06. Juni 2016

Für die Freiheit, gegen den Austausch: Klaus & Sarrazin in Berlin

von Gastbeitrag / 42 Kommentare

Am vergangenen Freitag stellten der ehemalige tschechische Staatspräsident Václav Klaus und sein Koautor Jiří Weigl im Berliner Haus der Bundespressekonferenz ihr Buch Völkerwanderung vor. Teilnehmer des Gesprächs, das Sezession-Autor Thomas Fasbender moderierte, war außerdem Thilo Sarrazin. Für die Sezession nahm Ludwig Paul an der Veranstaltung teil; hier nun sein Bericht.



Als erster hochrangiger europäischer Staatsmann hat Václav Klaus, der über 13 Jahre Präsident Tschechiens war, ein Buch verfaßt, das sich kritisch, ja zutiefst kritisch mit der aktuellen Masseneinwanderung auseinandersetzt. Der Verlag Manuscriptum, der Völkerwanderung auf Deutsch herausgebracht hat, lud zu einer Pressekonferenz mit Klaus, seinem Co-Autor Jiří Weigl (vormals Chef der Präsidialkanzlei Klausens) und dem derzeit erfolgreichsten deutschen Sachbuchautoren – Thilo Sarrazin.

Nach einer kurzen Einführung des Gesprächsleiters Thomas Fasbender erläuterte Klaus zunächst, wovon sein Buch NICHT handle: nicht von der arabischen Welt, nicht vom Islam, auch nicht von den Migranten, sondern „nur von uns, von Europa“. Denn nicht die Migranten hätten die Krise verursacht, sondern die hiesigen Politeliten, allemal die deutschen. Das Wort „Flüchtling“ wollte er nicht gelten lassen, da es bereits ein Begriff der Politischen Korrektheit sei, er möchte dagegen nur von „Migranten“ sprechen. Dabei sei auch dieses Wort niemals – und er wandte sich ausdrücklich an die Journalisten im Saal – undifferenziert zu gebrauchen; man müsse stets klären, wovon man spricht: von „individueller Migration“ oder „Massenmigration“, der Unterschied sei wesentlich.

Wofür habe Klaus das Buch positiv geschrieben? „Für unsere Mitbürger, unsere historischen Staaten und Nationen. Für unsere Freiheit, die persönliche Sicherheit der Menschen, den Erhalt unserer Werte, Bräuche und Verhaltensweisen. Deswegen müssen wir zur Massenmigration Nein sagen.“

Weigl, auf Englisch sprechend, wies darauf hin, daß die Tschechen, noch mit dem Kommunismus vertraut, sozialen Experimenten gegenüber schnell skeptisch seien. Sie durchschauten ideologische Kampfbegriffe leichter als die Deutschen, heute etwa den der „Nachhaltigkeit“. Denn es werde ja verlangt, daß alles nachhaltig sei und für die Zukunft tauge – nur eines nicht: die Massenmigration. Über deren Risiken und Folgen zu sprechen, sei praktisch verboten. Aus dieser „blind policy“ eine „policy of responsibility“ zu machen, die für das Wohl unserer Kinder einstehe, sei das Fernziel des Buches.

Sarrazin hob als erstes lobend hervor, daß Völkerwanderung mit der falschen Einschätzung aufräume, daß Einwanderung etwas Normales sei. „Nichts ist falscher als das. Einwanderung im großen Stil war immer eine katastrophale historische Ausnahme.“ Doch sei das Buch nicht einwanderungsfeindlich. Es ziehe vielmehr die wichtige Trennlinie zwischen wirtschaftlich motivierter Masseneinwanderung und legitimem Asyl. Die Probleme im arabischen oder afrikanischen Raum seien hausgemacht und lägen nicht in europäischer Schuld – letzterer Eindruck werde leider häufig vermittelt.

Brauchen wir überhaupt großangelegte Einwanderung? Die Frage verneinte Sarrazin ebenso strikt wie die Autoren. Jedenfalls bräuchten wir keine Migration, um unseren Wohlstand zu sichern – dafür müßten die Einwanderer ja über bessere Fähigkeiten, Kenntnisse und Bildung verfügen als die einheimische Bevölkerung. Das Gegenteil sei der Fall: Massenmigration bringe nichts ein, sondern zehre Ressourcen auf.

Das berühmte demographische Problem? Auch darin sah Sarrazin, nicht anders als das Buch, eine bloße Unterstellung. Nicht die Zahl einer Bevölkerung sei wichtig, sondern was sie tut, was sie kann und wie sie sich im Staat organisiert. Wenn wir weniger werden, könnten wir dies auch allein bewältigen. Im Buch heißt es dazu, es gebe keine Planzahl von Menschen in einem Staat. Dergleichen dächten nur weltfremde Sozialingenieure.

Dann aber kam Sarrazin auf zwei Kritikpunkte an Völkerwanderung zu sprechen, die in der Folge zum vitalen Zentrum der Diskussion werden sollten.

Zum einen teile Sarrazin nicht die Ansicht der Autoren, daß es von politischer Seite den bewußten Versuch gebe, durch Einwanderung Europa zu verändern. Was zur Zeit geschehe, sei eher das unwillkürliche Ergebnis einer höchst planlosen Politik. Zum anderen glaube Sarrazin nicht, daß die Migrationskrise eine größere Zentralisierung von EU-Zuständigkeiten bewirken werde. Sie werde im Gegenteil dazu führen, daß sich Europa dezentralisiere, schon weil der Widerstand gegen die sogenannte Flüchtlingsquote seitens Polen, Tschechien, Belgien, Spanien, Frankreich, Italien eine diesbezügliche Einigung verhindere.

Das Schengenregime, wie wir es bislang kannten, werde hieran zerbrechen. Zwar sei er mit dem Herzen durchaus für eine Dezentralisierung, doch sage ihm sein Verstand, daß allein eine größere Zentralisierung, also eine Bündelung und Ausweitung von EU-Kompetenzen, des Migrationsproblems Herr werden könne.

Klaus schlug den Journalisten daraufhin eine „Schlagzeile für morgen“ vor, nämlich: „Klaus bezichtigt Sarrazin des Wunschdenkens!“ Er sagte, die implizite Einladung, die seitens der EU an die Migranten ausgesendet werde, entstamme – jedenfalls zum Teil – der Absicht, durch die Massenmigration den gesamten Kontinent zu verändern und einen neuen europäischen Menschen zu schaffen. Gleiches sei bereits vom Kommunismus versucht worden. Die hiesigen Politeliten hätten erkannt, daß sie ein neues Europa mit den alten Bevölkerungen, „den Klausens und Weigls“, nicht erreichen könnten. Dagegen böten sich die Migranten, die über keinerlei Bindungen an ihre Zielländer verfügten, hierfür perfekt an.

Es folgte die ungläubige Nachfrage einer Journalistin: Glaube Klaus tatsächlich, Merkel habe mit der Öffnung der Balkan-Route das Ziel verfolgt, einen neuen Menschen zu schaffen? Meine er das etwa ernst? Ja, das tue er, war die Antwort. Doch habe man es hier mit einem ganzen Bündel von Ursachen und Absichten zu tun – die Schaffung eines neuen Euro-Menschen gehöre sicher dazu, auch wenn Klaus nicht wisse, wie groß der Anteil dieser Absicht an der Herbeiführung der Massenmigration sei.

Sarrazin meinte auf die gleiche Frage dagegen, daß er eher an „bedingte Absichten“ von Politikern glaube. Er verglich das Handeln Merkels mit einem Wohltätigkeitsverein, der sich einen größeren Umsatz verschaffe, wenn er mehr Objekte der Wohltätigkeit finde. „Das eigene Wachstum verbindet sich da gut mit der Absicht.“ Merkel habe damit ihre Spitzenposition in der EU festigen und andere Staaten ihrem Willen unterwerfen wollen. Das immerhin sei mißlungen.

Klaus: in Tschechien verstehe man Merkel überhaupt nicht. Ihren Glauben an den Multikulturalismus lehne man sowieso ab. Sie und ihresgleichen unterschätzten überdies dramatisch, was mit der Massenmigration einhergehe. Sie vertrauten allzu sehr den Widerstandskräften des Kontinents. Doch sei Europa krank. Es benötigte sehr viel mehr Präventivmaßnahmen, um sich am Leben erhalten zu können.

