06. März 2016

Kositza über Maja Storch: So können starke Männer starke Frauen lieben

von Götz Kubitschek / 50 Kommentare

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Ellen Kositza, Literaturredakteurin unserer Zeitschrift, gab vor einer Woche ihre Premiere mit einer Video-Rezension zu Manfred Kleine-Hartlages Buch "Die Besichtigung des Schlachtfelds". Heute folgt Teil 2: "So können starke Männer starke Frauen lieben. Warum Manche Männer wieder Machos werden müssen" aus der Feder von Maja Storch und Johannes Storch. Hier gehts zum Film, in dem auch zwei Statisten aus dem Rittergut auftreten:



Und bestellen kann man das Buch hier auf antaios.de.

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (50)

Eckesachs
06. März 2016 20:54
Sehr schön. Ich mußte lachen. So muß das sein.

Da ich schon Matscho bin (bei uns im Dorf hat ein dicker Bengel tatsächlich auf der Heckscheibe seines tiefergelegten Autos in großen, weißen Lettern ,,Matscho" stehen), habe ich keinen Bedarf das Buch zu lesen.

Pascha würde ich allerdings noch gern werden und als Karriereschritt begreifen.Mit Turban auf einem rotem Kissen sitzend, in die Hände klatschen für die Bedienung und ein breites Krummschwertl an der Hüfte.

Wenn dafür ein Rezept in dem Buch steht, werde ich es kaufen.
Eine starke Frau
06. März 2016 21:20
Köstlich, wie Frau Kositza das Gesicht verzieht, als ihr treu sorgender Mann ihr die Jacke umlegt (Gedankenblase: " müssen Männer aber auch so ungeschickt sein" und ein Glas Wasser bringt ( Gedankenblase: "Warum dauert das denn so lange".)
So wird Herr Kubitschek nie zu einem Macho werden :)
Ich mußte sehr lachen.
Das Buch interessiert mich die Bohne.
Wie starke Frauen starke Männer lieben können ? Und umgekehrt ?
Nur mit Humor.

Oder so . Nicht ganz ernst gemeint:
https://m.youtube.com/watch?v=-OyaYrL5bO4
Carsten
06. März 2016 22:19
Köstliches Video! Das hat schon Loriot-Qualität! Wer sagt, Rechte haben keinen Humor?
Inhaltlich (Re-Maskulinisierung) kalter Kaffee, es sei denn, man(n) wäre linker Biologie-Leugner.
Meine Frau und ich sind beide dominant. Wenn wir unsere Geweihe kreuzen, brennt die Hecke. Darum sind wir seit über zwölf Jahren glücklich.
ingres
06. März 2016 22:34
Ich dachte immer das spielt sich so ab:

http://www.dailymotion.com/video/xy6ed_the-kinks-you-really-got-me_music

oder so;

http://www.dailymotion.com/video/x380mho

Aber wie gesagt, ich bin hybrid sozialisiert. Und Theorie aus emanzipativer Sicht über das Gebiet, ich weiß nicht!
Martin S.
06. März 2016 22:56
Eben. Wir brauchen nicht Dornröschen und Aschenputtel, sondern Sophie Scholl und Ellen Kositza!
Herzog Senjarin
07. März 2016 02:27
Sehr sympathisch, auch die Statisten!
Gustav Grambauer
07. März 2016 02:42
In Preußen heißt es "Rin in de Kartoffeln, raus aus de Kartoffeln". Die Deutschen lassen sich nicht nur den größten Quark sondern auch genau dessen Gegenteil erzählen und wetteifern dann z. B. in allerhand "Männerrunden" darum, der allergrößte Clown im übereifrigen Nachvollzug zu sein.

Selbst hinter der Mauer haben wir mitbekommen, daß die 80er Jahre im Westen die große Zeit der "Männerselbstfindung" waren, der Buchmarkt muß damals mit "Männerratgebern" geradezu überschwemmt gewesen sein. Wer damals nicht mit beißendem Hohn und Spott über diesen Sumpf seine persönlichen Schlußfolgerungen gezogen hat, wird sie auch heute nicht ziehen - sondern nur "verunsichert, hilflos und auch ein Stück weit voller ohnmächtiger Wut zurückbleiben" und entsprechend wieder vom Softie zurück z. B. zum SA-Mann zurückoszillieren.

Gutmütig wie ich bin mache ich mir ja so meine Gedanken: der erste Schritt in die Männlichkeit sollte doch sein, die ganze Bibliothek mit Psycho-Ratgebern rituell zu verbrennen (bitte nicht gerade am 10. Mai auf dem Opernplatz ...). Dann schaue man (man schreibe übrigens auch wieder 'man' ohne irgendwelche Starke-Männer-Streber-Spirenzchen) sich die beiden Filme "Männer" und "Der bewegte Mann" noch einmal an, aber bitte ohne "Empathie" sondern mit der ganzen Verachtung wie sie den dort gezeigten Charakteren gebührt. Dann kündige man dem "Männerkreis" (was für ein Orwellismus) auf Nimmerwiedersehen und suche sich ein paar echte Freunde. Auch kaufe man einen großen Blumenstrauß für die Frau und fange an, mit ihr so natürlich zu reden wie Milliarden Männer mit ihren Frauen reden.

Was ist eigentlich so schwer daran, ein Kerl zu sein?!

- G. G.
Peter Niemann
07. März 2016 02:47
Bravo, ein Thema ganz für uns Sezessionsmänner und -männleine hier! Wenn ich Motorrad fahre, meine Pistole zum Schießstand nehme und genußvoll ins Schwarze treffe, (drachen-)surfen, schwimmen oder ins Fitneßstudio bzw. zum Kickboxen gehe, fühle ich mich mehr in Einklang mit meiner Biologie als wenn ich Zöpfe mit den Haaren meiner Kinder flechte, den Abwasch mache, das Auto aussauge oder stundenlang am Telefon Beziehungsarbeit betreibe. Der Mann muß nur in sich hineinhören um sich zu finden - wer das nicht kann, muß eben Remaskulinisierungsliteratur lesen. (Gut, ich werde mir das Buch wohl auch bald kaufen weil E.K. es ansprechend dargestellt hat und mich neugierig machte... )
Rumpelstilzchen
07. März 2016 07:20
Wir wirr ein solches Auftreten von Politikerinnen wirkt, die glauben, sie hätten die Moral für sich gepachtet, wird an diesem Abend durch den Kontrast zwischen Katrin Göring-Eckardt, Katja Kipping und dem österreichischen Minister Sebastian Kurz deutlich, der sich von Katja Kipping (etwas überschnappend) schließlich sogar anhören musste, seine Politik bestünde aus „Tränengas und Schießen“.


Bei unseren Politikerinnen handelt es sich nicht um starke Frauen. Und auch unser Justizminister ist eher ein schwacher Typ. Seine Ehe ist kaputt.
Und nur einer klatscht noch für ihn:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-anne-will-nur-einer-klatscht-fuer-heiko-maas-14109856.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Hartwig aus LG8
07. März 2016 08:15
Mir leuchtet nicht im Geringsten ein, welche Relevanz die Auf- und Einteilung häuslicher Pflichten auf das Mann-Sein und Frau-Sein hat. Ich weiss auch nicht, warum die Reinigung der Toilette, auf der sich tagein tagaus eine sechsköpfige Familie entleert, nicht Männersache sein sollte.
"Motorrad und Fitness" darf/muss seine Zeit haben, sind aber kein Ausweis für Männlichkeit.
Männlichkeit ist eine Trivialität, die sich in der Gründung einer Familie, bei der Übernahme von Verantwortung, beim Führen und beim Entscheiden zeigt.
Und da ist der junge Handwerksgeselle, der Frau und Kind zu Hause hat, mehr Mann als die berufsjugendlichen Kitesurfer, Extremkletterer und Vielficker.
Raskolnikow
07. März 2016 09:31
Hartwig,

replizierte ja bereits adäquat diesen immer mehr grassierenden Ohnsinn, der in der Lage ist, mich jedes Mal auf´s Neue zu frappieren. Auch gestattete ich mir diesbezüglich unter Lichtmeszens Beitrag bereits aufzuscheinen. Trotzdem erlaubt mir doch bitte ein kleines Addendum!

