17. Juli 2017

Zivilisationsrettung? Phylomasochismus?

von Caroline Sommerfeld / 73 Kommentare

Die westliche Zivilisation kann nur gerettet werden, wenn das Frauenwahlrecht wieder abgeschafft wird. Wie ein logischer Klapperatismus erfolgte innerhalb weniger Wahlperioden der Sieg über alle gegenwärtigen Mißstände.

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

Wer diese These seinem geneigten Publikum der virtuellen Manosphere unterbreitet hat, ist kein Geringerer als Roosh V, an dessen Fall Martin Lichtmesz vor einem Jahr beschrieben hat, daß die „Krise der westlichen Welt sehr viel mit diesen Dingen zu tun hat“. „Diese Dinge“ sind die anthropologische Hierarchie zwischen Männern und Frauen und jene Umwertung aller Werte, die uns gegenwärtig unter ihrer harten Knute hält.

Roosh V, der mehr als zehn Jahre vornehmlich damit zugebracht hat, in seinen Worten „Wahrheit und Männlichkeit“ zu propagieren, aber auch gründlich die ganze Welt zu trollen („Vergewaltigungsdebatte“ sei hier das Stichwort) hat sich selbst nicht direkt politisch positioniert außerhalb des Geschlechterkriegs, wenngleich die AltRight wesentliche Impulse von „Return of Kings“ bezogen hat.

Mit dem Text „How To Save Western Civilization“ macht er einen Vorschlag zur Güte, der bei umtriebigen #Aufschreierinnen sicher die erwartbare Reaktion hervorrufen wird. Das Rettende in der wachsenden Gefahr ist, Frauen nicht mehr wählen zu lassen.

Alle heutigen Probleme seien Verzweigungen einer einzigen radikal linken Wurzel, die durch Feminismus, den Kampf für soziale Gerechtigkeit (Social justice war) und durch die Sozialismusexperimente im 20. Jahrhundert normalisiert worden sei.

Dank der linken Internationale ist ein „Techno-Matriarchat“ entstanden, dessen Agenda die Entmachtung der Männer ist. Deren „soft power“ (d.h. ideologische Beeinflussung der Ziele politischer Akteure ohne ökonomische oder militärische Macht) ging sukzessive in die Hände der Frauen über, während gleichzeitig die „hard power“ (also ökonomische und Kriegsmacht) in den Händen der globalistischen Elite konsolidiert wurde.

Linke wie „rechte“ (Roosh denkt da an die Republikaner und Trump) Politiker sind bloße Marionetten dieses Prozesses, weil sie um die Stimmen der Frauen kämpfen. Auf diese Weise ist eine Politik entstanden, die eins zu eins weibliche Eigenschaften widerspiegelt: Dominanz der Gefühle, Unterwerfungsphantasien und ständiges Schüren sozialer Konflikte statt männlicher Rationalität, aufrechtem Herrschaftsanspruch und Ehrenhaftigkeit.

Frauen nutzen ihre Stimme grundsätzlich zu Selbstzerstörung und Nationalmasochismus, dazu, Invasoren breitbeinig zu empfangen, ihre eigenen Männer zu verfolgen und ihr Land mit allen möglichen Spielarten von Sozialismus zu korrumpieren.

Wie man es dreht und wendet, die ultimative Lösung ist folglich die Aufhebung des Frauenwahlrechts. Dieses ginge folgendermaßen vonstatten:

Frauenstimmrecht abschaffen, und innerhalb einer Wahlperiode wäre jede linke Partei am Boden.

In zwei Wahlperioden würden sich konservative Politiker trauen, sich direkt an Männer zu wenden, um an ihre natürlichen Interessen für Patriarchat, Leistung und Familie zu appellieren. Spätestens dann wäre die Hälfte der Kandidaten rechter als Trump, der ja ausgesprochen liberal ist in Gleichheitsfragen oder bezüglich der Homoehe.

In drei Wahlperioden wäre die komplette linke Diskurshoheit gekippt und für die politischen Ansichten von Frauen interessierten sich dann allenfalls ihre Katzen.

Nach vier Wahlen sähe sich die globale Elite gezwungen zurückzutreten, da sie auf Milliarden sitzt, für die es keinen Verwendungszweck mehr gibt außer Farbenrevolutionen anzuzetteln, die durch patriotische Verteidigung schnell erledigt wären. Dann spätestens wäre die Macht der NGOs, der Mainstreammedien und der liberalen Massenuniversitäten dahin.

Fünf Wahlen, und es gäbe auch wieder kulturelle Standards auf dem Hochzeitsmarkt. Die Folge: die Geburtenrate stiege wieder an, weil Männer und Frauen eine Triebfeder hätten, ihre Freizeit in Familiengründung zu investieren statt in die endlosen Jagd nach einem Sexualpartner für den vergänglichen Augenblick.

Was bleibt Roosh zu hoffen? Daß sich in irgendeinem Land der Welt endlich ein einzelner „barbarous and ferocious strongman“ erhebt und das durchzieht. Er hätte seine volle Unterstützung. Meine Unterstützung hätte er auch. Und vielleicht auch die des verehrten Raskolnikow, der kürzlich stolz dekretierte:

Europa war nie demokratisch, frauenrechtlerisch engagiert, sex-besessen, homosexuellenbegeistert oder bikini-bekleidet, wenn es groß war! Als die Europäer ihre bisher unübertroffenen Hochkulturen gebaren, war die Alphabetisierungsrate gering, die Frauen trugen Kopftücher und Aufmupf wurde mit Prügel bestraft.

Bin ich jetzt vor lauter Schaudern über den Ethnomasochismus, in eine komplementäre Spielart gewechselt, den Phylomasochismus, das Vergnügen an der Unterordnung des eigenen Geschlechts? Bei Männern ist diese Eigenschaft ausgesprochen verächtlich, phylomasochistische Männer sind Feministen, Cucks, eierlose Gesellen. Wie pervers oder widersinnig ist es, als politisch tätige Frau das Frauenwahlrecht abzulehnen? Lassen Sie mich vor der Selbstabschaffung noch ein paar Rationalisierungsversuche tätigen.

  1. Vor der letzten Nationalratswahl in Österreich wurde ich von einem Freund auf die Initiative „Pass-egal-Wahl“ der Menschenrechtsorganisation „SOS Mitmensch“ aufmerksam gemacht. Er fragte, ob das nicht für mich als in Österreich lebende Deutsche ohne Wahlrecht in diesem Lande (außer auf Stadtbezirksebene) unterstützenswert wäre. Mitnichten! Denn träte ich dafür ein, daß ich wählen dürfte, dürften mit mir dann bald 1,5 Millionen Ausländer wählen, von denen ich aber überhaupt nicht will, daß sie wählen dürfen. Wahlrecht als subjektives Individualrecht zu begreifen ist Teil der soeben diagnostizierten Suffrage-Krankheit und nicht ihre Heilung.
  2. Es ist irrelevant, daß ich als Frau spreche. Denn es entspricht genau der „Check-your-privilege“-Logik der linken Kommunikationswächter. Nach dieser Logik darf nur ein Moslem die Islamisierung kritisieren und nur ein Schwuler die Homosexuellenbegeisterung usw., ansonsten fällt es sofort moralisch auf den Sprecher zurück. Diese Logik ist eine dekadente Form des Argumentum ex auctoritate: die Autorität leitet sich aus der Zugehörigkeit zu einer unterdrückten Minorität ab. Deswegen muß es irrelevant sein, daß ich „als Frau“ für oder gegen Frauenstimmrecht plädiere.
  3. Es entspricht meiner weiblichen Natur, Männer für mich entscheiden zu lassen. Wenn ich Nietzsche, Weininger, Paglia, Devlin, Donovan und meinethalben auch dem flamboyant männlichen Angebertypen Roosh V und seinen Freunden aus der Männersphäre darin zustimme, daß es naturale Geschlechtereigenschaften gibt, dann folge ich nur meiner Bestimmung, mich zu subordinieren. Wenn die Männer – wie alle Wahlanalysen lehren, USA, Frankreich, Österreich, Deutschland – vernünftiger wählen als die Frauen, ist alles dazu angetan, das Wahlrecht zu ändern.

Wie die Frauen darauf reagieren würden, entzöge man ihnen das Wahlrecht, hält Roosh für einen rein psychologischen Vorgang: Sie verfielen in eine schier endlose Jammerarie und würden sich danach mit Katze oder Dildo trösten. Linke Männer stehen einem solchen autoritativen Akt gleichermaßen hilflos gegenüber, ihre Reaktion dürfte ähnlich ausfallen mit immerhin fallweise anderen Tröstungen.

Doch was folgt aus der weit über das Psychologische hinausgehenden Diagnose des „Techno-Matriarchats“ in den Händen der Globalisten? Die werden einen Teufel tun, und am Wahlrecht irgendeine Änderung zulassen, die ihre Macht wanken ließe, notfalls unter Einsatz von Hard power. Sicherlich reicht schon die sanfte Gewalt des Deep state, um den barbarisch-wilden starken Mann zu verhindern, Trump wäre nur ein Vorgeschmack. Rooshs einfache Lösung für komplexe Probleme ist eine Männerphantasie, aber eine verführerische, mit der er mich fast rumgekriegt hat.

Und sie gibt überaus sachdienliche Hinweise auf das, was der kanadische Präsidentschaftskandidat und Soros-Universitätsdirektor Michael Ignatieff defensiv klagend die „Krise einer Sprache der Rechte“ genannt hat. Frauenwahlrecht, überhaupt allgemeines Wahlrecht, Menschenrechte als de facto überall und von jedem reklamierbarer Bestand, Minderheitenrechte – alle stehen erstmalig seit ihrer Begründung gründlich zur Disposition.

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

Kommentare (73)

Nils Wegner
17. Juli 2017 10:41

Nein, die AltRight hat keine wesentlichen Impulse von "Return of Kings" bezogen.

Solution
17. Juli 2017 11:24

Roosh hat hier einen harten Kern Wahrheit aufgedeckt. Man muß allerdings auch den größeren Zusammenhang sehen. Die Frauen sind ein hauptsächliches Problem in einem noch größeren problematischen Zusammenhang. Hierzu empfehle ich als Denkmodell die r/K-Theorie. In einer r-dominierten Gesellschaft mit ausreichenden Ressourcen hat der K-Typ erst dann wieder einen naturgegebenen Vorteil sich durchzusetzen, wenn die Ressoucen stark schwinden. Frauen verhalten sich zur Zeit eher r-gesteuert. Sie sind evolutionspsychologisch auf Schatzbildung, Versorgung, Sicherheit und Teilen programmiert, was heutzutage in unserer angeblich materiell reichen Gesellschaft noch möglich erscheint. Frauen wollen den Versorgungsstaat, sie kümmern sich um weiche Themen, wie Umweltschutzu und Sozialpolitik. Deshalb gibt es im rechten Bereich kaum Frauen. Bei uns herrscht die radikale Realität, nicht die Utopie und die heile Welt. Wenn die Ressoucen schwinden, wird der vorrübergehende Einfluß der Frauen in der Politik wieder schwinden, die zu erwartende Renaissance der Gewalt wird sie dahin zurückwerfen, wo ihr natürlicher Platz ist. Dann werden die Männer wieder in der ersten Reihe stehen, nicht nur um sie zu schützen. Zum Thema Roosh sollte man auch ansehen:

https://www.counter-currents.com/2016/02/yes-roosh-white-nationalists-want-to-control-sexual-behavior/

Franz Bettinger
17. Juli 2017 12:06

@ Das Frauen-Wahlrecht abschaffen? 
Eine interessante These, aber gefühlt 1000 Jahre von ihrer Verwirklichung entfernt. Ein furchtloser Denker könnte einer Rückabwicklung des Feminismus einiges abgewinnen, denn ja, viele Frauen werden beherrscht von Unterwerfungsphantasien und einer Dominanz der Gefühle . Aber Moment mal:  Stimmt es, dass Frauen mehrheitlich links wählen? Geben das Wahl-Analysen her?

@ Die Geburtsrate stiege wieder an? 
Das scheint eine fixe Idee der Rechten zu sein. Sorry, hohe Geburtenraten sind nur sinnvoll in Pionierzeiten (like the winning of the west), ansonsten verderblicher als alle verderblichen Frauen zusammen genommen. Dass keiner begreifen will, dass die Welt überbevölkert ist und gefälligst zu schrumpfen hat, gerade auch die deutsche Welt, das begreife ich einfach nicht. Die BRD ist dichter besiedelt als China, London 4-mal dichter als Peking. Die Not leidende Wirtschaft? Die ist für die Bevölkerung da, nicht umgekehrt. Weniger Menschen, weniger Wirtschaft, so what. Wo ist das Problem? Nur Wallstreet hat damit ein Problem. 

@ Kinder-Förderung? 
Ähnlich problematisch sehe ich ein weiteres Ausufern der finanziellen Unterstützung des Kinder-Habens, sorry verehrte Frau Kositza und Frau Petry. Denn das würde dazu führen - und hat bei gewissen Ausländern schon dazu geführt - eben dieses Kinder-Machen und Groß-Verziehen zum Beruf zu machen. Nein danke. Kinder sollte allein das Vergnügen eines jeden Paares bleiben. Der Staat sollte sich nicht über Gebühr da hineinmischen. Genug ist genug!

RMH
17. Juli 2017 12:13

„…statt männlicher Rationalität, aufrechtem Herrschaftsanspruch und Ehrenhaftigkeit.“

Um ehrlich zu sein, fällt mir jetzt kein halbwegs brauchbares Beispiel dafür ein, wann so etwas zuletzt stattgefunden haben soll. Vermutlich muss man dafür recht weit zurückgehen in der Geschichte und auch dann findet man immer wieder verdecktes, nicht offenes, intrigantes und zu tiefst unehrenhaftes Verhalten unter männlichen Akteuren und auch unter weiblicher Beeinflussung, die es immer geben wird.

In der aktuellen Zeit gibt es ja noch Länder, in denen man Männer mit Cojones an der Macht findet (China, Russland, Duterte in den Philippinen, Erdogan, andere islamische Länder etc.) – so arg viel von den oben geschilderte Idealen findet man dort auch nicht verwirklich. Insgesamt betrachtet, ist mir dieser Roosh doch eher so ein kleines Nebentönchen, welches eben versucht, recht laut zu klingen, dass ich mich wundere, wie man seine Zeit damit verbringen kann, sich mit ihm auseinanderzusetzen – intellektueller Luxus?

Wie auch immer, sein Denkfehler - neben dem Kardinalfehler des Schwarz-Weiß-Denkens und des Präsentierens einer vermeintlich einfachen Ursache mit vermeintlich einfachen Lösung - ist meiner Meinung nach, dass er die Entdeckung der SJW-Umtriebe zu sehr mit dem Faktor Wahlen und Wahlrecht in Verbindung bringt. Ein Entzug des Wahlrechts für Frauen würde hier nach meiner Auffassung nichts bringen. Frauen wählen ja durchaus auch patriarchalische Männer, wenn sie zur Wahl stehen und nicht unbedingt zwingend Frauen, nur weil sie Frauen sind und Männer eben auch Linke und Grüne. Das Thema der Verweiblichung muss anders angegangen werden – hier wären insbesondere die Männer zwingend dazu aufgerufen, gewisse Berufsfelder, die von Frauen erobert wurden, wieder zu besetzen. Ich denke hier vor allem an Erzieher, Grundschullehrer, überhaupt Lehrer und dann auch – tja, liebe Jus-Studenten, strengt euch mal ein bisschen mehr an, damit es für die Staatsnote langt – das Richteramt. Wenn überall an diesen Positionen wieder mehr Männer wären, wäre das Thema SJW-Irrsinn recht schnell nicht mehr so präsent.

Stefanie
17. Juli 2017 12:30

Nachdem Sie uns ja bereits mehrmals die Ansichten Ihres Gatten hier mitgeteilt haben, hoffe ich doch sehr, dass Sie ihn gut genug unterm Pantoffel haben, dass die Stimme Ihrer Familie den richtigen Konzepten zufällt.

John Haase
17. Juli 2017 13:15

Man muß das gar nicht unbedingt "sexistisch" aufladen. Warum nicht erst einmal die Abschaffung des Wahlrechts für Akademiker? Ich bin zwar selbst einer, aber als Gruppe entscheiden sich Akademiker fast immer für politischen Müll. Meine politischen Ansichten decken sich eher mit denen des Proletariats, daher würde ich ohne zu zögern mein eigenes Wahlrecht aufgeben, wenn ich damit gleichzeitig den anderen Akademikern einen reinwürgen könnte.

Der_Jürgen
17. Juli 2017 13:37

Die Vorschläge des Roosh V. sind dummes Zeug. Ihre Realisierung hätte zur Folge, dass hochintelligente Frauen wie Caroline Sommerfeld, Ellen Kositza oder Monika L. ihres Wahlrechts verlustig gingen, während jeder grüne und linke Esel männlichen Geschlechts auch weiterhin regelmässig zu den Urnen pilgern dürfte.

Wäre Roosh V. ein wirklicher Revolutionär, käme er zur Einsicht, dass das parlamentarische System an sich ein gigantischer Betrug ist, welches dem Bürger die Illusion verleiht, über sein Schicksal mitbestimmen zu dürfen. Es sei nicht in Abrede gestellt, dass dies - ganz selten - wirklich der Fall ist; die Wahlen in den USA im letzten November waren ein klassisches Beispiel. Doch wozu sind solche Wahlen eigentlich gut, wenn der gewählte Präsident dann nicht regieren und seine Wahlversprechen nicht einlösen darf, weil ihn Repräsentantenhaus, Kongress, Justiz und Medien daran hindern?

Auf die Müllhalde der Geschichte gehören der Parlamentarismus und die Schmarotzer, die von ihm profitieren, nicht das Frauenstimmrecht. An Volksabstimmungen oder an demokratischen Wahlen auf lokaler Ebene (beispielsweise der Wahl des Führers einer kleinen, überschauberen Gemeinschaft, wo jeder jeden kennt und man folglich nicht den Dorftrottel zum Bürgermeister wählen wird) werden Frauen selbstverständlich auch in Zukunft teilnehmen können.

