14. August 2016

Displaced Persons – ein déjà-vu?

von Lutz Meyer / 78 Kommentare

Lutz Meyer kommt aus der linksanarchistischen Szene, seine Themen findet er auf der Straße.

displaced personsDisplaced Persons – so nannte man die durch den Einmarsch der Alliierten in Deutschland freigesetzten und noch nicht in ihre Heimatländer zurückgeführten ehemaligen Zwangsarbeiter. Vielerorts sorgten sie in den Nachkriegsmonaten für erhebliche Unruhe unter der Zivilbevölkerung.

Denn manche von ihnen rächten sich jetzt für Verschleppung, Zwangsarbeit, Drangsalierungen und erlittene Brutalitäten an nunmehr wehrlosen Deutschen. Bewaffnete Raubüberfälle, Misshandlungen, Vergewaltigungen, Mord und Totschlag waren an der Tagesordnung.

Haben wir es heute in Deutschland – betrachtet man die sehr ähnlichen Handlungsweisen mancher "Refugees" gegenüber der deutschen Zivilbevölkerung –  mit einer Neuauflage von Displaced Persons zu tun? Was besagt dieser Begriff eigentlich? Er sagt etwas aus über Menschen, die sich am falschen Ort aufhalten, über Heimatlosigkeit und Entwurzelung.

Ich möchte nicht nur über historische Parallelen nachdenken, sondern prüfen, ob der Terminus „Displaced Persons“ für die Diskussion um die heutige Masseneinwanderung nach Europa taugt. Die offiziell verwendeten, bewusst euphemistisch gewählten Begriffe wie „kulturelle Bereicherung“, „Refugees“, „Flüchtlinge“, „uns plötzlich geschenkte Menschen“, „dringend benötigte Fachkräfte“, „kommende Rentenbeitragszahler“, „Geflüchtete“,  „Schutzsuchende“ usw. usf. sind bekanntlich dermaßen realitätsfern, daß sie, kaum geprägt, rasch der Ironisierung und allgemeinem Hohngelächter zum Opfer fallen. Der Begriff „Displaced Persons“ hingegen wirkt angenehm humorfern, wertneutral und erlaubt auch manche notwendige Differenzierung nach innen.

Damals wie heute fühlten (und fühlen) Displaced Persons sich im Recht – sie nahmen (und nehmen) sich, was sie wollten (und wollen), betrachteten (und betrachten) fremdes Eigentum als legitime Beute und fremdes Territorium als ureigenen Aktionsraum. Natürlich gibt es bei aller Ähnlichkeit der Handlungsweisen objektive Unterschiede: 1945 gab es als dritte Größe im Spiel Besatzungsmächte, denen nach der Anarchie des Zusammenbruchs sehr an der Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung gelegen war – exzessive Straftaten marodierender Banden konnten nicht geduldet werden.

Man schaute deshalb durchaus nicht weg – dies weniger aus Sorge um das Wohlergehen der besiegten Deutschen, sondern im Interesse der sich gerade neu formierenden öffentlichen Ordnung. Diese dritte Größe fehlt heute. Ein weiterer Unterschied: Heutige Displaced Persons werden keinesfalls gegen ihren Willen nach Deutschland und Europa verfrachtet, nicht zur Zwangsarbeit herangezogen und erst recht nicht drangsaliert, sondern kommen freiwillig – meist in Erwartung wirtschaftlicher Vorteile – und werden (wenigstens von offizieller Seite) noch immer mit offenen Armen willkommen geheißen. Dennoch verhalten manche von ihnen sich so, als müssten sie für irgendetwas Rache nehmen.

Das Rachemotiv dürfte in der Tat auch heute eine große Rolle spielen. Einige der heutigen Displaced Persons aus Afrika und dem Orient rächen sich für laufende brutale militärische Angriffe des Westens auf Zivilisten von Libyen bis Pakistan. Man rächt sich auch für die Arroganz des Westens gegenüber traditionellen islamischen Werten, man rächt sich für geschmacklose Witzeleien westlicher Durchschnittsdummköpfe über afrikanische und orientalische Mentalitäten, man rächt sich für durch westliche Allianzen mit regionalen Despoten verursachten Hunger und Not, man rächt sich für die eigene ökonomische und intellektuelle Minderleistung, man rächt sich für die gesamte Kolonialgeschichte, Karl Martell, Prinz Eugen, Lepanto und nicht zu vergessen die Kreuzzüge. Man fühlt sich sogar dann noch gedemütigt und beleidigt, wenn man im Aufnahmeland mit materiellen Wohltaten überhäuft wird – kurzum: eine Gemengelage aus persönlichen und historisch-abstrakten Rachemotiven, gewürzt durch einen göttlichen Auftrag. Manches ist rational nachvollziehbar und sogar verständlich, vieles nicht.

Doch hier soll es nicht um die Analyse von Rachegelüsten gehen, sondern um ein Nachdenken über den „falschen Ort“, um das „Displaced“.



Es geht um Entortung, den Verlust der Heimat. Dabei ist es unerheblich, ob man verschleppt wurde, der Heimat freiwillig den Rücken kehrte oder die Entortung – gleichviel, wo man sich aufhält – als Prinzip verkehrten Lebens schon lange in sich trägt. Letzteres gibt es nämlich auch hier, sogar reichlich. Schauen wir uns unsere eigenen Entorteten doch nur einmal an. Man muss das schwachsinnige Entzücken dreißigjähriger, dem Lebenslauf nach akademisch gebildeter Einheimischer gesehen haben, wenn sie auf ihrem Smartphone wieder einmal ein virtuelles Monster entdeckt und das neueste lustige Filmchen gesehen haben. Hatte Nietzsche so etwas vor Augen, als er vom letzten Menschen sprach? Oder waren derartige Abgründe der Dämlichkeit selbst für ihn unvorstellbar?

Die heutigen Displaced Persons von jenseits des Mittelmeeres scheinen unsere diversen westlichen Deplatziertheiten jedenfalls sehr deutlich wahrzunehmen und nehmen sie gnadenlos ins Visier. Und sie treffen uns genau dort, wo es am meisten wehtut. Machen wir eine kurze Bestandsaufnahme und schauen uns einige spezifisch deutsche Deplatziertheiten, die dieser Tage gründlich mit sich selbst konfrontiert werden, einmal näher an.

1.) Die hypersexualisierte und enttabuisierte Gesellschaft: Verhaltensregeln für die Fremdlinge und Hinweise, daß dies und jenes im Westen normal und von jedermann zu akzeptieren sei, haben kaum eine Wirkung, bestätigen sie die Erkenntnis der Schrankenlosigkeit doch nur und führen zu Übergriffen. Im Hintergrund des Geschehens steht aber dieses Faktum: Es gibt kaum ein Tabu, das hierzulande in den letzten Jahrzehnten nicht von uns selbst schon gebrochen worden wäre. Solche Tabubrüche mag man von Fall zu Fall durchaus genossen haben, doch machen sie in der heutigen Situation leider schutzlos.

2.) Der herbeigesehnte Identitätsverlust und die Verleugnung aller individuellen und überindividuellen Wurzeln: Die  meisten heutigen Deutschen unter 70 legen größten Wert darauf, im Ausland nicht als Deutsche erkannt zu werden. Sie fühlen sich kosmopolitisch, bezeichnen sich als weltoffen, geben gern den liberalen Weltbürger, fühlen sich – solange die Kreditkarte funktioniert – überall heimisch und biedern sich als wohlmeinende, hilfsbereite Gutmenschen an (woran man sie dann doch wieder schnell als Deutsche erkennt). Das Deutschsein ist ihnen so unangenehm, daß nicht nur eine weltläufige Mehrsprachigkeit ein signifikantes Merkmal ihrer gehoben conditio humana ist, sondern sie sich auch jeder noch so skurrilen fremden Sitte anzupassen bemüht sind, sofern diese nur exotisch genug ist. Deutsche Bauchtanzmuttis sind da noch das harmloseste Beispiel. Wozu noch das Eigene verteidigen wollen, wenn man es doch im tiefsten Inneren gar nicht mehr will? Welches Eigene überhaupt?

3.) Der enthemmte Konsumsuff: Die durch die Weltbürgerlichkeit erzeugte innere Leere (man ist nicht mehr bei sich selbst, wenn man wie die anderen sein will) schreit nach permanenter Betäubung. Die Warenwelt und die eng mit ihr verbundene Medienwelt bieten Narkotika für jeden Geldbeutel, jedes Niveau und jeden akuten wie chronischen Bedarf. Dank Internet ist alles überall und jederzeit rasch verfügbar. Wenn Underdogs aus aller Welt nach Teilhabe schreien, ist es eine Selbstverständlichkeit, sie ihnen ohne Gegenforderung umgehend zu gewähren – das Menschenrecht auf Betäubung lässt nichts anderes zu.



4.) Die flächendeckend grassierende Blödheit: Wie viele Stunden verbringen die Leute doch gleich noch mal vor irgendwelchen Bildschirmen? Die Angaben schwanken zwischen 4 und 12 Stunden – und zwar täglich (je nachdem wahrscheinlich, ob berufliche Nutzung und Smartphone-Nutzung einbezogen werden). Dabei geht es nicht einmal um wertvolle oder weniger wertvolle Inhalte, sondern darum, daß man die Welt nicht mehr unmittelbar, sondern nur noch gefiltert wahrnimmt. Die Welt wird zum Medienereignis. Massenzuwanderung betrifft also niemanden direkt, findet sie in der Wahrnehmung der meisten Deutschen doch in erster Linie in den Medien statt. Wozu sich aufregen? Wird es anstrengend, wechseln wir doch einfach das Programm oder den Lifestream. Doch so einfach funktioniert es eben nicht.

5.) Die Unfähigkeit, sich und die Seinen zu schützen: Man kann noch so gut trainiert sein oder gewisse Vorkehrungen getroffen haben – gegen einen feindlichen Clan kommt man nicht an, wenn man allein, zu zweit oder dritt ist. Und die meisten Deutschen sind nun einmal mehr oder minder allein, leben in Kleinfamilien und pflegen ihren Individualismus. Das geht nur so lange gut, wie das Prinzip des schützenden Staates funktioniert. Ist dieses Prinzip erst einmal ausgehöhlt, hilft auch Pfefferspray nicht mehr. Die Unfähigkeit, mehr noch: der Unwillen zur Gegenwehr springt einen aus den teils leeren, teils selbstzufriedenen, teils vertrottelten Gesichtern in jeder deutschen Fußgängerzone oder jedem deutschen Urlauberghetto förmlich an. Nicht nur wir selbst spüren das, sondern auch jene anderen.

6.) Der Verlust jeglicher Orientierungsfähigkeit: Die konservative Klage über den Verlust jeglicher Maßstäbe ist so berechtigt wie hilflos und nervtötend. Gott, die Götter, die Moral, die Werte, und, hach ja, das Wahre, Gute und Schöne – alles dahin, alles der Beliebigkeit anheimgefallen. Jedermann bedient sich im Supermarkt der Weltanschauungen, folgt dabei den Moden, greift bei Sinnersatz-Sonderangeboten auf dem Grabbeltisch gern zu, rangiert bald dieses aus und schafft sich bald jenes neu an. Dagegen dann jene anderen, die bei allem völlig selbstverständlich von der Geburt bis zum Tod stets nur den Namen ihres Gottes im Mund führen. Dort funktioniert der Kompass im Kopf allem Anschein nach, bei westlichen Menschen eiert die Nadel nur noch haltlos herum, weist mal in diese, mal in jene, meist aber in gar keine Richtung.

Oder täuscht das alles nur? Sind die einwandernden Displaced Persons womöglich viel weniger stark, orientiert, instinkt- und selbstsicher, als sie uns durch ihr zuweilen aggressives Verhalten glauben machen möchten? Sollen da nicht Lautstärke und Drohgebärde die fehlende Substanz ersetzen? Sind es nicht eigentlich Entwurzelte ohne Bodenhaftung, die ohne die verlockenden und bequemen, leider jedoch heimtückisch vergifteten Lebenshilfen, die der Westen ihnen  pausenlos andient, nicht einen einzigen Meter nach Europa eigenständig zurücklegen, geschweige denn dort langfristig überleben könnten?

Jede Zeit hat ihre eigenen Schreckgespenster, Dämonen und Chimären – aber auch reale Gefahren. Warum sollte das Zeitalter der Globalisierung mit seinen technologischen und sozialen Annehmlichkeiten eine Ausnahme bilden?

Was also bleibt? Displaced Persons der einen Sorte stoßen auf Displaced Persons der anderen Sorte, wobei die einen das Deplatzierte der anderen schonungslos offenlegen. Es wird für uns entscheidend sein, den eigenen INNEREN Ort zurückzugewinnen, um die eigene Deplatziertheit zu überwinden. Gelingt dies nicht, ist aller äußere Widerstand sinnlos – dann sind wir nur wie jene anderen. Gelingt es uns, werden wir selbst in Minderzahl stark genug sein, die Verhältnisse zu ändern.

Lutz Meyer kommt aus der linksanarchistischen Szene, seine Themen findet er auf der Straße.

Kommentare (78)

Unke
14. August 2016 22:38
"daß man die Welt nicht mehr unmittelbar, sondern nur noch gefiltert wahrnimmt"
Das scheint nicht zuletzt auf den Autor zuzutreffen.
Wie auch immer: die Ausführungen mögen zutreffen. Oder eben nicht. Das eigentliche Problem wird nicht thematisiert; nämlich, dass wir es mit Machtstrukturen, die sich ihre Machtbasis selbst(!) erschaffen. Durch -von Brecht schon vor geraumer Zeit erkannt- Austausch des Volkes. Der (internationale) Clique ist es dazu gelungen, sich riesiger Ressourcen zu bemächtigen; mehr als jemals ein Despot oder Potentat zur Verfügung hatte.
Was bei mir immer ganz, d.h. extrem schlecht ankommt dafür die Überfahrenen, also "das (indigene) Volk" verantwortlich zu machen. Es sei zu doof, zu entmännlicht, zu konsumgeil (ein Klassiker), zu sexsüchtig (und gleichzeitg nicht vermehrungsfreudig genug), zu was-auch-immer.
Das noch verknüpft mit einem bestimmten autoritären Gestus (Weissmann, anyone?) und ich krieg vollends die Krise. Merke: Gute Literaten(?) sind nicht auch immer gute Analysten.
OK, mal ein Beispiel:
"Die unfähigen, faulen Deutschen wollen keine Kinder mehr bekommen. Ja dann sollen sie halt aussterben!"
==> FALSCH. Ein (deutscher) Arbeitnehmer zahlt Steuern, Sozialabgaben UND im Fall des Falles auch noch den Kindergartenplatz für sein Kind (das können locker mal 400,-- EUR / Monat sein).
Dann bleiben ihm wieviel zum leben? Nach Miete etc.? Richtig: entweder nichts oder wird noch von den Eltern gesponsert, d.h. er geht ans Erbe.
.
Wie sieht es mit unserem Migranten aus, ohne Arbeit bzw. bestenfalls Mindestlohn?
Richtig, IHM wird die ganze Infrastruktur (ebenfalls) zur Verfügung gestellt mit dem kleinen Unterschied: er bezahlt nichts dafür!
..
DAS ist KEIN "demographischer Selbstmord", das ist ein von oben gewollter und mittels "social engineering" durchgeführter Genozid (und, nebenbei, gem. UNO- Konvention "über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes" justiabel in Richtung Den Haag).
Interessant ist in diesem Zusammenhang das deutsche Nachäffen der USA in der Auslöschung des weißen Mannes: seit einigen Jahren gibt es ja glaubhafte Berichte, dass USA (illegale) Immigranten einfliegen lässt, u.a. auf Militärbasen. Die letzten Tage konnte man lesen, dass diese Praxis nun wohl auch in Deutschland Einzug hält.
der Gehenkte
14. August 2016 22:47
Gratulation zur Begriffsfindung - daraus ließe sich wirklich was machen: displaced persons.

Das ist aber auch der ganze Ertrag Ihres Vortrages, Herr Meyer.

1. Sie machen immer wieder den gleichen Fehler, Ihre Gedanken drehen sich im Kreis und Sie verraten Ihre rote Kinderstube: Sie entwerfen eine Utopie, eine Pauschallösung und die soll dann verwirklicht werden: "Es wird für uns entscheidend sein, den eigenen INNEREN Ort zurückzugewinnen, um die eigene Deplatziertheit zu überwinden." Klingt gut, aber die Frage, WIE das zu machen sei, beantworten Sie nicht. Mehr noch, Sie verweigern die Realität: auch der INNERE ORT ist nicht per Dekret zu erobern. Die Welt ist wie sie ist, Gott IST tot (nach Nietzsches Verständnis) - mag er bei Monika und anderen auch noch im Stübcheneck (beneidenswerterweise) einen Altar finden.

2. Ihre ganze Herleitung ist hanebüchen: "sie nahmen (und nehmen) sich, was sie wollten (und wollen), betrachteten (und betrachten) fremdes Eigentum als legitime Beute und fremdes Territorium als ureigenen Aktionsraum"; "Das Rachemotiv dürfte in der Tat auch heute eine große Rolle spielen" usw. Haben Sie jemals Kontakt mit Einwanderern gehabt? Werden diese Aussagen durch irgendeine Empirie - jenseits von PI-News - bestätigt? Ich kenne 30 und keiner von denen kommt Ihrer Beschreibung auch nur ansatzweise nahe. Daß es hier und da Menschen dieses Schlages gibt, gestattet noch lange keine Verallgemeinerungen, auch wenn es so schön einfach wäre.

