hörten von früh morgens an Lastwagen, manchmal Rufe, die wir nicht verstanden. Ab und zu Schüsse und häufig Salven. Die Kameraden und ich schauten uns an. Niemand sprach. Zwischendurch bekamen wir zwei Schnaps und eine Extraportion Verpflegung. Wir rückten abends ab. Wir sagten nichts, unsere Vorgesetzten sagten nichts. Wir hatten nur einen Wunsch: Ausschlafen und am nächsten Tag an die Front...
Anfang der 1960-er. Der Krieg war seit 15 Jahren vorbei und ein mir letztlich unbekannter Mann erzählte mir das und rang innerlich mit sich...
Sich helfen lassen? Von wem? Und warum? Es war doch Krieg...

Die Diskussion, manchmal doch sehr theoretisch, muß ab und zu vom Kopf auf die Füße gestellt werden, in Anlehnung an Marx. So war es. Zumindest wurde es so empfunden...

Es gibt mittlerweile eine Fülle von Literatur, wissenschaftlichen Arbeiten, Erlebnisberichten; begleitenden Hilfsangebote von Universitäten, Listen von Ärzten und Therapeuten, die sich helfend diesen Leuten zur Verfügung stellen. Es gibt Vereine, Selbsthilfegruppen, Vernetzungen, Foren: Kriegskinder, Kriegsenkel: Das geht doch nicht verloren, sondern wird weitergegeben, weitgehend unbewußt, wirkend bis in die unmittelbare Gegenwart hinein. Das ist doch nicht "futsch". Das wirkt nach im "Volkscharakter": Individuelles Schicksal der noch Lebenden, sogenannte "Familiengeheimnisse", unbewußte Prägungen, Muster, psychosomatische Erkrankungen, innere Verwerfungen, Abspaltungen, innere Heimatlosigkeit, betrifft "linke und rechte" Menschen...

Leider ist die ganze Problematik erst vor 20, 25 Jahren ernsthaft angegangen worden. Für viele Betroffene viel zu spät.
Grund: Es gibt ja keine deutschen Opfer, darf es ja nicht geben...
Ist heute "eigentlich" kein Tabu mehr, aber wen interessiert es denn im heutigen Politik- und Medienbetrieb und der heutigen Sozialindustrie?
Gibt es da inzwischen doch ganz andere Arbeitsfelder, mit denen man "Kasse machen kann"...Unsere eigenen Opfer? Erledigt durch die Zeit weitgehend. Schwamm drüber. "Freund Hein" macht das schon...
Außerdem als Wähler nicht mehr relevant...
: Grüße von der Weichsel
Arminius Arndt
26. April 2016 15:26
DER Deutsche? Darf ich fragen, was für ein Landsmann Sie sind?


Ich bin in erster Linie ein Mensch! ----- Ha, ha, kleiner Spaß, ich weiß doch, wie sehr sie Möntschen mögen ...

Spaß beiseite:

Ich fühle mich zu keiner Landsmannschaft so richtig zugehörig (bin eben ein deutscher Bastard von Vorfahren, die den unterschiedlichsten deutschen Volksstämmen (mindestens 4) entsprangen) - wohnen tue ich in Bayern.
Arminius Arndt
26. April 2016 15:41
@Westpreuße,

kann ihnen nur zustimmen. Jeder Deutsche, der im 20 Jhdt. groß geworden ist, kennt derartige Erzählungen und die meisten haben auch direkt in der Familie Schicksalsschläge, die immer noch nachwirken.

Bei meiner Familie sind es sogar auch noch Folgen des 1. WK, die spürbar sind. Als ich das Soldbuch meines Großvaters fand, in dem seine Verwendung und seine Einsatzorte vermerkt waren, wurde mir einiges klar ...
Nordlaender
26. April 2016 16:01
@ Arminius Arndt

"Ich fühle mich zu keiner Landsmannschaft so richtig zugehörig (bin eben ein deutscher Bastard von Vorfahren, die den unterschiedlichsten deutschen Volksstämmen (mindestens 4) entsprangen) – wohnen tue ich in Bayern."

Mal angenommen, alle Ihre Vorfahren wären Bayern. Hülfe das nur einen winzigen Schritt weiter, wo doch die Bayern alles andere als eine homogene Gruppe sind?
Dort findet man Sanguiniker, Melancholiker, Geistesmenschen, Körpermenschen, den Leptosomen, den Athleten usw. Das ist so komplex, daß man da unbedingt differenzieren sollte.

