23. November 2017

Hajo Funke auf 3sat – neutraler Extremismusexperte?

von Benedikt Kaiser / 62 Kommentare

Gestern abend lief im 3sat eine neue Reportage der Eheleute Riha; »Die Rechte Wende« kann hier gesehen werden.

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Gesehen werden kann in diesem Video, das ich nicht weiter kommentiere (dies wird, so nehme ich an, in der hiesigen Kommentarspalte erfolgen), immer wieder auch Prof. Hajo Funke. Funke, der bisweilen ermüdend redundant und skandalisierend zu Wort kommt, kommt indes nicht als »linker Publizist«, dem etwa auf einem vergleichbaren Niveau der »rechte Publizist« Götz Kubitschek gegenüber gestellt wird, zu Wort.

Er wird, ganz im Gegenteil, umstandslos als »Experte«, »Extremismusexperte« und »Rechtsextremismusexperte« eingeführt. Dem Zuschauer wird damit suggeriert, Funke wäre eine neutrale, eine sachliche, eine wissenschaftliche Instanz. Das ist mindestens zu bezweifeln, und der Dokumentation hätte es schon aus Gründen der besseren Einordnung seitens der Zuseher gutgetan, mitzuteilen, welchem Milieu der Wissenschaftler entstammt.

Denn während bei dem Gros der Beteiligten, die an einer »rechten Wende« arbeiten, die (teils radikal rechte) biographische Vorgeschichte ausgebreitet wird, wird bei Funke nicht in einem einzigen Nebensatz erwähnt, daß er selbst aus einem radikalen Spektrum stammt. Es gibt dabei zwei qualitative Unterschiede. Der erste: Funke hat seine eigene radikale Vergangenheit nie aufgearbeitet, mußte sich nie rechtfertigen, hat sich weder inhaltlich noch habituell distanziert. Der zweite Unterschied: Während man Mario Müller oder Martin Sellner, den identitären Führungsköpfen in Deutschland und Österreich, auch in dieser Doku die jugendliche »Verirrung« als Kainsmal vorhält, wird sie bei Funke schlichtweg nicht thematisiert.

Das Institut für Staatspolitik (IfS) hat in einer Studie festgestellt, daß radikal linke Lebenswege von Meinungsmultiplikatoren in Universitäten und Medien keine Ausnahme, sondern die Regel sind. In Der Weg in den Mainstream. Wie linke Journalisten den Ton angeben (hier bestellen!) werden ein gutes Dutzend exemplarischer Fälle beleuchtet. Von der Tagesschau über die FAZ, von der Süddeutschen bis zu 3sat: Ein Netzwerk von linken und ex-linken Aktivisten und Publizisten hat sich festgesetzt, das sich konsequent gegenseitig mit Aufträgen, Posten und Publikationsmöglichkeiten versorgt.

Es verwundert nicht, daß, neben Deniz Yücel, Patrick Gensing oder Samuel Salzborn, auch Hajo Funke in diesem Konglomerat auftaucht. Mit freundlicher Genehmigung des IfS geben wir nachfolgend einen biographischen Abriß Funkes aus der genannten Studie wieder – gewissermaßen als redaktionelle Ergänzung zum Kronzeugen gegen rechts, bei dessen Expertise immer der radikal linke Background bedacht werden sollte:

Hajo Funke (Jg. 1944) ist Politikwissenschaftler, dessen Blog, auf dem er regelmäßig Kommentare und Analysen veröffentlicht, häufig als Quelle für journalistische Berichterstattung angeführt wird. Dies hat sich speziell seit 2011 verstärkt, als Funke durch die NSU-Skandale einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde. Als Professor wirkte er aber vorher: Denn von 1993 an lehrte er bis zu seiner Emeritierung siebzehn Jahre lang am Institut für Politische Wissenschaften der Freien Universität (FU) Berlin. Als Schwerpunkte seiner Tätigkeiten nennt er Untersuchungen zu Rechtsextremismus und Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland.

Seine ersten Schritte im politischen Bereich folgten – wie bei dem Gros der „Rechtsextremismus-Forscher“ in der radikal linken Szene. Anfang der 1970er Jahre schloß er sein Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und Soziologie ab und engagierte sich unterdessen in verschiedenen Gruppen der äußersten Linken. Er war Mitglied im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) und wurde im Wendejahr 1968 Sprecher einer Studentenvertretung an der FU. Noch im gleichen Jahr wurde er abgesetzt, weil er Hausfriedensbruch in Form einer Besetzung goutierte. Die damalige Linie Funkes und seiner Mitstreiter bezeichnete der Publizist Michael L. Müller als dem „linksextremen AStA-Kurs“[i] zugeneigt.

Hernach wechselte der Agitator Funke zum Sozialistischen Büro (SB)[ii], einer weiteren Splittergruppe radikaler Provenienz. Das hinderte auch ihn nicht daran, akademische Weihen zu erlangen. Über eine Assistentenstelle am Institut für Politische Wissenschaften der FU Berlin kam er zur Promotion, über die Mitwirkung am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) an zur Habilitation (über Antisemitismus), von da an hatte er Gastdozenturen in Deutschland und den USA inne. 1993 zog es Funke an die FU zurück, wo er unter anderem Fabian Virchow, einen weiteren medial aktiven „Rechtsextremismus-Experten“ ausbildete und in Lohn und Brot brachte, dessen zu zweifelhafter Bekanntheit geratener Schüler wiederum der Antifa-Publizist Alexander Häusler ist, der von Virchow ein angenehmes Auskommen an einer Fachhochschule in Nordrhein-Westfalen gefunden hat: wissenschaftliche Vita nicht erforderlich, Netzwerken leichtgemacht?

Funkes Reputation als Experte für „rechts“ konnte auch sein Verhalten im sächsischen Sebnitz nichts anhaben, als er zur Jahrtausendwende eine ausländische Familie publikumswirksam betreute, deren Sohn angeblich vor den Augen der örtlichen Bevölkerung in einem Schwimmbad von einem wütenden Mob Neonazis ertränkt wurde – tatsächlich lag beim tragischen Tod keinerlei Fremdeinwirkung vor. Funke sah sich dennoch genötigt, gegen die ortsansässige Bevölkerung medial zu agitieren. Er selbst, der etwa durch den Spiegel wieder die gesuchte öffentliche Wahrnehmung erhielt, inszenierte sich als honoriger Schützer der Familie Abdulla, und klagte ob „der psychischen und physischen Isolation [der Abdullas] durch weite Teile der Sebnitzer Bevölkerung“[iii] (die monatelang durch die vereinte Presse der Bundesrepublik als gemeine neonazistische Mörder verunglimpft wurde).

Obwohl es an kritischen Stimmen aus der tatsächlichen Forschung nicht mangelte – der Chemnitzer Politikwissenschaftler Eckhard Jesse nannte Funke beispielsweise einen Autor „linker Couleur“[iv] – wurde Funke dennoch „Sachverständiger“ in mehreren Untersuchungsausschüssen, zum Beispiel im NSU-Untersuchungsausschuß des Bayerischen Landtags. Er ist zudem immer dann gefragt, wenn ARD, ZDF oder Deutschlandradio die passende Expertise zur Gefahr von rechts einforderten. Hierbei wirkte Funke insbesondere in seiner Rolle als phantasievoller Dramaturg, denn ginge es nach seinen „Analysen“, stünde Deutschland kurz vor einer Machtübernahme durch Tausende bewaffnete Neonazis.

Und in der Tat sieht Funke ein neues „1933“ vor sich. Als im April 2016 einer von 25 frischgebackenen Landtagsabgeordneten der AfD in Sachsen-Anhalt einen jungen NPD-Aussteiger in seinem Wahlkreisbüro als Hilfskraft anstellte, twitterte Funke: „Die langsame Verschmelzung zwei Nazi-Parteien - #AfD #NPD Nun kann es keiner mehr leugnen, NAZIS haben die Macht.“[v] Denn daß die AfD als solche „rechtsradikal“ sei, darf Funke allerorten – von taz bis Deutschlandradio – als „Experte“ kundtun.[vi]

Daß Funke selber mit militanten Kreisen keine Berührungsängste kennt, solange sie ihre Wurzeln in seinem politischen Ursprungslager besitzen, ist indes zu vermuten. Als linksextreme Hacker auf der Plattform „Nazi Leaks“ illegal beschaffte Daten öffentlich machten, darunter 380 Adreßsätze von Kontakten der Jungen Freiheit, übernahm Funke die Liste der Linksextremisten auf seiner Internetseite. Erst nach einer Strafanzeige sah sich Funke genötigt, diesen Schritt rückgängig zu machen.[vii]

Hajo Funke ist insgesamt ein weiteres Beispiel dafür, wie problemlos der Weg aus der radikalen Linken in den medialen Mainstream verläuft. Als Netzwerker in bezug auf weitere linke Autoren, die weiterhin auf der äußersten Linken aktiv sind, aber als Stichwortgeber für die etablierte Presse zur Verfügung stehen, nimmt Funke in diesem Zusammenhang – wie auch Patrick Gensing – eine Schlüsselrolle ein. Die Mediatorenrolle sorgt für stetigen Nachschub an Grenzgängern zwischen der extrem linken Szene und dem bundesdeutschen Mainstream.

[i] Vgl. Michael L. Müller: Berlin 1968. Die andere Perspektive, Berlin 2008, S. 275.

[ii] Vgl. Willi Hoss: „Komm ins Offene, Freund“. Autobiographie, hrsg. von Peter Kammerer, Münster 2004, S. 81.

[iii] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-18423369.html.

[iv] Eckhard Jesse: Demokratie in Deutschland. Diagnosen und Analysen, hrsg. von Uwe Backes/Alexander Gallus, Köln 2008, S. 84.

[v] https://twitter.com/profhajofunke/status/723516553778606082?lang=de. [MITTLERWEILE GELÖSCHT!]

[vi] Vgl. bspw. http://www.deutschlandfunk.de/politologe-hajo-funke-die-afd-ist-zu-einer-rechtsradikalen.694.de.html?dram:article_id=344219.

[vii] Vgl. https://jungefreiheit.de/sonderthema/2012/in-eigener-sache-hackerangriff-auf-die-pressefreiheit/.

 

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Kommentare (62)

Maiordomus
23. November 2017 13:14

Mit der Parallelisierung Prof. Hajo Funke mit Kubitschek, der eine links, der andere rechts, aber eigentlich, betr. Funke, politisch nicht zurechnungsfähig und Ausdruck neototalitärer Denunziation, schiesst Kaiser irgenwie ein Eigentor. Noch gut finde ich indes die Kommentierungen der laufenden Gesinnungsterroraktion gegen Hoecke, vgl. den neuesten Kommentar dazu auch in der Online-Ausgabe der Jungen Freiheit. Wäre Kubitschek irgendwie die Liga von Hajo Funke, nur rechts, könnte und wollte ich mich nicht an den Debatten in diesem Blogforum beteiligen. Solche Leute braucht Deutschland nicht.

Heinrich Löwe
23. November 2017 13:49

Ja, der Herr Funke war wirklich eine absolute Zumutung. Zur Debatte nichts beigetragen außer die üblichen Diffamierungen und Ettikettierungen des Gegners. Die größte Frechheit war der Anwurf der Opfer-Inszenierung, nachdem die körperliche Attacke auf den jungen Mann aus Berlin gezeigt wurde. Ich sag dazu nichts weiter, weil karma is a bitch...

Dirk Ahlbrecht
23. November 2017 14:53

Solche Reportagen bei 3sat, wie beim Staats- und Establishmentfernsehen insgesamt, sind doch nun wirklich nichts Neues. Ärgerlich ist einzig die Alimentierung solcher "Reportagen" durch den zwangsverpflichteten Beitragszahler.

Und die Doofen vor den Geräten, die dieses Propaganda-TV ansehen, wird man eh nicht zu anderen Einsichten bringen. Selbst die alltäglichen Realitäten auf Deutschlands Straßen helfen hier nicht weiter.

"Wie, bei den Nachbarn ringsum brennt es?! Das ist bedauerlich! Aber bei mir ist noch alles hübsch in Ordnung!"

Sagan
23. November 2017 17:09

Ich verstehe die Erregung nicht. Diese Reportage ist doch ein reiner - wenn auch unfreiwilliger - Werbefilm für Schnellroda und für die IB. Natürlich sind die zu Rate gezogenen "Experten" nicht sachlich und ihre "Analysen" hilflos - aber das merkt der Betrachter doch auch. Die Bilder und O-Töne der Protagonisten sprechen für sich. Gut!

Thomas Wawerka
23. November 2017 18:32

Riha, aha: die haben mich auch angeschrieben ... Sehr freundlich und "offen" und verständnisvoll. Na, war vielleicht gut, dass nichts daraus geworden ist.

Maiordomus
23. November 2017 18:37

Was mir bei diesem Film ebenfalls nicht gefällt und wofür aber nun mal der im Prinzip tendenziöse Beitrag trotzdem nichts kann ist die Dokumentation des "Zurückbrüllens" der Rechten, hier hätte eigentlich zumal Kubitschek aufgrund seiner Funktion als Verleger, der für die Freiheit der Publikation kämpft, besser den Mund gehalten. Es gibt für den geistigen Menschen, auch wenn er politisiert, nichts Wichtigeres, als bei seiner Rolle zu bleiben, um des Ernstgenommenwerdens willen. Nach meiner Vermutung wurden diese Sachen hinterher wohl doch einigermassen analysiert. Es kommt selten vor, dass man in einer dramatisch-kritischen Situation alles richtig macht. Natürlich spielen da auch die Emotionen eine Rolle...

