22. August 2016

Handeln in Zeiten der Beschleunigung?

von Lutz Meyer / 65 Kommentare

Lutz Meyer kommt aus der linksanarchistischen Szene, seine Themen findet er auf der Straße.

Maelstrom-ClarkeEs ist höchste Zeit zu handeln, so sagen die einen. Ja, aber wie denn und wo denn? So fragen die anderen. Es war wohl noch nie so schwierig wie heute, den Hebel zu der einen großen Umwälzung anzusetzen, sofern man nicht in den Schaltzentralen der Macht sondern irgendwo im Außerhalb sitzt. Gibt es überhaupt einen solchen Hebel? Und gibt es den archimedischen Punkt, von dem aus die Welt aus den Angeln zu heben wäre?

Interventionsversuche nach Art von Harmodios und Aristogeiton wären sinnlos – diejenigen, die heute herrschen, sind austauschbare Funktionseliten ohne Charisma, das System gleicht der mythologischen Hydra. Ihre Beseitigung wäre nicht mehr als ein kleiner Betriebsunfall – ein Rädchen würde mühelos durch ein anderes ersetzt werden. Massenproteste, die zum Umsturz führen? Derartiges könnte in einem Drittweltland noch gelingen, sofern der Geheimdienst einer Großmacht diesen Aufstand organisierte.

Aber hier, mitten in Europa? Hier würde man allenfalls Rücktritte und Neuwahlen erreichen können – mit der Konsequenz, daß jede ernsthafte Folge ausbliebe. Unsere Situation gleicht ein wenig der Lage im Mahlstrom – je tiefer es hinabgeht, desto mehr nimmt die Geschwindigkeit zu. Doch wächst dort, in der Gefahr, wirklich auch das Rettende? Die Beschleunigung, das steigende Tempo der Veränderung, ist eines der größten Hindernisse, mit denen wir es zu tun haben, wenn wir der Frage nach dem Handeln nachgehen. Und dieses Tempo nimmt weiter zu, wie ein kurzer Rückblick zeigt.

Zwischen der neolithischen Revolution vor vielleicht 5.000 Jahren und der Zeit um 1400 n. Chr. hat sich nicht allzu viel im Leben der einfachen Leute geändert (auch die Christianisierung hatte für die meisten Menschen kaum Folgen, wie denn ja auch auf dem Lande bis weit in die Neuzeit hinein Heidnisches sich halten konnte). Man lebte zu allen Zeiten ein sehr elementares und vielfältig bedrohtes Leben zwischen Glaube und Aberglaube, zwischen Lust und Schmerz, wusste kaum, was drei Orte weiter geschah, geschweige denn am anderen Ende der Welt.

Die Zeit zwischen 1400 und 1800 brachte erstmals größere, für jeden spürbare Beschleunigungsschübe. Der Buchdruck, die öffentlich sichtbare Kirchturmuhr (als Symbol der neuen Zeitrechnung) sowie zahlreiche Erfindungen bis hin zur Dampfmaschine – die Beschleunigung des täglichen Lebens nahm langsam aber sicher Fahrt auf. Dennoch blieb das Leben zumal der einfachen Leute (und damit der großen Masse) weitgehend dem Leben einer langen Reihe von Urahnen nicht unähnlich.

Erst im 19. Jahrhundert gab es innerhalb weniger Jahrzehnte eine enorme Temposteigerung – die Maschinen wurden größer, energiegieriger, schneller und leistungsfähiger, auch der Informationsfluss nahm an Tempo und Reichweite dramatisch zu. Dauerte es wenige Jahrzehnte zuvor noch Monate, bis eine Nachricht zweitausend Kilometer zurückgelegt hatte, waren es jetzt nur noch Tage, bis sie einmal um die Welt kam. Heute geschieht dies in Sekunden. Das zwanzigste Jahrhundert brachte in mehreren gewaltigen Beschleunigungsschüben unendlich mehr an Veränderungen in den Lebensgewohnheiten als die gesamte Menschheitsgeschichte zuvor. Heute ändert sich innerhalb eines Jahrzehnts wiederum mehr als im gesamten zwanzigsten Jahrhundert.

Und das Tempo steigert sich weiter. Von Tag zu Tag. Von Stunde zu Stunde. Folge: Der Mensch verliert auf rasender Achterbahnfahrt die Orientierung, der Überblick geht verloren. Wichtiges wird für unwichtig, Unwichtiges für wichtig gehalten. Weder unser Seelenleben noch unser Geist können Schritt halten.

Die Unübersichtlichkeit und Vielschichtigkeit der Veränderung tut ein Übriges und ist ein zusätzliches Hindernis, das dem entschlossenen und zielgerichteten Handeln im Wege steht. Es passiert heute zu vieles zur gleichen Zeit an zu vielen Orten – ein Chaos, das vor allem auch in unseren Köpfen geschieht, wenn wir (durchaus freiwillig) über die Medien Kenntnis davon nehmen.

Natürlich wird ein ambitionierter Theoretiker auch heute noch versuchen, systematische Erklärungsversuche anzubieten, doch ehe er in seiner Rede das erste Mal Luft geholt hätte, hätten sich die Verhältnisse erneut geändert, neue Aspekte würden zu beachten sein, Bedeutungen hätten sich verschoben, bewährte Deutungsmuster wären obsolet geworden. Jeder noch so weit ausholende und mit großer Geste offerierte Erklärungsversuch (ob mit oder ohne Verschwörung) ist Schattendeuterei.

Hinzu kommt das Massenhafte der Veränderung: Was geschieht, geschieht nicht nur rasend schnell und in vielerlei Gestalt, es setzt auch immer mehr Masse in Bewegung. Vom global anschwellenden Warenverkehr bis hin zur global anschwellenden Massenmigration: Alles wird zunehmend in den Zustand der Bewegung versetzt – eine Art Zwang zum Wachstum und zur Dynamik vor allem zerstörerischer Tendenzen scheint sämtliche Lebensbereiche zu erfassen: Das Menschsein im Ganzen gerät in Bewegung, das ist wie soziale und ökonomische Plattentektonik für jedermann in Echtzeit.



Es wird immer schwieriger, in der Beschleunigung der Massenbewegung das Besondere und das Individuelle zu erkennen. Genau das bräuchte es aber als Ansatzpunkt für ein zielgerichtetes Handeln. Man kann als Einzelner ein Individuum aufhalten, aber keine Massen. Ob Massen ihrerseits Massen aufhalten könnten? Vielleicht – wenn sie nicht in ihrem Verhalten handlungsunfähig gemacht worden wären. Womit wir bei der Rolle der nicht umsonst so genannten Massenmedien sind.

Die Medien berichten nur über das, was sich verändert, nie über das (möglicherweise) Bleibende. Sie tun dies undifferenziert, Hauptsache es gibt Veränderungen, über die berichtet werden kann. So entsteht eine ungeheure Menge an Informationsmüll. Was in jedem Haushalt seit langem üblich ist – die Mülltrennung – funktioniert im Medienbetrieb nur bedingt. Welche Information ist wirklich wichtig? Welche kann ich getrost ignorieren? Wäre eine konsequente Medienabstinenz (neben einem generellen Konsumfasten) ein geeignetes Mittel, um wenigstens wieder etwas klarer sehen und denken zu können? So etwas kann nur im Individuellen begonnen werden. Wie aber sieht es dort aus?

Auch die ganz persönliche Inanspruchnahme durch kleine alltägliche Veränderungen nimmt Zeit und Kraft zum Handeln. Nicht wenige unter denen, die heute eine Notwendigkeit zum Handeln erkennen, sind bereits durch die zahlreichen kleinen Veränderungsprozesse in ihrem Alltag dermaßen beansprucht, daß kaum noch Ressourcen für wichtigere Dinge bleiben.

Die Inanspruchnahme betrifft das Berufliche wie auch das Private. Die meisten Menschen sind alleine schon durch berufliche Anforderungen, durch den ständigen Aktualisierungszwang und Tarifwechsel für diverse Kommunikationsmedien, durch die Suche nach einer günstigeren Krankenversicherung, durch Anbieterwechsel in der Energieversorgung, durch die Hatz nach günstigen Einkaufsquellen für Dinge des täglichen Bedarfs stark beschäftigt. Hinzu kommt der Organisationszwang im Alltag (für Familien noch erheblich gesteigert): Urlaub, Schule, Fortbewegung, Bildungsoptimierung, Altersvorsorge und nicht zuletzt die immer stärkeren Einsatz fordernde Verpflichtung zur Gesundherhaltung.

Das Angebots- wie auch das Kostengefüge ist in diesen Bereichen dermaßen stark dynamisiert, daß man schon Absicht dahinter vermuten kann: Haltet die Leute mit Updates aller Art und der Jagd nach dem günstigsten Preis beschäftigt, damit sie nicht anfangen, nachzudenken oder gar zu handeln! Hinzu kommen all die freiwillig und gern in Kauf genommenen Zerstreuungen und Ablenkungen durch vielfältige Unterhaltungsangebote. Den grundsätzlichen Fragen kann sich im Wesentlichen heute wohl nur zuwenden, wer ein asketisches Einsiedlerleben führt, keinem geregelten Broterwerb nachzugehen gezwungen ist, gut situierter Rentner ist, keine Familie hat und ein konsequenter Konsumverächter ist (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel).

Wie also handeln? Gibt es den archimedischen Punkt? Wo ist er? Der archimedische Punkt ist stets außerhalb des Systems zu suchen. Wenn das System Beschleunigung braucht und generiert, wenn das System selbst Beschleunigung ist, dann ist der archimedische Punkt der der absoluten Ruhe. Verweigern wir uns der Bewegung – Konsum- und Medienentzug, Ignoranz gegenüber den angesagten Themen – werden wir zwar nicht ausgenommen von der Bewegung, die uns trotzdem noch erfassen und in Mitleidenschaft ziehen kann, doch wir gewinnen vielleicht einen überlegenen Standort der Betrachtung und des Nachdenkens, um den Punkt ausfindig zu machen, von dem aus die Bewegung insgesamt zum Stillstand zu bringen wäre – der Griff in die Speichen des Rades will sorgfältig geplant sein.

Schwächster Punkt der Bewegungswelt sind ihre beiden Haupttriebwerke: das globale Datennetz inklusive der an ihnen hängenden Finanzmärkte und die Infrastruktur der Energieversorgung. Beide Großsysteme sind dezentral organisiert, was aber nichts anderes heißt, als daß es statt einer großen Zentrale viele kleine Zentren gibt, die untereinander vernetzt sind. Synchrone Ausschaltungen mehrerer dieser Zentren und Verbindungswege wären einem schweren Schlaganfall vergleichbar – kognitive Ausfälle, Lähmungserscheinungen, Handlungseinschränkung, Aussicht auf Totalzusammenbruch. Das herbeizuführen, das wäre widerständiges Handeln schlechthin.

Doch wer wollte die Verantwortung für im Kern nicht beabsichtigte, aber doch unausweichliche katastrophale Folgen für Unbeteiligte auf sich nehmen? Vielleicht also doch lieber nicht handeln (jedenfalls nicht in diesem Maßstab) und stattdessen darauf setzen, daß die Beschleunigung an ihr selbst zugrunde geht – daß also das sich steigernde Tempo die Bewegungswelt unausweichlich überfordern und zerreißen wird? Im Ergebnis wäre dieses Abwarten dem Versuch, die Beschleunigung durch Eingriffe von außen radikal zu stoppen, wohl sehr ähnlich. Das wäre nicht notwendig ein absolutes Ende von allem, sondern nur die Wegbereitung für einen neuen Anfang.

Ein anderer Weg: Im Mahlstrom bleiben – und wie der alte Mann in Edgar Allan Poes Erzählung durch Beobachtung der Gegebenheiten und durch umsichtiges Verhalten der Vernichtungsgefahr zu entrinnen versuchen. Das freilich wäre eine rein individuelle Angelegenheit.

 

Lutz Meyer kommt aus der linksanarchistischen Szene, seine Themen findet er auf der Straße.

