11. Juli 2017

Linke Immunisierungsstrategien

von Michael Wiesberg / 17 Kommentare

Andreas Unterberger spricht auf seinem Blog mit Blick auf die Ausschreitungen in Hamburg von einer „multiplen Blamage des größten Landes Europas“.

Michael Wiesberg ist Lektor und freier Publizist.

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  • Dafür gebe es „viele Ursachen und Schuldige“. Bezeichnend bleibt allemal, daß nun auch die Mainstreammedien den Linksextremismus plötzlich als Gefahr entdecken und Hätschelprojekte wie das „Autonome Zentrum“ Rote Flora im Hamburger Schanzenviertel in Frage stellen.

    Mir geht es an dieser Stelle aber nicht primär um die Vorgänge in Hamburg am letzten Wochenende, sondern um den Hinweis darauf, daß die Wurzeln für die jüngste (neuerliche) Gewalteskalation in den Jahren 1967–1977 zu suchen sind, also in einer Zeitspanne, die Gerd Koenen in seinem gleichnamigen Buch als das Rote Jahrzehnt gekennzeichnet hat.

    Was Koenen herausarbeitet, ist unter anderem der vollständige Realitätsverlust der radikalen Linken in dieser Zeit, ein Verlust, der sich bis heute durchzieht.  Er zeigt sich in den Äußerungen des Salonlinken Jakob Augstein genauso wie in den Verlautbarungen der „autonomen & antikapitalistischen Allianz gegen den G20-Gipfel in Hamburg“, die sich unter das doppeldeutige Motto „Welcome to hell“ gestellt hat.

    Dieser Realitätsverlust resultiert maßgeblich aus den Formen der mit herrischem Gestus vorgetragenen moralischen Kritik an der nur „schlechten (= repressiven, kapitalistischen, autoritären etc.) Gesellschaft“, die letztlich auf die Pauschalablehnung des Vorhandenen hinausläuft; als Gegenentwurf steht eine Gesellschaft ohne Herrschaft, Hierarchie und Ordnung im Raum, vorexerziert zum Beispiel im Mikrokosmos Rote Flora.

    Die deutsche und andere kapitalistische Gesellschaften sind „schlecht“, weil sie Gewalt ausübten, und zwar „strukturelle Gewalt“, ein Zauberwort linker Analyse.

    Der Begriff „strukturelle Gewalt“, der auf den norwegischen Mathematiker und Soziologen Johan Galtung zurückgeht, der gern auch als „Gründungsvater der Friedens- und Konfliktforschung“ vorgestellt wird, hat den Gewaltbegriff mit dieser Begriffsschöpfung quasi schrankenlos ausgeweitet.

    Gewalt liegt nach Galtung bereits dann vor, wenn Menschen so beeinflußt werden, daß ihre tatsächliche körperliche und geistige Selbstverwirklichung hinter ihrer möglichen Selbstverwirklichung zurückbleibt. Diese Definition stellt die Auslegung dessen, was als Gewalt zu werten ist, mehr oder weniger in das Belieben des einzelnen.

    Ob die Auslegung des Begriffs „strukturelle Gewalt“ durch linke bis linksextremistische Gruppen im Sinne Galtungs ist, soll hier dahingestellt bleiben. Seine eigentliche Sprengkraft bekommt dieser Begriff aber erst durch die von Herbert Marcuse inspirierte Denkfigur, daß es gegen diese Form der Gewalt ein „Naturrecht auf Widerstand“ gebe, also

    außergesetzliche Mittel anzuwenden, sobald die gesetzlichen sich als unzulänglich herausgestellt haben. […] Wenn sie [= diejenigen, die unter der „etablierten Hierarchie leiden und gegen sie kämpfen“] Gewalt anwenden, beginnen sie keine neue Kette von Gewalttaten, sondern zerbrechen die etablierte. (Marcuse: Repressive Toleranz, 1966)

    Bringe man die Deutung von „struktureller Gewalt“ mit Marcuses Definition von „befreiender Toleranz“ in Verbindung, so zum Beispiel Rolf Zundel, der der 1989 verstorbene ehemalige stellvertretende Chefredakteur der ZEIT, sei folgender „Kurzschluß“ naheliegend: „Linke Minderheiten (womöglich solche, die sich als revolutionäres Subjekt verstehen) haben das Recht, ja die Pflicht zum Widerstand“.

    Ob dieser „Kurzschluß“ bei Marcuse impliziert war oder nicht, ist ein anderes Thema. Vor diesem Hintergrund dürfte im übrigen auch die Einlassung des Rote-Flora-Anwalts Andreas Beuth „Wir als Autonome und ich als Sprecher der Autonomen haben gewisse Sympathien für solche Aktionen“ zu sehen sein.