Lotta Vorbeck
17. Juli 2017 14:50

@Der_Jürgen - 17. Juli 2017 - 01:37 PM

Zustimmung! Das Problem liegt nicht speziell im Wahlrecht für Frauen begründet, sondern im allgemeinen Wahlrecht für jedermann. Besäßen nur die Bürger (Bürger = Bürge), nämlich diejenigen den Schmonzes letztendlich bezahlen Wahlrecht, sähen die Wahlergebnisse diametral anders aus. Gegenwärtig werden die, die das System auf ihren Schultern tragen immer von denen überstimmt, die ohne eigenen Beitrag lediglich von diesem System partizipieren.

Monika L.
17. Juli 2017 14:58

Mal was Grundsätzliches: Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum unsere östereichischen Freunde so auf diesen Ami-Kram abfahren und sich in Amerikanismen übertreffen. Wieso sollten die Amis unsere Zivilisation retten ? Und warum überhaupt die Zivilisation ? Der russische Philosoph Nikolai Berdjajew unterscheidet bekanntlich zwischen Zivilisation und Kultur ( in: Der Sinn der Geschichte). Er schreibt:" Die These, daß der ' Westen faule', bedeutet ja auch, daß die große europäische Kultur abstarb und daß die seelen- und gottlose europäische Zivilisation triumphierte". Für Berdjajew ist Amerika neben Westeuropa  die allervollendeste Zivilisation in der Welt, die das industriell-kapitalistische System schuf. Dieses wiederum ging einher mit der Ausrottung des Geistes der Ewigkeit. Die Europäer , die nach Amerika einwanderten, waren eher unkultiviert und gingen gleich über zur Zivilisation, zum schnöden  Mammonismus. Zwar fielen sie auf die Knie, alsbald aber über die Eingeborenen her. Nix Ethnopluralismus. Und was sollte uns dieser seltsame Roosh V . sagen ? Warum Raskolnikow anführen ? " Europa war nie demokratisch..., frauenrechtlerisch engagiert..., wenn es groß war" . Das stimmt. Und ist sehr gut bei Berdjajew ausgeführt. ( in: Der Sinn der Geschichte) . Zitat: " Die Kultur war immer ein großes Scheitern des Lebens. Es gibt gleichsam einen Gegensatz zwischen Kultur und " Leben" . Die Zivilisation versucht das "Leben" zu verwirklichen... Sie schafft den Willen zur Weltmacht und der Weltorganisation". Ich hoffe doch, Raskolnikow hat bei seinen Äußerungen eher Léon Bloy und Joseph de Maistre im Sinn,  denn einen Roosh V. .Ansonsten wird in Europa eher der " Neue Antifeminüsm" dem Wahlrecht der Frau ein Ende bereiten: http://www.danisch.de/blog/2017/07/10/end-of-feminuesm/ Daraus entsteht möglicherweise eine neue Kultur .

deutscheridentitärer
17. Juli 2017 15:10

Der derzeitige Zustand ist in der Tat unerträglich. Dass eher dumme Menschen, die wenig für die Gemeinschaft geleistet haben, ein genauso großes Mitspracherecht haben sollen wie solche, die klug sind und der Gemeinschaft einen großen Nutzen gebracht haben, ist ja das alte, bekannte Problem des allgemeinen Wahlrechts. Damit kann man sich eventuell arrangieren. Es geht aber wohl nicht an, dass Leuten, die eine feindselige Einstellung zu ihrer Gemeinschaft, noch ein Mitspracherecht zugebilligt wird. Das ist in höchstem Maße grotesk und kann nicht geduldet werden. Der obige Ansatz geht aber fehl, die Problematik lässt sich viel geeigneter lösen. Es kommt darauf an, das Wahlrecht wieder an ein Pflicht zu knüpfen. Klassischerweise wäre das der Militärdienst. Ein Staatsmodell, dass aktives und passives Wahlrecht an das Ableisten eines freiwilligen Wehrdienstes knüpft, wäre auch heute umsetzbar. Zusätzlichhalte ich es auch für sinnvoll, dass Frauen erst mit der der Mutterschaft das Wahlrecht bekommen und ihre Stimme dann in Abhängigkeit ihrer Kinderanzahl gewichtet wird.

Heinrich Brück
17. Juli 2017 15:30

Eine Frau will immer einen Mann feminisieren, auch wenn sie es nicht weiß. Es liegt in ihrer Natur, Mutter Erde hat keine Grenzen. Die Männer dürfen es nicht zulassen, diesen Ewigkeitstest zu verlieren, sie müssen die Grenzen verteidigen. Dann wählen die Frauen den Kandidaten ihrer Männer, aber was dabei herauskommt, ist wieder eine andere Geschichte.

Ist das Frauenwahlrecht erst eingeführt, sind die Bedingungen schon längst nicht mehr gegeben, welche jene Rechte wieder abschaffen könnten. Neulich an einem Werbeplakat vorbeigefahren, darauf abgebildet drei kuschelige Weiber im Adamskostüm, und an diesem Punkt der Zivilisationsverachtung waren die Männer nicht die größten Verweigerer. Sind die Männer verschwult, suchen sich die Teddybärwerferinnen andere Männer (ohne sie zu finden); danach das gleiche Feminisierungsspiel, sofern die Grenzen nicht verteidigt werden. Wer das Heft in der Hand hält, verläßt sich nicht auf Wahlen. Damit der Westen überlebt, muß er anders leben; dann überlebt aber nicht mehr der Westen.

Bran
17. Juli 2017 17:44

Ich muss dem Jürgen zustimmen. Ausserdem weigere ich mich, Empfehlungen von Rooshs oder Ähnlich benamsten zu unserer Kultur anzunehmen oder zu prüfen.

nom de guerre
17. Juli 2017 17:57

Interessanter Artikel. Wenn ich mir die männlichen Intelligenzbolzen in meiner näheren und weiteren Umgebung so anschaue, frage ich mich, wie man ernsthaft auf so etwas kommen kann. Das hieße, all die Volldeppen, die neulich in Hamburg randaliert haben (ja, es werden auch ein paar Frauen darunter gewesen sein, aber die Mehrheit sind bei so etwas nun mal im Allgemeinen Männer), und nicht zu vergessen mein sehr unterbelichteter Großcousin, der keinen Hauptschulabschluss hat, sollen nach Meinung dieses Autors wählen dürfen und ich nicht. Sehr gute Idee. Dann zahle ich aber auch keine Steuern mehr und fordere ab heute eine Rundumversorgung durch einen beliebigen Wahlberechtigten (ohne den dafür heiraten oder sonst eine Gegenleistung erbringen zu müssen!).

Schaut der Mann auch mal in ein Geschichtsbuch? Die Zeiten, in denen in erster Linie Männer Entscheidungen getroffen haben, haben solche wunderbaren Dinge hervorgebracht wie die Kreuzzüge, den Dreißgjährigen Krieg, den Völkermord an den Indianern usw. usw.

Kommentar Caroline Sommerfeld: Sind Sie unter die Feministinnen gegangen? Exakt dieses ständig wiederholte Argument der historischen Schuld des "weißen heterosexuellen Mannes" hat doch die gegenwärtige Krise der Männlichkeit hervorgebracht.

Fachkraft für Betroffenheit
17. Juli 2017 18:56

Tut mir leid, aber dieser Vorschlag, dieser Duktus, diese Begründungen verdorren im Ansatz. Dass die Islamisierung nun inmitten der sezession anhebt - einen dahergelaufenen transatlantischen pick-up artist zitierend - kann wohl nur ein Treppenwitz sein. Ich hoffe Frau Sommerfeld übt lediglich ihre Fähigkeiten als troll.

Kommentar Caroline Sommerfeld: https://www.dailystormer.com/what-is-white-sharia-and-what-choices-do-i-have-in-accepting-it-or-not/

Curt Sachs
17. Juli 2017 19:18

@Stefanie: Sie hoffen, Frau Sommerfeld habe ihren Mann weit genug unterm Pantoffel, um ihn zu einer richtigen Wahlentscheidung zu bewegen.

Ich denke, das ist irrelevant. Der Charme von Frau Sommerfeldes Artikel besteht meiner Ansicht gerade auch darin, dass sie darin das Wahlrecht nicht als Individualrecht ansieht:

»Wahlrecht als subjektives Individualrecht zu begreifen ist Teil der soeben diagnostizierten Suffrage-Krankheit und nicht ihre Heilung.«

Bei allgemeinen Wahlen kommt es nie auf den einzelnen Wähler an; er ist irrelevant. Meine Wahlentscheidung hat keinerlei Einfluss, ebensowenig die Wahlentscheidung von Frau Sommerfelds Mann. Die große Zahl zählt, und da gilt:

»Wenn die Männer – wie alle Wahlanalysen lehren, USA, Frankreich, Österreich, Deutschland – vernünftiger wählen als die Frauen, ist alles dazu angetan, das Wahlrecht zu ändern.«

lohengrin
17. Juli 2017 19:48

Die Abschaffung des Frauenwahlrechts kommt doch mit der Herrschaft des Islam in Deutschland ohnehin.Und Letzteres  ist eine gesetzmäßige mathematisch begründbare Folge der Demografie, ob uns das gefällt oder nicht.

Der Gehenkte
17. Juli 2017 20:56

Endlich wieder ein Artikel, der einen im wahrsten Sinne umhaut. Vielleicht nicht richtig, aber relevant. Wo sonst werden solche Dinge gesagt, wo wagt man, sie zu denken und gar auszusprechen? Muß man erstmal setzen lassen.

Erster Impuls: Unrealistisch. Zweiter: Das ist die falsche Kategorie. Dritter: Tausende Implikationen - müßte man sammeln, weiterdenken ...

nom de guerre
17. Juli 2017 20:56

@ Caroline Sommerfeld: Um so eine Idee als den Schwachsinn (und auch die Anmaßung!) zu bezeichnen, der sie nun mal ist, muss ich keine Feministin sein. Warum bitte soll jemand das Wahlrecht haben, nur weil er ein y-Chromosom hat? Dieser Autor, den ich selbst nicht gelesen habe, meint laut Ihren Zitaten, Frauen würden, wenn man sie lässt, unvernünftige politische Entscheidungen treffen. Nun gut, das kann man anhand unserer Kanzlerin wunderbar belegen und ich bin auch der festen Überzeugung, dass keiner ihrer Vorgänger, schon gar nicht Schröder, diese rein emotionsgeleitete und letztlich heuchlerische (die hierherkommen, sind ja die, die sich die Reise leisten können, nicht die, die wirklich Not leiden) Zuwanderungspolitik betrieben hätte. Die Beispiele, die ich gebracht habe, belegen m.E. aber genauso sehr, dass Männer unvernünftige politische Entscheidungen treffen – und zwar in Summe mehr, weil sie historisch gesehen mehr Zeit dazu hatten als Frauen, die frühestens vor rund 100 Jahren damit anfangen konnten (von ein paar Königinnen mal abgesehen). Will sagen: Auf politische und gesellschaftliche Blödsinnsideen hat kein Geschlecht ein Monopol. Und warum es verkehrt sein soll, tendenziell weniger zu körperlicher Gewalt zu neigen, erschließt sich mir eher nicht.

Die Debatte über den heterosexuellen weißen Mann bzw. die über eine angebliche oder tatsächliche Krise der Männlichkeit ist nicht meine. Wenn ich es richtig verstehe, geht es im ersteren Fall darum, dass selbiger für alles Elend dieser Welt verantwortlich zu machen ist. Das ist natürlich Unsinn, allerdings so großer, dass es nicht lohnt, darüber zu diskutieren. Ob wir eine Krise der Männlichkeit haben, weiß ich nicht. Ich sehe das Problem eher darin, dass wir in unsere sehr zivilisierte, sehr gewaltfreie Gesellschaft massenhaft junge Männer geholt haben, die ganz anders sozialisiert sind und gewohnt sind, ihre Ziele auf ganz andere Weise durchzusetzen. Dabei können wir nur verlieren. Insofern sehe ich die momentane Krise eher allgemein in einer Gefährdung der europäischen (und aus historischen Gründen vielleicht insbesondere der deutschen) Kultur infolge ungebremster Zuwanderung zu vieler und vor allem der falschen Leute sowie eines fehlenden politischen und gesellschaftlichen Willens, diese unsere Kultur zu verteidigen. Das ändert aber nichts daran, dass die Ereignisse, die ich beschrieben habe, stattgefunden haben. Und eine historische Schuld zumindest gegenüber Afrika bzw. allgemein den ehemaligen Kolonien sehe ich sehr wohl (die betrifft aber nicht nur die „weißen Männer“, denn vom Kolonialismus haben in den Mutterländern ja alle profitiert, nicht nur Männer) und finde, dass uns das zu einer zielführenden Entwicklungshilfe verpflichtet – ganz sicher aber nicht dazu, halb Afrika nach Europa zu lassen.

So, jetzt ist meine Replik ein bisschen allgemein geraten und vielleicht auch ausgeufert, musste das aber nach dem wohl nicht freundlich gemeinten Feminismusvorwurf mal loswerden. Witzig, dass ich für dieses Forum vermutlich nicht weit genug rechts stehe, man mir aber anderenorts unterstellt, ein AfD-Troll zu sein und Nazis zu verteidigen.

Der_Jürgen
17. Juli 2017 21:16

@Lohengrin

Mir gefällt diese "mathemarisch begründbareDemografie" nicht. Deshalb bin ich dafür, den demographischenTrend radikal umzukehren. Das geht natürlich nur mit hemdsärmlichen Methoden, ob die den Betrofffenen und ihren Schützlingen nun gefallen oder nicht.

@Caroline Sommerfeld

Musste schmunzeln, als ich Ihrem Kommentar entnahm, dass Sie den "Daily Stormer" lesen. Ich tue dies auch, um an Informationen heranzukommen, die man sonst nicht findet. Den "White Sharia"-Blödsinn brauchen wir ja nicht mitzumachen, und wir sollten uns überhaupt hüten, jede Schnapsidee von jenseits des Grossen Teiches als Heilsbotschaft zu feiern.

Die "Daily Stormer"-Schreiber haben Donald Trump während der Wahlkampagne und in der ersten Zeit nach seiner Wahl als "Great Leader" bejubelt. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuss, und der totale Kater kommt wohl schon bald. Der "Grosse Führer" entwickelt sich ja immer mehr zum Tanzbären der Goldmann-Sachs-Leute. 

Stefanie
17. Juli 2017 21:35

@ Curt Sachs Auch Herr Roosh scheint davon auszugehen, daß die Herren der Schöpfung derzeit unter einem großen Pantoffel leben, sonst würde er nicht mehrere Legislaturperioden dafür ansetzen bis die Männer, sozusagen, wieder zu sich selbst gefunden haben.

Wahlentscheidungen sind immer dann problematisch, wenn das zu Entscheidende weit über den Erfahrungshorizont des Wählers hinausreicht und das ist, wie der Jürgen richtig anmerkte in einer Masendemokratie fast zwangsläufig der Fall. Wenn die große Politik in Form südländischer junger Männer ins alltägliche Erleben durchschlägt, kann "der kleine Mann" (oder auch seine Frau) sehr wohlbegründete Entscheidungen treffen, während die oben erwähnten Akademiker durch eine Ideologie von der realen Erfahrung abgeschirmt sind. Bei anderen Themen, z.B. Wirtschaftsfragen, mag das anders aussehen.  Wirkliche Demokratie fünktioniert meiner Ansicht nach, wenn überhaupt, im kleinen Rahmen, in dem ein Mandatsträger leicht beobachtet und ggf. zur Rechenschaft gezogen werden kann. Es gäbe hier möglicherweise  Abhilfe, durch Veränderungen im Wahlrecht. So könnte man die Diäten z.B. deutlich erhöhen, aber sämtliche Pensionsansprüche der Volksvertreter abschaffen; eine Abwahl - in diesem Falle wäre ein reines Direktwahlrecht sinnvoll- würde damit den Mandatsträger viel stärker treffen, besonders wenn man auch verhindert, dass derjenige, gleich im Anschluß, weich, in irgendeiner Parteistiftung, einem Amtssessel oder irgendwo als Aufsichtsrat landet. Da sich repräsentative Demokratie wohl nicht ganz vermeiden läßt, sollte zudem die Wahlperiode deutlich verürzt werden, etwa auf ein Jahr - dadurch entfiele die Möglichkeit den Wähler durch Wahlkampf zu benebeln - er würde direkt die Performance des Abgeordneten bewerten, nicht irgendwelche Schönwetterreden. So ein Abgeordneter mag gerne 150.000 +/-x im Jahr  auf die Hand bekommen, muß damit dann aber auch für eventuelle schlechte Zeiten nach dem Scherbengerichte selber vorsorgen.

Ich sehe allerdings  durchaus auch einen Unterschied der Geschlechter bei der Herangehensweise an gesellschaftliche Probleme: Frauen tendieren eher zum Ausgleich, Männer zum Ausfechten. In einer wohlhabenden Gesellschaft, wie der unserern bisher, ist das Ausgleichen, Glattbügeln, mit Geld überzuckern usw. nicht die schlechteste Methode um gesellschaftlichen Frieden herzustellen. Kommt es aber zu Ressourcenknappheitund Verteilungskämpfen, ist die männliche Konfliktbewältigung deutlich erfolgsversprechender. (Vergleiche auch Donovans Beschreibung der Schimpansen- und der Bonobogesellschaft). Kommt es zu derartigen Knappheiten werden die Frauen sich sicher auch umorientieren. Das Problem liegt zur Zeit darin, daß durch die Geldpolitik den Leuten weiter vorgegaukelt wird, es wäre viel zu verteilen da, obwohl wir längst auf Pump leben, und darüber hinaus für andere haften, die das noch exzesiver tun.    

Utz
17. Juli 2017 22:20

Daß unsere ganze Gesellschaft durchwabert ist von Gefühlen, die sich penetrant ausgebreitet haben und uns die Luft zum Atmen nehmen, daß Frauen Teddybären werfen und gefühlsduslig ihr ganzes Leben der Betreuung von Invasoren widmen, wäre zu verkraften, auch die Tatsache, daß das Überhandnehmen der Gefühle bei diesen Frauen offensichtlich keinen Platz mehr läßt für Verstand, wenn gleichzeitig nicht auch noch die Männer ihren Verstand großenteils auf Stand-by-Modus herabgedimmt hätten. Warum gibt es keinen männlichen Wiederspruch? Wenn die Rettung die Abschaffung des Frauenwahlrechts wäre, warum sehe ich nicht schon jetzt einen ernsthaften Kampf wiederstreitender Meinungen?