Ich spreche von jenem Mannesbild, das Kickbox-Niemann hier ausbreitet und desgleichen sich unter anscheinlich konservativen Herren keiner geringen Verbreitung erfreut ...

Als bekennendes sentimentales Mädchen mit einem Hang zu Pralinen, farbigen Likören und einer gewissen Angst vor dicken Frauen, wird es mich bedünken dürfen, einen, der Motorrad fährt, mit Pistolen genußvoll auf dem Schießstand, und nur dort, knallt, als Erwachsener mit Spielzeugen surft, sich seinen Körper hübsch trainiert und kickboxt, für einen komplett BRD-sozialisierten Klappstuhl zu halten.

Wer solch eine Vorstellung von Männlichkeit pflegt, hält Orientalen auch für testosterongeladene Muskelprotze, die einem altertümlichen Ehrbegriff anhängen. (Obschon das Gegentheil der Fall ist ...)

Peter Niemann, ich kenne Ihresgleichen, und ich weiß, daß alles an Ihnen laut werden möchte, wofern es nicht schon überlaut ist, denn wären Sie der Stille Sohn, so hätte Ihrer Schritte Zahl, Sie gewisslich nicht zu Ihren Prahlereien verführt. Sie wollen erhört werden, dessenthalben Ihr Ruf ertönte. Nun ist´s aber gut!

Und nun hören Sie, Niemann und alle anderen!

Es wird nicht zu umgehen sein, dass Sie eine Wandlung durchmachen, will besagen, vom Irgendwas zum Menschen, d.i. Mann (Verzeihen Sie Frau Kositza und alle anderen Frauen!)! Züchtigungen sind unabdingbar, mein Teuerster. Wir sind hienieden unter Menschen, hoffnungslos überschätzt und verweichlicht, da müßte die Tyrannenfaust eigentlich gnadenlos sein, jedoch sie ist von hinnen. Sei also jeder seines eigenen Selbst Tyrann!

Gewiss - wer bin ich, Sie, oder Euch, zu beratschlagen, aber glauben Sie es dem dicken Raskolnikow, daß er es gut mit Ihnen meint, Sie in sein verfettetes, weiches Herz geschlossen hat und aus der Einsamkeit zu Ihnen ruft:

Seien Sie still, halten Sie inne und tuen Sie Ihre Pflicht, ohne Kikifax und Konfetti. Sparen Sie nicht mit Härte gegen sich selbst und Milde gegen die Anderen. Scheren Sie sich nicht um die Weiber, auch nicht um die "starken"! Und legen Sie, um Gottes Willen, die Spielzeuge beiseite ...

Seien Sie sich selbst Gevatter genug, um eine Erhabenheit antag zu legen, welche das Gejammer all derer überhört, die im Kot daheim sind!

Ohje, jetzt habe ich mich beinahe darin verloren, Mitmensch zu sein. Fast wäre es in die Hose gegangen ...

Verehrte Frau Kositza, ich mag Ihre Filmbeiträge und neige mich Ihnen zu (und wie) ...

Schönes Wochenende,

R.
Gustav Grambauer
07. März 2016 09:31
Woher kam denn die ganze Esalen-Seuche?! Ich plaudere mal aus dem geheimdienstlichen Nähkästchen (und leite dazu zwei Aufsätze weiter, leider nur in einer Sprache, vor der ich mich fast nur noch ekle, verfügbar).

"As we stated, all of this evil can be traced back to a mother - Tavistock.":

http://www.larouchepub.com/eiw/public/1993/eirv20n44-19931112/eirv20n44-19931112_026-tavistock_mass_murderers_are_bra.pdf

http://www.larouchepub.com/eiw/public/1991/eirv18n40-19911018/eirv18n40-19911018_040-post_industrial_society_and_the.pdf

Es gibt zu den Hintergründen auch reichlich hochklassige Filme:

https://www.youtube.com/results?q=frankfurt+school

Und es sind wahrscheinlich dieselben Psy-Op-Labs, die zuerst ganze Generationen von Männern zu Wassermännern gemacht haben (90 % lief übrigens über Musik, das Fanal war "Hair") und die jetzt mit dem Rohmaterial der verunsicherten Wracks derer Söhne und Enkel ("Indigo-Kinder"), wie sagt man, "arbeiten" (bzw. Kasse und vor allem "Social Engeneering" machen).

Auch und gerade wenn es jetzt bald aus allem Megaphonen von "positiver Männlichkeit" krächzt sollte man diesen Zynismus schon durchschauen. Mich erstaunt, wie langsam das Therapeuten-Fußvolk jetzt in der Entdeckung der von den Oberen der Branche selbst erschaffenen Marktlücken im wiederum selbst erschaffenen Markt ist.

Ob Frau Storch lediglich etwas pfiffiger und geschäftstüchtiger als die meisten ihrer Kollegen ist? Ich kenne sie nicht, aber solche "Therapeutinnen" fasse ich erstmal mit der gaaanz langen sterilen Pinzette an, übrigens ganz ohne "ohnmächtige Wut".

- G. G.
Ein gebürtiger Hesse
07. März 2016 11:46
Schön, daß die Rede auf den "Schatten" im Sinne C. G. Jungs kommt. Dieser Archetyp, der jeder Psyche innewohnt, besteht ja aus all dem, was in die Dunkelkammer des Unbewußten abwandert, da es - vor dem Einzelnen selbst aber auch vor gesellschaftlichen Ansprüchen - nicht vorzeigbar ist. Der Schatten ist also genau das, was man bei Tageslicht NICHT sein will.

Man wende diese Grundstruktur an auf das hiesige Dogma der "Willkommenskultur" bzw. die mutwillige Wertschätzung alles Fremden und die damit einhergehende Abwertung, ja Leugnung des Eigenen. Das "Negativ" dieser ach so "positiven" Einstellung ist gleichbedeutend mit dem Schatten. Jeder Gutmensch trägt so gesehen einen "Schlechtmenschen" in sich, von dem er aber partout nichts wissen will. Jung selbst hat immer wieder auf den enormen Sprengstoff hingewiesen, der in der sturen Leugnung dieses Negativs steckt. Denn was in der Psyche nicht integriert ist, tritt, wenn es einmal freigelassen wird - etwa durch äußere extreme Krisen, von denen Köln ein Vorgeschmack war -, in einer gänzlich ungeschlachten, archaischen Weise auf. Da hat es sich etwas mit zivilisatorischer Differenzierung.

In seinem berühmten und verfemten Aufsatz "Wotan" von 1936 hat Jung die Heraufkunft des Nationalsozialismus mit einer kollektiven, unser ganzes damaliges Volk betreffenden "Wachwerdung" dieses Archetypen des dionysischen "Sturmgottes" Wotan in der deutschen Seele begründet. Er geht sogar so weit, zu sagen, daß "nicht der universale Christengott, sondern Wotan der Gott der Deutschen" sei.

Nun weiß ich nicht, ob man Jungs Verständnis von Wotan mit dem Schatten der heutigen Abspaltung alles völkisch-Eigenen gleichsetzen kann. Wenn man das Gedankenspiel aber einmal anstellt, steht man bald vor der Frage, 1.) OB und 2.) IN WELCHER FORM dieser Archetyp noch einmal aufwachen wird. Für psychischen Sprengstoff wäre dabei auf jeden Fall gesorgt.
Claudia
07. März 2016 11:56
Die besten Bücher zum Thema geschlechtliche Polarität, die ich kenne, stammen von David Deida.
RL
07. März 2016 12:07
Das ist doch Satire, Frau Kositza mußte sich schon sehr anstrengen um nicht laut loszulachen.
Grobschlosser
07. März 2016 12:14
Das Titelbild schreckt mich ab . Zwei "Superhelden" ,gekleidet in den szenetypischen Lycra / Plastmaterial Klamotten ; eine unangenehm us - amerikanische Bildsprache die letztendlich immer auch signalisiert : " seht her - es gibt eine übergeordnete , demokratisch nicht legitimierte Macht die immer dann ihren Gummigolem schickt wenn der us Präsident und seine marodierenden GI`s scheitern .".