Selbstdenker
23. November 2017 18:54

in der BRD wimmelt es nur noch von sog. "Experten" gegen Rechts. Funke ist ja ein bekannter Einpeitscher des linken Spektrum. Das sind die Schreibtischtäter die auch über Leichen gehen, koste es was es wolle. Ich kann mir solche Sendungen nicht mehr anschauen. Wer da nicht zum Wutbürger wird, den kann man nicht mehr helfen.

Der Gehenkte
23. November 2017 20:45

Das Filmchen ist doch - gemessen an den üblichen Standards - gar nicht mal so schlecht. Wichtige Leute kommen in ruhiger und überlegter Manier zu Wort, der Terror der Antifa wird live eingefangen und Funkes Erklärfernsehen entlarvt sich in seinem didaktischen Furor für jeden mitdenkenden Zuschauer ganz von selbst.

Überhaupt scheint mir ein Ton des Respekts und des Ernstnehmens über dem Projekt zu liegen. Die gewöhnliche Diffamierung und Diabolisierung funktioniert nicht mehr (dort, wo sie noch funktioniert, muß man aufmerksam lernen!), das Kleinreden auch nicht: die Neue Rechte ist mit diesem Produkt angenommen und angekommen. Das Tendenzielle an der Darstellung kann die Verbreitung der eigentlichen Botschaft nicht mehr übertönen.

Warten wirs ab: beim nächsten Mal ist Funke nicht mehr dabei, da werden dann Wagner und Zorn oder Leo vor der Kamera stehen und das wäre schon ein Fortschritt.

Umdenker
23. November 2017 22:08

Zwar im Grunde die übliche Masche (gleich im ersten Satz "Bomberjacke" und "Springerstiefel, bedrohliche Musik, die allgegenwärtige Unterstellung der Verstellung...), aber graduell besser als andere Berichte - da würde ich dem "Gehenkten" recht geben. Man lässt die Rechten zu Wort kommen, versucht aber das Nachdenken beim Zuschauer zu unterbinden, indem man immer sofort den vermeintlichen Experten dazwischenschaltet. Betreutes Denken eben. Das ist aus Sicht der Macher wohl notwendig, weil die unterstellten Gefahren (gegen Demokratie etc.) sich nicht belegen lassen. Sie müssen deshalb von vermeintlichen Kennern angedeutet und eingeflochten werden.
Leider gibt es eine Ausnahme: Was Pirincci von 53:30 bis 53:55 ablässt, ist in der Tat geisteskrank.

Franz Bettinger
23. November 2017 22:33

@ Maiordomus: 

Gerade Kubitscheks Zurückbrüllen "Jeder hasst die Antifa" und später im Chor "Nazis raus" an die Adresse der Störer fand ich wohltuend, und es war ja auch sehr effektiv. Es war klassisches, großes Gegen-Mobbing. Das Spontane daran erinnerte mich übrigens an Helmut Kohl, der mit Eiern beworfen den Eierwerfer persönlich stellen wollte, was natürlich aussichtslos war und dennoch etwas sehr Menschliches hatte. Mir gefiel das, völlig unabhängig davon, ob mir Kohl gefiel oder nicht. Die Immer-Nur-Taktiker mag ich weniger.

@ Der Gehenkte

Ich konnte mir den Funkestreifen nur zu einem Viertel seiner langweiligen Länge ansehen. Da linst die Propaganda um jede Ecke; durch jedes Wort schimmert die Lüge. Nun ja, für mich und unsereins sind diese Hetz-Filmchen auch nicht gemacht. Nach dem, was Sie schreiben, werde ich mir den Streifen nun aber zu Ende ansehen. Vielleicht steckt ja doch mehr drin. Ein Ton des Respektes gar? Ihre Bemerkung gefiel mir gut: "Das Tendenzielle an der Darstellung kann die Verbreitung der eigentlichen Botschaft nicht mehr übertönen." Hoffentlich.

 

Lotta Vorbeck
23. November 2017 22:49

Hajo Funke, »Extremismusexperte« und »Rechtsextremismusexperte« = ein in der Wolle gefärbter, linksliberaler Trompeter, Protagonist der Frankfurter Schule, saturierter Nutznießer des BRD-Präteritums, lebendiges und zugleich im Vergehen begriffenes Fossil einer sich ihrem Ende zuneigenden Epoche

 

Lotta Vorbeck
23. November 2017 22:59
@Thomas Wawerka - 23. November 2017 - 06:32 PM

"Riha, aha: die haben mich auch angeschrieben ... Sehr freundlich und "offen" und verständnisvoll. Na, war vielleicht gut, dass nichts daraus geworden ist."

 

_______________________________

 

"Beobachtungen jenseits der Mitte: Sie sind Autoren, Verlagsbesitzer, Philosophen, Künstler, Studenten, Kirchenmänner und Politiker. Gebildet, wortgewandt, und gleichzeitig radikal - Knotenpunkte im neurechten Netzwerk zwischen AfD und Identitärer Bewegung." - heißt es im Begleittext auf 3sat

Demnach bezieht sich das Wort "Kirchenmänner" auf Sie, Herr Werwerka.

Offenbar sparte man sich die Überarbeitung des bereits vorab produzierten Begleittextes obwohl Sie in diesem Filmchen letztlich mit keiner Silbe erwähnt werden.

Fräulein von Trense
23. November 2017 23:09

So, so Jahrgang 44 ist der Gutste ... und kein Prostata- Ca oder ähnliches in Sicht?

Es gab einmal eine Zeit, da ich mit dem Schöpfer aller Dinge etwas gehadert habe, weil Er solche Kreaturen auf Erden lang, lustig und unbeschadet leben und so viel Schaden anrichten läßt. Das kam mir ziemlich ungerecht vor.

Mittlerweile tröste ich mich mit der Aussage eines Heiligen (dummerweise habe ich dessen Namen vergessen), laut der Gott hoffnungslos bösen, verkommenen und unrettbaren Menschen bereits auf Erden das bißchen Gutes, was sie ja doch da und dort getan haben mögen (vielleicht aus Versehen oder in ihrer Kindheit, als sie noch nicht ganz so verdorben waren) mit Wohlstand, Gesundheit und weiteren irdischen Gütern vergilt, denn in der Ewigkeit kann Er sie nicht mehr belohnen, sondern nur noch gerecht behandeln.

Eigentlich sollte man in Schande und Unehren Ergraute daher eher bemitleiden.

Heinrich Brück
24. November 2017 00:50

@ Umdenker

Pirincci ist nicht geisteskrank, die Zahl ist sehr moderat gehalten. Mit der Umsetzung würde es so wahrscheinlich nicht funktionieren, schon die Zeitangabe bleibt unrealistisch. Die Remigration würde sehr viel Geld kosten, was nicht weiter schlimm wäre. Bleiben diese Leute alle hier, dann wird es geisteskrank. Aber diese Fragen stellen sich überhaupt nicht, denn die nächsten Jahre stehen Migration und Familienzusammenführung auf dem Programm.

Lotta Vorbeck
24. November 2017 02:01

@Franz Bettinger - 23. November 2017 - 10:33 PM

"Ich konnte mir den Funkestreifen nur zu einem Viertel seiner langweiligen Länge ansehen. Da linst die Propaganda um jede Ecke; durch jedes Wort schimmert die Lüge. Nun ja, für mich und unsereins sind diese Hetz-Filmchen auch nicht gemacht. Nach dem, was Sie schreiben, werde ich mir den Streifen nun aber zu Ende ansehen." 

Gewiß ist's eine sowohl anstrengende als auch zeitfressende Angelegenheit sich derartige GEZ-Staatsfunk-Gehirnwäsche-Sendungen anzuschauen.

Es tut aber - fein dosiert versteht sich - mitunter dennoch ganz gut, auch darüber im Bilde zu sein, mit welchen Geschichten die andere Feldpostnummer das ihr noch verbliebene, mit zunehmender Tendenz geriatrische, jahrzehntelang in BRD-Toleranzsoße weichgekochte Publikum in bewährter Manier einzuseifen versucht.

Wenn der Wind ab und an von der morastigen MSM-GEZ-Lückenpresse-Märchenwiese leicht in das von Götz Kubitschek und Martin Sellner angepflanzte, noch junge neurechte Wäldchen herüber weht, wird der dieses Wäldchen durchstreifende Wandersmann von jenem miefig-abgestandenen Luftzug zugleich daran gemahnt, es sich nicht allzu voreilig in der eigenen Echokammer bequem zu machen.

Simplicius Teutsch
24. November 2017 07:35

Hajo Funke und die Rolle, die er spielt, muss man mit Distanz betrachten. Nicht ärgern. So ist er nun mal, der Hajo Funke, wie er leibt und redet. So sind im Deutschland der Gegenwart auf der medialen Hauptbühne die Machtverhältnisse. So ideologisiert er, so wird er dem Publikum, wie üblich, auf professoraler Warte präsentiert, und so analysiert und kriminalisiert er die rechte Gefahr im Sinne und zum Zwecke des Machterhalts der herrschenden politisch-medialen Klasse.

Darüber sollte man sich nicht ärgern oder gar aufregen. Im Gegenteil. Ich denke, man muss Hajo Funke als unverzichtbares Mosaiksteinchen dieses einstündigen öffentlich-rechtlichen „Gesamtkunstwerkes“ sehen. Es ist ein Zeitdokument. Ohne ihn als Stichwortgeber für die linken Antideutschen würde was fehlen. Ich fand die Reportage jedenfalls sehr interessant und informativ. Und Melanie Schmitz ist echt super attraktiv.

Lotta Vorbeck
24. November 2017 12:15

@Simplicius Teutsch - 24. November 2017 - 07:35 AM

"... Und Melanie Schmitz ist echt super attraktiv."


Die Frauen im neurechten Lager - es gibt bisher zu wenige davon - kommen allesamt höchst attraktiv daher.

Am anderen Ufer des Flusses geht's in dieser Hinsicht, um es mal freundlich zu umschreiben, wohl eher hausbacken zu.

Umdenker
24. November 2017 14:28

@ Heinrich Brück

Ich habe von Pirincci schon ganz vernünftige Sachen gelesen (besonders, wenn man seine Polemik als Stilmittel in Rechnung stellt). Aber nach dem, was er da von sich gegeben hat, ist er für mich erledigt.
Dass die Idee, man solle Millionen von Ausländern nach einer sechsmonatigen Wartefrist aus ihren Wohnungen werfen und von der Nahrungsmitteversorgung abschneiden, bei Ihnen keinen Anstoß erregt, gibt mir, ehrlich gesagt, zu denken.

Thüringer
24. November 2017 14:38

 Ich habe das Buch "Der Weg in den Mainstream. Wie linke Journalisten den Ton angeben" noch nicht gelesen, und weiß deswegen nicht, ob dieser der Funke-Virchow-Häusler ähnliche Fall darin erwähnt ist. Der Name Wilhelm Heitmeyer ist seit den berüchtigten "Deutschen Zuständen" geläufig. Vor etwa 10 Jahren war einer seiner Schüler als Gastprof an der FSU Jena, wo er u. a. im Hörsaal Fragebögen für die "Deutschen Zustände" verteilte. Ob es die waren, in denen jene, die der Aussage "Der Islam hat eine bewundernswerte Kultur hervorgebracht" nicht uneingeschränkt zustimmten, als Islamfeinde gezählt wurden, kann ich leider nicht mehr sagen. Heute ist der von vielen Studenten eher als eitler Geck belächelte Gastprof Nachfolger von Heitmeyer als Leiter des Bielefelder  "Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung" und als "Experte wofürwohl" omnipräsent. Daß die "Deutschen Zustände" äußerst kritikwürdig erstellt wurden, was sogar linke Medien thematisierten, scheint diesen Status nicht zu behindern.

PS: der mit seinem infantilen Sptznamen auftretende Funke,eigentlich heißt er Hans-Joachim, wurde 1944 in Schlesien geboren. In seiner Vita gibt er als Geburtsort "Guhrau/Polen" an. Jaja, und Kant wurde in Rußland geboren… Allein dieses Detail zeigt, daß es sich bei Funke um einen Ideologen handelt.

Lyrurus
24. November 2017 15:50

Nach meinem Eindruck, ein Sieg nach Punkten. Funke und die Tante vom Spiegel sind für mich nicht überzeugend, sondern sind zu erwartbar. Kubitschek, Kositza, Sellner et al. wirken authentisch und gehen mit kritischen Fragen souverän um. Mit einer Ausnahme: Pirincci halte ich für einen Malus und schwer erträglich. 

Lotta Vorbeck
24. November 2017 20:59

@Umdenker - 24. November 2017 - 02:28 PM

"... Dass die Idee, man solle Millionen von Ausländern nach einer sechsmonatigen Wartefrist aus ihren Wohnungen werfen und von der Nahrungsmitteversorgung abschneiden, bei Ihnen keinen Anstoß erregt, gibt mir, ehrlich gesagt, zu denken. ..."
Eine Karenzzeit von sechs Monaten sollte wohl ausreiched sein, um die Heimreise ins Morgenland zu organisieren.

