29. August 2016

Das war's. Diesmal mit sehr vielen Syrern: am Badesee, beim Erstehilfekurs, im Ikea-Katalog

von Ellen Kositza / 46 Kommentare

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

25. August 2016 -- Tochter absolviert Erste-Hilfe-Kurs. „Und, wie war´s?“ „Naja, unprofessionell. Sollten ja neun Schulstunden sein, ist so gefordert, der Kerl hat das aber in zwei Vollstunden durchgezogen. Wegen ´dem Klima´, sagte er.“ – „Uns sonst?“ – „Naja, ein Syrer war mit dabei. Also, ich sag mal `Syrer´, ich hätte es eigentlich gern genauer gewußt. Der konnte aber überhaupt kein Deutsch, kein Wort.“



„Und, war das nicht ein Problem?“ - „Na, voll! Das alles lief ja verbalisiert ab, größtenteils. Der brauchte das für’n Führerschein. Der Fahrlehrer hatte mich gebeten, ihm wichtige Sachen zu übersetzen. Stellte sich aber heraus, daß der kaum Englisch konnte.“ – „Ah, witzig. Aber Geld für´n Führerschein?“ – „Ja, sehr komisch. Superteure Klamotten, richtig gestylt, neuestes Smartphone, das war dauernd in Gebrauch.“ – „Vielleicht wegen Übersetzungshilfe?“- „Nee, das garantiert nicht, das war mit Musik.“

-- -- --

25. August 2016 -- Als wir letzthin an unserer „geheimen“ Badestelle schwimmen gingen, schlugen sich drei, vier Familienmitglieder zunächst mit Sammelkörbchen in die Brombeeren. Ich mit drei Töchtern wählte Freizeit: gleich rein ins kühle Naß. (Unsereins trägt übrigens seit vielen Jahren ein sittsames Badekleidchen, ein Zwischending zwischen Bi- und Burkini also.) Daß sich ein Typ (Typ: „ junger Syrer“) am Rande unserer Einstiegsstelle niedergelassen hatte, bekam ich am Rande mit. Na und!, ich kraulte los.

Hörte dann aus weiter Entfernung, daß es da draußen einen Disput gab, gellende Stimme der Ältesten, die allein noch am Ufer war: „Dann hau ab! Hau einfach ab!“ Ich machte mir keine großen Sorgen, die Tochter ist stark und hat als Kräutersammlerin (große Portionen Pfefferminze waren bereits im Stoffsack) seit frühester Jugend immer ein scharfes Messer dabei. Der Typ gab aber leise Widerworte und blieb hocken, also kehrte ich um. Der Kerl verschwand, bevor ich das Ufer erreichte. Tochter erzählte, der habe sich „untenrum“ manipuliert und „ I just look, just look“ gesagt.

Heute sind wieder „Syrer“ an der „geheimen“ Badestelle, Mücheln hat sich in den letzten achtzehn Monaten ja stark verändert. Nun waren es aber echte Syrer, Kurden, Mann und Frau. Man kommt ins Gespräch. Akademiker. Er kann sehr passabel deutsch. Interessiert mich: woher sie kommen, wie es ihnen gefällt, welche Perspektiven sie sehen. Töchter lauschen dem Dialog und werfen sich Blicke zu, als das Gespräch „Tendenz“ bekommt.

Der freundliche Syrer antwortet stromlinienförmig: Doch, die Leute hier seien sehr nett. Überhaupt seien alle Leute im Kern nett, insofern gäbe es keine Unterschiede. Es gäbe ja nur eine Welt, und wenn es überhaupt Unterschiede gäbe, dann aufgrund mangelnden Wissens. In Wahrheit seien wir ein globales Dorf, und diese Einsicht müsse sich durchsetzen. Wir hätten alle ein Herz und eine Seele, und… Daß ich an diesem Punkt innerlich unwillig werde, liegt daran, daß sich just ein Ohrwurm eingeschlichen hat in „mein Herz und meine Seele“, nämlich We are the world, we are the children, und ich kann solchen Säuselpop nicht leiden.

Ich verlasse die Uferzone und schwimme los: „Na los, es ist schön warm! Wagen Sie es!“ Er: „Oh nein, für uns ist das zu kalt!“ Tochter, die griesgrämige, folgt mir und schaltet sich ein: „Na sehen Sie, es gibt halt doch Unterschiede.“ Sie bleibt übertrieben lang drin, ihr blonder Schopf verschwindet irgendwann zwischen den Booten in der Seemitte. Klarer Fall von Temperaturerhöhung.

-- -- --

26. August 2016 -- Es ist schon einiges geschrieben worden über den neuen Ikea-Katalog und diese gefühlsduselige Masche, den Käufer („Du“) in eine globale, ästhetisch verkürzte Weltfamilie einzuladen. „Zuhause kannst du deine Individualität rundum ausleben. Im IKEA Katalog 2017 findest du jetzt jede Menge Inspiration und Produkte, die genau zu dir passen.“

Genau zu D i r! Das numinose individeuelle Ich & Du ist gleich auf dem Katalogcover abgebildet, eine multikulturelle Truppe tafelt hier. Eine üppig dunkelgelockte Weiße wirft einer tiefdunklen Rastafrau schelmisch eine Sentenz zu, die antwortet keck und mit hochgerecktem Kinn mit einer Gegensentenz, derweil der vollbärtige „Syrer“ wissend und schelmisch in sich hineinlacht.

Von der Blondine mit lockerer Flechtfigur sehen wir nur den Rücken, aber sie wirkt durchaus beteiligt und eingebunden. Kerzen erhellen die Szenerie, eine Gitarre steht bereit, gleich wird es bedeutsame, wenngleich entspannte Weltmusik geben. Alles ist okay. Ikea bietet auch Unkonventionelles an für draußengrillende Familien („Diese Schale wurde für alle entworfen, die nicht nur am Esstisch essen“).

Und natürlich werden alle Farben abgebildet, Menschenfarben, ich meine: geistige. (Ich meine so flapsig: "Naja, ein paar Behinderte fehlen..." - "Quatsch. Hier fehlen Nichtbehinderte!") Hier haben sie zum Beispiel, defintiv non-handicapped Alain de Benoist gewinnen können, der sich gerade von einem Asiatenkind einen flauen Witz erzählen läßt. Lachen hält jung, wie man sieht.

-- -- --

27. August 2016 -- Ein Jörg hat einen Artikel geschrieben. Über „Bionazis von nebenan“. Gemeint sind Leute, die sich „als Ökobauer, Schmied oder Imker ausgeben“ (!), in Wahrheit aber „Dorfstrukturen unterwandern und rechtsextremes Gedankengut verbreiten“ wollen. Eine anonyme sechzehnjährige Aussteigerin berichtet (und „beginnt zu weinen“): Von der Hakenkreuztätowierung auf dem Rücken der Mutter (als „Freundinnen“ das „entdecken“, „laufen sie entgeistert weg“) , von einem Kalenderblatt des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP, das herumhing, von Schlägen, Zwangszopfflechtungen und der Aufforderung „möglichst viele arische Kinder zu bekommen“.

