11. August 2017

"Ein Prozent" im Fadenkreuz – Anschläge in Halle

von Nils Wegner / 22 Kommentare

Das Hausprojekt von "Ein Prozent" in Halle sorgt seit Monaten für Furore in der Saalestadt. Nach einer großen Gegendemo im Juli ist die lokale Szene nun zum Angriff übergegangen – Philip Stein im Gespräch.

Sezession: Herr Stein, innerhalb der vergangenen zehn Tage sind gleich zwei Anschläge auf das "Ein-Prozent"-Hausprojekt in Halle bzw. dessen Umfeld verübt worden. Was genau ist vorgefallen, und von welcher Schadenssumme sprechen wir hier?

Stein: Der erste nennenswerte Vorfall – neben vielen „kleineren“ Ereignissen, u.a. einem vereitelten Farbbeutelanschlag am 28. Juli – ereignete sich in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August, gegen 2:20 Uhr morgens. Die Aktivisten von Kontrakultur Halle wurden durch laute Geräusche auf der Straße alarmiert. Was sie dort vorfanden, war eine Gruppe von ca. 40 vornehmlich alkoholisierten jungen Männern, die das Haus mit Steinwürfen attackierten. Eine Scheibe ging zu Bruch, die Fassade des Hauses wurde vielfach getroffen. Auch die Hausbewohner wurden, nachdem sie schützend vor das Objekt getreten waren, mit Steinen bedacht.

Die anwesenden Aktivisten konnten die Gruppe dann auf Abstand bringen und schlußendlich vertreiben. Fast eine Stunde dauerte diese angespannte Situation, bis die Angreifer sich in Richtung des Geisteswissenschaftlichen Campus entfernten. Die Polizei kam – trotz insgesamt drei abgesetzten Notrufen – gar nicht. Eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt wird dieses unverantwortliche polizeiliche Fernbleiben hinterfragen.

Die Spurensicherung des LKA konnte am folgenden Morgen nicht nur etliche Steine sichern, die direkt vom Haus abprallten, sondern auch mehrere Depots mit Wurfgeschossen auf dem Campus sichten und photographieren. Die Hausbewohner konnten darüber hinaus etliche Fotos der Angreifer anfertigen und zur Auswertung vorlegen.

Um die Ermittlungsarbeit der Behörden zu erleichtern, haben wir uns entschlossen, 500 Euro für sachdienliche Hinweise zum Tathergang und den Tätern auszusetzen, sofern sie zur Ergreifung führen. Erste gute Hinweise sind bereits eingegangen.

Sezession: Darüber hinaus ist es zu einem zweiten ernstzunehmenden Vorfall gekommen. Was ist passiert?

Stein: Vom 9. auf den 10. August verübten „Unbekannte“ einen Anschlag auf das Familienauto unseres Mitarbeiters Simon Kaupert, der in Halle/Saale arbeitet und lebt. Zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens schlugen die Täter die Scheiben des Wagens ein und zerstachen zwei Reifen. Der Kinderwagen, der sich noch im Kofferraum des Wagens befand, ist mit Glassplittern übersät. Es handelt sich hier fraglos um einen feigen Anschlag auf die Familie unseres Mitstreiters.

Sezession: Das direkt am Steintorcampus der Martin-Luther-Universität Halle gelegene Haus beinhaltet nun nicht nur Arbeitsräume, sondern auch mehrere Wohnungen. Welche Schutzmaßnahmen gibt es, um die Hausbewohner gegen unschöne Erlebnisse dieser Art abzusichern?

Stein: Über Details kann ich hier leider nicht sprechen. Klar ist, daß wir verschiedene Sicherheitsmaßnahmen bereits getroffen haben – weitere werden folgen. Der Angriff auf das Haus Ende Juli und das damit einhergehende Ausbleiben der Polizei hat leider deutlich gezeigt, daß wir mit einer Kooperation der Behörden nicht zu rechnen haben. Wir sind auf uns gestellt.  Doch unser Netzwerk ist groß.

Sezession: Die verübten Straftaten sind sicher längst zur Anzeige gebracht worden. Verhält sich die Polizei in Halle Ihnen und Ihrem Projekt gegenüber kooperativ, oder sind (womöglich politisch motivierte) Mängel zu beanstanden?

