18. Oktober 2016

»Die Einzelfalle« – Gespräch mit Ellen Kositza

von Nils Wegner / 79 Kommentare

Vor einer knappen Woche erschien bei Antaios Ellen Kositzas Essayband Die Einzelfalle. Warum der Feminismus ständig die Straßenseite wechselt (hier einsehen und bestellen). Ausgehend von den Ereignissen der Neujahrsnacht in Köln und anderswo beleuchtet die Publizistin das krasse Mißverhältnis zwischen »Refugees-welcome«-Fanatismus und Selbstbestimmung der Frau – ein unauflöslicher Widerspruch zwischen liberalen Idealen. Wir stellten ihr einige Fragen zum Thema.

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

SEZESSION: Seit den frappierenden Übergriffen zum Jahresbeginn, die das spöttische Wortspiel vom Rapefugee hervorbrachten, ist viel passiert. Zuletzt etwa rief der linke Szenetreff "Conne Island" in Leipzig um Hilfe, weil es zu allerlei Körperlichkeiten von Seiten ausdrücklich eingeladener "Flüchtlinge" kam; in Oberbayern gibt es, wie auch anderswo, offenbar inzwischen konkrete Gefahrenzonen für Frauen und Mädchen. Wieso vernimmt man zu diesen ständigen Vorfällen wenig bis gar nichts aus der frauenbewegten Ecke – wieso ein #aufschrei bei billigen Herrenwitzen, nicht aber bei hochaggressiven Belästigungen und Vergewaltigungen?

KOSITZA:Im Grunde, so kraß muß man es sagen, müßte hier wohl ein Psychiater mit pathologischen Begrifflichkeiten aufklären! Das Tabu, die Masse der übergriffigen Täter konkret, nämlich ethnisch, zu benennen, könnte man aus der deutschen Mentalitätsgeschichte nach 1945 herleiten. Lieber steckt man – in diesem Fall: frau – tüchtig ein, als eine Dichotomie à la fremde Täter – deutsche Opfer zu beklagen. Wobei es in diesem Fall ja nicht mal exklusiv um deutsche Opfer ginge! Die Leidtragenden sexualisierter Migrantengewalt sind keinesfalls vorrangig deutsche Frauen. Die Vielzahl der sogenannten Ehrenmorde auf deutschem Boden werden ja nicht an autochthonen Frauen verübt. Man tut jedenfalls so, als sei es ein Genderproblem, das irgendwie mit ubiquitären patriarchalen Rollenmustern zu tun habe und nicht mit kulturellen und reilgiösen Bedingtheiten. Der Old-School-Feminismus, den man der Emma rund um Alice Schwarzer nachsagt, war da, anders als die Aufschreitussis im neofeminstischen Lager, übrigens schon immer ziemlich aufmerksam und deutlich. Aber auch die Emmas eiern immer wieder ziemlich herum.

SEZESSION: Ihre Heimatstadt, Offenbach am Main, war eine der ersten ethnisch gekippten Städte der Bundesrepublik. Wie, wenn überhaupt, hat Sie die Zeit dort hinsichtlich des Spannungsverhältnisses zwischen Einwanderern und angestammten Frauen geprägt – und haben Sie seit Ihrem Umzug nach Sachsen-Anhalt eine Art "West-Ost-Gefälle" in Sachen "bedauerliche Einzelfälle" feststellen können?

KOSITZA: Na klar. Was heute hier und da tabubruchmäßig aus einzelnen Publizistinnen herausplatzt, nämlich, daß es fast ausschließlich sogenannte Südländer sind, die Frauen auf der Straße belästigen, war bereits in den achtziger Jahren meine Erfahrung im Rhein-Main-Gebiet. Und was das West-Ost-Gefälle angeht: Das sprengt vermutlich sogar die Landesgrenzen! Ich erinnere mich an ein Pirinçci-Zitat, das ungefähr so lautete: Wenn eine fremde Männerhorde in meiner Heimat die Frauen dort belästigte, würde man die Kerle an ihren Eiern an der nächsten Straßenlaterne aufhängen. Dermaßen "östlich" sind die Verhältnisse hier bei uns in den frischen Bundesländern sicher nicht, aber daß eine Silvesternacht in Dresden oder Bautzen eskalieren könnte wie in Köln, scheint mir unvorstellbar.

SEZESSION: Zum Jahresbeginn sprach Michael Wiesberg von einem durch die Massenübergriffe eingeleiteten »Ende der Autosuggestionen«. In der etablierten Politik ist davon außer Wahlkampfrhetorik bislang wenig zu vernehmen gewesen. Glauben Sie, daß es auf Frauenseite – ob nun feministisch oder nicht – zu einem allmählichen Umdenken gekommen ist oder kommen wird? Wie könnte sich die Problematik weiter entwickeln?


KOSITZA: Es gehört zu den hoffnungsfrohen Symptomen unserer Zeit, daß die Grenzen des Sagbaren sich erweitert haben.Keine muß heute noch verdruckst äußern, daß ihr "diese Typen" wieder an der Umkleidekabine aufgelauert haben, wenn es ganz konkret wieder "diese Marokkaner" waren. Andererseits sind die Bemühungen nicht zu verkennen, das Ganze wieder auf die Ebene eines Genderproblems zu hieven. »Nein heißt Nein« ist ja so eine Hausfrauenweisheit, die uns nun als Zauberformel für weltweit jeden Fall der Fälle verkauft wird. So will man ein Problem in den Griff bekommen, mit einer Art Privatvertrag nämlich, ohne das wirklich Problematische benennen zu müssen.

SEZESSION: Der Untertitel Ihres Buchs ist nicht zuletzt auch eine Anspielung auf die Nummer der Emma von Ende Februar, in der Alice Schwarzer und andere Autorinnen die Vorfälle der Neujahrsnacht aufgriffen – und das laute Schweigen um die ihnen zugrunde liegenden Verhaltensweisen unserer "Neubürger". Was aber ist davon geblieben? Wenn nicht einmal prominente, wackere und ausgesprochen mitteilungsfreudige Feministinnen über längere Zeit ihre Stimmen erheben und gesellschaftlichen Druck aufbauen, um derartiges für die Zukunft möglichst auszuschließen: Was bleibt dann noch übrig? Gibt es eine "Moral von der Geschicht'" und eine zu ziehende Lehre?

KOSITZA: Sie deuten es schon richtig an. Im schlechten, aber realistischen Fall sind dies alles Rückzugsgefechte. Die böseste Moral von der Geschicht ist die: Die Letzten beißen die Hunde. Nein-heißt-Nein, Wendokurse, Pfefferspray, Trillerpfeife und Deeskalationsdialoge: Es mag sein, daß klug beraten ist, wer sich ein bißchen wehren, herauswinden und elegant sprinten kann. Was es letztlich austrägt, zeigt jeder Blick auf demographische Daten. Wiviele Millionen Afrikaner tragen sich derzeit mit dem Gedanken an Auswanderung gen Europa? 300? Und wären "Afrikanerinnen" gemeint, würde man es heutzutage auch so mitteilen. Es ist paradox: Unsere westliche Gesellschaft wird immer weiblicher in ihren Äußerungsformen und gleichzeitig immer gefährlicher für Frauen.

Ellen Kositza: Die Einzelfalle. Warum der Feminismus ständig die Straßenseite wechselt, Schnellroda 2016. 160 S., 13 € – hier einsehen und bestellen!

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Kommentare (79)

Arminius Arndt
18. Oktober 2016 11:36
Und wären „Afrikanerinnen“ gemeint, würde man es heutzutage auch so mitteilen.


Deswegen wäre es im Sinne der politischen Subversion durchaus eine Idee, eine Frauenquote bei der Zuwanderung aktiv einzufordern, d.h. pro Mann muss mindestens 1 Frau zuwandern, sonst heißt es für alle anderen Männer: draußen bleiben (damit braucht man im Ergebnis dann vermutlich auch keine Obergrenzen mehr).

Warum sollen nur männliche Migranten von den Segnungen unserer besten aller möglichen Republiken profitieren?
(Ironie)
Meier Pirmin
18. Oktober 2016 12:14
@Arndt. Diesmal Eigentor. Die Frauenquote würde überaus dynamisch funktionieren, der Familiennachzug bis hin zur Grossmutter wird von den Conquistadoren längst als Menschenrecht beansprucht und statt Grenzen frei für 300 Millionen Männer, wie es oben heisst, würde man aus Gerechtigkeitsgründen gern 600 Millionen fordern, Frauen inbegriffen. Die positive Nebenfolge wäre vielleicht eine Entlastung der Frauen aus der einheimischen Bevölkerung. Bei Kositzas Zahlen würde ich vorläufig aber hinten je eine bis zwei Nullen wegnehmen. Gemäss Friedrich Dürrenmatt, "Der Versuch", eine Studie mit der futurologischen Absicht, die Gegenwart aus der Sicht von Archäologen aus dem Jahre 10 000 zu begreifen, verschwinden die Weissen in Europa erst um das Jahr 2500. Ein Grund mehr, die Nerven vorläufig noch etwas zu behalten.

PS. Dürrenmatts Archäologen graben u.a. auch ein "Eros-Center" angeschriebenes Gebäude aus dem Jahre 2000 aus. Wissenschaftler sind um das Jahr 10 000 der Meinung, die Inflation der Eros-Center zur Zeit der Jahrtausendwende 1999/2000 habe mit einem neu aufkommenden Fruchtbarkeitskult zu tun, womit dann auch die Bevölkerungszunahme in Europa eine ausreichende Erklärung findet. Man muss sehen, dass die Aussagen von Archäologen schon heute jeweils stark von Vermutungen durchwebt sind, wie der Grieche Anaximander gesagt hätte.
eulenfurz
18. Oktober 2016 13:49
@Arminius Arndt
Die gleiche berechtigte Frage wäre die, wieso die jungen, dynamischen Kerle mit Smartphone und Schleppergeld von diesen Segnungen profitieren sollen, während Schwache, Greise und fast Verhungerte in ihrem Elend verharren müssen.

Diese Frage wird aber nicht öffentlich debattiert, denn der derzeitige Status ist der Nomenklatura durchaus genehm:

- Der Kapitalismus setzt auf fertige, kräftige Handlanger und Lohndrücker für niedere Tätigkeiten (die Gewerkschaften sind korrumpiert),
- die neoliberale Staatsführung spart dabei teure Bildungsweg wie bei Kindern der Einheimischen und sichert die Produktivität verhinderter Mütter und Väter, dabei den mangelnden Nachwuchs in bester Qualität* importierend, auch, um demographische Lücken zu stopfen,
- die linksliberale, urbane Bildungsschickeria nutzt die ökonomischen Vorteile genügsamer Dienstleistungssklaven, denn sie räumen den Dreck weg, während die Party-Herrenmenschen auf der Oberfläche schwimmen können,
- die Linksextremisten hoffen auf eine kraftvolle, wachsende und unzufriedene Minderheit für den gesellschaftlichen Umsturz.

* Was die Dritte Welt eben so hergibt, immerhin macht sich dieser Schlag "für ein besseres Leben" in ein fremdes Land auf, er ist also relativ kreativ, frech, anmaßend, mutig.
Fred
18. Oktober 2016 14:08
Frau Kositza, Sie gehen davon aus, daß Frauen in erster Linie Opfer seien. Für die Frauen, die deutsch sind und deutsche Gefühle haben, mag das so sein, also sie werden sich auf jeden Fall als Opfer fühlen.

Mich hat aber längst der Verdacht beschlichen, daß es für viele Frauen (denen am Deutschsein nicht so viel liegt) eine gute Gelegenheit darstellt, einen richtigen Mann zu bekommen. Siehe nur die händchenhaltenden deutschen Frauen mit Schwarzen und Arabern, das ist nicht selten. Ich sehe regelmäßig eine ziemlich heruntergekommene deutsche Frau mit einem jungen gut aussehenden Araber...

Und, Frau Kositza, sind Sie sich da ganz sicher, daß die deutsche Frau sich in ihrer derzeitigen Rolle, arbeiten gehen zu müssen, also mit der Doppelbelastung Beruf UND Familie, so richtig glücklich ist? Das biologische Programm ist ein anderes und die soziale Rolle der Frau im Westen ist künstlich aufgesetzt. Vielen Frauen dürfte auch klar sein, daß sie ihre Planstelle nur aufgrund von Quoten, ausufernder Sozialindustrie, staatsbezahlter Kunst&Kulturbranche und ausufernder öffentlicher Verwaltung haben. Man wird sehen, wieviele Frauen plötzlich ohne diese Planstellen und Einkommen dastehen, nach dem Tag X. Einen arabischen Mann zu haben, ist dann besser, als einen gegenderten deutschen.

Unser Hahn hat seine Henne bestiegen, als die gerade mit dem Kopf im Futternapf stecke und nicht nach vorn weg konnte. Ich fand´s lustig. Jetzt hat die Henne 3 Küken und ist eine wirklich gute Mama.
Arminius Arndt
18. Oktober 2016 14:08
@Arndt. Diesmal Eigentor.


@M.P.
Stimmt (Kopfklatsch)! Quote ginge - wenn überhaupt! - nur bei absoluter Grenzeinlasskontrolle unter Versagung jeglichen Familiennachzugs (denn sonst stehen u.U. auch Alibi-Frauen Schlange und holen Männer nach).

Fakt an der Problembeschreibung der übergriffigen Migrantenmassen ist, dass Linke Ideen/Haltungen/Verhaltensweisen im Zuge der Willkommenskultur importieren und stillschweigend tolerieren, die sie im übrigen streng ablehnen. Hoffen die ernsthaft, dass das alles durch die Segnungen unseres Sozialstaates rundgeschliffen wird? Wo selbst die berühmte dritte Generation viel zu oft eher einen rollback vollzogen hat, als einen roll-forward in unsere wunderbare, bunte Leistungsgesellschaft.
la vie est belle
18. Oktober 2016 14:14
Ja, es ist schlichtweg rassistisch, einerseits wegen flapsigen Kommentaren einen #Aufschrei zu machen, andererseits bei Vergewaltigungen zu verharmlosen, zu relativieren und mit zweierlei Maß zu messen. Oder gar sich mit dem Täter zu solidarisieren. Dennoch wird es mit linken Frauen keinen vernünftigen Dialog in dieser Sache geben. Wohl aber mit Frauen aus der bürgerlichen Mitte, die nun erahnen, dass die Antwort auf die geworfenen Teddybärchen anders ausfällt - Disneyland ist abgebrannt.

Wenn es nach mir ginge, würde ich staatliche Unterhaltsersatzleistungen nur auf deutsche Väter beschränken, die anderen haben ja auch nicht in unser System eingezahlt und legen Kuckuckskinder ab. Ruckzuck würden deutsche Traumtänzerinnen sich flugs überlegen, welche Bedeutung die hiesige Verantwortungsmentalität eigentlich hat. Aber sollen sie mal ruhig weit rausrudern, der Sturm kommt schon noch.

Wichtig ist, dass Frauen wie Kositza, Kelle und Co. direkt an die jungen Frauen herantreten, wie eben mit dieser Schrift. Nur so kann es gelingen die Frauen noch stärker bei uns zu binden, was wiederum sehr zu begrüßen wäre.
Andreas Walter
18. Oktober 2016 14:43
Sex-Sklavinnen? Das können dann aber nur "Ungläubige" sein:

https://deutsch.rt.com/international/42046-saudi-arabien-unter-grossabnehmern-is/

Oder geht man da so "diszipliniert" vor, mit den muslimischen Jungfrauen? Und ist eine "Ungläubige" wiederum überhaupt halāl? So ganz konsequent ist auch der Islam nicht, wie mir scheint.
Gustav
18. Oktober 2016 14:48
In einem seiner brillantesten Essays „Political Correctness – die Rache des Marxismus“ ,das unbedingt in Gänze gelesen werden sollte, geht Fjordman darauf ein, warum politische Korrektheit wirklich eine Form des Marxismus ist, die er, um sie vom „harten“ ökonomischen Kommunismus der Sowjetunion abzugrenzen, als „weichen“ Kommunismus oder auch Kulturmarxismus bezeichnet.