Weiter geht es um Kinder, die nicht mit Lego spielen dürfen, sondern das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 aus Sperrholz sägen müssen. Soll man drüber lachen oder weinen? Es hängt wohl vom Wahrheitsgehalt dieser Schilderungen ab.

Jedenfalls werden auch wir in diesem Großartikel, der dieser Tage von zahlreichen Lokalzeitungen gedruckt wurde, „zur Bewegung“ gezählt. „Auch Kubitschek lebt in völkischer Siedlertradition mit seiner kinderreichen Familie auf einem Gut in Schnellroda in Sachsen-Anhalt.“ Ich ergänze: der Kerl gibt sich als „Verleger und Publizist“ aus.

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Kommentare (46)

Brandeburger Sandstein
29. August 2016 19:05
Episch: "i just looook"...dass das schon draußen bei euch in der Provinz passiert sollte so langsam den Stein ins Rollen bringen. By the way..sollte Ihre Tochter mal das Minzemesser nicht dabei haben, sie soll einfach in den See hoppen wenns zuviel wird. Hab gehört die meisten Einwanderer sind zumeist ganz miese Schwimmer..

ps: Kolumne jetzt zum zweiten mal einfach spitze! Geht doch :P
ulex
29. August 2016 19:19
Zur ersten Szene - dat is halt der Unterschied.

Unsereins wird im Leipziger Flowerpower (Absackkneipe) nahe Connewitz schonmal von ner Kampfemanze doof angemacht weil manN harmlos nachts um drei mit dem Bierchen an der Tanzfläche an ner Säule lehnt und sich von den den (meist weiblichen) visuellen Eindrücken berieseln lässt - "manipilulieren" und dies rein aus medizinischen Gründen (Samenstau und so) würde der deutsche Altbürger sich dann erst wenn er morgens verkatert und mit Latte die nix mit Kaffee zu tun hat aufwacht.

Der orientalische Neubürger hat hier halt ein ein wenig unverkrampfteres Verhältnis zum eigenen Körper und lässt erus wat erus muss, wie der Kölner sagen würde...
ulex
29. August 2016 19:25
und zum dritten Teil:

Na, die heut aufs Ende des Bafög zugehende früher 16-jährige Aussteiger-Tante und die Tussi vom Ex-Flex-Beneckenstein, der heute den Antifa-"Journalisten" mimt, geistern doch immer wieder durch die entsprechenden Berichte.

Da kann man schon mal Ross und Reiter nennen.

Wobei ich nicht in abrede stellen möchte, dass in manchen "Siedlermileus" ähnlich sektenartiktige Strukturen vorkommen mögen wie bei Linksextremen und christlichen Fundis. Irgendeine "Aussteigerin" ist doch seinerzeit prompt mit einem der "Aussteigerbetreuer" durchgebrannt, nicht?

Aber dies steht es Aussenstehenden sicherlich nicht zu zu bewerten.
Arminius Arndt
29. August 2016 20:00
sondern das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 aus Sperrholz sägen müssen.


Das ist in der Tat eine echte Strafarbeit mit der Laubsäge - und überhaupt, wie und wo soll man denn da Ostpreußen dran befestigen?

In Wahrheit seien wir ein globales Dorf, und diese Einsicht müsse sich durchsetzen.


Aus Sicht unserer Neuankömmlinge ist das vielfach auch gar nicht so verkehrt - schon vor der großen Flut habe ich bei Gesprächen mit Leuten aus dem nahen Osten und dem Maghreb mitbekommen, wie oftmals weit verzweigt deren Familien über den halben Globus verteilt leben. Verwandte in Paris, den USA, Canada? Ja klar --- sogar welche in der Schweiz oder Buenos Aires.

Unsereiner hat mittlerweile gar nicht mehr so viele Verwandte, um die überall auf der Welt postieren zu können ...
Kiepenkerl
29. August 2016 20:11
Eine Übersetzungshilfe im Smartphone? Wenn das der Syrer wüsste!
Da kann man dem Flüchtling aber keinen Vorwurf machen; damals am Mittelmeer waren für das Übersetzen die Fregatten und Schlepper der Bundesmarine zuständig.
Trouver
29. August 2016 20:14
Eine anonyme sechzehnjährige Aussteigerin berichtet (und „beginnt zu weinen“): Von der Hakenkreuztätowierung auf dem Rücken der Mutter (als „Freundinnen“ das „entdecken“, „laufen sie entgeistert weg“) , von einem Kalenderblatt des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP, das herumhing, von Schlägen, Zwangszopfflechtungen und der Aufforderung „möglichst viele arische Kinder zu bekommen“.


Für meine russische Frau ist dieser elende Propagandakram nicht mehr eine Farce an sich, sondern eine im schlimmster, erlichster, dooftreuster urdeutscher Weise ausgeführte Dienstpflicht.

Eine stelzenhafte Aktion der sozial-beruflichen Exhibitionismus, zum brüllen komische , weil sie mit bierernsten Miene und absoluter peinlichster Vorschriftengenauigkeit ausgefüht.

Froh müßen die Urheber sein, daß diese Schande, als Produkt des Inneren, auf Döisch geschrieben und gesprochen wird. Groß wäre andernfalls die weltweite Belustigung darüber.

Irgendwann wird eine grosse literarische Satire darüber verfaßt.

Hoffentlich zu meinen Lebzeiten.
Trouver
29. August 2016 20:25
Irgendwann wird eine grosse literarische Satire darüber verfaßt.


Eine pseudonyme sechzehnjährige Einsteigerin berichtet (und „beginnt zu schmunzeln“): Von der Hammerundsicheltätowierung auf dem Rücken der Mutter (als „Freundinnen“ das „entdecken“, „laufen sie begeistert zu“).
ulex
29. August 2016 20:27
@kiepnekerl

"Eine Übersetzungshilfe im Smartphone? Wenn das der Syrer wüsste!"

Natürlich können Siri und Google-Tranlate auch Arabisch.

Amazon hat heute übrigens verkündet über 1 Mio Produkte automatisiert auf niederländisch übersetzt zu haben und damit ab sofort auch in Holland den Marktführer Bol anzugreifen.