Nicht zu vergessen: Auch die vermeintliche Identität ("Ich, Fritz Müller, bin ich, Fritz Müller") ist ein absurdes gesellschaftliches Konstrukt, da die Wirklichkeitsdimension Zeit ignoriert wird. Als wäre der Fritz Müller anno 2006 der Gleiche wie Fritz Müller anno 2016. Jeder Außenstehende wird das sofort verneinen.
Monalisa
26. April 2016 17:57
Mein kurzer Kommentar war in erster Linie dazu da, dem Eindruck abzuhelfen, dass sich auf der Rechten hauptsächlich sich und anderen gegenüber gefühlstaube Persönlichkeiten versammeln.

Vielen Dank an Westpreuße und Arminius Arndt für ihre einfühlsamen und klugen Kommentare.

Erst seit kurzem ist mir selbst aufgegangen, wie sehr mein Vater (er war bei Kriegsende neun Jahre, stammt aus dem Ruhrgebiet) und vor allem auch sein Vater von grauenhaften Erlebnissen und Erinnerungen belastet waren. Mein Vater ist seit langem seelisch krank und doch könnte ich mich nicht erinnern, dass in der Familie diese "Vorgeschichte" jemals wirklich thematisiert worden wäre. Oder nur ahnungsweise durch meine Mutter.

Ist das nicht verrückt?

Sicherlich hat der Krieg auch in allen anderen betroffenen Ländern tief in das private Leben all derer, die ihn erleiden mussten, noch lange hineingewirkt.

Wie dann jeweils in den Familien damit umgegangen wurde, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass in Deutschland überwiegend große Hemmungen und großes Schweigen herrschten.
Bran
26. April 2016 19:22
Scourge:
Sie sind mit dem Jargon und den verschiedenen Methodiken der modernen Psychiatrie und Psychologie gut vertraut, das muss man Ihnen lassen. Dennoch schreiben Sie einerseits reine Rabulistik, indem Sie lediglich beleidigende Totschlag-Einwände auf Diskutanten bringen, die Sie mit dem Duktus des allwissenden Psychiaters vom hohen Ross herabträufeln, andererseits grenzen Ihre Aussagen auch haarscharf an sektiererhafte Gutgläubigkeit oder baren Schwachsinn, je nachdem, wie wohlwollend man sein will.
Ihre Aussage zu EMDR: Diese Therapieform mag bei Traumata helfen, die z.B. durch eine schmerzhafte Trennung, Schläge (nicht Missbrauch) in der Kindheit verursacht wurden, aber im Ernst anzunehmen, dass es dem Mann aus dem Schützengraben hilft, ist geradezu lächerlich und wird von sämtlichen seriösen Psychiatern, die ich in meinem Beruf kennenlernte strikte abgelehnt.
Ich empfehle Ihnen, die Bilder von Otto Dix zum Thema Krieg zu studieren, die er als Verarbeitung seiner Erfahrungen im 1. Weltkrieg malte. Und nun stellen Sie sich Otto Dix, einen gestandenen Soldaten und Veteranen, einen ernsthaften Mann, der in tiefste Abgründe sah, vor, wie er vor einem EMDR-Therapeuten sitzt und von diesem profitiert. Was sehen Sie, wenn Sie dieses Bild vor Ihr inneres Auge führen?
Der ganze ausufernde Psychotherapiemarkt beruft sich auf Studien, die meistens mindestens mangelhaft sind und absolut nicht repräsentativ. All die verschiedenen Therapien....Maltherapie, Tanztherapie, EMDR...weissdergeierwasnoch....nur Käse. Jeder wirklich erfolgreiche und ehrliche Therapeut wird Ihnen sagen, dass die einzigen wirklich wirksamen Therapien für seelisch schwer Verwundete diejenigen waren, bei denen Therapeut und Patient einen Zugang zueinander fanden und bei denen sie miteinander redeten. Gesprächstherapie. Und daneben: Der Patient muss einen Weg finden, den Dampf konstruktiv aus dem Topf zu lassen, siehe Otto Dix. Und als Letztes: Die Zeit, die Narben heranbilden lässt und dafür sorgt, dass wir uns weiterbewegen können.
Alles Andere ist nur Angeberei einer wuchernden Industrie, die mit der Vorstellung arbeitet, dass man Menschen mit verschiedenen Methodiken nach Belieben formen könnte und dies mit gefälligen Worten und unseriösen Studien verkauft.
Nero
26. April 2016 20:49
@ Bran

Der ganze ausufernde Psychotherapiemarkt beruft sich auf Studien, die meistens mindestens mangelhaft sind und absolut nicht repräsentativ.


