13. Februar 2015

Chronik des Bombenkriegs: 13./14./15. Februar 1945 – Die Hölle von Dresden

von Benedikt Kaiser / 34 Kommentare

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Am heutigeSchaarschmidt_Dresden 1945n 13. Februar 2015 jährt sich zum 70. Mal das flammende Inferno von Dresden. Die Stadt, die aufgrund ihrer heute wiederhergestellten barocken Pracht von vielen als "Elbflorenz" verehrt wird, hatte 1944 ungefähr 700.000 Einwohner; im Februar 1945 kamen hunderttausende Flüchtlinge aus den bereits überrannten Ostgebieten sowie Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter hinzu. Man geht für den Schicksalsmonat von etwa einer Million Menschen in der sächsischen Metropole aus, deren Rolle als Knotenpunkt der Reichsbahn und als Stadt der Kriegswirtschaft zu diesem Zeitpunkt, weniger als drei Monate vor dem 8. Mai, längst ausgespielt gewesen war.

Ist es ohnehin bemerkens- und bedenkenswert, daß der Luftkrieg gegen Deutschland um so heftiger wurde, je näher die Kapitulation rückte, erscheint die sinnlose Zerstörung Dresdens als besonders grauenhaftes Kapitel des Zweiten Weltkriegs.

Dieses Kapitel hat eine Vorgeschichte, die sich über mehrere Monate hinzog. Im August 1944 schlug Winston Churchill dem US-amerikanischen Präsidenten Roosevelt einen Plan für eine Operation "Donnerschlag" vor. 100 000 Berliner sollten getötet werden. Explizit hieß es, daß die Bombardierung vor allem Wohngebiete treffen müsse – nicht etwa Rüstungsbetriebe. Berlin wurde tatsächlich knapp 300 Mal bombardiert, wobei 50.000 Menschen starben, aber der große Vernichtungsangriff traf nicht die damalige Reichshauptstadt, sondern Dresden.

Die Stadt war bis zu jenen verhängnisvollen Tagen im Februar 1945 nicht nur siebtgrößte Stadt Deutschlands, sondern auch die einzige deutsche Großstadt, die noch nicht von Bomberstaffeln heimgesucht wurde. So mancher ihrer Bewohner glaubte und hoffte, die alliierten Strategen schätzten das Kleinod der Kunst und Architektur und würden es verschonen; tatsächlich fehlte es den westalliierten Luftstreitkräften in den Vorjahren schlichtweg an der notwendigen Reichweite.

http://1.1.1.3/bmi/helmutreichel.de/Dresden%20nach%20dem%20Angriff.jpg

Hoffnung war indes die einzige Option, denn zu verteidigen war Dresden längst nicht mehr. Jedwede Luftabwehr war beizeiten für östlich gelegenere Rüstungsanlagen abgezogen worden, die wenig verbliebenen Wehrmachtsverbände an die bedrohlich näherrückende Ostfront geschickt. Statt einer Festung glich Dresden einer vollkommen überfüllten Lazarettstadt. Ob im Großen Garten oder um die Elbufer, auf den Plätzen, in den Straßen und Gassen – überall bevölkerten der Roten Armee Entkommene die Stadt.

Auch nur der kleinsten Gefahr einer Gegenwehr beraubt, hatten es die ersten britischen Flieger am 13. Februar 1945 allzu leicht, in aller Ruhe - und bei wolkenlosem Nachthimmel - die Innenstadt zu markieren und auszuleuchten. Das war gegen 22 Uhr, und nur zehn Minuten später fielen mehr als 2.000 Bomben und Luftminen. Das stufenweise Flächenbombardement war eine ab 1942 sukzessive perfektionierte Technik, Schneisen in Häuserblocks und Siedlungen zu schlagen, um den später folgenden Brandbomben einen freien Weg in die Dachstühle und Wohnungen zu verschaffen. Die erste Angriffswelle, besagte Vorhut, dauerte zwar nur eine Viertelstunde, aber 75 Prozent der historischen Altstadt brannten bereits.

Bergungs- und Löscharbeiten dauerten vielerorts an, jedenfalls dort, wo Einsatzkräfte noch verfügbar waren, als nur drei Stunden später kanadische und britische Bomberpiloten 650.000 Stabbrandbomben abwarfen. Nun wurden auch bisher verschont gebliebene Stadtteile mit Bombenteppichen belegt. Die zahlreichen Einzelfeuer verbanden sich zu einem beispiellosen Feuersturm. Tausende Menschenleben wurden ausgelöscht: das Feuer verschlang sie, Explosionen zerfetzten sie, oder aber sie erstickten in einem der »Folterkeller der Moderne«, wie Ernst Jünger Luftschutzbunker nannte.

Die Flammen loderten am 14. Februar in der ganzen Stadt; nun hätte es von außen konzentrierter Hilfe bedurft. Allein: Nach Briten und Kanadiern griffen nun die US-Amerikaner in tödlicher Routinearbeit ins Geschehen ein. Geschätzte 1.800 Sprengbomben und 136.800 Stabbrandbomben gingen auf die schutzlosen Menschen nieder. Und was heute oft vergessen wird: In den Mittagsstunden des 15. Februar griffen US-Bomber erneut an, trotz der bereits erfolgten Zerstörung, trotz der unzähligen Schwerverletzten und Ermordeten in den Trümmern. Ihre Zahl ist bis heute Gegenstand bisweilen zynisch anmutender Geschichtsfälschung (– als ob die Vernichtung einer von Zivilisten, Flüchtlingen und Gefangenen bewohnten schutzlosen Stadt nicht ungeheuerlich genug wäre). Von 25.000 bis 330.000 Toten ist indes beinahe jede Zahl genannt worden; besonders in den letzten Jahren geht die Tendenz im Zeichen eines ideologisch verfälschten Geschichtsbildes zur massiven Verringerung der Opferzahlen; irgendwann wird man womöglich versuchen, die Zahl 15.000 als "belegt" durchzusetzen.

Dabei gab das Internationale Rote Kreuz in seinem Report of the Joint Relief Committee aus dem Jahr 1948 noch ca. 275.000 Tote an. Der erste deutsche Bundeskanzler, Konrad Adenauer, nannte 1955 "etwa 250.000 Tote". Der Neue Brockhaus, 1959, führt die Zahl 300.000 ein, Der Spiegel, 1963, 135.000. Die DDR-Geschichtsschreibung einigte sich auf rund 35.000 tote Dresdner und Flüchtlinge. Die Stadtverwaltung Dresden gab nach der Wende (1992) 202.040 Tote an, wobei die Möglichkeit genannt wurde, über 250.000 würde zutreffen (Auflistung: 35.000 identifizierte Opfer, 50.000 nicht identifizierte, 168.000, bei denen es nichts mehr zu identifizieren gegeben habe). An dieser Aufstellung wurde die kritiklose Übernahme von Zahlen beanstandet, die im April 1945 durch NS-Stellen propagiert wurden.

