10. Oktober 2016

Fests Hirngespinste & Fasbenders Selbstaufgabe

von Martin Lichtmesz / 130 Kommentare

Das frischgebackene AfD-Mitglied Nicolaus Fest forderte auf einer Pressekonferenz die Schließung aller Moscheen Deutschlands, da es sich bei dem Islam nicht um eine Religion, sondern um eine freiheits- und demokratiebedrohende "totalitäre Ideologie" handele.

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Auf die Frage, was er denn "mit diesen Menschen", also den in Deutschland lebenden mindestens vier Millionen Muslimen "machen" wolle, antwortete Fest (die originalen Zitate mußte ich zum Teil aus verschiedenen Links zusammensuchen, das meiste kommt aus diesem Mitschnitt):


Was macht man mit diesen Leuten? In die Köpfe können Sie nicht rein. Aber das öffentliche Zeigen und die Ausübung dieser Ideologie können Sie verhindern. Und das muß man machen. Genauso wie ich Hakenkreuze oder andere Symbole der Nazis nicht im öffentlichen (...) Raum sehen will, möchte ich Symbole hier sehen, die für eine andere totalitäre Ideologie stehen. (...) Es gibt keine Umerziehungslager und so weiter. Nur dadurch, daß man die Ausübung und vor allem auch die - bei den Salafisten ist es ja ganz deutlich -die Gerierung neuer Anhänger versucht zu verhindern oder verhindert, kann man dieses Übel langfristig austrocknen. Sozusagen in den Griff kriegen in dem Sinne, daß man die Leute einsperrt und außer Landes weist, wenn sie Deutsche sind, das ist völlig ausgeschlossen, das geht nicht. (...) Die einzige Möglichkeit, die es gibt, ist eben diese Leute von der öffentlichen Ausübung ihrer... oder ihrem öffentlichen Bekenntnis zu einer totalitären, demokratiefeindlichen Ideologie... daß man sie daran hindert.

Es gibt in der Tat einen Haufen Probleme mit diesem Statement. Fest präsentiert das quasi-Verbot der Religionsausübung als eine gegenüber der Remigration mildere Maßnahme gegen das Problem der Islamisierung. Wie stellt er sich denn vor, daß dies in die Tat umgesetzt werden soll? Das Verbot allein wird wohl kaum reichen, die Millionen Muslime vom Besuch der Moscheen, die ja auch eine bedeutende Funktion für das soziale Leben der muslimischen Gemeinden haben, abzuhalten. Es wird nur dann wirksam sein, wenn der Staat auch zur juristischen Verfolgung der Muslime bereit ist. De facto müßten die islamischen Gotteshäuser und Gebetsräume unter Polizeischutz gestellt und die Gläubigen - wenn nötig auch gewaltsam - daran gehindert werden, sie zu betreten, was noch unschönere Szenen zur Folge hätte als die Einsätze der französischen Polizei gegen "Burkinis". Die Polizei müßte Razzien gegen illegale Moscheen veranstalten und gegebenenfalls widerspenstige Moscheebesucher, Imame und Prediger verhaften. Das kann unmöglich ohne Gegenwehr geschehen. Es würde mit großer Wahrscheinlichkeit zu Massendemonstrationen, wenn nicht Krawallen, Aufständen oder gar Terroranschlägen kommen.

Gerade wenn der Islam tatsächlich jene gefährliche, totalitäre Ideologie ist, für die Fest sie hält, ist kaum zu erwarten, daß die Mehrzahl der Muslime solche Maßnahmen stillschweigend hinnehmen, nach Hause gehen, und im stillen Kämmerlein ihren Glauben und die damit verbundenen Lebensweisen und Mentalitäten "austrocknen" lassen wird. Eine Regierung, die Fests bescheidenen Vorschlag umsetzen würde, befände sich unweigerlich auf Kollisions-, wenn nicht Eskalationskurs. Sie bräuchte die Fähigkeit und Bereitschaft zur entschiedenen und autoritären Gewaltanwendung.

Es ist klar, daß dergleichen einstweilen ohnehin ein "Hirngespinst" bleiben wird - so oder so. Dem deutschen Staat fehlen der Wille, die Mittel und wohl auch das Personal, Maßnahmen dieser Art durchzusetzen, und daran wird sich lange nichts ändern. Ich bin mir nicht sicher, ob Fest die Konsequenzen seines Vorschlags auch wirklich durchdacht hat. Sein Denken ist typisch für die liberale Islamkritik, wie man sie in verschiedenen Härte- und Niveaugraden von Michael Stürzenberger bis Michael Ley findet. Die Logik ist jene: der Islam ist ein Feind der "offenen Gesellschaft", und darum ist es auch erlaubt, mit illiberalen, sozusagen "jakobinischen" Mitteln gegen ihn und seine Anhänger und Vertreter vorzugehen. Regelmäßig erscheint hier der Islam als "der Nazi" oder "der Faschist", der absolute, kompromißlose Anti-Liberalismus schlechthin. Damit besteht allerdings die Gefahr, den Islam übermäßig zu dämonisieren, ihn zum "absoluten Feind" zu machen, eine Form der Feinderklärung, die freilich von den radikalsten Kräften des Islams geteilt und auch zuerst ausgesprochen wurde.

Ich will an dieser Stelle die endlose Islamdebatte, wie sie auch in unserem Lager kontrovers geführt wird, nicht allzu breit rekapitulieren. Es ist schwierig, sie sowohl intellektuell redlich als auch im Hinblick auf politische Wirksamkeit und Verwertbarkeit zu führen. Vom ersteren Standpunkt aus ist es problematisch, den Islam auf die Formel "keine Religion, sondern eine totalitäre Bewegung“ zu bringen. Das eine schließt das andere keineswegs aus, und umgekehrt können totalitäre Bewegungen den Charakter von (Pseudo-)Religionen annehmen, worauf etwa Eric Voegelin hingewiesen hat. Selbstverständlich ist der Islam eine "Religion"; es ist völlig indiskutabel, dies zu leugnen. Daß er im modernen Sinn "totalitäre" Formen annehmen kann, liegt unter anderem in seiner monotheistischen, also "eifernden" und universalistischen Natur begründet, wie man etwa bei Peter Sloterdijk oder Jan Assmann nachlesen kann.

Der Hauptgrund, warum Fest und andere liberale Islamkritiker den Islam in ein generell "totalitäres" oder "faschistisches" Deutungsmuster pressen wollen, ist jedoch vor allem politischer Natur. Man verspricht sich davon einen mobilisierenden und die eigene Sache legitimisierenden Effekt. Indem Fest den Islam zur "totalitären Ideologie" erklärt, versucht er, die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Religionsausübung zu umgehen und - ähnlich wie Karl Albrecht Schachtschneider - den Spieß umzukehren und das Grundgesetz selbst gegen den Islam in Stellung zu bringen. Mit diesem Manöver will man, frei nach einem Diktum von Ernst Jünger, jene Tür wieder verschließen, die der Liberalismus "den Mördern" aufgemacht hat.

Einen ähnlichen Mobilisierungs- und Legitimationscharakter haben die Versuche, den Islam als Wiedergänger des Nationalsozialismus hinzustellen, und damit den stärksten aller bundesrepublikanischen Affekte zu bedienen: der Nationalsozialismus gilt der bunten Republik als das "absolut Böse", bis zu dem Grad, daß mitunter ihre ganze raison d'être darin zu bestehen scheint, ihn zu verhindern oder zu bekämpfen. Darum meinen die liberalen Islamkritiker, die stärkstmögliche Karte ausgespielt zu haben, wenn sie den Islam zum "Nazi"von heute erklären. (Dabei gäbe es genug Gründe, den modernen Islamismus eher mit dem Bolschewismus zu vergleichen, wie es Vera Lengsfeld getan hat, aber ein solcher Vergleich hätte kaum Zugkraft, da sich heute niemand mehr vor dem Kommunismus fürchtet, und sein allgemeines Image trotz der Millionen von Opfern bei weitem nicht so finster wie jenes des Nationalsozialismus ist.)

Das System reagiert auf die antifaschistische und antitotalitäre Rhetorik der Islamkritiker allerdings weitgehend ungerührt; eher gelten ihm noch jene als Wiedergänger der Nazis, die Muslime als Wiedergänger der Nazis bezeichnen. Rein strategisch gesehen hat diese polemische Gleichsetzung also nur eingeschränkten Erfolg. Sie verfängt nicht, weil sie nicht an die ausschlaggebenden historischen und psychologischen Wurzeln des bundesdeutschen Antifaschismus rührt, der im Kern nichts weiter als antideutsch ist. In diesem affektiv eingerasteten Denk- und Wahrnehmungsrahmen können nur Deutsche "Nazis" sein, und "Nazi" ist inzwischen jeder Deutscher, der seine Identität als Deutscher und das Lebensrecht der deutschen Nation zu verteidigen sucht.

Immerhin ist diese Sorte islamkritischer Liberaler weniger naiv als jene Liberalen, die das Islam-Problem rein unter dem Gesichtspunkt der Religionsfreiheit sehen wollen. Als Beispiel sei hier der jüngste Kommentar von Meister Lichtschlag genannt, der apropos Fest schreibt:


Nicolaus Fest hat genau das Denken offen vorgetragen, vor dem Akif Pirinçci damals so vehement warnte, nach dem Motto: „Schade, es gibt ja keine KZs mehr, also werden wir euren moslemischen Glauben und eure islamische Meinung anders und mit allen Mitteln verfolgen!“ Religionsfreiheit? Weltanschauungsfreiheit? Nicolaus Fest präsentierte sich als der linksextremistisch-totalitäre Jakobiner, der er und seine religionshassenden Geistesbrüder unter dem Mantel der „Islamkritik“ meist sind.


Da hat sich Lichtschlag mal wieder wacker-kolossal auf seiner Rosinante der subjektlosen, abstrakten Prinzipien vergaloppiert, und es ist ulkig, daß er ausgerechnet Pirinçci als Kronzeugen aufruft, den man mit weitaus mehr Fug und Recht als Fest als "religions"- und insbesondere "islamhassenden" Genossen titulieren könnte. Lichtschlag ist allerdings auch gegenüber Fest extrem ungerecht, denn dieser hat schließlich ausdrücklich gesagt, daß er "Umerziehungslager", aber auch erzwungene Remigration für "völlig ausgeschlossen" hält.

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Demgegenüber ist festzuhalten, worin die liberalen Islamkritiker wie Fest, Ley, Abdel-Samad, Broder, Stürzenberger etc. recht haben. Ob nun dabei schleichend-"softe" Varianten wie in Houellebecqs Roman Unterwerfung oder hart-totalitäre Varianten wie in Sansals Dystopie 2084 herauskommen werden - eine westlich-liberale Gesellschaft, in der der Islam immer mehr politischen, religiösen, demographischen Einfluß gewinnt, bis die Mehrheitsverhältnisse kippen, wird eines Tages nicht mehr wiederzuerkennen sein und sich immer mehr von allem verabschieden müssen, was den Liberalen lieb und teuer ist, besonders, was die "Religionsfreiheit" und "Weltanschauungsfreiheit" betrifft.

Richtig ist ferner, daß der Islam nicht einfach eine Religion in dem Sinne ist, wie wir sie in den heutigen post-christlichen Ländern auffassen. Der westlich-säkulare Laizismus mit seinen Geboten der Religionsfreiheit und der Trennung von Staat und Kirche war historisch auf das Christentum zugeschnitten; der Schutz religiöser Minderheiten wie etwa der Juden spielte hier nur eine sekundäre Rolle. Auch das Grundgesetz ist keine zeitlose steinerne Tafel vom Berg Sinai, sondern hat seinen historischen Ort und Kontext. Das Asylrecht und das Recht auf "ungestörte Religionsausübung" werfen heute, in einer gänzlich veränderten Lage, Probleme auf, die die Väter des Grundgesetzes weder bedenken noch erahnen konnten. Was würde heute Friedrich Ebert sagen, von dem folgendes Zitat überliefert ist? -


Wenn der Tag kommt, an dem die Frage auftaucht: Deutschland oder die Verfassung, dann werden wir Deutschland nicht wegen der Verfassung zugrunde gehen lassen.

Obwohl es zweifelsohne so etwas wie "faschistische" Formen des Islams gibt, ist es irreführend, ihn generell als "totalitäre Ideologie" zu rubrizieren. Nicht alles, was nicht mit den Begriffen des westlichen Liberalismus und seiner Betonung der individuellen Freiheit zu fassen ist, ist "totalitär" in unserem Sinne. Der Islam ist jedoch nicht bloß ein "Glaube" wie eine christliche Konfession, den man hat oder nicht, als Privateigentum oder Angehöriger einer Staatsreligion; und wie auch das postchristliche, säkulare Europa zutiefst vom Christentum geprägt ist, so bleiben auch säkulare und vom Glauben abgefallene Muslime von den Vorstellungen ihrer Religion und Kultur geprägt.

Der Islam ist vielmehr ein im Prinzip holistisches System, das sämtliche Bereiche der Gesellschaft zu regeln versucht: Staat und Religion, öffentliche und private Moral, das Verhältnis der Geschlechter, die Rechtsprechung, die Philosophie, die Kunst, die Eßgewohnheiten, die Kleidung usw. Dies kann man etwa bei Manfred Kleine-Hartlage oder Tilman Nagel nachlesen. Gewiß gibt es hier verschiedene Formen der Umsetzung, die von Land zu Land mal "fundamentalistischer" und mal "liberaler" erscheinen. Ungeachtet ihrer Binnenkonflikte und Binnenunterschiede kann man die islamische Welt jedoch durchaus als Block betrachten, der dem Westen gegenübersteht, analog zur kommunistischen Welt in der Zeit des Kalten Krieges.

Aus identitärer Sicht fördert nun der Islam erheblich die Dynamik des Großen Austauschs: nicht weil er prinzipiell oder de facto  "totalitär" wäre, sondern vor allem, weil er eine starke Gruppenidentität und -solidarität stiftet, die den Landnahmecharakter der laufenden Masseneinwanderung verstärkt und verschärft. Ebenso fördert er die Eroberer- und Anspruchsmentalität sowie die Verachtung gegenüber den westlichen Völkern und ihrer Lebensweise. Geburtenraten islamischer Völker sind um einiges höher als jene der europäischen, eine Tatsache, die sowohl mit der Religion als auch mit dem Geschlechterverhältnis als auch mit der relativen Unversehrtheit der islamischen Gesellschaften durch die Folgeschäden des Liberalismus zusammenhängt.

Der Islam macht den Großen Austausch sichtbar. Es ist meistens die Begegnung mit dem Islam, die das Bewußtsein für die Problematik der "replacement migration" und des Scheiterns der multikulturalistischen Utopie weckt: Einwanderer aus muslimischen Ländern sind notorisch integrations- und anpassungsresistent, haben oft stark divergierende moralische und soziale Vorstellungen, neigen häufiger zu Gewalt und sexuellen Übergriffen, und sind durch ihren Kleidungsstil oft besonders auffällig im Straßenbild.

Das eigentliche Problem ist und bleibt der Große Austausch, der Bevölkerungsaustausch durch den Import außereuropäischer Völker, seien sie muslimisch oder nicht. Die Islamisierung ist nur sein Katalysator, seine Folge und Begleiterscheinung. Wer nun der Meinung ist, daß der Islam "nicht zu Deutschland gehört" und seine Ausbreitung eindämmen will, wird letzten Endes nicht daran vorbeikommen, die nationale und ethnokulturelle Identitätsfrage zu stellen. Darum drücken sich die liberalen Islamkritiker oft herum, aus Angst, in der "völkischen" Schublade zu landen. Sie tummeln sich stattdessen lieber im Dschungel der Verfassungen, Paragraphen, "Werte" und Grundsätze, und glauben, die Probleme durch Verfassungen, Paragraphen, "Werte" und Grundsätze lösen zu könnnen.

Es versteht sich wie gesagt von selbst, daß Moscheenschließungen und ähnliche Schikanen bei gleichzeitiger Anwesenheit von Millionen von Muslimen in Deutschland und womöglich auch noch fortdauernder muslimischer Einwanderung das Problem nicht lösen, sondern allenfalls verschärfen würden. Man kommt letztlich an der Frage nach der Remigration nicht vorbei. Gewiß, es gäbe sicher Möglichkeiten, die islamische Religionsausübung  und ihre repräsentative Sichtbarkeit im öffentlichen Raum einzudämmen, die Religionspraxis der Muslime zu beschränken, und damit die Anreize zur Einwanderung zu schwächen oder die Anreize zur Auswanderung zu stärken. Es spricht auch nichts dagegen, hier zumindest temporär "jakobinische" Methoden anzuwenden, die natürlich nicht generell "religionshassend" sein sollen (wie Lichtschlag irrigerweise Fest unterstellt), sondern klar unterscheiden müssen, was zu uns gehört (das Christentum) und was nicht (der Islam).

Aber das würde nicht genügen, um die Islamisierung Deutschlands und Westeuropas aufzuhalten. Es wären vielmehr dreierlei Maßnahmen nötig: a) Einschränkungen der islamischen Religionsausübung, wobei hier verschiedene Verschärfungsgrade denkbar sind (etwa Verbote von Burka, Schleier, Halal-Waren, Minaretten, öffentlichen Kundgebungen, Koranschulen, Moscheeschließungen...), verbunden mit einem erhöhten Assimilationsdruck; b) totaler Einwanderungsstopp vor allem muslimischer Völker; c) Remigration erheblicher Teile der islamischen Bevölkerung. Es soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden, ob und wie derlei möglich ist. Alle Schwierigkeiten, die sich angesichts einer Generalschließung der Moscheen stellen würden, würden hier in vielfach verschärfter Form virulent werden.

muh-constitution"Wenigstens bleibt mir noch die Verfassung!"

 



 


Thomas Fasbender hat Fest in der Jungen Freiheit ziemlich scharf kritisiert, wenn auch aus den falschen Gründen; und er selbst hat offenbar bereits jede Hoffnung aufgegeben, den laufenden Entwicklungen Einhalt bieten zu können. Er hält Fests Forderung nach einem Verbot des Islams für ebenso "weltfremd" wie die Propaganda der linksgrünen Utopisten:


Die Politik irrt, wenn sie glaubt, in ein, zwei Generationen genössen unsere Kinder und Enkel die vielen Freiheiten, die uns heute selbstverständlich sind. Und die Rufer nach Verboten irren, wenn sie glauben, dieser Prozeß sei umkehrbar. Wenn die bundesrepublikanische Gesellschaft irgendwann in der zweiten Jahrhunderthälfte zur Hälfte muslimisch oder muslimischstämmig ist, steht unser heutiger Lebensstil, allem voran jener der Frauen und sexuellen Minderheiten, zur Disposition.

Die Stabilität der vergangenen Jahrzehnte, der wir unsere naive Selbstgewißheit verdanken, ist vorüber. Die linken (und grünen) Utopien der totalen Selbstverwirklichung laufen ebenso ins Leere wie extreme Forderungen nach einem Verbot dessen, was nicht verboten werden kann.

Für Fasbender ist jeder Widerstand gegen die Islamisierung Deutschlands zwecklos:

Demographie ist so gut wie eine exakte Wissenschaft; die Sache ist gelaufen. Unsere Chance liegt darin, sich dessen zu vergewissern, was noch zur Verfügung steht. Und daraus das Beste zu machen.

Und das wäre:

Ein Staat, der (wenn er will) immer noch stark genug ist, von den Gläubigen aller Religionen Respekt und die Einhaltung der öffentlichen Ordnung einzufordern. Gesellschaftliche Traditionen, die zu Teilen brachliegen, aber durchaus auch bei Einwanderern auf positive Resonanz stoßen: Anpassungsbereitschaft und Disziplin. Und Autoritäten, die zwar nach 1968 geschleift wurden, ohne die eine Gesellschaft aber nicht existieren kann: Richter, Lehrer, Polizisten, Mütter, Väter.

Das grenzt an eine Bankrotterklärung, mit der Fasbender seine Kapitulation vor den Verhältnissen besiegelt. Eine ohnmächtige Beschwörung wert- und strukturkonservativer Gespenster, die kein konkretes Bild ergeben will. Was ist etwa mit "Anpassungsbereitschaft" gemeint? Wer soll sich hier an wen "anpassen" und wozu? Und was die verlorengegangenen "Autoritäten" betrifft: wem sollen sie dienen, den verbliebenen Restdeutschen, um ihnen Trost und Halt zu geben? Oder der multikulturellen Gesellschaft der Zukunft, damit sie besser funktioniert? Warum sollten es die Muslime nötig haben, sich hier an mühsam revitalisierten deutschen Traditionen zu orientieren, wenn ihre eigenen "Richter, Lehrer, Polizisten, Mütter, Väter"ausreichend unangefochtene, hauseigene Autorität besitzen?

Hinzu kommt, daß diese Entwicklung kaum zum Stillstand kommen wird, "wenn die bundesrepublikanische Gesellschaft irgendwann in der zweiten Jahrhunderthälfte zur Hälfte muslimisch oder muslimischstämmig ist". Eines Tages wird der Bevölkerungsaustausch völlig abgeschlossen sein, und dann gibt es auch keine "bundesrepublikanische Gesellschaft" mehr.

Fasbenders Haltung mag hier etwas ehrlicher und abgeklärter sein als jene der Vorantreiber eines "bunten" Deutschlands, läuft aber auf dasselbe Argument hinaus: es gibt keine Alternative, laßt uns also die Übergabe des Ladens möglichst reibungslos, sachte und "friedlich" gestalten! Amr Khaled hat recht, seinen Glaubensbrüdern Geduld zu empfehlen und sie zur artigen "Integration" zu ermahnen: in 20 Jahren wird Europa ohnehin von selbst in ihre Hände fallen.

Fasbender weiter:

So kann auch Nicolaus Fest darauf spekulieren, daß für jeden Journalisten, der sich jetzt degoutiert von ihm abwendet, tausend Wähler ihr Kreuz hinter seiner neuen Partei machen werden – vielleicht nicht gleich morgen, aber nach dem nächsten Terroranschlag, nach der nächsten demographischen Schreckensnachricht, nach der nächsten Flüchtlingswelle. Die Wette auf den wachsenden Islamhaß ist derzeit die sicherste Wette in der Bundesrepublik.

Diesen aus Angst gewachsenen, überschießenden Haß zu bedienen, wie Nicolaus Fest es praktiziert, ist allerdings kaum zielführend.

Was wäre also die Alternative, Thomas Fasbender? Sich allmählich in die auf Dauer ohnehin unvermeidliche "Unterwerfung" zu fügen? Die "europäische Kultur" "Millionen islamisch geprägten Einwanderern" zu überlassen? Den nächsten Terroranschlag, die nächste demographische Schreckensnachricht, die nächste Flüchtlingswelle - allesamt durchaus reale, handfeste Dinge - widerstandslos hinzunehmen, die Angst zu verdrängen und als unberechtigt zu erklären, den Haß und den Zorn hinunterschlucken, stoisch beim Verschwinden des eigenen Landes und Volkes zuzusehen, die Landnahme durch Muslime passiv zu ertragen, ihren ständigen politischen Forderungen und Anmaßungen nachzugeben, die dabei anfallenden Opfer von Mord, Totschlag, Raub, Vergewaltigung und Terror als Kollateralschäden abzuschreiben, und das mal höhnische, mal kitschige, mal lügnerische, mal hetzerische Propagandageprassel der Austausch- und Multikulti-Lobbyisten widerspruchslos über sich ergehen zu lassen?

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Foto: Youtube Screenshot

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (130)

Morbrecht
10. Oktober 2016 11:39
Es ist absehbar, dass die liberale Kritik sich mit den gleichen Argumenten und Methoden auch gegen das "illiberale" Christentum und darauf beruhende traditionelle Weltanschauungen richten wird, von dem man Unterordnung unter eine mit zunehmend totalem Anspruch auftretende postliberale Ideologie fordert.

M.L.: Wozu? Das Christentum hat sich schon längst dem "post-liberalen" No-border-Globalismus unterworfen, angefangen beim Papst.

Es sind Ansätze eines Integrationsstaates erkennbar, deren Anhänger auch in der AfD aktiv sind, und die als Antwort auf den Zerfall der multiethnischen Gesellschaft ein Staatsverständnis propagieren, in dem ein quasi-totalitärer Staat sich zur Quelle liberaler Werte erhebt und diese mit totalem Anspruch auf allen Bereichen des Lebens durchsetzt. Hier treffen sich postchristliche Rechte wie Fest, linke Feministinnen wie Schwarzer und Islamkritiker wie Stürzenberger und schaffen eine ideologische Mischung, die für Konservative noch ein Problem werden wird.
Diese Ideologie ist Teil des Problems, weil sie so wie ihre linken und liberalen Verwandten keine überzeitlichen, transzendenten Quellen von Wahrheit und Autorität anerkennt und in ihrem Materialismus keine größeren Fragen kennt als den Zustand der Sozialkassen und die Höhe des Wirtschaftswachstums. Solche Kräfte können den allgemeinen Niedergang allenfalls etwas geordneter Ablaufen lassen und kompetenter verwalten. Sie könnten aber keine kulturelle Erneuerung begründen, und sie würden vermutlich sogar als ihre Gegner in Erscheinung treten, weil diese eben zwingend auf überzeitlichen Grundlagen stehen und somit "illiberal" wäre.
Monika
10. Oktober 2016 12:07
Fests "Hirngespinst" ist wirklich ein Ärgernis, ebenso wie Stürzenbergers fanatische Islamkritik, die den Islam auf eine totalitäre Ideologie reduziert.
Natürlich ist der Islam eine Religion.
Zur Versachlichung der Diskussion ein paar Argumente aus theologischer Sicht. Ich zitiere aus dem Vorwort zur Neuausgabe des Buches " Der Gott Jesu Christi " meines ehemaligen Dogmatikprofessors Walter Kasper.

S. 26ff

Eine religionsgeschichtliche Sonderstellung nimmt der Islam ein ....So stellt er, wie schon oft in der europäischen Geschichte, heute erneut eine Herausforderung für das europäische Christentum dar.

Bei allen Gemeinsamkeiten, wäre es unredlich,

nicht auch die tiefreichenden Unterschiede zu sehen. ...Der Islam ist eine nachchristliche Religion, die das Christentum erklärtermaßen korrigieren und überbieten will. Das Verhältnis zwischen Christentum und Islam war darum von Anfang an meist gespannt und konfliktgeladen. Die Unterschiede sind klar und deutlich:


1. Der Islam glaubt gegenüber dem Christentum den ursprünglichen Monotheismus wiederherstellen zu müssen. Er lehnt die Gottessohnschaft und den Kreuzestod Jesu wie die Trinitätslehre ab.......
2. Der Islam kennt keine personale Selbstoffenbarung Gottes, der Koran ist Offenbarung aufgrund seiner Verbalinspiration.
Aufgrund dieses Verständnisses von Verbalinspiration kennt der Islam keine geschichtliche Auslegung des des Korans, wie sie für das Christentum selbstverständlich geworden ist und die ihm, anders als beim Islam, hilft, die bleibend gültige Botschaft von zeit-und kulturbedingten Aussageformen zu unterscheiden - eine Möglichkeit, die dem Islam jedenfalls bislang untersagt ist....
3. ... Gott verbleibt im Islam gegenüber der Welt in absoluter Transzendenz...ein gemeinsames Gebet von Christen uns Muslimennist nicht möglich....

