14. April 2017

Trumps Angriff auf Syrien: Was geschah wirklich?

von Martin Lichtmesz / 25 Kommentare

Einige Tage nach dem US-amerikanischen Angriff auf einen syrischen Militärflughafen sei hier ein vorläufiger Überblick über einige Entwicklungen der letzten Woche versucht.

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Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (25)

Cacatum non est pictum
14. April 2017 22:16

Tja, das ist die Lage. Selbst Menschen mit ausgeprägtem Interesse an Politik sind nicht ansatzweise imstande, außenpolitische Manöver richtig zu deuten. Sie schippern ahnungslos auf dem Ozean der Spekulation, während um sie herum die Kriegswogen hochschlagen. Die Völker für sinnlose und verlustreiche Kriege zu begeistern, ist heute genauso leicht wie 1914, 1939 und in all den Jahren danach. Das Fußvolk durchschaut die Ränkespiele ohnehin nicht. Unsere Massenmedien werden beizeiten die passende Interpretation verlautbaren und die Menschen auf Linie bringen. Es wird wieder und wieder funktionieren.

Ihr Artikel, Herr Lichtmesz, fasst die Ereignisse der letzten Wochen seriös zusammen und gibt auch einen kleinen Ausblick. Dennoch springt den Leser - verständlicherweise - aus nahezu jedem Absatz ein dickes Fragezeichen an.

Nach bestem Wissen und Gewissen gehe ich inzwischen davon aus, dass Trump aus dem Hintergrund massiv unter Druck gesetzt und erpresst wird. Man kanalisiert sein Handeln ähnlich, wie man es bei Obama getan hat, der ja vom Friedensnobelspreisträger mit Vorschusslorbeeren zum Kriegstreiber und Drohnenmörder mutiert ist. Wenn das so ist, verheißt es wahrlich nichts Gutes. Aber auch ich schließe nicht aus, dass ich meine Vermutung vielleicht alsbald revidieren muss. An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!

Caroline Sommerfeld
14. April 2017 22:59

Die heutige Wiederlektüre der in der Kreuzwegliturgie zitierten Johannesoffenbarung ("Die Sonne wurde schwarz wie ein Trauergewand, und der ganze Mond wurde wie Blut") ist nicht trostspendend genug, als daß ich nicht langsam aufwallende Panik bekomme, was Trump da gerade anstellt oder was mit ihm angestellt wird ...

Kurz blitzte der defaitistische Gedanke auf: dann soll Trump zurücktreten, jetzt, genau jetzt, und eine klare Ansage machen, was sie aus ihm machen wollten! Das gibt Revolution, nehme ich an, aber wenigstens keinen Weltkrieg.

Ein weiterer Gedanke: im trumpschen Wahlkampf hatten wir alle Muße dieser Welt, Überlegungen über das "postfaktische Zeitalter", die "Agonie des Realen" und Trump als postmodernes Phänomen anzustellen, Sie erinnern sich alle ....

Aus dem Müßiggang katapultieren uns jetzt die Ereignisse heraus. Die furchterweckende Fallhöhe dieses Flugs darf uns aber nicht vergessen lassen, was wir mal wußten: die "Ereignisse" sind jetzt nicht plötzlich unmittelbar, real, authentisch.

„Selbstverständlich und ohne es zuzugeben, läßt man ein Sprechen, das Ereignis macht, als simple Mitteilung des Ereignisses durchgehen. Die politische Wachsamkeit, die das von unserer Seite fordert, besteht offenkundig darin, ein kritisches Wissen von allen Apparaten zu organisieren, die vorgeben, Ereignisse mitzuteilen, die sie aber in Wirklichkeit interpretieren, hervorbringen oder machen.“  (Jacques Derrida, Eine gewisse unmögliche Möglichkeit, vom Ereignis zu sprechen, 2003)

Der Gehenkte
14. April 2017 23:34

Bei der beschränkten Informationslage bleibt wohl nicht mehr, als je nach Weltbild ein bißchen zu spekulieren. Unter dieser Prämisse klingt das Gesagte verständlich.

Zwei Dinge dürften aber deutlich sein.

Auf Trump müssen enorme Kräfte gewirkt haben, denn der radikale Schwenk von heute auf morgen in einer seiner vitalsten und entscheidendsten Fragen, der gleich zu Beginn seine Glaubwürdigkeit und seine Mission in Frage stellt, kann existenzbedrohend sein und ist schon aus psychologischer Sicht – Verlust des Ansehens und der eigenen Gefolgschaft – nur so zu verstehen.

Zum anderen wird man sowohl die Bomben in Syrien als auch die „Mutter“ als Gesprächsangebot bzw. Botschaft mit anderen Mitteln begreifen müssen. Dafür spricht das Mißverhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis. Es wurden in Syrien 60 Mio. Dollar an Feuerwerk verschossen, um militärisch fast nichts zu erreichen – am selben Abend sollen von dort schon wieder MiGs gestartet sein.