2) Machos - ein Macho ist ( so sehe ich das ) ein kognitiv -emotional unterentwickelter Nichteuropäer der aufgrund seiner bizarren Beziehung zu Mutti ein problematisches Verhältnis zu Frauen entwickelt hat . Mag ein ( simuliertes ) Machotum ( Phänotyp : Harald Schmidt ,als er noch kein Mitläufer war ) die Damenwelt faszinieren so ist der Macho doch eher ein Indiz für eine dysfunktional - orientalisch degenerative Gesellschaft .

3) Der europäische Mann im 21. Jahrhundert . Ein Mann beschäftigt sich nicht mit der o.g. Fragestellung - er definiert sich über seinen Intellekt und setzt körperliche Stärke nur dann ein wenn dies unvermeidlich ist .

4) Kampf : Kampf findet statt - allerdings immer zu unseren Bedingungen und Regeln ( wir definieren den Ausnahmezustand und stehen somit an der Spitze der Nahrungskette ) .

( Methoden der Gefahrenabwehr können naturgemäß nicht im blogg erörtert werden - natürlich kann ein ausgebildeter Fallschirmjäger drei oder vier Angreifer im öffentlichen Raum neutralisieren - ( Problem : orientalische Aggressoren haben einen Trumpf im Ärmel : den örtlichen Amtsrichter ) . Weil das so ist sollte man die im Netz bestimmte Dinge nicht erörtern .

Strategische Ausgrenzung pot. Feinde ist die Methode der Wahl . Wird Landnahme zum Politikum erfolgt eine Schwarm - bzw. Gruppenbildung .

Langbögen sind immer besser als Schwerter .
eulenfurz
07. März 2016 12:54
Hier wird ja immer gespart!


Die moderne und gleichberechtigte Frau kann doch Bäume fällen, Klötzer sägen, Scheite hacken, Stiegen schleppen und einen Ofen befeuern, oder? Aber nur, wenn der Mann derweil das Mittagessen kocht und die Bindewindeln bügelt!
Monika
07. März 2016 13:27
KiK

Kositza ist Kult

Die "Besichtigung des Schlachtfelds" - Rezension hat bereits die 10 000 Klick-Marke geknackt !
Thomas Wawerka
07. März 2016 14:00
Schon wieder das Männlichkeits-Thema (Augenrollen) - haben wir das nicht schon zu Genüge ventiliert? Ich dachte, das hört irgendwann mal wieder auf ...
Es mag schon sein, dass der gemeine Deutsche aufgrund seiner Sozialisation mehr oder weniger von seiner Männlichkeit eingebüßt hat - na und? Sie wird schon zurückkommen, wenn sie wieder gebraucht wird. Vertraut doch mal ein bisschen auf die Instinkte, die lassen sich nicht aberziehen, darum heißen die doch so!
Monalisa
07. März 2016 14:15
Vielen Dank, Hartwig.

Ich würde nie auf die Idee kommen, einen Mann dafür zu belächeln, dass er angemessen im Haushalt und bei der Kindererziehung hilft, im Gegenteil.
Ostelbischer Junker
07. März 2016 15:24
Diesen völkischen Schatten durfte ich gestern zum ersten mal bei einem sehr guten, Linken Freund erschauen. Wir unterhielten uns über die Vorzüge von Zentralstaaten und föderativen Systemen. Urplötzlich hat er einen verklärten Blick auf dem Gesicht und sagt, mehr zu sich selbst und mich anscheinend nicht mehr sehend: dieses Land, dass kann man gar nicht erobern, tausende stabile, noch deutsche örtliche Gemeinschaften, Bundesländer und Regionen, die Problemlos ohne Berlin oder die anderen Bundesländer existieren könnten - und dann der Deutsche Mann (sic!), dieses Wundertier, dass noch jedes Problem, blessiert zwar, überstanden hat. Das Gespräch verweilt kurz an dieser Thematik ich werfe ein, dass die anderen europäischen Nationen und die Welt allen Grund haben, Deutschland zu fürchten, waren wir doch zwei mal imstande, der ganzen Welt die Stirn zu bieten, mussten uns nur einer gewaltigen Materiellen Übermacht beugen. Da blitzen seine Augen wieder, ich meine Stolz zu erkennen, der Mund formt kurz ein ehrliches Lächeln, der Kopf ruckt schnell zur Zustimmung. Diese Flutwelle spült lang vergrabene Samen wieder frei. Die von ihr hier her gespülten Sedimente werden deren Dünger sein.
Peter Niemann
07. März 2016 16:25
@Raskolinikow @ Thomas Wawerka @ Monika, letztendlich @ Alii
Jahrelang war ich dressierter Westmann und damit nicht zufrieden. Irgendwann Anfang 30 begriff ich wie schoen es ist "Mann" zu sein und geniesze das Leben seither in vollen Zuegen, monogam, mit meiner Handvoll Kinder (und hoffentlich bald noch mehr) statt irgendwie verbissen 50/50%-Haushaltsarbeit zu machen, mich schuldig zu fuehlen weil ich die Windeln des Kindes nicht wechselte et cetera.
Nein, als Mann habe ich alles erreicht was ich erreichen wollte, bin nun nur noch Gott, meinem Weib, meinen Kindern und mir selbst Rechenschaft schuldig. Solche Ratgeber wie vorgestellt bestelle und lese ich, laechele aber wie leicht das Leben sein kann: Einfach den Schalter im Kopf finden, ihn auf "unabhaengig vom System" stellen, den Fernseher und die Medien ausmachen, in der Natur gluecklich lustwandeln, eins mit seiner Umwelt und Kultur sein und daraus erwaechst eine Zufriedenheit des Lebens, eine Bereitschaft fuer den Kampf wenn es sein musz, aber v.a. Gluecksgefuehle im Da-Sein und im dauernden Diskurs mit der Metaphysik und Transzendenz.
So, nun bin ich vom Thema abgeschweift und bitte E.K. und G.K. um Verzeihung, freute mich eben nur ueber die stets sehr klugen Gedanken der Kommentatoren wie Raskolnikow, Thomas Wawerka, gebuertiger Hesse etc.. Aber Monika hat recht: Kositza ist Kult und ich finde die Idee der Videorezensionen exzellent und bisher sehr gelungen.
Rosenkranz
07. März 2016 17:26
Danke Frau Kositza für diese tolle Video-Rezension.

Ich möchte für alle Männer gern mal den Prälaten Robert Mäder ins Spiel bringen. Er hat in dem Buch "Katholische Aktion" auch etwas zu den Männern geschrieben:

"Was ist der Mann der Katholischen Aktion? Ein Starker! Einer, der kein Kind mehr ist. Einer, der etwas fertig bringt, auch etwas Schweres und Ungewohntes. Einer, der sich etwas in den Kopf setzt und das, was er sich in den Kopf setzt auch durchsetzt. Einer, der nach dem Grundsatz handelt: Schwierigkeiten sind da, um überwunden zu werden. Also, ein Mann ein Woller! ....

Die Schwächlinge, die Weichlinge, die Faulen und Müden und Lauen bilden die Regel. Die Starken sind selten. Woller - Ausnahme. ......

Wie wird der junge Mensch zum Mann der Katholischen Aktion? ..... Die moderne Sporterei, Gymnastik und Athletik mag wohl gewisse Erfolge in der Muskeltrainierung aufweisen. Aber sie ist nicht imstande, einen einzigen Jüngling zum Mann zu erziehen. Mann wird man durch Askese, Einfachheit, Bedürfnislosigkeit, Frühaufstehen, Fasten, Selbstzucht, ....
Die Schule des Mannes ist die Opferschule."
Nero
07. März 2016 17:39
@ Thomas Wawerka

Schon wieder das Männlichkeits-Thema (Augenrollen) – haben wir das nicht schon zu Genüge ventiliert?


Das kann man gar nicht groß genug ausbreiten.
Schauen Sie sich bitte mal diese Bewegungen und/oder Formate à la MGTOW oder Return of Kings, Men's Health, FHM, Fitness, MMA an. Das ist ein gewaltiger Markt.
Und was sagt uns der Markt? Es besteht bedarf.
Wie das zu bewerten ist, das ist wieder etwas anderes.
Im angelsächsischen Sprachraum ist das noch wesentlich massiver.