Wolfgang Schaarschmidt, mit einer soliden Studie über Dresden 1945 hervorgetreten (2005), kommt in seiner Analyse der Geschehnisse auf mindestens 100.000, vermutlich aber eher 135.000 bis 150.000 Tote. Schaarschmidt gegenüber steht in der Forschung beispielsweise Richard Overy, aber auch Jörg Friedrich, der die Konsequenzen der Barbarei des Bombenkriegs mit zwei Werken überhaupt ins Bewußtsein zahlreicher Deutscher rückte. Friedrichs Standardwerk Der Brand nennt 40.000 Opfer. Erst danach setzt - zeitlich gesehen - die bewußte oder unbewußte Verhöhnung der Bombenopfer ein: Die "Korrektur" der Opferzahlen durch zeitgeistkonforme Geschichtswissenschaft, Politik und weite Teile der Medienlandschaft. Spiegel online ("Ende der Legenden", 2008) berichtet von maximal 25.000 Toten ("wahrscheinlich weniger"), kurz darauf, im Jahre 2010, gibt eine offiziöse "Historikerkommission" unter medialem wie politischem Kopfnicken dieselbe Zahl an. Diese Schätzung der Kommission überrascht nicht, waren verschiedene Mitglieder doch bereits im Vorfeld wiederholt mit dieser Hypothese hervorgetreten.

Während Kritiker der apodiktisch festgelegten 25.000 Bombenopfer (man erinnere sich: bei über 1.000.000 Menschen, die sich während des Feuersturmes in Dresden aufhielten) reflexhaft und künstlich empört des Geschichtsrevisionismus geziehen werden, während die bloße (und ohne weiteres begründbare) Annahme höherer Opferzahlen bereits als unstatthaft und extremistisch diffamiert wird, können zum Teil Bundes- und Landtagsparteien nahestehende Jugendorganisationen in trauter Gemeinschaft mit linken Gewalttätern das Loblied der Massenmörder singen. Das vom bloßen Ressentiment in regelrechten »Selbsthaß« umgeschlagene Empfinden entlädt sich in Dresden und anderswo in Vernichtungsphantasien, deren zutiefst menschenverachtender Slogan »Bomber Harris, do it again!« im Februar 2014 gar zum »Bomber-Gate« der Piratenpartei führte.

Gemeint ist ebenjener Sir Arthur Harris, der im Herbst 1944 die sächsischen Großstädte Chemnitz, Leipzig und Dresden für »unbedingt zerstörungsbedürftig« befand – und sie in der Folge tatsächlich weitgehend zerstören ließ. Daß er sich mit keinem Geringerem als Winston Churchill dabei einig war, beweist nicht zuletzt dessen Forderung (vor dem deutsch-sowjetischen Waffengang und seinen genozidalen Folgen) nach dem »absolut verwüstenden, vernichtenden Angriff gegen das Nazi-Heimatgebiet«. Dieser Wunsch der auch von vielen Konservativen bewunderten Persönlichkeit ging bekanntlich in Erfüllung; zehntausende Menschen verloren ihr Leben. Alleine auf dem Dresdner Heidefriedhof liegen mindestens 20.000 begraben.

Dort stehen auf einem Gedenkstein für die Opfer der Luftschläge die Zeilen des jüdischen Dresdners Max Zimmerings:
Wieviele starben? Wer kennt die Zahl? / An Deinen Wunden sieht man die Qual / Der Namenlosen, die hier verbrannt / Im Höllenfeuer aus Menschenhand

Heute wird auf dem Heidefriedhof, ausgerechnet am 70. Jahrestag der vorsätzlich herbeigeführten Katastrophe, keine offizielle Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung stattfinden. Aus Anlaß des Besuches von Joachim Gauck wolle man andere Wege der Erinnerung finden. Wie solche andere Wege im Deutschland des Jahres 2015 aussehen sollten, verrät ein grüner Politiker:
Schön wäre es, wenn ein Fest wie ‘Dresden ist bunt’ ein jährlich wiederkehrendes Ereignis würde, für ein weltoffenes und demokratisches Dresden.

Literaturhinweise:
Wolfgang Schaarschmidt: Dresden 1945. Daten - Fakten - Opfer, 272 S., 19,90 € hier bestellen
Günter Zemella: Warum mußten Deutschlands Städte sterben? Eine chronologische Dokumentation des Luftkrieges gegen Deutschland 1940-1945, 648 S., 24,90 €  hier bestellen
Jörg Friedrich: Brandstätten.
Der Anblick des Bombenkriegs, 240 S., 25 € – hier bestellen
Jörg Friedrich: Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940-1945, 589 S., 10,95 € – hier bestellen
Benedikt Kaiser: „Die letzten Tage der Zerstörung – Bombenkrieg 1944/45“, in: Sezession 63, Dezember 2014, S. 30-35 – hier bestellen
Björn Schumacher: Die Zerstörung deutscher Städte im Luftkrieg, 344 S., 24,90 € hier bestellen

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Kommentare (34)

Karl Martell
13. Februar 2015 09:08
„Dresden wurde bewußt für die Zerstörung durch einen Terrorakt ausgewählt,
der nicht gegen die Nazis beabsichtigt war, sondern gegen das deutsche Volk an
sich. Die Bombardierung von Dresden, ... wurde von einer Gruppe Sozialpsychiater
an der Strategic Bombing Survery (SBS) ersonnen und geleitet, welches mit
dem Kommando für Sonderoperationen des Office of Strategic Services (OSS)
verbunden ist. Diese Gruppe wurde effektiv vom Leiter des Britischen Direktorats
der Psychologischen Kriegsführung, Brigadegeneral John Rawlings Rees geleitet, Direktor der Tavistock-Klinik in London, welche seit den 1920er Jahren als Zentrum
der psychologischen Kriegsführungsoperationen des britischen Empires gedient
hatte. Die Mannschaft des Strategic Bombing Survery, die eine Heerschar
aus den USA stammender Tavistock-Mitarbeiter wie Kurt Lewin , Rensis Likert
und Margaret Mead umfaßte, theoretisierte, daß der Terror, welcher der deutschen
Bevölkerung mit der ‚Botschaft von Dresden’ auferlegt werde, ihren Willen
zum Kampf brechen und sie ängstlich, erschrocken und verwirrt zurücklassen
würde. Sie projektierten, daß er [der Terror] einen dauerhaften Effekt auf
Deutschland haben würde, diese Nation aus den großen Staaten von Europa
entfernen und in ein dauerhaft psychologisch verletztes Wesen verwandeln
würde. Dem deutschen Volk, argumentierten sie, würde die Erkenntnis gebracht,
daß ‚alles, was Deutschland ausmache’, seine ganze Kultur und Geschichte,
in einem Augenblick, wie diesem, durch jene Mächte weggewischt
werden könnte, die sich auch zukünftig einem anmaßenden Deutschland entgegenstellen würden."

Lonnie Wolfe: Americans Target of Largest Media Brainwashing Campaign in History. The New
Federalist Weekly Newspaper, Printed in the American Almanac, September, 2001;
Karl Martell
13. Februar 2015 09:17
Dresden war wahrlich einer der größten Kulturschätze der Welt. „Florenz an der Elbe“ genannt, war der alte Schaukasten im Herzen von Sachsen buchstäblich eine Zeitkapsel der gotischen Architektur und mittelalterlichen Kultur. An jeder Ecke jeder schmalen Pflasterstraße gab es ein kunstvolles Schloß, ein Museum, eine Kunstgalerie oder eine hoch aufragende, jahrhundertealte Kathedrale. Wie Paris, Rom und Venedig war Dresden schön, romantisch und dauerhaft. Jahrzehntelang war die Stadt eine der „Pflichtstationen“ für Reisende auf dem Kontinent gewesen, besonders für jene aus Britannien und Amerika.