Kasper folgert aus diesen tiefgreifenden Unterschieden:

Die Lösung kann freilich nicht in religionspluralistischen Theorien liegen, die auf den Absolutheitsanspruch verzichten. Solche Theorien treffen alle monotheistischen Religionen in ihrem Mark und sind geeignet, sie im Kern ihrer Identität zu zerstören.....
Heute bekennen sich die christlichen Kirchen zur Religionsfreiheit, zu Toleranz, Gewaltfreiheit und Respekt gegenüber anderen Religionen, sie suchen nicht den Konflikt, sondern bei aller Wahrung der eigenen Identität den Dialog....

Es wäre jedoch verkehrt, in diesem dialogischen Selbstverständnis einen Ausdruck von Schwäche zu sehen .

Die Anerkennung der neuzeitlichen Differenzierungsprozesse bedeutet keinen Rückzug aus dem öffentlichen Bereich und nicht die Beschränkung auf den privaten und innerlichen Bereich, wie es der Säkularismus bzw. Laizismus möchte.
Gott kann gar nicht anders denn als die alles bestimmende Wirklichkeit gedacht werden .


(D.h. die Gottesrede ist durchaus von öffentlicher Relevanz, natürlich leitet sich daraus kein konkretes politisches Program ab. )

Dies als theologische Antwort auf die "Entferner der Religion aus der Öffentlichkeit" . Sie sollten genau bedenken, was sie damit entfernen, bzw. wer in die Lücke vordringt.
Frank
10. Oktober 2016 12:09
Hier die etwas langer Version (Cirka fünfeinhalb Minuten) des AFD-Bekenntnis von Hr. Nicolaus Fest.

https://youtu.be/fWVIlDyrZ8c

Vielleicht bin ich etwas übervorsichtig, es bereitet mir jedoch immer Magengrummeln, wenn ein Gruppen- oder wie in diesem Fall Parteineuling allzu große Töne spuckt. Die AFD ist dem Establishment gefährlich geworden, daher wäre es töricht sich auf unsere Rechtstaatlichkeit zu verlassen und nicht zu glauben, daß Verfassungsschutz, NGOs und andere der AFD gegenüber feindliche Gruppen ein Interesse daran haben die AFD zu unterwandern und zu destabilisieren. Deshalb Obacht vor dem Bildzeitungsmann!
Der Gutmensch
10. Oktober 2016 12:11
Also bitte, Herrschaften, ich muss den Prof. Dr. Schachtschneider mal in Schutz nehmen, von dem man im Parallelstrang folgendes liest:

Der Islam würde sein Wesen als Lebens- und Rechtsordnung aufgeben, wenn er sich säkularisieren wollte oder sollte.


Damit hat er, im Jahr 2011, die Situation sicherlich gut beschrieben. Vermutlich wären ihm viele Moslems darin gefolgt.

Das wäre allerdings auch aus ihrer Perspektive unklug. Denn hier, in Deutschland, herrscht Religionsfreiheit, vor allem auch: negative Religionsfreiheit. Hier wird keiner Religion erlaubt, einen quasi-Standard zu setzen (und darüber funktioniert das Missionieren ja regelmäßig).

Den Ausweg aus dieser Zwickmühle weist ein Islamkritiker, dessen Namen ich gerade vergessen habe. Er förderte also neulich in der Faz begeistert eine transzendente Ebene des Islam zu Tage; nämlich den Thron-Vers. Möge jeder selber googlen!

Also schön: Dann möge das also der transzendente Anker der Moslems in der Religionsfreiheit sein; mir ist das sehr recht. Im übrigen sollen sie ihre Moscheen haben; je mehr verschiedene, desto besser. Und außerhalb dessen - halten wir uns an die hier geltenden Gesetze, nicht wahr? Nicht an die Scharia ... Wenn Laizismus dagegen etwas ausrichten könnte, hätte er den Franzosen geholfen .. so funktioniert das nicht ... entweder, uns hilft die Religionsfreiheit aus der Bredouille oder wir müssten hier tatsächlich radikal werden. Das ist aber keine gute Idee, das lehrt unsere nämlich unsere finstere Geschichte. Und wir Deutsche lernen schnell und gründlich.

d. G.
Alt-Badener
10. Oktober 2016 12:11
Egal wie man die Aussagen von Nicolaus Fest beurteilen oder kommentieren will, im Kern hat er einfach nur Recht. Nur eines müssen wir erkennen, die ganze Entwicklung ist schon viel zu weit fortgeschritten, als dass sie sich noch bremsen ließe. Ein wenig gesunder Menschenverstand, ein klein wenig geschichtliches Denken, ein kleiner Blick auf die Menschen in unseren Städten, ein Blick in die Printmedien, ein wenig TV-Konsum und wir müssen erkennen, dass wir verloren haben.
Niemand wird in der Lage sein, das Rad wieder zurückzudrehen, wir werden es nicht mal schaffen, es anzuhalten.

In der "Blauen Narzisse" ist aktuell der wunderbare Artikel "Pänomenologie verlorener Räume" von Marc P. Ihle zu lesen. Gerne zitiere ich daraus eine kleine Passage:

"Doch unser Blick hat sich verändert. Unsere Welt, wie sie war, ist uns genommen worden. Es ist ein Identitätsbruch, wie ihn Friedenszeiten noch nicht sahen.
Die Massenmigration des Jahres 2015 ist irreversibel, unabhängig davon, wie viele noch kommen oder wieder gehen. DAS IST UNSER 1453. Nur eine flüchtige Straßenszene und wir erkennen, wie wir nie wieder sehen werden."


Im Jahre 1453 fiel Konstantinopel an den Islam, dies als kleiner Hinweis. Der Selbsthass, der uns Deutschen seit der Nachkriegszeit eingeimpft wurde verhindert in der Bevölkerung ein kritisches Denken, verhindert, dass die deutschen Bürger die Gefahr erkennen, die sich mittlerweile ungehindert ausbreitet. Das Austauschen von wenigen klar denkenden Bürgern in entsprechenden Foren reicht leider nicht aus, das Verhängnis aufzuhalten. Auch ein Nicolaus Fest ist nicht in der Lage, diese Entwicklung aufzuhalten. Man kann über seine Aussagen trefflich diskutieren. Man weiß, dass er im Kern absolut Recht hat, aber jedem ist auch bewusst, dass die Entwicklung zu weit fortgeschritten ist, um sie noch stoppen zu können. Das allein ist die bittere Wahrheit.
Der Gutmensch
10. Oktober 2016 12:20
M.L.: Wozu? Das Christentum hat sich schon längst dem „post-liberalen“ No-border-Globalismus unterworfen, angefangen beim Papst.


Mein lieber Martin Lichtmesz,

was erwarten Sie vom Papst? Er definiert sich über den Katholizismus! Er kann den Islam nur bekämpfen (das ist nicht erfolgversprechend, vergleicht man die Anzahl seiner Schäfchen) oder sich - unterwerfen.

Zwischen diesen Polen ist er nun als geistiger Führer hin- und hergerissen. Das Bindeglied kann nur die Religionsfreiheit sein, aber das ist eine weltliche Kategorie und davon sollte er die Finger lassen, wenn ihm sein Bekenntnis etwas wert ist.

Also - sortieren Sie die Dinge für sich und picken Sie doch die Rosinen, als Schäfchen können Sie sich das nämlich leisten. Dann müssen Sie weder dem Papst gram sein, noch dem Staat. Sie sind Katholik und mögen den Papst - und der Staat möge dafür Sorge tragen, dass das so bleiben kann. Via Religionsfreiheit nämlich! Fertig ist der Lack ...

Ihr Gutmensch.

PS: Sie schaffen das. Wer sich mit Nikolaus Fest auseinandersetzt - den kann nämlich nichts mehr schaffen.

M.L.: Ich versteh mal wieder kein Wort, aber ich schalte Ihre Kommentare inzwischen ungelesen aus reiner Gewohnheit frei.
Karsten
10. Oktober 2016 12:22
Ich kann mich nicht erinnern, dass es vor dem Jahr 2000 in unserem Land (und wohl auch in den meisten anderen europäischen Ländern) politische Konflikte gab, die auf dem Islam beruhten. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass es in der ersten und teilweise zweiten Generation eingewanderter Mohamedaner, zu denen ich durchaus schon in den 70er und 80er Jahren in Schule und Beruf Kontakt hatte (damals noch als nicht uninteressante und weitgehend unproblematische Minderheit), Probleme aufgrund des Glaubens, also des Islams gab. Und nein, ich habe nicht zu viel Karl May gelesen.

Wann fing das eigentlich an, dass der Islam zum Problem wurde? Und warum?

M.L.: Einfach mal die Zahl der Moslems und Moscheen in Deutschland im Lauf der letzten Jahrzehnte miteinander vergleichen.

Und ist er überhaupt ein direktes Problem oder eher indirekt - als identitärer Gegenentwurf zum areligiösen westlichen Wertegift?

Muß das Kind mit dem Bade ausgeschüttet werden? Wenn ja, was soll als Ersatz dienen? Der westliche Werte Glaubenskanon weltweit?

Aber ich fürchte die Entwicklungen schon viel zu weit vorangeschritten sind, als dass die Konflikte noch mit Vernunft zu klären sind. Und angesichts der drohenden (ja gewiss eintretenden) Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse kann ich die radikalen Forderungen durchaus verstehen. Einzig lassen sich diese ohne Gewaltkonflikt nicht umsetzen. Der droht aber auch bei eine "weiter so". Für mich ist das zukünftig Unausweichliche daher absehbar. Es läßt sich so (mit Toleranz und Konferenzen) oder anders (mit Verboten) nicht verhindern.
Arminius Arndt
10. Oktober 2016 12:27
Ich sehe die Hauptströmungen des Islam als traditionalistisch im Sinne Guénons (oder auch Evola, vgl. "Revolte gegen die Moderne Welt") an bzw. beschreiben die "traditionalen" Theorien das ganze etwas schöner, als das politische Kampfwort Totalitär. Dabei ist muss aber klar sein, dass Traditional in diesem Sinne nichts mit unseren Folklore-Traditionen zu tun hat, sondern eben von einer integralen Weltanschauung ausgeht, die alle Bereich des menschlichen Lebens erfasst und auch regelt. Von daher trifft das Wort "Total" das Ganze schon. Das ursprüngliche Christentum war durchaus auch "total", nur gab es eben ausdrücklich die Sphäre des Weltlichen und gerade das neue Testament und die darin befindlichen Aussagen Jesu (bspw. "Mein Reich ist nicht von dieser Welt") luden gerade dazu ein, dass es zu einer Trennung von Staat und Kirche kommen kann bzw. das die Trennung von Staat und Kirche für einen Christen kein Problem darstellt.

Der Islam wird immer ein Element des Fremden bleiben, welches man "tolerieren" kann, aber eben nicht zum Maßstab der gesamten Gesellschaft werden darf - und hier liegt in Demokratien mit Mehrheitsmacht eben der Hase im Pfeffer. Wenn Moslems die Mehrheit haben, dann werden sie ihre Vorstellungen durchsetzen, so ist das eben in einer Demokratie und von daher darf der Islam in Deutschland immer nur eine Minderheit bleiben (die aktuelle Zuwanderung und die Demografie sprechen leider dagegen).

In diesem Zusammenhang halte ich übrigens partielle Moschee-Schließungen oder ein Minarettverbot als Unterbindung äußerlicher Zeichen der Religion im öffentlichen Raum noch für vergleichsweise einfach, im Verhältnis zu einer staatliche angeordneten Remigration - wie soll denn das bitte klappen, wenn bereits jetzt noch nicht einmal rechtmäßig angeordnete Abschiebungen zum großen Teil nicht funktionieren? Selbst mit großzügigen Abfindungszahlungen werden nicht genug freiwillig remigrieren.

Ich glaube, der Herr Fest meint Vieles von dem, was er sagt, gar nicht so wörtlich. Als ehem. Medienmann haut er eben mal ordentlich auf den Teich, damit die Fische im Wasser unruhig werden.

Aber er ist auf dem Wasser und fährt auf Sicht - ein U-Boot ist er sicher nicht.
Der_Jürgen
10. Oktober 2016 12:27
Wie schon so oft hat Lichtmesz hier eine geradezu meisterhafte Analyse geliefert. Nicht viele besitzen die Gabe, auf beschränktem Raum so viel Wesentliches zu sagen.

@Morbrecht

Ich stimme Ihnen zu, aber es gibt eben keine Weltanschauung, unter deren Banner sich alle rechten und patriotischen Kräfte sammeln liessen. Christen wie Sie oder ich sind auf diesem Forum zwar zahlreich vertreten, insgesamt innerhalb der patriotischen Bewegung jedoch eine Minderheit. Als kleinster gemeinsamer Nenner liesse sich vielleicht der Kampf um die Bewahrung des Volkes und seiner Kultur und Tradition finden. Auch der Neuheide und der Atheist werden den entscheidenden Beitrag, den das Christentum zur deutschen und abendländischen Kultur geleistet hat, schwerlich leugnen. Andererseits werden auch die Christen unter uns keinen klerikalen Staat anstreben, denn, wie Hans Dietrich Sander sagte: "Man könnte die Menschen vielleicht zwingen, zur Kirche zu gehen, doch der verlorene Glaube käme dadurch nicht zurück."

@Alt-Badener

So, was sollen wir denn bitteschön tun, wenn doch schon alles verloren ist? Uns Stricke kaufen und uns aufhängen? Es ist noch nicht alles verloren. Wenn man die Armee, die Polizei, die Medien und das Geld kontrolliert, lässt sich auch der Grosse Austausch rückgängig machen; es braucht dann nur noch den unbedingten Willen, dies zu tun. Und wie rasch ein scheinbar fest im Sattel sitzendes Regime zusammenbrechen kann, hat der jähe Untergang des Kommunismus gezeigt.
Ein gebürtiger Hesse
10. Oktober 2016 12:31
Ein Text, der den Fächer weit aufmacht. Besser kann die Problematik in ihrer diabolischen Gesamtheit kaum dargestellt werden.

Auch wäre es schön - nein, eine intellektuelle Erfordernis -, wenn Herr Fasbender auf die letzte, zutiefst wichtige Frage des Aufsatzes an diesem Ort antworten würde. Denn an ihr mißt sich, wie und ob man überhaupt noch handlungsfähig oder -willig ist.
L.
10. Oktober 2016 12:44
Leider vergessen alle, daß ein erheblicher Teil der sog. Muslime gerade wegen der dortigen Zustände aus muslimischen Ländern geflohen sind oder sich hier gut angepaßt haben. Für größenordnungsmäßig gut die Hälfte dürfte das gelten. Sie sind mindestens nur noch Papiermuslime wenn nicht sogar Atheisten geworden.

Die andere Hälfte ist natürlich ein Sumpf in dem Islamisten und Terroristen untertauchen können. Wenn man nun ALLE in muslimische Länder zurückführen wollte, würde das auch sehr viele treffen, die da nun gar nicht hinwollen oder da sogar mit dem Tod bedroht werden.

Einige durchaus prakatikable Maßnahmen im Vorfeld: Ausweisung der DITIB Missionare und Beschlagnahme der DITIB Vermögenswerte, Verbot der Wahabitischen Lehre und Beschlagnahme der Wahabitischen Vermögenswerte (es gibt da mehrere Schulen in Deutschland), analoge Maßnahmen gegen islamistische iranische Institutionen.
Diese "kleinen" Maßnahmen würden schon für sehr viel Unruhe sorgen. Sie lassen sich aber bis weit ins linke Lager verargumentieren und sind durchführbar ohne einzelne Gläubige über Gebühr zu belasten.

Und: In erster Linie würde die daraus hervorgehenden Proteste klarmachen wer eben nicht zu diesem Staat und Grundgesetz steht. Und diesen Leuten - die sich ja zu existierenden Staaten bekennen - kann man eine Rückführung in Türkei, Saudi-Arabien und Iran zumuten, da diesen dort ja keine Gefahr droht.

Gleichzeitig könnte man so eine halbwegs handhabbare Trennlinie zwischen Papiermuslimen und und Islamisten erzeugen.
Und den zwangsläufig entstehenden Ärger mit der Türkei, Iran und Saudi-Arabien halte ich sogar für einen positiven Nebeneffekt.
Marcus Junge
10. Oktober 2016 12:48
Warum hatte ich bei der Lektüre dieser 4 Seiten nur dauerhaft das Gefühl meine Gedanken und Kommentare zu Fest + Fasbender hier zu lesen? Nur viel breiter ausgewalzt und höflicher formuliert. Na egal.

M.L.: Ich brauche die Hilfe Ihrer Kommentare jedenfalls nicht, und habe sie auch nicht gelesen.

Jedenfalls ist es falsch zu sagen eine Deportation der Invasoren (seit 1961) sei nicht möglich. Dafür muß nur die BRD hinweggefegt werden, als Kernkrankheit an der Deutschland und die Deutschen vergehen.

Wir haben über 8 Millionen Wehrpflichtige seit Schaffung von BW / NVA ausgebildet. Wenn davon auch nur noch 1/4 tauglich ist, der Rest komtm zur Landwehr, dann fehlt nur noch etwas Ausrüstung und der Wille diese Streitmacht zu benutzen. Ein Wille, den es in der BRD, insbesondere mit ihren Strukturen, nicht geben kann. Weitere Kämpfer können außerdem im Schnellverfahren ausgebildet werden, geht es hier doch nur um haufenweise Infanterie und den logistischen Rattenschwanz. Das Problem mit den Fachkräften ist daher lösbar, sogar sehr schnell, 6 Monate. Es ist ja nur eine lächerlich geringe Menge zu deportieren, im Vergleich zu den (Flug)Reisenden jedes Jahr. Und Libyen / Somalia kann sich garantiert nicht dagegen wehren, wenn die Schätze und Talente dort abgekippt werden. Jene, die nicht willig waren auf eigene Rechnung und ein Land ihrer Wahl auszureisen. Das gleichzeitig eine "Mauer" Um Deutschland gebaut werden muß, um weitere Barbareneinfälle abwehren zu können, sei nur am Rande erwähnt. EADS (oder wer war das aus München?) baute für die Saudis 900km "Mauer 2000" zum Irak und weitere 900km zum Jemen, Mitten durch die Wüste, aber bei uns soll das gehen ... .

Wie? #Aufschrei! Ne, Realismus. Genosse Joschka Fischer von Bürgerkrieg 90/ Die Kinderschänder (oder war es ein anderer von denen, Daniel Cohn-Bandit?) "Die Multikulturelle Gesellschaft wird hart, schnell und grausam sein". Hier geht es darum Barbaren aus dem eigenen Land zu prügeln, um das buchstäbliche Überleben des eigenen Volkes während der nächsten 84 Jahre. Und da wollen sie mit Samthandschuhen ankommen. Schwenken Blättchen auf denen "Menschenrechte" steht, die der Islam eh nicht anerkennt (Kairoer Erklärung). Die von den USA jeden Tag nach belieben gebrochen werden, (weil sie es können, nennt sich Atomwaffen)? Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral. Oder wie haben die geliebten Befreier den 2. Weltkrieg gewonnen? Und wenn ich die Wahl habe vor Islamübernahme oder "Nazimethoden", welche die Sowjets, Chinesen, Amerikaner, Engländer, ... alle auch angewendet haben, auch vor den "1000 Jahren" und teilweise noch heute anwenden, dann wähle ich nicht den Islam, denn ich haben keinen indoktrinierten Nazi-Dachschaden.


Oder welchen Vorschlag haben sie zur Durchführung der Massen"ausreise" (für immer) der sehr teuren Gäste des BRD-Systems? Herr Lichtmesz hat sich ja darum gedrückt konkret zu werden. Bei mir fehlt zumindest nur ein Baustein, wo der Wille herkommen soll, um das Notwendige zu tun.

Ansonsten vermissen ich noch die Aussagen von Herrn Fest zur USA / NATO, welche die JF auch darbot und einem die Zehennägel aufrollen (mir ist klar, daß dies ein anderes Thema ist, ich will es nur wieder ansprechen, weil die viele Herrn Fest als Heilsbringer feiern).
Bran
10. Oktober 2016 12:49
Fasbenders Geschwätz ist in gutmütigster Laune ärgerlich, bei schlechter Laune wäre es in alten Zeiten ein Grund für eine Duellierung gewesen.
Einerseits bezeichnet er Demographie als beinahe exakte Wissenschaft. Das geht mir auf den Senkel, weil Demographie nur dann diesen Charakter hat, wenn man die Dinge einfach weiterlaufen lässt wie sie jetzt laufen.
Dann spricht er davon, dass man gewisse Dinge nicht verbieten kann und ganz eigentlich von der allseits beliebten "Alternativlosigkeit". Diese Art von Geplauder ist mittlerweile sowas von schal und abgestanden und beleidigt eigentlich jeden klar denkenden Menschen.

1. Die Verkehrsmittel, die Türken, Araber, Afrikaner und Wenweissich in unsere Länder brachten, können prinzipiell in zwei Richtungen fahren. Dies ist durch wahrlich exakte Wissenschaften genügend bewiesen worden.
2. Verbietbar ist alles, sofern man auch bereit ist, das Verbot nachher durchzusetzen. Ob man bei gewissen Verboten noch in einer "offenen", "liberalen" oder "demokratischen" Gesellschaft lebt, wäre eine andere Diskussion. Auch, ob man denn jemals in einer solchen Gesellschaft habe leben wollen.
3. Neben den Grundfragen (nationale und ethnokulturelle), die Lichtmesz in dem Artikel erwähnt, um die sich alle drücken und rummurksen und sich nicht getrauen, endlich klar in den Raum zu stellen, gibt es auch noch die Grundfrage des Systems, also die allseits beliebte Systemfrage, die letztlich auch niemand mehr stellen will heutzutage. Diese Frage hängt sehr eng mit der Demographie und deren Entwicklung zusammen, denn sie bedeutet: Ist ständiges Wirtschaftswachstum nötig und wünschenswert? Was geschähe ohne das alles durchdringende Prinzip dieses Wachstums? Braucht ein Land ständige Zuwanderung, um das Wirtschafts- und Konsumrad ständig weiterdrehen zu können und wenn ja, WER braucht dies in einem Land besonders? Das Problem bei dieser Grundfrage ist ja, dass sowohl ehrliche Rechte und Linke dabei auf einmal feststellen müssten, dass ihre Positionen bzw. deren Benennungen mittlerweile sinnlos geworden sind und im Grunde nur dem divide et impera dienen, wobei heute in dieser Frage vor allem die Linke eine Komplizenschaft mit den Profiteuren der Fragevermeidung pflegt. Es gab aber auch schon Zeiten, in denen es (vor allem die liberale) Rechte war, die diese Komplizenschaft betrieb.
Eckesachs
10. Oktober 2016 12:51
@Alt-Badener
,,Man weiß, dass er im Kern absolut Recht hat, aber jedem ist auch bewusst, dass die Entwicklung zu weit fortgeschritten ist, um sie noch stoppen zu können."

Mir ist das nicht bewußt.

Knieen Sie sich hin, legen Sie Ihre Waffen nieder. Es ist ganz einfach.
Alter Mann
10. Oktober 2016 13:03
Für mich ist Herr Fest ein von den Altparteien eingeschleustes Uboot mit der Aufgabe die AfD von innen zu zerlegen.
Habe ich etwas verpasst? Der Mann war urplötzlich da und wird von vornherein ganz oben in der Hierarchie als großer Heilsbringer gehandelt? Müssen solche Leute nicht auch erst mal als kleine Plakatkleber anfangen? Es gibt doch auch andere AfD-Neumitglieder die aus den Altparteien kommen, da wird aber doch nicht ein solches Tam-Tam veranstaltet.
Marcus Junge
10. Oktober 2016 13:31
Ich verweise an Gunnar Heinsohn und Co.

Afrika hat seit dem Ende der Kolonialzeit mehr als 20 innerafrikanische Massendeportationen von "Flüchtlingen" und Flüchtlingen erlebt. Gerade jetzt läuft wieder eine.

http://www.epochtimes.de/politik/welt/groesstes-fluechtlingslager-der-welt-geschlossen-kenia-schiebt-somalische-fluechtlinge-zwangsweise-ab-a1946829.html


Wenn sogar afrikanische Staaten das einfach so hinbekommen ... . Am Ende ist immer nur der Wille es zu tun entscheidend. Aber wer es gar nicht erst versuchen will, wird halt untergehen. Daher sage ich, so einer soll sich halt die Pistole an den eigenen Kopf halten und abdrücken, aber die, die handeln wollen, nicht mit ihren "Bedenken" belästigen.
Stefanie
10. Oktober 2016 13:32
Fest schlägt im Prinzip eine Neuauflage des Kulturkampfes vor. Jedoch kam Bismarck damals der Zeitgeist, die Säkularisierung zur Hilfe, die unabhängig von seinen Gesetzen die Zivilehe und eine anders Einstellung zu Ehe, Familie, Gesellschaft beförderte. Hätte eine Zwangsäkularisierung genug Momentum durch junge Muslime, die einen westlichen Lebenswandel anstreben, oder würde sie im Gegenteil deren Radikalisierung vorantreiben?
Der Gutmensch
10. Oktober 2016 13:34
M.L.: Ich versteh mal wieder kein Wort, aber ich schalte Ihre Kommentare inzwischen ungelesen aus reiner Gewohnheit frei.

Aber Monika dürften Sie gelesen haben, die ist nämlich auch Katholikin! Sie hat dankenswerter Weise ausgeführt, dass der Islam eine transzendente Ebene habe, was im übrigen die Eintrittskarte in die staatliche Religionsfreiheit ist, Art. 4 GG. Mit der Anerkennung des Islam als Religion entsteht allerdings gleichzeitig automatisch ein korrespondierendes Abwehrrecht aller Nicht-Moslems in unserem Land, nämlich des Inhalts, dass man als von einer RELIGION NICHT BEHELLIGT werden darf. Denn, wie Prof. Dr. Schachtschneider nebenan ausführte: "Diese Grundrechte des Art. 4 Abs. 1 GG geben aber keine Rechte zum äußeren Handeln, sondern nur Rechte zu inneren Vorstellungen."

Das bedeutet praktisch: Der staatliche Schutzschirm der Religionsfreiheit sorgt dafür, dass der Moslem seinen Glauben nur für sich, maximal in seiner Moschee (da haben Sie sie alle beisammen), ausüben darf. Alle anderen Bürger darf er nicht damit (und damit auch nicht mit der Scharia) behelligen.

Darauf haben wir nämlich einen Rechtsanspruch aus Art. 4 GG, den Sie sich ruhig übersetzen können mit: Der Staat darf mich nicht zwingen, an irgendetwas zu glauben, das ich nunmal nicht glauben möchte! Ein solches Recht könnte Ihnen der Papst natürlich nicht gewähren, das würde ihn ja selber überflüssig machen.