(Die Übersetzungsergebnisse solcher Dinger sind zumindest leidlich verwendbar.)
Trouver
29. August 2016 20:40
Heute sind wieder „Syrer“ an der „geheimen“ Badestelle, Mücheln hat sich in den letzten achtzehn Monaten ja stark verändert. Nun waren es aber echte Syrer, Kurden, Mann und Frau. Man kommt ins Gespräch. Akademiker. Er kann sehr passabel deutsch. Interessiert mich: woher sie kommen, wie es ihnen gefällt, welche Perspektiven sie sehen. Töchter lauschen dem Dialog und werfen sich Blicke zu, als das Gespräch „Tendenz“ bekommt.


Arabische Familien entdecken die deutsche Provinz
Harald de Azania
29. August 2016 20:52
Verehrte EK,

Wie haelt man ein real existierendes oder besser insziniertes Irrenhaus auf die Dauer aus ??

Sie berichten so ruhig und gelassen ...... wunderbar!

Bewahren sie sich die Gelassenheit! Im Interesse ihrer Kinder....

HdeA
Halibert Weichenstein
29. August 2016 20:59
Kositza@
„Eine anonyme sechzehnjährige Aussteigerin berichtet (und „beginnt zu weinen“): Von der Hakenkreuztätowierung auf dem Rücken der Mutter (als „Freundinnen“ das „entdecken“, „laufen sie entgeistert weg“) , von einem Kalenderblatt des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP, das herumhing, von Schlägen, Zwangszopfflechtungen und der Aufforderung „möglichst viele arische Kinder zu bekommen“.“

Gott sei Dank gibt es immer wieder diese mutigen anonymen Informanten, die auch immer gerade dann bei der Hand sind, wenn wieder mal der Nachrichteneingang leer ist. Und gut, das es in journalistischen Artikeln keine Quellennachweise geben muss, sonst würden die "Informanten" sicher gleich vom braunen Werwolf geschnappt, ihnen zwangsweise Zöpfe geflochten und sie dann gezwungen, Nazibiokartoffeln (Sorte Siegfried) anzubauen. Mit anderen Worten: Immer wieder enttäuschend, das die Systemjournalisten keinerlei Sorgfalt auf ihre frei erfundenen Stussgeschichten legen; das riecht immer so streng nach Redaktionsstube. Warum diese Schludrigkeit? Mir ein Rätsel.
Im Übrigen, ganz offen gesagt, machen mir (angebliche) Nationalsozialisten keine Furcht, deren Datumsorientierung sich speist aus einem "Kalenderblatt des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP.“

Und was das hier betrifft:
Kositza@
„Auch Kubitschek lebt in völkischer Siedlertradition mit seiner kinderreichen Familie auf einem Gut in Schnellroda in Sachsen-Anhalt.“

Interessante Entwicklung des Ansehens von „kinderreiche Familie“. Erst normal, dann ab 70er Jahre Unterschicht (asozial), nun nazi. Hm. Aber was kommt danach? Man braucht doch immer ein wenig Luft nach oben, sollte sein Pulver nicht ganz verschießen.
Nemo Obligatur
29. August 2016 21:35
Irgendwie sind diese investigativen Journalisten von Links schlecht koordiniert. Letzte Woche konnte man im ZDF sehen und hören, dass K&K aus S. einem "Ethnopluralismus" huldigen und kurz davor sind, die AfD zu übernehmen, oder doch wenigstens im Hintergrund die Fäden ziehen und die Marionetten Tillschneider, Höcke&Co. tanzen lassen. Heute lese ich bei Ihnen, dass Sie zum Kreis derjenigen gehören sollen, die verfassungsfeindliche Laubsägearbeiten fördern und eine rasche Vermehrung der "arischen Rasse" propagieren. Von Tätowierungen und Zöpfen ganz zu schweigen. Glauben sollen wir den Medien selbstredend beides zugleich. Man kann sich übrigens gelegentlich die Frage stellen, wie es wohl um einen Staat bestellt sein mag, der völkische Imker zu fürchten hat.

Da fällt es frei nach Horaz(?) wirklich nicht leicht, ernst zu bleiben und keine Satire zu schreiben.
Waldgänger aus Schwaben
29. August 2016 21:47
@Halibert Weichenstein
Aber was kommt danach?

Vielleicht der
Brangelina Effekt?

Zitat daraus:

Kinder kosten inzwischen sehr viel Geld und gelten als Statussymbole.

Die Autoren der Untersuchung sprechen sogar vom "Brangelina-Effekt", mit Verweis auf den Spitznamen des schwer glamourösen Schauspielerehepaars Angelina Jolie und Brad Pitt. Das Paar hat sechs leibliche und adoptierte Kinder.
"Wie kann man eindrucksvoller signalisieren, dass man es im Leben zu etwas gebracht hat, als fünf Kinder in Manhattan oder Beverly Hills großzuziehen?"

(aus letztem Satz zwecks Verständlichkeit Fehler entfernt).

Von der Oberschicht sickern trends in die Mittelschicht und von dort nach unten. Mit dem Geburtenrückgang, der Ehescheidung etc. war es jedenfalls so.
Der turnaround möge den gleichen Weg nehmen.
limette
29. August 2016 21:54
"Jedenfalls werden auch wir in diesem Großartikel, der dieser Tage von zahlreichen Lokalzeitungen gedruckt wurde, „zur Bewegung“ gezählt. „Auch Kubitschek lebt in völkischer Siedlertradition mit seiner kinderreichen Familie auf einem Gut in Schnellroda in Sachsen-Anhalt.“ Ich ergänze: der Kerl gibt sich als „Verleger und Publizist“ aus."

Habe ich auch gelesen. Steht FETT auf Seite 3. Fast eine ganze Seite.
Das ist kein Journalismus. Das ist...
jack
29. August 2016 22:00
„ I just look, just look“


Tut mir leid, leider bin ich nicht in der Lage, das locker zu sehen.
Was passiert, wenn ein Mädchen nicht stark ist. Nicht jedes Mädchen schneidet Pfefferminz....
Die gesamte Situation ist einfach ein Zumutung und absolut verantwortungslos von den D....säcken verschuldet. Meine Wünsche für diese kann ich nicht in Worte fassen.
Fredy
29. August 2016 22:35
Dass gerade diejenigen, die von "einer Welt" und " keine Unterschiede" faseln, selbst den Standort wechseln, wohl um des Unterschieds willen, ist bezeichnend.

Der "junge Syrer" hat wenigstens so " kommuniziert" wie er weltweit verstanden wird, nicht erst seit der Pornografisierung:

https://youtu.be/hmMSUAve9qc
Dystopianer
29. August 2016 22:45
Waldgänger aus Schwaben

Montag, 29. August 2016, 21:47 (URL) | Kurz-URL

@Halibert Weichenstein
Aber was kommt danach?

Vielleicht der
Brangelina Effekt?

Zitat daraus:


Kinder kosten inzwischen sehr viel Geld und gelten als Statussymbole.