Dresden 1945

Von Thomas Goodrich, übersetzt von Deep Roots. Das Original Dresden, 1945 erschien am 12. Februar 2014 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

https://schwertasblog.wordpress.com/2014/02/15/dresden-1945/
Frank
13. Februar 2015 09:54
1000 Lichter für Dresden - Aktionswoche 13. Februar 2015

Seit mehreren Jahren bildet sie einen festen Bestandteil der jährlichen Aktionswoche zum 13. Februar, mit deren Durchführung das Aktionsbündnis gegen das Vergessen vor 8 Jahren begann – die Aktion 1000 Lichter für Dresden.

https://www.youtube.com/watch?v=l25r1f7aVNI&feature=youtu.be
Gert Schreiter
13. Februar 2015 10:18
Zeitzeuge Christoph Adam im DLF am 11.02., 10:10 Uhr (anfangs der Sendung): "Ich sage, die englischen Bomber, die haben alles registriert. Die haben gefilmt in 100 Kilometer die Frontlinie der Russen mit ihren Granatwerfern und unsre Gegenwehr.
Was sie nicht registriert haben, war das Geschrei der Kinder. ..."

Dresden weint ... (das ehrliche Dresden)
Monika
13. Februar 2015 11:27
" Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich!
Weint über euch selbst und eure Kinder.
Denn es kommt die Zeit, da wird man sagen:
" Wie gut sind die Frauen dran, die keine Kinder bekommen konnten,
die nie ein Kind geboren und gestillt haben."

Lk 23, 28-30


Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder
beim Untergang Dresdens.

Gerhart Hauptmann 1945

http://www.dresdner-stadtteile.de/Nordost/Wachwitz/Strassen_Wachwitz/Weidners_Sanatorium/Dresden_1945/dresden_1945.html

Wir Deutschen sind unfähig zu trauern.
Wir können nicht weinen um unsere Eltern und Großeltern
Wir können nicht weinen um unsere Kinder, weder um die eigenen noch um die fremden, weder um die geborenen noch um die ungeborenen.
Wir können nicht mal um uns selbst weinen.


Erst, wenn wir weinen können,
Sind wir fähig zu echtem Mitgefühl.

Papst Franziskus
Rosenkranz
13. Februar 2015 12:51
Alles muß endlich auf den Tisch. Der Blick auf den ersten und zweiten Weltkrieg muß endlich ideologisch gesäubert, historisch aufgearbeitet und dargestellt werden. Der General Schultze-Rhonhof hat damit begonnen. Auch von amerikanischer Seite wurde das Buch: "Schreckliche Ernte" von Ralph Franklin Keeling schon 1947 herausgegeben. Darin heißt es: "Dresden, so groß wie Pittsburgh, war vollkommen ausgelöscht und fast alle der 620.000 Einwohner unter den Ruinen begraben."

Aber mir scheint es, daß es Menschen gibt, die eine regelrechte Angst vor dieser Aufarbeitung haben. Es ist eine Angst die man bei Linken immer wieder beobachten kann, wenn die Tatsachen nicht zu eigenen Ideologie passt. Nicht wenige leben noch heute vom Nationalsozialismus, wie die Fliege vom Kot.

Ich wünsche mir so sehr diese Aufarbeitung, damit wir endlich einen Schlußstrich ziehen können. Damit ein Hitler nicht mehr wöchentlich in Funk, Fernsehen und Zeitung zu sehen ist. Damit nicht ständig neue Forderungen nach Gedenkstätten, Reparationen und Entschädigungen für die Opfer und deren Angehörigen auftauchen. Damit auch ich nicht ständig an meine historische Schuld als Deutscher erinnert werden muß. Damit auch sogenannte "Täter" der NS-Zeit heute in Ruhe bestattet werden können.

Und wenn unsere Politiker nur ein klein wenig Selbstachtung hätten, würden sie nicht an den Feiern der Sieger von 1945 teilnehmen. Denn wir sind immer noch die Besiegten von 1945 und sind bis heute nicht voll souverän. Von einer Befreiung kann keine Rede sein.
Tom Orden
13. Februar 2015 13:44
Es ist schrecklich was damals dem armen Dresden und dem armen deutschen Volk passiert ist.
Und schlimm ist auch, wie die Politiker heute mit "Toleranzmenschenketten" und ähnlichem Unsinn das Gedenken an die Opfer des Bombenterrors für ihre politische Propaganda missbrauchen und gleichzeitig die Deutschen als angebliches Tätervolk diffamieren und die Toten mit Füßen treten! :-(
Stil-Blüte
13. Februar 2015 14:31
Als schlesisches Flüchtlingskind kam ich nach Dresden. Am Rande des Elbkessels fanden wir Unterschlupf. Dort waren wir nur Zuschauer. Meine erste Erinnerung ist an die sog. Christbäume. Christbäume am Himmel ist für Kinder ein Wunder. Diese kindliche Naivität scheinen mir heute noch allzu viele Erwachsene haben.

Die psychologische angloamerikanische Kriegsführung wollte die Deutschen und Deutschland platt machen, buchstäblich - ausradieren! Das ist ihr, Gott sei Dank, nicht gelungen.

Schon kurz nach dem Bombenangriff ergriff der sächsische Lebenswille nicht wenige Dresdner. Der Leiter der Kruzeaner, Prof. Rudolf Mauersberger, komponierte das 'Dresdner Requiem'. Es wurde jedes Jahr zum 13. Februarmit dem Brahmschen Requiem in der Kreuzkirche aufgeführt. In der Mitte des Konzerts 5 Minuten Stille. Dann läuteten alle Glocken.

Der erste Oberbürgermeister von Dresden, Walter Weidauer, gab die Parole aus:

Dresden braucht keine Kirchen und Barockfassaden


und unter dem Motto

Dresden schöner denn je


wurde Dresden zum zweiten Male plattgemacht, ausradiert, geschliffen.

Der zitierte Max Zimmerring war ein eifriger stalinistischer Verfechter dieser Vorgaben.

Aber einen genius loci kann man nicht auslöschen! Erst recht nicht mit Bewohnern die von trotziger Fröhlichkeit erfüllt sind.

Ein Zeugnis: Die Frauenkirche. Von solchen sächsischen Gemütern wie dem Trompeter Ludwig Güttler buchstäblich - ins - Leben - gerufen. Nicht die Kunstliebhaber vergessen: Fritz Löffler! Oder ganz neu aus ganz anderer Richtung Asisi mit seiner Panoramaschau auf das zerbombte Dresden. Da bleibt kein Auge trocken.

Und in dieser Kette von fröhlichem pragmatischem Trotz und Trutz - steht da nicht PEGIDA?
Stil-Blüte
13. Februar 2015 14:38
Das muß ich doch noch hinzufügen:

Ein englischer Schmied hat der Frauenkirche die Krone, will sagen das Kreuz aufgesetzt - der Sohn eines Bomberpiloten. Hingegen die steinerne Königin von Großbritanien hat es bei ihrem Besuch in Dresden nicht für nötig befunden, die Referenz der wartenden Dresdner entgegenzunehmen, noch weniger ihnen Referenz zu erweisen. Sie blieb in ihrem Auto sitzen.
Marcus Junge
13. Februar 2015 14:54
Wie Haus- und Hofhistoriker Dresden ins "richtige Licht" rücken, kann man heute im Netzauftritt der JF lesen:

http://jungefreiheit.de/debatte/interview/2015/ich-bedauere-die-zerstoerung-aufrichtig/

Nach "aufrichtig" fehlt das "ABER" von Herrn Taylor, das liest man dann im Interview.