Wenn Sie also glauben, das wäre eine Mode, dann liegen Sie falsch.
Das ist der Versuch einer Kompensation eines Mangels. Das kann man nicht einfach als nervig abtun.

Sie wird schon zurückkommen, wenn sie wieder gebraucht wird.


Arggggg!!!!!!! Wo waren Sie eigentlich die letzen Jahre?
Diese Passivität und der damit verbundene Dornröschenschlaf ist genau unser Problem. Von alleine passiert da gar nichts. Wenn die Raaben um den Kyffhäuser kreisen kommt dann jemand und rettet uns, oder was?
Nein, da kommt keiner. Das müssen wir schon selbst machen.

Vertraut doch mal ein bisschen auf die Instinkte, die lassen sich nicht aberziehen, darum heißen die doch so!


Vertrauen? Das tue ich immer. Nur ist das gesellschaftlich nicht akzeptiert und man wird auf die Stufe eines Tieres verbannt.
Instinkte sind nicht rational, deswegen wird das auch gerne mit mangelhafter Selbstkontrolle und Blödheit gleichgesetzt.

@Monika

Ja, sehe ich auch so. Kositza ist sympatisch.
Ist mir bei dem Teaser zu Tristesse Droite sofort aufgefallen.
Ich bin sehr froh, dass Frau Kositza vor der Kamera ist.
Das Format passt gut zu ihr und sie bringt es auch gut rüber.
Überhaupt finde ich an der neuen Rechten sehr gut, dass man mittlerweile auf sie referenzieren ohne sich zu blamieren.

Ihr macht wirklich einen klasse Job!
Waldgänger aus Schwaben
07. März 2016 18:57
@wawerka

Da rolle ich mit.
Auf die Rückkehr der Instinkte setze ich aber nicht.

Das Eigene ist das Ideal der christlich abendländischen Ritterlichkeit, die fast schon das Gegenteil des Machos wäre.

Ein Ideal, auf das keiner der zahlreichen Artikel auf sezession je hingewiesen hat, auch kein Kommentator. Wo aber, wenn nicht hier, könnte dieses Ideal noch unter der Asche glühen?

So muss der abendländische Mann wohl durch das Tal einer Männlichkeit mit deodoriertem Training im wohltemperiertem Fitnessstudio, mit behelmtem Motorradfahren und Pistolenscheibenschiessen hindurch, bevor er sich wieder zur hochmittelalterlichen Ritterlichkeit empor schwingen kann.
Ralf Haake
07. März 2016 19:10
Also, ich kenne jede Menge Männer denen etwas mehr Macho extrem gut tun würde und ich kenne jede Menge Frauen, die sich einen starken (stärkeren) Mann wünschen. Das Buch trifft den Nerv...wie man an den diversen Kommentaren erkennt. Die Ironie und die Schauspielerische Darbietung von Ellen, wurde mir erst nach ein paar Minuten deutlich...doch bis dahin musste ich echt leiden.
Andreas Walter
07. März 2016 21:37
Also ich glaube auch nicht, dass wir noch mehr Machos brauchen, weil der Macho ja bereits eine überzeichnete Karikatur des Mannes ist. Von denen gibt es aber mittlerweile schon mehr als genug, eben aufgrund mangelnder, normal lebensgrosser Vorbilder in der Wirklichkeit und damit auch Präsenz, Anwesenheit echter, realer Männlichkeit im Alltag.

Das Vatertochter- und Muttersohn-Phänomen sind ja eben genau die Folgen einer Politik und Familie ohne Väter, ohne eben echte männliche Vorbilder, die dann psychisch sowohl von den heranwachsenden Mädchen wie aber auch von den Jungen durch lebensferne, unrealistische Superhelden besetzt werden, auch dank der Medien, die solche Übermenschen in ihren virtuellen Welten darum übrigens auch bewusst erschaffen, um damit Sehn-süchte zu bedienen, gegen bares.

Adolf Hitler zum Beispiel oder Stalin waren übrigens auch und gerade die beiden vielleicht sogar die ersten solchen "Figuren", die darum von der Propaganda mit Hilfe auch der damals noch neuen Medien genau so stilisiert, so extrem überzeichnet wurden.

Das letzte mal, dass ich das persönlich beobachtet habe war bei Barack Obama.

Echte Männlichkeit aber ist eben wesentlich weniger spektakulär wie halt auch ein ganz normales Leben, das darum auch nicht ständig nach XXL und Grenzenlosigkeit schreit.

Frau Merkel, als Beispiel mal für eine Frau, scheint da auch derzeit etwas überlebensgross kompensieren zu wollen, was ihr im wahren Leben versagt geblieben ist. Doch auch Politiker sind eben nur Menschen, die man darum auf solche Komplexe hinweisen muss, wenn diese sonst unbewusst ausgelebt werden meist sehr zum Schaden der Gemeinschaft, die man führt, anleitet.

Was wir also wieder mehr brauchen sind ganz normale Männer und (fast ;) ) normale Frauen, die auch wieder den Sinn aber auch die Schönheit der geschlechtlichen Rollenverteilung verstehen und auch den Unterschied zwischen theoretischem Konstrukt, eben meist ein Ideal, und der materiellen wie auch biologischen, irdischen und körperlichen Wirklichkeit, die von uns allen Kompromisse verlangt.
Bran
07. März 2016 23:17
Hartwig und Raskolnikov haben alles zu dem Thema gesagt, was es zu sagen gbt. Hartwig ein wenig prägnanter und kürzer.
Mannsein bedeutet, Verantwortung zu übernehmen gegen Aussen, Kinder grosszuziehen und zu erziehen, Schutz zu bieten in der Not.
Wer das Klo putzt, ist völlig unerheblich und die ganze Mansophere ist auf einem Trip, den ich nur selten nachvollziehen kannn.
Eckesachs
07. März 2016 23:52
@Waldgänger aus Schwaben

,,Das Eigene ist das Ideal der christlich abendländischen Ritterlichkeit, die fast schon das Gegenteil des Machos wäre."

Hiermit treffen Sie genau den Punkt.
Sich ritterlich verhalten, heißt dienen. Dienen heißt, sich klein machen aus Liebe, gegen den Nächsten und Gott. Der Dienst - ein freiwilliger und damit umso verpflichtender. Sehen wir davon ab, daß einige wenige, dumme oder (selten) bösartige Menschen, Freundlichkeit als Schwäche interpretieren. Für jene ist Rute und Schwert bestimmt.
Ich danke Ihnen herzlich.

@Monalisa

,,Ich würde nie auf die Idee kommen, einen Mann dafür zu belächeln, dass er angemessen im Haushalt und bei der Kindererziehung hilft, im Gegenteil."

Was ist das? Angemessen im Haushalt helfen? Wenn der Mann das Geld heranschafft, versucht, nicht über die Maßen Geschirr und Wäsche zu verschmutzen, sich die Füße abtritt und gerne kocht- ist das angemessen? Oder bestimmt das die Frau? Verstehen Sie den Unterschied?

Der Vater ist für die Kindererziehung unabdingbar.Ist das etwa kein Allgemeinplatz mehr? Da gibt es nichts zu belächeln, nur zu schimpfen, wenn ein Mann seinen diesbezüglichen Pflichten nicht nachkommt.

@Peter Niemann

Motorrad fahren ist eine trügerische Ersatzbefriedigung. Flach in der Kurve liegend, den Gegenverkehr nicht sehend, spürt der verstädterte Mann das Leben.Das Risiko ist ihm fremd gworden, die Amtsstube oder das viele Bürokratiezeugs haben ihm, von ihm unbemerkt,das Leben vermiest.Oft höre ich von Motorraffahrern Begründungen wie ,,Freiheit", ,,Spaß", ,,etwas erleben".Am Ende ist das nur ein Betrug, der uns viele risikofreudige junge Männer kostet, die wir anderweitig
dringend benötigen. Deren Namen auf den Holzkreuzen an der Straße stehen, das waren die Besten.
Wenn ich die dicken Hosenträgerflippser mit ihren TÜV-geprüften Motorrädern im Sommer an der Tankstelle um Aufmerksamkeit heischen sehe, werde ich immer etwas schlechtgelaunt. Ich strafe sie durch absolute Nichtbeachtung, und wenn der Auspuff noch so laut ist. Es ist in meiner Familie ein geflügeltes Wort geworden, zu sagen, wenn man diese Scheinmännerbünde sieht:,, Oh, schau, das Finanzamt hat Urlaub!" Wahlweise Ordnungsamt.
Denn das sind diese Typen: widerlich angepaßt.

