08. November 2017

Staatliches Gewaltmonopol: Eine persönliche Geschichte

von Johannes Konstantin Poensgen / 25 Kommentare

Die Kommentare unter meiner spieltheoretischen Ausführung zum Problem des staatlichen Gewaltmonopols bringen mich dazu, die Geschichte zu erzählen, die mich zu diesen Überlegungen geführt hat.

Johannes Konstantin Poensgen studiert Politikwissenschaft und Geschichte.

Sie spielt vor etwa zwei Jahren in einem Zugabteil. Ein Fahrgast orientalischer Herkunft hatte zwar seinen Fahrschein dabei, allerdings die BahnCard vergessen. In so einem Falle kann man die BahnCard zusammen mit der Bußgeldbescheinigung am Bahnhofsschalter vorzeigen und hat dann nur eine Bearbeitungsgebühr von einigen Euro zu begleichen.

Der Schaffner erklärte das in ruhigem Ton. Unser Mitlandesbewohner mit Migrationshintergrund wollte davon allerdings nichts wissen. Er wurde aber nicht aggressiv, sondern folgte der Erfahrung, daß man bei deutschen Möchtegernautoritätspersonen durch penetrantes Quengeln alles erreichen kann.

Das ging mehrere Minuten so, doch der Schaffner blieb hart. Der Orientale machte aber auch keine Anstalten klein bei zu geben. Endlos redete er in unmöglich zu ignorierender Tonlage auf den Schaffner ein. Ich saß der ganzen Szene direkt gegenüber und schließlich riß mir der Geduldsfaden.

„Hören Sie auf dem ganzen Abteil auf die Nerven zu gehen!“, fuhr ich ihn an. Damit wurde die Sache heikel. Unser Freund fühlte sich jetzt ernsthaft in seiner Ehre verletzt und war entschlossen, diesen Platz als Sieger zu verlassen.

An dieser Stelle einen Einwurf, besonders für die weibliche Leserschaft: Sie werden, vor allem wenn sie sich des öfteren in Universitäten aufhalten, oft genug auf Angebote von Selbstverteidigungskursen stoßen, die „Mutiges Auftreten“ oder „Selbstbewußtsein in Konfliktsituationen“ lehren wollen. Gehen sie in ein richtiges Dojo, oder lassen sie es bleiben! Das Bild vom Gegner, das in den Köpfen dieser Selbstverteidiger herumschwirrt ist das des Möchtegernvergewaltigers, der nach einer Ohrfeige oder auch nur einem lauten „Nein!“ flennend davonläuft. Ja, es hat solche Fälle gegeben. Es ist aber sehr gefährlich sich einzureden, daß der „Angreifer“ titulierte Teil einer Konfrontation qua seines Angreiferseins ein erbärmlicher Wicht sei.

Es gibt viele Menschen auf der Straße, die nicht zu den angenehmsten Zeitgenossen zählen, aber weder körperliche noch seelische Schwächlinge sind und über einen oft mehr als nur gesunden Stolz verfügen. Gegenüber solchen Leuten ist „Selbstbewußtes Auftreten“ ein riesiger Schritt in Richtung Eskalation, gerade, wenn derjenige, der ihnen da krumm kommt, offensichtlich schwächer ist. Wer das dann nicht handhaben kann, hat schnell richtige Probleme.

Diesen Weg schlug nun auch die Situation im Zugabteil ein. Der Orientale wollte mich einschüchtern und mir eine Entschuldigung abpressen. Ich weigerte mich und erklärte ihm, er solle endlich ruhig sein. Was folgte, war ein Abtasten der feindlichen Kampfbereitschaft:

Mit Blicken – eine ganz gefährliche Sache, ein Blickduell kann friedlich nur damit enden, daß einer den Augen des anderen ausweicht und damit seine Schwäche eingesteht. Mit Worten – er duzte mich demonstrativ, mein beharren auf dem Sie war aber nicht weniger feindlich.

Aber es fiel kein Schlag. So geschildert wirkt die Situation fast kindisch, doch sie ist typisch für die tausend kleinen Auseinandersetzungen, mit denen im kulturbereicherten Deutschland alltäglich ausgekämpft wird, wer der Herr im Hause ist.

Typisch war außerdem noch zweierlei: Im Zugabteil saßen noch drei andere Personen, eine Frau und zwei Männer. Alles Deutsche, die ihr Bestes gaben, den sich zuspitzenden Streit zu ignorieren. Der Schaffner war längst verschwunden. An seiner Stelle kam noch ein Kerl von der Bahn, der einen sanften Versuch machte, deeskalierend zu wirken.

In meinem Hinterkopf ratterte es derweil. Wir waren in einem Zugabteil. Überall waren Kameras. Keine Chance, daß eine Schlägerei nicht auf dem Schreibtisch der Staatsanwaltschaft gelandet wäre. Der Orientale mir gegenüber war kein Bulle, aber gefährlich war er auf jeden Fall. Hätte er mich angesprungen, ein Schlag Richtung Kehlkopf wäre das Sicherste gewesen. Ein Kampf wäre schnell häßlich geworden. Auch wenn er den ersten Schlag geführt hätte, juristisch wäre das für mich leicht zur Katastrophe geworden. 

Ich grummelte schließlich etwas in meinen Bart, daß der Orientale als Anerkennung seiner Überlegenheit auffassen konnte. Er gab sich damit zufrieden. Wer es einmal erlebt hat weiß, was für ein mieses Gefühl es ist so vor einem Rowdy einzuknicken. Ich weiß nur bis heute nicht, daß ich hätte tun sollen. Es wäre gelogen, das ich keine Angst vor dem Kerl gehabt hätte. Der war nicht zum Spaßen aufgelegt. Doch diese Furcht verblaßte vor dem Gedanken daran, was die deutsche Justiz mit meinem Leben anstellen würde, wenn es zu einer Schlägerei käme.