    Zundel bringt im übrigen noch ein drittes Kriterium ins Spiel, das den Gewaltausbruch durch „autonome“ Schlachtenbummler, wie sie in Hamburg einmal mehr beobachtet werden konnte, zu erklären hilft. Gemeint ist hier das altbekannte Konzept „Frustration und Aggression“, das auf US-Verhaltensforscher zurückgeht.

    Der Politologe Manfred Funke und der Publizist Walter Laqueur haben sich an einer aktualisierten Variante dieses Konzeptes versucht: „Je größer die sozialen Ansprüche sind und je weniger sie befriedigt werden, um so größer wird die systemimmanente Frustration.“ Eine Frustration, die dann zwangsläufig in der Forderung nach „Gesellschaftsveränderung“ mündet.

    Michael Wiesberg ist Lektor und freier Publizist.

    Kommentare (17)

    Ertrunken
    11. Juli 2017 13:33

    Repression kann nur ein kurzzeitiges Ventil sein. Die Krawallmacher sind ja doch nur der böse Zwillingssohn einer ganz und gar linksliberalen Gesellschaftsformation.

    Ansonsten sind die Hintergrundbedingungen gut herausgearbeitet. Immunusierungsstrategien sind dabei auch auf jeder Seite zu finden die allzu sehr ins Extreme ableitet. Sie zu umgehen muss daher stets Aufgabe einer klugen und neuen Rechten sein.

    Andrenio
    11. Juli 2017 13:52

    Dass über 10.000 Polizisten einer Schar von maximal 2.000 Militanten nicht Herr werden können sollen, das ist entweder unglaubwürdig oder politisch gewollt - wenn nicht geplant. Es gab im Netz Prognosen hinsichtlich Planung, da man die Ereignisse in Genua genau analysiert hatte. Warum aber die Feuerwehr sich nicht hat blicken lassen angesichts der vielfachen Brände: Das ist der klare Beweis für Weisung von ganz oben. Man stelle sich vor die Brände hätten ganze Wohnviertel erfasst mit entsprechenden Opferzahlen...

    Franz Bettinger
    11. Juli 2017 14:01

    Ohne den pseudo-philosophischen Überbau von Markuse etc. ist die Frage, ob überhaupt und wann Gewalt gerechtfertigt ist, doch anders übersetzt die: Gibt es außer dem Recht des Staates und dem aus diesem Recht abgeleiteten Recht auf Gewalt noch ein anderes Recht? Die Antwort erscheint mir sonnenklar: Aber ja! Manche nennen dieses höhere, ja höchste Recht: Gott. Ich nenne es: das Gewissen. Anders wäre Stauffenberg gar nicht zu rechtfertigen. Es ist doch offensichtlich, dass es Unrecht-Regime gab und gibt. Wir leben ja in einem. Und es ist daher völlig klar, dass man diesen Regimen Widerstand entgegensetzen muss, Widerstand, denke ich, in jeder Form, auch in Form von Gewalt. Nichts anderes behaupten die Linken. Aber nichts anderes gilt auch für die Rechten. Es geht also nicht um die Frage, Gewalt oder keine, sondern darum, unter welchen Umständen Gewalt gerechtfertigt ist. Sicher nicht aus niederen Motiven, wohl aber aus Gewissensgründen. Mit diesen Motiven sollte man sich beschäftigen, egal, ob Rechtsbrüche und Gewalt nun von links oder von rechts kommen. Ein Staat wie unserer, der leicht erkennbar zum Schaden seiner Bürger handelt, ein solcher Unrechts-Staat hat jedes Recht auf Loyalität und Folgsamkeit verloren. Einem solchen Staat muss Widerstand erwachsen. Im konkreten Fall halte ich den Widerstand von links als schwach begründet, der von rechts aber als sehr wohl begründet. Die Linken wissen nicht einmal, in wessen unseligem Dienst sie handeln und welch verheerenden Hinterfrauen und -männern sie unbewusst dienen, denn "Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann" (Mark Twain). Da der Staat eklatante Gewalt und Rechtsverstöße von links nicht nur nicht geahndet, sondern gesinnungsethisch und finanziell geradezu herausgefordert hat, darf er sich jetzt über die faulen Früchte seines Nicht-Handelns nicht wundern. Die Krokodils-Tränen der plötzlich Aufgeschreckten machen mich nur lachen. Auch 1789 hat die Revolution am Ende ihre eigenen Kinder gefressen. "So it goes" (Kurt Vonnegut in "Schlachthof 5"). 