3. Wer die Asylkrise primär von der Kriminalität her kritisiert, hat nicht im Ansatz begriffen, worum es geht. Selbst wenn nur Altruisten kämen, hätten wir ein riesiges Problem, kulturell, religiös, ethnisch, demographisch. Beim Kriminalitätsargument, das man nicht mißachten darf, geht es um statistische Mittel und auch wenn es bei den Migranten höher sein sollte, so muß man doch differenzieren und kann nicht einen für alle und auch nicht zehntausend für alle nehmen.

4. Ihre larmoyante Situationsbeschreibung stimmt in Vielem, aber ich kann es nicht mehr hören.

"Was also bleibt": ein interessanter Begriff! Danke!
JensN.
14. August 2016 23:42
Einer ihrer besten Texte. Kompliment, Herr Meyer! Nur ein Kritikpunkt: Der Vergleich mit den "diplaced Persons" der Nachkriegsära hinkt. Die Belästigungen, die Gewalttaten und Morde die von den Asylanten ausgehen sind nur deshalb möglich, weil die Organe dieses Staates - also vor allem Politik und Justiz - dieses zulassen und durch ihr Verhalten sogar noch forcieren. Wenn man die letzten 20 Jahre zurückblickt, speziell die letzten zwei Jahre, dann erkennen wir dass es zur Agenda dieses Staates gehört, Konflikte, Hass, Angst und Unsicherheit zu schüren. Frau Merkel mit ihren Komplizen hat unter massiven Rechtsbruch millionen Asylanten aus aller Welt angelockt und hier angesiedelt. Übrigens, ich halte die Siedlungspolitik generell für falsch, unabhängig davon, ob sie nun gesetzlich legal oder illegal ist. Illegitim ist sie nämlich in jedem Fall. Aber ich komme vom Thema ab.
Die hier stattfindenden Grenzüberschreitungen sind also ausdrücklich nur mit Hilfe des Staates möglich. Vor ein paar Wochen wurde einer der Täter der Kölner Silvesterübergriffe zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Das kann doch geradezu als Einladung verstanden werden, genauso weiterzumachen. Vor zwei Wochen wurde in Kiel ein Polizist krankenhausreif geschlagen. Ich zitiere: "Die Brüder seien der Polizei von früheren Delikten hinreichend bekannt." und "Als Tatverdächtiger wurde kurz danach ein 20-Jähriger ermittelt, gegen dessen 21-jährigen Bruder nun ebenfalls ein Verfahren läuft. Es handelt sich dabei um zwei polizeibekannte Geschwister mit Migrationshintergrund. In Haft sitzen die beiden nach dem Angriff allerdings nicht; der Staatsanwalt konnte keine Haftgründe erkennen."

Das waren jetzt nur zwei Meldungen der letzten Wochen, die mir spontan einfielen. Wer will angesichts solcher Meldungen an Zufälle glauben?! Es sind also keine Rachegelüste deplazierter Asylbetrüger oder sonstiger Gewalttäter sondern die direkten und zwangsläufigen Folgen einer Politik, die sich gegen uns richtet. Die "displaced Persons" der Nachkriegsära waren vielleicht wirklich Leute, die ihren Hass und ihre Rachegelüste an der Zivilbevölkerung ausliessen. Gewalttätige Ausländer heutzutage sind die Werkzeuge einer asozialen und menschenverachtenden Politik einer kriminellen Kaste. Hier werden bewusst Angst und Unsicherheit staatlicherseits geschürt, um eine bestimmte Agenda leichter umsetzen zu können: Den totalen Überwachungsstaat und den massiven Abbau von Bürgerrechten. Ein verängstigtes Volk, das in Angst und Panik verfällt ist viel leichter manipulierbar und stimmt dem Abbau der Bürgerrechte viel eher zu, als ein Volk, das sich sicher fühlt. Maßgeblich daran beteiligt ist die CDU, in Persona des Innenministers de Maiziere und seiner Chefin Merkel. Die CDU schafft bewusst die Zustände, die sie ja angeblich bekämpfen will. Wahnsinn!
Nero
14. August 2016 23:45
Harte Worte hier im Forum.

Was ich mitnehmen konnte war die Aufforderung der Zusammenrottung zu mehr als nur ein paar Leutchen. Und da hat er recht.
Das geht natürlich nicht wenn Konsumgeilheit und Eitelkeiten der Einzelnen so ein Projekt sprengen. Da müssen sich die Deutschen selbst an die Nase fassen. Andere machen das besser.
Habe zufällig Donovans Way of Men heute fertig gelesen. Daher musste ich es sofort damit assoziieren.
Wer kennt nicht die Wohnblocks die mit den neuen Deutschen okkupiert sind? Und das lange vor dieser B-Waffen Invasion. Ich wohnte in so einem. Der Rest waren Albaner und Türken. Die machen das instinktiv so.

Herr Meyer eine Sache noch:

Die Invasoren sind selbst nicht dieser Entortung und Vernichtung der Identität unterworfen wie wir.
Warum? Der Staat, also die Erweiterung, Organisierung und Institutionalisierung des eigenen Ich, sind typisch westliche Dinge.
Besonders die Orientalen aber auch die Südamerikaner haben und kennen das nicht. Sie werden es auch nicht haben, weil es nicht ihres ist. Es gibt für sie kein zurück. Sie werden hier alles aufbrauchen und unwiederbringlich aufessen. Daher sind sie keine Displaced Persons sondern in ihrem Element.

Über uns braut sich ein Hunnensturm zusammen. Aber auch der wird enden.
Brandenburger Sandstein
15. August 2016 01:28
Naja naja nun mal halblang. Kritik an der Analyse ist berechtigt allein eigene Wege zeigen Sie beide über mir ja auch nicht auf, oder hab ich da was überlesen?
Wenn doch der Staat durch bewusste Einflussnahme den Deutschen den Nachwuchs verweigert, was soll man da anderes machen, als: eine Grenze zu ziehen, zwischen denen und jenen, zwischen den Eigenen und den Anderen? Und daraus folgt dann ja doch zwangsläufig das Eigene wiederzuentdecken, zu beleben. Oder nicht?
Aber vllt kommen wir ja besser voran wenn wir differenzieren, z.B. zwischen 10.000 zurückgebliebenen Vergewaltigern und 10.000 cleveren Sozialleistungserschleichern, die sonst nicht weiter auftauchen (in Kriminalstatistiken z.B.).
Wohin wir müssen, das sagt die Ratio. Mal schlicht nach dem Nutzen zu fragen. Was nützen UNS Einwanderer ohne Know How, ohne Fähigkeiten, ohne Mittel (nicht ohne Potenziale!). Potenziale könnte man ja in der eigenen Nachfolgegeneration suchen, und bei uns sicher auch finden. Allein das passiert nicht.
Deshalb, und eben wegen der Realität (z.B. bei mir im Wedding) kann ich über so Schreibtischattentäter wie über mir nur müde lächeln. Ihr habt immer noch nichts begriffen. Es wird (hoffentlich) nochmal Deutsche geben, die um ihr Heimat- und Lebensrecht werden kämpfen müssen. Vermute mal aber dann ist für Sie beide alles rum daher wohl die mutige Tönespuckerei.
"Ich kenn 30 von denen..[...]" womit sie eigentlich nur offenbaren dass sie rein garnichts begriffen haben. Ich wohn in Berlin und tue mich schwer 30 Landsleute zu finden. Sie Scherzkeks der Gnade der frühen Geburt!
Brandenburger Sandstein
15. August 2016 01:59
Postscriptum, Bitte noch anfügen: und genau was Sie nicht mehr hören können und wollen, genau das sollten gerade Sie in Endlosschleife durch Ihren durchaus fähigen Schädel kreisen lassen. Dieses Volk verdummt, verflacht, und verfällt. Und mit ihm die Erinnerung an das was wir sind. Und daran gibt's ja mal garnichts zu deuten, wer das versucht ist schlichtweg irre.
Also hinhören und besonders hinschauen. Sonst machen Sie ja nichts anderes als die beschriebenen Medienkonsumenten: wegdrücken und weitermachen..ganz der Junkie.
Monika
15. August 2016 08:33
6.) Der Verlust jeglicher Orientierungsfähigkeit: Die konservative Klage über den Verlust jeglicher Maßstäbe ist so berechtigt wie hilflos und nervtötend. Gott, die Götter, die Moral, die Werte, und, hach ja, das Wahre, Gute und Schöne – alles dahin, alles der Beliebigkeit anheimgefallen. Jedermann bedient sich im Supermarkt der Weltanschauungen, folgt dabei den Moden, greift bei Sinnersatz-Sonderangeboten auf dem Grabbeltisch gern zu, rangiert bald dieses aus und schafft sich bald jenes neu an. Dagegen dann jene anderen, die bei allem völlig selbstverständlich von der Geburt bis zum Tod stets nur den Namen ihres Gottes im Mund führen. Dort funktioniert der Kompass im Kopf allem Anschein nach, bei westlichen Menschen eiert die Nadel nur noch haltlos herum, weist mal in diese, mal in jene, meist aber in gar keine Richtung.


15. August 2016 Maria Himmelfahrt

Na, dann richten wir die Kompassnadel doch aus und läuten alle Glocken für unser Vaterland, welches harte Prüfungen durchmacht:
http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2016/08/14/01016-20160814ARTFIG00148-le-15-aout-les-cloches-des-eglises-sonneront-pour-la-france.php
Monika
15. August 2016 09:35
Denn manche von ihnen rächten sich jetzt für Verschleppung, Zwangsarbeit, Drangsalierungen und erlittene Brutalitäten an nunmehr wehrlosen Deutschen. Bewaffnete Raubüberfälle, Misshandlungen, Vergewaltigungen, Mord und Totschlag waren an der Tagesordnung.


Seltsam: Ich hatte dieses déja-vu auch schon.
Meine Mutter erzählte oft von den Zuständen der Rechtlosigkeit direkt nach Kriegsende.
Etwa von den Zwangsarbeitersiedling in Frankfurt/Zeilsheim:
http://www.nurinst.org/das-displaced-persons-lager-zeilsheim/
So wollten zwei Polen einem deutschen Jungen sein Fahrrad wegnehmen und als dieser sich weigerte, erschlugen sie ihn. Dieses Verbrechen wurde m. W. nie geahndet. Meine Mutter erzählte diese Geschichte immer, wenn wir an dem Elternhaus dieses Jungen in Höchst vorbeigingen. Ein sehr auffälliges Haus. Es war mir als Kind immer unheimlich.
Auch wurde erzählt, dass russische Zwangsarbeiter Methylalkohol aus der nahegelegenen Höchster Rotfabrik klauten . Und es einige Tote nach dem Trinkgelage gab.
Diese Zustände dauerten allerdings nicht lange...
Morbrecht
15. August 2016 10:28
Aus dem Thema hätte man m.E. mehr machen können, aber das Grundmotiv verstehe ich so: In der gegenwärtigen Lage treffen nicht Angehörige der islamischen Hochkultur auf ein intaktes Europa, sondern entwurzelte Massen auf eine andere entwurzelte Masse. Technokratische Maßnahmen wie die Schließung der Grenzen lösen das dahinter stehende geistig-kulturelle Problem nicht.
Den Schlenker über die "Displaced Persons" der Nachkriegszeit empfinde ich in diesem Zusammenhang aber als unpassend, bzw. der Bezug und die Parallelen wirken doch etwas bemüht.
Je suis partout
15. August 2016 10:30
Zustimmung, Herr Meyer. Die an Ihnen kritisierte rote Kinderstube täte einigen Kommentatoren hier ganz gut.
JeanJean
15. August 2016 10:36
"Spezifisch deutsch" ist an unserer Deplaziertheit und der Entfremdung von uns selbst nun ganz und gar nichts. Alle weißen Völker, die während der Systemkonfrontation der "westlichen" Gehirnwäsche unterzogen wurden, wurden sich selbst über Generationen hinweg entfremdet und dann überfremdet. Man kann überall Lamentationen und Selbstbezichtigungen lesen und zu dem Schluss kommen, wir Weißen hätten ein Selbstmordgen oder man sieht sich mal an, welche Mechanismen der psychologischen Kriegsführung gegen uns angewendet wurden und werden, wie man uns enteignet und entrechtet hat.

Wesentlich beunruhigender ist da der Blick auf die westlichen Siegervölker, die nicht in die Unterwerfung hineingemordet wurden sondern scheinbar ganz freiwillig an ihrer Deplazierung mitwirkten. Setzt man sich der Beunruhigung aus,gewinnt man die notwendige Klarheit.

Spezifisch deutsches finden wir allenfalls im Umgang mit der Erkrankung, da sind wir echt zäh im Überleben, nicht in der Krankheit oder dem Virus selbst.

Um das Bild abzurunden ist der Blick auf die eintrudelnden DPs ( der Begriff ist wirklich gut ) ebenso erhellend, wie der Blick auf deren Heimatländer. Es ist nicht notwendig, aus deren auch kultureller Zerstörung einen Schuldkult abzuleiten, denn es ist eine einzige Dynamik in deren Strudel wir und sie gleichermaßen hineingezogen werden.

Menschheit kann nur erzeugt werden, wenn die gesamte Welt von DPs bewohnt ist. Sich die weltweit ausgelösten Vertreibungen, Umsiedlungen, Flucht und Migrationsbewegungen anzuschauen ist sehr nützlich. Versklavte DPs kommen in der Geschichte und in der Gegenwart nicht so selten vor und sind heute offizielles Zukunftsmodell.
Marcus Junge
15. August 2016 10:43
Absatz "Das Rachemotiv dürfte in der Tat ..."

1. Bezweifle ich das die Masse der Invasoren überhaupt das Wissen hat, um zu wissen, wer z.B. Karl Martell oder was bei Lepanto passierte, ect. pp.

2. Wenn es um Rache ginge, dann stünden da Rache von "uns" für 1200 Jahre islamischer Eroberung, Versklavung, Plünderung, ... auf dem Programm, bevor, mit Napoleon Bonaparte, die Araber kolonisiert wurden und dann müßten die Schwarzen sich an den Arabern rächen, für über 1000 Jahren Sklaverei.

In aller Ernsthaftigkeit diese Dinge als "Begründungen" anzuführen, ist entweder lächerlich oder reicht bis vorsätzlich kriminell, je nachdem wer damit ankommt.

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3. Deutschland war wohl das einzige Land der Welt, welches seine Zwangsarbeiter (Fremdarbeiter) bezahlte und sie in die Rentenversicherung aufnahm, auch wenn die Arbeiter gegen ihren Willen verschleppt wurden und eingesperrt waren. Allein daher hinkt der der Vergleich mit den "DP" schon gewaltig, denn offensichtlich kommen die Invasoren heute alle freiwillig.

4. Wie ausgerechnet die militärisch und weltpolitisch impotente BRD für die Kriege des Islam untereinander, seit 1300 Jahren geht das schon so ununterbrochen, verantwortlich sein soll, damit sich dann hier "rächen" muß, kann auch nur ein Linker oder Systemling ernsthaft vorbringen / glauben. Also warum kommen Sie, Herr Meyer, damit an, Sie sind doch keiner von denen.

5. Lange Rede gar kein Sinn, es sind keine "DP", sondern Invasoren / Kolonisatoren / Landräuber / Beutemacher, womit sich die vielen Widersprüche des Artikels auflösen.
Meier Pirmin
15. August 2016 10:59
@Monika. Dieses "Läuten für Frankreich" gemäss Ihres Links (oben vermittelt) von heute hatte wohl seit Jahrhunderten nicht mehr diese nun erkennbare Bedeutung. Dieser Link zu Maria Himmelfahr twar sehr denkwürdig, man sollte die Wirkung von Symbolpolitik auf das Unbewusste nicht unterschätzen. Falls es in Europa um 11 Uhr noch irgendwo läutet, läutet es gegen die Islamisierung gemäss päpstlicher Anordnung von 1454 nach der Eroberung von Byzanz durch Sultan Mehmed.

@Brandenburger Sandstein. Meinen sie 30 Berliner noch mit "Schnauze" wie einst, auch Nachfahren von solchen, die Fontane in "Irrungen Wirrungen" beschrieb? Diese dürften so selten sein wie Altgenfer, welche noch von der calvinischen Tradition geprägt waren. Diese waren schon 1848 und 1860 in der Minderheit, wie der damalige Kulturkampf bewies.
Brandenburger Sandstein
15. August 2016 11:24
@meier pirmin

Ich schrieb ja von Landsleuten nicht explizit von UrBerlinern. Die sind in der Tat selten geworden. Meine Familie stammt aus Niederschlesien, ich selbst bin in der bayerischen Landeshauptstadt geboren und bin in Brandenburg groß geworden. Bin also genauso Berliner wie Kennedy es war. Seit der Vertreibung gibt's für mich nur die Kategorie Volksdeutsch (heute pk Biodeutsch) und eben jene Neudeutschen die definitiv nicht zum deutschen Volkskörper gehören. Allein weil sie weder die Geschichte zu tragen haben, nicht die positiven Aspekte und schon dreimal nicht die negativen. Aber auch weil sie nicht zum genetischen Gedächtnis dieses Landes gehören. Menschen die zu uns strömen wollen von Deutschland alles, nur das Beste natürlich. So geht's aber nicht. Und das sehe ich ja an den Menschen die in Berlin leben. Ubahnfahren ähnelt immer mehr einem Gruselkabinett: es gibt mittlerweile so schrecklich viele schlicht hässliche Menschen in diesem Land.
Arkanthus
15. August 2016 11:24
So wie wir uns im Nirvana der Sinnlosigkeit (ich würde es geistige Promiskuität nennen) verlieren, findet bei den reingelangenden oder vor Jahrzehnten reingelangten "persons" orientalischer Provenienz eigentlich das direkt Entgegengesetzte statt: ein auch für jeden kultivierten Konservativen sehr engstirniger rollback zum kleinsten identitäten Nenner, der religiösen Gemeinschaft, dem Clan und der Sippe. Orientierungslosigkeit aus entgegengesetzten Gründen:

Die einen sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht, die anderen sehen ihn aber auch nicht, weil sie in einer Höhle ihre Schatten betrachten. Beides hat übrigens Paranoia zur Folge. Es wäre interessant, Terror und Amok mal unter diesem kollektivpsychologischen Aspekt zu untersuchen, Herr Meyer !
JeanJean
15. August 2016 12:07
Marcus Junge,

ebensowenig wie Sie glaube ich, dass die eindringenden Massen historisches Wissen in ihren UN Rucksäcken mitbringen. Ein Gefühl von Entrechtung, Enteignung und Ausbeutung durch den, wie ich es sehe konstruierten Begriff des Westens, tragen sie aber mit Sicherheit mit sich. Kombinieren sie das nicht unbegründete Gefühl für Unrecht, das ihnen in ihren Heimatländern angetan wurde mit dem antiweißen Kampfbegriff "social justice" und da haben Sie dann das Recht auf Beute, auf Rache bei den Eindringlingen hier, wie bei den Schwarzen BLM Randalierern in Amerika.


