05. Juni 2016

Die angeblich schönste Nebensache der Welt

von Michael Wiesberg / 65 Kommentare

Michael Wiesberg ist Lektor und freier Publizist.

Der Fußball ist schon lange keine Nebensache mehr, sondern ein Spielfeld des Turbokapitalismus, auf dem jährlich Milliarden von Euro umgesetzt werden. So richtig Fahrt nahm dieser Kapitalismus mit dem unseligen Bosman-Urteil des EuGH auf. Dieser urteilte 1995, die Ausländerregel verstoße gegen die „im Binnenmarkt gewährte Freizügigkeit der Arbeitnehmer“, wenn der neue und der alte Verein in Mitgliedstaaten der EU beheimatet seien.



Und er kippte auch gleich das Verbot, wonach in Wettkämpfen nur eine begrenzte Anzahl von Spielern aus anderen Staaten eingesetzt werden dürfen. Für Spieler aus anderen EU-Staaten dürfe, so der EuGH, eine solche Regel nicht gelten.

Die Aufhebung der Beschränkung für Klubs bei der Verpflichtung von EU-Ausländern führte in den Mannschaftssportarten zu einer wahren Flut von ausländischen Spielern, die auch in den Bundesligen immer dominanter werden. Bis dahin gewachsene und bewährte Strukturen wurden durch dieses Urteil über Nacht pulverisiert. Immerhin setzte 2001, als der damalige Bundesligist Energie Cottbus in einem Spiel elf ausländische Akteure in der Anfangsformation einsetzte, ein gewisses Umdenken ein. Mittlerweile müssen Profi-Klubs unter anderem verpflichtend in den Betrieb von Nachwuchs-Internaten statt in neue Spieler investieren, und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) baute sein Stützpunktsystem aus. An der Gesamtentwicklung haben diese Maßnahmen aber nichts Wesentliches geändert, wie ein Blick in die Mannschaftskader der Bundesligen zeigt.

Wie dramatisch die Umwälzungen infolge des Bosman-Urteils sind, zeigte bereits 2002 eine Studie der Universität Bielefeld, die unter anderem zu folgenden Ergebnissen kam: „Durch das Bosman-Urteil wurde das sportliche Leistungsprinzip radikalisiert, und es entstanden neue, wechselseitige Überbietungsversuche, die von ihrer Dynamik und vom Prozeßverlauf Ähnlichkeit mit einer Rüstungsspirale haben.“ Für Nachwuchsspieler werde es damit immer schwerer, in den Bundesligen Fuß zu fassen, denn durch „den Ausländer-Boom werden nicht nur Plätze in den Bundesligen blockiert, sondern es ist vor allem das gestiegene Leistungsniveau, das die Chancen der Nachwuchsspieler reduziert. Der Sprung in die jeweiligen ersten Ligen ist für die Nachwuchsspieler viel größer geworden.“ Die Folge dieser Entwicklung ist, daß das Reservoir an deutschen (und noch viel mehr von autochthonen) Spielern, die für die Nationalmannschaften herangezogen werden können, immer schmaler wird, weil die Schlüsselpositionen in den Mannschaften immer häufiger von Ausländern besetzt sind. Selbst hochtalentierte deutsche Fußballer wie aktuell Mario Götze finden sich auch deshalb auf der Ersatzbank wieder.

 

Die Wahrheit hinter den Aussagen von Alexander Gauland

Ein eigenes Thema, das hier nicht vertieft werden kann, ist die Entwicklung in den Jugendmannschaften, die auch mehr und mehr von Spielern mit „Migrationshintergrund“ bestimmt werden; womöglich auch noch trainiert, wie ich es immer wieder einmal beobachten konnte, von entsprechenden Trainern, die vor allem ihresgleichen förderten. „Bio-deutsche“ Spieler sind in diesen Jugendmannschaften – das gilt vor allem für den Westen Deutschlands – häufig eher die Ausnahme oder bestenfalls Mitläufer. Daß hier der ein oder andere vorzeitig das Handtuch wirft, überrascht nicht.



Vor diesem Hintergrund sind die Aussagen des AfD-Vize Alexander Gauland gegenüber dem Spiegel zu verstehen, die deutsche Fußballnationalmannschaft sei „schon lange nicht mehr deutsch“ im „klassischen Sinne“. Profifußball sei „keine Frage der nationalen Identität mehr“, sondern „letztlich eine Geldfrage“. Gauland bekennt, von Fußball keine Ahnung zu haben, hat aber sehr wohl erkannt, wohin der hemmungslose Turbokapitalismus im Fußball, jetzt noch forciert durch die Wahnsinnssummen, die in der englischen Premier League alle Dämme brechen lassen, führt. Von 2016 bis 2019 zahlen Sky und BT Sport für die Übertragung von Spielen der Premier League insgesamt rund 5,2 Milliarden Pfund - umgerechnet etwa 6,9 Milliarden Euro.

Dieses Geld dreht die „Rüstungsspirale“ wie im kalten Krieg weiter; entsprechend groß ist die Abwanderung auch von Bundesligastars in Richtung England. Auf der Insel winkt das große Geld, dem – Ausnahmen bestätigen die Regel – allein im heutigen Söldner-Fußball die Reverenz erwiesen wird. Selbst der deutsche Branchenprimus FC Bayern München hat Probleme, seine Spitzenspieler zu halten, wenn das große Geld aus Spanien, England oder Frankreich (hier vor allem FC Paris-St. Germain) ruft. Die Champions-League, eine Art Leistungsschau des europäischen Vereinsfußballs, spiegelt das hemmungslose Wettrüsten im europäischen Vereinsfußball wider: Es sind im Prinzip immer wieder dieselben Vereine (insbesondere aus Spanien), die diesen Wettbewerb unter sich ausmachen. Nicht nur hier, sondern auch vermehrt in den nationalen Ligen inklusive Bundesliga droht deshalb die große Langeweile. Zu groß ist mittlerweile die Schere zwischen den nationalen und internationalen Branchenführern und dem großen „Mittelmaß“, das bestenfalls noch als Zulieferer für talentierte Spieler dient (und damit in seiner Wettbewerbsfähigkeit weiter geschwächt wird). Darüber kann auch der Gewinn der englischen Meisterschaft durch Leicester City nicht hinwegtäuschen.

 

Nationalmannschaften als Spielwiese der „Selbstoptimierung“

Die Nationalmannschaften dienen in diesem Zusammenhang vor allem der Selbstoptimierung; ein Mesut Özil, aber auch andere Nationalspieler „mit Migrationshintergrund“ dürften kein anderes Interesse an der deutschen Nationalmannschaft haben, als ihren Marktwert zu steigern. Die Wahrscheinlichkeit, mit dem deutschen Team ­– bezeichnenderweise nur noch „Die Mannschaft“ genannt – einen internationalen Titel zu holen, ist eben höher als mit der türkischen oder einer anderen Nationalmannschaft. Wer von diesen Spielern eine Identifikation mit Deutschland erwartet, ist realitätsblind.

Das Wettrüsten droht die Vereine, letztlich aber den ganzen Fußballsport zu erodieren. Viele Clubs agieren bereits an ihrer finanziellen Leistungsgrenze oder darüber hinaus. „Es war die schlimmste Katastrophe, die der Klubfußball je erlebt hat“, kommentierte der Vorstandschef des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, die Auswirkungen des Bosman-Urteils mit martialischen Worten – mit der sich der FC Bayern München insbesondere in der Zeit seiner Ägide aber sehr gut arrangiert hat. Spätestens in der Ära des Selbstdarstellers „Pep“ Guardiola mutierte der FC Bayern mehr und mehr zu einem „All-Star“-Team, das sich kaum noch von anderen Söldner-Clubs unterscheidet. Und es ist auch nicht zu erwarten, daß sich das unter dem kommenden Trainer Ancelotti ändern wird. Auch unter ihm werden ausländische Kicker Vorfahrt vor deutschen haben. Der Strom von Nationalspielern, die der FC Bayern über die Jahrzehnte gestellt hat, wird deshalb nur zu bald versiegen. Gleiches gilt im übrigen mutatis mutandis für Borussia Dortmund.

Am 10. Juni rollt der Ball im übrigen wieder – man fragt sich bloß, wohin ...

 

 

Michael Wiesberg ist Lektor und freier Publizist.

Kommentare (65)

Waldgänger aus Schwaben
05. Juni 2016 08:56
Es ist ein Zeichen totalitärer Staaten, dass alles politisiert wird. Der Fußball schon länger.
Handball wurde schon als
kartoffeldeutsch geschmäht.

Heute wird sogar der eben verstorbene Cassius Clay im Kampf gegen Rechts gefleddert:

Ali wollte das Gute, und einer wie Alexander Gauland, ein Mann so jämmerlich, dass nicht einmal ein Sakko aus Tweed in der Lage ist, ihm eine Statur zu verleihen, hätte wahrscheinlich Ali einen Gutmenschen geschimpft.
peter
05. Juni 2016 10:39
Ich weiß nicht, ob Gauland es wirklich so gemeint hat, wie Sie es in diesem Text hier darzustellen versuchen. Ich kann mir jedoch keine dümmere Frage vorstellen, mit der sich die AfD profilieren will, als die Kritik an dem ethnischen oder religiösen Hintergrund von bestimmten deutschen Nationalspielern. Glaubt die Partei ernsthaft, dass sie damit an Zustimmung gewinnen wird? Sicherlich von einigen NPD-Wählern, aber die Mehrheit der Wähler, die nicht am äußersten rechten Rand stehen, dürfte sie dadurch abgeschreckt haben. Icb muss zugestehen, dass ich solche Aussagen nicht erwartet hatte, schon gar nicht dass nach wenigen Tagen nochmal in einem Interview nachgelegt wurde.
pasquill
05. Juni 2016 10:40
Wiesberg: "Für Nachwuchsspieler werde es damit immer schwerer, in den Bundesligen Fuß zu fassen, denn durch „den Ausländer-Boom werden nicht nur Plätze in den Bundesligen blockiert, sondern es ist vor allem das gestiegene Leistungsniveau, das die Chancen der Nachwuchsspieler reduziert."


Haben Sie eine Erklärung dafür, dass deutsche Fußball-Spieler ein hohes Leistungsniveau offensichtlich nicht erklimmen können? Liegt es daran, dass deutsche Eltern ihren Nachwuchs ungern einer schon früh einsetzenden Kinderquälerei aussetzen wollen, auch im Fußball. In anderen Sportarten wie beispielsweise dem Kunstturnen (bei den Frauen/Mädchen) ist es so: wer nicht spätestens mit vier anfängt und jahrelang in einem Sportinternat (also weg von den Eltern) von morgens bis abends auf quälerische Weise trainiert (wird), hat überhaupt keine Chance, international mitzuhalten. Deshalb reüssieren Deutsche seit dem Untergang der DDR in diesen Sportarten auch nicht, sondern nur Angehörige solcher Staaten, in denen die Kinderquälerei noch stattfindet (China, alte Ostblockstaaten).

Ich wäre für eine Erklärung des niedrigeren Leistungsniveaus im Fußball dankbar.

Herzliche Grüße

Pasquill
Gustav Grambauer
05. Juni 2016 10:56
Gestern wird sich hier mit hochgelehrtem Habitus über dämonische Raserei distinktiert oder es wird über "Wachstumsideologie" kathederisiert, heute wird womöglich mit der größten Selbstverständlichkeit über die Feinheiten einer noch viel größeren und zerstörerischeren dämonischen Raserei doziert.

Gestern hieß es, eine Afterreligion habe den Heiligen Geist durch die angebeteten Mustafa und Aptulah substituiert. Mustafa und Aptulah stehen in der Hierarchie immer noch höher als ein Fetzen Leder, dem die Ministranten (und damit meine ich auch in der Unterliga) und Hohepriester der Fußball-Liturgie mit ihren tierhaften, rotzenden Fratzen hinterherrennen.

Der moderne Fußball entstammt der englischen Oberschicht und ist somit von seinem Wesen her oligarchisch, nautisch-imperial sowie kapitalistisch und international sowieso. Was gibt es sich darüber zu mokieren?! Es ist ein Spiel (???), mit dem "Teile-und-Herrsche" als Programm installiert wird, genau das ist der Sinn, sehr "christlich" übrigens. Wundere mich, daß die Groteske, die ja sozusagen ins Auge springt, von so wenigen erfaßt wird.

Das Interview mit Gauland zeigt doch nur, in welchen Wellen die Dämonen bereits drei Wochen vor dem eigentlichen Amok durch die Masse wabern bzw. gewabert werden.

Wenn ich nur einen solchen Überzug am Rückspiegel eines Autos sehe überkommt mich ein Ekel, den ich hier nicht in Worte fassen will. Wir haben während der EM 2008 in der Altstadt von Baden gewohnt, ich habe heute noch das Gegröle und den nächtlichen Lärm der Autokorsos im Ohr, den Gestank der Kotze überall in den Gassen in der Nase, die subhumanen Visagen der "Fans" vor Augen. Die Polizei hat - im Namen des Wirtschaftswachstums - in aller Offenheit gesagt, daß Recht und Gesetz diesem Mob gegenüber weithin außer Kraft gesetzt sind.

Soll doch der Fußball an sich selbst zugrunde gehen, mich freut`s nur ...

Merke gerade, daß selbst ich mich - mit diesen Zeilen - in die Massenseuche kurz habe hineinziehen lassen, deshalb schreibe ich kein weiteres Wort mehr dazu.

- G. G.
Nemo Obligatur
05. Juni 2016 11:17
Diese ganzen Vergleiche rund um den Fußball und die dazugehörigen Analysen nerven nur noch. Fußball ist wie jeder Sport ein durch Regeln eingehegter Wettkampf, in dem das Leistungsprinzip vollständig dominiert. Das besondere am Fußball ist ohne Zweifel seine nahezu weltweite Verbreitung und der damit verbundene Zufluss von Geld. Dessen Verteilung ist recht übersichtlich: "The winner takes it (virtually) all."

