05. November 2017

Sonntagsheld (36) – Burenland ist freies Land!

von Till-Lucas Wessels / 23 Kommentare

So sagt man zumindest...

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Zugegeben, die Überschrift ist ein bißchen provokant, zumal die Frage nach einer identitären Position zu den ethnischen Verwerfungen Südafrikas noch weit schwieriger zu beantworten ist als das momentane Lieblingsstreitthema Katalonien.

Ich gehe davon aus, daß die Hintergründe bzw. die Vorgeschichte der derzeitigen Konfliktsituation in Südafrika den meisten Angehörigen meiner elaborierten Leserschaft bekannt sein werden, deshalb möchte ich mich in diesem Artikel nicht mit Apartheid und Rainbow nation befassen, sondern mit dem Status quo.

Daß um den Vielvölkerstaat rein statistisch nicht allzugut bestellt ist, berichtete ich bereits vor einigem Wochen an dieser Stelle. Um jedoch der damaligen Sonntagsheldin gebührenden Raum zu lassen, sparte ich einen entscheidenden Aspekt der südafrikanischen Gesellschaft aus: Das asymmetrische Verhältnis zwischen einer Minderheit weißer Großgrundbesitzer und einer Mehrheit schwarzer Inderregelnichtwirklichgroßgrund-, Gelegentlichnursehrweniggrund- oder Sogargarkeinengrundbesitzer.

Erschwerend kommt hinzu, daß ein nicht unerheblicher Teil dieser Habenichtse in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis – nämlich als Farmarbeiter – zu besagten Großgrundbesitzern steht, was natürlich Erinnerungen an die dunkelsten Kapitel der Geschichte des afrikanischen Kontinents aufwirft, als muslimische Invasoren menschenfangend durch Savanne, Steppe und Dschungel zogen und insgesamt mehrere Millionen Afrikaner versklavten und über die gesamte Welt verstreuten (übrigens ein Schicksal, welches sie mit den Vorfahren so manches Buren teilten).

Quasi als natürliche Immunreaktion auf diese Ungerechtigkeit hat sich seit der Abschaffung des Apartheidstaates ein neuer Umgang mit dem ehemaligen europäischen Hegemon etabliert:

In der Zeit zwischen 1990 und März 2012 gab es Schätzungen zufolge 1544 sogenannte "Farm-Morde", die sich in einem Großteil der Fälle gegen die weißen Besitzer richteten. In den vergangenen Jahren stieg die Zahl der Vorfälle kontinuierlich.

Das Vorgehen der Angreifer ist dabei in der Regel äußerst brutal: Mit Messern und Macheten werden die Bewohner im Schlaf überrascht und blutig abgeschlachtet. Jedenfalls wenn sie Glück haben. Häufiger als Mord ist nämlich stundenlange Folter und Vergewaltigung, bei denen den Opfern mit Bohrern, Heugabeln, Gasbrennern oder kochendem Wasser zugesetzt wird, bevor die Angreifer die seelisch und körperlich zerstörten Überlebenden zurücklassen. (Den seichteren Gemütern erspare ich detaillierte Erzählungen, alle anderen mögen sich diesen Artikel zu Gemüte führen.)

Vor wenigen Tagen starb in Klapmuts der Farmer Joubert Conradie, eines unter Dutzenden Opfern dieses Jahr. Spontan riefen einige Freunde zu einem Protest auf, der Erfolg der Demonstration am 30.10. machte weltweite Schlagzeilen: Bis zu 10 000 Demonstranten fuhren unter dem Motto #BlackMonday in einem Autokonvoi von Stellenbosch nach Kapstadt und setzten ein Zeichen gegen die wachsende Gewalt gegen die weiße Minderheit und die untätig bis wohlwollend zusehende Regierung, die Identitätsdiskurse nicht nur auf eine sehr afrikanische Art und Weise zu führen pflegt, sondern auch den Protest kriminalisierte und – in Form des Polizeiministers Fikile Mbalula – als von "hood rat racists" durchsetzt bezeichnete.

Mein Heldengruß geht diese Woche daher ganz weit in den Süden an eine tragische Minderheit, die gerade im Schatten größerer Konflikte vergessen und zerrieben wird.