Machen Sie sich die Alternativen klar: Der Katholizismus hat kapituliert. Der französische Laizismus ist dem Islam ebenfalls nicht wirksam entgegen getreten. Dasselbe würde uns hier blühen, reduzierten wir den Islam auf eine Ideologie. Dann können wir unseren Staat eben nicht um Hilfe dagegen bitten, indem wir uns auf Religionsfreiheit berufen - dann wären wir dem Islam ausgeliefert wie jeder anderen Ideologie auch.

Deshalb hat die Kanzlerin in der Schweiz darauf hingewiesen, dass der beste Schutz gegen den Islam immer noch der Kirchgang ist und bleibt. Wo ein Glaube ist, kann nämlich kein zweiter sein, das ist wie in der Physik. Der deutsche Staat ist verpflichtet, Ihnen die Möglichkeit zu verschaffen, Katholik zu bleiben und sich nicht vom Islam missionieren zu lassen und zwar - weil das Bekenntnis in Deutschland nunmal frei ist.
Sabine
10. Oktober 2016 13:58
Im 19. Jh. gab es ähnliche Vorgänge: die Hungerinvasion von Iren ins propere England oder die Immigration von Juden ins Zweite Deutsche Kaiserreich. Nietzsche höchst selbst rief: Macht die Tore zu, keine weiteren Ostjuden rein lassen!

Beiden Prozesse haben sich negativ ausgewirkt. Allerdings hatte England selbst Schuld an den Ursachen der Invasion, die Deutschen mußten die Fehler anderer ausbaden. Die durch die Ostjuden ins Reich eingesickerten messianischen Berufsrevolutionäre (u.a. Rosa Luxemburg via Scheinehe) -- haben langfristig aktiv an der Zersetzung Deutschlands gearbeitet. Das assimilierte Judentum Deutschlands hat es dann mit ausbaden "dürfen"!

Die beispiellose Massenimmigration des Islam ist allerdings ein ganz großer Brocken, hier ist eine neue Dimension im Spiel: ganz Westeuropa ist davon betroffen! Auf dem langen Weg nach Westen holen wir diese Fehler jetzt jauchzend nach. -- Eine "Lösung" wird sich nicht an Fest, Fasbender oder Lichtmesz ausrichten, ja deren Erwägungen ohne Blick über den Tellerrand der Nation zeigen nur unsere Hilflosigkeit.

Es sei daher an die grimmigen Worte eines guten Engländers und guten Europäers erinnert:
"Das Neue, welcher Art es auch sein mag, kann nun nicht aus dem Alten herauswachsen, sondern ist vom Alten schroff getrennt -- wie vieles liegt vernichtet in jener Kluft!"
Thomas Carlyle
cherusker69
10. Oktober 2016 14:03
Als Islam Kritiker habe ich mit entsetzen den Artikel von Herrn Fasbender gelesen. Ich war schockiert und bin es immer noch..er wird faktisch Recht haben aber das man das alles einfach so hinnimmt macht mich absolut sprachlos. Wir schmeißen alles hin und unterwerfen uns.. UNGLAUBLICH.

Da sind mir die Aussagen von Herrn Fest schon sympathischer..
Die Frage ist aber ob Herr Fest nicht ein neuer Fall Olaf Henkel wird.. Bei solchen Neuzugängen bin ich immer skeptisch. Nun gut, er ist beim Landesverband Berlin und daher ist sein Einfluss noch beschränkt und ich hoffe das der Bundesvorstand so klug ist, mehrere Augen auf diesen Mann zu werfen. Die Zukunft wird es zeigen.
Konstantin D.
10. Oktober 2016 14:09
Möchten wir eine, fünf oder 50 Millionen christliche Orientalen und deren Nachkommen in Deutschland haben? Es reduziert sich auf die Frage des WIR und der anderen. Begünstigt durch nun sagen wir gewisse Schwächen bei unserem wir wird sich diese existentielle Frage erst auf existentieller Ebene in die eine oder andere Richtung lösen (wenn in unsere: eruptiv). Bis dahin werden noch etliche Debatten geführt. Wollte, ich wäre so abgeklärt, wie diese Sätze vielleicht klingen.
Winston Smith 78699
10. Oktober 2016 14:09
Das mit der sicheren Wette auf den Islamhaß ist ein rhetorischer Trick mit einer Prise ad hominem, der auch noch eine egoistische Absicht unterstellt in der Art wie: "2+2=4" sagst du doch nur, weil du recht behalten willst.

Was anderes:
M.L.: ... Das Christentum hat sich schon längst dem „post-liberalen“ No-border-Globalismus unterworfen, angefangen beim Papst.


M. L. bringt ja selbst eine historisch-kritische Lesart ins Spiel: der Laizismus spreche an Christen und sei für Christen gedacht und nicht auf Muslime übertragbar. Erfunden haben das Argument natürlich die Leben-Jesu-Forscher, also warum nicht auch da? Vorpaulinisch spricht da ein Jude bzw. Essener zu anderen Juden bzw. Essenern. (Jemand erzählte mir mal von Johannes Lehmanns Jesusbuch.) Es gibt da noch gar keine Muslime, die gemeint sein könnten - solche Fanatiker mit einem absichtlich fabrizierten, religionsähnlichen Psychokult, der alle totalitären Züge anzunehmen neigt, die man sich nur vorstellen kann, den wir aber um Lichtmeszens und Stürzenbergers Streit um des Kaisers Bart willen jetzt nicht "totalitär" nennen sollen. (Eben nicht so im Judentum, meine ich: Elias, der in Jesus wiederkehrt, ist bereits ein Aufbegehrer, Widersprecher. Der Koran ist Befehl allein, Thora und Evangelium hingegen vor allem Geschichtsbücher und Sammlung von Volks- und Hochpoesie.) Klar: als "meine Nächsten" brauche ich die Muslime ohnehin nicht lieben wie mich selbst, wenn ich sie nicht bereits dazu gemacht habe. Wie aber ist es mit der Feindesliebe (denn um Freunde zu lieben und Feinde zu hassen, da braucht es ja keine Religion)? Mein "Feind" kennt mich, sonst wäre er nur eine "Bedrohung" oder "Gefahr". Die Muslime aber kennen uns nicht im Geringsten, sie meinen das nur aufgrund der Propaganda im Koran. Sie achten uns daher auch nicht wirklich, der geschürte Hass paart sich nicht mit Respekt, oder?
Arminius Arndt
10. Oktober 2016 14:33
Habe ich etwas verpasst? Der Mann war urplötzlich da und wird von vornherein ganz oben in der Hierarchie als großer Heilsbringer gehandelt?


Nein, Sie haben nichts verpasst, nehmen aber offenbar nur etwas falsch wahr. Herr Fest bekleidet keinen einzigen relevanten Posten in der Partei AfD. Als ehem. Medienmann weiß er aber, sich medial in Szene zu setzen.

Wenn es dann um die Pöstchen und Listenplätze geht, wird Herr Fest auch völlig ohne U-Boot-Geraune feststellen, dass es da noch eine große Vielzahl anderer gibt, die sagen werden, bitte hinten anstellen, wir wollen schon viel länger auf die Liste, als Sie ...

Von daher einfach mal einen Gang runter schalten. Die offizielle AfD-Bundesführung hat zum Thema Fest - nach meiner sicher lückenhaften Wahrnehmung - noch nicht viel gesagt, geschweige denn, ihn auf einen Schild gehoben und ihn zum Heilsbringer erklärt.

Das er, als ehem. Springer-Mann, mit seinen Äußerungen ganz andere Wellen schlagen kann als andere, muss man bei der Bewertung der Person Fest auch berücksichtigten.

Mir ist - auch wenn der Liberalismus bei den Vertretern der Rechten gerne als Ursache allen Übels gesehen wird - ein Schuss liberales Gedankengut sehr willkommen. Und mit Liberalismus meine ich nicht kulturmarxistische und neoliberale, marktradikale Auffassungen, sondern ganz konservative liberale Themen, wie Rechtsstaat, Nationalstaat (auch eine liberale Idee!), Verfasstheit eines Staates, Grundrechte als klassisch liberal gedachte Abwehrrechte gegenüber dem Staat etc ... von all diesem süßen liberalen Gift möchte ich nicht lassen und von daher:

Warten wir doch einfach ab, wie sich der Herr Fest weiter entwickelt - die Klasse von Klonovsky, der sich hinter Petry eingeordnet hat, muss er jedenfalls erst noch erreichen.
Andreas Walter
10. Oktober 2016 14:48
Als erstes sollte von unseren Agenten überprüft werden, ob folgende Meldung wahr ist:

http://www.tagesspiegel.de/politik/terroralarm-in-chemnitz-festgenommener-syrer-plante-offenbar-anschlag-auf-berliner-flughafen/14663306.html

Wenn ja, dann sollte diesem Landsmann seitens der Neuen Rechten eine öffentlich bekanntgemachte und angemessene Anerkennung zukommen.

Er hat sich immerhin für den Schutz Deutschlands und des Friedens in Deutschland stark gemacht, und das sollte entsprechend honoriert werden, wenn ihm schon zu seiner eigenen Sicherheit diese Anerkennung durch öffentliche Bekanntmachung seiner Person nicht gewährt werden kann.
Hajo Blaschke
10. Oktober 2016 14:50
@ Alter Mann Ich denke auch so. Leute wie Fest, Krah und demnächst noch viele mehr werden lauthals ihren Übertritt zur AfD kundtun. Damit werden sie die AfD handzahm machen und für eine Koalition mit der Merkel-Blockpartei zurechtstutzen. Damit Merkel noch weitere Legislaturperioden Deutschland zerstören kann.
KAB
10. Oktober 2016 15:13
Schlichte Islamkritik wird dem Problem (und meiner Xenophobie) imho nicht gerecht. Das wäre auch mein Kritikpunkt an vielen Pegida/Festung Europa Protagonisten. Bei N.Fest kommt leider erschwerend noch das Pro-Nato/USA Bekenntnis hinzu. Ob sich die AFD darüber freuen sollte? Ich denke nicht. In Amt und Würden könnte er ein zusätzliches Spaltungsmoment, zwischen den mainstreamigen BRD-AFDlern und den mitteldeutschen AFD-Anführern, die den Verein erst wählbar machen, darstellen.
Heinrich Brück
10. Oktober 2016 15:14
Der Nationalsozialismus war unter anderem auch eine sozialrevolutionäre Bewegung. Diese positive Angelegenheit zu erwähnen, in der Bewertung und Interpretation jener Zeitspanne, wird die Geschichtsschreibung nicht umhinkönnen.
Mao, Stalin, Hitler - hierarchisch als Bösewichte in der richtigen Reihenfolge gesehen.
Das Sozialrevolutionäre war dem Sorossystem schon immer ein Dorn im Auge. In unserem schönen Geldsystem können immer Mittel und Wege gefunden werden, zu teilen, aufeinanderzuhetzen, auszupressen, abzuschöpfen und letztendlich zu herrschen.
Der Islam scheint auch diese sozialrevolutionäre Komponente zu verteidigen; während die Chinesen wohl mehr nationalrevolutionär unterwegs sind. Der BRD-Bürger ist in diesem Zusammenhang ein liberaler Gelddemokrat. Sein Sozialstaat nur ein Vehikel für sein Scheitern. In der Negation des Nationalstaates frißt die kapitalistische Globalisierung die liberal festgefahrenen Völker auf; während die Muslime als Umma die völkischen Aspekte des Zusammenlebens hochhalten und deshalb angegriffen werden.
Fests kurze Videobeiträge scheinen sich in erster Linie an CDU-Wähler zu richten. So spricht man halt zu diesen Leuten. In einer globalisierten Demokratie fungiert als Kindersicherung die Intelligenz; zumindest kurzfristig. Die pseudoaufgeklärten Globalisten halten sich für das Ende der Geschichte, weshalb die universalen Gesetze immerwährend über dem Völkischen stehen müssen. Nach der Umvolkung ist vor der Umvolkung.
Die Exportnation Deutschland wird in Zukunft ohnehin nicht überproportional exportieren können, weil die Chinesen inzwischen in vielen Bereichen führend übernommen haben. Zum Kinderzeugen bliebe also wieder mehr Zeit übrig. Das Konkurrenzdenken ist demographisch wirklich gelaufen; deshalb eine Reorientation der EU-NATO-BRD zwingend erforderlich ist.
KW
10. Oktober 2016 15:29
@ Marcus Junge, wie immer bin ich Ihrer Meinung. Natürlich kann man die wieder rausbekommen, wir brauchen aber eine Regierung, fie uns unterstützt. Es geht völlig gewaltlos: keine Arbeit, keine Wohnung, kein Geld. Und es muß das Volk zusammnehalten. Verräter in den eigenen Reihen müssen verächtlich gemacht werden, ich meine die Kriegsgewinnler. Es gibt einige Staaten dieser Welt, die sich von Invasoren reinigen konnten, einer davon heißt Kasachstan.
Abendländer
10. Oktober 2016 15:58
Es ist zweifellos richtig, daß ein direktes und massives Verbot öffentlicher islamischer Religionsausübung nur mit Gewalt durchsetzbar und von Gewaltausübung begleitet sein würde.
Andererseits wird die zunehmende Islamisierung der Gesellschaft die Frage von Widerstand oder Unterwerfung den Nicht-Moslems sowieso unvermeidlich stellen.
In der Tat müßte man auf diskrete, aber kontinuierliche Verminderung der Moslems im Lande hinarbeiten, beginnend bei den einfachsten, verwaltungstechnischen Ansatzpunkten. Es müssen Anreize zur Abreise geschaffen und aufrechterhalten werden, und zwar unterhalb einer deutlichen Reizschwelle zu Widerstand. Weitergehende Schritte ließen sich dann, abhängig vom Effekt, später überlegen.
Andererseits darf man auch nicht übersehen, daß der Islam in seiner dezidierten Form, die uns heute Problem ist, auch erst neuerdings - nach dem Scheitern kommunistischer Hoffnungen für die Armen dieser Länder - (wieder) aufgekommen ist. Mit einem Islam in der Art, wie er etwa im Rahmen der kemalistisch geprägten Türkei etliche Jahrzehnte gepflegt wurde, hätte unser Gemeinwesen erheblich weniger Probleme. Das ist ja auch die Basis der Hoffnungen der Multikulturalisten auf einen 'Euro-Islam', die allerdings die emotionalen, auch sozialen, Trieb- und Sprengkräfte hinter dem heutigen Islam verkennt, und deren anhaltenden, sogar wachsenden, Charakter.
Assimilation läßt sich nur bewirken, wenn erstens überhaupt ein klares Assimilationsziel vor Augen steht - also gerade nicht ein 'anything goes', und wenn zweitens überhaupt ein genügend starkes Motiv zur Assimilation gegeben ist. Eine sich selbst und ihren Staat verachtende deutsche Bevölkerung verhindert dies ebenso gründlich wie eine schiere Zahl von Moslems, die weitgehend eine Parallelwelt ermöglicht.
Wenn nicht kapituliert werden soll, ist eine deutsche Leitkultur unumgänglich, allerdings angesichts der Widerstände der lernunfähigen Multikultler ihrerseits nur schwer erreichbar. Erschwerend kommt hinzu, daß diese Leitkultur, um anziehend wirken zu können, auch noch vital und zukunftsorientiert ausgestaltet sein müßte; eine bloße Rückkehr zu den 1950ern kann nicht ausreichen. An diesem Punkt sehe ich auch in unserem Kreis noch ein praktisch nicht vorhandenes Problembewußtsein.

Ein sicheres Erfolgsrezept weiß ich nicht, aber es kommt - gut protestantisch - auf den Willen und auf die Bemühung an. Die allein sind in unserer Hand.

Was faktische begenzende Faktoren betrifft, dürfte ein ganz grundlegender, freilich im Effekt auch schrecklicher, unverrückbar wirksam sein: Eine islamisierte Gesellschaft in Europa wird wirtschaftlich zusammenbrechen, jedenfalls keinerlei Anreize zu weiterem Zuzug mehr bieten. 'Ground Zero'; was auch immer danach folgen könnte.
Was man ebensowenig unterschätzen sollte, freilich gleichfalls schreckliche Züge annehmen dürfte, ist die Binnenkonkurrenz der Zuzügler - Türken gegen Araber, Aleviten gegen Sunniten, Weiße gegen Schwarze etc. Ein einheitlicher islamischer Staat wird in Deutschland auch bei vollem Austausch nicht entstehen, sondern eine explosiv wabernde Suppe, die in Europa nicht die Möglichkeit hat, sich durch genügend räumliche Trennung der Gruppen zu entschärfen.

Den Nazi-Bezug bei Fest darf man inhaltlich nicht überbewerten, das ist hier und heute einfach die Maßeinheit des politisch Negativen.
Kantkopf
10. Oktober 2016 15:59
Warum so verzagt? Die Entwicklung lässt sich nicht unbedingt umkehren, aber mit neuem Drall versehen. Der politische Islam und seine derzeitigen Verbündeten sind gewiefte Strategen, denen man schwerlich mit der Mistgabel, noch weniger aber durch Meditieren über das Grundgesetz beikommt. Doch im derzeitigen Diskurs der 'Aufrechten' findet man wenig zwischen Selbstaufgabe und hysterischem (Ankündigungs-)Aktionismus. Besinnen wir uns also auf die Stärken, die uns als Deutsche auszeichnen: Analysefähigkeit, strategische Kondition, Disziplin und (ja auch das!) Fantasie. Fragen zur Psychologie des Gegners, seinen Verhaltensmustern und Schwachpunkten gilt es zu stellen, und Schlüsse daraus zu ziehen. Es gilt, über Geographie nachzudenken, über das, was man halten kann, was zu verteidigen sich lohnt und wo man besser Dinge stürzt, die sowieso fallen wollen. Es gilt zu fragen, wo Verbündete zu suchen sich lohnt und wo nicht. Wem kann ich vertrauen? Entpuppt sich der patriotische Sprücheklopfer von gestern Abend morgen vielleicht doch als der windelweiche BRDler, der er/sie eigentlich immer war? Kurz: Man muss die Sinne schärfen und Deutschland sozusagen (ohne jedwede Hemmung und Sentimentalitäten) neu denken. Dies einmal als Ansatz. Auf geht's !
Dirk Ahlbrecht
10. Oktober 2016 16:02
Ein kluger und anregender Beitrag, Herr Lichtmesz, vielen Dank dafür! Vielleicht erhält unsere Sache ja auch Hilfe aus unvermuteter Ecke...? Geldfragen sind ja bekanntlich immer auch Machtfragen. Wer wüsste dies nicht besser als der Berliner Rollstuhlfahrer.

Das dieser ganze Unsinn überhaupt in dieser Weise ausufern konnte, liegt in meinen Augen und zuvorderst eben auch an den Unmengen von Geld, die der gute Mann sowie der Rest der Berliner Truppen zur Verfügung hat bzw. "sein Eigen" nennt.

Geldpolitisch, wie auch ganz grundsätzlich ökonomisch, steht es ja aktuell nicht unbedingt zum Besten in der Welt. Möglicherweise kommen die Dinge ja in schneller in Bewegung, wenn denn erst einmal die diesbezüglichen Füllhörner nicht mehr allzu üppig gefüllt sind.

Das heißt nicht, dass wir dann jenen möglichen Szenarien werden ausweichen können, die Sie zu Recht schildern. Aber vielleicht ist dies auch eine Chance.

Hoffen wir das Beste.
Siddharta
10. Oktober 2016 16:04
Es ist ganz einfach unzeitgemäß, über den Islam in Deutschland zu debattieren. Ich meine dies ernst. Erst in zwanzig bis dreißig Jahren wird diese Religion sich als neue Leitkultur etablieren - vielleicht. Und sie hat wenig Möglichkeiten bis dahin auf das Ergebnis einzuwirken. Sie mag da und dort ein wenig missionieren, sowie sich durch ihre höhere Geburtenrate verbreiten. Aber die bestimmende Faktor sind die offenen Grenzen und darauf hat diese Gemeinschaft noch so gut wie keinen Einfluss. Stattdessen tut sich ein offener Konflikt zwischen der autochthonen und der eingedrungenen Bevölkerung auf. Erstmals hat sich in der letzten Dezembernacht einer jener Schwärme im Inneren gebildet, der bisher über das Meer setzte und ungehalten alle Grenzen überwand. Es sind gebieterische junge Männer, denen kein Gesetz gilt, auch kein religiöses. Sie sind gewohnt, Forderungen ohne eine Gegenleistung zu stellen. Mit ihrem geringen Maß an kognitiven Fähigkeiten werden sie keinen Anteil am hiesigen Wohlstand haben. Am Ende dieser Verteilungskämpfe wird der Islam entweder seine Herrschaft installieren oder zu einer exotischen Minderheit werden, mit welcher man problemlos zusammenleben kann.
Zarathustra
10. Oktober 2016 16:30
Wiederum eine durchaus treffende und brillante Analyse. Lichtmesz hat mit dem folgenden Absatz den Kern der Problematik getroffen:

Das eigentliche Problem ist und bleibt der Große Austausch, der Bevölkerungsaustausch durch den Import außereuropäischer Völker, seien sie muslimisch oder nicht. Die Islamisierung ist nur sein Katalysator, seine Folge und Begleiterscheinung. Wer nun der Meinung ist, daß der Islam „nicht zu Deutschland gehört“ und seine Ausbreitung eindämmen will, wird letzten Endes nicht daran vorbeikommen, die nationale und ethnokulturelle Identitätsfrage zu stellen. Darum drücken sich die liberalen Islamkritiker oft herum, aus Angst, in der „völkischen“ Schublade zu landen. Sie tummeln sich stattdessen lieber im Dschungel der Verfassungen, Paragraphen, „Werte“ und Grundsätze, und glauben, die Probleme durch Verfassungen, Paragraphen, „Werte“ und Grundsätze lösen zu könnnen.

Es ist ziemlich egal, ob die Invasoren moslemische Araber, hinduistische Inder oder auch christliche Latinos sind. Sich auf den Islam zu konzentrieren und zu meinen, aufgrund der hieraus resultierenden Bedrohung der »offenen Gesellschaft« sie zurückweisen zu dürfen, ist eine typisch bundesrepublikanisch-gehirngewaschene Art der Hasenfüßerei.

Das Grundproblem des rechten Lagers seit 1945 ist, daß es keine im engeren Sinne partikularistischen positiven Ziele und Ideale mehr hat bzw. sich zu haben traut (Welcher SiN-Leser kann heute ohne Ironie »Deutsche Frauen, deutsche Treue, / Deutsche[n] Wein und deutsche[n] Sang« besingen? Welcher Rechte besitzt die Selbstsicherheit, um solches offen und unverkrampft als nicht-verhandelbares Heiligtum zu bezeichnen?)

Daher die im Kern defensive Haltung der Rechten (oder um eine ihrer hasenfüßigen Selbstbezeichnungen aufzugreifen: der »Konservativen«). Solange der Mannesmut fehlt, ohne jegliche universalistische Rechtfertigung und guten Gewissens für die eigene Sache einzutreten (und zwar auch und gerade in der »Diskussion« mit Bestmenschen) sieht sich das rechte Lager gezwungen, dauernd wehleidig auf das »unseren Mitbürgern« widerfahrene Unrecht hinzuweisen (daher die ganzen »politisch unkorrekten« Nachrichten bei der JF usw.) oder irgendwelche Sekundärrechtfertigungen für seine Abwehrhaltung zu erfinden (etwa: »Ich habe nichts gegen Ausländer, aber die Moslems sind halt so gegen die Rechte der sexuellen Minderheiten« blabla) — oder in die Identifikation mit dem universalistischen Christentum zu flüchten.

Wie kurzsichtig diese Flucht ins Christliche ist, zeigt beispielhaft die Tatsache, daß keiner der SiN-Kommentatoren auf die vom Pfarrer Wawerka erzählte Leidensgeschichte der kurdischen Familie eingegangen ist und insbesondere keiner die Frage gestellt hat, ob es in Ordnung wäre, statt jährlich zwei Millionen Moslems aus dem nahen Osten jährlich zwei Millionen verfolgte Christen (vorzugsweise, wie in der Geschichte, solche mit genetischen Schäden!) aus derselbigen Gegend aufzunehmen. Eine zunächst unrealistische, dennoch legitime Frage wäre auch: Wie wäre es mit millionenfacher Aufnahme von verfolgten christlichen Latinos oder Afroamerikanern?

Haben Sie den Mut, meine Damen und Herren, zu sagen, was Sie eigentlich meinen! Drücken Sie sich nicht davor! Und vor allem: Suchen Sie nicht nach irgendwelchen universalistischen Rechtfertigungen für Ihre Einstellung! Seien Sie redlicher zu sich selbst; dann wirken Sie auch nach außen unverkrampfter und überzeugender.

Zarathustra
Stil-Blüte
10. Oktober 2016 17:04
@ Alter Mann

Herr Fest ist ein von den Altparteien eingeschleustes U-Boot


Wie hat man sich das praktisch vorzustellen? Haben 'die Altparteien' sich zusammengesetzt und ihn zum Kommandeur dieses U-Bootes bestimmt? Käme das nicht irgendwie und -wann raus? Und manövriert ein U-Boot denn nur an der Oberfläche? Wenn es eins ist, dann tut es das doch, um eine Warnung bzw. Drohung auszusprechen. Und die geht dann in diesem Fall nach hinten los.
Wenn schon, dann haben das 'höhere Mächte initiiert (s. angebliche russische U-Boote in schwedischen Gewässern), die dreimal um die Ecke denken, so dass sie letztendlich manchmal selber gar nicht mehr wissen, welcher Seite sie dienlich sind.

Eher ein Typus Talleyrand. Und wenn schon ein Typus Talleyrand - man muß es/ihn nur einzuschätzen wissen.

Herr Fest ist nicht von schlechten Eltern. Was er z. B. über das Öffentlich-rechtliche Fernsehen gesagt und mit konkreten Fragen und Vorschlägen versehen hat, hat Hand und Fuß und hülfe unserer deutschen/europäischen, (Geistes-)Geschichte (er nennt z. B. die Tiersendungen von Grzimek, der wegen angeblicher Nazivergangenheit {Begriff austauschbar} im Nachhinein fertig gemacht wurde, den heutigen Tiersendungen als meilenweit voraus) o. ä. aus der Versenkung zu holen.

Es gibt in seinem Sprachgebrauch jedoch eine distanzierende Formulierung, die sich als Floskel wiederholt und mich stutzig macht: d i e Deutschen (eben nicht w i r Deutschen).

Ich vertraue auf unbestechliche, solide Charaktere in der AfD, die all unser/e Bedenken mitzudenken imstande sind.

Das 'Tamtam' kann man auch strategisch nutzen. Nur nicht naiv, unpolitisch denken. Auch die AfD ist hartes Politikfeld und nicht Spielwiese.