    Johannes Konstantin Poensgen
    11. Juli 2017 15:02

    Das theoretische Konstrukt der "strukturellen Gewalt" ist an sich sehr brauchbar. Der Sache nach besagt es auch nichts anderes als Jack Donovans Satz, Gewalt sei die ultimative Antwort auf die Frage "Or else what?". Anders ausgedrückt: Die Bedeutung der Gewalt in einer Gesellschaft beschränkt sich bei weitem nicht auf die Fälle, in denen sie tatsächlich zur Anwednung kommt. Sie liegt in den durch die Möglichkeit der Gewalt bestimmten gesellschaftlichen Strukturen und das sind fast alle. Der Haken liegt bei unseren antifaschistischen Freunden in dem Satz von Marcuse, der repräsentativ für die ganze linke Mentalität steht: "Wenn sie [= diejenigen, die unter der „etablierten Hierarchie leiden und gegen sie kämpfen“] Gewalt anwenden, beginnen sie keine neue Kette von Gewalttaten, sondern zerbrechen die etablierte." Das entspringt einer spirituellen Schwäche. Diese Leute können die Welt nicht ertragen und hängen deshalb an ihrem reinen Gewissen wie der Junkie an der Nadel.

    Der_Jürgen
    11. Juli 2017 15:49

    "Was soll ich tun, Lehrer von Güllen? Den Unschuldigen spielen? Alles ist meine Tat - die Eunuchen, der Butler, der Sarg, die Milliarde."

    So spricht ein resignierter Alfred Ill, der um seine bevorstehende Ermordung weiss, in Friedrich Dürrenmatts "Der Besuch der Alten Dame" zum Lehrer, der ihn drängt, um sein Leben zu kämpfen.

    "Was sollen wir tun? Die Unschuldigen spielen? Alles ist unser Werk - der Linksextremismus,die Antifa, der Schwarze Block, die 500 verletzten Polizisten von Hamburg, die gebrandschatzten Autos von AFD-Funktionären, die Gegendemonstranten von Dresden, die an jedem 13. Februar 'Bomber Harris, do it again' skandieren", würden die Spitzen dieses abgewirtschafteten Staates, besässen sie noch einen Funken von Anstand und Ehrlichkeit, zu jenen sagen, die sie auffordern, endlich gegen den linken Terror vorzugehen.

    Der Schwarze Block, die Antifa, die "Nie wieder Deutschland"- Schreier - sie alle sind Geschöpfe dieses Systems. Diese Leute sind nicht als Geisteskranke geboren. Sie wurden zu Geisteskranken gemacht. Wem man von Kindsbeinen an eintrichtert, dass er einem Volk angehört, welches sich unsühnbarer Verbrechen schuldig gemacht habe; wem seine Lehrer, ehemalige Achtundsechziger, eingebleut haben, dass Autorität, Gesetz und Ordnung verlogene Schlagworte zur Rechtfertigung institutionalisierter Gewalt seien; wem die Qualitätsmedien tagtäglich einhämmern, dass "Rechtsextremisten", "Rechtspopulisten" und andere "Rechte" Untermenschen seien, die im Grunde kein Existenzrecht besässen, und wer diese Art von Erziehung gebührend verinnerlicht hat, der landet über kurz oder lang entweder beim Schwarzen Block (wenn er genug Energie hat, um Pflastersteine und Mollis zu schmeissen), oder er leistet den Pflasterstein- und Mollischmeissern ideologische Schützenhilfe: Als Journalist beim "Spiegel" oder bei der "TAZ" oder bei der "Neuen Welt", oder aber als "Rechtsextremismus-Experte" oder "Antisemitismus-Forscher". Wenn sich diese "Medienschaffenden" und "Intellektuellen" dann von der Gewalt ihrer geistigen Zöglinge distanzieren, ist dies widerliche Heuchelei.

    Die Schläger und Molli-Schmeisser von Hamburg sind Kinder dieses Systems. Sie vertreten dieselbe Ideologie wie dessen Führer, nur eben in reiner, unverfälschter Form. 

    Gustav Grambauer
    11. Juli 2017 16:29

    Andrenio

    "... politisch gewollt - wenn nicht geplant."

    Klar war das geplant.

    1.) Es gab in Hamburg gleich zwei Pride Parades, mit denen sich die bunte, progressive Welt präsentiert hat: im Kongreßzentrum und draußen. Letztere verlief für Merkel glänzender als erstere, sollte zudem von ihrem - absehbaren - Fiasko drinnen ablenken.

    2.) Zu einer Pride Parade der Open Society gehört auch die Präsentation des speziellen Verständnisses von "Toleranz", damit keine Mißverständnisse aufkommen. Reinrassigkeit, Habitus und Frisuren stimmen schon, es fehlen nur noch die SS-Uniformen, die Schäferhunde, der Elektrozaun, der Appellplatz und der Austausch des Wortes "Nazi-Schweine" durch das Wort "Juden":

    https://www.youtube.com/watch?v=XIm3d5YEwiQ

    Galtung ist ein interessanter Mann. Er gehört - mit Soros und z. B. vielen seiner norwegischen Landsleute und entgegen dem überwältigend großen Zio-Block mit Obama, Clinton, Merkel usw. - zu den wenigen in der Open-Society-Fraktion, die auch Israel als Open Society sehen wollen. Ein Nadelstich in diese Richtung von ihm war, Breivik öffentlich als Mossad-Agenten hinzustellen.