Die Autoren der Untersuchung sprechen sogar vom „Brangelina-Effekt“, mit Verweis auf den Spitznamen des schwer glamourösen Schauspielerehepaars Angelina Jolie und Brad Pitt. Das Paar hat sechs leibliche und adoptierte Kinder.
„Wie kann man eindrucksvoller signalisieren, dass man es im Leben zu etwas gebracht hat, als fünf Kinder in Manhattan oder Beverly Hills großzuziehen?“

(aus letztem Satz zwecks Verständlichkeit Fehler entfernt).

Von der Oberschicht sickern trends in die Mittelschicht und von dort nach unten. Mit dem Geburtenrückgang, der Ehescheidung etc. war es jedenfalls so.
Der turnaround möge den gleichen Weg nehmen.


Meine Extase hält sich angesichts des Glamour-Trends vom Exotenkind als Haustier und Deko-Element (siehe auch Madonna) doch arg in Grenzen.
Dunkeldeutscher
30. August 2016 01:05
@Nemo Obligatur

"Difficile est satiram non scribere."
Decimus Iunius Iuvenalis, Satire I 30.

Satire III übrigens sehr hübsch zur dekadent hedonistisch gesuhlten Multikultihauptstadt im Vergleich zur biederen Provinz ...

A propos:
Auch einer der professionellen lückenpresserischen Willkommensklatscher des letzten Jahres beginnt jetzt scheinbar zu wackeln; der Kurs eiert noch heftig, aber da bringt's vielleicht die Übung:
An Multikulti glaube niemand mehr - aber die vollständige Heilung aller Probleme sei durch Moscheepredigten auf Deutsch erzielbar...
http://www.n-tv.de/politik/Predigt-auf-Deutsch-article18519781.html
Monika
30. August 2016 07:34
Zur Lieblingslektüre von AfD-Chefin Frauke Petry wird der Ikea-Katalog eher nicht. Aber auch so ist er für einige das meistverbreitete Buch der Welt. Oder anders gesagt: Er ist das Zentralorgan der globalisierten Gesellschaft mit einem Einheitsgeschmack. Selbst in Saudi-Arabien müssen die Frauen von den Fotos nicht mehr entfernt werden, wie es zuletzt noch der Fall war.


in :
http://www.hna.de/kultur/bullerbue-wird-multikulti-eine-kritik-neuen-ikea-katalogs-6703615.html

Es ist witzig, dass ein verjüngter Alain de Benoist im Ikea - Katalog auftaucht. So hat er sich das mit dem Ethnopluralismus wohl kaum vorgestellt....
Weltweiter Einheitskonsum mit lokalen Anpassungen -
häßliche neue Welt.
Ego non !
Urwinkel
30. August 2016 11:25
Nach unten ist noch ganz viel Platz. Der traumatisierte Syrer bedarf einer traumatherpeutischen Behandlung. Nicht in einer Klinik oder im Knast, sondern auf dem Wasser: Ihr habt einige Talsperren in der Gegend. Dort geht es bis auf 20-30 Meter runter ins kalte Nass. Zusammen rausrudern, rumalbern und dann der Knaller: Sich an den Bootsrand hängen und absaufen vortäuschen. Auf der anderen Seite wieder auftauchen und ein Fake-Fossil mitbringen. Z.b. ein altes I-Phone. Dann sagen: Du kannst das auch. Vertraue mir. Ich halte dich fest. Die Freikletterer die man hauptsächlich aus aus der Ukraine und Russland kennt, machen das in umgekehrter Richtung genau so. Die gehen nach oben und schießen Selfies. Bei soviel Thrill vergisst man den Sextrieb idealerweise. Wir sind eh zu Viele. Ein symbolhafter Videoausschnitt dazu: Der Engländer James Kingston trifft sich mit Mustang Wanted in Kiew. Link:

https://youtu.be/XTOqWo-AbNo?t=2285

(Besser können die Gegensätze nicht sein: Der Engländer Kingston im feinen Wollzwirnpullover dagegen der Ukrainer Mustang in Streetstyle.)

Was sagt Mustang zum Schluss der Doku, etwas heimlich-hämisch? "Wir machen noch viel verrücktere Sachen."
Karl Eduard
30. August 2016 11:28
Wenn schon Korrektur, dann nicht auf Sputnik - Niveau. Eine Hilfe, um überzusetzen, ist eine Übersetzhilfe. Während eine Hilfe zum Übersetzen eine Übersetzungshilfe ist.

Sputnik, das russische Portal für noch offensichtlichere Propaganda, bezeichnete jüngst Handlungen während eines Manövers, in dem Marineinfanterie das Anlanden an Stränden übte, als Landgang. Ein Landgang ist aber, wenn der Seemann das Schiff verläßt, um sich in der Hafenkneipe die Birne volllaufen zu lassen.

Deutsche Sprache, schwere Sprache.
Hazmat Modine
30. August 2016 11:36
Liebe EK, was bei Ihnen, mir und vermutlich allen anderen hier wegen Dauerbeschallung Unmut und Widerwillen hervorruft, kann von den syrischen Akademikern ja durchaus nicht nur ernst gemeint, sondern eine handfeste Notwendigkeit sein. Diese Leute sind Teil einer weltweiten Migrationsbewegung, und als solche müssen sie ja irgendeine innere Haltung zu dieser Bewegung und zu den Teilen der Welt einnehmen, in die sie kommen. Sie könnten sich als Teil der islamischen Eroberung verstehen - "Eure Kinder werden Allah beten oder sterben" usw., was sozus. ein "identitärer" Ansatz wäre. Wenn sie das ablehnen, welche Alternativen haben sie dann? Welches Verhältnis sollen sie zur Welt, zu fremden Ländern und Menschen einnehmen? Aus der Sicht eines Syrers gibt's hier vielleicht nur "entweder - oder". Entweder ich bin Teil der islamischen Gemeinschaft und fordere die Welt für Allah, oder ich bin Teil einer großen Menschenfamilie und versuche mit den Leuten in anderen Ländern und Kulturen gut auszukommen, und die Basis dafür ist halt, dass wir alle ein Herz haben usw. usf. Vielleicht hat man als Araber, Nafri oder Afghane gar nicht so viele Alternativen, sein Verhältnis zur Welt zu klären ...
Natürlich weiß ich's nicht, ich spekuliere nur. (Die Migranten, mit denen ich geredet habe, waren in den meisten Fällen Christen geworden und hatten ihr Selbstverständnis jenseits von islamischen Weltbeherrschungsphantasien und westimportierter "Eine-Welt"-Ideologie geklärt.) - Aber woran sollen sie sich sonst halten? Irgendeine theoretische Basis braucht ja doch wohl jeder, auch die Theorieverächter ...