Wie man es wahrhaftiger darstellen kann, findet man dann auch bei der JF:

http://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2015/die-propaganda-der-einstigen-gegner-lebt/


Den Rest der "Geschichte" gibt es dann heute und morgen in den Lügenmedien, nach dem Schuldkultauftritt des Gau und dem fröhlichen Multikultifest in Dresden.
Marcus Junge
13. Februar 2015 14:59
Stil-Blüte

Bitte was erwarten Sie? Die Frau ist lebenslange Deutschenhasserin bekannt, Die perfekte Tochter ihrer Mutter, dem großen Vorbild in diesem Bereich.

Aber wer unbedingt 2 Kriege gegen uns anzetteln mußte, nur um dann am Ende kein Empire mehr zu haben, der braucht halt einen Schuldigen. Die Spiegel des Buckingham Palastes scheinen auf Dauer wohl nicht geeignet gewesen zu sein, dann also die Deutschen, die sind besiegt und unterjocht, die wehren sich daher nicht.

Wäre ja auch noch schöner den Engländern erklären müssen, sie hätten völlig sinnlos gekämpft und "nebenbei" das Empire verspielt, nur damit die USA (und Sowjetunion) den Laden übernehmen konnten.
Karl Martell
13. Februar 2015 15:57
Die Ursprünge des Bombenkrieges der Briten gehen zurück bis ins Jahr 1928, als der britische Luftmarschall Hugh Trenchard den konzeptionellen Vorläufer der späteren Area Bombing Directive (dt.: Flächenbombardierungs-Doktrin), die sogenannte Trenchard-Doktrin, entwickelte.

Aufgrund der Trenchard-Doktrin wurde in Großbritannien bereits seit Anfang der dreißiger Jahre an der Entwicklung und dem Aufbau einer Flotte schwerer Bomber mit großer Reichweite sowie an der Hauptwaffe des Bombenkrieges, dem Elektron-Thermitstab, gearbeitet. Im Oktober des Jahres 1936 erging ein Produktionsauftrag des britischen Verteidigungsministeriums über die Produktion von 4,5 Millionen Brandbomben des Typs Elektron-Thermitstab und bei Kriegsbeginn waren bereits mehr als 5 Millionen Stück verfügbar!

Die ersten Luftangriffe erfolgten am 05.09.1939 auf Wilhelmshaven und Cuxhaven, und betrafen dort noch strategische und militärische Ziele.

Darauf hin wandte sich Hitler bezüglich des Luftkrieges in seiner Rede vom 06. Oktober 1939 mit einem eindringlichen Friedensappell an die Staaten, die Deutschland den Krieg erklärt hatten. Demnach dürfe eine zukünftige Anwendung derartiger Waffen nur in Übereinstimmung mit der Genfer Konvention erfolgen. Darüber hinaus sagte Hitler wörtlich:

„Die modernen Waffen wie die der Luftwaffe, der U-Bootwaffe oder Gaseinsatz dürfen jedoch unter keinen Umständen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden.“

Dementsprechend äußerte später der britische Militärschriftstellers Liddell Hart:

„Hitler hat während der Zeit, in der er überlegene Macht in der Luft besaß, bemerkenswert gezögert, sie voll gegen die feindlichen Städte zu entfesseln. Er versuchte wiederholt, während er sich auf dem Gipfel seiner Macht befand, einen Waffenstillstand in der Bombardierung von Städten zu erreichen.“

Daran hielten sich die Kriegsteilnehmer bis zum 10. Mai 1940. Nachdem an diesem Tag Churchill Premierminister wurde, begann ab dem 11.05.1940 der Bombenkrieg gegen die deutschen Städte und die deutsche Zivilbevölkerung.

Freund und Berater Churchills in allen Fragen der Luftkriegführung war Frederick Lindemann. Dieser stellte die These auf, daß der Bombenkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung den Sieg der Alliierten herbeiführen würde.

Anfang 1942 forderte Lindemann, der unterdessen in England „Lord Cherwell“ geworden war, vom britischen Kabinett in einem Memorandum die Verschärfung des Bombenkrieges gegen Deutschland nach folgenden Grundsätzen:

„Die Bombenangriffe müssen gegen die Häuser der deutschen Arbeiterklasse gerichtet werden. Wenn sich die Bombenoffensive gegen die Wohnhäuser der deutschen Zivilbevölkerung richtet, dann sollte es möglich sein, in sämtlichen Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern die Hälfte aller Häuser zu zerstören.“

Am 14. Februar 1942 billigte die britische Regierung unter dem Vorsitz Churchills ausdrücklich dieses Vorhaben. Als erste Maßnahme löste Winston Churchill den bisherigen Oberbefehlshaber der britischen Bombengeschwader ab und betraute damit Marschall Arthur Harris. Dieser erhielt den Geheimbefehl des Luftwaffenstabes:

„Es ist beschlossen worden, daß Ihr Hauptangriffsziel von nun an die Moral der feindlichen Zivilbevölkerung, vor allem der Arbeiterschaft sein soll!“

Die englische Wissenschaftlerin und Autorin Freda Utley, die das zerstörte Nachkriegsdeutschland bereiste und dort im Austausch mit vielen wichtigen Personen der damaligen Zeit stand (unter anderem wiederholt mit Carlo Schmid), berichtete 1949 in ihrem detailreichen Buch „The High Cost of Vegeance“ („Kostspielige Rache“, dt. 1950) in dem Kapitel „Unsere Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ über
„unsere Angriffe auf nicht militärische Ziele wie Dresden, wo wir in einer Nacht mehr als eine Viertelmillion Menschen den gräßlichsten Tod brachten, den man sich nur ausmalen kann, indem wir dieses unverteidigte und von Menschen, die vor dem russischen Vormarsch westwärts flohen, vollgestopfte Kulturzentrum mit Phosphorbomben belegten […] Diese Greueltat gehört zu unseren größten Kriegsverbrechen, weil wir damit demonstrierten, daß Mord an Zivilisten unser Ziel war. Wir machten sogar Jagd mit Maschinengewehren auf Frauen und Kinder, die aus der lodernden Stadt aufs Land hinaus zu fliehen trachteten.
Falkenstein
13. Februar 2015 17:01
An diesem heutigen, traurigen Gedächtnistag möchte ich erinnern an die vielen mutigen Menschen die gegen die Verniedlichung und den Mißbrauch der Opfer, in diesen Tagen aktiv sind.

Flugblätter des Aktionsbündnisses gegen das Vergessen erinnern allerorts an das würdige Gedenken. Bürger opfern ihre Zeit, riskieren ihre bürgerliche Existenz und ihre Haut, um dieses Gedenken möglich zu machen.

Derweil versammeln sich in Dresden in diesen Tagen zahllose Zyniker, Zombis und vom Selbsthass zerfressene Menschen um mit bunten Schellen und Narrenkappen die jährliche geistige Vergewaltigung zu zelebrieren.