Kommentare (65)

Helga Müller
22. August 2016 10:45
"SICH VERWEIGERN IST DIE EINZIGE MACHT DER MACHTLOSEN "
las ich vor vielen Jahren. Ich weiß aber nicht , wer das gesagt hat.
Mich hat das getragen und im leben gehalten
Hartwig aus LG8
22. August 2016 11:35
Von A. Nassehi wurde am Wochenende auf faz.net ein Aufsatz veröffentlicht. Er plädiert schlicht für die Eingemeindung der rechten Opposition, ihre Zulassung im meinungsbildenden Prozess, Zusammenarbeit in den Parlamenten u.s.w. Dies alles in der nicht unverblümt formulierten Absicht, die Gefährdungen, die er von rechter Opposition für die Demokratie ausgehen sieht, einzuhegen, zu kanalisieren, zu zivilisieren. (erstaunlicherweise verteilt er die Schuld für die Gefährdung des "politischen Comments" nicht einseitig) Nassehi muss sich aber fragen lassen, ob demokratische Verfasstheit ein tauglicher Rahmen für ein oppositionelles Wirken gegen eine herrschende Klasse ist, die den Bestand des Volkes gefährdet. Tja, und mit Nassehi über den "Bestand des Volkes" zu diskutieren ...

Anders hier @Meyer. Konkret. So konkret, dass ich mich in dieser Stelle scheue, darauf einzugehen.
Ein gebürtiger Hesse
22. August 2016 12:17
Hervorragender Beitrag, einer der besten von Herrn Meyer - danke!

Und dennoch, bei aller tiefgehenden Richtigkeit des Erkannten und Gesagten, brauchen wir noch etwas Weiteres: den Glauben an unser Eigenes - den uns eingegebenen Gedanken Gottes, der Kraft und Schönheit befähigt -, ohne den alles andere zu wenig ist. Daß wir immer wieder verzagen, und mehr als irgend jemand sehen darf, ja freilich, das geschieht. Und doch. Blicken wir erneut auf Heideggers Feldweg und vergewissern wir uns, welche Spur er in uns angelegt hat, von weit her, und was der Weg mit uns will.

http://antaios.de/detail/index/sArticle/35250
Ostelbischer Junker
22. August 2016 13:11
Handeln kann nur der letzte Schritt sein.

Wir brauchen endlich eine Handfeste Vision, was mit Unserer Heimat geschehen soll.

- Schmeißen wir die Mauren einfach raus (alle?!)? - Geht nicht mehr, zu viele, die Linke hält zu ihnen. Versuchen wir es trotzdem?

- Machen wir an sie das Angebot: werdet ein neuer Stamm (der mit uns gegen den Globalismus kämpft)?

- ziehen wir uns hinter die Elbe zurück, überlassen den Mauren Westdeutschland?

- Das sind grob gesagt unsere Alternativen wenn wir uns dazu entscheiden, dass wir sowohl nicht im Kalifat als auch im totalen Migrations- und Polizeistaat leben wollen.

Der Archimedische Punkt ist die Türkei. Wenn sie auch offiziell an die Moslembrüder gefallen ist, wird der Arabische Balken dazu imstande sein, auf Europa anzusetzen. Bisher sind sie es nur mit Hilfe von Innen (man beachte das außen-Binnen-I ;) ).


Welche der drei Alternativen wird in der Redaktion als wahrscheinlichste, wünschenswerteste, unblutigste gehandelt?
KW
22. August 2016 13:12
Liebe Helga Müller, sich verweigern. Seit vollen 16 Jahren keine Zeitungen, in letzter Zeit keine Filme, keine ausländischen Dinge konsumieren, Reparatur statt Wegschmiß, keine Reisen ins Ausland, ewil eh alles gleich ist. Der Globalismus wird an sich selbst ersticken. Die Neger und Orientalen sind der letzte Konsumschwung. Denen Geld für die Rückreise geben, das würde billiger als sie hier zu bemuttern. Hier braucht die doch kein Mensch.
Vexillifer
22. August 2016 13:43
Zur Frage bzw. Bestandsaufnahme dieser steten Beschleunigung und vor allem ihrer politischen Implikationen hat schon vor geraumer Zeit Paul Virilio alles Wichtige dargelegt, insbesondere in Der negative Horizont und Die Eroberung des Körpers. Mehr als nur bedenkenswert für jedermann mit einigermaßen offenen Augen, zumal noch bis auf weiteres kein Abflauen dieser Beschleunigung absehbar ist... So lange die Ressourcen noch ausreichen, versteht sich.
Caroline
22. August 2016 15:16
Der Code des Massenmediensystems (incl. Bücher und Zeitungen, wohlgemerkt) ist informativ/nichtinformativ, und ist daher an alt/neu gebunden. Daß es also eine hektische Jagd nach neuen Informationen ist, die das mediale System erhält, ist augenscheinlich und nichts Neues. Die spannende Frage ist die nach dem archimedischen Punkt außerhalb des Systems, mithin: außerhalb "der Gesellschaft", und die hat z.B. Luhmann schon 1987 ("Archimedes und wir") abschlägig beantwortet. Was uns bleibt, ist also Standpunktwechsel innerhalb der ausdifferenzierten Teilsysteme. Damit "die Gesellschaft" unzustürzen, ist strukturell unmöglich. Worum es doch aber geht, ist Sinn zu generieren, d.h. eigenes Handeln mit der Außenwelt kongruent zu machen. "Alles ist umsonst, rein subjektiv", wäre das Gegenteil von Sinn.
"Entschleunigung" ist allzu oft ein wohlfeiles ökonomisches, psychologisches und pädagogisches Sinnangebot, das anzunehmen allerdings einen selbst nur in große kommunikative Sinngeneratoren einspannt. Ob man selbst nun aber bloß eingespannt oder selbst sinnstiftend ist, sieht man nicht (blinder Fleck). Meine Lektüre, mein Garten, meine Kinderschar, mein Beruf, mein Liebesleben, meine Redeweise, meine Mediennutzung, meine politische Haltung etc. pp. kann je "entschleunigend" sein, oder überhaupt nichts ausrichten, oder einer Mode folgen oder die ganze Welt aufhalten.
Der Witz der funktional ausdifferenzierten Gesellschaft ist der: den Unterschied sehen dann die anderen! Aus anderen Systemen heraus, und sind ggf. mächtig irritiert und beziehen die Störung auf sich.
Und übrigens, nur am Rande: je mehr Systeme irritiert werden, desto mehr haben sie mit Reparaturarbeiten, Formerhalt, Abgleich der inneren Realität mit der Welt usw. zu tun und werden dadurch logischerweise - langsamer!
Siddharta
22. August 2016 15:25
Die Unmöglichkeit sinnvollen Handelns zu dieser Zeit wurde mir kürzlich beim Lesen einer Meldung über die Behandlung zweier Muslima in einem brandenburgischen Freizeitbad klar. Der Bademeister hatte die beiden aufgrund ihres Burkinis zurechtgewiesen. Man könnte einwenden, dass das Einschreiten des Bademeisters erst beim Vorliegen hygienischer Mängel angebracht gewesen wäre. Schließlich haben Frauen in öffentlichen Bäder auch die freie Wahl zwischen Bikini und Badeanzug. Warum also nicht auch noch eine dritte Option? Der Bademeister hatte aus dem Bauch heraus reagiert. Trotzdem kann ich ihn verstehen. Wenn eines Tages die Badegäste in Burkinis die Mehrheit stellen werden, dann ist diese Bekleidung keine individuelle Entscheidung mehr. Sie wird vielmehr die Reinen von den Unreinen trennen und für letztere ist dann kein Platz mehr. Das hatte der wachsame Bademeister geahnt. Aber egal wie er handelte, es spielt keine Rolle. Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten.
Trouver
22. August 2016 16:15
Schmeißen wir die Mauren einfach raus (alle?!)? – Geht nicht mehr, zu viele, die Linke hält zu ihnen. Versuchen wir es trotzdem?


Einmal die Sozialrente kappen, also, deutlich machen, daß sich Nichtstun nicht mehr rentiert (ungef. wie in den USA, wo es weder Hartz gibt, noch kostenlose Krankenversicherung für alle) - dann gehen die meisten wieder.

Aus freien Stücken und ziemlich geräuschlos.

Wenn dann die Haftsrafe auf DDR-Ebene oder eben auf dieses von Amerika hochzudrehen - wie in der Rechtsprechung, so auch in der Gestaltung, dann geht es wieder mit Schlägern und Vergewaltigern promt berg ab.
niekisch
22. August 2016 19:47
Wie also handeln? Gibt es den archimedischen Punkt? Wo ist er? Der archimedische Punkt ist stets außerhalb des Systems zu suchen.

Einspruch, Herr Meyer:der archimedische Punkt liegt nicht außerhalb des Systems, sondern mitten im Herzen des Systems, ja, er ist möglicher- weise sogar das Herz des Systems. Dieses kann garnicht schlagen, ohne daß "dem Deutschen an sich" wegen seiner angeblichen Boshaftigkeit das Lebensrecht abgesprochen wird. Daraus fließt alles weitere Gift, in unseren Volkskörper gepumpt durch ebendiesen Muskel. Wir brauchen eine Blutwäsche, die das Gift aus uns wieder herauswäscht.

Da diese Blutwäsche aber verboten ist, werden wir an der Blutvergiftung sterben.
Bituika
22. August 2016 19:48
Zu Meyers "archimedischen Punkt". Es wäre schon viel erreicht, wenn man den Begriff Demokratie entsakralisieren würde.

In der heutigen Zeit wird praktisch alles, was in die falsche Richtung geht, mit dem Begriff Demokratie oder demokratisch verbunden, womit dieser längst einen religiösen Charakter angenommen hat vergleichbar mit dem Gottesbegriff in früheren Zeiten.
schneekette
22. August 2016 21:15
Bekanntermaßen leben wir im freiesten Staat der deutschen Geschichte. Insofern sind ungute Entwicklungen der letzten Zeit nur als kleiner Schluckauf zu betrachten. Auch bin ich mir sicher, dass Herr Maas Maß halten wird oder die leichten Entwicklungen zum staatlichen wie auch zum mittelbar organisierten privaten Totalitarismus sich wieder einpegeln werden.

Aber nehmen wir nur für einen Augenblick an - und als reine Science Fiction - dass sich in einem fiktiven Land die Zustände derart verschärfen würden, dass auch wortreich weise Gelehrte und respice finem bedachte Bausparer keinen Zweifel mehr daran hätten, dass die Diktatur nun wirklich da sei.

Ich meine, Sie wissen schon - mit Lagern, Hasspresse, nächtlichen Verschleppungen, öffentlichen Schauprozessen, Totalitarismusbegriffen im gesamten Rechtssystem und öffentlichen Enthauptungen. Nehmen wir nur für einen Augenblick an, es wäre "mal wider soweit" und die aggressiven Panzerarmeen dieser fiktiven Diktatur stünden kurz vor dem neuen Weltbrand.

Dann, ja dann würde doch eigentlich eine WiderstandsPFLICHT eintreten, oder?

Nehmen wir weiter an, es gäbe nur Funktionseliten, wie Meyer dies andeutet - und die Tat von Harmodios und Aristogeiton vollkommen sinnlos, oder? Nehmen wir an, Hipparchos sei eine zwar machtbösartige aber letztlich austauschbare Dutzendfigur, die gerade in ihrer Belanglosigkeit stets austauschbar wäre. Nehmen wir an, Athen habe sich schafsblöde geradezu mit dem Tyrannen abgefunden - ja jeder beliebige Athener könnte fast blind auf dem Markplatz herausgesucht, stets den neuen Tyrannen stellen.