Hiermit will ich Ihnen nicht zu nahe treten Herr Niemann und bitte Sie, das nicht falsch zu verstehen. Wahrscheinlich sind Sie kein Kuttenproll und schon gar kein Finanzbeamter. Ich kenne Sie gar nicht.
Ich erkläre Ihnen nur den Mann, der Sie um keinen Preis an der Tankstelle oder im Biergarten beachtet.
Da müßten Sie besonders sein. Ein Moped reicht nicht.
Rabenfeder
08. März 2016 03:38
@ Kositza

Danke für eine (weitere) gelungene Buchvorstellung.



@ Gustav Grambauer

Sie schreiben:
„Auch und gerade wenn es jetzt bald aus allem Megaphonen von „positiver Männlichkeit“ krächzt sollte man diesen Zynismus schon durchschauen.“


Sollte man.

Aber wer weiß? Vielleicht ist u.a. der Feminismus ja nur ein Vehikel sehr weiser und wohlmeinender Kräfte, die zuvorderst dem nordwestlichen (weißen) Mann helfen soll, eine tiefere Einsicht in sein eigenes Seelenleben zu gewinnen, dabei gerade auch seine Schattenseiten – und wer hätte die nicht? - auszuleuchten, und eine weitere Stufe auf dem Weg zum vollkommenen Wissen, zur guten Macht und zur wirklichen Ordnung emporzusteigen?

Vielleicht dürfen wir uns das so ähnlich vorstellen, wie bei einem Sektenguru, in dessen utopischer Stadt der hypnotischen Träume erst ein totalitärer Überwachungs- und Psychoterror-Apparat installiert wird, um dann, wenn da so einiges auffliegt und der Druck zu groß wird, mit dem Finger auf die begierige Jüngerschar zu zeigen und ihnen die tiefe und nur durch die Tat zu erfahrende Weisheit zu verkünden:

Seht! So kann es gehen. Was habt ihr nur gemacht? Lernt daraus!

Also spricht der weise Führer und Erzieher: Ab sofort bin ich nicht mehr der große Zampano, sondern der heilige Mumpitz!


Wer es glaubt...

..womit wir auch meines Erachtens beim Kern der Sache wären: beim Vertrauen.
Trau. (aber) Schau Wem.
Monika
08. März 2016 08:19
Mir leuchtet nicht im Geringsten ein, welche Relevanz die Auf- und Einteilung häuslicher Pflichten auf das Mann-Sein und Frau-Sein hat. Ich weiss auch nicht, warum die Reinigung der Toilette, auf der sich tagein tagaus eine sechsköpfige Familie entleert, nicht Männersache sein sollte.
„Motorrad und Fitness“ darf/muss seine Zeit haben, sind aber kein Ausweis für Männlichkeit.
Männlichkeit ist eine Trivialität, die sich in der Gründung einer Familie, bei der Übernahme von Verantwortung, beim Führen und beim Entscheiden zeigt.
Und da ist der junge Handwerksgeselle, der Frau und Kind zu Hause hat, mehr Mann als die berufsjugendlichen Kitesurfer, Extremkletterer und Vielficker.


@Hartwig
Mein Daumen hoch für Ihren Beitrag !
Ich weiß nicht, was Sie für ein Jahrgang sind.
Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der das Mann- und Frausein nie ein großes Thema war. Jeder, auch die Kinder tat/en seine/ ihre Pflicht.
Ohne endlose Diskussionen. Meine Mutter war Hausfrau.
Trotzdem hat mein Vater geputzt, gewaschen, gekocht, wenn es drauf an kam. Oder halt sein mußte.
Das Thema war in meiner Erinnerung nie eines, bis plötzlich der Begriff der Selbstverwirklichung auftauchte.
Zeitgleich tauchte in der Kirchensprache das Wort Engagement auf.
Man verwirklichte sich, indem man sich engagierte.
Das geht bis heute....und , wirkt noch immer angestrengt.
Gustav Grambauer
08. März 2016 09:41
Rabenfeder

Im Hinduismus bzw. Tantra wird Brahma gern als "G - O - D" (Gott) i. S. v. "Generator - Operator - Destructor" ausbuchstabiert. Das - wie sie immer sagen - "Universum" (Jagat) wird als göttliches und vor allem demiurgisches Spielzeug im "Leela" (Cosmic Play) angesehen.

Schumpeter wollte dieses Prinzip im Nachhinein als Wirtschaftsdoktrin auf den Westen angewendet sehen, nicht zufällig wieder mal vermittelt über Marx.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schöpferische_Zerstörung

Nach wie vor werden hierbei aber vor allem kulturhegemoniale und sogar eschatologische Weichen gestellt.

Ich für meinen Teil kann sagen, daß diese Lehre nicht die meine ist. Ich liebe geistige Abenteuer und es es würde mich schon allein sportlich gesehen reizen, einmal eine solche Doktrin biographisch "durchzuziehen" ohne dabei wie so viele andere in der geschlossenen Psychiatrie zu enden. Aber ich bringe die Grundhaltung der Zerstörung oft nicht übers Herz, nicht einmal gedanklich.

- G. G.
Thomas Wawerka
08. März 2016 13:07
Nero: Wo waren Sie eigentlich die letzen Jahre?

Ich verstehe die Frage nicht, konkretisieren Sie sie bitte!

Waldgänger aus Schwaben: Das Eigene ist das Ideal der christlich abendländischen Ritterlichkeit, die fast schon das Gegenteil des Machos wäre.

Ein schöner Kommentar! Zwischen Sedlmayrs "Verlust der Mitte" und fünf kleinen Kaplaken-Bänden stehen in meinem Regal: Paravicini, "Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters" und Eifler, "Ritterliches Tugendsystem". Ich hab das hier vor längerer Zeit tatsächlich schon mal angerissen, verfolgte das Thema aber nach einer ironischen Einlassung von Lichtmeszen nicht weiter. - Egal.

Ihr könnt mich jetzt meinetwegen alle auslachen, wenn ich mein Vorbild für Männlichkeit offenbare: Es ist Rocky Balboa. Nicht wegen der Muckis, sondern weil er immer wieder aufsteht: "Die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein und Regenbogen. Sie ist oft ein gemeiner und häßlicher Ort. Und es ist mir egal wie stark du bist. Das Leben wird dich in die Kniee zwingen und dich zermalmen, wenn du es zulässt. Du und ich und auch sonst keiner kann so hart zuschlagen wie das Leben. Aber der Punkt ist nicht der, wie hart man zuschlagen kann. Es zählt nur, wieviel Schläge man einstecken kann und trotzdem weiter macht. Wieviel man einstecken kann und trotzdem weiter macht. Wenn du weißt, was Du wert bist, dann geh hin und hol es dir. Aber nur, wenn du bereit bist, die Schläge dafür einzustecken. Die Schläge einzustecken, aber denoch weiter zu machen!"
Ich weiß, das klingt total abgeschmackt und pseudophilosophisch, geradezu sentimental, aber ich glaube daran! Ich glaube, dass man nur stark werden kann, wenn einem Lasten auferlegt werden, dass man nur hart werden kann, wenn man Schläge hinnehmen muss.
Männlichkeit hat für mich nichts zu tun mit Motorrädern, Muckibuden oder der Frage nach dem Kücheputzen, sondern mit Wiederaufstehen, Weitermachen, Durchbeißen. Mein Bild von Männlichkeit steht in überhaupt keinem Widerspruch z.B. zur Sanftheit (ich bin gern sanft, zu meinen Kindern, zu einer Frau ...). Oder zur Zurückhaltung. Oder zum Hinnehmen, zum Ertragen des scheinbar Unerträglichen.
Rocky hat eine beinah therapeutische Wirkung auf mein Gemüt.