RMH hat recht. Wir brauchen in der Erziehung eine Männerquote. Daß die Frauen das Erziehungswesen von 2-20 Jahren fest in der Hand haben und hier die Männer-Frauen-Quote von Jahr zu Jahr noch schlechter wird, ist das eigentliche Drama.

PS: Ist es möglich in Zukunft wieder neben die Artikel von Caroline Sommerfeld ihr nettes Gesicht zu platzieren, anstatt das eines häßlichen Manns?

Curt Sachs
17. Juli 2017 23:25

Der Gehenkte sprach: Wo sonst werden solche Dinge gesagt, wo wagt man, sie zu denken und gar auszusprechen?

Ja, solches liest man in unserer Zeit selten. Aber es ist noch nicht allzu lange her, dass der alte August Strindberg Dinge schrieb wie dieses:

Der Lehrer sprach: Des Mannes angeborene Artigkeit gegen die Frau ist ja die Ursache, daß sie immer mehr bekommt, als sie verdient. Wenn aber die Gesetzgebung ihr dieses Mehr zuerkennt, so entstehen gesetzliche Ungerechtigkeiten. Ebenso, wenn sie als Konkurrentin auf dem Feld männlicher Tätigkeit auftritt. »Zuerst die Damen«, das hat veranlaßt, daß so viele Mittelmäßigkeiten gekrönt wurden. Aber die ganze Weltgeschichte ist durch die Galanterie gefälscht worden. Und die Literaturgeschichte auch. Elisabeth von England, Christine von Schweden, Katharina von Rußland sind gewöhnliche Dirnen. Maria Theresia von Österreich ist ein einziges großes Fiasko im Kampf mit Friedrich von Preußen. Aber sie hat ein Riesenstandbild bekommen, das ein Symbol ihrer Größe sein soll. Wenn jetzt die Weltgeschichte von Frauen geschrieben werden wird, so bekommen wir noch mehr solche Größen. Der große Balzac war halbvergessen, während die kleine George Sand täglich auf den Straßen gekrönt wurde. Die Männer sind bange vor den Frauen, und sie benutzen sie, um sich gegenseitig zu vernichten. Sie verdienen also ihr Schicksal. Der Talmud spricht den Fluch aus über den Mann, der seiner Frau gehorcht. Und im ersten Buch Mose steht geschrieben: Weil du der Stimme deines Weibes gehorcht und vom Baum gegessen hast … Verflucht sei der Acker um deinetwillen.

Lotta Vorbeck
17. Juli 2017 23:35

@nom de guerre - 17. Juli 2017 - 08:56 PM

Das ändert aber nichts daran, dass die Ereignisse, die ich beschrieben habe, stattgefunden haben.

Mag sein daß die von Ihnen aufgezählten Ereignisse stattfanden.

Für Angelegenheiten, die Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte vor meiner Geburt im Präteritum liegen, fühle ich mich in keinster Weise verantwortlich und lasse mir diesbezüglich auch keine "historische Schuld" einreden.

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Und eine historische Schuld zumindest gegenüber Afrika bzw. allgemein den ehemaligen Kolonien sehe ich sehr wohl (die betrifft aber nicht nur die „weißen Männer“, denn vom Kolonialismus haben in den Mutterländern ja alle profitiert, nicht nur Männer) und finde, dass uns das zu einer zielführenden Entwicklungshilfe verpflichtet – ganz sicher aber nicht dazu, halb Afrika nach Europa zu lassen.

Gibt es irgendein aus nunmehr bald sechs Jahrzehnten gezahlter Entwicklungshilfe resultierendes Ergebnis? Wenn ja, können Sie sicherlich eines oder gar mehrere benennen.

Und wir (sic!) sind auch zu keinerlei Entwicklungshilfe verpflichtet.

Nebenbei bemerkt: Das was heute in den ehemaligen Kolonien noch an rudimentärer Infrastruktur und Bausubstanz vorhanden ist, stammt zum überwiegenden Teil aus der Kolonialzeit.

Rabenfeder
18. Juli 2017 03:40

@ John Haase

Sie schreiben:

„Warum nicht erst einmal die Abschaffung des Wahlrechts für Akademiker? Ich bin zwar selbst einer, aber als Gruppe entscheiden sich Akademiker fast immer für politischen Müll.“

Gebildete werden eben gerne vom Geiste besessen und gebären so manche fixe Idee. Dazu schrieb Einer, der in hiesigen Kreisen kaum wohlgelitten sein dürfte:

„Mensch, es spukt in Deinem Kopfe; Du hast einen Sparren zu viel! Du bildest Dir große Dinge ein und malst Dir eine ganze Götterwelt aus, die für Dich da sei, ein Geisterreich, zu welchem Du berufen seist, ein Ideal, das Dir winkt. Du hast eine fixe Idee! Denke nicht, daß Ich scherze oder bildlich rede, wenn Ich die am Höheren hängenden Menschen, und weil die ungeheure Mehrzahl hierher gehört, fast die ganze Menschenwelt für veritable Narren, Narren im Tollhause ansehe. Was nennt man denn eine »fixe Idee«? Eine Idee, die den Menschen sich unterworfen hat. Erkennt Ihr an einer solchen fixen Idee, daß sie eine Narrheit sei, so sperrt Ihr den Sklaven derselben in eine Irrenanstalt. Und ist etwa die Glaubenswahrheit, an welcher man nicht zweifeln, die Majestät z. B. des Volkes, an der man nicht rütteln (wer es tut, ist ein – Majestätsverbrecher), die Tugend, gegen welche der Zensor kein Wörtchen durchlassen soll, damit die Sittlichkeit rein erhalten werde usw., sind dies nicht »fixe Ideen«? Ist nicht alles dumme Geschwätz, z. B. unserer meisten Zeitungen, das Geplapper von Narren, die an der fixen Idee der Sittlichkeit, Gesetzlichkeit, Christlichkeit usw. leiden, und nur frei herumzugehen scheinen, weil das Narrenhaus, worin sie wandeln, einen so weiten Raum einnimmt? Man taste einem solchen Narren an seine fixe Idee, und man wird sogleich vor der Heimtücke des Tollen den Rücken zu hüten haben. Denn auch darin gleichen diese großen Tollen den kleinen sogenannten Tollen, daß sie heimtückisch über den herfallen, der ihre fixe Idee anrührt. Sie stehlen ihm erst die Waffe, stehlen ihm das freie Wort, und dann stürzen sie mit ihren Nägeln über ihn her. Jeder Tag deckt jetzt die Feigheit und Rachsucht dieser Wahnsinnigen auf, und das dumme Volk jauchzt ihren tollen Maßregeln zu. Man muß die Tagesblätter dieser Periode lesen, und muß den Philister sprechen hören, um die gräßliche Überzeugung zu gewinnen, daß man mit Narren in ein Haus gesperrt ist. (…) Unverrückbar, wie der Irrwahn eines Tollen, stehen jene Gedanken auf festem Fuße, und wer sie bezweifelt, der – greift das Heilige an! Ja, die »fixe Idee«, das ist das wahrhaft Heilige! Begegnen Uns etwa bloß vom Teufel Besessene, oder treffen Wir ebensooft auf entgegengesetzte Besessene, die vom Guten, von der Tugend, Sittlichkeit, dem Gesetze oder irgend welchem »Prinzipe« besessen sind? Die Teufels- besitzungen sind nicht die einzigen. Gott wirkt auf Uns und der Teufel wirkt: jenes »Gnadenwirkungen«, dieses »Teufelswirkungen«. Besessene sind auf ihre Meinungen versessen. Mißfällt Euch das Wort »Besessenheit«, so nennt es Eingenommenheit, ja nennt es, weil der Geist Euch besitzt, und von ihm alle »Eingebungen« kommen, – Begeisterung und Enthusiasmus. Ich setze hinzu, daß der vollkommene Enthusiasmus – denn bei dem faulen und halben kann man nicht stehen bleiben – Fanatismus heißt. Der Fanatismus ist gerade bei den Gebildeten zu Hause; denn gebildet ist der Mensch, soweit er sich für Geistiges interessiert, und Interesse für Geistiges ist eben, wenn es lebendig ist, Fanatismus und muß es sein; es ist ein fanatisches Interesse für das Heilige (fanum). Man beobachte unsere Liberalen, man blicke in die Sächsischen Vaterlandsblätter, man höre, was Schlosser sagt: »Die Gesellschaft Holbachs bildete ein förmliches Komplott gegen die überlieferte Lehre und das bestehende System, und die Mitglieder derselben waren eben so fanatisch für ihren Unglauben, als Mönche und Pfaffen, Jesuiten und Pietisten, Methodisten, Missions- und Bibelgesellschaften für mechanischen Gottesdienst und Wortglauben zu sein pflegen.« Man achte darauf, wie ein »Sittlicher« sich benimmt, der heutigen Tages häufig mit Gott fertig zu sein meint, und das Christentum als eine Verlebtheit abwirft.(...)“

All die Ikarusse und Lichtbringer, all die Begeisterten mit ihren beliebigen fixen Ideen bedürfen vielleicht doch eines Allgemeinen, eines gesunden Menschenverstandes zur Erdung, selbst wenn man so dem Labyrinth nicht ganz entkommen mag... Dazu schrieb ein Anderer, unter den Hiesigen wohl auch besser gelittener:

Die grösste Gefahr. – Hätte es nicht allezeit eine Ueberzahl von Menschen gegeben, welche die Zucht ihres Kopfes – ihre "Vernünftigkeit" – als ihren Stolz, ihre Verpflichtung, ihre Tugend fühlten, welche durch alles Phantasiren und Ausschweifen des Denkens beleidigt oder beschämt wurden, als die Freunde "des gesunden Menschenverstandes": so wäre die Menschheit längst zu Grunde gegangen! Ueber ihr schwebte und schwebt fortwährend als ihre grösste Gefahr der ausbrechende Irrsinn – das heisst eben das Ausbrechen des Beliebens im Empfinden, Sehen und Hören, der Genuss in der Zuchtlosigkeit des Kopfes, die Freude am Menschen-Unverstande. Nicht die Wahrheit und Gewissheit ist der Gegensatz der Welt des Irrsinnigen, sondern die Allgemeinheit und Allverbindlichkeit eines Glaubens, kurz das Nicht-Beliebige im Urtheilen. Und die grösste Arbeit der Menschen bisher war die, über sehr viele Dinge mit einander übereinzustimmen und sich ein Gesetz der Uebereinstimmung aufzulegen – gleichgültig, ob diese Dinge wahr oder falsch sind. Diess ist die Zucht des Kopfes, welche die Menschheit erhalten hat; – aber die Gegentriebe sind immer noch so mächtig, dass man im Grunde von der Zukunft der Menschheit mit wenig Vertrauen reden darf. Fortwährend schiebt und verschiebt sich noch das Bild der Dinge, und vielleicht von jetzt ab mehr und schneller als je; fortwährend sträuben sich gerade die ausgesuchtesten Geister gegen jene Allverbindlichkeit – die Erforscher der Wahrheit voran! Fortwährend erzeugt jener Glaube als Allerweltsglaube einen Ekel und eine neue Lüsternheit bei feineren Köpfen: und schon das langsame Tempo, welches er für alle geistigen Processe verlangt, jene Nachahmung der Schildkröte, welche hier als die Norm anerkannt wird, macht Künstler und Dichter zu Ueberläufern: – diese ungeduldigen Geister sind es, in denen eine förmliche Lust am Irrsinn ausbricht, weil der Irrsinn ein so fröhliches Tempo hat! Es bedarf also der tugendhaften Intellecte, – ach! ich will das unzweideutigste Wort gebrauchen – es bedarf der tugendhaften Dummheit, es bedarf unerschütterlicher Tactschläger des langsamen Geistes, damit die Gläubigen des grossen Gesammtglaubens bei einander bleiben und ihren Tanz weitertanzen: es ist eine Nothdurft ersten Ranges, welche hier gebietet und fordert. Wir Andern sind die Ausnahme und die Gefahr,- wir bedürfen ewig der Vertheidigung! – Nun, es lässt sich wirklich etwas zu Gunsten der Ausnahme sagen, vorausgesetzt, dass sie nie Regel werden will.“

Der aggressive Feminismus unserer Tage ist ja von Männern des Geistes gemacht; von den einen zum Behufe ihrer Agenda, ihrer fixen Idee, von anderen Begeisterten zum sinnlichen Lustgewinn, der sich dabei schamhaft in eine Tugend kleidet. Wo sich Weiberherrschaftsirrsinn in begeisterten Männerhirnen zur fixen Idee verdichtet, da wächst das Rettende auch: Der gesunde Menschenverstand, der aus den reichen Erfahrungen von Tausend Generationen schöpft und den besessenen Manne auf den Boden der allverbindlichen Vernunft zurückholt und dies selbstverständlich, ohne das Weib gleich mit dem Bade auszuschütten.

calculus
18. Juli 2017 05:33

Eine kleine Provokation, Frau Sommerfeld? Ohne Frauen geht heute gar nichts mehr. Das wissen auch die Identitären. Beim Einchecken zu Defend Europe dieser Tage in Catania:

Katie Hopkins und Lauren Southern: https://pbs.twimg.com/media/DE-CjtXVYAAqals.jpg
Katie Hopkins und Brittany Pettibone: https://pbs.twimg.com/media/DE9wi62XoAATOEy.jpg

Kommentar Caroline Sommerfeld: Na, so weit geht meine Selbstabschaffungsphantasie mithilfe des alten Schwerenöters ja nicht, das Paradox würde mich geradezu erschlagen.

"Doch des Matrosen allerliebster Schatz bleibt weinend stehn am Strand", und tut seinen ihm bemessenen Teil dazu, wie es in einem nordischen Volkslied heißt.

Valjean72
18. Juli 2017 08:21

@Monika L.: „Und warum überhaupt die Zivilisation ? Der russische Philosoph Nikolai Berdjajew unterscheidet bekanntlich zwischen Zivilisation und Kultur“

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Warum nach Russland schweifen, wenn diese Sichtweise der unterschiedlichen Bedeutungsbeimessung des Begriffspaars Zivilisation/Kultur doch gerade in Deutschland weit verbreitet war?

„Kultur, der deutsche Inbegriff für geistige Tätigkeit und ihren Ertrag im weltlichen Felde, ist ein schwer zu übersetzendes Wort. Es deckt sich nicht mit Zivilisation, mit Kultiviertheit und Bildung oder gar Arbeit. Alle diese Begriffe sind zu nüchtern oder zu flach, zu formal, bzw. ›westlich‹ oder an eine andere Sphäre gebunden. Ihnen fehlt das Schwere, die trächtige Fülle, das seelenhafte Pathos, das sich im deutschen Bewußtsein des 19. und 20. Jahrhunderts mit diesem Wort verbindet und seine oft empathische Verwendung verständlich macht.“

(Quelle: Wikipedia; Helmuth Plessner – „Die Verspätete Nation“. In: Gesammelte Schriften. Band 6, Frankfurt, S. 84.)

Eine französische Quelle zu diesem Sachverhalt:

>>In Deutschland wird die kulturelle Debatte geprägt durch die Neuromantiker, die eine ziemlich klare Trennung zwischen einer spirituellen Vision von Kultur und einer materialistischen Sicht der Zivilisation zieht. Kultur wird zusammengeführt mit ethischen, ästhetischen und politischen Werten, mit einem persönlichen Lebensstil, mit einem geistigen Universum, welches „innerlich“, „natürlich“, „organisch“, somit typisch deutsch ist. Zivilisation wird wiederum gleichgesetzt mit dem materiellen Fortschritt, der technisch-wirtschaftlich, „äußerlich“, „mechanisch“, „künstlich“ und somit anglo-französischer Herkunft ist.<<

(Quelle: https://crdp.ac-amiens.fr/historial/soldat/thema_allem_idee.html)

Auf folgendem US-Amerikanischen Propaganda-Plakat aus dem Jahre 1917 hält die deutsche Pickelhaubenbestie eine Keule in der Hand, auf der das deutsche Wort Kultur zu lesen ist:

https://de.wikipedia.org/wiki/Destroy_This_Mad_Brute_%E2%80%93_Enlist#/media/File:Harry_R._Hopps,_Destroy_this_mad_brute_Enlist_-_U.S._Army,_03216u_edit.jpg

"Mal was Grundsätzliches: Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum unsere österreichischen Freunde so auf diesen Ami-Kram abfahren und sich in Amerikanismen übertreffen. Wieso sollten die Amis unsere Zivilisation retten ?“

Wenn ich es zynisch formulieren möchte, dann würde ich sagen, dass die re-education wirklich als gelungen angesehen werden muss, wenn hierzulande patriotische Kritiker des ungezügelten Globalismus „US-amerikanisch“ denken.

deutscheridentitärer
18. Juli 2017 08:53

@nom de guerre

"Um so eine Idee als den Schwachsinn (und auch die Anmaßung!) zu bezeichnen, der sie nun mal ist, muss ich keine Feministin sein. Warum bitte soll jemand das Wahlrecht haben, nur weil er ein y-Chromosom hat?"

Ganz einfach, wenn wir den Wahlforschern vertrauen dürfen, wählen insbesondere junge (also vermutlich kinderlose) Frauen ganz überwiegend links, während Männer tendenziell rechts wählen. Ohne Frauenwahlrecht wäre bspw. Norbert Hofer Bundespräsident. Auch wenn ich obigen Vorschlag also ablehne, weil es wie in meinem ersten Beitrag ausgeführt zielführerendere Möglichkeiten gibt, wäre eine Abschaffung des Frauenwahlrechtes definitiv besser als die jetztige Situation. Auch frage ich mich, warum Sie so scharf drauf sind zu wählen? MIr persönlich liegt da nicht viel daran.

" Ich sehe das Problem eher darin, dass wir in unsere sehr zivilisierte, sehr gewaltfreie Gesellschaft massenhaft junge Männer geholt haben, die ganz anders sozialisiert sind und gewohnt sind, ihre Ziele auf ganz andere Weise durchzusetzen. Dabei können wir nur verlieren."

Ganz im Gegenteil - das ist die einzig positive Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Irgendwer muss die Party ja mal crashen. Wir können dadurch eigtl nur gewinnen. Merkt man ja jetzt schon - seit unsere afghanischen Freunde hier eingefallen sind, gewinnt die deutsche Nachkriegsrechte überhaupt mal ein bisschen was.