Trump will zeigen, daß er trotz Friedensrhetorik kein Weichei ist. Die Botschaft geht offenbar nach Rußland und Iran. Die schwache Rhetorik aus Moskau könnte bedeuten, daß man den Sinn der Action verstanden hat – man nimmt es nicht weiter übel.

Die vielmalige Beteuerung, daß man sich international nicht mehr involvieren will, konnte dazu verleiten, daß man hier und da denkt, man habe freie Hand – der chinesische Staatsbesuch war zudem ein glücklicher Zufall. Daß dem nicht so ist, das hat Trump nun bewiesen. Daß er sich dafür eine unklare Situation ausgesucht hat (wir wissen noch nicht endgültig, wo das Gas herkommt), ist unglücklich, andererseits waren die Kinderbilder zu verlockend. Die Botschaft ist wortwörtlich: Wir wollen zwar nicht, aber es gibt „rote Linien“! Trump wollte also mögliche Mißinterpretationen seiner Außenpolitik beseitigen.

Die gestrige Bombe richtet sich wohl vor allem an Nordkorea. Warum er dieses Faß jetzt aufmacht, ist noch unklar. Wahrscheinlich ist China hier die Agenda. Aber sollte Nordkorea tatsächlich zum Krieg verleitet werden, wird das Land entweder implodieren oder es wird ein zweites Vietnam – beides mit katastrophalen Folgen.

Ich folge der Argumentation von Ralf Pittelkow – der im Übrigen Assad das Gas zutraut –, wonach der Angriff in Syrien mögliche Mißverständnisse bezüglich seines geopolitischen Rückzugs ausräumen sollte, also eine Warnung an alle Großmächte ist, daß der Wille zum Frieden bewaffnet bleiben muß.

Im Übrigen sollten wir vor allem eine wichtige Lehre daraus ziehen: Es ist unsinnig, sich auf bestimmte politische Kräfte zu verlassen; dagegen spricht schon der „menschliche Faktor“. SiN sollte sich auf die metapolitische Ausrichtung konzentrieren und weiter daran arbeiten, eine Stimmung, eine Atmosphäre, ein Klima zu schaffen, das einen Politikwechsel erst ermöglicht. Wie der dann konkret aussieht, steht in den Sternen – das ist ein unabänderliches Gesetz (die AfD-Show mit allen ihren Mitspielern ist ein ideales Bsp. für den Nonsens der direkten politischen Einflußnahme).

Nautilus
15. April 2017 00:04

Herr Lichtmesz,

ein sehr guter Text muss ich sagen. Es gibt ja nicht wenige die sagen, dass nicht einmal ein amerikanischer Präsident die Politik bestimmt.

Andreas Popp hat dafür einen Begriff geprägt.. Politikdarsteller.

Die Hochfinanz bestimmt was Sache ist und die Politiker hängen wie Marionetten an den Fäden.

Roman.U
15. April 2017 04:54
Wieso nicht eine vierte Version, die weniger direkte Kontrolle und langfristige Pläne auf höherer Ebene voraussetzt? Assad wird seine Armee nicht zwingend völlig unter Kontrolle haben. Das wäre in einem Bürgerkrieg nicht verwunderlich. Ein örtlicher Befehlshaber kann aus taktischen Erwägungen, oder einfach aus Verrohung heraus eingesetzt haben Selbst wenn man Assad als bessere Option ansieht, muss man doch zugeben, dass hier nicht die gleichen zivilisatorischen Maßstäbe angelegt werden können. Nach einem Jahre andauernden Bürgerkrieg sowieso nicht mehr. Die Reaktion von Trump? Es kann auch einfach der Plan sein, sich für den taktischen Moment Luzft in der Innenpolitik zu verschaffen. Die nun erfolgenden Hinwendung nach Korea spricht eher dafür. Man muss nicht zwingend große Pläne unterstellen.
sophia_
15. April 2017 07:47

Wie immer ausgezeichnet zusammengefasst und analysiert, soweit es momentan eben möglich ist.

Noch gibt es zuviele weisse Flecken im Bild um zu sehen wo die Reise wirklich hingeht. Es ist noch weitgehend unklar wie und wo sich die verschiedenen Versatzstücke der letzten Ereignisse endgültig einfügen.

In unserem "Puzzle" steht noch nicht fest was zusammengehört oder sich überhaupt nicht berührt.

Wir brauchen mehr Fakten um Trumps - endgültige - Richtung und Intention zu sehen um ein stringentes Muster zu erkennen.

Wobei mich die offene Konfrontation mit Nordkorea, wo ja ein offensichtlich psychisch Auffälliger und Grössenwahnsinniger die Hand am roten Knopf hat,  nicht hoffnungsfroh stimmt. Hier hoffe ich auf den Überlebenswillen aller beteiligten Parteien - es bleibt uns ohnehin im Moment nicht anderes übrig.