Und er? Gehörte er zu denjenigen, die sich darauf verlassen können, daß dreißig Vettern dem Richter verdeutlichen, welches Urteil seiner Gesundheit am förderlichsten ist? Ich glaube nicht, dafür wirkte er dann doch nicht gewaltbereit genug. War er einfach zu impulsiv, um die Situation zu überreißen, in der er sich ja nicht minder als ich befand? Fürchtete er Vorstrafen nicht, weil Onkel Ali ihm so oder so einen Job in seiner Dönerbude geben würde? Bedeutete ihm Ehre so viel mehr als mir? Oder hatte er einfach nur Nerven und konnte bluffen? Ich weiß es bis heute nicht.

Johannes Konstantin Poensgen studiert Politikwissenschaft und Geschichte.

Kommentare (25)

RMH
08. November 2017 08:23

"Oder hatte er einfach nur Nerven und konnte bluffen? Ich weiß es bis heute nicht."

Und das ist auch völlig richtig und normal, denn pauschale Tipps, die man mal eben im Internet dazu geben kann, führen nicht weiter, da der normale Durschnittsbürger sie ohnehin in der Situation, wo das Adrenalin einströmt, vergessen hat und man ferner nie weiß, ob man jetzt gerade ausgerechnet der berühmten Ausnahme von der Regel, auf die man sich irgendwann mal "vorbereitet" hatte, gegenüber steht.

Meine ureigene und konkrete Erfahrung - ich komme nicht aus der "Oberstadt"

https://www.youtube.com/watch?v=bGhJbr7DMmg

- ist, dass einem auch kein Kampfsport, egal in welchem neudeutsch "dojo" man das erlernt, in einer echten Situation groß weiter hilft, da es Wesen des gemeinen Schlägers ist, hinterhältig zu sein und immer den Überraschungsmoment auszunutzen und er sich eben an keinerlei Regeln hält. Beim konkreten Fall des Orientalen im Zug könnte sich das Ganze, nach meiner Einschätzung, u.U wie folgt weiter entwickelt haben: Sie bleiben hart und der Gegner knickt dann verbal ein, macht Anzeichen von shake-hands und in-den-Arm-nehm-Schulterklopf, "Alles gut Bruda, die da oben sind die Schweine"- etc.

Und ab hier haben Sie dann wieder die 50 : 50 Wahrscheinlichkeit, dass er es Ernst mit dem "Schwamm drüber" meint oder nur die Voraussetzungen für einen Überraschungsangriff schaffen will.

Und auch das ist nur 1 von vielen denkbaren Möglichkeiten. Eine andere wäre bspw., das Ganze schwelt weiter und es fallen erst einmal keine Worte, sie werden aber stetig beobachtet bzw. belauert und ggf. sogar nach Ende der Zugfahrt verfolgt, um einen Moment der Unachtsamkeit auszuchecken, um dann zuschlagen zu können, denn den offen erkennbaren Angriff gibt es eigentlich fast nur unter besoffenen Deutschen und auch da nur, wenn es sich um unerfahrene Rookies handelt (auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel).

Wie auch immer, worauf ich hinaus will ist der Umstand, dass sie vollkommen richtig gehandelt haben und das wir Deutsche nur deshalb so gut funktionieren, weil unsere soziale, berufliche und fanmiliäre Fallhöhe eben deutlich höher ist, als bei den meisten "Anderen". Das wissen diese auch und können daher bereits von Anfang an mit höherem Einsatz in das Pokerspiel gehen, welches es zu 99% immer am Anfang von Konfrontationen gibt.

Eine Lösung dazu fällt mir nicht ein, außer, dass wir ernsthaft politisch Einfluss gewinnen müssen, dass unsere Sicherheitsorgane noch in ausreichender Anzahl vorhanden sind und nicht von diesen Leuten unterwandert werden (siehe aktuelle Diskussion um die Polizeischule in Berlin).

Einstweilen gilt, der Klügere gibt nach und die Hasenfußtaktik sind in den meisten Fällen die richtigen Optionen, auch wenn es ernsthaft schwer fällt und in manchen Situationen (man steht bspw. Nachts alleine einer Mehrheit gegenüber), hilft für 99,99% der Einheimischen nichts mehr und man ist das "Opfa".

Franz Bettinger
08. November 2017 09:33

Versagt hat der Schaffner. Der hätte sich nicht auf ein langes Palaver einlassen, sondern kurz und abschließend dem Orientalen sagen sollen: "Beim nächsten Halt wird Sie die Bahnpolizei abführen und Ihnen erklären, wie's weitergeht." Und die hätte dies dann auch tun müssen. Die Reise für den renitenten Herrn hätte jedenfalls enden oder unterbrochen werden müssen. Ich bezweifele, dass dies geschah. Sie selbst, Herr Poensgen, haben mit oder ohne Unterstützung durch andere Zuggäste keine Chance, Ordnung stiftend hier einzugreifen. Ich verstehe Sie gut; ich hätte womöglich wie Sie reagiert, und dann braucht man Glück.

quarz
08. November 2017 09:46

Obwohl die Schilderung sich in erster Linie auf die beiden Direktopponenten bezieht, kreisen meine Gedanken mehr um die anderen drei Mitreisenden. Welche Rolle spielen sie oder hätten sie spielen können, wenn die Situation eskaliert wäre. Hätten sie sie sich eingemischt oder weggeduckt? Wäre eine Einmischung richterlich-neutral gewesen oder parteiisch? Und falls parteiisch: zu wessen Gunsten? Hätten sie sich berufen gefühlt, die Sitten ihrer Ethnie zu verteidigen oder den Anwalt für einen benachteiligten Migranten zu geben.