Ginge es nicht auch dann, ja gerade dann um das Bestrafen?
Karl
22. August 2016 22:50
Einige Ansatzpunkte
Niedrigschwellig Zeichen setzen: Einander erkennen. Zusammen stehen. Zusammen führen. Zusammen geführt werden. Bekennen. Kontinuierlich Wachsen. Stetig. Exponentiell!? Energie einsetzen. Nur dann: Finanzen einsetzen, Zeit opfern, Handeln: jede kleine Tat zählt,, Kommunikation: Wachstums-Signale. Dekonstruktionen restrukturieren, zusammenfügen, verbinden. Beliebigkeit beenden, Verbindlichkeit fordern. Selbstverständliches in Frage stellen. Müssten Gesetzesbrüche nicht verfolgt werden? Auto-Rassismus, Verhöhnung erkennbar werden lassen. Codierungen entziffern.
Blauauge
22. August 2016 23:05
Schweigen, sich verweigern. In der Passivität der Inneren Emigration sich einrichten. Gute Bücher aus vergangenen, glorreichen Zeiten lesen, Bücher, deren Protagonisten noch wußten, wer sie waren und wo sie standen. In der vermeintlichen Geborgenheit der "splendid isalotation" eloquent disputierend darauf hoffen, daß man bis zu seinem (mehr oder minder absehbaren) Lebensende möglichst ungeschoren davonkommt. Auf der sinkenden Titanic schon mit Wasser in der Lunge noch eben ein Lied gurgeln:
"Brennend heißer Wüstensand - so schön, schön war die Zeit..."

Ist das wirklich die Quintessenz Ihres Handlungsplanes, Herr Meyer?

Kommentar MEYER: Oh nein, dafür fühle ich mich nicht alt genug. Mir geht es gar nicht darum, einen fertigen Plan vorzustellen. Ich stelle, wie so oft, Fragen, weil ich mehr als alles andere das Fraglose, das scheinbar Selbstverständliche und vorgeblich immer schon Klare, fürchte.
Max Muster
22. August 2016 23:29
@ Trouver
Keine Sozialleistungen und Krankenversicherung? Schauen wir doch in die Staaten. Klar werden die Tüchtigen und Wagemutigen angezogen, aber doch genauso die Looser, Arbeitsscheuen oder Kriminellen. Die gehen dann halt in ihre Community oder holen sich das, was sie denken, was ihnen zusteht -- egal wie.
Genau das selbe bei den Strafen. Wo gibt es die härteren Strafen und die meisten Kapitalverbrechen? Ihr Vorschlag mag ein klein wenig Verbesserung bringen, aber nix Substanzielles.
Worauf sich die meisten einigen könnten, ist eine Mitgift, damit uns die vielen "Fachkräfte" nicht weiter retten wollen und ohne große Randale wieder den Heimweg antreten. Ansonsten gäbe es noch etwas nachdrücklichere Wege. Diese wären, mit gesellschaftlicher Rückendeckung, auch schnell und effektiv umsetzbar. Allerdings hätten wir dann von den vielen Gutmenschen ein Gejammer, lauter als der Ausbruch des Krakatau!
Petry hat ja schon mal vortastend ein paar europäische Inseln als Parkbereich vorgeschlagen. Gehen wir doch mal ein paar Schritte weiter: Es gibt doch in zu Europa angrenzenden Gebieten auch gescheiterte Staaten wie Somalia oder Libyen. Vielleicht ließe sich auch mit einem netten War-Lord ein "Rückführungsabkommen" aushandeln. Wer dann nicht sagen kann oder will, woher er wirklich kommt, kann dann aus diesen finalen Destinationen per pedes den Weg antreten.
Nur eines dürfte uns klar sein: mit diesen Politdarstellern (egal welcher Couleur) und Strukturen, werden wir es nicht ansatzweise bewältigen. Auch Petrys oder Gaulands werden im Falle eines Falles den Schwanz einkneifen ...
Es gibt immer Wege, die ganze Lage nicht noch weiter aus dem Ruder laufen zu lassen. Die Zeit zurückdrehen kann keiner! Nachträgliches Aufräumen eines Saustalles ist schwieriger, als einen erst entstehen zu lassen. Aber das haben wir nicht (mehr) in der Hand. Wir werden einen langen Atem brauchen. Aber jedem sollte klar sein, was es (er) zu verlieren gibt (hat), für wen man kämpft und warum.
Wir sind keine jammernden Memmen, sondern Macher! Auch intellektuelle Arbeiter sind Macher. Den Bürgern muß klargemacht werden, daß konservative und/oder rechte Standpunkte nichts "Böses", Indiskutables sind und überhaupt nichts mit dem Untoten aus Braunau zu tun haben. Am besten bringt man das charmant und subliminal herüber!
karl m.
22. August 2016 23:56
Mal ein kleines Beispiel für diejenigen, die nach dem obigen Artikel meinen, es ginge nicht und es ist zu anstrengend oder zu spät oder nicht aufzuhalten oder zu...

Es ist nie zu spät für Mut. Vielleicht können sich einige daran erinnern, dass es in Leipzig regelmäßig zu Übergriffen der radikalen Linken auf den Staat und Andersdenkende kam und kommt. Die Polizei richtet nichts aus, vielfach hält man das ja für staatlich gewollt. Dem ist eher nicht so, es ist schlichtweg die Inkompetenz und Überforderung, welche da am Werke ist und im Januar auch von den radikalen Rechten entdeckt wurde.
DENN: nach nunmehr etwa einem halben Jahr ist nicht eine einzige Anklage gegen irgend jemanden erhoben worden, der in Connewitz umdekoriert hat. Davon kann man halten was man will, es zeigt aber immerhin, dass es generell ein Machtvakuum gibt und der Staat es nicht füllen kann. Auch nicht mit Überwachungskonzepten. Die Frage ist also, wer dieses Vakuum füllt. Und mit was. Mir gefällt ja die Idee mit Security-Teams, auch Bürgerwehr genannt.
Aber ich verstehe auch, dass hier nicht jeder unüberlegt vom Leder ziehen will.
Willkommenskulturlos
23. August 2016 01:41
Interventionsversuche nach Art von Harmodios und Aristogeiton wären sinnlos – diejenigen, die heute herrschen, sind austauschbare Funktionseliten ohne Charisma, das System gleicht der mythologischen Hydra.


Das stimmt, aber die politische Entsorgung Merkels ist trotzdem sinnvoll.

Denn einerseits ist sie der schlimmste Kopf der Hydra, und die Bestrafung für ihre Untaten soll der Gerechtigkeit / Abschreckung für andere Politiker dienen.

Andererseits gerät das System so in Bewegung, und in einer verrotteten, instabilen System können sogar kleine Änderungen zu großen Folgen führen.

Derartiges könnte in einem Drittweltland noch gelingen, sofern der Geheimdienst einer Großmacht diesen Aufstand organisierte.

Aber hier, mitten in Europa?


Bei einem hohen Grad der Degeneration hat das System nichts mehr im Griff trotz aller Machtinstrumente.

So waren KGB und Stasi sehr solide Geheimdienste, konnten aber den Zusammenbruch der UdSSR und DDR nicht verhindern.

Und das Tempo steigert sich weiter. Von Tag zu Tag. Von Stunde zu Stunde. Folge: Der Mensch verliert auf rasender Achterbahnfahrt die Orientierung, der Überblick geht verloren. Wichtiges wird für unwichtig, Unwichtiges für wichtig gehalten. Weder unser Seelenleben noch unser Geist können Schritt halten.


Es ist richtig, dass sich das Tempo steigert.
Gleichzeitig werden aber auch Instrumente angeboten, um damit Schritt zu halten.
Z.B. zu jedem großen Ereignis gibt es sofort Informationen, Analysen, Hintergrunde aus verschiedenen Quellen und Richtungen, vor allem im Internet.
Daher sind die Möglichkeiten der gezielten Volksverdummung geringer geworden, was die Herrschenden sichtlich beunruhigt (siehe Versuche der Zensur im Internet).

Um in dieser Flut der Information zu Recht zu kommen, muss man ein ORIENTIERUNGSSYSTEM haben, die so unschön IDEOLOGIE heißt.

Wie also handeln? Gibt es den archimedischen Punkt? Wo ist er? Der archimedische Punkt ist stets außerhalb des Systems zu suchen. Wenn das System Beschleunigung braucht und generiert, wenn das System selbst Beschleunigung ist, dann ist der archimedische Punkt der der absoluten Ruhe. Verweigern wir uns der Bewegung…


Es ist bekannt, was passiert, wenn keiner in den begonnen Krieg gehen will – dann kommt der Krieg zu dir.
Also, Ignorieren kann generell keine Option sein.

In jetziger Phase kann passiver Widerstand sinnvoll sein.
Aber irgendwann wird man auch aktiv handeln müssen, z.B. wenn das bunte System unter eigenen Blödheit zusammenbricht und ins Chaos gerät.
Dafür muss man sich schon heute vorbereiten, z.B. sich organisieren.
Willkommenskulturlos
23. August 2016 01:43
@Ostelbischer Junker
Montag, 22. August 2016, 13:11
Wir brauchen endlich eine Handfeste Vision, was mit Unserer Heimat geschehen soll.

- Schmeißen wir die Mauren einfach raus (alle?!)? – Geht nicht mehr, zu viele, die Linke hält zu ihnen. Versuchen wir es trotzdem?

- Machen wir an sie das Angebot: werdet ein neuer Stamm (der mit uns gegen den Globalismus kämpft)?

- ziehen wir uns hinter die Elbe zurück, überlassen den Mauren Westdeutschland?


Das sind richtige ideologische Fragen zum Ziel und Weg dorthin.

1. Rausschmeißen.
Den passablen Weg, den Trouver, Montag, 22. August 2016, 16:15 vorschlägt

Einmal die Sozialrente kappen, also, deutlich machen, daß sich Nichtstun nicht mehr rentiert (ungef. wie in den USA, wo es weder Hartz gibt, noch kostenlose Krankenversicherung für alle) – dann gehen die meisten wieder.


kann man probieren, aber er wird wahrscheinlich nicht funktionieren.
Z.B. in den USA gibt es keine Alimentierung der Einwanderer - sie bleiben trotzdem. Fehlende Sozialrente führt einerseits zu niedrigen Löhnen und andererseits zur überbordenden Kriminalität, die das Leben teuer und schlimm macht.

2.„Ein neuer Stamm“ werden - das ist die BRASILIANISIRUNG (eigentlich das erklärte Ziel der Globalisten).
Angesichts der Zustände in Brasilien kein wünschenswerter Zustand für Normalbürger.
Dazu kommt aber in Europa nicht.
Denn die moslemische Invasoren wollen sich mehrheitlich gar nicht vermischen, integrieren usw.
Sie wollen Landnahme und Unterwerfung der Europäer nach ihren moslemischen Regeln.

3. Die Abspaltung der gesunden Teilen kann funktionieren – so hat sich z.B. die ost-römische Reich vom Untergang Roms gerettet.
Über die Grenze kann man diskutieren.
Ich glaube, Süd-Deutschland ist auch noch nicht verloren. Zusammen mit dem von der FPÖ regierten Österreich und der Schweiz kann daraus auch ein Bollwerk werden.
Eveline
23. August 2016 08:52
https://www.youtube.com/watch?v=7cxYszyPOmU

Dr. Volkamer, ein Chemiker und Physiker wiegt nicht nur unseren feinstofflichen Körper. Er erklärt Himmel und Erde aus der Sicht der Feinstofflichkeit.

Und weist somit den unsichtbaren , hochwirksamen Welten endlich ihren Platz in der göttlichen Ordnung.

40 Jahre Forschung werden vorgestellt. Wem das zuviel ist ,der höre wenigstens die letzten 20 min.

Hier liegt unsere Lösung und der Weg. Er ist heute 70 jährig und hofft, das er es noch erleben wird . Das Goldene Zeitalter.

Eines der spannendsten Gespräche.

Das Neue kommt nicht im alten Gewand daher, darum aufgehorcht.
fenek
23. August 2016 08:56
Der Beitrag von Lutz Meyer überzeugt, wie immer, durch präzise Gedankenanstöße. In der Linken sind ausgefeilte „Strategiedebatten“ ja seit jeher eine Selbstverständlichkeit.

Man muß sich von der Aufklärung nicht auf´s Glatteis führen lassen, Geschichte, das steckt nicht zufällig bereits in der Begriffsbildung, ist etwas, das geschieht. Bei aller Reflexion über Vergangenheit und Gegenwart und aller Prognose die Zukunft betreffend, bleibt immer ein unerklärlicher Rest, etwas Naturhaftes, das über die Menschen hereinbricht. Für das individuelle Leben ist dies dem modernen Menschen einfacher nachvollziehbar, als für geschichtliche Entwicklungen.
Dem gegenüber (oder auch nicht?) steht die Erfahrung, daß alle Veränderung von historischer Dimension von bewußten Minderheiten ausgegangen ist, selbst die „neolithische Revolution“ war zunächst die Sache einer Minderheit, umso mehr gilt dies für politisch wirksames Handeln.

