09. September 2016

Jugendprojekt »Laut Gedacht« – Neues YouTube-Format gestartet

von Benedikt Kaiser / 52 Kommentare

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

laut-gedachtMit Unterstützung der Initiative »Ein Prozent« erblickte gestern ein innovatives YouTube-Format das Licht der virtuellen Welt: »Laut Gedacht«. Das neue Projekt einiger mitteldeutscher Aktivisten wendet sich gezielt an die Jugend und ist gleich mit zwei Sendungen an den Start gegangen:




Die Pilotsendung erklärt Sinn & Zweck des Videoblogs:





In der ersten »echten« Folge geht es um die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und erhellt interessante Aussagen einiger Politiker wenige Tage vor der Stimmenabgabe. Außerdem bekommt einer der beiden Akteure – Philip – merkwürdige Nachrichten per WhatsApp, während der andere – Alex – sich schockiert über gespenstische Szenen in den bayrischen Alpen zeigt.



Die Akteure von »Laut Gedacht« sind zudem bei Facebook, Twitter und Instagram aktiv.

»Laut Gedacht« steht in einer Reihe kreativer Entwicklungen, die das konservative, identitäre, neurechte Milieu in den letzten Wochen und Monaten verzeichnen durfte. Melanie Halle reüssierte mit ihrer Entgegnung auf die linksorientierte Musikband Jennifer Rostock bei der AfD-Wahlparty in Schwerin und die Identitäre Bewegung sorgte mit der Verteidigung christlichen Kulturerbes in Bayern für Aufsehen, um zwei medial besonders virulente Fälle zu nennen. Darüber hinaus stehen derzeit mehrere Projekte in Aussicht, die zeigen werden, wie lebendig und vielfältig die »Neue Rechte« im Zeitalter der perpetuierten Krisensituationen aufgestellt ist.

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Kommentare (52)

Johannes Meyer
09. September 2016 15:25
Das finde ich sehr gut. Das macht mir Mut.
Einar von Vielen
09. September 2016 15:41
Ich danke diesen prima Jungs, es macht mich wahnsinnig stolz, dass wir noch solche jungen Männer haben. Ich hoffe ihr Mut und ihre Unverbogenheit wird ihnen nicht zum Verhängnis. Wenn sich das abzeichnen sollte, bitte hier informieren, dann halten (mindestens: legen) wir zusammen.
herr K.
09. September 2016 15:45
...sowohl die jungs las auch melanie sollten dicke gelobt und geliked werden! das ist exakt, was die rechte jetzt braucht. ich freue mich schon auf die akademie. wir zusammen!

MENSCHEN GEGEN TORTENFEINDE!
Eveline
09. September 2016 16:06
Auf mich persönlich wirkt es etwas fremd.
Aber da es nicht für meine Altersklasse gemacht, ist es auch egal.

Wobei die Frage schon wichtig ist, wie geht es politisch weiter, wenn die alte Welt zusammenbricht.
Der_Jürgen
09. September 2016 16:16
Gratulation an die jungen Menschen!
herbstlicht
09. September 2016 17:09
Den jungen Freunden vielleicht nützlich als Anregung:Welcome to Sweden, En Arg Blatte Talar

Die meisten der Videos von Arg Blatte (Wütender Welscher, Dunkelhäutiger; er stammt vom Balkan) auf Youtube sind in Schwedisch mit englischen Untertiteln.
thotho
09. September 2016 18:09
Weiter so, immer weiter!
Meier Pirmin
09. September 2016 19:06
Der_Jürgen. Der Begriff "Junger Mensch" stammt aus der Zeit der Jugendbewegungen vor plusminus hundert Jahren, gehört zum Pathos des Wandervogels und des Expressionismus, so wie heute neulich wieder dauernd von "Menschen" gesprochen wird statt von Leuten oder Personen, was mit Rückbezug auf das hochideologische Wort "Menschheit" tatsächlich permanent pathetisch und aufgeladen wirkt. Auch im Wahlkampf werden neulich ständig "die Menschen" angesprochen, eine Mischung von Humanitarismus und Reduktion auf die biologische Art. Demgegenüber wurde der Begriff "Rasse" zum Teil aus guten Gründen schon vor Generationen ausgeschaltet. Würde insgesamt bei "Jungen Leuten" verbleiben. An die Adresse der Jungen selber, falls einer mitliest: Stellen Sie sich nie als "Wir junge Menschen" vor!

kommentar kubitschek:
das ist ein so dermaßen typischer "pirmin meier", daß ich ihn freischalten mußte! also wirklich: wir hatten auch mal einen autor, der alles über fahnen und zeichen wußte und ewig nach dem richtigen banner suchte. bei pegida haben wir dann einfach die wirmer-fahne zur widerstandsfahne gemacht, ohne noch ein einziges mal zurückzublicken oder beim experten anzufragen. hat trotzdem geklappt.
Großstadtpauker
09. September 2016 20:10
sieht gut aus !
cherusker69
09. September 2016 20:13
für meine Altersklasse ist das natürlich erstmal ein seltsames Format aber für junge Leute sehr gut. Kompliment an die jungen Leute ! es gibt eben nicht nur Jugendliche die sich fürs Dschungekcamp interessieren sondern auch Jugendliche die sich für unsere Heimat einsetzen

Sehr ermutigend. Man kann nur den Hut ziehen vor diesen Menschen.
Bravo!
Carsten
09. September 2016 20:52
Super! Die Anti-LeFloids! "Übelst geil".
Petrus
09. September 2016 21:26
Genau so ist es richtig. Man muß einfach Neues ausprobieren. Ich bin mir sicher, daß es noch viele neue Möglichkeiten gibt, die uns voranbringen. Für die Jugend gilt, daß die Mehrheit - leider - keine Bücher liest, sondern nur im Internet konsumiert. Darunter sind auch viele intelligente Leute.
hildesvin
09. September 2016 22:15
@ herbstlicht: Den där killen tycks vara mer apa den en människan. Mitt hat är stor.
@ Meier Pirmin: Rasse ist alles, sagte ein gewisser "britischer" Minister, wir alten Friedhofsspione haben andere Sorgen.
limette
09. September 2016 22:26
"das ist ein so dermaßen typischer „pirmin meier“, daß ich ihn freischalten mußte!"