Stelle ich mir hingegen vor, dass - wie die demographische Entwicklung erwarten lässt - in Zukunft drei Mitreisende eher demselben Kulturkreis angehören werden wie der Bahnkartenvergesser, dann schränkt sich das Spektrum der von mir imaginierten Möglichkeiten stark ein.

Thomas S.
08. November 2017 09:47

Kulturexperten geben mittlerweile Seminare für Immobilienunternehmen, die an Muslime vermieten wollen und ein irregulären Migranten einen neuen Markt entdeckt haben.

Darin wird darauf hingewiesen, dass Freundlichkeit von diesen oft als Unterwürfigkeit gedeutet werde, worauf sie mit aggressiven Forderungen reagieren würden. Man solle dieser Gruppe gegenüber daher nicht zu freundlich auftreten.

Hier eine gegenüber dem O-Ton leicht entschäfte Version dessen, was die Experten empfehlen:

https://www.haufe.de/immobilien/wohnungswirtschaft/wohnungsmarkt-wenn-fluechtlinge-mieter-werden_260_410764.html

Peter Schmitz
08. November 2017 11:00

Ein guter Freund von mir ist Türsteher. Er hat mir einmal folgenden Vorfall berichtet:

Der Freund kontrollierte die Tür zu einem Club, der gerade angesagt und besonders bei Frauen sehr beliebt war. Der Betreiber hatte Order gegeben, keine Orientalen einzulassen, da die nur Ärger machen und die zahlenden Gäste vergraulen würden. Wer nicht versteht, die Zusammensetzung seines Publikums richtig zu gestalten, riskiert die Pleite. Und für die Auswahl des Publikums ist die Tür zuständig.

Da erscheint ein stadtbekannter türkischer Zuhälter, berühmt für seine Gewalttätigkeit, mit zweien seiner Hühner.

Auf keinen Fall durfte der in den Laden, solche Kundschaft stört die Atmosphäre.

Der Konflikt war also da. Der Lude wollte rein, und er wollte seine beiden Frauen beeindrucken. Der Türsteher konnte ihn aber nicht einlassen. Erstens, weil der Lude nicht zum Publikum paßte, zweitens, weil der Türsteher nie mehr Arbeit bekommen würde, würde sich herumsprechen, daß er Angst hat.

In Hamburg kommt es wiederholt vor, daß abgewiesene Türken aus dem vorbeifahrenden Auto heraus Türsteher erschießen.

Was also tun in so einer Situation? Der Mann war extrem gewalttätig, konnte vor seinen Weibern und der ganzen Stadt nicht den Kürzeren ziehen und so weiter und so fort.

Es konnte ja aber nur eine von zwei Möglichkeiten geben: entweder der Zuhälter setzte sich durch, oder der Türsteher. Kein wundervoll ausgehandelter "Konsens" höchster Diplomatiekunst, mit dem sich alle wohlgefühlt hätten, war da möglich.

Für den Job sein Leben riskieren? Für die paar Kröten? Ist das vernünftig?

Was also konnte unser Türsteher tun?

Wie ging die Sache aus?

Wie konnte man als vernünftiger Mensch diese Situation entschärfen, ohne klein beizugeben?

Die Antwort: Gar nicht.

Der Typ durfte nicht rein, und er kam nicht rein.

Er mochte schwer gewalttätig sein, aber er sah in den Augen seines Gegenübers, daß dieser entschlossen war, seine Position zu behaupten, und daß dieser überzeugt war, dem Luden auch körperlich überlegen zu sein.

Also hat der seine Hühner wieder eingepackt und ist abgezogen. Das war alles.

 

Was hat das mit dem Vorfall in dem Bahnabteil und mit Herrn Poensgen zu tun? 

Ich bin der Meinung, das Verhalten in solchen Konfliktsituationen erfolgt hauptsächlich aus dem Bauch heraus. Dabei richtet sich die Intuition vor allem nach der Einschätzung der eigenen Position in so einem Konflikt. Hochtrabende Analysen etwaiger Folgen einer Schlägerei oder deren direkter Ausgang, sind vor allem das Resultat des eigenen Kampfunwillens. Und die Ursache hierfür ist meist die intuitive Einschätzung der eigenen Unterlegenheit, oder wenigstens eine Unsicherheit, als Sieger hervorgehen zu können. Und damit schwindet dann die Motivation, den Konflikt auszutragen, der ja dann auch nicht immer gewalttätig enden muß.

Und so fällt innerlich mangels Motivation die Entscheidung, den Konflikt zu umgehen, zu vermeiden oder zu beenden.

Und das ist dann ja auch immer die vernünftigere Lösung, oder etwa nicht?

Wer hier richtig Lust auf eine Hauerei gehabt hätte, hätte vielleicht durch sein Auftreten dem Gegenüber schon entsprechende Signale gegeben. Dann hätte dem vielleicht die Motivation gefehlt, dem weiter nachzugehen.

Am Ende ist es wohl, fernab aller Vernünftelei, der innere Abstand zur körperlichen Auseinandersetzung, der den "Vernünftigen" den Radaubrüdern das Feld übergeben läßt.

Und die Zukunft wird uns noch sehr, sehr viele Radaubrüder bescheren... 