    3.) Es ist Wahlkampf. Wahlkampf für Mutti, und alle Apparate bis hin zu Polizei und Medien surren wie geschmiert. Stegner, der die Kurven der Demoskopen jeden Tag auf den Tisch bekommt, versucht jetzt, unter Preisgabe der heiligsten linken Prinzipien mit bloßen Händen das Wasser aus dem lecken Kahn herauszuschaufeln, helfen wird es der SPD am 24. September nicht:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/spd-streit-nach-g20-weil-dein-argument-sehr-dumm-ist-spd-maenner-liefern-sich-twitter-schlacht_id_7341016.html

    4.) Der Zwergenaufruhr der transatlantischen Paladine gegen den (Pjakin:) Globalen Prädiktor nimmt seinen Lauf, in Hamburg durch diesen kleinen Kläfferbiß in das Schienbein seines Herrchens versinnbildlicht, das antiautoritäre Kinderdrama in seiner Ur-Form:

    http://www.gala.de/stars/news/melania-trump--sorge--demonstranten-stellen-sich-ihr-bei--g20--in-den-weg-21400236.html

    5.) Einreisesperren für BRD-Antifanten in Trump-Land werden kommen. Schon sehr bald. Und das wird erst der Anfang sein. Die Daten sind alle vorratsgespeichert. 

    https://sciencefiles.org/2017/07/05/usa-antifa-zur-terroristischen-organisation-erklart/

    Die globale Elite

    https://www.reuters.com/article/us-russia-usa-kissinger-idUSKBN19L1RL

    wird sich nicht auf Dauer von ihren eigenen Vasallen zum Kindergarten-Clown machen lassen ...

    - G. G.

    Solution
    11. Juli 2017 17:08

    Ist es ein Trost, daß der Anteil der Jugendlichen in der Bevölkerung immer weniger wird? Wird dann die Chance zur Rekrutierung auch geringer? Wenn Huntington recht hat, dann gibt es bald nicht mehr genug deutsche Idioten-Jugend, um zu rebellieren, da für den Staat gefährliche Rebellionen nur ab einer bestimmten Anzahl möglich seien. Dann müssen wir unseren Blick wieder verstärkt auf die wachsende Masse ausländischer Jugendlicher richten. Hier liegt das Konfliktpotential für den künftigen Bürgerkrieg. Egal wie es ist, die Zahl deutscher Jugendlicher auf unserer Seite, die politisch aktiv sind, ist noch viel geringer, um wirklich was zu verändern. Der Tag wird dennoch kommen, wo sich unsere Reihen füllen werden. Das sind dann aber keine Leute, die in der einen Hand ein Buch und in der anderen Hand eine Flasche Rotwein haben. Wenn es einmal soweit ist, stehen wir alle als Minderheit mit dem Rücken zur Wand.

    Franz Bettinger
    11. Juli 2017 17:17

    @Gewalt durch Hetze

    Wenn in Deutschland laut richterlichem Beschluss "Nazi-Schlampe" und "Köterrasse" erlaubt sind, frage ich mich, wo Hass und Hetze anfangen, wenn nicht bei diesen Begriffen. Aber: Der Negerkuss musste zum Schaumgebäck werden, und der Weihnachtsmarkt zum Lichterfest. Man greift sich nur noch an den Kopf bei solchen Richtern. Ich hoffe, das ständig belogene und um seine Ehre betrogene Volk wird einmal so zurückschlagen, wie es geboten ist. Und es wird auch so kommen. Die Geschichte hat, zurückblickend, noch keine Ausnahme gemacht. Die Geschichte nimmt gerade Anlauf, anders gesagt, sie macht erst mal ein paar Schritte zurück, aber dann - möchte ich nicht in der Haut der Nutznießer, Mitläufer und politisch Verantwortlichen stecken.

    Stefanie
    11. Juli 2017 17:34

    Ich schließe mich dem Szenario von Andrenio an: der G 20 - Gipfel lief sicher genauso wie geplant. Bei aller strukturellen  Gewaltbereitschaft und einem philosophischen Überbau, der einem beim Vandalieren noch ein gutes Gewisssen läßt: wenn die Staatsmacht hätte effektiv arbeiten wollen, hätte man die Ausschreitungen (fast) mit links niederschlagen können. Dazu hätten die Einsatzkräft freilich mehr als nur Wasser und Pfefferspray einsetzen müssen.

    Das war die 1. Botschaft dieses Gipfels: Euch, liebe Polizisten, sind die Hände gebunden, unserer Antifaschistischen Kampfgruppe nicht.