Scourge beruft sich auf Statistiken und Inhalte in englischer Sprache die andere nicht verstehen. So glaubt er. Scourge erinnert mich an einen Uni-Absolventen der ein bisschen mit der Mathematik rumgespielt hat und jetzt mein er ist der große Zampano. Zusätzlich: er will sich hier selbst therapieren und profilieren. Neben ständigen herumschmeißen mit Buzzwords provoziert er einfach nur. Kurz: Ein Troll.
Nordlaender
26. April 2016 22:01
@ Westpreuße

Auch ich möchte mich bedanken für Ihre beeindruckende Überleitung vom theoretischen Schnickschnack zu wirklichen Erzählungen.

@ Scourge

"Wieso sollte man das nicht können?
Da spielen Dinge wie Copingfähigkeiten (als Erlernbares) sowie Resilienz (als vmtl. eher familiär/beziehungsgeflechtlich geprägtes) eine Rolle."

Selbstredend spielt die Widerstandskraft eine Rolle. So wie nicht jedes Magengeschwür den gleichen Leidensdruck beschert, ist der Trennungsschmerz der Person A nach einem Verlust nicht identisch mit dem der Person B.
Anzunehmen ist, daß jemand, dem per elterlicher Liebe und Fürsorge in frühester Kindheit eine hohe Bindungssicherheit geschenkt wurde, es leichter haben wird.
Wobei heute unbedingt anzumerken ist, das so manche prächtige Pflanze schon jede Menge Hagel, Sturm und garstige Kälte hat über sich ergehen lassen müssen.
Die Fachleute der Seelenheilkunde unterscheiden beim therapeutisch begleiteten Lernen zwischen der adaptiven und der maladaptiven Bewältigungsstrategie. Bei letzterer steht die Ablenkung im Vordergrund, womit man schon fast wieder bei der Gruppe A angelangt wäre, innerhalb der man es mit Selbstbehandlung versuchen wird, eben z.B. auch durch Ablenkung (Arbeit, Steckenpferde, Kontakte).

Aus einer höheren Widerstandskraft läßt sich keine Immunität ableiten,
mit einer Bewältigungsstrategie läßt sich m.E. eine schwere bis allerschwerste Erschütterung lediglich bearbeiten (salopp: beackern), das Aufarbeiten ist eine Lüge, denn der Begriff impliziert, daß es möglich ist, wie nach dem Überstehen einer Grippe einen absoluten Schlußstrich ziehen zu können.

"Es ist schier unerträglich wie sehr die regressive Rechte es schafft sich in den gleichen wertlosen Diskursen zu verfangen wie die Linke."

"Regressive" nehme ich hier als nervenärztliche Ferndiagnose zur Kenntnis. Die Höflichkeit gebietet es mir, keine weiteren Kommentare zur Visitenkarte abzugeben, die Sie ausgelegt haben.
Die Epidemie des Psychologismus halte ich für eine der verheerendsten Seuchen der Moderne überhaupt. Ein teuflisches Endloskarussel, wenn
man sich auf dieses ad-hominem-Spielchen einläßt, bei dem es nur Verlierer geben kann.
Hans
26. April 2016 22:37
@westpreuse

"Individuelles Schicksal der noch Lebenden, sogenannte „Familiengeheimnisse“, unbewußte Prägungen, Muster, psychosomatische Erkrankungen, innere Verwerfungen, Abspaltungen, innere Heimatlosigkeit, betrifft „linke und rechte“ Menschen…"