Ja, war diesmal amüsant: der Berater für Aktionismus und kommende Revolutionen.
Michael B.
09. September 2016 22:28
Not my business. Nun bin ich nicht der Spezialist für die Zielgruppenanalyse der 14-21, aber klare Kante imponiert mehr als Kopie, oder so..
Eisenbeißer
09. September 2016 22:56
ganz prima Idee, die Jungs kommen locker und erfrischend rüber , freu mich schon auf die nächsten Beitrage.
Aaron
09. September 2016 23:21
Bravo den mutigen Jugendlichen. Wie schön Jugend mit Hirn zu erfahren.

Im Anschluß gab's noch Chris Ares über AfD-Wahlparty in München.
Selten wurde DIE Lügenpresse so vorgeführt.
Die Auflagen sinken, aber die merken nix.
Für mich nicht nachvollziehbar,
daß die einfach so weitermachen, als würde keiner was merken.
Die können sich scheinbar nur elegant ausdrücken, sind aber sonst hackedoof; anders kann ich es mir nicht erklären,
oder wie vor 20 Jahren ein Mitarbeiter dieser Presse mir mal erklärte: "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing". Aber dann werde ich kein Journalist!
enickmar
10. September 2016 00:12
gut
Winston Smith 78699
10. September 2016 01:06
Mögen sie nur nicht verkrampft Erfolg suchen und dann im Verhältnis zu Joko und Klaas aussehen wie Worker and Parasite im Verhältnis zu Itchy and Scratchy. Nicht nachahmen.

Übrigens zeigt Sellner in einem neueren Video, dass die IB argumentativ voll auf der Höhe ist. Bravo!

Kleinigkeiten: Für den alltäglichen Häuserkampf könnten die Ideen vielleicht noch verkürzt werden. Das mit den Hugenotten und den Beutetürken ginge evtl. auch noch besser, und an mancher Stelle hätte ich mir eine Betonung darauf gewünscht, dass oder ob die europäischen Völker so etwas überhaupt WOLLEN - etwa beim Vergleich mit den Vandalen. Da hätte man auch mal die Folgen der ganzen Nummer vergleichen können.

Und für Sellner steht nun m.E. eine große Anschlußfrage aus, denn wenn die ganze Geschichte der Anwerberei (durch Nato + Eliten) und des Familiennachzugs etc. so stimmt, wie Sellner sie erzählt, ist die BRD nie ein souveräner Staat gewesen. Soweit so gut, wir sind ja einiges gewohnt, und seit 2015 ist mir persönlich auch nichts mehr von vorneherein zu bizarr - gemessen an dem, was wir erleben durften. Also gilt letztlich nun doch noch das vae victis, wie es ja zu erwarten war. Warum also nicht gleich im Krieg? Warum ein ganzes Volk im dauerhaften Schwebezustand einer Schrödingerkatze halten? (Vorsicht Spoiler: Wie der giftig süße Traum vom gewöhnlichen Leben am Ende der Letzten Versuchung Christi - "aber alles fühlte sich doch so real an ...") Warum, als was? Als menschlichen Luxus-Schutzschild wie eine stützende Fettschicht um die Atomraketen herum? Als fleißiges Lieschen zum Reparationenzahlen? Als Freiluftlabor für Massenpsychologie und Umerziehung zwecks kommender Hegemonialkriege? Oder hat uns gar - eben - die Teilung vorerst gerettet?

Diese Fragen schließen leider zwingend an Sellners Erzählung an - aber wer ist schon bereit dafür - zu begreifen, dass man in dieser Siegerlogik selbst Teil eines wandelnden Toten sein soll, dem, wie Pirmin Meier schön erklärt (in Übereinstimmung mit meinen Träumen über jüngst unerwartet Verstorbene), lediglich noch niemand den Tod hat sagen können (dürfen) und der sich nun der kognitiven Disssonanz wegen windet wie der Psychiater in 6th Sense. Laufen Sellner und die IB Gefahr, zu diesem kleinen Jungen zu werden, dem heiligen Narr, der allein die Geister zu sehen vermag ... ?
Monika
10. September 2016 07:38
"Ich mache meine Fernsehsendungen nicht nur, um die Menschen nett zu unterhalten, sondern um etwas damit zu erreichen"

(Bernhard Grzimek)

@Pirmin Meier

Junger Freund, übertreiben wir nicht etwas ?
Es gibt so viele possierliche Tierchen im Menschenzoo...
Meier Pirmin
10. September 2016 08:18
@Kubitschek. Das Gemeinsame der Fahnen-Heraldik und der Sprachanalyse ist die politische Semiotik. Natürlich ist die Wirmer-Fahne ein Volltreffer, auch wenn es auf Gegnerseite einige zur Weissglut bringt, weil diese Fahne gleichzeitig ein Traditionsanschluss ist an die konservative Revolution (Stauffenberg - Georgekreis) und an den Widerstand von 1944, das definitive Gegenteil des sogenannten "antifaschistischen" Widerstandes. Man freute sich in Ost und West keineswegs über diese Leute.


Die Frage der poltischen Sprache aber, Herr Kubitschek, ist, wie Sie selber wissen, weit komplexer. Hier drohen politisch und denkerisch weniger Erfahrenen Fussangeln. Dies und nichts anderes wollte ich sagen, wobei die Kritik nicht an die Jungen ging, sondern an einen geschätzten Mitforisten. Sie wissen übrigens selbst, was Staatsdenker C.S. über den trügerischen Begriff "Menschheit" monierte. Auch scheint mir die Sorge von @Einar berechtigt, dass den Jungen ihr Mut und ihre Unverbogenheit nicht zum Verhängnis werden möge. Sie wissen ebenfalls allzu gut, dass Fehler, die man in der Öffentlichkeit Junglinken zugesteht ("Wer mit 20 nicht links ist, hat kein Herz" usw.), bei den Rechten nicht toleriert werden. Dies hat neben dem Nachteil den Vorteil, dass sie tatsächlich ernst genommen werden, selbst dann, wenn sie eigentlich noch auf dem Weg zu sich selber sind.
Mitropa
10. September 2016 08:38
@Meier Pirmin

Auch wenn Sie Schweizer sind, Lenin muß genau Sie im Kopf gehabt haben, als er von der den Bahnsteigkarten, die noch gelöst werden müssen, sprach. Auch wenn ihnen sehr viele intellektuell nicht das Wasser reichen können, diese Einstellung ist ja allgemein verbreitet und deshalb wird auch alles seinen Gang gehen.
Westpreuße
10. September 2016 11:07
Wäre ich jung, würde ich sagen:

Wie geil ist das denn...!
(Mal in einer Kneipe in einer Studentenstadt aufgeschnappt...)