- So, nu is aber genug!
Monalisa
08. März 2016 18:12
Eckesachs,

ich würde mal sagen, dass macht das Paar untereinander aus. Allerdings erkenne ich schon eine Schieflage darin, dass die Männer hauptäschlich geldwerte Arbeiten übernehmen und die Frauen unentgeltliche Arbeit in die Familie stecken.

Das ist auch eher ein modernes Phänomen und nicht unbedingt traditionell. Frauen waren zu allen Zeiten wirtschaftlich produktiv und die Trennung von ökonomischer und häuslicher Sphäre, so wie es sich heute entwickelt hat, ist auch nicht die Regel gewesen.

Die Familien (und Frauen) waren direkt über die "Investitionen" in die Kinder rentenversichert und nicht wie heute, wo es darauf ankommt, möglichst ununterbrochen, in Vollzeit und außer Haus erwerbstätig gewesen zu sein. Ich sehe hier durchaus ein Gerechtigkeitsproblem.

Gerade wenn man die hohe Zahl an Alleinerziehenden bedenkt, die überwiegend damit leben müssen, dass sich der Vater nur mehr gering an der Beaufsichtigung und Erziehung beteiligt und denen die Altersarmut gewiss ist.

Dies ist selbst dann inakzeptabel, wenn man die These vertreten sollte, dass das Scheitern der Beziehungen häufig an den Frauen selbst lag.

Ich finde diese These auch äußert fragwürdig, gelinde gesagt.

Den Kindern und der ehemaligen Partnerin gegenüber ist es jedenfalls hochgradig verantwortungslos und ungerecht.

Und ja, e sgibt natürlich auch Fälle wo es andersherum ist und die Frau den Umgang mit dem Vater sogar bewusste hintertreibt. Ich kenne solche Konstellationen allerdings nur aus den Medien.
Elk Highfield
08. März 2016 21:27
In einer Beziehung hat jeder seinen Platz. Es geht primär um eingeräumte Freimräume nicht um ins Bettwerfen und Deckchen umlegen was eine Beziehung glücklich macht. Und schon gar nicht stundenlange Diskussionen um Positionen. Wir sind Gefährten, Freunde und in vielen Situationen fast schon nahe wie Geschwister. Genau hier stellt sich mir auch die Frage warum werden so viele Ehen nach so wenigen Jahren geschieden?
Hartwig aus LG8
08. März 2016 21:37
@ Monika
Sagen wir 1962.

Für alle: Kraft/Ausdauer habe ich neben der Kloschüssel nur deshalb nicht erwähnt, weil es wie selbstverständlich zum Wochenprogramm gehört/gehören sollte.
Rabenkrähe
08. März 2016 22:28
Von allen Vorschlägen kommt, so finde ich, die Ritterlichkeit der Männlichkeit am nächsten. Das lässt sich aber noch etwas besser auf den Punkt bringen. Hierzu reicht ein Wort:

Kampf.

Dabei ist unerheblich, ob der Kampf mit oder ohne Waffen, körperlich oder geistig, spielerisch oder ernst, als Duell oder in Mannschaften ausgetragen wird.
Westpreuße
08. März 2016 23:31
@ Waldgänger aus Schwaben

"Das Eigene ist das Ideal der christlich abendländischen Ritterlichkeit..(..)."

Ja, da folge ich Ihnen gerne. Und wir besaßen ja diese Ritterschaft:
Im Deutschen Orden, fälschlicherweise die "Kreuzritter" genannt. Da haben wir alles: Und beschäftigt man sich näher mit diesem Orden, kann man immer tiefer in die Tiefe und Breite gehen. Obwohl, er bestand ja gar nicht so lange, aber (fast) ALLES jenseits von Oder und Neiße baut auf ihm auf...

Das Land des Deutschen Ordens:
Ostpreußen, Westpreußen, Memelland
http://www.ordensland.de/index.html

Ich empfehle besonders auch die Link - Liste. Mit Interesse genutzt, führt sie immer differenzierter in das Geschehen ein und öffnet Horizonte der kollektiven Erinnerung und Selbst-vergewisserung...

@ Thomas Wawerka

Nichts für ungut, aber Ihr Rocky Balboa kommt bei mir etwas zu "lebensberatend" rüber. Ist aber nicht böse gemeint von mir.
Da ziehe ich Clint Eastwood, John Wayne und ähnliche halbseidenen Revolvermänner vor, weil: Es geht denen auch um Gerechtigkeit...
Und natürlich Gary Cooper in "12 Uhr mittags" und etliche andere...
Und ich denke dann: Siehste, die Gerechtigkeit siegt eben doch noch...
(im Western)...

P.S.
Frau Kositza, Ihre Video-Besprechungen sind höchst kurzweilig und interessant, zumal Sie außerdem eine attraktive Frau sind, von Ihrer ganzen Art her. Jetzt höre ich mal lieber auf...
: Patriotische Grüße von der Weichsel
Rabenfeder
09. März 2016 03:30
@ Gustav Grambauer


Sie schreiben:
„ Nach wie vor werden hierbei aber vor allem kulturhegemoniale und sogar eschatologische Weichen gestellt.“

Eben.

Ein flüchtiger Blick in die Natur genügt für die Erkenntnis, dass die Dinge in unserer sinnlichen Welt sich grundsätzlich wandeln und wohl wandeln müssen. Da in unserer erfahrbaren Welt aber (hoffentlich) auch am nächsten Tag die Sonne wieder am Himmel erscheint, können wir auch davon ausgehen, dass gewisse lebensspendende Dinge wiederkehren und sich immer wieder aufs neue ordnen. Das kann man durchaus als kreative Zerstörung (dem die Wiederkehr der Ordnung folgt) begreifen. Tag und Nacht, Sommer und Winter, Tod und Leben.
Es liegt nahe, diese diesseitigen Eigenschaften auch in der metaphysischen Welt der Götter und ihrer göttlichen Eigenschaften widergespiegelt zu finden.

Selbstverständlich gab und gibt es nun zuhauf Menschen und Menschengruppen, die grundsätzlich wirkende Kräfte der Zerstörung beschwören und in die bestehende Welt hineinzwingen wollen, um ihrer eigenen Werke willen.
Das ist zunächst ganz wertfrei festgestellt; im nächsten Schritt müssen wir jedoch das kreative Zerstörungswerk bewerten, zumindest dann, wenn wir vom schillernden, vielfarbigen Schöpfergeist Saru... des Künstlers unmittel- oder auch nur mittelbar betroffen sind.
Es ist dabei unerheblich, ob der Künstler ein Genie und wir als bewertende nur unter den vielen Mittelmäßigen hausen – hier mag der „gesunde Menschenverstand“, als Summe der eigenen und tradierten Erfahrungen der Ahnen vielleicht helfen.

So können wir zwar ganz wertfrei darüber diskutieren, ob die Kali-Jünger der Thugs durch das regelmäßige kleine Mord- und Raubopfer zurecht glaubten (gesetzt die Thugee-Geschichte stimmt so oder doch so ähnlich), die fürchterliche Göttin zu beschwichtigen und die Blutlüsternde durch ihre Tat von der Auslöschung aller Menschen abzuhalten oder ob sie schlicht verzweifelte oder wahnsinnige thugs waren ( im modernen englischen Sinne), also Gauner, Diebe und Mörder waren, die sich in ein dürftiges spirituelles Mäntelchen kleideten, weil selbst der geringste Verbrecher doch auch der Rechtfertigung bedarf; aber spätestens dann, wenn wir dem Thug-Mörder begegnen, werden wir dringend bewerten müssen...