Gustav Grambauer
08. November 2017 11:21

Die eigentliche Frage ist doch eine genderologische: dürfen sich MännerInnen mit der hohen Form der Handmagie

https://www.youtube.com/watch?v=3WIp2mae6Zo

(ernstgemeint!, hier die Persiflage:)

https://www.youtube.com/watch?v=HAE4Y7tdVks

oder sonst mit der ebensohohen Form der Ringmagie (ab 1:20):

https://www.youtube.com/watch?v=9vNt8nQ-deQ

empowern, die ja eigentlich nur für FrauenInnen entwickelt wurde?!

- G. G.

Gotlandfahrer
08. November 2017 12:00

"Bedeutete ihm Ehre so viel mehr als mir? Oder hatte er einfach nur Nerven und konnte bluffen?"

Wenn ich Sie richtig verstanden hatte, war ja die Quintessenz Ihrer spieltheoretischen Gedanken, dass, angesichts einer Lage, in der "dieser Staat es mit einer Bevölkerung zu tun [hat], in der einige Gruppen sich deutlich weniger um die „Härte des Rechtsstaates“ kehren, als andere", die unterschiedliche Verlustempfindlichkeit beider Spieler, selbst schon bei symmetrischer Behandlung beider durch den Rechtsstaat, dazu führt, den Unempfindlicheren strukturelle Vorteile zu verschaffen. Ergo wäre es prüfenswert, ob eine ggf. waffenbasierte Liberalisierung des Selbstverteidigungsrechts diesen Nachteil ausgleichen könnte.

Zum einen hatten Sie sich ja die Antwort eigentlich schon selbst gegeben: Den Orientalen hätte sich einfach weniger um die Folgen gekümmert, weil er weniger zu verlieren hat. Zum anderen verbietet sich entsprechend bereits im Ansatz (zumindest allein hinsichtlich dieses Arguments) die Liberaliserung des Waffen- und Selbstverteidigungsrechts, denn das würde das Gewaltpotenzial des Orientalen dynamisch weiter erhöhen. Selbst wenn wir Kriegswaffen mit uns führen dürften wären Sie im Abteil in Ihrer Situation sicherlich ins Hintertreffen geraten...

Ferner erklärt Ihr Gedankenspiel leider nicht die Vorgänge auf der Buchmesse, in Halle oder generell den Verrat an der Gleichheit vor dem Recht. Denn der deutsche Antifant wird zwar weniger bestraft, ist aber vermutlich ähnlich strafempfindlich wie Sie, Ihre als Problem herausgearbeiteten divergierenden Verlustempfindlichkeiten helfen hier also nicht weiter. Bei einer Anreiz-/Beitragsstimulation, die allein einer asymmetrischen Verlustwahrscheinlichkeit geschuldet ist, sind spieltheoretische Betrachtungen unnötig da trivial.

Für interessanter halte ich die Spieltheorie bezüglich der Frage, wie sich eine Gesellschaft zu einer Umgebung entwickeln konnte, die eine solche Bestrafungsasymmetrie akzeptiert bzw in der diese herrscht. Betrachtungen hierzu führen zu weit, aber es hängt sicher damit zusammen, dass in einem Spiel, in dem 'Kooperation' des Einzelnen darin besteht, für die Aufrechterhaltung eines Rechtsrahmens aktiv einzutreten, mit weniger unmittelbarem Nutzen verbunden ist, als 'Nicht-Kooperation' in Form von Nichtaktivität. Das ist das Allmende-Problem im Gefangenen-Dilemma, d.h. alle Spieler handeln rational wenn sie nicht kooperieren, woran das gemeinsame Gut dann zugrunde geht.

Dass Orientalen in einem Rechtsrahmen, der sich dann zu einem entwickjelt hat, der sich gegen die richtet, die ihn selbst erhalten wollen, auf dicke Hose macht, ist dann wie gesagt ein triviales, erwartbares Phänomen.

Herr K.
08. November 2017 12:30

Im Frühjahr des letzten Jahres war es mir vergönnt nach einer nächtlichen Feier im Wald einen Araber von einer jungen Frau körperlich zu entfernen. Von daher kann ich den Kollegen hier völlig nachvollziehen.

Wichtig zu verstehen ist:

1. die nicht erfolgende Abwehr entsteht vor allem aus dem Gedanken, was man zu verlieren hätte. Das vergrößert die Angst und das wissen die Araber sofort.

2. diese Angst kann nicht dadurch überwunden werden, dass die Schlägerei vermieden wird, sondern durch Konsequenz. Nemo me impune lacessit!

3. in der Regel wird für den Selbstverteidiger geurteilt. Man sollte nur eben ein wenig Augenmaß behalten und eben nicht gleich mit Kehlkopfschlägen beginnen. Das ist übertreiben, kann aber bei Bewaffnung legitim werden.

4. geschulte Erfahrungen helfen hier. Speziell beim Krav Maga und beim Kapap Lothar wird auch auf Rechtliches eingegangen, damit man auch auf anderen Ebenen als Sieger hervorgehen kann.

5. Orientalen sind sehr gute Bluffer. Falls vor laufenden Kameras der erste Schlag fallen sollte, ist das definitiv ein juristisches Eigentor.

6. mit zunehmenden körperlichen Erfahrungen (=Training) merkt man, dass man auch nicht aus Zucker ist. Mann kann schon mal 'n Buff ab.

deutscheridentitärer
08. November 2017 13:42

Also einzelne Orientalen sind eigtl. immer harmlos, i.d.S. dass sie nicht eskalieren. In der Gruppe ist das naturgemäß anders und hier sollte man auch vermeiden in Streit zu geraten.

Einzelne Schwarze rasten dagegen häufiger aus teils nicht nichvollziehbaren Gründen aus, beruhigen sich aber auch oft wieder schnell, habe ich jedenfalls öfters in öffentlichen Verkehrsmitteln im Rhein-Main-Gebiet so erlebt.