Meine Anerkennung, was die jungen Leute so auf die Beine stellen!
Täte als Dritte im Bunde ein junges Mädel nicht ganz gut?
So als Ergänzung und heller Sonnenstrahl "von rechts"...?

Und hier die HOMMAGE für sie:
https://www.youtube.com/watch?v=cHuSktaQRuE
Die Gedanken Sind Frei - Thougths Are Free COVER with Lyrics
(deutsch - englisch gesungen...).

Sehr schöne Kommentare drunter:
Die Solidarität der Völker, die sich in ihrem Anderssein akzeptieren;
und trotzdem manches gemeinsam empfinden...hier: Junge Leute...

Sängerin: Loreena McKennett, Kanadierin mit irischen Wurzeln.
Ein in Kanada lebender ausgewanderter Schlesier machte mich auf sie aufmerksam. War mir bis dato völlig unbekannt. Sie ist dort und anderswo wohl bekannt und beliebt...
Mehr kann ich dazu nicht sagen. Man muß ja nicht immer so tun, als ob...
: Grüße aus Danzig und dem Weichseldelta
E.
10. September 2016 11:18
Ich habe mich beim "Laut Gedacht # 001" gut unterhalten: Besonders Min. 5:17 - 6:13 bei der Bewertung von Sozi Siggi Pop, der zum "Pack" übergewechselt ist, und von den Grünen in MeckPomm: "Wir werden Euch immer in unserem Herzen haben".
Der_Jürgen
10. September 2016 11:51
Nun haben wir bei Sezession noch einen Sprachvogt in Gestalt meines geschätzten Landsmanns Pirmin Meier. Gesslers späte Revanche?

Mensch Meier! (Oder muss es poliitsch korrekt "Leut Meier!" heissen?)
Arminius Arndt
10. September 2016 12:09
... , dass den Jungen ihr Mut und ihre Unverbogenheit nicht zum Verhängnis werden möge. Sie wissen ebenfalls allzu gut, dass Fehler, die man in der Öffentlichkeit Junglinken zugesteht („Wer mit 20 nicht links ist, hat kein Herz“ usw.), bei den Rechten nicht toleriert werden. Dies hat neben dem Nachteil den Vorteil, dass sie tatsächlich ernst genommen werden, selbst dann, wenn sie eigentlich noch auf dem Weg zu sich selber sind.


Die Rechte muss sich in diesem Zusammenhang auch an den Linken orientieren. Dort gab es immer irgendwie gelebte Solidarität mit den eigenen Aktivisten, die man nach Ende der Aktivistenzeit zumeist immer irgendwo untergebracht hat oder denen man einen Ausbildungsplatz, eine Stelle besorgte (wenn sie denn nicht unrettbar dem Drogensumpf oder Ähnlichem verfallen waren). Und dies auch zu den damaligen Zeiten, wo ihnen der Staatsdienst versagt war. Ehem. RAF Terroristen, um einmal von einem vollkommenen Gegensatz, zu dem es keinerlei vergleichbares Pendant bei den Rechten gibt, haben erstaunlicherweise nach Haftentlassung auch recht schnell wieder Fuß fassen können.

Eben solche Solidarität muss es auch bei Rechten geben - von daher sollten auf jeden Aktivisten mindestens 100 normale, unauffällige kommen, die ihren Weg machen und für die Netzwerke und die Komfortzone sorgen.

Solidarität war unter Rechten aber leider nie so weit verbreitet, wie von den Linken, die ständig von irgendwelchen angeblichen rechten Netzwerken rabulieren, angenommen wurde und wird. Bestes Beispiel dafür sind meiner Meinung nach die studentischen Verbindungen in Deutschland. Wenn diese nur 1% des ihnen von den Linken unterstellten Einflusses und der Karrierebooster-Möglichkeiten hätten, wie ihnen angedichtet wird, dann hätten wir diese Republik, wie wir sie aktuell haben, gewiss nicht.

Von daher ist es ein Segen, wenn es rechte Professoren gibt, wenn die AfD in die Parlamente zieht und damit auch an die Pfründe gelangt.
Westpreuße
10. September 2016 16:04
Kleiner Nachtrag:
Der Text des Liedes, gesungen von Melanie HALLE, schwungvolle Melodie,
lebhafte junge Frau, ist hier...im Osten...leider kaum zu verstehen.
Kann man den Text nicht irgendwie einblenden...oder so...?!
: Grüße aus Danzig und dem Weichseldelta
Maxx
10. September 2016 16:33
Supercoole Klasse! Das ist doch der richtige Weg. Die beiden Jungs scheinen sogar recht talentiert zu sein, augenzwinkernd, nicht verbissen, wirken natürlich und kommen sympathisch rüber. Gefällt mir sehr. Wünsche diesem Videoblog viel Erfolg!

@Arminius Arndt, volle Zustimmung.
Monika
10. September 2016 17:45
Hoffnung in die junge Generation

Große Hoffnung lege Weißmann in die nachwachsende Generation. „Eine bestimmte Substanz wird man in jungen Deutschen nicht zerstören können. Das ist meine tiefe Überzeugung nach 35 Dienstjahren als Lehrer. Ich glaube nicht, daß der deutsche Geist erloschen ist.“

Einer skeptischen Nachfrage aus dem Publikum erwiderte der Redner, auch er wäre kein geborener Konservativer aus einer konservativen Familie gewesen. „Es entwickeln sich immer junge Menschen, die untypisch sind in ihrer Generation.“

Die Erwachsenen müßten jedoch auch Vorbild sein, um der tiefen Verunsicherung der jungen Generation, was man sagen und denken dürfe, entgegenzuwirken. „Ein einziges Rezept gibt es nicht“, entgegnete Weißmann auf eine Zuhörerfrage, was man genau tun könne.