Das Fremdarbeiter Beispiel hinkt aus vielen Gründen, das sehe ich auch so. Ehemalige Fremdarbeiter, von denen ich direkt hörte, haben ihre Erlebnisse völlig anders geschildert, als es die geltende Erzählung zulässt.Die DPs waren eine sehr heterogene Gruppe.

Den Begriff der DPs halte ich allerdings dennoch für ein sehr gutes Werkzeug, weil er scheinbar nebeneinander stehende Prozesse als einen einzigen erkennbar macht auch wenn er auf den verschiedenen Seiten unterschiedlich wahrgenommen wird.

Die rechts links Aufteilung verschleiert denke ich, die eigentlich immer deutlicher sich aufdrängende Erkenntnis, dass Kommunismus und Kapitalismus unter gegensätzlichen Vorzeichen und mit scheinbar unterschiedlichen Methoden zu verdammt ähnlichen Ergebnissen führen.

Im Ergebnis ist es fast egal ob ein Bevölkerungsaustausch und die daraus folgende Entfremdung und Enteignung durch Deportation, Vertreibung oder durch das Versprechen auf Leckerli in Gang gesetzt wird oder ob wir die Eindringlinge als Beutemacher erleben und die Eindringlinge sich selbst unter dem social justice Banner an uns gütlich tun.

Wir haben es mit einem Mechanismus oder Werkzeug zu tun, dessen Wirksamkeit wir in der Geschichte wie in der Gegenwart im Westen, Osten oder der dritten Welt erkennen können. Es gibt unzählige Verlierer und es gibt Gewinner und die Gewinner sollte man sich näher anschauen.

Die Sache als Weltspiel zu betrachten ändert nichts an der aktuellen Bedrohungslage, gibt aber vielleicht doch die Gedankenfreiheit, die notwendig ist um die Spielregeln zu brechen und sich aus dem Dasein als Spielfigur zu befreien.
Eveline
15. August 2016 12:09
Auch wieder ein zum Denken anregender Text. Sehr schön.

Herr Meyer hat zwei Seiten einer Medaille beschrieben. Aber vielleicht passen die beiden Seiten doch nicht zusammen?

Die NWO will eine Weltregierung und eine zusammengewürfelte, entwurzelte Menschheit.

Aber: Die eine Menschheit besteht aus Organen und diese Organe snd die Völker und Nationen.

Wenn die deutschen Völker z.B für den Magen verantwortlich sind, und die Araber für die Leber, ist es ziemlich dumm, wenn eine Leberzelle im Land des Magens sitzt und meint das Ruder zu übernehmen. Weil, sie ganz andere Aufgaben hat, auch spirituell betrachtet.

Die Magenzelle macht sich natürlich auch im Gehirn nicht gut.

Die Menschheit benötigt wie die Brombeeren richtungsweisende der Sonne zugewandte Holzpflöcke , damit sie sich erheben können.

Solche Holzpflöcke benötigen wir.
Arminius Arndt
15. August 2016 12:16
Ich lehne jedweden Vergleich der heutigen Zeiten mit den Zeiten um 45 kategorisch ab, da dieser Vergleich zum Narrativ der Herrschenden gehört, die uns allen weismachen wollen, dass doch jeder Deutscher irgendwo, irgendwann mal Flüchtling war oder zumindest irgendeiner seiner Vorfahren.

Die im Artikel auf dem Begriff displaced persons aufbauenden Gedankengänge sind zwar intellektuell schön und sauber zu lesen, das historische Grundgerüst ist aber nicht nur morsch, es ist vielmehr Treibsand.

Nur 2 Unterschiede von vielen:

- Von den sog. "displaced persons" wollte wohl kein einziger je nach Deutschland und hat sich auf den Weg dorthin begeben. ´45 wollten nicht wenige hier bleiben, weil ihnen bspw. in der SU nun wahrlich nichts Gutes winkte, da sie dort als Kollaborateure galten.

- Die Leute haben hart gearbeitet und wurden nicht von einem Sozialstaat frei gehalten.

Die Unterschiede lassen sich beliebig fortführen bis man feststellt, dass außer dem Begriff "displaced persons" eigentlich gar nichts zusammenpasst. Und nur weil der irgendwie sexy ist, braucht man ihn nicht auf die heutige, von Politikverbrechern in unserer Führung mutwillig und ohne echte Not für Deutschland herbeigeführten Zustände, übertragen oder für ihn verwenden.

Ich bitte um Verständnis für diese meine eher harschen Zeilen - als von der Vertreibung nach wie vor Betroffener reagiere ich irgendwie allergisch auf jedwede nicht rein historische Betrachtung der Ereignisse um 45.
Heinrich Brück
15. August 2016 12:17
Die Entortung ist eine Kappung der Verbindung zum eigenen Land. Das Lebensumfeld ist nicht mehr wie früher eine unverhandelbare Setzung. Fernsehen, Medien, Internet haben ein anderes ökonomisches Sonarverhalten geschaffen. Eine deplazierte Globalisierung.
Der Nürnberger Trichter der Hollywoodglobalisierung funktioniert als Methode der Zerstörung des Eigenen und als Lügenraum zur Beherrschung seiner Untertanen. In diesem Raum herrscht die Schwarze Seele der sozialdarwinistischen Selektion; und mit dem Tode Gottes (sehr witzig) sind alle Hemmungen gefallen.
Der Eroberungswille dieses über seine Ergebnisse angreifbaren Systems ist in seiner getriebenen Ehrlosigkeit angewiesen auf wahrhaftiges Sehnsuchtsverhalten gegenüber einem lebendigen Gott der Wahrheit. Dieser Gegenwartszug fährt auf einem toten Gleis, ihn umzulenken auf eine andere Schiene verändert nicht nur das Ziel.
Es ist die Bestimmung des Weißen Mannes zu erobern, will er nicht in der ewigen Nacht der Geschichtslosigkeit verschwinden. Deplaziert ist die Schwäche und die falsche Geduld als lähmendes Hindernis und selbstloses Herrschaftsopfer der eigenen und dazu gezwungenen Gutmütigkeit. Keine Verteidigung, Eroberung!
Die neuen Zuggäste werden schon dafür sorgen. Und machen wir uns nichts vor, das Leben war immer ungemütlich.
Meier Pirmin
15. August 2016 12:36
@Brandenburger Sandstein. Das waren noch Zeiten, als die von Ihnen genannten Urberliner in Bayern als „Saupreissen“ galten. Als Schlesier repräsentieren Sie Ihrerseits eine wieder andere kulturelle Tradition, die vom Volkskundler und Historiker Will Erich Peuckert hervorragend erforscht wurde. Es wäre wohl nicht schlecht, wenn bei der Verwurzelung statt auf das Deutschnationale oder „Volksdeutsche“ noch mehr auf das Regionale Wert gelegt würde, das fördert den Föderalismus, die Sonderfreiheit sowie auch die Originalität und eine vertiefte und vertiefende Identität der Einheimischen. Ein Plädoyer für Differenzierung, zwar nicht gerade für grössere Toleranz.


In der Schweiz war ein zugezogener Ostschweizer mit seinem Ostschweizer Dialekt im Kanton Luzern bei einer Gemeindeversammlung nach gemachter Erfahrung ein provozierender Fremder, auf dessen Anträge nicht eingetreten wurde. Wer so denkt, wartet natürlich auch nicht gerade auf den Einmarsch der Dritten Welt. Es ist aber im Einzelfall denkbar, dass der Nachbar verhasster ist. So wie deutsche Linke allenfalls einen AfD-Wähler dann und wann als für das Land gefährlicher einstufen wie 10 aus einem fremden Kulturkreis eingewanderte Sozialhilfebezüger.

Was den „Fremden“ betrifft, gab es einst Nachbardörfer, die sich bis zu einem faktischen Heiratsverbot hassten und mieden. Wollte einer aus dem Nachbardorf, wie mein Grossvater, einer Einheimischen ans Fenster, wurde er von den Knabenschaften des Dorfes in den Brunnen geworfen. In einem volkskundlichen Museum des Kantons Luzern gibt es noch einen Freierstock, d.h. einen Spazierstock, den man auf Freiersfüssen zu einem Degen ausklappen konnte, um sich der gegnerischen Abwehr im Nachbardorf zu stellen. Es gab gelegentlich Tote, was beim Pfarrer durchaus Anstoss erregte, weniger beim Bundespräsidenten.


Diese hier als Beispiel für Hordenverhalten geschilderte Praxis gegen Eindringlinge ist ein jahrtausendealter Reflex. Dagegen wurde schon länger, nicht erst in den letzten paar Generationen, eine moralische „Beisshemmung“ andressiert, die man auch nicht innerhalb einer Generation wieder wegkriegt. Es war aber schon immer so, dass diese Beisshemmung bei anonym bleiben wollenden Grossstadtbewohnern stärker verinnerlicht war als bei den von alter Hordenmoral mitgeprägten Dörflern. Es lohnt sich, diese volkskundlichen Proportionen nüchtern und wenn möglich ohne Moralismus zu analysieren. Man sollte das Hordendenken auch nicht romantisieren.


Jedenfalls verdient die Poppersche Theorie vom „Mythos von der Horde“ einiges Bedenken. Es ist aber klar, dass von aussen gesehen zum Beispiel die aus Afrika und dem Nahen Osten ausweislos Einwandernden weitaus stärker als eine Horde empfunden werden als die domestizierten und teilweise ihrerseits ziemlich entwurzelten Einheimischen, bei denen die Altheimischen oft nur noch eine verschwindende Minderheit ausmachen. Die Sache ist komplizierter als die Theorie von den „Biodeutschen“, von der ich als Alemanne mit nachgewiesenen Vorfahren seit 1305 wenig halte. Es geht wohl stärker um die kulturelle Prägung in Richtung Willensnation. Die Entscheidung für den Staat, der die beste „Willkommenskultur“ bietet, ist nicht mit einer Identifikation mit Deutschland zu verwechseln oder gar mit einem bewussten Beitritt zur Eidgenossenschaft, was früher mit einem Schwur verbunden war. Später gab es sehr hohe Einbürgerungsgebühren, die aber unterdessen abgeschafft sind. Im 19. Jahrhundert wurde in der Schweiz eingebürgerten Deutschen, die sich politisch betätigten, höchstes Misstrauen entgegengebracht. Dieser Reflex, nicht mit „Antifaschismus“ zu verwechseln, war auch zur Zeit des Natiionalsozialismus noch lebendig. Es war altalemannisches Hordendenken.
cherusker69
15. August 2016 13:02
ich finde diesen Text von Lutz Mayer gut muss ich sagen,er stellt heraus was doch sicherlich zutreffend ist.
Für mich ist jedoch die Naivität der Bürger das Zentrale überhaupt.
Ich bin ja kein Intellektueller wie ich ja schon mal geschrieben habe und meine Ausdrucksweise ist daher eine andere( man möge es mir hier verzeihen) ich habe die große Sorge das dieser Austausch niemand mehr stört bzw niemand mehr wahrnimmt außer uns.Reichen die Kräfte das unsere noch zu verteidigen?
Wenn selbst die Franzosen sich alles gefallen lassen sagt das schon viel aus.

Trotzdem finde ich das unser letztes Stündlein noch nicht geschlagen hat.Ich will mich nicht abfinden mit dieser Dummheit vieler denen es wichtiger ist wer als nächster beim Dschungelcamp dabei ist als um ihr Land zu kämpfen.
der Gehenkte
15. August 2016 13:35
Bevor hier einige hyperventilieren, einige Erläuterungen zu meiner Kritik an Lutz Meyer. Daß ich ihn für den schwächsten der Sezessionisten halte ist zwar nur meine Meinung, läßt sich aber begründen. Wer die Artikel Revue passieren läßt, dem dürfte nicht entgangen sein, daß Meyers Argumentationsstruktur sich oft wiederholt und diese wiederum deutet auf eine nicht aufgearbeitete marxistische Schulung hin. Diese Kinderstube ist aller Ehren wert! – wenn man sie allerdings als adultes Männchen noch immer pflegt, halte ich das für problematisch, noch dazu auf dieser Seite.

Die Argumentation geht wie folgt – ganz marxistisch-utopistisch. Es wird ein verlorenes Paradies entworfen, das man wieder – auf neuer dialektischer Stufe – zu erreichen habe.

Heute ist es der „INNERE ORT“. Davor waren es Familie, Freunde und Kommunen, davor war es die „Heimat“, dann die "Institutionen" oder die „Instinkte“ usw.

http://www.sezession.de/54571/starke-gemeinschaften.html/print/
http://www.sezession.de/54502/das-verlorene-vertrauen-in-die-institutionen.html/print/
http://www.sezession.de/53823/der-astronautische-blick.html/print/
http://www.sezession.de/53172/die-rueckkehr-der-instinkte.html/print/

Das ist nicht nur eindimensional, das ist auch falsch – und im Übrigen genuin unmarxistisch! Falsch ist es, weil das „gesellschaftliche Bewußtsein“ dem „gesellschaftlichen Sein“ übergeordnet wird. Anders gesagt: Meyer verleugnet permanent die Realität – ich wiederhole: Gott IST tot, die Familie IST zerstört, die Heimat IST kein allgemein identitätsstiftender Begriff mehr, die Globalisierung IST ein Fakt, die Migrationswelle WIRD kommen … Diese Entitäten SIND gesamtgesellschaftlich verloren, auch wenn es schmerzt. Es WIRD kein Zurück mehr geben.

Der ganze rechte „Diskurs“ ist von vornherein zum Scheitern verurteilt, wenn es nicht gelingt, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen. Persönlich bedauere ich all diese Zustände aber ich weigere mich auch, mir nun mein kleines gemütliches Eckchen einzurichten, in dem nur meine Wahrheit zählt. Das kann natürlich jeder halten wie er will.

Wenn wir – ich unterstelle trotz Diversität ein WIR – an der kommenden Katastrophe noch etwas ändern wollen, dann müssen wir wieder – Leninisten werden: Knallharte Analyse der Lage, ohne Wunschdenken und Selbstbetrug; Überprüfung und Diskussion der Lagebeschreibung und bei Mehrheit (falls nicht möglich auch zentralistisch) entschlossenes Handeln. Die Ethik des Handelns muß sich aus der Analyse ergeben, das Handeln muß permanent an der Realität und an der Analyse gemessen und beides muß permanent angepaßt werden. (Und – nebenbei – da man immer wieder Schreibtischtäterschaft zu hören bekommt: Ich habe für mich und meinen kleinen Bereich diese Analyse geleistet und meine Handlungsfolgerungen gezogen und die ziehe ich so lange durch, wie ich sie für richtig halte, sowohl im lebenspraktischen als auch im theoretischen Bereich.)

Zurück zu Meyer: Hier stimmt weder die Analyse – Meyer hat offenbar keinerlei Kontakt zu Migranten der neueren Generation, ich habe den: sie wollen weder rauben noch rächen und sie haben keine Ahnung von Geschichte und von Karl Martell schon gar nicht - noch ist der Verglich zu den „displaced persons“ nach dem WKII sinnvoll.

Trotzdem scheint mir der Begriff brauchbar, gerade weil die anderen Kategorien es nicht sind. Hier könnte man ansetzen.

Die Zustandsbeschreibung trifft zwar oft zu, ist aber wenig originell – Konsumsuff, Identitätsverlust, grassierende Blödheit, Orientierungsunfähigkeit, Sinnverlust … das hat schon Nietzsche alles beschrieben, das hat der New Age hoch und runter gekaut, das haben die Postmodernen gesehen – das ist das Offensichtliche, das man mittlerweile voraussetzen darf. Von der Sezession darf man, muß man mehr erwarten!

"Die Menschen waren in der Politik stets die einfältigen Opfer von Betrug und Selbstbetrug, und sie werden es immer sein, solange sie nicht lernen, hinter allen möglichen moralischen, religiösen, politischen und sozialen Phrasen, Erklärungen und Versprechungen die Interessen dieser oder jener Klassen zu suchen." (Lenin)

Andrenio
15. August 2016 14:47
@arminius arndt:

Ganz Ihrer Meinung!

Zunächst ist es falsch, wenn die DPs auf die Zangsarbeiter reduziert werden. Ausnahmsweise gibt zu diesem Punkt Wikipedia eine gute Zusammenfassung. Übrigens: Die 100.000 jüdischen DPs als Flüchtlinge von den polnischen Progromen in Kielce 1946 waren mir bis dato noch nirgendwo erwähnt zur Kenntnis gelangt.

Maßlos hat mich das analoge Darstellen von Flüchtlingen anno 1945 und Folgejahren mit der gesteuerten Migrationswelle von heute aufgeregt. Das konnte fast unwidersprochne wegen fast völliger Geschichtsvergessenheit durchgehen.