Sollte Fest trotzdem ein U-Boot sein, um echte unterseeisch navigierende U-Boote' an die Oberfläche zu locken? Die sich das 'Abtauchen' auf die Fahnen geschrieben haben, werden hoffentlich weiter dort navigieren, wo sie die See erkundet haben. Nicht jedes Schifflein muß im Hafen der AfD vom Feind gesichtet werden In diesem Sinne ahoi!
Dietrich Stahl
10. Oktober 2016 17:09
Werter Herr Lichtmesz, Sie beschreiben in ihrem Beitrag die Konsequenzen der Befolgung der „Ratschläge“ des Herrn Fest:

„Eine Regierung, die Fests bescheidenen Vorschlag umsetzen würde, befände sich unweigerlich auf Kollisions-, wenn nicht Eskalationskurs.“

Und:

„Es versteht sich wie gesagt von selbst, dass Moscheenschließungen und ähnliche Schikanen bei gleichzeitiger Anwesenheit von Millionen von Muslimen in Deutschland und womöglich auch noch fortdauernder muslimischer Einwanderung das Problem nicht lösen, sondern allenfalls verschärfen würden.“

Kollisions- und Eskalationskurs, sowie Verschärfung des Problems – die Lösungsvorschläge des Herrn von der Atlantikbrücke sind die eines „Scharfmachers“.
Wem spielen solche Szenarien in die Karten? Oder: Wem nützt es?

Szenarien dieser Art waren in der jüngeren Geschichte reichlich zu beobachten.

Zitat von der Seite
http://www.freiheit-wahrheit-verantwortung.de/geschichts-luegen/ :

„Wie schaut es bei den letzten kriegerischen Aktionen aus, die von den USA initiiert wurden?
Die Putsche in Libyen, 2011, und in der Ukraine, 2013/14, sowie der Putschversuch in Syrien und kürzlich in der Türkei folgen alle dem gleichen Muster:
Das Zielland gerät ins Visier der US Strategen. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Die amerikanische Botschaft koordiniert die Putsche im Zielland. Über ein Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen werden alle Teile der Zielgesellschaft infiltriert. Bei diesen NGOs stößt man immer wieder als Finanzier auf den Namen George Soros. Es gibt Demonstrationen der getürkten „Opposition“. Die Demonstrationen werden von dieser gewaltsam forciert. Die gesteuerte US- und Weltpresse erfindet Menschenrechtsverletzungen und fordert den Sturz des Regimes. Schließlich der Putsch gegen die Regierung des Ziellandes.

Hier die Darstellung der US Putschpolitik am Beispiel der ´Farbrevolutionen´:

https://www.youtube.com/watch?v=slHnYPGgfXs

Wissen Sie, in welchem Land die US Botschaft weltweit die meisten Mitarbeiter hat? Überraschung: Es ist Armenien!“


Die Umsetzung der subversiven Vorschläge des ehemaligen Meinungs-Ingenieurs Fest würde seinen atlantischen Mentoren oder Sponsoren direkt in die gezinkten Karten spielen.

Herr Lichtmesz, ein weiterer Kernsatz Ihres Beitrages ist für mich:

„Das eigentliche Problem ist und bleibt der Große Austausch, der Bevölkerungsaustausch durch den Import außereuropäischer Völker, seien sie muslimisch oder nicht.“

Darum geht es! Die Lösung dieses Problems ist existentiell für das deutsche Volk, wie wohl allen hier bewusst ist. An Re-Migration führt kein Weg vorbei.

All den „Die Suppe ist gelöffelt.“ -„Bankrotteuren“ sei gesagt: Es ist noch Suppe da – viel, viel mehr!

„Geben wir dem Möglichen wieder seinen rechtmäßigen Platz: dann wird die Entwicklung etwas ganz anderes als die Verwirklichung eines Programms; die Pforten der Zukunft öffnen sich ganz weit, ein unbegrenztes Feld eröffnet sich der Freiheit.“

Henri Bergson
Bethmann
10. Oktober 2016 17:11
Lieber Herr Lichtmesz,

In letzter Zeit höre ich öfter das Wort "Remigration" in Diskussionen (rechter Provenienz) auftauchen und auch Sie haben den Begriff in Ihrem Artikel mehrfach erwähnt. Remigration spielt in Gesprächen unter verzagten Deutschen häufig die Rolle des in die Zukunft verschobenen Allheilmittels, das sich schon mehr oder weniger von selbst einstellen werde, wenn sich "der Wind nur ausreichend gedreht habe".

Wie stehen Sie dazu? Glauben Sie wirklich an Remigration? Welche diskursiven Veränderungen müssen sich Ihrer Meinung nach eingestellt haben, welche Rahmenbedingungen müssen gelten, dass sich die massenhafte Ausreise außereuropäischer Einwanderer überhaupt öffentlich äußern oder gar verwirklichen ließe?
Ein gebürtiger Hesse
10. Oktober 2016 17:21
Die Kommentare von Kantkopf und Zarathustra bezeugen auf schönste Weise, daß es immer noch einen lebendigen Willen zum Wohin gibt. Hier ist noch nichts verloren, sondern vieles, vielleicht sogar alles, zu gewinnen. That's the way to go. Danke, daß Sie uns daran erinnern.
deutscheridentitärer
10. Oktober 2016 17:25
Ich kenne den Herrn Fest nur aus den seltenen Momenten, in denen er auf dieser oder ähnlichen Seiten erwähnt wurde, aber was ich dabei gelesen habe,hat mich stets irritiert zurückgelassen.

Es ist für mich nicht verständlich, wie ausgerechnet der Sohn von Joachim Fest sich in so eine merkwürdig halbgare Position verstiegen haben konnte; normalerweise geht der Bewusstseinswandel hin zum "echten" Rechten recht schnell, wenn erstmal gewisse Mauern gefallen zu sein, die "halben Rechten" bzw. diejenigen die sich dafür ausgeben, sind durchgehend seltsame Figuren.


Sei das wie es sei, das Entscheidende ist in meinen Augen nicht so sehr die Islam-Liberalismus Debatte, hierzu hat Lichtmesz schon vor Jahren das Wesentliche gesagt, sondern die Frage danach, ob der Point of nor Return bereits überschritten wurde.


Der Behandlung dieser Frage haftet für mich etwas sehr phantastisches an; für einen im Jahr des Mauerfalls geborenen, im Zeitalter des Ende der Geschichte groß gewordenen, ist die Erwartung, der aktuelle Wohlstand und Frieden wären stabil und im Grunde durch nichts zu erschüttern, sehr tief verwurzelt.



Einige Kommentatoren schrieben, den entsprechenden Willen vorrausgesetzt, sei das Problem mit den Machtmitteln des Staates in den Griff zu kriegen.


Das ist richtig, dringt aber nicht zu dem eigentlichen Problem vor.

Denn das liegt ja gerade daran, dass der "Westen" den Selbstbehauptungswillen verloren hat.


Und je mehr Brutalität und Entschlossenheit es braucht, die Remigration durchzuführen, also je mehr Millionen Menschen, die sich in großen Teilen ja nichts persönlich zu Schulden haben kommen lassen, (wieder) entwurzelt und deportiert werden müssten, desto unmöglicher wird ein Wiederaufflackern des deutschen Selbstbehauptungswillen.


Vielleicht aus ethischen, jedenfalls aber aus strategischen Gründen, muss dieses Dilemma (das momentan vielleicht noch zu bewältigen ist, aber mit jeder Flüchtlingsfamilie und jedem hier geborenem arabischen Kind wird das schwieriger) gelöst werden.
Karl K
10. Oktober 2016 18:26
Der Islam ist eine totalitäre Religion – und ist folglich nicht kompatibel mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, die an den Bürger den Anspruch stellen muss, menschliches Gesetz über ein vermeintlich göttliches Gesetz zu stellen, wenn diese sich widersprechen sollten. Für einen gläubigen Moslem gibt es diesen Gegensatz in mehreren wichtigen Bereichen seines Lebens, auch in solchen die nicht nur eine Privatangelegenheit sind.

Fest darf als Privatmann die Schließung von Moscheen fordern. Sobald er ein Amt in der Partei übernehmen will, sollte er solche Forderung nicht stellen. Will er seine Meinungsfreiheit behalten, sollte er auf ein Mandat verzichten.
Der Gutmensch
10. Oktober 2016 18:33
Sie tummeln sich stattdessen lieber im Dschungel der Verfassungen, Paragraphen, „Werte“ und Grundsätze, und glauben, die Probleme durch Verfassungen, Paragraphen, „Werte“ und Grundsätze lösen zu könnnen.


Vielleicht kommen wir weiter, wenn wir anerkennen, dass wir ohne Paragraphen aber auch nicht über die Ressourcen verfügen, das Problem zu lösen?

Also mal praktisch gesprochen: Klar kann man ein dritte-Welt-Land finden, ein Abkommen schließen und dann Leuten abschieben, die keinen Pass und keinen deutschen Aufenthaltstitel haben. Natürlich kann man Moslems im ärgsten Fall des Falles (Angehöriger einer feindlichen militärischen Organisation) auch die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen und dann, sofern sie eine doppelte Staatsbürgerschaft inne haben, vorgehen wie oben beschrieben.

Das geht alles. Die Frage ist, wie lange uns das Ruhe verschafft - während die Welt draußen immer islamischer wird.

Wir sind als Generation vor diese Aufgabe gestellt und wir werden einen Weg finden müssen, damit fertig zu werden. Wir müssen einen Standard setzen, unseren Standard. Einen religiösen Standard können wir aber als solchen nicht bewehren; dafür braucht es nun einmal das weltliche Schwert der Aufklärung. Am Ende bleibt nur noch die Religionsfreiheit - denn der Laizismus hat völlig versagt.

d. G.





Für unsere Generation - die, die weder die Gastarbeiter riefen noch den Familiennachzug noch sonstwen - kann es nur noch darum gehen, wie man mit der Situation umzugehen, wie sie sich nunmal darstellt. Also sauber zu unterscheiden: Hier ist der Islam mit
kakalu
10. Oktober 2016 18:35
Lieber Herr Lichtmesz,

"Das eigentliche Problem ist und bleibt der Große Austausch, der Bevölkerungsaustausch durch den Import außereuropäischer Völker, seien sie muslimisch oder nicht.",

sagen Sie.

Na ja, im Rahmen der Begriffslogik (Mosleminvasion als Teilmenge des Großen Austausches) mag das so sein. Für mich zumindest ist es ein kardinaler Unterschied, ob ich auf einen Moslem oder einen Nichtmoslem (egal ob außereuropäisch oder nicht) treffe. Ich habe gut 10 Jahre in verschiedenen nichteuropäischen Ländern gelebt. Ihre Argumentation leuchtet mir soweit überhaupt nicht ein - das ist ja fast so wie ein Hinweis, daß alle Menschen schließlich gleich sind.

M.L.: Was ist unklar an meinem Satz?
The PetSchmi
10. Oktober 2016 18:41
Mitteldeutschland (im Sinne der ehemaligen DDR) könnte künftig als "Reservat deutscher Kultur und Lebensweise" dienen, denn es ist ethnisch noch hinreichend homogen und der Widerstandswille sowie das Identitätsbewusstsein "derjenigen, die schon lange dort leben" ist wesentlich ausgeprägter als bei den Westdeutschen. Damit dies so bleibt, müssen allerdings auch hier schleunigst Maßnahmen gegen ein Fortschreiten des "Großen Austausches" ergriffen werden. Vielleicht eine "Sezession"?
Curt Sachs
10. Oktober 2016 19:26
Lieber Herr Lichtmesz,

vielen Dank für diese Entgegnung auf den Schmarn, den Herr Fest da erzählte, und auf Herrn Fasbenders seichtes Gesumse.

Der Feind ist doch nicht der Islam; der Feind sind die Horden der liberalen Zügellosigkeit und Verdrehtheit.
Sara Tempel
10. Oktober 2016 19:29
Wie der angeführte Thomas Fasbenderoder und auch der Kommentator -deutscheridentitärer- bin ich der Meinung, daß wir Europäer uns dem Islam bereits zu weit geöffnet haben, als daß dieser durch rechtsstaatliche Mittel noch aufzuhalten wäre. Unser deutscher Staat, der seine Rechtsstaatlichkeit bereits vielfach aufgegeben hat, sollte zumindest damit aufhören, die Muslime vor Gericht besser zu stellen als die autochthone Bevölkerung, dann wäre schon viel erreicht. Zudem würden sinnvolle Maßnahmen, wie ein Verschleierungsverbot, Abschiebung von kriminellen Migranten und solchen, denen kein Asyl zusteht, sicher beitragen, den sozialen Frieden zu erhalten.

Falls das Parteien-System tatsächlich noch dazu in der Lage wäre, sich selber zu erhalten, müßte es zuerst ideologisch eine Kehrtwende vollziehen, was aber Einsicht voraussetzt. Jakobiner in Politik und Presse, die heute das Christentum verdammen, könnten irgendwann auf den Islam umschwenken, aber sie können die Nachkriegs-Umerziehung zum Selbsthaß der Deutschen nicht schnell genug überwinden, um kaum die manipulierten Gutmenschen von ihrer protestantischen Dekadenz zu heilen. Das Bildungssystem hat mit ideologischer Erziehung die junge Generation schon an politische Korrektheit und Konsum angepaßt, Familien und alte kulturelle Werte zerstört. Der Islam ist hier rückschrittlicher, aber es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis die im Westen lebenden Muslime, vor allem deren Frauen, ebenso verdorben sind. Deren aggressive Männer aber müssen die Herrschaft ergreifen, wenn sie zu viele sind, da ihre Religion dies befiehlt. Spätestens dann wird es vermutlich zu einem Niedergang von Wirtschaft und Kultur kommen; ich stelle mir ein Niveau wie im Film "Mad Max" vor, selbst wenn das nicht durch Kriege beschleunigt wird.

Das alternative Szenario wäre eine Diktatur der EU als Interessensvertreterin der global herrschenden Konzerne, was aber moralisch nicht besser wäre und kafkaeske bzw. orwellsche Züge annehmen müßte. Aus meiner Sicht gibt es also nur die Alternative zwischen Pest und Cholera. Tatsächlich kann nur ein Gott uns retten!
Kantkopf
10. Oktober 2016 20:21
@the PetSchmi

Die erneute Teilung Deutschlands ist eines von mehreren Szenarien, die in Betracht zu ziehen wir uns nicht scheuen dürfen, wenn wir Realisten bleiben wollen. Es könnte durchaus sein, das sich einige Bundesländer zusammen neu organisieren, um ein Übergreifen völlig desolater Zustände auf ihr Landesgebiet zu verhindern. Und Sie haben Recht: Es gilt, den noch gegebenen Standortvorteil der neuen Bundesländer unbedingt zu erhalten. Denn auch hier wird von z.B. Fr. Kahane schon getrommelt, die in der Verbuntung des Ostens noch deutlichen Nachholbedarf sieht. Zudem fällt auf, daß die Antifa seit geraumer Zeit verstärkt Interesse am ländlichen Hinterland zeigt und dazu aufruft, Rückzugsgebiete 'völkischer Siedler' z.B. zu melden und so als Ziel linksradikaler Kaffeefahrten zu markieren. Hier müssten mal tragfähige Counter-Intelligence-Konzepte erarbeitet werden.
schwebchen
10. Oktober 2016 20:21
Der Islam sei nicht totalitär, aber: "... vielmehr ein im Prinzip holistisches System, das sämtliche Bereiche der Gesellschaft zu regeln versucht: Staat und Religion, öffentliche und private Moral, das Verhältnis der Geschlechter, die Rechtsprechung, die Philosophie, die Kunst, die Eßgewohnheiten, die Kleidung usw."

Ehrlich, das ist für mich eine Beschreibung von totalitär in praxi und nichts anderes.

Geht es hier um einen Streit um Definitionen?
C. Lause
10. Oktober 2016 21:00
Man muss das Unmögliche wollen, wenn man das Mögliche erreichen will. Es ist wichtig eine Idee öffentlich auszusprechen, auch wenn diese utopisch erscheint. Dafür sollten wir N. Fest dankbar sein.
Dietrich Stahl
10. Oktober 2016 21:02
Nicht nur in diesem Diskussionsstrang wird nicht selten Resignation, gar Kapitulation vor scheinbar Unvermeidlichem ausgedrückt.

Den Titel der Kamenzer Rede des Schriftstellers Jörg Bernig möchte ich ergänzen zu:


Habe Mut, Zuversicht – und Freude!


Mut wird fast jeder unterschreiben, bei Zuversicht wird es schon schwerer – und Freude?

Es gibt viel mehr Gründe für Mut und Zuversicht und – ein preußisches jawohl – für Freude, als für sauertöpfisches Verzagen.

@Resignation
Kenne ich von mir. Erwischt einen manchmal wie der Winterblues.

In einem anderen Strang schrieb @Renate Pforr:
„Seit der 3. Demo von Pegida gehen mein Mann und ich mitspazieren. War schon einige Male am Zweifeln, jedoch mein Mann richtete mich auf, und meint …, dass wir hartnäckig sein müssen und nicht nachlassen dürfen.“

Wenn dich der Blues erwischt, ist es gut, irgendwas zu tun. Am besten das Richtige und Notwendige. Hilfreich sind auch eine neue Sichtweise und frischer Wind.

Es gibt eine Traditionslinie in der deutschen Geschichte, die um die besondere deutsche Aufgabe und Verpflichtung weiß.

Goethe wusste um diese Aufgabe:
Deutschland ist Freiheit, Allseitigkeit und Liebe,
dass sie's nicht wissen, ändert nichts daran.

Der große Kant reiht sich hier ein:
„Die ungeschriebenen Gesetze und Zwänge der Natur werden letztlich dasjenige Volk belohnen, das sich allen Widerwärtigkeiten zum Trotz erhebt, um gegen Ungerechtigkeit, Lügen und Chaos anzukämpfen. Das war stets so in der Geschichte, und so wird es immer sein. Weder uns noch unseren Nachkommen wir dieser Kampf erspart bleiben.“

Die Philosophen des deutschen Idealismus und deutsche Romantiker wie insbesondere Hölderlin sind zu erwähnen.

Im 20. Jahrhundert war es Martin Heidegger, der die Fackel weitertrug.

Heidegger über Deutschlands Aufgabe (Spiegel Interview, 1966):

„ Es sei ´die Aufgabe der Deutschen, … geschichtlich ihr Wesen zu finden. Werden wir diese Zeichen verstehen? Eines ist gewiss: Die Geschichte wird sich an uns rächen, wenn wir es nicht verstehen.´

Weiter unten im Interview:

Spiegel: Sie messen speziell den Deutschen eine besondere Aufgabe zu?
Heidegger: Ja, in dem Sinne, im Gespräch mit Hölderlin.

Obwohl der Blues manchmal fast wie eine Naturkraft kommt, gibt es keinen Grund, sich ihm lange hinzugeben.

1989!
Die friedliche Revolution hat es vorgemacht. Das Mantra „Wir sind das Volk“ hat die Tyrannei mit Ur-Kraft hinweggefegt. Es geht also!
Wo ging es damals los? In Sachsen!

Die Volksfeinde haben dann zwar, wie üblich, die, die sich kaufen ließen, eingekauft. Und sie haben aus 1989 gelernt. Deshalb kapitulieren sie diesmal nicht so schnell.

Wie schaut es heute aus? Gar nicht so schlecht. Auch wir haben gelernt!
Heute gibt es vieles, das es damals nicht gab, und das allen Grund für Zuversicht, Mut und Freude gibt:
- …
- Die Internet Aktivisten – Truther, Whistleblower …
- Die Neue Rechte und Sezession ;-)
- Identitäre Bewegung
- Pegida, Legida, Bärlida …
- Montagsdemos
- Compact Magazin
- „Merkel muss weg“-Demos
- Mass wurde aus Sachsen verjagt
- Proteste gegen Ausländer Gangs in Bautzen
- AfD-Erfolge und Präsenz in den Medien und Parlamenten
- Am 3.10. erhielt die Merkel Junta in Dresden eine hochverdiente Backpfeife.
- …

Es tut sich einiges – bisher leider fast nur im Osten. Westen, Aufwachen!

Wenn wir den Fokus auf dieses Positive richten, weitgespannte Visionen entwickeln und die Kraft der Imagination nutzen, um kreativ, mit Freude, Humor und Geduld zu agieren – „schlagen wir selbst den Teufel aus der Hölle“, wie Bismarck es ausdrückte.


Fichte an jeden Deutschen

Du sollst an Deutschlands Zukunft glauben,
an deines Volkes Aufersteh'n;
Lass diesen Glauben dir nicht rauben,
trotz allem, was gescheh'n.
Und handeln sollst du so als hinge
von dir und deinem Tun allein
das Schicksal ab der deutschen Dinge
und die Verantwortung wär dein.

Albert Matthai, Fackelträger (1853 -1924)
Kantkopf
10. Oktober 2016 21:07
@Sara Tempel

Ich finde ihre Denkweise recht traurig. So wird das nichts. Wer glaubt, die Deutschen (nicht die BRDler) seien am Ende ihres Lateins angelangt, vergibt sich eine gewaltige Chance. Die Deutschen haben noch nicht mal angefangen. Es ist an der Zeit, Farbe zu bekennen. Denn wir leben in einer Zeit, in der wir die Folgen von Politik wieder physisch zu spüren bekommen werden. So ein Tipping Point aber kann ganz schnell und unverhofft aufkommen, und dann dreht sich der Wind gewaltig. Wir haben es 1989 erlebt. Und die medialen politischen Eliten werden sich mitdrehen (auf ihre Korruptheit ist Verlass) oder hinweggefegt werden. Wie lange hat der FN gebraucht, um sich durchzusetzen ? Warum spricht man in Teilen der ausländischen Presse vom ' patriotischen Frühling' in Europa? Wir sind nicht allein. Und Sie wollen den Kopf in den Sand stecken? - Leise knarrend dreht sich das Steuer. ein Wind kommt auf - die Segel füllen sich ...
Fredy
10. Oktober 2016 21:11
Den Hohepriestern der FDGO sei gesagt: Erfahrungsgemäß ist jede Abartigkeit mit der "freiheitlich-demokratischen Grundordnung" kompatibel. Von mir aus kann daher auch der Islam zum Ende dieser beitragen.

Der Islam als Religion ist dabei nicht das Problem. Es ist die identitäre Flagge unter der sich all diejenigen sammeln, die in Gegnerschaft zum Westen stehen. Dabei hat der Westen nicht nur die Saat für Radikalisierung und Fundamentalisierung gesät, sondern ist seither stets fleißig am gießen der extremsten Pflänzchen. Freilich ist nun der Geist aus der Flasche und wird sich auf normalem Wege nicht befrieden lassen, schon gar nicht durch Andersgläubige.

Wir werden daher ohne gewalttätige Auseinandersetzung keine Klärung mehr erleben. Und wir Deutschen werden aufgrund verräterischer Eliten, geöffneter Tore und sich stark reproduzierender Eindringlinge wohl nicht entscheiden wann diese Auseinandersetzung beginnt.
Einar von Vielen
10. Oktober 2016 21:21
Ich glaube es ist hilfreich, dass Fest die Schließung von Moscheen fordert, weil es die Konfliktlinie benennt und nicht theoretisierend umschifft. Es wird im Finale auf nichts anderes hinauslaufen als zu klären, wer hier das Sagen hat. Das ist kein testosterongetriebenes Herbeiwünschen einer alten Ordnung. Denn ‚theoretisch‘ fände ich das Szenario gar nicht schlecht, mit einen ‚Schuss‘ islamischer Kulturbeimischung das ein oder andere Abartige im Westen wieder einzuhegen. In diesem Sinne wäre ich als Integrationsbefürworter ganz vorne dabei. Nur setzte dies ja eine Integrationsfähigkeit unserer Kultur voraus, also dass sie in der Lage wäre, Menschen des Islam auch in großer Zahl kooperierend einzubetten. Da unsere Kultur aber nur einladend und in keinem Fall fordernd oder konsequent ist, kann dieses Szenario jedoch ausgeschlossen werden.

Wir können also wissen, dass spätestens mit der weiteren demographischen wenn nicht sogar vorher schon politischen Entwicklung die Forderungen seitens der Moslems gegen uns zunehmen und dass diese Forderungen immer weniger verhandelbar sein werden. Warum also später als jetzt schon aussprechen was Phase ist? Nur, weil es ohnehin nicht ‚ordnungsgemäß‘ durchsetzbar ist? Oder weil es Wähler von der AfD abschrecken könnte? Geht es denn darum, 20 statt 15% zu bekommen? Oder 35%?

Selbst bei einer derzeit noch utopischen absoluten Mehrheit für die AfD: Wie ließe sich denn im Rahmen des ggf. etwas belebten Geschäftsverkehrs der Meta-Trend umkehren, der darin besteht, dass der Westen durch seine christlich-aufgeklärte-postindustrielle Selbstverwirklichungs-Entfremdung aus evolutorischer Sicht eine Selbstkaperung der Gehirne bewirkt hat, wodurch er sein Gruppenterritorium als etwas Beliebiges auffasst, das er selbstredend und gezielt auch mit jeder fremden Gruppe mit noch so entgegengesetzten Werten teilen mag?

Wenn es nicht gelingt diese evolutorische Sackgasse in den westlichen Hirnen an sich zu überwinden, sind die schönsten AfD-Maßnahmen nicht geeignet das Blatt zu wenden. Das Kippen der Verhältnisse hin zu der finalen Frage jedoch kommt so oder so. Da ist die Forderung nach Schließung von Moscheen der richtige Satz, um auf allen Seiten eine den eingeschwungenen Prozess öffnende Unsicherheit einzuführen.

Nun habe ich oben anmaßend von einer evolutorischen Fehlstellung gesprochen, und das, obwohl die westliche Kultur ja aus anderer Perspektive hochgradig segensreich für die Welt war. Was evolutorisch sinnvoll oder nicht sinnvoll ist, kann ich als einzelnes Geschöpf aber gar nicht erkennen. Vielleicht, um mit Nick Bostrom zu sprechen, sind wir ja nur das biologische Startprogramm für eine digitale Superintelligenz? Dann würde unsere Reduzierung auf eine leidlich versorgte Wartungspopulation der Matrix durchaus Sinn machen.

Den Islam könnte man also entweder als die evolutorische Aufräumtruppe verstehen, die – ggf vor dem eigenen Exitus weil ohne die inneren Mittel solche Gruppenstärke ohne den Westen (Düngemittel, Medizin) zu erhalten – die überflüssig gewordenen Tüftler und ihre mammologisch mitgeführten DNA-Medien zur Seite schafft bevor noch weitere wertvolle Ressourcen verbraucht werden. Oder die Moslems blieben als die eigentliche Gestaltungsmasse dieser digitalen Superintelligenz erhalten, die nicht, wie es Halbgebildete wie wir täten, dumme Fragen stellt, solange nur Fladenbrot und Vergewaltigungsspiele geboten werden. Fragen!
Der_Jürgen
10. Oktober 2016 21:24
@Zarathustra

Ich stimme Ihnen zu. Wir brauchen keine Millionen, ja nicht einmal einige hunderttausend verfolgter Christen aus dem Nahen Osten in Deutschland und Europa.

Dies hat nicht nur Martin Lichtmesz in seinem Artikel unmissverständlich festgehalten, dies wurde auf diesem Blog schon oft gesagt, u. a. von @Nero, von @Exmeyer, von @Valjean und von mir. Uns trennen ideologische Welten von einem Michael Stürzenberger, der zwar keine muslimischen Einwanderer will, dem aber jeder Nichtmuslim als "Neu-Deutscher" willkommen ist.