Ich habe mir mittlerweile hinreichend bewiesen, wenn es darauf ankommt nicht zurückzustecken, wurde dafür juristisch mehrmals belangt und stecke deshalb mittlerweile ohne Einbuße an Ehrgefühl zrück, wenn es nicht darauf ankommt, also quasi immer. Sollen sich die anderen Trotteldeutschen mit lauten, unhöflichen, raumnehmendem Verhalten herumschlagen, das wollen sie ja offensichtlich mehrheitlich. Ich fahre derweil Fahrrad.

Peter Schmitz
08. November 2017 13:57

Das Wegducken der Deutschen und das Draufhauen der Orientalen hat meiner Ansicht nach keine hochtrabend intellektuell erklärbaren Hintergründe. Mit evt. rechtlichen Konsequenzen oder der - zugegebenermaßen vorhandenen - Benachteiligung Deutscher gegenüber Ausländern durch die Justiz hat das auch nichts zu tun.

Es ist schlicht die gesellschaftliche Ausrichtung dafür verantwortlich.

Die Deutschen sind bewußt verweichlicht worden und der Gewalt entfremdet. War man einst "hart wie Kruppstahl und zäh wie Leder" geht die bundesdeutsche Lehrerin seit Jahrzehnten konsequent gegen jede maskuline Gemütsregung vor. Die Gesellschaft agiert weiblich, und in letzter Zeit sogar kindlich.

Die Ausländer leben - in unserem Lande - in ihrer eigenen Gesellschaft, in der sie bestehen müssen. Und das ist, wenn orientalisch oder osteuropäisch, meist eine Kriegergesellschaft, in der ein Mann noch ein Mann zu sein hat.

Zieht der Deutsche den Schwanz ein, vernünftelt er die Richtigkeit dieses Verhaltens herbei, und alle klatschen. Tut dies ein Türke, kann er sich nirgends mehr blicken lassen.

Mut oder Feigheit spielt in der deutschen Gesellschaft keine Rolle mehr, sie ist materialistisch und prinzipienlos. Die orientalischen Gesellschaften dulden keine Weichheit.

Wenn am Ende einer jahrzehntelangen Negativauslese diese beiden Gesellschaftsformen aufeinandertreffen, braucht es keine Spieltheorie, um zu wissen, wie das ausgeht.

RMH
08. November 2017 15:18

"Darin wird darauf hingewiesen, dass Freundlichkeit von diesen oft als Unterwürfigkeit gedeutet werde, worauf sie mit aggressiven Forderungen reagieren würden. Man solle dieser Gruppe gegenüber daher nicht zu freundlich auftreten."

Das ist eine interessante Erkenntnis, die man so auch schon aus der Lektüre der entsprechenden Romane von Karl May gewinnen konnte (und das meine ich jetzt nicht als Witz oder Bonmot - ich bin eher immer wieder erstaunt, welche Treffgenauigkeit dieser Schriftsteller, ohne echte Kenntnis der Verhältnisse vor Ort zu haben, entwickeln konnte).

@Herr K.,

da Sie offenbar über etnsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, nur einmal an Sie die Frage:

Kann man sich durch Training und Übung tatsächlich auf Überraschungsangriffe, Hinterhältigkeiten und Arglisten aller möglichen Arten vorbereiten?

Nach meiner Erfahrung wird meist der Moment zum Angriff gewählt, wo sich das Opfer arglos oder sicher fühlt, um es dann mit wenigen, äußerst massiv und intensiv geführten Aktionen sofort und bleibend auszuschalten.

 

deutscheridentitärer
08. November 2017 15:25

"Die Deutschen sind bewußt verweichlicht worden und der Gewalt entfremdet. War man einst "hart wie Kruppstahl und zäh wie Leder" geht die bundesdeutsche Lehrerin seit Jahrzehnten konsequent gegen jede maskuline Gemütsregung vor. Die Gesellschaft agiert weiblich, und in letzter Zeit sogar kindlich."

Klar ist das ein Faktor, aber einer, den man nicht überbewerten sollte.

Ich merke von dieser Propaganda in der breiten Masse (Westdeutschland, studentisches Milieu) eigentlich nichts. Die sozialen Geschlechterrollen scheinen mir alles in allem recht lebendig zu sein. 

Ausschlaggebend scheint mir tatsächlich viel eher a) die Angst vor oder das Zählen auf rechtsstaatliche Regelung und b) die Sorge zwar nicht individuell, aber kollektiv unterliegen zu sein, wenn der Gegner mit Migrationshintergrund seine Freunde/Familie mobilisiert.

Aber so schlimm ist das auf dieser unteren gesellschaftlichen Ebene alles nicht, ich habe schon öfters mutiges und souveränes Eingreifen von Personen gesehen, denen ich es phänotypisch wirklich nicht zugetraut hätte.

Und zuletzt habe ich auch schon erlebt, dass Türken u.ä. zugunsten einheimischer Bedrängter eingegriffen haben und sich nicht mit ihren - mutmaßlichen - Glaubensbrüdern solidarisiert haben.

 

Bran
08. November 2017 15:35

Peter Schmitz: Es wurde von einem Vorkommentator schon erwähnt und ist meiner Beobachtung nach auch richtig, dass ein einzelner Orientale keinerlei Mühe mit zurückstecken hat, sofern ihm keiner seiner Spezis zuschaut. Man muss unterscheiden zwischen Kriegergesellschaften und Kriegerhorden-Gesellschaften. 

Daneben finde ich Ihren impliziten Vorwurf des unmännlichen Verhaltens gegenüber dem Artikelschreiber ein wenig...wie soll ich sagen...schwach. Ich bin ja der letzte, der was gegen eine gute Schlägerei hätte, aber wenn man sich bei jeder Gelegenheit, wie der beschriebenen, darauf einliesse, käme man kaum noch zum arbeiten, Freizeit geniessen, sich politisch engagieren etc.

