08. September 2017

Das war's. Diesmal mit: Bei-Fahrern, Kinder(um)erziehung und DJ gegen Rechts

von Ellen Kositza / 10 Kommentare

3. 9. 17 -- Wir sollen „genügend Zeit“ einplanen, mailen mir die Leute von der Fähre, die uns von Calais nach Dover bringen soll. Eine halbe Stunde vor Abfahrt sollen wir uns zum Einchecken bereithalten.

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Wir kennen die Strecke und das Procedere und sind, untypisch, drei Stunden vor Abfahrt in Calais. Alles sieht anders aus als das letzte Mal, vor drei Jahren. Die Zufahrt ist nun kilometerlang mit Stacheldrahtzaun gesäumt. Wir werden vier Stunden in Calais verbringen.

Hubschrauber am Himmel, Polizei, oft mit Blaulicht, überall.  Die Autoschlange ist endlos, nichts geht voran. Was sind das für Menschen, die, durchweg jung, durchweg schwarzhäutig, die Straße entlangrennen? Wohin rennen sie?

Jenseits des Stacheldrahts, direkt neben unserem Auto, hat sich ein Grüppchen eingefunden. Sie haben Werkzeug dabei. Sie klettern am Stacheldrahtzaun hoch, Hexenleiter und Schultertreppe. Sie werkeln. Kubitschek (sehr ulkig, als einziger von hundert Autofahrern in der Reige) steigt aus und ruft: „Go down! You‘re not allowed!“ Huch, sie kriechen tatsächlich zurück ins Gebüsch! Logisch nur für Minuten. Dann sind sie wieder oben, frickeln an der Stacheldrahtkrone - und machen rüber. Die Polizisten gucken gerade in die andere Richtung, auch da ist „was los“.

Eine Stunde später, wir sind hundert Meter vorgerückt, stehen wir neben einem LKW, der gerade gestürmt wird von vier, fünf „jungen Männern“. Der Fahrer, von uns alarmiert (das Ganze geschieht hinter seinem Rücken), drückt auf die Hupe, Dauerton. Irgendwann kommt die Polizei. Sieht, daß die Plane des Anhängers von oben gemessert wurde. Daß da bereits eine Handvoll Menschen drin ist.

Versteckt, entdeckt, aber raus wollen sie nicht. Die Polizisten setzen Gas ein. Die Leute kriechen raus, benommen. Werden fortgejagt. (Wozu eigentlich der Stacheldrahtzaun?) Irgendwann sieht man die Kerle nicht mehr. Doch, da: Sie entern einen weiteren LKW. Vielleicht ist es der 20. Versuch für heute. Vielleicht haben sie beim 25. „Glück“. Es ist längst dunkel, als wir auf die Fähre rollen.

5. 9. 17 -- Früher, als junge Mutter, hing ich gelegentlich mit anderen jungen Müttern ab. Damals war noch nicht netzweit bekannt, wie „kraß rechts“ ich bin, und politische Einstellungen spielten in solchem Beisammensein auch keine Rolle. Nie in meinem Leben hab ich jemandem politische Diskussionen aufgedrängt. Ich erinnere mich aber noch gut an den Punkt, wo ich dachte: Gesellschaft kann ätzend sein.

Es war die Feier eines vierten Geburtstags. Die Mütter („Akademikerinnen“) schauten Autorennen im Fernsehen, derweil die sogenannten Kids flotte Musik aufgelegt bekamen. Als der freudig begrüßte Hüftschwung von Leona (dreieinhalb) mit der Champagnerdusche eines Rennstars zusammenfielen, wußte ich: Unter Müttern - nicht mehr mit mir. Jetzt war Sezession angesagt, kein Spielplatzgetratsche mehr, keine Diskussionen über die besten Haferkekse und die vermaledeiten Männer.

Nach Jahren des mütterlichen Einzelgängertums heute der Recall-Effekt: Eine Mama, mit der ich eher zwangsweise zusammensitzen muß, macht für ihr Gör Musik von „Die Gäng“ an. Ich würde es nennen: Reeducation for the youngest ones. In bestimmten Kreisen ist das wohl angesagt. Das Lied heißt „Blablabla“. Eine kieksende Kleinmädchenstimme singt zu coolen Rhythmen darüber, daß die nervigen Eltern immer rumlabern. Du liebe Güte, jetzt wird der Trotz schon aus Erwachsenenhänden in die Kinderzimmer getragen, die Wege zum dämlichen Aufbegehren werden schon professionell betoniert!