Wie Sie im Gespräch über Trump sinngemäss ausgeführt haben war sein "Zerschmettern" der PC ein Befreiungsschlag für Viele, den Rest muss man abwarten.

Ob nun tatsächlich eine 4 D Schachversion dahintersteckt? Meist ist auch die Weltpolitik um einiges Banaler als in unserer Vorstellung. 

Wir werden weiter beobachten und hoffen, dass wir's alle überleben. 

Rüdiger Plantiko
15. April 2017 09:00

@Der Gehenkte: Bei der beschränkten Informationslage bleibt wohl nicht mehr, als je nach Weltbild ein bißchen zu spekulieren. Unter dieser Prämisse klingt das Gesagte verständlich.

@Nautilus: Politikdarsteller ... Hochfinanz 

Und das ist es, was mich am meisten an der Sache ärgert - der doppelte Boden der Politik. Wir riechen noch den Mief der Hinterzimmer, in denen hier Weltpolitk - Weltschicksal ! - ausbaldowert wird. Wir haben das Gefühl, sie mit den Händen greifen zu können, aber mit den uns zugänglichen Daten können wir die Typen einfach nicht dingfest machen.

Man hält uns Informationen zurück, den Taten wird eine unzulängliche, nur scheinbare Erklärung beigesellt. Mir klingt noch das Steinerzitat nach, das ich hier vor ein paar Tagen anmerkte: "Alle diese Dinge waren nicht wahr; denn dasjenige, was dahinter war, das war etwas ganz anderes, das waren selbstverständlich Machtfragen. Und wer verstehen will, bei dem handelt es sich darum, daß er von dem, was gesagt, gedacht und geurteilt wird, auf die Wirklichkeiten zurückgeht." (GA 196, Vortrag vom 20.2.1920, S. 245)

Auf der vordergründigen Ebene gibt es Verlautbarungen und "Erklärungen", die nichts wirklich erklären - und die Motive, die zum Handeln treiben, bleiben uns verborgen. Und das ist nicht irgendein Handeln, sondern das politische Handeln ganzer Nationen. Es werden fremde Länder bombardiert, es können Weltbrände entfacht werden. 

Auf der vordergründigen Ebene ist man aufgerufen, Partei zu ergreifen für diesen oder jenen: nun gibt es auch unter den Unseren die Fraktionen "Trump macht einen cleveren Schachzug" - "das war Trumps Initiationsritual in den deep state, den zu bekämpfen er einmal versprochen hatte". Man kann sich einer anschließen (ich neige zu letzterer) und mit den anderen herumzetern. Aber eigentlich fehlt uns die Wissensbasis dafür!

Der Lügner Woodrow Wilson wußte, warum er sein frommes 14-Punkte-Pamphlet mit der Forderung nach einem Ende aller Geheimdiplomatie beginnen ließ. Das war und ist es, wonach die unwissend gehaltenen Völker in den "Demokratien", also vorgeblichen "Volksherrschaften", die man ihnen installiert hatte, schon damals lechzten, weil sie spürten: hinter den Kulissen spielen Hintergrundmächte ein übles Spiel mit ihnen. 

Ein gebürtiger Hesse
15. April 2017 10:03

Hervorragende Darstellung und Analyse der undurchsichtigen Lage. Das ist mit das Beste, was Kritik tun kann: Licht in den Nebel zu bringen, indem sie dessen Bestandteile zerlegt. Dadurch weicht er zwar nicht, wird aber intellektuell durchstoßen. Das ist doch geradezu der Daseinsgrund von SiN: um Lektüren zu liefern, die den Leser "impfen", das heißt stärken.

Hartwig aus LG8
15. April 2017 10:24

Geehrter Herr Lichtmesz,

wir werden mit der ganzen Widersprüchlichkeit, die Sie sehr gut umreißen, weiter leben müssen. In USA herrscht nach wie vor Machtkampf. Wer ihn gewinnen wird, steht dahin.

Trump wurde von Russland gestützt, wurde von Russland gekauft, ist durch Russland erpressbar - so die Kolportage der letzten Monate.

Eine Anmerkung noch zu zwei ganz lapidaren Zahlen, die ganz unspektakulär und nebenbei von der Presse verbreitet wurden: Lawrow und Tillerson haben 5 (in Worten fünf) Stunden hinter verschlossenen Türen getagt. Danach saßen Tillerson und Lawrow von 2 Stunden mit Putin zusammen. Macht gesamt sieben Stunden. Ich behaupte, dass in diesen Stunden Politik jenseits aller Schlagzeilen und Pressekonferenz-Verlautbarungen gemacht wurde.

 

RMH
15. April 2017 11:52

Der Artikel bringt es gut auf den Punkt - wie wissen eigentlich gar nichts so richtig, wir können nur mutmaßen.