Die Person, die tatsächlich mit Härte hätte reagieren müssen, umso mehr, da er noch Rückendeckung durch einen Aussenstehenden bekam, war der Schaffner oder der andere Bahnmensch.

Thomas
08. November 2017 15:55

Ich habe vor längerer Zeit einmal einen Blogartikel gelesen, der sich mit dem Mechanismus aufschaukelnder Gewalt beschäftigt hat. Anhand einer Rezension des Films "Wer Gewalt sät (Straw Dogs)" wurde beschrieben wie ein schwächerer, unterlegenerer, weicher Mann schon bei den ersten subtilen Signalen der Aggression und Provokation von stärkeren, dominanteren  Männern gegenüber ihm und seiner Freundin nachgibt. Damit provoziert er diese, immer weiter zu gehen, ihn zu demütigen und schließlich seine Freundin zu vergewaltigen. Als er schließlich doch beginnt, sich zu wehren, muss er selbst zu massiver Gewalt greifen und tötet schließlich die Angreifer. Der Film endet in einer Eskalation der Gewalt und trotz seines letztlichen Siegs mit dem Verlust seiner Freundin. Hätte er ganz zu Anfang Haltung und Widerstandskraft gezeigt, wäre es wohl niemals zu dieser Eskalation gekommen. Der Artikel endete mit dem Fazit: Schwäche hat zwei Nachteile. Erstens die Schwäche selbst und zweitens ist der Aufwand um wieder zur alten Stärke zurückzukehren (wenn man sie einmal hatte) viel höher und mit eherblichem Zerstörungspotential verbunden.

Das zweite Fazit dieses Arikels war die Analogie zur Nachgiebigkeit vieler Deutscher gegenüber Mikroaggressionen Fremder, die dazu führt, das sie immer mehr von ihrem Leben, und ihrem privaten und öffentlichen Raum preisgeben und gerade die ersten subtilen Signale von Dominanz, von Respektlosigkeit, von Dreistigkeit übersehen und wegschauen. Gerade diese Nachgiebigkeit führt jedoch nie zu einer Befriedung, sondern bestärkt die anderen, die nächsten Forderungen und Frechheiten noch dreister vorzunehmen. Solches Verhalten ist als permantes Machtspiel und Austesten der Grenzen anzusehen. Im Alltag bedeutet dies z.B. Vordrängelei an der Kasse oder im Amt abzuweisen, auf dem Gehweg nicht auszuweichen, Lärmbelästigungen und Ruhestörungen in der Nacht nicht zu tolerieren usw.usf...

Im Fall des Herrn Poensgen hätte der Schaffner eigentlich konsequent bleiben müssen und den Fahrgast bei anhaltender Renitenz der Bahnpolizei übergeben müssen. Als beobachtender Dritter war er eigentlich nicht befugt, sich einzumischen. In hat wohl die Frechheit des Fahrgastes gestört und er hat wohl unbewußt gespürt, das es hier um mehr geht als nur um den Nachweis der Bahncard. Nämlich um ein Machtspiel eines Orientalen gegenüber einem Deutschen und um dessen Demütigung.

Gustav Grambauer
08. November 2017 16:33

deutscheridentitärer

"Sollen sich die anderen Trotteldeutschen mit lauten, unhöflichen, raumnehmendem Verhalten herumschlagen, das wollen sie ja offensichtlich mehrheitlich."

Auch viele Verkehrsgesellschaften wollen das und forcieren das sogar. Hier der offizielle Soundtrack der Berliner Verkehrsbetriebe dazu, mit mehr als zweieinhalb Millionen Aufrufen und Kommentaren aus einer für mich kompletten Parellelwelt, um nicht zu sagen Unterwelt:

https://www.youtube.com/watch?v=YEYim54pJ00

- G. G.

Stefan
08. November 2017 16:44

Nur wozu denn überhaupt dieser Einsatz? Sicherlich ist ein lautes Gespräch im Zugabteil anstrengend, ebenso ist ein lautes Telefonat extrem nervig mitanzuhören, aber manchmal muß man sowas auch mal aushalten können. Der Orientale zeigte ja in der verbalen Auseinandersetzung mit dem Schaffner keine Aggressivität und wie dieser mit so einer Situation umzugehen gedenkt, sollte doch ihm überlassen werden.

Selbstdenker
08. November 2017 18:27

wieso wir Deutschen so ein defensives Verhalten haben ist leicht erklärt. Wir sind alle in einer linksliberalen BRD aufgewachsen, in meiner Schulzeit war die Parole: Der Klügere gibt nach. Ja manchmal kann das natürlich eine kluge Strategie sein, doch zeigt schon die Richtung wohin es geht. Wir haben einen "Gesellschaftsvertrag" der das Gewaltmonopol dem Staat überlässt. Sicherlich ist das eine Erungenschaft, diese funktioniert aber nur, wenn die Staatsgewalt funktioniert.  Das diese langsam zerfällt kann jeder sehen, der mit offenen Augen durch die Strassen geht. Wir haben verlernt nicht zurückzuweichen! Bei verschiedene ausländischen Gruppen gilt ein ausweichen als Schande. Man braucht sich Zuhause nicht mehr blicken lassen. Was das im Ernstfall für Folgen hat, brauch ich hier nicht zu erklären. Dazu kommt natürlich noch, dass Ausländer einen Migrantenbonus haben. Wie sagt man so schön dazu..kultureller Hintergrund.  So schaut es leider aus in der BRD. 