Selbstbeschreibung von „Die Gäng“:

Das ist Musik, die nicht nur die ganz Kleinen begeistert, sondern auch die Großen. Die Kleinen freuen sich über die Inhalte – da gibt es […] aufmüpfige Kritik an nervenden Erwachsenen (z.B. Müde, BlaBlaBla) und auch lustige Gedankenspiele darüber, was etwa der Weihnachtsmann den ganzen Rest des Jahres so treibt. Die Großen finden sich in der Musik wieder, die von Ska, Rocksteady und erdigem Reggae bestimmt ist. Da lässt man sich die Dauerschleife im Kinderzimmer gerne gefallen, wenn man ganz nebenbei noch selber was zum Popowackeln hat! […] D!E GÄNG ist im Kern generationsübergreifend und die Resonanz bei Live-Konzerten enorm. Kinder und Eltern feiern sich gegenseitig, es wird viel gelacht, getobt und frech drauflosgerappt. Hier begegnen sich alle auf Augenhöhe, und es entsteht ein tiefes Gefühl der Verbundenheit.

Bei mir nicht. Es entsteht ein tiefes Gefühl der Befremdung.

6. 9. 17 -- Da ich also seit langem nicht mehr mit Muttis beisammenhocke, habe ich eventuell den Maßstab verloren. Manchmal frage ich mich in einsortierender Absicht: Glucke, Helikoptermama, Rabenmutter – bin ich alles definitiv nicht. Bin ich eine Tiger-Mom? Kommt gewiß näher, auch wenn ich nie drohen würde, bei ausbleibendem Lernerfolg Kuscheltiere zu verbrennen (wie Amy Chua).

An unserem Musikschultag muß ich dieses Jahr stets recht viel Zeit in dieser Institution verbringen. Ein Kind beginnt um drei mit dem Chor, ein anderes endet um viertel nach sechs mit der Streichergruppe (und passablen öffentlichen Nahverkehr gibt es hier nicht.) In der Zwischenzeit haben meine gerade nicht musizierenden Kinder ein straffes Programm unter meiner Aufsicht. (Vielleicht wär‘s ihnen lieber, wie die andere Kinder die Zeit im Aufenthaltsraum übers Smartphone gebeugt zu verbringen – ich verzichte darauf, ihre Meinung dazu abzufragen.)

Hausaufgaben, Katechismus, Topographiequiz (Dauerbrenner bei uns seit vielen Jahren, Europakarte ist immer dabei; wer mit zwölf Jahren Neapel in Spanien sucht, muß sich Häme gefallen lassen). Für ein halbes Stündchen setze ich mich immer mit der Jüngsten in einen unbesetzten Proberaum, dort wird geflötet, weil diese Hausaufgaben unter der Woche immer zu kurz kommen.

Heute war ich ungeduldig, obwohl die Kleine generell schön und gern flötet: „Ich weiß nicht, wie oft ich das noch sagen soll!!! Ein Auflösungszeichen gilt IMMER NUR FÜR EINEN TAKT!“, „Jetzt noch mal: Was heißt legato?!? Abgehackt?“

Sonst bin ich nicht so sehr tiger-momig, heute schon. Als ich den Proberaum verlasse und die Tochter zum Unterricht schicke, spricht mich ein Elternpaar mit osteuropäischem Zungenschlag (Russen?) an. Sie hätten ein bißchen zugehört, von außen. Es hätte ihnen gefallen.

Ob ich (sie hielten mich für eine Musiklehrerin, völlige Verkennung, ich kann grad mal Noten lesen) noch freie Kapazitäten hätte? Sie suchten jemanden „mit bißchen streng“. Oh. Am Abend war ich besonders lieb zu meiner Kleinen.

7. 9. 17 -- Apropos „streng“, hier mehrfach: Ich hatte zuletzt vom anstehenden Spendenlauf für eine marode Schule in Nepal berichtet. Heute fand er statt. Zwei Kinder pro Klasse durften laufen, meine waren dabei.