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Kommentare (23)

Harald
05. November 2017 08:28

Ich befürchte die Buren gehen uns Deutschen nur voraus. Das Ende der Siedler holländischer Abstammung am Kapp ist abzusehen. Finis Burenland ! Unsere Funktionseliten und ihre Claqueure in den Systemmedien werden die schwarze Rückeroberung feiern .

Franz Bettinger
05. November 2017 09:00

Danke Herr Wessels, dass Sie uns an das Schicksal Südafrikas erinnern. Der ehemals blühende Burenstaat war das erste Opfer der humanitäts-dusseligen Globalisten, in deren Reihen sich zur Zeit des Umschwungs 1989 - 1994 auch die damalige brd unter Führung von Helmut Kohl  einreihte. Vielleicht gönnen uns die bedauernswerten Buren ja heute, an der eigenen Medizin falsch verstandener Loyalität mit jedermann zu ersticken. Verstehen könnte ich sie.

Zadok Allen
05. November 2017 10:27

@ Harald

 

Nicht Rückeroberung, sondern Eroberung. Es kann nicht oft genug daran erinnert werden, daß die von holländischen, hugenottischen und deutschen Kolonisten besiedelten Gebiete in der Kapgegend bei Ankunft der Siedler faktisch menschenleer, eine terra nullius waren.

Es gab dort maximal wenige tausend nomadische Buschleute (Khoisan). Diese haben mit der heutigen schwarzen Mehrheitsbevölkerung (Bantu) nichts zu tun, die von englischen Imperialisten nach der Verknechtung der Buren teils im Norden angeworben, teils einfach ins Land gelassen wurde. Die Bantu verachten vielmehr die Khoisan, betrachten sie als minderwertig und greifen sie teils sogar an.

Ich weiß, daß ich für die meisten hier Eulen nach Athen trage, aber mir erscheint jeder Artikel über Südafrika, der diese Hintergründe nicht erwähnt, als verhängnisvoll einseitig.

Herr K.
05. November 2017 10:50

Na dann ab in die weisse Heimat. Sollen die Ureinwohner mal an ihrem eigenen Wesen "prosperieren".

Und gegen diese Art Migration hätte ich recht wenig einzuwenden, die könnten sich hier sehr nützlich machen. Mit ihrer Erfahrung.

Solution
05. November 2017 11:24

Ein mahnendes Beispiel. Südafrika wird rein schwarz werden und im Chaos versinken.

Für uns interessant ist die Verschiebung der Anteile der verschiedenen Rassen und Ethnien im Laufe der vergangenen 100 Jahre in diesem Land.

Wenn wir es weiterhin gestatten, daß auf unserem Territorium sich fertile, fremde MInderheiten ausbreiten, ist auch unser Ende eine von der Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung bereits beantwortete Frage.

RMH
05. November 2017 12:24

Treffendes Bild am Anfang. Selbst der Hund hat schon den Schwanz leicht eingezogen und die Ohren angelegt (dürfte wohl ein Rhodesian Ridgeback sein - und die sind alles andere als feige). Hoffe, es ging bei diesem mit dem Bild festgehaltenem Vorfall alles gut aus ...

Im Übrigen beginnt die "Brasilianisierung" Deutschlands allerorten. Über die nach wie vor nicht in den Griff bekommene Einbruchs- und Gewaltwelle wurde auch nur alibimäßig vor den Wahlen kurz geredet, jetzt ist man einen Schritt weiter, Jamaika-sediert und alles darf weiter gehen, wie bisher, evtl.mit einem klein wenig gebremsten Schaum, damit das Zäpfchen besser rutscht.

PS: Wer es vom Platz und der Zeit es sich erlauben kann, der sollte sich schon mal ein ordentlichen Hund, in etwa vom Kaliber eines Rhodesian Ridgeback, zulegen ... oder zumindest Gänse als biologische Alarmanlage.

PPS: Off-Topic: Aktuelles Fundstück bei der sonntagmorgendlichen Internet-Zeitungslektüre war die Besprechung bei SPON

http://www.spiegel.de/spiegel/belgien-massaker-im-ersten-weltkrieg-studie-entlastet-deutsche-teilweise-a-1176413.html

von diesem Werk

https://antaios.de/detail/index/sArticle/48031

Muss mal nachschauen, ob es dazu auch schon eine Besprechung in der Sezession gab.