Das ist im Leben sonst fast nie so. Immer gibt es Regulative, die Härten abmildern und auch jenen Chancen öffnen, denen sie sonst verwehrt werden. Oder umgekehrt: Erträge werden jenen vorenthalten, die sie sich eigentlich verdient hätten. Leistung und Erfolg lassen sich im richtigen Leben nicht in Toren und Punkten ausdrücken. Man kann das nun gut finden oder auch nicht. Aber soviel steht fest: Boateng und Özil sind durch ihre eignen Spitzenleistungen dorthin gelangt, wo sie jetzt sind. Übrigens genauso wie Götze und Neuer. Das ist in den Führungsetagen der Unternehmen, Parteien und Behörden dieses Landes nicht unbedingt der Fall. Es gibt Untersuchungen über Eliten-Netzwerke, welche dies zeigen.

Kurz gesagt: Der Fußball wird viel zu oft als Abbildung des Lebens und der Gesellschaft gesehen, was er nicht ist. Damit will ich es bewenden lassen.
Gardeleutnant
05. Juni 2016 11:32
Das ist ja geradezu spektakulär uninteressant. Neulich ist offenbar irgendein afrikanischer Boxer gestorben, vielleicht ist das auch ein Thema für SiN?

Im Ernst, ganz kurz:
1. im Gespräch mit "Fans" bildet sich das gleiche Meinungsspektrum ab, das die Leute auch sonst haben. Die einen machen mehr oder minder lustige Witze über die Rasse und Herkunft der Spieler, die anderen sind überkorrekt darauf bedacht, "den Özil" und "den Boateng" ganz toll und sympatisch zu finden. Und die meisten wollen bloß Tore sehen und reagieren scheu und ausweichend auf solche Themen. Der Einfluß solcher Diskussionen auf die öffentliche Meinung, bloß weil es um ein sehr populäres Thema geht, sollte nicht überschätzt werden.
2. Die Hyperkommerzialisierung des Fußballsports ist nicht erst in den letzten paar Jahren entstanden, auch wenn - zugegebenermaßen - der Konkurrenzdruck immer stärker zunimmt. Wen juckt das? Wirklich interessant ist doch, daß das Geld, daß die Vereine letztlich verschieben, kaum von den Zuschauern kommt und letztlich überhaupt nicht von den Sendern (die es sich von den Werbekunden zurückholen), sondern eben von den werbenden Unternehmen. Das heißt: das Publikum hat die Macht. Das heißt: es muß Spektakel getrieben werden. Das heißt: das "Wettrüsten" erzeugt sich selbst in einer Spirale, je größer die Summen, je größer die Skandale, desto mehr Aufmerksamkeit und desto mehr Geld. Hier ist die Quelle des im Artikel ausgedrückten Unbehagens. Nimmt der Spektakelfaktor ab, kreist weniger Geld. Dann kommen weniger "Legionäre" und damit sinkt das sportliche Niveau und damit schrumpft das Spektakel noch weiter usw. usf. Das kann nach meiner Einschätzung ganz schnell gehen: man vergleiche die Entwicklung der Berichterstattung über Radsport in den letzten 20 Jahren.
3. Am Rande: Wer glaubte (2006 ff.) und glaubt, es könne zu einem neuen "Patriotismus" durch schwarz-rot-senf an den Balkonen kommen, der sollte zu solchen Themen schweigen. JF, Dich gucke ich an.
deutscheridentitärer
05. Juni 2016 11:49
Das ist ja geradezu spektakulär uninteressant. Neulich ist offenbar irgendein afrikanischer Boxer gestorben, vielleicht ist das auch ein Thema für SiN?


Nun ja. Ehre, wem Ehre gebührt.

"Irgendein afrikanischer Boxer" finde ich dann doch unangemessen respektlos.

Ansonsten gebe ich Ihnen Recht.
Judith
05. Juni 2016 12:18
Erst einmal herzlichen Dank für diesen informativen Artikel, der die Hintergründe der Entwicklung aufzeigt, die letztendlich zu "Die Mannschaft" geführt hat.

Einen ähnlichen - die Hintergründe beleuchteten - Artikel würde ich mir für die Armenier-Resolution wünschen. Ich möchte nicht vom Thema dieses Artikels wegführen, aber doch einen Link einfügen, der zur NGO-Gruppe "Anerkennung jetzt" leitet.

Diese NGO hatte sich Anfang 2013 konstituiert, um die "Anerkennung des Genozids an den Armeniern" voranzutreiben.

http://www.anerkennung-jetzt.de
Nordlaender
05. Juni 2016 12:25
@ peter

"Glaubt die Partei ernsthaft, dass sie damit an Zustimmung gewinnen wird? Sicherlich von einigen NPD-Wählern, aber die Mehrheit der Wähler, die nicht am äußersten rechten Rand stehen, dürfte sie dadurch abgeschreckt haben."

Insgesamt besehen hat sich die AfD, die sich für Zuwanderung, Integration, Gewährung von politischem Asyl und den Verbleib in der EU und der NATO einsetzt, doch als moderne weltoffene Großstadpartei aufgestellt und hat mit Rechts nun wirklich nichts zu tun.

http://www.bild.de/unterhaltung/leute/bushido/mischt-er-die-afd-party-auf-46065722.bild.html.

Sie ist kein bißchen weniger seriös wie die Christlich-Soziale Union:

http://www.pi-news.net/wp/uploads/2012/06/bushido_friedrich.jpg
Richard Meißner
05. Juni 2016 12:45
Mannschaftssportarten sind historisch betrachtet ja ritualisierter Kriegsersatz für sich nicht ganz so ferne stehende Gemeinschaften. Unsere stärkste Jungs gegen eure stärksten Jungs mit irgendwelchen kuriosen Spielgeräten, damit wir uns nicht alle an die Gurgel gehen müssen. Eine kluge und unterhaltsame Sache, bei der die Identifikation der "Fans" mit der Mannschaft nichts peinliches hat. Der Stamm/ das Viertel/ das Dorf bejubelt sich selbst.

Der moderne Mannschaftssport ist insofern im wahrsten Wortsinne ein Spiel. Es werden Stämme und Identitäten vorgespielt, wo keine sind. Man muss sich doch die Groteske auf der Zunge zergehen lassen, die darin liegt, dass erwachsene weiße Männer farbige Jugendliche, die einem Ball hinterherlaufen, anhimmeln, als wären sie in Popstars verliebte Mädchen. Es ist nicht ungewöhnlich Männer zu finden, die kein Risiko für ihr Volk eingehen würden, aber bereit sind zum Krüppel zu schlagen und geschlagen zu werden, im Kampf mit Leuten, die zufälligerweise Merchandise von nem anderen Verein horten.

Irgendwie scheint da auch was sexuelles hinter zu stecken.

Der ganze moderne Profisport als riesige Cuckold-Beziehung des weißen Mannes.

Auch bei den Amis ein Thema: http://therightstuff.biz/2015/02/01/you-will-suffer-humiliation-when-the-pack-of-wild-negroes-from-my-area-smashes-into-the-pack-of-wild-negroes-from-your-area/
tOm~!
05. Juni 2016 12:52
Die Wirkung und den Stellenwert des Fußballs auf die Gesellschaft zu unterschätzten, wäre fahrlässig. Für ihre Fans bilden die heutigen Fußballklubs Surrogat-Nationen, mit denen sie sich ihr Leben lang stark identifizieren können, und zwar wesentlich mehr, als sie dies mit ihrem "Vaterland" tun würden. Im Zuge der Flüchtlingskrise konnte man bei Dynamo Dresden immerhin "Merkel muss weg"-Sprechchöre durch die Stadien hallen hören. Im Westen jedoch, wo die Leute noch viel mehr unter dem Einfluss der Massenmanipulation stehen, sah man überall "Refugees Welcome"-Banner.

Nicht nur hier, wird die Politik in den Sport hinein getragen und bildet somit ein Spiegelbild der Gesellschaft. Letztes Jahr im September warnte der ehemalige Star-Trainer Ottmar Hitzfeld in Richtung des FC Bayern, der Verein solle nicht zuviele Ausländer verpflichten. Ich erinnere mich gut, wie der Vorstandsvorsitzende Rummenigge darauf reagierte. Im Bayern-Magazin erklärte er weit und breit, daß er dies für eine Phantom-Diskussion halte, denn "wir alle" wollen ja eine "bunte und offene" Gesellschaft, dies dürfe nicht an den Seitenlinien des Fußballplatzes halt machen.

Wer also Angela Merkel und ihr Kabinett für Volksverräter hält, sollte zwangsläufig zu dem Schluss kommen, daß es sich bei den Herrschaften Rummenigge, Hoeneß, Hopfner und Co. um ebensolche handelt.

Nur am Rande, zu dieser Zeit, bis zum Januar 2016, war ich selbst noch Mitglied beim FCB. Im Zuge der "Flüchtlingskrise" wurde mir mehr und mehr klar, wie perfide der Fußball genutzt wird, um den Deutschen eine Umvolkung schmackhaft zu machen. Ein aufmerksamer Beobachter muss sich nur ansehen, mit welchem Elan junge Spieler wie der aus Syrien stammende Dahoud, regelrecht inszeniert werden.

Tatsächlich haben Fußballer spätestens seit BRAVO-Sport den Stellenwert von Popstars, womit wir bei dem zuvor angesprochenen Spektakel wären, daß den Zuschauern geboten wird. Dumm ist dabei nur, daß es dieses Spektakel nur noch oberflächlich und verweichlicht gibt. Der neoliberale Ungeist, der in den 70er Jahren in der Politik Einzug hielt, erfasste bereits damals den Profifußball. Und Männer wie Beckenbauer, Hoeness, Breitner, später Rummenigge, hatten diese Ideologie verinnerlicht wie kaum jemand sonst. Nicht umsonst ist der FC Bayern heute ein Verein, der stramm auf eine Umsatzmarke von 500 Millionen € zusteuert. Und darauf ist man dort stolz, nachteilige Entwicklungen ist man nicht bereit zur Kenntnis zu nehmen.

Noch in den 80er Jahren hatten die meisten Profis eine eigene Meinung, aber keinen eigenen Berater. Heute ist es genau umgekehrt. Die Fußballer sind allesamt stromlinienförmige Systemlinge, von denen niemand den Mut hätte, öffentlich seine Meinung zu sagen, und sei es nur zu einer falschen Schiedsrichter-Entscheidung. Alle wirken glattgebügelt und auch auf dem Rasen versucht man den Protagonisten alle männlichen Instinkte auszutreiben.

Eine weitere fatale Fehlentwicklung, die dieser Sportart viel von ihrem früheren Charme nimmt. Hinzu kommt natürlich die Geldfrage. Von Gauland richtig beobachtet. Im Prinzip dreht sich alles nur noch ums Geld. Der Fußball ist ein biederes Geschäft. Dennoch rennen Millionen Bekloppte jede Woche in die Stadien und glauben fest an ihren Verein, an ihre Mannschaft und an Spieler, die absolut beliebig und austauschbar geworden sind.

Wie gesagt, man sollte den Einfluss des Fußballs nicht unterschätzen. Gerade von der ULTRA-Szene hätte ich mir dort Unterstützung im patriotischen Widerstandskampf gewünscht. Stattdessen handelt es sich bei diesen Leuten auch nur um manipulierte Systemlinge, die sich lieber für ihren Verein prügeln und wütende Chöre skandieren, als daß sie dies für ihre Heimat, für ihr Land tun würden.

Bezüglich der Nationalmannschaften ist dem Kommentar von Herrn Wiesberg kaum etwas hinzuzufügen, daß man nicht mehr von "Nationalmannschaft" sprechen soll und man dies streng genommen nicht mehr kann, wurde richtig erkannt.

Traurig, aber das ist die Realität.
Siddharta
05. Juni 2016 13:18
Im Sport und besonders beim Fußball mag der Wettbewerb für deutsche Talente schärfer geworden sein. Der Wohlstand der modernen Industriestaaten basiert jedoch auf Intelligenz als Humankapital und dazu wird die unkontrollierte Immigration wenig beitragen. Daher hat das Thema eine nur eingeschränkte Relevanz.
Günther Güntherson
05. Juni 2016 13:27
Meine Damen und Herren, ich fasse zusammen: Der Götzencharakter des Profifußballs auf die Massen hat trotz der Söldnerschwemme seit dem Bosman-Urteil also keineswegs abgenommen. Ob es einem gefällt oder nicht, man muss daher festhalten: Ob da Afrikaner, Indianer, Pygmäen, Germanen, Chinesen oder Eskimos spielen, ist dem millionenfachem Fußballpublikum egal. Auch dem richtigen Fan ist es egal, er bleibt trotzdem ein "Fanatic". Seltsam, wie diese Fans ungeheure Mengen ihrer kostbaren Aufmerksamkeit an Leute verschwenden, die ihrerseits keine Sekunde Aufmerksamkeit an Fans verschwenden würden, was ja wegen des zahlenmäßigen Missverhältnisses sowieso nicht ginge. Und kurios und traurig, wie diese Fans Identität zwischen sich, den Spielern und den Klubs herstellen, dabei sind sie einfach nur die Milchkühe, ohne die der Bauernhof sofort zumachen müsste. Wenn man über dieses freiwillig eingegangene pseudosklavische Verhältnis von millionenfachen Fans nachdenkt, wird man wohl unweigerlich zu einem Volksverächter. Immerhin kann man sich aber trösten, das auch viele Millionen Fans nicht die Summe des Volks ausmachen.
Gustav Grambauer
05. Juni 2016 13:34
Gardelautnant

"Wirklich interessant ist doch, daß das Geld ... eben von den werbenden Unternehmen (kommt). Das heißt: das Publikum hat die Macht."