Mit der Tochter habe ich zwei Wochen lang allabendlich trainiert, es war ätzend. Vorpubertät. Schneckentempo rein aus Bockigkeit. Zunge am Boden nach einem Kilometer. Extremes Seitenstechen nach anderthalb. Offene Schuhe nach zwei Kilometern. Dumme Sprüche nach zweieinhalb.

Heute war also der Lauf und, oh Wunder, wir sind als Sponsoren mächtig Geld „für Nepal“ losgeworden. Die Kinder haben sich schier aufgeopfert für ihre Fernsten in Asien. Musikalisch begleitet hat dieses Event der berüchtigte linke Dorf-DJ, der immer vornedran steht, wenn es ans Demonstrieren geht „gegen Schnellroda“. Der etwas abgehalfterte Typ geht auf die fünfzig zu und trägt bis heute im Alltag eine Frisur, die in den Achtzigern als crazy gegolten haben mag.

Jeder Läufer, das war ein Lockmittel, durfte sich einen Musiktitel wünschen. Der Wunschhit unseres Sohns (irgendwas Romantisch-Pathetisches von Leger des Heils) wurde nicht gespielt. Auf Nachfrage beschied der verkrachte Strenge, er spiele nichts, was er nicht kenne. Klar, was der Bauer nicht kennt…

Blamabler (oder: heroischer?) war es für D. aus der zehnten Klasse, denn da wurde die Verweigerung des Wunschhits begründet: „Den Wunschsong von D. aus der Zehnten spiele ich nicht, da eindeutig zu rechts.“

Rätselraten. War es der All-Time-Klassiker „Panic“ von The Smiths (man achte auf den Refrain)? Apropos, wenn ich mir dieses verstrahlte Video (damals galt das als cool) anschaue:

Ich liebte damals die Smiths. Damals ahnte ich übrigens nicht, daß sämtliche Künstler, die ich damals verehrte, schwul waren. Alle, alle! (Morrissey, jener Sänger, gilt heute aufgrund diverser Aussagen als „rechts“ und fremdenfeindlich“.)

--

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Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Kommentare (10)

RMH
08. September 2017 12:49

"Die Zufahrt ist nun kilometerlang mit Stacheldrahtzaun gesäumt. Wir werden vier Stunden in Calais verbringen."

Unglaublich, was aus dem ehemals freien Europa geworden ist. Wir waren anno 2009 das letzte mal mit dem Auto in UK und haben damals Calais-Dover eben auch aus dem Grund gewählt, weil wir keine Lust auf ewige Sicherheitskontrollen, Gepäckbeschränkungen etc. am Flughafen hatten. Damals war das alles so schön easy, roll on roll off, keine großen Wartezeiten etc. - und heute so etwas. Seit 9/11 kein schönes Fliegen mehr, spätestens seit 2015 weitere Schickanen. Bei der Einreise nach Dänemark muss man sich mittlerweile auch auf Wartezeiten einrichten (wenn auch deutlich harmloser und weniger schlimm, als hier geschildert). Zu alldem schweigt der Blätterwald und selbstredend auch die Politik. Da kann man nur Danke sagen an alle, die den Islam als Bereicherung sehen, die Europas Außengrenzen nicht sichern wollten und wollen und die Orban einen Faschisten nennen. Der Brexit wird immer verständlicher. Beim nächsten Trip nach UK werden wir - da es dann auch mal wieder eher Richtung Schottland gehen wird - die Fähre Amsterdam-Newcastle benutzen. Bin heute schon gespannt, wie das dann ablaufen wird (bislang noch nicht als großes Migranten-Einfallstor bekannt).

Hartwig aus LG8
08. September 2017 14:38

@ RMH

Bitte nicht so laut über Wartezeiten und Kontrollen an Grenzen jammern. Das wäre nämlich der Preis, den wir gerne zahlen sollten, wenn wir nach dichten Grenzen rufen. Und da geht es auch nicht nur um illegale Eindringlinge, sondern auch um ganz normale grenzüberschreitende Kriminalität innerhalb der EU.