Zwei Punkte aus der folgenden Fragerunde mit den Journalisten: Auf den Einwurf (seitens der FAZ), sein Buch vertrete ein althergebrachtes Gesellschaftsbild, das den individuellen Freiheiten etwa von Schwulen und Lesben nicht gerecht werde, sagte Klaus nur, er verweigere sich jeglichen „Ismen“ und unterscheide etwa die Homosexualität vom Homosexualismus. Das eine sei Privatsache, das andere Ideologie und Zwangskonzept, nicht anders als Genderismus, Multikulturalsmus, Ökologismus, Moralismus. Frage, ob Klaus glaube, daß die AfD auf den Multikulturalismus die richtigen Antworten habe? Ob die Lösungen die richtigen seien, wisse er nicht, wohl aber, daß es bessere seien als die aller anderen Parteien.

Zum Schluß sagte Weigl noch, daß es nicht zuletzt unredlich sei, vermeintliche demographische Probleme in Europa dadurch lösen zu wollen, indem man andere Länder „ausbluten“ läßt. Und er stellte die Frage, was wohl aus Deutschland und letztlich aus ganz Europa geworden wäre, wenn nach dem 2. Weltkrieg ein Drittel der deutschen Bevölkerung ausgewandert wäre und ihr geschundenes Vaterland nicht wieder aufgebaut hätte?

+ Václav Klaus u. Jiří Weigl: Völkerwanderung. Kurze Erläuterung der aktuellen Migrationskrise, Waltrop 2016. 96 S., 12,80 € – hier bestellen!

Kommentare (42)

Karl K
06. Juni 2016 16:56
Von Sarrazin – dessen Beitrag in der FAZ von heute durchaus lesenswert ist – wurde vielleicht nur geahnt, doch nie begriffen, dass es bei der Merkelschen Willkommenskultur um die absichtsvolle Ausrottung des alten Deutschen geht, dem der Nazi per se innewohnt, sozusagen als chromosomale Verunreinigung eines national gesonnenen deutschen Menschen, dessen gesellschaftliches Klimaxstadium notwendigerweise Angriffskriege, KZ und Krematorien darstellen.

Nur durch des neue Bewusstsein einer „europäischen“ Identität – warum nicht einer weltbürgerlichen? – und mit Hilfe vieler Migranten – möglichst aus weit entfernten Kulturen – kann dieser ewige Deutsche wenn schon nicht eliminiert dann wenigstens etwas gebessert werden.

Merkels tragisch-fatale „Fehlleistung“ zur Einladung an die Völker der Welt nach Deutschland zu kommen war eine im Sinne einer Freudschen Fehlleistung, denn das Unterbewusstsein der FDJ-Kämpferin hatte schon längst vollzogen, was das Machtwort der Kanzlerin später auslöste. Dass die hilfsbereiten Deutschen, die die Folgen der Merkelschen Politik dank einer volksverdummenden Propaganda im Staats-TV nicht erkennen können, sich eines Tages missbraucht fühlen werden, das sollten dann ihre Nachkommen mit Nachsicht bemerken – verbunden hoffentlich mit dem unbedingten Willen, sich niemals wieder von Koalitionspolitikern und den ihnen geneigten Massenmedien belügen zu lassen.
der demograph
06. Juni 2016 20:41
Sarrazin ist und bliebt ein ganz besonderer. Wie kaum ein Zweiter behält er einen kühlen Kopf. Ich finde es auch klasse, wie er unabhängig bleibt und sich nicht an die offensichtlichen Gruppen andockt.
Meine persönliche Meinung tut ja eigentlich nichts zu Sache, trotzdem: Ich glaube Sarrazin hat recht, nicht Klaus. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Merkel und Konsorten heimlich an einem "neuen Menschen" arbeiten. Nein die meint das schon ernst mit Ihrem "freundlichen Gesicht". Und wenn es so ginge wie sie es sich vielleicht vorstellen, also erst freundlichen Gesicht, dann machen alle brav eine Ausbildung und bekehren sich vielleicht irgendwann zum Christentum wäre das Alles ja auch gar nicht so schlimm.
Valjean72
07. Juni 2016 09:02
Meiner Auffassung nach irrt Sarrazin hier kolossal. Weiß er es nicht besser oder will er es nicht besser wissen?

Zum einen teile Sarrazin nicht die Ansicht der Autoren, daß es von politischer Seite den bewußten Versuch gebe, durch Einwanderung Europa zu verändern. Was zur Zeit geschehe, sei eher das unwillkürliche Ergebnis einer höchst planlosen Politik.


Es ist eben mitnichten planlos, wenn die Vereinten Nationen auf Ihrer Internetseite eine Strategiepapier veröffentlicht haben mit dem Titel „Replacement Migration“ (= Austauschmigration). Der offizielle deutsche Titel lautet hingegen verharmlosend „Bestandserhaltende Migration“.

Vor der großen Migrationswelle im Spätsommer/Herbst wurden von der UN die Gelder für die Auffanglager im Nahen Osten drastisch gekürzt, so dass den Menschen zum Nahrungsmittelkauf viel weniger Geld zur Verfügung stand.

Die Internetseite „Fluchthelfer.in“ wurde im März 2015 in den USA registriert. Die dahinterstehende Organisation animiert junge, hippe deutsche als Fluchthelfer tätig zu werden.

Sarrazin selbst hat Ende September 2015 auf Info-Kopp geschrieben, dass das vor über 3 Jahren veröffentlichte und im letzten September von Rumänien adaptierte „EU-Rahmenstatut zur Förderung der Toleranz“ mit der Massenmigration in Verbindung zu bringen ist.

Etc. pp.

Die Indizien sind dermaßen zahlreich, dass es schwer fällt hier an einen Zufall glauben zu können!

Insofern teile ganz klar die Position von Vaclav Klaus:

Er sagte, die implizite Einladung, die seitens der EU an die Migranten ausgesendet werde, entstamme – jedenfalls zum Teil – der Absicht, durch die Massenmigration den gesamten Kontinent zu verändern und einen neuen europäischen Menschen zu schaffen. Gleiches sei bereits vom Kommunismus versucht worden. Die hiesigen Politeliten hätten erkannt, daß sie ein neues Europa mit den alten Bevölkerungen, „den Klausens und Weigls“, nicht erreichen könnten.


Ähnlich haben sich bereits Milos Zeman und Viktor Orban geäußert!
Bausparer
07. Juni 2016 09:06
Ein sehr erhellender, gut argumentierender Bericht.
Vermutlich haben Klaus und Sarrazin zugleich recht. Die gegenwärtige (Migrations-)Politik erinnert sehr an die Durchsetzungsstrukturen der sog. zweiten Welle des Feminismus. Einerseits hat man es mit einer ausgesprochen klandestinen Strategie einer kleinen Elite zu tun, andererseits wirkt der Sog eines historisch gewordenen Zeitgeists. Kaum eine Frau -- und infolgedessen auch viele Männer nicht -- kann sich der Suggestion des Gendersolidaritätsappells entziehen.
Die Argumente von Sarrazin dürften öffentlich mehr Überzeugungskraft entfalten. Klandestine Strategien müssen nachgewiesen werden. Die Aufdeckung einzelner "Machenschaften" genügt nicht. Eine Analyse des "Unterbewusstseins" von Kanzlerin Merkel ist kaum zu vermitteln => KARL K.
Stil-Blüte
07. Juni 2016 09:34
D a ß Merkel die Migration (in die Welt) ge'schafft' hat: Vaclav Klaus. W i e sie es 'schafft': Tilo Sarrazin. (Ehemalige Kommilitonen haben ihren Charakter so zusammengefaßt: 'Sie hatte keine Ideen.' Und nun, platt gesagt, Kompensation?)
Kreuzweis
07. Juni 2016 09:55
Wenn Sarrazin recht hätte, wäre die rattenhafte Wut der Politiker und Regierenden selbst gegen sezessionistische identitäre Organisationen Biodeutscher, die nur unter sich bleiben wollen (Jugendgruppen, Wandervögel, Kulturvereine, ...), nicht zu erklären.

Eine gezielte Umvolkung muß natürlich verhindern, daß die Biodeutschen sich Abkapseln und eine eigene Kultur bewahren bzw. entwickeln - Vergewaltigung als notwendiges Programm ...
Ostler
07. Juni 2016 10:54
Die Migrationsvorgänge sind zu massiv (insofern ist der Begriff "Völkerwanderung" durchaus richtig) und ziehen sich bereits zu lange her, um an eine "chaotische Politik" der Regierung zu glauben, wie das Sarrazin will.