Detlef Neustadt
05. November 2017 15:00

Ein Gebiet, mit welchem sich zu befassen lohnen würde. (Diese unsäglichen NSDAP-Wiedergänger mal ausgenommen) Ich erinnere mich, wie der ANC in den 80/90er Jahren hochgejubelt wurde, mit dem Schwarz = Gut, Weiß = Böse-Schema, medial dauerbefeuert. Heute ist der ANC zum üblichen afrikanischen Selbstbedienungsladen geworden.

Coriolan
05. November 2017 15:30

Till-Lucas Wessels schrieb:

*Ich gehe davon aus, daß die Hintergründe bzw. die Vorgeschichte der derzeitigen Konfliktsituation in Südafrika den meisten Angehörigen meiner elaborierten Leserschaft bekannt sein werden...*

Für mich gesprochen liegt er richtig. Die Hintergründe und die Vorgeschichte sind mir bekannt. 

Für die Buren gibt es jedoch Auswege:

"Die georgische Regierung bemüht sich, Buren nach Georgien zu holen. Ziel ist es dabei, mit deren Unterstützung die georgische Landwirtschaft zu modernisieren. Alle Buren, die sich entscheiden, nach Georgien auszuwandern, bekommen schnell und unbürokratisch einen georgischen Pass, und ihnen wird steuerermäßigtes Land zum Kauf angeboten."

https://de.wikipedia.org/wiki/Buren

Es obliegt nicht mir, den Buren anzuraten, um ihre Siedlungen in Südafrika zu kämpfen, oder sie zu verlassen.

Jedenfalls haben wir in Europa andere Probleme, bei denen es heißt: No easy way out

Und wir sprechen dabei nicht nur über Großgrundbesitz, sondern über gut und gerne 2000 Jahre eigene Kulturgeschichte, Herkunft und tiefste Verwurzelung. Der Familienname, den ich trage, wird genau so geschrieben seit ~ 1500 Jahren in Europa weitergetragen.

Meinen Ansprüchen ist es geschuldet, daß ich über Till-Lucas Wessels' heutigen Heldengruß ein wenig enttäuscht bin. Bitte um Verzeihung dafür.

Held der Woche bei mir ist Sir András Schiff. Über die politische Haltung dieses Mannes kann man streiten, nicht aber über seine Qualitäten als Pianist. Daß Schiff in seinem Geburtsland Ungarn Persona non grata ist, trifft Ungarn vielleicht härter als ihn selbst. 

Die folgende Aufnahme ist ein so kostbares Geschenk, das man es nicht unbedacht abweisen sollte. 

Für gewöhnlich ziehe ich bei Bachs Werken den privaten Klang eines Klavichords, und das immer klangschöne Cembalo vor. Was Schiff jedoch auf dem großen Steinway-Flügel anbietet, ist die vollendete Kunsfertigkeit. 

Ist es zu fassen, daß jemand ein komplettes Buch ohne Notenblätter spielt? Die allermeisten Menschen auf dieser Welt sind nicht einmal fähig, Bach mit Notenblättern zu spielen, mich inbegriffen. Wieviele gibt es wohl, die eine ganze Sammlung von Präludien und Fugen auswendig können? Ich weiß das Friedrich Gulda über ein sensationelles Notengedächtnis verfügte, aber der Mann ist leider schon lange tot.

Da wo Sir András Schiff steht, ist es einsam:

*World renowned Bach interpreter András Schiff performs the entirety of Johann Sebastian Bach's massive keyboard opus, The Well-Tempered Clavier, Book 1 on a Steinway Model D grand piano. Recorded live at the Royal Albert Hall on September 7th 2017 as Prom 73.*

https://youtu.be/rOXaPE6gklI

 

Abacost
05. November 2017 15:41

Als wohlhabende ethnische Minderheit ist man an jedem Ort der Welt hoch gefährdet. Vor allem, wenn man, wie die weißen Siedler des südlichen Afrika, lange Zeit mit äußerster Brutalität über die Mehrheit geherrscht hat. Die neue Staatselite Südafrikas spielt immer dann die Rassenkarte, wenn sie von eigener Inkompetenz, Korruption und Dummheit ablenken muss, also ständig! Südafrika befindet sich auf dem Weg Zimbawes. Ich empfehle als Lektüre "Judys People" von Nadine Gordimer, quasi das "Heerlager der Heiligen" für Afrikaaner!