Zur Sache: Es führt kein Weg vorbei an möglichst geschlossenen Siedlungsgebieten, tendenziell ländlich und östlich, im Idealfall mit Anschluß an Osteuropa, das kann in vielfacher, auch logistischer Hinsicht, entscheidend sein. Von hier aus ist eine Reconquista (oder ein Überwintern) möglich. Jedes Dorf, jeder Stadtteil, jede Straße, jeder Wohnblock ist eine Figur auf dem großen Schachbrett.
Die Kette reißt am schwächsten Glied, die nächste größere Wirtschaftskrise mit ihren Auswirkungen auf das Sozial- und Rentensystem wird die letzte der Bunten Republik in ihrer jetzigen Form.
Valjean72
23. August 2016 09:21
Willkommenskulturlos schrieb:
Ich glaube, Süd-Deutschland ist auch noch nicht verloren. Zusammen mit dem von der FPÖ regierten Österreich und der Schweiz kann daraus auch ein Bollwerk werden


Meiner Auffassung nach machen sich deutsche Konservative ein falsches, verklärendes Bild von der Schweiz.

Dabei braucht man lediglich die Zusammensetzung der Schweizer Fußballnationalmannschaft bei der Letzten EM ansehen. Es befanden sich sage und schreibe drei Spieler in der Startaufstellung mit originär Schweizer Namen, den Rest bildeten hauptsächlich Spieler mit Wurzeln auf dem Balkan.

Die Kleinstadt in der ich lebe weist offiziell einen Ausländeranteil von knapp 40% auf, worunter meine Familie und ich ja auch fallen. Blickt man allerdings auf die Zusammensetzung der Grundschulklassen so offenbart sich ein „gefühlter“ Migrationsanteil von vielleicht 70%.

Es handelt sich hierbei wie eingangs erwähnt um eine kleine Stadt, in welcher es bisher auch keine größeren Probleme gab. Das liegt sicherlich zu einem Gutteil am relativen wirtschaftlichen Wohlstand und der geringen Arbeitslosenquote. Sollte dieser Wohlstand einmal wegbröseln, dann können auch hier Spannungen auftreten.
Gustav
23. August 2016 09:48
Die Menschheit stellt nicht eine Entwicklung zum Besseren oder Stärkeren oder Höheren dar, in der Weise, wie dies heute geglaubt wird. Der »Fortschritt« ist bloß eine moderne Idee, das heißt eine falsche Idee. Der Europäer von heute bleibt in seinem Werte tief unter dem Europäer der Renaissance; Fortentwicklung ist schlechterdings nicht mit irgendwelcher Notwendigkeit Erhöhung, Steigerung, Verstärkung.

Aus Mangel an Ruhe läuft unsere Zivilisation in eine neue Barbarei aus. Zu keiner Zeit haben die Tätigen, das heißt die Ruhelosen, mehr gegolten. Es gehört deshalb zu den notwendigen Korrekturen, welche man im Charakter der Menschheit vornehmen muß, das beschleunigte Element im großen Maße zu verstärken.

Den Konservativen ins Ohr gesagt. – Was man früher nicht wußte, was man heute weiß, wissen könnte –, eine Rückbildung, eine Umkehr in irgendwelchem Sinn und Grade ist gar nicht möglich. Wir Physiologen wenigstens wissen das. Aber alle Priester und Moralisten haben daran geglaubt – sie wollten die Menschheit auf ein früheres Maß von Tugend zurückbringen, zurückschrauben. Moral war immer ein Prokrustes-Bett. Selbst die Politiker haben es darin den Tugendpredigern nachgemacht: es gibt auch heute noch Parteien, die als Ziel den Krebsgang aller Dinge träumen. Aber es steht niemandem frei, Krebs zu sein. Es hilft nichts: man muß vorwärts, will sagen Schritt für Schritt weiter in der décadence (– dies meine Definition des modernen »Fortschritts« ...). Man kann diese Entwicklung hemmen und, durch Hemmung, die Entartung selber stauen, aufsammeln, vehementer und plötzlicher machen: mehr kann man nicht.

Friedrich Nietzsche
Winston Smith 78699
23. August 2016 10:27
Die oder wir, wer eigentlich ist Achilles auf dem Schiff, der nicht kämpfen will? - Ein laienhafter Versuch -

(Wo sind eigentlich all jene Zen-Meister, Psychiater und Psychologen, die in Friedenszeiten gegen Bezahlung die große Klappe haben und sich nun einen großen Lotos ausschweigen, so daß nun ein Laie wie ich sich jetzt dieses Zeug ausdenken und blamieren muß? Anmelden, anonym Sermon ablassen, gut ist - daß von Kirchenleuten wenig zu erwarten ist, haben wir ja begriffen, aber wo seid Ihr Um-Die-Ecke-Denker?)


Der Aufhänger für folgende Überlegungen waren die Milchmädchenrechnungen in den Kommentaren, ohne dass der Hebelpunkt gefunden wäre (der vielleicht genau im Eingeständnis dieses Umstandes liegen könnte), und gar die Rede von sublimen Botschaften, ohne dass irgendein Massenmedium verfügbar wäre, also die Frage, wie man allein durch Verhalten ohne Medium eine Botschaft geben kann, und welche wir durch das kollektive Nicht-Handeln geben.

Es gibt da wohl im Volk und auch im Staat (der nicht mehr das Volk ist) Personen und Institutionen, die sich radikale Lösungen längst wünschen und sich diesen Wunsch nicht eingestehen wollen, vielleicht aus Gründen der Machtlosigkeit oder des Schuldkomplexes oder der Angst vor der innerhalb des Schuldkults zu erwartenden Anklage und Erniedrigung, einem psychologischen Todesurteil an der Vorfahren Stelle, der historisch berichteten Täter. Daher können sie sich auch, folgerichtig zurückgerechnet, auch die jenem nun geheimen Wunsch vorausgehende Angst nicht eingestehen und begrüßen daher den Gefährder widersinnigerweise überschwenglich, während sie zugleich den eigentlichen Wunsch nach dessen radikaler Beseitigung verdrängen. Dissoziation.

Der eigene dunkle "Schatten" wird nun auf den Einzigen am überschwenglichen Begrüßen nicht Beteiligten projiziert, auf den Außenseiter: die Rechte, die Mitte (die damit zur Rechten wird), das Volk in den bunten Wolfskinjacken. Dieser soll damit gereizt werden, stellvertretend die notwendigen Schritte zu tun, zugleich aber der Sündenbock zu sein. Dann wäre alles geklärt und man empfände Erleichterung, denn die äußere Wirklichkeit würde die individuelle Dissoziation bestätigen. Das ins Groteske überzogene AfD-Bashing läßt sich somit als unterschwellige Provokation zur Gewalt auffassen.

Die nicht fremdgesteuerten Anteile der Macht und/oder die antideutsche Öffentlichkeit können ihre wahnhaften Positionen (also die Projektionen) also nur in demselben Ausmaß zurücknehmen, wie sie selbst ihre nun dissoziierte Verfassung re-integrieren und eine Identität in einem therapeutischen Prozeß zurückgewinnen, der das Ausmaß einer Rückführung und Neugeburt annehmen könnte.

Hierzu werden sie von uns in einem Psychokrieg gezwungen, der sie bereits zu erschöpfen beginnt, indem die Projektionsobjekte AfD, neue Rechte, Pegida und die rechtsradikale Pöbelmitte des Volkes gerade nicht das permanente sublime Angebot der Angleichung des Objektes an die Projektion annehmen, also eben nicht zu den Waffen greifen und sich so verhalten, wie die dissoziativ gestörten Personen und Institutionen es ihnen antragen und es sich insgeheim wünschen, um nicht selbst in erster Reihe stehen zu müssen und nicht Verantwortung zu tragen.

Wir sind mitten im Kampf und halten uns nicht schlecht - im Grunde sogar beängstigend gut. Zeig mir ein anderes Volk, das so viel Nervenstärke zeigt und nicht in diese Falle geht. Wir sagen denen ja durch unser Abwarten permanent zurück: nicht ohne euch!

Achilles kämpft nicht, weil er beleidigt ist: er verlangt - wenn ich mich aus dem Stegreif recht entsinne - von Menelaos und den Griechen Respekt und eine Entschuldigung für den Tod des Geliebten. Die Griechen warten ebenso: nicht ohne Achill. (Hab's nicht nachgeschlagen, bitte verbessern, ihr Gelehrten da draußen - es soll nur ein bildlicher Aufhänger für die Pattsituation im Gesamtbild sein. Unsereins kann ja nicht tagelang an einem Kommentar basteln.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Projektion_(Psychoanalyse)

https://en.wikipedia.org/wiki/Psychological_projection
Gustav Grambauer
23. August 2016 10:29
Gustav, mein Namensvetter

"Der erste christliche Eingeweihte Europas, Ulfilas, hat es in die deutsche Sprache selbst hineingelegt, daß der Mensch in der Sprache das «Ich» fand. Andere Sprachen drücken diese Beziehung zum Ich durch eine besondere Form des Zeitwortes aus, zum Beispiel im Lateinischen «amo», aber die deutsche Sprache setzt das Ich hinzu. «Ich» ist: J.Ch. = Jesus Christus. Das ist mit Absicht in die deutsche Sprache hineingelegt, es ist nicht Zufall. Es sind die Eingeweihten, welche die Sprache geschaffen haben. So wie man im Sanskrit das AUM für die Trinität hat, haben wir für das Innere des Menschen das Zeichen «ICH». Dadurch war ein Mittelpunkt geschaffen worden, durch den die Leidenschaften der Welt sich in Rhythmus verwandeln können. Sie müssen sich durch das Ich rhythmisieren. Dieser Mittelpunkt ist wörtlich der Christus.

Alle westlichen Nationen haben die Tätigkeit, die Leidenschaften entwickelt. Ein Impuls vom Osten muß kommen, um in dieselben Ruhe hineinzubringen. Ein Vorbote davon ist schon Tolstojs Buch «Über das Nichtstun». In der Tätigkeit des Westens finden wir vielfach ein Chaos. Das vermehrt sich immer noch. Die Spiritualität des Ostens soll in das Chaos des Westens einen Mittelpunkt bringen. Was lange Zeit hindurch geübt wird als Karma, das geht in Weisheit über. Weisheit ist die Tochter von Karma. Alles Karma findet seinen Ausgleich in Weisheit. Ein Weiser, der auf einer bestimmten Stufe angekommen ist, heißt ein Sonnenheld, weil sein Inneres rhythmisch geworden ist. Sein Leben ist ein Abbild der Sonne, die in rhythmischen Bahnen den Himmel durchwandert.

Das Wort «AUM» ist der Atem. Der Atem verhält sich zum Wort, wie der Heilige Geist zu Christus, wie das Atma zu dem Ich."

- Rudolf Steiner, GA 93a (1994), Seite 29

- G. G.
Nixfuerungut
23. August 2016 10:59
Sehr interessanter Ansatz Herr Meyer,

In dem Aufsatzes deuten Sie wohl die zwei größten Schwierigkeit der Bewegung um das Rittergut an:

Sie wollen die Zeit zurückdrehen oder anhalten, aber in solchen epochalen Zeitenwenden wird alles umgeworfen und es bedarf einer aussergewöhnlichen Weitsicht ein Modell zu entwerfen welches das alte und hergerichtet mit dem neuen verbindet, oder besser, es bedarf die Notwendigkeit das suizide in jeder rasanten Umwälzung zu erkennen und abzuleiten, ohne die Hand zwischen die Speichen zu stecken...