Und wenn Sie dann am denken, respektive umdenken sind, wird werden Sie verehrter @Umdenker sicherlich alsbald ebenfalls zu der Erkenntnis gelangen, daß die Beherbergung, Beköstigung, medizinische Versorgung und Alimentierung eines quietschfidelen Millionenheeres mal eben über die faktisch nicht mehr existente Grenze nach GerMoney hereingeschlappter, illegaler, kulturfremder Landnehmer der perfekte Weg in den eigenen Untergang ist.

PB
24. November 2017 21:10

Ein schnell und präzise geschnittener Ritt durch das gesamte Filmmaterial, das zu konservativen Aktionen der letzten zehn Jahre verfügbar ist, teilweise mit unbekannten Sequenzen (Buchmesse FFM), jedenfalls solchen, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bisher noch nie gezeigt wurden (IB Brandenburger Tor, IB Burgtheater, KSA Humboldt-Uni).

Die Einspielungen des ostpreußischen Pausenclowns brachten Ruhe in das Stück, dessen intendierte Wirkung sich durch die eintönigen Wiederholungen der immer gleichen Zuschreibungen aus dem Mund des "Experten" unter dem Strich in ihr Gegenteil verkehrte.

Kositza: Ich dachte auch an Ostpreußen, Wikipedia weist ihn aber als Niederschlesier aus. Das Wort Pausenclown kam mir nicht in den Sinn, sondern "Professor Hastig" (wohnhaft Sesamstr.)

Indem die Zuschauer in diesem Beitrag auch zu sehen bekamen (R. Timm im RTW, Feuer und Pflastersteine in Halle), mit welcher menschenverachtenden Aggressivität ihre politischen Gegner aufzutreten pflegen, können die konservativen Protagonisten durchaus zufrieden sein, dass man sie einmal aus nächster Nähe bei ihren Aktionen begleiten und von ihnen selbst, d.h. aus erster Hand, etwas über ihre Motive erfahren konnte.

Umdenker
24. November 2017 23:40

@ Lotta Vorbeck

Ist schon klar. Von den 5,7 Millionen registrierten Nicht-EU-Ausländern wollen Sie 8 Millionen innerhalb von 6 Monaten auf die "Heimreise ins Morgenland" schicken.
War sehr aufschlussreich, das Gespräch (ganz ohne Ironie).

Paracelsus
25. November 2017 00:48

Alles in allem ein informativer Film, der viel O-ton der rechten Protagonisten bringt. Die volkspädagogisch simple Art, mit der Herr Funke seine Geistesblitze einbringen konnte, wobei er unerwarteterweise die Aussagen der Rechten "widerlegte", wirkt leicht durchschaubar. Das sollte dem deutschen Untertanen noch zugemutet werden, das zu durchschauen.

Frage an @Melanie Amman: Ihre Aussage, die neue Rechte würde die parlamentarische Demokratie ablehnen: woraus speist sich diese Einschätzung? Beziehen Sie sich darauf, dass, z.B. ausdrücklich von der AfD, die Einführung der direkten Demokratie gefordert wird? Das wäre dann aber nicht gegen die parlamentarische Demokratie, denn direkte D. gibt es bereits auf Länderebene, in der Schweiz und und und.

Bei Akif P. hat man doch den Eindruck, dass das Denkorgan ... naja, irgendwie nur sehr lose mit der Substanz, die sich innerhalb des Schädels befindet, verbunden ist.

Statt sich mit solcher Art gedankenloser Forderungen zu solidarisieren, wäre es vielmehr dringend notwendig, wirklich menschliche Ideen für eine Remigration der vielen Heimatlosen in Deutschland zu entwickeln. Oder eben die von Kubitschek im Film ausgesprochene Frage der Assimilation statt nur der Integration näher zu erläutern. Dafür bräuchte es allerdings auch die Einbeziehung von Migranten, die am eigenen Leibe erfahren haben, was es bedeutet, seine Heimat zu verlassen und sich anderswo zurecht zu finden. Und, hier im Blog war es des öfteren schon thematisiert:  wohinein sollen sich die Nichtdeutschen denn integrieren und assimilieren ? In eine selbstvergessene Nation, wo "Nie wieder Deutschland"-Parolen niemanden, außer ein paar rechts-randständiger Aussätziger, interessieren?

Ein Ansatz für das selbstvergessene deutsche Volk könnte Humboldt sein; die aktuelle JF bringt auf S. 13 Fabian Schmidt-Ahmad, re. Spalte: "Der Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt (1767-1835) war zwar Kind der Aufklärung, kritisierte diese aber dafür, das Wesentlichste übersehen zu haben. Denn Aufklärung ist nicht Fortschritt, ist nicht entfesselte Vernunft allein, sondern sie ist vor allem anderem Ausbildung von Individualität. Anderes leitet sich hiervon erst ab, führt ohne diese ins Nichts."

Diese Ausbildung der Individualität ist es, die vergessen ist; das "Nichts" ist allgegenwärtig, das lautstarke, konsumgeschwängerte, fussballerische....... Nichts. An der Ausbildung der Individualität kann aber jeder Mensch arbeiten, wenn er, der Mensch, es will.

mwiz11
25. November 2017 08:39

Die Macher taten sich mit dieser Sendung keinen Gefallen und merkten dies vielleicht gar nicht. Die Rechten wirkten authentisch, jung, inspiriert und wenig radikal. Dem gegenüber ein sichtlich lustloser, müder alter Mann der ständig dieselben Platitüden wiederholte.

Dem Publikum, welches solche Sendungen schaut, dürfte das nicht verborgen geblieben sein.

Ernst-Fr. Siebert
25. November 2017 14:36

@Fräulein von Trense:

So, so Jahrgang 44 ist der Gutste ... und kein Prostata- Ca oder ähnliches in Sicht?

Vielen Dank auch...

 

Cacatum non est pictum
25. November 2017 15:52

Ich rege an, mal die eigene Filterblase zu verlassen, wenn man sich diese Dokumentation anschaut. Ich fand sie durchweg sehenswert. Es wurde reichhaltiges Bildmaterial verwendet. Die Intervieweinspielungen der rechten Protagonisten waren für meinen Geschmack etwas zu kurz, aber immerhin sind sie an vielen Stellen zu Wort gekommen. Was die befragten Leute von der anderen Feldpostnummer zu Protokoll gegeben haben, hat mich durchaus überrascht. Es war überwiegend sachlich und ohne Polemik formuliert; ich denke da etwa an die Wortmeldungen von Herrn Wagner oder Frau Amann.

Und nicht zuletzt sollte man auch in Betracht ziehen, daß diese Leute in dem einen oder anderen Punkt möglicherweise recht haben. Wenn Herr Funke beispielsweise meint, daß die Ziele der Neuen Rechten letztlich nicht ohne Gewalt und Blutvergießen verwirklicht werden können, dann dürfte er damit - leider! - richtig liegen. Eine Remigration in notwendigen Größenordnungen ist ohne sehr, sehr häßliche Begleiterscheinungen eigentlich nicht vorstellbar; dafür sind die bereits geschaffenen Fakten einfach zu hart. Man schaue nur auf die Reaktionen der ausländischen Anwohner bei der IB-Demo in Berlin-Wedding. Eroberung der Kulturhegemonie: gut und schön - aber die politischen Probleme müssen eben auch praktisch gelöst werden. Vermutlich machen sich an dieser Stelle viele etwas vor.

Cacatum non est pictum
25. November 2017 15:55

@Paracelsus

Alles in allem ein informativer Film, der viel O-ton der rechten Protagonisten bringt. Die volkspädagogisch simple Art, mit der Herr Funke seine Geistesblitze einbringen konnte, wobei er unerwarteterweise die Aussagen der Rechten "widerlegte", wirkt leicht durchschaubar. Das sollte dem deutschen Untertanen noch zugemutet werden, das zu durchschauen.

@mwiz11

Alles in allem ein informativer Film, der viel O-ton der rechten Protagonisten bringt. Die volkspädagogisch simple Art, mit der Herr Funke seine Geistesblitze einbringen konnte, wobei er unerwarteterweise die Aussagen der Rechten "widerlegte", wirkt leicht durchschaubar. Das sollte dem deutschen Untertanen noch zugemutet werden, das zu durchschauen.

An Sie beide: Ich hoffe, daß Sie da richtig liegen. Meine Erfahrungen im privaten Umfeld lassen eher anderes vermuten.

Cacatum non est pictum
25. November 2017 16:17

Ich bitte um Verzeihung für meine zerstückelte Wortmeldung. Den Foristen mwiz11 habe ich soeben falsch zitiert. Seine Aussage, auf die ich mich bezog, lautete:

Die Macher taten sich mit dieser Sendung keinen Gefallen und merkten dies vielleicht gar nicht. Die Rechten wirkten authentisch, jung, inspiriert und wenig radikal. Dem gegenüber ein sichtlich lustloser, müder alter Mann der ständig dieselben Platitüden wiederholte.

 

Dem Publikum, welches solche Sendungen schaut, dürfte das nicht verborgen geblieben sein.

Der Feinsinnige
25. November 2017 18:26

 

In Abwandlung bzw. Ergänzung des in diesem Block schon vielfach zitierten Ausspruchs Gandhis:

 

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich“, dann berichten sie über dich, „und dann gewinnst du.“

 

Ich empfinde den 3-sat-Bericht - mal abgesehen von der Sequenz mit dem offenbar tatsächlich von allen guten Geistern verlassenen und nicht (mehr?) ernstzunehmenden Pirincci - als nächsten Meilenstein und schließe mich daher dem positiven Teil der Bewertungen an. Dies ist nicht mehr nur ein 5 bis 15-Minuten-Bericht, von denen es bereits diverse gab, sondern eine einstündige Reportage, in der vor allem die Protagonisten Kubitschek, Sellner und Timm wohltuend ausführlich zu Wort kommen; eine Reportage, in der sogar die linksextreme Gewalttätigkeit durch den Überfall auf Robert Timm (beinahe vor laufenden Kameras) eindrucksvoll dokumentiert wurde. Nebenbei ein durchaus ernstzunehmender Versuch, einen wesentlichen Teil der Geschichte des Verlages Antaios und der IB darzustellen. Daß ein solcher Film derzeit (noch) nur mit konsequent negativem Unterton (bei den Autoren durchaus moderat, bei Hans-Joachim Funke – geschenkt – kaum erträglich, durchaus im Gegensatz zu Melanie Amann und Thomas Wagner) über die Bildschirme flimmern darf, ist keine Überraschung.

Entscheidend ist, was @ Der Gehenkte oben in den Satz gefaßt hat: „Das Tendenzielle an der Darstellung kann die Verbreitung der eigentlichen Botschaft nicht mehr übertönen.“ Und: Eine solche Reportage steigert den Bekanntheitsgrad – und damit auch die potentielle Zahl der Anhänger der außerparlamentarischen Opposition nur noch weiter. Nur wer schon einmal von dieser Opposition gehört hat (soll heißen: mehr als eine Zehnzeilenmeldung in irgendeiner Tageszeitung) und konkrete Personen damit verbindet, kann zum Unterstützer werden.

Zu Herrn Funke:

Einiges, was er sagt ist doch bemerkenswert:

Ab Minute 3.50: Wenn ich ihn richtig verstehe, räumt Funke offenbar ohne weiteres ein, daß es den „großen Austausch“ gibt, was ansonsten doch eher rundweg abgestritten wird (er läßt ein Wort wie das sonst häufig verwendete „angeblich“ oder „sogenannt“ weg).

Ab ca. Minute 48.15: Das Kreuz als Instrument „gegen die Moschee und damit im Grunde ein Kampf gegen das Grundgesetz.“

Funke setzt, seine Formulierung wörtlich genommen, letztlich Grundgesetz und Moscheebau gleich. Sehr interessant. Diese beiden Zitate nur als Beispiel, daß die tatsächlichen Kernpunkte der notwendigen Auseinandersetzung sich langsam aber sicher auch in den größeren Medien herauskristallisieren und Leute wie Funke (also letztlich das gesamte derzeit noch realexistierende politisch-mediale Establishment) notwendigerweise immer mehr in die Defensive geraten werden. Die Reportage stellt teilweise die Positionen unmittelbar gegenüber, teilweise auch nur nebeneinander. Sie könnte meines Erachtens ein weiterer Schritt hin zu direkten öffentlichen Diskussionen zwischen beiden Seiten sein.

Die Reportage zeigt, daß die Etablierten die Geschehnisse nicht mehr im Griff haben. Als weiteres Indiz für dieses Fazit sei noch folgender Link gestattet, zu einer Bilderserie, welche geeignet ist, innerlich und äußerlich Heiterkeit auszulösen:

https://www.facebook.com/Bjoern.Hoecke.AfD/photos/pcb.1990007431240533/1990007171240559/?type=3&theater

Einmal mehr: Hut ab vor Björn Höcke.

 

 

 

Der_Jürgen
25. November 2017 22:07

Zu Funke fällt mir nichts mehr ein. Zu Akif Pirincci hingegen schon.

Ich schätze den Mann an und für sich; manche seiner Texte - nicht alle - sind wirklich ein Lesegenuss. Man sollte ihn aber nicht vor einer Kamera auftreten lassen, da er - wie bei der völlig verunglückten Pegida-Rede - dann improvisieren muss, was er, im Gegensatz zu Kubitschek oder Sellner oder Lichtmesz, einfach nicht kann.