Er eröffnet das Essay mit einem Zitat von Theodore Dalrymple, das ich für augenöffnend halte und daher hier in voller Länge einstelle:

„Political Correctness ist kommunistische Propaganda im Kleinen. Während meiner Studien kommunistischer Gesellschaften bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es nicht der Zweck kommunistischer Propaganda war, zu überzeugen oder zu überreden oder gar zu informieren, sondern zu demütigen; und deshalb war sie umso besser, je weiter sie von der Realität entfernt war. Wenn Menschen gezwungen sind, zu schweigen, wenn ihnen die offensichtlichsten Lügen erzählt werden, oder – schlimmer noch – wenn sie gezwungen sind, diese Lügen auch noch selber zu wiederholen, dann verlieren sie ein für alle Mal ihren Sinn für Redlichkeit. Sich mit offensichtlichen Lügen einverstanden zu zeigen, bedeutet, dass man mit der Schlechtigkeit kooperiert und auf ein gewisse Art auch selber schlecht wird. Die Kraft, sich irgendetwas zu widersetzen, bröckelt dadurch oder wird sogar ganz zerstört. Eine Gesellschaft von kastrierten Lügnern ist leicht zu kontrollieren. Ich denke, wenn man die Political Correctness untersucht, wird man feststellen, dass sie den gleichen Effekt hat, und das ist auch beabsichtigt“

Manche bezeichnen Kulturmarxismus auch als die Mischung zwischen Freud und Marx oder als Freudo-Marxismus, weil in ihm gesellschaftliche Phänomene mit Freudscher Psychoanalyse verbunden werden. Wiederum andere sehen Kulturmarxismus als eine Mischung aus Marx, Freud und Boas, der als Begründer des Kulturrelativismus gilt.

Die Gründer der Frankfurter Schule waren Marxisten, die nach einem Weg suchten, die christlich-abendländische Zivilisation, d.h. Loyalität zu „Gott und Vaterland“ zu zerstören, da sie diese als Haupthindernis bei der Umwandlung in eine kommunistische Gesellschaft wahrnahmen. Die kleinste Keimzelle der Nation, die Familie war dabei auch eines ihrer Hauptangriffsziele, Feminismus und „sexuelle Revolution“ waren die Waffen gegen die Familie. „Gott und Vaterland“, Kunst und Philosophie wurden der ätzenden Säure der Kritischen Theorie ausgesetzt, einer Methode, Kritik um der Kritik willen zu üben, und zwar nicht, um zu Verbesserungen anzuregen, sondern um zu „dekonstruieren“, was nichts weiter als ein geschwollenes Fremdwort für „kaputt machen“ ist. Finanziert wurde das Unternehmen von dem Mäzen Felix Weil, der erste Direktor war Carl Grünberg. Und diese beiden Herren schlagen Sie bitte selber nach, wenn Sie eine Vermutung überprüfen wollen, die sich Ihnen jetzt vielleicht aufdrängt.
Ein gebürtiger Hesse
18. Oktober 2016 14:51
Gutes Gespräch, noch viel besseres Buch. Es ist nachgerade fulminant, was Kositza aus dem Schreckensthema in ihrem klugen und weitdenkenden Schreiben alles herausholt, obwohl man vielleicht geglaubt hatte, ihre diesbezüglichen Standpunkte schon zu kennen. Das ist einer der schönsten Irrtümer, denen ein Leser aufsitzen kann: daß seine Einschätzung eines werten Autoren ihn bereits darüber aufzuklären scheint, was in dessen neuen Buch so drinsteht. Liest er es jedoch, wird ihm klar, um wieviel reichhaltiger, neuer und unbekannter die Dinge sind, die ihm der Autor da aufs Neue anreicht. Und das macht die Qualität des Autors aus: daß die Antizipation seines Lesers ihn stets ein gutes Stück verfehlt, daß mit Mohler gesprochen "die Welt nie ganz aufgeht". Der Rest, der bleibt, ist die eigentliche Heimstätte seiner Inspiration - a Room of One's Own.
Meier Pirmin
18. Oktober 2016 15:33
Der Text von Kositza ist differenzierter als er unten weitererörtert wird, dort allzu sehr auf der üblichen Jammerlinie der Migrationskritik, möchte mich selber da nicht mal ausnehmen, wiewohl mein Text mit Bezugnahme zu Dürrenmatt etwas satirisch zu nehmen ist.


Klug spricht Kositza das Stichwort des "Patriarchalischen" an, welches für schlechtes bis kriminelles Benehmen von Männern immer herhalten muss. Natürlich trifft sie es im Hinblick auf die Herkunftskulturen der Migranten. Aber ständig mit dem Patriarchat zu kommen ist erstens mal feministische Feindsprache, zweitens müsste auch in Afrika und Asien zwischen kultiviertem und unkultiviertem Patriarchat unterschieden werden. Drittens ist herkömmliches sexistisches Benehmen von uns Männern nicht patriarchalisches Benehmen. Wer die Sau ablässt benimmt sich auch patriarchalisch höchst unzivilisiert. Im Gegenteil, das primitive Benehmen auf heutigem Niveau, nicht nur von Fussballanhängern, ist wenn schon postpatriarchalisch. Die heutigen Jungen werden in Umgebung einer Mehrheit von weiblichen Betreuerinnen, von der KITA bis zur Schule und Hochschule, wo ihnen manchmal bei den nichtnaturwissenschaftlichen Studienfächern nebst sehr guten auch quotenbedingte politisch bevorzugte Professorinnen zugemutet werden, alles andere als patriarchalisch sozialisiert. Die Genialität und die Begeisterungsfähigkeit des Knaben und des Jünglings werden unter diesen sozialen Bedingungen nicht mehr ausreichend abgerufen. Wenn die nun zu pöbeln beginnen, so ist dies vieles, aber gewiss nicht einfach "patriarchalisch".

Patriarchale Verhältnisse herrschten in Deutschland noch zur Zeit Fontanes rund um Effi Briest, aber nicht bei den Jungs von heute. Heide Simonis (SPD) forderte schon vor 20 Jahren zur naturwissenschaftlichen Förderung von Mädchen wieder geschlechtergetrennte Schulen. Um Jungs endlich wieder geistig hungrig zu machen, im Hinblick diesmal auf die Kulturfächer, wäre das vielleicht auch für sie keine schlechte Lösung. Als Gegenargument wird man heute wohl die Migrantenkinder bringen, die in den gemischten Klassen in die gemische Gesellschaft integriert werden müssten. Es ist aber nicht mal sicher, dass dies wirklich funktioniert, nicht nur wegen der Handschlagfrage. Fordere mit diesen Überlegungen jedoch nicht die Wiederherstellung des Patriarchats. Es genügt, dass Männer zu Männer erzogen werden sollten und dass es um ein Mannsein geht, für das sich keiner entschuldigen muss. Bin selber Vater von Töchtern, die sich in ausgeprägter Männerumgebung (z.B. Polizei) durchzusetzten verstanden.
der Gehenkte
18. Oktober 2016 15:47
Der Begriff "rapefugee" ist nicht mehr als ein halbgelungenes Wortspiel, ein running gag. Man kann darüber mal lächeln, aber seine Dauerpräsenz ist störend. Erstens ist er unnötig verallgemeinernd und zweitens erschwert er die Öffnung zu potentiellen Verbündeten hin.

Man müßte jedes Mal deutlich machen, daß wir - wenn es um Sexualdelikte geht - von einem statistischen Mittel und einer logisch herzuleitenden demographischen Erscheinung sprechen. Bei einem Männerüberschuß, insbesondere bei jungen Männern, die zudem ein anderes "Frauenbild" haben, entspricht er der statistischen Erwartung, daß es signifikant höhere Übergriffszahlen geben muß. Gemessen an der Ausgangsgröße sind das aber kleinere Zahlen. Der Begriff rapefugee suggeriert jedoch eine Verallgemeinerung udn ist in der Tat eine Generalunterstellung, die weder mit der Realität übereinstimmt noch besonders intelligent und gesprächsoffen ist.

Ich habe mir im letzten Jahr die Mühe gemacht - gemäß dem Meier-Pirminschen-Motto, sich dem Unangenehmen auszusetzen - den Kontakt zu vielen dieser jungen Männer zu suchen und habe meist positive Erfahrungen machen dürfen.

Sexualität wird dort nicht thematisiert, ist aber, wenn man aufmerksam ist, ein Dauerthema. Es gibt verschiedene Lösungsstrategien: Nachzug des eigenen Weibes, Heirat oder Heiratsvermittlung, Rückzug nach Türkei, religiöse Sublimation ... Keiner von denen käme vermutlich für ein Sexualdelikt in Frage.

Mir schwant: Nicht alle wollen das hören. Aber es führt nichts an der Differenzierung innerhalb der "intelligenten Rechten, der schönen Rechten ..." vorbei. Der Abstieg in die Archive ist notwendig aber auch der Abstieg in die gelebte Empirie.
Caroline Sommerfeld
18. Oktober 2016 15:51
Siehe nur die händchenhaltenden deutschen Frauen mit Schwarzen und Arabern, das ist nicht selten.

In Wien sind das ebenjene, aber auch hübsche Studentinnen und Kulturmädels und -muttis, die plötzlich "Das ist mein Mann!" (Abschiebeverhinderungsehe) an ihrer Seite haben. Und damit eine Menge neuer Probleme, die in ihrem Milieu nicht vorkamen: Gewalt, Kriminalität, Drogen, Arbeitslosigkeit, Delogierung - wenn schon nicht des eigenen Mannes, dann doch von dessen Bekannten und Freunden. Das erleben die Damen als "reality check" und sudern, wie abgehoben und saturiert ihr bisheriges Leben doch gewesen ist und wie wichtig es ist, in der Realität anzukommen. Desgleichen solche Frauen, die in der Flüchtlingsindustrie ("Ich studier jetzt Migration Management!") ein Auskommen finden. Diese sind für mich auf absolut frappierende Weise kolonialistisch in ihrem Denken, wenn sie den "Betreuten" langsam und geduldig beibringen, daß man seine Wäsche selber waschen, putzen und Mist raustragen muß ("Das kennen die ja nicht aus ihren patriarchalen Gesellschaften"), und gestandenen Familienvätern erklären, daß man seine Kinder nicht schlägt, wenn die nicht zur Schule gehen wollen, sondern mit ihnen diskutiert.
Rosenkranz
18. Oktober 2016 16:45
@Fred

In Hamburg sehe ich jetzt häufiger junge und hübsche Frauen mit oft wirklich häßlichen Schwarzafrikanern bzw. Arabern. Teils stolz gehen diese Frauen mit ihrem neuen Statussymbol durch die Gegend. Auch Nachwuchs ist bei diesen Paaren keine Seltenheit. Und eine Sache beobachte ich noch: Es ist immer die Frau, die an der Kasse zahlt.
Treverer
18. Oktober 2016 17:07
@Caroline Sommerfeld
Frauen - Ausnahmen bestätigen die Regel - sind geborene Erzieherinnen, und nachdem sie den westeuropäischen Mann weitgehend erzogen haben, wagen sie sich nun an anpruchsvollere Aufgaben heran - den afrikanischen und orientalischen Mann. Wünschen wir ihnen und uns viel Glück.
laokoon
18. Oktober 2016 17:13
Könnten einige Foristen bitte damit aufhören diesen Kommentarbereich mit ihrem persönlichen Ersatz-blog zu verwechseln! Es mögen gute Beiträge darunter sein, aber in meinem Freundeskreis hat sogar schon der Neologismus "rummeiern" Einzug gehalten, der das penetrante Okkupieren von Gesprächsrunden beschreibt.

Und an Frau Caroline Sommerfeld, für mich sind sie die Entdeckung des Jahres 2016. Ihre Texte sind eine absolute Wonne! Großes Lichtspielhaus, was Sie abliefern!
Monika
18. Oktober 2016 17:20
Was wäre das „Eigentliche“ der abendländischen Frau, zumal in ihrem eigenen Selbstverständnis ?
Ist es nicht ihre umfassende Integrität ?
Ihr Recht, über den eigenen Körper zu verfügen, ihre Stimme zu erheben ?
Warum tut sie letzteres so schamhaft, so undeutlich und verunklarend, wenn es um Gewalt durch Fremde geht ?


Ellen Kositza, Die Einzelfalle

Ja, das ist die große Frage. Warum tabuisieren nicht nur die Aufschreitussis die massiven Übergriffe, sondern warum eiern auch immer wieder die Emmas rum ?
Mal ein anderer Erklärungsversuch:
Vielleicht hat ja schon der Altfeminismus das "abendländische Selbstverständnis der Frau" zerstört ?
Die Theologin und Philosophin Hanna Barbara Gerl Falkowitz hat das zum Thema gemacht. Ihre Argumentation:
" Die Frauenbefreiung hat ihr Subjekt verloren, weil es keine Frauen gibt"
Gemäß Simone de Beauvoir werden Frauen nur gemacht. Das war ja das Credo der Emmas.
Inzwischen ist die binäre Unterscheidung männlich/ weiblich ganz in Auflösung begriffen. Durch die Gendertheorie. Was männlich oder weiblich ist, wird zugeschrieben. Zuschreibungen ersetzen die Biologie. Wir leben nicht nur in einem posthumanen Zeitalter, sondern auch in einem postsexuellen. Auf eine 'derart veränderte Sicht des konstruierten Geschlechts' im Zielland , treffen nun massenhaft junge kraftstrotzende Männer aus anderen Kulturkreisen. Zunächst mal Biologie. Da versagen die Zuschreibungen. Da wird das Eigenverständnis erschüttert.
Da geht es ans Eingemachte auch der Altfeministen.
Was kann bei einer solchen massiven Kulturkonfontation denn herauskommen ?
Die Frage, was über Zuschreibungen hinaus männlich oder weiblich ist, stellt sich in dieser Konfronation in ganz elementarer Form. Ganz einfach:
Diese Männer brauchen eine Frau. Und kein Konstrukt. Die bedrängten Frauen fühlen diesen massiven Angriff auf ihre Körper als zutiefst verunsichernd.
Da wird nicht unterschieden zwischen Körper und Leib.
Helmut Plessner unterscheidet zwischen Körper und Leib: Ich habe einen Körper, aber ich bin mein Leib. Diese Unterscheidung hat schon der Altfeminismus aufgehoben. Und kann deshalb auch nicht die Frau verteidigen, ohne sich selbst abzuschaffen. Sonst müßte er zugestehen, das das Weibliche auch einen Anteil an "Ungemachtem" enthält.
Vor allen Zuschreibungen. Und sei es nur das "Biologische".
Erst dann kann man die kulturellen Unterschiede herausarbeiten.
Warum fallen etwa die chinesischen jungen Männer nicht über ihre Frauen her ?
Durch die Ein-Kind-Politik( Abtreibung der Mädchen) fehlen in China 80 Millionen junge Frauen. Die jungen Männer unternehmen riesige Anstrengungen, um eine Frau zu finden ( Heiratsmärkte, Brautkäufe usw.)
Von Massiven Übergriffen auf junge Frauen hört man eher nichts.
Fazit:
Der Feminismus hat sich seines eigenen Instrumentariums beraubt:
Der Frau....
Seltsam nur, das es noch Schwarze gibt.
Man wird als Schwarzer nicht geboren, man wird zum Schwarzen gemacht.
M. M.
18. Oktober 2016 18:49
"Feministen" in anderen westl. Ländern verhalten sich genauso infam. Sie geißeln Mikroagressionen wie z. B. die von Brüderle in der Dirndlaffäre und importieren Makroaggressoren aus isl. Ländern, deren Attacken sie leugnen oder relativieren. Entsprechend behaupten "Antirassisten" einen Rassimus der real sehr harmlosen Mehrheitsgesellschaft und importieren Türken, Kurden, Araber, Schwarze, Sunniten und Schiiten, die sich hassen und verachten. Beides aus den gleichen Gründen - Leute ohne marketable skills, die sich Pfründe bei der Bekämpfung von Sexismus/Rassismus verschaffen und gegen die eigentliche Opfergruppe, die Steuerzahler, Dauerattacken fahren, damit sie keine Minute zur Besinnung kommen.