Ein IM Larve schlüpft in den Kokon der Frauenkirche um dort abseits des Volkes seine bizarre Messe zu zelebrieren. Welch ein Phatos!
Welch ein Führer! Was für ein Beitrag zur Aufarbeitung!
Ron Swanson
13. Februar 2015 17:17
1956 verlieh die Stadt Aachen Churchill den Karlspreis für 1955 als Hüter menschlicher Freiheit und bestätigte so seine Ausssage: "Man hat die Deutschen entweder an der Gurgel oder zu Füßen."
Stil-Blüte
13. Februar 2015 18:24
Lektüre-Empfehlung:
Süddeutsche Zeitung, Freitag, 13. Februar 2015:

Nachts, wenn sich die Türen der Erinnerung öffnen. Der britische Soldat Gregg war Kriegsgefangener in Dresden, als die Bomben fielen. Jetzt spricht er über seine Erlebnisse


Er holte zwei Menschen lebend aus dem Keller: das einzige Mal, daß er sich wie ein Held fühlte


Die schwerwiegenden Stellen kann ich nicht zitieren. Es reicht für immer, sie einmal gelesen zu haben. Aber eine Stelle will ich doch noch zitieren:

Man hätte Churchill an die Wand stellen sollen. Wir stehen nicht für Krieg gegen Zivilisten


Der Hohn der Geschichte: Vor einigen Jahren hat die Stadt Dresden ihre meisten Immobilien in einem Paket für ca. 1 Milliarde an eine Immobilientochter von Goldman Sachs verhökert, die wiederum verkauft die Filetstücke nun zu Höchstpreisen an einzelne Käufer mit Riesengewinn.

Gehört das mit unserem Solidarbeitrag finanzierte wiedererstandene Dresden mit seinen prachtvollen Villen an Elbhängen und in Elbnähe eigentlich noch den Dresdnern (Das Haus, in dem ich meine Kindheit verbracht habe, fiel unter diesen Ausverkauf)?
Daniel
13. Februar 2015 20:10
Mal wieder alle anderen über-(bzw. geschmacklich unter-) bietend, unser Freund vom Spiegel, Georg Diez.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/dresden-bomben-opferkult-und-walser-kolumne-von-georg-diez-a-1018265.html#ref=nl-thema-22843-spon_diez

Dresden steht am Anfang des deutschen Jammerkults. Dresden ist die Chiffre der deutschen Opferrhetorik. (...) Es geht dabei um mehr als nur Gedenken und Geschichte - das "angloamerikanische" Bombardement, so nennt es Uwe Tellkamp in seinem konservativen Wohlfühlwälzer "Der Turm", ist immer auch das Gegenbild zum Deutschen, zur Innerlichkeit, zur Heilheit.
Und Antiamerikanismus ist ja der Trigger des deutschen Nationaltrotzes. Dresden also, die Opferstadt, ist damit der Nukleus des neudeutschen Geschichtskults und Rekonstruktionsfurors. Von der Frauenkirche dort bis zum Stadtschloss in Berlin: Zurüstungen für das nächste Kaiserreich.


M.L.: Bezeichnenderweise derselbe, der sich angesichts des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz exhibitionistisch in literarisch eher fragwürdigem Betroffenheitsexpressionismus gesuhlt hat. Das ist wohl kein Zufall, daß das in der Regel dieselben Leute sind: kitschig-triefend-schwülstig-semipathologisch, wenn es um jüdische Opfer, kaltschnäuzig-zynisch und ganz kokett "edgy", wenn es um deutsche Opfer geht, dabei immer nach dem Publikum schielend. Wer solche Sätze schreiben kann, dem kaufe ich seine angebliche Sprachlosigkeit und Betroffenheit über die jüdischen Opfer nicht ab. Er ist für mich nur ein Schmierendarsteller. Man stelle sich vor, einer würde schreiben "Auschwitz steht am Anfang des jüdischen Jammerkults. Auschwitz ist die Chiffre der jüdischen Opferrhetorik..." Diez könnte sich nicht mehr einkriegen vor dick aufgetragener Empörung. Ich kann nur sagen: hier fehlt eigentlich nichts mehr zum Vollschwein, nach dem Motto: wenn schon, dann aber richtig, made in BRD....
Matthias
13. Februar 2015 20:29
Ich glaube Karl Marx hat mal gesagt: Die herrschende Geschichtsschreibung ist die Geschichtsschreibung der Herrschenden. Auf der einen Seite werden eben die Opferzahlen nach unter korrigiert, dafür gibt es eben auf der anderen Seite mehr Opfer. Die Menschen, die zur damaligen Zeit gelebt haben sind nicht mehr so häufig anzutreffen. Irgendwann in naher Zukunft wird dann die Lüge zur Wahrheit.
Bernhard
13. Februar 2015 21:25
Wie gut, dass wir auch Freunde in den USA haben, die der Vernichtung Dresdens ausführlich gedenken:

http://www.counter-currents.com/

Zu empfehlen ist das neu aufgelegte Buch von Thomas Goodrich: "Hellstorm".
JensN
13. Februar 2015 23:44
@M.L.

" Ich kann nur sagen: hier fehlt eigentlich nichts mehr zum Vollschwein, nach dem Motto: wenn schon, dann aber richtig, made in BRD…. "


Das Schlimme ist ja, dass es auch noch unsere eigenen Landsleute sind, die so eine Verbal - Diarrhö absondern. Mir scheint manchmal, die größten Feinde der Deutschen sind die Deutschen selber. Gleiches gilt auch für die Ostmark. Es ist unsäglich, was hier vom Stapel gelassen wird, welche Minusmenschen hier das Zepter schwingen. Ein nicht gerader kleiner Anteil unseres Volkes hat eine schwer psychische Störung, das muss man ganz nüchtern feststellen. Leute wie Diez und Kohler haben daran eine beträchtliche Mitschuld.
jacky
14. Februar 2015 01:44
Der erste Oberbürgermeister von Dresden, Walter Weidauer, gab die Parole aus: Dresden braucht keine Kirchen und Barockfassaden und unter dem Motto Dresden schöner denn je wurde Dresden zum zweiten Male plattgemacht, ausradiert, geschliffen.

Von Walter Weidauer heisst es, er sei ein Betonkopf-Kommunist schlichten Gemütes gewesen. Schon damals die optimale Voraussetzung für ein politisches Amt.

Der zitierte Max Zimmerring war ein eifriger stalinistischer Verfechter dieser Vorgaben.

Nach seiner Vita war Max Zimmering, http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Zimmering, sicherlich kein Freund der Deutschen oder deren "christlicher" Kultur.

Freund und Berater Churchills in allen Fragen der Luftkriegführung war Frederick Lindemann. Dieser stellte die These auf, daß der Bombenkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung den Sieg der Alliierten herbeiführen würde.


Bei Frederick Lindemann, angeführt in der: " List of British Jewish scientists", http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_British_Jewish_scientists, darf man davon ausgehen, dass er Churchills Willen nach finaler Zerstörung der Deutschen, bzw. Deutschlands voll mittrug und seinen Kenntnissen nach entsprechend agierte.