Viele Grüße aus FB
TW

P.S.: Mit dem anderen Gerät komme ich nicht mehr auf die Seiten von SiN, Akif Pirincci und Nicolaus Fest - die laden, laden, laden, aber nichts passiert. Sonstige Präsenzen werden tadellos abgerufen (auch IB, 1% und AfD).
Ich werd langsam paranoid ... und wäre froh, wenn mir das jemand erklären könnte! Das Gefühl, jemand könnte meine Web-Zugänge gehackt haben, macht mich wuschig.
Wandersfrau
30. August 2016 12:11
Wie Karasek wohl diese Neuauflage des IKEA-Katalogs rezensiert hätte?
https://www.youtube.com/watch?v=8mP0hwWEiko

Damals:
"Was fehlte dem Buch, wenn es ein schöngeistiger Roman wäre? Die Antwort muss heißen: alles. ... Soll man dieses Buch wirklich lesen? Mir fällt dazu ein Spruch von Goethe ein. "Eines schickt sich nicht für alle. Sehe jeder, was er treibe, sehe jeder, wo er bleibe und wer steht, dass er nicht falle."
Gustav
30. August 2016 12:52
Systemkollaps

Laut CNBC bereiten sich die Banken weltweit auf einen wortwörtlich “ökonomischen nuklearen Winter (preparing for an economic nuclear winter situation)” vor. Diese äußerst krasse Umschreibung dürfte angesichts des Chaos beispielsweise bei den europäischen Banken angemessen sein. Italiens Banken stehen vor den Zusammenbruch und auch die Deutsche Bank oder die Credit Suisse haben mit massiven Problemen (Kurseinbrüchen, Klagen, Derivatehandel usw.) zu kämpfen. Und auch die Royal Bank of Scotland hat allein seit 24. Juni 30% ihres Börsenwertes verloren.

Nach Informationen eines anonymen Bankers einer Großbank schreibt CNBC weiter,

dass Finanzdienstleister eine Strategie entwickelt haben, die den schlimmsten anzunehmenden Fall in Betracht zieht, der bis zum Ende des Jahres eintreten könnte.

http://www.konjunktion.info/2016/08/kurz-eingeworfen-bereiten-sich-die-banken-auf-den-crash-vor/
wolfwal
30. August 2016 15:25
IKEA - was ist an dem neuen Katalog noch swedis'? Ich wähnte mich beim Durchblättern in New York. Wird dann wohl auch bald in IKNY unbenannt. Ich frag im Herbst mal an, ob dieser Multi-Kulti-Katalog die Kasse klingeln lässt.
Λntonius
30. August 2016 15:46
Vielleicht wird hier ja noch auf dieses Gespräch hingewiesen:
http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/kubitschek-er-waer-so-gern-revolutionaer/
Olaf
30. August 2016 16:49
Richtig! „Es hängt wohl vom Wahrheitsgehalt [...] ab.“
Paule
30. August 2016 17:34
Hallo Frau Kositza,
danke für das Schmunzeln das sie in meinen Tag gezaubert haben!

Was die Syrerzahl in Mücheln angeht mein tiefstes Bedauern, aber wie ich jetzt in 14 Tagen Usedom-Strand feststellen konnte, war die Zahl der Syrer dort verschwindend gering. Ob das mit einander korreliert?

Jedenfalls stand ihrer Anzahl (und die aller nicht deutsch Sprechenden) in erfreulichem umgekehrten Verhältnis zu der Anzahl blasshäutiger, blondhaariger Kinder die sich gemeinsam mit ihren Eltern und Großeltern bei angenehmen 24 Grad Luft- und Wassertemperaturen um die 20 Grad C am Strande tummelten.

Es war wie zu besten Ostzeiten, Sachsen, Thüringer, Berliner über Berliner, Preußen und auch ein paar Schwaben (Originalton auf Hochdeutsch: Ich bin Schwabe, richtiger Bauer ich kenn' mich mit Pferden aus...).
Ob das wohl am frischen, deutsch Seewind lag der aus dem Nordost, aus Richtung Königsberg wehte?
Wegen der Unterschiede im globalen Dorf... Einfach köstlich.

Gut das Fischbrötchen war mit 2,50 und die Flasche Bier mit 1,50 doppelt so teuer. Dafür heißt das eine wieder Bismarck und das andere ist aus Gerste und Hopfen, ganz ohne Reis. Und es gibt an jeder Bude (wieder) Bockwurst mit Senf und richtigen Brötchen für 1,50.

Grüße Paule

Ps: Wer denkt das Deutschland keine Zukunft hat, der fahre dort hin. 50 km bester Sandstrand voller deutscher Familien. Von der Uroma im Rollstuhl bis zum Säugling. Keine liegestulreservierenden Engländer, italienische oder algerische Handtuchverkäufer, keine Sonnenbrillensonderangebote.
Aber jede Menge freundliche, lächelnde, deutsche Miturlauber. Sogar die Kellner im Restaurant sprechen hervorragenden Deutsch wenn auch mit plattdeutschen Dialekt. (Liebeswerte Fischköppe eben!)
P.
Matthias Grund
30. August 2016 19:08
IKEA: Die lieben Utopisten dürften langsam einsehen, dass wir nicht zu Weltbürgern werden, sondern nur zu Normkonsumenten und Konsumnomaden, die in der weltweiten Menschenverwertungskette selbst konsumiert werden. Hergott, ich werde immer linker. Hierzu: http://www.deutschlandfunk.de/arbeitssklaven-in-kalabrien-labor-des-wegwerf-menschen.1247.de.html?dram:article_id=314841

Danke, Frau Kositza, Ihr Kulturseismograph ist wie immer ein Genuss.
Monika
30. August 2016 19:18
Am 25. August war ich ganz zufällig im besten Fischgeschäft Mitteldeutschlands. Im Fischbistro Dünewald in Altenburg. Spitze !
Dort hängt ein Foto mit Autogramm von Ingvar Kamprad, dem Gründer von IKEA. Datum : 3.7.2007.
Was der da wohl gesucht hat, habe ich mich gefragt. Wollte das den netten Herrn Dünewald aber nicht fragen. Meine Neugier zähmen.
Jetzt habe ich doch mal gegoogelt. Und siehe da:

Der Gründer von IKEA hat Wurzeln im Altenburger Land und ein Rittergut spielt auch eine Rolle. Herr Kamprad ließ in der DDR billig fertigen, unter anderem auch von politischen Häftlingen:
http://www.zeit.de/2013/09/Ikea-Thueringen-Ingvar-Kamprad/seite-2
Auch Kamprads politischer Hintergrund ist sehr speziell.
Nun ja, ein guter Verkäufer verkauft selbst dem Papst ein Doppelbett.
Und die Globalisierung ist ein Riesengeschäft. Da bleibt die Moral auf der Strecke.
Die Chinesen haben Unmengen von chinesischem Basalt für die Pflasterung des Altenburger Marktplatzes geliefert. Der heizte tierisch auf in den letzten heißen Tagen. Es leben die regionalen Pflastersteine .
In dem Haus gegenüber dem Fischgeschäft wurden die Innenszenen für den neuen Heidifilm mit Bruno Ganz gedreht. Die Sesemannvilla in Frankfurt steht auf dem Weibermarkt in Altenburg.
So hängt das Globale und Regionale doch eigenartig zusammen ....
Überhaupt Altenburg, eine reizvolle, unentdeckte Schönheit...
v. Korsch
30. August 2016 19:28
Die in Rede stehende, schockierende Enthüllungsreportage bereicherte am vergangenen Sonnabend auch unser lokales Käseblatt; Verzeihung - SPD-Parteimagazin, nein, auch nicht, jetzt aber: Qualiätspresseerzeugnis.

Regelmäßig druckt man dort irgendwelche Lückenfüller, wenn neben den Agenturmeldungen nicht genug Sterbeannoncen und Kleinanzeigen vorliegen und auch der örtliche Karnickelzüchterverein nebst Zwölftligafußballclub nicht genug Material hergeben, um wenigstens auf mehr Seitenstärke zu kommen, als der beiliegende Aldi-Prospekt. Aus scheinbar besonderem Anlaß hat man den völkischen Nazi-Bioziegenimkern aber direkt mal eine komplette, reichlich illustrierte Seite in Farbe gewidmet - nebst historischem Exkurs zu den Artamanen !
Interessant: Keine Quellenangaben zu den Bildern oder zu dem lyrischen Erguß, der ja so oder in leicht abgewandelter Form schon gefühlt seit Ewigkeiten durch´s Netz und die einschlägige Qualitätspresse geistert. Da ensteht doch tatsächlich der Eindruck, unser immerhin mit "Niedersächsische Volkszeitung" untertiteltes Lokalblatt habe Günther Wallraff-mäßig investigativ in den Abgründen des Schattenreichs recherchiert.
Nun, die Zeitung liegt bei uns auf der Arbeit immer in mehrfacher Ausgabe aus. Von neun Kollegen blättern fünf gleich zum Lokalsport durch, Rest der Zeitung dient als Untersetzer für Kaffeetasse und Wurstbrot. Läuft ja!
Die anderen lesen mehr oder weniger interessiert. Interessant: Es wird sich leise darüber echauffiert, wie tendenziell das Geschreibsel ist. Tenor: Artamanen sind zwar Spinner, da man aber selber Kleinvieh hält, imkert oder Freizeitlandwirt ist, fühlt man sich angesprochen und fragt sich, ob man nun auch in die berühmte Ecke gestellt wird. Freue mich über diese Diskussion, die ich zunächst nur passiv genieße, dann aber einwerfe, daß die befohlene, pluralistische Gesellschaft es in der Konsequenz nun mal auch akzeptieren muß, wenn Leute nur unter Ihresgleichen leben möchten - auch wenn das mit Nazi-Honigziegen in der Pampa um Jamel stattfindet.

Als bedenklich äußerte ich das Zitat der linksdrehenden Lehrerin, man würde gegen Mütter vorgehen [der völkischen Siedler] wenn diese in den Elternbeirat wollten. Soso. Gut - mit dem Vorgehen gegen Gesinnungsfeinde hat die vermutlich DDR sozialisierte Lehrerin ja sicher so ihre Erfahrungen. Frage in die Runde, ob ich nun auch Angst haben müsste, daß gegen mich "vorgegangen" wird, weil ich den Anforderugskatalog an ausgrenzungswürdige, völkische Korbflechterimkerziegensiedler ja irgendwie auch erfülle?

- Leben auf dem Land in strukturschwacher Gegend
- Haben billigen Grund und Boden nebst Haus gekauft
- Lese Sezession & Co.
- Halten Kaninchen, Gänse, Hühner zur Selbstversorgung

So ein Ärger! Nun bin ich auch völkischer Siedler? Vielleicht rettet mich ja die Tatsache, daß unsere Bemühungen im Anbau des eigenen Nazi-Gemüses regelmäßig in die Hose gehen. An dieser Stelle: Liebe Frau Kositza, Sie sind mit der, von Ihnen in einem vergangenen Beitrag angesprochenen Tomatenmißertne nicht allein. Wir hatten Anno 2016 bislang ganze fünf Stück.

Zum Thema kulturbereichertes Freiluftschwimmen !

Wir besuchen aus naheliegenden Gründen ein kleines Schwimmbad ein paar Dörfer weiter. Bislang war man dort unbehelligt jeglicher kulturbereichernder Elemente - am letzten Wochenende war es dann aber soweit. Er und Sie, mitte bis ende 20, betraten die Szene. Er leicht adipös, zu kleine Badehose. Sie vollverschleiert, langes "Kleid". Sie wurde auf einer Bank neben dem Schwimmerbecken geparkt, ihr Eigentümer ging planschen. Klar - waren ja auch 35 Grad im Schatten, kühlt man sich gern ab. "Er" ging also schwimmen und sprang von Zeit zu Zeit mal vom Beckenrand. Amüsanterweise in der gleichen Körperhaltung, wie es kleine Kinder machen, die gerade das Schwimmen erlernt haben - Sie wissen schon: So eine Art Froschsprung. An sich sehr belustigend, zumal der Mann (übrigens sicher KEIN Akademiker) ansonsten um das Becken stolzierte wie ein Truthahn mit Ersterektion. Das freundlich bis mitleidige Angebot einer Flasche Wasser vom Schwimmeister an die arme, zum in der prallen Sonne zum Schwitzen verurteilten Frau lehnte ER dann auch sogleich lautstark ab. Ohne weiteren Kommentar.

Abschließend danke ich für den wieder einmal sehr gelungenen Artikel der Rubrik "Das war´s" und freue mich sehr auf die nächste Folge.
Waldschrat
31. August 2016 07:26
...sondern das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 aus Sperrholz sägen müssen.


Das ist in der Tat eine echte Strafarbeit mit der Laubsäge – und überhaupt, wie und wo soll man denn da Ostpreußen dran befestigen?


Na, ganz einfach mittels einer Holzleiste, die den Korridor symbolisiert! Warum die aber nicht das Reich in den Grenzen von 1938 oder besser noch 1941 sägen müssen, finde ich befremdlich. Sind scheinbar doch keine ganz so lupenreinen Nazis.
Meier Pirmin
31. August 2016 08:39
@Waldschrat. Noch vor 50 Jahren bildete die Wetterkarte des Ersten Deutschen Fernsehens Deutschland gemäss den Grenzen von 1937 ab, zu einem Zeitpunkt also, da unter nationalsozialistischer Herrschaft noch keine Veränderungen vorgenommen worden waren. Die Vorstellung diesre Grenzen galt erst viel später als nazistisch, in dem Ausmass, wie selbstverständliches Grundwissen verloren ging.