Ich bin wie Pirincci der Ansicht, dass Millionen repatriiert werden müssen, und ich stimme @Caccatum non est pictum zu, wenn er darauf hinweist, dass dies nicht hässliche Begleiterscheinungen (um es schonend auszudrücken) abgehen wird. Die von Pirincci genannte Frist von sechs Monaten ist freilich vollkommen unrealistisch. Es würde reichen, den nicht erwünschten Ausländern nach einer sechsmonatigen Warnfrist zuerst alle Sozialhilfe zu streichen. Ausserdem könnten andere Massnahmen wie das Verbot von Halalschlachten, Beschneidung, Koranschulen, Verschleierung etc. dafür sorgen, dass ein grosser Teil der in Deutschland lebenden Muslime freiwillig in die Heimat zurückkehrt. Man kann ihnen - ausser den Kriminellen natürlich - diesen Entschluss durch ein anständiges Zehrgeld versüssen. Wird eine Menge Bares kosten, aber die Alternative wäre tausendmal kostspieliger.

 

Lotta Vorbeck
25. November 2017 23:20

@Umdenker - 24. November 2017 - 14:28
@Umdenker - 24. November 2017 - 23:40

Wie war gleich nochmal der Name des Landes von dem Sie hier reden?

"Millionen-Ausländer-Land"?

"Acht-Millionen-registrierte-EU-Ausländer-Land"?

...

Lotta Vorbeck
25. November 2017 23:27

@Der_Jürgen - 25. November 2017 - 10:07 PM

Zu Funke fällt mir nichts mehr ein. Zu Akif Pirincci hingegen schon.

_________________________

Akif Pirincci spricht das unverblümt öffentlich aus, was sich der gemeine, GEZ-Staatsfunk-konditionierte BRDler nicht mal vor dem Spiegel in seinem privaten Kämmerchen stehend, bei zugezogenen Vorhängen zu flüstern wagt.

PB
26. November 2017 01:45

(OT) Man möge mir bitte die fälschliche Mitteilung (siehe Einwand E.K.) über die geografisch-kulturelle Herkunft Funkes verzeihen. Das äußerliche Setting des Interviews und der ganz spezielle Sound in seiner Stimme hatten mich ganz offensichtlich an jemanden erinnert, der tatsächlich in Ostpreußen geboren wurde.

P.S. Im Januar 2012 schien Herr Professor em. Dr. H.-J. Funke wie elektrisiert davon gewesen zu sein, dass es einem früheren Praktikanten des JF-Verlags gelungen war, nach etlichen Monaten des Zuwartens eine unrechtmäßig kopierte Datei mit den privaten Anschriften von JF-Autoren und sonstigen Bezugspersonen der JF (darunter auch "PB") dem inzwischen vom Bundesinnenminister verbotenen Portal "Indymedia" zuzuspielen. Kaum war diese Datei online sichtbar, war sich Funke nicht zu schade, diese höchstpersönlichen, vertraulichen Daten sogleich auf seiner eigenen Homepage weiterzuverbreiten. Zu jener Zeit wies das Impressum der privaten Homepage Funkes noch die offizielle Adresse des Otto-Suhr-Instituts aus, an die ich mich sogleich gewandt habe, um gegenüber der Berliner Staatsanwaltschaft den Verdacht eines Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz (und weiterer presse- bzw. medienrechtlicher Bestimmungen) anzuzeigen. Meine gegen den Einstellungsbeschluss vom 11.04.12 zum Ermittlungsverfahren 281 XX YYY/12 gerichtete Beschwerde wies die Generalstaatsanwaltschaft Berlin seinerzeit mit dem Hinweis ab, dass Super-Hajo seine Beute bereits nach wenigen Stunden wieder von seiner Homepage entfernt hatte und es nach Ansicht der erstinstanzlichen Ermittlungsbehörde "nicht ersichtlich" gewesen sei, dass die "Veröffentlichung der Daten in der Absicht erfolgte", denjenigen Personen, die auf der Adressliste mit Namen und Privatanschrift verzeichnet waren, "Schaden zuzufügen".

 

Franz Bettinger
26. November 2017 07:45

@ Paracelsus, @ Umdenker und @ alle, die über die schwierigen (?) Wege der Remigration nachdenken: Der wackere Pirincci würde empfehlen: Machen Sie mal Urlaub in Syrien!

Der Krieg ist aus. Das Wetter gut. Die Preise niedrig. Wozu noch warten, Leute? Es sei denn, Sie sind "Syrer". Als "syr. Flüchtling" Heimat-Urlaub zu machen, das würde nicht so gut ankommen in Ihrem Gastland, der brd. Als "Flüchtling", der in Deutschland bleiben möchte, warten Sie bitte noch ein paar Monate, bis die neue Regierung fest im Amt sitzt, ehe Sie dann machen können, was Sie wollen. Denn Merkel hat nicht alle Medien in ihrer Tasche. Ein paar wie Epochtimes könnten Stunk machen. Also liebe "Flüchtlinge", die hier mitlesen und sich Tipps holen: Den Ball bitte noch etwas flach halten, auch wenn es da unten viel schöner und angenehmer ist als im scheißkalten Deutschland! Jaja, Damaskus ist ziemlich genau das Gegenteil von dem, was uns die Medien in den letzten 7 Jahren erzählt haben. Die Menschen sind angstlos, freundlich, viele Frauen gehen unverschleiert, man kann sogar Alkohol kaufen. Christen neben Moslems. Kirchen neben Moscheen und jüdischen Synagogen. "Assad hat sich nicht unterkriegen lassen!" sagen die Leute und sind froh drüber. Ein Urlaub im Ländle, das könnte der Beginn einer wunderbaren und dauerhaften Rückreise werden. Wenn nicht, tja, dann könnte Meister @ Cacatum non est pictum und @ Der Jürgen recht behalten. Dann könnte es "hübsch hässlich" werden, um es mit Pater Braun zu sagen. Herzlich, Franz

Franz Bettinger
26. November 2017 07:48

Sorry, ich vergaß den Link zu meiner Geschichte vom "Urlaub in Syrien":
http://www.epochtimes.de/genial/wissen-genial/willkommen-in-syrien-mein-freund-ein-reisebericht-aus-damaskus-es-ist-ganz-anders-als-das-was-die-medien-berichten-a2275386.html

Lotta Vorbeck
26. November 2017 13:06

@PB - 26. November 2017 - 01:45 AM

"... Meine gegen den Einstellungsbeschluss vom 11.04.12 zum Ermittlungsverfahren 281 XX YYY/12 gerichtete Beschwerde wies die Generalstaatsanwaltschaft Berlin seinerzeit mit dem Hinweis ab, dass Super-Hajo seine Beute bereits nach wenigen Stunden wieder von seiner Homepage entfernt hatte und es nach Ansicht der erstinstanzlichen Ermittlungsbehörde "nicht ersichtlich" gewesen sei, dass die "Veröffentlichung der Daten in der Absicht erfolgte", denjenigen Personen, die auf der Adressliste mit Namen und Privatanschrift verzeichnet waren, "Schaden zuzufügen"."



Wie infam von Ihnen werter PB, überhaupt daran zu denken, der BRD-Edelbestmöntsch Funke könnte beabsichtigt haben, den auf dieser Liste genannten Leuten mit der Veröffentlichung der Adresssätze "Schaden zuzufügen".

Selbstverständlich "wollte der nur spielen", war es "eine Kunstaktion", womöglich gar der Versuch Funkes, eine Art Kontaktbörse zu eröffnen, um diese JF-Abonennten als Pen pals aka Brieffreunde zu gewinnen.

Paracelsus
26. November 2017 13:09

@ Franz Bettinger

Sie machen es sich zu einfach: im Kontext des behandelten Filmes geht es um Berlin-Wedding, eine Gegend mit vielen seit Jahrzenhnten angesiedelten und neu geborenen ethnischen Nichtdeutschen - und um die "8 Millionen" von denen Pirincci spricht. Also nicht um syrische Kriegsflüchtlinge oder andere, die seit 2015 in großer Zahl via Asylantrag zugezogen sind.

Ich stehe bezüglich dem Demo-Ort Wedding allerdings klar gegen die IB. Forderungen an Menschen, aufgrund ihrer Ethnie dieses Land zu verlassen halte ich für unangebracht. Solche Forderungen sind dann berechtigt, wenn der Aufenthaltsstatus dies verlangt, sonst nicht. Beim Thema Migration brauchen wir Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit, alles andere wäre ein Gleichziehen mit der Politik der Bundeskanzlerin und ihrer Minister, Berater usw., nur spiegelbildlich. Deren "sanfte" Gewalt, Menschen in Deutschland aufzunehmen und versorgen zu lassen und irgendwann "sind sie halt da", mit Gegengewalt zu beantworten und nun genauso wahllos Menschen des Landes zu verweisen - mit Ethik jedenfalls hat das dann nichts mehr zu tun.

Gegen die Pseudoethik der Kanzlerinbrigade braucht es keine Anti-Pseudoethik von Rechts, sondern wahre Ethik, also Verantwortungsethik.

Womit wir wieder bei der Aus- und immer Weiterbildung der Individualität sind: Ich denke, der Gegensatz, auf den es ankommt, die Entscheidung, die der Mitteleuropäer heute zu treffen hat, ist nicht Rechts oder Links, sondern Individualität oder Masse, Eigensein oder Anpassung. Derzeit steht "Links" für Anpassung und betreutes Denken.

Remigration geschieht, so wird berichtet, bereits freiwillig, d.h. kann in menschlichem Maß erfolgen. Dieses menschliche Maß muss im auge behalten werden. - Die Annahme, dass alle Migranten hier bleiben wollen, geht übrigens wie selbstverständlich davon aus, dass es sich um den Wunsch nach einem materiell besseren Leben handelt; insofern spiegeln diese Migranten bzw. unser Bewußtsein von ihnen nur den unser Leben, Denken und Fühlen dominierenden Materialismus. Es ist ein typisch "westliches" Bewußtsein; ein Urphänomen desselben ist Otto Schilys Banane, die er am 18.3.1990 in die Fernsehkamera hielt: die ollen Ossis hatten sich mit ihrer Wahl als (genauso!) materialistisch geoutet wie es die Wessis sind, nur dass man bekanntlich den Splitter lieber im Auge des Anderen wahrnimmt, nicht den Balken im Eigenen...

Selbst wenn das Hauptmotiv vieler Migranten ein besseres materielles Leben sein sollte, bringt das wirkliche Leben in Europa viele Nöte emotionaler Art, Einsamkeiten aller Art, kulturelle Friktionen usw. Allein die Einwanderung in den Sozialstaat ist, genau besehen, eine Selbstverletzung, weil es würdelos ist, sich nicht selbst durch seine Fähigkeiten seinen Lebensunterhalt verdienen zu können. - "Für Flüchtlinge" zu sein, wie es viele Wohlmeinende von sich denken, ist also mitnichten ethisch höherstehend als "gegen Flüchtlinge" zu sein. Letzteres kann aber nur dann einen Anspruch auf ethisch hochstehend-sein erheben, wenn es sich um die Erkenntnis und Kenntnis der Ursachen der Migrationsbewegungen bemüht und, wo man politisch gestaltend tätig sein kann, das Mögliche dagegen tut. - Dies zu tun, kann von der deutschen Regierung jedenfalls nicht gesagt werden, im Gegenteil. Siehe die Sanktionen gegen Syrien seit ca. 2011 u.v.a.

Lotta Vorbeck
26. November 2017 13:44

@Franz Bettinger - 26. November 2017 - 07:45 AM

"...
EPOCHTIMES - Willkommen in Syrien mein Freund - ein Reisebericht aus Damaskus

... "Assad hat sich nicht unterkriegen lassen!" sagen die Leute und sind froh drüber. Ein Urlaub im Ländle, das könnte der Beginn einer wunderbaren und dauerhaften Rückreise werden. Wenn nicht, tja, dann könnten Meister @ Cacatum non est pictum und @ Der Jürgen recht behalten. Dann könnte es "hübsch hässlich" werden, um es mit Pater Braun zu sagen. ..."

Wenn die alle in GerMoney bleiben - und sie bleiben nicht nur, tagtäglich werden es noch ein paar Hundert mehr von denen, während die autochthone Population gleichzeitig zunehmend vergreist und sich rasant in die ewigen Jagdgründe verabschiedet - tja, dann wird's wohl, allerspätestens in dem Moment, wenn auch noch die letzte, von den Vorgängergenerationen zusammengetragene und über zwei verheerende Kriege hinweg gerettete Substanz restlos verfrühstückt, ergo die Kuh GerMoney faktisch ausgemolken ist, frei nach Pater Braun ebenfalls "hübsch hässlich" werden.

Lotta Vorbeck
26. November 2017 18:51

@Paracelsus - 26. November 2017 - 01:09 PM

an @Franz Bettinger

Sie machen es sich zu einfach: im Kontext des behandelten Filmes geht es um Berlin-Wedding, eine Gegend mit vielen seit Jahrzenhnten angesiedelten und neu geborenen ethnischen Nichtdeutschen - und um die "8 Millionen" von denen Pirincci spricht. ...

Demnach wäre dann, werter @Paracelsus, Ihrer cuckservativen Logik folgend, für D dasselbe Szenario unausweichlich, welches momentan in Burma/Myanmar mit der Präzision eines Uhrwerkes durchexerziert wird.


Der Unterschied bestünde lediglich darin, daß die islamische Landnahme hierzulande "erst" seit Jahrzehnten, in Burma ALLAHdings nun schon seit 100 Jahren läuft.