Lotta Vorbeck
05. November 2017 16:37
@Herr K. - 05. November 2017 - 10:50 AM

Na dann ab in die weisse Heimat. Sollen die Ureinwohner mal an ihrem eigenen Wesen "prosperieren".

Und gegen diese Art Migration hätte ich recht wenig einzuwenden, die könnten sich hier sehr nützlich machen. Mit ihrer Erfahrung.

 

________________________

 

Was sich eine als klassische Farmer lebende Burenfamilie binnen zweihundert Jahren mit Fleiß, Zähigkeit, Ausdauer und Geschick aufgebaut hat, läßt sie verständlicherweise nicht leichtfertig im Stich.

Hinzu kommt, daß diese tatsächlich wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit verfolgten Leute innerhalb des NWO-EU-Clubs kein Asylrecht genießen, weil es sich um (christliche) Caucasians handelt, sie bezüglich der laufenden Umvolkung nicht nützlich wären.

Diejenigen südafrikanischen, namibischen oder südrhodesischen Farmerfamilien, die sich zum Verlassen ihrer Heimat im südlichen Afrika entschließen, finden bisher meistens Aufnahme in Australien, Neuseeland oder diversen Ländern Südamerikas.

Lotta Vorbeck
05. November 2017 16:54
@Harald
@Franz Bettinger
@Zadok Allen
@Herr K
@Solution
@RMH
 
 
Vor etlichen Jahren erschien bei Grabert-Hohenrain eine Broschüre unter dem Titel "Blaupause Südafrika", welche die These vertrat, bei der (von außen gesteuerten und gezielt herbeigeführten) Vernichtung des burisch geführten, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch prosperienden Südafrika (dessen Wirtschaftsleistung war größer, als diejenige des gesamten, afrikanischen Restkontinents, man war im Besitz der Atombombe als außenpolitischer Lebensversicherung und sah sich darüberhinaus in der Lage, über Namibia hinweg bis tief nach Angola hinein Krieg zu führen, militärisch so erfolgreich, daß das bedrängte Regime in Luanda kubanische Interventiostruppen anforderte) sei lediglich die Generalprobe/Blaupause zur nunmehr laufenden Vernichtung des christlich, weißen Europa gewesen.
Cacatum non est pictum
05. November 2017 19:58

Auch von mir ein Dank dafür, daß Sie das Thema aufgegriffen haben. Einige Vorredner haben es ja schon angedeutet: So oder ähnlich könnte die ferne Zukunft Europas aussehen. Mindestens für diejenigen, die eigene Kinder haben, ist das ein alptraumhafter Gedanke. Und das alles gemahnt uns, den Kampf gegen diese Entwicklungen zu führen, egal wie aussichtlos er sein mag. Dieses Szenario muß für unsere Heimat abgewendet werden!

Südafrika war ein moderner, wohlhabender Industriestaat, bevor man ihn für die NWO hat über die Klinge springen lassen. Natürlich ist die Apartheid von solcher Natur gewesen, daß sich viele Schwarze gedemütigt gefühlt haben. Das kann ich durchaus nachempfinden. Andererseits hat der südafrikanische Staat sich um sie bemüht, hat ihnen Infrastruktur von europäischem Niveau verfügbar gemacht und sie in ein weitgehend funktionierendes Staatswesen eingebunden. All das ist nach dem Machtverlust der Buren radikal den Bach hinuntergegangen. Südafrika ist - nach dem, was man so liest und aus berufenem Munde hört - in weiten Teilen eine Hölle aus Kriminalität und Dysfunktionalität geworden. Ich möchte wetten, daß sich so einige Schwarze nach der Zeit zurücksehnen, als die Buren das Zepter in der Hand hielten. Vielleicht gibt es ja hier bei SiN jemanden, der aus eigenem Erleben berichten kann.