In den Kommentarbeitragen wird - wie fast schon einem Naturgesetz folgend - zum Teil von nicht sichtbaren Hintergrundmächten orakelt, einmal wird auch die fast genau so beliebte Psychopathologisierung  in den Ring geführt.

Ich meine, dass führt erst einmal nicht weiter. Halten wird das wenige fest, was man mit halbwegs hoher Wahrscheinlichkeit eben festhalten kann. Leider kann wohl keiner jetzt mir Forscherernst und gepacktem Rucksack los ziehen und die vielen Rätsel lüften.

1. Es gibt keine Recherchefähigkeiten unabhängiger Medien mehr und zum großen Teil überhaupt auch keine unabhängigen Medien mehr. Trotz whistleblower und wikileaks gibt es keinen, der in den Dingen der großen Weltpolitik einmal belegt und glaubhaft "singt".

2. Ein Kim xyz verhält sich rational, wenn er nach der Bombe strebt. Gaddafi bekam es nicht gut, als er einlenkte.

3. Auch ein Trump zeigt doch sehr rationales Verhalten, wenn er sich erst einmal innenpolitisch Luft verschafft und außenpolitisch zeigt, mit mir ist zu rechnen.

4. In Deutschland fallen die allerletzten Hemmungen - der tiefe Staat grüßt uns offen, in dem der Anschlag auf den BVB Bus jetzt als "rechte" Tat dargestellt wird.

5. Klonovsky hat P&P ein schönes Osterei gelegt.

6. Alles weitere, wer dahinter, ob überhaupt etc. ist Spekulation - leider oft garniert mit dem offenen Ausdruck der Hilflosigkeit.

Ich wünsche allen ein frohes Ostern - wir sind eben nur kleine Teilchen, die hoffen, ein Schmetterling sein zu können, der einen Sturm auslösen kann. Wir wissen dennoch, wie unwahrscheinlich das ist und dass der Flügelschlag seriös betrachtet eben alles Mögliche, unberechenbare auslösen kann und eben nicht vorhersagbar den Sturm. Aber die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt.

Monika L.
15. April 2017 12:10

Saubere Analyse, Herr Lichtmesz. Ich verweise auch noch mal auf das Gespräch der beiden Martins. 

https://m.youtube.com/watch?v=hhVJjpgnBF8

Im Livestream ca. 500 Zuhörer. Jetzt über 17000 mal angeschaut. Toll. Gespräche mit den beiden  Martins zu aktuellen Themen sollten m. E. öfters stattfinden. Neben anderen Gesprächspartnern ( z. B. Imad Karim)

Und das 'Heerlager  der Heiligen'  als Hörbuch ( gelesen von ML) wäre m. E. auch ein Knaller. 

Danke für den unermüdlichen Einsatz. Trotzdem allen ein zumindest zeitweilig frohes und besinnliches Ostern.

Monika 

Cacatum non est pictum
15. April 2017 12:20

@sophia_

Noch gibt es zuviele weisse Flecken im Bild um zu sehen wo die Reise wirklich hingeht. Es ist noch weitgehend unklar wie und wo sich die verschiedenen Versatzstücke der letzten Ereignisse endgültig einfügen.

In unserem "Puzzle" steht noch nicht fest was zusammengehört oder sich überhaupt nicht berührt.

Wir brauchen mehr Fakten um Trumps - endgültige - Richtung und Intention zu sehen um ein stringentes Muster zu erkennen.

Wobei mich die offene Konfrontation mit Nordkorea, wo ja ein offensichtlich psychisch Auffälliger und Grössenwahnsinniger die Hand am roten Knopf hat,  nicht hoffnungsfroh stimmt. Hier hoffe ich auf den Überlebenswillen aller beteiligten Parteien - es bleibt uns ohnehin im Moment nicht anderes übrig.

Niemand wird Ihnen die entscheidenden Puzzleteile liefern. Betrachten Sie nur die Debatten zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Dieses Ereignis liegt mehr als 100 Jahre zurück, und man streitet sich immer noch um "Kriegsschuld" und darum, wer die Fäden im Hintergrund gezogen hat. Es wabern unzählige Theorien und sicher auch ein gerüttelt Maß an Desinformation durch die Welt. Sollte es morgen zu Kämpfen in Korea kommen, werden unsere Nachfahren im nächsten Jahrhundert genauso hilflos über die wahren Ursachen spekulieren. Um das Mosaik vollständig zusammensetzen zu können, würden die Historiker Einblick in sämtliche Geheimarchive der Höchstgradfreimaurerlogen und der Geheimdienste benötigen. Das wird nie passieren. Und deshalb wird auch eine seriöse Geschichtswissenschaft immer nur an der Oberfläche kratzen können.