Individueller Einsatz für Deutschland

„Es ist sehr wichtig, daß sich jeder ganz konkret fragt, welche Möglichkeit des Einsatzes für ihn besteht.“ Einige fänden ihren Beitrag zur Erneuerung in Publikationen, andere sähen sich eher befähigt, „einen Stand aufzubauen, Bürgerinitiativen zu gründen, Flugblätter zu verteilen oder kleine Aktionen auf öffentlichen Bauwerken durchzuführen“.


Karlheinz Weißmann in
https://jungefreiheit.de/kultur/2016/ich-glaube-nicht-dass-der-deutsche-geist-erloschen-ist/

Laßt die Jungen machen !!

@Pirmin Meier

Die Situation für die heutige Jugend ist eine ganz andere als für die westdeutsche Jugend der 68-er.
Die 68- er wuchsen in eine wachsende Wohlstandsgesellschaft hinein und konnten ihre hehren Ideale im Trockenen üben und verbreiten!
Welch paradiesische Gegebenheiten für die Weltveränderung.
Die APO konnte problemlos in links-grüne Pateien eingehen.
Den Gang durch die Institutionen antreten.
Das ist heute nicht mehr möglich. Die jungen Leute stehen vor riesigen Herausforderungen. Die Institutionen ( Kirche, Parteien, Unis) sind am zerfallen.
Gerade als Mutter würde ich heutigen Jugendlichen keinen braven Gang durch Institutionen anraten. M.E. kommt es auf andere Qualitäten an.
Stichworte: Weg der Männer, Überlebenstechniken , Landwirtschaft, praktische Fähigkeiten erwerben, eingeschränkter Konsum. Verweigerung gegenüber globalen Wirtschaftsinteressen. . Spirituelle, geistige , religiöse Lebensinhalte, Familie usw.
Kein Gang durch Institutionen, sondern Parallelgesellschaften leben. Durch
Desintegration. Sich dem globalen Wirtschaftssystem verweigern.
Nicht auf Sicherheit und Rente vertrauen.
Diese Jugend lebt mehr in der Gegenwart als je eine Jugend zuvor.
Sie muß ihre Vergangenheit finden, um eine Zukunft zu haben...
Vexillifer
11. September 2016 00:12
@ Westpreuße:
Sie meinen den Text, der im Beschreibungstext des Videos komplett nachzulesen ist? Oder gibt es noch einen anderen, der mir entgangen ist?
Meier Pirmin
11. September 2016 07:34
PS. Zum Sprachkrieg. Beachten Sie www.faz.net von heute , was Frau Petri zum Begriff "völkisch" meines Erachtens noch klug auslässt, sie hat sich von mir aus gesehen nicht aufs Glatteis führen lassen. Der FAZ bleibt nichts anderes übrig, als sich auf Duden zu berufen, wonach "völkisch" ein nationalsozialistischer Begriff sei. Erklärungen im Duden stammen oft von halbgebildeten politisch korrekten Germanisten, schon auch "spagyrisch" wird lächerlich falsch erklärt usw. Jeder, der etwas näher weiss, weiss, dass oft nicht stimmt, was im Lexkon steht, erst recht nicht, was Wikipedia rauslässt. Und natürlich ist ein Begriff wie "völkisch" nicht auf den Nationalsozialismus zu reduzieren, schon weil dieser auf geistigem Gebiet höchst dürftige Leistungen erbracht hat. Aber es ist klar, dass um die Sprache ein Krieg herrscht. Das geht viel tiefer als die Frage, ob die AfD am nächsten Sonntag in Berlin 10% oder 20% macht. Wenn die Linke bestimmt, wie die Sprache zu gebrauchen ist, genügen ihnen auch 2% Wähleranteil. Der Niedergang der CDU war weitgehend das Debakel auf dem Feld der Sprache und der politischen Agenda, was vor 35 Jahren bereits Franz Josef Strauss im Prinzip richtig gesehen und auch ausgesprochen hat. Ich frage mich, warum die Autoren von der Sezession Grundlagenarbeit machen, wenn diese Zusammenhänge nicht mal mehr vom Heimpublikum gesehen werden. An der Verschlechterung der Bildung, die sie lauthals beklagen, leiden möglicherweise auch Konservative und Rechte.
Der_Jürgen
11. September 2016 12:05
@Monika

Ihre Wortmeldung hat mir sehr gut gefallen. Wertvoll war u. a. der Hinweis auf den Vortrag von Karlheinz Weissmann und sein neues Buch. Weissmann hat zwar mit seinen Warnungen vor einer angeblichen "rechten Gefahr" einen ganz unnötigen Kotau vor dem System vollzogen, aber was er zu sagen hat, verdient stet zur Kenntnis genommen zu werden.

@Pirmin Meier

Die Identitären sind sicherlich intelligent genug, um die Risiken ihres Engagements realistisch einzuschätzen. Karriere werden sie unter diesem System schwerlich machen, und im Falle eines Notstandregimes droht ihnen noch wesentlich Unangenehmeres. Dass sie in vollem Bewusstsein dieser Gefahren gegen den Grossen Austausch kämpfen, ist ihnen hoch anzurechnen.

@Arminius Arndt

Sie wünschen der AFD, dass sie "an die Pfründe gelangt". Ich wünsche, dass sie einen Beitrag zum Paradigmenwechsel liefert, der unabdingbar ist, wenn Deutschland gerettet werden soll. Wenn das Ziel der Partei darin besteht, am Futtertrog mitfressen und als Abgeordnete auf Kosten des Volkes mitparasitieren zu dürfen, soll sie sich ins Pfefferland scheren. Ich habe aber das Gefühl, dass Menschen (pardon, Herr Sprachvogt: Leute) wie Björn Höcke, Beatrix von Storch und viele andere nicht dieses Ziel verfolgen, sondern von ernsthafter Sorge um ihre Heimat beseelt sind. Hoffen wir, dass sich innerhalb der AFD bald die Spreu vom Weizen scheiden möge.
Westpreuße
11. September 2016 12:20
@ Vexillifer :

Nein, Ihnen ist überhaupt nichts entgangen, aber mir.
Ganz herzlichen Dank meinerseits für den erklärenden Hinweis!