Das Beispiel Südafrika zeigt politisch mehrerlei von dem, was hier immer wieder diskutiert wird:

1. Vielvölkerstaaten sind Bürgerkriegsstaaten. Das ethnisch-kulturelle Band ist stark, und sobald Krisen entstehen, orientieren sich die meisten Menschen zu ihresgleichen. Ein Nationalstaat ist unter diesem Gesichtspunkt einem Reich vorzuziehen, und er sollte ethnisch weitgehend homogen sein. Die in ihm rechtmäßig lebenden Minderheiten - denen natürlich Schutz und Teilhabe zu gewähren sind - sollten idealerweise bestimmte Größenordnungen nicht überschreiten. Andernfalls wachsen sie sich im Konfliktfall schnell zu Bürgerkriegsparteien aus.

2. Es gibt kein Machtvakuum. Irgendwer hat das Sagen - immer. Für eine starke und einflussreiche Minderheit, die aber zahlenmäßig stets weiter in Bedrängnis gerät, kann das nur heißen, die Macht an sich zu reißen und sich als dominante Gruppe gegenüber der anderen zu behaupten. Genau das haben die Buren getan. Damit ging quasi automatisch die Unterdrückung der schwarzen Volksgruppe einher - folglich kam es zur Apartheid. Man mag darüber streiten können, ob auch andere Lösungen funktioniert hätten. Nach den Erfahrungen der letzten 25 Jahre am Kap würde ich sagen: nein. Allenfalls hätte man die ethnische Segregation beibehalten und Südafrika in zwei Staaten aufspalten können (hier drängen sich einem die Parallelen zu Israel auf!). Das hätte den Schwarzen die rechtliche Benachteiligung erspart, aber ihr eigener Staat wäre binnen kürzester Zeit im Chaos versunken, wie sich ja jetzt zeigt. Und die Nachbarschaft zu den Buren hätte auf Dauer sicher weitere Konflikte hervorgerufen.

3. Wer in einem Vielvölkerstaat quantitativ in der Minderheit ist und seinem Kontrahenten die Macht überläßt, der ist zum Abschuß freigegeben. Seine Sicherheit und Unversehrtheit sind also auf Gedeih und Verderb davon abhängig, daß das Mehrheitsvolk Milde walten läßt. Wer sich unter diesen Voraussetzungen nicht ausschließlich dem Schicksal ausliefern will, hat keine andere Wahl, als sich zu bewaffnen und zu gut funktionierenden Wehrgruppen zusammenzuschließen.

Was das alles mit uns zu tun hat? Wenn die derzeitige Einwanderungs- und Geburtendynamik nicht gebremst wird, dann werden die oben skizzierten Probleme früher oder später - und ich fürchte: früher - auch bei uns auf die Tagesordnung kommen. Darauf möge sich jedermann einstellen.

Benno
05. November 2017 20:30

Hier sieht man wieder, dass die Linke gerade in diesem Punkt nicht universalistisch denkt. Weisse Minderheiten interessieren nicht. Insgeheim hat man wohl sogar das Gefühl, diese Landräuber und Kolonialisten hätten es irgendwie verdient, aus dem Land gedrängt zu werden. Ausserhalb Europas gilt in den Augen der Linken das Argument der Autochthonenrechtes (wenn man das so nennen will) durchaus, auch wenn viele Weisse in Südafrika in gewissen Gebieten länger ansässig sind als Schwarze. In der Kapkolonie gab es um 1830 wenig Schwarze. Die Voortreeker in den 1830 Jahren stiessen in durch Dürre und kriegerische Zulus weitgehend entvölkerte Gegenden vor. Der hohe Anteil an Schwarzen in Südafrika ist unter anderem dem Durst nach billigen Arbeitskräften geschuldet und der Tatsache, dass es in eroberten Gebieten mit grösserer schwarzer Bevölkerung nicht zu einem Massensterben durch Krieg und Seuchen unter den Einheimischen kam, wie etwa in den USA. Auch wenn Südafrika nicht eins zu eins mit Europa vergleichbar ist, es über eine viel kompliziertere Ausgangslage verfügt, was das Zusammenleben verschiedener Ethnien anbelangt (inklusive moralischer Ansprüche), so kann man von der dortigen politischen Entwicklung hier doch einiges lernen.