E.K.: Ich würde dem DJ sogar glauben, dass er "Leger des Heils" nicht kennt. Kennt kaum jemand. Deshalb danke für die Verlinkung.

Peter Marselis
08. September 2017 14:50

Lieber Frau Kositza,

nicht nur Sie, auch kaum ein anderer kannte in den Achtzigern die sexuellen Präferenzen seiner Stars, ob das nun Morrissey, die Village People oder Freddy Mercury waren. Damals hatte man eben noch den Anstand, seine Sexualität nicht wie eine Monstranz vor sich herzutragen. Morrissey hat diesen glücklicherweise heute noch, indem er jegliche Fragen zu seiner sexuellen Identität zurückweist. Die Smiths, haben mir damals auch sehr gefallen. Ich habe praktisch mein Englisch mithilfe von Morrissey gelernt – was kein schlechter Einstieg war, er führte direkt zu Wilde, Keats, Betjeman, Delaney. Und Morrissey war als Arbeiterkind klar links – mit Sympathie für die streikenden Bergarbeiter, für die er Thatcher auf die Guillotine wünschte. Aber gerade diese Menschen sehen eben auch als erstes, wie sich ihre vertraute Umgebung durch Völkerwanderung für immer verändert. In diesem Sinne: The kind people, have a wonderful dream, M….

suckseeder
08. September 2017 15:15

Popmusik in der Sezession,mal was Neues,auch ich war in den 80ern großer Fan der Smiths,da fällt mir spontan "Hang the DJ" ein,hat nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt, beste Grüße

Monika L.
08. September 2017 15:18

" Unter Müttern - nicht mehr mit mir. Jetzt war Sezession angesagt, kein Spielplatzgetratsche mehr, keine Diskussionen über  die besten Haferkekse und die vermaledeiten Männer ". 

Vielleicht sind Sie, liebe Frau Kositza, eine red-pilled mother? living the ' truth of reality' is harsher and more difficult.... Mir ist die Sezession als Mutter seinerzeit nicht so gut gelungen. Ich blieb ' Unter Geiern' mit einem Gefühl der Befremdung und hörte:

https://m.youtube.com/watch?v=TCD3Wa5RvjE

Gerne hötte ich mit Ihnen und Caroline am Sandkasten gesessen....wär' sicher ein Gefühl von Verbundenheit entstanden...unter "kraß rechten" studierten Müttern.

E.
08. September 2017 17:22

Haha, nette Videos, beide auf ihre Art. - Der Hüftschwung von Morrissey ist aber selbst für die 80er sehr offensichtlich kokett, und die choreographische Figur des in die Hüfte gestemmten angewinkelten Armes nennt man in meinen Kreisen treffend "Teekanne", Klischees haben halt oft einen wahren Ursprung....:). Danke wieder einmal für diesem Beitrag kleiner angesammelter MIszellen (auch die Story mit den sich eine strenge Musiklehrerin wünschenden Russen ist drehbuchreif, kann ich mir bestens vorstellen)..... 

Nemo Obligatur
08. September 2017 21:18

Wieder eine brillante Kolumne, Frau Kositza. Zu Ihrem Gatten in Calai fällt mir ein, dass ein britischer Politiker mal in der Presse so charakterisiert wurde: Ein Typ, der die Straßenseite wechselt, um sich in eine Schlägerei einzumischen. Das war damals übrigens positiv gemeint. Hier und heute ist ja eher Leisetreterei angesagt.

Olsenbande
08. September 2017 23:15

@ Kositza noch mal zu dem letzten Beitrag ;Ihr Junge hatte auch gar nicht so unrecht !.Die Schule(Grundschule) in Nebra hätte wirklich Hilfe nötig , indem man sich entschließen würde in eine vorhandene größere(am Ort) zu ziehen .Denn die zur Zeit genuzte platzt aus allen Nähten .(aus erster Hand ,wegen Schließungen in anderen Orten  und wieviel Kinder von Leuten die nicht so lange da sind ! kann man nicht sagen).Und meine Tochter hatte da mal ein Praktikum gemacht ,da hatten die schon 5 verschiedene Arbeitsblätter(leistungsstufen) von erstis bis zu den "Sonnenscheinkindern ".Da fragte ich, was ist denn das ?.Das sind die ,die hängengeblieben sind oder den Stoff nicht schaffen !.Eine wahrlich schöne Umschreibung, alles nur noch Vertuschung und schön umschreiben!!