Na, lesen Sie mal das hier über die Formel-1, im Fußball läuft es nicht anders:

https://lupocattivoblog.com/2011/02/26/bernie-ecclestone-formel-1-zirkus/

Nemo Obligatur

"Aber soviel steht fest: Boateng und Özil sind durch ihre eignen Spitzenleistungen dorthin gelangt, wo sie jetzt sind."

... durch ihre Bereitschaft, durch eine darwinistische Auslese-Maschinerie hindurchzugehen. Das ist es vor allem, wofür man sie unseren Kindern als "Vorbilder" vermarktet. Na, Sie scheinen sie sich ja bereits als Vorbilder genommen zu haben.

Zu diesem Hindurchgehen gehört auch: ein falsches Wort und, sofern sie überhaupt hineingekommen sind, fliegen Sie geräuschlos aus dem Club (Frau Geipel hatte inmitten ihrer Weltrekord-Strähne eine halbe Stunde Zeit, um ihre Sachen zu packen), ob in der DDR, in Nordkorea, ob in der BRD oder sonstwo, ob in der Vergangenheit, in der Gegenwart oder der Zukunft - das gilt für jede Pyramidenstruktur, und diese Pyramidenstrukturen sind das Übel.

- G. G.
Winston Smith 78699
05. Juni 2016 14:14
Fußball ist Poesie.

Es kann blitzschnell gehen, aber der hohe Ball kann auch so lange am Firmament stehen, dass man, unten im wartenden Gerangel verheddert, meint, dieses mal bliebe er nun wirklich oben. Ungeschicklichkeiten ermöglichen Zufall und Genialität und noch vieles mehr. Die Kleinen und Schlauen können oder besser konnten hier mehr aus sich machen als in anderen Sportspielen. Sogar für Träge, Gelassene fand sich eine passende Mittelfeldposition. Dies alles gilt oder galt auch für eine C-Schüler Kreisliga am Samstagnachmiittag.

Bei allzu vielen Ausländern (vor allen den Türken) in der Mannschaft leidet aber das Kunstvolle an diesem Spiel, weil die Grundentspanntheit sich verabschiedet und das Geprotze der Migranten (evtl. als Ausgleich für schwächere schulische Leistungen) überhandnimmt. Uns gefiel daher Basketball, das war nur für Gymnasiasten, und um Proifispiele der NBA zu verfolgen, mußte man immerhin den amerikanischen Kommentar aushalten. Dann wurde auch dieser Sport bei uns vermarktet, u.a. mit dem Streetball, und für banalere Gemüter geöffnet.

Ja, da war und bin ich elitär. Im Rahmen des Sports möchte ich mich eigentlich nicht über Sport unterhalten. Ich hörte mal in der Sauna zwei Typen (Radfahrer, Triathleten?) ewig über ihre Waden reden - und solche gibt es wohl in jeder Sportart, vielleicht gar beim Schach. In die Berge oder an Felsen gehen will ich nur mit Leuten, mit denen ich auch in eine esoterische Fachbibliothek oder ins Wirtshaus gehen würde - und umgekehrt. Gentlemensport, alles andere macht mich aggressiv.

Die Kriegsmaschine Mario Balotelli steht für mich sinnbildlich für jenes Gegenteil davon, das Uninteressante. Spielerisch scheint er großartig zu sein, aber nie werde ich bem Zusehen wohl Freude empfinden. Vielleicht würde sogar ein brillanter Spielzug, den drei von seiner Sorte zustandebringen, mich völlig kalt lassen, während ich von exakt derselben Nummer von Litti, Klinsi und Rudi begeistert wäre. Mein Leiblingsspieler ist seit einiger Zeit Eric Cantona, und zwar nicht wegen oder gar trotz des Kungfu-Kicks, sondern wegen des Films mit den maskierten Postboten.
Coon
05. Juni 2016 14:19
"Der Einfluß solcher Diskussionen auf die öffentliche Meinung, bloß weil es um ein sehr populäres Thema geht, sollte nicht überschätzt werden."
Der Fussball stellt das grösste Forum für Selbstrepräsentation in Deutschland dar. Die Fans haben eigene Lieder, eigene Farben und sind für Millionen ein wichtiger Teil Ihres Lebens. Fans sind Identitäre! Der Staat weiss das und unternimmt erhebliche Anstrengungen das Spielfeld zu kontrollieren. Nahezu permanent und penetrant werden Bekenntnisse im Sinne der Herrschenden eingefordert: Antirassismus, gegen rechts sein usw. Zusätzlich wird den Unbotmässigen ganz unverhohlen mit staatlicher Gewalt gedroht wie die Hundertschaften selbst bei unterklassigen Spielen inzwischen zeigen. Der Apparat und seine Funktionäre erinnern sich noch genau an das Treiben auf den Tribünen des DDR-Fussballs im Laufe der 80ger Jahre und was es für den Zerfallsprozess der Zone bedeutete. Die vorhandenen Möglichkeiten für Einflussnahme können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine Vereinsgründung als Gegenprojekt zu den diversen Spielgemeinschaften a la Roter Stern Leipzig ist überfällig. Sport frei!
Arminius Arndt
05. Juni 2016 14:25
Ich kann mir jedoch keine dümmere Frage vorstellen, mit der sich die AfD profilieren will, als die Kritik an dem ethnischen oder religiösen Hintergrund von bestimmten deutschen Nationalspielern. Glaubt die Partei ernsthaft, dass sie damit an Zustimmung gewinnen wird? Sicherlich von einigen NPD-Wählern, aber die Mehrheit der Wähler, die nicht am äußersten rechten Rand stehen, dürfte sie dadurch abgeschreckt haben.


Die nächsten Wahlen sind am 04.09. in Meck-Pomm, wie man neudeutsch zu diesem Land sagt, und genau dafür sind diese Aussagen gar nicht so verkehrt. Hier gilt es für die AfD, wieder über 20% zu kommen und das geht auch gut, wenn u.a. man die dortige NPD kanibalisiert und aus dem Landtag bekommt. Und für die 2 Wochen später stattfindende Berliner Wahl ist das auch kein großes Problem, da Berlin eh durch und durch polarisiert werden muss, wenn man einen Blumentopf gewinnen will.

Bei der Kurzlebigkeit der Themen kann man danach wieder etwas mehr Richtung Mitte und Westwähler umschwenken. Gesamtdeutsch betrachtet, verbrennt die AfD damit nur aktuelle Zustimmungswerte bei einigen, vor allem im Westen, aber keinen langfristigen Trend.

Die EM ist bis zur nächsten Wahl im Westen und vor allem BT Wahl lange vorbei und die Themen von "damals" interessiert dann keinen. Zumal bis dorthin sicher noch einige andere, fettere Säue durchs Dorf getrieben werden.

Zum eigentlichen Thema des Artikels:

Ich wohne im Westen:
Genau die Bildung von Kanakenmannschaften (Türk Gücu Vereine in Bayern bspw) oder Russenclubs etc. sorgt für das, was die Oberen eben gerade nicht wollten. In gemischten Gegenden fährt man dann eben seine Kinder zur Dorfjugendmannschaft aufs Land und da ist man dann fast wieder rein deutsch unterwegs (bei uns gibt es bspw. nur einen Griechen und evtl. den einen oder anderen deutsch-Russen, locker >80% sind deutsch).

Beim Fußball in den Kinder- und Jugendabteilungen findet mithin oftmals das statt, was sich auch in Großstädten bei den Schulen zeigt: Wenn irgendwie möglich, will man raus aus der Pflichtschule des eigenen Stadtteil-Sprengels. Beim Sport ist dies auch noch deutlich einfacher möglich, als beim Schulwechsel und so findet diese "Flucht" auch im großen Stile statt und die Mannschaften bilden sich erstaunlich ethnisch geschlossen. Was bei den älteren Kindern/Jugendlichen dann bei Spielen und Turnieren schon mal unangenehm werden kann - insbesondere für die zumeist deutschen Schiedsrichter.

Ob einer Profi wird, zeigt sich dann eh erst in einem Alter, wo andere Versuchungen oder Ablenkungen stattfinden, denen gerade auch die Bewohner der Ghettos unterliegen. Deutsche Profis wird es meiner Meinung nach daher auch in Zukunft genügend geben. Der Wille, die sog. Mannschaft vorrangig aus diesen zu bilden, dürfte aber langfristig nicht mehr in Erscheinung treten - was ohnehin schon ziemlich lange Geschichte ist.
Großstadtpauker
05. Juni 2016 14:27
Fußball ist ein Fetisch ; ein zivilreligiöser Ersatzgott für die unterbelichtete Masse ; das muss mal klargestellt werden .

Zunächst als Unterschichtensport belächelt entdeckten die Sozialingenieure ab Mitte der 80er Jahre diesen Sport als geeignetes Vehikel um bestimmte politische Inhalte zu transportieren - heute ist der Fußball nicht nur eine Kommerzveranstaltung an der die korrupte FIFA gut verdient - der Fußball transportiert das one world Gedankengut in die Köpfe der Zuschauer und Fußballkonsumenten .

Jeder Fußballkommentator ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den zivilreligiösen Priestern und den dummen Schafen . Man beachte auch die Kameraregie in den Stadien - "zufällig" werden Parolen bestimmter Gruppierungen eineblendet ; entsprechend von der Gutmenschmoderation kommentiert - man bemerkt die Absicht und ist verstimmt .

Boykottiert das Fußballfernsehen - kauft keine Produkte die mit dem Systemfußball beworben werden .
Winston Smith 78699
05. Juni 2016 14:35
Fußball ist Poesie.

Es kann blitzschnell gehen, aber der hohe Ball kann auch so lange am Firmament stehen, dass man, unten im wartenden Gerangel verheddert, meint, dieses mal bleibe er nun wirklich oben. Ungeschicklichkeiten ermöglichen Zufall und Genialität und noch vieles mehr. Die Kleinen und Schlauen können oder besser konnten hier mehr aus sich machen als in anderen Sportspielen. Sogar für Träge, Gelassene fand sich eine passende Mittelfeldposition. Dies alles gilt oder galt auch für eine C-Schüler Kreisliga am Samstagnachmiittag.

Bei allzu vielen Ausländern (vor allen den Türken) in der Mannschaft leidet aber das Kunstvolle an diesem Spiel, weil die Grundentspanntheit sich verabschiedet und das Geprotze der Migranten (evtl. als Ausgleich für schwächere schulische Leistungen) überhandnimmt. Uns gefiel daher Basketball, das war nur für Gymnasiasten, und um Profispiele der NBA zu verfolgen, mußte man immerhin den amerikanischen Kommentar aushalten. Dann wurde auch dieser Sport bei uns vermarktet, u.a. mit dem Streetball, und für banalere Gemüter geöffnet.

Ja, da war und bin ich elitär. Im Rahmen des Sports möchte ich mich eigentlich nicht über Sport unterhalten. Ich hörte mal in der Sauna zwei Typen (Radfahrer, Triathleten?) ewig über ihre Waden reden – und solche gibt es wohl in jeder Sportart, vielleicht gar beim Schach. In die Berge oder an Felsen gehen will ich nur mit Leuten, mit denen ich auch in eine esoterische Fachbibliothek oder ins Wirtshaus gehen würde – und umgekehrt. Gentlemensport, alles andere macht mich aggressiv.

Die Kriegsmaschine Mario Balotelli steht für mich sinnbildlich für jenes Gegenteil davon, das ganz Uninteressante. Spielerisch scheint er großartig zu sein, aber nie werde ich beim Zusehen wohl Freude empfinden. Vielleicht würde sogar ein brillanter Spielzug, den drei von seiner Sorte zustandebringen, mich völlig kalt lassen, während ich von exakt derselben Nummer von Litti, Klinsi, Rudi und natürlich Loddar begeistert wäre. Mein historischer Lieblingsspieler ist seit einiger Zeit Eric Cantona, und zwar nicht wegen oder gar trotz des Kungfu-Kicks, sondern anfänglich wegen des Films mit den maskierten Postboten.
Leo Naphta
05. Juni 2016 15:08
@ Pasquill


Haben Sie eine Erklärung dafür, dass deutsche Fußball-Spieler ein hohes Leistungsniveau offensichtlich nicht erklimmen können ?


Wovon reden Sie eigentlich ? Verfolgen Sie die Bundesliga ? Ich habe nicht den Eindruck. Der Anteil "autochthoner" Spieler an der deutschen Weltmeisterelf betrug 65 %. Rein garnichts spricht für die Folgerung, daß "deutsche Spieler ein hohes Leistungsniveau (...) nicht erklimmen können". Ich weiß nicht, wie in den unteren Nachwuchsmannschaften des DFB (U17, U18...) derzeit die Lage aussieht, aber im allgemeinen verhält es sich so, daß von den Nachwuchsspielern, die in diesen Mannschaften stehen, nur ein Bruchteil den Sprung in die Bundesliga schafft, von der A-Nationalmannschaft gar nicht zu reden. Was die Zukunft der Bundesliga und der A-Nationalelf angeht, ist aus diesen Mannschaften traditionell wenig bis gar kein Aufschluß zu gewinnen.

Was nun den Artikel angeht, so ist ihm die Distanz, die den Verfasser von seinem Gegenstand trennt, in jeder Zeile anzumerken. Auch Wiesberg interessiert sich ansonsten spürbar nicht für Fußball, andernfalls würde er nicht Zustände beklagen, die im europäischen Klubfußball seit zwei Jahrzehnten an der Tagesordnung sind. Das Bosman-Urteil, zur Erinnerung, wurde im Sommer des Jahres 1995 gefällt. Irritierend an Wiesbergs Artikel ist vor allem der Umstand, daß er mit wenigen Retouchen in einer 15 oder 18 Jahre alten Ausgabe erschienen sein könnte. Der "Ausländer-Boom", den er konstatiert, erreichte in der Bundesliga während der Millenniumsjahre seinen Höhepunkt, der FC Bayern war nur unter Hitzfeld in der Saison 2002/03 gelegentlich eine reine Legionärs-Elf.