 

Letzte Goten
05. November 2017 23:55

Hr. Wessels schrieb: "zumal die Frage nach einer identitären Position zu den ethnischen Verwerfungen Südafrikas noch weit schwieriger zu beantworten ist als das momentane Lieblingsstreitthema Katalonien."
Nein, die Frage ist keineswegs schwierig zu beantworten, die Frage ist vollkommen klar und einfach zu beantworten: unsere burischen und angelsächsischen Brüder sehen sich einer Art Völkermord gegenüber. Wo, wenn nicht an ihrer Seite, sollen wir denn bitteschön stehen? [Rhetorische Frage]

Franz Bettinger
06. November 2017 08:21

@ cacatum:

Danke für Ihre treffenden Ausführungen. Sie schreiben: "Allenfalls hätte man die ethnische Segregation beibehalten und Südafrika in zwei Staaten aufspalten können." Das hat man mit Lesotho und weiteren 9 autarken Homelands nicht nur versucht, sondern getan! Und sofort hat sich das Zivilistions-Gefälle zwischen der weißen und der schwarzen Rasse bemerkbar gemacht. "Sie" wollen nicht ihren eigenen, schwarz dominierten Staat - den haben sie ja auf dem ganzen Kontinent - nein, sie wollen den weißen Staat mit all seinen Vorzügen UND die Macht über ihn. Das Entgegenkommen der Buren war ein Fehler und eine Falle, in die der Westen den Burenstaat durch Erpressungen, falschen Versprechungen und Human-Duselei gelockt hat. Ein Parade-Beispiel für eine Idee, die nicht funktioniert. Doch unsere Herrscher lernen nicht daraus, dass man trennen muss, was nicht zusammen gehört, will man nicht untergehen. - Sie erwähnen Israel. In diesem Fall scheint "der Westen" die kompromisslose Härte der Juden allen Bedrohern gegenüber zu akzeptieren. Hm. Zweierlei Maß? 

RMH
06. November 2017 11:03

Kleiner Nachtrag:

Das Bild hat bei mir Erinnerungen an einen Songtext geweckt, den ich gerne verlinken möchte, ohne Werbung für diese Musikszene machen zu wollen (die aus meiner Sicht aber zu Unrecht pauschal abgetan wurde und wird - auch dort gibt es echte Perlen, auch wenn manches nicht leicht zu finden ist):

http://www.songtexte.com/songtext/saga/ode-to-a-dying-people-4394dbe7.html

 

 

Rüdiger Plantiko
06. November 2017 13:31

@Coriolan

Danke für das off-topic zu András Schiff, das ich hier gerne off-toppe: Es ist immer wieder beglückend zu sehen, daß ich hier nicht nur politisch zu Hause bin, sondern auch bei völlig anderen Themen Gleichgesinnte - oder in diesem Fall: gleich Empfindende - antreffe!  Schiffs Interpretation des Klavierwerks von Bach schätze ich schon seit Jahrzehnten, weil er (nach meiner Ansicht) im Klavierspiel die eigene Individualität in völliger Demut dem Versuch opfert, dem Werk Bachs um dieses Werkes selbst willen gerecht zu werden (das andere Extrem auf dieser Skala wäre sicher Glenn Gould -  auf seine Weise auch interessant, aber das ist dann halt Gould, nicht Bach). Und Bach selbst... wollte natürlich auch transparent werden, Stichwort Soli Deo Gloria.

Ihr Link scheint allerdings auf irgendeine Höllenmusik von einem gewissen "Robert Tepper" zu verweisen. Sie meinten sicher https://www.youtube.com/watch?v=RNCuPAgG9eo 

Zadok Allen
06. November 2017 15:09

@ Lotta Vorbeck

 

Ebendies sollte mein Kommentar implizieren. Ob es sich nun um eine planvolle Vorwegnahme der jetzigen genozidalen Abläufe in Europa im Sinne einer "Blaupause" handelt oder ob die endogene Psychopathologie der Europäer für den Untergang Südafrikas (haupt-)verantwortlich ist, spielt letztlich keine Rolle.