Stein: Es verhält sich wie in vermutlich fast jeder mitteldeutschen Stadt: Der „einfache“ Polizist sympathisiert (vorsichtig ausgedrückt!) eher mit uns als mit feigen linken Denunzianten und kulturfremden Asylanten. Die Strafverfolgung spricht jedoch, egal ob in Halle/Saale, Hamburg oder Marburg, eine deutliche Sprache. Kaum Hausdurchsuchungen gegen links, keine staatliche Repression, stillschweigende Duldung der einkalkulierten Gewalt.

Sezession: Die Ereignisse der letzten Tage vor Augen: Wie sieht Ihre Prognose für die nähere Zukunft aus, und vor allem – wie kann geholfen werden?

Stein: Auf fortwährende, feige nächtliche Angriffe werden wir uns, egal ob privat oder am Haus selbst, wohl vorerst einstellen müssen. Wir alle sind das gewohnt, haben in linken Großstädten studiert, wurden unzählige Male „geoutet“ und angegriffen. Uns schockt so etwas nicht im Mindesten. Auch das Zusammenspiel von etablierter (lokaler und bundesweiter) Politik und linken Extremisten ist uns bestens bekannt.

Dennoch dreht sich die Gewaltspirale weiter. Polizei und Justiz sind an einer Aufklärung linker Gewalt nur mäßig interessiert, körperliche Gegenwehr unsererseits würde schnellstens kriminalisiert. Nur soviel: Wir sind auf vieles vorbereitet und werden definitiv nicht weichen! Halle/Saale wird sich ändern – und zwar zu unseren Gunsten.

Das Haus gegen Angriffe zu sichern, bleibt derzeit oberste Priorität. Wir sind für jede Spende dankbar. Sie landet, ganz egal über welche Hausnummer wir sprechen, in der Sicherung von zielstrebiger Arbeit für den Erhalt der Völker Europas – Informationen zu den Spendenmöglichkeiten gibt es hier.

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Kommentare (22)

Ein gebürtiger Hesse
11. August 2017 10:47

Drei Notrufe in jener Nacht - und die Polizei kommt kein einziges Mal? Derb. Hat die Antifa jetzt schon Helfershelfer in den Dienststellen, die Einsätze verhindern können? Simmer schon so weit?

Bleibt stark, Leute, und paßt auf euch auf. Ihr seid kostbar.

H. M. Richter
11. August 2017 11:40

Wenn die AfD-Anfrage im Landtag von Sachsen-Anhalt bestätigt bekommen sollte, daß die Polizei in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August 2017 trotz dreier Not(!)-Rufe nicht ihrem verfassungsgemäßen Auftrag nachkam und angegriffenen Bürgern der Stadt Halle nicht unverzüglich zur Hilfe eilte, dann sind nicht nur dienstrechtliche Konsequenzen unvermeidlich, sondern dann sollte zugleich allen bewußt sein, daß in dieser Stadt der Geruch des 9. November 1938 wieder wahrzunehmen ist, als bekanntlich die Feuerwehr "nicht eingreifen durfte."

Franz Bettinger
11. August 2017 12:17

Auch wenn ich mich bei dem ein oder anderen Puristen hier wieder unbeliebt mache, denkt praktisch. Wer ist die heilige Kuh im Land? Also vermietet eine Wohnung an einen unserer Sache wohl gesinnten, schlagfertigen "Syrer" oder zwei; es können auch rustikale Russland-Deutsche sein. Dann weiß die Antifa nicht ein noch aus. Dieselben ausländischen Schutz-Truppen, eine Art Janitscharen, könnten Veranstaltungen und Demos schützen. Es gibt sie: loyale 'Ausländer', die ihr eigenes Hab und Gut und Leben durch die importierten Merkel-Schmarotzer bedroht sehen und Mittel wissen, sich und das Land, in dem sie jetzt leben, zu verteidigen. Kooperiert! Alternativ: Bienen, Wespen, Hunde. Gut, dass ihr konsequent filmt, Fotos schießt, Belohnungen aussetzt und Anzeigen erstattet. Man muss den linken eierlosen kriminellen Mob verfolgen, identifizieren und strafen. Gut so! In meinem Dorf hat jemand ein Schild an seiner Tür: "Ich werde mein Haus und Hof mit allem verteidigen, was ich habe". Auch nicht schlecht! Bis jetzt ist der Mann noch nicht belästigt worden.