Der zweite Punkt, bei allen wirklich guten Ansätzen die hier gemacht werden, werden die komplexen Machtverhältnisse , national und international, ausser acht gelassen. Macht lässt sich nicht aus dem Boden stampfen, den es bedarf der Füße über die man nicht herrscht. Um Füße zu haben bedarf es Macht. Wer als machtloser macht haben möchte (und dieser Wunsch besteht auch in der Sezession) muss sehr weiße vorgehen. Ob der Individualismus da reicht bezweifeln ich, eher glaube ich bedarf es langdauernde Strukturen.
Gustav
23. August 2016 12:10
@ Gustav Grambauer

Es gibt keinen triftigen Grund, der der Annahme entgegensteht, daß sich eines Tages eine Konstanz der Mittel ergeben wird. Eine solche Beständigkeit durch lange Zeiträume hindurch ist vielmehr die Regel, während das fieberhafte Tempo der Veränderung, in dem wir uns befinden, ohne geschichtliches Beispiel ist. Die Dauer dieser Art von Veränderlichkeit ist begrenzt, sei es, daß der ihr zugrunde liegende Wille zerbricht, sei es, daß er seine Ziele erreicht. Da wir solche Ziele zu sehen glauben, ist die Betrachtung der ersten Möglichkeit für uns bedeutungslos.

Es gibt keinen Ausweg, kein Seitwärts und Rückwärts; es gilt vielmehr, die Wucht und die Geschwindigkeit der Prozesse zu steigern, in denen wir begriffen sind. Da ist es gut, zu ahnen, daß hinter den dynamischen Übermaßen der Zeit ein unbewegliches Zentrum verborgen ist.

Ernst Jünger
Andreas Walter
23. August 2016 12:55
Also ich habe eher den Eindruck, das wir vor einem grossen Durchbruch stehen, vor einer Zeitenwende, eingeleitet durch das Informationszeitalter. Aus dem Grund sind derzeit auch so viele des-illusioniert, ent-täuscht. Dabei meine ich mit wir auch nicht nur vorrangig die sogenannten Konservativen, sondern durchaus auch viele Progressive. Denn mit jedem Experiment, das misslingt, schwindet ja auch ein Stück der Glauben an solche hochtrabenden Pläne, wird die gesamte Welt dadurch immer etwas nüchterner, auch wenn diese nüchternen Fakten noch nicht jeden erreichen. Es macht aber trotzdem einen Unterschied, ob nur 1% der Menschen zum bewussten, zum besser informierten Teil der Menschheit gehören, oder bereits 10%, oder sogar 20%.

Trotzdem stehen wir jetzt noch nicht an dem Punkt, an dem die Welt nach 1929 bereits schon mal gestanden hat, Ernüchterung also geradezu fast jeden dann im wahrsten Sinn des Wortes Hunger zwangsläufig erfasst hat.

Die Welt lebt eben gern' auf Pump, doch das geht immer nur eine Zeit lang gut. Selbst die Regierungen bereiten sich darum seit geraumer Zeit, manche schon seit 2001, auf den bevorstehenden Zusammenbruch der Geldblase, der Kreditblase vor. Bei uns fängt man erst jetzt damit an und ist immer noch recht zögerlich, doch in den VSA ist man da schon viel weiter (FEMA Camps).

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundesregierung-denkt-ueber-zivilverteidigung-nach-14398042.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Unser 9/11 ist die "Flüchtlings"-Krise, durch die jetzt plötzlich alle möglichen Massnahmen problemlos durch den Bundestag gewunken werden, die früher vollkommen undenkbar waren. Wir haben jetzt dadurch bereits wieder erste Vorstufen von Konzentrationslagern in Deutschland, und wird dadurch jetzt auch der Einsatz der Bundeswehr, einer Berufsarmee, im inneren durch die Institutionen gepeitscht. Doch was soll eine Regierung auch anders machen, selbst eine dem Volk wohlgesonnene, um die Ordnung halbwegs aufrecht zu erhalten. Wie soll sie denn sonst Panik und Chaos, Faustrecht verhindern.

Die immense Gefahr, die von solchen Momenten in der Geschichte ausgeht ist mir natürlich bewusst, und manche wurden ja auch genau aus dem Grund bewusst provoziert, gezielt eingeleitet, was natürlich auch jetzt der Fall sein kann. Dann ist der Weg frei, so wie jetzt auch in der Türkei, in eine offene, und nicht mehr versteckte Diktatur. Oder nennen wir es mal Militärregierung.

Doch kann man unserem Volk tatsächlich Sturmgewehre in die Hand drücken und die sogar mit nach Hause nehmen lassen, so wie es bei den Schweizern der Fall ist? Der Antifa sicher nicht. Sind denn die Kanadier und Österreicher wirklich so viel anders als wir? Warum klappt auch dort das mit den Waffen?
Großstadtpauker
23. August 2016 13:19
Tipp des Tages : linksbürgerliche Kreise boykottieren , Mitläufer und Allesversteher isolieren , "Eliten" sind auf ein williges Heer angepasster Unterstützer angewiesen ; man muss diese Leute aber nicht füttern .

Auch in meinem erweiterten Freundeskreis lungern Arschgeigen herum die das System unterstützen - ich meide diese Leute - sie werden auch nicht zu Feiern eingeladen ; ihre ebenfalls versauten KinderInnen halte ich von meiner Brut fern .
Winston Smith 78699
23. August 2016 14:46
Also gut, hab nachgesehen: mein Vergleich mit Achill ist in allen Punkten falsch: Zelt statt Schiff; anderer (schwer begreiflicher) Grund für das Schmollen; Patroklos - ja, er lebt noch; Agamemnon war's, nicht Menelaos; und die Griechen kämpfen auch ohne Superheld rum. Hab mir die Geschichte ganz anders imaginiert - keine absichtliche Geschichtsfälschung. Als letztes hab ich die gant nette Fassung von der Lechner gelesen oder gar einen Film angeschaut, vielleicht daher. Oder einfach, weil's so schön ist. Trotzdem bitte ich um Verzeihung.
Stil-Blüte
23. August 2016 15:24
@ Lutz Meyer

Ja, Herr Meyer, Ihre elementare Kraft versteht es, uns aus der Reserve zu locken. Und so ist in fast jedem Kommentar ein erhellender Gedanke vorhanden.

@ Eveline
Ja, Eveline, in Ihrem uns mit-geteiltem Link mit Dr. Volkamer steckt Sprengkraft zur Renaissance des Christentums. Was das AT und NT als Mythos, Legenden und Gleichnissen bietet, wird von der Feinstoffwissenschaft bestätigt: 40 Tage Isolationshaft - 40 Tage Jesu in der Wüste - 40 Tage von Ostern bis zum Heiligen Geist von Pfingsten, Weiterleben nach dem Tode, ja sogar Himmel und Hölle als eigene Schuld, vielleicht nicht örtlich getrennt.

Aber: Sollte die Feinstoffwissenschaft an Universitäten landen, wird es immer eine Spezialwissenschaft bleiben. Und meine Vermutung - die Sektiererei, die Esotherik, die selbsternannten Wiederkäuer werden sich des Feinstoffs bemächtigen. Vor allem: die Mächten werden sich dieses Instruments zur Ruhigstellung so bedienen, daß den Menschen die von Dr. Volkamer erkannte Ruhe nur vorgegaukelt wird.

@ Andreas Walter

Unser Regierung denkt über Zivilverteidigung nach.


Wer eine Nase für politische Trends hat, dem wird schon vor ca. einem Jahr aufgefallen sein, daß Supermarktketten (Tengelmann? Edeka?) für Vorratshaltung Reklame gemacht haben. Versuchsballons?

Eindeutig ist die Stoßrichtung der Aktivierung der Zivilverteidigung und der Wehrpflicht nicht. Sie besagt auch: Leute - besinnen wir uns wieder auf unsere eigenen Kräfte. Nato? EU? USA? Wer weiß.

@ Großstadtpauker

...lungern Arschgeigen herum, die das System unterstützen - ich meide diese Leute - ...


- Gut so. Aber gut genug?
- Wer das Wort 'Verstellung' nicht mag, mit List und Tücke, lässt sich mehr erreichen. Das sollte man trainieren: Die hohe Kunst der Verstellung
Monika
23. August 2016 15:42
Die Entwurzelung ist bei weitem die
gefährlichste Krankheit
der menschlichen Gesellschaft.

Wer entwurzelt ist, entwurzelt.
Wer verwurzelt ist, entwurzelt nicht.

Die Verwurzelung ist vielleicht das
wichtigste und meistverkannte
Bedürfnis der menschlichen Seele.

Simone Weil

gefunden in Leipzig.....

Grüße an die Runde
Eveline
23. August 2016 17:25
@ Stil Blüte

Tatsächlich, Danke, das ist mir noch garnicht aufgefallen, das mit der Zahl 40.

Genauso finde ich Herrn Grambauers Erläuterungen J.CH = Ich hochspannend, weil sich langsam zeigt, warum wir Deutschen bekriegt, geteilt und zu guter Letzt ausgetauscht werden sollen.
Andreas Walter
23. August 2016 18:09
@Stil-Blüte

Liebe Stil-Blüte.

Vorräte für 10 Tage taugen für nichts was es nicht auch schon in der jüngsten Vergangenheit gab, also nach 1945, ausser eben für eine 10-tägige, durchgehende, totale Ausgangsperre (den Tabak darum nicht vergessen).

Wozu aber bitte könnte die gut sein?

Denken Sie jedes Szenario ruhig einmal durch, wenn sie militärische, historische und naturwissenschaftliche Kenntnisse besitzen.

Ich habe dabei bereits vieles durchgespielt, von A bis C Waffen, und auch jede Variante einer möglichen Wirtschaftskrise wie wir sie bereits aus dem letzten Jahrhundert kennen.

Will da jemand also nur den Goldpreis in die Höhe treiben, der eh künstlich niedrig gehalten wird? Nein.

Genug Zeit aber, um Lebensmittelkarten auszugeben und Supermärkte militärisch abzusichern, wie auch andere relevante Einrichtungen der Grundversorgung? Wasser, Strom, Telekommunikation, Flug- und Bahnhöfe, Tankstellen, aber auch Produktionsstätten und Regierungseinrichtungen. Schon eher. Wobei ich bei den Produktionsstätten noch schwarz sehe, und auch jeder Strom- und Funkmast oder Verteilerkasten der Telekom auf der Strasse kann nicht einzeln gesichert werden. Muss ja aber auch nicht, wenn nachts weiter Ausgangsperre verhängt wird, und am Tag dann überall Militär und Polizei durch die Strassen patroulliert. Doch geht das überhaupt? In ganz Deutschland? Nur mit Bundeswehr und Polizei?

Und dann wird abgewertet und die neue elektronische Währung eingeführt. Oder sonst was verrücktes passiert. Schutzhaft für alle, bis sich die Gemüter dann wieder beruhigt, die neue Situation oder Weltordnung akzeptiert haben.

Wozu sind also 10 Tage, und nicht mindestens 6 Monate Vorräte gut? Ernste Krisen haben bisher immer länger als 10 Tage gedauert.
Gustav Grambauer
23. August 2016 18:12
Gustav

"Es gibt keinen Ausweg, kein Seitwärts und Rückwärts."

Es wird in den kommenden Bewußtseins-Umbrüchen für viele schwierig werden, die Zeit-Zuweisung an den Raum und damit die Versklavung an die Zeit aufrechtzuerhalten, erst recht die eindimensionale Vorstellung von Zeit, und wiederum erst recht deren einzige Richtung.

Ich für meinen Teil habe längst mit der Entkoppelung (und Neuausrichtung bzw. Neu-Definition der Zeit) begonnen, mit den Ergebnissen alltäglicher Synchronizitäts- und Resonanzphänomene (wie man sie biblisch als "Wunder" bezeichnen würde) sowie z. B. mit dem Verschwinden eines jeglichem Zeitdrucks, um nur einmal die äußerste Schicht des neuen Kontinuums zu schildern, verglichen mit dem die ganzen Entschleunigungs-Ratgeber wie Anleitungen zum Trockenschwimmen dastehen.

Wer den linearen Weg mit der Zeit weitergehen will, bitte sehr. Er wird es aber irgendwann schwer haben, noch eine Armbanduhr für sich zu finden, denn auch die Uhrenindustrie wird sich mit der neuen Zeitqualität revolutionieren. Die heutigen Uhren, die gleichzeitig die Zeit von New York, London und Tokio anzeigen, sind nur der Hauch der Ahnung eines Vorgeschmacks davon, abgesehen davon, daß man nach einer "Zeit" der Einübung gar keine Uhr mehr braucht und somit Uhren nur noch im Museum zu finden sein werden.