Der Poster "Peter" hat Recht: Es ist völlig schleierhaft, was Gauland mit seinen Äußerungen bezweckt hat.
Kapitulation
05. Juni 2016 15:45
Seit dem großen Halbfinale bei der 90er WM war ich - damals gerade 6 geworden- "begeisterter" Anhänger der Nationalelf. In den folgenden Jahren waren die großen Turniere im Sommer immer das Ereignis schlechthin für den kleinen Bub. Schon zur EM 92 wurde Wochen vorher das ganze Zimmer beflaggt. :) Panini-Bilder sammeln, die Sonderhefte verschlingen, selbstverständlich nach Möglichkeit jedes Spiel schauen, Schule öfters Schule sein lassen und wenn es wiedermal nicht gereicht hatte, wurde bitterlich geweint. Unfassbar hart als Kind und Jugendlicher, dass man wieder 24 Monate warten musste, bis zur nächsten Möglichkeit, die Krone zu holen. Damals wurde auch schon beflaggt, massenhaft, ist kein 2006er Phänomen, wie häufig gesagt. Nur damals erst ab dem Viertelfinale und nicht nach dem ersten Gruppensieg gegen Costa Rica, man wußte ja, wer man war, ausser man war eben erst sechs oder acht. 2 oder 3 "Migrationshintergründige" hat es stets gegeben, es sei nur Rainer Bonhof 1974 erwähnt. Hat wohl nie einen Fußballfan gestört, aber mit Hinweisen, dass es doch schon ein Unterschied ist, ob es ein, zwei Farbkleckse sind oder mehr als die halbe Mannschaft, wurden stets empört zurückgewiesen. Neben den Antideutschen, die dann ein möglichst exotisches Team anfeuern, um ihren unschlagbaren Coolness-Faktor noch zu erhöhen, ist es unter "richtigen Fans" zur Mode geworden, alle zwei Jahre auf die "Event" und "Schland"-Fans zu schimpfen, die sich gar nicht wirklich interessieren und nur zur Party erscheinen, "logische" Konsequenz: Man drückt sonstwem die Daumen, aber nicht den peinlichen Deutschen. Deutschland ist auch die einzige europäische Fußball-Großmacht, deren Fans in Scharen ausländischen Teams ihre Huldigung erweisen. Barca und Real-Fans gibt es auch in Italien oder England, aber dieses Phänomen, dass sich zigtausende Deutsche etwa für einen belanglosen Mittelklasse-Klub wie den FC Everton faszinieren, gibt es sonst in keinem Land der großen Ligen Europas. Wieder ist wohl, so spekuliere ich, der Drang nach Andersartigkeit bestimmend. (Es gibt einige Engländer, zugegeben, die reisen zu BL-Spielen nach Buntland, allerdings nur, weil dies im Gesamtpaket wesentlich billiger als eine Karte für die PL ist, die für viele normale Arbeitnehmer dort nicht mehr bezahlbar ist). Man schaue ins wichtigste dt. Fußballforum, transfermarkt.de, was für Wappen einen dort anlächeln und welche 4 bis 8 Vereine in der Signatur stehen, die man furchtbar dufte findet. Lustigerweise ist der Fußball der einzige gesellschaftliche Bereich, wo stramm rechtes Gedankengut abseits von Hautfarben und Nationalitäten salonfähig und als moralisch gut angesehen wird. Die fast ausschließlich linken Ultras hierzulande, scheinen den Widerspruch nicht zu bemerken, sie fordern ständig Tradition und zurück zu den Wurzeln, ein Zurückfahren der Show und einen Fußball wie in den 80zigern mit ungemütlichen, verfallenden Stadien und 90 Minuten Dauerregen aufs Haupt. Abgesehen von den wortreichen und in ihren Forderungen überlauten Ultras ist dieses Sinnen nach und Beharren auf Tradition das Dogma fast jedes germanischen Fußballfans. Der Terminus, der in allen anderen Lebenslagen verspottet, verlacht und als obsolet abgetan wird, hat hier den Status einer heiligien Reliqiue.
Das Monatsmagazin 11Freunde vom Springer-Verlag ist quasi das Sprachrohr dieser Klientel. Ein typisches Spießer-Mag (man beachte allein die Gesichter der Redakteure, welches jede linksextreme Aktion hochjubelt als tapferen Widerstand gegen Rechts, welches natürlich immer wieder irgendwelche gegen-rechts-Preise bekommt von denen man nie gehört hat und welches artig liefert, was der Pöbel erwartet: gegen Doof-rechts, Kommerz und mit peinlich kitischiger Prosa über ehemalige Fußballer oder abgestürzte Traditionsvereine). Der Köhler, der Chefredakteur ist ganz besonders auf Linie, keine seiner "kulturellen" Beiträge kommen ohne Leckerlie für linke Spinnereien aus. Schreibt er über Altherren-Kreisliga-Fußball in den 80ern, wird gefühlt in jedem zweiten Satz die bedrückende Wehrmachtssoldatentum-Atmosphäre beklagt oder die allzu Humor entbehrende Kasernenhofgedrillte Spielweise. Bin sicher, dieses "kulturelle" Fußballflagschiff mit enormer Reichweite bei denen, die was in den Kurven zu sagen haben, startet bald wieder, wie alle 24 Monate ihren Angriff auf die Schland Fans. Die sind ja peinlich, da betrunken und unabhängig vom Turnierverlauf stets feiernd. Der Hinweis, dass die selben Herren genau dies bei Iren und Schotten groß feiern als wahre, gelebte Fußballkultur, kann die bebrillten, nicht selten fettbäuchigen Redakteure, die linker Anarchie nach dem Mund reden, freilich nicht wirklich überzeugen.

Bei den Debatten zur Hymne: Fragt nie, warum Özil nicht singt. Oder Boateng. Fragt stets: Warum singen alle, die keinen Migrationshintergrund haben ausnahmslos mit und von denen, die einen haben, keiner? Bzw. nur Mustafi. Und Khedira macht es, seitdem er aufs Kapitäns-Amt schielt, weil er weiß, als dt. Capitano wäre es noch komischer, nicht mit zu trällern. Und in dem obigen Zusammenhang, stets die Begründungen in Frage stellen. Bei allen Nicht-Singern heißt es entweder, sie könnten sich ohne Gesang besser konzentrieren oder aber, noch schönere Steilvorlage, es wäre respektlos gegenüber ihrem ursprünglichen/anderen Heimatland (!).
Unter uns: Glaube, diese Entwicklung fing 2004 unter Poldi an, ganz alte Zeiten mal aussen vor, wie die 74er, wo sich ein Breitner mit Mao-Bibel lächerlich machte. Der kam damalig von seiner Kölner Hauptschule und hatte genau den Freundeskreis, den Großstadt-Einsilbrige so hatten und haben. Viele Türken vor allem. Genau das Milleu, wo dem Poldi schon die rassistischen "Kartoffeln" als verhausschweinte Herrscherkaste präsentiert wurde.

Sei es drum, man ist mittlerweile ziemlich entfremdet und ernüchtert. Das Schlimmste ist nichtmal die Hymnen-Verweigerung oder ein Boateng als Abwehrchef, herrje den Boa mag ich sogar. Es sind diese ständigen Kampagnen des DFB. Für diese EM heißt es wohl "wir sind Vielfalt". Davor mas integracion und dazwischen und danach und ständig bunt, tolerant und anderes. Diese politische Dimension elendet einen so an, nichtmal 90 Minuten in Ruhe Fußball schauen sitzt noch drin, jeder Lebensbereich ist politisiert. Letzter Tipp: Schaut mal beim DFB die Jugendmannschaften an, U 15, U 17 usw. - 10 Jahre maximal und die Nationalelf sieht aus wie die "deutsche" Basketballnationalmannschaft. Ich werde bei dieser Em für die deutsche Mannschaft sein, aber seit einigen Jahren ist es immer mehr ein Abwägen und Zaudern, irgendwann werde ich mich wohl verabschieden. Schaut keine Vor- und Nachberichte, wenn ihr im ZDF den Herrn Welke aus dem Weg gehen wollt.
John Haase
05. Juni 2016 16:42
@peter
Ich denke man kann vom Wähler erwarten auch solche Politiker zu wählen, die sich nicht immer ausschließlich positiv über "Die Mannschaft" äußern.

@Nemo Obligatur
Im modernen Profifußball dominiert keineswegs ausschließlich das Leistungsprinzip, sondern vor allem das finanzielle Leistungsprinzip, was nicht dasselbe ist. Ich als Bremen-Fan mache mir keine Illusionen mehr, daß mein Verein jemals wieder eine Meisterschaft feiern kann (wenn sich die Gesamtentwicklung nicht ändert). Selbst wenn alle Bremer Verantwortlichen plötzlich alle perfekte Arbeit ablieferten: nach der ersten Euroleague-Saison gingen zwei gute Spieler zu Wolfsburg und nach der ersten Champions-League-Saison ginge der beste Spieler zu Bayern München auf die Bank und das war's dann wieder. Mit der extremen finanziellen Ungleichheit heutzutage haben kleinere Vereine (und das betrifft alle außer Bayern, Schalke, Dortmund und die Werksvereine) keine Chance mehr, dauerhaft einen Namen und eine gute Mannschaft aufzubauen. Ich selbst interessiere mich schon seit Jahren weniger für Fußball als früher. Das liegt sicherlich auch an meinem Alter und am Niedergang meines Lieblingsvereins, aber eines ist auch klar: genauso wie ich auch werden viele andere Menschen keine Lust dazu haben, 40€ im Monat dafür zu zahlen, daß man sehen kann, wie Bayern Meister wird.

Sie haben allerdings eindeutig Recht damit, daß man den Fußball nicht politisch betrachten sollte. Die Fans haben (von den oftmals linken Ultras abgesehen) ja zumeist auch eine gesunde Abneigung gegen politische Instrumentalisierung.
Bernhard
05. Juni 2016 16:54
"Die Mannschaft" hat wenigstens ehrlicherweise das "deutsche National-" abgelegt. Es ist bezeichnend, daß man den verblödeten Konsummassen dies ganz offen zumuten kann.

Wer Fußballspiele ansieht, fördert damit den Brot-und-Spiele-Zirkus des Systems, besonders aber öffnet er sich für die dort propagierte Rassenmischungs-Propaganda.

Man sollte die kommerziellen Massen-Zuschauersportarten genauso boykottieren, wie die Lügenpresse.
Julius Krull
05. Juni 2016 16:59
Ich war früher durchaus fußballinteressiert, allerdings verbinde ich insbesondere mit der Nationalmannschaft auch deutsche Spieler. Es ist absolut kein Problem, wenn hier und da Spieler anderer Herkunft teilnehmen, aber wenn es, wie zurzeit, immer mehr werden, fühlt sich das für mich nur noch nach unechter verlogener Marketingmaschine an.
Ich bin noch mit der Nationalmannschaft von 1996 aufgewachsen und dort standen tatsächlich deutsche Spieler auf dem Platz, heute hingegen empfinde ich es befremdlich und es ist bestimmt nicht das Ende des Ganzen.
Es ist einfach so, dass ich mit dem deutschen Nationaltrikot etwas verbinde. Wenn Beispiel die englische Presse zum Spaß schreibt, dass die "deutschen Panzer" (dies ist als Scherz gemeint!) kommen und dann Emre Can, Sane, Özil und Rüdiger auftreten, dann fühlt sich das so an, als wenn die deutschen Spieler ausgetauscht hat bzw. ich fühle mich nicht mehr repräsentiert.
Nero
05. Juni 2016 17:05
Sehr gutes Thema! Das kann man gar nicht genug analysieren.
Der Fußball hat in Deutschland Identifikations- und Substitutionscharakter.
Ich darf Deutscher sein, aber nur beim Fußball. Ich darf stolz darauf sein, Deutsch zu sein, aber nur beim Fußball. Der Fußball ist Deutschlands kontrollierte geistige Opposition. Denn was Deutsch ist, und wie ich das zu sein habe, das wird dann medial diktiert.
Das Leistungsprinzip hat hier übrigens klare Grenzen.
Denn in einer Nationalmannschaft, sollen Nationen gegeneinander antreten.
Das universelle Leistungsprinzip findet also bei der Herkunft der Spieler ein Ende. Wenn die Nationalmannschaft die Nation repräsentieren soll, dann sehe ich in Herrn Gaulands aussagen viel Wahres und Gefährliches. Es wird die Multikultimannschaft als Sinnbild für die deutsche Nation kommuniziert.
Und das ist natürlich kein Zufall. Im zweiten Schritt, fällt die Nation dann ganz weg --> Die Mannschaft. Welchen Sinn hat dann noch eine Nationalmannschaft? Das lenken der patriotischen Gefühle in eine Sackgasse. Wie gesagt, kein Zufall.

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Herr Wiesberg hat in seinem Artikel geschildert, dass Vereine am finanziellen Limit sind. Stimmt. Was aber noch fehlt ist das ausstehende Urteil über die Umsatzsteuerpflicht für Spielertransfers (ich meine nicht die Provision). Richter weigern sich schlichtweg darüber ein Urteil zu fällen. Das wären hunderte von Millionen Euro, die da abgedrückt werden müssten. Zum Teil auch rückwirkend. Das würde dem Profifußball das Genick brechen. Ach, wäre das schön :^)

Das Bosman-Urteil war ein Desaster. Es öffnete alle Schleusen.
Er verlangte eine Entschädigung für die nach seiner Meinung zu hoch angesetzte Ablösesumme seines Vereines. Bosman wollte
von einem belgischen Verein in einen französischen wechseln.
Dies ging aber nicht, weil einmal die Ablösesumme zu hoch war und das Limit für ausländische Spieler erreicht worden war.
Folge: kein Limit für Ausländer und ablösefreier Wechsel möglich. Bosman selbst fand nach dem Urteil keinen neuen Verein mehr und musste seine Karriere als Profi- Fußballspieler aufgeben.