Das Ganze als spezifisch deutsches Problem zu betrachten ist sachlich und rhetorisch falsch, denn so wie die Korrupten Gewalt von "Migranten" als Einzelfälle verharmlosen, so erklären sie das grundsätzliche Problem mit Einwanderern aus isl. Ländern zum jeweils spezifischen Problem der aufnehmenden Länder, das läuft in Italien oder Australien auch nicht anders als hier. Das Spiel sollte man nicht mitspielen, es dient der Ablenkung. Es gibt sicher auch ideologische und psychologische Beweggründe aber letztendlich gilt: it's the economy, stupid! Dazu kommen Rangkämpfe innerhalb sozialer Gruppen. Um Status zu signalisieren, haben Eliten in China ihren Frauen die Füße verkrüppelt, in Mittelamerika hat man Kinderschädel verformt. Unsere Eliten sind derzeit nicht weniger rücksichtslos, es gibt nichts Neues unter der Sonne, so etwas verläuft zyklisch, derzeit ist es wieder besonders schlimm.
Fred
18. Oktober 2016 20:30
@ der Gehenkte
Dienstag, 18. Oktober 2016, 15:47


Der Begriff „rapefugee“ .................................


Doch, dieser Begriff ist ziemlich gelungen. Die simple Verballhornung ist ein richtiger Schuß ins eigene Knie für die Wort-Designer in den Thinktanks und NGO´s, die diese Begriffe als Parolen an linke Schülerinnen und Studentinnen ausgeben.




Ich habe mir im letzten Jahr die Mühe gemacht ... ... und habe meist positive Erfahrungen machen dürfen.

... … Keiner von denen käme vermutlich für ein Sexualdelikt in Frage.

Mir schwant: Nicht alle wollen das hören.



Absoluter Käse. Sollen sie doch vergewaltigen, wenn es zu ihrer Kultur gehört. Darüber zu urteilen, haben wir gar kein Recht. Jedem seine Kultur, in seinem Land.

Deutschland ist der Lebensraum des deutschen Volkes. Es ist zersetzerisch, über die Kriminalitäts- oder Gewaltgeneigtheit von Menschen zu diskutieren, die gar nicht hier sein dürften. Sie müssen das Land verlassen, das ist absolut das einzige, was ich von ihnen erwarte.

Und nein, die wenigsten werden ihr Weib* nachholen. Nur über die Verheiratung mit deutschen Frauen kommen die Eroberer in unsere Grundbücher. Ein Aspekt, der bisher nicht genügend Beachtung findet!!!


* Weib ist so ein schönes Wort! Für das, worüber wir hier reden, gilt für mich der Begriff Gebärmaschine.
Der_Jürgen
18. Oktober 2016 20:56
@Laokoon

Bezüglich der neuen Sezessionistin Caroline Sommerfeld geht es mir wie Ihnen: Ich empfand bei der Lektüre ihrer Beiträge dieselbe Freude wie seinerzeit beim Lesen der ersten Texte von Lichtmesz und Sellner, auf die ich stiess. Ein Ausnahmetalent, sowohl gedanklich als auch sprachlich.

@Eulenfurz

Ich schätze Ihre Kommentare im allgemeinen sehr, aber diesmal scheint mir, dass Sie auf dem Holzweg sind. Die These, wonach die Wirtschaft am Zustrom von billigen Arbeitskräften interessiert sei und die Flut deswegen fördere, wird besonders nachdrücklich von einem Blogger verfochten, der sich "Killerbee" nennt und sich früher auch ein paar Mal auf diesem Forum zu Wort meldete, das er in seiner Weisheit für einen CDU-Think Tank hielt.

Ich halte von dieser These nichts. Die Wirtschaftsführer mögen vielleicht amoralisch sein, aber Dummköpfe sind sie schwerlich. Sie können zwei und zwei zusammenzählen und wissen darum, dass die Wirtschaft in einem kollabierenden, von ständigen sozialen und ethnischen Spannungen erschütterten Staatswesen nicht gedeihen kann. Als billige Arbeitskräfte würde sie vielleicht Ukrainer begrüssen, nicht jedoch Leute, die von ihrer Tradition her eine niedrige bis sehr niedrige Arbeitsmoral haben und grossenteils vermutlich überhaupt nicht zu arbeiten gedenken.

In this case it is not the economy, stupid (um eine bekannte amerikanische Weisheit zu persiflieren). Die Gründe für die Förderung des Grossen Austauschs sind nicht ökonomischer Natur, sondern wurzeln in einer wahnsinnigen Ideologie. Dass der eine oder andere Wirtschaftskapitän mit den Wölfen heult und für die Aufnahme von "Flüchtlingen" wirbt, ändert nichts daran.
Winston Smith 78699
18. Oktober 2016 21:18
Der so umwerfend gehaltvolle Kommentar http://sezession.de/c328245 ist der bislang einzige von einem "laokoon" mit kleinem "l" vornedran - leider verwechselbar mit einem "Laokoon". So gehaltvolle Kommentare wünsche ich mir haufenweise, die bringen uns alle auf neue Ideen.
Meier Pirmin
18. Oktober 2016 21:32
@Monika. Man könnte den Abschluss Ihrer letzten Ausführungen mehr humoristisch nehmen. ich schlage also eine Feminisierung Ihrer Aussage vor: "Man wird als Schwarzer nicht geboren, man wird zur Schwarzer gemacht."


China: Das Thema sexuelle Belästigungen von Frauen ist in Chinas Presse-System schon deswegen nicht vorgesehen, weil in der Zeitung und in den Medien grundsätzlich Negativnachrichten über sagen wir mal mangelnde Arbeitsmoral hinaus und noch den gelegentlichen Kampf gegen die Korruption nichts verloren haben, am wenigsten Negativnachrichten, Sexuelles betreffend. Solche Nachrichten wären totale Systemkritik! Das Publikationswesen in China ist, ist, wie ich nicht aus der Zeitung weiss, wo Sie es nicht nachlesen können, einschliesslich der Buchverlage stärker kontrolliert, als es im 3. Reich die Norm war.


Zum "abendländischen Selbstverständnis der Frau": Mit diesem sind Sie und ich noch aufgewachsen. Die bedeutendste Repräsentantin war die Autorin und katholische Konvertitin Freifrau Gertrud von le Fort, Verfasserin zum Beispiel von "Die ewige Frau." Eine ihrer Maximen, die einem noch in den Fünfziger Jahren an katholischen Schulen eingetrichtert wurde, lautete: "Fällt der Mann, fällt nur der Mann. Fällt aber die Frau, so fällt ein ganzes Volk." Das also war das abendländische Selbstverständnis der Frau. Damit genug "rumgemeiert" für heute.
Ralf Kaiser
18. Oktober 2016 21:54
@ Meier Pirmin (12:14 Uhr)

Mit Verlaub, das war wohl Xenophanes, nicht Anaximander.
der Gehenkte
18. Oktober 2016 23:00
@ Fred
Absoluter Käse. Sollen sie doch vergewaltigen, wenn es zu ihrer Kultur gehört.


Absoluter Käse! Es gibt keine Kultur der Welt, zu der Vergewaltigen als Kulturkonstante gehört. Die Vergewaltigungsraten in muslimischen Ländern sind deswegen so hoch, weil der Islam Sexualität unterdrückt und weil sich aufgestaute sexuelle Energie entladen muß - in der Regel aber nicht durch Vergewaltigungen, sondern durch Sublimierungen. Im statistischen Mittel muß man dann auch eine vergleichsweise höhere Vergewaltigungsrate erwarten. Die ist aber nur relativ hoch. Es hat Phasen in der Geschichte gegeben, wo sie sicherlich höher war - von Kriegszeiten ganz zu schweigen, ebenso von taktischen Machtdemonstrationen.

Der Islam hat ein Sex-Problem, aber die Sache ist etwas komplexer, als Sie offensichtlich glauben.

@
Nur über die Verheiratung mit deutschen Frauen kommen die Eroberer in unsere Grundbücher


Nochmal Käse. Im Islam herrscht asymmetrische Endogamie - Männer dürfen Frauen der Buchreligionen heiraten, wenn diese (in der Regel) zum Islam übertreten, zumindest aber die Kinder muslimisch erzogen werden. Frauen dürfen nicht außerislamisch heiraten. Statistisch handelt es sich aber um einen Bereich um 2 oder 3 Prozent bei den Ehen Muslim-Deutsche; meist sind es konvertierte Frauen (die Konversion, die rapide zunehmen wird, ist die eigentliche Gefahr). Muslime suchen Musliminnen und zwar in der Regel durch Heiratsvermittlung, also innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft. Kaum jemand dürfte dabei "an unsere Grundbücher" denken. Und die hier im Forum erwähnten abgehängten Frauen, die sich ihr Selbstwertgefühl nun durch muslimisches Begehren aufpolieren, haben in der Regel keine Grundbücher.

Ich habe selber Fälle kennengelernt, wo ein heiratswilliger Mann zum Imam/Heiratsvermittler geht und dann wird gesucht: in Deutschland aber auch im arabischen Raum und zwar in der Gegend, aus der der Mann stammt. An deutsche Frauen als Ehepartner denkt kaum einer.

Einfach mal Kontakt mit der Realität suchen ...
Dietrich Stahl
19. Oktober 2016 07:27
@Meier Pirmin
Im Zusammenhang mit „Patriarchat“ sprechen sie von „Feindsprache“.
Zustimmung. Ein paar Zeilen später sprechen Sie von „Migrantenkindern“. Das ist für mich Feindsprache schlechthin.
Sie können sich ja in Ihrem schwyzer Land noch der Fremdenpolizei rühmen. Bei uns gibt es das „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ und Gleichstellungsbeauftragte.
Das Berliner „Integrationsbüro“ definiert seine Aufgabe in feindsprachlichem Neusprech so:

Die Integrationspolitik des Bezirks ist eine Querschnittsaufgabe mit dem Ziel, eine chancengleiche Teilhabe direkt und für alle – unabhängig von ihrer Herkunft – zu ermöglichen.
Ein Leitbegriff ist hierbei ´interkulturelle Öffnung´, in der Verwaltung, in der Gesellschaft, in den Medien, in der Politik.“


“Interkulturelle Öffnung”, noch so ein Feindbegriff.

Feindsprache trifft es auf den Punkt. Wir sind mitten in einem Kultur-Krieg, der vor allem ein Krieg der Ideen und der Worte ist.
Deswegen ist dieses Forum hier so wichtig. Konservativ/rechte Ideen werden diskutiert, formuliert und – hoffentlich – kreativ/innovativ/visionär entwickelt.

Was ich auch an Frauke Petry schätze, ist dass sie bewusste Kriegerin in diesem Kampf zu sein scheint – auch Björn Hocke et al. Frauke sieht aber besser aus – um einen Beitrag zum "sexistischen Diskurs" zu leisten.

Zitat aus dem vorigen Diskussionsstrang:

Frauke Petry und Björn Hocke sind kreative ´Reinigungskräfte´ für deutsche Worte. Worte können zwar beschmutzt werden, eine erfrischende Dusche kann den ganzen Dreck aber abwaschen.
Völkisch, Heimat, national – nur ein paar der Worte, die Frauke und Freunde abgeduscht haben.
Dietrich Stahl
19. Oktober 2016 08:03
@der Gehenkte

Der Begriff „rapefugee“ ist nicht mehr als ein halbgelungenes Wortspiel, ein running gag. Man kann darüber mal lächeln, aber seine Dauerpräsenz ist störend. Erstens ist er unnötig verallgemeinernd und zweitens erschwert er die Öffnung zu potentiellen Verbündeten hin.
Man müßte jedes Mal deutlich machen, daß wir – wenn es um Sexualdelikte geht – von einem statistischen Mittel und einer logisch herzuleitenden demographischen Erscheinung sprechen.


Ihre Argumentation kann man in ähnlichen Formulierungen in Gutmenschen- und Kampfschriften des Feindes lesen. Das soll keine Unterstellung sein. Nur ein Hinweis.

Bei einem Männerüberschuß, insbesondere bei jungen Männern, die zudem ein anderes „Frauenbild“ haben, entspricht er der statistischen Erwartung, daß es signifikant höhere Übergriffszahlen geben muß.


Genau wegen dieser „statistischen Erwartung“ plädiere ich für umfassende und schnellstmögliche Ausländer-Remigration. Insbesondere ist die Rückführung der Invasions-Horde junger arabischer Männer, die zum Kölner Vergewaltigungs-Pogrom geführt hat, eine moralische Notwendigkeit.

Der Kölner Pogrom war der Anlass für mich, einen Blog mit thematischer Resonanz zu diesem Forum zu beginnen.

Ihre sozialen Aktivitäten seien Ihnen unbenommen. Einer meiner Freunde, ein Bilderbuch-Gutmensch, macht das Gleiche wie Sie. Ich machte den Fehler, ihm auf seine Bitte hin, den Link zu meinem Blog zu geben.

http://www.freiheit-wahrheit-verantwortung.de/

Das wäre fast das Ende einer Freundschaft gewesen. Die massiven Angriffe, die ich daraufhin von ihm erfuhr, waren jenseits meiner Erwartung. Eine Lernerfahrung.
Unsere Freundschaft ging nicht in die Brüche. Politisch/gesellschaftliche Themen werden in unseren sehr viel weniger gewordenen Gesprächen seitdem ausgeklammert.

Wenn Sie Ihre „gelebte Empirie“ weiter betreiben möchten, so ist das Ihre Sache. Den deutschen Frauen ist sie aber nicht zumutbar.
Monika
19. Oktober 2016 08:53
Ich habe selber Fälle kennengelernt, wo ein heiratswilliger Mann zum Imam/Heiratsvermittler geht und dann wird gesucht: in Deutschland aber auch im arabischen Raum und zwar in der Gegend, aus der der Mann stammt. An deutsche Frauen als Ehepartner denkt kaum einer.

@der Gehenkte

An deutsche Frauen als Ehepartner denkt kaum einer. Das stimmt.
Aber an deutsche Frauen ( "Schlampen", "Dumme", " Gutmenschen") als Sexpartner vor der Ehe denken viele.
Diese Doppelmoral gab es auch im Europa des 19. Jahrhunderts.
(siehe Tolstoi, die Kreutzersonate)
Die anständigen Frauen werden geheiratet, die unanständigen werden "benutzt". Diese Meinung wird man als konservativ/christlicher Mensch ja noch äußern dürfen.
Der_Jürgen
19. Oktober 2016 09:04
@Dietrich Stahl

Danke für den Hinweis auf Ihren Blog. Ich habe mal reingeschaut, und er hat mir gut gefallen. Treffend fand ich auch Ihre Antwort an den Gehenkten.
Paul
19. Oktober 2016 09:51
Ich finde es relativ schwierig einen universellen Erklärungsansatz für das Phänomen der sexuellen Übergriffe durch Migranten zu finden. Es macht Sinn, einen komplexeren Ansatz zu wählen. Am Beispiel Indiens wird meiner Meinung nach deutlich, dass es keinen rein kulturspezifischen Erklärungsansatz gibt. In Indien gibt es immer wieder spektakuläre Fälle von Gruppenvergewaltigungen aber auch ebenso spektakuläre Proteste dagegen. Es scheint also Männer zu geben, die über genügend Empathie verfügen und solche, die aus Mangel an Empathie wie Tiere über wehrlose Opfer herfallen. Der Typus des männlichen Vergewaltigers findet sich in allen Kulturkreisen wieder. Eine kulturspezifische Erklärung erscheint mir daher unlogisch.

Selbst in stark patriarchalischen Strukturen begeht eine Vielzahl von Männern keine Sexualdelikte.
Es erscheint mir daher eher logisch, sich den Unterschieden zwischen Sexualstraftätern mit Migrationshintergrund und Migranten die keine Sexualstraftaten begehen anzusehen.

Die Gleichung arabischer oder afrikanischer Migrant = Sexualstraftäter, die manch einer im Kopf hat, erscheint mir ein wenig zu simpel.
Meier Pirmin
19. Oktober 2016 09:59
@Ralf Kaiser. Sie haben vollkommen recht. Xenophanes formulierte den berühmten, gerne von Karl Popper für den kritischen Rationalismus beanspruchten Satz: "Es ist alles durchwebt von Vermutung." Der Spruch des Anaximander hingegen, von Martin Heidegger auf etwa 70 Seiten gedeutet, lautet: "Der Ursprung der Dinge ist das Unbegrenzte (Apeiron). Woraus aber die Dinge entstehen, dahinein müssen sie wieder zurück; sie schulden einander Strafe und Busse für ihr Unrecht nach der Ordnung der Zeit." Eine Lehre von Ursprung, Urschuld (analog zum christlichen Dogma der Erbsünde, aber wohl doch etwas ganz anderes) und Vergänglichkeit in einem zyklischen Weltbild.


