Sezession
1. Oktober 2003

Für die libertär-konservative Sezession

Gastbeitrag

Das rundumbetreute Staatskindchen der Ökosozialisten wird letztlich anfällig für Destruktivität und Gewalt, anstatt ein selbstbestimmter und selbstbewußter Eigentümer seiner selbst zu sein. Selbsthaß und linkische politische Neigungen treten an die Stelle von Aufrichtigkeit. Paragraphen und Rechtsbeugung ersetzen den Handschlag. In Deutschland kommt noch der kollektive Selbsthaß als neue Form des Nationalbewußtseins hinzu. So wurden und werden auch noch die schrecklichsten Kriegsverbrechen der Alliierten gegen zumeist persönlich völlig unschuldige Deutsche, wie der Bombenkrieg gegen Frauen und Kinder oder die millionenfache Vertreibung, mit einer zutiefst nationalistischen Kollektivschuld gerechtfertigt. So entstand ein Schuldkult, mit dem sich die Deutschen, geführt an dem von Armin Mohler beschriebenen „Nasenring“, auch noch Millionenprogramme zur eigenen Indoktrination aufzwingen und abknöpfen lassen. Denken wir etwa an die massive Subventionierung von hauptberuflichen Antifaschisten oder Berufsfeministen, von an der Nachfrage vorbei ausgebildeten Geisteswissenschaftlern, die ansonsten nur Taxifahrer wären. Diese Unterwürfigkeit und Selbstverleumdung hat, wie es auch der gemäßigtlibertäre Hans-Olaf Henkel darlegt, den totalen Wohlfahrtsstaat in Deutschland erst in diesem Umfang möglich gemacht.
Fassen wir kurz zusammen: Erstens werden wir von Bürokraten, Staatsfans, Umwelthysterikern, Männerhassern und Antifaschos gnadenlos und immer allumfassender regiert. Die Folge sind zweitens wirtschaftliche Zerwürfnisse, Massenarbeitslosigkeit, baldiger Staatsbankrott und Kulturzerstörung auf breiter Front. Drittens ist eine neue Partei zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht das adäquate Gegenmittel. Was ist also zu tun?
War der Verweis auf den Zusammenschluß von Ökologisten und Sozialisten innerhalb der Grünen Partei völlig abwegig? Es war vielleicht nur ein kleiner Denkfehler, der uns auf die falsche Fährte gelockt hat. Natürlich waren nämlich die Ökologisten und Sozialisten (und mit ihnen auch die Feministen und Antifaschos) im Zusammenschluß sehr erfolgreich. Aber die Grüne Partei wurde vielleicht gar nicht deshalb so bedeutend, weil sich Emmas, Ökos und Sozen in ihr vereint haben, sondern weil der Zeitgeist sozialistisch, ökologistisch und feministisch war und ist. Und vor allem, weil er dies nicht nebeneinander war und ist, sondern gleichzeitig! Die meisten Grünen waren und sind bei näherer Betrachtung Staatsfansozen, Ökofeministen und Antifaschos in einer einzigen gutmenschelnden Person.
Es gilt also, den Zeitgeist zu ändern. Im Vorfeld. Nicht in der Politik. Dazu müssen wir gar nicht zum tausendsten Mal Antonio Gramsci aus der Kiste bemühen. Es reicht die Tat! Und die Pöstchenjäger werden sich am Ende ohnehin von selbst des neuen Zeitgeistes annehmen, wenn er sich denn gewandelt hat. So wie heute auch die meisten Politiker der CDU oder der FDP mehr oder weniger Emmas, Ökos, Sozen und vor allem Staatsfans sind, so werden sie sich wandeln, wenn wir den Zeitgeist verändert haben. Vielleicht werden wir sogar den Zeitgeist soweit verändert haben, daß das politische Mittel für die Pöstchenjäger gar nicht mehr (oder nicht mehr in dem Maße) zur Verfügung steht.


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