PS. Noch interessant, wie die FAZ und Focus bereits von einer Allianz zwischen AfD und NPD im Mecklenburger Landtag schwafeln, nur weil Meuthen, der zwar letztendlich in Mecklenburg-Vorpommern nicht bestimmt, gesagt hat, man würde im Schweriner Parlament mit der NPD gleich umgehen wie zum Beispiel mit der Linken, also den Totalboykott der Schweriner Weges nicht mittragen.
Monika
31. August 2016 09:13
Nicht nur Deutschlands Möbel vereinheitlichen, auch Deutschlands Bier globalisiert:
http://www.welt.de/wirtschaft/article157909664/Deutsches-Bier-schmeckt-oft-nur-noch-gleich.html

Noch einmal Altenburg- mon amour- :
Diese Frauen brauen Deutschlands bestes Bier:
http://www.bild.de/regional/leipzig/bier/bier-des-jahres-diese-frauen-bauen-deutschlands-bestes-bier-23627130.bild.html

Altenburg, die Stadt der B's :
Bach, Botticelli, Bube, Brauerei, Barbier, Basalt, Braunkohleduft....
ein paar Syrer gibt es inzwischen auch....
da waren die beiden Mädchen, die fröhlich aus der Rossmann-Filiale am Maktplatz stürmten. So wie Heidi in die Arme des Großvaters.
Die Mutter stand da im langen, schwarzen Mantel und knallgeben Kopftuch bei 33 Grad....
eulenfurz
31. August 2016 10:21
Daß diese "Nazi-Aussteiger"-Nummer angesichts von derzeit zu Hunderttausenden aus dem etablierten Blockparteien- und Lückenpressesystem aussteigenden Menschen überhaupt noch jemanden beeindruckt?! Ohne Medienpreise versänke dieser Dünnpfiff wohl gänzlich im Nirwana öffentlichen Desinteresses. Meistens lesen und rezipieren das eh nur die Betroffenen, deswegen werden auch so viele Klarnamen aufgeführt - das beschert den Verfasser_innen wenigstens noch etwas Aufmerksamkeit und im günstigsten Fall die heißersehnte Drohung, wenn einer der Geouteten, Diskredierten und Verleumdeten ausrastet, um daraufhin mit dem Persilschein eines "Faschismus-Opfers" hausierend dem nächsten Medien-Mut-und-Zivilcouragepreis oder einer finanziellen Zuwendung aus dem Antifamilienministerium entgegenzusteuern.

Und welcher Mensch mit Geschmack kauft denn bei dem Globalplayer IKEA ein, dem Bereitsteller eines zwar billigen, aber qualitativ minderwertigen und uniformen Kaserneninventars? Derartige und ähnliche (Mode-)Kataloge mit bunten Truppen, sollten sie sich mal unaufgefordert in meinen Briefkasten verirren, deklariere ich als nicht an mich gerichtet; sie landen dementsprechend ungelesen im Papiermüll. Zwar wieder der Ast eines Baumes umsonst gestorben, werden jetzt die Grünen aufheulen, aber so ist es eben. Dafür erwerbe ich dann meine Möbel öko und stilecht.
Winston Smith 78699
31. August 2016 10:45
@ SIN: Könnten Sie vielleicht das Interview mit Wallasch hier diskutabel machen?

M.L.: Kommt!

Vielleicht mit Verzögerung, denn momentan zerfleddert die Rezeption, nachdem PI nachgezogen hat. Im Sinne der nun wichtigen Aufgabe, die sich (für mein Empfinden) Mitdenkern der aufgeschlossenen, aber überzeugten Mittelfraktion von z.B. @ Nero , ¹@ Arminius Arndt oder @ Urwinkel in just diesem Strang hier auf einmal sehr kinetisch auftut, fände ich eine Aufarbeitung gewinnbringend und würde z.B. eine Zusammenfassung des Kommentarstrangs bei Tichy beitragen, oder nach Schließung des von PI.
Andro Kubisch
31. August 2016 10:56
Weil es zum "globalen Dorf" irgendwie passt (in doppelter Hinsicht :-)

Auf Inselpresse (die übersetzen britische und angelsächsische Artikel "mit Tendenz" ins deutsche) gibt es gerade einen, den ich sehr lesenswert finde:
https://inselpresse.blogspot.de/2016/08/alt-marketcom-der-globalismus-als.html

Titel: "Alt-Market.com: Der Globalismus als barbarisches Relikt - Dem freiwilligen Tribalismus gehört die Zukunft"

Wie alles aus den USA, sicher nicht 1 zu 1 für uns anwendbar, aber er zeigt, dass dort ähnliche Gedanken, gegen den selben globalistischen Kult gedacht werden. Ich schätze Schnellroda ist Teil einer viel größeren Entwicklung.

Ob man die Verschwörung oder die Perspektive des Artikels für realistisch hält, ich weiß nicht. Aber es sind gute Gedanken dabei, gerade was Kollektivismus vs. Individualismus betrifft. Man kann von den Angelsachsen ja sagen was man will, aber sie waren (zumindest in der Vergangenheit) da weit geschickter das richtige Maß zu finden, als die Deutschen. Ich denke daher, dass es sich lohnen könnte, dort die Entwicklung zu beobachten und deren Gedanken nachzuvollziehen...
Monika
31. August 2016 12:10
Altenburg 3
Auch das geschah in Altenburg einem sympathischen Syrer.
Ein Tag vor meiner Ankunft dort:
http://t.lvz.de/Region/Altenburg/Polizei-Unbekannter-schlaegt-in-Altenburg-auf-Syrer-ein
Wieso muß man betonen, dass es sich um einen sympathischen Syrer handelte.

Altenburg, die Stadt der B's . Ich ergänze: Barbarossa, Berber ( Anita)...

So deutsch und so global habe ich selten ein Städtchen erlebt...
Gustav
31. August 2016 12:54
Wäre es nicht symptomatisch für unser Land, – die folgende Meldung im FOCUS wäre von mir als Kleinigkeit ignoriert worden. Es geht um den Bahnhof in Bad Bentheim, bei dem die Bahnsteige erhöht worden sind, um einen barrierefreien Zugang zu den Zügen zu schaffen. Die Bahnsteige sind nun so hoch, daß sich die Ausgangstüren des Bahnhofsgebäudes zum Bahnsteig hin nicht mehr öffnen lassen.