@Dietrich Stahl. In "Migrantenkindern" sehe ich nun wirklich keine Feindsprache, schlimmer wäre es, wenn der "Migrationshintergrund" wegen Diskriminierungsverdacht nicht genannt werden dürfte. In der Schweiz gibt es Kantone, wo in Sachen Klassengrössen auf den Migrationshintergrund Rücksicht genommen wird, solche Kinder zum Teil doppelt zählen, zum Beispiel für Kindergärten. An den Fachhochschulen für Sozialarbeit gibt es schon seit rund 20 Jahren Lehrstühle und obligate Ausbildung für "Interkulturelle Animation". An einer dieser Schulen unterrichte ich kompensatorisch volkskundliche Grundlagen der einheimischen Kultur, u.a. religiöse Volkskunde der Zentralschweiz, wofür mir pro Kurs jeweils ein halber Tag zur Verfügung steht. Was das Interesse auch für die einheimische Kultur betrifft, habe ich bei den Studenten und Studentinnen bis anhin erfreuliche Erfahrungen gemacht. (Während 24 Jahren unterrichtete ich jeweils ganzwöchig an Sommerferienkursen Schweizer Lehrerinnen und Lehrer zur selben Thematik. Ein Jahr vor der Emeritierung wurde ich entlassen, weil ich an einem Kongress "Antifeminismus" mich diskriminierend und im Widerspruch auf die emanzipatorischen Statuten der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung über Frauen geäussert hatte: "Frauen kochen, wie unsere Grossmütter, ausgezeichnet, aber um genial zu kochen, braucht es einen Mann!" Damals waren die Schweizer Spitzenköche tatsächlich durchwegs Männer, was sich zwischenzeitlich aber erfreulich geändert hat, insofern habe ich für meine Nichtweiterbeschäftigung wegen zynischer Wortwahl Verständnis. Es enttäuschte mich aber schon, dass ich auch mit der Begründung, den Anforderungen des Humanismus nicht zu genügen, nicht mehr weiterbeschäftigt wurde. In den Zeitungen stand jedoch nicht oben zitierter Satz, sondern dass ich Frauen pauschal Genialität abgesprochen hätte. Als die Sache richtiggestellt wurde, waren die Entscheidungen schon gefällt und man konnte aus Prestigegründen nicht mehr zurück.) Ich erwähnte diese längere Klammerbemerkung, weil bei der Thematik Feminismus wie auch bei der Migrantenthematik derzeit ein eigentlicher Kulturkampf herrscht.


@Feindsprache. Sofern Sie, @Dietrich Stahl, von "Horden" sprechen, benützen Sie eine "rechte" Feindsprache. Karl Popper hat dies in "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" ausgeführt mit dem Begriff "Mythos von der Horde", womit er den völkisch orientierten Nationalismus kritisierte. Selber habe ich, mit Rückbezug auf den Wortgebrauch bei Herder und anderen, die Verwendung des Begriffes "völkisch" in der vorsichtigen Verwendung bei Frauke Petry verteidigt, würde aber künftig empfehlen: "Über Worte sollte man sich nicht streiten" (Karl Popper). Aber genau dies geschieht natürlich, am liebsten zu Fertigmacherzwecken. Mangels vertiefender humanistischer Bildung nicht nur bei den Linken sind vernünftige Diskussionen über politische Sprache schwierig.
Fred
19. Oktober 2016 10:21
@ der Gehenkte Dienstag, 18. Oktober 2016

Sie liefern den lebendigen Beweis für das, was ich als Käse bezeichne: Sie vertiefen sich in Probleme, die mit Ihnen, mit mir, mit uns, mit Deutschland oder mit Europa einfach rein gar nichts zu tun haben. Sie besitzen den Hochmut, den Islam in seinen Ländern zu beurteilen. Wozu? Wir können nur das eigene Land und die eigene Gesellschaft gestalten. Wir können nicht die Welt "retten". Und nichts deutet darauf hin, daß die Frauen der islamischen Gesellschaften Wert auf unsere Mitwirkung legen!

Die Männer sind Eroberer. Der Islam ist ihr Wertegerüst, aber kaufen können sie sich dafür nix. Durch die deutsche Methode "Fleiß und Arbeit" werden sie nicht zu Besitz kommen. Die Moslems werden uns beerben, ob Sie das nun als Käse bezeichnen oder nicht. Möglicherweise wird das relativ friedlich ablaufen, ganz ohne das vielfach befürchtete Gemetzel.
Sie machen in Bezug auf die Grundbuch-Frage den Fehler, daß Sie kurzfristig denken, so wie es unsere Konsumgesellschaft uns anerzieht. Der Islam aber hat Ausdauer, und langfristig Kraft. Die Kinder aus Ehen mit arabischen Männern sind die gesetzlichen Erben des Familienbesitzes. Das ist so. Und sie sind per Geburt Moslems.

Und über diesen einfachen Weg innerhalb nur einer Generation (!) ist plötzlich ein Araber oder ein Neger der Eigentümer von deutschem Grund und Boden, selbst wenn er kein Wort Deusch kann und vielleicht nicht einen Tag in Deutschland gearbeitet hat. Tja, dann gehört ihm ein Stück Deutschland, und das wird sich millionenfach so abspielen. Sie sind es, dem der Kontakt zur Realität fehlt. Ich habe einen arabischen Schwager, was sagen Sie dazu?

DIE FRAUEN SIND DER SCHLÜSSEL ZUR FESTUNG EUROPA.

So, Schluß mit dem Käse, ich weiß schon, weshalb ich mich hier ganz selten beteilige.
Arminius Arndt
19. Oktober 2016 10:24
Statistik ist immer so eine Sache ... was berücksichtigt man dabei, was wird überhaupt erfasst etc.

Ich möchte einmal eine simple Milchmädchenrechnung ohne Netz und doppelten Boden, also fiktiv ohne valide Zahlenbasis, aufmachen:

- 2 Mio Zuwanderer
- Nur 2 % davon sind Kriminell

Also haben wir bereits 40.000 Kriminelle mehr in unserem Land, als wir ohnehin bereits haben. Begeht jeder der Kriminellen nur 2 Straftaten, haben wir bereits 80.000 Opfer.

Wunderbar. In anderen Fällen, die den Linken nicht schmecken, ist bereits 1 Fall einer zu viel.

Den Einwänden von @der Gehenkte ist insoweit Recht zu geben, als dass wir in unseren Diskussionen schon darauf achten müssen, nicht nur den reinen ökonomischen Nützlichkeitsmaßstab, sprich die Verwertbarkeit der angekommenen Neusklaven oder deren soziale Auffälligkeiten in den Vordergrund zu stellen, denn sonst kommt doch gleich wieder das Argument, dass man eben noch mehr Integrationsbemühungen unternehmen müsse und dann wird das schon langfristig klappen, im Sinne von "Wir schaffen das". Auch muss man sich vor simplen Ressentiments etwas in Acht nehmen oder zumindest genau kennen, wann und wie man das Ressentiment pflegt und einsetzt bzw. dessen Grenzen kennen.

Es geht doch - nach meinem bisherigen Verständnis - eher um das nationale Selbstbestimmungsrecht der Völker und den Erhalt kultureller Vielfallt an ihren angestammten Orten, als um Forschung an Symptomen des Austausches.

Und wenn 2 Mio Engel vor der Tür ständen hätte ein souveränes Volk das nicht zu diskutierende Recht, Nein zu sagen.
Eveline
19. Oktober 2016 10:30
Warum schweigen auch die Feministinnen ?

Meine These ist die, sie sind selber mißbraucht worden, denn und daran liegt es, der deutsche öffentlichen Raum gehört uns nicht.

Wird uns ja heute gerade wieder vorgeführt.

Mir fällt die Erzählung eines Jugendlichen ein , der mit seiner Familie in die BRD 1988 ausreiste.

Sie bekamen in Hamburg den ersten Unterschlupf, 4 Wochen stand der Jugendliche - damals 7 . Klasse- am Fenster und schaute diesem ihm völlig haltlosem Treiben zu.
Er hätte die ersten Wochen nicht rausgehen können, zu bunt, zu schrill, zu laut, zu aufgesetzt was er wahrnahm.

Sicher prallten hier zwei Welten aufeinander , aber zwei deutsche Welten/ und nicht die deutsche Erde.
Die DDR die am Ersticken in ihrem Kampf war und die BRD, die ein fröhliches aufgesetztes Vergewaltigungskonstrukt der Besatzungsmächte ist und war.

Dagmar Neubronner schildert in ihrem Buch "Und der Himmel bleibt offen"
3 Kinder, die schweren Missbrauch in Deutschland überlebt hatten, die Einzelheiten, wie Kinder emotional gefügig gemacht werden.

An Hand dieser Aufarbeitung ergeben sich ganz sicher Gedankenketten, warum der Feminismus immer wieder die Straßenseite wechselt.

Vielen Dank für dieses Buch , Frau Kositza. Ich habe es sehr gerne gelesen.
der Gehenkte
19. Oktober 2016 10:37
@Dietrich Stahl
Ihre Argumentation kann man in ähnlichen Formulierungen in Gutmenschen- und Kampfschriften des Feindes lesen. Das soll keine Unterstellung sein.


Das ist mir egal - ich versuche mein Denken an der Realität auszurichten und nicht an irgendeiner PC, links oder rechts.

Einer meiner Freunde, ein Bilderbuch-Gutmensch, macht das Gleiche wie Sie


Weder bin ich Gutmensch, noch sind die schmerzlichen Freundschaftsabbrüche an mir vorüber gegangen.

Das Gespräch mit diesen Menschen gibt mir die Möglichkeit, diese fremde Welt aus erster Hand zu verstehen und damit auch zu begreifen, daß auf unserer Seite aus Unkenntnis viel Unsinn geredet wird (q.e.d.). Nur wenn ich den Islam von innen heraus verstehe, kann ich ihn auch bekämpfen. Außerdem habe ich durch das Gespräch die Möglichkeit, auf diese Menschen in unserem Sinne einzuwirken, was bisher mehr Erfolg gezeitigt hat, als Ihr Remigrationsgerede. Ich kann europäische und deutsche Werte/Kultur verbreiten bei denen, die realistischerweise ohnehin bleiben und falls sie nicht bleiben, kann es auch nicht schaden, wenn sie ein bißchen Goethe, Demokratie und Gleichberechtigung kennen. Viertens erlaubt es Einsicht ins Asylsystem. Und es ist, fünftens, eine einmalige Chance zu lernen - und ich mache es da wie Meier Pirmin, ich suche nicht die Bestätigung, sondern den Zweifel. Nur wenn mein Argument davor bestehen kann, hat es Wert.

Im Übrigen stimme ich Ihren Argumenten zu, wenn es um die Sprachhegemonie geht. Nur müssen wir darüber hinweg kommen, immer nur nach neuen Begriffen zu rufen, sondern aktiv welche anbieten und zwar sinnvolle Begriff; rapefugee gehört jedenfalls nicht dazu - über einen gewissen Unterhaltungswert hinaus, ist der Begriff nicht sinnvoll nutzbar.
der alte Hippie
19. Oktober 2016 10:45
@ Der_Jürgen

Es kommt ganz darauf an, WEN man als die Wirtschaft sieht: für europäische Klein und Mittelbetriebe ist diese Form der Zuwanderung natürlich kein Gewinn, und was die Folgen von Islamisierung und Verblödung für den Technologiestandort Deutschland bedeuten macht sich hier wohl niemand irgendwelche Illusionen. Aber aus der Sicht des Großkapitals ist dieser Prozess aus mehreren Gründen gewinnbringend:

Die Gesellschaften Europas sind überaltert und schrumpfen, dazu gibt es sehr viel mittelständiges Vermögen, das entweder in Einfamilienhäusschen oder Grundbesitz gebunden ist oder nur für lokale Qualitätsprodukte ausgegeben wird. Nicht ausschließlich, aber tendentiell. Über Transferleistungen an mittellose "Schutzsuchende" können diese Ressourcen angezapft werden, der Mindestsicherungsempfänger kaufen natürlich billige Massenprodukte, müssen versichert werden, wollen Handies und Wischbildschirme sowie teure Sportschuhe. Das zahlt der Staat, somit wir, und wir würden viele dieser Produkte so nicht kaufen. Das Großkapital hat keinerlei Interesse an mittelständiger Konkurrenz, es will alle zu Arbeits- und Konsumsklaven degradieren und "Umvolkung" ist ein Weg, das gebundene Mittelstandskapital der europäischen Nationalstaaten über ebenjene Transferleistungen wieder in den Kreislauf zurückfliessen zu lassen. Die ersten Anzeiche für das Nachziehen der Schrauben sind ja da - Registrierkassenpflicht, Bargeldverbotsdiskussion, diverse "Flüchtlingsmilliarden" u dgl.

Im Fall von Österreich, das sich auch beim Unterzeichnen diverser Subordinationsverträge a la TTIP noch recht störrisch zeigt, kommt hinzu, das durch das Bevölkerungswachstum in Folge der Invasion die Nahrungsmittelversorgung irgendwann nicht mehr gänzlich aus dem Inland zu bewerkstelligen wäre. Auch hier wieder wesentliche Interessen transnationaler Konzerne; Chlorchicken für die Massen is halt billiger als steirischer Biobackhendlsalat.

Und Sicherheit? Na die Brasilianisierung is doch super: die verbliebenen Autochtonen spielen entweder mit oder verdienen nicht genug um in der gated Community zu leben, das erzeugt duckmäuserische Subordination unter die Eliten - wer will schon dass seine Tochter mit Kopftuch rumrennen muss damit sie nicht von irgendwelchen Nachbarswüstensöhnen begrapscht wird?
In Frankreich und Schweden bereits Standard in manchen Gegenden...die Autochtonen verschwinden ja nicht, sie bleiben eine Gruppe unter vielen, und die bessergestellten werden ökonomisch noch für lange Zeit dominieren, während der Rest...heul doch!!!

Zudem ist Sicherheit per se ein schnellwachsender Markt: Polizei und private Sicherheitsdienste, diverse Röntgen- und andere Schleusenmaschinen/Detektoren, Waffen im Allgemeinen...wie haben die Linken - als es noch welche gab - seinerzeit gesungen:

"Krieg und Leichen, die letzte Hoffnung der Reichen!"
der Gehenkte
19. Oktober 2016 10:51
@Fred

Ich habe einen arabischen Schwager, was sagen Sie dazu?


Glückwunsch! Wo ich herkomme, da kommt so etwas nicht vor ...
Meier Pirmin
19. Oktober 2016 11:31
@Paul. "Selbst in stark patriarchalischen Strukturen begeht eine Vielzahl von Männern keine Sexualdelikte." Vgl. noch meine Ausführungen von gestern 15.33 betr. Analyse "patriarchalisch". Kommt dazu, dass a) in jenen Gesellschaften für solche Delikte die Todesstrafe traditionell schnell mal verhängt wird und b) dass innerfamiliäre Sexualdelikte kaum zur Anzeige gelangen.


Klar ist aber, dass die permissive Gesellschaft aufgrund ihres falschen Menschenbildes, wonach der Mensch "gut" sei, die Zahl der Sexualdelikte nicht verringert, sondern erst recht dafür grünes Licht gibt, in potenzierter Form denjenigen, die aus einer repressiven Kultur (nicht mit patriarchalisch zu verwechseln) in eine permissive Kultur migrieren, was natürlich für viele zusätzlich noch eine psychische Überforderung darstellt.


Im Prinzip sind auch die Einheimischen, zum Beispiel Knaben in der Pubertät, oftmals von der permissiven Gesellschaft überfordert. Immerhin sorgt der Feminismus mittelfristig dafür, dass zumal für Männer bald wieder mal gilt anstelle von: "Es ist verboten zu verbieten!" (1968er Losung) das neue Prinzip: "Es darf nur noch verboten werden!" Auf diesen Umschlag der permissiven Gesellschaft in eine erneuerte repressive Gesellschaft hat der grosse rumänisch-französische Autor Eugen Ionesco bei seiner Eröffnungsansprache zu den Salzburger Festspielen 1972 aufmerksam gemacht. Dass Alice Schwarzer, bekanntermassen nicht frei von aggressiven Kastrationsphantasien, keine Apostolin der multikulturellen Gesellschaft ist, scheint mir für den "Old-School-Feminismus" (@Ellen Kositza) einigermassen systemkonsequent zu sein.
Annemarie Paulitsch
19. Oktober 2016 11:39
@Dietrich Stahl
"Was ich auch an Frauke Petry schätze, ist dass sie bewusste Kriegerin in diesem Kampf zu sein scheint – auch Björn Hocke et al. Frauke sieht aber besser aus – um einen Beitrag zum „sexistischen Diskurs“ zu leisten."