Eine Anekdote aus der Familienchronik:
Ende 1944 wurde die aus Litauen geflüchteten Überlebenden des NKWD-SS-Terrors in der Nähe von Oldenburg auf einem herrschaftlichen Hof zwangseinquartiert. Man kann sich bildlich das Entzücken der Familie vorstellen, wenn man fremdländische, von der Krätze und dem Hunger der Flucht Gezeichnete in den privaten Räumen aufnehmen muss. (garantiert wäre die Stimmung bei allen eingeschriebenen Gutmenschen, wenn sie von den regierenden Bessermenschen solche Zwangseinquartierungen bekommen hätten, sehr schnell umgeschlagen).
Die zahlreich vorhandenen polnischen Zwangsarbeiter errichteten direkt nach der Kapitulation eine Schreckensherschaft und ermordeten und vergewaltigten unzählige Menschen, ob einheimisch oder Flüchtling. So ein Trupp erschien an der Haustür des Gutsherrn.
Meine Mutter, damals 22 Jahre alt, war nach dem frühen Tod ihrer Mütter bei der ausschließlich polnisch sprechenden Großmutter aufgewachsen. Sie ließ eine Schimpfkanonade auf die Mörderbande los, die dann wie begossene Pudel abzogen. Die Gastgeber glaubten von da an ihr Leben diesem entschlossenen Auftreten zu verdanken und es entstand eine lebenslange Freundschaft.

Was ist die Moral von der Geschichte: es kann nie schaden wahre Freunde in anderen Kulturkreisen zu suchen und diese Freundschaften zu pflegen.
(Scholl-Larour hat das Rezitieren einer wichtigen Koransure einmal den Tod durch Erschiessen erspart)

Ein Nebenhieb auf die Herkunftsdeutschen: Meine Mutter wurde deutsche Staatsanghörige und bis zu ihrem Tod glühende Verteidigerin der Deutschen. Trotz inzwischen entdeckter tartarisch-jüdischer Wurzeln gilt meine Liebe allein Deutschland, ohne wenn und aber!
Brandenburger Sandstein
15. August 2016 14:59
Na sie haben es doch erfasst wenn sie Lenin zitieren, Schlüsse ziehen sie aber nicht. Was wir machen ist doch, genau zu gucken wer ein Interesse hat an der Umstrukturierung der deutschen Gesellschaft: Kapitalsammelbecken (Grosskonzerne) und die Hochfinanz. Was sollte dagegen unser Interesse sein? Der Selbsterhalt natürlich, wenn es denn sowas gibt wie den Willen das eigene Selbst von den ganzen globalen "wir's" zu lösen. Man will uns doch vorgaukeln, dass eine Hungersnot in Afrika (dauert an seit etwa 30 Jahren) unser Problem sei. Ist es aber nicht.
Im übrigen finde ich es wenig beruhigend wenn Migrantenkinder zweiter oder sogar dritter Generation keine Ahnung haben was in Poitiers passierte oder wer Karl der Hammer war.
Und nur weil Dinge real existieren muss man sie nicht hinnehmen. Scheint mir leider ganz so als seien sie schon gummiweich vom ganzen "Akzeptanzgeschwurbel"..neuerdings soll man sich an Anschläge und Religionshass gewöhnen. Das Sexualstrafrecht kennt auf einmal "Angriffe aus Gruppen heraus".
Vllt kommen Sie sich ja besonders bodenständig vor, in dem sie die Realität zum Mammon erklären. Sie vergessen aber, dass der Konservative nach Davila eh nur die Realität als Maßstab anerkennt. Sie enden aber genau dort, der wirklich reaktionäre Konservative bekämpft aber reale Missstände. Und zwar immer wenns geht. Bedeutet für mich dass ich mittlerweile Zigeuner, Ausländer und auch Touristen auf Fehlverhalten Hinweise. Zum Beispiel im ÖNV: Füße runter, Fresse halten, nicht so laut! Sie können ja weiter den Meyer mit seiner roten Kinderstube drangsalieren...das bringts!
Hartwig aus LG8
15. August 2016 15:05
Ich verstehe nicht, warum wiederkehrend unter den meisten Beiträgen von @Meyer kommentiert wird, er solle endlich konkret werden und müsste sich doch mit dem "Wie?" befassen; quasi eine Handlungsanweisung verfassen.
Fühlt sich wirklich niemand ertappt, wenn er Meyers Punkte 1 bis 6 durchgeht? Wenigstens zum Teil? Und wenn nicht bei sich selbst, so auch nicht tendenziell bei seinen Kindern? (Wer keine hat, kennt spätestens jetzt ganz konkret sein erstes Versäumnis.) Oder fallen einem nicht wenigstens Punkte ein, die Meyer gar nicht direkt erwähnt? Beispiel: Bei mir ist es die Real-Vernetzung mit Gleichgesinnten, die im Argen liegt bzw. mir tatsächlich schwer fällt. Ohne dies wird aber künftig nicht viel gehen. Für mich ist das erstmal konkret genug.
Peter
15. August 2016 15:08
Nicht vergessen: die Keimzelle des Widerstandes ist Sachsen!

So fing es an:
https://www.youtube.com/watch?v=9egJsyrCnoU

Das Volk spricht -- und es wird handeln!!
herr k.
15. August 2016 15:12
...also mir hat der Text gut gefallen, auch wenn ich das Rachemotiv für etwas überzogen halte. Es gibt hier einfach bessere Sozialleistungen und man ist von der Stiefmutter eingeladen worden....Schlaraffenland gratis, die trotteligen Einheimischen bezahlen.
Das hört erst auf, wenn es nix mehr zu holen gibt! Was sollten wir also erreichen??? Das alte Deutschland ist vorbei, der Schlitten ist den Berg runter, auch wenn die AfD glaubt, was retten zu können.

Herr Meyer. Seien Sie doch bitte so freundlich und schreiben noch einen weiteren Artikel, aber dann mit Ideen, WIE man den beschriebenen inneren Ort erreichen könnte. Das würde ich richtig interessant finden!!!!
Merci.

(Und wenn jemand sich für unser Lager entschieden hat, dann stört es mich nicht, dass er mal der roten Lüge aufgesessen ist. Ihr Beitrag ist willkommen.)
Siddharta
15. August 2016 15:19
Der Vergleich der Migranten von heute mit den DP hinkt, weil deren Verhalten nicht auf Rache beruht sondern auf einem evolutionären Erfolgsmodell. Ein legaler Einwanderer - zum Beispiel nach Australien - muss seine Biographie offenlegen. Er muss seine Qualifikationen nachweisen, sein polizeiliches Führungszeugnis, ein medizinisches Attest und vieles mehr. Von den illegalen Migranten in Europa ist meist nicht einmal der Name, das Alter oder das Herkunftsland bekannt. Ihre Duldung beruht nicht auf einer individuellen Leistungsbereitschaft. Vielmehr können sie sich auf humanitäre Defizite in ihrer angeblichen Heimat berufen, für welche sie nicht verantwortlich sind. Zu dieser unpersönlichen Erscheinung kommt die kollektive Wucht der Masse. Gegen die Gesetze zu verstoßen, ist das Erfolgskonzept der Invasoren. Ein einzelnes Boot würde auf Lampedusa festsitzen, Hunderttausende hingegen setzen die Verträge von Dublin außer Kraft. Aus dem illegalen Grenzübertritt wird eine Willkommenskultur. Es ist diese Gewalt des Schwarmes, die in der Kölner Sylvesternacht erstmals sichtbar wurde. Der einzelne Täter konnte auf die Gruppe und ihre rätselhaften Lenkung vertrauen. Die Polizei schaute dem Treiben stundenlang so hilflos zu wie der Grenzschutz wochenlang den Massen der Einwanderer. Diese Taktik hat sich immer wieder bestätigt und zu was sie noch führen wird, können wir uns wahrscheinlich gar nicht vorstellen.
KW
15. August 2016 15:31
Was die Siegermächte beim deutschen Volk verbrochen haben, steht außer Frage. Die Vertreibung konnten wir nicht verhindern, durch die ganze Familien durch die Teilung unseres Landes entwurzelt und getrennt wurden.
Dann kam die psychologische Kriegsführung hinzu, die die Deutschen als bequem und verführerisch sorglos annahmen: Sex, Reisen, Konsum, Neid, Gier, Fertigwaren, süße ungesunde Lebensmittel, Schnellebigkeit, Leere, verdummende Medien, der billige Türke, der seinen Laden rund um die Uhr offenhält und dem man zu seinem Einkommen verhilft. Es wurde angeboten und von uns angenommen. Das Angebot kann man kritisieren, das Konsumieren sind wir selbst. Wenn das Leben nur noch ums Geld kreist, ist der Lebenssinn verloren. Die können immer noch nähen, anpflanzen, kochen, wir schon nicht mehr. In unserer kleinen Ordnung braucht es einen starken Staat, der ist dahin. Polizei? Grenzschutz? Bildung? Kranken- und Altenpflege? Alles Dinge, auf die ein Wüstenclan verzichten kann. Es stoßen 2 Gesellschaften aufeinander, aber nicht zufällig. Diese "Ordnung" wurde fleißig herbeiorganisiert, weil die Okkupanten auch unselbständig gemacht werden ,müssen.
Unke
15. August 2016 15:54
@Arminius Arndt
Mein Reden. Danke schön.
Andrenio
15. August 2016 16:04
@siddharta
Wohl irgendwo zwischen Houellbecq und Raspail.
der Gehenkte
15. August 2016 16:25
last call:

auf einem jungen, interessanten Blog las ich kürzlich, in ähnlichem Zshg., "daß wer das Einzelschicksal sieht, dabei notwendig die Perspektive der Geschichte verliert. „Stories“ haben einen blinden Fleck für „history“! Aus diesem Grunde halte ich Ihren Aufsatz im Kern für einen Rückschritt, das Subjektivistisch-Extenzielle schafft die Beobachtung zweiter Ordnung (Luhmann) nicht, die für die aktuelle Lage aber dringend nötig ist." Das ist der Ounkt und das ist die notwendige Einstiegshöhe!

Daher verehrter
@Brandenburger Granit, Ihr Einsatz in der U-Bahn in allen Ehren - gut, richtig, notwendig; Grenzen setzen, die man selbst in sich hat (Stichwort: INNERER ORT)!

@Hartwig aus LG8, die notwendige Selbstkritik muß tatsächlich jeder an sich leisten, aber das gilt schon seit vier, fünf Jahrzehnten und wir sind trotzdem, wo wir sind; ergo: individuelle Belehrung bringt nichts, nervt den Schüler nur nach dem dritten Mal und fordert Protesthandlung heraus.

Wie das WIE zu machen sei, ist alles andere als leicht, weil hyperhyperhyperkomplex. Umso mehr bedarf es durchdringender Analyse, die "Verblendungszusammenhänge" zu durchschauen. "Hochfinanz" und ähnlicher Kram hilft da nicht viel. Und Sätze wie: wir müssen die Familie/die Institutionen/die Heimat etc.pp. retten/neugründen/wiederbeleben ... ebensowenig. Denn daß die Familie (z.B.) gerade grandios untergeht, inklusive wunderschöne Inselbildungen, hat Ursachen und Auswirkungen. In beide Richtungen muß man denken. Oft wird hier nur teleologisch gedacht.

Ich muß die Frage hier nicht beantworten, denn ich bin hier nur Leser. Wäre ich Autor, würde ich mich bemüßigen zumindest produktive Ideen einzubringen, die jenseits von "Füße runter" und "wir müssen XY machen" anzusiedeln wären. Habe ich keine Idee, halte ich den Mund. Immerhin ist das hier, wenn ich nicht irre, keine Rezepteseite für identitäre Hausfrauen, sondern ein metapolitisches Portal.

Aber gibt es ja immer wieder Foristen, die sich dessen bewußt sind. So ist z.B. @ Siddhartas Gedanke, es handele sich bei der Migration um ein "evolutionäres Erfolgsmodell" ein metapolitischer Gedanke und von Relevanz dazu. Unter dieser Kategorie könnte ich auch meine zahlreichen Erfahrungen mit Neumigranten (es geht hier nicht um Alttürken o.ä., mit denen ich keine Probleme habe, sofern sie integriert und säkular sind) subsumieren. Die haben nämlich, soweit ich aus den 30 intensiven Kontakten schließen kann, meist gar keinen Plan. Sie sind Teil einer Riesenwelle, ohne die Teilhabe selber zu begreifen. Sie tun, was "man" tut. Und solange sie damit Erfolg haben, werden sie es weiter tun. Dieses "Man" müßte durchleuchtet werden.

Sie müssen das auch tun, denn sie entstammen bestimmten religiösen, ethnischen, traditionalen ... Kontexten. Diese zu analysieren, wäre auch Aufgabe der Sezession - Kleine-Hartlage hat das im Zshg. Islam versucht. Das Buch ist jetzt 5 Jahre alt und müßte nun der neuen Realität angepaßt werden .... Lichtmesz hat die sechs Meyerschen Punkte in seinem "Gott" intellektual-historisch vorgestellt usw.

Niemand verlangt von Meyer oder sonstjemandem, in einem paper alle Probleme zu erklären; alles, was ich mir wünsche, ist, einen gewissen Standard, den besagte Autoren u.a. erreicht haben, nicht wieder zu unterbieten. Denn ich will hier was lernen, ich will hier verstehen, weil mich die ganze Lage dieses Landes enorm ankotzt.

Viel Zeit bleibt nicht mehr, man sollte sie nicht verquasseln. Und man sollte dem anderen auch zuhören, bevor man seinen Sandstein zerbröselt.
Waldgänger aus Schwaben
15. August 2016 16:59
Ich habe nach ein paar Sätzen aufgehört zu lesen. Nicht nur die deutsche sondern die gesamte Weltgeschichte scheint inzwischen auf jene unseligen 12 Jahre +/- 5 zu schrumpfen.

Einem Autor, dem nicht mehr einfällt, als mit eben jenen Jahren einzuleiten, traue ich keine Analyse zu, die irgendwas Substanzielles enthält.

Mao, Stalin, Pol Pot und all die Monster, die die Geschichte von Zeit zur Zeit hervor bringt, und deren Reiche nach dem Ableben schnell im Staub der Geschichte verschwinden, werden Hitler in der Hölle um seine portmortale Karriere als das fleischgewordene Böse beneiden.
An Gott glauben die Menschen im Westen immer weniger, aber an diesen Teufel in Menschengestalt um so mehr.
Sporti
15. August 2016 17:23
Der grundsätzliche Unterschied zwischen rechten und linken Menschen, besteht im Glauben an die Psychologie. Die Linken glauben einfach, dass man mit Gequatsche alle erreichen und jede gesellschaftliche Fehlentwicklung reparieren kann. Die Rechten sehen den Menschen als (genetisch) weitgehend determiniertes Wesen, das sich nicht in jede Form biegen lässt.

Was die spirituelle Öde angeht, hat es eine ganz einfache Ursache (und Lösung). Leider muss ich damit wieder nerven: der Hanf ist verboten. Unsere Vorfahren haben nur überlebt, weil sie 2 Helfer hatte: Hunde und Hanf. Stellt euch ruhig mal vor, wie es wäre, wenn Hunde verboten wären. Wer ein Haustier halten möchte, darf wählen zwischen Katze und Maus. Da wär was los.. Wir spüren heute noch die spirituelle Nähe zum Hund, jedenfalls wer europäische Gene in sich trägt. Andere Ethnien sind da völlig woanders.

Die atomisierte Gesellschaft überwindet man nicht mit abstrakten philosophischen Ideen, sondern indem man Räume schafft, wo Menschen sich treffen um zusammen einen zu Rauchen (eine sehr archaische Situation, jedenfalls besser als Fehnsehn). Es geht auch garnicht darum, dass jeder raucht, es reicht völlig aus, wenn eine gewisse Lockerheit einkehrt, das man mal 5e gerade sein lässt, und man mal außerhalb des Kartons nachdenkt. Mir tun die deutschen Sportler leid, die super trainiert haben und dann im Wettkampf einen Knoten im Kopf bekommen. Die würden alle viel mehr Medaillen holen, wenn sie einen Rauchen dürften. Druck und Stress haben einen viel zu hohen Stellenwert in diesem Land.
Brandenburger Sandstein
15. August 2016 18:16
Ich habe jeden ihrer gehänkten Texte sehr aufmerksam gelesen und mich auf alles bezogen was für mich relevant war. Sie müssen schon dem Gegenüber überlassen, Ihr Geschriebenes für sich selber zu bewerten.
Sie scheinen sehr belesen. Bin ich auch. Wollen wir uns jetzt wohlfeile Zitate um die Ohren ballern, uns mit bereits tausendmal Gesagtem beschäftigen?
Sehen Sie, das mag jetzt überzogen klingen, aber ich sehe, spüre, und kann auch rational nachvollziehen, wohin der Orientexpress Germanistan hier hindonnert.
Es gibt die Zeit der Worte, und die der Taten. Und ich denke uns allen ist geholfen, wenn wir endlich Konzepte entwickeln, wie wir das, was wir für erhaltenswert erachten, konservieren können. Was folgende Generationen daraus machen lieg eh nicht in unserer Hand. Gelingt es aber, den jetzt auf die Welt kommenden Deutschen anzutragen, dass sie Wächter einer Nation sind, und keine bloßen Individuen, dann sehe ich auch eine "deutsche" Zukunft. Es geht darum, dem Einzelnen klar zu machen, dass seine individuelle Entfaltung immer nur in einem Ordnungssystem möglich ist. Das beste für uns scheint der deutsche Nationalstaat zu sein. Dieses Ordnungssystem befindet sich in der Auflösung und Ablösung. Das muss verstanden werden, dann dürfte der Antrieb, diese Nation zu erhalten, vorhanden sein. Es sind nicht "die da oben" oder "der Staat". Dieser dämliche Satz "das Volk sind wir" muss neu verankert und positiv belegt werden. Das kann nur intellektuelle Arbeit leisten. Und daran könnten Sie mitwirken statt hier "durchdringungsarbeit" zu leisten, die dann folgenlos bleiben dürfte. Erkenntnis ist garnichts. Der Wille entscheidet. Gucken Sie doch mal unsere/ihre Neubürger an.
Grüße!
Meier Pirmin
15. August 2016 18:34
Die "spirituelle Nähe zum Hund" und "einen rauchen", als deutscher Sportler, um mehr Medaillen zu holen. Niemand behaupte, "in diesen Räumen" würde einseitig nur intellektuell debattiert.
Der_Jürgen
15. August 2016 18:46
Im Gegensatz zum

@Gehenkten

schatze ich die Beiträge von Lutz Meyer im allgemeinen sehr, halte den vorliegenden jedoch trotz der diversen scharfen Beobachtungen, die er enthält (sehr treffend ist z. B. der letzte Absatz) für einen seiner schwächeren. Die Parallele zwischen den Displaced Persons von 1945 und den heutigen Migranten scheint mir etwas an den Haaren herbeigezogen; zwar wurden damals und werden heute Deutsche von Fremden terrorisiert, aber der historische Hintergrund der beiden Situationen ist doch zu verschieden.