Nur was geht im Kopf von Merkel vor? Darüber rätselt bereits ganz Europa und die halbe Welt. Antworten gibt es bereits viele, habe aber bis jetzt keine restlos überzeugende gelesen. Abgesehen davon, was sie denkt, muss sie natürlich endlich gestoppt werden, denn sie führt unser Land in den Abgrund.

NUN ABER ETWAS SEHR INTERESSANTES, WENN AUCH TRAGISCHES. ICH BRINGE DAS HIER, WEIL ES GLAUBWÜRDIG ERSCHEINT UND AUSSERDEM DIE THESEN VON KLAUS UNTERMAUERT:
Die Zuschrift stammt aus dem Don-Alphonso-Blog in der FAZ, 31.5.2016, ein Kommentator schreibt:

"Goodnight sagt:
31. Mai 2016 um 17:22 Uhr
Intelligence officer. Stupidity officer is more like it
Nicht nur Kekse vom Don gab es heute. Hatte das Vergnügen an einer Veranstaltung einer deutschen Sicherheitsbehörde teilnehmen zu dürfen.
Wirklich interessant.
Da wurde von einem Präsidenten der deutschen Sicherheitsbehörde dazu aufgerufen, die Politik der offenen Grenzen zu unterstützen. Wir müssten das die nächsten 20-30 Jahre durchstehen und dafür sorgen, dass der Deutsche das erträgt ohne sich zu radikalisieren.
Interessant, dieses Deutschland 2016.


link dazu: http://blogs.faz.net/deus/2016/05/30/kampf-um-rom-und-andere-niederlagen-der-etablierten-3425/

@der demograph
Ich glaube, Sie unterschätzen die identitätsstiftende Kraft DIESER besonderen Religion und die soziokulturelle Prägung der Invasoren.
Ostler
07. Juni 2016 11:00
Fortsetzung:
Goodnight sagt:
31. Mai 2016 um 18:37 Uhr
And the more truth he tells, the worse it gets!
Hier mal kurz und grob das auf dieser Veranstaltung verkündete Weltbild:
Das gibt es Flüchtlinge in diesem Land. Das sind Opfer. („Man muss doch bedenken was die so alles durchgemacht haben“.)
Und diese Opfer muss man schützen.
Vor deutschen Salafisten. Denn deutsche Salafisten machen aus armen Flüchtlingen böse Terroristen.
Ebenso, und viel wichtiger: Man muss die Flüchtlinge vor all den Deutschen schützen, die kritisch gegenüber der Willkommenskultur eingestellt sind. Denn das sind irgendwie alles Rechte bzw. Rechtsradikale. Insbesondere die, die über Straftaten der Flüchtlinge berichten ( so wie z.B. der Don!).
Und die Rechtsradikalen wiederum, die muss man vor den Linksradikalen schützen.
D.h.:
Man muss Deutschland schützen, indem man die Flüchtlinge vor all den Deutschen schützt.
Whatever, ich weiss jetzt, dass ich Deutschland vor dem Don schützen muss. Denn der Don ist das Böse. Denn er sagt die Wahrheit. Und die Wahrheit ist gegenwärtig Rechts. Immer.
Was ich jetzt nicht weiss, ist, wer deutsche Frauen in Köln, in Berlin und jetzt in Darmstadt vor Flüchtlingen schützt.
Deutsche Sicherheitsbehörden eher nicht, die sind ja mit all den potentiellen deutschen Terroristen beschäftigt.
Michael Schlenger
07. Juni 2016 11:02
An Valjean72:

Ich vermute, Sie haben das angebliche Strategiepapier der UN selbst nicht gelesen, sondern beziehen ihr diesbezügliches Bild vom "Kopp-Verlag".

Es lohnt sich, die dort von Udo Ulfkotte verfasste Darstellung (http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/vereinte-nationen-fordern-bevoelkerungsaustausch-von-deutschland.html) mit der Originalquelle (http://www.un.org/esa/population/publications/migration/migration.htm) abzugleichen:

Ulfkotte schreibt, seitens der UN werde "die Öffnung Deutschlands für 11,4 Millionen Migranten g e f o r d e r t ".

Das ist mitnichten der Fall: In besagter Analyse, die eine rein arithmetische Betrachtung ist, wird lediglich ermittelt, wie hoch der rechnerische Zuzug bis 2050 sein müsste, wolle man die gegebenen Bevölkerungsgröße und Altersstruktur bei anhaltend unter dem bestanderhaltenden Wert liegenden Geburtenrate und steigender Lebenserwartung konstant halten.

O-Ton UN: "The report c o n s i d e r s replacement migration for eight low-fertility countries... Replacement migration refers to the ... migration that a country w o u l d need to offset population decline and population ageing resulting from low fertility and mortality rates."

"Gefordert" wird hier also gar nichts, sondern es werden lediglich diverse Szenarien durchgespielt, wie dies im Zusammenhang mit umlagefinanzierten Vorsorgesystemen (Gesetzliche Rentenversicherung Beamtenpensionen) seit den 1970er Jahren der Fall ist.

Ulfkotte begeht zudem denselben Fehler wie Sie, wenn er englisch "replacement" im gegebenen Kontext als "Austausch" versteht. Der vielschichtige Begriff bedeutet hier "Auffüllung" im Sinne des Ersatzes weggefallener Elemente, nicht "Austausch" vorhandener Elemente.

Ulfkotte schreibt weiter: "Man hat im Umfeld der UN auch schon einen Vorschlag, wie das alles finanziert werden soll: Die Deutschen sollen das Rentenalter im ersten Schritt auf 72 und im zweiten Schritt auf 77 Jahre hochsetzen."

Tatsächlich stellt das UN-Papier fest, wie stark das Rentenalter o h n e Einwanderung angehoben werden müsste, um das Verhältnis zwischen Erwerbstätigen und Personen im Rentenalter konstant zu halten.

Man ist daher gut beraten, sich vor blindem Glauben an "Quellen" zu hüten, die mit immer neuen Sensationen und Enthüllungen einen Haufen Geld verdienen.

Übrigens hat die UN in Sachen deutsche Einwanderungspolitik überhaupt nichts zu sagen - die wird in Berlin gemacht und die Entscheidungen der dortigen Akteure sind maßgeblich. Den ständigen Verweis auf globale (Geheim)-Pläne , die dann immer treffsicher vom Enthüllungsautomaten Kopp-Verlag "aufgedeckt" werden, empfinde ich als abwegig.

M.E. liegen der von Berlin verfolgten und weltweit einzigartigen "Strategie" unkontrollierter Zuwanderung unterschiedliche Beweggründe zugrunde - naiv-idealistische, kühl-technokratische und kurzsichtig-planlose, je nach dem, um welche Kräfte es sich handelt.

Entscheidend ist, die Folgen dieses gefährlichen Kurses deutlich zu machen, nicht sich ständig an unbeweisbaren Absichten irgendwelcher Akteure abzuarbeiten. Geschichte vollzieht sich nicht immer planvoll, sondern nimmt oft einen chaotischen und damit zufälligen Verlauf, der die Akteure selbst überraschen mag (nur werden die das nicht zugeben).

Klar ist, dass angesichts der Lage der Dinge energisches Handeln in Sachen Sicherung der Binnengrenzen und der Außengrenzen Europas gefordert ist. Das seinen Mitbürgern zu vermitteln und dabei immer wieder auf die Beispiele vernünftiger Politik in anderen Ländern zu verweisen, die ihre Bevölkerung wirksam vor wirtschaftlicher Überforderung und Verwässerung ihrer Identität schützen, sollte die Leitlinie sein.
Ostler
07. Juni 2016 11:08
3. und letzter Teil:
dann fragt 'natürlich' einer, wer der "Präsident" denn sei?

"Thomas sagt:
1. Juni 2016 um 01:23 Uhr
und war der Präsident ...
… dieser Deutschen Sicherheitsbehörde der einzige Polizist auf einer einsamen Polizeiwache in der Eifel?
Oder wessen Behörde steht der vor, manchmal wären Fakten schon vorteilhaft."
und die Antwort ist:
Goodnight sagt:
1. Juni 2016 um 10:23 Uhr
You have the luxury of not knowing what I know.
@Thomas
Die Behörde ist entsprechend ihres Namens kein Amt und auch kein Dienst."

ICH KOMME NICHT DARAUF, WAS DAS FÜR EINE BEHÖRDE IST. WEISS JEMAND BESCHEID ODER HALTEN SIE DIE GESCHICHTE FÜR NICHT GLAUBWÜRDIG?
Valjean72
07. Juni 2016 11:47
@Michael Spengler

Ich vermute, Sie haben das angebliche Strategiepapier der UN selbst nicht gelesen, sondern beziehen ihr diesbezügliches Bild vom „Kopp-Verlag“.