Ich finde Björn Höcke aber attraktiver.
cherusker69
19. Oktober 2016 12:22
Warum schweigen diese Feministinnen ? Kann es sein, das diese Frauen zu tief in diesen linken Netzwerke stecken die sie ja Begünstigen . Wie ist es zu erklären, das eine Aktivistin der linken Jugend SOLID von mehreren Flüchtlingen vergewaltigt wird um dann zu sagen, das es deutsche waren. Später gab sie aber zu, das es Flüchtlinge waren. Diese nahm sie aber dann in Schutz, weil sie ja Opfer der Gesellschaft sind. Ich denke das dies eine Mischung zwischen Ideologie und Abhängigkeiten im linken Sumpf sind..
Zarathustra
19. Oktober 2016 12:30
»Frauke Petry und Björn Hocke sind kreative ´Reinigungskräfte´ für deutsche Worte. Worte können zwar beschmutzt werden, eine erfrischende Dusche kann den ganzen Dreck aber abwaschen.
Völkisch, Heimat, national – nur ein paar der Worte, die Frauke und Freunde abgeduscht haben.«


Genau in diese Richtung müssen wir alle arbeiten: Wir müssen unsere verschmähten Wörter 1. so oft wie möglich, 2. geschmückt mit eindeutig positiven Prädikaten, 3. in einem entsprechend bejahenden Tonfall, und 4. in einer selbstsicheren und wohlwollend-offensiven Körpersprache verwenden, um sie von den Assoziationen der feindlichen Gehirnwäsche zu befreien und ihnen die gebotene emotionale Färbung zu geben.

Ein großer Fehler, den auch viele tendenziell konservative Eltern bei der Erziehung begehen, besteht darin, Wörter wie »Volk« und »völkisch« ganz und gar zu vermeiden und damit es dem Gegner zu überlassen, welche affektive Färbung und welche Grundwertung diese Wörter in der jungen Seele bekommen: Wenn Kinder schon lange vor dem gymnasialen Geschichtsunterricht mitbekommen, daß das Wort »Volk« stets gleichgültig (wenn überhaupt) und das Wort »völkisch« stets in einem abfälligen Tonfall ausgesprochen wird, dann sind sie für den Hauptteil der Gehirnwäsche schon bestens vorbereitet. Das darf nicht sein.

Es ist übrigens eine hirnrissige Eselei ohnegleichen, wenn Leute wie Jürgen Elsässer immer noch die Klischees des Feindes bedienen und die gegnerische Intoleranz als »faschistisch« bezeichnen, etwa indem sie die Soros-Freundin Hillary Clinton mit einem »Heil Hillary«-Magazinumschlag als gefährlich darstellen wollen. Kann man nicht stattdessen »stalinistisch« oder »imperialistisch« sagen? Muß man immer wieder die alten Reflexe stabilisieren? Oder ist man als »pawlowscher Zweibeiner« so irreparabel konditioniert, daß man auch dann antifaschistisch zu sabbern beginnt, wenn man verstandesmäßig längst begriffen hat, daß genau das Gegenteil das Gebot der Stunde ist?

Umgekehrt ist es wichtig, vom Feind zu Unrecht positiv besetzte oder zu Unrecht als neutral etablierte Wörter wie »linksliberal« stets mit einer tiefen Verachtung auszusprechen bzw. in der schriftlichen Sprache möglichst mit negativen Adjektiven zu versehen (und zwar nicht wie Elsässer es tut). Ich fand beispielsweise die Art, wie Götz Kubitschek bei PEGIDA von der »Fresse der linksliberalen BRD« sprach einfach herrlich (ab 4′ 33″). So überwindet man die Sackgasse der »Tristesse droite«! So vermittelt man, daß es nicht nur richtig ist, sondern auch Spaß macht, bei uns mitzumachen!

So wie der Gegner nicht jedes Mal begründet, warum ein Wort problematisch sein soll, sondern durch den performativen Akt der abfälligen Artikulation setzend Denkverbote aufstellt und Diskurse manipuliert, gehört auch umgekehrt zu unserem metapolitischen Feldzug wie selbstverständlich die assoziative Befreiung von Wörtern und die affektive Neubesetzung von Wörtern.

Die Hausaufgabe für die kommenden Tage: Jeder Leser verwendet im Gespräch mit Unentschlossenen mindestens 7 mal in den nächsten 7 Tagen ein geschmähtes Wort seiner Wahl 1. geschmückt mit eindeutig positiven Prädikaten, 2. in einem bejahenden Tonfall und 3. in einer selbstsicheren Körpersprache. Los geht’s…

    Zarathustra
Desprecio
19. Oktober 2016 12:52
@ "Zarathustra" /Mi.,den 19.Okt.2016, 12:30

Von meiner Seite uneingeschränkte Zustimmung. Die gilt für jede
Aussage, Wort für Wort !
Coon
19. Oktober 2016 13:00
"Wie ist es zu erklären, das eine Aktivistin der linken Jugend SOLID von mehreren Flüchtlingen vergewaltigt wird um dann zu sagen, das es deutsche waren."

Dachschaden.
Desprecio
19. Oktober 2016 13:08
@ "Fred"/ Mi.,den 19.Okt.2016, 10:21

"Die Frauen sind der Schlüssel zur Festung Europa."

Drauf versuchte ich, in meinen recht seltenen Beiträge in diesem
Forum schon verschiedentlich aufmerksam zu machen. Man will
aber, aus welchen Gründen auch immer, darauf nicht näher ein-
gehen !?
Hugo
19. Oktober 2016 13:09
300 Millionen könnten kommen. Halte ich auch für realistisch. Selbst ein Bruchteil davon genügt, um uns, aufgrund unerbittlicher Demografie, als Nation endgültig auszulöschen. Währenddessen lesen wir ach so gebildeten Menschen Bücher die unsere noch gebildeteren Bildungseliten geschrieben haben. Anschließend diskutieren wir in semi-konspirativen Foren über die Feinheiten des zuviel gesagten. Wir preisen schon den einen Helden, der Schwarz Schwarz und Weiß Weiß nennt.

Nun, was passiert mit einem Landser im Schützengraben, den sein Offizier dabei erwischt, wie er inmitten eines feindlichen Angriffs in der Ecke sitzt und ein Buch liest? Unsere Vorfahren hätten das Problem gelöst. Wir lesen Bücher.
Der_Jürgen
19. Oktober 2016 13:13
@Zarathustra

Zustimmung. Ich habe den - von mir ungemein geschätzten - Jürgen Elsässer auf seinem eigenen Blog mehrmals gebeten, das Wort "faschistisch" nicht, wie es der Feind tut, als Schimpfwort zur Diskreditierung des politischen Gegners zu benutzen und auch auf Ausdrücke wie "rote SA" (womit die Antifa gemeint ist) zu verzichten. Bisher leider vergeblich.

Es gibt im einwanderungskritischen Lager durchaus, wie Sie schreiben, "pawlowsche Zweibeiner, ie irreparabel konditioniert sind". Ein Beispiel ist Michael Mannheimer, der zwar erfreulich scharf gegen Umvolkung und Islamisierung schiesst, es aber für nötig hält,dem toten Mann aus Braunau am Inn in jedem zweiten seiner Beiträge einen Eselstritt zu versetzen. Wenn Mannheimer meint, damit beim System Punkte schinden zu können, ist er gründlich auf dem Holzweg. Dasselbe gilt natürlich auch für die meisten PI-Autoren. Sie sind und bleiben für die Lügenpresse "Dunkeldeutsche".

Ich glaube, es war Nero, der auf diesem Forum einmal sagte: "Auch wer den Nationalsozialismus vollkommen ablehnt, sollte sich nicht der rituellen antinazistischen und antifaschistischen Phraseologie des Feindes bedienen." Stimmt. Man schmiedet die Ketten, in denen Deutschland gefangen ist, dadurch nur noch fester, auch wenn man dies gar nicht beabsichtigt.

Solange über das Dritte Reich nicht offen debattiert werden darf, sollten wir dieses Thema hier überhaupt ausklammern. Insofern hat Elsässer recht, wenn er auf seinem Blog jede Diskussion über die Jahre 33 bis 45 verbietet (was ihn dann leider nicht daran hindert, die von Ihnen zu Recht gerügten Ausdrücke zu verwenden).

In einem der letzten Stränge wurde es
@Gustav
und mir erlaubt,
@Pirmin Meier
wegen seines penetranten Herumreitens auf einer angeblichen Himmler-Rede in Posen zu kritisieren. Zur Kernfrage konnte dabei jedoch nicht vorgestossen werden, weil die Hausmeister dies aus vollkommen legitimer Furcht vor misslichen Konsequenzen nicht zugelassen hätten. Deshalb wiederhole ich meinen Vorschlag, das Thema Drittes Reich hier möglichst nicht zur Sprache zu bringen - bis sich die Rahmenbedingungen geändert haben.
Meier Pirmin
19. Oktober 2016 13:43
@der Gehenkte. Für mich war der Kontakt mit muslimischen Schülern und Studenten selbstverständlich. Dank Vertrauensverhältnis und jahrelangem Korrigieren ihrer Aufsätze wusste ich auch, wie sie denken. Für Linke in der Regel eher zu fürchten als für Rechte. Ein Schüler schrieb eine Abschlussarbeit über die Todesstrafe, bei der er sich einleitend gegen "Vorurteile", die Scharia betreffend, verwahrte. Auf dem Titelblatt prangten zwei aufgehängte iranische Homosexuelle. Unverfrorenheit pur. Eine Auftragsstudie über Fundamentalismus (1989) war für mich ebenfalls nicht zu machen ohne Kontakte auch mit radikalen Muslimen, von denen sich einer dann aufrichtig über den 11. September freute und nicht nur deswegen auch noch mal mit einer Haussuchung bedacht wurde. Bei Telefonaten mit solchen Leuten war Abgehörtwerden nie auszuschliessen. Auschwitz wurde als Betrug und auf jeden Fall reine Propaganda eingeschätzt. Umgekehrt sass ich auch schon mit Gemässigten und "Fortschrittlichen" an einem Tisch. Wer seiner Sache sicher ist, nimmt bei solchen Kontakten keine falsche Farbe an. Soeben wurde ich über ein Statement meines ehemaligen Philosophieprofessors unterrichtet, wie fragwürdig und kontraprodukitv es wäre, das staatskirchenrechtliche System mit Einbezug des Islam "modernisieren" zu wollen. Über solche Fragen muss man vernünftig reden können. Für Parlamentsabgeordnete genügt es natürlich nicht, "dagegen" zu sein. Man muss auch in die Systeme eingearbeitet sein, um erfolgsversprechend wirken zu können. Unter gewissen Erfahrungsbedingungen ist der Dialog mit Muslimen manchmal stärker ergebnisoffen und einer Friedenslösung zugeneigt als derjenige mit Linken und vorgetäuscht Linksliberalen. Es ist richtig, dass Sie "dranbleiben".
Stil-Blüte
19. Oktober 2016 13:59
@ Arminius Arndt

Deswegen wäre es im Sinne der politischen Subversion durchaus eine Idee, eine Frauenquote bei der Zuwanderung aktiv einzufordern...


Genial. Vorschlag: Als Wähler Abgeordnete (Grüne, SPD, AfD, CDU, Linke, FDP ) anschreiben und auffordern, eine Kleine/Große Anfrage zu starten:

- Was wurde bisher vom BT getan, um bei den Flüchtlingen eine Quotenregelung einzuführen?

- Ist bekannt, wie viele männliche, wie viele weibliche Flüchtlinge, wie viele Solo-Kinder bisher registriert wurden.

- Was wurde unternommen, um den frauenfeindlichen Begriff 'd e r
Flüchtling in der Flüchtling und die Flüchtlingin umzuändern?

- Sind den Abgeordneten Fälle bekannt, von denen bekannt wurde, daß potentielle Flüchtlinginnen im Kriegsgebiet von den männlichen Flüchtlingen im Stich gelassen wurden?

- Sind den Abgeordneten Fälle bekannt, in denen Eltern von Flüchtlingen/innen ihre unmündigen Kinder einfach ausgesetzt haben?

- Haben Flüchtlingskinder auf irgendeine Weise Heimweh, Sehnsucht nach ihren Eltern oder umgekehrt, ihre Eltern angeklagt, sie einfach losgeschickt zu haben, geäußert?

- Ist dem BT bekannt, ob sich Eltern aus den Kriegsgebieten gemeldet haben, die glauben, daß ihre Kinder einfach 'abgehauen' sind?

- Ist dem BT bekannt, ob Kinder nicht vor dem Krieg, sondern vor den Eltern, die sie verwahrlosen ließen, geflüchtet sind?

- Ist dem BT bekannt, ob es unter den männlichen Flüchtlingen Männer gibt, die nur deshalb geflohen sind, weil sie von ihrer Frau/Familie/ihren Kindern einfach nichts mehr wissen wollten?

Einfälle sind gefragt. Die Abgeordneten sind verpflichtet, diese Anfragen an die entsprechenden Fachgebiete im Deutschen Bundestag weiterzuleiten un dann diese Anfragen zu beantworten. Sie tun das auch wirklich! Denn das sind ja diejenigen, die sie gwählt haben. Tun sie es nicht, würden sie ja nicht wieder gewählt werden.

Also los!
marodeur
19. Oktober 2016 15:26
Wir können dem politischen Gegner nicht vorwerfen, dass er seine eigene (falsche) Ideologie des Feminismus nicht auf Fremde anwendet. Das kann so nicht funktionieren. Die Argumentation beruht auf der Überlegenheit, die sich daraus ergibt, dass man die Therorien des Gegners besser verinnerlicht hat, als dieser selbst. Man erinnere sich an die fruchtlose Diskussion um aggressive Koranverse versus "Friedensreligion" Islam. So etwas muss scheitern, denn man kann Falsches nicht Falschem bekämpfen. Für Konservative zählt nur das Konkrete. Wenn man begreift, dass der Feminismus nur ein weiteres Instrument im Kampf gegen das Eigene ist, dann ist die ausschließliche Anwendung nur auf Deutsche garnicht mehr so abwegig.
Der_Jürgen
19. Oktober 2016 16:20
@Pirmin Meier

Ich hege für die von Ihnen geschilderten radikalen Muselmanen hundertmal mehr Achtung als für blonde und blauäugige GrünInnen und LinkInnen, die bei jeder Gelegenheit auf ihr Land und dessen Traditionen spucken und, wenn sie von einem Araber oder Neger vergewaltigt werden, diesen zum Deutschen umlügen, "um nicht dem Rassismus Vorschub zu leisten". Pierre Vogel ist mit hundertmal lieber als Claudia Roth und tausendmal lieber als Volker Beck.

Ein italienischer Faschist von "Ordine Nuovo", der anfang der siebziger Jahre in die Schweiz flüchtete (damals wurden in Italien reihenweise sowohl Rechte wie Linke wegen ihnen angedichteter Beteiligung an Terroranschlägen verhaftet und manchmal brutal gefoltert), bekundete in einem Zeitungsinterview seine Sehnsucht nach einem bewaffneten Kampf zwischen Faschisten und Kommunisten, denn: "Dann kämpfen wenigstens Männer gegen Männer und nicht Männer gegen Würmer." (Den Namen und die Quelle weiss ich nicht mehr.)