"Und eine historische Schuld zumindest gegenüber Afrika bzw. allgemein den ehemaligen Kolonien sehe ich sehr wohl"

Nun, das ist tatsächlich mal Schwachsinn. Historische Schuld wofür? Afrika die Segnungen der westlichen Zivilisation gebracht zu haben? Gut, kann man so sehen. Schließlich wurde die dortige Stammesgesellschaft dadurch aus dem Gleichgewicht gebracht. Darauf kommt es aber nicht an. Worauf es ankommt ist, dass die Welt ein Ringen um Macht war und ist. Und es resultiert keine Schuld daraus, dass man sich in diesem Ringen siegreich durchgesetzt hat. Oder haben die arabischen Sklavenhändler auch eine Schuld gegenüber Afrika? Oder gegen Europa? Die Osmanen? Man gewinnt oder verliert; und wenn man nicht gewinnt, gewinnt der andere. Da gibt es jedenfalls keine Schuld.

@calculus

Frauen sind fast immer hemmend in politischen Organisationen. Es gibt eine Handvoll Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Frauen in politischen Organisationen haben vor allem den Wert, die Bewegung für Männer attraktiv zu machen.

deutscheridentitärer
18. Juli 2017 09:00

Ich gehe davon aus, dass dieser "White Sharia" Kram Trollerei mit dem Zweck ist die Grenze des Sagbaren zu verschieben. Das Abendland hatte doch eigentlich über Jahrhunderte ein Verhältnis zwischen den Geschlechtern, dass die Frau nicht herabgesetzt hat, aber auch der Differenz und Komplementarität zwischen Mann und Frau Gerechtigkeit getan hat. Da muss man halt wieder hin, sofern das noch geht. Die Ehe muss auch wieder mehr zu einem Zweckverband werden und nicht nur auf romantische Gefühle gegründet.

Bran
18. Juli 2017 09:18

Es ist mir ja beinahe unangenehm, hier den Ätzer und Miesmacher zu geben, aber Herrn Sachs Zitat von Strindberg ruft in mir automatisch die Frage hervor: Was kümmert es mich, was der Talmud sagt? Das erste Buch Mose...geschenkt. Und ich muss meinen bildungsfernen Status eingestehen und kundtun, dass ich die Frau George Sand bis zum Lesen dieses Zitats gar nicht kannte, den Balzac aber sehr wohl. Und dann noch dies: "Die Männer sind bange vor den Frauen"? Selber schuld. Ich bin es nicht und sehe auch keinen Grund hierzu. Mir ist es vor Allem bange davor, dass wir Männer und Frauen in Europa unsere Kultur nur noch mit Hilfe und durch die Worte von Talmuden, Roosh Valizadehs und ähnlichen Knallchargen beschreiben, definieren und retten wollen können. Es ist mir, obschon Katholik, ein Graus, dass ich mich mit dem Alten Testament, mit karnickelhaften Pick-Up-Artists aus dem Nahen Osten oder Dumpflingen vom Daily Stormer gegen den Feminismus, die Masseneinwanderung oder sonstiges Ungemach erwehren sollte. Das Europa, aus dem ich stamme, hat hier eigentlich einen tieferen und schöneren Urgrund, der ausreichen sollte,  sich geistig zu wappnen. Wer schon einmal ergriffen in der quellkühlen, für Ewigkeiten still hallenden Halbdunkelheit einer grossen Kathedrale sass, den Geruch von weihrauchgesättigten Jahrhunderten in sich aufnahm, sich vorstellte, wie unsere Ahnen, sich dabei vielleicht sogar geistig rüstend für Kämpfe um Heim und Herd, schon hier sassen, der kann sowohl Talmud als auch Roosh oder tägliche Stürmer getrost ignorieren.

Der_Jürgen
18. Juli 2017 10:27

@Valjean 72

"Die Reeducation muss als wirklich gelungen angesehen werden, wenn patriotische Kriitker des ungezügelten Globalismus US-amerikanisch  denken..."

Bitte kein steriler Dogmatismus. Dass aus den USA tonnenweise geistiger Müll importiert wird - zu dem ich, wie ich in meiner ersten Wortmeldung festhielt, auch die Thesen des Herrn Roosh V. zähle -, und dass wir nicht auf den "Daily Stormer" und seine "White Sharia" angewiesen sind, um unseren Horizont zu erweitern, heisst doch wirklich nicht, dass alles, was von jenseits des Grossen Teiches kommt, ungeprüft zu verwerfen wäre. Wollen Sie ernsthaft bestreiten, dass es viele geniale US-amerikanische Schriftsteller gab? Gewiss nicht. Ebenso wenig können Sie in Abrede stellen, dass es auch amerikanische politische Denker gab und gibt, die uns befruchten und von denen wir lernen können.

Ich nehme an, dass Ihnen Namen wie Patrick Buchanan, David Duke und Kevin McDonald etwas sagen. Vielleicht kennen Sie auch Websites wie "The Occidental Observer". Die weisse Menschheit ist in Gefahr, in Nordamerika ebenso wie in West- und Mitteleuropa. Hier gilt es einen Schulterschluss mit europäischstämmigen Nordamerikanern zu vollziehen, die ähnlich wie wir denken. Ihrer sind nicht wenige. Dass das First Amendment in den USA die Meinungsfreiheit schützt, hat den Vorteil, dass diese Menschen ihre Ansichten ohne Furcht vor strafrechtlicher Verfolgung verbreiten können, so dass sie auch für uns leichter zugänglich sind.

Unter den heutigen Umständen ist der US-amerikanische Staat Deutschlands und Europas Feind. Dies hat sich unter Trump nicht geändert; die hochfliegenden Illusionen nach seiner Wahl sind fast schon gänzlich zerstoben. Doch wer sagt Ihnen, dass sich in den Staaten nicht früher oder später Isolationisten durchsetzen werden, die keine Lust mehr haben werden, den Weltgendarmen zu spielen, weil sich die USA das nicht mehr endlos lange leisten können?

Der_Jürgen
18. Juli 2017 10:39

@Rabenfeder

Schön, mal wieder von Ihnen zu hören. Mit dem von Ihnen zitierten Max Stirner werden hier in der Tat die wenigsten viel anfangen können, aber es lohnt sich, sein Hauptwerk zu lesen.

Franz Bettinger
18. Juli 2017 10:45

@ nom de guerre

Vor einigen Jahren erzählte mir ein Afrikaner, der den Doktor in Philosophie hatte, dies: Die Kolonisation Afrikas sei von größter Bedeutung gewesen. Besonders das Christentum habe den afrikanischen Menschen befreit, humanisiert und den Gebrauch der Vernunft gelehrt. Denn der vorher herrschende Tribalismus und Animismus sei grausam gewesen,  er habe sie zu Sklaven degradiert und sie hoffnungslos der Willkür des Stammesfürsten ausgeliefert. Auch dass durch die Engländer eine staatliche Ordnung etabliert wurde, in der es Gesetze gab, die für alle galten, sei extrem wichtig gewesen. Nur habe man die Kolonisation zu früh beendet, bevor eine genügend große einheimische, westlich gebildete Elite herangewachsen war. Afrika falle nun leider in vergangene Zeiten zurück. Die Islamisierung sei ein verheerender Rückschritt. Sie zwinge den Kontinent zurück in die archaischen Zustände vor der Kolonisation. Durch die Polygamie und die Abwertung der Frau werde die viel zu hohe Fertilität der Afrikaner noch gesteigert. Wo wären die Afrikaner denn ohne Kolonisation? So fragte der Schwarze und gab selbst die Antwort: Sie würden sich, wie 1994 in Ruanda zwischen den Tutsis und Hutus, zu Hunderttausenden gegenseitig die Köpfe abschlagen. (Das habe ich so oder so ähnlich irgendwo gelesen.)

Das Schlimmste sei der Boykott Süd-Afrikas durch den Westen gewesen. Dieser ehemals modernste und vorbildliche Staat sei ein failed state geworden, seit die Afrikaner selbst das Steuer übernommen hätten. Und über die Apartheit? Da könne er nur lachen. Die Rassentrennung sei eine von den Linken hochgespielte Lapalie gewesen. Wenn es eine viel schwerwiegendere Apartheit (Wert-Unterschiedlichkeit) gebe, so die zwischen dem islamischen Mann und dessen Frauen.

Ferner: Wer je Afrika besucht hat, wird feststellen, welch ein Segen die Kolonisierung dieses Kontinents für die dort heute Lebenden gewesen ist. Man vergleiche nur die benachbarten Staaten Kenia und Tansania. Das ehemals kolonisierte Kenia ist heute ein blühendes, prosperierendes Land. Tansania - fast immer unabhängig und "frei" - versinkt dagegen in Armut, Korruption und Kriminalität. Wir sollten das linksgrüne Geschwätz von der Schuld der Europäer an der Misere Afrikas endlich vergessen. Das Wichtigste: Der Ausbreitung des Islam in Afrika sollte mit allen Mitteln zur Bildung und Ausbildung und die Überbevölkerung durch Instruktionen zu Geburtenkontrolle verhindert werden! Wer Afrika retten will, muss aber als erstes den Westen retten.

Gundi
18. Juli 2017 10:50

Diesen Gedanken habe ich im Bekanntenkreis provokativ schon einige Male geäußert: Daß das Frauenwahlrecht schnellstens abgeschafft werden müsste, da alle Wahlanalysen, soweit sie einem zugänglich und einsehbar sind, erweisen, dass die Männer, statistisch gesehen – und nur das zählt, wortwörtlich, bei demokratischen Wahlen – in, vom weiblichen Standpunkt aus gesehen, erschreckendem, beschämendem Ausmaß vernünftiger, nein, verständiger wählen. Warum? Vielleicht – ich hab da unzählige, wohlmeinende, so offensichtlich aus gutem Herzen kommende und so zum Verzweifeln dumme Kommentare vor Augen und im Ohr: „Da geht es doch um Menschen, nicht um Zahlen!“ „Man muß doch immer den Einzelfall sehen!“ usw – vielleicht sind es gerade unsere besten, im familiären und sozialen Bereich unverzichtbaren Eigenschaften, unsere Empathiefähigkeit, die fast unerschöpfliche Geduld Hilflosen und Schwachen (Kindern!) gegenüber, die es den meisten Frauen unmöglich – unmenschlich – erscheinen lassen, dass es in größeren, über den familiären Bereich hinausreichenden, eben politischen Zusammenhängen gerade darum geht, vom Einzelfall abzusehen, den Einzelfall, auch wenn er noch so herzzerreißend ist, komplett außer Acht zu lassen („harte Fälle machen schlechte Gesetze“) und von Gesinnungsethik auf Verantwortungsethik umzuschalten. Was im Kleinen, in der Familie einzig richtig und wichtig ist: Das „Fünf gerade sein lassen“, das Improvisieren, Pläne ad hoc wieder umkrempeln, das sich Einlassenkönnen auf die konkrete, jeweils einzigartige Situation, das Pfeifen auf Prinzipien, wenn`s um das Wohl und Wehe von Familienmitgliedern geht – das lässt sich eben nicht ins Größere übertragen, das führt, wenn es für „alle“ oder jedenfalls für größere Gemeinschaften gelten soll, unweigerlich zur Katastrophe.

Deshalb: ich würde sofort freudig auf mein persönliches Wahlrecht verzichten, wenn damit die Wahrscheinlichkeit stiege, dass in Zukunft bessere Entscheidungen für unser Volk und für die abendländische Kultur getroffen würden…

RMH
18. Juli 2017 11:04

"Warum nach Russland schweifen, wenn diese Sichtweise der unterschiedlichen Bedeutungsbeimessung des Begriffspaars Zivilisation/Kultur doch gerade in Deutschland weit verbreitet war?"

Richtig, Veljean72,

Ihrer kurzen Auflistung möchte ich noch den Klassiker "Betrachtungen eines Unpolitischen" von Thomas Mann hinzufügen. Dort schrieb er, passend zum Thema hier, u.a.

„Der Unterschied von Geist und Politik enthält den von Kultur und Zivilisation, von Seele und Gesellschaft, von Freiheit und Stimmrecht, von Kunst und Literatur; und Deutschtum, das ist Kultur, Seele, Freiheit, Kunst und nicht Zivilisation, Gesellschaft, Stimmrecht, Literatur.“

Monika L.
18. Juli 2017 13:21

@ valjean 72 Danke für die Ergänzungen zu Kultur und Zivilisation

@ Bran  schön: das Bild von der Kathedrale , 

Kultur und Kult hängen zusammen, so daß selbst eine Verfechterin des Frauenwahlrechts ganz beeindruckt ist  von einer " imposanten Inszenierung mit 2000 Jahren im Rücken": 

http://www.kathtube.com/player.php?id=43575

Gerrit
18. Juli 2017 13:22

Es liegt vielleicht an meinem beruflichen Umfeld, ich nehme Frauen völlig anders wahr. Meine Kolleginnen (insbesondere die jüngeren) sind zielstrebiger, rücksichtsloser und aggressiver. In einer Welt, in der die reine Körperkraft an Bedeutung verliert, war es danach nur eine Frage der Zeit, dass das "schwache Geschlecht" nach der Macht greift. Die hierbei verwendeten Mittel waren so wirkungsvoll wie hinterlistig. Den machthabenden Männern wurden ihre Stärken und Vorteile ausgeredet und "aberzogen", der Griff nach der Macht wurde und wird geschickt verschleiert ("Gleichberechtigung"). Der Erfolg gibt dieser Strategie Recht. Wohin man auch schaut, die nächste Führungsgeneration wird weiblich dominiert werden. Und die übertölpelten Männer haben dabei nur tatenlos zugeschaut und nicht wenige applaudieren dazu. Vielleicht könnte man nachträglich doch noch mal naturwissenschaftlich nachprüfen, ob Wallenstein oder Machiavelli wirklich Männer waren? Die Männer geben ein furchtbar trauriges Bild ab. Ich habe deshalb große Zweifel, ob meine Geschlechtsgenossen wirklich so viel befähigter zur Rettung der Zivilisation sind. Vielmehr scheint die Entwicklung zur Fellachen-Unkultur bei Männern schneller voranzuschreiten. Es ist an uns Männern und auf unsere Eigenschaften und Stärken zurückzubesinnen und die Entwicklung nicht kampflos und unwidersprochen hinzunehmen. Einfach mal Mutti widersprechen, es ist gar nicht so schwer. Und noch viel wichtiger: Unsere Söhne entsprechend zu erziehen und ermutigen. Die Mütter, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen werden das uns nicht abnehmen. Und dann soll sich der Stärkere durchsetzen.

Der Gehenkte
18. Juli 2017 13:44

Das Problem dieses hochinteressanten Beitrages liegt doch in der Begründung. Frau Sommerfeld schlägt zwei Begründungen vor und beide sind kaum zu halten, wie mir scheint.

Wenn man das Resultat eines Prozesses zur Prämisse macht, kommt man in Teufels Küche. Zwar mögen Frauen im Moment mehrheitlich links wählen, doch gibt es dafür keine Garantie - es sei denn, man könnte eine anthropolgische Konstante ausmachen (siehe Punkt 2). Morgen kann das Verhältnis ganz umgekehrt sein und was dann? Will man das Wahlrecht so lange verändern, bis gewählt wird, was man will oder für vernünftig hält? Und wer entscheidet das?

Bliebe also noch die "anthropologische Hierarchie zwischen Männern und Frauen". Der Begriff der Hierarchie kann hier nicht funktionieren. Deleuze sagte mal: "Im Sein gibt es Unterschiede, aber nichts Negatives". Die Differenzen zwischen den Geschlechtern sind da, aber welches "das bessere" sei, ist eine sinnlose Frage, die man nie wertfrei beantworten kann.

Es war vor gar nicht langer Zeit Mode, das "männliche Denken" für fast alles verantwortlich zu machen. Bahro etwa verortete das "Patriarchat" auf der fünften, der vorletzten Stufe seiner "Tektonik des Verderbens" - die männliche Macht reicht in der Exterminismus-Logik bis fast an den Grund. Dahinter lungerte nur noch die conditio humana. Tatsächlich ist die Faustische Natur eine rein männliche - selbst in der Migratenwelle kann man das noch sehen. Die Männer sinds, die als Speerspitze agieren. Übrigens ist es ein Wesensproblem des Islams, daß er die eine Hälfte seiner Intelligenz, nämlich die weibliche, vollkommen unterdrückt - deshalb ist von dieser Seite nur Destruktion zu erwarten und kaum etwas Produktives (geistig und materiell).

Matriarchate sind oft besser organisert ...

Die Kritik des Feminismus bis in die Wurzeln hineien ist überfällig, aber man darf seinen positiven Ertrag dabei nicht vernichten. Ob in der Mythologie (Mariologie bis "Schwestern der Venus"), Theologie, Philosophie bis hin zur Evolution (Hrdy: "Mutter Natur") ... Frauen sind nicht wegzudenken. Was bleibt, ist die alte und valide Frage nach dem Wahlrecht. Da muß man dran bleiben!

marodeur
18. Juli 2017 14:07

Schon seltsam: Im linken Spektrum spielt sich die Diskussion hier spiegelbildlich ab. Der Tenor bleibt aber exakt gleich. Kurz zusammen gefaßt: Die Ergebnisse der Wahlen sind unbefriedigend. Hauptgrund ist die Mitwirkung von "dummen" oder "uneinsichtigen" Gruppierungen. Die Ideen reichen dabei vom Ausschluss von Ungebildeten, Radikalen oder sonstigen Querköpfen bis hin zu zwangsverordneten "Demokratieschulungen". Einziger Unterschied ist, dass hier einige auf ihr Recht verzichten würden, wenn es etwas einbringt.

In der Umsetzung ist man aber links schon deutlich weiter. Statt unrealistischer Beschränkungen des Wahlrechts, fokusiert man eher auf Verwässerung durch Ausweitung des Wahlrechts auf vermeintlich korrekt gesinnte Ausländer. Die Option fällt für uns flach.

Unterm Strich: Auch wenn der Vorschlag von Roosh V in der Umsetzung scheitert, sind radikale Ideen besser als keine Ideen. Die Krittelei an den Amerikanern ist doch am Ende nur der typisch deutsche Reflex auf eine klare Sicht der Dinge ohne die üblichen Schnirkel, Einschränkungen und Relativierungen. Auch wenn ich mich wiederhole - Wir Rechten haben immer noch den Ruf  der "einfachen Lösungen". Das kann immer noch unser Markenzeichen werden.