Zeitsprung:
Als der Fußballverein Energie Cottbus am 06.04.2001 spielte, hatte er im gesamten Kader nur zwölf Fußballer welche die deutsche Staatsangehörigkeit inne hatten. In der Startaufstellung nicht ein einziger Deutscher.

Ursache der ganzen Misere ist die Personenfreizügigkeit und die Arbeitnehmerfreizügigkeit (in der Praxis wird da nicht unterschieden). Da ein Fußballer eine Arbeit verrichtet, darf er diese Sonderrechte für sich in Anspruch nehmen.
Auch für die Definition des Arbeitnehmerstatus gab es ein interessantes Urteil (Aktenzeichen: EuGH 03.07.1986, Lawrie-Blum, 66/85).
Kurz: jede(r) der für jemanden arbeitet und Geld bekommt, ist Arbeitnehmer. So und jetzt kommt der Hammer: die Arbeitnehmerschaft beginnt VORWIRKEND! Wenn jemand die Aussicht auf einen Job hat, reicht das. Dazu ein anderes Urteil, was Aussicht bedeuten soll: es reicht wenn jemand die Motivation hat hier zu arbeiten.

Kurz, jeder kann hier rein. Und jedem steht aufgrund des Sozialstaatsprinzips Transferleistungen zu. Weiter wurde das Beschränkungs- und Diskriminierungsverbot, was ein Abwehrrecht gegen den Staat sein sollte, als privatrechtlich ebenfalls bindend bestätigt (Rechtssache Angonese EuGH, 06.06.2000 C-281/98).
Das heißt für uns, dass man uns verklagen kann, weil wir als Privatpersonen gegen das EU Recht verstoßen, was eigentlich Verträge zwischen Staaten sind.

Wir müssen auch bald davon ausgehen, dass es nicht einmal mehr die deutsche Staatsangehörigkeit braucht um in der Nationalmannschaft spielen zu dürfen oder zur Polizei bzw Bundeswehr zu gehen (Rechtssache Walrave und Koch; EuGH, 12.12.1974 - 36/74).
Es gibt zwar für den Bereich der Sicherheit einige Ausnahmeregelungen, aber wie ich oben anführte bröckeln die mit der Zeit.

Das Ziel ist klar: Europa ist kein Zusammenschluss von Nationen, Europäer sind keine Völker, Europa ist eine Idee. Und damit universell. Damit das Ziel erreicht werden kann, müssen die Nationen aufgelöst, die Völker vermischt und die Idee über den Globus verkündet werden. Das besorgen dann die Menschenrechte und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.


Ich finde der Profisport steht hier für eine Menge an Missständen repräsentativ. An ihm kann im Kleinen analysiert werden, was im Großen teilweise zu unübersichtlich ist und verloren geht.


@ peter

[...] Kritik an dem ethnischen oder religiösen Hintergrund von bestimmten deutschen Nationalspielern [...]


Also genau darum geht es. Was soll uns denn eine AfD bringen, die das nicht anspricht? Wir haben es mit einem Migrationsdruck von der südlichen in die nördliche Hemisphäre zu tun. Wir haben hier keine schwedischen, französischen oder finnischen Parallelgesellschaften die uns hassen und uns übernehmen oder abschaffen wollen, das findet sich ausschließlich bei den Südländern wieder.
Und wie ist denn der Islam nach Europa gekommen wenn nicht durch Krieg und Migration? Gauland spricht genau das an worum es geht.
Wenn wir diese Trends nicht umkehren, dann werden wir vernichtet.
Und da ist es auch egal ob das die NPD oder Die Linke oder der Schrebergarten Verein sagt.
sirius
05. Juni 2016 18:47
Neben dem Fussball muss man auch andere Bereiche auf Islaminfiltration kontrollieren,z.B. öffentliche Betriebe(Bussbetriebe z.B.),Polizei und Sicherheitsbereich,Verwaltung,Kindergärten,usw.. Sonst werden die Biodeutschen einfach draussengehalten.Wirklich gefährlich ist die Infiltration des Sicherheitsbereiches(Sicherheitsfirmen,Polizeien,Armee).
Ein weiterer Grund für ein universelles Milizprinzip nach schweizerischem und israelischem Muster.Nicht nur Soldat als Bürger in Uniform auch der Polizist oder Hilfspolizist als Bürger in Uniform.
Sugus
05. Juni 2016 19:04
@ pasquill
Es ist nicht so, dass das Niveau der Deutschen im Fußball vergleichsweise niedriger ist. Die Ausländer dominieren im Fußball überproportional, weil dieser Sport in der öffentlichen Wahrnehmung der wichtigste ist, weil er überall präsent ist, weil er mit Maskulinität verbunden wird und vor allem, weil der Junge von der Straße damit Multimillionär werden könnte - was bei anderen Sportarten nicht der Fall ist.
Dem Handball wurde vor kurzem vorgeworfen, dass er zu deutsch sei. Einfach mal googeln.
Heidelberger Akif
05. Juni 2016 19:35
Na, also Herr Wiesberg, hier zwei eher banale Sachen die Sie vielleicht dennoch ein wenig beruhigen:

Erstens, "Die Mannschaft" ist ja gerade ein Spitzname für die internationale Vermarktung und da ist es vor allem ein Wort aus der deutschen Sprache.

Zweitens, so schlimm wie sonstwo ist es in Deutschland auffallenderweise gar nicht. Von den 14 Spielern die im WM-Finale für D. auf dem Platz standen waren nicht nur 12 richtige Biodeutsche, sondern 11 auch gar noch blonde Jungs. Unter den Masseneinwanderungsländern ist das einsame Spitze.
Besetzter
05. Juni 2016 20:25
@Gardeleutnant
Zu 1: 1990 konnte man sich selber noch mit der Nationalmannschaft identifizieren, es war die erste Turniermannschaft nach der Teilvereinigung.
Zu 2: es fällt auf, wie wenig Doping im Fußball aufgedeckt wird
Obwohl Doping sicherlich Vorteile für den Dopanden bringt
Zu 3
Wichtig ist ein frühes Ausscheiden von Balkan und Bosporus
Caroline
05. Juni 2016 20:30
Fußball wäre als pädagogische Disziplin zu betrachten. Nein, nicht als (vielleicht sogar hilfreiches, so kürzlich ein Kommenar im FOCUS- Schule-Magazin) Modell für nichtkuschelpädagogische Didaktik im Vergleich Fußballverein - Schule.
Sondern es ginge da um Fragen wie "Bist du eigentlich für Deutschland?" oder "Warum sind da so viele schwarze Spieler, das ist doch die österreichische Mannschaft?" oder "Warum ist da Boateng auf der Schokolade?" oder "Was ist eigentlich, wenn ein ausländischer Spieler gegen die Mannschaft von dem Land spielen muss wo er her ist?" uvm., mit Kindern zu erörtern, und dann so mir nichts, dir nichts in wirklich wesentliche Themenbereiche vorzustoßen.
Ideologie- und ökonomiekritisch ist alles gesagt. Wenn also Fußball überhaupt zu irgendetwas gut sein soll (außer zum Bolzen, immer fein für Buben aller Altersstufen), dann als pädagogisches Modell für Identitätsfragen.
Stefanie
05. Juni 2016 20:30
Die schwarz-rot-goldenen Fähnchen während EM und WM sind ein Ventil , durch das der letzte kleines bisschen sündige Nationalismus alle zwei Jahre entweichen darf. So wie beim Karneval die andere "Sünde". Brot und Spiele eben.
Nemo Obligatur
05. Juni 2016 21:06
Gustav Grambauer
Sonntag, 5. Juni 2016, 13:34 (URL) | Kurz-URL


Nemo Obligatur

„Aber soviel steht fest: Boateng und Özil sind durch ihre eignen Spitzenleistungen dorthin gelangt, wo sie jetzt sind.“

… durch ihre Bereitschaft, durch eine darwinistische Auslese-Maschinerie hindurchzugehen. Das ist es vor allem, wofür man sie unseren Kindern als „Vorbilder“ vermarktet. Na, Sie scheinen sie sich ja bereits als Vorbilder genommen zu haben.



Lieber Herr Grambauer,

ich hoffe, Sie nehmen meine Beschreibung der Zustände nicht für die Zustimmung zu selbigen. Mein Anliegen war nur, aufzuzeigen, dass man mit der Analyse der Verhältnisse im Fußball für die Gesellschaft nicht viel gewinnt.
Nordlaender
05. Juni 2016 21:15
@ Heidelberger Akif

"Erstens, „Die Mannschaft“ ist ja gerade ein Spitzname für die internationale Vermarktung und da ist es vor allem ein Wort aus der deutschen Sprache."

Das Wegstreichen von "National" finde ich gut. Besser noch hätte mir "Das Team" gefallen, denn ich lasse mich immer von Ehrlichkeit beeindrucken.

"Zweitens, so schlimm wie sonstwo ist es in Deutschland auffallenderweise gar nicht. Von den 14 Spielern die im WM-Finale für D. auf dem Platz standen waren nicht nur 12 richtige Biodeutsche, sondern 11 auch gar noch blonde Jungs."

Nichts ist so schlimm, als daß es nicht noch schlimmeres gibt. Mit den Biodeutschen komme ich durcheinander. Dachte immer, das sind so Leute, die alle Waren im Reformhaus kaufen und so gruselig bekleidet sind. Aber das kann es nicht sein. Ist das dann so eine Stilform ala nasses Wasser oder Rundkreis?

Allgemein möchte ich noch als ein Angehöriger des Packs anmerken, daß ich immer gerne bereit bin, jemandem seinen höheren Status ohne Mißgunst zuzubilligen, nicht jedoch solchen Bildungsbürgern, die stolz darauf sind das primitive Proletenspiel auf dem grünen Rasen nicht zu mögen.
niekisch
05. Juni 2016 21:27
Angesichts der derzeitigen Zusammensetzung der "deutschen" Nationalmannschaft schaue ich mir kein einziges Spiel mehr an und sage das auch immer dann, wenn ich Gelegenheit dazu habe.
jak
05. Juni 2016 21:28
Zu Muhammad Ali:

Spon:
„Muhammad Ali war unser Mann.
Weil er dafür antrat, dass die Welt ein besserer Ort würde. Eine Welt ohne den Krieg in Vietnam, eine Welt ohne eine Trennung nach der Farbe der Haut. Martin Luther King hatte einen Traum, und er musste ihn mit seinem Leben bezahlen.“


So ein Blödquark! Ali wäre sicher nicht für den heutigen Multi-Monokult der Bonzen. Die Nation of Islam war für Segregation und gegen Rassenmischung etc. Hier ist ein netter Ausschnitt aus einem Interview von Ali mit einem Gutmenschenreporter:

https://www.youtube.com/watch?v=-ek0IWmqTqM
Mathias
05. Juni 2016 22:07
Mir leuchtet es schon lange nicht mehr ein, warum ich mich als Bewohner einer westdeutschen Großstadt, mit einem Söldnerhaufen identifizieren soll, dem es völlig egal ist, in welchem Trikot gespielt wird, solange die Kohle stimmt. Schade, daß das inzwischen auch für große Teile der Nationalmannschaft gilt. Übrigens: dieselben Probleme, die deutsche Fußballnachwuchsspieler haben, plagen auch deutsche Nachwuchsmusiker. Sie müssen um die wenigen Orchesterstellen in Deutschland mit globaler Konkurrenz mithalten, während natürlich umgekehrt sehr viel weniger deutsche oder europäische Musiker in asiatischen Orchestern auftauchen. Ein schwacher Trost mag es sein, daß die meisten deutschen Fußballer wie auch Musiker überzeugte Anhänger der Ideologie sind, der sie ihre schlechten Berufsaussichten verdanken.
Aaron
05. Juni 2016 23:09
Zu den Profis: O Kommentar.
Ich wohne ganz weit auf dem Land und ja hier gibt's sie noch: die Mannschaften bestehend aus , nein ich Lüge nicht, "nur" Deutschen!
Toll anzusehen wie sich die Kinder so um die 12 Jahre alt ereifern und in diesem Sport aufgehen, wie sie sich freuen über ein Tor und wenn die Mannschaft siegt. Es freut mich, daß es Eltern gibt die Kilometerweit fahren, damit die Kinder etwas für ihre Gesundheit tun.
Aber das gibt's nur noch auf dem Land.....oder?
Wahrheitssucher
05. Juni 2016 23:56
Es ist das nicht mehr, was es auch kaum noch genannt wird:
Eine deutsche Nationalmannschaft,
sondern eben eine "DFB-Auswahl" o.ä.!
Insofern ein getreues Abbild (bundes)deutscher Wirklichkeit...
Sport ist
06. Juni 2016 00:09
Man sollte unbedingt darauf hinweisen, wie sich die Mannschaften aus den südländischen Staaten zusammensetzen, wie hoch der Anteil europ. Spieler ist (Null). Damit die Leute kapieren, dass es eine Einbahnstraße ist.

Und, am späten Sonntag Abend ein kleines bisschen Ketzerei. Immer wieder erstaunlich, welche Fantasien die Linke im Rahmen von Satire so raushauen..

http://hanfjournal.de/2016/06/05/wenn-sich-unkultur-mit-subkultur-paart/
Leo Naphta
06. Juni 2016 00:30
@ Besetzter

"1990 (...) war die erste Turniermannschaft nach der Teilvereinigung.