Ersetzen Sie "Faschisten" durch "europäische Patrioten" und "Kommunisten" durch "Moslems", und das Zitat wird brandaktuell.
Stefanie
19. Oktober 2016 17:17
@marodeur: Sie bringen es wunderbar auf den Punkt!
Es ist immer das gleiche Schema: Religionfreiheit versus totalitäre Ideologie Islam, Meinungsfreiheit versus Hatespeechkampagnen, Versammlungsfreiheit versus Kampf gegen Rechts, Multikulti versus Frauenrechte und überhaupt: "Keine Toleranz den Intoleranten." Vielleicht beschreibt man dieses Phänomen am besten als eingeübte kognitive Dissonanz: Die "Schafe" haben diese Mantras verinnerlicht und merken selbst nicht mal, was sie da vor sich herbeten (auf der Achse war neulich ein Beitrag von Vera Lengsfeld über die Proteste des AstA an der Bremer Uni gegen einen Vortrag von Jörg Baberowski - dieser Aufruf ist ein schönes Beispiel für diese Denke.) Ein paar Ebenen höher ist man sich dieser Widersprüche aber wahrscheinlich bewusst und selbst weniger an diesem "Gedöns" interessiert als an Diskurshoheit, den eigenen Zielen, Machterwerb und Machterhalt.
Vollkommen nutzlos sind diese Gefechte allerdings nicht. Selbst wenn einem @Jürgen der "Islamfaschismus" und die "Rote SA" auf die Nerven gehen mögen, bei mir waren es die entscheidenden Punkte, die die inneren Widersprüche so weit getrieben haben, daß ein Umdenkprozess in Gang kam. So etwas wie Hilfhypothesen um etwas begreifbar zu machen, wofür einem noch die Begriffe fehlen ("lies for children" wie der Weihnachtsmann und der Klapperstorch). Aber im Grunde haben Sie Recht @marodeur : Wer möchte einem Moslem erklären, daß er einer fachistoiden, totalitären Ideologie anhängt? Wer einer kulturmarxistischen Feministin nahelegen, daß ihre lieben Refugees eine Stammesgesellschaft mitbringen, die nicht nur ihre Frauen-, sondern auch ihre Menschenrechte nicht kennen, dass diese ihr nur von diesem verhassten kapitalistischen, liberalen, patriarchialen Staat überhaupt garantiert werden können?
Petrus Urinus Minor
19. Oktober 2016 19:05
@Paul

"Ich finde es relativ schwierig einen universellen Erklärungsansatz für das Phänomen der sexuellen Übergriffe durch Migranten zu finden".

Es ist ganz einfach. Sie sind Eroberer. Wir sind erobert. Der Sieger nimmt sich die Beute.
Nero
19. Oktober 2016 20:30
@ Fred


Ihre Ausführungen sind sehr interessant und richtig.
Es ist daher auch kontraproduktiv wenn man immer nur auf die Kriminalität der Migranten verweist. Es spielt einfach keine Rolle, ob wir von Kriminellen oder von Millionen Einwanderern weggeschwemmt werden. Diese Leute mögen zwar nicht immer kriminell sein, aber friedlich sind sie nicht. Sie lachen mich jeden Tag an, wenn ich in die Straßenbahn steige. Ihr Lachen aber ist das Zähnefletschen eines Wesens, dass nur auf die Gelegenheit wartet den alten Einwohner für immer loszuwerden.
Meine einzige Hoffnung: Chaos. Vielleicht entsteht daraus etwas neues.

Ich habe einen arabischen Schwager, was sagen Sie dazu?


Furchtbar. Tut mir sehr leid. Ich wäre auch wütend. Das muss ein Schock für die Eltern sein.
Aber vielleicht können Sie ja auf die Schwester einwirken, irgendwie!
Arbeit sie in der Sozialindustrie oder was ist die Geschichte dahinter?
Würde mich sehr interessieren.
Caroline Sommerfeld
19. Oktober 2016 20:51
Ein großer Fehler, den auch viele tendenziell konservative Eltern bei der Erziehung begehen, besteht darin, Wörter wie »Volk« und »völkisch« ganz und gar zu vermeiden

@Zarathustra: dann hab ich ja heut' die gute Tat schon getan, und dem Jüngsten anläßlich einer jungen einheimischen Dame in der Fußgängerzone, die mich aufforderte "für Tibet zu unterschreiben", was er nicht verstand, zu erklären, daß das tibetische Volk von Chinesen beherrscht wird. Drauf der Sechsjährige: "Warum heißt das 'Volk'?" Ich:"Weil die Tibeter dort schon so lange unter sich leben und von denselben Urahnen abstammen und andere Menschen sind als die Chinesen." Er:"Auch als die Japaner?" Ich:"Ja, klar." Er:"Dann sind das verschiedene Völker, auch wenn die gleich ausschauen?" Ich erkläre ihm, daß sie nicht ganz gleich ausschauen. Drauf der Kleine, grinsend, einen Witz aus der Schule zum besten gebend:"Mein Papa ist Japaner *schlitzaugenrunterzieh*, meine Mama ist Chinesin *schlitzaugenhochzieh*, und ich hab ein Problem! Mama, das ist, weil das Völker sind, ne?"
M. M.
19. Oktober 2016 22:25
@Der_Jürgen

> Die Gründe für die Förderung des Grossen Austauschs sind nicht
> ökonomischer Natur, sondern wurzeln in einer wahnsinnigen Ideologie

Ich schließe mich dem alten Hippie an, sie irren m. E., in der Sache und, wichtiger, rhetorisch. Wirtschaftliche und machtpolitische Gründe auf den Punkt gebracht:

1. Globalisierung heißt Export von Arbeitsplätzen und Import von Billiglöhnern. Wer seinen Job verliert, wessen Lohn stagniert, wer mit den Billiglöhnern konkurrieren muss am Arbeitsplatz, am Wohnort, in der Schule oder Kindergarten ist Rassist, Ausländer- und Islamfeind. Globalisierung schafft einen weltweiten Arbeitsmarkt, in dem jeder mit jedem zum niedrigsten Lohn konkurrieren muss.

2. Für die soziale Wirtschaft bedeutet die Betreuung von Millionen Migranten eine riesige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme auf Generation hinaus. Wer das nicht bezahlen will ist Rassist, Ausländer- und Islamfeind.

3. EU-Politiker wollen den Nationalstaat abschaffen um dessen Kompetenzen an sich zu ziehen. Demokratische Mehrheiten gibt es derzeit dafür nicht, also werden sie durch Immigration geschaffen - Migranten ist es wurscht. Landes- oder auch Bundeswahlen werden meist mit einigen Hunderttausend Stimmen gewonnen - wer Millionen importiert und in ein Klientelverhältnis überführt, kann mit genug Stimmen rechnen. Wem's nicht passt ist Rassist, Ausländer- und Islamfeind.

Wähler müssen wissen: Hinter Vielfalt/Diversity/Immigration stehen in erster Linie wirtschaftliche und machtpolitische Interessen, hehre humanitären Motive sind bestenfalls Affekte und Posen in denen man sich gefällt. Helfer helfen immer nur sich selbst.

Ein Versuch, es agitatorisch noch mehr auf den Punkt zu bringen:

Grünwähler:
- Beamte: ca. ⅓
- höhere Beamte: ca. ⅔
- soziale Wirtschaft: -> ∞

"Flüchtlinge"/"Migranten":
- Millionen Betreuungsfälle
- zweistellige Milliardenumsätze
- Pfründe für Pseudoakademiker auf Generationen hinaus

Zur Rhetorik: Neben o. g. Punkten spielen Ideologie und historische sowie religiöse (Fehl)Entwicklungen auch eine Rolle, keine Frage, aber dies lässt sich dem eingeschüchtertem Otto Normalbürger derzeit nur schlecht vermitteln. Patriotismus und Nation sind für ihn intuitiv von Wert, wie jedem Menschen, doch man hat ihm antrainiert, auf diese Begriffe mit Ekel oder Angst zu reagieren, denn es droht Strafe der Mächtigen.

Er ist desw. m. E. unter den gegebenen Umständen über wirtschaftliche und machtpolitische Argumente besser ansprechbar. Über die Wichtigkeit, die Rangfolge der Gründe, wirtschaftlich, machtpolitisch, ideologisch und religiös können wir uns intern gerne streiten, doch wirksame Agitation, oder, wie wir Ex-Linken früher gesagt haben, soziale Intervention, ist nur über extreme Verkürzung, Schlagworte und Wiederholung(!) möglich. Wir sollten uns desw. auf Positionen und damit Parolen einigen, die im tagespolitischen Kampf wirksam sind.
M. M.
19. Oktober 2016 22:59
@Der_Jürgen

> Dass der eine oder andere Wirtschaftskapitän mit den Wölfen heult
> und für die Aufnahme von „Flüchtlingen“ wirbt, ändert nichts daran

Dass sehe ich auch anders - wenn Größen von VW oder der Deutschen Bank dies tun, dann weil ihre Firmen unter Druck stehen und sie sich einen Bailout durch die Regierung erhoffen. Im Zuge globalisierter Machtkämpfe werden das immer mehr. Es ist eben nicht der "eine oder andere Wirtschaftskapitän" - es sind fast alle, weltweit. Die amerikanische Immigrations-Lobbygruppe forward.us z. B. wird getragen von Microsoft, Apple, Oracle, Facebook, Google und sonstigen Spitzenfirmen. Untereinander oft spinnefeind, doch im Kampf um billige Arbeitskraft einig. Diese Firmen brauchen keine Baumwollpflücker, sie brauchen Akademiker vorzugsweise aus China und Indien, die sie ihm Rahmen des H-1B Visa Programms importieren und ausbeuten. Das können sie offen nicht zugeben, also erzwingen sie "open borders" und "immigration reform". Mit den von ihnen benötigten Kräften kommen dann auch Millionen anderer ins Land, doch diese Rechnung zahlt Joe Sixpack. Die Vorstandvorsitzenden und CEOs denken in Quartalsergebnissen, bestenfalls in den 10-20 Jahren ihrer Karriere.

Sie gehen vom Ideal des ehrbaren Kaufmanns aus, der langfristig denkt, dass beschränkt sich aber zunehmend auf Klein- und Mittelstand. Und auch diese Unternehmer ducken sich, sonst gehen sie in inszenierten Shit-Stürmen Pleite.

Gutes Beispiel bei achgut.com - Wirtschaftsgrößen loben die Flüchtlingspolitik (wer's nicht tut ist Rassist und Ausländerfeind, das ist implizit) um bei Gelegenheit von der korrupten Bundesregierung Gefallen einfordern zu können.
M. M.
19. Oktober 2016 23:19
Zarathustra

> Ein großer Fehler ... Wörter wie »Volk«
> und »völkisch« ... zu vermeiden

Generell einverstanden, Volk war ja auch in der Linken lange akzeptiert, (bis sie merkten, dass das Volk sich von den 68ern nicht vertreten lassen möchten) doch völkisch ist rhetorisch verbrannt, auch wenn wir über seine Legitimität streiten können. Petris Intervention dazu war im Ansatz richtig, sie befürchtet, zu Recht, eine schleichende Delegitimation des Begriffs "Volk", doch rhetorisch ist es m. E. in die Hose gegangen. Sie hätte sich das Thema besser zurechtlegen sollen und sich ohne entsprechende Vorbereitung zurückhalten sollen.

...hinterher ist man schlauer, klar, sie werden ihr jedes Wort im Halse herumdrehen, Petri schlägt sich meist rhetorisch sehr gut.
Dietrich Stahl
20. Oktober 2016 01:38
@Meier Pirmin

In „Migrantenkindern“ sehe ich nun wirklich keine Feindsprache,

Es geht mir um das Wort „Migranten“. Das ist für mich Feindsprache. All diese politisch korrekten Begriffe sind Feindsprache für mich. Das Wort „Migranten“ gibt es nicht ohne Anführungszeichen auf der Tastatur meines PC.
In Diskursen besteht immer die Gefahr, dass die Semantik der Diskutanten nicht die gleiche ist. Daraus ist schon so mancher Krieg entstanden.
Ich habe den Verdacht, dass Sie mit Feindsprache etwas anderes meinen als ich.
Der Feind im Begriff ist bei mir der Feind des deutschen Volkes, der Feind der Völker des Abendlandes, der Dunkelmann, „den man nicht sieht“ …

@Feindsprache. Sofern Sie, @Dietrich Stahl, von „Horden“ sprechen, benützen Sie eine „rechte“ Feindsprache.


Ich vermute, Sie verwenden hier „Feindsprache“ in einem umfassenderen Sinne, mehr als allgemeine Kategorie. Liege ich da richtig?

Ich benutze mit dem Begriff in meinem Verständnis keine „rechte Feindsprache“.
Das Wort Horde in „Invasions-Horde junger arabischer Männer“ habe ich bewusst verwendet. Es gibt genug Youtube Videos, die es geradezu als Euphemismus erscheinen lassen.
Das Wort ist für mich eine Tatsachen Beschreibung. Es nimmt auch Bezug auf die Goldene Horde, als deren Reinkarnation, 600 Jahre später, die Horde der asiatischen Vergewaltiger aus Russland in Deutschland einfiel. Angestachelt und aufgehetzt von demselben Feind wie heute.

Über Worte sollte man sich nicht streiten (Karl Popper).


Tue ich auch nicht. Ich weigere mich kategorisch, politisch korrekte Neusprech Worte zu verwenden. Der Fremde und der Ausländer sind genau das für mich. Und keine "Migranten". Ich tue mich schon schwer, das Wort „Schwarzer“ für das Wort „Neger“ zu verwenden. Neger ist eines der Worte, die beschmutzt und tabuisiert wurden. Dieses Tabu wirkt sehr stark.
Identität, Wahrheit und Freiheit – sie sind miteinander verbunden.
„Sei Du selbst!“ Dieser sokratische Spruch heißt für mich auch: Stehe zu deiner Sprache.
Die deutsche Sprache ist etwas Wunderbares. Ich möchte ihr beistehen.

@der Gehenkte
blockquote cite=> Das Gespräch mit diesen Menschen gibt mir die Möglichkeit, diese fremde Welt aus erster Hand zu verstehen.

Ich respektiere, was Sie tun ohne wenn und aber. Jeder geht seinen Weg. Sie Ihren, ich meinen, …
Ich kann das, was Sie tun, aber nicht als allgemeines Prinzip akzeptieren. Das ist alles.
Der_Jürgen
20. Oktober 2016 08:51
@M. M.

Was Sie schreiben, ist bedenkenswert. Ich bin stets bereit, meinen Standpunkt zu überdenken, wenn man mir solide Gegenargumente vorlegt.
Meier Pirmin
20. Oktober 2016 09:32
@Stahl. Sie leiden an einem blinden Fleck, wenn Sie das Wertende bei den "Horden" nicht bemerken wollen und nicht zugeben, dass Sie in diesem Punkt eifrig sind. Sie können ja den Fussballer Breel Embolo im Krankenhaus besuchen und ihn fragen, ob Sie ihm "Neger" sagen sollen. Natürlich sagte Popper auch, man könne ihn "Faschist" nennen, wenn damit ein Befürworter der Kontrolle der Macht gemeint sei. Sprachsoziologisch ist die Sache mit der Horde klar, noch etwas stärker wäre der Ausdruck "Rotte", der auch in Bibelübersetzungen vorkommt, die "Rotte Korahs" usw. Wenn die Polizei, ich habe dummerweise an einer Polizeischule Politik/Ethik unterrichtet, sich bei der Informationspraxis gegen linken Widerstand dazu entschliesst, bei Orientierungen über Täterschaften "Migrationshintergrund" oder "kein Migrationshintergrund" anzugeben, dann geht es um Tatsachenbeschreibung und um nichts anderes. Wenn Sie das bei den "Migranten" nicht sehen, dann haben Sie ein Fanatismus-Problem.