Georg Diez fiel mir auf, als er Günter Grass ehrabschneidend als "Zombie" abkanzelte und sich nicht mir dessen Thema sachlich auseinandersetzte. Persönliches Diffamieren anstelle von Argumenten ist ein untrügliches Zeichen psychosomatischer Retardierung.
Im Netz kursiert eine apart-lustige Geschichte zu seinem Wahn.
Georg Diez und der böse Jude.

http://ysefvgyjm.blog.de/2014/03/01/georg-diez-boese-jude-17847693/
Findling
14. Februar 2015 08:32
Der Pastor hat wieder gepredigt,
er hat den Reigen des Festkreises 2015 eröffnet:
„Gerechte Sühne war es ihr Deutschen,
die euch im Krematorium Dresden zuteil wurde!“

Psalm 2015

Ein gnadenloser Ankläger seines Volkes

Der sich mutig im Haufen der Sieger bergend

Die Vernichtung der Älteren billigt.

Worte eisiger Kälte spricht er

Worte wie Flüche und Unheil

Wie ein Feind spricht er über sein Volk.


Herr, rette uns vor diesen Rettern

Schütze uns vor unseren Beschützern.

Denn sie würfeln über unser Gewand

Sie knechten uns im Land unserer Väter.


Gott, schaffe uns Recht und Segen

Sende uns jenen, der alle Störer zu Paaren treibt.

Herr, erhöre unser Gebet

Und lass unser Rufen zu Dir kommen.
Frank
14. Februar 2015 09:54
Unsere Vorbereitung zum 70. Jahrestag der Zerstörung Dresdens war geprägt von einer heißen Debatte, wie mit der Besonderheit des Jahrestages zu verfahren sei. Wir haben uns letzten Endes mehrheitlich dazu entschieden, wie bereits im Vorjahr allen Dresdnerinnen und Dresdnern sowie deren Gästen ein ruhiges Gedenken ohne massiven Polizeieinsatz zu ermöglichen. Aus diesem Anlass haben wir auf eine eigene Gedenkveranstaltung in Form eines Trauermarsches verzichtet.

Die heutige Aktion, welche die Medien als „pietätlose Provokation“ betiteln, stellt daher unseren Beitrag zum heutigen Tag, anstelle einer Demonstration, dar. Sie ist in Ihrer Form auch die letzte Konsequenz aus der bewussten Eskalationspolitik der Stadt Dresden, einer politisch instrumentalisierten Polizei und der Justiz, welche gewalttätige Übergriffe auf unsere Veranstaltungen vor allem in den vergangenen Jahren immer wieder verharmlost und begünstigt hat. Wo die elementarsten Grundrechte ausgehebelt werden, um missliebige Positionen zu unterbinden, werden wir auch zukünftig Mittel und Wege suchen, um unserer Form des Erinnerns an die Zerstörung von Dresden Ausdruck zu verleihen.

https://www.youtube.com/watch?v=qKM4sKDXg2Q&feature=youtu.be

Quelle: www.gedenkmarsch.de
Martin Landvoigt
14. Februar 2015 12:45
Fraglos bleibt, dass Hitlerdeutschland gestoppt werden musste, aber mit welchen Mitteln?

Es hätte implizites Imperativ jeder modernen Kriegsführung sein müssen, die Kriegsziele effizient, d.h. so schnell wie möglich unter den geringsten Verlusten an Menschen und Material zu erreichen.

Doch was war das Kriegsziel? Man könnte erwarten: Hitterdeutschland zur Kapitulation zu zwingen. War das so? Dann hätte die Strategie anders ausgesehen. Man hätte die Flüchtlinge in ihrem Elend leben lassen müssen, die durch die erdrückende Last der Versorgungsmängel zum Zusammenbruch geführt werden sollte. Weiter hätte das Land durch Beschuss und die Öffnung der KZs destabilisieren könne, strategische Objekte, Nachschubwege, Rüstungsindustrie ...

Die Allierierten griffen statt dessen die Zivilbevölkerung an, die Flüchtlingstrecks. Die KZs und die Rüstungsindustrie arbeitete weiter.

Was folgt daraus: Waren die Alliierten so schlechte Strategen? Oder war das Kriegsziel ein Anderes? Der Genozid am deutschen Volk?

Noch ein Wort zu Opfern und Tätern: Der Mainstream-Presse scheint es ein wichtiges Anliegen zu sein, derartige Fragen angesichts verbrannter Frauen und Kinder zu stellen. Ich halte diesen Denkansatz bereits für widerlich und abscheulich.
Daniel
14. Februar 2015 16:56
@M.L. .. Treffend, aber letztlich werde ich aus ihm nicht schlau. Eigentlich ist er viel zu klug und talentiert für das, was er schreibt, und für die Seite, auf der er offenbar steht.
Michael Klonovsky ist sich nicht mal wirklich sicher, wie "ernst" das überhaupt gemeint ist angesichts des schrillen und überdrehten Tons seiner "Selbstanklagen", ob er nicht zuhause sitzt und sich ob der Reaktionen ins Fäustchen lacht.
Ist das pathologisch, Selbstekel, oder rein "ästhetizistisch" gemeint? Als rein opportunistisch-angepasster Lohnschreiber müßte er nicht so weit gehen.
Ist er der Prototyp eines Linken, "dessen antirassistischen seine laizistischen Tendenzen bereits überlagert", wie es im neuen Houllebecq-Buch über die führenden Sozialisten heißt, also von eigenen, "positiven Inhalten" völlig entleert ist, der es auch mit moderaten Islamisten tun würde, nur um die "rechtsextreme" AfD zu verhindern?
Martin
14. Februar 2015 19:13
Über Leute wie Dietz braucht man nicht diskutieren geschweige denn über deren Geisteszustand zu spekulieren, da sie nicht satisfaktionsfähig sind. Dieser Typus Mensch wird immer und überall sein Auskommen finden, Zeitschriften wie "Der Stürmer" wurden ja auch von Menschen geschrieben und sind nicht aus dem Nichts gewachsen.

Schlimmer ist, dass es verinnerlichte Staatsdoktrin bis hin zu unserem BuPrä (vgl. dazu nur seine Rede zu Dresden in diesem Jahr) ist, dass ein Opfergedenken an deutsche Opfer niemals ohne Verweis auf die "deutsche Schuld" auskommen kann und darf. Das alles hat das Niveau von, "Du hast meine Cousine umgebracht, daher darf ich jetzt Deinen Onkel, Deine Tante und Deine Geschwister umbringen". Selbstverständlich würden diese Kreise immer abstreiten, dass sie einer echten Kollektivschuld und Kollektivstrafe das Wort reden wollen, es wird dann immer etwas von kollektiver Verantwortung, Verständnis für diese Reaktion/Folgen oder Ähnliches gefaselt - Beim Abstrafen und bei der Rechtfertigung der Verbrechen an den Deutschen dürfen die Deutschen dann auf einmal wieder Volks- und Schicksalsgemeinschaft sein, etwas was man ihnen im Übrigen natürlich immer abspricht und was man ansonsten staatsdoktriniert bekämpft.