Ihr jungen Leute...

Der Tag, an dem der Einigungsvertrag rechtskräftig wurde, war der 03. Oktober 1990, das Finale von Rom aber fand im Juli statt, woraus folgt, daß die Mannschaft, die es gewann, eine rein westdeutsche war. Das erste Länderspiel, bei welchem Ossis (u.a. der sympathische Herr Sammer) im Adlertrikot aufliefen, war das Freundschaftsspiel gegen Schweden im Oktober 1990, das die DFB-Elf mit 3-1 gewann.--

@ Kapitulation

Zweierlei:

1.) In den frühen achtziger Jahren, als ich jung war, mußte man, wollte man unter "coolen" Leuten Anerkennung finden, auf jeden Fall verschweigen, daß man sich für Fußball interessierte. Fußball war vor allem: prollig. Ging man in`s Stadion, so mußte man zusehen, daß man den richtigen Tribünenaufgang erwischte, der Unterschied von falsch und richtig war hier einer um`s Ganze. Mitte der achtziger Jahre trauten sich normale Leute mancherorts nicht mehr in`s Stadion, ich habe in Dortmund mit eigenen Augen gesehen, wie Hooligans der sog. "Borussenfront" Rentner zusammenschlugen, die mit ihren Enkeln in`s Stadion gekommen waren. Bei der Diskussion um die "neue Unterschicht", die vor etwa zehn Jahren geführt wurde, konnte man den Eindruck erhalten, als hätte es in der alten BRD keine "bildungsfernen Schichten" gegeben. Auf dem Lande, wo ich aufwuchs, gab es sie in der Tat nicht, weswegen meine Besuche in diversen Bundesligsstadien einer Offenbarung gleichkamen: Hier zeigte sich ein Maß an Verrohtheit, ja Vertierung, wie es heutzutage in solcher Massenhaftigkeit nur ausnahmsweise zu beobachten ist.
Nicht nur tiefsinnige Oberschüler mit ZEIT-Abonnement wandten sich mit Grausen ab. Als mit dem FC St. Pauli Ende der achtziger Jahre erstmals ein Verein mit dezidiert linksradikalem Anhang und Selbstverständnis in die höchste Spielklasse aufstieg, setzte es zunächst allerorten Hiebe. 1987, ich war seit einigen Monaten bei der Bundeswehr, begleitete ich einen Kameraden aus Braunschweig zu einem Zweitligaspiel, Eintracht Braunschweig empfing den FC St. Pauli, der Fanblock der Hamburger mußte unter Polizeischutz in`s Stadion geleitet werden, welches bis nach dem Anpfiff von dem Sprechchor der Eintracht-Fans widerhallte: "ZICK-ZACK-ZECKENPACK !". Schließlich drang ein Stoßtrupp der antifantischen St. Paulianer in den Block der Heimfans ein, aber statt einer kernigen Hooligan-Aktion brachten sie nur ein ziemlich homosexuelles Hula-Hula-Tänzchen (ohne Reif) zustande, ehe sie von den proletarischen Kuttenfans der Braunschweiger in die Mitte genommen und binnen Sekunden zu blutigem Brei zerklatscht wurden.

Was das nationalstolze Klima in den Fanblöcken der meisten Bundesligaclubs wirklich wert war, konnte man in den folgenden Jahren beobachten: Die ersten Sozialarbeiter, die die gewaltbereiten Anhänger des Hamburger SV zu einem Auswärtsspiel begleiten sollten, fanden sich splitternackt am Kölner Dom wieder, aber dann gelang es den Vereinen dennoch, ihre ungeliebten Schmuddelkinder einer Re-Education zu unterziehen.
In den achtziger Jahren hatten die subproletarischen Schlachtenbummler ein Gespür dafür, daß man die braven Bürger und den linksliberalen "moralischen Mittelstand" bis auf`s Blut reizen konnte, indem man neonazistische Parolen skandierte. Auf Youtube findet sich eine mehrteilige NDR-Dokumentation über HSV-Fans in den mittleren Achtigern („Tarzan und die Donnergötter“), bei der zwei militante Fanclubs über mehrere Wochen von zwei Redakteuren begleitet und interviewt wurden. Die beiden APO-Opas gaben sich hörbar Mühe, Verständnis für die jungen Leute aufzubringen und in deren verbalen Provokationen so etwas wie eine späte, paradoxe Form des ideologischen Klassenkampfes prekarisierter Proletarierkinder gegen den „moralischen Mittelstand“ und seine Begriffe von Wohlanständigkeit zu rechtfertigen. Die frühen siebziger Jahre lagen erst ein gutes Jahrzehnt zurück, vielleicht hatten die beiden Journalisten in jungen Jahren bei der Agitation von Arbeiterjugendlichen Erfahrungen gesammelt.

2.

Wieder ist wohl, so spekuliere ich, der Drang nach Andersartigkeit bestimmend.


Sie sagen es, Kapitulation. Was sich hier Bahn bricht, ist die nerdige Hipster-Mentalität. Früher sind diese Leute ihrer Mitwelt nur mit Erzählungen über ihre Plattensammlungen lästig geworden, inzwischen rechnet auch der Fußball zur Popkultur, und wenn sich Leute, die selber nie an einen Ball getreten haben, als Anhänger obskurer ausländischer Clubs gerieren oder einen Blog betreiben, auf welchem Nicht-Sportler über die Finessen der Fußballtaktik klugscheißern...nun, was über diese nerdige Jagd nach Distinktionsgewinn zu sagen ist, hat im Vorfeld der WM 2010 ein Blogger namens „Waschechte“ in amüsanter Form auf den Punkt gebracht:

Elite German people just can’t bring themselves to be into football the same way normal people are. It’s easy to see why. They’d have to deal with people who are different from them: Football fans.




Nur sollte man nicht glauben, daß es sich bei den sog. „Schland-Fans“ um solche („football fans“) handelt. Waren Bundesliga-Schlachtenbummler der achtziger Jahre typischerweise verroht und gewaltbereit, so widert einen das Fanmeilen-Geschmeiß der Jetztzeit durch das genaue Gegenteil an: den Willen zur radikalen Harmlosigkeit, den diese Leute schon in ihrer albernen Aufmachung dokumentieren. Es ist, als wollten diese Leute ständig aller Welt beweisen, was für ein lustiges Partyvölkchen die Neu- und Post-Deutschen doch sind.
Heinrich Brück
06. Juni 2016 01:53
Die Mannschaft oder Concita Wurst; der Mammon regiert die Welt. Aber er schafft es nicht, ihr einen Sinn zu verleihen. Deshalb fühlen sich diese Fußballsiege auch nicht mehr richtig an. Und zu den Fans, die sich freuen wenn ihre Millionäre gewinnen, und ziemlich niedergeschlagen sind, wenn sie verlieren. Es spielen elf Millionäre gegen elf Millionäre. Wer verliert denn bei diesem Spiel?
Als die Hand Gottes noch Fußball spielte, war die Atmosphäre eine andere; und diese Multikultitruppe hat ohnehin keine Nation, weshalb also die Aufregung.
Und diese ganzen Pressekonferenzen, als würde Kriegsrat abgehalten.
Fehlt nur noch Merkel im Stadion, - ihre Jubelattacken jedesmal ein Hochgenuß weiblicher Anmut. Und eine Frau als Kommentatorin darf selbstverständlich auch nicht fehlen, schließlich spielen die Männer Fußball, damit die Bierlaune beiderlei Geschlechts einen netten Abend verbringen darf - und wer jetzt immer noch Fußball sehen möchte - voila!
Westpreuße
06. Juni 2016 08:20
Die....angeblich....schönste Nebensache der Welt:

Herr Wiesberg,
da bin ich aber froh, daß Sie mit einem gewissen sprachlichen und gedanklichen Vorbehalt von der ...angeblich...schönsten Nebensache der Welt schreiben...

Es ist hier tatsächlich ein sehr ernstes Forum mit sehr ernst verhandelten Themen und sehr ernst gemeinten Kommentaren...

Gibt man nämlich als Suchbegriff ein: Die schönste Nebensache der Welt, erfährt man viel, aber wenig über Fußball...Das scheint aber (leider) nur mir aufgefallen zu sein. Sind eben ein sterbendes Volk...
Ich habe es immer geahnt, daß Konservative, Patrioten etc. Tag und Nacht ans Vaterland denken...

Das wußte schon Hölderlin:
An die Deutschen
(...)
O ihr Guten! auch wir sind/
Tatenarm und gedankenvoll!
(...)
* Es gibt verschiedene Versionen...

http://www.planet-wissen.de/gesellschaft/sport/fussball_weltmeisterschaft_vierundfuenfzig/pwiediesiegermannschaft102.html

Fußball-Weltmeisterschaft 1954
Die Sieger - Mannschaft

Merkwürdig die "Umwidmung" der Nationalmannschaft zur "Mannschaft" durch den Deutschen (!) Fußball Bund...
Und das Trikot: Schwarz und weiß, so sollte es auf immer sein!
Was soll dieses modische Herumgeeiere...

Herr @ Gardeleutnant,
ich nehme ja eigentlich nie zu Kommentaren anderer hier Stellung. Bei Ihnen eine Ausnahme hinsichtlich Ihrer Herabwürdigung von SCHWARZ-ROT--GOLD zu SCHWARZ-ROT-SENF....:
Da muß ich nun doch einmal milde rügend meinen Senf dazu geben...
SCHWARZ-ROT-GOLD hat ja eine relativ lange Traditionslinie zu den Befreiungskriegen hin. Was ist dagegen einzuwenden?

Und wenn wir diese edle Traditionslinie weiter zurück in unsere Vergangenheit verfolgen, dann landen wir bei Kaiser Heinrich VI. Es ist durch vielfältige Bilder bezeugt, daß die Reichsfahne, Reichsstandarte als Insignie, aber auch die Wappenbilder einen schwarz-rot-goldenen Adler zeigen. Das zieht sich durch unsere ganze Geschichte bis heute hin.
Schwarzer Adler mit roten Krallen (Fängen) auf goldenem Grund...
SCHWARZ-ROT-GOLD war "des reichs pannyr".
Diese Farben, als Fahne oder Reichsadler, waren IMMER "des richs warzeichen" (Otacher). DAS sollten wir in Ehren halten. Einfach angucken unter "Reichsbanner des Heiligen Römischen Reiches" im Internet. Das sage ich als geborener Preuße; und die preußischen Farben sind ja bekanntlich andere...
(Nichts für ungut...).

Die JF hat übrigens vor Jahren mit..Horst Eckel (?).. aus der Nationalmannschaft von 1954 ein Interview geführt. Auf Seite 3, befragt von Moritz Schwarz; der führt schon "gekonnte" Interviews...
Der DfB intervenierte bei...Horst Eckel (?).Das Interview wurde abgedruckt, aber irgendwie verpixelt, also nicht lesbar. Der DFB, soweit ich mich erinnere, führte mit dem alten Recken von 1954 ein "Gespräch". Dieser zog die Genehmigung zum Abdruck zurück. Soweit meine Erinnerung...

Hier, in den Ostprovinzen im Staate Polen, kann man die deutsche Fahne bedingt zeigen. Ich habe sie häufig gesehen bei den Festen der Heimatverbliebenen, öffentlich, und natürlich auch in den Räumlichkeiten der Kulturvereine der deutschen Minderheit...

Das ist nicht verboten. Ansonsten macht man sich große Sorgen bei den Vertretern der deutschen Minderheit: Der Rechtsruck in Polen ruft Beklommenheit und teilweise Ängste hervor. Polen hat immer ein Problem mit seinen vielen Minderheiten. Man ist entweder Pole oder Nichtpole.
Respekt gegenüber ethnischen Minderheiten ist ihnen fremd. Es wird aber niemand verfolgt, aber ganz feinsinnig diskriminiert. Und das nimmt zu...
Der "neue Wind" richtet sich auch gegen die Heimatverbliebenen...

In Masuren habe ich auch einige Male (bis heute) vereinzelt Fahnen von Schalke 04 gesehen. Das rührt von der tiefen Verbundenheit der eingewanderten Polen um 1900, heute alles "gute Deutsche", her...
Die Polen nehmen regen Anteil am deutschen Fußballgeschehen, natürlich auch an ihren Spielern in den Bundesligavereinen...
Aber zum (früheren) Kohlenpottverein Schalke 04, ebenso zu Borussia Dortmund, gibt es eine aufrechte Zuneigung, tradiert durch die Zeiten,
getragen von einzelnen Familien, die noch einen polnischen und deutschen Ast am Baume haben und (vereinzelt) pflegen...
: Grüße von der Weichsel
Schopi
06. Juni 2016 09:06
Boateng zu nennen um den multikulturellen Zirkus Fußball zu kritisieren ist ziemlich naiv und / oder zeugt von wenig Sachverstand, aber dann sollte man besser dazu schweigen.

Der Mensch ist in Berlin geboren und aufgewachsen wie man zweifelsfrei auch am Dialekt heraushören kann - gewiss auch kein unsympathischer Typ und wohl auch mit einer gewissen Intelligenz ausgestattet.

In welcher Nationalmannschaft soll er denn sonst spielen?

Auffallend bei dieser kapitalistischen Variante von Brot und Spiele: Auf den Rängen fast nur Autochthone auf dem Spielfeld fast nur Fremde, vor allem zu sehen in England oder Frankreich. Spanien und D haben hier noch "Nachholbedarf".
cherusker69
06. Juni 2016 11:15
Der Artikel bringt es auf den Nagel auf dem Kopf. Genau so sehe ich das auch.. Ich war ja mal ein grosser Fussballfahn, natürlich auch der Nationalmannschaft. Ich war es einmal. Das Bosman Urteil hebelte alles aus und somit verabschiedete ich mich als Fan. Die sog Nationalmannschaft die ja jetzt nur noch Die Mannschaft heisst ist der Ausdruck des ganzen Problems in Deutschland aber auch in ganz Europa.. Diese Überfremdung macht natürlich auch vor dem Fussball nicht halt. Wieso spielen Özil und co den in der sog deutschen Mannschaft, klar um den Marktwert zu steigern, dass alleine ist der Grund.. Wenn ich schon sehe das diese Leute nicht mal beim Lied der Deutschen mitsingen oder bestenfalls den Mund peinlich leicht öffnen ist alles gesagt.. Schaut man die Italiener an den brüllen sie förmlich ihre Hymne heraus..