Und: Mea culpa,
das von mir (oben) verlinkte Video "DIE GEDANKEN SIND FREI" wird auch nicht von Loreena McKennett gesungen.
Das ist mir alles sehr peinlich. Ich esse mal lieber den Pflaumenkuchen mit Nüssen drin weiter, dazu Kaffee, erfreue mich ...mit großer Wehmut und Trauer... am Anblick der MARIENBURG an der Nogat und schweige...und schweige... jetzt erst einmal...
: Grüße aus Danzig und dem Weichseldelta
Spielhahn
11. September 2016 14:22
Was mich in diesem Diskussionsstrang - aber auch bei anderen Gelegenheiten - immer wieder irritiert, ist die Umgangsweise miteinander. Ich gehe mal davon aus, daß die Ziele identisch oder doch zumindest sehr ähnlich sind. Dennoch sind offenbar viele nicht in der Lage zu akzeptieren, daß es nunmal verschiedene Herangehensweisen und Temperamente gibt, die alle für uns wichtig und wertvoll sind.

Politische Arbeit ist wie eine Klaviatur, und für unseren Erfolg halte ich es für wichtig, daß wir diese Klaviatur möglichst im gesamten Umfang nutzen. Es gibt mir Mut zu sehen, wie wir unser Repertoire immer mehr erweitern, auch wenn ich mit manchen Stücken (wie etwa Sprache und Machart dieses neuen YouTube-Formats) wenig anfangen kann. Daß es dabei manchmal auch Mißtöne und -klänge gibt, halte ich für ganz normal, aber die Erfahrung lehrt, daß mit der Zeit jedes neue Stück immer besser klingt. Man denke nur an die etwas befremdlichen bis albernen ersten Aktionen der deutschsprachigen IB oder manche dumme Äußerung aus den Reihen der AfD.

Es ist natürlich ganz normal, daß man seine eigene Herangehensweise für gut und richtig hält, aber wenn ich hier und anderswo herabsetzende anonyme Kommentare zu Personen und Gruppierungen lese, die es zumindest wagen, für ihre Überzeugungen öffentlich Stellung zu beziehen, dann frage ich mich, ob es sich dabei um feindliche Provokationen oder schlichtweg Dummheit handelt.

Oder anders ausgedrückt: KONSTRUKTIVE Kritik in angemessener Form ist gut und wichtig - UNSACHLICHE Kritik in patziger Form schadet unserer Sache, da sie das Klima vergiftet und demotiviert.
Westpreuße
11. September 2016 16:36
@ Vexillifer,

...ich dachte: So, Melanie HALLE (mit eingeblendetem Text), weil hier, in den östlichen Provinzen im Staate Polen, der gesungene Text kaum (nicht) zu verstehen ist. Liegt vielleicht am "frischen Wind" hier, der allen ins Gesicht bläst...
https://www.youtube.com/watch?v=9il53tiVxwQ
: Grüße aus Danzig und dem Weichseldelta
Waldgänger aus Schwaben
11. September 2016 17:19
@Pirmin Meier
Ich lese fast alle Ihre Beiträge, diese enthalten manchmal Gedanken denen ich dann tagelang nachhänge. Zum kürzlich Ihr Beitrag über Popper "Das Elend des Historizismus"

Ihre Überlegungen zum Sprachkrieg sind richtig und fundiert. Aber Hand auf's Herz:
Was hätten Sie bei aller Belesenheit gesagt, wenn ein u.a. wegen Drogenhandel und Einbruch vorbestrafter, konfessionsloser Dresdner, der irgendwas mit Medien macht, Sie im Oktober 2014 gefragt hätte, ob er den halbvergessenen Begriff "Abendland" wieder in deutsche Politik einbringen könne?

Nun denn:
Gestern hat die CSU. immerhin Regierungspartei in Deutschland ein Positionspapier verabschiedet, in dem die
"Bevorzugung von Zuwanderern aus dem christlich-abendländischen Kulturkreis"
gefordert wird.

Bei aller Klugheit und Belesenheit, mehr als Analysen können Intellektuelle nicht liefern. Der Instinkt im richtigen Moment das Richtige zu sagen und zu tun, kann nicht erworben werden, indem man Regalmeter von Literatur durchackert.
Winston Smith 78699
11. September 2016 17:56
@ Spielhahn

Von was reden Sie eigentlich? Die einzigen kritischen Kommentare sind die von Michael B. und mir, oder hab ich was übersehen? Also wenn alle applaudieren und es langweilig zu werden droht, dann mache ich eben was anderes als die. (Wie sieht das sonst auch aus vor den Augen der Welt, wenn alles hier im Gleichschritt kommentiert?!) Auch Michael B. meinte lediglich: nicht eine bestehende Art von Humor krampfhaft nachahmen, wenn das darin zum Ausdruck kommende Lebensgefühl (etwa Oberflächlichkeit, Flippigkeit, Konsumfreude und so weiter) in der Tiefe nicht vereinbar ist mit dem eigenen Anliegen, dem anderen Lebensgefühl. Das hat etwas mit "Konsistenz" oder "Kohärenz" zu tun (wer mir den Unterschied der beiden erklärt, darf ihn behalten). Solche Unstimmigkeiten sind möglicherweise nicht artikulierbar oder definierbar, aber dennoch zu spüren ("Worker and Parasite" übetreibt das natürlich). Ein gutes Mittel dagegen ist Ehrlichkeit (und wieder alternative Wörter: Integrität, Authentizität) - also gerade KEIN Spaßverbot. Man bedenke unsere Zeit der ubiquitären Lüge - und junge Leute, die dies nun überhaupt anklicken, sind ja bereits angefressen und suchen was ganz anderes als LeFloyd. Daher hier auch mein Hinweis auf Sellner, bei dem das, was er zu sagen hat und wie er es macht, mir jetzt vollends stimmig erscheint. Hierin soll keine Kritik an irgendeinem Aspekt des Formats liegen, nur eine Warnung oder ein Hinweis für den Fall, dass es nicht ganz so laufen sollte wie erwartet. Es ist ja noch gar nichts schiefgegangen. Die beiden Jungs sind noch nicht zu 100% locker, aber das wird schon.
Bethmann
11. September 2016 18:35
Meiner Ansicht nach gibt es nichts unklügeres als jetzt zu versuchen, alte, verbrauchte Begriffe wie "völkisch" positiv aufzuwerten und in den Diskurs zu drücken. Die Reibungsverluste sind hier einfach zu hoch, der Mehrwert des ganzen nicht erkennbar. Weiß wirklich nicht, was sich Petry dabei gedacht hat. Tatsache ist: Wir brauchen neue Bilder, Begriffe, Parolen. Und da ist mir jedes Youtube-Video willkommen.
Monika
11. September 2016 19:27
Ich verweise nochmals auf den Beitrag von Karlheinz Weißmann in der JF.
Weißmann " glaubt nicht, daß der deutsche Geist erloschen ist".