Ihre Vermutung ist nicht richtig. Allgemein zählt die Seite des Kopp-Verlages nicht zu meinen regelmässig angesteuerten Adressen im Internet.

Ins Spiel brachte ich das nur aufgrund der Tatsache, dass Sarrazin dort letzten September einen Artikel veröffentlichte, in welchem er selbst einen Zusammenhang (und keinen zufälligen!) zwischen Masseneinwanderung und EU-Politik äusserte.

Das Strategiepapier der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2001 lautet nun einmal "Replacement Migration".

https://valjean72.wordpress.com/2016/02/28/hintergruende-zur-masseneinwanderung-4-der-grosse-austausch/

Natürlich mit dem "hehren Ziel", dem Schrumpfen der autochtonen Bevölkerungen Europas mittels Masseneinwanderung entgegenzuwirken.

Der UN-Beauftragte für Migration, Peter Sutherland äusserte sich 2012 dahingehend, dass die EU die nationale Homogenität ihrer Mitgliedstaaten auflösen solle. Dies verspräche Wachstum und wirtschaftlichen Wohlstand.

(Quelle: http://www.bbc.com/news/uk-politics-18519395)
Nero
07. Juni 2016 12:44
@ Michael Schlenger
@ der demograph

Also bei der EU müssen sie zwischen den Zeilen lesen.
Wenn bei einer abnehmenden autochthonen Bevölkerung Europas, das Delta ,,aufgefüllt'' wird, dann ist das eine Verdrängung der hier ansässigen Völker. Klar ist das nur ein Konzeptpapier, aber die Maßnahmen laufen genau auf das heraus, was Klaus und Orban schilderten.

Seit wann lesen sie eigentlich die Sin?
Was ist hiermit oder damit?

Ich wollte am Anfang auch nicht daran glauben. Es ist einfach zu riesig um es irgendwie verarbeiten zu können. Man rationalisiert eine Menge.
Sarrazin macht auch einen falschen Schluss:
Zum anderen glaube Sarrazin nicht, daß die Migrationskrise eine größere Zentralisierung von EU-Zuständigkeiten bewirken werde. Sie werde im Gegenteil dazu führen, daß sich Europa dezentralisiere [...]

Also nur weil der Plan MOMENTAN nicht nach Plan verläuft, heißt das noch lange nicht, dass das alles keine Absicht war. Außerdem hat Sarrazin keine Ahnung von Kybernetik und modernem Controlling.

Dann sagt Sarrazin
Was zur Zeit geschehe, sei eher das unwillkürliche Ergebnis einer höchst planlosen Politik

Also er rationalisiert das Verhalten der Politiker und unterstellt ihnen Dummheit und/oder Inkompetenz.
Dazu hier ein sehr interessanter Blogeintrag.

Außerdem ist es rein aus spieltheoretischen Gründen ratsam, von Absicht auszugehen.


Übrigens hat die UN in Sachen deutsche Einwanderungspolitik überhaupt nichts zu sagen – die wird in Berlin gemacht und die Entscheidungen der dortigen Akteure sind maßgeblich.

Das stimmt nicht. Die Kette ist nur eine Andere.
Es gibt die UN-Menschenrechte. Bsp: Menschenrecht auf Freiheit. Niemand darf gezwungen werden sich an einem Bestimmten Ort aufzuhalten. Aus den Menschenrechten der UN leitet sich die Europäische Charta der Menschenrechte ab. Ist im Prinzip das Gleiche. Aus den Europäischen Menschenrechten leiten sich die Inhalte der EU ab.
Das wäre hier konkret die Personenfreizügigkeit. Übrigens ist Europa eine ,,Idee'' und kein Kontinent und keine Organisation. Das deklariert man absichtlich so um weltweiten Ausstrahlungscharakter zu haben.
Es reicht also nach Europa zu kommen. Irgendwie. Und dann kann man schon in jedes beliebige Land. Und das zeigt ja auch die Praxis.
Ich will hier nicht auf Details wie die Unionsbürgerschaft eingehen und die Mindestaufenthaltsdauer, denn das alles spielt in der Praxis keine Rolle. Abschieben geht dann nicht mehr ohne weiteres, weil --> Menschenrechte. Die UN hat somit mittelbar sehr wohl Einfluss auf Deutschlands Migrationspolitik.
Quelle: ich, der selbst am EUGHM in Straßburg war. Da haben sich noch ganz andere Dinge abgespielt die einfach nur Verrückt sind. Um meine Anonymität zu wahren, kann ich dazu nicht mehr schreiben. Nur damals dachte ich auch: alles nur doof geplant. Irgendwie schief gegangen... heute weiß ich, alles kein Zufall.
Der_Jürgen
07. Juni 2016 12:57
@Michael Schlenger

In einem wichtigen Punkt haben Sie recht: Man soll mit seinen Quellen vorsichtig umgehen und sie nach Möglichkeit überprüfen. Bekannte Beispiele sind angebliche Sprüche von Thomas Barnett, Joschka Fischer und Jürgen Trittin.

In seinem Buch "Der letzte Akt" legt Richard Melisch dem Globalisierungsideologen Barnett Aussagen in den Mund, die dieser so nicht getan hat; beispielsweise fordert Barnett nicht, Globalisierungsgegner zu töten. Auch den Ausspruch, Europa brauche eine hellbraune Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, "intelligent genug, um zu arbeiten, und zu dumm, um zu denken", findet sich bei Barnett nicht. Diese erfundenen Zitate machen im Internet seit langem die Runde; ein gutgläubiger Patriot schreibt sie vom anderen ab.

Ein offenkundig ebenfalls erfundenen Zitats von Trittin, das meines Wissens in der FAZ angeführt wurde, hat u. a. einem Autor von Sezession, der sich auf diese Quelle verliess, Ärger eingebrockt. Wenn ich mich nicht irre, war es ebenfalls die FAZ, die den Inhalt eines Buchs von Joschka Fischer paraphrasierte, dies aber in einer Form tat, dass viele Leser die Paraphrase für ein Zitat hielten und dieser nicht existierende Fischer-Spruch seit Jahren im Netz kursiert. - Es ist sehr gut möglich, dass auch Ulfkotte, der im Prinzip ein guter Autor ist, es aber manchmal an Sorgfältigkeit fehlen lässt, in einen UN-Text hineinliest, was dort nicht explizit steht.

Bezüglich der Meinungsunterschiede zwischen Sarrazin und Klaus stehe ich ganz klar auf der Seite des Tschechen. Die Beweise dafür, dass die Umvolkungspolitik von langer Hand geplant ist, sind überwältigend und kamen in diesem Forum schon so oft zur Sprache, dass es mir unnötig scheint, nochmals darauf einzugehen. Den Hooton-Plan und den Coudenhove-Kalergi-Plan kennt wohl fast jeder Leser dieses Blogs; Wiederholungen sind da unnötig, ebenso wie es unnötig ist, die schon x mal angeführten, nachweislich echten und teilweise vor der Videokamera getätigten Aussprüche von Nicholas Sarkozy, Gregor Gysi, Anetta Kahane, Peter Sutherland etc. etc. zu wiederholen.

Ja, es soll in der Tat ein neuer Mensch geschaffen werden - ein gemischtrassiger europäischer "Zukunftsmensch". Dass Tony Blair und seine Clique gezielt eine riesige Menge Schwarzer nach Grossbritannien lockten, um zur Schaffung einer hellbraunen Einheitsrasse beizutragen, war sogar in britischen Mainstream-Medien zu lesen.

Über die Beweggründe von Merkel mag ich nicht spekulieren. Immer wieder wird behauptet, sie sei eine geheime Jüdin, die Deutschland aus Rachsucht zerstören wolle, doch fragt man nach Beweisen, so heisst es: Ausser Spesen nichts gewesen. Auch die Behauptung, sie werde mit irgendetwas Anrüchigem erpresst, ist reine Spekulation. Wichtiger als die Beweggründe dieser Frau und ihrer Komplizen zu erforschen ist es, ihr und ihren Komplizen das Handwerk zu legen.
Saejerlaenner
07. Juni 2016 13:17
Dummheit contra Bosheit bzw.
Unwissenheit/Schlamperei contra pure Absicht bzw.
nun mal stattfindendes historisches Großereignis contra Verschwörung im ganz großen Stil.