RMH
11. August 2017 13:28

"Drei Notrufe in jener Nacht - und die Polizei kommt kein einziges Mal?"

Ohne hier irgend etwas rechtfertigen, schön reden oder sonst wie relativieren zu wollen, aber Fakt ist, bei der dünnen Personaldecke der Polizei (zumindest in den westlichen Bundesländern - in den Neuen kann es ja evtl. besser aussehen), dass insbesondere zur Nachtzeit nur irgendwo anders zuvor Bambule oder ein größerer Unfall sein muss und schon ist kaum bis keine Kapazität für anderes mehr da.

Das Perfide ist, dass Kriminelle das sogar bewusst ausnutzen können, um so ihr eigentliches "Zielobjekt" für eine gewisse Zeit ungestört heimsuchen zu können.

Wie geschrieben, muss jetzt nicht beim konkreten Fall auch so gewesen sein, aber das die Polizei nicht immer kommt, wenn man sie ruft, muss nicht zwingend etwas damit zu tun haben, dass es sich hier um ein identitäres Projekt handelt. Es ist leider mehr oder weniger Alltag für alle von Kriminalität betroffenen Bürger, dass auf die Polizei nicht mehr hundertprozentig Verlass ist.

Franz Bettinger
11. August 2017 13:32

Kleine, aber wichtige Korrektur zu meinem Text: Auf dem Tür-Schild steht: "Ich werde mein Haus und Hof mit allem verteidigen, was ich habe, auch mit meinem Leben." Ein vielsagender Zusatz, auf den mein Bruder mich gerade aufmerksam machte.

niekisch
11. August 2017 14:50

2Dieselben ausländischen Schutz-Truppen, eine Art Janitscharen, könnten Veranstaltungen und Demos schützen.

@ Franz Bettinger: davor ist dringend zu warnen. Loyalität schlägt schnell in Illoyalität um.

Heinrich Brück
11. August 2017 15:39

Im Amtseid der Polizei steht nichts von Volksschutz. Die schwören auf das GG. Mal verglichen mit dem Diensteid der Bundeswehr. In solchen Fällen muß eine Bürgerwehr den Selbstschutz organisieren. Ein Beispiel: Tanzveranstaltung, größerer Saal, irgedwelches Gesindel begehrt Einlaß und wird nett abgewiesen. Kommen mit mehreren von ihrer Sorte zurück, meistens bewaffnet. Dann muß eine klare und für die Zukunft verständliche Antwort gegeben werden. Wer dazugehört, wer nicht dazugehört, entscheidet nicht die Polizei. Und auch nicht irgendwelche lustigen Diskriminierungsgesetze der Umvolkungsspezialisten, gegen deren Vernichtungsphantasien sich die Wehrhaftigkeit bildet.

Mibus
11. August 2017 18:27

@Franz Bettinger: Die deutsche Jugend ist im Stande, sich selbst zu wehren. Dazu brauchen wir weder Syrer, noch Russland-Deutsche, so romantisch Ihnen diese Vorstellung auch sein mag. Selbst wenn man Migranten in den eigenen Reihen hat, so ändert das auf der Gegenseite nichts.

sven h.
11. August 2017 21:25

An der Polizei habe ich so meine Zweifel. Vor einigen Wochen bin ich einem Polizisten privat begegnet /15 Jahre dabei, Spurensicherung); der meinte ganz frei heraus, dass er glaubt dass ein Bürgerkrieg kommt. Ganz konkret hat die Polizei Angst vor Bandenbildung, weil sie dagegen machtlos sind (siehe auch das Buch "Der Weg der Männer", Kapitel Banden). Dass sie in diesem Fall nicht gekommen sind, war nach meiner Erfahrung Absicht. Die werden nirgendwo mehr hinfahren, wo es gefährlich für sie wird und die Banden (dazu gehört auch diese 40er Meute) wird man in Ruhe lassen, insbesondere im Fall Halle, könnte sich doch der Polizisten- oder Richtersohn sich darunter befinden.

P.S.Alleine in der Beurteilung der Zeit bis zum Eintritt des Bürgerkrieges waren der Polizist und ich uns uneins. Er meinte größer 10 Jahre, ich meinte weiniger. Ich fragte, ob er meint, dass man hier aus Deutschland weg soll. Er meinte "Nein" aber aufpassen und Nachts nicht weg gehen, wenns nicht sein muss.