    Die 2. Botschaft ging an die angereisten Staatschefs und war eine Art perverse Leistungsschau: Seht was wir Deutschen noch an (Zerstörungs-)kräften aufbieten können, wenn es "um die gute Sache geht!"(Bezeichnend auch der Name der Veranstaltung sein "Welcome to hell". - Hier ging es um eine andere Version der Willkommenskultur.) Was für ein Beispiel an Effizienz waren doch die Brandschatzer: Einer schlägt die Scheibe ein, der zweite schmeißt den Molli rein.- Was für ein Beispiel an produktiver Arbeitsteilung - und das dann Strassenzug um Strassenzug: echte Fleißarbeit. Ein schönes Beispiel für Sekundärtugenden. Deutsch sein, heißt ja bekanntlich Dinge um ihrer selbst willen zu tun, aus Prinzip: wenn man alle Bonzenkarren abfackeln will, dann läßt man sich von einem Kleinwagen, der dazwischen steht doch nicht irritieren (wohl aber von den E-bikes, die ebenfalls in der Strassse standen - sind zwar auch Statussymbole, haben aber keinen Verbrennungsmotor), - man  zieht die Sache durch. Schon erstaunlich wie ein Nationalcharakter durchschlagen kann, selbst wenn man ihn zwanghaft abschütteln will. Was sind ein paar aufmüpfige Erdogan-Türken dagegen, ein paar brennende US-Flaggen oder die üblichen Vorortunruhen gegen diese beispielhafte Zerstörungswut. Die Staatsgäste nehmen den Eindruck mit: Ja, auch in den Deutschen steckt noch Thymos. Sie können noch kämpfen, wenn man sie ordentlich indoktiniert. 

    Die 3. Botschaft ging an die (bisherigen?) Symphatisanten bzw. diejenigen, die es bisher immer stillschweigend bewunderten, wenn der Schwarze Block als Sturmabteilung gegen rechts aggierte: die taten, das, was man sich selbst nicht traute. Nun finden sie die Sache doch irgendwie übertrieben. Manche haben es ja viel zu weit getrieben, der Sache geschadet,  spülen nur Wasser auf die Mühlen ... und überhaupt sind das ja gar keine "richtigen" Linken, denn Linke begehen ja nur Gewalt gegen Sachen und gegen "die da oben". - Kurz, die Botschaft ging an die nicht so gründlich Immunisierten, grün-alternative Latte-Macchiato-Fraktion in den hippen Vierteln, die nun Angst um ihre Familienkutschen haben. Die werden es dann auch ganz in Ordnung finden, wenn der Staat gegen seine Hilfstruppen mal das lange Messer zückt, falls sie doch einmal zu frech werden sollten. In dem Fall werden die regulären Truppen nämlich durchaus Mittel und Wege in die Hand bekommen, um zu tun was nötig ist. Nach einem derartigen Einsatz werden sie wahrscheinlich auch dazu bereit sein. Und damit schließt sich der Kreis: die Inszenierung des G20-Rahmenprogramms ist rundum gelungen.

    stimmviech
    11. Juli 2017 19:08

    Zu den Hintergründen der nihilistischen marxistischen Gewalt wiederum hat ein bekannter deutscher Dissident viel interessantes geschrieben.Ich bewerte aber die vom Dissidenten ausschließlich negativ gesehenen Überzeugungen auch positiv,brachten sie doch Intelligenz und Flexibilität zur Erblühung des menschlichen Fortschritts ein.

    Rosenkranz
    11. Juli 2017 19:36

    @Andrenio

    Ein Großteil der Polizisten wurde zur Sicherung der G20-Teilnehmer eingesetzt. Da mußten Straßen abgesperrt, Hotels, Kongreßzentrum und Elbphilharmonie abgesichert werden. Weiter darf nicht vergessen werden, daß Menschen auch Ruhezeiten zur Erholung benötigen.

    Da in Hamburg bereits in der Vergangenheit auch Feuerwehr und Sanitätsdienstpersonal körperlich angegriffen wurden, wartet man in solchen Fällen auf die Absicherung  durch die Polizei. Die war aber sehr belastet. Es gibt keine Anweisung an die Feuerwehr "von Oben", Brände nicht zu löschen. Auch betraf es hauptsächlich Automobile, und die Gefahr, daß ganze Wohnviertel abbrennen, war einfach schlicht nicht gegeben. Viele Grüße aus Hamburg.

    Die Vorfälle in Hamburg zeigen klar auf, daß diese Art der Gewalt für eine politische Strömung unserer Tage, kontraproduktiv ist. Die Bilder vom geplünderten REWE-Markt und brennenden Autos von einem Pflegedienst stoßen bei den meisten Menschen auf keine Sympathien, ganz im Gegenteil. Ein Sprecher der Roten Flora mußte sich sogar von den Gewalttätern distanzieren. Das machen die sonst nie. Erste Politiker fordern die Schließung dieses Schandflecks. Aussagen von linken Politern werden in der Presse zerflückt, der sonst so gefeierte Bürgermeister und sein Innensenator sind unter politischem Druck. So erfreulich es ist, daß der politische Gegner Schaden nimmt, vergessen wir nicht, daß nach solchen Vorkommnissen die Freiheitem der Bürger oft weiter eingeschränkt werden.