Dass die Eindringlinge nach "Rache für Lepanto" lechzen, scheint mir die Konstruktion eines Intellektuellen, der bei anderen automatisch ebenfalls intellektuelle Gedankengänge voraussetzt, auch wenn diese gänzlich fehlen. Die Eindringlinge sind in ihrer überwältigenden Mehrheit ungebildete Menschen, denen es sicherlich sehr viel eher um "Fick Ficki" geht als um die Schlacht von Lepanto, von der 99,9 % von ihnen noch nie etwas gehört haben und auch gar nichts hören wollen.

Volle Zustimmung zur Wortmeldung von
@Unke

die treffend festhält, dass die "Flüchtlinge" lediglich ein Rammbock des Systems zur Zerstörung gewachsener Strukturen sind und dass wir es nicht mit einem "Selbstmord" des deutschen Volkes, sondern mit einem Vernichtungsprogramm der Herrschenden zu tun haben.

Noch ein Punkt. Der eine oder andere Forist wirft Lutz Meyer vor, dass dieser keine Lösungsvorschläge anbiete. Doch solche finden sich auch bei den anderen Autoren kaum je. Ich habe weder bei Kubitschek noch bei Lichtmesz noch bei anderen Sezessionisten einen konkreten Aktionsplan zum Sturz des Systems oder ein Programm zur Gestaltung der Zukunft nach einem Paradigmenwechsel gefunden. "Ein Prozent" ist wohl die konkreteste politische Aktion, die bisher aus dieser Ecke kam. Dies ist kein Vorwurf; es ist lediglich eine Feststellung.
Waldgänger
15. August 2016 19:03
Der von Lutz Meyer vorgetragene Vergleich scheint mir nur im Hinblick auf einige wenige Aspekte zutreffend (etwa geographische Aspekte und das Motiv der Rache), während der Vergleich im Hinblick auf die größere Anzahl anderer Aspekte nicht sinnvoll erscheint.
Ein ganz entscheidender Unterschied ist etwa, dass die eine Sorte der Displaceld Persons innerlich deplatziert ist – ein erheblicher Teil der Deutschen nämlich.
Die andere Sorte ist nur geographisch deplatziert – die Eindringenden nämlich.
Das ähnelt dem berühmten Vergleich von Äpfeln und Birnen … !

Und ja, es ist zutreffend, wenn etwa @ Unke hervorhebt, dass Meyer die politische Steuerung des Prozesses zu wenig anspricht, vielleicht sogar auch unterschätzt.
Stichwort: Migrationsagenda.
Vgl. hier http://www.kopp-verlag.de/Die-geheime-Migrationsagenda.htm?websale8=kopp-verlag&pi=952800&ci=000338&ref=KON-Textanzeige&subref=Die%20geheime%20Migrationsagenda

Dennoch bin ich erstaunt über die teilweise unnötig scharfe Kritik an ihm.
Ein Echauffieren, dass an K-Gruppen-Debatten um die rechte Lehre der 1970er erinnert.
Man muss es ertragen können, dass ein anderer nicht zu 98% der eigenen Meinung ist, sondern nur zu 80%. Auch 80 % sind schon seeeehr viel und man sollte sich wegen lediglich 20% Nichtübereinstimmung nicht gleich überwerfen.
Wenn man dieses Ertragen nicht schafft, dann klappt nämlich so manch anderes auch nicht.
Also ein bisschen mehr Gelassenheit, bitte!

Der Großteil des Artikels ist inhaltlich nicht groß zu beanstanden – allenfalls vielleicht, dass er in Teilen lediglich längst Bekanntes wiederholt.
So scheinen mir die genaannten sechs Punkte bei der westlichen Deplatziertheit durchaus richtig beobachtet, aber eben bekannt.

Und ja, dass die Deutschen den inneren Ort, d.h. ein anderes Bewusstsein gewinnen müssen, wie Meyer im Schlusssatz schreibt, ist natürlich richtig. Doch macht die Aussage nur Sinn, wenn er damit nicht „uns hier“ meint, sondern eben jene verblendete und entwurzelte deutsche Mehrheit im Lande.

Und das ist vielleicht der Punkt:
Wenn Meyer "wir" schreibt, dann meint er damit oft die Deutschen im Allgemeinen - und nicht unbedingt diese Netzgemeinde hier.
So fühlt sich mancher hier angesprochen, obwohl er es gar nicht ist.
Stil-Blüte
15. August 2016 19:15
@ Lutz Meyer

Besten Dank, Herr Meyer, für die Aktualisierung des vernachlässigten Personenkreises derdisplaced persones. Daß sie diese völlig neue Denkfigur wagen, ehrt Sie. (Daß Ihnen Ihre Sie prägende Herkunft Sozialismus/Marxismus/Dialektik unter die Nase gerieben wird, sollten Sie, angesichts Ihres originellen Einfalls wie Schnupftabak handhaben: hochziehen und sich zu weiteren Unbotmäßigkeiten verleiten lassen.) Bei den DP gab es eine relativ große Gruppierung, die auch vorher desplaced war und auch 'nachher nicht wußte, wohin sie gehen soll, so daß sie langzeit in den KZ's blieben. Nicht zu vergessen, die Baracken-Menschen (heute in Turnhallen) (Gerhard Schröder!) Vergleiche, so oder ähnlich Kierkegaard, machen unglücklich. Verdammt noch mal, wie kommt man da wieder raus! Für mich habe ich einen Weg gefunden und der heißt - Begrenzung. Ohne zu fragen, m kleinsten Be-Reich tätig sein/werden, aber die intellektuelle Breite, Weite im Geistigen mitnehmen, ja, auch genießen. Wo, wenn nicht hier, findet sie statt.

Die An-Regung macht's. Ich hätte zu vielen Beiträgen viel beizutragen. Mache aber einen großen Sprung zum letzten

@ Sporti
Sie sagen es. Ich stimme Ihnen aber nicht zu (Denken Sie an den Mißbrauch des Pferdes in der kriegerischen Kavallerie und dem Hundeleben in Großstädten als Ersatz für das Liebhaben, Erziehen, Kraulen eigener Kinder.) Aber w i e Sie es sagen, das gefällt mir.
niekisch
15. August 2016 20:17
"Es wird für uns entscheidend sein, den eigenen INNEREN Ort zurückzugewinnen, um die eigene Deplatziertheit zu überwinden."

Für mich, der ich noch im Reich vor Gründung der BRD geboren wurde, beschreibe ich es einmal so:

Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte werden wir einheimischen Deutschen aus unserer Restheimat Schritt für Schritt verdrängt. Nennen wir es osmotische Verdrängung. Dieser zu widerstehen haben auch wir innerlich Gefestigte derzeit kein wirkendes Rezept. Warum? Weil unsere Displacer in Berlin und ihre Fädenhalter genau wissen, daß unsere altgermanische Beißhemmung gegenüber den zumeist unbewaffneten Verdrängern die weitere, ungehinderte Verdrängung garantiert. Deshalb: Unser inneres Bollwerk mit herzanrührenden Begriffen nach außen kehren und ebenfalls osmotisch in die Milieus der für die Verdrängung Verantwortlichen zu diffundieren versuchen, ebenso in die Milieus der Hilfswilligen.

Mehr können wir derzeit außerparlamentarisch kaum tun.
Trouver
15. August 2016 20:31
Man rächt sich auch für die Arroganz des Westens gegenüber traditionellen islamischen Werten


vor genau einem Jahrhundert waren in Westeuropa Abertausende von Zuaven, also, farbigen Soldaten u.a. muslimischer Glaubensrichtung stationiert worden, sie kämpften für die Entente gegen Deutschland, waren also bewaffnet und organisiert; die Brutalität der Kolonialherren gegenüber diesen Völkern war damals richtig scharf ungeheuer, also, jegliche Aktion wäre völlig begründet und erwartbar, jedoch kam es zu, sage und schreibe, keinem einzigen Aufstand oder bewaffnetem Protest, geschweige denn, einem Massaker wie in Bataclan.

Warum?
der Gehenkte
15. August 2016 21:07
Na gut, dann sollten wir schauen, was der Begriff displaced persons hergibt und ob er taugt. Meyer hat immerhin darauf hingewiesen, daß die
„offiziell verwendeten, bewusst euphemistisch gewählten Begriffe wie „kulturelle Bereicherung“, „Refugees“, „Flüchtlinge“, „uns plötzlich geschenkte Menschen“, „dringend benötigte Fachkräfte“, „kommende Rentenbeitragszahler“, „Geflüchtete“, „Schutzsuchende“ usw. usf. bekanntlich dermaßen realitätsfern sind, daß sie, kaum geprägt, rasch der Ironisierung und allgemeinem Hohngelächter zum Opfer fallen.“


Das stimmt zumindest halb. Weder sind sie aus Realitätsferne zu verachten, noch wegen nachfolgender Ironisierung. Tatsächlich haben sie sich flächendeckend durchgesetzt und werden sogar noch radikalisiert: „Flüchtende“ u.ä.

Richtig ist: sie sind für uns nicht brauchbar!

Warum? Die doppelte Antwort liegt bereits in der Beschreibung und sie ist mindestens vierfach:

- Unmittelbar stößt der Anglizismus auf – es bräuchte eine griffige deutsche Form

- Sie sind historisch vorbelastet und daher a priori falsch besetzt. Die Nachkriegs-„Entwurzelten“ sind aus der historischen Situation heraus mit den heutigen in vielerlei Hinsicht nicht vergleichbar. Darauf gehe ich jetzt nicht ein, denn wichtiger ist …

- Es sind Hegemonialbegriffe, die der politische Gegner usurpiert und mit Werten, Moral, Verboten, Geboten etc. aufgeladen hat – davon sind sie auch nicht mehr zu trennen. Wer „Flüchtling“ sagt, hat schon recht, denn einem Geflüchteten, so gebietet es unser humanistisch-christliches Erbe, von dem hier viele viel Federlesens und Gebimmel machen, muß geholfen werden – und zwar zu recht! Dahinter, hinter diesen zivilisatorischen Standard, dürfen wir nicht zurück. Indem wir aber alle Ankommenden unter diesen Begriff subsumieren – aus Syrien kommen nur 30% und viele Syrer geben gesicherte wenn auch bescheidene Existenzen in der Türkei und im Libanon auf –, machen wir uns argumentativ impotent. Hegemonialbegriffe können das sein, weil

- (a) durch Diskurstyrannei vorgeschrieben und

- (b) weil es sich um „Resultatausdrücke“ handelt. Der Begriff stammt von Hermann Lübbe (finde die Quelle jetzt auf die Schnelle nicht) und wurde vom Lübbe-Schüler Kurt Röttgers („Kommunikativer Text und Zeitstruktur“) definiert als: „Abbreviaturen für Geschichten“. Bsp.: „Narbe“ – die Narbe erzählt immer schon die Geschichte einer Verletzung und ihrer Heilung. Der „Flüchtling“ erzählt immer schon die Geschichte der Not und der Flucht vor ihr, der Begriff impliziert einen kommunikativen Text und ist daher weitgehend interpretationsgeschlossen. Wer gegen einen Flüchtling ist, ist böse, um es salopp zu sagen und genau das wird den bösen Rechten vorgeworfen: inhuman zu sein. Das geschieht wesenhaft mit Sprache.

- (c) weil es sich um „Zielausdrücke“ handelt („dringend benötigte Fachkräfte“), die eine handlungsleitende Vision bereits enthalten.

Wenn das stimmt, dann kommt es also darauf an einen deutschen, noch nicht hegemonial besetzten, Resultatausdruck/Zielausdruck zu finden, der die wahre Geschichte erzählt oder besser noch: die wahren Geschichten, denn die Vielfalt der Hergänge und ihre Differenzierung sollte nicht nivelliert werden. Hätte man solch einen Begriff oder ein Set solcher Begriffe, dann könnte man den Sprachkrieg in der „Flüchtlingskrise“ gewinnen/beenden. Es geht, wie immer, um Deutungshoheit.

Meyer hat nur verschieden darauf hingewiesen – es kömmt aber darauf an, ihn weiter zu verändern.
Demo Goge aus der polis germania
15. August 2016 21:10
Herr Meyer,

mir hat Ihr Beitrag auch gefallen, weil er versucht aus einer vergeblichen Kritik des Irreversiblen hinüberzuleiten zu einer Deutung des Geschehenen und damit zum Denken anregt; Deutschland steht eben nicht mehr VOR der Entscheidung, Nein, der Rubikon ist überschritten - "nun sind' se halt da".
Man sollte jetzt anfangen zu versuchen gute Deutsche aus Ihnen zu machen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/umfrage-in-berlin-viele-fluechtlinge-bejahen-rechtspopulistische-einstellungen-14389092.html

Zur Sache: Mein Eindruck ist nicht so sehr, daß die Einwanderer in der Rache lebten, mich verwundert deren Anspruchshaltung!:
Leute deren Schicksal es eigentlich war sich gegenseitig zu massakrieren, in den Wüsten zu verhungern oder im Meer zu ertrinken, Diese Leute kommen hier her und führen sich auf als ob ihnen hier irgendetwas zustünde, sie ein Recht auf irgendetwas hätten !? Woher kommt das ?
niekisch
15. August 2016 21:34
"kam es zu, sage und schreibe, keinem einzigen Aufstand"

Doch,Trouver, es kam gegen Kriegsende ab 1917 unter den Poilus zu Massenverweigerungen, auch von Kolonialtruppen, wobei noch zu klären wäre, ob dieser Protest rein der Kriegslage oder auch kolonialer Unterdrückung geschuldet war.

Im übrigen sollten wir uns weniger mit der Motivation der Verdränger als mit den uns noch verbleibenden Abwehrmöglichkeiten befassen. Warum betreiben wir hier nicht eine Punktesammlung hinsichtlich solcher Möglichkeiten, damit der Eindruck verschwindet, wir bewegten uns hier im luftleeren Raum?
niekisch
15. August 2016 21:50
"Man sollte jetzt anfangen zu versuchen gute Deutsche aus Ihnen zu machen."

Das, Demo goge..., sollten wir erst einmal mit uns selber und unseren Landsleuten versuchen. Bei den Verdrängern wird es uns eh nicht gelingen, denn es kann nicht gelingen und es soll auch garnicht gelingen.
Nero
15. August 2016 23:18
@ Demo Goge aus der polis germania

Diese Leute kommen hier her und führen sich auf als ob ihnen hier irgendetwas zustünde, sie ein Recht auf irgendetwas hätten !? Woher kommt das ?


Das Narrativ ist folgendes: die weißen Völker haben auf eurem Rücken ihren Wohlstand erwirtschaftet, nun kommt und nehmt euch euren Teil.
Ihr nehmt euch was ihr wollt, denn es steht euch zu! Lasst euch nicht euren fairen Lohn vorenthalten!

Das wird gezielt von Schuldkulttreibern, Anti-Weißen Rassisten und in unserem Fall Deutschenhassern verbreitet. Wir exportieren Waffen, also sind wir Schuld am Krieg. Der Westen (=der weiße Mann) hat im nahen Osten interveniert, also ist er Schuld. So läuft das.


@ Der Gehenkte

(es geht hier nicht um Alttürken o.ä., mit denen ich keine Probleme habe, sofern sie integriert und säkular sind)


*seufz* und damit fängt das Problem doch schon an. Dieses ständige Abrücken von der eigenen Position. Haben Sie dann auch kein Problem mit Alt-Syrern? Sofern sie integriert und säkular sind?
Ich frag nur, weil da sind noch ein paar Millionen in der Pipeline.

Das absolute Minimum ist hier integriert und kann akzeptiert werden. Alle Anderen betreiben orientalisches Mimikri. Und Sie fallen darauf herein.
Willkommenskulturlos
16. August 2016 01:48
Gelingt es uns, werden wir selbst in Minderzahl stark genug sein, die Verhältnisse zu ändern.


Es ist immer eine kleine aktive Minderheit, die gesellschaftliche Änderungen bewirkt und die passive Mehrheit mitnimmt.

Die Voraussetzungen dafür:

0. Die Ethnie ist noch nicht endgültig degeneriert (wie im spätrömischen Reich).

1. Die Zeit muss reif sein (die Unteren wollen nicht und die Oberen können nicht).

2. Diese Minderheit muss gut organisiert sein und bereit zu handeln.

Auf die Voraussetzung 0 haben wir keinen Einfluss.
Hoffen wir, dass sie gegeben ist,
dann wird bald die Voraussetzung 1 erfüllt sein:
das System ist ja völlig verblödet und zerstört sich selbst.
Es muss aber noch die Voraussetzung 2 erfüllt werden.