Solution
11. August 2017 23:06

Hier hilft nur Solidarität. Derartige Bagatellschäden können schnell mit Spenden beseitigt werden. Wir müssen spenden und den längeren Atem haben. Wenn mehr als 170.000 Euro für ein Schiff zusammen kommen, dürfte auch noch was für die hier aufgetretenen Schäden zu erwarten sein.

Wie man mit dieser Antifa umzugehen hat, ist eine Frage der Notwendigkeit die Gesetze einzuhalten, aber auch der Kreativität. Ich bin nicht der Ansicht, wie Herr Sellner in seinem jüngsten Buch, daß man die Antifa ignorieren kann.

Franz Bettinger
11. August 2017 23:56

@Mibus

Wäre schön, wenn Sie recht hätten. - Wo hat sie sich denn schon einmal erfolgreich gewehrt, die deutsche Jugend? Die sich gewehrt haben, sitzen im Gegensatz zu den aggressiven Migranten alle im Gefängnis. Ich denke, ein paar ordentliche (!) und längst integrierte "Ausländer" in den eigenen Reihen zu haben, ist sehr nützlich. Gerade die praktisch denkenden Identitären hätten dafür Verständnis.

Gerrit
12. August 2017 08:30

RMH hat völlig Recht. Die Personaldecke der Polizei ist unfassbar dünn, zumal in der Provinz und Nachts. Und ja: Das machen sich Straftäter bereits zu Nutze. Ob dies in einer Stadt wie Halle auch gilt, kann ich aber nicht beurteilen. Eine Menge von 40 Gewalttätern in der Nacht würde aber wohl selbst die Polizei von zB Leipzig überfordern, da hier bei der derzeitigen Einsatztaktik mindestens 80 Polizeibeamte benötigt würden. Der Einsatz von lebensgefährdenden Mitteln (bei denen dann weit weniger Polizisten ausreichend wären) ist von der Masse der Bundesbürger schlicht nicht gewünscht. Es ist abzuwarten, ob die Zuspitzung und Häufung solcher Fälle hieran etwas ändert. Auch sind Polizeibeamte derzeit weder gefordert noch willens zur Abwehr von Gefahren ihr Leben zu riskieren - einen heldenhaften Rettungseinsatz wird es nicht mehr geben. Dies wird den Beamten schon früh abtrainiert. Lange Rede, kurzer Sinn: Es gibt keine "linke" Verschwörung auf Polizeiebene. Ein entsprechender Angriff durch Rechte auf Linke oder Asylanten durch 40 Rechte würde jedenfalls von Polizeiseite genauso verlaufen. Nach meiner Erinnerung hat es solche Angriffe auf linke Jugendzentren in den 90ern auch gerade im Osten massenhaft gegeben. Inklusive untätiger Polizei. Am nächsten Tag wird aufgeräumt. Es kann sich aber jeder selbst überlegen, warum ein Angriff von 40 Rechten gegen die Rote Flora zB wenig erfolgversprechend wäre. Ich glaube nicht, dass Gewaltlosigkeit die richtige Taktik ist. Nemo me impune lacessit.

Solution
12. August 2017 08:32

@ Franz Bettinger

Wenn Sie unsere Reihen mit Nichteuropäern auffüllen wollen und sie damit "ins Boot" holen wollen, können Sie den Kampf gleich einstellen. Muß ich noch darauf hinweisen, daß schon relativ wenige Fremde dank dynamischem Fortpflanzungsverhalten auf Dauer eine schrumpfende Bevölkerung "austauschen" werden?

Und wenn heute jemand aufgenommen wird und sich integriert, gilt das noch lange nicht für seine Nachkommen. Man sieht ja, daß z.b. gerade die Nachfahren der Türken sich immer weniger assimilieren lassen.

Nein, man muß hier eine strikte Linie zwischen "uns Europäern" und den "Anderen" ziehen.