Nein für mich hat sich das ganze erledigt und ich denke das ganze ist auch nicht mehr umdrehbar. Wie auch? Für uns gilt es nur noch Schadensbegrenzung zu betreiben, vielleicht doch noch was zu erreichen..Solange ich lebe werde ich das meinige tun
Arthur
06. Juni 2016 13:54
Man gehe in ein Stadion und schaue sich das gröhlende Puplikum an, dann wünscht man sich die Stille der Natur und ein Umfeld von Menschen mit einem IQ grösser als 80
eulenfurz
06. Juni 2016 14:18
Diese hochbezahlten Gladiatorentruppen spielen eine nicht unwesentliche Rolle bei der Ablenkung und Beeinflussung des Pöbels in multimedial gesteuerten Massengesellschaften. Das haben auch (früher schon) die Machthaber erkannt, welche den Unterhaltungssport instrumentalisieren. Es ist schon erstaunlich, wie viele eigentlich gescheite Menschen frenetisch irgendwelchen Ballwegtretern zujubeln. Da scheint es an anderen Identifikationsmöglichkeiten zu mangeln.

Im Übrigen ist "Mannschaft" nicht gendergerecht, vielleicht fühlt sich ja Özil als Frau und Boateng ist fest davon überzeugt, eine Waschbär_in zu sein? Wer weiß das schon? Festlegen auf eine Geschlechter-, Rasse- oder Lebewesenrolle sollte man heute doch niemanden mehr ... oder?
Rosenkranz
06. Juni 2016 14:58
Ende der neunziger Jahre hatte ich für zwei Jahre eine HSV-Dauerkarte. Erstaunlich war, daß regelmäßige Entgleisungen der Anhängerschaft nie medial thematisiert wurden. Oft wurde nach dem Schlachtruf "Sieg" ein weiteres Wort hinzugefügt, um dann anschließend den Willen, eine U-Bahn von St. Pauli in ein bekanntes Konzentrationslager zu bauen, bekunden zu können. Auch das Rauchen in den vollen Nahverkehrszügen, meint man sich als "Fan" herausnehmen zu können. Dieser Herdentrieb war faszinierend und schockierend zugleich. Ich fühlte mich unwohl und blieb fern.

Schaut man sich die heutigen "Fußballgötter" an, so spüre ich null Identifikation. Allein schon die Physiognomie... .

Schön waren noch die Zeiten als Kind in der Schorfheide, wo das ganze Dorf einmal im Jahr, einem Fuß- oder Handballturnier gegen umliegende Dorfmannschaften beiwohnte. Und heute?

Der weitere Weg ist vorgezeichnet. Die Einheimischen lassen sich immer weiter verdrängen. Egal ob im Fußball oder anderswo. Vor zwei Jahren wechselte der Besitzer (von deutsch auf pakistanisch) einer in der Nähe sich befindenden Tankstelle. Dieser hatte sofort das Personal ausgetauscht (von deutsch auf dunkel-migrantisch mit schlechten Sprachkenntnissen). Ich blieb fern, viele andere Einheimische nicht. Wann begreift es der Deutsche endlich, daß bei den Südländern das Blut viel entscheidender ist, als die Leistung?!
AlbertZ
06. Juni 2016 19:17
- Das Bosman-Urteil ist nicht unselig, sondern ein gewolltes politisches Urteil.
Die Person Bosman spielte keine Rolle.
Fußballspieler wurden zur gehandelten Ware degradiert.

- Wer jetzt ausländische Spieler kaufte, konnte fertige Spieler sofort einsetzen.
Deutsche Spieler wurden bei schwachen Leistungen sofort ausgetauscht.
Deutsche Nachwuchsspieler konnten nur bei überragenden Leistungen auf Einsätze kommen.
Die abnehmende Zahl deutscher Spieler war 2002 im wesentlichen systembedingt und damit vorhersehbar.

- Die Verpflichtung zum Betrieb von Nachwuchsinternaten ergibt sich aus der Tatsache,
daß die bisherige Sofortverwertung nur fertige Spieler begünstigte und den Nachwuchsbereich austrocknete.

- Götze und alle anderen deutschen Spieler haben das Problem, daß sie Identität, Selbstständigkeit und Führungsstärke wie die übrige deutsche Jugend nicht wirklich lernen konnten.
Sie haben einen mentalen Nachteil gegenüber allen, die echte oder vermeintliche Eigenschaften dieser Art haben.

- Die deutsche Nationalmannschaft ist (noch) überwiegend deutsch.
Was nicht deutsch ist, ist ihre Spielweise, denn diese ist ein Kopie der Spielweise der spanischen Nationalmannschaft.

- Die CL bietet den Topvereinen eine zusätzliche hohe Einnahme.
Deswegen werden 2-3 zusätzliche Spitzenspieler geholt, um diese Spiele zu bestreiten.
Diese stehen allerdings auch im Ligabetrieb zur Verfügung.
Vereine ohne diese Reservebank sind dann letzlich chancenlos.

- Leicester City wurde Meister, weil ihre reichen Gegner kollektiv versagt haben - was sich kaum wiederholen wird.
Sie hatten übrigens den Deutschen Robert Huth als Abwehrchef - bei einer ausgeprägt defensiven Spielweise.

- Mesut Özil ist ein Musterbeispiel an Selbstoptimierung.
Wenn ein Spiel nicht läuft, ist Özil häufig der schlechteste Spieler in der Nationalmannschaft.
Er legt den anderen nur den Ball auf, läßt sich bei Fouls schnell fallen.

Der Artikel ist insgesamt ordentlich geschrieben.
Die politische Würdigung fängt allerdings erst da an, wo Gauland aufhört.
Viele Forumsbeiträge sprechen die tatsächlichen Probleme an.
Magnus Göller
06. Juni 2016 19:38
Nationalmannschaften als höchst massenwirksame Propagandainstrumente zur Untergrabung der Nationen. Das lassen die Globalisten sich selbstverständlich nicht entgehen.

Ich habe mir den Nationalzirkus auch immer alle zwei Jahre reingezogen - Vereinsfußball nur in Ausnahmefällen, weil ich da, beim öffentlichen Glotzen, immer wieder etwas über den Zustand der Leute mitkriegte, oft umso unterhaltsamer, je schlechter das ganze Spiel und zumal das "deutsche".

Inzwischen frage ich mich auch, ob ich da noch mitwirken will. Es wird wohl kaum besonders witzig, wenn ich Tore von Frankreich bejuble, weil die ein weniger rassistisches Team haben, fluche wie ein Kutscher, wenn die Slowaken ein Tor schießen, diese offenkundigen Rassisten, dem verwunderten Umfeld das auch noch so erkläre.

Für Europa jubeln, wenn die spanischen Spanier den halbdeutschen Deutschen eins einschenken!

Irgendwas lasse ich mir einfallen, wohl weniger Gefährliches.

Gerade jetzt will ich mir dazu das Volk anschauen.
Meier Pirmin
06. Juni 2016 19:58
Das Gute und Richtige an der Analyse des Artikels betrifft die Tatsache, dass mit der offenen Ausländerregelung, die aber schon mehr als 20 Jahre zurückliegt, der Fussball globalisiert wurde, die Bedeutung der Vereine völlig verändert, zum Beispiel nicht mehr Ausdruck vor allem der europäischen Grossregionen Bayern, Ruhrgebiet, Hamburg usw. Generell wurde der regionale und nationale Charakter des Fussballs zerstört, insofern es früher einen typisch englischen, typisch deutschen, typisch italienischen und typisch brasilianischen Fussball gab. Ausserdem wurden die Chancen der einheimischen Junioren geschmälert, welche zwar heute oft mit Migrationshintergrund daherkommen, was sozialpädagogisch wohl gar nicht so schlecht ist, eine Alternative zu krimineller Freizeitbeschäftigung.

Der Fussball hat im Sinn des Artikels von Wiesberg, 1. Teil, an Attraktivität, sogar an wirklicher Vielfalt und Abwechslungsreichtum verloren, zu schweigen von seinem eine Region oder ein Land "integrierenden" Charakter. Es müssten, einschliesslich der hier aufgewachsenen Ausländer, doch meistenteils "unsere" Jungs sein, mit denen man sich traditionell identifiziert.


Auf der anderen Seite machen sich einige Blogger mit dem Begriff "Bio-Deutsche" nur lächerlich. Das erinnert an Bio-Erdbeeren und Bio-Schweinefleisch und Bio-Müsli. Die Unterstellung, Gauland habe eine gute Falle gemacht, indem er zuerst behauptete, nicht zu wissen wer Boateng war, dann aber doch über den deutschen Fussball fachsimpelte, macht ihn nicht glaubwürdiger. Er machte bei dieser Geschichte einen schwachten und total unberatenenen Eindruck und hätte wissen müssen, wie vermint das Gelände bei diesem Thema ist, konnte auch nichts anderes erwarten, als dass seine Gesprächspartner von der Presse ihn zu seinem nächsten Fehler führen wollten, den sie dann weidlich ausgenützt haben.
Magnus Göller
06. Juni 2016 19:58
Ich habe mir die EM-Gruppen gerade angeschaut.

Ich bin dafür, dass Rumänien, Russland (oder die Slowakei), Polen (oder die Ukraine), Kroatien (oder Tschechien), Irland und Island (oder Ungarn) das Viertelfinale erreichen.

Man wird dann ab da, wo es richtig spannend wird, fast nur noch Europäer um die europäische Fußballkrone spielen sehen.

Es wird vor lauter wieselflinken Slawen und Kelten und Germanen und Magyaren und - also gut, die Spanier dürfen auch rein - Iberoromanen nur so wimmeln.

Die Halbdeutschen sind raus, und ich kann meinen europäischen Liebling nach Gusto und Turnierverlauf entwickeln, ganz unverdächtig jubeln, wann ich will.
der demograph
06. Juni 2016 20:59
meines Erachtens ist der Elephant im Raum der Erfolg der Westafrikaner. Frankreich hat mehr Einwanderer aus dem Maghreb als aus Senegal etc., und doch ist das halbe Team westafrika-stämmig. England hat mehr Einwanderer aus Südasien (Bangladesh, Pakistan, Indien) als schwarze Einwanderer, und doch wird das halbe Team von Einwanderern aus der Karibik und Westafrika gestellt. In Deutschland sind Türken unterrepräsentiert, Afrikaner überrepräsentiert.
Und natürlich auch der Erfolg der Westafrikaner auf einer anderen Spielwiese als dem Fußballplatz. Bei der letzten Weltmeisterschaft spielten wenn ich mich recht erinnere bei mindestens vier Teams (Deutschland, Ghana, USA und ein afrikanisches Team das mir entfallen ist) Spieler mit westafrikanischem Vater und deutscher Mutter.
Das ist so mit den Uni Football Teams in den USA.
Oder ein bisschen wie bei der Mathe Olympiade, bei der mittlerweile Länder wie die USA oder Kanada mit mehrheitlich ostasienstämmigen Jugendlichen antreten.
Sportliche Fähigkeiten, IQ, Attraktivität diese Dinge sind genetisch bedingt und es gibt Unterschiede bezüglich der Verteilung dieser Fähigkeiten in verschiedenen Populationen.
im Übrigen nervt diese gespielte Unschuld im Mainstream "das sind doch nur Jungens die gegen den Ball treten wollen, wer denkt denn da an Hautfarbe". Seit Jahrzehnten ist der Dauerrenner bei den Plakaten die an Unis verkauft werden dieses Bild des gerade verstorbenen Muhammed Ali der über einem niedergegangen Gegner steht und diesen anbrüllt. Und jeder weiß dass dieses Bild einen Subtext hat der etwa mit schwarzem Triumph zu tun hat. Oder das Bild von Ballotelli mit dem Flexing-Jubel nach dem Tor gegen Deutschland, ich glaube 2012 war es. Das Bild habe ich schon als Antifa Sticker an der Uni gesehen, als antirassistisches Statement, im Sinne von: "nimm das weißer Mann". Jeder weiß was Sache ist, wenn nicht dem Kopf dann mit dem Bauch. Diese Dinge werden nicht im postkolonialistischen Sinne durch die Rechten in die Welt herbeikonstruiert, sondern sie sind faktisch da.
Bran
06. Juni 2016 22:33
Ach, immer diese intellektuelle Auseinandersezung mit jedem Thema. Fussball ist für den Normalbürger:
1. Eine legitime Plattform, sich wieder mal lokalpatriotisch zu betätigen.
2. Ein vollkommen uninteressanter Sport abgesehen von in 1. erwähnter Möglichkeit.
3. Eine prim Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten in den Körperkräften zu messen, ohne dass man dabei gleich sterben oder Messerstiche oder Pistolenschüsse befürchten müsste.
4. Demzufolge eine wertvolle Schule der Resistenz und der Widerständigkeit, weil es die Standfestigkeit erprobt.
5. Einfach ein hohler Sport.

Hui! So einfach geht das. Wer sich nicht dafür interessiert, soll es doch einfach sein lassen. Wer es mag, soll dorthin gehen, um sich zu schlagen. Die Fans, die sich von den Anti-Rassismus-Sexismus-Ageismus-Lookismus-Apodiktika anstecken lassen sind eh nur die verlachte Randzone der Kurven, ausser vielleicht bei Pauli und Roter Stern Leipzig.