    Es war gut, daß sich patriotische Kräfte nicht an den Demonstartionen beteiligt haben. Hamburg zeigt, daß Gewalttäter sofort von den eigenen Leuten unter Kontrolle gebracht, diszipliniert und notfalls der Polizei übergeben werden müssen. Dann ist es auch egal, ob ein "agent provocateur" vom Verfassungsschutz oder jemand mit Presseausweis anwesend ist. Ergeben wir uns einfach nicht in diese Art von Verschwörungen. 

    Valjean72
    12. Juli 2017 08:22

    @Stefanie: "Bei aller strukturellen  Gewaltbereitschaft und einem philosophischen Überbau, der einem beim Vandalieren noch ein gutes Gewisssen läßt: wenn die Staatsmacht hätte effektiv arbeiten wollen, hätte man die Ausschreitungen (fast) mit links niederschlagen können."

    ---

    Meiner Meinung nach hätten die staatlichen Stellen schon deutlich früher ansetzen können, wenn sie denn solch Ereignisse tatsächlich hätten verhindern wollen. Zu allererst ist hier der gewählte Austragungsort zu nennen: Die zweitgrößte deutsche Stadt mit einer gewachsenen linksextremen Szene. Vor zehn Jahren wurde der G8-Gipfel in der mecklenburgischen „Pampa“ direkt an der Ostsee ausgetragen und weiträumig abgesperrt. Die Kommunikation über Handys und Internet wird mittlerweile flächendeckend überwacht. Bei brisanten Fußballspielen im Europacup werden Kategorie-C-Fans an der Einreise gehindert, oder anderweitig ausgebremst, so dass es nicht zum (großen) Zusammenprall kommt. Als Anhänger gepflegter Verschwörungstheorien komme ich zum Schluss, dass die Hamburger Ereignisse gewollt waren. P.S.: Letztes Jahr fand mitten in Dresden das Treffen der Bilderberger statt. Warum war das kein Ziel für diese Linksextremen?

    Gotlandfahrer
    12. Juli 2017 11:23

    Aus meiner Sicht erklären wenige so gut die aktuelle Eskalationsphase der post-bolschewistischen Revolutionslogik wie Jordan Peterson.

    https://www.youtube.com/watch?v=PkNzYttjSHE

    In a nutshell: Weil die im Kommunismus allein an Produktionsmitteln ausgerichtete Befreiung der Proletarier im Desaster endete, auch wenn dies unter den Teppich gekehrt wird, setzt der dem Marxismus zugrundeliegende pure Materialismus seinen Anspruch einfach auf dem nächsten, kommunuikativ nur umettekierten Level fort: Der simplen Machtergreifung durch Vernichtung derer, die heute Macht durch materielles und immaterielles Vermögen ausüben können. Die empfundene Ungerechtigkeit von Macht aufgrund immateriellen Vermögens (z.B. echter Bildung) ist dabei besonders groß, da im materiellen Denken die Rechtfertigung immaterieller Zusammenhänge per se ausgeschlossen wird.

    Das allein an Macht und Materie ausgelegte Denken entledigt sich von alleine jeder Moral und damit Menschlichkeit im eigentlichen Sinne, erst Recht jeder Weitsicht. Denn nichts zählt außer der eigenen Macht und Materie im Hier und Jetzt. Daher gibt es für den Materialisten auch nicht die Option, etwas langsam wachsen zu lassen, an den Verhältnissen Stück für Stück im Sinne geduldigen Pflegens zu arbeiten. Macht und Materie sind nur im Jetzt wirklich, alles Zukünftige ist noch nicht wirklich und damit nicht Bestandteil des heutigen Handelns.

    Moral wird lediglich zu oberflächlichen, schadlos paradoxen weil einfach klingenden Alibi-Argumentationen verzerrt, was ihrer Wirkung keinen Abbruch tut denn der Mensch fühlt seinen Willen lediglich und erzeugt eine beliebige Rationalität erst ex-post zur Rechtfertigung des Gefühls (vgl. Jonathan Haidt).

    Folglich kannte bereits der Kommunismus keinerlei Gnade und Moral selbst gegenüber Kindern, wenn diese nicht der eigenen Interessensgruppe angehörten. 'Argumente' dafür waren leicht zur Hand. Das heute gern genutzte Nazi-Schema macht die Angelegenheit nur einfacher, ihre Wirkung würde sich aber auch ohne dieses Sujet entfalten, ggf. nicht ganz so mächtig und schnell wie in der aktuellen Zuspitzung der Entwicklung, aber früher oder später käme es auch ganz ohne Adolf zu den jetzigen Zuständen.

    Woher kommt nun dieser sich bahnbrechende unmoralische Materialismus im Gewand der Gerechtigkeit? Es scheint eine dem menschlichen Denken innewohnende Geneigtheit zu geben, aus der Unbeweisbarkeit Gottes auf die Nichtbestimmtheit immaterieller Zusammenhänge im Allgemeinen zu schließen, zumindest ab dem Punkt, ab dem der Glaube die Unbeweisbarkeit nicht mehr überbietet. Damit ist aber jede Ergebnisungleichheit eine rein materielle und damit eine potenziell ungerechte für den, der nur die Materie und ihre Macht gültig sieht.