Utz
18. Juli 2017 14:45

Wenn meine Eltern zum Wählen gegangen sind, dann hat meine Mutter immer meinen Vater gefragt, was sie denn diesmal wählen soll. Die Empfehlung hat sie dann immer (so wie ich sie kannte) brav umgesetzt.

Wenn Paare heute in Gleichberechtigung leben, und das ist nicht so leicht zurückdrehbar, würde ich vermuten, daß sie bei einer Abschaffung des Frauenwahlrechts interne Vereinbarungen treffen würden, nach der Vorgabe: der Mann wählt, aber entweder einigt man sich auf einen Kandidaten, oder der Mann wählt bei jeder zweiten Wahl so wie die Frau es wünscht. Das heißt, das Rechenexempel nach dem ohne Frauen bessere Ergebnisse bei Wahlen herauskommen würden gilt nicht eins zu eins.

deutscheridentitärer
18. Juli 2017 14:45

"Es liegt vielleicht an meinem beruflichen Umfeld, ich nehme Frauen völlig anders wahr. Meine Kolleginnen (insbesondere die jüngeren) sind zielstrebiger, rücksichtsloser und aggressiver."

Da würde ich mir keine Gedanken machen. Mir scheinenauch die heutigen Frauen eindeutig mittelmäßiger, interesseloser, einfältiger und mit geingerem Selbstbewusstsein ausgestattet zu sein als die männliche Jugend. Die Frauen dominieren an der Schule und teils an der Universität eben gerade deshalb, weil sie so mittelmäßig sind und das von den Erziehungssystemen belohnt wird. Darüber hinaus tun sich Frauen heutzutage sehr schwer im Leben, habe ich den Eindruck. Männer natürlich auch, aber auf eine andere Art. Es ist eben alles aus den Fugen geraten, klar, dass da keiner mehr zurechtkommt.

Solution
18. Juli 2017 15:00

@ Der Gehenkte

Prof. Horst Nachtigall (Ex-Direktor des Völkerkundlichen Instituts an der Uni in Marburg/Lahn) hat in seinen von mir als Student besuchten Vorlesungen die These vertreten, daß es nie und nirgends ein echtes "Matriarchat" gegeben habe. U.a. am Beispiel der nordamerikanischen Indianer konnte er schlüssig und überzeugend seine These - im Gegensatz zum ideologischen Wunschdenken der Liberalen und Linken - darlegen. Dem schließe ich mich an, nachdem ich mich seit Jahrzehnten immer wieder mit dem Thema beschäftigt habe. Prof. 

In der Natur gibt es übrigens ausschließlich Hierarchien. Wo nicht, ist es nur temporär und/oder aufgrund außergewöhnlicher Umstände.

Ich freue mich über jede Frau, die auf unserer Seite steht.

Heinrich Brück
18. Juli 2017 15:38

Links und Rechts sind Spezialitäten aus der Delikatessenküche. Warum muß ich links oder rechts sein? Reicht es nicht aus, für das eigene Volk zu sein? Wenn hinter jedem Wort ein Bücherregal steht, sind Definitionen wertlos, oder anders gesagt, sie trüben jeden Sachverhalt durch Selbsttäuschungen, welche die Meinungskartelle vorgeben. In jedem Gespräch alle Wörter definieren zu müssen, bevor das Gespräch beginnen kann, ist eine Bewußtseinsstörung. Die Parteienwahlen sind so oder so manipuliert. Die Störung liegt nicht im System, sie ist mit dem System identisch; sie kann auch nicht durch den menschlichen Geist allein beseitigt werden. Verlieren in diesem Zusammenhang bestimmte störende Faktoren ihre Funktion, hängt die Ersetzbarkeit von der Bereitschaft des Bewußtseins ab. Der Wähler wird zum Kretin gemacht, ob männlich oder weiblich. Ein Diener des politischen Menschenrechtsimperialismus der Globalisten, deren Ziele aus Betrug und Raub bestehen. Die Intelligenz ist ein Werkzeug, die Wahrheit stammt vom Himmel, und eine gewisse Geistfeindlichkeit lasse ich mir nicht abtrainieren. Die Identitären benutzen auch ihre Hände, und wählen kann man nebenbei. Zur Einführung des Frauenwahlrechts, nicht mit den Frauen zu verwechseln, gab es auf dem schluesselkindblog, schon vor dieser männlichen Schlampe obigen Bildes, einen Beitrag. Unbefriedigend.

Valjean72
18. Juli 2017 16:56

@Franz Bettinger :

„Vor einigen Jahren erzählte mir ein Afrikaner, der den Doktor in Philosophie hatte, dies: Die Kolonisation Afrikas sei von größter Bedeutung gewesen. Besonders das Christentum habe den afrikanischen Menschen befreit, humanisiert und den Gebrauch der Vernunft gelehrt. Denn der vorher herrschende Tribalismus und Animismus sei grausam gewesen,  er habe sie zu Sklaven degradiert und sie hoffnungslos der Willkür des Stammesfürsten ausgeliefert. Auch dass durch die Engländer eine staatliche Ordnung etabliert wurde …“

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Nein, ich kann dieser Sichtweise zunehmend weniger abgewinnen. Im Umkehrschluss hieße es auch, nach wie vor auf Knien dafür dankbar zu sein, dass sich das Christentum mit Feuer und Schwert in der Mitte Europas ausbreitete und die Germanen von ihrem unwürdigen, wilden und vor allen Dingen „unzivilisierten“ [sic!] Dasein zu erlösen. Und selbst wenn man diesem offiziellem Narrativ folgte, müsste man sich doch langsam mal fragen, warum Afrika nicht (mehr) auf die Beine kommt. Afrika wird ausgebeutet, nicht vom weißen Mann per se, sondern von Banken und Konzernen. Paul Craig Roberts schrieb im Januar 2016 “The West Is Reduced To Looting Itself”; es reiche nicht mehr aus die Dritte Welt auszubeuten, nun müssen auch Länder des Westens daran glauben. Glauben Sie denn immer noch, dass mit den sogenannten EU-Rettungspakten für Griechenland, den Griechen wirklich geholfen werden soll? Griechenland wurde und wird ausgepresst. Die virtuellen Fantastilliarden aus dem Finanzcasino, bzw. die daraus abgeleiteten Ansprüche auf Zins und Zinseszins werden umgemünzt in wahre Werte:  Eisenbahnen, Flughäfen; Grund und Boden, Immobilien, Wasserversorgung, ...

Bekenntnisse eines Economic Hit Man

„Jeder, der weiß, wie die Weltbank oder der internationale Währungsfond arbeiten, könnte bestätigen, dass das, was John Perkins in seinem Buch beschreibt, grundsätzlich stimmt. Es gibt einen Grund, warum unsere Entwicklungshilfe und der ganze Einsatz von Weltbank und Währungsfonds die Lage verschlimmert und nicht verbessert: Alles ist so konstruiert, nicht den Ärmsten zu helfen, sondern diese Länder einfach zu benutzen, um westliche Unternehmen weiter zu bereichern. So läuft der Hase.“

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bekenntnisse_eines_Economic_Hit_Man)

marodeur
18. Juli 2017 17:24

@Heinrich Brück

"Links und Rechts sind Spezialitäten aus der Delikatessenküche. Warum muß ich links oder rechts sein? Reicht es nicht aus, für das eigene Volk zu sein? "

Denke mal, Sie müssen das sicher nicht. Sie haben Verstand genug, sich zwischen den Welten zu bewegen. Aber man kennt dieses Beklagen über Fronten und Fraktion aus täglichen Gesprächen mit den lieben Mitbürgern. "Wieso bin ich denn rechts, wenn ich dieses oder jenes sage?" Das heißt in der Regel, dass derjenige weder Hammer noch Amboss sein möchte, sondern das weiche Stück dazwischen. Ohne Positionierung verliert man sich aben gerne mal auf der Speisekarte und wählt lieber das Bekannte und Bewährte. Schnitzel - hat zwar noch nie geschmeckt, aber man ist dann auch nicht enttäuscht, wenn es wieder schwer im Magen liegt. Warum nicht mal was Exotisches? Warum kein will keiner Extreme? Politik muss nicht immer einen absolutistischen Anspruche haben. Ich bin rechts und möchte weder die Wahrheit pachten, noch dass meine Gegner verschwinden. Wo ist denn nun das Problem mit rechts und links?

nom de guerre
18. Juli 2017 18:14

Wegen der teilweise etwas heftigen Reaktionen einiger Foristen auf meinen gestrigen Beitrag möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal zu Wort melden.

@ Lotta Vorbeck, Franz Bettinger + deutscheridentitärer: Ich will niemandem Schuldgefühle einreden für Dinge, die er oder sie persönlich nicht verursacht hat – wie man dies beurteilen möchte, entscheidet natürlich jeder selbst, aber ich eben auch. Dennoch halte ich es für verfehlt, wenn im Zusammenhang mit Afrika immer wieder darauf hingewiesen wird, dass die dortige Infrastruktur – soweit vorhanden – noch aus Kolonialzeiten stammt (mit dem logischen Umkehrschluss, dass die Einwohner solche Sachen offenbar alleine nicht können). Das ist ohne Zweifel zutreffend, geht aber am Problem vorbei. Afrika war vor der Kolonialzeit von Stammesgesellschaften mit animistischen Religionen bevölkert. Diese wurden durch die Kolonialmächte ziemlich brutal zerstört. Ihren (Franz Bettingers) Doktor der Philosophie kann ich natürlich nicht widerlegen, ich kenne weder ihn noch das Land, aus dem er kommt, aus eigener Ansicht. Wenn es so ist, dass die Kolonialmächte nur einfach länger hätten bleiben müssen, ändert das aber nichts daran, dass sie Afrika (gezwungenermaßen) verlassen haben, bevor es auf eigenen Füßen stehen konnte. Zumindest, was die Ausbreitung des Islam als Gefahr für Afrika angeht, dürfte er aber eindeutig Recht haben. Angesichts solcher Dinge, wie man sie über den belgischen Kongo lesen kann (wer sich Bilder dazu anschauen möchte, sollte das besser nicht vor dem Abendessen tun), erscheint es mir jedoch sehr weit hergeholt, den Kolonialismus per se als Segen für Afrika zu bezeichnen. Das mit der Willkür der Stammesfürsten mag so sein, aber das waren eben die gesellschaftlichen Formen, in denen die Menschen dort entsprechend ihrer zivilisatorischen Entwicklungsstufe verwurzelt waren (war bei uns zu Zeiten der Keltenfürsten, die zum Teil Leibeigene mit sich begraben ließen, auch nicht anders). Statt den Stämmen Zeit zu lassen, sich weiterzuentwickeln, hat man jedoch ihre Strukturen zerstört und diese durch Dinge ersetzt, mit denen sie bis heute nicht umgehen können (dass sich so etwas nicht innerhalb weniger Generationen ändert, zumal wenn noch die Traumatisierung ganzer Gesellschaften hinzukommt, ist soziologisch belegt). Das Ergebnis dieser mangelnden Fähigkeit lässt sich heute in den Gebieten Afrikas, in denen Menschen hungern oder an Aids sterben oder sich gegenseitig abschlachten, oder eben auf den Schleuserbooten auf dem Mittelmeer beobachten. Ich meine nach wie vor, dass wir dafür eine Verantwortung (ich möchte mich jetzt nicht an dem Wort Schuld festbeißen) haben. Und ich sprach, wenn ich mich recht erinnere, von einer SINNVOLLEN Entwicklungshilfe, und das ist sicher nicht das, was in den letzten Jahrzehnten passiert ist (mit Geldern, die irgendwo versickern, und Hilfslieferungen, die der dortigen Landwirtschaft die Lebensgrundlage nehmen). Sie (Lotta Vorbeck) müssen das für sich selbst ja nicht so sehen – wir können selbstverständlich auch alle getreu dem Motto leben, wenn jeder nur an sich denkt, ist trotzdem an alle gedacht.

@ deutscheridentitärer: Ihre These „man gewinnt oder verliert“, womit Sie anscheinend glauben, historische Vorgänge abschließend bewerten zu können, halte ich für ziemlich kenntnisfrei und scheint mir weitgehend auf eine Verteidigung des Rechts des Stärkeren hinauszulaufen. Daher mein Rat an Sie: Passen Sie gut auf, dass Sie auch wirklich immer der Stärkere sind und bleiben. Nicht irgendwann mal im Rollstuhl sitzen oder so. Was das Wahlrecht angeht: Nur diejenigen wählen zu lassen, die das Gleiche wählen wie Sie, wäre ein bisschen billig, finden Sie nicht? Dann bräuchte man nämlich eigentlich gar nicht mehr wählen und könnte beispielsweise einen Hohenzollern-Prinzen fragen, ob er gerne Kaiser werden möchte. Dann müsste die Bunte sich auch nicht mehr ständig an den armen Windsors abarbeiten. Und warum ich unbedingt wählen will? Weil es letztlich die einzige halbwegs effektive Form der politischen Teilhabe ist, die ich habe, wenn ich mich nicht selbst in die Tretmühle der Parteipolitik begeben möchte (worauf ich definitiv keine Lust habe). Wenn Sie diese Möglichkeit für sich nicht zu schätzen wissen, bitte sehr, das ist dann aber Ihr Problem. Nebenbei bemerkt: Ich bin relativ jung, weiblich und noch kinderlos. Trotzdem habe ich in meinem ganzen Leben noch nie links gewählt.

Weshalb jemand den Wunsch verspüren sollte, dass endlich mal jemand, wie Sie sich ausdrücken, die Party crasht, verstehe ich nicht so ganz. Was ist denn Ihrer Meinung nach an dem, was wir in diesem Land haben, so zerstörungswürdig? Klar haben wir Veränderungsbedarf, und das nicht zu knapp. Aber dafür gibt es geeignetere und ja, zivilisiertere Methoden. Immer nur kaputtmachen wollen oder sich klammheimlich freuen, wenn andere kaputtmachen, das kann jeder. Das können offenbar sogar Autonome und trotzige Fünfjährige. Etwas aufzubauen und zu bewahren, ist da schon schwieriger. Den Zulauf zur deutschen oder auch europäischen Rechten als Selbstzweck zu sehen, erscheint mir als „Vorteil“ dann doch ein bisschen dünn. Sollte ich Sie an der Stelle missverstanden haben, lasse ich mich gerne belehren.

Vielen Dank aber für die Beiträge im Forum und auch für den Artikel von Frau Sommerfeld, einige von Ihnen haben mir meine Wahlentscheidung erleichtert. Bisher wusste ich noch nicht so genau, ob ich die AfD wählen sollte, da ich aber überhaupt nicht einschätzen kann, ob solche im Falle der Wahlrechtsdebatte reaktionären und im Falle des Partycrashenwollens im Grunde umstürzlerischen Überlegungen dort nicht auch angestellt werden, bleibe ich dann doch lieber bei der FDP, die meine Stimme bekommen hat, seit ich das mir liebe und teure Wahlrecht habe. Bei denen bin ich sicher nicht mit allem einverstanden (Ehe für alle ist so ein Punkt) und was Flüchtlings- und Europapolitik angeht, wäre ich bei der AfD besser aufgehoben, aber bei den Freien Demokraten (!) weiß ich wenigstens, was ich habe. Dies dürfte übrigens auch anderen potentiellen AfD-Wählern so gehen, was schade ist, da die notwendige Veränderung so ganz sicher nicht kommen wird! Eine echte, weil tatsächlich wählbare Alternative für Deutschland scheint es momentan aber nicht zu geben.

Ich lese hier sehr gerne und möchte auch das Abo nicht missen, aber so manche Geisteshaltung, die dabei zutage tritt, finde ich im besten Fall befremdlich.

Heinrich Brück
18. Juli 2017 18:57

@marodeur

"Wo ist denn nun das Problem mit rechts und links?"

Daß der Gegner nur selten sichtbar wird. Er wird verschleiert, das Volk wird zum Gegner. Zuerst kloppen sich rechts und links, dann fraulich und männlich, und so geht es weiter. Schließlich hat er auch die Opposition im Sack. Der Wähler hätte Macht, nur im Augenblick nicht vorrangig über eine Bundestagswahl. Und sich von der Französischen Revolution und deren Planern die Sitzordnung diktieren zu lassen, ist auch eine zukünftige Machtfrage, zumal Merkel nicht so mächtig ist. Halte Kositza für viel mächtiger. Wir Deutsche... im Gespräch ein Wir-Gefühl, sprachlich mit positiveren Vorbedingungen zum Zwecke der Volkserhaltung, und nicht das volle Programm historischer Spezialkenntnisse. Wofür Links und Rechts stehen, Klartext, dann kommt ein Gespräch auch ohne diese Wörter aus.

Franz Bettinger
18. Juli 2017 21:11

@valjean72

Sie sind auf dem Holzweg sowohl was Afrika, als auch was Griechenland betrifft. Ich kenne die Griechen, ich verbringe seit 30 Jahren jedes Jahr im Frühling mindestens einen Monat da unten, nicht an den Touristen-Stränden, sondern in den Bergen. Was die verarmten Griechen betrifft: Die gibt es (fast) nicht. Ich habe in GR Freunde in allen Positionen. ALLE, die ich kenne, sind durch die EU und den Euro reich geworden. Sie zeigen es nicht, denn sie wollen das Spiel so lange wie möglich weiter spielen. Eine große Rolle bei der GR-Gaunerei spielen nicht nur die aufgelaufenen Schulden, sondern auch die unkontrollierten und massiv missbrauchten Förder-Programme der EU. - Sie werden sich alle noch wundern über das GR-Wunder. Die brauchen in Zukunft keinen Kredit. Die stinken vor Geld, Häuser, Hotels! Auch meine Freunde, die vorher nicht das Schwarze unterm Nagel ihr Eigen nennen konnten.

Das Wort 'Kredit' wird ohnehin verschwinden. Man hat unsere Hirne bereits so weich gespült, dass man schon völlig vergessen hat, dass VOR einer Anschaffung ehrliche Arbeit und Geld-Verdienen stehen sollte. Wenn man das hat, kauft man sich etwas, nicht umgekehrt. Kredite sind überflüssig, wenn die MORAL erst mal wieder stimmt. Ich rede hier noch nicht mal von den Fördergeldern, die die EU nach GR schiebt, und die dort in massiver Weise missbraucht und auch zur Umwelt-Zerstörung eingesetzt werden. Die Griechen sind schlau. Immer schon gewesen. Sie machen einen auf arm und bereichern sich fortgesetzt an der EU und am Euro. (Ja, ich weiß auch, dass es Ausnahmen gibt und dass ich verallgemeinere. Egal.)