Sie, Herr Bettinger, scheinen sich hier in der "Falle des Kurzzeitdenkens" (Eibl-Eibesfeld) zu befinden. Die Ausnahmen sollten wirklich auf sehr, sehr wenige Einzelpersonen begrenzt sein, die 100% assimilierbar und assimilierungswillig sind. Das bedeutet vielleicht 1 Promille. Alles andere wäre Selbstmord auf Raten.

deutscheridentitärer
12. August 2017 12:57

Nichts für ungut, aber bei manchem Kommentar merkt man, dass er ohne Kenntnis der Realität des "Straßenaktivismus" verfasst wurde. Zum einen gibt es natürlich kaum Syrer o.ä. die den Saalschutz für identitäre Projekte übernehmen würden. Und selbst wenn wäre das ein absoluter Zug des Selbst-Cucking, wie man ihn sich exemplarischer nicht vorstellen könnte. Zum anderen wäre das der Antifa sowieso völlig egal. Es gibt ja den ein oder anderen "rechten" Ausländern. Die kriegen von Links her überhaupt kein Pardon, eher im Gegenteil habe ich den Eindruck. Und dass die Bundeswehr irgendwen schützen soll, nun ja, darauf fällt mir nichts mehr ein.

deutscheridentitärer
12. August 2017 13:02

PS.: Es geht doch mit dem Hausprojekt gerade darum einen Posten im Feindesland zu halten. Bei den Hausbewohnern handel es sich um stabile Jungs, die wussten was auf sie zukommt und dem Ganzen vermutlich einen gewissen Reiz abgewinnen können. Insofern ist doch alles in Ordnung. Mies wird es da, wo man aufgrund von Kindern nicht mehr ohne Rücksicht auf sich selber volle Einsatzbereitschaft zeigen kann. Dann muss man sich eventuell etwas aus der Schußlinie bewegen, aber das werden die Beteiligten selber am besten wissen.

Franz Bettinger
12. August 2017 13:46

@Solution

Alles richtig, was Sie sagen. Nur was hat das damit zu tun, dass ich alt eingesessene, "ausländische" Freunde habe, die mich beschützen können und wollen, die die AfD wählen und die für unsere Sache eintreten? Da könnten Sie sich auch von Hamed Abdel-Samad oder der fantastischen Sabatini James distanzieren. Was soll der Unsinn? Verstehen Sie denn den Witz und die Ironie an der geschilderten Situation nicht?

Heute fuhr in meinem Dorf am AfD-Wahlkampf-Stand ein vermummter Antifa-Affe auf seinem Mofa vorbei und schrie "Nazi". Alle Zuschauer lachten ihn aus, weil es aussah, als würde er auch "unsere" vor dem Stand versammelten Türken meinen, die im Übrigen seit 30 Jahren im Dorf leben und einen prima Laden haben. Wo soll ich da bitte eine strikte rote Linie ziehen? Soll ich diese Menschen bitten, unser Land angesichts der aktuellen Migranten-Flut doch gefälligst schleunigst zu verlassen? Das glauben Sie doch selbst nicht, Solution.

Mit bestimmten Ausländern zu kooperieren hat mit Romantik oder Kurzzeit-Denken nichts zu tun, dafür viel mit der Praxis des Widerstands. Es führen viele Wege nach Rom, manche sind verschlungen. Also, liebe Puristen: Taktisch denken und die Kirche im Dorf lassen!

Lotta Vorbeck
12. August 2017 14:57

@Franz Bettinger - 11. August 2017 - 12:17 PM

Auch wenn ich mich bei dem ein oder anderen Puristen hier wieder unbeliebt mache, denkt praktisch. Wer ist die heilige Kuh im Land? Also vermietet eine Wohnung an einen unserer Sache wohl gesinnten, schlagfertigen "Syrer" oder zwei; es können auch rustikale Russland-Deutsche sein. Dann weiß die Antifa nicht ein noch aus. Dieselben ausländischen Schutz-Truppen, eine Art Janitscharen, könnten Veranstaltungen und Demos schützen. Es gibt sie: loyale 'Ausländer', die ihr eigenes Hab und Gut und Leben durch die importierten Merkel-Schmarotzer bedroht sehen und Mittel wissen, sich und das Land, in dem sie jetzt leben, zu verteidigen. Kooperiert! Alternativ: Bienen, Wespen, Hunde. Gut, dass ihr konsequent filmt, Fotos schießt, Belohnungen aussetzt und Anzeigen erstattet. Man muss den linken eierlosen kriminellen Mob verfolgen, identifizieren und strafen. Gut so! In meinem Dorf hat jemand ein Schild an seiner Tür: "Ich werde mein Haus und Hof mit allem verteidigen, was ich habe". Auch nicht schlecht! Bis jetzt ist der Mann noch nicht belästigt worden.
___________________________________________