Stefan von Kotze hat die Frage bereits in seinem "Afrikanischen Küstenbummel" (1904) mit großer Hellsichtigkeit auf den Punkt gebracht:

Der Süden Afrikas ist unbedingt ein "white mans land", ein in sich abgeschlossenes, gewaltiges Gebiet, wo der Weiße arbeiten, leben, heiraten kann, wo er das Feld mit seinen eigenen Händen bestellen, das Haus selbst zu bauen vermag. Und es hätte sich auch bald genug zu dem entwickelt, was jetzt Kanada oder Australien sind, wenn ihm die Natur bei seinen Rassegegensätzen nicht das Danaergeschenk des Goldes gegeben hätte.

Südafrika ist die Zukunft. Unsere Zukunft. Das muß man sich in allem Ernst klar machen.

Jürg_Jenatsch
06. November 2017 22:50

@ cacatum Franz Bettinger. Als kleine Ergänzung: Es wäre natürlich notwendig gewesen auf schwarze Arbeitskräfte in Haus, Industrie, Landwirtschaft, Bergbau und allen übrigen Wirtschaftssektoren zu verzichten, so wie dies in Orania praktiziert wird. Im übrigen wäre strenge Wehrhaftigkeit vonnöten gewesen. @ Letzte Goten. Im Zweifel natürlich auf der Seite unseres Brundervolkes.

@Lotta Vorbeck. Vor kurzem habe ich einen  Artikel in der PAZ hinsicht des Themas gelesen. Anscheinend waren die Herren Kapitalisten in ZA (meist Ausländer) erbittert, daß die burische Regierung sie heranzog, um die Finanzmittel für die Schwarzen bereitzustellen. Die Antwort war der Beginn der Kampagne gegen ZA.

Ansonsten Herr Wessels meinen Dank.

Cacatum non est pictum
07. November 2017 00:08

@Franz Bettinger

Dank zurück für Ihre Ergänzungen. Von den autarken Homelands habe ich gestern im Rahmen einer oberflächlichen Internetrecherche zum ersten Mal gelesen. Die Enklave Lesotho war mir natürlich ein Begriff. Mit ihr verbinde ich die höchste Vergewaltigungsrate der Welt; ich mag mich aber auch täuschen.

Doch unsere Herrscher lernen nicht daraus, dass man trennen muss, was nicht zusammen gehört, will man nicht untergehen.

Mangelnde Lernwilligkeit unterstelle ich denen nicht. Sie tun das mit Absicht, weil sie genau wissen, was passiert, wenn man Völker in einem Siedlungsraum zusammenleben läßt, die einander völlig fremd sind. Divide et impera! Außerdem gehen sie nicht mit unter, wenn das Gemisch explodiert: In Patagonien und anderswo hat man als Geheimbündler für sein Leben nach dem Knall vorgesorgt. Verrecken tut nur das einfache Volk.

Sie erwähnen Israel. In diesem Fall scheint "der Westen" die kompromisslose Härte der Juden allen Bedrohern gegenüber zu akzeptieren. Hm. Zweierlei Maß?

Israel ist natürlich ein eigenes Thema mit gänzlich anderen Voraussetzungen. Aber auch in dessen Entstehungsgeschichte läßt sich das Muster erkennen, das wir in Einwanderungsdebatten immer wieder nachzeichnen: Man läßt Einwanderung über einen längeren Zeitraum geschehen, und irgendwann sind Fakten geschaffen, an denen man nicht mehr vorbeikommt. Dann dringt man mit historischen Argumenten nicht mehr durch ("Das ist unsere Heimat, wir waren zuerst hier!"), sondern muß den neuen Kräfteverhältnissen Rechnung tragen und dem Eindringling Zugeständnis um Zugeständnis machen.

Harald
07. November 2017 14:03

Das Schicksal der Weißen in Südrhodesien sollte uns Mahnung sein was nach einer schwarzen Machtübernahme mit einem einst leistungsfähigen Staat passiert.

Jürg_Jenatsch
07. November 2017 20:54

Wenn wir eine Regierung hätten, die sowohl an die Deutschen denkt, wie auch an die Buren, die immerhin zu rund 1/3 deutscher Abstammung sind, dann wäre eine Einladung an diese, nach Deutschland zu kommen, folgerichtig. Leider habe wir nicht eine derartige Regierung. Und so geht das Ganze seinen Gang, hier wie auch am Kap.

Solution
07. November 2017 21:00

@ RMH

Hier noch ein anderes Musikstück zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=41-dLH5YqeU

Rhodesien hat es bereits hinter sich.

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