Wenn die Voraussetzung 0 nicht gegeben ist, dann bleibt nur die Abspaltung der noch gesunden Teile.
Mit Degeneraten kann man nichts mehr anfangen.
Heinrich Brück
16. August 2016 02:21
Nach 1945 wurde der Nationalsozialismus aufgespalten: westliche Demokratie und östlicher Sozialismus. In beiden Fällen besetzte Gebiete und Beuteländer bis zum heutigen Tag. 1990 wurde das aufgespaltene deutschgebliebene zusammengeführt. Und wieder wurde es gefährlich.
Man denke einmal von seinen Feinden her. Warum hört die Feindschaft nicht auf?
Tja, Waldgänger aus Schwaben, Hitler ist tot. Der NS aber könnte in der Volksgemeinschaft der Deutschen weiterleben. Dem Sozialstaat fehlt nur noch der nationale Anstrich.
Harmlos waren die Germanen nie. Und deshalb die Vermischungsorgie. Aber auch diese wird nicht in die gewünschte Richtung klappen.
Eine Wertung und Interpretation kann auch spekulativ unterwegs sein, und gerade weil vermintes Gelände angstbesetzte Räume der Souveränitätslosigkeit anzeigen können, wären Experten zu diesem stummen Thema mehr befragt, als die politisch-erzieherische Verbotsgeschichtschreibung aus Machterhaltungsgründen verlauten lassen darf.
Wir landen so oder so immer wieder in der NS-Zeit. Stalin war nicht besser als Hitler, und Mao war auch kein Engel. Beide Völker, Chinesen und Russen, lassen sich ihre Geschichte nicht vorschreiben. Liegt wohl an der Spiritualität im Umgang mit Hunden. Und deshalb sind sie in der Rechtfertigung ihrer Existenzen auf eine ganz andere Art und Weise politisch handlungsfähig.
Blauauge
16. August 2016 03:28
@ Demo Goge:

"Diese Leute kommen hier her und führen sich auf als ob ihnen hier irgendetwas zustünde, sie ein Recht auf irgendetwas hätten !? Woher kommt das ?"

Woher das kommt? 1. weil es im Koran steht. 2. weil wir uns nicht wehren.

Und das weiter oben bemägelte Fehlen einer PRAKTISCHEN Lösung der vordringlichsten Probleme hängt damit zusammen, daß wir alle uns schlichtweg nicht getrauen, das WIE weder zu denken, geschweige denn: auszusprechen. Wer glaubt, hier könne noch irgendetwas mit WORTEN geregelt werden, der befindet sich entweder auf dem Holzwege oder er macht sich etwas vor - aus Angst vor der Konsequenz.
Selbstverständlich geht es um die Anwendung physischer Gewalt in gemeinschaftlicher Notwehr und Nothilfe. Die jedoch müssen wir erst wieder (und widerwillig) lernen. Und wohl auch die Gemeinschaft.
Der_Jürgen
16. August 2016 07:50
Es kommt gelegentlich vor, dass ein anfechtbarer Text, wie der vorliegende von Lutz Meyer, der von manchen Foristen (oft zu hart) kritisiert wird, den Anstoss zu einer fruchtbaren Debatte bildet. Dann hat er seinen Zweck schon erfüllt.

Wie mehrere Foristen hervorheben, muss jene Minderheit, auf die Meyers sechs Punkte nicht zutreffen und von der die zur Rettung Deutschlands notwendige Kehrtwende ausgehen wird, in naher Zukunft ein konkretes Programm entwerfen. Dieses kann niemals mit dem AFD-Parteiprogramm identisch sein, in dem auch nach Bernd Luckes Abhalfterung immer noch gruselige Dinge wie das Bekenntnis zu NATO und Westbindung stehen. Die Rettungsbewegung wird überparteilich sein; AFD wählen ist gut und schön, bringt aber allein nicht allzu viel.

Beim Entwurf eines solchen Programms stehen zwei Möglichkeiten offen:

a) Ein Maximalprogramm, das bereits die Strukturen eines künftigen nationalen Staates umreisst und folglich aus vielen Punkten besteht.

b) Ein Minimalprogramm, das darauf achtet, auch Menschen zu gewinnen, die in der entscheidenden Frage, dem Kampf gegen die Flut, auf unserer Seite stehen, in anderen jedoch nicht. Ich denke da etwa an vernünftige Homosexuelle wie Renaud Camus, der - bestimmt nicht nur aus Liebe zu Frankreich, sondern auch aus Sorge um das Los der Homosexuellen in einem islamisierten Frankreich - gegen den Grossen Austausch schreibt, oder an die Betonköpfe von PI, deren Richtlinien immer noch eine proamerikanische und proisraelische Haltung vorschreiben (wobei der erste Punkt immer weniger beachtet und immer häufiger scharfe Kritik an den USA laut wird).

Mir scheint der zweite Weg vielversprechender. Selbstverständlich wird ein nationales Deutschland die Schwulenehe und das Gender Mainstreaming abschaffen, aber wirklich existenzbedrohend ist weder die erste noch das zweite; beide sind lediglich Symptome der induzierten seelischen Krankheit, an der Deutschland leidet.

Die Mindestforderungen wären:

a) Austritt aus der Nato und der EU; Wiederherstellung der deutschen Souveränität, denn nur ein souveränes Land kann selber darüber entscheiden, wen es ins Land lässt.

b) Ausserkraftsetzung des Asylparagraphen, Schliessung der Grenzen, Beginn der Repatriierung, wobei Kriminelle, illegal Eingereiste und abgelehnte Asylbewerber als erste in ihre Heimat zurückgeführt werden.

c) Wiederherstellung der Meinungsfreiheit durch Abschaffung des Maulkorbparagraphen. Diese Forderung ist absolut zentral, denn sonst werden die Deutschen die ihnen von den Siegern und deren Statthaltern aufgezwungenen Schuldkomplexe, die ihnen eine Wiedergewinnung ihrer Selbstachtung verunmöglichen, nicht los.

Diese drei Minimalforderungen sind leicht verständlich und bergen die Lösung vieler anderer Probleme in sich.
Winston Smith 78699
16. August 2016 08:26
Meyer:
Jede Zeit hat ihre eigenen Schreckgespenster, Dämonen und Chimären – aber auch reale Gefahren. Warum sollte das Zeitalter der Globalisierung mit seinen technologischen und sozialen Annehmlichkeiten eine Ausnahme bilden?


Verunstalten wir uns etwa gerade selbst, damit wir vom nahenden Schänder übersehen werden?

(Zwischen dem Zitat und der Frage als Fazit oder Gedankenexperiment wurden ca. 100 Zeilen Text ausgelassen, damit sich niemand langweilt.)

@ Der_Jürgen
Ich habe weder bei Kubitschek noch bei Lichtmesz noch bei anderen Sezessionisten einen konkreten Aktionsplan zum Sturz des Systems oder ein Programm zur Gestaltung der Zukunft nach einem Paradigmenwechsel gefunden.

Im Strang zum neuesten Heft habe ich nicht mal einen Beitrag zu einem pompösen "Aktionsplan" liefern wollen, sondern nur kleinen Vorschlag für eine Werbeaktion gemacht, wie sie m.E. der linken Agitpop-Denke entspricht. DASS sowas von Konservativen abgelehnt wird - wer weiß, ob dahinter nicht ein "Neee, umsonst geht gar nich, wo kommer denn da hin ..." steht - , war zu erwarten. Interessant ist vielmehr die Art der Erwiderung, d.h. welches Selbstbild da in zwei Kommentaren gezeichnet wird: Wer mobilisieren will, ist gleich mal ein "Sozialingenieur" - so etwas könnte auch von einem gekauften Demotivierer eingestreut werden. Also bleiben wir lieber nur Beobachter des Untergangs. Und: unsereins - also ein wegen AfD-Sympathie arbeitsloser Lehrer etwa - liest sowieso nicht. Ach ja, wir sind Bildleser - so ging das weiter. Welche Seitenwirkung geht von dieser Art Erwiderung eigentlich ab an andere, die Vorschläge machen wollen? Im übrigen werden ja nicht alle veröffentlicht - daher sollte man sich durch das Bild nicht verunsichern lassen.
Hartwig aus LG8
16. August 2016 10:44
""Der Westen (=der weiße Mann) hat im nahen Osten interveniert, also ist er Schuld. So läuft das.""

@nero
Fakt ist, dass wir als Vasall der USA Kriegspartei im nahen Osten sind.
Fakt ist, dass amerikanische Schiffe im Persischen Golf kreuzen und nicht arabische Schiffe im Golf von Mexiko.
Ich halte in diesem Kontext überhaupt nichts vom Begriff "Schuld", aber ich verstehe jeden Araber, der uns mittlerweile in die Gilde seiner Feinde einordnet.

Ich erinnere mich an die 90er Jahre, als ich als Privatmann in Jordanien und Ägypten unterwegs war. Wenn sie sagten, das sie Deutscher sind, schlug ihnen eine Welle der Sympathie und Anerkennung entgegen. Unsere Autos .. aber auch unsere Geschichte, ... sie wissen schon ...

Verspielt.
Meier Pirmin
16. August 2016 11:08
@Der-Jürgen. Dieses Ihr "Programm" ist für keine deutsche Partei, die mitregieren will, brauchbar, weil es international Panik und Hysterie auslösen würde und auch national in dieser Form wohl nicht mehrheitsfähig sein kann. Es bleibt nichts anderes übrig als einen Hauptaspekt zu lösen, zum Beispiel die Wiederherstellung von ernst genommenen Grenzen, was schon sehr schwierig wird. Aus der Nato kann man nicht austreten, ohne von den Ausgetretenen als Bedrohung und Feind angesehen werden, als kann man sich in der Nato bloss passiv verhalten wie einst Charles de Gaulle, der Armin Mohler deswegen Eindruck machte. Zum Teil gilt für die EU dasselbe. Leben heisst Probleme lösen, wobei durchaus kleine Schritte sich als grössere Schritte erweisen können als man denkt. Ein Programm wie Sie es aufstellen ist auch dann nicht machbar, wenn man theoretisch die einzelnen Punkte an und für sich und allenfalls politisch-ethisch befürworten wollte. Als Parteiprogramm würden diese Ihre Forderungen national und international auf Anhieb im Nazikorb entsorgt und zu Feinderklärungen gegenüber Deutschland verwendet.

Wenn es schon für die Schweiz schwer bis unmöglich ist, die Menschenrechtskonvention zu kündigen, wiewohl alle wesentlichen Menschenrechte vorbildlich in der eigenen Verfassung drin stehen, so is es für Deutschland schlicht politiisch unmöglich. Wobei jedoch Länder wie Frankreich, Italien, Israel trotz Unterschriften unter alles Mögliche im Zweifelsfall machen, was ihrer Nation einigermassen nützt. Für Israel und Frankreich erweist sich zum Beispiel die - von Ihnen nicht geforderte - Wiedereinführung der Todesstrafe als überflüssig, weil im Zweifelsfall schwere Jungens ohnehin gar nicht mehr vor Gericht kommen. Natürlich glaubt man in Deutschland, man müsse alles nach Buchstaben machen, was in der Schweiz ähnlich ist. Aber natürlich wäre es mit der Zeit realistisch, für Deutschland eine eigene vom Volk anzunehmde Verfassung zu fordern, was für die Bürgerschaft von 1848 schon zumutbar gewesen wäre, zumal das damalige Parlament ein unvergleichlich höheres geistiges Niveau hatte als heute. Wenn dann aber zum Beispiel sich die Volkswahl des Bundespräsidenten nicht durchsetzen lässt, wäre allenfalls die Abschaffung dieses Amtes denkbar. Die Vorstellung, dass man ein Staatsoberhaupt benötige, stammt aus voraufgeklärter Zeit des Gottesgnadentums. Ein mündiger Bürger braucht kein Staatsoberhaupt. In die Richtung könnten Reformen gehen, nur als Beispiel gemeint, hingegen sind Ihre Vorschläge so realistisch als wenn die Linke eine sozialistische Räterepublik fordern würde.

PS. Zwar halte auch ich die Schwulenehe für ein Missverständnis der Volllendung einer homosexuellen Existenz, doch sind solche Sachen einmal eingeführt, bringt man sie nicht mehr weg ohne kulturkämpferische Zerreissprobe. In vieler Hinsicht gilt im übrigen der Satz von Kant: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis. Der nicht einmal für die Türkei praktikable Natoaustritt gehörte einst auch zu den Forderungen der Grünen, Sie sahen, dass es nicht machbar war.
der Gehenkte
16. August 2016 11:19
@Nero
*seufz* und damit fängt das Problem doch schon an. Dieses ständige Abrücken von der eigenen Position. Haben Sie dann auch kein Problem mit Alt-Syrern?


Meine Position zu alteingesessenen Migranten, spielt keine Rolle. Ich wollte mit dieser Klammer, die das Nebensächliche bereits betont, lediglich den Diskussionsgegenstand noch einmal umreißen. Dieser ist durch Meyers DPs vorgegeben und umfaßt eindeutig die Neueinwanderer. Eine sinnvolle Diskussion läßt sich nur führen, wenn wir wissen, worum es geht. (Nebenbei. säkulare und integrierte Migranten verschwinden in kurzer Zeit durch Assimilation in der Masse - bitte jetzt nicht diskutieren!)

Typisch: Anstatt sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen, die sich um Meyers Problem drehen, picken Sie ein marginales Detail heraus, das Ihnen gerade gegen den Strich geht. So macht das keinen Spaß. Dieses Forums-Format ist dafür wahrscheinlich untauglich ...

@Der_Jürgen

Ihr Aktionsplan stellt genau jenen unrealistischen Nonsens dar, den ich weiter oben kritisiert habe. Ausgangspunkt ist bereits eine falsche oder nicht vorhandene "Analyse", gepaart mit Wunschdenken.

In dieser Frage. der Frage der Strategie und der Taktik, kann ich nur empfehlen, Lenin zu lesen. Es hat keinen Sinn, Politik machen zu wollen, die jenseits der Auffassungsgabe und der Realisierbarkeit sind. Solche Schwärmerei schreckt nur ab, verbrennt alle Brücken und würde im Falle einer versuchten Durchsetzung zu gewaltsamen Gegenreaktionen führen und das Gegenteil des Erwünschten erreichen. (Abgesehen davon, halte ich das meiste - zumindest so pauschal - auch an sich für falsch.) Man kann dann zwar "erhobenen Hauptes" ans Schafott treten, hat die Lage aber nur verschlimmert.

Prinzipiell sind Exklamationen, die mit "Wir m ü s s e n!" anfangen und mit Weltverbesserungsvorschlägen enden sinnlos, wenngleich als rhetorisches Mittel hier und da, in kleinen, wohltemperierten Dosen, als Effektmittel durchaus einsetzbar.
Eveline
16. August 2016 11:57
Herr Meyer schreibt: Displaced Persons – so nannte man die durch den Einmarsch der Alliierten in Deutschland freigesetzten und noch nicht in ihre Heimatländer zurückgeführten ehemaligen Zwangsarbeiter. ...

Rein rechtlich betrachtet, gehören die Deutschen auch dazu. Es sei denn, man hat seine alten Rechte auf Heimat nachgewiesen und eingefordert. Oder man ist vor 1913 geboren und freut sich bester Gesundheit.


http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Standardartikel/CIEC-Dokumente/uebereinkommenIII/ue04.html

Artikel 27

Wer Phantasie hat kann sich jetzt einiges ausmalen....

Was ist zu tun? Sich seiner alten heimatlichen Rechte erinnern.

Und sich bewusst machen, keine !!!!!! Partei thematisiert dieses Thema.
Friedhelm
16. August 2016 12:37
(Nebenbei. säkulare und integrierte Migranten verschwinden in kurzer Zeit durch Assimilation in der Masse – bitte jetzt nicht diskutieren!)


Nein, siehe "The 10.000 Year Explosion" von Cochran und Harpending.
Der_Jürgen
16. August 2016 12:39
@Der Gehenkte

So, und wie sieht Ihr eigener Plan aus? Jammern und Meckern? Da lobe ich mir einen Martin Sellner mit seinen Identitären, die wenigstens auf die Strasse gehen oder ein Jelinek-Stück hopsgehen lassen.


@Meier Pirmin

Bei all Ihrer Intelligenz und all Ihrer staunenswerten Bildung vermögen Sie offenbar nicht über Ihren liberalkonservativen Tellerrand hinauszudenken. Mein „Programm“, meinen Sie, sei für keine Partei annehmbar, die „mitregieren“ wolle.

Mit Verlaub, eine Partei, die „mitregieren“, d. h. den Untergang Deutschlands mitverwalten oder allenfalls noch um ein paar Jährchen verzögern will, braucht Deutschland ungefähr so dringend wie Sie oder ich einen Kropf. Sollte dies das Ziel der AFD sein, dann soll sie mit dem Rest des Systems zur Hölle fahren.

Es geht mir, und vermutlich der grossen Mehrheit der Sezessionisten, nicht um kosmetische Korrekturen am herrschenden volksmordenden System („le système à tuer les peuples“, wie Guillaume Faye in seinen besseren Tagen treffend schrieb), sondern um dessen Zerstörung. Die Alternative zu letzterer ist ein islamisiertes und negroides Europa, in dem eine ständig schrumpfende autochthone Bevölkerung der Willkür der Eroberer auf Gnade und Ungnade ausgeliefert sein wird.