- G. G.
Der_Jürgen
23. August 2016 18:13
Ein an sich unspektakulärer Artikel, aber dennoch sehr gediegen und lesenswert. Solche nüchternen Bestandsaufnahmen brauchen wir. Dankeschön, Lutz Meyer, und lassen Sie sich nicht von den professionellen Nörglern entmutigen!

Der grosse Paukenschlag liegt förmlich in der Luft; ob sich die kommenden gewaltigen Umwälzungen für oder gegen uns auswirken werden, wissen wir noch nicht, aber wie spüren, dass sie bevorstehen. „Keiner weiss, was kommt, aber alles steuert auf ein entscheidendes Finale zu“, schrieb Martin Sellner auf diesem Forum im vergangenen Februar.
(http://www.sezession.de/53253/7-winke-fuer-2016.htchml/5)

Ja, so ist es. Es braut sich innen- und aussenpolitisch einfach zu viel zusammen. Jeder Bundesbürger solle Lebensmittel- und Trinkwasservorräte für zehn Tage anlegen, liess man eben aus Berlin verlauten. Wozu?

Dass die USA und ihre Berliner und Londoner Vasallen wahnsinnig genug sein werden, einen Krieg mit Russland vom Zaun zu brechen, der für sie nur mit einem Fiasko enden kann, ist ausgesprochen schwer zu glauben. Warum ist es dann nötig, Vorräte anzulegen? Liegen den Geheimdiensten Informationen über bevorstehende Terroranschläge vor, die das öffentliche Leben für einige Zeit lahmlegen könnten? Wenn sich solche Anschläge ereignen, wird es dann immer noch heissen, sie hätten nichts mit den „Flüchtlingen“ zu tun?

Es steht Europa ein heisser Herbst hervor. Bei den kommenden Landtagswahlen werden die Rechtsparteien, wenn nicht grob gefälscht wird, gewaltig zulegen. Am 2. Oktober wird Norbert Hofer mit aller Wahrscheinlichkeit zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt, und die Ungarn werden am selben Tag die von der EU vorgesehene Migrantenquote mit überwältigender Mehrheit ablehnen. Nichts von alle dem ist für das System tödlich, aber wenn sich solche dramatischen Rückschläge summieren, kann es innerhalb kurzer aus den Fugen geraten. Dann ist nicht einmal der grosse Volksaufstand mehr auszuschliessen, den Lutz Meyer in Europa für unmöglich hält.

Wenn zuvor in den USA gar noch Trump zum Präsidenten gewählt wird (nicht wahrscheinlich, aber möglich), werden die Karten endgültig neu gemischt. Lassen wir uns nicht von Defätisten ("Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten", "Wir werden an der Blutvergiftung sterben") ins Bockshorn jagen! Es wurde auf diesem Forum zwar schon mehrfach gesagt, darf aber ruhig wiederholt werden: Wer Widerstand leistet, KANN verlieren. Wer keinen Widerstand leistet, hat schon verloren.
Gustav Grambauer
23. August 2016 19:16
Die Empfehlung für Notvorräte hat nichts mit konkreten BND-Lagen oder der "Fürsorge" díeser "Regierung" zu tun sondern ist nichts als ein Manöver zur Pawlowschen Konditionierung. Das Programm, dessen Auftakt vor zehn Jahren dieses Büchlein

https://www.christ-und-buch.de/9783501051801-schluss-mit-lustig-das-ende-der-spassgesellschaft-peter-hahne-brandaktuell?search=schluss%20lustig

war, geht jetzt in eine neue Phase. Schritt für Schritt wird der deutsche Michel

https://www.youtube.com/watch?v=uOTJJP9pluA

jetzt wie das Küken auf die Ente auf den Polizeistaat bzw. auf die Notverordnungen geprägt.

- G. G.
niekisch
23. August 2016 19:40
"Lassen wir uns nicht von Defätisten („Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten“, „Wir werden an der Blutvergiftung sterben“)"

Da ich angesprochen bin, Der Jürgen,: seit 1965 denke ich jeden Tag an das Schicksal dieses Landes und versuche imme auch hart am Rande der Starfbarkeit Widerstand zu leisten. Deswegen ist meine aus dem Zusammenhang gerissene Aussage sicher nicht defätistisch. Wir müssen der Wahrheit ins Auge sehen und was sehen wir da? Eine Macht, die uns durch Bluts - und Charaktervergiftung zur Ohnmacht zwingt. Sehe ich das falsch? Ist es unrichtig, von dieser Tatsache ausgehend zum Widerstand aufzurufen?
Sporti
23. August 2016 19:40
Ich seh das n bisschen anders. Was diesen Kulturmarxismus angeht, ist das klar Sache der Amis, damit fertig zu werden. Die haben den erschaffen, die sollen ihn beenden. Wahlen sind im November.

Unser Hauptproblem ist der Islam. Den zu knacken sollte möglich sein, der hat nämlich einen archimedischen Punkt: der Prophet war ein Mörder.

Im ersten Schritt müsste diese Tatsache in die Köpfe der Deutschen reingehämmert werden. Alle anderen Diskussionen über Burka, Burkini, Schweinefleisch, Reformislam etc werden einfach beiseite gewischt, es geht nur um diesen einen Punkt: Mohamed war ein Mörder! Damit geben wir den Linken einen Vorwand, gesichtswahrend aus ihrer Ecke herauszukommen. Die Linken haben doch genauso Schiss vor den Moslems wie wir, sogar DM verkauft jetzt Ausländerspray. Die Linken können und wollen halt nicht "rassistisch" handeln. Aber Mord finden die auch ungehörig.

Als nächstes wird darauf hingewiesen, dass wir Millionen Menschen in Deutschland haben, die einen Mörder anbeten. Wie fühlt sich das an, hm?
Als nächstes kommen wir zu der etwas komplexeren Frage, ob der Islam eine Religion nach westlicher Definition sein kann. Nun, so schwer ist es gar nicht, diese Frage abschlägig zu beantworten. Vorsicht, auch hier lauert schon die nächste Falle: Was der Islam ist, spielt keine Rolle (*). Er ist keine Religion nach westlicher Definition (weil der Mohamed ein Mörder war) und steht somit nicht unter dem Schutz des GG. Alles andere ausblenden und abweisen. Wir wollen nicht und erlauben nicht, dass Menschen einen Mörder anbeten. Dabei ist auch egal, ob der Gemüsehändler nett ist.
Jetzt bringen wir das Islamverbot in die Diskussion ein. Uiuiui.

Und jetzt als letzter Schritt kommt das Angebot an die Linken. Die Linken wollen nunmal unbedingt fremde Menschen haben, auf die sie herabblick.. .äh.. um die sie sich kümmern können. OK. Dann machen wir folgendes Geschäft: wir mobben die Moslems raus aus Deutschland, und nehmen stattdessen die gleiche Menge christliche Refugees auf, somit kein Rassismus. Christen haben zumindest nicht diese verrückten Vorstellungen und man kann ihnen trauen. (Viele Syrer sehen übrigens europäisch aus, z.B. Assad würde auf der Straße kaum als Südländer auffallen.) Auch hier, Anti-Rassismus ist den Linken sehr sehr wichtig, mit christlichen Einwanderern sind die Risiken zumindest begrenzt. (Habt ihr die syrische Weinkönigin neulich mitbekommen? Solche Leute, Christen, kann jedenfalls ich vollumfänglich tolerieren)

Vielleicht ein Wort zum Vorschlag vom Sarrazin. Wenn jemals Bundeswehrsoldaten eine Abschiebung durchführen wollen, werden sich unsere Politiker persönlich vor das startende Flugzeug werfen. Denn die wissen um die Macht der Bilder. Niemals dürfen die Deutschen sehen, das man nicht nur im Sportkommerz siegreich sein kann, sondern auch gegen den Tod-Feind. Und wie gut sich das anfühlt! Und wie einfach man diese simplen Typen besiegen kann, wie überlegen wir denen an sich sind. Wir haben das Land voll mit Ausländer-OK. Wenn wir mit dem Finger schnippsen, wäre der Spuk vorbei. Weniger als 8 Wochen, und es gäbe keinen einzigen straffälligen Ausländer mehr. Wenn wir das wollen.

(*) der Islam hat noch ein anderes Kernproblem, er ist keine richtige Ethnie, lässt sich da nicht zuordnen, ist hier aber egal
Hartwig aus LG8
23. August 2016 20:13
@ Winston Smith
Ich habe Ihre Einlassungen mit Gewinn gelesen.
Würde dennoch widersprechen.
Nein, das Volk in seiner Breite fürchtet sich vor "uns".
Nicht ganz zu unrecht, wenn man bedenkt, was "wir" dem Volk aufzubürden gedenken.
Souveränität, Wehrhaftigkeit, Freund-Feind-Erkennung, Unbeliebtheit, vor allem Unbequemlichkeit.
Trouver
23. August 2016 20:13
Liebe Freunde, Max Muster und Willkommenskulturlos! Ich bitte Euch!

Wie kann man Mexikaner mit Afrikanern vergleichen?

Die Mexikaner bilden mit anglosächsischen Nordamerikanern eine und dieselbe Zivilisation, auch wenn in verschiedenen Kulturausprägungen!

Was hatten, z.B., Ungarn und Österreicher mehr gemein, als Hispanics und WASPs? Und siehe da, Donaumonarchie war zu 1913 eines des besten Ländern in der Welt!

Was dagegen wir, Deutsche, erleben, ist keine interkulturelle Reiberei, das ist die Verdrängung aus unseren Lebensraum.

Das ist die Gefahr der Ausrottung und nicht die Rangelei um die Billiglohnstellen , wie, zum Beispiel, in New Mexico unserer Tage.
Trouver
23. August 2016 20:31
The very best von Angela M.
Mitropa
23. August 2016 20:32
Jaja, der heiße Herbst und der heiße Winter, der schon letztes Jahr hier prognostiziert wurde. Genauso das Merkel den Okt.15 nicht überstehen wird. Vom "Widerstand" nach Köln ganz zu schweigen. Aber schön, wenn man noch Träume hat.
Gewürtzmann
23. August 2016 21:51
@Mitropa: Was will man auch erwarten? In Altersheimen fanden noch selten Revolutionen statt. Mal schauen, ob es noch zu einem Konflikt zwischen dem IS und dem GS (Geriatrischen Staat) kommt.
Max Muster
23. August 2016 22:09
@Trouver
Hab jetzt nicht explizit auf Mexikaner abgezielt, kann man wohl auch schwerlich aus meinem Text herauslesen. Mag sein, daß sie mit den "Nordamerikanern" (was soll das bitte für ein Kulturvolk sein?) eine "Zivilisation" bilden. Aber selbst hier sehe ich eklatante Unterschiede (durchschnittliches Bildungsniveau, Segregation; jeder bleibt in seinem Sprach- und Kulturkreis).
Belassen wir es hierbei. Gründe für die Unterschiede gibt es zuhauf. Das ist oft selbstverschuldet, teils auch Benachteiligung durch andere gesellschaftliche Gruppen -- das können linke Soziologen bis zum Erbrechen erforschen ...
Nur noch so viel: Blickt man in die Staaten, wird da genau so viel oder wenig Landnahme betrieben wie hierzulande. Erst waren es die weißen europäischen Siedler, die den Indigenen ihr Land unter dem Allerwertesten wegnahmen. Dann kamen afrikanische Sklaven, die sich später ein Stück vom Kuchen nahmen, dann Chinesen, die arbeiten wollten und auch blieben. Dann kamen Juden, die sich alles "kauften". Später wollte alle Welt hin und vor allem die Anrainer machten in immer größerer Frequenz rüber -- die Mexikaner.
Alle nahmen/nehmen sich ihr Teil. Nordamerika ist ein zivilisatorischer Flickenteppich. Ich würde es nur ungern als eine Zivilisation bezeichnen. Jeder hat seine Parallelgesellschaft etabliert und alles wird über den gemeinsamen Konsumraum zusammengehalten. Direction commune! Vielen Dank auch ...
schneekette
23. August 2016 23:03
Geriatrische Revolution - Meine Fres... Güte. Sind es nicht gerade jetzt die Rentner, die nichts mehr zu verlieren hätten und wirksam Widerstand leisten könnten?