Als Christ empfinde ich Empörung über die Verfolgungen, denen die Christen Menschen in vielen Teilen der islamischen Welt ausgesetzt sind. Im Irak Saddam Husseins wurden und im Syrien Assads werden die Christen aber nicht verfolgt. Durch die Aggression gegen den Irak und den Sturz Husseins haben der US-Imperialismus und seine Vasallen das Erstarken fundamentalitischer Halsabschneiderbanden und somit die Verfolgung der christlichen Minderheit im Irak erst möglich gemacht.

Würde Assad gestützt, so bräche in Syrien ein neuer Krieg bis aufs Messer aus, zwischen dem IS und Jabbat al Nusra, aber beide Terrororganisationen würden gemeinsam gegen die Christen (sowie die Alawiten) vorgehen und diese entweder abschlachten oder vertreiben. Für das BRD-Regime wäre dies ein Grund zur Freude, da man hierdurch Millionen neuer Flüchtlinge bekäme, die man ja nicht "abweisen und in den Tod schicken" darf. Dies ist sicher ein Grund dafür, dass die Lügenpresse, mit Nicolaus Fests BILD-Zeitung an der Spitze, Gift und Galle gegen Assad und Putin versprüht.

Massive Unterstützung für laizistische Regierungen in der arabischen Welt, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Iran, in dem die Christen geduldet sind und sogar feste Sitze im Parlament haben - das wäre der Kurs, den eine nationale deutsche Regierung einschlüge.

Das Gesagte ändert natürlich nichts daran, dass die von Ihnen erwähnten "Christen aus dem Nahen Osten", "hindustischen Inder" und "christlichen Latinos" Muslimen als Immigranten bei weitem vorzuziehen wären, weil sie keine aggressive und fanatische Religion mitbringen. Eine solche Immigration wäre aber lediglich das geringere Übel und ist selbstverständlich abzulehnen.
la vie est belle
10. Oktober 2016 21:39
Danke dir erstmal für den Artikel und

1. die Feststellung, dass der Große Austausch das Problem ist und nicht der Islam. Der Islam soll den Austausch nur von seiner psychologischen Matrix tiefer gestalten, als er beispielsweise durch die Masseneinwanderung von weißen Christen ausgefallen wäre. Das Resultat kann man in Bosnien und im Kosovo begutachten, ob es zu einer völligen Kulturvernichtung kommt, wage ich zu bezweifeln. Es wird eher eine dauerhafte, stabile Instabilität.
Aber: man darf die Kraft des liberalen Konsumismus nicht unterschätzen. Nach fünf Generationen Kapitalismus werden wahrscheinlich auch die Moslems eher "islam LIGHT" leben. Zumindest meine Hypothese.
2. Typen wie Fest und Fasbender sind Nebelkerzen, wahrscheinlich im Auftrag von XXX unterwegs. Keine Bühne für die Clowns, da sie exemplarisch Mut- und Ehrlosigkeit vorleben. Selbst ein Kleinkrimineller kann da mehr Haltung an den Tag legen.
3. Remigration geht nur in zwei Varianten: mit Druck und freiwillig.
Mit Druck wird eklig, da viel Blut...und wer will sowas schon? Ohne Druck geht auch, aber nur wenn wir den "Anderen" in die Suppe rotzen (die auch unsere Suppe ist). Die werden sie dann nicht mehr essen wollen, und wir sie auch nicht. Aber uns bleibt der Teller.
Anders formuliert: Erst wenn es hier nix zu holen gibt, dann wird es attraktiv, woanders hinzugehen. Das heißt: Entweder ethnokulturelle Kontinuität (und Reichtum partiell aufgeben) oder Auslöschung der eigenen Identität (unter weitestgehender Konsum-Betäubung).

Das können die Liberalen in der AfD vergessen, dass sie ihr altes Deutschland (=Reichtum behalten + am Drücker bleiben) wiederbekommen. Der Schlitten ist den Berg runter. Amis und Russen haben im Teamplay mal locker die Europäer vom Trog geschubst. Jetzt gehts nur noch um die Frage, wie nachhaltig das wird. Nachhaltig im Sinne von dauerhafter Krisenmodus. Das kann nur durch eine Wirtschaftskrise gestoppt werden.
WAS DENKT IHR DENN WARUM DIE WIRTSCHAFTSDATEN SO MASSIV GEFÄLSCHT WERDEN???

Aus Eitelkeit?
Solution
10. Oktober 2016 21:43
Martin Lichtmesz kann ich nur voll zustimmen: Es geht um den Großen Austausch, der nur durch Massen-Remigration beendet werden kann. Warum sollten wir jedoch hier in aller Öffentlichkeit uns dazu verleiten lassen, Vorschläge zur Umsetzung zu machen? So viele Möglichkeiten gibt es da doch wohl nicht.

Wenn es soweit ist, werden ganz andere Leute auf den Plan treten. Die werden uns dann nicht fragen, sondern handeln. Und wir werden wie immer zum allergrößten Teil es im Wohnzimmersessel aussitzen.

Ich bin davon überzeugt, daß sich Europa in absehbarer Zukunft befreien wird.
la vie est belle
10. Oktober 2016 21:55
Achja, nochwas:

Wenn uns ein Gott retten sollte, so wird er nicht vom Himmel via Leiter herabsteigen. So ein Schmarrn, Frau Tempel.
Er wird einfach nur zusehen, ob wir den unbedingten Willen zum Überleben haben oder nicht.
WIR können UNS retten und abwechslungsweise auch mal wieder Gott in uns spüren.
Willkommenskulturlos
10. Oktober 2016 22:11
Ich weiß nicht, warum sich der Autor mit willenslosen Selbstmördern wie Fasbender so ausführlich beschäftigt. Man soll Selbstmörder den Psychiatern überlassen, und lieber die Maßnahmen diskutieren, die real möglich sind.

Man kann über Islam lange philosophieren, Fakt ist aber, dass Islam zu Europa nicht passt, europäische Zivilisation existenziell bedroht und im Alltag ständig Konflikte verursacht.
Wenn man das Problem Islam nicht vollständig beseitigen kann, dann soll man versuchen, es zumindest auf ein verträgliches Maß zu reduzieren.

Die Ansätze sind völlig richtig:
Es wären vielmehr dreierlei Maßnahmen nötig: a) Einschränkungen der islamischen Religionsausübung, wobei hier verschiedene Verschärfungsgrade denkbar sind (etwa Verbote von Burka, Schleier, Halal-Waren, Minaretten, öffentlichen Kundgebungen, Koranschulen, Moscheeschließungen…), verbunden mit einem erhöhten Assimilationsdruck; b) totaler Einwanderungsstopp vor allem muslimischer Völker; c) Remigration erheblicher Teile der islamischen Bevölkerung.


Viel wichtiger als „Einschränkungen der islamischen Religionsausübung“ wäre

- den Zuzug von neuen Moslems zu beenden (nicht weil sie Moslems sind, sondern weil sie als Moslems nicht integrierbar sind / Sicherheitsrisiko darstellen – so wird der Konflikt mit GG vermieden).

- den problematischen Teil auszuweisen (Kriminelle, Radikale, Gefährder und diejenigen, die für sich selbst chronisch nicht sorgen können – alles nicht religiöse Gründe).

- radikale religiöse Organisationen (insb. Ausländische) verbieten. Finanzielle Hilfe aus dem Ausland unterbinden.

Dann kann man weiter sehen.
Vielleicht wirken diese Maßnahmen so disziplinierend, dass sich der Rest der Moslems besinnt. Wenn nicht, dann kann man über weitere Maßnahmen nachdenken.

Anzumerken ist, dass diese Maßnahmen auch im Interesse der so genannten „moderaten“ Moslems (= Kulturmoslems, analog Kulturkatholiken) sind, die wie alle anderen unter Kriminalität, Terror und Ausbeutung durch schmarotzende Dauergäste leiden.

Natürlich wird keine Regierung aus der etablierten Parteien solche Maßnahmen ergreifen. Dafür braucht man schon eine Revolution (der Vernunft).
Arkanthus
10. Oktober 2016 23:01
Bisschen schade, dass Fest so über die Stränge schlägt, ich fand den meistens recht lesenswert. Dabei ist klar, dass es natürlich "radikale" Politik braucht, um dieses Land zu retten, aber dieser Vorschlag kann nur reine Polemik sein.

Jedoch ist auch massenweise Remigration bereits in dritter bzw. vierter Generation hier lebender Moslems, wie es Lichtmesz vorschwebt (?), im Grunde völlig utopisch, wenn auch aus anderen, weniger in der Durchführung liegenden Gründen. Dieser Staat wäre legimitationsmäßig am Ende (gut, man könnte das im Grunde jetzt schon behaupten) und eine Revolution ohne ein ausgeklügeltes anderes, besseres Modell führt einfach in den Zerfall, siehe arabische Welt.

Am ehesten würde tatsächlich ein "anti-islamisches Mobbing" auf "weicher" Ebene annähernd zum Ziel führen: Verbot doppelter Staatsbürgerschaften (wir wissen alle wer letztlich getroffen werden soll), breites öffentliches Schleierverbot, Einwanderungsstopp, Rückkehrprämien, staatlich geförderte christliche Mssion (Spaß muss sein ;)

Alles nicht sehr nett, aber was dann kommt, wenn nichts getan wird, wird noch viiiiiiiieeeeeeel unschöner.
Adorján Kovács
10. Oktober 2016 23:09
Sehr geehrter Herr Lichtmesz, im Video zur Pressekonferenz sagt Fest, dass man Moscheen schließen müsse. Nirgendwo höre ich, dass ALLE Moscheen geschlossen werden sollen. Er meint wohl die Moscheen, in denen verfassungsfeindlich gepredigt wird. Aber vielleicht habe ich das falsch verstanden.
Hingegen muss ich Ihren etwas abwiegelnden Einschränkungen gegenüber dem Islam widersprechen: Es ist nicht so, dass er eine erst in letzter Zeit totalitär gewordene Religion sei,

M.L.: Ich habe Schwierigkeiten damit, den Begriff "totalitär" auf vormoderne oder vorneuzeitliche Phänomene und politisch-religiöse Ordnungen anzuwenden. Das scheint mir ahistorisch. Mit gleichem Recht könnte man etwa die katholische Kirche des Mittelalters als "totalitär" bezeichnen.

womit Sie leider Apologeten nachsprechen, die z. B. vom Wahhabismus faseln als erster totalitärer Regung im Islam, sondern er war immer schon totalitär, also lange avant la lettre, seit nämlich die abbasidische Reichsbürokratie eine zirkelschlüssige, selbstreferentielle und bis zu den Nasenhaaren Mohammeds in sich stimmige Ideologie für das Riesenreich schuf, aus der es für den Einzelnen kein Entrinnen gab. Ich glaube nicht, dass Sie Hartmut Krauss (Hintergrund-Verlag) rezipiert haben (und entschuldige mich, falls doch), der mit klassischer linker Religionskritik den Islam als totalitär diagnostiziert.

M.L.: Das ist natürlich genau mein Ding, "klassisch linke Religionskritik"!

Empfehlenswert auch des Islamwissenschaftlers J.-J. Walter französisches Buch „Islam: les vérités interdites“, das natürlich keinen Verlag gefunden hat und im Selbstverlag erscheinen musste. Der Islam ist nur zu 10% Religion und zu 90% politische totalitäre Ideologie. Wenn man diese Analyse angesichts der realen Schwierigkeiten, gegen sie vorzugehen, ablehnt, hat man schon verloren. Bat Ye'or, die britische Historikerin, würde hier von Dhimmitum sprechen, das sie als eine Art Stockholm-Syndrom beschreibt.

M.L.: Bat Ye'Or hat ihre eigenen Dhimmis mit Stockholm-Syndrom!


Wenn man sich also schon über die Grundlagen nicht einig wird und meint, hier würde lediglich ein Popanz des absoluten Feinds aufgebaut, der eigentlich so feindlich nicht sei, kann man einpacken.

M.L.: Lesen Sie die Unterscheidung von Schmitt vom konventionellen, wirklichen und absoluten Feind nach.
Stil-Blüte
10. Oktober 2016 23:12
@ Kantkopf

So ein Tipping Point kann ganz schnell und überraschend kommen


Garantiert nicht, wenn der Vorgang so benannt wird wie Sie es tun. Wie wär's mit

- Wende
- Wendepunkt
- Umkehr
- Heimkehr
- Kehrtwende?
CCCED
10. Oktober 2016 23:28
Es ist heute leichter, die Schließung von Moscheen durchzusetzen als in einigen Jahren die Schließung oder Umwidmung von Kirchen zu verhindern.

Falls das System der BRD sich gegen den Islam oder die Immigration zur Wehr setzen wird, wird es vermutlich die Linke tun:

Wer zog in den Krieg? Rot - Grün
Wer betrieb Sozialabbau (Hartz IV)? Rot - Grün
Wer forcierte den Ausstieg aus der Kernenergie? Schwarz
Wer forcierte die Immigration? Schwarz

Tief ins Gefüge der BRD eingreifende Maßnahmen müssen von derjenigen Partei umgesetzt werden, die es am wenigsten will.

Nach dieser Logik kann nur der Linken die Rolle zufallen, wirksame Maßnahmen gegen Islamisierung oder Immigration durchzusetzen. Die Immigration wird auf ein Maß zurechtgestutzt werden, das den Bürgerkrieg verhindert, jedoch zur Umvolkung führt.
Arkanthus
10. Oktober 2016 23:39
Eine Sache noch, wenn Sie gestatten, die Wichtigste überhaupt: Der Sozialstaat muss massivst eingestampft, wenn nicht sogar abgeschafft werden !! Das in Verbindung mit der anti-islamischen Politik, diese halb libertäre, halb autoritär-etatistische Vorgehensweise könnte einer faktischen Remigration nahezu gleichkommen. Diejenigen, denen der Islam nicht so am Herzen liegt, werden sich aufgrund des "Marktdrucks" (die ganze Migrations- Anti-Diskriminierungs- und sonstigen Betüttelungsindustrie würde gleich mit eingemottet) assimilieren und die anderen werden gehen. Wenn schon arm, dann lieber in der neo-osmanischen Türkei.
Chris Ball
10. Oktober 2016 23:42
Vielen Dank, Herr Lichtmesz, für diese Gedanken.
Ein paar Gedanken meinerseits:
Ich wurde einmal im Rahmen einer Meinungserhebung von irgendeinem Institut angerufen und unter anderem zu meiner Einstellung zum Moscheebau befragt.
Ich habe versucht zu differenzieren und gesagt, dass, wenn es Muslimen erlaubt ist in Deutschland zu leben, sie dann auch Moscheen bauen dürfen sollen.
Ich vermute, dass meine Stimme berechtigterweise einfach als zustimmend gewertet wurde, da die Umfrage ja nicht nach der Legitimation der Ansiedlung von ausländischen Muslimen in Deutschland gefragt hat. Ich sehe es nach wie vor so.

Der Islam an sich ist wirklich nicht das Problem, ist er doch theologisch unpeppig und realexistierend im diskursiven Austausch mit den Sphären der Politik, Wirtschaft (auch der westlichen) Garant für Vermüllung und Verarmung einerseits (bspw. Ägypten, Somalia) sowie Stütze für schwerreiche, menschenfeindliche, kultur- und geistlose Trash-Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien etc andererseits.
In Deutschland ist noch ein wenig christlich-abendländisches Erbe erhalten, das gerade natürlich verscherbelt wird wie Omas Silberbesteck oder zum Girls Day einfach mal pink angeleuchtet wird.

Meine These daher: Ein politisch souveränes, kultur- und volksbewusstes Deutschland könnte gut mit 20 Millionen Muslimen unter sich leben, müsste es aber auch nicht.
Adorján Kovács
10. Oktober 2016 23:44
Merci! Das war schnell! Schmitt lese ich gerne nach. Bat Ye'or und ihre eigenen Dhimmis? Verstehe ich nicht. Dass die Methode von Hartmut Krauss nicht Ihr Ding ist, war mir schon klar, aber der Hinweis sollte den m. W. einzigen und letzten Linken benennen, der beim Islam nicht in antirassistisch befeuerte Begeisterung verfällt, sondern aus anderer Richtung ähnliche Schlussfolgerungen zieht wie K. Schachtschneider. Das will etwas heißen.
Kantkopf
11. Oktober 2016 00:13
@ Stil-Blüte

Sie haben unrecht. Dem Moment dürfte es ziemlich egal sein, wie man ihn nennt. Aber wenn schon: Mir wäre dann der sperrige 'Kipp-Punkt' lieber. Wie hübsch da die Konsonanten knallen ... Aber zum Teufel! Worüber diskutieren wir hier eigentlich?
Karl
11. Oktober 2016 00:15
Das Totschlagargument "Demographie/demographische Entwicklung" sollte grundsätzlich in Frage gestellt werden. Hohe Bevölkerungsdichte, adverse Lebensbedingungen und kinder-/familienfeindliche Ideologie erzeugen geradezu Geburtenrückgang. Jedenfalls unter Gesellschaften in denen Kinder keine materielle Lebens-/Alterssicherung darstellen. Und das ist eine gesunde Antwort. Gesellschaften könnten dann gesunden. Wozu immer mehr, schneller, besser, höher, weiter...? Weshalb immer mehr Menschen in Deutschland? Und unter lebenswerteren Bedingungen könnten wieder gegenläufige Prozesse mit sehr langer Dauer einsetzen. Oder rechnet die "exakte" Wissenschaft der Demographie da anders?
Henry Steyer
11. Oktober 2016 00:21
Wie Guillaume Faye sagte, wenn die Äste agbeschlagen sind, solange die Wurzel besteht, kann der Baum wieder erwachsen. Somit stellte er den Bezug zwischen Rasse und Kultur dar. Und Jared Taylor: "Ich möchte, dass meine Urenkel ähnlich wie ich Aussehen", und in seiner Rede in Budapest: "Wir müssen das europäische genetische Erbe verteidigen". Während die Linke eine rassen Politik betreibt, in der Form ihrer Verneinung, will die Rechte über die Kultur wirken, die nicht mehr existiert. Antirassismus heisst, die Rassen zu zerstören, und Rassimus sie erhalten zu wollen. Wenn dieser Schalter umgelegt wird, können neue Zweige spriessen. Damit dieses geschiet, muss verstanden werden, dass zwischen Patriotismus und Nationalismus einen qualitativen Unterschied gibt, dass der Boden das Blut nährt und wenn umgekert, nur an manche Orten und zur mancher Zeit. Dass die Geschichte nicht falsch geschrieben ist, sondern die Reinfolge in der sie gelert wird, vom Kind zum verantwortungsbewussten Erwachsen. Das Problem liegt auch tiefer als die NS Vergangenheit, nämlich in einer teleologischen Fehldeutung des Darwinismus: Der Glaube, den auch die Linken haben, dass nur eine Rasse bestehen kann. In der Bhagavad-Gita, von der immerhin Goethe im alter meinte, es sei das Buch das im am meisten gegeben hat, steht es anders. Vielleicht meinte Houellebecq das selbe, wenn er sagte, dass Nietzche überwinden werden muss.
Die Islam Kritik, aber auch die des Globalismus sind allein genommen Ausflüchte.
Korporal Trim
11. Oktober 2016 00:25
"Hirngespinst" war hier von Anfang an eine falsche, irreführende Bezeichnung. Fest ist weder dumm, noch naiv und auch nicht verrückt; vielmehr ein professioneller Medienmensch, was vielen hier sicherlich nicht schmeckt.
Sollte die in Gang gesetzte Diskussion, die hier sehr ertragreich geführt wird, noch etwas weitere Kreise ziehen und in noch ein paar mehr dösende deutsche Gehirne einsickern, wäre ein Beitrag zur Bewußtwerdung der Lage in einem Ausmaß geleistet, von dem der Otto-Normal-Kommentator, vor seiner Tastatur hockend, nur träumen kann.
Andreas Walter
11. Oktober 2016 01:47
Ist es ein Volk, eine Interessengemeinschaft, eine Religionsgemeinschaft, eine Ethnie (damals sagte man noch Rasse dazu)? Ähnliche Diskussionen wurden daher auch hier in Europa schon mal geführt. Die VSA reduziert in so einem Fall dann einfach ihre Einwanderungsquote. In den 1880ern erst die für Asiaten (Chinesen) und später dann, in den 1920ern, auch noch die um arme und ungebildete Ost- und Südeuropäer draussen zu halten (wodurch dann auch viele arme und ungebildete Ostjuden ab 1924 in Westeuropa festsassen, die aus der Pale of Settlement erst vor den Russen, dann Andere vor den Kommunisten und später auch aus Polen in den Westen geflohenen oder ausgewandert waren).

https://de.wikipedia.org/wiki/Chinese_Exclusion_Act

https://de.wikipedia.org/wiki/Emergency_Quota_Act

https://de.wikipedia.org/wiki/Immigration_Act_von_1924

Kurz darauf kam 1929 dann die Weltwirtschaftskrise, die jedoch die Deutschen wie auch schon der 1. Weltkrieg viel härter getroffen hat als die VSA und auch schon davor die "Goldenen Zwanziger" deswegen vor allem für die VSA gülden waren. Rassismus aber war zu dem Zeitpunkt noch in allen Industrienationen die Norm, in den VSA sogar noch bis in die 1960er. Wobei es natürlich auch schon damals immer auch um Kultur, politische Macht und um Eigentum (Geld, Rechte und territoriale Fragen und Ansprüche) ging, die heute im Vordergrund stehen.

Die beinahe "Insellage", "Randlage" der VSA, ein Merkmal übrigens, das auch andere Territorien des ehemaligen Britischen Empires kennzeichnet, besitzt und besass Deutschland jedoch nie und auch Österreich-Ungarn nicht. Daher ist auch diese Diskussion jetzt nichts neues, fand sie in Zentraleuropa auch schon in Zeiten der Reformation statt, damals noch auf subnationaler Ebene, und das hauptsächlich zwischen Christen und Christen, wie es auch jetzt im ganzen Nahen Osten Dispute über den richtigen Weg des Islam gibt, und auch darum Krieg. Der Vorwurf des Rassismus gegenüber den Neuen Aufrechten, also deutschen wie auch europäischen Patrioten, ist daher reine Propaganda bestimmter Interessengruppen mit der Absicht, andere, niedere Beweggründe ihrerseits zu verschleiern. Aus ihrer Sache daher eine Gerechte, Gerechtfertigte machen zu wollen ("Heiliger Krieg"), während sie gleichzeitig die Motivation ihrer Opfer falsch darstellen um sie dadurch zu diffamieren und zu dämonisieren. Also andere erniedrigen (unterwerfen, klein machen wollen) und sich selbst gleichzeitig dabei auch noch erhöhen (gerne sich darum auch empören, sich selbst damit auf eine Empore stellen, heben).

Das sind daher alles nichts weiter als klassische jedoch scheinheilig verbrämte Rangordnungs- und Territorialkämpfe, und über etwas anderes sollte man darum auch nicht mehr reden. Denn es gibt nichts lebensbejahenderes, natürlicheres und nachvollziehbareres als das eigene Leben und die eigene Existenz, sich selbst, die Seinen und den eigenen Lebensstiel mit allen dazu notwendigen Mitteln zu verteidigen. Ich hadere dabei doch auch nur noch mit meinem eigenen Glauben doch verurteile niemand, der dafür kein Verständnis mehr hat. Ein Teil von mir schämt sich deshalb sogar dafür, dass ich nicht über meinen Schatten springen kann, ich mich vielleicht sogar aus Feigheit hinter meinem Glauben verstecke. Oder ist es mein Hochmut der mir verbietet, die Existenz anderer Menschen auszulöschen zum Schutz der Meinen? Weil ich mich dazu nicht herablassen möchte? Bin ich also vielleicht der religiöse Fanatiker, der darum lieber schweigen und sich raushalten sollte?

Konnte darum, wollte darum auch Merlin des Schwert nicht selbst wieder aus dem Stein ziehen? Weil er sich im Gegensatz zu einem Unschuldigen damit versündigt hätte? Oder warum hat Jesus nicht den ersten Stein geworfen?
Winston Smith 78699
11. Oktober 2016 02:10
@ Kantkopf
Die Deutschen haben noch nicht mal angefangen. Es ist an der Zeit, Farbe zu bekennen. ... Die erneute Teilung Deutschlands ist eines von mehreren Szenarien, die in Betracht zu ziehen wir uns nicht scheuen dürfen, wenn wir Realisten bleiben wollen. Es könnte durchaus sein, das sich einige Bundesländer zusammen neu organisieren, um ein Übergreifen völlig desolater Zustände auf ihr Landesgebiet zu verhindern.

@ The PetSchmi
Mitteldeutschland (im Sinne der ehemaligen DDR) könnte künftig als „Reservat deutscher Kultur und Lebensweise“ dienen,

So lasset uns doch endlich mutig und ehrlich werden und frech ausrufen den schmerzhaftesten Wettstreit der Sänger. Ein jeder spreche, schreibe für die Region, an der sein Herz hängt, und erkläre, warum es gerade sie zu retten gilt, zu halten und zu schützen. Ich sage: der Dom ist wohl ausgemessen, er kann in einer besseren Zukunft wieder erstehen. Köln wird ja ohnehin fallen, Leverkusen und Bonn wohl mit und der Pott natürlich zuerst (glauben Sie mir: dort ist nichts; Sie brachuen nicht nachsehen - Sie werden nichts finden dort) - aber haltet mir bitte Xanten und Münster und Aachen! Vergeßt Pforzheim, betrauert Karlsruhe und Stuttgart, aber rettet mir Heidelberg! Und Tübingen bitte, Jena und Halle. (Na klar: Weimar) Was aber ist an Darmstadt, Mannheim-Ludwigshafen oder gar Frankfurt unersetzlich, was an Hannover oder Oldenburg oder Göttingen? Kiel, Flensburg? Was ist an Würzburg noch echt, was an Berlin? (Zu Dresden jetzt nichts.) Über München und Hamburg bin ich mir nicht klar, aber Nürnberg (schwierig wegen Fürth) und Lübeck sollten bewahrt bleiben, Bremen vielleicht. Ingolstadt? ... Ich selbst werde mich mit allem Herzblut in die Bresche werfen für: Passau, Böhmerwald, Regensburg, Stiftland, Steinwald, Fränkische Schweiz und Alb, Fichtelgebirge, Egerland (sic.). Mitstreiten will ich für Erzgebirge, Thüringer Wald und Vogtland, wenn ich darf. Hoffentlich finden Harz und hessisches Bergland ihre Fürsprecher in Oden, und Naumburg und Wittenberg. Warum aber nicht auch ein Nürburgring, ein Eifelteleskop oder ein Acker in Wacken? Sind Spessart und Westerwald es wert zu sterben, ist es noch die Heide, ist es das Ries? Die Märchenschlösser schleift oder verkauft, aber rettet die Eltz und die Wartburg! Von solchem Streit in Hymnen um Leben und Tod wünsche ich mir anderes als eine schnöde Kür von Siegern. O, und wenn erst die Trauer um die Verlorenen anhebt, in Elegien ... o erhabenes Gasometer, totziger Förderturm, Zeche der Müdigkeit, Trinkhallenpampa und grausiger Schacht in die schwarze Mitte der Welt, o reiche Speicherstadt und zerfetzter Hafen der Erzählungen, o schweigsam sonnengeflutete Fuggerei, frisches altes Land, stilles, gutes Knoblauchsland im Nebel ...
Thomas Wagner
11. Oktober 2016 03:15
@Marcus Junge

"Ansonsten vermisse ich noch die Aussage von Herrn Fest zur USA/Nato,........(mir ist klar, dass dies ein anderes Thema ist,.........)

