29. September 2016

Staatspolitischer Salon in Berlin zu Ernst Nolte

von Erik Lehnert / 0 Kommentare

Erik Lehnert ist promovierter Philosoph und Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Staatspolitik.

ifs_logo blauWer die langen Wochen bis zum Staatspolitischen Kongreß am ersten Novemberwochenende sinnvoll nutzen will, sollte beim nächsten Staatspolitischen Salon in Berlin vorbeischauen. Die erste Veranstaltung nach der Sommerpause findet am 12. Oktober statt und widmet sich dem Werk des jüngst verstorbenen Historikers Ernst Nolte.

Wir haben dazu einen der besten Kenner seines Werkes eingeladen: Siegfried Gerlich. Dieser hat nicht nur ein umfangreiches Buch über das Werk des großen Außenseiters der bundesrepublikanischen Geschichtswissenschaft vorgelegt, sondern mit ihm seinerzeit auch ein erhellendes Interview geführt und einige verborgene Motive von Noltes Denken offengelegt.

Ernst Nolte dürfte spätestens seit 1986, als er den sog. Historikerstreit auslöste, jedem Interessierten ein Begriff sein. Damals ging es um die Frage, ob die Judenverfolgung im Dritten Reiche eine Reaktion auf den Bolschewismus gewesen ist und es zwischen beiden einen „kausalen Nexus“ gibt. Seitdem war Nolte, der sich zuvor allgemeiner Wertschätzung erfreute, geächtet.

Das Werk des Historikers, der seit 1973 in Berlin lehrte und auch hier beerdigt ist, läßt sich allerdings nicht auf diese Auseinandersetzung reduzieren. Er sah sich in der Tradition der „Geschichtsdenker“ und hat z.B. auch eine Gesamtdeutung des Menschen als historischem Wesen vorgelegt. Es gibt über den „Faschismus“ hinaus also genügend Themen, die an diesem Abend besprochen werden können.

Der Salon findet am 12. Oktober in Berlin statt, Beginn ist diesmal bereits um 19 Uhr. Anmeldungen bitte an anmeldung@schnellroda.de. Die Anmeldebestätigung enthält nähere Informationen.

Erik Lehnert ist promovierter Philosoph und Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Staatspolitik.

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