06. Oktober 2017

Reihe kaplaken – alle 51 Titel

von Götz Kubitschek / 8 Kommentare

Die reihe kaplaken ist das Herzstück des Verlags Antaios. Die mittlerweile 51 Bändchen sind der Spiegel unserer Szene. Sieben seit langem vergriffene Texte haben wir nun nachgedruckt.

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Wir folgen damit der Bitte etlicher Sammler, die unseren Verlag erst später kennengelernt haben und nun um Vollständigkeit bemüht sind. Aber natürlich sind diese Texte nicht nur von archivarischem Interesse. Sie sind zeitlos in ihrer Gültigkeit und – hoffentlich – auslösenden Wirkung auf jene Leser, die nach solcher Lektüre suchten und nun fündig wurden.

Ebenfalls auf Bitten von Sammlern listen wir unten alle 51 bisher erschienenen Bändchen samt Informationen über die Lieferbarkeit (siehe Verlinkung/keine Verlinkung) auf. Aber zunächst zu den wieder aufgelegten:

Band 4 von Bernard Willms liefert unter dem Titel Philosophie der Selbstbehauptung eine am deutschen Idealismus geschulte Begründung der Notwendigkeit der Nation. Willms argumentiert mit Fichte und zerstreut die Zweifel an der Legitimität des Widerstands gegen die Abschaffung unseres nationalen Ordnungsrahmens. Hier bestellen.

Band 8 ist der Essay Ernst Jünger und das Unheil des Denkens aus der Feder des mit 24 Jahren verstorbenen "frühvollendeten" Autors Eugen Gottlob Winkler. Erik Lehnert betont in seinem Nachwort die Besonderheit dieser Jünger-Deutung: Winkler konnte nur das Frühwerk kennen. Hier bestellen.

Band 11, Widerstand,  ist ein traumwandlerischer, ins literarische spielender Widerstandsaufruf des Kulturphilosophen Frank Lisson, der mit seiner großen Lage-Trilogie bei Antaios vertreten ist. Hier bestellen.

Band 20 stammt aus der Feder von Thorsten Hinz, der neben seiner überragenden politischen Publizistik vor allem ein kenntnisreicher Germanist ist. Literatur aus der Schuldkolonie ist ein ernüchternder Text über das Schreiben nach 1945. Hier bestellen.

Band 27 ist einer der (leider) wenigen konservativ-ökologischen Texte der Reihe. Volker Mohr scheibt über den Verlust des Ortes und den Fetisch Mobilität. Hier bestellen.

Band 31 dokumentiert die drei letzten Reden, die Ernst Nolte Am Ende eines Lebenswerks hielt, um Bilanz zu ziehen. Hier bestellen.

Band 34, nochmals Bernard Willms, wiederum ein Selbstbehauptungstext, der diesesmal Identität und Widerstand miteinander verknüpft. Hier bestellen.

Wer einsteigen und zunächst einmal alles in seinen Besitz bringen will, was lieferbar ist, kann die komplette Reihe bestellen – abzüglich jener Bändchen, die wir nicht mehr vorrätig halten. Derzeit liefern wir 38 kaplaken für 250 €, mithin zu einem Stückpreis von rund 6.50 € (einzeln kosten sie 8 E oder 8.50 €, je nach Stärke). Das kaplaken-Paket kann man hier bestellen.

Und das sind alle 51 Titel auf einen Blick:

Bd. 1 – Karlheinz Weißmann – Das konservative Minimum – 96 S.
Bd. 2 – Bernd Rabehl – Linke Gewalt. Der kurze Weg zur RAF – 80 S.
Bd. 3 – Hermann Heidegger – Heimkehr 47. Tagebuch-Auszüge aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft – 96 S.

Bd. 4 – Bernard Willms – Philosophie der Selbstbehauptung – 80 S.
Bd. 5 – Theodor Lessing – Intellekt und Selbsthaß. Eine Studie über den jüdischen Geist – 64 S.
Bd. 6 – Götz Kubitschek – Provokation – 78 S.

Bd. 7 – Ellen Kositza – Gender ohne Ende oder Was vom Manne übrig blieb – 72 S.
Bd. 8 – Eugen Gottlob Winkler – Ernst Jünger und das Unheil des Denkens – 64 S.
Bd. 9 – Thorsten Hinz – Zurüstung zum Bürgerkrieg. Notizen zur Überfremdung Deutschlands – 64 S.

Bd. 10 – Gerd-Klaus Kaltenbrunner – Elite. Erziehung für den Ernstfall – 96 S.
Bd. 11 – Frank Lisson – Widerstand. Lage, Traum, Tat – 72 S.
Bd. 12 – Stefan Scheil – Revisionismus und Demokratie – 77 S.