@_derjürgen. Bitte sich nicht mehr länger lächerlich machen, als dürften Sie die Wahrheit nicht sagen. Kein Gesetz verbittet Ihnen, ein Buch zu schreiben mit dem Titel "Himmler 1943" mit Rekonstruktion eines jeden einzelnen Tages. Nur mit Fakten, keine Wertungen. Sie können auch einen Zeilenkommentar zu den neuesten Himmlerbiographien verfassen. Stimmt/stimmt nicht usw. Will man etwas tun gegen die unselige Instrumentalisierung und Funktionialisierung einer Geschichte, die unterdessen mit religiösen Audrücken wie "Shoa" dargestellt wird (das ist, @Stahl, wie "Horde", allerdings anders, ein extrem wertender Begriff), dann muss man zuerst jedem eigenen Fanatismus und dem Eifer, irgendwas retten zu wollen, absagen. Und wenn man für eine vernünftigere Politik in Deutschland wäre, auch in der Schweiz, wo die Masseneinwanderung proportional viel höher ist und in dieser Hinsicht ebenfalls mit unglaublicher Unehrlichkeit politisiert wird, dann sollte sich eine vernünftige Opposition nicht in die Wahnwelt von Verschwörungstheorien begeben. Richtig scheint mir, dass man hier zum Beispiel wegen ein paar ungeklärter Fragen keine Kopfschuss-Diskussionen um den 11. September führt oder sich für einen kritischen Historiker hält, wenn man den Nachweis der Voraussetzungen dafür nicht öffentlich geleistet hat. Es ist trotz lächerlicher und grotesker Gesetze, vgl. Irving, welcher in vielen Bereichen mehr weiss als seine Richter, sehr wohl möglich, Leistungen im Bereich der Geschichtsforschung zu erbringen, bei welchen Wahrheit wichtiger ist als Ideologie. Diese Leistungen können aber nicht unter dem Schutze der Anonymität hier im Blog erbracht werden, das wäre die falsche Textsorte. Wohl deswegen tut die "Rennleitung" gut daran, politische und metapolitische Debatten vorzuziehen mit dem Zweck, klüger zu werden und Schaden vom Lande abzuwenden. Paranoide unhermeneutische fundamentalistische Debatten am falschen Ort, Produkte des Eifers, sind tatsächlich kontraproduktiv und politisch unnützlich. Respektabel formulierte aber @Dietrich Stahl gegen den "Gehenkten" (das Pseudonym scheint mir widerwärtig), als er abschliessend bekannte: "Ich respektiere, was Sie tun ohne wenn und aber. Jeder geht seinen Weg. Sie Ihren, ich meinen..."
Nordlaender
20. Oktober 2016 10:01
@ Meier Pirmin

"Karl Popper hat dies in „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ ausgeführt mit dem Begriff „Mythos von der Horde“, womit er den völkisch orientierten Nationalismus kritisierte. Selber habe ich, mit Rückbezug auf den Wortgebrauch bei Herder und anderen, die Verwendung des Begriffes „völkisch“ in der vorsichtigen Verwendung bei Frauke Petry verteidigt, würde aber künftig empfehlen: „Über Worte sollte man sich nicht streiten“ (Karl Popper). Aber genau dies geschieht natürlich, am liebsten zu Fertigmacherzwecken. Mangels vertiefender humanistischer Bildung nicht nur bei den Linken sind vernünftige Diskussionen über politische Sprache schwierig."

Eine Gesellschaft als das absolute Gegenteil einer Gemeinschaft, nämlich die Ansammlung von x sogenannten "Menschen" auf der Fläche Y. "Offen" ist moppelgedoppelt, denn per Definition gehört ein jeder optional dazu, so er denn ein sogenannter "Mensch" ist.
Im Gegensatz zu seinem Schüler George Soros ("Open Society Foundations") bin ich kein großer Anhänger Poppers. Selbstredend gehört zum Ewigen Krieg auch der Streit um die Worte, wer diese vorgibt, der herrscht. So eine Einigung nicht möglich ist, sollte in einer soliden Debatte zumindest geklärt werden, wer was unter einem bestimmten Begriff versteht.
Nordlaender
20. Oktober 2016 10:07
@ Dieter Stahl

"Es gibt genug Youtube Videos, die es geradezu als Euphemismus erscheinen lassen.
Das Wort ist für mich eine Tatsachen Beschreibung. ...
Ich weigere mich kategorisch, politisch korrekte Neusprech Worte zu verwenden. ...
Die deutsche Sprache ist etwas Wunderbares."

Und weil sie dieses ist und mir sehr am Herzen liegt, bitte ich ganz inständig darum, hier keine Zugluft zwischen zusammengesetzten Namenwörtern (z.B. "Neusprechworte" oder "Youtube-Videos") zuzulassen.
Bösen Zungen tadeln diese Mode gar als "Deppen Lücke".

Ansonsten spricht mir Ihr Beitrag aus der Seele: Feindessprache verwenden? Mit mir nicht.
Winston Smith 78699
20. Oktober 2016 10:20
@ Dietrich Stahl

Vielleicht sollten wir mal klären, wie sehr die Zuschreibungen von Begriffen zu Einstellungen selbst Propaganda sind. Alles Folgende ist nur hypothetisch und ich will z.B. nicht diskutiert haben, ob ein Nazi links oder rechts oder Feind oder Freund des deutschen Volkes ist, denn es soll um die relative Zuweisung von sogenannten Feindsprachen gehen. "Migrant" etwa könnte von beiden Seiten aus der Feindsprache zugerechnet werden: während die einen darauf bestehen, dass es ein "Ausländer" ist, fordern die anderen, dass es ein "Mensch" ist und differenzierende Prädikate zu unterlassen sind. Wenn wir ein Spektrum haben mit den Enden (ich nehme jetzt mal einen aus Ihrem Kommentar)

Feind der Völker Europas (FVE)----------------hypothetischer Nazi (HN)

dann liegen die Zuschreibungen zu Feindsprachen der Begriffe "Ausländer" (AL), "Migrant" (MG) und "Mensch, der zu uns gekommen ist" (MDZUGI) aus deren Sicht ganz verschieden, aber überlappen sich für Hardliner wohl ganz weit:

FVE's Auszeichnug des HN-Feindsprechs:

............MDZUGI ..(..................MG...................AL....................)

HN's Auszeichnung des FVE-Feindsprechs:

(..........MDZUGI ......................MG................)..AL....................

In der Grafik sieht es nur nach einem Wort (MG) aus, aber die mehrfache Feindsprachenzugehörigkeit könnte den Großteil der Begriffe in der Mitte umfassen. Übrigens will ich Sie nicht als HN rechnen, ich habe nur Extreme angenommen, und dazwischen gibt es wohl so viele Grenzen wie Sprecher und somit unendlich Anlässe für lähmende Diskussionen um Wörter.
Nordlaender
20. Oktober 2016 12:29
@ Meier Pirmin

"Und wenn man für eine vernünftigere Politik in Deutschland wäre, auch in der Schweiz, wo die Masseneinwanderung proportional viel höher ist und in dieser Hinsicht ebenfalls mit unglaublicher Unehrlichkeit politisiert wird, dann sollte sich eine vernünftige Opposition nicht in die Wahnwelt von Verschwörungstheorien begeben."

Und worin besteht jetzt konkret der Zusammenhang zwischen der Wahnwelt - in der z.B. Geisteskranke leben müssen - und dem Aufstellen von Theorien über geheime Absprachen/Agenden (Verschwörungen)?
Heinrich Brück
20. Oktober 2016 12:32
Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905-1909:

Wanderung (Migration), die Erscheinung, daß manche Tiere zu regelmäßigen Zeiten im Jahr oder anscheinend regellos ihren Standort verlassen und vorübergehend oder für immer eine andre Heimat suchen. Solche Wanderungen werden zum Teil aus unbekannten Gründen meist in Massen ausgeführt, wie z. B. diejenigen der Wanderheuschrecke, verschiedener Schmetterlinge und Ameisen, einiger Landkrebse, mancher Fische (Lachse, Aale, Heringe etc.), sehr vieler Vögel, auch einzelner Schildkröten, Frösche und Säugetiere (z. B. des Lemmings). Regelmäßige Wanderungen machen besonders Zugvögel, die in der kalten Jahreszeit nach Süden ziehen und zu Anfang des Sommers in ihre alten Quartiere zurückkehren. Die große Sicherheit, mit der manche unter ihnen, z. B. die Störche, ihre Nester wieder auffinden, hat früher zur Annahme eines besondern Wandertriebes geführt, erlaubt jedoch eine einfachere Deutung. Man unterscheidet nämlich neben den eigentlichen Zugvögeln die Standvögel, die ihren Aufenthaltsort das ganze Jahr hindurch beibehalten, und die Strichvögel, die nur wenig oder in unregelmäßiger Weise umherziehen. ...

Volk (Populus), ein nach Abstammung u. Sprache, Sitte und Bildung zusammengehöriger Teil der Menschheit. Es wird aber noch V. und Nation unterschieden und unter ersterm die Gesamtheit der Angehörigen eines Staates verstanden (s. Nation). Auch bezeichnet man als V. die große Menge der bürgerlichen Gesellschaft im Gegensatz zu den durch politische Stellung. Reichtum und Bildung hervorragenden Klassen. - In der Jägersprache heißt V. (Kette) die sich zusammenhaltenden Familien der Rebhühner und Wachteln. Vgl. Gesperr.

Nation (lat., Völkerschaft), ein nach Abstammung, Sitte und Sprache zusammengehöriger Teil der Menschheit; Nationalität, die Zugehörigkeit zu diesem Teil. Das Wort N. wird nur in diesem Sinne, das Wort Volk sowohl in diesem Sinne als auch zur Bezeichnung der Angehörigen eines bestimmten Staates gebraucht. ... http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Nation?hl=nation

Völkisch, ein neuerdings neben völklich in Aufnahme gekommenes Beiwort, als Verdeutschung des Fremdwortes »national«.
der Gehenkte
20. Oktober 2016 13:58
@ Meier Pirmin

den „Gehenkten“ (das Pseudonym scheint mir widerwärtig)


Habe mir das nicht ausgesucht, die 12: Alistair Crowley: Book of Thoth: "... everything is reversed"

Der Gehenkte

DER FRAGER:
Den ich vom galgen schnitt, wirst du mir reden?

DER GEHENKTE:
Als unter der verwünschung und dem schrei
Der ganzen stadt man mich zum tore schleppte
Sah ich in jedem der mit steinen warf
Der voll verachtung breit die arme stemmte
Der seinen finger reckte auf der achsel
Des vordermanns das aug weit aufgerissen ·
Dass in ihm einer meiner frevel stak
Nur schmäler oder eingezäumt durch furcht.
Als ich zum richtplatz kam und strenger miene
Die Herrn vom Rat mir beides: ekel zeigten
Und mitleid musst ich lachen: >ahnt ihr nicht
Wie sehr des armen sünders ihr bedürft?<
Tugend - die ich verbrach - auf ihrem antlitz
Und sittiger frau und maid · sei sie auch wahr ·
So strahlen kann sie nur wenn ich so fehle!
Als man den hals mir in die schlinge steckte
Sah schadenfroh ich den triumf voraus:
Als sieger dring ich einst in euer hirn
Ich der verscharrte.. und in eurem samen
Wirk ich als held auf den man lieder singt
Als gott.. und eh ihrs euch versahet · biege
Ich diesen starren balken um zum rad
.

Stefan George
Meier Pirmin
20. Oktober 2016 14:40
@Nordländer. Um das geht es eben nicht. Das Pathologische liegt im unbedingten Rechthabenwollen mit Bildung eines entsprechenden Mobs von Gleichgesinnten mit Theorien und Untertheorien und Hilfshypothesen aufgrund von ein paar Indizien. Ein Lehrbuchbeispiel sind nicht wenige Theorien um die Ermordung von John F. Kennedy, bis hin zur Frau von Lyndon B. Johnson, Lady Bird, über die in New York unter Benützung einer wohl nur in Amerika möglichen Gedankenfreiheit mal ein einschlägiges Drama ("McBird") aufgeführt wurde. Gegen letzteres habe ich gar nichts, das ist die romanbildene Phantasie. Oder dann bei Theorien die theoriebildende Phantasie, die nichts wert ist, ist sie nicht von der kritischen Phantasie begleitet. Jede Theorie ist im Normalfall zuerst mal falsch, da hätte Ihnen Einstein weiterhelfen können. Pathologische Theorien sind im Gegensatz zur Relativitätstheorie solche, welche die eigene Identität als Rechthaber in Abgrenzung zu einer Feindgruppe von abgefeimten Betrügern und Menschheitsfeinden stabilisieren sollen.


Mein verstorbener Gewährsmann A.H. kannte diverse Leute aus dem Umfeld von Al Qaida und traute diesen Leuten die bedeutendste und erfolgreichste Tat in der Weltgeschichte des Terrorismus zu und nicht etwa dem Lager von George W. Bush. Im übrigen bitte ich den Forschungsstand des Jahres 2101 abzuwarten und tatsächlich im Sinn auch von _derjürgen die Diskussion vorläufig abzuschliessen. Bei Fragen des innerweltlichen Glaubens trifft man sich ja ohnehin nicht. Lieber unterhalten wir uns vielleicht einvernehmlicher über Claudia Roth, über die Broder in der Weltwoche von heute eine köstliche Kolumne geschrieben hat. Damit wären wir endlich wieder beim Frauenthema, wie von Kositza vorgegeben. Wirklich ist der Einzelfall. Wollte man denselben jeweils angemessen einordnen, müsste man sich erkenntnistheoretisch auf die Höhe bringen über die Möglichkeiten und Grenzen der Begriffe "Kausalität" und "Finalität". Hier haben Hume und Kant schon bedeutende Einschränkungen bei der Theoriebildung gemacht, die beschänktem und unbeschränktem Phantasieren Grenzen setzen. Man muss also aufpassen, dass sich der "Einzelfall" nicht zur "Einzelfalle" auswächst. Haben Sie das Buch von Kositza schon bestellt?

@Winston Smith. Auf dieser Basis könnte man zur Erstellung exaktester Klarheit arbeiten. Natürlich ist auch der Begriff "Nazi" Feindsprache, habe mich ertappt, den mir weltanschaulich äusserst fernstehenden Leers auf diesem Blog einen "islamistischen Nazi" oder ähnlich bezeichnet zu haben, dabei wäre "islamistischer Nationalsozialist" sachzutreffend gewesen. (Der oben genannte A.H. hat ihn gekannt und mir von ihm erzählt.) Am zweckmässigsten wäre es, ausser für reine Propagandazwecke, also institutionalisierte Lüge, so wenig Feindsprache wie möglich zu verwenden. Es wäre schon viel erreicht, wenn für eine Übergangszeit der Reinigung in jedem Geschichtsbuch, Literaturbuch, Philosophiebuch mit wissenschaftlichem Anspruch bzw. in jeder wissenschaftlichen Hochschularbeit ein Register mit nicht nur zitierten, sondern selbst gebrauchten Worten einer Feindsprache beigelegt werden müsste. Das brächte eher mehr zur eigenen Textreflexion als genderisierte Nomenklatur. Dieser Vorschlag hätte natürlich null Chancen. Es bleibt aber beeindruckend, dass etwa die Quaestiones disputatae von Thomas von Aquin vorbildlich wenig Feindsprache enthalten. Bei Darstellung gegnerischer Positionen zeigte er sich dann und wann bemüht, zur Verteidigung des Gegners sogar noch zusätzliche Argumente zu dessen Gunsten aufzubringen und auf Beschimpfung des Gegners als Einzelperson zu verzichten, um dann aber abgelehnte Theorien und im Einzelfall auch gutgemeinte Theorien aus dem eigenen Lager umso unerschrockener auf logischer Basis zu kritisieren.
Dietrich Stahl
20. Oktober 2016 14:54
@Meier Pirmin
Der Diskurs nimmt Fahrt auf. Das zeigt, dass den Diskutanten die angesprochenen Themen etwas bedeuten.

Ich respektiere, was Sie tun ohne wenn und aber. Jeder geht seinen Weg. Sie Ihren, ich meinen…


Diese Haltung versuche ich, gegenüber jedem zu praktizieren. Sie ist ein Prinzip, das Auseinandersetzungen nicht ausschließt.

Es wäre wohl kontraproduktiv, wenn ich versuchen würde, meine Semantik jedes Wortes, das ich hier verwendet habe, zu erklären.
Einerseits lehne ich die Verwendung politisch korrekter Sprache wohl recht radikal ab. Andererseits möchte ich niemanden verletzen. Also, nein, ich würde das Wort Neger nicht in der Gegenwart von Breel Embolo verwenden.

Verkürzende Skizze der Entwicklung eines Wortes:

Fremder/Ausländer – ausländischer Mitbürger – Immigrant – „Migrant“

Diese bewusst gesteuerte Entwicklung ist das, um was es mir geht. Die letzte Wortschöpfung versucht hinter dem glatten, wohlklingenden Wort das Eigentliche, um das es geht, zu verbergen.
Das mache ich nicht mit. Und das ist mein gutes Recht.

„Man muss.“
Ich versuche diese Formulierung, wie auch „man sollte“, zu vermeiden. Gelingt nicht immer. Das gehört für mich zum Respekt vor dem Anderen dazu. Jeder kann das selbstverständlich handhaben, wie er meint, es tun zu müssen.

…dann sollte sich eine vernünftige Opposition nicht in die Wahnwelt von Verschwörungstheorien begeben.


Werte Meier Pirmin, ich schätze Ihre Forschungsarbeiten in den Archiven und Büchern sehr. Ihr Ansatz, sich dem zu nähern, was uns hier eint, ist genauso gut wie jeder andere.