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang m. E. ein Blogseminar in der FAZ :Geisteswissenschaften als Staatsaufgabe.

http://blogs.faz.net/blogseminar/geisteswissenschaften-als-staatsaufgabe/
Der Autor spricht sich dafür aus, daß die Geisteswissenschaften als Kernaufgaben wieder ernst zu nehmen sind.
Es schreibt u.a.:
Nun aber wird allerorts eine zunehmende Verflachung unserer Gesellschaft beklagt, und wenn wir nur übers Fernsehprogramm klagen. Vor allem aber fällt in einer Zeit schrill geführter Flüchtlingsdebatten immer mehr auf, dass unserer Gesellschaft die Fähigkeit abhanden gekommen ist, in angemessener Form über elementare Sinn- und Identitätsfragen zu verhandeln. Und das hat sicher auch mit der Marginalisierung professionalisierter und der Gesellschaft verpflichteter Geisteswissenschaftler zu tun, deren Stimmen im öffentlichen Diskurs nicht oder kaum mehr zu hören sind.


Die philosophischen Köpfe unter der Jugend haben hier eine gewaltige Aufgabe und Herausforderung vor sich liegen.
An Akademien, in privaten Zirkeln, usw.
Es ist hohe Zeit für ernsthafte philosophische und theologische Gespräche .
Hier müßte der "deutsche Geist" wieder entfacht werden.
Meier Pirmin
11. September 2016 19:33
Ich täuschte mich, als ich glaubte, den vorsichtigen und klug angelegten Versuch einer Rehabilitierung des auch von Herder, Goethe, Fichte und Grillparzer verwendeten Begriffs "völkisch" durch Frauke Petry mit einem Kompliment versehen zu dürfen. Mittlerweile wurde die Dame von einem Redakteur der Zeit in die Pfanne gehauen. "Völkisch ist nicht irgendein Adjektiv", schrieb er, es bedeute bedingungslose Ausgrenzung und sei "faschistisch".


Wenn begriffsgeschichtliche Differenzierungen und Hinweise auf die praktische Verwendung von Begriffen selbst im Kreis der Foristen von "Sezession" Unmut oder zumindest Ungeduld auslösen können, dann darf Frau Petry von einem Redakteur der ZEIT erst recht nicht erwarten, er verstehe sie so, wie sie gern verstanden werden möchte. Aber selbstverständlich ist die allergische Reaktion so unangemessen, als wenn man beim Wort "Klassenkampf" immer gleich 40 Millionen Opfer des Kommunismus herbeirufen würde. Ganz so haben es Marx und Engels nicht gemeint, obwohl sie beide den Massenterror befürworteten, was in Kaltenbrunners Herder-Initiative, Band Terror, dargestellt ist. Der Begriff Klassenkampf behält jenseits von antikommunistischen Aggressionen seinen objektiven Sinn und Gehalt und ist von analytischem Wert.

Wie ist es mit "völkisch"? Es würde zu weit führen, es hier im Detail auszuführen. Von Bedeutung ist für mich der Begriff "vielvölkisch", der früher für das Kaiserreich k.u.k. Österreich-Ungarn verwendet wurde, vor 80 Jahren noch auch für die Schweiz, um zum Beispiel auf die Rätoromanen aufmerksam zu machen. Auf den ersten Blick könnte man "vielvölkisch" als eine deutsche Version von "multikulturell" einschätzen. Ist aber falsch. Die vielvölkischen Strukturen sind, von den Zigeunern und sonstigen Fahrenden mal abgesehen, in der Regel autochthone alteingesessene Strukturen in einem Vielvölkerstaat. Es ist also nicht richtig, die alte Schweiz und das alte Österreich als "multikulturell" im heutigen Sinn zu bezeichnen. Und natürlich waren die Südtiroler "völkische" Deutsche aus dem Stamm der Bajuwaren. Dies hat wiederum mit Faschismus gar rein nichts zu tun, zu schweigen von der Verwendung des Begriffs zur Zeit der Romantik.


Frauke Petry ist aber, im Gegensatz zu gelegentlichen Auftritten vor bald drei Jahren, heute längst keine naive Debatterin mehr. Klar, dass sie den Begriff "völkisch" nicht einfach mehr so gebrauchen kann, wie Fichte das tat. Natürlich kennt Petry, wie sie es selber sagte, die absolut negative Konnotation des Begriffs "völkisch" so gut wie der Zeit-Redakteur. Dass sie das ursprünglich damit verbundene kulturell Positive, etwa im Geist von Johann Gottfried Herder, nicht preisgeben will, ja vielleicht sogar damit Politik machen, ist genau das, was man ihr nicht durchgehen lassen will. Sie wird in den nächsten Wahlkämpfen als "Faschistin" gebrandmarkt werden. Schon 1970 gab es eine der bisher praktisch brauchbarsten Faschismus-Definitionen: "Faschistisch ist, was der Linken nicht passt."
.
11. September 2016 20:51
@ herbstlicht:

Interessant wäre noch zu erwähnen, dass Angry Foreigner als bosnisches Flüchtlingskind nach Schweden kam, weil die muslimische Bevölkerung, zu der seine Familie gehört, von den Serben verfolgt, vergewaltigt und ermordet wurde.

Werde ich dieses Mal eigentlich wieder zensiert, oder macht das nur Frau Kositza? Ich war wirklich traurig. :(

Kositza: Weiß zwar nicht, worauf Sie sich beziehen, aber das, was sie "Zensur" nennen, unternimmt hier im Normalfall gerade nicht der Verfasser der bezugsgebenden Blogs.Freischalten tut irgendwer.
Nero
11. September 2016 22:11
Ich finde dieser . (Punkt? Dot?) sollte durchaus zensiert werden. Wer nicht mal fähig ist einen Phantasienamen zu benutzen, sollte gekickt werden. Das ist unverschämt.