Bd. 13 – Felix Menzel – Medienrituale und politische Ikonen – 96 S.
Bd. 14 – Baal Müller – Der Vorsprung der Besiegten. Identität nach der Niederlage – 96 S.
Bd. 15 – Karlheinz Weißmann – Postdemokratie – 96 S.

Bd. 16 – Joachim Fernau – Tausend Tage. Fragmente eines Soldatenlebens 1939 und 1940 – 96 S.
Bd. 17 – Günther Deschner – Bomben auf Baku. Kriegspläne der Alliierten gegen die Sowjetunion 1939/1940 – 91 S.
Bd. 18 – Karlheinz Weißmann – Faschismus. Eine Klarstellung – 74 S.

Bd. 19 – Erik Lehnert – Wozu Politik? Vom Interesse am Gang der Welt – 80 S.
Bd. 20 – Thorsten Hinz – Literatur aus der Schuldkolonie. Schreiben in Deutschland nach 1945 – 96 S.
Bd. 21 – Armin Mohler – Gegen die Liberalen – 80 S.

Bd. 22 – Martin Lichtmesz – Besetzes Gelände. Deutschland im Film nach 45 – 96 S.
Bd. 23 – Andreas Krause Landt – Mein jüdisches Viertel, meine deutsche Angst – 96 S.
Bd. 24 – Josef Schüßlburner – Konsensdemokratie. Die Kosten der politischen "Mitte" – 80 S.

Bd. 25 – Günter Scholdt – Das konservative Prinzip – 104 S.
Bd. 26 – Stefan Scheil – Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten – 96 S.
Bd. 27 – Volker Mohr – Der Verlust des Ortes – 85 S.

Bd. 28 – Martin Lichtmesz – Die Verteidigung des Eigenen. Fünf Traktate – 96 S.
Bd. 29 – Henry de Montherlant – Nutzloses Dienen – 96 S.
Bd. 30 – Manfred Kleine-Hartlage – "Neue Weltordnung". Zukunftsplan oder Verschwörungstheorie? – 96 S.

Bd. 31 – Ernst Nolte – Am Ende eines Lebenswerks. Letzte Reden 2011/2012 – 94 S.
Bd. 32 – Friedrich Romig – ESM. Verfassungsputsch in Europa – 96 S.
Bd. 33 – Manfred Kleine-Hartlage – Warum ich kein Linker mehr bin – 96 S.

Bd. 34 – Bernard Willms – Identität und Widerstand. Rede aus dem deutschen Elend – 92 S.
Bd. 35 – Alex Kurtagic – Warum Konservative immer verlieren – 86 S.
Bd. 36 – Günter Scholdt – Vergeßt Broder! Sind wir immer noch Antisemiten? – 94 S.

Bd. 37 – Stefan Scheil – Polen 1939. Kriegskalkül, Vorbereitung, Vollzug – 96 S.
Bd. 38 – Norbert Borrmann – Die große Gleichschaltung. Vom Verschwinden der Vielfalt – 96 S.
Bd. 39 – Armin Mohler – Notizen aus dem Interregnum – 96 S.

Bd. 40 – Hans Hirzel – Im Umfeld der »Weißen Rose«. Erinnerungen an die Jahre 1942 bis 1945 – 96 S.
Bd. 41 – Jean Raspail – Der letzte Franzose – 96 S.
Bd. 42 – Peter Kuntze – Chinas konservative Revolution oder Die Neuordnung der Welt – 80 S.

Bd. 43 – Gerd-Klaus Kaltenbrunner – Rekonstruktion des Konservatismus – 96 S.
Bd. 44 – Stefan Scheil – Weserübung gegen Operation Stratford. Wie die Alliierten 1940 den Krieg nach Skandinavien trugen – 96 S.
Bd. 45 – Martin Lichtmesz – Ich bin nicht Charlie. Meinungsfreiheit nach dem Terror – 96 S.

Bd. 46 – Thor v. Waldstein – Metapolitik. Theorie, Lage, Aktion – 68 S.
Bd. 47 – Martin Sellner/Walter Spatz – Gelassen in den Widerstand. Ein Gespräch über Heidegger – 99 S.
Bd. 48 – Friedrich Reck-Malleczewen – Das Ende der Termiten. Ein Versuch über die Biologie des Massenmenschen – 94 S.

Bd. 49 – Benedikt Kaiser – Querfront – 94 S.
Bd. 50 – Rolf Peter Sieferle – Finis Germania – 104 S.
Bd. 51 – Martin Lichtmesz – Die Hierarchie der Opfer – 96 S.