Man kann sich an dieser Fragestellung wunderbar abarbeiten, allein an der Schaffung von Fakten ändert das rein nichts.
Arminius Arndt
07. Juni 2016 13:51
Man ist daher gut beraten, sich vor blindem Glauben an „Quellen“ zu hüten, die mit immer neuen Sensationen und Enthüllungen einen Haufen Geld verdienen.


Und die, wenn es hart auf hart kommt, dann doch den Schwanz einziehen, um ungestört ihre Geschäfte weiter betreiben zu können ... vgl. Fall Akif Pirincci.
Michael Schlenger
07. Juni 2016 13:52
An Nero:

Zitat: "Also bei der EU müssen sie zwischen den Zeilen lesen."
1. Ging's hier um die UNO, und 2. muss ich überhaupt nichts, nur weil Sie das behaupten.

Die UNO-Szenarionalayse ist ein alter Hut und hat viele Vorläufer, die man kennt, wenn man sich seit den 1980er Jahren wissenschaftlich mit dem Thema "old-age dependency ratio" beschäftigt. Man braucht nicht a l l e s reflexartig gegen den Strich zu lesen.

Zitat: "Ich wollte am Anfang auch nicht daran glauben."
Ich glaube in politicis an gar nichts, ich bin von Natur aus skeptisch und lasse mich von Erfahrung, Argumenten und Belegen leiten.

Zitat: "Seit wann lesen Sie eigentlich die SiN?"
Lange genug, um neben den von Ihnen genannten Beiträgen (den über Barnett habe ich sogar kommentiert) auch andere hier ventilierte Ansichten zur Debatte zu kennen.

Ich lese die SiN ( und vieles andere) im Übrigen auch nicht, um mir dort eine konfektionierte Meinung als Glaubenswahrheit abzuholen, sondern um mir andernorts nicht zu findende Argumentationen und Sichtweisen zu erschließen. Was ich davon teile, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Zitat: "Um meine Anonymität zu wahren, kann ich dazu nicht mehr schreiben."
Schon klar, Erich von Däniken (noch ein Kopp-Autor) musste auch seine Quellen immer geheimhalten, weil diese sich vor Repression fürchteten...

Zitat: "Die UN hat somit mittelbar sehr wohl Einfluss auf Deutschlands Migrationspolitik."
Um die allgemeine Abhängigkeit nationalen Rechts von den Menschenrechten, geht es mir hier nicht. Die Rede ist von der Entscheidung Deutschlands eine konkrete und radikal andere Einwanderungs(un)politik zu betreiben als andere Mitgliedstaaten der UN.

Die Entscheidung für die konkrete Ausformung ist nicht nachweisbar von der UN gelenkt, sondern den Akteuren in Berlin zuzuordnen. Fragen sie mal in Australien nach, ob man dort seine "No way" Politik mit irgendwelchen UN-Funktionären abgesprochen hat.

Da sie partout eine große Verschwörung wittern wollen - was gewiss seinen Reiz hat - sind Sie auf meinen entscheidenden Punkt nicht eingegangen:

Es ist Zeitverschwendung (außer für die fleißigen Verfasser einschlägiger Literatur) den mutmaßlichen Motiven nachzugehen.

Zitat Jürgen: "Wichtiger als die Beweggründe dieser Frau und ihrer Komplizen zu erforschen ist es, ihr und ihren Komplizen das Handwerk zu legen."
Gustav Grambauer
07. Juni 2016 13:54
Wie weit die "klandestine Strategie einer kleinen Elite" (Bausparer) im akademischen Milieu, aber fast nur dort, gediehen ist, zeigen diese beiden Videos:

(Doch, der_demograph, die arbeiten am "Neuen Menschen", der Prototyp ist längst da:)

https://www.youtube.com/watch?v=iKcWu0tsiZM&index=2&list=PLRnXV_eLOOcGhDVZeCKvlns3gGw989dv9

https://www.youtube.com/watch?v=XM-HJT8_esM&list=PLRnXV_eLOOcGhDVZeCKvlns3gGw989dv9&index=1

- G. G.
Valjean72
07. Juni 2016 14:28
@Der_Jürgen
... ebenso wie es unnötig ist, die schon x mal angeführten, nachweislich echten und teilweise vor der Videokamera getätigten Aussprüche von Nicholas Sarkozy, Gregor Gysi, Anetta Kahane, Peter Sutherland etc. etc. zu wiederholen.


Wenn nun aber neue Teilnehmer auftauchen und die These per se abtun, dass mit der Masseneinwanderung Pläne umgesetzt werden und somit dieses Phänomen nicht allein auf unfähige Politiker und Massenhysterie zurückzuführen ist, dann ist es meines Erachtens durchaus angebracht hin und wieder, durchaus dosiert, diese von Ihnen genannten Zitate – und andere – anzuführen.

Erstaunlich und durchaus bemerkenswert ist, dass mit Vaclav Klaus, Milos Zeman und Viktor Orban drei gestandene Politiker Mitteleuropas öffentlich Überlegungen in diese Richtung geäußert haben, hingegen es in der BRD diesbezüglich mucksmäuschenstill ist.
Andreas Walter
07. Juni 2016 15:01
Einfach wie Militärs denken: Ich will Ruhe und Kontrolle, und eine ordentliche Pension. Alle Machtmenschen, also auch alle Politiker, Wirtschaftsführer, Offiziere, Medienbosse wie aber auch Rebellen sind deshalb durch die Bank weg Kontrollfreaks. Die Gründe dafür und das Warum mögen unterschiedlich sein, doch das Ergebnis ist immer das Gleiche. Ja, ich rede (auch) von mir, doch weil ich das einsehe kenne ich auch die Psyche meine Gegner. Selbst in die eines Psychopathen kann ich mich darum besser hineinversetzen als Lola Herzchen oder Willi Bruder Gutmensch. Eiskalt, menschenverachtend kann auch ich darum denken. Hahahahaha, könnt ihr also ruhig veröffentlichen, denn auch eure Gegner sind darum kein Meter besser. Aber eben auch nicht schlechter. Es sei denn, sie haben einen Anderen oder gar keinen Gott als den Gemeinsamen, den alle haben, egal wie viele Namen oder Beschreibungen er auch haben mag. Ohne diesen Gott gibt es nämlich auch keinen Grund mehr, nicht auch 6 Milliarden Menschen abzuschlachten, und sei es mit Biowaffen.

kW
07. Juni 2016 16:36
Gerade habe ich erfahren, daß vor Jahrhunderten junge deutsche Männer in Masuren einwanderten und sich polnische Frauen nahmen. Ich habe so etwas wie eine Ahnentafel und kann das bestätigen. Man will das jetzt mit den Negern wiederholen. Das geht aber nicht.
deutscheridentitärer
07. Juni 2016 16:44
Es ist eben mitnichten planlos, wenn die Vereinten Nationen auf Ihrer Internetseite eine Strategiepapier veröffentlicht haben mit dem Titel „Replacement Migration“ (= Austauschmigration). Der offizielle deutsche Titel lautet hingegen verharmlosend „Bestandserhaltende Migration“.


Ohne Ihnen grundsätzlich widersprechen zu wollen, ist die Üersetzung nicht zwinged verharmlosen.

"Replacement" kann nicht nur die Bedeutung "Austausch" haben, sondern auch "Ersatz" nämnlich des demographisch bedingt schrumpfenden Bevölkerungsteils eben auf Bestandsniveau meinen.
thotho
07. Juni 2016 17:29
Also die Menschenrechte sind doch mit das Wahnhafteste, was wir haben. Sie werden in den Debatten wie von Gott gegeben behandelt und gepreist, wenngleich sie in der franz. Revolution von zum Teil zwielichtigen Menschen geschaffen wurden.
Menschenrechte, Menschheit, Menschenfamilie, das gehört alles zusammen und meint nichts anderes als die Vermischung und Zerschlagung von Völkern bzw. Nationen. Warum? Weil von den Menschenrechten juristisch und politisch viel zu viel abgeleitet wird und ganz offensichtlich gegen uns Autochthone gerichtet ist.

In Österreich gehen sie - neben der Menschenrechtsleier - noch immer mit der Monarchie hausieren, um uns die Einwanderung als eh schon immer so gewesen bzw. logisch zu verkaufen. Mitschwingen tut das überall in der Debatte. Für jedes weiße europäische Land sucht man sich Lügen und Verdrehungen, die bei der beschwatzten Masse ziehen (sollen).