Cacatum non est pictum
08. November 2017 21:07

Durch diesen Erlebnisbericht wird Ihr letzter SiN-Artikel tatsächlich etwas aufgehellt. Aus der warmen Stube heraus würde ich sagen: Sie haben so ziemlich alles richtig gemacht. Besser wäre es allenfalls gewesen, gar nicht einzuschreiten, denn der Schaffner hatte die Situation ja noch unter Kontrolle, wenngleich orientalische Betteltiraden auf ihn herniedergingen. Sie haben sich nun mal dazu entschieden, Ihrem Ärger Luft zu machen, und damit war der Schritt über den Rubikon getan. Es gab fortan nur noch Schwarz oder Weiß, und Sie haben intuitiv die richtigen Entscheidungen getroffen.

Auf Ihrer Habenseite hätten Sie maximal die Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung Ihres Ehrgefühls gehabt. Das will ich gar nicht geringachten, aber Ihr Rückzug schien in diesem Moment nicht über die Maßen schmählich gewesen zu sein. Die Konsequenzen einer weiteren Konfrontation hätten dagegen deutlich schwerer gewogen: entweder - bei einem siegreichen Kampf - strafrechtliche Sanktionen (denn Sie hätten schon außerordentliches Glück haben müssen, auf einen Staatsanwalt oder Richter zu treffen, der umstandlos auf Notwehr erkannt hätte bei einer Hauerei, in der ein Ausländer von einem Deutschen vermacht worden ist); oder andernfalls die Inkaufnahme eigener, möglicherweise schwerwiegender Verletzungen (ein Orientale mit Messer in der Hosentasche ist keine Seltenheit, und gegen einen entschlossenen Messerangriff in der Nahdistanz ist auch ein Krav-Maga-Experte machtlos - da sollte man sich von den Selbstbeweihräucherungen einiger Kampfsportgurus nicht täuschen lassen).

Was Ihre Frage angeht:

Bedeutete ihm Ehre so viel mehr als mir? Oder hatte er einfach nur Nerven und konnte bluffen?

Da würde ich antworten: Vielleicht hat er nur geblufft. Aber Sie können sicher davon ausgehen, daß er zugleich ein viel stärker ausgeprägtes Ehrgefühl hatte als Sie. Das ist in diesen Kulturkreisen einfach so. Und hier kommen wir zum springenden Punkt - solche Menschen setzen bei einer drohenden Ehrverletzung schnell alles auf eine Karte, selbst wenn der Anlaß gering ist. Ich halte es für klug, das nicht zu tun. Das eigene Leben ist wertvoll, und wenn man es schon zu opfern bereit ist, dann muß es dafür einen triftigen Grund geben. Ich würde es unerträglich finden, meine Kinder zu Halbwaisen werden zu lassen, weil ihr Vater sich wegen einer lächerlichen Nichtigkeit auf eine Schlägerei mit ungewissem Ausgang eingelassen hat.

Ist die Konfrontation allerdings unausweichlich, muß man bereit und am besten auch in der Lage sein, seine Haut so teuer wie möglich zu verkaufen. Als sinnvolle Vermeidungsstrategie erachte ich das, was deutscheridentitärer schon sagte: Radfahren ist schön, und auch Autofahrten haben etwas für sich. Den ÖPNV nutze ich nur noch selten, und das hat seine Gründe. In diesem Sinne werde ich auch meine Kinder instruieren. Sollen doch die Linksgrünen von ihrer eigenen Medizin kosten, den Verbrennungsmotor abschaffen zu wollen und gleichzeitig immer mehr gewaltbereite Einwanderer in unsere Städte zu locken.

@Peter Schmitz

Mut oder Feigheit spielt in der deutschen Gesellschaft keine Rolle mehr, sie ist materialistisch und prinzipienlos. Die orientalischen Gesellschaften dulden keine Weichheit.

 

Wenn am Ende einer jahrzehntelangen Negativauslese diese beiden Gesellschaftsformen aufeinandertreffen, braucht es keine Spieltheorie, um zu wissen, wie das ausgeht.

Das haben Sie schnörkellos auf den Punkt gebracht. Ich, der ich ja noch an eine deutsche Zukunft glauben will, sehe deshalb Paradigmenwechsel von ungeheurem Ausmaß kommen. Die Keine-Spielzeugpistolen-zu-Karneval-Epoche wird hier bald zu Ende gehen.

 

Fritz
08. November 2017 22:18

 Wenn wir uns als Jungs gekloppt haben, war normalerweise Schluss, wenn einer auf dem Rücken lag. Der, der oben war, frug dann: Gibst du auf? Und wenn der andere ja sagte, war es vorbei und man spielte wieder miteinander. Tritte gegen den Kopf o.ä. wie heute üblich gab es nicht. Mein Vater hat mir beigebracht, dass nur Feiglinge Schwächere schlagen, und daran hielt man sich i.d.R., wer es nicht tat, war bald als Schläger unbeliebt und wurde gemieden.

Man, was haben sich die Zeiten geändert.

 

Herr K.
08. November 2017 23:43

@RMH

Natürlich kann man sich nicht perfekt gegen alles und jeden wappnen. Aber: durch gezieltes Training kann man Stress besser bewältigen, sich selbst wieder unter Kontrolle bringen/halten und lernen angemessen zu reagieren und vor allem sich zu verteidigen. Jedes mögliche Szenario durchzuspielen ist unmöglich, sinnlos und auch gar nicht die Absicht des Trainings. Es geht um eine Grundeinstellung: kämpfen statt kneifen. 

M.M. nach unterliegen die meisten der Illusion, dass es eine Wahl gäbe. Es gibts die Wahl zu Niederlage oder Sieg, nicht aber zu Auseinandersetzung oder Harmonie. Und das weiss der Araber...