So mag sich selbst der innigste Nietzsche-Jünger fragen, ob er denn wirklich im Reiche der schöpferischen Übermenschen leben wollte, welches sich der Meister als Schatten- und Vorspiel seiner grandiosen Ankunft so vorstellte... ;)

Lege ich den Maßstab meiner beschränkten Einsicht an die tätigen Künstler unserer Tage, so dürfte deutlich geworden sein, wie ich da werte. Der Geist ist durchaus neugierig, allein mir fehlt der Glaube.
Franka Frey
09. März 2016 10:21
Seit 17 Jahren bin ich ausschließlich Hausfrau und Mutter dreier Kinder in einem Dreigenerationenhaushalt und war nie zufriedener. Nach dem Hochschulabschluss hatte ich mehrere Jahre an einer Universität als Referentin im Bereich der Frauenförderung gearbeitet. Während dieser Jahre wurde mir immer klarer, dass die Mütter, die "ihren eigenen Mann" stehen wollen bzw. müssen, die Verliererinnen der Emanzipation sind. Es herrscht bei Ihnen große Überforderung und sowohl auf Seiten der Mütter als auch der Kinder viel Leid. Mit Selbstverwirklichung hat das meistens sehr wenig bis gar nichts zu tun, obwohl es bei meiner Arbeit in der Regel um die Betreuung wissenschaftlichen Nachwuchses ging, um Mütter, die promovierten oder sich habilitierten.
Seit ich an der Seite eines starken Mannes mich darum kümmern kann, für drei Generationen so etwas wie die Seele des Hauses und der Familie zu sein und Herkunft weiterzugeben an Zukunft, ist mein Leben erfüllt.
Ich fühle mich von meinem Mann als Bereitsteller der finanziellen Sicherheit so wenig abhänging wie er sich von meiner Bereitstellung der sauberen Wäsche, der warmen Mahlzeiten, des warmen Kachelofens und der gemütlichen Atmosphäre unserer Großfamilie. Außerdem hat es etwas sehr Subversives, wird dem Staat doch einiges an Steuereinnahmen entzogen durch dieses Modell der häuslichen Produktion und der Erbringung vieler Dienstleistungen innerhalb der Familie.
Monika
09. März 2016 12:01
Liebe Franka Frey,
ganz herzlichen Dank für Ihr selbstbewußtes "Statement" .
Nach dem Motto: Ich bin Hausfrau und das ist gut so.
Auch ich habe dieses Modelll lange Jahre gelebt (ebenfalls mit Hochschulabschluss). Und wurde dafür öfters angefeindet.
Sie wissen von wem : Nur von den Geschlechtsgenossinnen !
Nie von einem Mann.
( Im Rückblick würde ich es schon dem Neid zuschreiben).

Nicht zu unterschätzen ist in der Tat das Subversive des Hausfrauendaseins.
( so lese ich auch Ihren Namen)
Das erkannten sogar meine Kinder sehr früh. Im Kleinkindalter auf ihren Berufswunsch angesprochen, meinten beide Jungs: "Hausmann".
Auf die Frage: "Warum" ? lautete die Antwort: " Da kann man machen, was einem Spaß macht, muß nicht arbeiten und hat keinen Chef".
Na, ganz so subversiv ist es dann auch nicht.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass es unserem Land besser ginge, wenn es mehr gebildete und selbstbewußte Hausfrauen gäbe.
Und was das leidige Thema Mütterrente betrifft:
So muß die kluge Hausfrau auch hier früh selbständig in der Geldanlage tätig werden, da auf die gesetzliche Rente kein Verlaß mehr ist.
( Etwa in einem Hausfrauen-Aktienclub)
Gustav Grambauer
09. März 2016 14:06
Franka Frey

"Außerdem hat es etwas sehr Subversives, wird dem Staat doch einiges an Steuereinnahmen entzogen ..."

Sie sind eine der ganz wenigen unter Milliarden, die diese nicht allzu schwierig zu erfassende Seite der Fronde erfaßt haben. (Ich hatte seinerzeit erst dieses Interview gebraucht bevor es bei mir so richtig "Klick" gemacht hat):

https://www.youtube.com/watch?v=lC-ON8-9quw

- G. G.
Franka Frey
09. März 2016 15:01
@Monika
Wie schön, dass auch Sie das so empfinden! Mir wird manchmal etwas mulmig, denn auch alle drei meiner Töchter haben den Wunsch Hausfrauen und Mütter zu werden und sie sind keine Kleinkinder mehr.
Wir hoffen, dass es für sie dann auch noch Männer geben wird, die stark genug sind zu einem "Ja" für dieses Modell. Männer, die bereit sind ihren Mann zu stehen und die Verantwortung für eine ganze Familie zu übernehmen. Hier geht es ja um viel mehr als das Finanzielle.
Ich war so frank und frei und natürlich auch privilegiert, mit meinem Mann ein angemessenes Gehalt auzuhandeln - auch dies vollkommen steuerfrei: Brutto gleich Netto. Damit kann ich dann auch eigene Altersvorsorge betreiben und habe keinen Arbeitgeber, der mir betriebsbedingt kündigen könnte. So habe ich einen sehr viel sichereren Arbeitsplatz als die erwebstätigen Geschlechtsgenossinen, die dazuhin noch fremden Herren dienen müssen. Denn das muss auch einmal gesagt werden: An die "abhängigen" Hausfrauen erschallt ja oft und vor allem von links der Vorwurf der Prostitution. Ich diene aber meinem Herren. Die lohnabhängigen Frauen sind es, die sich oft in der Lage wiederfinden, fremden Herren ihre Dienste für Geld anbieten zu müssen.
Und Monika, Sie haben Recht: Es ist sehr viel Neid dabei. Er wird mir gegenüber oft sogar oft explizit geäußert in Form des "weißen Neides" wie die Russen es sagen würden, des wohlwollenden Neides. Der "schwarze Neid" bleibt stumm und wünscht mir die Altersarmut an den Hals. Aber was bedeutet schon Armut, wenn man eine große Familie hat.

@ Gustav Grambauer
Danke, ich kenne das Video bereits. Immer wenn der Begriff "Befreiung" programmatisch verwendet wird, muss man aufhorchen, hinter die Kulissen schauen und sich fragen: "cui bono?" Meist wird man an derselben Stelle fündig.
Eckesachs
09. März 2016 20:17
@Monalisa

Ich will aber nichts ,,ausmachen". Etwas ist so wie es ist, dann brauchen wir darüber nicht zu reden und es ist gut. Oder wir schaffen einen unnatürlichen Zustand durch allerlei Gerede.

Ich unterscheide nicht zwischen ,,Geldwert" und... was ist das Gegenteil?
Na, dem Gegenteil eben.
Vielmehr hat Geld nur einen geringen Wert. Morgen gehen Sie vielleicht mit 10 Millionen Euro zum Bäcker und stehen in der Schlange für ein halbes Brot.

Ein aufgeräumtes Haus, ordentliche Kinder, eine genaue Buchführung und ein gepflegter Garten - ist das nichts wert? Vielleicht kein oder nur wenig Geld, aber wenn Sie auf traditionelle Verhältnisse anspielen, dann könnte die Frau Kühe melken oder Kälber füttern. Hinter dem Pflug geht dennoch der Mann. Weil er seine Frau liebt und ihr keine zu schwere Arbeit zumuten möchte.

,,Die Familien (und Frauen) waren direkt über die „Investitionen“ in die Kinder rentenversichert und nicht wie heute, wo es darauf ankommt, möglichst ununterbrochen, in Vollzeit und außer Haus erwerbstätig gewesen zu sein. Ich sehe hier durchaus ein Gerechtigkeitsproblem."

Davon verstehe ich nichts, deshalb sage ich dazu auch nichts.

,,Dies ist selbst dann inakzeptabel, wenn man die These vertreten sollte, dass das Scheitern der Beziehungen häufig an den Frauen selbst lag."

Ich möchte das umformulieren:

Akzeptabel hin oder her, die meisten Beziehungen (irgendwie ein Linkswort) scheitern an den Frauen. Indirekt, denn man hat den Frauen das Gehirn gewaschen durch Mode, Zeitgeist, Soziologiezeugs, ,,Selbstverwirklichung" und neuerdings Genderismus.
Beziehungen WERDEN gescheitert über das Werkzeug Frau.

Meine Erfahrungen stehen den Ihren diametral gegenüber.

Jetzt warte ich übrigens darauf, daß mein Schnucki nach Hause kommt, denn ich will ihr etwas frisches zu essen machen. Ich habe eingekauft und der Herd ist schon vorgewärmt.
Monalisa
09. März 2016 21:41
@Eckesachs

Naja, also fast alles an der modernen Haushaltsführung ist irgendwie "unnatürlich". Der Begriff wird öfter mal überstrapaziert.