Interessant wäre noch zu erwähnen


Neee! Da ist gar nix interessant. Flucht ist das eine und hat nichts mit Einwanderung zu tun. Und warum nicht in die Türkei? Sollten Sie . (Punkt? Dot?) wirklich in der Vergangenheit zensiert worden sein, dann vollkommen zu recht.
Meier Pirmin
11. September 2016 22:42
@Bethmann. Gerade weil Sie sich so kurz und knapp fassen, nicht bis Herder zurückgehen, fürchte ich, Sie könnten recht haben. Wenn hier über die theoretische Substanz eines alten Wortes diskutiert wird, ist es nicht dasselbe wie wenn sich Frau Petry indirekt damit bedient, wiewohl sie sagte, es gehöre eigentlich nicht zu ihrem Wortschatz.
Winston Smith 78699
12. September 2016 00:07
@ Monika
Die philosophischen Köpfe unter der Jugend haben hier eine gewaltige Aufgabe und Herausforderung vor sich liegen. An Akademien, in privaten Zirkeln, usw. Es ist hohe Zeit für ernsthafte philosophische und theologische Gespräche. Hier müßte der „deutsche Geist“ wieder entfacht werden.

Erklären Sie mir bitte, worin jene heiligen Hallen sich von diesem Kommentarstrang unterscheiden sollen, in welchen wir beide gerade tippen. Und bitte erklären Sie mir, warum Sie und ich draußen bleiben müssen, denn da bin ich jetzt beleidigt.

In weniger netten Worten könnte man auch sagen: mal wieder typisch für das rechte Publikum. Entweder werden Anführerfiguren angehimmelt (was bitte ist an dem Weißmannzitat denn so umwerfend, außer dass ein hohoho Weißmann es sagt?) oder die Verantwortung abgeschoben: hier auf eine "Jugend", die nicht weiß, wie ihr geschieht, wenn sie, kaum daß sie unter Beifall vom Denkmal runtergekrabbelt ist, von Weißmann und Monika sogleich mit aberwitzig schwierigen Aufgaben überfallen wird - solchen auch noch, wo diese Recken gerade nicht die offensichtlichen Vorzüge der Jugend haben wie etwa beim Rumklettern.

Monika, mißbrauchen Sie die Jugend nicht, indem Sie diese in ein Gefecht schicken, für das sie noch nicht gerüstet ist! Das ist nicht abwertend gemeint, sondern schützend. Immer diese Faulheit und Feigheit bei den Rechten! Selber machen, Monika. Arminius Arndt beklagt die vergleichsweise mangelnde Solidarität bei den Rechten - meinen Sie nicht, dass das daran liegen könnte, dass die faulen Rechten noch nicht wirklich kämpfen und ergo auch noch keine Kameraden sind, vielmehr noch immer gefangen in einer Empfindungsblase von Eigenstolz und Egoismus? (Ob eine solche individuelle Überheblichkeit gar ein Wesenszug von nicht-nationalistischem Konservativismus sein muß und ob ein patriotischer dies abschütteln kann, müßte mal in einer Art kollektiven Psychobeichte schmerzhaft bequatscht werden ... )
Euch Deutsche insgesammt, welchen Platz in der Gesellschaft ihr einnehmen möget, beschwören diese Reden, daß jeder unter euch, der da denken kann, zuvörderst denke über den angeregten Gegenstand, und daß jeder dafür thue, was gerade ihm an seinem Platze am nächsten liegt.
(Quelle) Verwehren Sie diese Meditation, Entscheidung und Beteiligung niemandem und fühlen Sie sich doch angesprochen, ziehen Sie sich nicht raus, Monika!
Albi aus Amerika
12. September 2016 09:02
Toll, danke für diesen Hinweis, ich hätte den Kanal wohl nie gefunden. Gefällt mir gut, was und wie die da(s) machen!

Ich hätte nur eine kleine Kritik an der Technik. Also, die Videos kann man nur hier anklicken und sehen (was an sich ja toll ist). Wer nun aber die Videos bei Youtube auch "liken" will und vielleicht den Kanal auch gleich abonnieren, der kann das hier nicht. Dafür muß man direkt auf YT schalten. Das geht normalerweise auch mit einem einzigen Klick, aber in diesem Fall wurde die Durchklickoption abgeschaltet.

Wer jetzt auf Reisen ist und nur ein Tablet dabei hat (wie ich), muß die Youtube App separat öffnen und den Kanal suchen. Als ich dann endlich auf YT war, hatte ich den Namen des Kanals schon wieder vergessen, mußte wieder zurück und nochmals nachgucken ("wie hießen die jetzt?").

Wenn man einfach durchklicken kann (also direkt vom hier eingebetteten Video auf YT gelangt mit einem Klick), dann hilft das sicher auch den jungen Leuten. Die wollen nämlich likes und Abonnennten, jedoch von hier aus klappt das nicht.

Ich fürchte, durch die Umständlichkeit gehen dem Kanal manche Registrierungen verloren.

Ansonsten, nochmals danke für den Tip, das macht ja Mut!
Monika
12. September 2016 09:56
@ Winston Smith
Ich möchte die Jugend nicht mißbrauchen, indem ich sie in ein Gefecht schicke, für das sie noch nicht gerüstet ist !
Aber, wir Alten sollten uns nicht überschätzen und die Jungen nicht unterschätzen:
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/studienfinanzierer-ueberbesorgte-eltern-unselbstaendige-studenten-14426261.html
Überbesorgte Eltern erfahren manchmal schmerzhaft, wie selbständig ihre Kinder im Grunde doch sein wollen. Und das ist völlig normal.
Und natürlich müssen Sie nicht draußen bleiben aus der Diskussion !
Und auf einen geistigen Führer warte ich schon gar nicht.
Weißmann spricht aus langer Erfahrung als Lehrer. Und das ist zunächst einmal ermutigend. Mehr nicht.
Der_Jürgen
12. September 2016 10:51
@Herbstlicht

Es mag ja nichts mit dem Thema der Debatte zu tun haben, aber Ihre pauschale Behauptung, die bosnischen Muslime seien von "den Serben verfolgt, vergewaltigt und ermordet" worden, trifft so nicht zu. Ja, viele Verbrechen wurden im Jugoslawienkrieg von Serben begangen, aber mindestens ebenso viele von deren muslimischen und kroatischen Feinden. Die herkömmliche Version des Massakers von Srebrnica beispielsweise hält einer kritischen Untersuchung nicht stand. Neben wrklichen Opfern serbischer Gewalt enthielten die Massengräber auch Leichen ermordeter Serben sowie im Kampfe gefallener Krieger beider Seiten.