Kollektive Verantwortung ist jedoch der kleine Bruder von kollektiver Schuld und kollektiver Strafe, die Rechtswidrigkeit des Tuns der Versündigung an den Opfern wird dadurch in keinem Falle beseitigt oder verringert. Widerlich dieses unseres "offizielle" Niveau, dieses - und das muss man hier einfach unterstellen - absichtliche in den Zusammenhang mit NS- Verbrechen stellen und herunter spielen der deutschen Opfer. Dem geht einher immer auch der Missbrauch der Opfer des NS, die dazu herhalten müssen, die Verbrechen am deutschen Volk zu rechtfertigen. Die Opfer des NS werden damit gleich zweimal ihrer Würde beraubt, dass erste mal, als sie zum Opfer des deutschen NS- Apparates wurden und das zweite mal, als Tote schließlich, wenn sie als Rechtfertigung dafür herhalten müssen, dass andere, genau so Unschuldige wie sie, ebenfalls umgebracht wurden (und ein drittes mal, wenn sie dafür herhalten müssen, Forderungen an Deutschland zu stellen).

Diese komplette Unfähigkeit und auch der komplette Unwillen zur Abstraktion seitens des "offiziellen" Deutschlands, zum sauberen Auseinanderhalten der Sachverhalte, erzeugt ein Schande ungeheuren Ausmaßes für alle dem Krieg nachfolgenden Generationen in Deutschland.

Verbunden damit ist der Verlust der echten Trauer der Deutschen um ihre eigenen Opfer, die Unfähigkeit, die dem institutionalisiertem Verbot der Trauer folgte, diese Opfer eben auch "beklagen" zu dürfen, da damit immer auch die "Anklage" gegen die Täter gesehen wurde.

Für mich sind wir Deutsche nach wie vor ein schwer traumatisiertes Volk und diese Traumata wurden und werden an die nachfolgenden Generationen eindeutig auch weiter gegeben.

Es mag Familien geben, die davon weniger betroffen sind, aber gerade die Familien aus den ehem. Ostgebieten, die das "vae victis" zumeist am unmittelbarsten und härtesten gespürt haben, sind bis heute irgendwie verstört und es steckt enorm viel unaufgearbeitetes Leid in den Menschen. Die deutschen Politiker und die versammelte Linke demütigen uns Deutsche, quälen uns bewusst und vergreifen sich an der seelischen Gesundheit unseres Volkes. Deutscher darf man nur als Schuld tragendes Mitglied des Tätervolkes sein, niemals aber als Opfer. "Volk" findet nach offizieller Lesart der Bundesrepublik nur noch dann statt, wenn es um die "deutsche Schuld" geht, niemals aber, wenn es um die Lebendigkeit des deutschen Volkes an und für sich geht, denn "Volk" ist ja normalerweise etwas, was man den deutschen physisch und auch psychisch austreiben will.

Eine Teilnahme an Demos wie Pegida kann daher auch ein Beitrag zur Katharsis und zur eigenen seelischen Gesundung sein. Einfach einmal ausprobieren.
EmpoerterBuerger
14. Februar 2015 21:38
Leider hat - wie bereits zu befürchten war - der sogenannte Bundespräsident Joachim Gauck den Jahrestag des englischen Kriegsverbrechens der Bombardierung Dresdens dazu genutzt, dessen Opfer nicht nur zu verhöhnen, sondern ihnen auch noch die Schuld am Kriegsausbruch zuzuschieben und die spätere eigene Ermordung als Zivilisten als Folge dessen darzustellen.

Herr Gauck, wieso sprachen Sie in Dresden davon, dass "wir" wüssten, wer den Krieg "begonnen" und "vom Zaun gebrochen" habe? Wissen Sie denn nicht, dass der Angriff auf Dresden durch England erfolgte, nachdem England dem Deutschen Reich den Krieg erklärt hatte - nicht umgekehrt! - und damit den polnisch-deutschen Regionalkonflikt erst zum europäischen Großkrieg eskalieren ließ? Dass also England im Konflikt Deutschland-England der Aggressor ist?!

Wie können Sie dann davon sprechen, dass die Opfer von Dresden den Krieg "vom Zaun gebrochen" und ihn "begonnen" hätten? Ist Ihnen überdies nicht bekannt, dass bei den letzten freien Wahlen vor 1933 nur etwa ein Drittel der Deutschen Hitler die Stimme gaben? Wie können Sie angesichts all dieser historischen Tatsachen derartig schamlos lügen und die wahren Abläufe in Ihr Gegenteil verkehren?

Herr Gauck, mein Bundespräsident sind Sie nicht, wer wie Sie in Dresden die Opfer eines Kriegsverbrechens, noch dazu diejenigen des eigenen Volkes, derart zynisch verhöhnt und verachtet, hat jeglichen Anspruch moralische Positionen zu vertreten ein für allemal verspielt. Dass sie dies auch noch als angeblich gläubiger Christ tun, setzt dem ganzen noch die Krone auf. Schämen Sie sich!
Urwinkel
15. Februar 2015 04:06
Dämlich grinsende "Vollschweine" gibt es zu Hauf: Wir wollen keine Hetzschweine, keine windigen Unternehmer mit Billigfraß im Angebot, auch die Arbeitslosen sind eine Schande in jener Hinsicht. Es gibt weit und breit kaum Grund zur Freude. Einzige Freude: der Frühlingsduft. Endlich ist er da. Und so rasch wieder vorbei.
Karl Martell
15. Februar 2015 11:07
@ Martin Landvoigt

"Fraglos bleibt, dass Hitlerdeutschland gestoppt werden musste, aber mit welchen Mitteln?"

Die Geschichte, die in diesem Buch dargestellt wird, ist die des
britischen Empire, das um 1900 aus Furcht vor der aufstrebenden
Macht des jungen deutschen Reiches im geheimen einen Plan für eine
gigantische Einkreisung der eurasischen Landmasse schmiedete. Das
Hauptziel dieser titanischen Belagerung war die Verhinderung eines
Bündnisses zwischen Deutschland und Russland. Wenn diese beiden
Mächte sich zu einer „Umarmung“ verbinden würden, argumentierten
die Lenker des Weltreiches, würden sie in der Lage sein, sich mit einer
Festung von Ressourcen, Menschen, Wissen und militärischer Macht zu
umgeben und damit den Fortbestand des britischen Empire im neuen
Jahrhundert gefährden. Mit dieser frühen Einsicht leitete Britannien
eine außerordentliche Kampagne zur Auseinanderreißung Eurasiens
ein, bei der Frankreich und Russland, zuletzt auch die Vereinigten
Staaten, in Dienst genommen wurden, um gegen Deutschland zu
kämpfen. Die Unbeständigkeit der Verhältnisse der ersten Hälfte des
zwanzigsten Jahrhunderts waren der Stoff für das Epos der großen
Belagerung Europas.

Guido Giacomo Preparata: Wer Hitler mächtig machte
von Espenfeld
15. Februar 2015 12:14
Es ist kaum zu glauben. die Steinsche JF übernimmt dieser Woche in ihren Dresden -Reports auch im Kern die Zahlen der sogenannten Historikerkommission .
25 000 Tote in diesem Höllenfeuer verbrannt und verkohlt , erstickt und erschlagen . Brav, Herr Stein - der Bundes-Gauck wäre sehr zufrieden, würde er ihr Blatt lesen. Seine Rede in Dresden hat sich schon gelohnt.

Und um noch eins obendraufzusetzen, werden sogar in diesem zunehmend weichgespülten Blatt die durch viele Zeitzeugen belegten Tieffliegerangriffe auf Zivilisten geleugnet, bzw. als unwahrscheinlich dargestellt.