(Ja, in der Schweiz, wo es nicht so schlimm ist wie in Deutschland oder Frankreich, besteht noch eine gewisse Chance, den erforderlichen Wandel friedlich zu bewerkstelligen, denn erstens vertritt unsere grösste Partei, die SVP, zumindest teilweise schweizerische Interesse, und zweitens können wir Initiativen und Referenden ergreifen. Den Deutschen ist diese Möglichkeit verwehrt.)

Was heute nicht möglich ist, kann morgen möglich werden. Dies gilt für den Nato-Austritt ebenso wie für die Abschaffung der Schwulen-„Ehe“, die Wiedereinführung des Abtreibungsverbots ausser in präzis bestimmten Ausnahmefällen, die Einführung einer familienfreundlichen Politik, welche die Mutterschaft als Beruf anerkennt und bezahlt, die Abschaffung des parasitären Finanzkapitalismus, den radikalen Stop der Drittwelteinwanderung, die Repatriierung von ca. 95 % der Muslime und Afrikaner und hundert andere notwendige Dinge mehr. Dass ein solcher Paradigmenwechsel nicht ohne einen gewaltigen Kulturkampf möglich sein wird, weiss ich selbst sehr gut. Wenn die Patrioten die Macht haben, werden sie von ihr Gebrauch machen, dessen dürfen Sie sich sicher sein.

Die USA würden bei einer solchen Entwicklung aber intervenieren, meinen Sie? Hier meine Antwort:

Erstens sind die USA ein Koloss auf tönernen Füssen; das dortige System kracht an allen Ecken und Enden. Donald Trumps Chancen, Präsident zu werden, mögen vielleicht nicht sonderlich gross sein, aber dass ein Mann, der dem Establishment so in die Suppe spuckt wie er, überhaupt Präsidentschaftskandidat werden konnte, ist für dieses Establishment ein Zeichen an der Wand. Auch die Amerikaner werden sich nicht ewig von Verbrechern regieren lassen.

Nun können wir in Europa ja nicht untätig warten, bis sich die Lage in den USA geändert hat. Darum wäre es am besten, eine nationale Regierung käme zuerst in Frankreich an die Macht, das man erstens nicht so leicht mit der Nazikeule niederknüppeln kann und das zweitens Atomwaffen besitzt. Wenn nötig müssen die nationalen Kräfte in Deutschland aber eine militärische Intervention der USA in Kauf nehmen. Die Fronten wären dann endgültig abgesteckt, und es würde selbst dem hintersten Trottel klar, in wessen Interesse die herrschende Clique den Grossen Austausch betreibt.

Das bedeutet aber Blutvergiessen, wendet der brave Konservative Pirmin Meier da erschrocken ein. Ganz richtig. Wer meint, Deutschland und Europa liessen sich ohne blutige Kämpfe retten, der lügt sich in die Tasche. Auch wenn der Kelch einer offenen amerikanischen Okkupation (eine notdürftig getarnte existiert ja schon seit Beginn der BRD) an Deutschland vorbeigeht, wird die Repatriierung von vielen Millionen Kulturfremden und Fremdrassigen nicht ohne Gewalt abgehen, selbst wenn man sie so human wie nur möglich durchführt. Die Heimführungsaktion wird natürlich auch den gemässigten Teil der Muslime radikalisieren und damit vermehrten Terror heraufbeschwören.

Dass Deutschland und andere europäische Länder, um zu überleben, eine solch harte Periode werden durchmachen müssen, dafür können sie den „Demokraten“ danken, die unsere Nationen in die grösste Katastrophe ihrer Geschichte geführt haben.

Noch eine letzte Bemerkung. Ich bin sehr wohl für die Wiedereinführung der Todesstrafe (was, Pirmin Meier, wollen Sie denn mit einem Monstrum wie jenem tun, das in einem Moskauer Park zum Zeitvertreib zwischen 48 und 61 Menschen ermordete? Es jahrzehntelang hinter Gittern dahinvegetieren lassen? Ist das humaner als ein rascher Tod durch eine Kugel?), würde diese Forderung aber ebenso wenig in einen Katalog von Grundforderungen aufnehmen wie diejenige nach einem Abtreibungsverbot, weil es im Moment eine breite Mehrheit gegen beide Forderungen gibt. Man muss auch als Radikaler Realist bleiben und sich auf die allerdringlichsten Forderungen beschränken, die heute bereits mehrheitsfähig sind oder es bald werden können. Auf meine im vorigen Diskussionsbeitrag erwähnten drei Punkte trifft dies zu.
Bausparer
16. August 2016 12:46
" ... das System ist ja völlig verblödet und zerstört sich selbst"

Ich muss doch sehr bitten! Man funktioniert hervorragend. Mich erstaunt das selbst immer wieder.

Man darf ergänzend darauf hinweisen, dass zurzeit zahlreiche neue Arbeitsplätze bei der Bundeswehr, der Polizei, den Geheimdiensten etc. geschaffen werden, von den zahlreichen Hilfsdiensten ganz zu schweigen. In diesen sind auch konservative Deutsche sehr willkommen.
niekisch
16. August 2016 14:31
"Artikel 27"

...sagt, verehrte Eveline, lediglich aus, daß Staatenlose im Nicht- heimatstaat einen - in deutschem Text - Personalausweis zum Legitimieren erhalten, für Auslandsreisen ein Reisedokument. Woraus entnehmen Sie -juristisch gesehen-, daß die Wortwahl Personalausweis uns Deutschen Staatenlosigkeit bezeugt? Natürlich leben wir in einem Staat, weil das fait accompli BRD - zumindest formell - Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt besitzt.
Mitropa
16. August 2016 15:28
@Der Jürgen

Tut mir leid, aber Sie sind komplett abgekoppelt von der Realität. Natürlich bin ich auch der Meinung, das nur extrem radikale Maßnahmen hier noch irgend etwas ändern könnten. Allerdings begebe ich mich keine Sekunde in diesen Filterbubble zu glauben, daß diese Maßnahmen noch eine Chance zur Verwirklichung hätten. Diese Gedanken von ihnen, blenden die gesellschaftliche Wirklichkeit der BRD und des gesamten Westens völlig aus. So oder so ähnliche Dinge, liest man schon seit Jahrzehnten in nationalen Zusammenhängen und immer sind es höchstens noch 2 Jahre, wo sich dieses System halten kann, weil man ja die schweigende Mehrheit repräsentiert. Ja die schweigende Mehrheit, die mit dem "gesunden Menschenverstand", die es nicht geschafft hat, daß aus ihrer Mitte starke und vitale Widerstandskräfte entstehen. Kräfte welche die Macht der Antideutschen, auch nur ein jota zurück zu drängen in der Lage gewesen wären. Da träumen Sie von nationaler Souveränität, welche durch künftige ( da sind sie wieder, diese 2 Jahre) Ereignisse herbeigezaubert würden und blenden Auswirkungen, die z.B ein Nato Austritt nach sich ziehen würde, völlig aus. Ja die USA sind nicht mehr die absolute globale Supermacht, die sie einmal waren, doch für uns hier, reicht es noch sehr lange Zeit.

Man muß sich geistig und körperlich aus solchen Zusammenhängen befreien und anfangen komplett andere Wege zu denken. Ein zurück zu einem bestimmten Status Quo wird es jedenfalls nicht mehr geben.
Maxx
16. August 2016 16:24
Ich möchte nicht nur über historische Parallelen nachdenken, sondern prüfen, ob der Terminus „Displaced Persons“ für die Diskussion um die heutige Masseneinwanderung nach Europa taugt.

Nein, eigentlich nicht. Der englische Begriff "Displaced Persons" steht für "Vertriebene", soweit mir aus beruflichen Praxis als Dolmetscher u. Übersetzer noch vertraut. (Personen, die nicht "deplatziert sind", sondern von anderen Menschen aus dem Land getrieben, "gegen ihren Willen" an einen fremden Ort gebracht wurden.) Wir reden aber bei sog. "Refugees" nicht über "echte" Vertriebene - darob dürfte hier in diesem illustren Kreise Einigkeit herrschen? Was verspricht man sich davon, einen im Englischen geläufigen und semantisch eindeutig besetzten Begriff im Deutschen in unserem, aber einem anderen als dem vom Muttersprachler gemeinten Sinne umzuwidmen oder zusätzlich konnotativ aufzuladen, hä? Sis is Deutschland, Herr Meyer! Natürlich kann man immer irgendwelche sprachliche Verrenkungen vollführen und (wohl vergeblich) darauf hoffen, dass diese von den Leitmedien übernommen werden (deplatzierte Personen; an einen falschen Ort transferierte Personen...), aber welchen Sinn hat das alles? (Diskussion (für mich) beendet.)
Trotzdem fühle ich mich bemüßigt, mich einmal mehr für alle (!) Beiträge und Kommentare auf SIN bedanken (oft mit großem Interesse und Vergnügen gelesen), wiewohl ich ebenfalls momentan und leider allzuoft unter Zeitmangel wie auch unter resignativen geistigen Flatulenzen leide und noch einige Publikationen, zugegeben trivialer Natur, einer abschließenden Bearbeitung und gewissenhaften Korrektur harren ... ;-)
Der_Jürgen
16. August 2016 16:38
Friedrich Schiller: Wilhelm Tell

In einer modernen Inszenierung von Pirmin Meier. Regieassistent: Der Gehenkte.

Mit dem Olaf-Henkel-Preis der Alfa-Partei ausgezeichnet; die Laudatio hielt Bernd Lucke.

Stauffachers Ansprache an die EidenossInnen auf dem Rütli:

„Liebe Eidgenossinnen und Eidgenossen,

Gleich zu Beginn dieser Veranstaltung möchte ich als Fürsprecher von Vernunft und Mässigung mich energisch von jenen traumtänzerischen Extremisten distanzieren, die vermessene und realitätsferne Forderungen wie die nach der Unabhängigkeit der Waldstätten von Habsburg erheben. Solch radikale Forderungen sind erstens bei unseren Koalitionspartnern nicht konsensfähig, zweitens widersprechen Sie dem habsburgischen Grundgesetz flagrant, und drittens zöge jeder Versuch zu ihrer Verwirklichung einen gewaltigen Kulturkampf nach sich. Können wir als verantwortungsvolle Bürgerinnen und Bürger uns dies wirklich wünschen? Nein und abermals nein!”

(Tosender Beifall.)

Als realistische Alternative zu den brandgefährlichen Postulaten der Extremisten habe ich gemeinsam mit meinen Beraterinnen und Beratern fünf bescheidene Vorschläge ausgearbeitet, von denen der eine oder andere beim bevorstehenden Bittgang zu seiner Exzellenz Herrn Landvogt Gessler durchaus gewisse Chancen auf eine zumindest teilweise Annahme haben könnte. Diese fünf bescheidenen Vorschläge lauten wie folgt:

1) Bürger, die vom seiner Exzellenz Herrn Landvogt Gessler zur Fronarbeit bei der Errichtung der Burg „Zwing Uri“ abkommandiert worden sind, kommen künftig alle drei Monate in den Genuss eines halben arbeitsfreien Tages, ab dem dritten Arbeitsjahr eines ganzen arbeitsfreien Tages, ab dem fünften Arbeitsjahr von anderthalb arbeitsfreien Tagen.
2) Ehefrauen von Bürgern, die bei der Erfüllung ihrer Pflicht zur Leistung von Fronarbeit sterben, erhalten eine monatliche Witwenrente in Höhe von einem Pfund Mehl. Ihre Kinder erhalten bis zum Erreichen der Arbeitsfähigkeit im zehnten Lebensjahr eine monatliche Waisenrente in Höhe von 150 Gramm Mehl.
3) Die Zahl der Peitschenhiebe, mit denen Bürger wegen Nachlässigkeit bei der Verrichtung von Fronarbeit bestraft werden können, wird auf maximal 30, bei Bürgern von über 60 Jahren auf maximal 25 festgelegt.
4) Wegen Unbotmässigkeit gegen seine Exzellenz Herrn Landvogt Gessler zum Tode verurteilte Bürger dürfen vor ihrer Hinrichtung noch ein Heimatlied von bis zu drei Strophen Länge singen, das allerdings keinen aufrührerischen Inhalt aufweisen darf.
5) Bürger, die in Altdorf beim Gesslerhut vorbeigehen, müssen sich nicht mehr wie bisher tief vor selbigem verneigen, sondern nur noch ehrfurchtsvoll das Haupt senken.“

Die Kühnheit dieser Vorschläge lässt die Versammelten erstarren. Erst nach zwanzig Sekunden beginnen die Mutigsten zögernden Applaus zu spenden, in den nach und nach auch die übrigen einstimmen und der schliesslich zum brausenden Orkan anwächst.

Landvogt Gessler und Wilhelm Tell in der Hohlen Gasse

Als Landvogt Gessler durch die Hohle Gasse reitet, wirft ihm Wilhelm Tell, hinter einem Felsen versteckt, einen ausgesprochen gehässigen Blick zu. Nachdem Gessler vorbeigeritten ist, dreht ihm Tell für alle Zuschauer deutlich erkennbar eine lange Nase, worauf er, stolz auf seine Reckentat, einen herzhaften Biss in seine Marzipan-Armbrust tut.
Trouver
16. August 2016 17:29
Doch,Trouver, es kam gegen Kriegsende ab 1917 unter den Poilus zu Massenverweigerungen, auch von Kolonialtruppen, wobei noch zu klären wäre, ob dieser Protest rein der Kriegslage oder auch kolonialer Unterdrückung geschuldet war.


Daß Soldateska en masse Greuel tun kann, ist mindestens set dem Dreissigjährigen Krieg bekannt; meine andeutende Frage war eine speziell andere.
Eveline
16. August 2016 17:32
niekisch

Dann lesen Sie bitte das hier.

Und Souveränität nebst Frieden sind immer am Grund und Boden geheftet.

So wie im Himmel - so auf Erden...es sitzen halt die Falschen auf dem Throne.

http://www.gemeinde-neuhaus.de
Das Buch dazu ist auch im Netz.
Meier Pirmin
16. August 2016 18:15
Der_Jürgen. Ihre Satire bringt, Übertreibung inbegriffen, mehr als Ihre Ernstargumentation weiter oben. Man scheint aus dem früheren Beitrag zu merken, dass Sie möglicherweise selten oder nie konkrete Politik gemacht haben oder Politiker im Ernstfall beraten. Mit fundamentalistischer Weltrettungspolitik können weder Grüne die Welt retten noch Rechte und Konservative ihr Land. Darum gibt es bei Parteien mit fundamentalistischen Kinderkrankheiten nach Wahlsiegen regelmässig internen Krach.


Es ist nun mal klar, dass man nicht einfach so an die Macht kommt und dort seine Allmachtsphantasien ausleben kann. Siehe was Sie über Frau le Pen und die französische Atommacht andeuten, Und obwohl es Situationen gibt, wo nur noch eine Revolution hilft, gibt es in gelingender Demokratie potentiell noch die Technik des nichtkatastrophischen Wandels, wie Gerd Klaus Kaltenbrunner es in seinem Buch über den Konservativismus ausdrückte. Von daher würde schon ein Wählerumsturz von 20 bis 30%, was das Maximum dessen ist, was eine Oppositionspartei erreichen kann, nicht ohne Auswirkung auf die Politik bleiben und einen gewaltigen Druck in Richtung Handeln bedeuten, so wie seinerzeit das Aufkommen der Sozialdemokratie die nichtsozialistischen Parteien und Politiker in Sachen Sozialpolitik usw. gewaltig unter Druck setzte. Aber es käme nicht so heraus, wie Sie es wünschen, Ihr nunmehr erweitertes radikales "Programm", das ich umständehalber nicht werte, würde kaum die 5 Prozenthürde schaffen, selbst wenn der Leidensdruck noch viel grösser wird. Auch sieht man, dass in der Schweiz auch eine angenommene Volksinitiative gegen die Masseneinewanderung weit weniger ernst genommen wird als immerhin in GB der Brexist und dass die SVP mit ihren 30% und zwei Ministern, die sich um einiges drücken, einen sehr bescheidenen Einfluss hat, Usw. Noch beeindruckend ist, dass die 6'00 - Seelengemeinde Gemeinde Seelisberg im Lande Tells mit politisch nicht korrektem Protest-Verhalten bei einer Orientierungsversammlung jetzt immerhin durchgesetzt hat, dass ein leerstehendes Hotel nicht in ein Asylheim für 60 Ankömmlinge freigegeben wird. Wäre dieser Widerstand an der Basis Standard, könnte man das Asylgesetz, mit dem auch die seinerzeit zustimmende Gemeinde Seelisberg reingeleimt worden ist, nicht realisieren. Das war nun also konkreter möglicherweise erfolgreicher Widerstand an der Basis, wobei jedoch an den meisten Orten solche Projekte als Schicksal hingegenommen werden. Um es abzuschliessen: demokratischer Druck bleibt nicht ohne Wirkung. In Deutschland könnten Wahlniederlagen sogar eine Partei wie die CSU belehrbar machen. Wenn ich denke, dass in Österreich Vanderbellen wenigstens theoretisch eine Obergrenze der Aufnahmekapazität nicht mehr ausschliesst, im Gegensatz zu G.K., einem der massgebendsten politischen Philosophen in der Schweiz der Gegenwart. Wenn ein führender Ethiker sagt, es dürfe keine Obergrenze geben, bedeutet dies tatsächlich die totale Installierung einer Beisshemmung für die einheimische Horde. Aber mit Beissen allein kann man das Problem natürlich auch nicht bewältigen, reine Widerstandshandlungen von Personen, die auch bei uns als Mob und Pöbel bezeichnet werden, obwohl sie es gewiss nicht sind, lösen das Problem nicht. Vertreibungen wie damals in Ex-Jugoslawien und Sebriza-Methoden bringen es noch weniger. Solche Massnahmen sind mit dem Einzelschuss von Wilhelm Tell nicht zu verwechseln. Darum wäre es immer noch besser, auch zu vorgerückter Stunde, die Leute mit allen verfügbaren Mitteln nicht mehr ins Land reinzulassen sowie auch die Bruttokosten für das Flüchtlingswesen auf 10% oder 5% der Verteidigungskosten zu reduzieren, was bereits eine radikale Massnahme wäre, die Ärger mit der Menschenrechtsjustiz mit sich bringen würde. Leider würde bereits eine solche Massnahme enorme Justizkosten mit sich bringen zumal für die vom Gesetz bereits bewilligten Gratisanwälte noch Dolmetscher bezahlt werden müssten.
Winston Smith 78699
16. August 2016 19:15
Dunkle Karpfensauce "polnische Art": Mehl-Einbrenne, nicht zu dunkel. Aufgießen mit Sud vom Karpfen blau, fischtypisch süß würzen (hier ist Spielraum gegeben der Phantasie und dem Experiment, man hat schon allerlei Marmeladen und indische Apotheken reingekippt) aber noch nicht sauer, aufkochen. Erst in die abkühlende Masse nach dem Kochen das Karpfenblut durch ein Sieb drücken. Dieses muß beim Schlachten in etwas Essigartigem aufgefangen worden sein - gegen's Gerinnen, daher kommt die Säure (heutzutage kann auch geronnenes mit so einem Mixstab gerettet werden). Mit Knödeln oder hellem Brot servieren. Das Ganze lohnt sich aber erst mit dem Blut mehrerer Karpfen, weswegen man mit dem Züchter gut können und dieses Rezept eigentlich auch gar nicht weitersagen sollte. Bei Karpfenzüchtern hat sich Bärwurzartiges (regional anzupassen) als Friedenszeichen bewährt. Das mußte jetzt aber trotzdem mal gesagt werden, denn das Internet vergißt nicht, aber wie es um uns bestellt sein wird, weiß keiner.
Meier Pirmin
16. August 2016 19:42
@Brück. Was Sie über Hitler, Mao, Stalin, den angeblich weiterlebenden Nationalsozialismus schreiben wirkt etwas wirr. Es ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Sache mit den Zwangsarbeitern und die neue Lage von heute im Vergleich nicht aufging, weswegen Herr Lutz Meyer in hohem Mass kritisiert worden ist und die Diskussion sich dann selbständig gemacht hat. Über Stalin und Mao weiss die heutige jüngere Generation noch weniger als über H.