Die angeblichen "Vergewaltigungslager" der Serben, von denen man anno 1992 so Grässliches las, haben sich relativ schnell als reine Propagandalüge entpuppt. Vergewaltigungen gab es natürlich schon, und zwar wiederum auf allen Seiten. Aufklärung hat hier u. a. der Schweizer "Weltwoche"-Journalist Hanspeter Born, der sich auch durch seine Stellungnahme gegen das schändliche schweizerische "Antirassismusgesetz" rühmlich hervortat, geleistet.

Literatur hierzu finden Sie leicht.

Ich hoffe, der Bademeister bzw. die Bademeisterin schaltet diese Richtigstellung frei; schliesslich hat er oder sie Ihre fragwürdige Pauschalverurteilung der Serben auch freigeschaltet.
Meier Pirmin
12. September 2016 10:56
@Albi. Sie denken ganz praktisch, stehen den Jungen offensichtlich nahe. @Monika/Winston. Zwischen uns Älteren und den Jungen klaffen Welten. Es sind jeweils genau ganz andere Schwächen und Stärken. Winston sieht die Schwächen der Standardgeneration in diesem Forum sehr gut.
herbstlicht
12. September 2016 19:55
Der_Jürgen schrieb:


... , aber Ihre pauschale Behauptung, die bosnischen Muslime seien von „den Serben verfolgt, ...


Bitte, keine Trara, aber moralisierende Geschichtsbetrachtung mag ich nicht auf mir sitzen lassen. Der Kommentar hier stammt nicht von mir, sondern von jemandem der sich "." --- Punkt, Englisch dot --- nennt.

Der Vater hat mir in den Fünfzigern einige Male das Gedicht Hans Euler von Johann Gabriel Seidl vorgelesen:


»Für das hab' ich gefochten, dein Bruder hat's bedroht,
»Für das hab' ich gestritten, für das schlug ich ihn todt.«


Right or wrong --- my country!
Schwarzbär
13. September 2016 13:21
Das Zurechtrücken des Hirns junger Leute ist natürlich notwendig.
Gleichwohl, bzw. gerade deswegen, die folgenden Anmerkungen:
1) In vorliegender Besatzung zielt das Video nach sprachlichem Akzent wie Gestik und Mimik allein auf Mitteldeutsche.
Bei allen Vorbehalten gegen Quoten: Ein Westdeutscher, jedenfalls einer ohne mitteldeutschen Akzent, scheint mir dringend notwendig, gerade angesichts der untergündigen Vorbehalte gegen 'Ostler' im Westen - Weil der Westen ja doch vorwiegend von uns erreicht, zurechtgerückt werden muß!
Ein einigermaßen attraktives Mädchen wäre auch nicht schlecht.
2) Im Hintergrund der alte Röhrenfernseher muß verschwinden - gar nichts, oder Flachbild. Er paßt nicht zu dem auf 'hip' gemachten sonstigen Ansatz. Ebenso die klapprigen alten Fensterläden und das Bild in Goldrahmen. Das ist alles eher kontaproduktiv für den Zweck.
Neutraler Rahmen, oder auf in die freie Natur.
3) Wenn man schon werben will, muß auch das Äußere der Protagonisten der Zielgruppe der rotgrün Verbildeten näher kommen. Die beiden sehen doch zu deutlich 'rechts' bzw. identitär aus, um für uns noch fernstehendes Publikum anziehend zu wirken.
3) 'Die Leute abholen, wo sie stehen' ist eine alte Regel. Aber sie sollen dort ja nicht verbleiben, sollen weitergeführt werden. Das ist bei parallel angebotenen Videos schwieriger als bei einem Klassenverband - aber dieses Problem muß beachtet werden.
Vielleicht sollte diese Videoserie grundsätzlich in Weiterverweise auf weiterführende Medien oder Schulungen übergehen.
4) Auch inhaltlich wird es nicht zu umgehen sein, nicht bei den schon halb Gewonnenen anzusetzen, sondern sich intelligent und offensiv mit den 'Argumenten' der Gegenseite auseinanderzusetzen.

Also - es muß nach Form und Inhalt noch deutlich verbessert werden!
Sascha
13. September 2016 18:34
@Mitropa, nicht vergessen, dass es eben auch der Hintergrund mit den Leninschen Bahnsteinkarten war, weswegen die Revolution 1989 ohne Blutvergießen ablief. Insofern sollte man solche Traditionen, auch wenn Lenin damit einen guten Witz auf deutsche Kosten gemacht hat, nicht unbedingt ablehnen.
Exmeyer
14. September 2016 10:07
Zum Begriff "völkisch" oder "vielvölkisch":

1. Deutschland ist längst vielvölkisch.
2. Die Deutschen unter den Völkern sind gespalten: Diejenigen, die fest zu sich selbst stehen (Die gerade Minderheit) und diejenigen, die nicht (die krumme Mehrheit). Für faktische Gegenkräöfte des deutschen unter den Deutschen gibt es ebenfalls einen deutlichen Ausdruck: Verräter.
3. Die nichtdeutschen Völker sind ebenfalls in zwei gespalten: Diejenigen, die treu zu den Deutschen stehen und diejenigen die nicht. Untreue. (Ggf Treue zur BRD interessiert nicht.) Wer ausgesprochen gegen die Deutschen operiert: Feinde.
4. Unter Deutschen: Vereine! Aber nicht unter allen Umständen. Lieber klein, homogen und stark als groß, schwammig und schwach. Wer treu zu seiner deutschen Nation steht, dem müssen politische Flausen verziehen werden. Das ist das einigende Band. Alles andere halb so wichtig.
5. Unter nichtdeutschen: Teile! Lebensnotwendige Aufgabe in der Zukunft.
6. Bevorzuge immer die treuen und festen und benachteilige immer die lauen, schwachen und untreuen.

Das ist kein "politisches" Programm: Das ist die Anforderung im Alltag eines jeden. Auf der Arbeit, im Schrebergartenverein, in der Nachbarschaft.

Die Begriffe sind klar. Die persönlichen Folgerungen ebenfalls.

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