Und dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass die defaitistischten Beiträge hier eher den älteren Semestern entstammen.
Trouver
23. August 2016 23:39
Lieber Max Muster, wer die Nordamerikaner sind habe ich doch verdeutlicht - die Anglosachsen.

Ob New, oder Old - England bleibt England.

Was den Kolonialismus angeht, das sind die Mexikaner auch keinesfalls Azteken.
Aaron
23. August 2016 23:52
Im Prinzip alles richtig und doch...es gibt den Sender WDR 3, er bleibt sich jeden Morgen treu!
Wie auch immer, die Sprecher dort schaffen es regelmäßig mir das Frühstück zu versauen, denn ob Musiker, Schriftsteller oder sonstige Künstler , irgendwie schaffen sie es den Holocaust in's Spiel zu bringen.
Selbst bei Mendelssohn/Bartholdy, der aus Verehrung zu Bach evangelisch wurde, scheuen sie sich nicht von dem jüdischen
(um himmelswillen ich habe nichts gegen Juden, ich -kurz- verehre Woody Allen, Bernstein, Gershwin und einige andere mehr) Komponisten zu sprechen, aber dieses ständige Betonende geht mir auf den Senkel.
Jeden Morgen: unsere Schuld, die Judenfrage, nochmehr Schuld und wir sind eigentlich alles Schuld. Da wirft sich die Frage auf: " Was, in dieser Welt, was nicht richtig ist, sind wir Deutschen nicht schuld?"
Willkommenskulturlos
24. August 2016 00:12
@Trouver
Dienstag, 23. August 2016, 20:13
Liebe Freunde, Max Muster und Willkommenskulturlos! Ich bitte Euch!
Wie kann man Mexikaner mit Afrikanern vergleichen?


Ich habe nicht nur Mexikaner gemeint.
Einwanderer aller möglichen Nationen der 3.Welt versuchen in den USA unbedingt zu bleiben, obwohl es dort keine Alimentierung gibt.
Einfach weil es im reicheren Land bessere Lebensbedingungen / Chancen (Arbeit oder Kriminalität) als in ihrer Heimat gibt.

Die fehlende Alimentierung wird die meisten auch aus BRD nicht automatisch vertreiben, sondern für amerikanische Verhältnisse sorgen.
Ohne Massenabschiebungen wird es nicht gehen, wenn man diesen Weg wählt.
Marc_Aurel
24. August 2016 00:50
karl m.
Montag, 22. August 2016, 23:56 (URL) | Kurz-URL


...
Davon kann man halten was man will, es zeigt aber immerhin, dass es generell ein Machtvakuum gibt und der Staat es nicht füllen kann. Auch nicht mit Überwachungskonzepten. Die Frage ist also, wer dieses Vakuum füllt. Und mit was.
...


Nun, das ist eine interessante, aber zugleich beängstigende Frage, wer das Machtvakuum füllen könnte und mit was, wenn der "böse Nationalstaat" irgendwann auf breiter Linie versagt bzw. von oben planmäßig zum kollabieren gebracht wurde - ein paar "edle Retter" mit einem alternativlosen Konzept finden sich sicher schnell, wenn sie nicht gar schon warten...
Dystopianer
24. August 2016 01:03
Man sollte sich auch vergegenwärtigen, dass die "Hispanics" in Amerika und den USA größtenteils die Nachkommen der indigenen Urbevölkerung Mittel- und Südamerikas sind und wenig mit "Spaniern" gemein haben. Und das hat durchaus seine Implikationen, die das mit der "gemeinsamen Kultur" sehr zweifelhaft erscheinen lassen. Siehe auch Peter Scholl-Latour und seine Dokumentation "Das Ende der weißen Weltherrschaft". Die USA haben mit den Latinos Probleme, die sich mit dem, was Moslems in Europa bereiten, durchaus vergleichen lassen, und das, obwohl die Hispanics formell Christen sind.
Trouver
24. August 2016 07:44
Man sollte sich auch vergegenwärtigen, dass die „Hispanics“ in Amerika und den USA größtenteils die Nachkommen der indigenen Urbevölkerung Mittel- und Südamerikas sind


Daß die Latinos zum Großteil los métis sind, ist mir durchaus bewusst. Nun dominiert Lateinamerika eindeutig nicht indigene, sondern spanische Kultur, inklusive Sprache.

obwohl die Hispanics formell Christen sind.


Und was sind sie dann informell?
Der_Jürgen
24. August 2016 08:16
@Niekisch

Ich verstehe sehr genau, worauf Sie anspielen. Ja, diese Vergiftung muss weg, das habe ich selber seit 1993 immer wieder betont und dafür auch nicht ganz unbedeutende Opfer erbracht.

@Sporti
@ Trouver

Ich bin nicht mit Ihnen einverstanden. Selbstverständlich wird die Zuwanderungskatastrophe dadurch, dass die meisten Eindringlinge Muslime sind, noch sehr viel schlimmer. Christen aus dem Nahen Osten oder mexikanische christliche Mestizen wären im Vergleich zu Muslimen aller Nationalitäten oder Schwarzafrikanern natürlich das weit geringere Übel, aber das heisst nicht, dass ihre Zuwanderung wünschenswert wäre.

Es kommt nicht nur auf die religiös bedingten Traditionen an, sondern auch auf den IQ. Dieser liegt bei Mexikanern bei 87, bei Menschen aus Nordafrika und dem Nahen Osten zwischen 80 und 90. (Richard Lynn und Tatu Vanhanen, "IQ and the Wealth of Nations", im Internet verfügbar.)
Folglich führt eine Massenimmigration von solchen Menschen unvermeidlich zu einem starken Absinken des IQ in ihren "Gastländern".

Ebenso wenig wie andere lateinamerikanische Mischlingsvölker haben es die Mexikaner je fertig gebracht, einen stabilen und wohlhabenden Staat zu schaffen, obwohl die natürlichen Voraussetzungen dies an sich ohne weiteres erlauben würden. Die stabilsten und wohlhabendsten Länder Lateinamerikas sind jene, wo die Weissen noch eine deutliche Mehrheit bilden (Costa Rica, Argentinien, Uruguay).

Auch eine Masseneinwanderung von Japanern, Koreanern und Chinesen mit hohem IQ und geringer Kriminalität lehne ich übrigens ab. Sie sind auch Fremde. Wir wollen Europäer bleiben.

@Sporti, statt syrische Christen nach Europa zu holen, sollten wir lieber dafür sorgen, dass sie ihren Glauben in der Heimat ungehindert praktizieren können. Dies erreichen wir durch die Unterstützung Assads gegen die fundamentalistischen islamischen Halsabschneider.
Friedhelm
24. August 2016 08:24
@Trouver, Max Muster et al.:

Die USA sind ein Land von weißen Europäern für weiße Europäer (siehe Jared Taylors "White Identity"). Diese Menschen stehen uns genetisch näher als Iraner oder Mexikaner. Tut mir leid, das ist ein Fakt (Mexikaner sind zum größten Teil "Mestizos" und weisen einen mittleren IQ auf, der leicht unter dem der Südeuropäer liegt (89), die ihre Intelligenz eingebüßt haben, da diese sich mit Nordafrikanern und Südwestasiaten vermischt haben [Siehe Lynn: Race Differences in Intelligence]).

Es ist recht müßig, den Europäern falsches Verhalten vorzuwerfen, denn so ziemlich jeder hat in der Geschcihte Eroberungszüge durchgeführt. Damit will ich diese nicht schönreden, nur ist das nichts, das nur wir Europäer getan hätten, wie die geschichtlich ungebildeten Linken immer zu meinen glauben. Ob Chinesen, Perser, Mazedonier, Mongolen, Assyrer etc. pp., alle haben sich ausgebreitet. Wir waren eben aufgrund unserer astronomisch überlegenen Technik erfolgreicher.

Die USA haben ganz klar Europäer aufgebaut, wenn man sich z. B. das Manhattan Project anschaut, dann waren dort vor allem aschkenasische Juden und weiße Europäer vertreten. Oder die Bell Labs, die ersten Hacker am MIT und in Berkeley etc.

Was die Sozialleistungen betrifft, stimmt das nicht ganz: die USA haben ihren libertären Staat schon seit langem eingebüßt. Es gibt dort viele (auch Weiße), die weder arbeiten noch "arbeitssuchend" sind und trotzdem über die Runden kommen. Jason Richwine hat sich damit beschäftigt, wurde mindestens zweimal von Stefan Molyneux interviewt.

Ich glaube daher schon, daß das Kappen der Sozialleistungen zum Teil funktionieren wird, schwieriger ist das Entfernen des Intelligenzproletariats (Deniz Yüzel oder wie auch immer er heißt und co., auch der freche Pakistaner vom Spiegel, der per Twitter Gauland angefahren hat -- und wie! In einem fremden Land! Die wissen, daß wir schwach sind, in anderen, nicht-europäischen Ländern, wäre er nun einen Kopf kürzer).

Ich glaube jedoch, daß es durch den "Ressourcencrash" noch eine Chance gibt, denn political correctness ist nach Stanton nur durch billige Energie möglich. Sollte diese sich verknappen, wird man umdenken müßen, und kann nicht mehr verschwenderisch die ganze Welt mit deutscher Sozialhilfe versorgen. Die Ressourcenknappheit wird auch die Phantasien eines Kurzweils beenden, denn diese lassen sich dann nicht mehr verwirklichen. Nach Weiss und Stanton wird ein Massensterben einsetzen, und die Bevölkerung wird sich zwischen 0,6 bis 2 Mrd. einpendeln. Daher halte ich die Horrorvision eines 5 Mrd. zählenden Afrikas auch für unwahrscheinlich.
Friedhelm
24. August 2016 08:28
Muß noch bzgl. Sozialleistungen anfügen, daß dann in der Tat die Kriminalität steigen könnte, die libanesischen Clans leben ja nicht nur von Sozialleistungen. Jedoch haben die Skandnavier zum Teil erfolgreich abgeschoben (besonders die Finnen), siehe z. B. diesen Artikel auf einwanderungskritik.de. Aber wie gesagt: das Große Chaos könnte man auch als Chance sehen.
Der_Jürgen
24. August 2016 08:42
@Aaron,

Herrgott, Aaron, sehen Sie den Zusammenhang zwischen den künstlich herangezüchteten Schuldkomplexen und der Verdrängung der Deutschen durch Immigranten von fremden Kontinenten denn wirklich nicht? Die Schuldkomplexe lähmen den Widerstandsgeist und den Selbsterhaltungswillen der Deutschen. Dieses Spiel wird seit vielen Jahrzehnten betrieben.

Nicht zum ersten Mal gebe ich eine Aussage der sozialdemokratischen Juristin Ute Sacksofsky wieder, die ich bei

www.sezession.de Bevölkerungsaustausch in Europa (I) Ursachen

fand:

"Gehen wir davon aus, dass es um die Weitergabe deutschen Erbguts nach der NS-Gewaltherrschaft nicht mehr gehen kann: Was wäre eigentlich so schlimm daran, wenn die Deutschen aussterben sollten? ...
Das Territorium, auf dem sich derzeit Deutschland befindet, könnte der Natur zurückgegeben oder (das ist wahrscheinlicher) von anderen Menschen besiedelt werden."