Siehe dazu auch:

Der Westen ist blind - WENN ENGEL FALLEN - DER ISLAM EROBERT BURMA

Der Islam, der Südostasien bereits von Westen, Süden und Osten in die Zange nimmt, wird wie einst in Baktrien seinen Feldzug erst beenden, wenn es kein buddhistisches Südostasien mehr gibt.

von Tomas Spahn - erschienen auf Tichys Einblick - Sonnabend, 25. November 2017

Paracelsus
26. November 2017 21:34

@ Lotta Vorbeck

Ohne die von Ihnen zum Vergleich herangezogene Weltgegend zu überblicken -

warum soll der Verzicht auf zwangsweise Umsiedelung hier geborener und mit rechtsstaatlich erworbenem Aufenthaltstitel versehener Menschen  - um eine Personengruppe einmal herauszunehmen - dazu führen, dass  es "unausweichlich" zur vollständigen Islamisierung kommt ?

Zur Landnahme gehören mindestens zwei Seiten. Die ethnischen Deutschen werden nicht gezwungen, wenige Kinder zu zeugen, ihre Kultur aufzugeben und zu verleugnen, sich geistig aufzugeben und der westlichen Hemisphäre einfach zuzurechnen.

Ich sehe deshalb zuerst einmal die ethnischen und kulturellen Mitteleuropäer in der Pflicht, ihre Kultur zu erhalten und weiter zu entwickeln, natürlich gehört dazu auch eine entsprechende Politik. - Sehen Sie, z.B. die Islamisierung Polens, Tschechiens und Ungarns ebenfalls als unausweichlich an ?

Cacatum non est pictum
26. November 2017 22:27

@Paracelsus

Ihre Wortmeldung hat in meinem Kopf sofort ein Bonmot Roger Devlins aufblitzen lassen, das ich Nils Wegners Nachwort aus dem Buch Sex - Macht - Utopie entnommen habe. Es lautet verkürzt:

"Eine Gefahr des konservativen Fokus auf Recht und Ordnung ist, daß er uns unvorbereitet auf den Ausnahmefall zurückläßt. Wir alle kennen grundsätzlich intelligente Konservative, die selbst in Zeiten blutiger Straßenschlachten noch davon reden, wie wichtig es sei, daß die Republikaner verantwortungsvolle Haushaltspolitik betreiben."

Die demographische Lage in Deutschland (und Frankreich und Schweden etc.) ist für die autochthone Bevölkerung katastrophal, wenn man sie auch nur 20, 30 Jahre in die Zukunft projiziert. Da ich eigene Kinder habe - das ist für mich der Hauptantrieb (obwohl es natürlich auch Kinderlose gibt, die sich mit Verve für ihr Volk engagieren) - bin ich brennend daran interessiert, eine Zukunft abzuwenden, in der die Deutschen nicht mehr die ethnische Mehrheit in ihrer angestammten Heimat stellen. Das wird nämlich einhergehen mit schwersten Verwerfungen, möglicherweise bis hin zum Bürgerkrieg - Jugoslawien und Libanon etwa seien als abschreckende Beispiele angeführt.

Ganz sicher wird es dazu führen, daß unsere Nachfahren politischen Einfluss verlieren, und zwar immer mehr, je kleiner ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird. Nach meinem Dafürhalten sind das existentielle Gefahren. Wenn ich es anders - beispielsweise weniger dramatisch - sähe, würde ich hier nicht lesen und schreiben. Eine existentielle Gefahr gehört mit allen verfügbaren Mitteln abgewendet. Das erklärt sich eigentlich von selbst. Und hier kommen wir zur Verantwortungsethik, der Sie - so verstehe ich Ihren Beitrag - alles unterordnen wollen.

Dagegen ist auf den ersten Blick nichts einzuwenden. An ethischen Maßstäben sollte man sich nicht nur im Politischen ausrichten, sondern auch im sonstigen Leben. Wir alle wollen ja morgens in den Spiegel schauen können. Bloß: Was tun wir, wenn wir eine uns drohende Gefahr nur noch abzuwenden vermögen, indem wir Maßnahmen ergreifen, die sich verantwortungsethisch nicht oder nur noch mit Bauchschmerzen begründen lassen? Votieren wir dann für die Niederlage, für den Rückzug, für den eigenen Untergang? Oder schreiten wir trotzdem voran, tun das Unvermeidliche und sichern unsere Zukunft?

Wie gesagt, ich sehe diese Fragen auf uns zukommen, und da darf man es sich nicht zu leicht machen. Sollte irgendwann die Situation eintreten, daß man politisch über Rückführungen in großer Zahl zu entscheiden hat, dann muß alles vorgedacht und beantwortet sein: wer?; wie viele?; in welchem Zeitraum?; auf welche Art? Denn mit einem simplen Einwanderungsstop auf Zeit wird es nicht getan sein, dafür ist die demographische Dynamik viel zu zerstörerisch.

Ich würde mir wünschen, daß wir das alles human und auf solider verantwortungsethischer Basis hinbekommen. Aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert, und die jahrzehntelange Masseneinwanderung - die von den politisch Verantwortlichen ständig forciert und vom Volk in unfaßbarem Gleichmut einfach hingenommen wurde - hat eine gewaltige Hypothek aufgebaut, die uns nun so langsam über den Kopf wächst. Wer von Remigration spricht (wie etwa die IB), der muß auch über die krassen Begleiterscheinungen sprechen, die dabei auftreten werden. Alles andere wäre unehrlich.

"Forderungen an Menschen, aufgrund ihrer Ethnie dieses Land zu verlassen halte ich für unangebracht. Solche Forderungen sind dann berechtigt, wenn der Aufenthaltsstatus dies verlangt, sonst nicht."

Der Aufenthaltsstatus ist ja nicht in Stein gemeißelt, sondern gerade Ausfluß von Gesetzgebung und Verwaltungspraxis. Beides kann geändert werden, und für die oben beschriebenen Zwecke wird man es auch ändern müssen.

"Allein die Einwanderung in den Sozialstaat ist, genau besehen, eine Selbstverletzung, weil es würdelos ist, sich nicht selbst durch seine Fähigkeiten seinen Lebensunterhalt verdienen zu können."

So sehen Sie und ich das, aber ein Großteil der mohammedanischen Einwanderer hat da sicher eine gänzlich andere Perspektive. Nicht wenige  werden es den Deutschen respektive Europäern als Schwäche und Unterwerfungsgeste auslegen, daß sie sich von den Immigranten nach Strich und Faden finanziell ausnehmen lassen. In speziell diesem Punkt - Caritas versus Durchsetzungsanspruch - sind christlich-abendländische und orthodox-muslimische Sichtweisen miteinander absolut unvereinbar. Das haben ganz, ganz viele Leute bei uns noch längst nicht kapiert.

Paracelsus
27. November 2017 00:32

@ Cacatum non est pictum

Vielen Dank für Ihre ausführlichen Gedanken anlässlich meines Beitrages zuvor. Die dabei diskutierten Fragestellungen sind so komplex, dass ich sie selbstverständlich nicht befriedigend beantworten kann. Ich sehe wie Sie die große Gefahr von Bürgerkriegen - doch eine Umsiedelung nach dem Duktus von Pirincci würde gesellschaftliche Zustände bedeuten, die bereits bürgerkriegsartig sind.

Statt also in diese Richtung zu denken und ggf. handeln könnte man die Thematik auch von der anderen Seite angehen: ethnische Unterschiede gab und gibt es in vielen Ländern, und das Schüren von ethnischen Spannungen war und ist ein Herrschaftsmittel, was zur Durchsetzung von umfassenderen politischen Strategien eingesetzt wurde und wird. Zu gegebener Zeit "explodiert" dann ein Staat, wie zuletzt Syrien oder die Ukraine. - Für Deutschland ist die West-Ost-Spannung nicht groß genug, um daran ein "teile und herrsche" erfolgreich durchführen zu können - das gelingt zwar auf der mentalen Ebene ("Jammerossi", "Dunkeldeutschland", "Besserwessi"...), aber sicher nicht in handfesten Auseinandersetzungen. Die Multiethnisierung ist dagegen ein Hebel, durch den man auch hierzulande einen Bürgerkrieg wird initiieren können, wenn man das will. Allerdings würde man weniger Auseinandersetzungen zwischen eingewanderten Chinesen und den Deutschen befürchten... Jedoch gibt es auch Regionen in Deutschland, wo Muslime sehr gut am gesellschaftlichen Leben und Wirtschaften teilnehmen, zum Beispiel im Ländle. - (Beim Verallgemeinern ist man immer in Gefahr, eine Teilwahrnehmung zu leichtfertig für das Ganze stehen zu lassen...) Zum Beispiel sind nicht wenige Immigranten der letzten Jahrzehnte enttäuscht über die Asylpolitik 2015 ff., weil sie selbst viel weniger Hilfe erhielten und weil sich jetzt der Unmut der Alteingesessenen auch auf sie richtet.

Die Verachtung für Schwäche - ja, das wird es vielfach geben, und eindrücklich hat es Renaud Camus auf S. 49 der "Revolte" beschrieben, wie das konkret aussehen kann.

Das entscheidende Wort in Ihrem letzten Absatz ist "orthodx" (-muslimische Sicht). Daraus entsteht die Überlebensfrage: was braucht es, dass Muslime sich von dem orthodoxen Islamverständnis (wieder) verabschieden? Welche restriktiven Maßnahmen müssen die europäischen Staaten anwenden, aber auch: was kann die Bürgerschaft dafür tun? Ich plädiere dafür, Ahmand Mansour "Generation Allah" einmal nach Schnellroda zu einer Tagung einzuladen.

Heinrich Brück
27. November 2017 00:33

Art. 146 GG (1949): Dieses Grundgesetz verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist. / - Den Unterschied kannte man damals noch. Inzwischen ist das GG die Verfassung, "in freier Entscheidung" natürlich. So sehen die Machtverhältnisse aus. Direkte Entscheidung Fehlanzeige.

"Sehen Sie, z.B. die Islamisierung Polens, Tschechiens und Ungarns ebenfalls als unausweichlich an?" / Erledigt die repräsentative Demokratie. Eine faire Beurteilung, diese Länder sind 1990 befreit worden, in 50 Jahren. Islamisierung ist auch kaum das Ziel, eher Einwanderung. Auf allen Ebenen Schwäche.

Lotta Vorbeck
27. November 2017 00:51

@Paracelsus - 26. November 2017 - 01:09 PM

Ich stehe bezüglich dem Demo-Ort Wedding allerdings klar gegen die IB. Forderungen an Menschen, aufgrund ihrer Ethnie dieses Land zu verlassen halte ich für unangebracht.

Is ja 'n Ding. Warum sollte die IB eigentlich nicht im Berliner Wedding demonstrieren?

@Paracelsus - 26. November 2017 - 09:34 PM

Ohne die von Ihnen zum Vergleich herangezogene Weltgegend zu überblicken ...

Sie, verehrter @Paracelsus brauchen die zum Vergleich herangezogene Weltgegend - konkret geht es um die laufende Islamisierung des buddhistischen Landes Burma, ähnlich sieht's im ebenfalls buddhistischen Königreich Thailand und dem einzigen, überwiegend römisch-katholischen Land Asiens, nämlich den Philippinen aus - nicht zu überblicken. Zum Erkenntnisgewinn wäre es völlig ausreichend, den verlinken TE-Beitrag von Tomas Spahn zur aktuellen Lage im Westen Burmas zu lesen.

Zur Landnahme gehören mindestens zwei Seiten.

Ach was! - Gibt es etwa ein verbrieftes Recht, nach eigenem Gutdünken nebst familiärem Anhang anderer Leute Länder zu invadieren und sich dort dauerhaft niederzulassen?

Tomas Spahn führt dazu aus:

Anlässlich eines internationalen Treffens der Außenminister in der burmesischen Hauptstadt – der noch amtierende Deutsche hatte zuvor großzügig 20 Millionen Euro dafür bereitgestellt, dass die bengalischen Heimkehrer nicht in die Gesellschaft von Bangladesh reintegriert werden müssen – brachte die Außenministerin Burmas, Mrs. Suu Kyi die Angelegenheit auf den Punkt:
„Illegale Einwanderung ist die Verbreitung von Terrorismus und gewalttätigem Extremismus, von sozialer Disharmonie bis hin zur Gefahr eines Atomkriegs. Die Konflikte stehlen den Gesellschaften den Frieden, lassen Unterentwicklung und Armut zurück, bringen Völker und selbst ganze Länder gegeneinander auf“, schrieb die Friedensnobelpreisträgerin vor allem den böse dreinblickenden Vertretern Europas in Stammbuch. Sie meinte damit nicht nur die illegale Einwanderung der Moslems nach Myanmar, sondern blickte auf die ganze Welt.

©Quelle: TE - 25. November 2017

Sehen Sie, z.B. die Islamisierung Polens, Tschechiens und Ungarns ebenfalls als unausweichlich an ?

Die Islamisierung Polens, der Tschechei und Ungarns wird - so wie es derzeit aussieht, zunächst noch ein Weilchen aufgeschoben werden müssen. Da wir gerade über Polen reden: Die Regierung Polens veröffentlichte dieser Tage ein Video, Laufzeit 2½ Minuten, unter dem Titel

"Europa öffnet seine Augen und gibt uns Recht" - YouTube - Klick mich!

Der Originaltitel lautet: "Europa otwiera oczy i przyznaje nam racje" Dieses regierungsoffizielle, polnische Filmchen läßt sich englischsprachig untertitelt anschauen.