Das sind die Hintergründe (von der Paneuropa-Bewegung Kalergis etc. jetzt einmal abgesehen). So kommt es dann, dass in einer absolut deutsch-österreichischen Stadt wie Innsbruck die Amtssprache abschafft, um - ganz im Sinne von Timmermans EU-Diversitätsstrategie - Heterogenität als unhintergehbare Entität hinzustellen und nur mehr die Frage zulassen zu wollen, wie man mit ihr umgeht.

Solche Dinge in Betracht ziehend, komme ich für mich persönlich immer mehr zum Schluss, dass weniger von Naivität oder Unwissenheit auszugehen ist, sondern von niederträchtigem Kalkül.
hintermbusch
07. Juni 2016 18:28
@ Karl L
"des alten Deutschen geht, dem der Nazi per se innewohnt"
Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass dem einzelnen Deutschen der Nazi in den Genen steckt. Eine solche (biologistische) Auffassung wäre übrigens nichts anderes als - Rassismus im reinsten Sinn des Wortes!
Ich habe aber ein sehr interessantes Werk entdeckt, das (mit guten Argumenten und empirisch unterlegt) die Meinung vertritt, dass der ethnische Nationalismus aus den Familienstrukturen, also der Sozialanthropologie, zahlreicher Völker gespeist wird, u.a. bei Schweden, Westnorwegern, Schotten, Iren, Belgiern, Deutschen, Tschechen, Österreichern, Deutschschweizern, Basken, Katalanen, Japanern, Koreanern und Juden. Eine Europa-Karte dazu findet man hier:
https://hintermbusch.wordpress.com/2016/05/22/erfindung-europas-erganzungen/
Ethnischer Nationalismus sei eine soziale Disposition, die die Stammfamilie (oft als Gegenkonzept zur sozialdemokratischen Ideologie) hervorbringe, indem sie autoritäre und inegalitäre Konzepte verheirate. Diese Disposition äußere sich bei kleineren Nationen in Regionalismus und Neutralismus (=Rückzug von der Welt). Nur bei großen Nationen wie Deutschen und Japanern, die die militärischen, technischen und wirtschaftlichen Mittel dazu hätten, habe sie sich unter gewissen äußeren Umständen in einem Hang äußern können, die Welt gewaltsam erobern zu wollen. Recht ausführlich entwickelt der Autor diese These im Vergleich von Schweden und Deutschland:
https://hintermbusch.wordpress.com/2015/12/29/erfindung-europas-schweden/
Der Autor Emmanuel Todd, der übrigens 1976 den Untergang der Sowjetunion "in 15 Jahren" prognostiziert hatte, ist ein vehementer Gegner des Euro und der forcierten europäischen Integration seit etwa 1980, weil er sie für den fatalen Versuch der Eliten hält, den sozialen Code der europäischen Völker zu brechen:
https://hintermbusch.wordpress.com/2016/02/10/erfindung-europas-vorwort-zur-2-auflage/
Er betont die enormen Unterschiede im Denken dieser Völker und ihre gegenseitige Befruchtung (u.a. aber nicht nur durch Kriege) mit Innovationen, die sie selbst nicht hätten machen können.
Der Versuch der Homogenisierung erinnere ihn (wie Vaclav Klaus) an den Marxismus-Leninismus und er müsse in einem Desaster enden. Ich finde es bemerkenswert, dass ein hellsichtiger, liberaler und anglophiler Franzose so früh in solcher Klarheit äußert, was in der deutschen Debatte konsequent in die rechte Ecke verbannt wurde. Nur der ebenfalls liberale Ralf Dahrendorf hat hierzulande sehr früh ähnliche Vorbehalte gegen die fortschreitende europäische Integration geäußert.
niekisch
07. Juni 2016 18:56
"Und wenn es so ginge wie sie es sich vielleicht vorstellen, also erst freundlichen Gesicht, dann machen alle brav eine Ausbildung und bekehren sich vielleicht irgendwann zum Christentum wäre das Alles ja auch gar nicht so schlimm."

@ der demograph: doch, das wäre schlimm, denn Überfremdung ist es trotzdem.
Der_Jürgen
07. Juni 2016 19:15
@Valjean72

Selbstverständlich bezog ich mich bei meiner Aussage, es sei überflüssig, diese Zitate immer wieder anzuführen, auf das Forum der Sezession, weil man davon ausgehen darf, dass - von neuen Lesern vielleicht abgesehen - hier jeder im Bilde ist. Martin Lichtmesz hat sich ja vor einiger Zeit darüber aufgeregt, dass ein Forist zum 100. Mal den sattsam bekannten Coudenhove-Kalergi-Plan auftischte. In der Diskussion mit Frischlingen, die von Coudenhove-Kalergi oder Barbara Lerner-Spectre noch nie etwas gehört ist es sehr wohl notwendig, diese Aussprüche zu zitieren und gegebenenfalls vorhandene Videoausschnitte zu zeigen; da haben Sie natürlich recht.

Es mag ja nicht direkt zum Thema gehören, aber ich möchte hier im Zusammenhang mit den Erklärungen von Vaclav Klaus einen Gedanken äussern, auf den ich bisher in keinem Buch, keinem Artikel und keinem Forumbeitrag je gestossen bin; vielleicht ist der eine oder andere Sezessionist aber zum selben Schluss gelangt:

Von deutschnationaler Seite wird oft geltend gemacht, mit ihrem Präventivschlag gegen die UdSSR hätten die deutschen Streitkräfte die Hälfte Europas von der kommunistischen Tyrannei bewahrt. In der Tat vertritt der kenntnisreiche russische Militärhistoriker Michail Meltjuchow in seinem Buch "Upuschtschenny Schans Stalina" (Stalins versäumte Chance) die Auffassung, wenn die sowjetische Seite zuerst zugeschlagen hätte, wäre der Krieg im Frühling 1942 mit ihrem totalen Sieg zu Ende gegangen; sie hätte ganz Europa bis zum Atlantik überrannt. Somit bekräftigt Meltjuchow, der den versäumten Erstschlag Stalins bedauert, die Auffassung der Deutschnationalen, laut denen die Deutschen mit ihrem Einmarsch in die Sowjetunion eine kommunistische Eroberung des ganzen europäischen Kontinents verhinderte.

Aus heutiger Sicht äussere ich da eine Ansicht, die vielen meiner deutschnationalen Freunde als pure Ketzerei und Lästerung vorkommen mag: Es ist bedauernswert, dass die Sowjets damals nicht ganz Europa überrollt haben. Ihre Herrschaft hätte mehrere Millionen Europäer Leben oder Freiheit gekostet, aber die biologische Substanz sowie das kulturelle Erbe der Europäer wäre nie in Gefahr geraten - so wie die biologische Substanz und das kulturelle Erbe der Polen, Tschechen, Ungarn etc. unter dem roten Regime trotz des brutalen Terrors der ersten zehn Jahre nie ernsthaft gefährdet waren.

Wie die Erfahrung Osteuropas zeigt, hätte sich der Kommunismus nicht mehr als ein paar Jahrzehnte halten können; die europäischen Völker hätten sich dann von ihm befreit, und an die Stelle der kommunistischen Regime wären nicht von Amerikanismus und Holocaust-Propaganda korrumpierte und seelisch zerstörte europäische Regierungen getreten. So etwas wie eine massive Drittwelteinanderung hätte es nie gegeben, weil die von seelisch gesunden Völkern getragenen Regierungen eine solche nicht geduldet hätten.

Nach menschlichem Ermessen sind Frankreich, Belgien, Holland, Schweden, Grossbritannien und die westliche Hälfte Deutschland bereits verloren. Die demographischen Realitäten lassen sich nicht wegzaubern. Es würde eines herkulischen Befreiungsaktes bedürfen, um das Ruder noch im letzten Moment herumzureissen und die notwendigen X Millionen Abschiebungen durchzuführen. (Wobei man allerdings z. B. durch die konsequente Streichung von Arbeitslosen- und Kindergeld für nichteuropäische Ausländer sowie durch das strenge Verbot von Halalschlachten, Verschleierung, Beschneidung etc. dafür sorgen könnte, dass ein erheblicher Teil der Muslime und sonstigen unerwünschten Immigranten freiwillig zurückkehren würden; demselben Zweck würden Prämien für freiwillige Rückkehrer dienen.) Ich hoffe inbrünstig auf eine solche Entwicklung, schätze die Chancen aber auf weniger als 50 %.

Die osteuropäischen Völker, selbstverständlich inklusive Russland, werden überleben. Sehr gute Chancen hat die Ex-DDR: auch für die Schweiz, Östereich, Italien, Spanien und Portugal, Dänemark, Norwegen und Finnland stehen die Aussichten wesentlich besser als für die zuvor erwähnten Staaten. Immer vorausgesetzt, der auch dort erforderliche Umschwung erfolgt in absehbarer Zukunft.