Aber ich will mich gar nicht streiten. Ich stelle nur fest, dass es in unserer Gesellschaft hauptsächlich um's Geldverdienen geht und ein gutes Einkommen auch zu sozialer Anerkennung führt, Mutterschaft (und Hausfrauendasein schon gar nicht) bringt da eher nichts und führt viele sogar direkt in die Armut.

Der ideelle Wert, den die Gesellschaft einer Tätigkeit beimisst, drückt sich aber nun mal in diesen beiden Größen aus.

Ich beglückwünsche alle Frauen und alle Eheleute, die dagegen halten, sich nicht demoralisieren lassen und sich trotzdem für die Familie aufopfern, in welcher Weise auch immer.

Trotzdem empfinde ich vieles was die "Rechte" zu diesem Thema so äußert, sofern es überhaupt thematisiert wird, als stark verkürzt.

Ich denke, dass der "moderne" Mann nicht weniger auf Selbstverwirklichung und Vorteilssuche getrimmt ist, wie die "emanzipierte" Frau. Insgesamt wird es ihm aber leichter gemacht, seine Verantwortung bei der Kindererziehung abzugeben.

(Langfristig ist das dann auch irgendwann zu seinem Nachteil, spätestens wenn er dann vorzeitig und vereinsamt stirbt, klar...)
Gustav Grambauer
09. März 2016 22:03
Rabenfeder

Sofern es in unserem Kulturkreis eine Schicksalsfügung im Sinne eines geistigen Ziels gibt, so ist diese sehr intim und subtil. Sie wirkt wohl nach dem Prinzip "Wer nicht hören will muß fühlen" und dies durchaus gesteigert, aber sicher nicht durch aktiv betriebene Machinationen wie den Feminismus u. a. Vielmehr sind solche Erscheinungen - wie ebenso das Auftreten von "Sektengurus" (dies mag übrigens in Asien ganz anders sein) - Ausdruck des naturgegebenen Verfalls nachdem sich die Genien zurückgezogen haben. Nur so verstehe ich Nietzsches Dictum "Was faul ist soll man stoßen".

Daß Osteuropa und insbesondere Rußland immun geworden sind war ein "Betriebsunfall", der sich infolge der "Schocktherapien" und des "Economic-Hit-Man"-Wütens (auf ideologischer Basis der Schumpeter-Doktrin der "Kreativen Zerstörung!) in den 80er / 90er Jahren ergeben hat - aber lediglich aufgrund der übergroßen Hast beim Zusammenschustern der NWO-Strukturen, der übermäßigen Gier bei der Ausplünderung sowie der allzu offensichtlichen Zerstörungssucht und des allzu offensichtlichen Hasses.

Dasselbe beobachten wir hierzulande in diesen Tagen, nicht nur bei Feminismus bzw. Gender. Da sich auch die Oligarchie zunehmend verblendet sind die Chancen für "Betriebsunfälle" heute viel größer, aber durch den noch viel größeren Substanzverlust sind diesmal die strategischen Prognosen insgesamt viel düsterer.

So daß mir eigentlich das reine Theoretisieren etwas vergeht ...

- G. G.
Schildmaid
09. März 2016 22:45
Ich find Frauen naiv die glauben, daß dies alles reichen sollte. Sich um Haus, Gatte, Kind und Kegel, Hund und Kram zu kümmern. Der "richtige Mann" sucht sich dann doch sein "Spielzeug"und legt es dann beiseite oder nimmt es sich bei Gelegenheit wieder. Die willige Hausfrau ist die Doofe. Ohne Versorgung, angewiesen auf das Einkommen des Machos und ohne Rentenpunkte.
Wer damit leben kann.....offenen Auges. Ich nicht. Derlei Spiele sind widerlich.

Ich könnte mich gut selbst versorgen. Doch ein Vorteil der Emanzipation oder ?

Und überhaupt: Man kann lamentieren und alles zerquatschen. Was zählt ist nicht pseudo-intellektuelles Lamentieren im Netz sondern Taten.

So !
Rabenfeder
10. März 2016 05:21
@ Gustav Grambauer

Mich dünkt, die Geschichte des Abendlandes seit der Renaissance und dem Aufkommen des modernen Kreditwesens, sei eine sehr hastige; es verwundert also kaum, dass auch die Protagonisten des Unterganges hastige Leute waren und sind.
Aber wir wissen ja: The hasty stroke goes oft astray.

Wenn aufgrund des Substanzverlusts kein anderer Weg mehr möglich scheint (und das ist ja keineswegs sicher), dann müssen die nachreformatorischen Deutschen sich eben ein weiteres Mal im Judentume spiegeln, auch zerrspiegeln, wenn es sein muss und die Werke ihrer genialen Geister mit in die Schatten nehmen, wo sie den Schatz eifersüchtig hüten und wie ein transportables Vaterland, wie eine geistige Heimat mit sich führen, wo immer der Winter sie auch hinführt.

Wenn spätere Entdecker und Forscher dann den Schatz bergen, auf welche Texte werden sie wohl im heiligen Kanon stoßen und in welchem Rang werden sie zueinander stehen? ;)

Ansonsten bleibt uns nur Widerstand, selbst wenn dieser sich aus vermeintlich närrischen Hoffnungen nähren sollte. Wer kann schon wissen, was kommt?
Eckesachs
10. März 2016 08:08
@Monalisa

,,Naja, also fast alles an der modernen Haushaltsführung ist irgendwie „unnatürlich“. Der Begriff wird öfter mal überstrapaziert."

Ich weiß nicht, was Sie damit meinen.

,,Aber ich will mich gar nicht streiten. Ich stelle nur fest, dass es in unserer Gesellschaft hauptsächlich um’s Geldverdienen geht und ein gutes Einkommen auch zu sozialer Anerkennung führt, Mutterschaft (und Hausfrauendasein schon gar nicht) bringt da eher nichts und führt viele sogar direkt in die Armut."

Armut? Jetzt muß ich aber lachen! Jeder Hartzer hat ein Schmierphon, Markenkleidung und raucht Filterzigaretten. Emotionelle Armut können Sie nicht meinen. Sie meinen materielle Armut.
Soziale Anerkennung bekommen Sie nicht von den Fernsehguckern, sondern von jenen, die lebendig sind.

,,Trotzdem empfinde ich vieles was die „Rechte“ zu diesem Thema so äußert, sofern es überhaupt thematisiert wird, als stark verkürzt."

Nicht nur zu diesem Thema.

Und genau das ist eine der Stärken des rechten Denkens. Die Reduktion auf das Basale. Viele Dinge sind ganz einfach, sie lassen sich kurz und knapp erklären. Die verkürzte Darstellung ist im besten Fall eine Zusammenfassung empirischer Daten.
Wann immer jemand versucht, etwas zu zerreden, einen glasklaren Zusammenhang in Frage stellt - also dekonstruiert - wittere ich den Sozialpädagogen und werde mannscharf.

@Schildmaid

Darf ich fragen, ob Sie Kinder haben?

Kositza: Stellvertretend, da ich den Strang nun schließe: Ja, hat sie!
Franka Frey
10. März 2016 08:21
@ Schildmaid

Da haben Sie sicher recht. Die naive Frau läuft natürlich Gefahr, sich ihr Hausfrau und Mutterdasein so zu gestalten, dass es mit großen sozialen Gefahren verbunden ist, genauso wie es naive Männer tun, die als Selbständige mehr oder weniger von der Hand in den Mund leben, beim Rentenbeginn dann ohne Rücklagen dastehen und sich wundern, dass es keine Rente gibt. Ich kenne mehrere solcher Fälle. Der Dummheit sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt bei beiden Geschlechtern.
Die kluge Frau wird um die Risiken wissen und vorbauen. Das ist auch als Hausfrau und Mutter möglich und wie im Berufsleben auch ein wenig Verhandlungssache.
Wem Kind und Kegel nicht genug ist, der kann gerade als Hausfrau und Mutter anderes ausgiebig tun. Die Dinge, die man leidenschaftlich gerne tut und die einen erfüllen, sind doch in den seltensten Fällen dazu geeignet, Geld damit zu verdienen. Für mich gehören Lesen, Schreiben und Klavierspielen dazu.

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