Ich meine, da gibt es sehr wohl einen Zusammenhang. Fest moechte gerne an den Symptomen der Masseneinwanderung herumdoktern, um dann kurze Zeit spaeter (die Junge Freiheit berichtete) die Nato als "Wunderwerk" zu bezeichnen. Desweiteren hat er auch schon in frueheren Wortmeldungen Antiamerikanismus (fuer ihn allem Anschein nach gleichbedeutend mit Amerikakritik) scharf kritisiert. Fest zeigt hiermit ueberdeutlich wes Geistes Kind er ist. Er ist und bleibt ein Transatlantiker, also ein Befuerworter des Vasallenstatus Deutschlands.
Die von Fest so ueberschwenglich gelobte Nato ist doch nichts anderes als der bewaffnete Arm der sogenannten Westlichen Wertegemeinschaft/WWG (Aliasbezeichnung fuer das informelle US-Imperium mitsamt seinen Vasallenstaaten). Die Tatsache, dass Deutschland ein Teil dieses US-Imperiums ist - man nennt diesen Zustand im BRD-Neusprech "Westbindung", welche in diesem Staat wohl als das Allerheiligste gilt - ist doch ueberhaupt erst die Grundlage fuer die unter dem Banner von Multikulti gefuehrte Politik des grossen Volksaustauschs.
Die Multikultiideologie, genauso wie bspw. der Genderwahnsinn, sind doch Ideen, welche vom US-Multikultistaat in die ihm untergeordneten Vasallenstaaten ausgestrahlt sind. Eine sehr wichtige Rolle hierfuer, d.h. als Transmissionsriemen und Multiplikatoren, nehmen die transatlantischen Netzwerke ein, wie z.B. Atlantikbruecke/American Council on Germany/German Marshall Fund of the United States, Aspen Institute, American Academy/Atlantische Initiative/Deutsche atlantische Gesellschaft/Deutsche Gesellschaft fuer auswaertige Politik etc.
Diese Netzwerke sind weiterhin wichtige Kaderschmieden der Globalisten und des dahinter stehenden transnationalen Kapitals, als deren politisch/militaerischer Dienstleister die USA fungieren. So berichtet der American Council on Germany (ACG) auf seiner Webseite bzgl. der angebotenen "young leader alumni-Programme" unter Hauptziele, dass die dort eingebundenen Fuehrungskraefteschueler spaeter Schluesselpositionen in Regierungen, internationalen Konzernen, Banken, Presse etc. einnehmen werden. An anderer Stelle werden diese Nachwuchskraefte als "future global leaders" bezeichnet. Man braucht nicht viel Phantasie um sich auszumalen, wie die volksfeindliche Multikultiideologie sich mittels solcher Netzwerke, als Teil der imperialen Herrschaftsstruktur/-mechanismus, in Deutschland und anderen Laendern der WWG in allen relevanten Bereichen ausbreiten konnte. Der US-Geopolitiker Zbigniew Brzezinski nennt dies in seinem sehr lesenswerten Buch "The Grand Chessboard" ein System der indirekten Herrschaft. Als Fazit kann man in aller Kuerze sagen, dass Deutschland ohne die generationenlange Einbindung in die WWG, mitsamt der daraus folgenden Beeinflussung seiner Eliten, das fuer unser Volk lebensbedrohliche Problem des Volksaustauschs (ganz gleich, ob mit oder ohne Moslems) ueberhaupt nicht haette.
Roman.U
11. Oktober 2016 03:18
Zum Christentum:

Von den Ostkirchen sind mir keine globalistischen Positionen bekannt. Der Katholizismus steht und fällt mit dem Haupt. Der Protestantismus ist hingegen weitestgehend steril. Ikonen in deutschen Stuben sind aber kaum zu erwarten. Von daher ist es müssig für diese Probleme christliche Hilfe zu erwarten. Das Gerede von der "totalitären" Ideologie unterstreicht die Hilflosigkeit einer Gesellschaft, die mit Religion nicht mehr umgehen kann.

Der gesellschaftliche Aufbau, die gesamte staatliche Praxis in Europa sind mit dem Christentum verwoben. Ein Verfassungspatriotismus der ohne eine Mindestanzahl von Trägern der ursprünglichen Kultur, Ethnie und Religion auskommen kann, ist naiv. Poppers offene Gesellschaft hat es so nie gegeben.

Ja, es ist tatsächlich ein Hirngespinst. Der alte Bildjournalist möchte, dass die Leute an die Demokratie glauben, also an einen Prozess. Das wird als gesellschaftlicher Kitt nicht ausreichen. Über Jahrzehnte hat man immer mehr Balken weggeräumt, um Platz zu schaffen. Nun wackeln die Tore Angesichts des Rammbocks. Ja, leider ist der islamische Rammbock nicht so fragil wie die christliche Säule.

Zuerst über Jahre selbst, bei Springer an allen Ecken zur Destabilisierung beitragen und nun ein Klagelied anstoßen. Er kann sich vielleicht mit dem Gedanken trösten, dass die Freiräume inzwischen so gross sind, dass die Konstruktion gute Chancen hat, auch die Angreifer unter sich zu begraben.

Sind von dem Herren irgendwo Worte des Bedauerns zu finden? Die aktiv betriebene Verblödung der Bevölkerung hat die jetzige Situation ja erst ermöglicht.
Stil-Blüte
11. Oktober 2016 03:19
@ Kantkopf
zum Teufel, worüber diskutieren wir hier eigentlich?


...über Um-Sturzvielleicht?
Skylla
11. Oktober 2016 04:05
Neuer Aspekt: ich fand es überraschend, wie weit draußen Fest seinen Pflock einschlug; die Grenze des Sag- und Denkbaren sehr weit absteckte. Könnte es nicht ein wagemutiger Versuch gewesen sein, geächtete Themen/Begriffe durch taktische Überspitzung in die öffentliche Diskussion einzuschleusen? Der Rezipient stutzt: 'Was ist denn hier los?' Wenn er dann n-a-c-h-dächte - das wäre die Intention des provokativen Vorstoßes -, käme er vielleicht zu anderen Antworten als der diskursive Hegemon, selbst wenn er Fest nicht zustimmte. Ich hoffe mal, dass Fest - den ich bisher als kluge Persönlichkeit wahrnahm - seinen Vorstoß so oder ähnlich konzipiert hat. Rein inhaltlich schienen mir die Aussagen überzogen; mich interessiert ohnehin der hier eingebrachte methodische Aspekt mehr; mit Blick auf die Deutungshoheit über die Begriffe als zentraler Frage der Herrschaft.
Andreas Walter
11. Oktober 2016 05:40
Ohne Worte. Da wundert mich nix mehr:

http://www.info-direkt.eu/fluchthelfer-in-made-by-us-think-tank/

Oder auch das hier. Was soll man dazu bitte noch sagen? Willkommen?

http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/ashura-2016-when-is-it-self-flagellation-begins-shia-muslims-islamic-world-religious-festival-a7354271.html

Vielleicht sollten mal linke und auch liberale Eltern folgendes ihren Kindern zeigen und dann versuchen zu erklären, wie und warum solche Menschen ausgerechnet eine Bereicherung für unsere Gesellschaft sein sollen:

https://www.youtube.com/watch?v=SJxGhsGln0w

Was für gewalttätige und rohe Menschen sind das? Deshalb auch Kopftreter, Tottreter, Messerstecher, Kopfabschneider, Vergewaltiger? Passt zumindest alles zusammen. Wer sich selbst so behandelt, der behandelt auch andere so.
Milarepa
11. Oktober 2016 06:30
Mein Gott,
der Kampf um Deutschland nimmt doch gerade erst richtig Schwung auf.
Da wollen schon wieder die ersten die Flinte ins Korn werfen.
Es ist halt wirklich ein Bohren eines dicken Brettes.
Geduld ist, wie bei allen Dingen, auch jetzt eine entscheidende Tugend.
Vorwärts.
Meier Pirmin
11. Oktober 2016 06:45
@ML. Sie haben recht: dank dem fruchtbaren Gegensatz der Kaiserlichen und Päpstlichen war die katholische Kirche des Mittelalters nicht im heutigen Sinn totalitär.Das System war grundsätzlich zweihäusig. Für den Ketzer stand manchmal, aber längst nicht immer, ein Ausweg zur Verfügung.


Es war aber schon keine Kleinigkeit, dass bei Kriegen und Konflikten der Gegner jeweils ins Interdikt gesetzt wurde, also Sakramentenverbot als Kriegsführung mit anderen Mitteln. Ein Eingriff ins religiöse Intimleben, eine kollektive Einschüchterung. Dagegen konnte jedoch Widerstand geleistet werden, zu schweigen davon, dass beim Kaiser angestellte Geistliche wussten: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Ohnehin gab es stets kaiserlich gesinnte Bischöfe. Beeindruckend ist aber, dass die Praxis der geistlichen Kommunion, ohne Hostie, beim heiligen Klaus von Flüe wahrscheinlich durch das Interdikt eingeübt wurde, was also das mystische Leben förderte. Noch was anderes: Als bei einem Krieg zwischen Schweizern und Österreichern um 1440 die Schweizer im Interdikt standen, der Gegner nicht, sagte man: die Österreicher sind auf die letzte Ölung angewiesen, nicht wir! Bei der Schlacht bei Ragaz sollen 1 300 Österreicher umgekommen sein (oft im Rhein ertrunken), aber nur sieben Schweizer. Die damaligen Chronisten waren auf eine hohe Opferzahl beim Gegner stolz, man musste mit keinen Kriegsverbrecherprozessen rechnen. Moderne Propagaganda schreibt zur Diskreditierung des Feindes die eigene Opferzahl hoch, hingegen muss die Opferzahl des Gegners, zum Beispiel bei Flächenbombardierungen, nach Möglichkeit kleingeschrieben werden oder wenn schon, mit der Taktik menschlicher Schutzschilde und dergleichen erklärt. Opferzahlen, zum Beispiel Dresden, hatten lange Zeit die Funktion weltanschaulicher Indikatoren. Dies gehörte, im Gegensatz zum Mittelalter, ins totalitäre Zeitalter.
Nero
11. Oktober 2016 06:52
@ Roman U

Sind von dem Herren irgendwo Worte des Bedauerns zu finden? Die aktiv betriebene Verblödung der Bevölkerung hat die jetzige Situation ja erst ermöglicht.


Ich hatte den gleichen Gedanken.

Ein anderer Gedanke ist mir gekommen als ich die erste Seite dieses Artikels las. Als ML beschrieb wie das realistisch aussehen könnte, so ein Islamverbot, ertappte ich mich bei dem Gedanken: hoffentlich kommt es so.
Nicht weil ich Glaube, dass das alles in unserem Sinne geschieht. Da hatten hier ja alle den richtigen Riecher, was Nicolaus Fest angeht. Sondern in der Hoffnung, dass aus dem entstehenden Chaos unsere Chance erwächst.

Die Betrachtung des jetzt ist für uns unbefriedigend. Was aber aus dieser Eskalation hervorkommen kann, das könnte weitaus mehr in unsere Richtung laufen. Mit freundlichen Worten kann man natürlich nichts mehr ändern. Es dürfte allen klar sein, dass Millionen von Vorderasiaten und Afrikanern nicht freiwillig gehen werden.
Insofern hat Fest recht: gute Laune bewahren, die Zukunft gehört uns.
Wird halt schmutzig....
Arminius Arndt
11. Oktober 2016 08:03
Der Islam an sich ist wirklich nicht das Problem, ...
Meine These daher: Ein politisch souveränes, kultur- und volksbewusstes Deutschland könnte gut mit 20 Millionen Muslimen unter sich leben, müsste es aber auch nicht.


Der Islam in großen Dosen ist in Deutschland ein Problem, egal wie volksbewusst die Restdeutschen wären und noch dazu ein importiertes. 20 Mio Moslems in Deutschland sind in 10- 15 Jahren dann 40 Mio. - oder wollen Sie den 20 Mio irgendwas unters Essen mischen, damit es 20 Mio bleiben?

Immer diese gönnerhafte Großzügigkeit - Eine Türkei würde mit 20 Mio Christen Dinge tun, die man sich besser nicht vorstellt ...

Im Grunde genommen ist die ganze Diskussion doch an der Grenze zwischen albern und Wahnsinn.

Man schafft es, mal eben so aus der Atomkraft aus zusteigen, man will es schaffen, schon 2030 Benzin- und Dieselautos abzuschaffen etc. aber man eiert um einen Kult herum, der es für notwendig erachtet, kleinen Jungs am Pimmel herum zu schnibbeln, Tiere zu schächten (Achtung: Das trifft natürlich nicht nur auf den Islam zu) und bei Bedarf eine untreue Ehefrau mit Steinen umzubringen.

Fest hat doch vollkommen recht, dass er einmal weit ausholt - wir landen doch dann eh am Ende wieder eher weiter hinten, als vorne.
SM
11. Oktober 2016 09:05
Eine Frage ist doch: Wird es eine einheitliche Entwicklung in Europa geben? Mir scheint, dass Westeuropa und Mittel/Osteuropa kulturell und politisch zunehmend andere Wege einschlagen. In Osteuropa scheint es einen doch im Grunde mehrheitlich getragenen Willen zum Selbsterhalt zu geben. Dagegen scheint mir Westeuropa, besonders extrem die kulturell protestantisch geprägten Teile, in einem Auflösungsprozess. Alles vermittelt den Eindruck, als ob es im wesentlichen so weiterlaufen wird und der sicher zunehmende vereinzelt aufflammende Widerstand nichts daran ändern wird können. Die mittelfristige Prognose könnte sein: Re-Christianisierung im Osten, islamisches Westeuropa.
Einar von Vielen
11. Oktober 2016 09:06
@ CCCED
Ihre zutreffenden Beispiele, nach denen nur diejenige politische Kraft Einschnitte vornehmen kann, die diese am wenigsten will, halte ich nicht auf die Umvolkung für anwendbar, jedenfalls nicht in dem Sinne, dass es zwar zur Vermeidung des Bürgerkrieges durch linke Korrekturen kommen wird und stattdessen 'nur' zur Umvolkung.

'Nur' Umvolkung wird immer zu Bürgerkrieg führen, weil sich dieser unabhängig von getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen in dem Moment entzünden wird, wenn das neue Machtpotenzial dem der alten Macht entspricht und so ihre unmittelbar erlebbaren Interessen beeinträchtigt. Linke Maßnahmen mögen den Prozessbeschleuniger Terrorismus eindämpfen, aber nicht den Übergriffswunsch der Eindringlinge.
Einar von Vielen
11. Oktober 2016 09:19
@ Andreas Walter
Danke, großartige Beschreibung auch meiner Gefühle. Ich bette mich in die Kuschelhöle der Alltags-Konvention, die ihren Sinn außerhalb des Alltags aber längst verloren hat. Andererseits: Noch bin ich unsicher, ob in diesem Moment bereits Nicht-Handeln oder noch Handeln den größeren Schaden für meine Kleinen verursachen wird.

Aber nicht nur Ihr Beitrag lässt das Wummern spüren.
W. Wagner
11. Oktober 2016 09:58
Der Text von "Winston Smith 78699" erscheint mir in vielerlei Hinsicht bedenkenswert. Er benennt jene Städte (Karlsruhe, Bonn, München hätte er allerdings herausnehmen sollen/können), die ihr Gesicht schon durch Zerstörung und Wiederaufbau verloren haben und zum größten Teil nichts mehr mit ihrer/unserer Kultur zu tun haben. (Das ist bewusst überspitzt gesagt. Aber man weiß auch, dass das so gewollt war und ist.) In meinem Stadtviertel sage ich mir oft, für was soll das noch etwas bringen, ..., aber die anderen - auch den von Winston Smith genannten Orte -, da lohnt sich auch kulturelles Engagement.
Daher liegen in vielen Städten auch noch andere Aufgaben für die Zukunft: ihre bildliche Wiederherstellung. In Dresden hat man sich dahin - dank engagierter Bürger und gegen die Politik - auf den Weg gemacht. Weiteres kann dort noch folgen, denn auch Dresden ist längst noch nicht geheilt.
Hier können weitere Bürgerinitiativen ansetzen, wie in Nürnberg, Hildesheim, Potsdam, ... . Verwiesen sei auch auf die wichtige Stiftung deutscher Denkmalschutz, die viel zu wenige Helfer hat und doch Großes leistet.
Nebenbei gesagt, da "Winston Smith" Bonn erwähnt: In Bad Godesberg, dieser schon fast gekippten, einst gutbürgerlichen Stadt, beginnt sich Widerstand zu regen, ... ... ...
Dietrich Stahl
11. Oktober 2016 10:13
@Kantkopf
„Wer glaubt, die Deutschen (nicht die BRDler) seien am Ende ihres Lateins angelangt, vergibt sich eine gewaltige Chance. Die Deutschen haben noch nicht mal angefangen.“

„So ein Tipping Point aber kann ganz schnell und unverhofft aufkommen, und dann dreht sich der Wind gewaltig. Wir haben es 1989 erlebt.“

„Leise knarrend dreht sich das Steuer. ein Wind kommt auf – die Segel füllen sich …“


Der Wind, der Wind – das himmlische Kind.

Synchronizität: Unsere Beiträge wurden fast gleichzeitig hochgeladen.

Hier ein Gedicht von mir von, ein knappes viertel Jahrhundert alt:


Wind der Veränderung

Jetzt fegst Du durch Paläste
von greisen Diktatoren.
Und wirbelst durch die Lüfte
die Reste von Imperien.

Der Tanz der Zeit wird immer schneller.
Denn machtvoll wehst Du durch die Welt.
Das Windrad der Geschichte
dreht Deine Melodie.

Wenn dann der Wind zum Sturm wird,
bricht er den Frühlingsbaum.
Der Baum des Sommers wird entwurzelt.
Der Herbst lässt los und gibt sein Laub.
Der Winterbaum singt HU*.

Mir bläst Du kräftig ins Gesicht,
wirfst Stolpersteine in den Weg.
Daraus bau ich die Treppe
Auf den heilgen Berg.

Geliebter Freund, ich hör Dein Lied.
Ich sing Dein Lied mit Freude.


* http://www.freiheit-wahrheit-verantwortung.de/wahrheit/
dauersinnkrise
11. Oktober 2016 10:18
Kurze Anmerkung zu Fests "Moscheen verbieten": Es geht Fest ausdrücklich um die öffentliche Zurschaustellung von Symbolen jeden Totalitarismus. Dazu gehören ganz sicher auch Minarette und stilechte Moscheen überhaupt. Dazug ergänzend möchte ich noch die Namen derselben nennen, die ja bekanntlich häufig von verehrten Schwerverbrechern stammen. Unglücklich ist lediglich, wenn er es so gesagt hat, das "schließen". Wie Herr Fest an anderer Stelle einräumt, kann und soll man ja die gemeinsame Religionsausübung nicht behindern, außer eben im öffentlichen Raum, sofern sie als verfassungsfeindlich angesehen werden muss.
Im Übrigen erscheint es durchaus sinnvoll, dann und wann auch mit unrealistischen Maximalforderungen an die Öffentlichkeit zu gehen: Im politischen Entscheidungsprozess wird sowieso jedes Ziel geschliffen, auch in der AfD. Hauptsache die Richtung stimmt...
Vexillifer
11. Oktober 2016 10:27
@ schwebchen
Der Islam sei nicht totalitär, aber: „… vielmehr ein im Prinzip holistisches System, das sämtliche Bereiche der Gesellschaft zu regeln versucht: Staat und Religion, öffentliche und private Moral, das Verhältnis der Geschlechter, die Rechtsprechung, die Philosophie, die Kunst, die Eßgewohnheiten, die Kleidung usw.“
Ehrlich, das ist für mich eine Beschreibung von totalitär in praxi und nichts anderes.
Geht es hier um einen Streit um Definitionen?


Ja, genau darum geht es, und das ist offensichtlich auch bitter nötig.

Wenn es überhaupt um irgendetwas Substanzielles geht, dann darum, Dinge (wieder) denkbar zu machen. Das funktioniert aber nicht, wenn sich Leser wie Sie mit verschränkten Armen in ihrem ideologischen Gehege niederlassen und wie ein bockiges Kind nicht mehr mitspielen wollen, sobald liebgewonnene Denkschablonen angekratzt werden.

Die oben von Lichtmesz genannten Merkmale genügen mitnichten der gängigen Totalitarismusdefinition – die es ja nicht umsonst auch deshalb gibt, weil dieser Begriff ansonsten (mehrheitlich von interessierten Kreisen) auf restlos alles angewendet werden kann, das sich nicht in reiner Beliebigkeit ergeht.

Dass das nichtsdestoweniger praktiziert wird und der gemeine Buchstabensuppenkonsument daran nicht nur keine Kritik übt, sondern diese Praxis auch noch in Schutz nimmt, gehört zur Tragik unserer oberflächlichen Welt.
Arminius Arndt
11. Oktober 2016 11:16
Kleiner Nachtrag:

Ich bin doch sehr verwundert, wie schnell vermeintliche Rechte und Patrioten große Gebiete Deutschlands quasi aufgeben wollen und den Rückzug ins Reservat Mitteldeutschland antreten wollen.

Wenn man nun diese Diskussion aufgreifen würde (was ich nicht will), dann würde man schnell feststellen - wer hier länger dabei ist, wird es nachvollziehen können -, dass dahinter zumeist nur das alte Ossi versus Wessi Ding steht, was im Jahre 27 nach dem Mauerfall nur noch langweilt und diese Ermüdung und Ermattung nutzt der Gegner schamlos aus.

So geht´s nicht, meine Damen und Herren!
Patrioten stehen für das GANZE Deutschland ein und wünschen sich auch eine weitere Wiedervereinigung mit Österreich und keine Aufspaltung und Kleinstaaterei! Sie würden auch keine 20 Mio Moslems in ihrer Heimat dulden, da es dann nicht mehr ihre Heimat wäre!

Welch Verrat an allem deutschen Denken und den Ahnen von 1683, 1813 und 1848!

PS: Ich hoffe, mir diesen Ordnungsruf in aller Bescheidenheit erlauben zu dürfen ...
Ostelbischer Junker
11. Oktober 2016 11:26
Der Islam ist an seinem Beginn eine antitrinitarische Konfession des Christentums. Mohammed eine sehr viel später erfundene Figur, die man aus dem Wort muhammad (ein arabisches Attribut für Jesus) konstruierte. Der Koran ist ursprünglich ein christliches Lektionar (Kompilation des neuen Testaments).
Es handelt sich bei dem mohammedanischen Islam (also Koran plus Hadithen) tasächlich um eine reine Mordes, Vergewaltigungs und Raubideologie. In späteren Jahrhunderten mag der Islam dann zur Religion geworden sein, nun ist er wieder zum großen Teil Ideologie.
Doch auch wenn die bei uns lebenden Wüstensöhne und Hochlandhirten ihrem Unglauben abschwörten würde ich sie doch zum großen Teil (von einigen können wir, auch genetisch profitieren) rauswerfen. Denn ja, das Problem ist nicht ihre Ideologie sondern ihre Anwesenheit im Zuge des Austauschs.
Deutschland ist ein reiches Land. Wir können Ihnen in Anatolien Schlösser bauen und bleiben es. Wir schaffen das!
Peter B.
11. Oktober 2016 12:40
Zu Fassbender: An sich ein Mann, den ich sehr schätze, allerdings hat er ein falsches Bild vom Islam, welches sich wohl hauptsächlich aus seinen Erfahrungen in Russland speist.
Was die Islamisierung Westeuropas angeht, liegt er gänzlich falsch und seine totale Kapitulation vor der demografischen Entwicklung empfinde ich als erbärmlich.
ruewald
11. Oktober 2016 12:58
Eine sehr klare, profunde und vielschichtige Analyse von Herrn Lichtmesz. Es lohnt sich, die Kernaussagen nochmal zusammenzustellen und im Gedächtnis zu behalten:

1. Das eigentliche Problem ist und bleibt ... der Bevölkerungsaustausch durch den Import außereuropäischer Völker, seien sie muslimisch oder nicht.

2. Wer der Meinung ist, daß der Islam „nicht zu Deutschland gehört“ und seine Ausbreitung eindämmen will, muß letzten Endes die nationale und ethnokulturelle Identitätsfrage stellen.

3. Man kommt letztlich an der Frage nach der Re-migration nicht vorbei.

4. Der Islam ist .. ein im Prinzip holistisches System, das sämtliche Bereiche der Gesellschaft zu regeln versucht.... (und) der eine starke Gruppenidentität und -solidarität stiftet ....

5. Aus identitärer Sicht fördert der Islam erheblich die Dynamik des Großen Austauschs. Die Islamisierung ist nur sein Katalysator, seine Folge und Begleiterscheinung.

6. Sehr hohe Geburtenraten.

7. Eines Tages wird der Bevölkerungsaustausch völlig abgeschlossen sein, und dann gibt es auch keine „bundesrepublikanische Gesellschaft“ mehr.

Hinzufügen würde ich noch aus dem treffenden Kommentar von
@ Der_Jürgen :

8. Der Kampf um die Bewahrung des Volkes und seiner Kultur und Tradition sollte als kleinster gemeinsamer Nenner alle patriotischen Kräfte, ob christlich oder nicht, zusammenführen.


Einige ergänzende Bemerkungen:

zu 1, 2, 3, 5: nicht der Islam ist das alleinige Problem, sondern der Große Austausch - auch die Masseneinwanderung christlicher Schwarzafrikaner wäre nicht akzeptabel;

zu 4: die große Stärke des Islam ist, im Gegensatz zum heutigen Christentum, daß er holistisch = integral = total eine ganze Lebensform umfaßt; damit ist allerdings die Tendenz zum Totalitarismus verbunden;

zu 6. wenn Herr Lichtmesz schreibt "die Geburtenraten islamischer Völker sind um einiges höher ...", dann klingt das m.E. zu verharmlosend. In Wirklichkeit ist das Bevölkerungswachstum dramatisch und beschränkt sich nicht auf islamische Länder: es verdoppelte (!) sich bis 2010 die Bevölkerung z.B. in Syrien (vorw. islamisch) bzw. Nigeria (islamisch und christlich) bzw. Kenya (vorw. christlich) innerhalb einer Generation (25 - 30 Jahren) und vervierfachte sich innerhalb von zwei Generationen. Mit dem Wachstumsdruck wird der Migrationsdruck steigen. Es wäre Augenwischerei, im Zielland kurzfristig eine deutliche Senkung der Geburtenrate zu erwarten.
Paul
11. Oktober 2016 13:09
Bitte seien sie mir nicht böse aber hin und wieder - und gerade ist das so - erinnert mich das hier an einen Debattierklub auf der Eisscholle. Hervorragende Analyse ? Ja ! Aber ungefähr so hilfreich wie das Gutachten eines Pathologen, welches Auskünfte über die Todesursachen des Verstorbenen liefert. Was ist denn nun zu tun ? Kann überhaupt noch etwas getan werden ? Ist der Islam das Problem?
Es gibt ebensoviele Papiermuslime wie Karteileichen unter den Christen. Die Kölner Silvestermuslime waren zum grossen Teil betrunken und verhielten sich schäbig, in vielfacher Hinsicht unislamisch - aus Sicht eines konservativen Moslems. Es gibt allerdings soviele verschiedene Islame, wie es Muslime gibt.....und die besagten Muslime auf dem Papier.
Glaubenskonflikte sind immer vorgeschobene Konflikte. Dies gilt realpolitisch wie tiefenpsychologisch. Christ oder Moslem oder Hindu oder sonst was...darum geht es nicht. Es geht immer nur darum : Wir oder die anderen! Dieses wir brauchen wir überhaupt nicht weiter zu definieren. Jeder Maurer, jeder Bäcker, jeder Metzger, jede Hausfrau weiss was ich damit meine. Eine geisteswissenschaftliche Definition braucht es nicht. Es sind die gemeinsamen Traditionen, Blut und Boden. Das macht uns zu denen, die wir sind und es macht die, die nicht so sind, zu den anderen.