Was Kim Jong Un angeht: Da wäre ich mit jeder einzelnen Information über ihn  aus den Massenmedien vorsichtig. Wer bürgt denn dafür, dass all das nicht frei erfunden ist? Immerhin ist er wohl in der Schweiz zur Schule gegangen, und aus jener Zeit ist nicht überliefert, dass er irre gewesen sei. Schauen Sie sich die unglaubliche Geschichte der Kriegspropaganda an - Herr Lichtmesz ist in seinem Artikel kurz darauf eingegangen. Wenn es jemanden anzugreifen gilt, wird man dem eigenen Volk vorher jede noch so absurde Propagandalüge über ihn erzählen. Lesen Sie unbedingt "Hände weg von Nordkorea!" aus dem Ahriman-Verlag. Nach der Lektüre werden Sie Bauklötze staunen, wie weit das von unseren Medien gezeichnete Bild dieses Staates von der Lebenswirklichkeit entfernt ist.

Monika L.
15. April 2017 12:26

Für den aus " Karfreitagsholz" geschnitzten Martin Lichtmesz. Der gerne die Karwoche als Zeitzeuge erlebt und beschrieben hätte: Drei Karsamtagsmeditationen von Joseph Ratzinger: http://www.30giorni.it/articoli_id_10358_l5.htm

Und für die Fortführung von ' Kann nur ein Gott uns retten' neue Impulse und Ruhe und weniger Gezwitscher. "Fängt unser Jahrhundert nicht an, zu einem großen Karsamstag zu werden?" ( Joseph Ratzinger)

Dietrich Stahl
15. April 2017 13:39

 

Trump ist unter enormen Druck eingeknickt oder er spielt 4D-Schach – Welche der beiden Möglichkeiten trifft zu? Intuitiv bin ich momentan weiterhin von der zweiten Variante überzeugt. Außerdem liebe ich das Schachspielen, und das wäre Schach als Kunstform. Hier ein Link mit exzellenter Analyse und Kommentaren dazu:

http://vineyardsaker.de/2017/04/14/dies-und-das-schach-im-nebel-und-ein-paar-kriegsschiffe/  

Die für mich wichtigsten Sätze im SiN Kommentar schrieb @ Der Gehenkte: „Im Übrigen sollten wir vor allem eine wichtige Lehre daraus ziehen: Es ist unsinnig, sich auf bestimmte politische Kräfte zu verlassen; […]. SiN sollte sich auf die metapolitische Ausrichtung konzentrieren und weiter daran arbeiten, eine Stimmung, eine Atmosphäre, ein Klima zu schaffen, das einen Politikwechsel erst ermöglicht. Wie der dann konkret aussieht, steht in den Sternen […].“

Zustimmung. Daran mitzuarbeiten, die Bedingungen für einen grundlegenden Wechsel [nicht nur politisch] zu schaffen, ist aber nur eines. Für den bevorstehenden geschichtlich einmaligen Wechsel ist es unabdingbar, konkret auszuarbeiten, was jetzt noch „in den Sternen steht“.  Was gebraucht wird sind Ideen, Vorstellungen, Programme [das Wort Vision verkneife ich mir] für die Zeit danach  ... Analysen reichen nicht mehr.

Stefan Pauly
15. April 2017 13:56

 Der - eher links stehende - Schriftsteller ("Weltmacht IWF - Chronik eines Raubzuges", ein sehr lesenswertes Buch über die globale Macht der Hochfinanz und die Mechanismen, wie diese Macht erhalten und ausgebaut wird) Ernst Wolff hat seine Skepsis schon unmittelbar nach dem Wahlsieg Donald Trumps in einem kurzen Interview kurz und knackig auf den Punkt gebracht: https://www.youtube.com/watch?v=RH1wALjMpYA&t=45s

Kurzrobert
15. April 2017 14:26

Ein erhellender Beitrag, wie er unabhängig von Denkmustern nur auf SiN möglich ist. Ich bin überzeugt, mancher Gemainstreamte der verbreiteten Journaille beneidet Sie insgeheim. Was man politisch befürchten muß, ist die Eskalation, da sich Trump als gefährliches Irrlicht im Weltgeschehen entpuppt, was aber nicht so sehr überrascht. Er ist und bleibt ein Geschäftsmann, der von politischen Zusammenhängen Null Ahnung hat und dazu noch ein chaotisches Berater-Team. Ein Bankrott im Politischen hat aber andere Auswirkungen, als im Geschäftlichen, wo sich mit Chuzpe vielleicht noch Kreditgeber finden. Ich befürchte sehr Schlimmes. Hinsichtlich Korea redet er sich ja auch schon in Zugzwang.

Dag Krienen
15. April 2017 15:57

Sehr schöne Analyse des grundlegenden Problems.