Wird Europa durch die kostspieligen Förderprogramme wenigstens schöner? Nein. Schaut euch die Flutlicht-Batterien an den einsamen spanischen Asphaltpisten an. Oder die 400 ineffizienten Mini-Wasserkraftwerke, die wir den Griechen bezahlt haben und die <1% des Gesamt-Strombedarfs GRs produzieren und an nun trockenen, ehemals herrlichen Bächen liegen. Oder die zwei Riesen-Staudämme am Acheloos, die Milliarden kosteten, aber Gott sei Dank nie gefüllt werden, denn so dumm sind die Griechen auch wieder nicht. Merkel's Wind-Wahn, die Off-Shore-Parks, die hässlichen neuen Waldschneisen für die hässlichen neuen Starkstrom-Trassen, die Fotovoltaik-Dächer. Europa ist hässlicher geworden. Der Einheitsbrei, den die Pseudo-Eliten in Brüssel und Berlin zusammenbrauen, ist Mist.

Übrigens:  Griechenland ist bankrott. Deswegen hat Tsipras seine Forderung an die Deutschen nach Kriegs-Reparationen erneuert entworfen. Freunde, speichert euch diesen Kommentar ab und lest ihn nach der BT- Wahl erneut. Ich sage voraus: Das vierte Griechenland-Rettungspaket wird unmittelbar danach kommen, nur wird es ausschließlich von der BRD bezahlt und anders genannt werden, weil wir mit den Rettungsmilliarden ja unsere Kriegsschulden begleichen. Die Lügenpresse (allen voran Stern und Spiegel) hat schon begonnen, wie gewöhnlich unsere Hirne sturmreif zu schießen und Schauermärchen aufzutischen, so dass kein Protest zu erwarten sein wird. Wie etliche Male zuvor führen sie sich wieder auf, diesmal nicht als Cheerleader einer karitativen Begeisterungswelle, sondern eines ewiglich dauernden, nie versiegenden Kriegsschuld-Komplexes. Mahlzeit!

Utz
19. Juli 2017 00:02

...bleibe ich dann doch lieber bei der FDP, die meine Stimme bekommen hat, seit ich das mir liebe und teure Wahlrecht habe. Bei denen bin ich sicher nicht mit allem einverstanden (Ehe für alle ist so ein Punkt) und was Flüchtlings- und Europapolitik angeht, wäre ich bei der AfD besser aufgehoben, aber bei den Freien Demokraten (!) weiß ich wenigstens, was ich habe....

Natürlich ist bei der AfD nicht alles gut. Manche haben ein mulmiges Gefühl, weil sie nicht wissen, was dann auf sie zukommen würde ("... , da weiß man was man hat"). Aber ist es besser zu wissen, was man hat, wenn man weiß, daß die FDP bei der Flüchtlingspolitik NICHTS richtig machen wird? Ist es nicht so, daß diese Frage für unser Überleben als Volk so wichtig ist, daß es wert ist, auch ein paar Kröten zu schlucken? Man kann in vier Jahren ja wieder anders wählen. Wenn man aber jetzt die falschen Leute Fakten schaffen läßt, ist die nächste Wahl eventuell schon obsolet. Die FDP wird Juniorpartner der CDU und Mutti Gottesanbeterin hat wieder ein neues Opfer und nichts ändert sich.

Lotta Vorbeck
19. Juli 2017 00:28

@nom de guerre - 18. Juli 2017 - 06:14 PM
... Ich meine nach wie vor, dass wir dafür eine Verantwortung (ich möchte mich jetzt nicht an dem Wort Schuld festbeißen) haben. Und ich sprach, wenn ich mich recht erinnere, von einer SINNVOLLEN Entwicklungshilfe ...
... einige von Ihnen haben mir meine Wahlentscheidung erleichtert ... Bisher wusste ich noch nicht so genau, ob ich die AfD wählen sollte, da ich aber überhaupt nicht einschätzen kann, ob solche im Falle der Wahlrechtsdebatte reaktionären und im Falle des Partycrashenwollens im Grunde umstürzlerischen Überlegungen dort nicht auch angestellt werden, bleibe ich dann doch lieber bei der FDP ... aber bei den Freien Demokraten (!) weiß ich wenigstens, was ich habe.

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Wir? Warum in der ersten Person Plural? Wenn Sie sich für Afrika verantwortlich fühlen, hindert Sie niemand daran, genau diese Verantwortung auch zu tragen und zwar aus Ihrem eigenen materiellen Vermögen gespeist, oder besser noch, in persona - ergo direkt in Afrika ... 'SINNVOLLE Entwicklungshilfe'  leistend.

Kommentar Caroline Sommerfeld: Hier kann Sieferles FINIS GEMANIA weiterhelfen. Perfekt zusammengefaßt fand ich seine These zur Verantwortung hier "So werde beispielsweise „Verantwortung“ heute als etwas deklariert, was man eigenständig abstrakt übernehmen könne, obgleich sich doch gerade dieser Begriff immer auf eine Instanz bezöge, der gegenüber man eine Verantwortung übernähme und zur Rechenschaft verpflichtet sei. Und er legt eines der Grundübel unserer Gesellschaft offen, wenn er feststellt, dass diese Rechenschaftsinstanz der Verantwortung in die Vergangenheit projiziert wird." 

http://www.achgut.com/artikel/darf_man_dieses_buch_besprechen

Der Gehenkte
19. Juli 2017 10:15

Wer FDP wählt, wählt Schwarz/Gelb

Wer FDP wählt, wählt Merkel

Wer Merkel wählt, wählt den Krieg (auf den den Straßen)

Im Übrigen ist diese Diskussion off topic. Hier geht es um das Wahlrecht im Allgemeinen und das Frauenwahlrecht im Besonderen. Für Privatpräferenzen ist die Kneipe um die Ecke zuständig!

Franz Bettinger
19. Juli 2017 11:18

@ Lotta Vorbeck (zu nom de guerre):
Ins Schwarze getroffen! Da haben wir ihn wieder, den Unterschied zwischen einem guten Menschen und einem Gutmensch. Ein guter Mensch tut Gutes. Ein Gutmensch lässt Gutes tun.

@Utz: Ich wüsste nicht mal, wo die zu schluckenden Kröten bei der AfD wären. Ansonsten haben Sie recht. Ich habe 2009 sogar mal die Linken gewählt, da sie die einzige Partei war, die scharfe Konsequenzen aus der Bankenkrise (nach Lehman) gezogen hätte. So gingen die Täter straflos aus, und das Volk blechte und blecht immer noch.

@ Gehenkter: "Wer Merkel wählt, wählt den Krieg auf den Straßen." Ich sage: Möglicherweise auch den Krieg gegen Russland! - "Off topic". Ach, seien Sie nicht so streng mit uns. Diese Seitenlinien sind manchmal das Salz in der Suppe. Gönnen Sie's uns.

deutscheridentitärer
19. Juli 2017 12:14

@nom de guerre

Ihre beeindruckend präzise Ausdrucksweise passt irgendwie nicht zu dem Inhalt Ihrer Beiträge. Sie wollen ernsthaft die FDP wählen?! Naja, zumindest mal was Neues hier gelesen. Ob der Kolonialismus für Afrika in der Summe nun gut oder schlecht war, kann man sicher differenziert diskutieren. Ich bleibe aber dabei, dass es sich bei den kolonialen Unternehmungen von von 1500-1900 nicht um Verbrechen handelt oder um etwas, das eine Verantwortung begründet. Wenn zwei Leute in einen Boxring steigen, und der eine haut den anderen um, dann begründet das doch wohl auch keine Schuld oder Verantwortung, oder? Recht kann es immer nur innerhalb einer Gemeinschaft geben, die Welt war jedenfalls in der fraglichen Epoche keine Gemeinschaft, geschweige denn eine rechtlich geordnete. Und wie gesagt: Die Mächte, die letztlich als Verlierer aus der Sache hinausgingen, haben sich an dem Spiel selbst kräftig beteiligt, sofern sie es konnten. Ich bin nicht dagegen, Afrika zu helfen, aber nicht weil ich mich durch eine geschichtliche Schuld dazu gezwungen sehe.

Heinrich Brück
19. Juli 2017 18:23

Auch wenn es nicht immer leichtfällt und meistens in Streit ausartet, diese Geisteshaltung zu bewahren, die Perspektive des Beobachters, des Faktenlesers, des Touristen politischer Wahltage, haben mich immer interessiert. Die BRD wurde im Gefängnis geboren, blieb militärisch besetztes Gebiet bis zum heutigen Tag, sie wurde im Gefängnis erzogen, und sie wird im Gefängnis sterben. Erst wenn alle Mauern gefallen sind, verschwindet der alternativlose Hut. Bis zu diesem Zeitpunkt können Regierung und Opposition ihren Auftrag erfüllen. Die Opposition trägt ihre Forderungen an den Wähler, die Regierung kommuniziert die Umsetzbarkeit ihrer Arbeitsweise, und der Wähler wählt innerhalb der Mauern. Der Bewußtseinsverlauf vom Individuum zur Persönlichkeit sprengt die Mauern. Diesen Umsturz wird es geben. Angst vor einer Entwicklung? Das Volk kann nur gemeinsam gewinnen. Oder es spielt weiterhin Häftling, auch wenn das gute Gewissen nur in einer simulierten Realität von Bedeutung ist, erkennbar durch die Manipulationen in den Legitimationsprozessen.

Der Feinsinnige
19. Juli 2017 19:51

Wie wohl die meisten, die hier lesen und schreiben, schätze ich diesen Block- genauso wie die Zeitschrift Sezession und den Verlag Antaios - außerordentlich für die immer wieder anregenden redaktionellen Texte, seine Diskussionskultur und dafür, daß hier Themen und Politikansätze diskutiert werden, die anderswo nicht vorkommen (dürfen). Dies vorausgeschickt, komme ich nicht umhin, mein Unverständnis für obigen Artikel (er scheint mir ernst gemeint zu sein, oder verstehe ich bloß den von mir nicht entdeckten Humor nicht?) und den größten Teil der Diskussion zu äußern, soweit sie das Thema „Abschaffung des Frauenwahlrechts“ offenbar ebenfalls ernst nimmt.

Letztlich geht es dem Sezessions-Milieu (welches sich mit der AFD zwar überschneidet, aber nicht identisch mit ihr ist, diese Bemerkung @ nom de guerre mit der Bitte, die Wahlentscheidung doch noch einmal zu überdenken) doch wohl um politische Einflußnahme, und zwar mit einem Schwerpunkt (unter mehreren anderen) bezüglich der Frage, wie unser Land und unser Kontinent vor einer weiteren unkontrollierten Masseneinwanderung zu schützen sind. Diese Einflußnahme kann – wenn überhaupt – nur gelingen, indem man möglichst viele Gutwillige überzeugt. Dies wird durch die offenbar ernstgemeinte Diskussion eines völlig realitätsfernen und meines Erachtens auch unsinnigen Themas wie des obigen erschwert und konterkariert. Eine solche Diskussion schadet dem Verlag Antaios und der Sezession, und das gerade in einer Zeit, in welcher Antaios und Sezession gerade durch den Sprung von „Finis Germania“ auf die Spiegel-Bestsellerliste eine vor kurzer Zeit noch undenkbare, geradezu traumhafte Publizität bekommen.

@ Der Gehenkte hat oben formuliert: „Für Privatpräferenzen ist die Kneipe um die Ecke zuständig.“ Dies sollte meines Erachtens auch für die Auswahl der Artikelthemen gelten.

nom de guerre
19. Juli 2017 21:35

@ Der Feinsinnige: Was Sie schreiben, deckt sich letztlich mit meinen Empfindungen. Eine solche Diskussion (das Afrika-Thema mal außen vor gelassen, das habe ich wohl an dieser Stelle mit meinem ersten Kommentar selbst vom Zaun gebrochen) schadet der AfD definitiv, gerade so kurz vor der Wahl. Ich weiß nicht, wie viele Leute diesen Blog lesen - ich kenne ihn selbst erst seit Anfang des Jahres, interessanterweise hat mich Spiegel Online darauf gebracht mit einem im Vergleich zu anderen nicht übermäßig despektierlichen Artikel über Götz Kubitschek -, aber ich denke, es dürften viele potentielle, noch unentschiedene AfD-Wähler darunter sein, die nicht dem klassischen rechten Milieu zuzurechnen sind. Die werden durch Diskussionen dieser Art (und die Kommentare dazu) eher abgeschreckt als überzeugt. Und das ist, anders als weiter oben jemand schrieb, nicht mein Privatproblem, das ich in der nächsten Kneipe erörtern sollte (geht nicht, der Wirt ist im Urlaub), sondern hat etwas mit der politisch-gesellschaftlichen Einflussnahme, die doch wohl eines der Ziele dieser Seite sein dürfte, zu tun. Auf diese Weise wird hier weiterhin nur eine gesellschaftliche Nische bedient, die Veränderung, die wir dringend bräuchten, dagegen meiner Meinung nach erheblich behindert. Ich erwarte ja nicht, dass hier irgendjemand Kreide frisst, aber wenn das im Kontext mit diesem Artikel zu Lesende die ehrliche Meinung der "Neuen Rechten" ist, ist das nichts für mich. Hier wurde gesagt, es gehe bei der nächsten Wahl ganz entscheidend um eine Eindämmung der derzeitigen Massenzuwanderung, da könne und müsse man auch ein paar Kröten schlucken. Ja, dem stimme ich sogar zu. Aber es kommt eben wie immer auf die Kröten an. Bei der FDP schlucke ich die Ehe für alle, auch wenn sie mir nicht passt (abgesehen davon, dass die ohnehin schon beschlossen ist). Umgekehrt kann ich bei der AfD auch (gerade noch so, aber ich kann es) mit Gedankenspielen wie bei Poggenburg über eine Erweiterung der deutschen Außengrenzen und Jens Maiers komischer Äußerung über Breivik leben. In beiden Fällen denke ich mir nämlich, dass das nun mal aus dem Zusammenhang gerissen wurde und nicht zwingend von Bedeutung sein muss. Die Grenze ist für mich jedoch da erreicht, wo Leute ernsthaft sagen, sie wollen einen Grundbestandteil der Demokratie (nämlich das Wahlrecht für alle, welches schwer genug erkämpft wurde; ja Frau Sommerfeld, ich finde Suffragetten gar nicht mal so schlecht, wenn auch ein bisschen irre) einfach mal abschaffen, nur damit ihnen genehme Wahlergebnisse erzielt werden. Übrigens, meine Herren und Damen, haben Sie sich schon mal überlegt, dass Sie vielleicht einfach nur Frauen auf die falsche Art ansprechen? Dass so eine gewisse testosteronlastige, alle weiblichen Themen als Gedöns abtuende (ja, das war Schröder, ich weiß, aber hier lese ich das auch heraus) Art von Diskussionen, die ich in rechten Foren häufig wahrnehme, nicht gerade förderlich dafür ist, dass Frauen rechts wählen? Wäre vielleicht mal ein interessanter Ansatz.

Das Thema Zuwanderung ist tatsächlich sehr wichtig und ich bin der festen Überzeugung, dass in diesem Bereich dringend etwas passieren muss, aber es nützt leider nichts, wenn diesbezüglich eine veränderte Politik stattfindet, wenn dafür alles andere den Bach runtergeht. Anders gesagt, ich sehe für mich gerade die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Was meine zu überdenkende Wahlentscheidung angeht: Mir ist bewusst, dass AfD und Sezession sich nicht komplett überschneiden, aber ich weiß eben nicht (und kann es auch nicht überprüfen), inwieweit, und welche Richtung sich in der AfD auf Dauer durchsetzen wird. Alice Weidel wäre für mich, nach dem, was ich über sie weiß, sicher wählbar, andere eher (oder ganz bestimmt) nicht. Und wie gesagt, die Diskussion hier tut ein Übriges. Deshalb bekommt meine Zweitstimme die FDP und meine Erststimme geht an den Direktkandidaten der AfD. Das ist ein ehrenwerter Mann, der vor etwas über zehn Jahren mit großem Getöse aus der CDU rausgeworfen wurde (jetzt wissen auch alle, in welchem Wahlkreis ich lebe). Da ihn hier bei uns viele kennen und schätzen, hat er vielleicht sogar gute Chancen.

PS: Zum Thema Gutmensch: Ich spende regelmäßig. Das ist mehr als viele andere tun. Sie, Lotta Vorbeck (heißen Sie wirklich so oder ist das eine Verballhornung von Lettow-Vorbeck?), können sich ja einen Bunker mit schmackhaften Notvorratslebensmitteln anlegen, von meinem Kartoffelacker bekommen Sie nach dem großen Zusammenbruch jedenfalls nichts. Und zu leugnen, dass Afrika nach wie vor hinsichtlich seiner Bodenschätze oder auch auf dem Agrarsektor ausgebeutet wird, ist nun wirklich abwegig. Was den Boxring-Vergleich angeht, lieber deutscheridentitärer, lassen Sie es mich mal so sagen: Wenn es darum geht, dass Max Schmeling Joe Louis besiegte (beim ersten Mal), haben Sie Recht. Die waren beide professionelle Boxer, die sich freiwillig und nach den Regeln des Boxsports gegenseitig in die Fresse gegeben haben. Wenn es dagegen darum geht, dass die Vorfahren von Joe Louis in Afrika mit Netzen eingefangen wurden (gab es, hab ich mir nicht ausgedacht), dann in Schiffe gepfercht, auf denen sie sich kaum bewegen konnten (manchmal hat das über die Hälfte nicht überlebt) und dann als Sklaven (also dem Sachenrecht unterliegende Gegenstände!) verkauft und noch nach Ende der Sklaverei wie Menschen zweiter oder dritter Klasse behandelt wurden (hört der Rechte nicht so gerne, ergibt sich aber allein schon aus der amerikanischen Gesetzeslage in vielen Bundesstaaten bis in die 60er), dann ist das etwas ganz Anderes. Die Schwarzen in Afrika haben darum nämlich nicht gebeten und waren an Waffen usw. den Europäern auch hoffnungslos unterlegen. Vielen Dank aber, dass Sie mir eine präzise Ausdrucksweise bescheinigen, das hört man doch gerne ;-)

Lotta Vorbeck
19. Juli 2017 22:36

@nom de guerre - 19. Juli 2017 - 09:35PM

 
... Sie, Lotta Vorbeck (heißen Sie wirklich so oder ist das eine Verballhornung von Lettow-Vorbeck?), können sich ja einen Bunker mit schmackhaften Notvorratslebensmitteln anlegen, von meinem Kartoffelacker bekommen Sie nach dem großen Zusammenbruch jedenfalls nichts.
 