# Jeder aufmerksame Nutzer des schienengebundenen ÖPNV dürfte indessen ähnliche Beobachtungen gemacht haben: Auf Streckenabschnitten, die überwiegend von den - Zitat Franz Bettinger - "heiligen Kühen" frequentiert werden, stellen Fahrkartenkontrollen eine absolute Ausnahme dar. Der gemeine, aus den Reihen "der schon länger hier Lebenden" rekrutierte Kontrolletti, knöpft sich vorzugsweise alte Omas vor, die versehentlich/unwissentlich eine Station weiter gefahren sind, als es deren Fahrkarte erlaubt, oder er läßt Toursiten und ausländische Frauen, meistens asiatischer Provenienz, die das komplizierte Tarifsystem eh nicht durchschauen (können) die volle Nachlösegebühr berappen. Der Kontrolletti bekommt so seine offiziell natürlich nicht existente Fangprämie, ohne sich dabei bezüglich zu erwartender Gegenwehr der ertappten Schwarz- oder Graufahrer einem nennenswerten Risiko aussetzen zu müssen. Warum wohl setzen zumindest die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in jüngster Zeit als Kontrollpersonal fast ausnahmslos deutschsprechende "Janitscharen" ein?

# Schon ein paar Jahre her: die in London beginnenden und sodann auf andere Großstädte der britischen Insel übergreifenden Rassenunruhen
Martin Lichtmesz schrieb dazu im Jahre 2012 auf SiN:
Vom Multikulturalismus zum Rassenkrieg - Sezession im Netz
https://sezession.de/27137/vom-multikulturalismus-zum-rassenkrieg

Bilderserien zu diesen Ereignissen sind noch immer über Google erreichbar. Einzig Asiaten & Türken verteidigten damals "ihre" Stadtviertel gegen den plündernden und brandschatzenden, multikulturellen/multikriminellen Mob. Die Police ihrer Majestät spielte während dieser Riots keine nenenswerte Rolle.

@Heinrich Brück - 11. August 2017 - 03:39 PM
@sven h. - 11. August 2017 - 09:25 PM
@Gerrit - 12. August 2017 - 08:30 AM

Thüringer Polizei kooperiert mit Linksextremen
https://einprozent.de/blog/linksextremismus/thueringer-polizei-kooperiert-mit-linksextremen/2126

Solution
12. August 2017 20:03

Eine öffentliche AfD-Saalveranstaltung in einer Großstadt. Die Antifa macht sich im Saal bemerkbar. Von außen kommt ein Trupp Parolen schreiend. Es kommt jedoch nur zu leichten Rangeleien mit den überwiegend im Greisenalter stehenden AfDlern. Da steht ein Mann auf (AfD-Kreisvorstandsmitglied) und ruft: "Ich bin Jude!" Doch was hat es genützt? Nichts! "Nazis raus" und ähnliches wird weiter gerufen. 

Ich bin mal gespannt, wie die Bilanz in Charlotteville heute ausfallen wird.

deutscheridentitärer
12. August 2017 20:39

@Lotta Vorbeck

In Frankfurt wird die Ticketkontrolle gar nicht mehr von Einheimischen durchgeführt, sondern von sehr robust wirkenden Gruppen junger Männer mit nahöstlichem Migrationshintergrund. Diese sind zwar absolut korrekt in ihrem Auftreten, aber der Unterschied zu dem herkömmlichen Bild eines Schaffners könnte kaum größer sein. Ohne dass diese Personen mir einen konkreten Anlass dafür gegeben haben, hatte deren Fahrkartenkontrolle für mich immer einen demütigenden und provozierenden Aspekt.