Ansonsten: Sport frei! Da lernt man einiges mehr, als wenn man sich nur immer im Sezessions-Diskussions-Teil mitteilt.
Nordlaender
07. Juni 2016 10:30
@ Arthur

"Man gehe in ein Stadion und schaue sich das gröhlende Puplikum an, dann wünscht man sich die Stille der Natur und ein Umfeld von Menschen mit einem IQ grösser als 80"

Ist Ihr Beitrag eine Satire? Bin ein Angehöriger des Packs. Ihr Intellektuellen überzeugt mich mehr, wenn Ihr es auch richtig buchstabiert:

http://www.duden.de/rechtschreibung/groelen

http://www.duden.de/rechtschreibung/Publikum

"grösser" - Sind Sie Schweizer?
Monika
07. Juni 2016 10:58
Für mich gibt es zwar andere schönste Nebensachen der Welt, trotzdem interessiert mich am Fußball die " Archäologie der Männlichkeit"
(Sloterdijk).

http://diepaideia.blogspot.de/2012/06/peter-sloterdijk-und-der-fuball_7.html

Dort heißt es :

Besonderes Interesse zeigt Sloterdijk auch für den Zusammenhang zwischen Fußball und Nation bzw. Nationalgefühl. Die Bedeutung der Fußballnationalmannschaft sei bei allen modernen Nationen ähnlich simpel: „Da geschehen Stellvertretungsrituale, an denen sich ein Großteil der Population beteiligen will“ – und in diesem Sinne sind Nationen perfekte „Erregungsgemeinschaften.“

Das sei nicht immer unproblematisch: „Wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass die Kollektiverregungen, um mit Thomas Mann zu reden, "dämonisches Gebiet" sind, dann wird man vorsichtig bei allem, was aufputscht. Wir sind gebrannte Kinder, seit wir erlebt haben, dass Kollektiverregungen auch immer Produkt einer gewissen gewollten politischen Regie sein können.




An die heutige Zeit angepasst hieße das:
Es spielen nicht mehr Nationen gegeneinander, sondern andere Gruppen von Erregungsgemeinschaften:
- etwa alle europäischen Fußballer mit Mitgrationshintergrund gegen authochthone Fußballer ,
- oder alle muslimischen Fußballer gegen nichtmuslimischische Fußballer
- oder alle farbigen Fußballer gegen weiße Fußballer...

Schon Konrad Lorenz beschrieb Fußball als eine Art Kriegsersatz und vielleicht kann die Bildung o.g. Erregungsgemeinschaften hier gesellschaftlichen Druck abbauen.
Auch sollten wir unsere Nation mehr unter dem Aspekt des Zerfalls in verschiedene Erregungsgemeinschaften betrachten:
Vielleicht kann die AfD Jugend gegen die linksrotgrüneschwarze Jugend spielen.
maria
07. Juni 2016 13:33
...also niemand zwingt uns den Müll anzuschauen. Vielleicht geht man stattdessen lieber mit ein paar patrioten kicken im Park oder auf dem Dorfplatz.
Wenn niemand zuschaut, wird auch kein Geld verdient. So einfach ist das. Und wer es anschaut sollte belächelt werden. Auch das kostet nix und macht Sinn: dummes Verhalten, negative Reaktion. Positives Verhalten, positive Reaktion. Kann ja so schwer nicht sein, meine Kinder verstehen das sogar.
Darüber hinaus kann ich der Nationalstolzverkitschung a la Yogileinchen absolut nichts abgewinnen. Wer Lust auf Fußball hat (und das ist durchweg verständlich) soll gefälligst selbst kicken und seine Fahne am Montag bei Pegida etc. entrollen.
Auch dieses Wochenende ist in WIEN Demo der Identitären und in Dresden die Bilderberger-Konferenz.
Ich glaube Fussball ist grad echt unwichtig. Überfremdeter Fussball sowieso.
Von daher macht es mehr Sinn aktiv was zu tun als hier im Forum zu flennen.
Druide
07. Juni 2016 20:09
@ Waldgänger aus Schwaben
Wenn ich bei Ihnen jetzt den Hinweis auf die Vereinnahmung Muhammad Alis für das Gutmenschentum sehe, dann möchte ich mich nicht enthalten und auf ein berühmtes BBC-Interview Alis verweisen:

https://www.youtube.com/watch?v=_HBnc8YNaaQ

"Every intelligent person whants his child look like him! [...] You are of hate of your people, if you don´t wanna stay who you are."
Nach dem Spiel ist vor der Niederlage
08. Juni 2016 01:00
Ich bekenne, daß ich in wenigen Tagen ebenfalls die Daumen drücken werde - und zwar allen Gegnern der BRD-Kolonialmannschaft im Turnier.

Da mir durch das BRD-Geschichtsbild vermittelt wurde, daß Leute, die für die Niederlage, ja die Vernichtung, des eigenen Staates und Volkes jede denkbare Schandtat begehen, "Helden" sind (Canaris, Oster, Speidel und Konsorten), gilt solches wohl ebenso im Kleinen für die kommenden "Circenses" für die Plebs.

Und so hoffe ich, daß nächsten Sonntag die Ukraine das Migrantenaufgebot von "Schland" schlagen wird, gerne auch 0 : 3 und sage in Anlehnung an Walther Rathenau:
»Die Weltgeschichte hätte ihren Sinn verloren, wenn Jogi Löw mit seiner "bunten" Mannschaft als Sieger mit dem EM-Pokal durchs Brandenburger Tor ziehen würde«.
Kaliyuga
08. Juni 2016 01:48
„Uns Uwe“-Nordländer:

Gelobt sei Ihre Unverdrossenheit, den Fußball-Aversen gegenüber.
Als vormals leidenschaftlicher homo faber und regionaler Auswahlspieler sage ich: Der Mensch versteht sich auch als homo ludus, dem Mann der Fußball (dem Weib der Federball).

Mit „IQ“ nach Arthur hat das nicht notwendig zu tun. „Was so wenig, 128?“ fragte ungläubig einer der vielen älteren Promovierten, die mich täglich umgeben, als ich ihm an der Bar das Ergebnis einer bei mir vor wenigen „Sonnenumläufen“ angeblich durchgeführten Prüfung mitteilte. „Mich hat’s auch gwundert!“, sag‘ ich, und: Käm‘ das Gesöff mit Weib und Gesang nicht zu oft dazwischen, jongliert‘ ich ihn noch heute locker jenseits der 130.

München („Minga“) 1971, Kader des FC Bayern, Stadion an der Grünwalder Straße: Johnny Hansen der einzige Ausländer, ein Däne.

1973 nochmals ein Farbklecks: Josef Kapellmann stößt aus dem ferne Köln extraregional zur Truppe. Dazu „studiert“ er auch, noch dazu Medizin, auf „NC“. Ein „Kopferter“ also.

All das hielt sich damals im Rahmen des Überschaubaren und trug als Gewürz eher zum Geschmack bei, als daß es ihn verdarb. Auf meinen Gängen traf ich vor nicht vielen Monden zuweilen noch einen der Damaligen in der Nachfolge des Lattek: „Eine schöne Zeit“, sagte der Alte dann rückblickend. Nun liegen er und der Lattek unter der Erde und mit ihnen eine ganz Welt.

Das Heute: Die Säbener Straße steht noch, dort regiert freilich gewollt „kaffeebraun“ und Aufbruch von Hierarchie, man merkt’s schon in der Trambahn zum Gelände raus. Der Kapitän: Einst die „lichtgestaltende“ Inkarnation der Eleganz selbst, heute ein braves Rad im Getriebe eines wie motorisierten über den Platz Wälzens, das sich im Sechzehner nicht zu schießen traut. Im Ganzen: Linker Fußball und die Gestalten passen dazu.

Einen der sehr vielen linken Kollegen bracht ich neulich durcheinander mit der Bemerkung, mir sei die Truppe Real Madrids sympathisch. Ja, warum denn? Die sei so wenig durchrasst, sag' ich, soviele Iberer und davon Abstammende. Wie das nur er-folgen könne?
Großstadtpauker
08. Juni 2016 11:38
re Nordländer : / "grösser" / "sind Sie Schweizer " ?

einwandfrei ; einer der besten Kommentare überhaupt .


"schreibt man "größer" mit "ß" oder mit "ss" ...." möchte ein Schüler wissen .

"....also ... ich würde es mit "ß" schreiben ...nur die Schweizer ; die schreiben es mit ............"

aber da bimmelt es schon und die Schöler verlassen den Klassenraum .
Nordlaender
08. Juni 2016 21:53
@ Großstadtpauker

„….also … ich würde es mit „ß“ schreiben ..."

Mal einen Jüngling erlebt, der berichtete, daß an seinem Gymnasium die Deutschstunde "Kult"wäre, man behandelte gerade den Konjunktiv, der Lehrkörper liebte die Anmerkung, daß der Konjunktiv mit "würde" keine Würde besäße. So ein junges Kend kann sich ja glöcklich schätzen, wenn wenigstens ein Studienprofessor als Relikt längst erloschener guter alter Zeit die ganzen berufsjugendlichen Lehrer wenigstens ein bißchen konterkariert.

Zu meiner Zeit lebte so eine Art Theo-Lingen-Lehrer in unserer Straße, der ging nicht, der schritt vollkommen vergeistigt seines Weges, ein Automobil fuhr er nicht, war auf den Bus angewiesen. Meine vierzehnjährige Schwester ließ alle kecken Burschen in ihrem Alter unbeachtet stehen, Tag für Tag kam ihr nichts anderes in den Sinn, als diesen faszinierenden alten Herren abzupassen, um ihn ein Stück zu begleiten.
Heinrich Brück
09. Juni 2016 01:15
Und zu welchem Zeitpunkt wurde der Lehrer durch den Pädagogen ersetzt?
Der Mensch als Kompetenzangebot, in fast jedem Berufszweig (Job), da stören nationale Wertevermittlungen nur noch.
Die Altenpflegerin leistet mehr als ein Fußballer, während ihre Bezahlung ein schlechter Witz ist.
Dieses System hat eine Spezies hervorgebracht, deren eine Möglichkeit die im System offen angelegte historische Ausrottung beinhaltet.
Mich würde die Drohung interessieren, die dieser bedrohten Spezies ins Gemüt gepflanzt werden konnte.
Meier Pirmin
09. Juni 2016 10:13
@Nordländer. Beim Apparat, mit dem ich Ihnen schreibe, hat es kein Doppel-s, was mir immer wieder mal beim Schreiben peinlich ist und viel Umstände macht. Sprachpolitisch stehe ich eigentlich auf Ihrer Seite.
Nordlaender
09. Juni 2016 11:28
@ Meier Pirmin

"Beim Apparat, mit dem ich Ihnen schreibe, hat es kein Doppel-s, was mir immer wieder mal beim Schreiben peinlich ist und viel Umstände macht. Sprachpolitisch stehe ich eigentlich auf Ihrer Seite"

Das erfreut mich. Ju ahr wellkamm!

Wie heißt es in der Schweiz so schön? Nicht jede Misswahl ist eine Misswahl. (Denn manche der gekürten Schönheitsköniginnen sehen wirklich bezaubernd aus.) Und Alkohol ist keineswegs immer schädlich, er sollte jedoch in Massen konsumiert werden.
Kaliyuga
14. Juni 2016 02:02
"Uns Uwe"-Nordländer,

nur Uneingeweihte verstehen nicht, wie, es scheint des chtonischen Weltenfürsten Ding, der homo ludens keinen Eingang in die Hallen des Ruhmes des eigentlichen Menschen finden kann.

Der deutsche ludens im internationalen sich Messen, in diesem Spiel, letztmals, im Höchstmaß der ihm möglichen Form, hier:

https://www.youtube.com/watch?v=H8h37NSQTKw

Aus dem „ludens“ wurde, in der Niedrigkeit bloßer Jahrzehnte sich verdichtender Niedergang, der „faber“ und mit ihm aus: geistinspirierter Inkarnation von Eleganz, die jenem Glasscherben-Viertel-Giesinger namens Franz(iskus) Beckenbauer noch eignen konnte, dann aber über den bloß noch pubertär den aufgereckten Mittelfinger ins Stadion streckenden, retardierten Effenberg reichte bis hin zum schließlich brav machenden, immerhin noch sportlichen, aber doch schon „lahmen“ Vorsteher (allesamt waren sie aber „Kapitän“), der, der letztgenannte, wenig überraschend, linker Devise erliegt und sich unter links spielen lassendem Anweiser aus katalonisch-fremdem Land nicht einmal im Sechzehner noch auf das Tor zu „zünden“ traut.

Dabei, aus all diesem Unwesen, ist aus Spiel bloßer an Ziffern klebender Sport, aus Eleganz: roboterhafte Mechanik geworden. Siehe, wie ein niederländischer Robben mit ewig gleichem Machwerk, in München! einst bayrisch, rechts angetäuscht, links vorbei, dennoch sein „Ding“, ewiggleich, in den Maschen versenkt; dabei immerhin noch, ein ästhetisches Phänomen, zuweilen wenigstens, in das ästhetisch berückende „Kreuzeck“, links, als ob es je sein könne, oben.

Über solche, den „rechten Winkel“ ansprechende Ästhetik, an meinem gläsernen Büro eigens bezeichnet, mit einem Mathematiker hebräischen Ursprungs der amerikanischen Ostküste und mit einem linken Physiker Mitteldeutschlands. Kann hier, jenseits zeitgenössischen Verständnisses von Intelligenz, Voraussetzung zum wirklichen Verständnis sein?

Wie, um des heiligen Himmels Willen, soll hier, bei dieser „gleichmachenden“ Technizität, Nation, der Abstammung gemäß, kostbar wie sie ist, je noch zählen (können)?

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