Welche Skrupellosigkeit allierte Piloten besaßen, weiß ich
durch einen Fliegerangriff in Süddeutschland auf meinen Großvater, von dem nahezu nichts mehr blieb. Er wurde durch eine gezielt abgeworfene Brandbombe quasi bei lebendigem Leib eingeäschert, als er durch den Garten lief, um seine Familie zu retten .

Wenn man das Geschreibsel über Dresden in den großen Medien liest, weiß man mittlerweile, dass deutsche Geschichte heutzutage als erzählte Märchen interpretiert werden muß, die dann staatlich honorierte Historiker in ausgewählten Journalen vortragen und in ihren Märchenbüchern publizieren, die sich Geschichtbücher nennen.

Schüler und Studenten , die das alles erlernen müssen , abgeprüft werden und dann meinen sollen, es entspricht den Tatsachen, können einem heute nur Leid tun.
herbstlicht
15. Februar 2015 19:01
Möchte eine Beobachtung der Zerstörung aus 200km Entfernung weitergeben.

Mein Alter Herr wurde Anfang 1943 aus der Wehrmacht entlassen, da nicht mehr diensttauglich. Am Abend des 13.Feb.1945 begann die alte Haustür --- Stand- und Gehflügel --- auf dem Anwesen seines Bruders im Oberpfälzer Wald deutlich hörbar und unaufhörlich zu zittern. Diese bis dahin unbekannte Erscheinung wurde erklärlich, als im Radio mitgeteilt wurde, daß ein schwerer Fliegerangriff auf Dresden im Gang sei.

Später stieg der Vater hinauf auf die unbewaldete Anhöhe über dem Dorf --- knapp 600m ü. NN --- von welcher aus Abschnitte des bairisch-böhmischen Grenzkammes sichtbar sind. Der Feuerschein des Brandes war im Nordosten deutlich sichtbar.

Noch zu den Tieffliegern: Ein paar Wochen danach war der Vater als einsamer Zivilist mit dem Fahrrad auf der Landstraße unterwegs. Ein einzelner Tiefflieger kam daher, dreht auf ihn ab und beschoß ihn mit MG. Sprung in die Hecke ...
Frank
16. Februar 2015 09:22
Bomber-Harris Denkmal in London "geschändet":

https://pbs.twimg.com/media/B96VDwcIUAAIeTN.jpg:large
ene
16. Februar 2015 17:59
Liebe Stilblüte,

vielen Dank für Ihre Beiträge über Dresden, die so im persönlichen Erleben verankert sind! - Ich erinnere mich an unsere erste Reise ins Elbsandsteingebirge in den frühen 90er Jahren. Wir wohnten (Privatzimmer) bei einer Familie; und die Frau erzählte mir folgendes: Sie fuhr als Kind regelmäßig mit dem Zug nach Dresden zu ihrer Tante. An jenem Tag nahm sie auf der Rückfahrt nach Hause noch einen Kuchen für ihre Eltern mit. Und fuhr einen Zug früher als sonst. Das hat ihr das Leben gerettet.
Jo
21. Februar 2015 14:17
Wahre Opferzahlen beim bestialischen Angriff auf Dresden, Februar 1945
275.000 Opfer lt. Internationales Rotes Kreuz
25.000 Opferzahlen – Opfer verachtendes Ergebnis bestimmt
lt. Politischen Korrektheit
Meine Anmerkung:
Man kann ganz einfach recherchieren - Einwohnerzahl von Dresden :
Statistischer Nachweis der Stadtverwaltung Dresden:
per 31. Dezember 1944 = 566.738 Einwohner
per 30.April 1945 = 368.519 Einwohner
Differenz minus = 198.219 Einwohner - Opferzahlen ?
Dazu kommt die Opferzahl der Flüchtlinge aus Ostdeutschland, die sich seinerzeit in Dresden aufgehalten haben und dort auch umgekommen sind.
Morgenrot
16. Februar 2016 07:07
Das Interview der JF mit dem englischen Historienmacher Taylor ist ein starkes Stück. Marcus Junge kommentiert es auch dementsprehend in seinem obigen Kommentar. vom 13.2.
Ich habe mir vor za. 2 Jahren den genauen Nachdruck des Buches Bombing Vindicated von einem gewissen J.M.Spaight erworben.(Gibt es bei Ostara Publications). Dieser Spaight, eine Art Staatssekretärs im britischen Luftfahrtsministerium (Air Ministry), teilt mit offenbarem Stolz mit, daß die Bombardierung nichtverteidigter Städte mit dem Ziel des Verbreitens von Schrecken unter der Zivilbevölkerung und dem Anrichten massiver Verheerungen eine glänzende Entscheidung (splendid decision) gewesen sei, der man leider nicht die verdiente Anerkennung geben könne. Deutlicher kann man es wohl nicht gesagt bekommen und doch kennt kaum jemand dieses Bekenntnisbüchlein zum Bombenkrieg. Es verdient weiteste Verbreitung.
Es waren auch die Engländer, die auf Churchills Geheiß gleich am 11.Mai 1940 damit anfingen, Freiburg glaube ich, war das erste Ziel eines rein gegen Frauen und Kinder gerichteten Anschlags der Churchillclique mit der Fliegerwaffe.
Coventry war nun einmal eine Rüstungsstadt, besser gesagt, ein Städtchen, in dem alle Fertigungsstätten und Fabriken über die ganze Statdt verteilt waren. Trotzdem galt der Angriff der Luftwaffe den am Außenbezirk gelegenen Werken und Treffer in der Innenstadt waren auf mangelnde Zielgenauigkeit zurückzuführen. Erwa 500 Tote waren zu beklagen, kaum mehr als bei dem irrtümlichen Angriff der Amerikaner auf Biberach/Riß im April 1945 umkamen. Dresden und Coventry können von normal denkenden Menschen in keiner Weise miteinander verglichen werden und offiziell läßt man deshalb auch alle Einzelheiten dabei aus.
Es gab und gibt keine Rechtfertigung dafür, eine Stadt wie Dresden einfach auszulöschen und das zu einem Zeitpunkt, an dem gar nichts damit zu erzielen war, weder taktisch noch strategisch. Churchills Mordlust konnte sich noch einmal richtig ausleben und als sich (damals noch) selbst die bestialisch verhetzten Engländer mit Ekel und Unglauben von der Maintat abwandten, wollte er plötzlich nichts mehr damit zu tun gehabt haben. Hier könnten sich all die demokratischen Redner einmal des Begriffes des Zivilisationsbruchs bedienen, denn mit dieser krönenden Entartung wurde Europa der Todesstoß versetzt. Churchill glaubte nach de Kriege, einfach so weitermachen zu können wie bisher, aber wir erleben von Jahr zu Jahr immer intensiver, wie die Zerstörung dieser Nächte den Lebenswillen gebrochen hat und dieser Unwille zum Weitermachen schwappt auch auf die Insel hinüber. Die Erkenntnis, die Ursache der Katastrophe gewesen zu sein, dürfte der Erkenntnis, zum Opfer einer unglaublichen Verrohung gemacht worden zu sein, in nichts nachstehen. Man will diesen Unflat in England von sich abwaschen, wie man an den trotzig-angstvollen Antworten des Engländers Taylor in dem Interview sehen kann.
England wird sich auf jeden Fall von Churchill völlig distanzieren müssen, sonst wird es immer die Insel bleiben, die mit Europa nichts zu tun haben und trotzdem alle Figuren darin tanzen lassen will.

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