Zitat: >“Mehrheit nimmt es mit Humor“ – Bahnhofstüren zugemauert: Reisende müssen durchs Fenster klettern – DB ist sauer.War es eine grandiose Fehlplanung oder einfach nicht zu verhindern? ( … ) Weil die neuen Plattformen alle Türen blockieren, müssen Reisende durch ein geöffnetes Fenster klettern oder um das Gebäude herumgehen, um zu ihren Zügen zu gelangen. Was aussieht wie ein Schildbürgerstreich, ließ sich nach Auskunft des Bürgermeisters von Bad Bentheim, Volker Pannen, nicht verhindern.< – Ziatende.

Bisher waren alle Fehlplanungen immer entweder dämlich, ärgerlich oder unglaublich. In Bad Bentheim scheint es auch zu „grandiosen“ Fehlplanungen kommen zu können, vorausgesetzt, daß sie nicht zu verhindern gewesen wären. Lassen sich in Deutschland Fehlplanungen nicht verhindern? Sind wir machtlos? Und wie kommt es, daß der Bürgermeister des Städtchens Pannen heißt? – Das sind so Fragen......

http://journalistenwatch.com/cms/barrierefrei/
Sabine
31. August 2016 13:13
Alle Hetze, alle Diffamierungen -- nützen nichts.

Der Widerstandsbewegung wachsen immer hübschere Gesichter zu:

https://www.youtube.com/watch?v=kHyZP8X98zI

Bald stehen die Medien Schlange, um diese hübschen und engagierten jungen Leute in ihre "Talk-Shows" (engl.) zu bekommen.

Nun, warten wir ab: die Frauen aber sind auf dem Vormarsch!

Also meine Herren -- wer ist der nächste und macht sich einen Namen, zeigt Schneid und ist eine Erscheinung für unsere Träume!?!

Auch diesem Video ist ein neues, positives Bild der Weiblichkeit als Subtext eingeschrieben:

https://www.youtube.com/watch?v=L8MfW7SZ_ls

Vor den schönen Frauen und ihrer Anmut haben die kulturmarxistischen Systemlinge, die ja die Weiblichkeit "dekonstruieren" wollen, am meisten Angst!
Eine neue Männlichkeit -- wäre auch wünschenswert. Aber ist sie schon in Sichtweite???
Maxx
31. August 2016 15:17
An dieser Stelle: Liebe Frau Kositza, Sie sind mit der, von Ihnen in einem vergangenen Beitrag angesprochenen Tomatenmißertne nicht allein. Wir hatten Anno 2016 bislang ganze fünf Stück.

Hmm, komisch. Bei mir gibt's heuer Tomaten bis zum Abwinken. ;-)
Inklusive derer, die noch reifen, beträgt die Ausbeute mindestens 50 Stück von drei Pflanzen in Balkontöpfen. Rekordernte.
eulenfurz
31. August 2016 15:49
@Maxx
Bei uns auch, die Freilandtomatenbüsche fallen vor schmackhafter Last um. Dafür ist die Kartoffelausbeute mau, E.K. hatte hier von üppigem Erntesegen geschrieben.

Liegt vielleicht an den sehr unterschiedlichen Mikrowetterlagen in hiesigem Jahre, vor allem, was die Niederschlagsmengen betrifft - dort Überschwemmungen, da gleichzeitig Dürre. Das falsche Wasser am falschen Tag kann über Wohl und Wehe von Krautfäule oder dem Schädlingsaufkommen entscheiden. Unsere zarten Kürbispflänzchen wurden frühzeitig von der Spanischen Wegschnecke verputzt, bevor selbige von der Trockenheit ausradiert wurde. Und während Bekannte aus dem benachbarten Bundesland bereits über die Pilzsaison schwärmten, rieseln bei uns heuer die dürren Blätter von den Bäumen.
Willkommenskulturlos
31. August 2016 16:08
Es ist schon einiges geschrieben worden über den neuen Ikea-Katalog…

Das numinose individeuelle Ich & Du ist gleich auf dem Katalogcover abgebildet, eine multikulturelle Truppe tafelt hier.


Das ist der Neu-Europäer mit seinem Harem (die 4.Frau ist in der (IKEA-)Küche).

Die vom Neubürger gezeugten 10 Kinder, von denen er lebt (Hartz4, Kindergeld), sind nicht abgebildet, damit der Altbürger, der das bezahlen soll, nicht ohnmächtig wird.
Lange
31. August 2016 20:12
Meine Kinder und ich waren letzte Woche im Waldbad Leuna. Es waren viele Jugendliche arabisch sprechend. Es waren Jugendliche mit ihren Spielen und trotzdem wirkte es befremdlich.
Ich hatte das Gefühl, auf meine Kinder aufpassen zu müssen.

Herr Joffe in der Zeit schreibt von _die heimische Ordnung knacken_.
Müssen wir damit leben? Nein!!!
Urwinkel
31. August 2016 20:16
Ach, diese Tomaten! Das wird hier noch zum "Running-Gag" für Gärtner-Spezies. Die brauchen kompostierte Erde, Sonne und etwas Zuspruch. Dann gedeihen sie. Nicht auf Rudolf Steiner hören. Der erzählte viel Eso-Quark.
ene
31. August 2016 21:18
Monika,

die Innenszenen für den Heidi-Fim in Altenburg, schreiben Sie. Die Marktszene auf dem Marktkirchhof in Quedlinburg, weitere Szenen in Halberstadt.

Ein Ort, an dem in Berlin immer wieder gern gedreht wird, ist der Alte Sankt Matthäus Kirchhof. Eben dort hatte ich kürzlich eine Begegnung, ebenso alltäglich wie erschreckend.

Einen Friedhofsweg dort entlanggehend, kommt mir vom nahen Grab Heinrich v. Treitschkes ein weißhaariger Mann entgegen, etwa Ende Sechzig, der Sprache nach aus Baden-Würtemberg stammend. Er spricht mich an:
- Das war ein ganz Schlimmer hier!
-So?
- Ja, er hat gegen die Juden gehetzt!
- Lassen wir doch die Toten hier ruhen.
(Diese Replik macht ihn fassungs- und wortlos) Ich sage:
- Wer hier ankommt, hat alles hinter sich. Wir alle müssen einmal loslassen.
(Er ist beinahe noch empörter):
- Die Christen glauben ja sogar, sie kommen ins Paradies. Und vorher soll es noch das Jüngste Gericht geben!
- Sehen Sie, das wäre doch gut! Dann ist das nicht mehr unsere Aufgabe.

Unsere Wege trennen sich an der nächsten Biegung.

Ein alter Mensch, der den größten Teil des Lebens schon hinter sich hat. Geht auf den Friedhof, um - abzurechnen.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.