Journalistenwatch erläutert:

"In dem vom polnischen Innenministerium veröffentlichten Video, werden Aufnahmen vom Höhepunkt der sogenannten Flüchtlingskrise gezeigt. Zu sehen sind tausende Migranten, die über Land ziehen, Grenzen stürmen und Schmugglerboote besteigen. Schlagzeilen und Fotos der verantwortlichen Politiker Angela Merkel, EU-Präsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk, die immer wieder die Umverteilung der illegalen Migranten fordern, werden genauso gezeigt, wie Menschen, die zum Gedenken an die Opfer von Terroranschlägen Blumen niederlegen.

„Wir waren die ersten, die gesagt haben, nicht jeder Immigrant ist ein Flüchtling und nur wenige fliehen wirklich vor Krieg und Terror. Unsere Vorhersagen sind wahr geworden“, so der Sprecher in dem Video.

„Obwohl viele Anschläge verhindert worden sind, gibt es in Europa eine Welle von Terror-Attacken. Dieses Problem ist eng verbunden mit der jahrzehntelangen Politik von Multikulti und politischer Korrektheit.“

Polen trete von Anfang an für Grenzschutz ein und werde auch weiterhin keiner Quotenregelung zustimmen. „Seit zwei Jahren lehnt die polnische Regierung es ab, illegale Einwanderer aufzunehmen und langsam öffnet Europa die Augen und gibt zu, dass wir Recht hatten“, heißt es in dem Video weiter. (MS)"

©Quelle: Journalistenwatch - 26. November 2017

Der_Jürgen
27. November 2017 07:13

@Lotta Vorbeck  @Caccatum non est pictum

Sie gehören zu jenen Foristen, mit denen ich praktisch immer übereinstimme. Ihre Antworten auf die Darlegungen von @Paracelsus sind von kristallklarer Logik. Ungeteilte Zustimmung auch zu den letzten Kommentaren von @Franz Bettinger.

Lieber Paracelsus, Rechtsstaatlichkeit ist eine schöne Sache, aber ein marxistischer DDR-Historiker, den Namen weiss ich nicht mehr, hielt in einem Buch über Bismarck fest, dass keine Revolution ohne Rechtsbruch auskommt, weder eine von unten noch eine von oben. Eine Revolution bricht altes Recht, um neues zu setzen.

Man soll ja des Bären Fell nicht verteilen, ehe er erlegt ist, aber es ist durchaus nicht unnütz, sich Gedanken über die Zukunft nach der von uns allen erhofften Wende zu machen.  Aufgabe eines künftigen nationalen Staates wird sein, das biologische Überleben des eigenen Volkes zu sichern (wozu natürlich auch eine kinder- und familienfreundliche Politik und ein Abtreibungsverbot ausser in seltenen, klar definierten Ausnahmefällen gehören) sowie seinem Volk endlose ethnische und religiöse Konflikte mit den Angehörigen feindlicher Parallelgesellschaften zu ersparen.

Ich bin mittlerweile annähernd so weit wie der vom koscheren Konservativen zum Radikalen gereifte Michael Mannheimer (sein Blog wurde bisher immerhin 27 Millionen Mal  besucht), der die Ausweisung aller praktizierenden Muslime aus Deutschland fordert. Ein Staat, der duldet, dass er in Parallelgesellschaften zerfällt, verurteilt sich selbst zum langsamen und qualvollen Untergang. Hier Arzt sein, hier das Messer ansetzen, forderte ein auf diesem Forum sehr beliebter Götzenabklopfer (ich paraphrasiere).

Dass eine Repatriierungsaktion dieses Ausmasses nicht, wie Pirincci phantasiert, innerhalb von sechs Monaten zu bewerkstelligen sein wird, leuchtet unschwer ein, aber innerhalb von fünf bis allerspätestens zehn Jahren ist sie logistisch und ohne exzessives menschliches Leid möglich.

Freilich muss, soll dies Wirklichkeit werden, die Wende in absehbarer Zeit erfolgen, denn in zwanzig Jahren ist es bei einem Fortgang der jetzigen Entwicklung zu spät. Dann ist der Zug abgefahren. Da muss man zynisch hoffen, dass das Regime die Flut noch weiter anschwellen lassen wird, damit der Zusammenbruch und die anschliessende Katharsis möglichst bald kommen.

Paracelsus
27. November 2017 07:25

Nachtrag:

Die Erfahrung lehrt also, dass in multiethnischen und multikulturellen Staaten Bürgerkrieg zu erwarten ist. Jugoslawien, Libanon; auch in den USA spielt die Herkunft weiterhin eine große Rolle. Das hieße, die Gewalt für unausweichlich halten. Dies nicht zu tun ist dann Naivität.

Naivität? Gab es da nicht eine Idee, die gerade 100. Geburtstag feiert und deren Finder sagte, solange die Menschen sie nicht annähmen sei mit Kataklysmen und Friktionen zu rechnen? Ja, diese Idee gab und gibt es, und mir scheint, es kommt auf die Menschheit zu sich zu entscheiden: rein in den umfassenden Bürgerkrieg, oder Versuch, die verwurstelten Prozesse des sozialen Lebens und Organismus zu entwirren..., also "Dreigliederung des sozialen Organismus". Wann wird diese Idee wachgeküßt?

deutscheridentitärer
27. November 2017 11:07

"Zur Landnahme gehören mindestens zwei Seiten. Die ethnischen Deutschen werden nicht gezwungen, wenige Kinder zu zeugen, ihre Kultur aufzugeben und zu verleugnen, sich geistig aufzugeben und der westlichen Hemisphäre einfach zuzurechnen."

Grundsätzlich richtig, aber natürlich werden die Deutschen zu ihrem Verhalten gezwungen, jedenfalls dahingehend beeinflußt. Dass man dem auch widerstehen könnte ist richtig, steht aberauf einem anderen Blatt.

Naja wie auch immer, die Moslems und so weiter sind mir mittlerweile völlig egal. Sollte es gelingen den geistig-moralischen Tiefpunkt unseres Volkes zu überwinden, ist dieses Problem sehr einfach zu bewältigen. Gelingt dies nicht, kommt es darauf sowieso nicht mehr an.

Stil-Blüte
27. November 2017 13:49

@ Cocatum non est pictum

 '...ein Großteil der mohammedanischen Einwanderer hat da sicher eine gänzlich andere Perspektive. Nicht wenige  werden es den Deutschen respektive Europäern als Schwäche und Unterwerfungsgeste auslegen, daß sie sich von den Immigranten nach Strich und Faden finanziell ausnehmen lassen. In speziell diesem Punkt - Caritas versus Durchsetzungsanspruch - sind christlich-abendländische und orthodox-muslimische Sichtweisen miteinander absolut unvereinbar. Das haben ganz, ganz viele Leute bei uns noch längst nicht kapiert.'

Das sehe ich auch so. Nicht wenige messen, auch die wohlwollend rechts von der Mitte stehen, die morgenländischen Völker, Nationen, Religionen mit Maßstäben des Abendlandes. Beide Kulturen haben, für sich genommen, enorme Potenzen.  Beide Kulturen haben auch immer voneinander profitiert. Beide Kulturen haben sich aber auch nicht selten ausgeschlossen und bekämpft. 

In den Überlieferungen jenseits der Religion zeigt sich das an Nasredin aus Buchhara - nach ihren Kriterien Volksheld, der, ist er im Nachteil, schmeichelt, ist er im Vorteil, 'über's Ohr haut', bei unsicherer Lage spielerisch über- oder unterbietet, auf Deutsch 'Feilschen' genannt. Also jedesmal wieder - situationsbezogen, alltagstauglich, Hand-Schlag im doppelten Sinn.  

Dagegen steht unser Rechtssystem, im Alltäglichn seit Anfang des 20. Jahrhunderts in dem 'königlichen' Bürgerlichen Gesetzbuch (nach 30jährigem Gestalten) verabschiedet: Vertrag nach Buchstabe und Gesetz mit der Unterschrift fest-geschrieben. Recht und Rechtsbruch klar definiert. Jeder Einkauf im Supermarkt regelt das Gesetz von Käufer und Verkäufer, jede Wohnung ist im Voraus zwischen Vermieten und Misten geregelt . Und zwar, unabhängig vom Individuellen, sondern generell.

Viel zu oft denken wir, dass die Religionen die Unterschiuede ausmachen. Nein, es ist dieser Alltag. Beispiel: Schwarzfahren ist eine Ordnungsdwidrigkeit im Sinne des BGB. Im Sinne eines 'Orientalen' ist es eine Gelegenheit, seine eigene Fähigkeit auszubilden, um die Bezahlung herumzukommen. Gelingt es, ist es ein Sieg, eine Stärke. Ich könnte hundert dieser Beispiele aufführen. Auch das Gegenbeispiel: In den 'Spätis' passiert es mir nicht selten, dass man auf Wechselgeld in Cent-Beträgen verzichtet, eine Süßigkeit dazulegt oder auf das Gemüse die Kräuter gratis legt. Das tun wir zwar auch, aber nur innerhalb des Eigenen.

Kurz und gut, das, was wir, unabhängig von jeweiligen Umständen geetzestreu nennen, erscheint den 'Muselmanen' als schwach, nicht lebenstauglich.  

'Das haben viele, viele Leute bis heute noch längst nicht kapiert.

Jürg_Jenatsch
27. November 2017 13:59

@der_jürgen, Lotta Vorbeck, Caccatum non est pictum, Franz Bettinger

Ich bin mit Ihnen vollkommen d'accord.

Eng ist die Welt und weit sind die Gedanken. Wo eines Platz nimmt, muß das andere rücken, wer nicht vertrieben sein will, der muß vertreiben; da herrscht Streit und nur die Stärke siegt.

Zu Paracelsus und Umdenker fällt mir nur die Aussage einer zeitgenössischen Politikphilosophin ein: Jetzt sind sie halt da. das bringt es doch genau auf den Punkt. Als wäre es ein Allerweltsrecht Deutschland zu invadieren und neu zu besiedeln. Mit Unterstützung und Wollen unserer Machthaber natürlich. Keiner macht sich aber nur einen Augenblick Gedanken darüber, ob die Ressourcen und der Lebensraum eines klein gewordenen Landes ausreichen, derartige Menschenmassen zu versorgen. Jeden Tag wird mehr Boden versiegelt und verbaut, während die Natur verschwindet. Schon jetzt kann sich Deutschland nicht mehr selbst ernähren und würde im Fall von ausbleibenden Lieferungen (bei Sanktionen oder anderen Dingen) vor eheblichen Probleme stehen und das ist sehr milde ausgedrückt. Wenn die Deutschen nun, wie von der deutschidentäre gewünscht, den Gebärfehdehandschuh aufnehmen und ebenfalls wieder vermehrt in die Kinderproduktion einsteigen haben wir bald 100 Millionen Einwohner (natürlich sollten wir unsere Reproduktion wieder etwas näher an die Bestandserhaltung  hernanschieben) in Deutschland. Ein multiethnisches, übervölkertes Land, welches keine lebens- und liebenwerte Heimat mehr ist (für niemand), sondern ein haßzerfressener hochkochender Topf, der jederzeit explodierne kann. Da fällt mir auf Anhieb doch Pentii Linkola ein.

 

Valjean72
27. November 2017 17:32

@Der_Juergen: "Schon jetzt kann sich Deutschland nicht mehr selbst ernähren und würde im Fall von ausbleibenden Lieferungen (bei Sanktionen oder anderen Dingen) vor eheblichen Probleme stehen und das ist sehr milde ausgedrückt ..."

---

Nach meinem Kenntnisstand konnte sich Deutschland das letzte Mal in den 1930er Jahren selbst ernähren. (Mit der Verkleinerung des deutschen Staatsterritoriums am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Deutschland ja auch um beträchtliche Agrarflächen reduziert.)

Diese gegenseitigen, mitunter existenziellen Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Ländern, bzw. deren Volkswirtschaften, ist ja ein Grundprinzip des Globalismus, und nach meinem Verständnis keineswegs zufällig so enstanden.

Darüber hinaus ist auch die Just-in-Time-Lieferkette der Supermärkte höchst verletzlich.

Lotta Vorbeck
27. November 2017 22:04

@Paracelsus: "Zur Landnahme gehören immer zwei"

Meinetwegen kann sich jedes Volk im Territorium des diesem Volke gehörenden Landes, bis zum totalen Kollaps vermehren. An einem gewissen Punkt angelangt, wird die durch hemmungslose, ungeregeltes Bevölkerungswachstum entstandene Überpopulation entweder auf naturgesetzliche Art und Weise auf jenes Populationsniveau zurückgefahren, das das jeweilige Land zu ernähren vermag, oder wie beispielsweise seinerzeit im aktuell 144 Einwohner pro km² beherbergenden China mit der sogenannten "Ein-Kind-Politik" praktiziert, durch staatliches Eingreifen vor dem Erreichen des Point of no return administrativ reduziert.

Wie es es sich trotz einer zahlenmäßig schwindenden, demographisch überalterten, allerdings ethnisch überaus homogenen Bevölkerung auf nach wie vor für westeuropäische Verhältnisse exorbitant hohem zivilisatorischen Niveau - und dies gilt dortzlande ausdrücklich auch für alte Leute - leben läßt, wird Tag für Tag vom Kaiserreich Nippon vorgeführt.