Danke für diese Worte und Ihre persönlichen Schilderungen, die in mir traurige Erinnerungen an meine Großväter wachrufen. Beide in Stalingrad, beide knapp entkommen, der eine zu Fuß zurück aus Russland und in den 50ern nach und nach die Zehen amputiert. Verschlossen, jähzornig, hart, und viel Leid unter dieser Schale. Der andere mit Splittern im Gehirn die wanderten, und immer wieder epileptische Anfälle hervorriefen und ihn später zum Pflegefall machten. Die Großmütter, die mit diesen Männern eine Ehe führten. Ihr Leben lebten, sich anstrengten um etwas auf die Beine zu stellen, ein Auskommen für die Familie zu haben und die Kinder zu unterstützen. Und die damit Deutschland wieder aufgebaut haben.
All das und viel Schlimmeres hat viele Deutsche ereilt. Dazu die Kraft, die die Verdrängung oder die Anerkennung des Selbst- und Fremdbetrugs im 3.Reich verschlang und die anderswo fehlte.
Warum aber jetzt dieses kollektive Helfersyndrom? Wo die Aufgaben und Nöte in unserem Land schon so zahlreich sind? Ich stehe ehrlich fassungslos vor dieser Frage. Diese Flucht vor dem Jetzt ist mir unbegreiflich.
hildesvin
26. April 2016 23:28
Die Dame hat ihr Damaskuserlebnis durchaus noch nicht gehabt.
Die Sache an sich wäre ja richtig - "wir" hätten es nur nicht richtig angepackt - zu wenig vorbereitet, zu wenig Geld, Personal, und Engagement.
Dabei hätte das so schön werden können - alle tanzen zusammen unter dem Regenbogen... Es ist schlicht unerfreulich.
Zum Trauma - eine Großtante mütterlicherseits von mir mußte auch Anfang 1945 in Halle-Ammendorf mit Mustangs (P-51) um die Wette rennen (und die Minderjährigen lotsen: Jetzt du und du: flinke Füße! - Neuer Anflug: Volle Deckung!), und hat ihren Humor nicht verloren.
Aaron
27. April 2016 00:19
#William Wallace
volle Zustimmung! Wenn ich mir die Leistung der abgemagerten heimkehrenden Kriegsgefangenen und der Trümmerfrauen anschaue;
unglaublich.
Ich habe es noch selbst erlebt, daß meine Eltern rund um die Uhr geschuftet haben für ihr kleines bißchen Leben.
Sie hatten keine Zeit sich zu informieren und auch keine Informationen darüber, wozu ihr erwirtschaftetes STeuergeld bis auf den heutigen Tag verplempert wird.
Und für's (hier und da angedeutete) Saufen war einfach kein Geld da.
Ja da fragt man sich schon, wenn man es ..nur ein bißchen recherchiert,
mit der ganzen Entwicklungshilfe etc., warum können andere Länder das nicht?
Kann natürlich sein, daß man heutzutage vergessen hat: der deutsche Arbeiter hatte seinen 10 - 12 Stunden Tag.Wer hat denn dazu noch Lust?
Ach, ob man's schreibt; irgendein Experte wird mir erklären, daß ich
damals wahrnehmungsstörungen hatte o.ä.....
Paule
27. April 2016 07:24
Hallo Westpreuße,
es gab die Frauen, als Weib, Mütter und die Großmütter, Väter und Geschwister es gab die Familien. Trotzdem auch sie Wunden hatten.
Ich weiß es aus der eigenen Familie.
Meine Großmutter geboren und gelebt bei Königsberg, verlor im ersten und im zweiten Krieg einen Mann.
Ihren einzigen Sohn, meinen Vater, hatte sie auch schon verloren gegeben und fand in doch nach der Flucht wieder.
Geworden vom 14-jährigen Schiffsjungen in der Gefangenschaft beim Tommy zum großen dunklen, starken Mann. (Sie erzählte es mir immer wieder: „Ach was war das für ein Freud“) und sie fand eine Schwiegertochter, geboren in Schlesien, vergewaltigt und misshandelt von den ehemaligen Mitbürgern die jetzt Partisanen waren, als sie einen Waisen-Transport nach Dresden als Krankenschwester begleitet. Über Dresden sag ich nichts.
Sie war die liebste, sanfteste, nachsichtigste Mutter der Welt.
So wie mein Vater ein strenger und gerechter und liebender Vater war. Mir mein Leben lang ein Vorbild.

Meine Großmutter sagte immer wenn sie uns 7 Geschwister ins Bett brachte in ihrem Ostpreußentonfall: „Ach was ist das schön das ich euch habe und das Frieden ist.“

Wenn das keine Heilung ist, dann ist das Liebe, oder beides?
Gruß Paule
A.H.
27. April 2016 08:02
"Nein, dies fand alles nicht statt."