---------------------------------------------
 
Möglicherweise, vielleicht, eventuell bekommen Sie selber nach dem großen Zusammenbruch ebenfalls nichts von Ihrem Kartoffelacker, weil, nunja - Ihr Kartoffelfeld von importierten "Schutzbedürftigen" oder anderweitig Bedürftigen quasi im Handumdrehen bereits abgeerntet worden ist.
Roman.U
19. Juli 2017 23:33
@nom de guerre: Die Afrikaner wurden versklavt und nach Amerika verschleppt. Was soll es nun suggerieren? Die Versklavung gab es bereits vor den Europäern und man hat sich mit ein wenig einfacheren Waffen gegenseitig totgeschlagen. Zu anderen Zeiten ist das gleiche Spiel auch in Europa zu beobachten gewesen. Ja, die Europäer brachen in andere Erdteile wie Raubtiere in ein Gehege ein. In dem Gehege saßen aber keine friedlichen Wesen. Man verdrängte lediglich schwächere Räuber. Interessanter ist an der Stelle, dass man ab einem bestimmten Zeitpunkt wie sonst üblich auf Raub setzte. Das ist der Unterschied, nicht der belgische König und Genossen. Ja, ohne die Europäer wäre das Leid viele Afrikaner heute nicht gegeben. Schliesslich ermöglichte die europäesche Zivilisation erst, dass ihre Grosseltern und Eltern das Erwachsenenalter erreichten. Woraus basiert der Vorwurf? Unsere Vorfahren hätten gleich die Phase der Halbbarbarei überspringen müssen, um den Moralvorstellungen der heutigen Generation zu genügen. Ein interessanter Gedanke aus der Welt der liberalen Zeitreisenden. Komisch nur, dass der Vorwurf lediglich gegenüber dem weissen Mann gemacht wird. Wieso baute man in Afrika nicht ein wehrhafte Zivilisation mit Feminismus und Weltraumwaffen auf , bevor der weisse Mann angesegelt kam? Damit nötigte man die armen unsiwssenden Sklavenhändler ja geradezu ihr "Ware" aufzukaufen.
Lotta Vorbeck
20. Juli 2017 00:38

 Roman.U - 19. Juli 2017 - 11:33 PM

"Die Afrikaner wurden versklavt und nach Amerika verschleppt. Was soll es nun suggerieren? ..."

_________________________________

Bleibt noch nachzutragen:

Die Nachkommen der nach Nordamerika verschleppten Negersklaven stellten laut Zensus 2010 12,6% der US-amerikanischen Gesamtpopulation.

Aus diesen 12,6% wiederum rekrutiert sich die Majorität US-amerikanischer Gefängnisinsassen.

... die Sklavenjäger die die zeitgenössisch "schwarzes Gold" genannten, künftigen Sklaven einst einfingen und ihre Beute sodann verkauften, waren überwiegend arabisch-norafrikanischer Provenienz.

Suggestivfrage: Wer beendete den Sklavenhandel in Afrika?

Antwort: Die europäischen Kolonialmächte.

nom de guerre
20. Juli 2017 08:06

@ Lotta Vorbeck: >>Möglicherweise, vielleicht, eventuell bekommen Sie selber nach dem großen Zusammenbruch ebenfalls nichts von Ihrem Kartoffelacker, weil, nunja - Ihr Kartoffelfeld von importierten "Schutzbedürftigen" oder anderweitig Bedürftigen quasi im Handumdrehen bereits abgeerntet worden ist.<<

Stimmt, das kann so kommen. Ist sogar mehr als wahrscheinlich, dass es so kommt. Dies liegt dann zum großen Teil – und sicher unstreitig – an der verfehlten linken Politik der letzten Jahrzehnte, aber eben auch an einer Rechten, die sich, statt wenigstens zu versuchen, auf Gemäßigte zuzugehen und konstruktiv an einer Problemlösung zu arbeiten, lieber in einer Denkweise ergeht, die so oder so ähnlich auch in „Might is Right“ zu lesen sein dürfte. Was bringt euch das eigentlich? Dass ihr hinterher sagen könnt, ihr habt’s schon immer gesagt? Feiner Trost, wenn alles beim Teufel ist.

So, damit ist für mich diese Diskussion beendet, ich kann sowieso genauso gut gegen eine Wand reden und hab auch noch was anderes zu tun.

deutscheridentitärer
20. Juli 2017 09:32

@nom de guerre

Schauen Sie, ich streite überhaupt nicht ab, dass Grausamkeiten im großen Stil seitens Europäern an Ureinwohnern überall an der Welt verübt wurden. Und zwar bei weitem nicht vornehmlich, aber auch von Deutschen. Ich heiße das auch nicht gut. Ich bin ein netter Mensch. Nur sehe ich Kontext dieses Ringens um Macht, Ressourchen (eben auch Sklaven), an dem sich damals ALLE Völker guten Gewissens beteiligt haben, eben nicht als schuldbegründend an. Nochmal: auch Europäer wurden über Jahrhunderte im großen Stil von Arabern und Osmanen versklavt. Und Afrika hat unter dem arabischen Sklavenhandel stärker gelitten als unter dem arabischen. Und vor allem: Dieser Zustand alle-gege-alle wurde letztlich von Europäern beendet. Also, wenn überhaupt steht Afrika in unserer Schuld. Sie ignorieren dieses Argument in ihren Antworten einfach. Ich weiß auch nicht, was an dieser Ansicht jetzt so hart rechts sein soll. Ich denke, Sie können davon ausgehen, dass die ganz große Mehrheit der Deutschen keine Schuld für Afrika empfindet. Wie gesagt: dass heißt nicht, dass man nicht helfen soll, wo man kann. Ich bin ein netter Mensch, ich helfe gerne, das macht mir Spaß. Zu ihrem Vorwurf, die Rechten wären zuwenig auf die Gemäßigten zugegangen: Erstens finde ich nicht, dass das stimmt. Die Rechten sind schließlich mehr als dieses Forum hier, und insofern die CDU/CSU-Gestalten vor dreißig Jahren als rechts gelten konnten sind sie ja offenbar weit auf die "Gemäßigten" zugegangen, mit bekanntem Resultat. Zweitens, kann es ganz einfach nicht darum gehen, sich mit gemäßigt Dummen oder gemäßigtem Unrecht zu arrangieren. Wenn es nicht klappt, klappt es halt nich. Zu sagen, dass man die Entwicklung ja schon seit langem vorhergesagt hat, verschafft mir bereits jetzt einige Befriedigung. Aber dabei soll es nicht bleiben: so wie es jetzt ist, ist alles schlecht. Das, was unter anderen Umständen gut wäre, Sicherheit, Wohlstand usw., hat eine gewaltige schädliche Kraft entfaltet. Der Mensch degeneriert und wird zu einer würdelosen Kreatur. Da mir die Menschenwürde am Herzen liegt, sehe ich dem weiteren Niedergang gelassen entgegen.

deutscheridentitärer
20. Juli 2017 09:35

PS.: Da Sie ja erst seit einem Jahr mitlesen: In den Archiven der ersten Jahre liegen viele Schätze vergraben; ich kann nur empfehlen über das Autorenprofil von Lichtmesz mit seinen frühen Artikeln zu beginnen.

Solution
20. Juli 2017 17:53

Die Frage nach den Organisatoren und finanziellen Nutznießern des Sklavenhandels im Orient, Afrika und Nordamerika ist ein heikles Thema.

Es ist z.B. einer der Gründe, warum so viele Schwarze in den USA Antisemiten sind. Die haben nämlich den Fehler begangen und sich die alten Schiffseignerlisten in den amerikanischen Häfen angesehen und daraus böse Schlüsse gezogen. 

nom de guerre
20. Juli 2017 20:24

@ deutscheridentitärer: Jetzt widerspreche ich mir selbst, weil ich mich eigentlich nicht mehr an der Diskussion beteiligen wollte, aber sei’s drum. Ich möchte das, was Sie zuletzt geschrieben haben, nicht einfach so stehen lassen. Sie werfen mir vor, ich würde die Komplexität des Themas Kolonialismus/Sklaverei außer Acht lassen. Ja, diesen Eindruck kann man gewinnen, allerdings ist dies dem vorliegenden begrenzten Rahmen geschuldet. Mir ist sehr wohl bewusst, dass Opfer von Sklavenhandel in der Neuzeit auch Europäer waren (Stichworte sind hier die Knabenlese auf dem Balkan, die Schiffsreisenden, die bis ins ausgehende 18. Jahrhundert von arabischen Piraten verschleppt wurden, oder auch die Art und Weise, wie die osmanischen Sultane ihre Harems bestückt haben). Ebenso weiß ich, dass bei dem Sklavenhandel nach Amerika Araber als Zwischenhändler fungierten und die wiederum die Schwarzen nicht immer selbst eingefangen haben, sondern die Stämme, die sich – wie es der Natur des Menschen leider entspricht – gegenseitig bekämpft haben, mitunter ihre Kriegsgefangenen an besagte Araber verkauft haben. Steht alles außer Frage. Das wäre aber nicht in so großem Stil geschehen, wenn nicht eine entsprechende Nachfrage bestanden hätte, welche von den Europäern kam, die Süd- und Nordamerika kolonisiert haben. Sogar der menschenfreundliche Las Casas sagte ja, hört doch auf, die armen Indianer zu versklaven, nehmt lieber Neger, die sind für sowas gemacht. Ferner bestreite ich auch nicht, dass es immer irgendwo Kriege gegeben hat, die natürlich eine Seite verloren hat. Der entscheidende Unterschied ist für mich aber, dass bei den europäischen Kriegen im Großen und Ganzen immer mal die eine, mal die andere Seite gewonnen bzw. verloren hat (wenn man von dem Sonderfall der Beziehungen zwischen England und Irland absieht). Schwarzafrika wurde dagegen fast vollständig von Europäern unterworfen und dann eben ausgebeutet (und, dabei bleibe ich, was für die dortige Bevölkerung ganz sicher kein Fortschritt!). Wenn Sie das mit den europäischen Auseinandersetzungen der verschiedenen Jahrhunderte vergleichen möchten, tun Sie das, ich meine, es lässt sich nicht vergleichen.

Dass der überwiegende Teil der Kolonialverbrechen von Deutschen begangen wurde, habe ich übrigens mit keinem Wort gesagt, dafür hatte Deutschland gar nicht genügend Kolonien (in diesem Kontext werden immer wieder die Hereros angeführt – ich glaube aber nicht, dass solche Vorgänge damals ungewöhnlich waren). Die Engländer waren da beispielswiese definitiv auch nicht zimperlich.

Wenn Sie sagen, es sei nicht spezifisch rechts, keinerlei Schuld- oder Verantwortungsbewusstsein gegenüber Afrika zu empfinden, haben Sie Recht, ich glaube, den meisten Deutschen ist das ziemlich egal, darüber, warum es heute in Afrika so aussieht, wie es dort aussieht, denken die meisten vermutlich gar nicht nach. Und sich nur für sich selbst zuständig zu fühlen, ist ebenfalls eine verbreitete Erscheinung. (Dass Sie gerne helfen, weil Sie – laut Selbsteinschätzung ;-) – ein netter Mensch sind, finde ich übrigens sehr lobenswert.) Was aber in meinen Augen sehr wohl eher rechts ist, ist dieser zynische Ton, mit dem über das Thema geredet wird: Mal gewinnt man, mal verliert man, na und? Wer nicht wieder auf die Beine kommt, hat’s nicht anders verdient, der ist weich, schwach, hat einen niedrigen IQ, was auch immer, also was soll das Gejammer? (Letzteres haben jetzt nicht Sie gesagt, aber das lese ich aus Ihrer Denkweise und anderen Beiträgen hier im Forum und anderswo heraus.) Das wiederum ist eine Gedankenwelt, mit der ich nichts anfangen kann. Wenn es auch ganz bestimmt nicht wünschenswert ist, wenn sich die halbe Dritte Welt nach Deutschland aufmacht (und auch noch allen Ernstes reingelassen wird!), kann man die Probleme gerade in Afrika meiner Meinung nach nicht einfach ignorieren (offenbar meinen das jedoch einige hier im Forum und scheinen meine Ansicht, dass wir – die Europäer – in irgendeiner Form für Afrika zuständig seien, übergriffig hinsichtlich ihres Geldbeutels zu finden; soll mir egal sein). Aus Selbstschutzgründen sollte man es auch nicht: s. das lesenswerte Buch von Asfa-Wossen Asserate „Die neue Völkerwanderung: Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten“.

Ebenfalls spezifisch rechts ist aber sicher eine (unsinnige und, ich sage es noch mal, gemäßigte Zeitgenossen abschreckende) Debatte über eine Abschaffung des Frauenwahlrechts und – das geht jetzt speziell an Sie – diese merkwürdige Lust am Untergang. Wie im Nibelungenlied, als sich am Ende alle in dem brennenden Saal gegenseitig abstechen und zu allem Überfluss noch irgendwer die Türen abgeschlossen hat (wenn ich das richtig in Erinnerung habe), statt dass endlich mal einer sagt, das ist doch Scheiße, lasst uns aufhören. Wenn Sie sagen, Sie sehen dem Niedergang gelassen entgegen, bitte, gerne, wenn’s Ihnen damit besser geht. Die Frage ist aber, ob Sie immer noch so gelassen sein werden, wenn der Niedergang dann wirklich da ist und Sie merken, dass die sehr negativen Veränderungen auch bei Ihnen angekommen sind. Mit Ihrer Menschenwürde und der Ihrer Umgebung dürfte es dann jedenfalls nicht mehr weit her sein. Was die Degeneriertheit der heutigen Deutschen (Europäer? Westlichen Menschen?) angeht, müsste man sich mal darüber unterhalten, was der Begriff bedeutet bzw. was Sie damit verbinden. Noch meine Großeltern (alle vier) waren Bauern und ich habe die eigentlich nicht als degeneriert empfunden. Warum sollte ich also mich selbst als degeneriert wahrnehmen?

Dazu, dass die Rechte mehr ist als dieses Forum hier: Rechts ist ein dehnbarer Begriff. Für viele Menschen in meinem Umfeld bin ich rechts. Für dieses Forum eher nicht. Und der rechte Flügel der CDU hat sich meiner Meinung nach einfach generationenwechsel- oder auch merkelbedingt selbst aufgelöst, das hat aus meiner Sicht weniger damit zu tun, dass die bewusst auf die Mitte ihrer Partei zugegangen wären, sondern dass sie eben im innerparteilichen Gerangel als Verlierer hervorgegangen sind. Aber ich kann mich natürlich auch irren.

Was die "gemäßigt Dummen" angeht, ziehe ich es vor, das nicht auf mich zu beziehen (um nicht sauer werden zu müssen).

So, für nicht-mehr-diskutieren-wollen war das ein langer Beitrag. Danke übrigens für die Literempfehlung. Vielleicht mache ich das sogar. Derzeit lese ich Kubitscheks Spurbreite des schmalen Grats und bin noch dabei, mir eine Meinung zu bilden.

deutscheridentitärer
20. Juli 2017 21:53

@nom de guerre(!)

Ich danke Ihnen, dass Sie meinetwegen von Ihrem Vorsatz abgerückt sind.
Auch wenn ich Ihre Sicht der Dinge nicht teile, habe ich Ihre Erwiderung gerne gelesen.

Ich war gerade dabei Ihnen nochmals ausführlich zu antworten, denke aber, dass beide Seiten ihre Argumente im Wesentlichen vorgebracht haben und eine fortgesetzte Diskussion dieses Themenkomplex außer Wiederholungen nicht mehr viel zu Tage fördern würde.

Lassen wir es also so stehen.

Lotta Vorbeck
21. Juli 2017 01:06

@nom de guerre - 20. Juli 2017 - 08:24 PM

... Wenn Sie sagen, es sei nicht spezifisch rechts, keinerlei Schuld- oder Verantwortungsbewusstsein gegenüber Afrika zu empfinden, haben Sie Recht, ich glaube, den meisten Deutschen ist das ziemlich egal, darüber, warum es heute in Afrika so aussieht, wie es dort aussieht, denken die meisten vermutlich gar nicht nach. ...

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Tja, warum sieht's in Afrika so aus, wie es aussieht?

Dort sieht's so, aus weil die Leute in Afrika sind, wie sie sind.

Von daher ist's auch völlig müßig weiter darüber nachzudenken.

In Abwandlung eines Zitats von Peter Scholl-Latour, wobei 'Kalkutta' durch 'Afrika' ersetzt ist, gilt nach wie vor:

"Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung. Wer halb Afrika bei sich aufnimmt, rettet nicht Afrika, sondern wird selbst zu Afrika."

Und um das Ganze abzurunden lassen wir an dieser Stelle nochmal Albert Schweitzer zu Wort kommen:

„Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, die Leiden von Afrika zu lindern. Es gibt etwas, das alle weißen Männer, die hier gelebt haben, wie ich, lernen und wissen müssen: Daß diese Leute eine Sub-Rasse sind.

Sie haben weder die intellektuellen, geistigen noch physischen Fähigkeiten, um sie mit weißen Männern in einer beliebigen Funktion unserer Zivilisation gleichzusetzen oder zu teilen. Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, ihnen die Vorteile zu bringen, die unsere Zivilisation bieten muß, aber mir ist sehr wohl bewußt geworden, daß wir diesen Status behalten: Wir, die Überlegenen und sie die Unterlegenen.

Denn wann immer ein weißer Mann sucht unter ihnen als gleicher zu leben, werden sie ihn entweder zerstören oder ihn verschlingen. Und sie werden seine ganze Arbeit zerstören.