Die korrekte Schußfolgerung, nichts genaues über die Hintergünde und Ursachen der Trumpschen "Wendung" zu wissen oder auch  nur wissen zu können, ist zweifellos korrekt, aber leider auch sehr unbefriedigend, geht es doch letztlich um Krieg und Frieden nicht nur im Nahen Osten, sondern weltweit. Deshalb kann man das Spekulieren nicht so einfach lassen. Solange man sich bewußt ist, daß man mit zu kurzen Stangen im Nebel herumstochert, und darauf verzichtet zu behaupten, die eigentlichen Ursachen zu kennen, ist dagegen auch nichts einzuwenden.

Deshalb erlaube ich mir, anschließend an einige der Kommentare hier, zwei kleine Spekulation.

Zum einen möchte das Argument von Roman U. unterstützen, daß nicht auszuschließen ist, daß ein untergeordneter Kommandeur in Assads Luftwaffe Giftgasmunition auf eigene Faust eingesetzt hat. Daß Assad selbst einen solchen Angriff befohlen  hat, ist gemäß der Cui Bono Logik extrem unwahrscheinlich, wie auf diesen Seiten schon mehrfach dargelegt. Dennoch wäre es möglich, daß aus dem genannten Grund der Giftgas-Einsatz von syrischer Seite aus erfolgte (villeicht sogar unbeabsichtigt, weil man auf alte, falsch gekennzeichete Munitionsbestände zurückgriff). Wie gesagt, ich halte dies zwar für unwahrscheinlich, aber nicht für unmöglich. Damit wäre aber dann auch nicht auszuschließen, daß Trump auf der Basis von halbwegs  korrekten Informationen seiner Geheimdienste seine Entscheidung getroffen hat.

Ich will, wie zu erkennen, hier ein wenig auf das Prinzip Hoffnung hinaus: die 4-D-Schachvariante. Hoffnung ist eben das einzig Gute, das der Büchse der Pandora entfleuchtete, und insofern auch das, was uns bleibt. Natürlich ist es sehr gut möglich, daß Trump vom alten Establishment "umgedreht" bzw. so sehr in die Zange genommen wurde, daß er eine völlige Kehrtwende vollzogen hat, oder auch, daß er nur ein in außenpolitischen Dingen prinzipienloser Opportunist ist, der sich an die stärkeren Batallione anhängt.

Aber, mich an den Kommentar des Gehenkten anschließend, ganz auszuschließen ist es nicht, daß der Raketenangriff in Syrien sowie der Einsatz der "Mutter aller Bomben" in Afghanistan (eindeutig eine Drohung gegen Nordkorea, da eine solche Bombe ein ausgesprochener "Bunkerknacker" ist) ein politisch wohldurchdachter Befreiungsschlag Trumps nach innen und außen darstellt. Nach innen, weil er dem übermächtigen Establishment ein wenig den Wind aus den Segeln nimmt und die Anti-Trump-Propaganda ("Neuer Isolationismus") erschwert (das Verschrecken von Anhängern ist m.E. das kleinere Risiko, da die meisten Amerikaner bei Trump eher auf die innen- und wirtschaftspolitischen Versprechen schauen dürften). Nach außen als Signal, daß die USA als globaler Akteur weiterhin präsent sind, sich niemand Hoffnung darauf machen darf, nun freie Hand zu haben und Verbündete des amerikanischen Beistandes gewiss ein können. Gerade das Spiel der Großen Politik geht immer über die Bande, un zwar meist gleich über mehrere. Vielleicht spielt auch der jetzige Präsident dieses Spiel (durchaus mit dem Risiko, sich dabei selbst in eine Sackgasse zu manövrieren) und was derzeit geschieht, wäre dann nur ein Auftakt zu einer neuen, deutlich weniger interventionistisch angelegten US-Außenpolitik.

Das ist alles nur natürlich auch nur eine Spekulation, getragen vom Prinzip Rest-Hoffnung. Nur die weitere Entwicklung kann zeigen, ob sie trägt oder nicht doch alles so schlimm kommt, wie es der erste Anschein verspricht.

 

Zugezogener Hesse
15. April 2017 17:14

Es ist erst mein dritter Beitrag, den ich hier gelesen habe und mich begeistert das Niveau von Beiträgen und Kommentaren.

Einen Gedanken möchte ich den vielen exzellenten Betrachtungen allerdings noch hinzufügen.

@kurzrobert schreibt, Er ist und bleibt ein Geschäftsmann, der von politischen Zusammenhängen Null Ahnung hat...

OK, dann könnte es doch auch sein, daß er sich dieser Tatsache bewußt ist und sich daher - um eben nicht irrlichternd zu agieren - umfassend beraten lässt.

Es wird doch wohl nicht nur auf dieser Seite hier kluge Köpfe geben.  

 

Solution
16. April 2017 00:10

Nachdem etliche Vertreter der AltRight und der AltRight Lite sich umgehend total von Trump distanziert haben (von Richard Spencer über RedIce, Greg Johnson bis zu Stefan Molyneux), erscheint es mir so, daß dies eine Art Befreiungsschlag war.