@Noch zu meinem letzten obigen Beitrag, wo ich ein erfolgreiches Beispiel einer Berggemeinde in der Schweiz schildere, die sich weigerte, mit einer Quote von 10% Asylbewerber beglückt zu werden. Obwohl die Leute sich teilweise, wie es dargestellt wurde, "pöbelhaft" aufführten, hatten sie Erfolg, was bei einer Widerstandsaktion einer etwas wilden Oppositionsgruppe in "Dunkeldeutschland" tatsächlich undenkbar wäre. Dass bei uns noch nie ein Asylheim brannte oder fast nie, ist doch wohl teilweise der Bürgermitbestimmung zu verdanken. Mit der direkten Demokratie müsste man behutsam, auf der untersten Ebene anfangen.
niekisch
16. August 2016 19:45
"Daß Soldateska en masse Greuel tun kann, ist mindestens set dem Dreissigjährigen Krieg bekannt"

Auf Greuel, Trouver, habe ich nicht Bezug genommen, sondern auf das Gegenteil, Dienstverweigerungen nämlich.
Willkommenskulturlos
16. August 2016 20:03
@Bausparer
Dienstag, 16. August 2016, 12:46
“ … das System ist ja völlig verblödet und zerstört sich selbst“
Ich muss doch sehr bitten! Man funktioniert hervorragend. Mich erstaunt das selbst immer wieder.


Sie sollen solche Beiträge mit „Ironie“ kennzeichnen.
Nicht jeder hat so viel Humor.

Ein System funktioniert hervorragend, wenn das Volk freiwillig „Heil …“ / „Es lebe …“ schreit oder die Regierung für gute Arbeitet zumindest respektiert.

Das System funktioniert nicht, wenn bei gefühlten 90% Merkel und ihre Bande nichts außer Wut und Eckel erregen (die Umfragen sind klar gefälscht).

Außerdem:
- Das System ist überschuldet. Und es ist überhaupt nicht klar, wie es ihre Welt-Rettung (Euro-Rettung, Griechenland-Rettung, Kosten der Masseneinwanderung usw.) weiter finanzieren will.

- Die innere Sicherheit ist ruiniert. Das System weiß nicht, wie viele eingedrungen sind und wer sie sind (80% ohne Papiere, beim Rest meistens gefälscht), Tausende sind einfach abgetaucht. Migranten jagen schon die Polizei aus den Stadtteilen (wie neulich in Berlin).

- Das Vertrauen ins System ist weg. Die Justiz lässt Diebe, Vergewaltiger und Mörder mit dem bestimmten Migrationshintergrund frei laufen (Bewährung). Kleinere Straftaten der Asylanten werden überhaupt nicht verfolgt.

Usw. usf.

Das ist schon, was Lenin unter der „revolutionären Situation“ meinte.
Es fehlen noch
Wirtschaftskrise (dafür wird der kapitalistische Konjunkturzyklus sorgen),
flankiert durch Finanzkrise (ist unvermeidlich, da Euro falsche Konstruktion ist, und noch läuft EZB Amok)
und Massenunruhen (das veranstalten Merkelsche Gäste).

Wenn das System zusammenbricht, müssen die Patrioten bereit sein, das Chaos zu verhindern und die Verantwortung zu übernehmen, zumindest in noch relativ gesunden Teilen Deutschlands.
Dafür müssen sie sich schon jetzt organisieren.
Westpreuße
16. August 2016 22:07
Herr Meyer,

interessant wie immer. Widerspruch und Zustimmung in den Kommentaren:
Sie scheinen es also richtig gemacht zu haben...

Zu den Zwangsarbeitern in Deutschland nach 1945; meiner Ansicht nach in keinster Weise vergleichbar mit "heute":

Meine Mutter, Vater war in russischer Kriegsgefangenschaft, mit uns Kindern einquartiert gegen erheblichen Widerstand bei einem Bauern in Schleswig-Holstein:

Auf dem Hof waren auch (noch) zwei russische "Fremdarbeiter". Einer hieß Podobrin. Er konnte etwas deutsch und war freundlich zu uns Kindern. Die beiden Russen hatten nun natürlich einen besseren Stand auf dem Bauernhof. Meine Erinnerung: Sie durften im Heu- und Gerätestall schlafen, nicht mehr in einem zugigen Schuppen...
Zu den Essenszeiten schloß die Bauernfamilie die Tür zu unserem Zimmer.
Wir verhungerten nicht, aber hatten Hunger...
Podobrin gab uns Kindern etwas von seinem Essen ab.
Stückchen Wurst, Stückchen Brot, Stückchen sonst noch etwas.
Meine Mutter sagte dann einmal: Podobrin und der andere Russe müssen nach Hause. Sie wollen aber nicht. Sie haben Angst. Für mich unverständlich: Wer will denn nicht nach Hause?
Eines Tages kam ich nach der Herumstromerei mit anderen Kindern zum Hof. Die beiden Russen waren verschwunden. Die Engländer hatten sie abgeholt. Meine Mutter sagte: Podobrin hat mir noch etwas zugerufen, russisch, dein Name fiel, aber ich verstand ihn nicht....

Ja, die Fremden im eigenen Land! Aber waren das denn auch Fremde? :

Die gab es auch. Die sind vermutlich alle wirklich gute Deutsche gewesen. Lebten und kämpften in den beiden Weltkriegen, starben im Bett oder blieben im Felde. Lebten, liebten, vermehrten sich, litten, freuten sich des Lebens, arbeiteten und tranken auch mal einen... Ihre Nachkommen leben sicherlich als "gute Deutsche" in Restdeutschland...
Wissen sie um ihre Wurzeln?

"MASUREN, Landesteil im SO. der preuß. Prov. Ostpreußen, einen Teil des Reg.-Bez. Allenstein und die Kreise Angerburg und Goldap bildend, 10195 qkm, (1900) 324.640 poln. redende und meist evang. E. Nicht zu verwechseln damit ist das Volk der M., die Bewohner von Masowien (s.d.)"
(Quelle: Brockhaus, Konversations-Lexikon, Leipzig 1906).

Interessante Kommentare. Viel Pulverdampf über dem Diskussionsfeld.
Da sollte man mal innehalten und sich entspannen.
Sich wieder einnorden. Ich empfehle:

https://www.youtube.com/watch?v=C0IYnRQJas0
"Preußens Gloria" auf dem Roten Patz in Moskau

Der Marsch wurde komponiert von dem seligen Gottfried Piefke anläßlich des Sieges über Frankreich 1870/71. Uraufführung in Frankfurt an der Oder anläßlich der Heimkehr der Truppen...

(1. Militärmusikfestival in Moskau. 12. September 2007. Damals ein denkwürdiges Ereignis. Wurde bei uns fast verschwiegen. Wurde von den russischen TV-Sendern direkt übertragen. Der WDR hinkte erheblich später nach und übernahm Teile vom russischen Fernsehen...).

Was das nun mit dem Thema zu tun hat? Na ja, irgendwie gelungene Integration? Die alten preußischen Märsche spielen auch heute noch eine große Rolle in Rußland...
: Grüße von der Weichsel
Trouver
16. August 2016 22:12
Kann man Dienstverweigerung mit Bataclan vergleichen?
Gustav
17. August 2016 14:28
„Die Farbigen sind nicht Pazifisten. Sie hängen nicht an einem Leben, dessen Länge sein einziger Wert ist. Sie nehmen das Schwert auf, wenn wir es niederlegen. Sie haben den Weißen einst gefürchtet, sie verachten ihn nun. In ihren Augen steht das Urteil geschrieben, wenn weiße Männer und Frauen sich vor ihnen so aufführen, wie sie es tun, zu Hause oder in den farbigen Ländern selbst. Einst packte sie Entsetzen vor unserer Macht - wie die Germanen vor den ersten römischen Legionen. Heute, wo sie selbst eine Macht sind, reckt sich ihre geheimnisvolle Seele auf, die wir nie verstehen werden, und sieht auf den Weißen herab wie auf etwas Gestriges.“

„Aber die größte Gefahr ist noch gar nicht genannt worden: Wie, wenn sich eines Tages Klassenkampf und Rassenkampf zusammenschließen, um mit der weißen Welt ein Ende zu machen? Das liegt in der Natur der Dinge, und keine der beiden Revolutionen wird die Hilfe der andern verschmähen, nur weil sie deren Träger verachtet. Gemeinsamer Haß löscht gegenseitige Verachtung aus. Und wie, wenn sich an ihre Spitze ein weißer Abenteurer stellt, wie wir schon manche erlebt haben, einer, dessen wilde Seele im Treibhaus der Zivilisation nicht atmen konnte und in gewagten Kolonialunternehmen, unter Piraten, in der Fremdenlegion sich an Gefahren zu sättigen versuchte, bis er hier plötzlich ein großes Ziel vor Augen sieht? Mit solchen Naturen bereitet die Geschichte ihre großen Überraschungen vor.“
Oswald Spengler, Jahre der Entscheidung, 1933, S. 164
deutscheridentitärer
17. August 2016 21:02
@Jürgen

Ihre Beiträge gehören aktuell zu den besten und klarsten hier.

Herr Meier Pirmin habe ich mich mittlerweile entschlossen als Kuriosum und Phänomen anzustaunen.


Sie äußern ein weit treffenderes Verständnis von Politik, wenn Sie auf die Bedeutung eines Maximalprogramms hinweisen, das einen den Weg über taktische Kompromisse und realpolitische Zumutungen hinaus den Weg weist.


Allerdings steht meines Erachtens ein Fragenkomplex im Raum, der in rechten Zusammenhängen zu stiefmütterlich behandelt wird, obwohl hierin der Schlüßel zur Eroberung der metapolitischen Deutungshoheit liegt:


Inwieweit kann das Unrecht der massenhaften Einwanderung Volksfremder in unser Land das andere Unrecht rechtfertigen, das darin besteht, eben diese Volksfremden, die die Einladung unserer Regierung in gutem Glauben angenommen haben, sich keiner Verbrechen schuldig gemacht haben und teilweise (häufig) bereits in 2., 3. oder gar 4. Generation hier leben wieder des Landes zu verweisen?


Ethonzentristen werden sich diese Frage evtl. nicht stellen wollen und den Dienst am eigenen Volk als oberstes moralisches Gebot sehen; ein Standpunkt dem ich nicht fern stehen, der aber dennoch zu kurz greift.

Denn auch wem sich dieses moralische Dilemma individuell nicht stellt, muss anerkennen, dass es sich um eine faktisch wirkmächtiges handelt, dass von der Rechten gelöst werden muss, wenn sie die Bewusstseinsblockade ihrer Landsleute lösen will.


In diesem Zusammenhang geht es auch darum, inwieweit durch die Masseinwanderung teils irreversible Tatsachen geschaffen wurden, mit denen (statt gegen) gearbeitet werden muss, der Gehenkte ist hier auf der richtigen Spur, auch wenn sich seine "Anerkennung der Wirklichkeit" als Kapitulation und Aufgabe der eigenen Position ausnimmt.


Es muss geklärt werden, was das Deutsche konstituiert und inwieweit es erwerbbar ist.

Das wiederum lässt sich nicht dekretieren, sondern es entsteht als gemeinsames Bewusstsein als Folge von Auseinandersetzungen und Kämpfen um das Eigene.

Insofern bieten die aktuellen und kommenden Kämpfe vielleicht die Möglichkeit brauchbare Elemente in den deutschen Volkskörper einzuschmelzen und unbrauchbare (schädliche) Elemente auszuschließen.


Vielleicht auch nicht.


"Ein Stamm ist im allgemeinen, nicht immer, eine Einheit des Blutes. Ein Volk ist immer die Einheit einer Idee. Auch die Stämme dauern sehr oft in der Weise, daß eine Gemeinschaft von Männern sich Weiber von ganz andrem Blut raubt, um so sich selbst fortzupflanzen. Die ›starke Rasse‹ beweist sich dann dadurch, daß der Typus sich hält. Nur minderwertige Rasse wird durch fremdes Blut um ihre Art gebracht. Aber ein ›Volk‹ ist immer seelische Form, es hat eine ›Idee‹, und die Stärke und Dauer eines Volkes hängt von der Kraft dieser Idee ab. Das Römertum war eine Idee. Es dauerte, [auch] als kein Tropfen Blut vom alten Stamm mehr vorhanden war."

O. Spengler
Der_Jürgen
18. August 2016 15:55
Auch wenn es kaum noch einer lesen wird, hier eine kurze Antwort an

@Deutschtidentitärer

Ihre Bemerkung ist berechtigt. Ich bin nicht dafür, Ausländer der 3. und 4. Generation auszuweisen, unabhängig von ihrer Herkunft, wenn sie sich bei uns korrekt benehmen. Ebenso wenig würde ich einem in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Afrodeutschen, der wahrscheinlich nie in Afrika war, keine afrikanische Sprache spricht und keine Bindungen an diesen Kontinent hat, seine deutsche Staatsangehörigkeit aberkennen und ihn in seine "Heimat" (die keine ist) abschieben.

Eine gewisse Zahl von Farbigen und Muslims wird in Deutschland bleiben können; da bin ich kein Dogmatiker, und es gibt gewisse Gebote der Menschlichkeit, die wir nicht missachten dürfen. Von dieser Minderheit wird keine Gefahr ausgehen, und sie wird schliesslich, da keine zusätzliche Drittwelteinwanderung erfolgen wird, in der einheimischen Bevölkerung aufgehen.
Westpreuße
18. August 2016 17:24
@ Der_Jürgen

"...es gibt gewisse Gebote der Menschlichkeit, die wir nicht missachten dürfen...".

So ist es! So haben wir in zwei Jahrtausenden deutscher Geschichte gehandelt. Mal mehr, mal weniger; das gebietet unsere Räson und unser Ehrgefühl...
: Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel, Posen und Bromberg
niekisch
19. August 2016 14:15
"wird schliesslich, da keine zusätzliche Drittwelteinwanderung erfolgen wird, in der einheimischen Bevölkerung aufgehen"

Ja, Der Jürgen,aber erst nach 42 Genarationen ohne weitere Vermischung. Sie können ja meine Aussage in 960 Jahren überprüfen.
Desprecio
19. August 2016 14:15
Die nachträglichen Entschuldigungen und Kniefälle wegen kurz zuvor ergangener Äußerungen, die in den Augen des politischen Gegners
möglicherweise als politisch unkorrekt angesehen werden könnten,
sind gerade in diesem Forum kaum noch zu ertragen.

Glaubt man, dadurch der Verfolgung oder der Beobachtung staatlicher
oder privater denunziatorischer Institutionen, im Nachhinein noch zu
entgehen ?

Wo bleibt hier der aufrechte Kampfeswille ?

Sollten wir nicht des zukünftigen "aufrechten Ganges" willen für die
Stärkung unserer Rückenmuskulatur tun ?
Heinz Obst
20. August 2016 07:43
@Desprecio - Freitag, 19. August 2016, 02:15 AM

Die nachträglichen Entschuldigungen und Kniefälle wegen kurz zuvor ergangener Äußerungen, die in den Augen des politischen Gegners
möglicherweise als politisch unkorrekt angesehen werden könnten,
sind gerade in diesem Forum kaum noch zu ertragen.


Diese Art von Kapitulantentum erinnert an Dieter Stein (JF), der seit etwa zwei Jahren für die "Schaffung einer neuen deutschen Nation (sic!) plädiert.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.