    In unserer wettbewerbsorientierten Welt, in der insbesondere durch mediale Formate wie Germany's Next Top Model usw usf, aber auch durch die Dauerpräsenz der materiellen Ungleichheit im Alltag, notwendigerweise mehr gefühlte Verlierer als gefühlte Gewinner erzeugt werden (denn selbst der Teil der Masse, der durchschnittlich erfolgreich ist, muß in der Gegenüberstellung mit den präsenten Spitzenreitern relativ immer als Verlierer dastehen), hat jeder, der Top-Manager, der etwas weniger Bonus erhält als ein anderer, genau wie der Schwarzafrikaner, der in seinem Smartphone vom Schlaraffenland erfährt, einen Grund, die Ungleichheit mit Ungerechtigkeit zu erklären. Der Materialismus bietet dem Ungleichheit 'Erleidenden' nun an, etwaige immaterielle Zusammenhänge, die dies gestern noch unhinterfragt ließen, als ungültig zu erklären, sich allein auf das materielle Ergebnis zu beziehen und dieses Ergebnis als Ausdruck von Machtverhältnissen zu verstehen. Die Frau, die nicht in den Vorstand berufen wird, ist allein Opfer der männlichen Seilschaft. Der Afrikaner allein Opfer der Kolonialzeit und Ausbeutung seiner Rohstoffe. 

    Der Materialismus bietet aber nicht nur jedem, der sein Sein als mindestens teilweise unbefriedigend empfindet, und das dürften notwendigerweise alle Menschen sein, die nicht im Paradies wohnen, Entlastung von eigener Verantwortung an. Er ermöglicht auch durch die dergestalt erzeugte Pseudomoral, hinter der allein rein materielles Verlangen steht, die eigene Vorteilssucht durch Vorschieben der Interessen anderer 'Unrecht Erleidender' nicht nur zu kaschieren, sondern sich gegenüber Dritten höhere soziale Anerkennung und damit unmittelbar höhere Macht und damit mittelbar höheren materiellen Erfolg zu verschaffen. Die Perfidie des Materialismus ist also seine selbsterfüllende Prophezeiung, dass die Beachtung seines Prinzips die Machtverhältnisse zugunsten seines Anwenders verändert. Diese Zirkularität bleibt solange wirkmächtig, wie sich materielle Ungleichheiten identifizieren lassen. Damit erklärt sich die beliebig vorantreibbare Kategorisierung von Individuen, nach Rasse, Religion, Geschlecht, Alter, Bildungszugang, sozialer Herkunft, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Fußnagelkrümmung oder was sich auch immer noch finden lassen wird, um dem einen zu sagen, dass sein materielles Ergebnis dadurch zustande kam, dass er zu der Gruppe der Machtbenachteiligten gehört. 

    So wie der nur die Klassen und Produktionsverhältnisse betreffende Kommunismus lediglich durch den Verzehr von Substanz und Ausrotttung von 'Verbrauchern' eine zeitlang existieren konnte, wird auch seine Fortschreibung in der 'Alles-für-Alle'-Bewegung nur in der physischen Vernichtung derer eine Weile aufrechterhalten werden können, denen die zur Verteilung verfügbaren Mittel abgenommen werden können. 

    Elfe12
    12. Juli 2017 11:44

    Das lustige an der neuen Linken, dieser wirren Resterampe, ist, dass ihre Gegner meist besser über ihre vermeintlichen ideologischen Grundlagen Bescheid wissen, als die neuen Linken selber. Und wenn man sich das alles ansieht, kann man viel Kaffesatzleserei betreiben, aber jeder der Mal in dieser Szene unterwegs war, wird wissen: diese Leute sind einfach leer. Die neue Linke vertritt nur noch eine rosarote, schwebstoffartige Version einer kuschelkapitalistischen, assoziativen "offenen Gesellschaft" und keiner von denen kann etwas mit Marx oder Markuse anfangen, das wäre denen zu konkret und exkludieren will man ja nicht. Da ist keine großartige theoretische Bildung da, da reicht es ZDF und ARD sich reinzuleiern und immer Mal auf indymedia zu linsen.

    Franz Bettinger
    12. Juli 2017 16:00

    @Gerechtigkeit
    Das Gerechtigkeits-Gefasel der Linken kippt doch schon durch die Feststellung, dass es die Natur nicht gerecht mit uns meint. Nicht der Mensch, die Natur ist schuld! Sie macht den einen durch 5 weitgehend angeborene Eigenschaften perfekt: gesund, schön, liebenswert, sexy und interessant muss er oder sie sein. Darin, und nicht etwa auf dem Rücken der Pferde, liegt das Glück auf Erden. Pechvögel haben nichts von alledem, werden aber vielleicht als Kinder reicher Eltern geboren. Was nun?