Dj Silvan verteilte letztens bei uns für eine Veranstaltung in Nebra (Oktoberfest ) ein Veranstaltungablatt .Leider  hatte ich ihn zu spät erkannt ,da hätte ich Ihn mal angesprochen ," diese linke Brut". Zu den schwulen Interpreten ,konnten wir im Osten noch weniger mitbekommen!

Was mich vor kurzem so erschreckte ,wo ich mal wieder durch Kassel fuhr ,als in der Nähe vom Stern war nur auf Vermummte usw stieß .Deutsche sah ich dort keine.In mitteldeutschen Städten wird es aber auch so (Halle ,Merseburg ,Leipzig ,Dresden Görlitz .. aus eigenen Augenscheinnahme in diesem Jahr!Siehe Video Rammadanende Halle Neustadt.!!

Schönen Gruß aus Nebra

Kammerherr
09. September 2017 12:57

Ich weiß, das ist nicht das Forum, um gerade in diese Richtung abzuschweifen, aber die oben geschilderte halbe Übestunde mit anschließendem Zuspruch von russischer Seite weckt Erinnerungen: Zum einen an meine eigene musikalische Ausbildung (Musikschule, -gymnasium, -hochschule, Violine+Viola), wo es in frühen Jahren auch mal laut zuging. Und wenn meine erste Geigenlehrerin mal krank war, hat halt ihr Mann die Stunde übernommen, ein sehr vielseitiger Musiker, der konnte Klarinette, Saxophon und Kontrabaß. Und da wurde der Takt eben auch mal mit einem herumliegenden Geigenbogen auf das hölzerne Notenpult geschlagen und laut mitgezählt, bis die Stelle klappte. Meine Güte, hat doch überhaupt nicht geschadet und auch meiner heutigen Beziehung zu Bach, Beethoven, Schumann und Reger (u.v.a.) keinerlei Abbruch getan.

Zum anderen fand ich vor einigen Jahren im Anzeigenteil einer deutschen Musik-Fachzeitschrift die Ausschreibung eines Ferienkurses für Violine, der sich an Kinder und Jugendliche richtete. Der Lehrer (Osteuropäer, mit sehr guten Referenzen) gab an, selbst nach der russischen Violinschule studiert zu haben, hielt es aber für angebracht, extra darauf hinzuweisen, daß der Erfolg seiner eigenen Unterrichtsmethode auch auf einem - so wörtlich - "gewissen Insistieren" beruhe, weshalb er die Eltern ausdrücklich bitte, zusätzlich zur Anmeldung eine schriftliche Einverständniserklärung abzugeben. Keine Ahnung, wie der Kurs gebucht war, aber da würden mich doch heute mal Anzahl und Herkunft der Teilnehmer interessieren...

(Das war`s eigentlich, und jetzt bestelle ich mir mal Ihr Buch.)

Lotta Vorbeck
09. September 2017 20:46

Während K&K sich im Schneckentempo, durch die von Zäunen mit Stacheldrahtkrone flankierte Zufahrt zur Fähre von Calais nach Dover quälten, innerhalb des abgezäunten, vermeintlichen Sicherheitsbereiches die per oben im Text eingebundenem Video dokumentierten, jedweder Staatlichkeit hohnsprechenden Ereignisse beobachtend, wurde jenseits des Kanals wegen Bedrohungen durch Linksaktivisten eine UKIP-Konferenz abgesagt, auf der Martin Sellner als Redner hatte zu Wort kommen sollen: In einer auf breitbart.com am 02. September 2017 verbreiteten Meldung heißt es dazu unter der Überschrift: UKIP Conference Cancelled After Threats by Alt Left Activists

“We defend our decision to invite Mr. Sellner as a person who has experienced first-hand one of the greatest man-made crises in Europe since the Second World War and, arguably, one who attempted to prevent politically motivated NGOs from encouraging human-trafficking and illegal immigration,” the organisers wrote.

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