Wie die von @Valjean 72 genannten Beispiele Orban, Klaus und Zeman zeigen, hat der Kommunismus die Osteuropäer nicht im entferntesten so kaputt gemacht wie der Liberalismus die Westeuropäer. In Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Polen etc. kann man noch seinen gesunden Menschenverstand öffentlich gebrauchen, ohne als "Faschist", "Rassist" oder doch wenigstens "Rechtspopulist" von den Lügenmedien in der Luft zerrissen zu werden.
Eisenhans
07. Juni 2016 19:57
Hat Vaclav Klaus eigentlich schon einmal eindeutig Position bezogen zu
der "erfolgreichsten" ethnischen Säuberung der letzen hundert Jahre,
nämlich der Säuberung Böhmens und Mährens ?
Ca. 900 Dörfer wurden komplett dem Erdboden gleich gemacht, angeblich
60 % der Tschechen sind noch heute der Ansicht, daß das so "in Ordnung"
war. Die Türken können da wohl nur vor Neid erblassen, die haben 1915
wenigstens die armenischen Kirchen stehen lassen.
Ich habe die Befürchtung, dass man hier u.U. auf das falsche Pferd setzt.
Das gleiche gilt im übrigen für das Geschrei der polnischen Nationalisten.
Die Deutsche Rechte sollte sich genau überlegen, auf was, bzw. mit wem
sie sich hier einläßt.
Das Prinzip der `Zweck heiligt die Mittel` schimmert deutlich durch !
Kiki
07. Juni 2016 22:04
@Ostler
Nur die Ruhe - soviel Zeit haben die nicht (und die Chefs bei denen wissen es). Die kommen nicht einmal bis 2020.
W.Wagner
07. Juni 2016 22:43
Also wenn man all die Kommentare hier liest (darunter einige mit Verblödungserscheinungen), dann greift man doch lieber gleich zum neuen Buch von Thorsten Hinz "Weltflucht und Massenwahn", das auch Ellen Kositza hier besprach. Hinz ist unser Denker. In seinem Buch ist alles zur Situation gesagt, danach sollte man an die Arbeit gehen.
Wahrheitssucher
07. Juni 2016 23:20
@ Der_Jürgen

Von allen Beiträgen in diesem Forum schätze ich vor allem die Ihren ganz besonders, aber dieses Mal werde sie zu spekulativ.
Obwohl der Gedankengang als solcher schlüssig ist und viel Wahres enthält, steht er, wie überhaupt jede geschichtliche Entwickung unter dem Vorbehalt der Kontigenz, d.h. der Gang der Dinge erscheint möglich, aber nicht notwendig.
Hätte sich auch ein ganzes Europa von einer kommunistischen Herrschaft befreit, so ganz ohne das (Vor)bild einer wohl doch mehr tatsächlich als vermeintlich "besseren Hälfte"?
Und hätten Sie sich oder anderen wirklich die etwa 45 Jahre unter einem solchen System zumuten wollen?
firenzass
07. Juni 2016 23:54
@ Eisenhans.....Vaclav Claus und ethnische Saeuberungen.....(an den Sudentendeutschen?)
Es ist ja der Chauvinismus und die kuenstlich am koecheln gehaltene Rivalitaet unter den alten Voelkern Europas das wahre Amalgam, das diese unsere Eu zusammenhaelt.
Schon mal darueber nachgedacht, dass, wenn sich Laender wie die Tchechei und uebriges auch die Tuerkei ihre Schuld eingestehen sollen, unweigerlich ein Schuldaufarbeitungsmechanismus Fahrt aufnehmen wuerde, auf die Tchechen, Tuerken , Ungarn und wer auch immer am Ende nicht mehr wuerden einwirken koennen.
Die Tchechen und die Tuerken hatten nun ausreichend Gelegenheit die Behandlung der "Schuld"frage am Beispiel Deutschlands zu studieren.
Ein "Dialog" ueber Schuld waere der erste Schritt auf dem Wege zur Aufgabe der Selbtbestimmtheit.
Und was lohnte denn der Dialog mit Laendern, Nationen und Voelkern, die ihre Selbsbestimmung drangegeben haetten?
Die Aufarbeitung des Vertreibungsunrechts muss warten...........andere Angelegenheiten gehen vor!
Michael Schlenger
08. Juni 2016 00:11
An Frau (?) Wagner,
Sie empfehlen das neue Buch von Herrn Hinz, danke dafür!

Haben Sie denn auch Argumente für die Empfehlung oder nur (möglicherweise monetäre) Interessen, die dafür sprechen?

"X ist unser Denker" ist gewiss nicht die beste Begründung für die Lektüre eines Buches, das wussten kluge Köpfe schon vor 2.000 Jahren.

"Es ist alles gesagt" erinnert an zeitgenössische Verhaltensanweisungen zu diversen Themen nach dem zeitlosen Motto: "Frage nicht, glaube!".

Da höre ich mir lieber Bach'sche Kantaten an "Es ist vollbracht..."
Die finde ich selbst als Agnostiker deutlich überzeugender.
Valjean72
08. Juni 2016 09:55
@Der Jürgen:
Aus heutiger Sicht äussere ich da eine Ansicht, die vielen meiner deutschnationalen Freunde als pure Ketzerei und Lästerung vorkommen mag: Es ist bedauernswert, dass die Sowjets damals nicht ganz Europa überrollt haben.

Ich hatte vor ein paar Jahren mal in einem Forum ein Gedankenspiel geäußert, dass es vielleicht besser für Deutschland hätte laufen können, wenn die sozialistische Revolution von 1919 erfolgreich gewesen und Deutschland eine Räterepublik geworden wäre.

Beileibe nicht weil ich mich als Stalinisten begreife aber eine Annäherung an die Sowjetunion hätte aller Voraussicht nach zur Folge gehabt, dass es nicht zu einem verheerenden (Zwei)-Frontenkrieg und somit nicht zum Verlust Schlesiens, Pommerns, Ostpreußens und Ostbrandenburgs gekommen wäre.

Aber auch hier bin ich zur Überzeugung gelangt, dass es Kräfte gibt, die seit über 100 Jahren, vielleicht schon seit der Reichsgründung von 1871, eine Annäherung von Deutschland und Russland mit allen Mitteln verhindern wollen, bzw. sogar Kriege zwischen unseren Ländern anstreb(t)en.

Nach menschlichem Ermessen sind Frankreich, Belgien, Holland, Schweden, Grossbritannien und die westliche Hälfte Deutschland bereits verloren... Die osteuropäischen Völker, selbstverständlich inklusive Russland, werden überleben. Sehr gute Chancen hat die Ex-DDR


Das was Sie geschrieben haben, teile ich zu großen Teilen.
Meine Hoffnungen auf positive Veränderungen bezogen auf einen gesellschaftlichen Diskurs - und damit auf einen andere Politik - liegen ebenso auf den Menschen in den Neuen Bundesländern, allen voran auf den Sachsen.

Aber auch hier ist zu konstatieren, dass die Machtstrukturen nicht schlafen und versuchen Nägel mit Köpfen zu machen. In Leipzig (560.000 Einwohner) leben beispielsweise mittlerweile 70.000 Menschen mit Migrationshintergrund und in der Altersgruppe von 0 – 14 Jahren haben jetzt sogar 20% der Leipziger einen Migrationshintergrund (vor 25 Jahren dürfte dieser Prozentsatz gegen Null tendiert haben).

Ein guter Teil hat einen osteuropäischen Migrationshintergrund aber der Anteil aus Asien/Afrika steigt stetig. Leipzig wuchs im vergangenen Jahr um ca. 16.000 Einwohner, Zweidrittel davon waren "Flüchtlinge".
Valjean72
08. Juni 2016 10:58
@deutscheridentitärer:
„Replacement“ kann nicht nur die Bedeutung „Austausch“ haben, sondern auch „Ersatz“ nämnlich des demographisch bedingt schrumpfenden Bevölkerungsteils eben auf Bestandsniveau meinen.


Gut, replacement kann sowohl Austausch als auch Ersatz bedeuten. Allein ich empfinde die zweite Bedeutung keineswegs weniger bedrohlich.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob schrumpfende Bevölkerungen (besser: Völker) unbedingt und ausschließlich durch Einwanderung, noch dazu aus entfernten Gebieten, auf einen stabilen Stand zu halten sind.
Es gäbe z. B. die Möglichkeit, dass sich betroffene Völker mit solch einer Schrumpfung arrangieren und ihre Volkswirtschaft darauf ausrichten.