 

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (8)

Cacatum non est pictum
06. Oktober 2017 13:35

Feine Sache. Eine Frage in eigener Angelegenheit: Ist damit zu rechnen, dass Band 6 ("Provokation") nochmals als Kaplaken-Band aufgelegt wird? Ich weiß: Der Text ist in der Spurbreite des schmalen Grats abgedruckt. Aber das Bändchen fehlt mir noch in der Sammlung, und antiquarisch ist es schon seit längerem nirgendwo mehr erhältlich.

antwort kubitschek:

nein, ist nicht geplant.

 

Stil-Blüte
06. Oktober 2017 15:29

Nur mal ein Vorschlag an die Kaplaken-Sammler in die Runde: Tauschbörse untereinander ins Leben rufen, falls Kaplakenbändchen, um Antaios nicht abzuschöpfen,  nicht mehr aufgelegt bzw. zur Verfügung stehen.

Cacatum non est pictum
06. Oktober 2017 22:28

@Stil-Blüte

Nur mal ein Vorschlag an die Kaplaken-Sammler in die Runde: Tauschbörse untereinander ins Leben rufen, falls Kaplakenbändchen, um Antaios nicht abzuschöpfen,  nicht mehr aufgelegt bzw. zur Verfügung stehen.

Hervorragende Idee. Es stellt sich nur das Problem der technischen Umsetzung. Möglicherweise gäbe es auch gar nicht genug Teilnehmer für eine solche Börse. Ich wäre wohl dabei.

Wo wir schon beim Thema sind: Falls jemand, der hier mitliest, den Kaplaken-Band 6 doppelt hat und ihn an mich zu verkaufen bereit ist, so mag er sich auf meinen Beitrag bitte melden. Dankeschön!

Lars Waldgaenger
07. Oktober 2017 08:17

Es gibt eine "Tauschbörse" über die (nicht öffentliche) Facebookgruppe "Edition Antaios Freundeskreis". 

Karlemann
08. Oktober 2017 11:38

Was mir bei all den Autoren und Büchern fehlt ist eine Perspektive. Wie sieht die Zukunft aus? Damit meine ich nicht einen Fünfjahresplan, sondern Grundsätzliches.

Man schwelgt im Rahmes des Trias von Causalität-Situation und Finalität meist in der Vergangenheit/Geschichte, allenfalls in negativen Konotirerungen der aktuellen Situation an Besipielen. Ich sehen die technikfeindlichkeit von Heidegger/Jünger und viele konserativer Revolutionäre als kritisch an. Es waren immer technische Fortschritte, welche Reiche begründeten und stabilisierten. Sei es nun der Vorteil eines Schwertes aus Eisen gegenüber eines Schwertes aus Broze, oder der Vorteile aus moderner Massenproduktion und fortschrittlichen Softwarkonzepten.

Urwinkel
08. Oktober 2017 13:42

Suche noch Lissons "Die Verachtung des Eigenen". Gehört nicht zu den Kaplaken, aber passt hier rein. Wie wärs mit einer Nachauflage? Das Buch entging mir zu Verkaufszeiten, da ich mit dem "Homo Absolutus" beschäftigt war. Heute ist "Die Verachtung" unauffindbar zum Nachkaufen. Tauschbörse? Gerne. Angebote auf Nachfrage. Aber mit mir nicht über FB.

Stil-Blüte
08. Oktober 2017 14:07

@ Cactum non et pictum

Ich kann Ihnen dienen. Bitte teilen Sie mir über Antaios Ihre Adresse mit. Und ab geht die Post! Bitte schön, da ich das Bändchen in guten Händen wähne, nehmen Sie es als Gratis-Gabe. Gleichzeitig möchte ich Antaios ermutigen, eine Neuauflage zu erstellen.

Cacatum non est pictum
08. Oktober 2017 18:57

@Stil-Blüte

Ich kann Ihnen dienen. Bitte teilen Sie mir über Antaios Ihre Adresse mit. Und ab geht die Post! Bitte schön, da ich das Bändchen in guten Händen wähne, nehmen Sie es als Gratis-Gabe. Gleichzeitig möchte ich Antaios ermutigen, eine Neuauflage zu erstellen.

Das ist ein nobler Zug von Ihnen. Vielen lieben Dank! Ich werde meine Postanschrift über die E-Mail-Adresse von Antaios an Sie weiterleiten lassen und hoffe, dass das auf diesem Wege funktioniert. Wenn es eine Kleinigkeit gibt, die ich im Gegenzug für Sie tun kann, lassen Sie es mich wissen.

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