Die Geburtenrate der Russen reicht ebenfalls nicht zur Bestandserhaltung aus: Obendrein ist das flächenmäßig größte Land der Erde was die Bewohnerzahl pro Quadratkilometer angeht - nämlich 8 Einwohner pro km², nur sehr dünn besiedelt. Dennoch käme in Rußland niemand auf die selbstmörderische Idee, die Außengrenzen der Russischen Föderation zu öffnen, um den Bevölkerungsüberschuß anderer, kulturfremder Länder nach Rußland hereinfluten zu lassen. In Rußland unter Putin verfolgt man ein anderes, der bundesdeutschen der obrigkeitsstaatlich dekretierten Selbstabschaffung diametral entgegengesetztes Konzept, nämlich: Strikte militärische Grenzsicherung (obwohl man Grenzen gemäß Merkel-Doktrin angeblich überhaupt nicht schließen kann) in Verbindung mit russische Familien gezielt fördernder Familenpolitik, flankiert von einer ebenfalls staatlich geförderten Wiederbelebung der Russisch-Orthodoxen-Kirche. In der BRD sterben die letzen Klöster, in Rußland eröffnen neue Klöster ...

Eine andere Art der Selbstzerstörung läßt sich im Lande der 9.000 Inseln, auf den Philippinen (294 Einwohner pro km²) beobachten: Am Ende des WK2 betrug deren Population etwa 20 Millionen. Aktuell sind es deutlich über 100 Millionen.
Bei solch exorbitantem Bevölkerungswachstum, ist es völlig unerheblich, daß all diese Inseln vulkanischen Ursprungs über sehr fruchtbaren Boden verfügen. Jeder kleine Fortschritt in Sachen Produktivität, Gesundheitswesen, landwirtschaftlicher Produktion, geregelter Müllbeseitigung oder Ausbau der Infrastruktur, wird von diesem rasanten Bevölkerungswachstum mehr als kompensiert, bevor die Fortschritte überhaupt Wirkung entfalten können. Hinzu kommt, daß sich etliche Millionen Filipinos (Eigenschreibweise) in Hongkong, Macao, Singapur, Japan, den Golfstaaten, dem Libanon, sowie auf Hochseeschiffen als Billiglöhner verdingen. Junge Frauen versuchen nach Möglichkeit einen angelsächsischen Caucasian zu ehelichen um zum Ehemann nach Australien, die USA oder Kanada überzusiedeln. Müßten die Philippinen diese im Ausland "gebunkerten" Landsleute auf einen Schlag zurücknehmen, kollabierte durch das Ausbleiben der von den "Overseas Workern" (OfW) genannten Billiglöhnern in die Heimat transferierten Geldsummen sofort die auf tönernen Füßen stehende Ökonomie. Darüberhinaus wären erhebliche Probleme bei der Unterbringung und Verpflegung der heimgekehrten OfW zu erwarten. Aktuell ist es so, daß die selber in großem Stil das ortsübliche Grundnahrungsmittel Reis anbauenden Philippinen von Reisimporten abhängig sind. Der einst die Inseln bedeckende, artenreiche Regenwald ist bis auf winzige Reste verschwunden, man kocht auf den Philippinen traditionell auf mit "Charcoal" genährtem, offenen Feuer ...

Im Süden der Philippinen, mit der großen Insel Mindanao insbesondere im Bereich der Zaboanga Pensisula ist die Philippinische Armee seit Jahren immer wieder in blutige Scharmützel mit islamischen, paramilitärischen Banden verwickelt.

Als der im Frühsommer 2016 zum Präsidenten der Philippinen gewählte, langjährige Bürgermeister von Davao - Hauptstadt der Insel Mindanao die während dessen Amtszeit zugleich als sicherste Stadt der Philippinen galt - gewählte, für seine schnörkellos, klare Sprache bekannte Rodrigo Duterte auf einer ASEAN-Tagung zum Thema "Flüchtlinge" angesprochen wurde, antwortete er: "Wir werden sie alle willkommen heißen, wenn die "Flüchtlinge" im Meer leben können, schickt sie her ..."



@deutschidentitärer
"Grundsätzlich richtig, aber natürlich werden die Deutschen zu ihrem Verhalten gezwungen, jedenfalls dahingehend beeinflußt. Dass man dem auch widerstehen könnte ist richtig, steht aberauf einem anderen Blatt."

Die geburtenstärksten Jahrgänge die Nachkriegsdeutschland (BRD+DDR) je hervorbrachte, entstanden in der ersten Hälfte der 1960er Jahre. Nebenbei bemerkt sind es eben diese, mittlerweile grauhaarigen Jahrgangskohorten auf deren Schultern das BIP der BRD entsteht.
Den "Roten Preussen" der DDR war sehr an Staatserhalt und Wehrfähigkeit gelegen. Durch die sogenannten "sozialpolitischen Maßnahmen", weithin bekannt ist das DDR-Förderinstrument "staatlicher Ehekredit", welchen das frischgebackene Empfängerehepaar entweder regulär abzahlen, oder "abkindern" konnte, soll heißen, für jedes in der jungen Familie nach der Eheschließung geborene Kind wurde ein Teil der Ehekreditsumme erlassen. Im Einklang mit diversen Fördermaßnahmen, die erst nach dem dritten Kind ihre volle Wirkung entfalteten, entschieden sich zahlreiche junge Ehepaare eben kurzerhand zu drei anstatt "nur" zwei Kindern. Einzelkindhaushalte gab's selbstverständlich ebenfalls, die waren freilich eher selten anzutreffen.

Bei Licht besehen ist es so, daß durch die in der BRD seit Jahrzehnten und seit 1990 gesamtdeutsch praktizierte, kontraproduktive Familienpolitik, einerseits dafür sorgte aus D eines der geburtenschwächsten Länder weltweit werden zu lassen, während andererseits die Kinderscharen, der ins Land strömenden, nicht am Erwerbsleben teilnehmenden, überaus fertilen Neusiedler aus der deutschen Steuergeldkasse finanziert werden - und in die aktuelle, gesamtdeutsche Geburtenrate, die sich irgendwo knapp über dem Faktor "1" bewegt, zur Bestandserhaltung wären 2,1 bis 2,3 notwendig, sind die Nachkommen der in D siedelnden, nichtdeutschen Staatsangehörigen bereits eingerechnet.


@Paracelsus
"Die Erfahrung lehrt also, dass in multiethnischen und multikulturellen Staaten Bürgerkrieg zu erwarten ist. Jugoslawien, Libanon; auch in den USA spielt die Herkunft weiterhin eine große Rolle. Das hieße, die Gewalt für unausweichlich halten. Dies nicht zu tun ist dann Naivität."

Sie sagen es: Aus der Geschichte ist kein einziger, multiethnischer Staat bekannt, der über längere Zeit stabil geblieben wäre bevor er sich, mehr oder minder blutig in, seine der jeweiligen ethnischen Zusammensetzung entsprechenden Einzelteile zerlegte.

Daß es in den USA bisher nicht zur Balkanisierung gekommen ist, dürfte in erster Linie der räumlichen Weite des Landes in Verbindung mit einer Bevölkerungsdichte von 33 Einwohnern pro km² - zum Vergleich BRD: 231 Einwohner pro km² - geschuldet sein


@Der Jürgen
DANKE - Lotta Vorbeck liest die aus Ihrer Feder stammenden, fundierten Diskussionsbeiträge ebenfalls immer mit Erkenntnisgewinn!

Paracelsus
27. November 2017 23:40

@ Jürg_Jenatsch

Es ist lieb von Ihnen, dass Sie meine Geisteshaltung ernsthaft mit der von A. Merkel gleichsetzen, danke.

@ Der Jürgen

Danke für Ihre ausführlichen Gedanken und Ideen für eine Zukunftsgestaltung. Ich persönlich bevorzuge evolutive Prozesse. Revolutionen zerstören viele Werte, die noch benötigt würden. Die Folgen von 1789 und 1917 waren doch wirklich erheblich. 

Die Idee, alle praktizierenden Muslime auszuweisen, ist dazu angetan, die noch verbleibenden moderaten Muslime zu radikalisieren. Also, diese Idee gehört in die Tonne. -Jeder kennt das, dass man sich um so mehr solidarisiert, wenn die "eigenen Leute" angegriffen werden.

Wir müssen uns klar sein, dass die aktuell in unserem Land zu beobachtenden Prozesse der Islamisierung u.a. durch eine aktiv radikalisierende Politik der deutschen Regierung zustande kam und kommt. Die "Islamkonferenz" hofiert diejenigen "Player", die für eine orthodoxe Islamrichtung stehen. So kann Seyran Ates (Gründerin der liberalen Moschee in Berlin) sagen, die Regierung arbeitet gegen die Interessen derjenigen Muslime, die den Islam von überholten, zeitbedingten Vorstellungen aus der Vergangenheit befreien wollen. - Ich meine, wir haben einen aktiv von westlicher Seite (wie auch von wahabitischer, salafistischer usw. Seite) radikalisierten Islam. -

Deshalb ist es m.E. so wichtig, dass man endlich Solidarität übt mit den von mir genannten Muslimen, die unter Gefahren sich gegen die orthodoxen Lehrer und Propagandisten stellen, statt sich unter Muslimen nur sein Lieblingsfeindbild vorzustellen. Ich kenne so vielfältig verschiedene Menschen mit muslimischer Prägung.-

Deshalb würde ich es begrüßen, wenn die AfD ihre Aussage vom nicht zu Deutschland gehörenden Islam doch um den Zusatz "politischen" erweitert.

@ Lotta Vorbeck

Danke für den Link zu Th. Spahn, ein sehr interessanter Artikel. - Zudem sehr erhellend, wie die westlichen Propagandisten schon seit Jahrzehnten immer wieder Helden aufbauen, die zufälligerweise gerade unsere schöne westliche Demokratie und die westlichen Werte der welt bzw. ihrem Land schenken wollen. Was Myanmar betrifft, so ist für mich entscheidend die Frage, was genau die verschiedenen Akteure machten, bevor der Aufschrei der westlichen Medien über die Vertreibung einsetzte - das Täter-Opfer-Schema in den Berichten war doch sehr holzschnittartig.

Die IB darf selbstverständlich demonstrieren, wo sie will, und bedarf absolut nicht meiner vorherigen oder nachmaligen Zustimmung.

@ Stil-Blüte

-Gesetzestreu hier und dort: die Umgangsformen hier und dort sind schlichtweg sehr verschieden, Handeln, Feilschen, Phantasiegeschichtenerzählen usw. gelten nicht als Lüge usw. Die Vorstellung, dass die Araber / Muslime die hiesige Ehrlichkeit vor allem als schwach verachten, habe ich nur aus Publikationen, im wirklichen Leben dominiert diese andere Auffassung davon, was moralisch ist und was nicht.

- "Beide Kulturen haben, für sich genommen, enorme Potenzen." - Das sehe ich auch so, und es ist für eine bestmögliche Entwicklung beider Kulturen sicher bekömmlicher, wenn sich beide Kulturen (und die vielen anderen auch) jeweils in ihren angestammten Weltgegenden weiterentwickeln können.

Deshalb stimme ich dem Gedanken der Remigration ja grundsätzlich zu, sehe dafür aber als gesunde Basis nicht die Gewalt, sondern die Erkenntnis.

Zum Abschluß: es dürfte klar geworden sein, dass ich hier beim Thema Muslime vorwiegend den einzelnen Menschen betrachtet habe, nicht das Phänomen Islam selbst.

Heinrich Brück
28. November 2017 12:18

"(obwohl man Grenzen gemäß Merkel-Doktrin angeblich überhaupt nicht schließen kann)"

MERKEL: „Es liegt nicht in unserer Macht, wie viele nach Deutschland kommen.“   Sie sagt die Wahrheit, auch wenn die Wähler die Pointe nicht wahrhaben wollen.

Hart aber Fair (27.11.2017): "Wir werden das Beste versuchen, nicht nur für die SPD, sondern auch für das Land."

Cacatum non est pictum
28. November 2017 14:13

@Paracelsus

Nachdem ich Ihre Kommentare nun aufmerksam gelesen habe, stelle ich fest, daß wir gar nicht allzuweit auseinanderliegen. Wenigstens in der Diagnose sind wir uns überwiegend einig. Unterschiede ergeben sich vor allem in Fragen der Therapie.

"Daraus entsteht die Überlebensfrage: was braucht es, dass Muslime sich von dem orthodoxen Islamverständnis (wieder) verabschieden? Welche restriktiven Maßnahmen müssen die europäischen Staaten anwenden, aber auch: was kann die Bürgerschaft dafür tun?"

Das ist doch wohl eine innerislamische theologische Angelegenheit, aus der wir uns komplett heraushalten sollten. Glauben Sie wirklich, die muslimische Glaubensgemeinschaft ließe sich eine solche Einmischung von außen bieten? Würden gläubige Christen sich von Moslems die religiösen Dogmen diktieren lassen?

Und selbst wenn das ein praktikables Konzept wäre: Welchen Zeitraum müßten wir ansetzen, um dem liberalen Islam zum Sieg zu verhelfen? 100 Jahre? 200 Jahre? Dann ist der Drops längst gelutscht. Demographische Weichenstellungen müssen bald erfolgen, sonst wird die Entwicklung unumkehrbar.