Man hat Trump schon immer mit gemischten Gefühlen beobachtet und sich dann doch mitreißen lassen. H. A. Covington war noch mit am vorsichtigsten, doch auch er hat ihn in seiner wöchentlichen Sendung auf Radio Free Northwest mit Redebeiträgen gebracht.

Vox Day nennt ihn immer noch "God Emperor" und AltRight.com bringt mittlerweile auch differenziertere Beiträge. Das ändert aber nichts an dem tiefen Bruch, der meiner Meinung nach nicht mehr zu kitten ist.

Jetzt haben wir klare Verhältnisse und müssen nicht mehr rechtfertigen, wenn er z.B. gute Leute austauscht gegen Zionisten und Vertreter der Hochfinanz, die ohnehin von Anfang an dabei waren. Trump ist durch. Man ist fertig mit ihm und das ist so in Ordnung.

Was auf jeden Fall bleibt, ist der enorme Aufschwung, den die AltRight in seinem Schatten in den USA genommen hat. Wir werden sehen, wie seine enttäuschten Anhänger der GOP reagieren. Vielleicht ist das der Anfang einer neuen Bewegung, die bisher nur aus wenigen Leuten im Internet bestanden hat.

Trump als Katalysator?

Maiordomus
16. April 2017 09:49

Man weiss nicht genug, um einen mehr als spekulativen Artikel schreiben zu können, es bleibt aber dabei, dass man sich auf den Befund der Lügenmedien verlassen kann. Über Trump ist die angemessene Einschätzung noch nicht getroffen, ausser dass er unberechenbar ist, was man schon bei seiner Wahl wusste. Unter den Leserkommentaren scheint mir derjenige von Dag Krienen recht klug zu sein und eine gute Ergänzung zu Lichtmesz.

Valjean72
16. April 2017 10:49

Ich finde es gut, dass hier an diesem Ort, der entscheidenden Keimzelle deutscher rechtsintellektueller Avantgarde, gleichwohl noch dem „Mainstream“ verhaftet, alternative Sichtweisen auf geopolitische Ereignisse diskutiert werden.

Unter Benedikt Kaisers Artikel hatte ich bereits angeführt, dass ich Trump aufgrund dieses Militärschlages in Syrien noch nicht würde abschreiben würde wollen. Martin Lichtmesz hat wichtige Informationen zusammen getragen, die es durchaus möglich erscheinen lassen, dass dieser Angriff mehr eine mediale Inszenierung, als ein tatsächlich empfindlicher Schlag gegen die syrische Armee gewesen ist.

Wolfgang Effenberger, der vor zwei Jahren das, mit Willy Wimmer gemeinsam verfasste Buch „Wiederkehr der Hasardeure“ veröffentlichte, hat den von Trump angeordneten Militärschlag am 10. April noch einmal in ein anderes Licht gesetzt, in dem er darauf verweist, dass Trump angekündigt hatte die „Federal Reserve Bank“ zu durchleuchten und zu überprüfen.

„Parallel zu diesem geschickten Manöver läuft Trumps Offensive für ein Trennbankensystem.(18)

Wir haben also Grund zu der Hoffnung, dass Trump keineswegs vom Establishment besiegt oder umgedreht wurde, sondern durch das Manöver eines angekündigten Scheinangriffs seine beabsichtigte Politik weiter verfolgt. In den nächsten Tagen werden wir sehen, wie sich die Situation in Syrien weiterentwickelt und wie die USA auf den Vormarsch des IS weiter reagieren werden. Erst dann haben wir Klarheit.“

http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2017/heult-trump-ploetzlich-mit-den-woelfen-kehrtwende-oder-schachzug/

AlbertZ
16. April 2017 19:26

"Manche Leute meinen, wenn der Trump dieses Jahr überlebt, hat er Glück gehabt. Warum nicht? Also ich halte das hier für wahrscheinlich, daß da noch was kommt."

Ihre 'Vorhersage' am Ende des Vortrages in der Stronach-Akademie ist doch recht zügig eingetroffen. Es ist tatsächlich etwas gekommen, nur nicht unbedingt das von Ihnen Erwartete oder Erhoffte.

Die Spannung zwischen den Erwartungen des Establishments und den Ankündigungen Trumps mußte aufgelöst werden. Diese Auflösung besteht in dem Abschuß von 59 Cruise Missiles. Einen solchen Befehl kann nur der Präsident geben, der damit seine Stärke beweist und gleichzeitig - durch die Art der Ausführung - sich viele Optionen offen hält.

Die Establishmentmehrheit hatte sich bereits vor der Präsidentschaftswahl für eine Fortsetzung der bisherigen Politik der Globalisierung unter Hillary Clinton entschieden. Eine Person Trump wäre für dieses bestenfalls akzeptabel, eine dazu stattfindende Neustrukturierung der US-Politik ist offenbar indiskutabel.