@Solution

So ist es. Alles schon erlebt, dass es denen völlig egal, ob sich auf unserer Seite Juden, Türken oder Neger befinden. Ob es in Charlottesville noch eskaliert bleibt abzuwarten, gerade habe ich daon gelesen, dass ein Auto vier Demonstranten verletzt hat. Leider glaube ich, dass man sich hier wiedermal in der Militanzfalle verrannt hat. Freunde aus den Staaten haben mir in Bezug auf die Geschehnisse dort geäußert, diese Demonstranten wäre "genauso schlimm" wie BLM oder Antifa, und das sind keine cuckservatives, sondern eigentlich sehr weit rechts stehende Typen. Das ist eben die frustrierende Erfahrung, die man so oft machen muss, dass die Leute ihre Überzeugungen falsch einordnen, obwohl man sehr rechts denkt, sind sie sich dessen irgendwie nicht bewusst. Naja. Und außerdem gilt, wenn militant, entweder erfolgreich und keine halben Sache oder gar nicht. Konkret heißt das in unserer jetztigen Lage eben meist gar nicht militant.

Lotta Vorbeck
12. August 2017 22:05

@deutscheridentitärer - 12. August 2017 - 08:39 PM

In Frankfurt wird die Ticketkontrolle gar nicht mehr von Einheimischen durchgeführt, sondern von sehr robust wirkenden Gruppen junger Männer mit nahöstlichem Migrationshintergrund. Diese sind zwar absolut korrekt in ihrem Auftreten, aber der Unterschied zu dem herkömmlichen Bild eines Schaffners könnte kaum größer sein. Ohne dass diese Personen mir einen konkreten Anlass dafür gegeben haben, hatte deren Fahrkartenkontrolle für mich immer einen demütigenden und provozierenden Aspekt.
_____________________________
Die in Berlin tätigen Kontrolletis morgenländischer Provenienz verhalten sich bisher ebenfalls absolut korrekt. Dies dürfte sich in dem Moment erledigt haben, wenn die derzeit anlaufende Libanonisierung Früchte trägt, ergo bestimmte Ethnien jeweils bestimmte Teile der staatlichen Verwaltung als ihnen gehörend betrachten. Um sich die kafkaeske Situation im ÖPNV von BRD-Großstädten zu verdeutlichen, stelle man sich einfach mal als Fahrkartenkontrolleure agierende 'Caucasians' aka 'Weiße' in Lagos (Nigeria), in Kinshasa (Kongo), in Islamabad (Pakistan) oder in Kuala Lumpur (Malaysia) vor.

deutscheridentitärer
12. August 2017 23:52

So, also wer das Auto jetzt gefahren hat, wird sich bis morgen gezeigt haben. Was mich aber absolut fertig macht ist die Reaktion der Linken (die einen rechten Täter vermuten). Dieser Schamlosigkeit, mit der sich die Leute, die sonst jede Gewalt rechtfertigen nun mit vollem Einsatz in der Opferrolle suhlen, macht mich einfach fertig. Es ist wie jemand der immer wieder  lachend auf einen einschlägt und dann wenn sich sein Opfer wehrt, ehrlich und aufrichtig empört aufschreit. Dieser Selbstgerechtigkeit haben wir nichts entgegenzusetzen.

https://twitter.com/Rabid_Glow/status/896457808786411520

https://twitter.com/MenschMerz/status/896443476119887873

Man muss diese Reaktion mal mit der Reaktion bei islamischen Terroranschlägen oder linken Krawallen/Tötungsversuchen vergleichen Dieser Autismus, sich selbst in eine Traditionslinie mit den schlimmsten Massenmördern der Weltgeschichte zu stellen, selbst aktiv Gewalt zu legitimieren und sich gleichzeitig hemmungslos über Gegenwehr empören ist das eigentliche Geheimrezept der politischen Erfolge der Linken seit der fanzösischen Revolution. Als zur Selbstreflexion fähiger Mensch steht man dem hilflos gegenüber.  Bewundernswert ist auch die Fähigkeit der Linken, andere Meinungen einfach unterdrücken zu können; mir persönlich ist es eine stetige Irritation zu wissen, dass es eine größere Anzahl von Menschen gibt, die vollständig das Gegenteil meiner Überzeugungen für richtig halten. Mit einem bloßen Ausschließen dieser Meinungen aus dem öffentlichen Diskurs wäre diese Irritation nicht beseitigt.

Solution
13. August 2017 00:01

Charlottesville war heute ein Desaster, allerdings weder eine Niederlage, noch ein Erfolg. Der Fackelzug am Vorabend war ein grandioser Erfolg.

Nebenbei: RedIce wurde "gehackt"...

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.