Der Islam ist nicht das Problem. Herr Fest liegt völlig daneben, intellektuelle Klimmzüge hin oder her. Wir sind schlicht und ergreifend zu wenige von unserer Art, um die Weltgeschichte weiterhin massgeblich beeinflussen zu können.

MEHR KINDER, mehr Kampfgeist und mehr Mut zur Verteidigung des eigenen. Der Islam interessiert mich nicht im geringsten. Nicht die Stärke des Anderen, sondern die eigene Stärke entscheidet den Ausgang einer Schlacht !
Brandeburger Sandstein
11. Oktober 2016 13:10
Was spricht denn eigentilch gegen eine Zuschärfung? Lassen wir die Einwanderer doch endlich mal auf Probleme, nicht offene Gesichter, prallen. Wenn dann 10% der 4 Millionen gewaltätig werden, es zu Auschreitungen kommt, na dann hat der Rechtstaat doch die Mittel um diejenigen zu bekämpfen. Und wer über doppelte Staatsbürgerschaften verfügt bekommt dann eben die Deutsche entzogen und kann sich mal getrost aus dem Land stehlen. Also, klippp und klar, entweder wir fangen jetzt endlich mal an, oder wir lassen es. Und diskutieren weiter, "was schöne oder unschöne Bilder" produziert. Als ob es darum ginge wie uns irgendjemand wahrnimmt. Ich kringel mich gleich weg! Den Antideutschen muss klar werden, dass wir bereit sind, dass zu Ende zu denken, und auch zu fechten. Wer Fisch essen will, muss einen Angeln und totklöppeln. Wer auf die Jagd geht, muss auch das aiswaiden lernen. Scheint mir, als ob genau das fehlt: Durchsetzungswille. Den kann man auch nicht trainieren, er ist da oder nicht. Mit wohlfeilen Argumenten macht man einen Araber nicht zum Deutschen, und aus dem Islam keine private Religion. Aber gut vielleicht muss auch einfach ALLES noch schlimmer werden, bevor der eine oder andere Intellektuelle das einsieht. Bin übrigens kein Freund von Fest, noch weniger aber von der Sezessionsezessionsezession. Sorry!
Paul
11. Oktober 2016 13:29
Nachtrag: Die Abgrenzung des eigenen Ichs und die damit verbundene "Ausgrenzung" des Du, sind Grundvoraussetzung für die Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit. Jemand sieht anders aus , riecht anders, verhält sich anders, ob er zu mir gehört oder den meinen, entscheide ICH. Nur wer so souverän selektieren kann, erhält die eigene Art zu leben und das eigene Volk.
Metall-Hahn
11. Oktober 2016 13:33
Hier wurde gesagt, Fest sei keinesfalls zu trauen, weil er ein ehemaliger BLÖD-Zeitungsmann und außerdem ein Transatlantiker sei, weil er an der "Westbindung" = Vasallenstatus der BRD auch weiterhin nichts ändern möchte. Das mag wohl stimmten, und tatsächlich würde ich Herrn Fests Weltbild auf keinen Fall zur Übernahme empfehlen. Wenn das aber alles so stimmt, und Herr Fest allerdings kein Verfassungsschutztroll oder dergleichen sein sollte - also jemand der vom System in die Partei geschleust wurde, um sie mal kräftig aufzumischen - dann beinhaltet das gewisse Implikationen, die - wie mir scheint - hier noch nicht bedacht wurden.

Zunächst einmal halte ich Herrn Fest NICHT für einen Agenten des Systems (natürlich kann ich mich auch täuschen), da mir seine Schriften und Reden scharfsinnig, intellektuell redlich und in sich konsistent erscheinen. Wenn Herr Fest aber (weiterhin) Transatlantiker UND (scharfer) Islamgegner ist, dann bedeutet das zumindest den Ansatz und die Möglichkeit einer ideologischen Spaltung im Lager der westgebundenen Herrschaftselite der BRD, nämlich in eine "Islam Appeasment + Open Borders" Fraktion (die derzeitig vorherrschende Sichtweise) und eine Islam- und damit zwangsläufig auch Migrationskritische "Closed Borders" Fraktion (die sich angesichts der immer evidenter erscheinenden Fehlentwicklungen herausbilden könnte).

Da kaum damit zu rechnen ist, dass der Transatlantismus und seine Stellvertretereliten als extrem gut vernetzte Herrschaftsphalanx zeitnah abdanken könnten (alle Parteien und relevanten gesellschaftlichen Gruppen sind damit durchseucht), gleichzeitig aber so schnell wie möglich in irgendeiner Weise umgelenkt werden muss, wenn die Entwicklung der Überfremdung und Islamisierung nicht irreversibel werden soll, kann man eigentlich nur auf ein (notfalls erzwungenes) Umdenken bei den transatlantisch orientierten Kräften setzen. Sicher müsste Deutschland wieder einen eigenständigen Weg gehen, sich auf das Eigene seiner reichen Kultur und seiner verschüttete Identität zurückbesinnen, den ganzen Popanz eines dem deutschen Wesen fremden einseitigen Liberalismus begraben, und das wird mit Leuten wie Fest nicht zu machen sein. Aber um diesen Weg in Zukunft eventuell einmal einschlagen zu können, um nur die grundsätzliche Möglichkeit einer Neugeburt Deutschlands überhaupt ins Auge fassen zu können, muss der derzeitige Migrations- und Islamisierungstrend gestoppt werden, egal wie und mit wem.

Detailfragen, wie die hier diskutierte bildliche Wiederherstellung deutscher Städte, stellen sich überhaupt nicht mehr, wenn in ein bis zwei Genrationen aus Deutschland ein muslimisches Land geworden sein sollte.
Monika
11. Oktober 2016 13:41
Auch ich halte den Islam als Religion in Europa nicht für das Problem.
Die große Frage ist doch ( bzw.war) , was vom Islam als Religion übrigbleibt, wenn er in einer freien Forschung, ergebnisoffender historisch -kritischen Methode unterzogen wird.
Sven Kalisch hat hier klare Positionen vertreten.
Er mußte die Uni verlassen.
https://m.youtube.com/watch?v=K8xxoQAymJc

Es ist, nachdem eine freie Lehre nicht mehr möglich ist, den Islamverbänden überlassen, welchen Islam sie lehren. Und welches politische ( !) Interesse sie damit verfolgen.

Eine andere Frage ist, wie viele Muslime in Deutschland überhaupt von Islamverbänden vertreten werden.
Hier hat die von Schäuble einberufene Islamkonferenz m. E. von Anfang an auf das falsche Pferd gesetzt. Im Anschluß wurde die gescheiterte Islamkonferenz durch die unsägliche Aussage, wonach der Islam zu Deutschland gehört, schöngeredet.
Statt pauschal den Islam als Religion zu verurteilen, sollte man das Scheitern der westlichen Verantwortungsträger ( Politiker, Theologen, Wissenschaftler) zum Thema machen.
Hier hätte ein selbstbewußtes Auftreten von Anfang an viele Mißstände verhindert, die leider immer mehr eingerissen sind.
Nun hat man nicht einmal mehr den Mut zur Korrektur.
Dietrich Stahl
11. Oktober 2016 14:25
@Brandenburger Sandstein
„Was spricht denn eigentilch gegen eine Zuschärfung? Lassen wir die Einwanderer doch endlich mal auf Probleme, nicht offene Gesichter, prallen. Wenn dann 10% der 4 Millionen gewaltätig werden, es zu Auschreitungen kommt, na dann hat der Rechtstaat doch die Mittel um diejenigen zu bekämpfen.“

Das tönt durch und durch falsch.

„Zuschärfung, gewalttätig und Ausschreitungen“ – Ihre Kernforderungen.

Weiter oben habe ich in Bezug auf Herrn Fest, den ich für einen Trojaner der Volksfeinde halte, geschrieben:

„Kollisions- und Eskalationskurs, sowie Verschärfung des Problems – die Lösungsvorschläge … sind die eines „Scharfmachers“.
Wem spielen solche Szenarien in die Karten? Oder: Wem nützt es?“

Und weiter (ein klein wenig aktualisiert):
„Die Umsetzung der subversiven Vorschläge spielt direkt seinen Mentoren und/oder Sponsoren in die gezinkten Karten.“

Mmh, dem gibt es nichts hinzuzufügen.
Monika
11. Oktober 2016 14:56
Deshalb greift die Forderung von Nicolaus Fest, alle Moscheen pauschal zu schließen, zu kurz. Es würde zudem auf der einen Seite bestimmte Verfassungsfragen aufwerfen, die vorab abschließend geklärt werden müßten, und auf der anderen Seite in der Umsetzung sicherlich für unnötigen gesellschaftlichen Unfrieden in einer derzeit ohnehin bereits sehr angespannten Situation sorgen.

Dr Alice Weidel

Sehr geehrter Herr Fest,
da muß mal wieder eine Frau das feintuning machen:

https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/kein-zurueckweichen/
Arminius Arndt
11. Oktober 2016 14:57
Nach dieser Logik kann nur der Linken die Rolle zufallen, wirksame Maßnahmen gegen Islamisierung oder Immigration durchzusetzen


@CCCED

Ihre These hat meiner Meinung nach etwas für sich. Mit islamischen Zuwanderern holt sich das Land genuine "Fortschrittsverweigerer" ins Land. Menschen, die Familien haben wollen und etwas gegen Homos und Lesben haben, noch dazu an einen Gott glauben, sprich irgendwie antiemanzipatorisch sind. Das müsste unter normalen Umständen gerade den Zorn der Linken hervorrufen und erklärt die - auch hier im Forum doch latent immer wieder mitschwingende - klammheimliche bis offene Sympathie, welche seitens der Rechten dem Islam entgegengebracht wird (Nach dem Motto: So lange der Islam sich nicht mit den Kameltreibern in unserem Land ansiedelt, ist er ok).

Das Paradoxon, dass gerade die, die am meisten etwas gegen eine Religion wie den Islam haben müssten, diesen im Namen einer vermeintlichen Toleranz aber bis auf die Klauen verteidigen, wurde schon öfter beschrieben und kann eigentlich auf den ersten Blick nur damit erklärt werden, dass die Linken - salopp formuliert - entweder von der New-World-Order gekapert wurden oder einfach übergeschnappt sind und meinen, wenn die Leute mal alle hier sind, werden sie sich den Segnungen des Kulturmarxismus nicht verweigern können, sprich rund geschliffen werden. Es erklärt aber, warum es Linke, wie bereits Genannte, gibt und auch Liberale und Konservativ-Liberale, wie eben Herrn Fest, die dezidiert gegen den Islam sind.

Vor diesem Hintergrund sehe ich eine "Querfront" gegen die Islam eher zwischen genannten Positionen als mit einer traditionalistisch denkenden Rechten, die mit dem Islam offenbar nur dann ein Problem hat, wenn er von Ausländern ins Land gebracht wird. Wie stehen denn die hiesigen Islamversteher dazu, wenn die Missionierungsbemühungen Erfolg haben würden und auf einmal eine große Menge einheimischer Deutscher sich zum Islam bekehren würden? Wäre dann der Islam in Deutschland ok, nur weil er antimodern ist und nun von Deutschstämmigen gelebt wird?

Um es zusammenzufassen:
Ich sehe im Islam in Deutschland ab dem Punkt, wo er mehr als nur eine Nischenreligion ist, sehr wohl ein Problem, völlig unabhängig davon, dass er von Zuwanderern zu uns gebracht wurde. Auch deutsche Konvertiten wären mir ab überschreiten einer Narrensaumzahl zuwider.

Mit dem Islam ist einfache eine Lebensart und Rechtsauffassung verbunden, die ich nicht tonangebend haben möchte und der ich mich schon gar nicht unterwerfen will. Den Islam kann ich nur solange tolerieren, solange er eine Minderheit darstellt. Der Islam ist aber eine Religion, die sich nur äußerst ungern mit der Minderheitenrolle abfindet.
Sara Tempel
11. Oktober 2016 15:19
@ Kantkopf

"Das Volk erkennt den Teufel nie, selbst wenn er es am Kragen hätte", frei nach Goethe. Bin halt skeptisch, sorry.

@ La vie est belle

2. Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher
Heinrich Brück
11. Oktober 2016 15:41
Es gibt einen politischen Islam, der nicht kompatibel mit europäischen Mentalitäten, streng und geradlinig auf Konfrontationskurs den Islam in Europa zur Staatsreligion machen will.
Hirngespinste sind pluralistische Gesellschaften, wie von Bassam Tibi und anderen im sogenannten aufgeklärten Diskursverhalten gefordert, wenn auch inzwischen als Sekundant aus der Schweiz.
http://bazonline.ch/ausland/europa/die-verdeckte-islamisierung-europas/story/14767918
Die Kriegsdemographie Gunnar Heinsohns dazugedacht, und schon wird die Debatte ehrlicher. Und hier, auf dem Schlachtfeld der Zukunft, könnte Europa auch wieder zusammenwachsen.
Fest spricht von Ideologie, Fasbender von Demographie. Dieses europäische Karussell dreht sich immer nur um die eigene Achse.
Andreas Walter
11. Oktober 2016 15:42
Mir war bis heute noch nicht bewusst, dass die Christenverfolgung womöglich nie aufgehört hat. Zumindest nicht in den letzten 100 Jahren. Das auch ich im Europa des 21. Jahrhunderts immer noch daran gehindert werde, meinen Glauben ohne Einschränkung zu praktizieren, nach meinen Überzeugungen zu leben und deshalb auch die 10 Gebote ohne Einschränkung einhalten zu können. Denn nur aus dem Grund sind/waren überhaupt finstere Kräfte dazu in der Lage, auch hier in Europa Einzug zu halten, konnten sie sich darum auch hier festsetzen und damit auch hier ihr Unwesen treiben. Wozu sie sich der Lüge und Täuschung bedienen und gezielt das Aussprechen der Wahrheit versuchen zu verhindern.

Europa, werden Eingeweihte und miteinander Vertraute sich später darum vielleicht einmal zuraunen, ist nicht am Islam zugrunde gegangen, sondern an den Lügen, die über den 1. und 2. Weltkrieg 100 Jahre lang verbreitet wurden. Der Islam ist darum lediglich wie ein weiteres Raubtier (wie übrigens auch der Kommunismus und Kapitalismus), das mit sicherem Instinkt nur die Tiere ausmacht, die krank und schwach sind und nur diese darum auch angreift. Der Islam und auch sein zunehmendes Unwesen in Europa ist daher auch nur ein weiteres Symptom, nicht jedoch die Ursache der Krankheit, der Kränkung selbst, an der nicht nur Europa, sondern die ganze Welt leidet. Am mehr Schein als Sein. An der unsäglichen, ununterbrochenen Selbstüberschätzung, dem Hochmut, der Selbstüberhöhung und damit automatisch Geringschätzung anderer. Am Geist der Evolution also, am Vater aller Dinge, und am Tod selbst.

Junge Menschen wollen aber leben, was erleben, sich vermehren, sich und die Ihren versorgen, sie sicher wissen, beschützen, unterstützen, sie fördern, ziehen diese darum auch vor, bevorzugen sie. Die, die Ihnen am nächsten, am ähnlichsten sind. Weil sie die verstehen, sich mit ihnen am besten verstehen, weil sie die gleichen Ziele und Werte teilen. Was haben also der Kommunismus, der Kapitalismus und auch der Islam gemeinsam? Sie "verteilen" alle Drei lieber um, lassen andere lieber für sich arbeiten, anstatt selbst etwas zu erschaffen. Ebenso wie auch unsere Elite, eine verlogene, verstohlene Räuberbande, proudly(?) serving you since 1945.

https://www.youtube.com/watch?v=a0BkP5HDWj0

Asha: "das Prinzip Asha im Zoroastrismus als Repräsentation der Wahrheit, der Gerechtigkeit sowie kosmischer Ordnung im Gegensatz zum Prinzip Druj ("Lüge")"

"..., und die Wahrheit wird [auch] euch [darum] frei machen." Johannes 8:32

Also das 9. beziehungsweise 8. Gebot, auch wenn ich mich wiederhole.
Karl
11. Oktober 2016 15:46
@Paul:
"MEHR KINDER, mehr Kampfgeist und mehr Mut zur Verteidigung des eigenen. Der Islam interessiert mich nicht im geringsten. Nicht die Stärke des Anderen, sondern die eigene Stärke entscheidet den Ausgang einer Schlacht !"
Sloterdijk unterscheidet zwischen "Elendsfruchtbarkeit" und "Kampffortpflanzung" (arabische/muslimische Welt). Letztere wäre für die europäische /westliche Welt wohl indiziert. Wie in Israel, wo die Geburtenrate stark ansteigt. Man spricht von einer "demographischen Revolution" s.:
http://www.pi-news.net/2016/08/israels-geburtenwunder-plus-65-prozent/
Allerdings greift die rein quantitative statische Betrachtung eines Ethnos zu kurz. Die differenzierenden Qualitäten möchte ich hier nicht ausbreiten... Da kann man heute ja gut auf Sarrazin verweisen. Die unterschiedliche Lebensdauer und eine langsamere biologische Alterung sind hier außerdem zu berücksichtigende Faktoren. So kann ein Weniger auch Mehr sein. Und weniger heute bedeutet dann morgen mehr.
Wolf Silius
11. Oktober 2016 16:08
@ Paul
Es gibt ebensoviele Papiermuslime wie Karteileichen unter den Christen.

Diese Papiermuslime gibt es gewiß; daß es „ebensoviele“ sind, würde ich nicht zu behaupten wagen. Und wie werden sich diese verhalten, wenn der Bevölkerungsanteil der Muslime wächst und mit ihnen auch der Anteil der Fundamentalisten, möglicherweise sogar überproportional ? Werden die „Papiermuslime“ dann dem Druck, sich den Vorschriften der Scharia zu beugen, beherzter standhalten als die christlichen „Karteileichen“, die sich bereits jetzt partiell anpassen ? Ich bezweifle das.
Herzog Senjarin
11. Oktober 2016 16:20
"Es würde mit großer Wahrscheinlichkeit zu Massendemonstrationen, wenn nicht Krawallen, Aufständen oder gar Terroranschlägen kommen."

Eine Eskalationsstufe, die geeignet wäre, unter nicht wenigen Deutschen einen Bewusstseinswandel zum Thema Islam herbeizuführen oder abzuschließen. Also gelungene Provokation und in gewisser Weise self-fulfilling prophecy seitens Fest, wenn es kein Hirngespinst bleibt (wovon natürlich nicht auszugehen ist). Aus meiner bekanntschaftlichen und familiären Erfahrung heraus muss ich annehmen, dass weder Wachstumskritik noch die klassische Familie oder andere von rechts zu beackernde Inhalte breite Mehrheiten generieren werden. Die Chance sehe ich nur über den Islam-Komplex. Von daher darf sich Fest gerne darin verbeißen.
Andreas Walter
11. Oktober 2016 18:16
Oder auch hier, es ist immer das Gleiche. Muslime sind die Aggressoren:

https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zoroastrierverfolgung&stable=0

Wurden die eigentlich jemals noch irgendwo sonst wieder zurückgedrängt, ausser runter von der Iberischen Halbinsel und raus aus dem Heiligen Römischen Reich? Den Zoroastrismus haben sie ja beinahe ausgerottet, obwohl das mal die vorherrschende Religion in einem sehr grossen Gebiet war:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/56/Map_of_the_Achaemenid_Empire.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Zoroastrismus

Das aber hat der Islam eben nur durch rohe Gewalt vollbracht, diese Religion beinahe zu vernichten, und nicht durch Überzeugung oder Mission. Passt das also zum modernen Europa, zum modernen Deutschland? Gewalttäter, Wölfe im Schafspelz mit einer absolutistischen, gewalttätigen, intoleranten Religion?
Pilgrim
11. Oktober 2016 20:24
Dem Sachverhalt dieses Beitrags ist nichts einzuwenden, natürlich ist Fest oft daneben, wenigstens ungenau und auf jeden Fall unrealistisch. Jedoch: das Interssanteste auf seinem jetzigen Auftreten ist was anderes: er tritt der AfD bei und schon am selben Tag wird darüber in "rechten" Medien berichten. Er bekommt dann drei Äusserungen zu drei politischen Themen in 3 Tagen auf pi-news veröffentlicht, als of es, wie in den guten alten Zeiten, um Programmreden von Gorbatschew in der Prawda handlte. Ein richtig schnelles Beförderungsverfahren! Heißt das vielleicht, der Widerstand hat einen neuen Sponsor (dh. einen "George Soros der bösen Rechten", nur etwas fähiger als Henkel vor drei Jahren) bekommen, und hat nun einen Kronprinz auserkoren?
Wäre an sich nicht notwendigerweise schlecht, allerdings. Denn wie lange kann man mit einem Duo: leichthysteroides Weib ohne eigene intellektuelle Grundlage (und mit einem dubiösen Boyfriend an der Seite)-Westdeutscher Professor mit wahnsinnig schwacher Begabung im Bereich politische Taktik, weitermachen? Es muß eines tages ein richtiger Kopf antreten.
thotho
11. Oktober 2016 20:45
Es zählt einzig der ethnische Standpunkt. Mir ist prinzipiell egal, ob da ein Moslem (oder moslemisch geprägt) oder ein Christ (christlich geprägt) eingeschleust wird.
Burka verbieten? Finde ich nicht. Die frappierende Andersartigkeit/Fremdheit ist doch gut! Das Letzte, das ich möchte, ist zu der seit Jahrzehnten andauernden Masseneinfuhr von Fremden eine stärkere Vermischung mit den Autochthonen.

Alles Nicht-Deutsche muss das Land verlassen, mit Putz und Stingel, Kind und Kegel, mit oder ohne Koran, mit oder ohne Bibel.
Einar von Vielen
11. Oktober 2016 22:09
Der Amplitudenausschlag allein in diesem Forum nach einer kleinen neu eingeführten Größe zeigt das 'Problem' der Rechten: Dass sie keine Kalibrierung hat und zügig wieder zum Ziel strebt, sondern eigentlich höchstens weiß, was sie nicht will.

Ich halte das aber für unproblematisch, denn der Wert des Rechten liegt ja gerade in der Freiheit des Denkens. 'Gemacht' wird die Geschichte ohnehin nicht von Rechten. In einem möchte ich dem Obergenossen H hier posthum zustimmen: Die Geschichte in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf. Weder Linke noch Rechte. Die Geschichte wird schon noch zu uns ans Sofa kommen, ob wir wollen oder nicht.
Brandenburger Sandstein
11. Oktober 2016 22:18
@ Dietrich Stahl

ach ich bitte Sie..sie mit Ihrer UbootTheorie. Was soll das sein, ein schlechter Scherz? Es sind Hardliner wie Fest, die wir brauchen. Leute die die brennenden Lunte noch einmal doppelt legen und damit verkürzen. Es geht hier um Aktion nicht Reaktion, denn das ständige reagieren verschafft Zeit, löst aber nicht die Fragen der Zeit in unserem Anliegen. Übrigens das große Problem aller Reaktionäre. Warten, grübeln, reagieren. Super!Ich fabulier hier übrigens auch nicht dämlich von einem Bürgerkrieg. Den wird es nie geben, allein weil die Bürger hierfür schongarnicht mehr da sind. Was es geben wird sind zahlenmäßige Überlegenheiten. Und das schneller als Sie glauben. Ich leb in Berlin, ich seh die Grundschulen und die fetten Muttis, die werfen als gäbs kein morgen. VOn ua. Ihrem Geld! Darum: alle Mittel sind legitim. Und wenn es eben ein wenig Provokation hier und dort bedeutet. Etwas mehr Bürokratie auf Ämtern für gewisse Ethnien. Dann wird der Firn schnell reißen, glauben Sie mir, und dann tanzen die hier wie die Derwische durch die Straßen und fackeln alles ab. Um Berlin wärs nicht schade, gäbe uns aber endlich die Gelegenheit Maßnahmen zu treffen, die wirklich was bewirken. Und das sind Abschiebungen und Passentzug. Die, die dann bleiben ließen sich integrieren, da wird der Islam kein Problem sein. Abgesehen davon, dass mir jeder Gläubige per se lieber ist, als Deutsche FengShuiFreaks oder Tierschützer, die dann Kinder in der Nachbarwohnung verwahrlosen sehen und nichts unternehmen. Hab selber viel und intensiv gelesen, jedenfalls genügend um zu wissen, dass Bücher das Problem nicht werden lösen können. So bequem der Gedanke auch sein mag. Deshalb: Hardliner, Hardliner, Hardliner. Und dann nicht Distanzieren, sondern einfach mal stehen lassen. Das muss man auch mal aushalten, dann als Rassist oder was auch immer zu gelten. Wenn das der Preis ist, dafür, dass wir unseren Kindern etwas hinterlassen können, das noch grob an Deutschland erinnert: geschenkt!
Th. Wawerka
11. Oktober 2016 22:24
Zarathustra:

Wie kurzsichtig diese Flucht ins Christliche ist, zeigt beispielhaft die Tatsache, daß keiner der SiN-Kommentatoren auf die vom Pfarrer Wawerka erzählte Leidensgeschichte der kurdischen Familie eingegangen ist und insbesondere keiner die Frage gestellt hat, ob es in Ordnung wäre, statt jährlich zwei Millionen Moslems aus dem nahen Osten jährlich zwei Millionen verfolgte Christen (vorzugsweise, wie in der Geschichte, solche mit genetischen Schäden!) aus derselbigen Gegend aufzunehmen.