    Der Linke Gerechtigkeits-Clown stürzt sich mit Verve auf das Materielle, das Geld, das ach so ungleich und ergo ungerecht verteilt zu sein scheint. Warum geht er in seinem Gleichmacher-Wahn nicht konsequenter vor und ein paar Schritte weiter - etwa wie in Glockwork Orange angedeutet - und macht den Gesunden krank, den Schönen durch ein paar Narben hässlich und den Liebenswerten durch entsprechende Indoktrinierung zum Ekel Alfred ? Dem potentiell Interessanten (also Klugen, musisch Begabten...) enthält man Bildung vor. Und der Hyper-Libidinösen wie dem Sex-Protz, denen schneidet man die Eier ab. Wenn schon Gerechtigkeit, dann aber richtig. Ein paar von diesen Rezepten hat man in der DDR und in China unter Mao ausprobiert. Die deutschen Links-Idioten müssen wohl erst selbst noch durch die Killing Fields kriechen. Mein Gott, wie blöde ist das denn!

    Fachkraft für Betroffenheit
    12. Juli 2017 16:26

    Super Schachzug von "Mutti": den Antifa-Mob gewähren lassen und dann zuschauen wie sich Links peinlich windet, hoffentlich zerfleischt. Hilft nicht nur in Hamburg, sondern bundesweit. Den unermüdlichen atemlos-schwitzigen ÖR-Reportern sei Dank. Alle, die sich ein bisschen zu heimlich rechts gefühlt haben, dürfen sich nun erleichtert entrüsten. Was Rotes wählen kann man nun nicht mehr, aber die gelben Steigbügelhalter tun's ja auch.

    Gerrit
    13. Juli 2017 10:31

    "Elfel12" hat völlig Recht, das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Die Parallele zum "Roten Jahrzehnt" geht mE fehl. Während die damaligen Protagonisten sich geradezu manisch mit schweren theoretischen Wälzern zugedröhnt haben und die Nähe zu geisteswissenschaftlichen Koryphäen suchten und auch fanden, haben  wir es hier tatsächlich in größten Teilen mit Auswüchsen der hedonistischen Spaßkultur zu tun. Die dröhnen sich eher mit Amfetamin voll. Der durchschnittliche "Autonome" liest noch nicht mal die eigenen Flugblättern durch, bzw. macht sich sogar darüber lustig. Mit der regelmäßigen Lektüre von Asterix und Obelix ist man da schon ein Intellektueller. Man darf nicht von den wenigen Theoretikern und Schreiberlingen der Szene auf die breite Masse der Steinewerfer schließen. Das wäre dann doch zuviel der Ehre. Viel bedrückender finde ich, dass unsere Gesellschaft so weich und schwach geworden ist, dass 500 dieser Gestalten (darunter nicht wenige 70 kg schwere Bürgersöhnchen mit Nike-Regenjacke) ausreichen, um den Mainstream vom Bürgerkrieg sprechen zu lassen und einem medialen Sturm sondergleichen zu entfachen. So sehr ich mich über den Liebesentzug für die Linksradikalen freue: Die haben Steine und Flaschen geworfen, herrje. Und rennen weg, wenn die Polizei mit dem Knüppel kommt. Was wird denn passieren, wenn tausende Revolutionäre mit Gewehren und dem unbedingten Willen zu töten (vielleicht sogar nüchtern und militärisch angeführt) die Staatsgewalt herausfordern? Hoffentlich findet die Staatsgewalt dann noch die Kraft zur Verteidigung des Eigenen. Den rechten Verschwörungstheorien kann ich ebenfalls nichts abgewinnen. Natürlich hat man mit Krawallen gerechnet, aber gewünscht? Das halte ich, mit Verlaub, für Unfug. Es dürfte der Kanzlerin und ihrem Hofstaat eher um die "schönen Bilder" gegangen sein. Und Hamburg hat sich dafür einfach mehr angeboten als Fotos vom Flugzeugträger. Wenn die Nazis ihre Triumphmärsche nicht in den großen Städten veranstaltet hätten, wäre es auch viel einfacher gewesen. Einen Reichsparteitag in Neusalz an der Oder hätte halt nur keiner mitgekriegt und Leni Riefenstahl hätte Panzergräben mit ausheben müssen. Wenn man sich schon in Verschwörungstheorien üben will: Die CDU-Kanzlerin hat dem Hamburger SPD-Hoffnungsträger und potentiellen Regentschaftskonkurrenten Olaf Scholz mit der Auswahl Hamburgs für den G20-"Gipfel" kräftig einen eingeschenkt. Merkel und die CDU kommen super weg, die SPD ist noch weiter weg von Fenster als je zuvor. "Weggemerkelt" (schöner Artikel auf der Achse des Guten-Seite).

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