Ein anderer Aspekt wäre eine Politik zu betreiben, welche ein familienfreundliches Klima unterstützt. In den „westlich liberalen“ Gesellschaften werden allerdings individualistische und hedonistische Rollenmodelle gepflegt. Es werden also mitnichten „Geburtenanreize“ gesetzt, was wiederum zur Folge hat, dass das aufzufüllende Delta allein durch Einwanderung zu schließen sein soll.

Ob nun „ersetzt“ oder „ausgetauscht“, langfristig (d.h. über mehrere Generationen hinweg) kommt es auf dasselbe hinaus.
Der_Jürgen
08. Juni 2016 13:30
@Eisenhans

Ich begreife Sie gut. Die Barbarei der Vertreibung darf nicht in Vergessenheit geraten. Dennoch dürfen wir uns nicht zu Geiseln der Vergangenheit machen lassen.

Angesichts der existentiellen Bedrohung der weissen, europäischen Völker sitzen die Deutschen heute mit den Tschechen und Polen im gleichen Boot, und wenn sich die Ruderer gegenseitig an die Gurgel fahren, wird der Kahn früher oder später kippen.

Dies ist kein Verzicht auf die historische Wahrheit, sondern Realitätssinn. Ausserdem: Welche Schuld trägt ein heutiger Pole oder Tscheche an den Untaten von 1945? Genau so viel wie ein heutiger Deutscher an den wirklichen (nicht den erfundenen) deutschen Gewalttaten im Osten, nämlich keine.

Mir schwebt die Schaffung einer Historikerkommission vor, bestehend aus deutschen, tschechischen, polnischen, ukrainischen und russischen Spezialisten, welche den ganzen Komplex der Beziehungen zwischen diesen Nationen zwischen den beiden Weltkriegen, während des 2. Weltkriegs und in den ersten Nachkriegsjahren anhand sämtlicher verfügbarer Dokumente so umfassend beleuchtet, wie dies möglich ist. Die Wahrheit wird reinigend und befreiend wirken.

Unter dem jetzigen BRD-Regime, dessen Devise "Die Deutschen sind immer schuld, und wenn sie ausnahmsweise einmal nicht die Hauptschuldigen waren wie bei den Armeniermassakern von 1915, waren sie doch immerhin mitschuldig" lautet, wird dies natürlich nicht möglich sein, wohl aber in einem künftigen deutschen Staat, von dem wir alle hoffen, dass er kommen wird.
thotho
08. Juni 2016 14:44
Nachtrag zu meinem Beitrag oben. Schäuble:

"Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe."

Die Deutschen degenerieren(!), wenn sie sich nicht mischen? Und noch einmal: Ist das Naivität oder "passiert halt"? Wie kann ich davon ausgehen, bei derartigen Äußerungen?
Würde jemand von der AfD sagen, wir degenerieren, wenn wir uns mischen und vergleicht das mit Zuchtverhalten, schleifen sie ihn morgen durch alle Schmierblätter.

"Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt. Schauen Sie sich doch mal die dritte Generation der Türken an, gerade auch die Frauen! Das ist doch ein enormes innovatorisches Potenzial!"

Ja, das passt dann grandios dazu. Stimmt, die dritte Generation, die geistig mehr in Anatolien lebt, als die erste. Ganz vergessen, wie toll das alles läuft.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-06/wolfgang-schaeuble-aussenpolitik-wandel-afrika-arabische-welt
Gustav Grambauer
08. Juni 2016 15:31
Wie könnte man Gauland in den Genuß einer staatspolitischen, sagen wir:, "Konsultation" bringen?! Es wäre gerade dringend. Höcke hat doch Zugang zu ihm, berät er ihn nicht, ist er, G., "beratungsresistent", nimmt er die Dinge nicht auf, behält er sie nicht oder hat er eine von mir noch nicht durchschaute Taktik (seine Sturheit erinnert ja an diejenige von Kohl, der sie geradezu zu seinem Markenzeichen gemacht hatte, der aber dazu auch ganz andere Voraussetzungen hatte)?!

Gauland geht, seitdem er in der Falle sitzt, unaufhörlich - offenbar von sich aus - wie der von den Farben redende Blinde an die Öffentlichkeit. Die Rassisten-Aufseherin bei Will, die übrigens das letzte Wort haben durfte, hat ihm mehrmals klarzumachen versucht, daß "Rassismus" im Social Justice Warrior Hai Fisch Becken heute bereits auf der Stufe der Religionskritik einschlägig ist. Jetzt lese ich das hier:

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/afd-vize-gauland-das-ist-eine-meinungsdiktatur/

Das ist nur ein kleines Beispiel, könnte eine ganze Strähne benennen.

Bin sogar, obwohl ich mit der AfD nichts zu tun habe, versucht, ihm das Buch hier

http://www.chbeck.de/Arndt-101-wichtigsten-Fragen-Rassismus/productview.aspx?product=10271080

zu schicken, aber das würde nur Einen Bruchteil seines "Beratungsbedarfs" abdecken. Besser wäre in diesem Ätherkrieg ein Funkspruch von Schnellroda an einen geeigneten Empfänger.

- G. G.
Valjean72
08. Juni 2016 15:31
ZEIT-Online hat heute Mittag einen Artikel mit Aussagen Wolfgang Schäubles zur Einwanderungsthematik veröffentlicht.

Daraus ein prägnantes Zitat vom Finanzminister:

Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe. Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt. Schauen Sie sich doch mal die dritte Generation der Türken an, gerade auch die Frauen! Das ist doch ein enormes innovatorisches Potenzial!"


Rational ist das alles nicht mehr zu fassen!
Visitor
08. Juni 2016 21:16
Der_Jürgen
Großbritanien ist nicht verloren, vielleicht nur England. Schottland, Wales und Nordirland sind immer noch über 90% einheimisch.
Michael B
08. Juni 2016 21:18
Die Behörde ist entsprechend ihres Namens kein Amt und auch kein Dienst.

Es gibt und gab solche Behörden in der "Intelligence Community", wobei ich mir nicht sicher bin, ob je solche Worte auf eine Konferenz gefallen sein könnten.
Nordlaender
08. Juni 2016 22:56
@ deutscheridentitärer

"„Replacement“ kann nicht nur die Bedeutung „Austausch“ haben, sondern auch „Ersatz“ nämnlich des demographisch bedingt schrumpfenden Bevölkerungsteils eben auf Bestandsniveau meinen."

Standortpolitisch ist das korrekt. Je weniger Personen in einem bestimmten Wirtschaftsraum wohnen, desto weniger potentielle Konsumenten gibt es für diese neuen Wählsprechapparate, die jetzt schon ohne Schnur funktionieren oder diese Kunststoffpellen von Hans Wolfshaut (der Marke Jack Wolfskin des Investmentunternehmens Blackstone).
Karl K
09. Juni 2016 08:36
Ich will nun kein Rechthaber meiner Eingangs aufgeführten Meinung sein. Doch schneller als erhofft bestätigte der Finanzminister – einer der drei wichtigsten aus der Regierungsmannschaft – meine Befürchtung über den geistigen Zustand von Merkel und ihrer Entourage.

Schäuble bestätigt meine Mutmaßung, dass die Berliner Eliten gern eine rassische Veränderung der Deutschen hätten – wenn auch mit einer für den linksliberalen Mainstream guten und für deren vermeintlichen „Mitte“ noch akzeptablen Begründung.

Dass darüber hinaus besonders Muslime zur Offenheit beitragen ist eine These, die nicht einmal der Prophet gewagt hätte. Der war noch der Meinung, dass seine Worte Allahs letzte Offenbarung darstellt und dessen Einhaltung und strenge Beachtung sozusagen das Klimaxstadium menschlichen Seins darstellt, bevor er die himmlischen Freuden genießen darf.
Der Gutmensch
14. Juni 2016 12:52
Ich finde es erstaunlich, wie wenig Sarrazin - der hier eigentlich sehr geschätzt wird - unterm Strich zugetraut wird.

Meines Erachtens erlaubt dieser Mann sich nur selten eine "Meinung". Er weiß lieber Bescheid, das ist ein Mann der Zahlen und der Empirie. Und Angst hat er auch keine.

Aber er ist ein Politiker und weiß auch, dass es manchmal von Vorteil sein kann, wenn man die Menschen von seiner "Meinung" überzeugt.

d. G.

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