Lieber Mitforist,

es ging nicht um zwei Millionen. Es ging doch nur um diese eine Familie. Ich musste mich wirklich sehr zusammennehmen, um bei der ganzen bunten Bahnhofsklatscherei nicht zum Zyniker zu werden, aber auf der anderen Seite muss man doch auch mitmenschlich und barmherzig sein: Ja, man muss!
Wenn Ihnen die "Flucht ins Christliche" nicht gefällt, dann lesen Sie Levinas! Oder orientieren Sie sich meinetwegen am makedonischen GröFaZ, der, als sein Lehrer Aristoteles ihm einschärfte, den Unterschied zwischen Griechen und Barbaren allzeit zu beachten, antwortete: "Nichts Menschliches ist mir fremd!"
Wenn Sie noch nie in einer existenziellen Notsituation waren, dann danken Sie Gott. Wenn Sie einmal in eine solche kommen, dann danken Sie Gott, wenn Ér Ihnen Leute schickt, die Ihnen helfen.
Glauben Sie mir, ich weiß, was das bedeutet.
Zarathustra
11. Oktober 2016 23:42
@CCCED

»Tief ins Gefüge der BRD eingreifende Maßnahmen müssen von derjenigen Partei umgesetzt werden, die es am wenigsten will.«


Das ist nur bei den Veränderungen der Fall, die von den globalistischen Auftraggebern der politmedialen Klasse auch gewollt sind. Ob und ab wann ein Stopp der Islamisierung gewollt ist, bleibt eine andere Frage. Gut denkbar wäre, daß die linken Bestmenschen erst dann auf eine solche Idee gebracht werden, nachdem Deutschland genügend »eingehegt, heterogenisiert und verdünnt« (so Joschka Fischer) worden ist und der »point of no return« für die Möglichkeit eines souveränen und identitätsbewußten Deutschland schon erreicht ist.

»Nach dieser Logik kann nur der Linken die Rolle zufallen, wirksame Maßnahmen gegen Islamisierung oder Immigration durchzusetzen.«


Das ist viel zu abstrakt gedacht. Auf die Weise könne man auch räsonieren: »Nach dieser Logik kann nur der Linken die Rolle zufallen, den deutschen Schuldkult zu beenden«… Bei solchen Überlegungen muß man immer die konkreten Motive und die konkreten Machtgruppen im Blick behalten. Außerdem halte ich solche Spekulationen für gefährlich, da sie davon ablenken, daß es bei uns selbst liegt, hier etwas zu unternehmen.

    Zarathustra

P.S. Nicolaus Fest ist mit 99% Sicherheit im Auftrag anderer Mächte unterwegs. Einem Atlantikversteher wie ihm, der selber jahrelang eine Schlüsselrolle im verräterischen Volksverdummungs-Blatt BLÖD gehabt hat, und seither auch keinen radikalen Bruch mit seiner Vergangenheit erkennen läßt, traue ich keinen Schritt über den Weg. Ich hoffe, unsere Kräfte in der AfD sind vor solchen Unterwanderungsversuchen auf der Hut.
Dietrich Stahl
11. Oktober 2016 23:56
@Brandenburger Sandstein
„die brennenden Lunte noch einmal doppelt legen und damit verkürzen.“
„die fetten Muttis, die werfen als gäbs kein morgen.“
„alle Mittel sind legitim.“
„dann tanzen die hier wie die Derwische durch die Straßen und fackeln alles ab.“
„Hardliner, Hardliner, Hardliner.“

Aus Ihren Worten spricht eine gewisse Aufgeregtheit, vielleicht sogar Ärger. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Ärger (mir) nicht gut tut. Übrigens gibt es wissenschaftliche Studien, die belegen, dass Ärger schädlich für das Herz-Kreislaufsystem ist.

Im Diskussionsstrang unmittelbar vor diesem haben Sie sich wohl ebenfalls mehr als gut tut enerviert. Wegen Ihrer Kontrollprobleme (mehrdeutig gemeint) möchte ich mich dem Rat anschließen, den Ihnen dort @Caroline gab (9. Oktober, 21:38):

„Darf ich Ihnen raten, vielleicht einfach was anderes anzufangen anstelle dieses allzu enervierenden Sezessionslesens?“
Meier Pirmin
11. Oktober 2016 23:59
@Wawerka. Danke für diese wichtige Klarstellung.
Michael Schlenger
12. Oktober 2016 00:08
An Monika:

Danke für den überfälligen Verweis auf den Weidelschen Artikel zum Thema in der Jungen Freiheit. Das hebt das Niveau wieder auf gewohnten Standard.

Insbesondere die hier wiederholt vorgebrachte Forderung nach Remigration, der bereits fehlende logistische Vehikel entgegenstehen, nervte etwas.

Eine Sache noch: Herr Fest lässt zwar vielleicht die intellektuelle Klasse seiner Vorfahren vermissen. Immerhin könnte sein vielbeachteter Übertritt zur AfD auf eine beginnende Absetzbewegung machtbewusster jüngerer Kräfte in Richtung AfD hinweisen.

Die Angelegenheit beginnt allmählich spannend zu werden...
Zarathustra
12. Oktober 2016 00:33
@Th. Wawerka

Als jemand, der sich lange mit Heidegger beschäftigt hat, mußte ich mich leider auch zeitweise mit dem geistigen HIV von Emanuel Lévinas auseinandersetzen, da dieser seine merkwürdige Ethik ausgehend von Heideggers Denken entwickelt hat und damit dieses Denken völlig verzerrt und denaturiert hat. Insofern brauchen Sie mich nicht extra auf diese merkwürdige Figur aufmerksam zu machen, ich kenne die Pest zu gut.

Das Interessante bei der ganzen Lévinas’schen Hypersensibilität und Menschentümelei ist allerdings, daß sie einzig und allein für die europäischen Völker bestimmt ist: Als Lévinas in einem Interview gefragt wurde, ob die von ihm propagierte »Verantwortung für den Anderen« nicht auch von einem ganz bestimmten Staat im nahen Osten praktiziert werden müßte, und ob nicht das »absolut Andere«, dem gegenüber man bestmenschlich mitfühlend sein soll, in diesem Fall gerade die Palästinenser wären, erfindet er so merkwürdige sophistische Ausreden, daß einem sofort klar wird, für welchen Opferorganismus sein pseudophilosophisches geistiges HIV bestimmt ist (Das Interview finden Sie in S. Hand (Hrsg.): The Levinas-Reader (1989), S. 294).

Was meine Dankbarkeit betrifft, so lasse ich sie nicht in massenreligiöse Bahnen kanalisieren, insofern bitte ich Sie, mich nicht weiter auf Herrn Godot anzusprechen.

Doch lassen Sie uns im Kampf um Deutschland uns auf unsere Gemeinsamkeiten konzentrieren. Außerdem will ich mit einem so aufrechten und mutigen Ausnahme-Pfarrer wie Ihnen lieber nicht streiten, auch wenn es ein Streit um die Sache ist.

    Hochachtungsvoll,
    Zarathustra
Winston Smith 78699
12. Oktober 2016 00:42
@ Pilgrim

Heißt das vielleicht, der Widerstand hat einen neuen Sponsor [...] bekommen, und hat nun einen Kronprinz auserkoren?
Wäre an sich nicht notwendigerweise schlecht, allerdings.


Firmenerben, Namenserben - die ganze BRD ist voll damit, aller Kulturbetrieb stinkt nach Stall. In der Wirtschaft haben sie nicht den besten Ruf, aber laut und lobreich erzählt wird natürlich von den Ausnahmen, das bringt mehr ein. Wenn wir solche Hanswurste jetzt brauchen, sind wir verloren, weil innerlich verrottet wie eine syphillitische Hofschranze unter aller Schminke. Typen wie ich sind Feinde dieser Elitenwelt, denn sie war immer unser Feind. Dieses Jet Set sagt dem Volk, dass jenes nicht dazugehört zu diesem Land. Und sie sagt es ihm in der dritten Person in Form eines solchen eierköpfigen Nikolausi, sie spuckt auf ein Arbeiterkind wie mich noch in der Existenzkrise aller herab, als gäbe es selbst im Untergang nichts besseres zu tun als den ungleichen Klassenkampf nach unten.

Was aber macht die echte Geisteselite - das sind jene, die nicht einfach erben konnten? Vorbehaltlich einer Widerlegung behaupte ich bestürzt, dass die Schriftsteller

Lutz Seiler
Peter Handke
Patrick Roth
Christoph Ransmayr
Raoul Schrott

durch ihr infames Schweigen seit Sommer 2015 Verrat am Volk, dem Träger ihrer Sprache, begangen haben und diese Sprache daher unverzüglich zurückzugeben haben. (Es stehen ihnen noch genügend andere Sprachen auf der bunten Welt zur Verfügung.)

Und so wird es der abgeseifte Bubi vom Fest auch tun, wenn er nicht vorher schon den Herrenreiter gibt. Vielleicht haben wir es nicht besser verdient, wenn wir nicht aus dieser Unterwürfigkeit rauskommen, dem feigen Anhimmeln von angemaßten Führerfiguren der dritten Ersatzbank noch, wo nun jene arroganten Zöglinge zappeln, die sich ihrer Namenskarriere nicht einmal mehr schämen, wie es angeblich einst zum guten Ton der Sprößlinge gehört hat. Die Verkommenheit dieses dekadanten Demokratieadels schlägt nun hämisch kunstvolle Kapriolen zum virtuosen Beweis seiner Unberührbarkeit und totalen Überlegenheit, seiner Abschottung in goldenen Kutschen. Sie reizt uns nicht weniger als eine beliebige Despotenmaitresse, eine Marie Antoinette, eine Blutgräfin.

Ich stelle mir einen Germanen vor, der über so ein Augsteinchen schallend bis in den Morgen gelacht hätte, gewohnt nämlich, seinen Mann selbst zu stehen, die eigene Hand vertraut mit Axt, Weib und Kinder auf dem Hof, bangend in Erwartung der widerkehr des Vaters nach Abwehr der Eindringlinge. Der weiß, was der Fürst ihm zu tun hat und umgekehrt. Und nicht mehr auch leisten sie sich voreinander - Mann vor Mann. (Ach, wie verklärt ...) Da oben auf dem Bild aber sehe ich nichts als eine parfümierte Blutwurst beim Versuch eines geschichten Wendmanoeuvers mit vorsätzlicher Blendung der staunenden Trottelherde. Hoffentlich kosten mich diese Sprüche nicht dereinst den Kopf - nicht um dessen wegen, sondern weil dies den Sieg der Elite bedeutete.
Roman.U
12. Oktober 2016 01:31
Die Flucht ins Christliche ist mir dann doch lieber als Kopfgeburten wie das Neoheidentum. Zumal Religion Weltanschauung und nicht Mittel zum Zweck ist. Wenn man sich Religion nach ihrer Wehrhaftigkeit gegenüber Eindringlingen aussucht, der sollte gleich die eigene Ethnie zum Gott erheben. Wozu die Fassaden?

Joachim Fest ist sicher kein U-Boot. Er ist lediglich einer dieser BRD-Konservativen, die beruflich ein Zerstörungswerk betreiben und sich privat über die Folgen beklagen. Im klassischen Sinne wäre der Wechsel in Richtung "JF" nach der Rente zu erwarten gewesen. Nun wurde hier aus privaten Gründen anscheinend der berufliche Werdegang eingeschränkt. Außerdem ist das Feld der AfD schon in der Form bereitetet, dass man sich realistische Chancen ausrechnen kann. Von daher kommen die schmissigen Thesen bereits jetzt und nicht nach dem Ruhestand. Der unkommentierte Wechsel von der Bild zum Widestand ist für mich weitaus unappetitlicher als jeder kleine Überläufer aus der Union. Man muss schon einige Salafisten importieren, um etwa den gleichen Schaden anzurichten wie ein paar Monate der Gehirnwäsche durch Bild. Es ist auch umso unangenehmer zu beobachten, weil der Herr als der Sohn seines Vaters es nicht nötig hatte, dort zu arbeiten.

Man nimmt aber was man kann. Faktisch wird er hilfreich sein, da mit mehr Erfahrung ausgestattet als viele Amateure, die gerade in die AfD fluten.
Heinrich Brück
12. Oktober 2016 02:26
Der Islam begreift die vielen Worte einer Alice Weidel als Satire, und nicht als AfD-Feintuning. Er akzeptiert nur ein stärkeres Schwert.
Natürlich steht aus dieser Perspektive der Islam in der Pflicht, auf moderate und friedliche politische Einforderungen antworten zu müssen, aber welche Forderungen stellt der Islam im Umkehrschluß, falls er nicht die Reformierungsbestrebungen einer Selbstkastrierung unternehmen wollte?
Bringschuld könnte demnächst mit Familienzusammenführung in Konflikt geraten.
Kein Zurückweichen gegen Abwarten und Tee trinken in Stellung gebracht. In diesem Bereich fehlt mir leider komplett die Sozialkompetenz, deshalb lasse ich mich gerne überraschen.
Also, was wird verteidigt? Der Schlamassel westlicher Friedensliebe, nicht Friedfertigkeit wohlverstanden.
Andreas Walter
12. Oktober 2016 03:28
Ups, Recherchefehler von mir. Der Film wurde auch schon mal am Dienstag den 27. September dieses Jahr ausgestrahlt. Also vor zwei Wochen.
Martin Lichtmesz
12. Oktober 2016 04:09
Eric Zemmour zum Thema:
http://gatesofvienna.net/2016/10/eric-zemmour-islam-declared-war-on-us-because-we-havent-submitted-completely-to-islam/
Arminius Arndt
12. Oktober 2016 07:59
@Winston Smith 78699,

gewinnen Sie bitte etwas Distanz zu ihrer Klasseneinstellung. Ich mag Position nach Stallgeruch auch nicht so richtig, aber ich kann das nicht ersetzen durch die allgegenwärtige Sklavenmoral, von der wir gerade in unserem Land viel zu viel haben, dass nur der, der etwas "selber" geschafft hat, hier jetzt geadelt wäre (zumal "selber schaffen" in unserer Gesellschaft oftmals nur im Nachhinein inszeniert wird (ach, ich hatte ein Erbe? Das war doch völlig belanglos dafür etc....) oder davon abhängt, dass man an die richtigen gerät, die einen dann irgendwie fördern oder in deren Kielwasser man mit schwimmen kann - und da wären wir dann wieder bei den Leuten aus gutem Hause). Leistung als Maßstab ist gerade im heutigen Deutschland vielfache Heuchelei und Garant für volle Sanatorien.

Eine komplett gerechte Gesellschaft gibt es nicht auf Erden - mein Reich ist nicht von dieser Welt, sprach Jesus Christus. Nicht umsonst hat das feine Spürnäschen Nietzsche das Christentum als Sklavenreligion identifiziert.

Auf dem Schlachtfeld des Intellektuellen ist Herkunft egal - hier zählt das Argument. Und der Herr Fest macht das ganz gut - Schamfrist seit dem nicht ganz so richtig freiwillig erfolgten Abgang von der Blöd eingehalten, mal eine Zeit lang selber beachtenswert gebloggt und jetzt eben die klare Positionierung. Da muss man nicht gleich überkritisch werden, braucht aber auch nicht Messias rufen - das ist auch richtig.
Meier Pirmin
12. Oktober 2016 08:14
@Winston Smith. Sie können das Schweigen der Seiler, Handke, Roth, Ramsmayer und Schrott auch als beredtes Schweigen interpretieren. Habe im Zusammenhang mit @Wawerka auf Thomas Morus verwiesen, der wegen Schweigen und Nichtmitmachen immerhin geköpft wurde. Auch Ernst Jünger hat jahrzehntelang geschwiegen, nicht nur im 3. Reich, hat auch keine Silbe über die damals bei den Rechten als Volksverrat total umstrittenen Ostverträge abgesondert. Würde an Ihrer Stelle auch nicht das proletarische Ressentiment gegen die Leute, die nun mal die Hypothek und das Prestige eines "Namens" angehängt haben, nicht überkultivieren. Sage Ihnen das als langjähriger Lektor und Betreuer eines Arbeiterschriftstellers proletarischer Herkunft (Karl Kloter), Schweizer Sozialdemokrat, der in Sachen Proletarier-Import aus südlichen Ländern dem gleichaltrigen Prestige-Gutmenschen und Multimillionär Max Frisch ins Angesicht widersprochen hat, weil er nun mal wie vermutlich Sie die Arbeitswelt kannte und bis zur Pensionierung ohne einen Tag Freistellung zum Schreiben als Industriearbeiter gemalocht hat. Vgl. meinen im Netz abrufbaren Artikel "Von Schwarzenbach zu Ecopop" in der Schweiz am Sonntag, Herbst 2014.
Waldgänger aus Schwaben
12. Oktober 2016 08:29
Nach Lektüre des Artikels und der meisten Kommentare, denke ich die Diskussion leidet am Elend der Demografie.
Legt man die Geburtenrate der Moslems in Deutschland neben die der ethnischen Deutschen, nimmt man noch die Wanderungssaldi der letzten Jahre hinzu lässt leicht ausrechnen, wann Moslems hier die Mehrheit stellen.

Nur das Elend ist, dass sich Geburtenraten und Wanderungssaldi nicht einfach in die Zukunft fortschreiten lassen. Es wurden schon immer zuviel oder zu wenig Kinder geboren. Schon immer hätte die Geburtenrate Grund zur Panik liefern können: Volk ohne Raum oder aussterbendes Volk- je nach Wahl des Betrachtunsgzeitraumes.

Geburtenraten und Wanderunssaldo können sich sehr schnell ändern. Die Stimmen führender Ökonomen mehren sich, dass eine heftige Wirtschaftskrise bevor steht, bis hin zum Zusammenbruch der Währungssysteme mit Hyperinflation. Wie wird sich eine solche Krise auf die politischen Mehrheitsverhältnisse auswirken? Wie auf Geburtenrate und Wanderungssaldo? Unvorhersehbar.
Welche Fortschritt in Wissenschaft und Technik werden in 10 oder 20 Jahren kommen?

Gestern kam in der Tagesschau, dass der Hunger in der Welt zurückgeht. Bis 2030 wird vielleicht niemand mehr hungern.
1990 hungerten eine Milliarde Menschen heute nur noch 750 Millionen, trotz wachsender Erdbevölkerung und zurück gehenden Anbauflächen durch Versteppung.

Wer ernstlich an der Zukunft von Volk und Vaterland interessiert ist, sollte auf Sicht fahren. Was können hier in den nächsten ein zwei Jahren erreichen? Mit welchen Mittel?
John Haase
12. Oktober 2016 08:31
Fasbender weiter:

"[...]

Diesen aus Angst gewachsenen, überschießenden Haß zu bedienen, wie Nicolaus Fest es praktiziert, ist allerdings kaum zielführend. "

"Kaum zielführend" liest sich ähnlich wie "nicht hilfreich" und "alternativlos" und gehört zur Sprache des Feindes. Es ist reinste BRD-Lingo: wischiwaschi, verquast, verschleiernd, irgendwie eine Mischung aus SoWi-Seminar- und Management-Jargon.

Was soll denn "kaum zielführend" sein? Ist es nun wenigstens ein bißchen "zielführend" oder gar nicht? Und was ist das Ziel? Laut Fasbender ist das ja: Anerkennung der eigenen Niederlage.

Also zu diesem Ziel führen nun wirklich sehr viele verschiedene Wege, unter anderem ob seiner bizarren inneren Widersprüchlichkeit wahrscheinlich auch Fests.
Realist
12. Oktober 2016 08:42
@Martin Lichtmesz

Es ist klar, daß dergleichen einstweilen ohnehin ein „Hirngespinst“ bleiben wird – so oder so. Dem deutschen Staat fehlen der Wille, die Mittel und wohl auch das Personal, Maßnahmen dieser Art durchzusetzen, und daran wird sich lange nichts ändern.


@Michael Schlenger

Danke für den überfälligen Verweis auf den Weidelschen Artikel zum Thema in der Jungen Freiheit. Das hebt das Niveau wieder auf gewohnten Standard.


Fests Äußerungen sind für mich kein Hirngespinst und auch kein niveauloser Debattenbeitrag sondern der, offensichtlich erfolgreiche, Versuch der Vergößerung des Overton-Fensters. Er hat seinen Pflock weit draußen eingeschlagen, einen weitläufigen Claim abgesteckt. Im Overton-Diagramm dürfte er nun in radikalem Terrain siedeln (in das undenkbare Gebiet der Remigration hat er sich auch noch nicht vorgewagt, ob aus taktischem Kalkül oder weil es auch für ihn noch undenkbar ist, sei dahingestellt).

Innerhalb dieses neu freigegebenen, aber unerschlossenen Gebietes können nun neue Sooner mit ihren Fuhrwerken hinein, das Land besetzen und urbar machen, nach dem Motto "Fests Ansichten gehen natürlich gar nicht, aber..." Alice Weidel hat ja gleich damit begonnen.

Gelingt eine erfolgreiche und dauerhafte Verschiebung des Diskursfensters, wird bald auch jemand kommen, der den Claim noch weiter stecken wird. Dann wird jemand das heute noch Undenkbare ausprechen und denkbar machen.

Für dieses Vorstoß sollten wir Fest dankbar sein.

Wichtig wäre an dieser Stelle allerdings, das fruchtbare Land nun nicht komplett dem liberalen AfD-Lager zu überlassen. Ein Höcke und ein Poggenburg sollten auch ihre Pferde anspannen. Und wir hier können geistiges Rüstzeug dafür liefern. Was also wären unsere Positionen innerhalb der Festschen Grenzziehung?
Brettenbacher
12. Oktober 2016 09:28
Was aber macht die echte Geisteselite – das sind jene, die nicht einfach erben konnten? Vorbehaltlich einer Widerlegung behaupte ich bestürzt, dass die Schriftsteller

Lutz Seiler
Peter Handke
Patrick Roth
Christoph Ransmayr
Raoul Schrott

durch ihr infames Schweigen seit Sommer 2015 Verrat am Volk, dem Träger ihrer Sprache, begangen haben und diese Sprache daher unverzüglich zurückzugeben haben. (Es stehen ihnen noch genügend andere Sprachen auf der bunten Welt zur Verfügung.)

Winston, was Lektüre angeht, seid Ihr - außer dem Schrott - da wo es sioch klärt.
Und Ihr richtet zurecht.
Dietrich Stahl
12. Oktober 2016 09:47
@Wawerka
„Ja, man muss!“

In einem früheren Diskussionsstrang erzählte ein Forist, dass er einmal, als ihm die Sammelbüchse von „Brot für die Welt“ entgegen gestreckt wurde, ein Stück Brot hinein gab.

Mehr Humor tut uns allen gut.

Da ich selten Brot dabei habe, gebe ich nie etwas in irgendeine Sammelbüchse. Beim Bettler in der U-Bahn ist das etwas anderes. Hier entscheide ich von Fall zu Fall.

Kein Mensch muss müssen. Forderungen stellen ist so eine Sache.

Sie sprechen die Nächstenliebe an – da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu.
Nächstenliebe ist nicht das Privileg einer einzelnen Religion, sie steht über allen Religionen.
Jeder, der den spirituellen Kern der eigenen Religion lebt, praktiziert Nächstenliebe.
Ein Satz aus einem Film, den ich vor mehr als dreißig Jahren noch in der DDR gesehen habe:

„Gib denen mit Liebe, die Gott dir in den Weg stellt.“
Genau so.

Und da ist die Liebe zur Familie, zum eigenen Volk, zur Heimat. Die ist ohne die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, nicht weit entfernt vom bloßen Lippenbekenntnis.

@Winston Smith 78699
Danke für Ihren letzten Beitrag! Der spricht mir aus dem Herzen.

Es gibt eine Traditionslinie in der deutschen Geschichte, die um die besondere deutsche Aufgabe und Verpflichtung weiß. Emanuel Geibel – Drei Verse aus dem Gedicht (1861) des Fackelträgers:

Deutschlands Beruf

Soll's denn ewig von Gewittern
Am umwölkten Himmel braun?
Soll denn stets der Boden zittern,
Drauf wir unsre Hütten baun?
Oder wollt ihr mit den Waffen
Endlich Rast und Frieden schaffen?

Daß die Welt nicht mehr, in Sorgen
Um ihr leichterschüttert Glück,
Täglich bebe vor dem Morgen,
Gebt ihr ihren Kern zurück!
Macht Europas Herz gesunden,
Und das Heil ist euch gefunden.

Macht und Freiheit, Recht und Sitte,
Klarer Geist und scharfer Hieb
Zügeln dann aus starker Mitte
Jeder Selbstsucht wilden Trieb,
Und es mag am deutschen Wesen
Einmal noch die Welt genesen.
Brandenburger Sandstein
12. Oktober 2016 10:44
@ Dietrich Stahl

Ich weiß ja nicht wie es Ihnen geht, aber ich für meinen Teil bin ein sportlicher junger Mann Mitte zwanzig. Mein Kreislaufsystem ist das letzte um das ich mir Sorgen machen, machen muss. Ich schätze einmal das sieht bei Ihnen anders aus. Erhellend auch, anstatt, dass sie auch nur ein Argument vorschieben, sich komplett auf meinem so unausgeglichen Gemüt auslassen. Völlig schambefreit. Und glauben sie mir, es sind Charaktere wie die ihren, die Parade stehen für den Typus deutscher Mann ab 40, völlig wehrlos. was ich gerne mal sehen würde ist, wie sie mit 3-4 Neubürgern eine "Diskussion" überstehen. Meine Antwort: garnicht. Ansonsten liegen sie einfach falsch, was das uboot angeht, was die Aussichten und Möglichkeiten angeht, und zu guter letzt sogar was mein Gemüt betrifft. Bin froh, nicht apathisch in einer Ecke zu hocken, in mir fließt noch teutsches Blut und dazu gehört nunmal auch ein wenig Furor. Interessant, dass sie sich jetzt groß fühlen, weil sie davon ne winzige Dosis abbekommen haben. Wenn das Ihren Tag füllt, natürlich inklusive ausgedehnten Ubootfahrens: armes Dietrich!
Was die Sezession angeht: hab doch neulich selber geschrieben, ich darf hier nicht mehr allzu viel lesen weil mich die unbedarfte Art einiger Mitleser nur noch anäzt. Dafür bräuchte es keine Monika. Dennoch: Danke für die Sorge um mein Wohlbefinden. :>
Julius Fischer
12. Oktober 2016 10:49
Was mich hier irritiert, ist die Ignoranz die AfD als reine Widerstandspartei sehen zu wollen. Es gibt (oder gab) doch zum Beispiel früher eine breite Schicht bürgerlicher Konservative, die früher i.d.R. CDU oder FDP gewählt. Diese Menschen muss man auf der Reise mit der AfD auch mitnehmen, wobei man am Erstarken der FDP sieht, dass dies bisher nur teilweise gelingt. Eine Partei wie sie sich mancher Sezessionsleser wünscht, würde ich vermutlich nicht wählen und hätte bundesweit auch keinen dauerhaften Erfolg.
Brandenburger Sandstein
12. Oktober 2016 10:53
Anmerkung für @ Caroline

Ihren Logikexkurs in allen Ehren aber ich durfte in meinem Studium Wahrheitswerttafeln ausfüllen, ich weiß also sehr gut zu trennen zwischen aussagenlogik, und der Logik im alltäglichen Sprachgebrauch. Scheint eher so zu sein als hätten Sie mich nicht ganz verstanden. Was das schämen angeht: eine der wichtigsten Eigenschaften entwickelter Gesellschaften und gut erzogener Menschen. Knappe Formel: ohne Scham keine Moral, daraus folgt: auch keine Ethik. Dürfen sie gern einmal durchdenken...
Martin Lichtmesz
12. Oktober 2016 11:23
Karawane zieht weiter, Dank an alle!

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