Was Sie vorschlagen, beispielsweise den politischen Islam durch gesetzliche Bestimmungen auszubremsen, wäre eine flankierende Strategie, die zum Gesamterfolg beitragen könnte. Um den demographischen Kollaps und das Kippen der ethnischen Mehrheiten zu verhindern, sind aber Remigrationsmaßnahmen unumgänglich. Die Kunst wird darin bestehen, eine solche Politik durchzusetzen, ohne das multiethnische Pulverfaß explodieren zu lassen. Ob das bei diesen Problemdimensionen überhaupt noch möglich ist, kann ich nicht sagen. Aber einen anderen Ausweg aus der Misere sehe ich nicht, und deshalb müssen wir es versuchen.

Außerdem führt kein Weg daran vorbei, daß sich die Deutschen in großer Mehrheit dieser Gefahren bewußt werden. Wenn wir hier keine Einigkeit erzielen - wie sie etwa bei den Polen oder Ungarn herrscht -, dann wird es zu den skizzierten Rettungsversuchen sowieso nie kommen. Eine Wende muß also (wie deutscheridentitärer das angedeutet hat) von einer gewandelten Haltung zu Vaterland und Zukunft aus erfolgen. Doch gerade auf diesem Gebiet ist es momentan zappenduster.

@Stil-Blüte

Sie haben die orientalische Mentalität wunderbar beschrieben, die sich so stark von der mittel-, west und nordeuropäischen unterscheidet. Gerade die Multikultibefürworter sind auf diesem Auge meist stockblind. In ihrem Weltbild lassen sich Menschen jedweder Herkunft problemlos zu den hedonistischen, prinzipien- und kulturlosen Wesen erziehen, die sie selbst sind.

Und die Mentalitätsunterschiede beschränken sich nicht auf Moslems. Ein jesidischer Kurde oder ein arabischer Christ fügen sich wunderbar in das von Ihnen gemalte Muster ein. Bei der Masseneinwanderung unserer Zeit prallen eben grundverschiedene Kulturen und Geisteshaltungen aufeinander. Deswegen bin ich auch ein Gegner von dieser strikten Fixierung auf den Islam.

Den anderen Foristen vielen Dank für manche Anregung. Besonders die Überlegungen zur Besiedlungsichte in Deutschland und zur Nahrungsmittelversorgung haben mich zum weiteren Nachdenken bewogen.

Lotta Vorbeck
28. November 2017 16:17

@Paracelsus - 27. November 2017 - 11:40 PM

"... Die Idee, alle praktizierenden Muslime auszuweisen, ist dazu angetan, die noch verbleibenden moderaten Muslime zu radikalisieren. Also, diese Idee gehört in die Tonne.
...
Wir müssen uns klar sein, dass die aktuell in unserem Land zu beobachtenden Prozesse der Islamisierung u.a. durch eine aktiv radikalisierende Politik der deutschen Regierung zustande kam und kommt. Die "Islamkonferenz" hofiert diejenigen "Player", die für eine orthodoxe Islamrichtung stehen. So kann Seyran Ates (Gründerin der liberalen Moschee in Berlin) sagen, die Regierung arbeitet gegen die Interessen derjenigen Muslime, die den Islam von überholten, zeitbedingten Vorstellungen aus der Vergangenheit befreien wollen. - Ich meine, wir haben einen aktiv von westlicher Seite (wie auch von wahabitischer, salafistischer usw. Seite) radikalisierten Islam.

Deshalb ist es m.E. so wichtig, dass man endlich Solidarität übt mit den von mir genannten Muslimen, die unter Gefahren sich gegen die orthodoxen Lehrer und Propagandisten stellen, statt sich unter Muslimen nur sein Lieblingsfeindbild vorzustellen. Ich kenne so vielfältig verschiedene Menschen mit muslimischer Prägung.-

Deshalb würde ich es begrüßen, wenn die AfD ihre Aussage vom nicht zu Deutschland gehörenden Islam doch um den Zusatz "politischen" erweitert. ..."

Einspruch, Euer Ehren!

Sie verkennen den Ernst der Lage, werter Paracelsus.

Die Optionen liegen in bestechender Klarheit auf dem Tisch.

Die Wahl besteht nicht zwischen: Moderate Islamisierung oder beinharte Islamisierung

Sondern viel mehr zwischen:

Finis Germania

oder

Reconquista Germania!

Sich in vorauseilendem Kapitulantentum selber zum Dhimmi machen oder just Patriot sein.

Paracelsus
28. November 2017 21:06

@ Cacatum non est pictum

Ja, ich würde sagen, in der Wahrnehmung der schmerzhaften Befunde sind wir recht einig. Die Diagnose, der Durchblick auf die Ursachen - da bin ich selbst noch am Suchen. Die äußere Wehrlosigkeit (@ Heinrich Bürk, Merkelzitat) ist m.E. Ausdruck der inneren Leere, der geistigen Verödung. Und die durchaus begrenzte Wahrnehmung der Gefahren durch die Deutschen ist ein Ausdruck dieser Leere: wo nichts ist, braucht man nichts zu verteidigen. Solln sie doch kommen, ich lebe ohnehin für mich und für den Tag ...  Aber was ist diese Leere, woher kommt sie, was ist mit den Menschen los, dass sie sich so wenig gefunden haben? - Da ist man sehr schnell wieder beim deutschen-Schuld-Thema, der Verleugnung eines wichtigen Teiles des Selbst - Und als Rezipient von Rudolf Steiners Schriften und Vorträgen kommt man dann eben auf die Idee, dass das tätige Annehmen und Erproben der Freiheit es ist, was die Mitteleuropäer und speziell die Deutschen noch immer in zu großer Zahl sich weigern. Wobei: Freiheit, die Freiheit des Willens, wie sie Steiner im 33. Lebensjahr in dem Buch "Die Philosophie der Freiheit" beschrieb, nicht eine leere Behauptung ist, sondern sich auf den Teil menschenmöglicher Handlungen bezieht, deren Beweggründe man erkannt hat. Erkannt mit dem Denken als dem Angelpunkt des Selbst-Bewußtseins. - Sich also ganz auf das eigene Wahrnehmen und Denken verlassen wollen, sich dieses zuzutrauen, daran mangelt es und dies wäre der Ausgangspunkt, um den Nebel der allgegenwärtigen Propaganda aufzulichten. - aber das ist natürlich ein weites Feld.

Was die Entradikalisierung von Muslimen und anderen Menschen betrifft: Ich stelle fest, dass es einen Weg von säkularen Gastarbeitern zu mehr oder weniger streng muslimischen Nachkommen der Gastarbeiter gab. Was trug dazu bei? Kann man die Bedingungen, die dazu führten, verändern? Das müßte doch möglich sein. Es wäre schon viel gewonnen, wenn sich mehr Leute, gerad auf der Rechten, einer pauschalen Ablehnung von Muslimen konsequent enthielten; weil mit der pauschalen Ablehnung macht man sie sich zu Gegnern, verbaut ihnen den Weg, ihre Zustimmung zu konservativen Positionen z.B. einer AfD zuzugeben. -

Andereseits muss man sehen, wie begrenzt diese Möglichkeiten sind. Doch: Seyran Ates beispielsweise berichtet, dass viele Muslime sich sehr für ihre Initiative bedanken, dass viele aber auch große Angst davor haben, das offen zuzugeben, weil sie Restriktionen durch extremistische Muslime fürchten müssen. Bekanntlich enötigt Ates selbst ja nunmehr auch ständigen Personenschutz.

Zum Abschluß fällt mir der klassische Text von Erich Fried ein, "Du sollst dir kein Bildnis machen", aus dem Tagebuch 1946-49, Auszug:

"In gewissem Grad sind wir wirklich das Wesen, das die anderen in uns hineinsehen, Freunde wie Feinde. Und umgekehrt! auch wir sind die Verfasser der anderen; wir sind auf ein heimliche und unentrinnbare Weise verantwortlich für das Gesicht, das sie uns zeigen, verantwortlich nicht für ihre Anlage, aber für die Ausschöpfung dieser Anlage. Wir sind es, die dem Freunde, dessen Erstarrtsein uns bemüht, im Wege stehen, und zwar dadurch, daß unsere Meinung, er sei erstarrt, ein weiteres Glied in jener Kette ist, die ihn fesselt und langsam erwürgt. Wir wünschen ihm, daß er sich wandle, o ja, wir wünschen es ganzen Völkern! Aber darum sind wir noch lange nicht bereit, unsere Vorstellung von ihnen aufzugeben. Wir selber sind die letzten, die sie verwandeln. Wir halten uns für den Spiegel und ahnen nur selten, wie sehr der andere seinerseits eben der Spiegel unseres erstarrten Menschenbildes ist, unser Erzeugnis, unser Opfer - ."

- Ein Text, der nicht zuletzt von den Phänomenen des hiesigen Gespräches passt, aber auch ein Licht auf Sommerfeld-Lichtmesz und ihr "Mit Linken leben" wirft. - Amen.

Maiordomus
29. November 2017 13:33

@Paracelsus. Es wäre abzuklären, wie weit die bedenkenswerte Tagebuchnotiz von Erich Fried nicht nahe an einem Plagiat eines noch vorher erschienenen Tagebuches aus jener Zeit von Max Frisch ist, dessen ganz grosses Thema ebenfalls im biblischen Gebot "Du sollst dir kein Bildnis machen" zu Form und Gehalt gelangte. Mit dem späten Fried bekam ich Mühe, als er ein Gedicht schrieb mit offenkundiger Gutheissung der Hinrichtung Bubacks durch die RAF, eine Jubelarie, wie es dies selbst auch zur Zeit des 3. Reiches selten gab, mir sind jedenfalls keine zustimmenden Gedichte zu den Morden des 30. Juni 1934 bekannt.

Paracelsus
29. November 2017 14:34

@ Maiordomus

Wer ist der Autor des von Ihnen erwähnten Originals ? - Dass Frisch auch sehr fragwürdige Seiten hatte ist mir bewußt, wenn ich auch die "Jubelarie" nicht kenne. Ich rechne aber bereits seine Pläne für eine neu aus dem Boden zu stampfende moderne Stadt dazu, auch sein für mich merkwürdiges Ringen mit dem Schweizervolk. - Gibt es eine Art spezifischen Selbsthaß der Schweizer?

Der Gehenkte
29. November 2017 15:18

Der „falsche Syrer“ Franco A., den man im April mit viel Aplomb als den lang ersehnten rechtsradikalen Terroristen präsentiert und intensiv besprochen hat, wurde heute aus der Untersuchungshaft aufgrund mangelnder Beweise entlassen. Die Welt schreibt:“Es gebe keinen dringenden Tatverdacht für die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Sie kommt damit zum gleichen Ergebnis wie dieser Blog unmittelbar nach dem Großereignis und wie sicher alle denkenden Mitmenschen.

Dort wird auch der Rechtsextremismusexperte Hajo Funke zitiert: „So eine infame Taktik bietet sich für die Rechten geradezu an.“ Man darf auf seinen jetzigen Kommentar gespannt sein! Wenn er seine Arbeit ordentlich macht, dann liest er hier ja mit.

Übrigens wäre es spannend zu hören, was eigentlich aus diesem rechten Terroristen geworden ist, den man im Sommer 2016 präsentierte und der mit 125 kg TNT (!), drei Raketenwerfern (!), fünf Maschinengewehren (!) und jeder Menge Munition im Gesamtwert von 250000 Euro (!) an der Grenze zu Polen festgenommen wurde, womit er vermutlich im Alleingang auf Synagogen, Moscheen, Brücken, Autobahnen, Polizeistationen, Behördengebäude und „zahlreiche andere Orte“ schießen wollte. Weiß jemand mehr?

 

Maiordomus
29. November 2017 22:44

@Paracelsus. Über den Selbsthass der Schweizer hat Karl Schmid vor ca. 50 Jahren ein Buch geschrieben "Unbehagen im Kleinstaat", u.a. auch mit C.F. Meyer, Ernst Bloch und natürlich Max Frisch als Leitfiguren. Es bleibt aber dabei, dass der Schweizer Selbsthass oft nur ein hilfloser Imitationsversuch des deutschen Selbsthasses ist, was ich hier nun aber nicht weiter ausführen kann. Was Frieds Anerkennungsgedicht zur Ermordung Bubacks betrifft, können Sie das durch Rumgoogeln, ev. Fried/RAF  oder Fried/Buback oder dergleichen selber nachprüfen, ich habe es gleich nicht getan, immerhin genügte dieser Befund, ein Gedicht von Fried am Ende dann doch nicht als Basis für einen Abituraufsatz zu nehmen, immerhin, es war aber doch nötig, darauf hinzuweisen.

Cacatum non est pictum
30. November 2017 01:53

@Der Gehenkte

"Weiß jemand mehr? "

Leider nicht. Fragen Sie mal bei den Verfassungsschutzbehörden nach. Die haben sicher noch einige Strohmänner in der Schublade; einige rechte Säue, die sie durchs Dorf treiben werden, wenn der Zeitpunkt es gebietet. Obwohl sich bei denen langsam Frust ausbreiten müßte: So 'n richtig dickes Ding hätte ich spätestens kurz vor der Bundestagswahl erwartet. Nichts ist passiert. Jetzt müssen sie halt mit besoffenen Arbeitslosen in der sauerländischen Provinz vorliebnehmen, die den Bürgermeister mit einem Messer oberflächlich am Hals verletzen und dafür wegen versuchten Mordes hinter Gitter gehen:

Messerattacke in Altena: Bürgermeister macht weiter

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