Dem kann ich nur beipflichten. Keiner meiner Großeltern oder Verwandten, kämpfende , geflohene oder alleingelassene , auf sich gestellte Kinder nach dem Krieg, haben je eine Unterstützung in Form von Hilfe bei der Aufarbeitung erfahren.
Sie haben sich den Dreck von der Kleidung geputzt und ihr Leben in die Hand genommen. Ihr Haus, ihr Dorf und ein Stück weit ihr Selbst wieder aufgebaut.
Der Rest ist Verdrängung.
Ein einziges Mal erzählte mir meine Großmutter von der Flucht und das ihr Baby dabei gestorben ist. Ich wusste bis dahin nicht, das ich noch einen Onkel mehr gehabt hätte.
Auch sie hatte Zeit ihres Lebens unter psychosomatischen Erkrankungen zu leiden.
Andere scheinen es besser weggesteckt, in ihrem Innersten verborgen zu haben.
Aber manche nur scheinbar.

Und auch richtig, es wird weitergegeben , weitergetragen. Durch Sprachlosigkeit und innere Nichtbewältigung an die eigenen Kinder und Enkel.
A.H.
27. April 2016 08:14
Zum Hauptartikel :

Und leider gibt es einige, denen ich inzwischen einen harten Aufprall in der Realität wünsche.
Denen, die tatsächlich ihre Scheuklappen nicht ablegen können und wollen.
Aber bei manchen scheint auch dieser nicht zu wirken.
Zu sehr wurden sie in betreutem Denken groß. Eine gedankliche Zentralverriegelung lässt nichts anders zu.
Das lässt mich immer fassungslos zurück.
Westpreuße
27. April 2016 08:40
Ich danke allen, die sich direkt oder indirekt auf meinen Kommentar
bezogen. Ich wollte nicht "jammern"; passierte einfach so...

https://www.youtube.com/watch?v=lIkBHsfgU_8
Günter Pfitzmann: Mutterns Hände ((1:33 Min.)
Kurt Tucholsky: Mutterns Hände (1929 veröffentlicht)

Ein kleiner Nachtrag lediglich: Ich habe festgestellt, daß "wir" relativ viel über unsere Mütter wissen, aber wenig über unsere Väter. Heute allerdings mag das anders sein. Kann aber auch sein, daß das ein "Sonderproblem" meinerseits ist...
: Grüße von der Weichsel
Exmeyer
27. April 2016 10:05
Das kann ich jetzt hier oder unter den meisten Artikeln schreiben:

Das Kommentariat der Sezession ist mir zu links und zu liberal, zu spießig und zu bürgerlich.
Asmus
27. April 2016 13:34
"Vormunde mit mehr als einem Dutzend Mündeln betraut" ... Soweit ich weiß sind in Deutschland und unter Mitarbeitern der Jugendämter (Amtsvormünder) 50 Mündel keine Seltenheit. Das ist doch ein Teil der Misere unserer Jugendpflege.
Friedhelm
27. April 2016 19:34
Kognitive Dissonanz in der Tat. Weiterhin wird der Kampfbegriff Flüchtling benutzt, und man glaubt irgendwie doch noch daran, daß diese Menschen "integriert" werden können. Selbst wenn sie arbeiten wollten -- was soll ein Araber schon machen, der einen IQ von 80 hat? Er ist hier verloren. Überhaupt lachhaft, ausgerechnet Araber als Opfer zu sehen. Das waren doch selbst üble Typen, hielten und halten sich doch z. B. Sklaven. Warum sahen die Araber sich als so weit fortgeschritten? Weil sie sich mit den Schwarzen verglichen (siehe Michael H. Harts Understanding Human History). Man schämt sich anscheindend gar nicht mehr, als Ungebildet zu gelten, hauptsache, man gilt als "moralisch überlegen", i.e.: strunzdumm.

Nähme man Vonderach und Lynn in den Schulen durch, wir wären uns weitaus bewusster über die Unmöglichkeit, eine impulsive Niedrig-IQ-Population in eine Hoch-IQ-Gesellschaft zu "integrieren". Wie Stefan Molyneux, aber auch Martin Neuffer zuvor schon sagte: bei einem einzelnen sehr fremden Menschen könnte die Integration gelingen, bei 10 Fremden schon schwieriger, 100 (auf einem Fleck) sind bereits ein "Kulturverein", und über tausende, oder, wie bei uns, gar Millionen brauchen wir nicht zu reden: das ist vollkommen ausgeschlossen. Selbst wenn nur die Elite käme, wäre eine solche Masse nicht integrierbar. Neben den kulturellen treten eben noch die genetischen Unterschiede.