Erinnert alle weißen Männer von überall auf der Welt, die nach Afrika kommen, daran, daß man immer diesen Status behalten muß: Du der Meister und sie die Unterlegenen, wie die Kinder, denen man hilft oder die man lehrt. Nie sich mit ihnen auf Augenhöhe verbrüdern. Nie Sie als sozial Gleichgestellte akzeptieren, oder sie werden Dich fressen. Sie werden Dich zerstören.“

Dr. Albert Schweitzer, Friedensnobelpreisträger 1952 in seinem Buch 1961, "From My African Notebook"

Roman.U
21. Juli 2017 01:33

Um es anschaulicher zu machen: Man stelle sich eine Gruppe von Halbstarken vor, die auf einer Insel ausgesetzt sind und raue Sitten praktizieren. Man drangsaliert sich gegenseitig im fliegenden Wechsel. Irgendwann finden ein paar der Jungs eine Möglichkeit zum entscheidendem Vorteil gegenüber dem Rest. Selbstverständlich drangsalieren sie Alle um sich herum zunächst ohne jegliche Skrupel. Irgendwann kommt dann doch der Gedanke, dass es für die Anderen nicht lustig sein könnte. Nein, die Quälerei hört nicht ganz auf, nimmt aber stark ab und man unterbindet auch zunehmend die Drangsalierungen der Unterlegenen untereinander. Wer ist zu dem Zeitpunkt besser zu bewerten, der Überlegene, der sich zu kontrollieren bemüht, oder die momentanen Verlierer, die lediglich auf die Chance warten die Rollen zu wechseln?

Allein der Gedanke, dass die Fremden irgendwelche Grundrechte haben könnte, wurde in Europa entwickelt und zunächst hier und dann im Restz der Welt auf breiter Ebene halbwegs etabliert. Dass es aus der Position der Stärker heraus geschehen ist, ist umso lobenswerter. Die Gewalt vorher spielt gar keine Rolle. Um aus dem Zyklus zu entkommen, muss man Teil davon gewesen sein. Und was noch wichtiger als Anmerkung für alle "Afrikaretter"eingebrannt werden sollte. Aus der Schwäche leitet sich keine bessere Moral ab. Weder wird man sich von Europa freiwillig Vorgaben machen lassen, noch wird die kaum gebildete Masse irgendwelche Sachen teilen wollen. Man möchte nicht teilen, man möchte haben.

Die Afrikanalyse ist genauso absurd wie die Vorstellung, dass die Barbaren Rom geschont hätten, wenn es sich nicht eingemischt hätte und seinen Willen gewaltsam durchgesetzt hätte. Und sie haben Rom nicht geschont. Das Problem von Afrika besteht darin, dass man beispielsweise in Südafrika die Denkmäler für die Kolonialherren mit Kot beschmiert, während sie in Singapur poliert werden. Die europäischen Barbaren haben sich später auch immer wieder auf die ehemaligen Eroberer bezogen und sich nicht in Vorwürfen gesuhlt. Wäre die Nachfrage aus Europa nicht da gewesen, hätte man sich wunderbar aus anderen Gründen totgeschlagen. Das ein relativ normaler Zyklus der Barbarei. Das wäre so lange gegangen bis sich ein örtliches "Rom" herausgebildet hätte. Europa hat für viele Teile der Welt den Zyklus durchbrochen. Ein Danke wäre angebracht und keine Vorwürfe.

Europa konnte diesen Zyklus aber auch nicht, nicht durchbrechen. Die Vorstellung einer Schonung der schwächeren Nachbarn musste erst entwickelt werden. Ein schwächelnder Staat in Europa wurde genauso zerfleischt, wie ein wehrlose Insel vor Afrika. Wie seit Jahrtausenden, überall auf der Welt üblich.

Bran
21. Juli 2017 08:57

Mit einem kleinen Bisschen Kopfschmerz gebe ich meinen Senf auch noch dazu:

1. Es ist ein Irrtum, dass die Araber afrikanische Sklaven eigens für Europäer kauften und handelten. Die Araber machten das schon seit Jahrhunderten für sich selber. Die Europäer waren nur eine willkommene Erweiterung des Kundenstammes. Bemerkenswerterweise fordert heute kein Mensch weit und breit von den Arabern irgendwelche Wiedergutmachung, ein schlechtes Gewissen oder sonstige Lustigkeiten.

 

2. Für Afrika sind vor allem die Afrikaner verantwortlich. Deshalb heisst der Kontinent dort unten auch so.

 

3. Die Nibelungensage auf so profane Art und Weise zu erwähnen und abzuhandeln, sollte mindestens mit zehn Peitschenhieben bestraft werden. Dann noch im selben Kommentar über Menschenwürde zu schwadronieren, wo man gerade die Nibelungen als Dumpfbeutel beschrieben hat, ist schon fast einer Verbannung in wüste und einsame Lande würdig. Keiner der langweiligen und niederen Jetztmenschen, die FDP wählen, hat jemals auch nur annähernd das Niveau menschlicher Würde erreicht, wie es die Nibelungen pflegten.

 

4. Wer Afrika beweint und nüchterne geschichtliche Betrachtungen bzw. Beobachtungen als "zynisch" bezeichnet, sollte dringend einmal über die Mechanismen und Spielarten von Macht nachdenken.

 

5. Wie hier bereits von verschiedener Seite erwähnt: Die Einzigen, die in der Historie jemals verantwortungsvoll mit ihrer grossen Macht umgegangen sind, waren eigentlich immer die Europäer und somit die bösen Weissen. Damit sind allen Schuldigkeiten genügend Rechnung getan.

Valjean72
21. Juli 2017 11:36

@Roman:

"Die Afrikanalyse ist genauso absurd wie die Vorstellung, dass die Barbaren Rom geschont hätten, wenn es sich nicht eingemischt hätte und seinen Willen gewaltsam durchgesetzt hätte."

---

Ja gewiss, Rom ist untergegangenen weil es der Gewalt abgeneigt, schlicht zu menschenfreundlich und bedauerlicherweise nicht so brutal wie diese "Barbaren" war.

Allein die Verwendung dieses, unsere Vorfahren abwertenden Begriffs, ist Anlass an Ihrer Aufrichtigkeit hinsichtlich Ihres Einsatzes für eine Zukunft Deutschlands zu zweifeln.

Auch Germanen wurden von Römern ausgepresst, gemartert, gekreuzigt und wilden Tieren zum Frass vorgeworfen. Die Auflehnung gegen Rom kam nicht von ungefähr.

Noch kurz zu Afrika: Da es hier offenbar von Alt-FDP'lern und Alt-CDU'lern, sprich überzeugten Anhängern des vorherrschenden Wirtschafts-und Finanzsystems,  zu wimmeln scheint, ist es wohl vergebliche Liebesmüh darauf hinzuweisen, dass ich durchaus einen Zusammenhang sehe zwischen ungezügeltem Liberalismus, dem Abbau tradioneller Werte und Massenmigration.

Habe die Ehre

 

 

 

 

Solution
21. Juli 2017 12:16

Ein Buchtipp mit einer Quelle aus erster Hand (18. Jahrhundert).

Hier bescheibt ein "weißer Sklave" seine Erlebnisse im islamischen Paradies:

https://www.amazon.de/gp/product/1542958989/ref=oh_aui_detailpage_o03_s00?ie=UTF8&psc=1

Wenn Sie Vorurteile haben, finden Sie sie hier bestätigt.

Klaus D.
21. Juli 2017 17:03

@Valjean72  21.Juli 2017 11:36

Ja, ich wundere mich auch, daß in den Beiträgen zum Thema Afrika die wirtschaftspolitischen Zusammenhänge so gar keine Beachtung finden (siehe Ihren Kommentar vom 18.Juli 2017 16:56

" ... warum Afrika nicht (mehr) auf die Beine kommt. Afrika wird ausgebeutet, nicht vom weißen Mann per se, sondern von Banken und Konzernen.")

Ich denke das ist ausschlaggebend. Aber die Lebensweise und Mentalität der Schwarzafrikaner spielt wohl auch mit hinein. Diesbezüglich hat man auch in der DDR Erfahrungen gemacht. Da wurden z.B. Nutzfahrzeuge (LKW, Traktoren) an befreundete Staaten (Angola, Mosambik) geliefert. Als man nach einiger Zeit wieder hinkam, standen die Dinger abseits in der Ecke und gammelten vor sich hin. Tja, pflegen und sich kümmern is nich, so lange wie´s geht geht´s, dann bleibt´s. Diese dortige Lebensauffassung kommt auch sehr gut in dem Buch "Die weiße Massai" von Corinne Hofmann zum Ausdruck.

Ja, nun könnte man sagen, laßt sie doch machen. Aber "leider" ist Afrika mit reichlich Bodenschätzen gesegnet und nun kommen Konzerne und Banken ins Spiel. Mit diesen Fesseln können sie nicht auf die Beine kommen, auch wenn sie es wollten. Aber vielleicht tritt ja mit den Investitionen Chinas in Afrika ein Wandel ein ... (s.a. http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-06/china-handel-investition-entwicklungshilfe)

 
nom de guerre
21. Juli 2017 18:03

Erstaunlich, dass hier so großer Redebedarf hinsichtlich des Afrikathemas besteht. Da ich schon einmal so inkonsequent war, weiterzuschreiben, kann ich es jetzt auch noch ein zweites Mal tun.

@ deutscherindentitärer: Ich danke für die Diskussion – der Gedankenaustausch war für mich durchaus (im positiven Sinne, muss man ja heute dazusagen) bereichernd.

@ Lotta Vorbeck: Nur weil Albert Schweitzer als Kind seiner Zeit selbstverständlich ein Rassist war (und ja, natürlich, er war in Afrika, sprach also nicht aus Unkenntnis heraus, aber nur weil Menschen nicht unseren europäisch-zivilisierten Erwartungen entsprechen, stehen sie nicht unter uns), müssten Sie es (eigentlich) nicht auch sein. Schön aber, dass Sie sich so wunderbar selbst entlarven. Was wollen Sie an dieser Stelle übrigens mit Scholl-Latour? Habe ich irgendwo gesagt, dass man afrikanische Migranten nach Europa holen soll? Ich habe mehrfach das Gegenteil betont, muss Ihnen aber offenbar entgangen sein.

@ Valjean72: >>… ist es wohl vergebliche Liebesmüh darauf hinzuweisen, dass ich durchaus einen Zusammenhang sehe zwischen ungezügeltem Liberalismus, dem Abbau tradioneller Werte und Massenmigration.<<

Nein, das ist keine vergebliche Liebesmüh. Diesen Zusammenhang sehe ich ebenfalls als gegeben an – woran auch meine Präferenz für die FDP nichts ändert.

@ Bran: Sie dürfen sich gratulieren, ohne Ihren Beitrag hätte ich mich an dieser Stelle nicht nochmal geäußert >>3. Die Nibelungensage auf so profane Art und Weise zu erwähnen und abzuhandeln, sollte mindestens mit zehn Peitschenhieben bestraft werden. Dann noch im selben Kommentar über Menschenwürde zu schwadronieren, wo man gerade die Nibelungen als Dumpfbeutel beschrieben hat, ist schon fast einer Verbannung in wüste und einsame Lande würdig. Keiner der langweiligen und niederen Jetztmenschen, die FDP wählen, hat jemals auch nur annähernd das Niveau menschlicher Würde erreicht, wie es die Nibelungen pflegten.<<

Zehn Peitschenhiebe, soso. Dazu könnte ich jetzt einiges schreiben, verkneife ich mir aber alles. Da ich in Ihnen einen eher jungen Menschen vermute, gehe ich stattdessen tatsächlich inhaltlich auf Ihre Ausführungen ein. 1. Die Menschenwürde habe nicht ins Spiel gebracht, sondern deutscheridentitärer, und ihm habe ich geantwortet. 2. Ich habe die Nibelungen mitnichten als Dumpfbeutel bezeichnet und ich weiß auch nicht, woran Sie das glauben festmachen zu können. Wenn Sie das Nibelungenlied gelesen hätten – ich vermute mal stark, was Sie kennen, ist eine Prosaübersetzung für die deutsche Jugend oder irgendetwas in der Art –, wüssten Sie, dass es sich dabei um eine wirklich gewaltige Erzählung handelt, die man am besten mehrmals lesen sollte, um sie in ihrer Tiefe zu erfassen, dass aber dennoch die gesamte Handlung auf Tod und Zerstörung hinausläuft. Und zwar auf eine ziemlich sinnlose Variante dessen – heroisches und, wie im Falle Hagens, bis zum Äußersten gehendes loyales Verhalten schließt nämlich die Sinnlosigkeit dieser Handlungsweise nicht aus. Gerade das macht es ja mitunter so heroisch. Das Gemetzel am Ende wird mit dadurch ausgelöst, dass Hagen Jung Ortlieb erschlägt (darüber hat Reemtsma mal ein ganzes Buch geschrieben – auch sonst ein lesenswerter Autor). Jung Ortlieb, das Kind von Kriemhild und Etzel, ist sechs Jahre alt und hat niemandem etwas getan. Schon dieses Ereignis allein belegt, dass man ein Konzept wie die Menschenwürde auf das Nibelungenlied ganz sicher nicht anwenden kann, es wäre schlicht anachronistisch. Wie auch immer, lesen Sie erstmal was, das Nibelungenlied und noch ein paar andere Dinge mit Tiefgang, und verzichten Sie freundlicherweise auf diese pubertäre Peitschenhieberhetorik, wenn Sie sich mit Erwachsenen auf Augenhöhe unterhalten möchten. Und nehmen Sie eine Kopfschmerztablette, vielleicht wird’s dann besser.

Roman.U
21. Juli 2017 19:21

Ich vertrete lediglich die Meinung, dass man nicht auf frühere Zeiten Moralvorstellungen anwenden sollte, die nicht einmal entwickelt gewesen sind. Die Überwindung der Hottentottenmoral ist so alt nicht. Und man überwand sie in Europa.

Das Beispiel Roms dient hier, dass die Nachkommen der damaligen Barbaren sich auch als Erben Roms betrachteten. Die Unterwerfung der Anderen ist für Rom normal gewesen, der Widerstand gegen diese Unterwerfung ist ebenfalls nachvollziehbar. Ich werde jetzt aber nicht die Geschichte der friedfertigen germanischen oder gallischen Stämmen erzählen. Auch ganz ohne Rom bekämpfte man sich wunderbar untereinander. Sobald man stärker als das Imperium wurde, tat man genau das Gleiche auf dem Gebiet des ehemaligen Imperiums. Es ist nicht die Geschichte der Unterdrückten, die lediglich Exzesse begingen, weil der böse Nachbar sie früher schlecht behandelte. Man ist nur zu einem Zeitpunkt schwächer gewesen. Soll ich nun Reparationen von Italien verlangen? Afrika sollte die gleiche Haltung einnehmen wie die Europäer gegen Rom, oder Singapur gegenüber den Britten. Der Widerstand ist legitimi gewesen, gleichzeitig hat man den ehemaligen Eroberern viel zu verdanken.

Auf der anderen Seite hat Europa sich in der Hinsicht wenig vorzuwerfen. Man konnte vor dem Hintergrund Zeit schlecht Anders handeln. Die Gedankengebäude sind nicht einmal entwickelt gewesen. Die Anderen hätten genauso gehandelt, wenn man Ihnen die Gelegenhiet geboten hätte. Im Gegenteil man ermöglichte die "Freiheit" der Anderen dadurch, als man aus der Position der Stärke heraus die Idee der Grundrechte für Alle entwickelte. Als ob ein Ghandi noch hundert Jahre zuvor möglich gewesen wäre.. Weder hätte er in der Metropolle studieren, noch hätte er irgendeinen gewaltfreien Widerstand exerzieren können. Der Weg wäre sehr schnell am Galgen zu Ende gewesen.

Die "Afrikarettung" durch Entwicklungshilfe klingt auch in rechten Kreisen immer wieder an.  Das ist absurd. Wenn wir nicht in der Lage sind, einige Millionen Fremde in Deutschland aufzunehmen und zu assimilieren, ist es noch unwahrscheinlicher es "vor Ort" gegenüber einer Milliarde Menschen zu tun. Zu Kolnialzeiten hatte man zumindest die militärische Kontrolle "vor Ort".  Nun soll der weisse Mann hinkommen und irgendwelche Vorschriften und Ratschläge verteilen. Das Gled wird nur versickern.

In der Hinsicht sind die Chinesen mit ihrer egoistischen Kolonialpoiltik im Stille der Handelsposten heilsamer für die Region als die Brunnengraber aus Europa. Europa sollte seine Grenzen schützen und Handel betreiben. Die Weltrettung wird nicht die Welt retten, sondern lediglich Europa zerstören. Irgendeine moralische Schuld besteht nicht. Ja, die Verschleppung von Menschen ist nicht schön gewesen. Dafür haben wir euch später die schönen Strassen und Strassen und Medikamente gegeben, von denen ihr bis heute zerrt. Und selbst wenn wir sie euch nicht gegeben hätten, so haben wir euch der Gedanken selbst gegeben, dass die Verschleppung von Fremden nicht schön sein könnte.

Ich lasse mich nicht moralisch in die Ecke drängen, dass die Erfinder von moralischen Vorstellungen nicht nach ihnen gehandelt haben, bevor diese moralischen Vorstellungen erfunden wurden. Da brauche ich auch nicht den arabischen Sklavenhandel gegen den europäeschen zu verrechnen. Die damaligen Verschleppten hätten genauso die Europäer umd die Araber verschleppt, wenn die Schiffe und Waffen da gewesen wären.

Roman.U
21. Juli 2017 19:32

Und  Nein Rom ist nicht untergeganegn weil es "menschenfreundlich" und der Gewalt abgeneigt gewesen ist. Das habe ich an keiner Stelle geschrieben. Es ist nur nicht so, dass die Gewalt mir Rom aufhörte, weil die "Diskriminierung" der Barbaren endete. Die ehemals Schwächeren gingen fröhlich dazu über das Vakuum zu füllen und dort den Nachbarn zu drangsalieren, wo sich die Gelegenheit ergab. Und dabei haben sich die Nachbarn und auch Rom nach Kräften gewehrt. 

Heute zu erwarten, dass der kaum gebildete Mann aus dem Süden sich Anders verhalten würde als die damals Schwäche witternden Barbaren, wenn man sich überhaupt nicht wehrt, wäre absurd. Die Ursachen für den Untergang Roms sind an der Stelle uninteressant. Interessant ist nur, dass man Europa genauso zerlegen würde, wie Rom. Und umso schneller, wenn man sie die Büsserkutte anzieht und auch noch selbst moralische Argumente für die Invasion liefert.

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