Ein Ausgleich der gegensätzlichen Positionen ist inhaltlich damit kaum möglich. Die Globalisierung zeigt zwar seit 15 Jahren mit der enormen Auslandsverschuldung der USA und dem gescheiterten Anschluß von Erdölstaaten keine Erfolge, sie ist aber nicht gescheitert - die USA sind nicht bankrott, die angegriffenen Staaten bilden kein Verteidigungsbündnis gegen die USA. Eine Einsicht in die Notwendigkeit einer politischen Umstrukturierung ist sinnvoll, aber nicht zwingend.

Im Jahre 2013 war Hillary Clinton praktisch schon die demokratische Präsidentschaftskandidatin, während Trump sich mit Twittermeldungen als Vorwahlkandidat ins Gespräch brachte. Die Vorwahl der Demokraten bestand eigentlich nur aus Hillary Clinton, ein einzelner Gegenkandidat war nur der Form halber angetreten. Trump war einer von 10 Kandidaten der Republikaner und wurde nur als dritter Favorit gehandelt. Erst 6 Monate vor der Präsidentschaftswahl war er Präsidentschaftskandidat.

Daß er zu diesem Zeitpunkt eine Wahlchance hatte, war nach meiner Meinung der Tatsache zu verdanken, daß 50% der Wähler Hillary Clinton 'nicht sehen' wollten. Das reicht nicht für einen Wahlsieg, Trump brauchte bereits vorher unbedingt eine eigene Glaubwürdigkeit und eigene Themen. Seine persönliche Glaubwürdigkeit waren seine seit 30 Jahren eigenständigen politischen Aussagen und seine wirtschaftlichen Erfolge auf der Milliardärsebene. Auf der politischen Seite brachten ihm die 'alternativen' Themen das zusätzliche Profil. Insbesondere das Thema der Rückführung von Millionen 'exportierter' Arbeitsplätze führte in den letzten Wahlwochen zu einem erheblichen Stimmenschub.

Nach meiner Ansicht ist die alternative Rechte eine sinnvolle Ergänzung seiner politischen Vorhaben - nicht die Grundlage. Seine Präsidentschaft muß er gegen den massiven Widerstand der Establishmentmehrheit durchsetzen, dabei helfen ihm seine Erfolge und seine Erfahrungen aus der (Immobilien-)Wirtschaft.

Von ihm erwarte ich mir mehr als von einem Obama. Von diesem konnte ich vor der Wahl nur in Erfahrung bringen, daß seine einzige politische Tat darin bestand, selbstständig eine Armenspeisung in Chicago organisiert zu haben. Als er dann nach wenigen Monaten den Friedensnobelpreis erhielt - 'für zukünftige Taten' - habe ich ihn als ernstzunehmenden Politiker gestrichen.

Den Angriff auf Syrien halte ich für einen Teil des Durchsetzungsprozesses im ersten Jahr eines neugewählten Präsidenten. Was das Ergebnis sein wird - für Trump persönlich und die Folgen in der Welt - bin ich mir auch nicht sicher. Die Informationsbasis ist zu schmal und die Optionen zu zahlreich.

Heinrich Löwe
17. April 2017 12:18

Angesichts des rhetorisch starken Auftretens von Mike Pence heute in Südkorea kann man wohl nicht mehr davon sprechen, das Trumps Angriff auf Syrien eine einmalige, gar innenpolitisch motivierte Aktion war. Es scheint auf eine interventionistische Außenpolitik hinauszulaufen, schlimmer, als sie von Hillary zu erwarten gewesen wäre.

Europa muß schleunigst zu Potte kommen mit einer eigenständigen starken Außepolitik, ansonsten sitzen wir nicht mal mehr am Katzentisch. - Nichts ist jedoch unwahrscheinlicher...

cnahr
17. April 2017 16:34

Sehr gute Übersicht. Bitte um Verzeihung, falls ich es unter den zahllosen Links übersehen haben sollte, aber Anatoly Karlin bietet eine gute (und ebenfalls ellenlange) Auflistung der möglichen Gründe für den Syrien-Schlag:

http://www.unz.com/akarlin/syria-666d-chess/

Nemo Obligatur
17. April 2017 20:40

"Cacatum non est pictum

14. April 2017 22:16

Tja, das ist die Lage. Selbst Menschen mit ausgeprägtem Interesse an Politik sind nicht ansatzweise imstande, außenpolitische Manöver richtig zu deuten."

Ihr Kommentar ist das beste, was ich zu diesem Thema gelesen habe. Trump ist in der Wirklichkeit der US-Außenpolitik angekommen. Das ist ein Spiel nach anderen Regeln als Parteinahme für Bergarbeiter in Iowa. Ich denke, um den Zusammenhang der Syrien-Aktion richtig einzuschätzen, fehlen uns ein paar Hintergrundinformationen.

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