Wenn Sie dann noch bedenken, dass jede Bestreitung der Tatbestände, mit denen Sacksofsky und Konsorten die Verdrängung der Deutschen rechtfertigen, mit langjährigen Haftstrafen geahndet werden kann, müssten Ihnen die Zusammenhänge doch wirklich klar werden, Woody Allen hin oder her.
Winston Smith 78699
24. August 2016 08:50
@ Aaron
Da wirft sich die Frage auf: “An was, in dieser Welt, was nicht richtig ist, sind wir Deutschen nicht schuld?“

Wenn man Jemand/em Schuld geben in die Suchmaschine tippt, erlebt man Seltsames, und ebenso, wenn man erforschen will, wie weit Sündenbock-Fabeln (recht populär scheinen Lampe und Spiegel von Ringelnatz und Die pestkranken Tiere zu La Fontaine zu sein) eigentlich zurückreichen. Zum Beispiel ist in dieser Anweisung für Lehrer zu James Thurbers Kaninchen, die an allem schuld waren genau eine Anwendung auf ein Beispiel zugelassen - nein, später dann doch auf zwei Beispiele - raten Sie mal, welche. Ich frage mich: Was wäre wohl los, erwähnte ein Prüfling nun, dass die Wölfe in der mündlichen Abitur-Kompensationsprüfung für Kaninchen bestimmt eine Fabel deuten lassen, in der nur eine oder zwei Deutungen zugelassen ist, gewiß aber solche, in denen böse Kaninchen den Wölfen (oder jemandem anderes) die Schuld an allem Übel geben? Fressen in dieser vom äußerst unbedarften Kandidaten leichtfertig ausgedachten Fabel dann eigentlich die bösen Kaninchen die armen Wölfe auf - oder wie kriegen die Wölfe das hin - was müssen sie vorher über die Kaninchen alles erzählt haben, damit dies glaubwürdig wird?
Valjean72
24. August 2016 11:56
Der_Jürgen schrieb an Aaron:
Wenn Sie dann noch bedenken, dass jede Bestreitung der Tatbestände, mit denen Sacksofsky und Konsorten die Verdrängung der Deutschen rechtfertigen, mit langjährigen Haftstrafen geahndet werden kann, müssten Ihnen die Zusammenhänge doch wirklich klar werden, Woody Allen hin oder her.


Hier will ich einhaken und deutlich machen, dass ich eine Verengung, bzw. eine alleinige Fokussierung der Gegnerschaft Deutschlands und der Deutschen (oder Europas und der Europäer) auf den politischen Islam für unzureichend und letztlich für irreführend und falsch halte.

Spitzenpolitiker und Alphajournalisten in der BRD (wie auch in USA, EU, UK) sind – von einzelnen Ausnahmen abgesehen – keine Muslime und bei diesen Leuten liegt nun mal die Hauptlast der Verantwortung, weshalb die Grenzen nicht geschützt und Hunderttausende Fremde unkontrolliert ins Land kamen und weite Teile unseres Volkes mit einer konzertierten Medienkampagne der Willkommenskultur besoffen gemacht wurden.

Es ist eine Sache, dass sich unzählige Menschen aus Afrika und Arabien nach Deutschland aufmachen aber es ist eine andere Sache wie man in Deutschland medial und politisch damit umgeht …

Letztens wurde hier ein Forum der Internetseite der „Jungen Freiheit“ verlinkt. Als ich dem Link folgte, blickte mich Herr Broder an.

Dazu passend auch der Ausspruch Klonovskys, dem neuen „spin doctor“ der AFD, aus Frau Petry eine deutsche Thatcher machen zu wollen.
Ich habe erhebliche Zweifel daran, ob Leute wie Klonovsky und Broder Mitstreiter für ein souveränes Deutschland sein können (d.h. vor allen Dingen nicht an USA und Israel festgezurrt)

Milos Zeman und Viktor Orban haben sich öffentlich dahingehend geäußert, dass diese Massenmigrationswelle nach Europa nicht spontan entstanden ist, sondern angeschoben wurde. Orban erwähnte in diesem Zusammenhang das Netzwerk George Soros.

Dies mag man zur Kenntnis nehmen oder auch nicht. Aber für mich steht fest, da die Einflüsterer unserer „Eliten“ in Politik und Medien keine Muslime sind, folglich der alleinige Widerstand gegen die Islamisierung Europas zwar notwendig (allerdings ohne sich in exzessiven Feindbildern zu ergehen und den Islam in Gänze zu verdammen: er hat seinen Platz, aber eben nicht unbedingt bei uns) doch zu kurz gesprungen ist.

Am Ende ist ein Aspekt der initiierten Massenmigration das Widerstandspotential des Volkes auf den Islam zu binden, so dass andere Handlungsstränge vernachlässigt werden.
Dystopianer
24. August 2016 12:30
Trouver

Mittwoch, 24. August 2016, 7:44 (URL) | Kurz-URL


Daß die Latinos zum Großteil los métis sind, ist mir durchaus bewusst. Nun dominiert Lateinamerika eindeutig nicht indigene, sondern spanische Kultur, inklusive Sprache.

Und was sind sie dann informell?


Unter der christlichen Tünche liegt das heidnisch-indigene Erbe, das einhergehend mit dem demographischen Schwund der Weißen und des Autoritätsverlustes der weißen, christlichen Kultur gerade in Lateinamerika vielerorts selbstbewusst an die Oberfläche drängt. Die wirklich weißen Abkömmlinge der Spanier sind z.B. in Mexiko eine Minderheit (Lateinamerika wurde halt eben hauptsächlich von Single-Männern kolonisiert und weniger von Siedlerfamilien) und in der gesellschaftlichen Hierarchie noch(!) eher oben angesiedelt. Diese würden ihnen bestätigen, dass die Masse der Mexikaner anders tickt als die weißen, christlichen Spanier. Das sieht man auch in den Riten, etwa dem Todeskult (Santa Muerte) wo sich heidnische Tradition und christliche Motive vermengt haben, ähnlich wie bei den Afrikanern, die unter der christlichen Tünche Animisten geblieben sind.

Ihrer Logik nach währe es wohl auch vertretbar, wenn man Deutschland mit schwarzafrikanischen Christen anstelle von Moslems auffüllen würde, meinem Ansatz nach führt eben das zu einem Import afrikanischer Verhältnisse, mit allen Konsequenzen. Beides ist Genozid an den autochthonen europäischen Völkern.
Trouver
24. August 2016 16:50
Ihrer Logik nach währe es wohl auch vertretbar, wenn man Deutschland mit schwarzafrikanischen Christen anstelle von Moslems auffüllen würde, meinem Ansatz nach führt eben das zu einem Import afrikanischer Verhältnisse, mit allen Konsequenzen.


nein, nicht der meinen.

Lateinamerika kann man mit Afrika nicht vergleichen, das habe ich schon eingangs ausgeführt und mit dem Komparativ "Üsterreich/Ungarn" unterlegt.
Der_Jürgen
24. August 2016 17:37
@Dystopianer
Danke für Ihre Rückendeckung!

@Valjean

Was Sie sagen, ist zwar nicht neu, aber es lohnt sich trotzdem, es regelmässig zu wiederholen, zumal ja auch neue Leser zu uns stossen. Die muslimischen Immigranten sind bloss der Rammbock zur Zerstörung Deutschlands und Europas.

Gäbe es in Berlin, Paris, Brüssel, London, Stockholm etc. nationale Regierungen, so bestünde das Problem der islamischen Einwanderung nicht, und man könnte die Islamkritik den Spezialisten überlassen.

Ihre Zweifel daran, dass Henryk Broder ein "Mitstreiter für ein souveränes Deutschlands" sein kann, verdichten sich angesichts folgenden Zitats dieses Herrn zur Gewissheit:

"Was ich völlig im Ernst gut finde, ist, dass die demographische Struktur Europas nicht mehr zu halten ist. Je eher die Europäer das einsehen, desto besser. Einige Städte sind schon recht farbig und nicht mehr arisch weiss, und dagegen kann man überhaupt nichts sagen."

www.hagalil.com/archiv/2006/07/europa.htm

Im Gegensatz zu Anetta Kahane und Konsorten hat Broder freilich Grips genug, um zu kapieren, dass es den Juden in einem islamisierten Europa an den Kragen gehen wird. Deshalb hat er offenbar kalte Füsse bekommen und wendet sich im Interesse seiner Glaubensgenossen gegen die islamische Masseneinwanderung. Gegen eine massenhafte Immigration beispielsweise nichtmuslimischer Schwarzer hätte er jedoch sicher nichts einzuwenden, sondern würde sie, wie aus obigem Zitat hervorgeht, ausdrücklich begrüssen.

Klonovsky traue ich auch nicht, obgleich ich ihn als gediegenen Stilisten und hochgebildeten Mann schätze.
Stefanie
24. August 2016 18:09
Schwächster Punkt der Bewegungswelt sind ihre beiden Haupttriebwerke: das globale Datennetz inklusive der an ihnen hängenden Finanzmärkte und die Infrastruktur der Energieversorgung.

Ich mußte spontan an "Ausgebrannt" von Andreas Eschbach denken, an den Club of Rome und andere Dystopische Literatur. Das "den-Stecker-ziehen"/ "aus-dem Hamsterrad-Aussteigen" scheint ein kollektiver Sehnsuchtsort, von links bis rechts und weit in die Mitte hinein, zu sein.
Manch einer steigt tatsächlich aus- doch bleibt auch immer eine Nabelschnur: Strom, Kommunikation, medizinische Versorgung, selbst ausreichende Nahrungsversorgung in städtischen Regionen, bleibt auf eine "Zivilisation", auf Gemeinschaft ausgerichtete Organisation angewiesen. Ein derartiger kollektiver "Ausstieg" bedeutet einen Zivilisationsbruch. Völkerwanderung reloaded.
Ostelbischer Junker
24. August 2016 22:34
@ Der Jürgen

Ich glaube, Klonovsky können sie trauen. Der Grund ihres Misstrauens ist das Ticket, das es Menschen wie ihm gestatten wird, auch ins nächste System zu schlüpfen. Darf er. Und auch ich bin der größte Freund der Neger, Mauren und Kalmüken - in Afrika, im Maghreb und der Steppe. Er wahrscheinlich auch.
Valjean72
25. August 2016 11:00
@Der_Jürgen:
Beinhalten denn, die von Ihnen hier veröffentlichten Zeilen stets und ausschließlich neu Erdachtes?
---

Bei Broder, Henkel & Co. kommt mir stets folgendes Zitat Lenins in den Sinn:

„Der beste Weg, die Opposition zu kontrollieren, ist sie selbst anzuführen“

Es wäre naiv zu glauben, dass solch eine Idee, so perfide wie auch genial, in den „modernen westlichen Demokratien“ keine Anwendung findet.

Zudem, dies aber nur als Randbemerkung, fasse ich den sogenannten VW-Abgasskandal als Teil eines gegen Deutschland geführten Wirtschaftskrieges auf.

Die Bedrohungen sind vielschichtig.
Dystopianer
25. August 2016 17:51
Valjean72

Donnerstag, 25. August 2016


Zudem, dies aber nur als Randbemerkung, fasse ich den sogenannten VW-Abgasskandal als Teil eines gegen Deutschland geführten Wirtschaftskrieges auf.




Da kann man auch die auf Deutschland gerichtete "Migrationswaffe" verorten, die auf mehreren Ebenen ihre verheerende Wirkung entfaltet.
Helgi Knartr
26. August 2016 12:16
@ Gustav Grambauer

Kleine Einwendungen gegen den Dampfplauderer Rudolf Steiner; alles folgende zu seiner Zeit bereits bekannt.

1) Den Gotenbischof Ulfilas kann man kaum als "ersten christlichen Eingeweihten Europas" bezeichnen. Das ist grotesk.

2) Ulfilas hat nichts in die deutsche Sprache hineintragen können, da er das ostgermanische Gotisch sprach. Dies unterschied sich stark von den westgermanisch Dialekten, aus denen das Deutsche entstanden ist. Verständigung zwischen beiden Sprachgruppen ohne Dolmetscher war mit Gewißheit kaum möglich.

3) Ulfilas hat das "Ich" keineswegs in eine der germanischen Sprachen eingeführt. Das gab's natürlich schon! Vgl. Runeninschrift auf einem der Goldhörner von Gallehus, Südjütland, 4. Jh.: "Ek hlewagastiz holtijaz horna tawido" - "Ich Hlewagast ... habe das Horn hergestellt".

4) Im Lateinischen konnte natürlich - je nach Sinn - auch "ich" (ego) im Satzverband stehen.

5) Die Form "ich" des Personalpronomens ist aus "ik" (< "ek") ganz regulär und notwendigerweise durch die althochdeutsche Lautverschiebung (7. Jh.) entstanden. "Ich" ist also keine Erfindung von irgendwelchen Eingeweihten.

6) In "I.Ch." also eine Abkürzung von "Jesus Christus" zu vermuten, ist mehr als absurd.

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