Die niedrige Geburtenrate ist kein Phänomen, das nur Deutschland betrifft, denn die Japaner und Südkoreaner dümpeln ja auch bei 1,3 Kindern pro Frau herum; jedoch wissen letztere anscheinend, wie wichtig es ist, ethnisch einigermaßen homogen zu bleiben. Seoul gilt als sicherste Stadt, und ist -- ethnisch sehr homogen.

Interessant auch das Interview, das Stefan Molyneux mit Helmuth Nyborg geführt hat: Race, Genetics and Intelligence | Helmuth Nyborg and Stefan [youtube.com]

Laut Nyborg ist eine Demokratie erst ab einem mittleren IQ von 90 möglich. Er schreibt auch gerade an einem Buch über den Suizid Europas. Jedenfalls werden die Millionen, die nun einströmen -- es kommen ja nun auch noch massig Schwarzafrikaner über Libyen -- den mittleren IQ Deutschlands ordentlich drücken.
der demograph
28. April 2016 08:40
Traumatherapie ist etwa so wirksam wie Psychoanalyse, Homoeopathie und Kaffeesatzlesen: nämlich gar nicht.
Winston Smith 78699
29. April 2016 15:55
@ Exmeyer

Das Kommentariat der Sezession ist mir zu links und zu liberal, zu spießig und zu bürgerlich.


Ich habe manchmal (nicht immer) den Eindruck, dass es mir nicht beweglich genug ist und nicht aufgeschlossen oder selbsttätig interessiert genug für Wissenschaft außer Geschichte, Politik und ähnlichen Fächern. Ich möchte, dass die Rechtsintellektuellen schlauer und schneller sind als die hochbezahlten Gelehrten in den linken Thinktanks, dass sie deren Züge vorhersehen und neutralisieren oder gegen sie selbst wenden können. (Damit will ich nicht behaupten, dass ich das könnte, aber ich bilde mir eine vage Vorstellung ein, wo es hingehen müßte.) Nur wird es doch vom Beklagen dieses Umstandes nicht anders. Also was tun?
niekisch
29. April 2016 21:33
"Also was tun?"

@ Winston pp: bitte versuchen, den immer wieder neu erfundenen Begriffen der Gegenseite eigene Begriffe entgegensetzen und mannhaft/frauenhaft vertreten. Ich jedenfalls drücke mich in letzterZeit immer drastischer aus. Als an der VHS neulich einer davon sprach, das neurechte Denken und Verhalten müsse "neutralisiert" werden, wehrte ich mich mit dem Ausruf, daß wir einer "jakobinischen Erziehungsdiktatur" (Carl Schmitt) ausgesetzt sind.

Da war was los!
Winston Smith 78699
29. April 2016 22:24
@ niekisch

"Da war was los!" ... Zu sowas hatte ich vor ein paar Tagen auch die Gelegenheit und verspürte reichlich Bedürfnis. Leider ist genau das nun eine Ecke, über die ich vielleicht wieder an eine berufliche Tätigkeit kommen könnte (keine politisch gefärbte). Also lieber Maul halten und vielleicht wieder zu den produktiven Steuerzahlern gehören können - jenen echten Menschen, die im konservativen Weltbild auch als anständige Bürger gelten dürfen -, sich wieder im Spiegel anschauen können usw. - oder wieder mal rebellisch sein und rausfliegen oder gar nicht erst reinkommen? (Hab ich schon mehrfach hinter mir, kenne das Gefühl. Die SPD hat sich einen Feind bis in den Tod erschaffen.)

Meine Jahrgänge sind die sog. Generation X, also mit die ersten, die in der Breite nur prekäre Beschäftigung kennen. Auch für einen nur möglichen Job tun wir schon alles, verlassen etwa Familie und Kind. Zumindest versuchen wir es eben, bis mal wieder der Kragen platzt. Vor der Schelte der Bürgerlich-Konservativen, verweichlichte Versager zu sein, fürchten wir uns nämlich. Die haben uns nämlich noch zur Verherrlichung der Leistung erzogen und hintenrum zugleich gelehrt, dass die bürgerliche Elite eine längst abgemachte Sache ist.
Nero
01. Mai 2016 01:57
@ der demograph

Traumatherapie ist etwa so wirksam wie Psychoanalyse, [...] nämlich gar nicht.


Ich muss Ihnen sehr dankbar sein. Bin ich doch wegen Ihrem Kommentar auf ein echtes Goldstück gestoßen.
Das hat es ganz schön in sich. Der Mann ist selbst Psychiater.

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