Glauben Sie mir, eine Klopperei geht seltenst um Leben oderTod, auch wenn es manche einem suggerieren wollen. Vlt mal ein blaues Auge und eine tropfenden Nase. Dafür kann man trainieren.

Heinrich Brück
09. November 2017 01:27

Das Ehrverständnis im islamischen Kulturkreis verachtet Schwäche. Schon der Gedanke, die Möglichkeit einer respektlosen Demütigung vor sich zu haben, beleidigt ihr Ehrgefühl. Die Scharia gibt es nicht ohne Grund. Hätte dieser Zuggast gewußt, nächste Station warten Handschellen und drei Monate Gefängnis, hätte kein Palaver stattgefunden.

Staatliches Gewaltmonopol? Der deutsche Zuggast wird nicht Staat spielen können. In ein paar Jahren fliegt der erste Schaffner aus dem Zug, und niemand wird ihm helfen können, denn die Möglichkeit einer kulturellen Bewertung der Lage fehlt. - https://bundsanktmichael.org/2017/06/14/zana-ramadani-christliche-maenner-werden-von-muslimen-als-schwach-wahrgenommen/ 

Thorsten B
09. November 2017 21:39

Ich denke Sie haben genau richtig gehandelt, Herr Poensgen, und schliesse ich mich auch der Meinung die hier schon geäußert wurde an, dass man sich in so eine Situation auch einfach nonchalant auf die Rolle des  Beobachters zurückziehen kann.

Warum?

Vor einiger Zeit schon habe ich mir selbst einige Leitlinien gegeben und eine davon ist "Keine Nebenkriegsschauplätze".

Dort, wo es nichts zu gewinnen gibt, aber viel zu verlieren macht es keinen Sinn, sich zu verbrennen.

Freilich heisst dass nicht, dass man zu solchen Situationen lächeln muss oder freundlich schauen wie ein weichgespülter Gutmensch.

 

Mibus
10. November 2017 10:26

@RMH: Herr K. hat das gut auf den Punkt gebracht. Natürlich kann man nicht (wie sollte man auch?) alle Szenarien innerhalb eines Trainings (welcher Kampfsport auch immer) nachempfinden und realitätsgetreu durchspielen. Vielmehr - und deshalb ist jedem hier anzuraten, bei einem guten Boxklub aktiv zu werden - geht es darum, "in echt" einmal auszuteilen sowie auch einzustecken. Allein die Erfahrung, eine schnelle Hand ins Gesicht zu bekommen, ist unbezahlbar. Nicht der Verletztung wegen, im Training wird mit Zahnschutz usw. gearbeitet. Es geht eher darum: Den nächsten Schlag nehmen Sie anders wahr, glauben Sie mir.

Zurück zur Geschichte: Hätte der aufmüpfige Abteil-Mensch nun plötzlich ausgeteilt, so unterscheidet sich die Reaktion deutlich zwischen einem Gegenüber, der schon Kampferfahrung hat und einem Gegenüber, der sie eben nicht hat. Sei es in der Deckung/ dem Blocken oder in der folgenden Verteidigung. Die Quintessenz sollte doch sein: Wir sind friedlich, aber wissen ganz bestimmt, uns der Landnahme entgegenzustellen, wenn es die Not fordert. Geht es an die Familie, die Partner/in, mich selbst, so sollte sofort klar sein, was zu tun ist. Die Menschen, mit denen wir es hier zu tun haben, fackeln jedenfalls nicht lange.

Bran
10. November 2017 13:31

Noch einmal eine Anmerkung zu den Orientalen, die aus einer Kultur kämen, in der Schwäche verachtet wird:

1. Ich habe noch keinen Orientalen erlebt, der alleine standhaft geblieben wäre, wenn man sich selber aufplusterte und vermittels Körpersprache, Mimik und Tonfall demonstrierte, dass man nicht weichen wird und sich nicht beeindrucken lässt. Sogar grössere und schwerere Exemplare sind ohne Gruppe meist zutiefst unsicher.

2. Der Orientale, der da gerade vor Euch allen die Schimpansennummer aufführt, ist meistens jung, männlich und einigermassen kräftig. Nun mal folgende Überlegung dazu: Wenn seine Kultur Schwäche verachtet und diese jungen Männer alle über ein so überragendes Mindsetting verfügen, wieso sind diese Leute dann hier? Der Syrer, der Euch anrotzt: Er hat sich vor dem Kampf um seine Heimat gedrückt. Der Marokkaner: Er hat sich geweigert, seine Kraft dafür einzusetzen, sein Land vorwärts zu bringen. Und so ist das mit all diesen Leuten. Ihr glaubt, sie seien mutig, weil sie Affentänze aufführen und in Gruppen gnadenlos sein können, aber im Grunde sind sie Feiglinge und Drückeberger und sie haben es verdient, dass man sie so betrachtet.

Heinrich Brück
10. November 2017 22:53

Wir werden mit dem Begriffssystem dieses Kulturkreises nicht zusammenleben können. Schon Kleidervorschriften sind einzuhalten, was so falsch in diesen Islamkulturen nicht ist, auch wenn man es nicht übertreiben müßte. Bei Nichteinhaltung, weibliche Seite der Medaille, wäre die Frau Freiwild. Wird die Frau vergewaltigt, durch das unkontrollierte Triebverhalten der Männer, wird die Sippe der Frau entehrt. Fehlende Triebkontrolle, kein ehrloses Verhalten der Täter. Gleichzeitig eine demographische Schwächung des Klans der Frau. Schwäche ist Unmoral, in erster Linie durch Verletzung der Verhaltenskodexe. Europa gibt es umsonst.

 

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