Die heutige Zeit mit ihren zweischneidigen technologischen Errungenschaften hat Werkzeuge zur Verfügung gestellt, die man nutzen kann – wenn man denn möchte. Für mich ist das Internet mit seinen Blogs, Foren, Youtube … ein sehr effizientes Arbeitsmittel. Bücher lesen bleibt selbstverständliches unverzichtbares Handwerkszeug des Autors. Aber ohne Internet wäre es mir nicht möglich gewesen, meinen Blog der Aufgabe entsprechend, in kurzer Zeit zu gestalten.
Es gibt dort eine Unterseite Verschwörungen:

http://www.freiheit-wahrheit-verantwortung.de/verschwoerungen/

Unter II.
Verschwörungs-Theorie oder Rumpelstilzchens Kampf gegen Freiheit und Wahrheit


versuche ich eine Art Metatheorie der Verschwörungs-Theorie zu entwickeln (noch in Arbeit).
@ Nordlaender Achtung an den Bindestrichbeobachter: Er wird hier bewusst verwendet.
Ganz kurz: Ich halte den Verschwörungsansatz für sehr produktiv.

Zum Glück gibt es so viele Sichtweisen auf die Welt, wie es Menschen, Tiere, Pflanzen, Steine, Sandkörner, … Atome … Universen … gibt.
Und keine ist richtig oder falsch. Jede hat ihre Wahrheit.
Meier Pirmin
20. Oktober 2016 15:05
@der Gehenkte. Grossartig! Danke. Aber dieses Ihr Pseudonym konnte man bis anhin nun mal nicht so verstehen. Habe erst dieses Jahr in der Geschichte der Kantonsschule Beromünster, deren heutiger Standort bei einer ehemaligen Hinrichtungsstätte liegt, die "Einweihung" des neuen modernisierten Galgens von 1562 beschrieben, mit der aus dem Archiv geschöpften Hinrichtungsformel: "Ich verrufe dich uss dem fried in den unfrieden, und künd dir ab alle fründschaft, auf die gegenwärtige stund hin, eerlos, wehrlos, rechtlos, verlassen im flecken Münster im Michelsamt heut und zu ewigen ziten."

Für die Innenansicht des transzendentalen Terroristen empfehle ich Georges Gedicht "der täter", welches Sie mit Sicherheit kennen. Ich überlasse es Ihnen, diesen Text allenfalls noch zu zitieren. Das ist eine phänomenologische Wahrheit über den welthistorischen Typus des menschenverachtenden gewaltsamen Täters jenseits von Verschwörungstheorien. Fragwürdig bleibt leider nur, dass der Täter von George heroisiert wird. Dies liess sich aber bei dieser monumentalischen Darstellung fast nicht vermeiden. Wohl auch deswegen lehnte Nietzsche die monumentalische Historie zugunsten der kritischen Historie ab, vgl. "Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben", sinnvoll auch im Hinblick auf den oben geführten Streit um Geschichte.
der Gehenkte
20. Oktober 2016 15:48
Sehr geehrter Herr @Dietrich Stahl,

gerade habe ich Ihre Verschwörungstheorietheorie oder Ihre Verschwörungstheoriemetatheorie gelesen und kann nur sagen:
Ich respektiere, was Sie tun ohne wenn und aber. Jeder geht seinen Weg. Sie Ihren, ich meinen…


Ist Ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, daß der Vorwurf der Verschwörungstheorien aufgekommen sein könnte, weil es Theorien von, die Verschwörungsbeschwörungen sind?

Nicht, daß es hier und da Aktionen hinter den Kulissen gibt, aber wenn man die Verschwörungstheorie zur Metatheorie erhebt, wenn man sagt "Es ist alles ganz anders", dann landet man ganz folgerichtig in der Absurdität, dem Dauerparadox, dem Ende allen Gespräches. Schon allein deswegen, weil jemand, der Ihnen widerspricht - wie gerade eben - Teil und Bestätigung der beschworenen Verschwörung sein muß - ein Troll, ein U-Boot o.ä.

Sie widersprechen damit bereits ihrer löblichen Devise, "Man-muß-Sätze" zu vermeiden. Und sie bewegen sich, wie angemerkt wurde, durch Selbstimmunisierung, in den "pathologischen" Bereich des unbedingt Rechthabens.

... was nicht heißt, daß man jeden einzelnen Ihrer Fälle diskutieren kann. Sie bemerken aufmerksam, daß die Kanzlerin, die jeden Tag 18 h redet, ein Mal von "Umsiedlung" gesprochen hat und ziehen die Schlußfolgerung: "Die Einwanderungs-Invasion, mit der Europa, insbesondere aber Deutschland, konfrontiert wird, ist das Resultat eines gigantischen Umsiedlungsprogramms." ...
Meier Pirmin
20. Oktober 2016 16:20
PS für den nunmehr besser eingeschätzten "Gehenkten". Der in vielem grossartige Stefan George sah die Weltgeschichte ausschliesslich monumental, weswegen etwa ein ehemaliger Wiener Männerheimbewohner für ihn "nicht von der Wölfin gesäugt" war. Er war nicht der Einzige, der die Geschichte so sah. Der Begriff "Shoa" zum Beispiel ist im Sinne von Nietzsche monumentalisierte Historie und aus diesem Grund schon aus Prinzip unwissenschaftlich, weltanschaulich gemeinschaftskonstituierend und im Sinnlosen sinnstiftend. Dies festzustellen hat mit billigen Entlastungsabsichten und parteilicher Historie nichts zu tun, so wie Nietzsches kritische Historie mit ein paar verzweifelten Hüftschüssen im Netz nicht zu leisten ist.

@Stahl. Was Sie als Ihr "Arbeitsmittel" bezeichnen, ist für Ihre private und gewiss hier vortragbare Meinungsbildung zu respektieren. Aber beachten Sie nur mal die als methodisches, nicht provozierendes Beispiel gemeinte oben zitierte Hinrichtungsformel aus dem Jahre 1562. Sie entstammt einer zwar ganz neuen Studie, zu der aber Google nicht mehr als 5% beigetragen hat, fast nur im Bereich der Banalitäten, wobei man aber auch dort aufpassen muss. Dies bedeutet noch lange nicht, dem Aktenfetischismus zu verfallen. Man muss zum Beispiel jenseits der Akte wissen, dass an jenem Galgen im Jahre 1562 eigentlich zwei Täter hätten hingerichtet werden sollen. Aber der erste und einzige nachgewiesene hingerichtete Homosexuelle von dort konnte vor Ort nicht aufgehängt werden, weil man von seinem "sodomitischen" Vergehen nicht reden wollte. Das steht nicht in den Akten und Sie müssen es trotzdem wissen. Analog muss man auch bei zeitgeschichtlicher Kritik arbeiten. Glauben Sie mir, dass Herumgoogeln nicht genügt. Über das historische Hinrichtungswesen habe ich vor Jahresfrist dem Schweizer Fernsehen auf Englisch ein Interview gegeben als Ergänzung zu meinen Erläuterungen in der Tagesschau – ich kam wie die Jungfrau zum Kind in die Tagesschau, weil kurzfristig niemand sonst erreichbar war, der die Geschichte der Guillotine und ihrer Vorgänger (Galgen, Räder, Richtschwerter) einschliesslich der letzten Hinrichtungen in der Schweiz aus anderen Quellen statt aus Google kennt. Die Geschichte des letzten Geräderten in meinem Land (Dr. iur. Franz Desgouttes 1817) schrieb ich im Jahre 2000 ohne Netz-Konsultation, wobei mir unterdessen leider einige Irrtümer zur Kenntnis gebracht worden sind. Wenn ich an die vielen Irrtümer denke, die mir trotz meiner Arbeitsmethode unterlaufen sind, wundere ich mich schon über das Rechthabenwollen der Internethistoriker.
Meier Pirmin
20. Oktober 2016 16:36
@Brück. "Völkisch" und "national" sind meines Erachtens überschneidende Begriffe, nicht Synonyme. Es gibt das Nationale als Bindungselement in völkisch homogenen Staaten, manchmal als Sprengelement wie in Belgien, andererseits Versuche, ethnisch uneinheitliche Länder zu Nationen zu schmieden, einen verbindenden Nationalismus der Willensnation zu konstituieren, was 1856 im vergessenen Fastkrieg zwischen der Schweiz und Preussen sich kristallisierte. Von der schweizerischen Nation in diesem Sinne sprach schon längst zuvor der Schelling-Schüler Ignaz Paul Vital Troxler (1780 - 1866) , über den es eine Sendung gibt "Sternstunde Philosophie" im Schweizer Fernsehen, die über das Netz abrufbar ist. Bei der Gründung des Kantons Jura 1978 war der Begriff "ethnie française" sehr umstritten, weil er als "völkisches Denken" ausgelegt wurde.
Nordlaender
20. Oktober 2016 17:06
@ Meier Pirmin

"Das Pathologische liegt im unbedingten Rechthabenwollen mit Bildung eines entsprechenden Mobs von Gleichgesinnten mit Theorien und Untertheorien und Hilfshypothesen aufgrund von ein paar Indizien."

Dann ist es wirklich verwunderlich, daß Verschwörungstheoretikern doch immer wieder Glauben geschenkt wird. Beispielsweise diesen Wahnbefallenen, die hinter gestiegenen Bierpreisen gleich eine geheime Absprache vermutet hatten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bierbrauer-affaere-die-wichtigsten-fakten-ueber-das-preiskartell-a-943254.html
Meier Pirmin
20. Oktober 2016 18:14
@Marodeur. Was Sie über die ungleiche "Verwendung" des Feminismus schreiben, mit seiner vielleicht doch einseitigen Reduktion auf Selbstauflösungstendenz, ist in vorbildlicher Kürze hochpolitisch gedacht und ist trotz dieser Reduktion eine Sicht auf etwas, das man sonst nicht sehen will.


@Fred. Ihre etwas metaphysischen Ausführungen über die Frauen und die Festung Europa erinnern unfreiwillig an das Zwiegespräch Monika/Meier betr. das "abendländische Selbstverständnis der Frau" mit dem anschliessenden Zitat der einstigen frauenkonservativen Vordenkerin Gertrud von le Fort. Es wäre gut, Frauen würden wieder und vermutlich abschliessend in die Debatte eingreifen.
Elementarsatz
20. Oktober 2016 19:23
@eulenfurz:

- die neoliberale Staatsführung spart dabei teure Bildungsweg wie bei Kindern der Einheimischen und sichert die Produktivität verhinderter Mütter und Väter, dabei den mangelnden Nachwuchs in bester Qualität* importierend, auch, um demographische Lücken zu stopfen,


Das sind die Argumente, die die "Eliten" hervorbingen, jedoch sind diese natürlich stuss. Herwig Birg hat in seinem Buch "Die alternde Republik und das Versagen der Politik" dargelegt, daß, nur um das Verhältnis der 15- bis 64jährigen konstant zu halten, im Zeitraum zwischen 1995 und 2050 etwa 188,5 Millionen Menschen nach Deutschland einwandern bzw. eingewandert sein müßen (Netto).

Davon ab handelt es sich nicht um "beste Qualität", wie jeder weiß, der die entsprechende Literatur kennt. Der mittlere IQ der _Studenten_ aus Nordafrika und Nahost liegt bei _92_! D. h. der Durchschnitts-Europäer -- nicht Student! -- ist im Schnitt klüger als der Durchschnitts-Student aus MENA. Was braucht man jedoch in einer Industrienation? Menschen, die z. B. mit Fourier-Transformationen umzugehen wissen, die also eine hohe Denkkraft besitzen.

Bei den Einwanderern von außerhalb Europas handelt es sich hauptsächlich um Steuer-Konsumenten, und nicht -Produzenten. Davon abgesehen, würde die Solidargemeinschaft so oder so vernichtet werden, egal, ob nur hochqualifizierte kommen oder nicht. Das hat Dvorak-Stocker ja in der aktuellen Neuen Ordnung angesprochen.

Es ergibt alles Sinn, wenn man davon ausgeht, daß das Ziel schlicht die Zerstörung der einstigen Kulturnationen der Weißen ist. Kleine-Hartlage geht, soweit ich weiß, mittlerweise davon aus, und auch Bruce G. Charlton schreibt das auf seinem Blog nun schon eine Weile. Ich sehe es inzwischen ähnlich, weil es kein großer Aufwand ist, sich z. B. Byron M. Roths "Perils of Diversity" zu kaufen und zu lesen, womit man eine der besten Abhandlungen zum Thema Einwanderung hat. Oder auch Richard Lynns "Dysgenics".

Die Daten liegen für jeden ersichtlich offen zutage, dennoch wird nicht danach gehandelt. Wieso? Eben weil wohl die Zerstörung das Ziel der "Eliten" ist.
Der_Jürgen
20. Oktober 2016 21:38
@Dieter Stein

Mit rationalen Argumenten werden Sie Menschen, die sich in ein Tunneldenken verrannt haben und jede Theorie, die nicht mit den Behauptungen von BILD und SPIEGEL übereinstimmt, als Verschwörungstheorie abtun, nicht überzeugen können. Diese Erfahrung habe ich in früheren Jahren schon so oft gemacht, dass ich meine Zeit nicht mehr an Diskussionen mit Leuten verschwende, die Argumenten, welche ihr Weltbild erschüttern könnten, nicht zugänglich sind. (Da ich, wenn auch nur noch für sehr kurze Zeit, in einem Land lebe, in dem die Menschen nicht annähernd so gehirngewaschen sind wie im Westen und sich ihr kritisches Urteilsvermögen sehr oft noch bewahrt haben, ergeben sich hier ohnehin kaum Anlässe für solch unfruchtbare "Debatten".)

Wenn man die Tunneldenker darauf hinweist, dass ein Wolkenkratzer wie Building 7 nicht "wegen Bürobränden" innerhalb von siebeneinhalb Sekunden im freien Fall einstürzen kann, sondern lediglich infolge von Sprengungen, plärren sie "Verschwörungstheorien, Verschwörungstheorien"; bestenfalls räumen sie zäheknirschend ein, dass es "noch ein paar ungeklärte Fragen" zum 11. September gebe. Auf die Idee, mal die Website der "Architects and Engineers for 9-11 truth" zu besuchen, kämen sie nie und nimmer, weil sie sich nicht gerne in die niedrige Welt der physischen Realitäten begeben. Dafür sind sie sich zu fein.

Diese Menschen sind durchaus nicht notwendigerweise dumm. Sie können hochintelligent und hochgebildet sein und über ein enzyklopädisches Wissen verfügen. Tunneldenken ist bei klugen Menschen ebenso verbreitet wie bei geistig einfach gestrickten.
Meier Pirmin
21. Oktober 2016 00:01
Noch abschliessend. Da es mir in nächster Zeit, vielleicht zur Entlastung einiger Genervter, nicht mehr möglich sein wird, mich zu äussern, noch eine kleine Korrektur zum 18. Oktober (Einheit Kaiser) 12.50 Uhr: Friedrich Engels, ein aus meiner Sicht trotz homophober Grundhaltung zitierbarer Denker frei von linkssentimentalischem Zungenschlag, hielt Aristoteles nicht für einen frühen Atheisten, sondern vielmehr für einen frühen M a t e r i a l i s t e n (These von der Ewigkeit der Materie). Aristoteles war vielmehr der Gründer des Deismus, heute noch für die Freimaurer von Belang. Aristoteles hielt seinen Gott für den sogenannten ersten Beweger, der sich anschliessend schlafen legte. Als Gott einmal von Engeln geweckt wurde, er solle doch endlich wieder mal eingreifen, ungeheuerlich wie es auf dem Planeten Erde-Welt zugehe, antwortete er, das sei ihm nicht vor nächsten Dienstag möglich. Dazu ergänzte der Erzengel Michael, der Patron der Deutschen mit Zweitfest am 8. Mai: "Der nächste Dienstag findet in 10 000 Jahren statt." Diese anekdotische metaphysische Ergänzung stammt weder von Aristoteles noch von Engels, sondern vom Suhrkamp-Autor Jürg Federspiel "Die Liebe ist eine Himmelsmacht". Im deutschen Rhein ertrunken am 11. Januar 2007.
Gustav
21. Oktober 2016 07:57
@ Meier Pirmin

"dann sollte sich eine vernünftige Opposition nicht in die Wahnwelt von Verschwörungstheorien begeben."

Die Bezeichnung einer Ansicht als Verschwörungstheorie ist eine gängige propagandistische Maßnahme im Rahmen der psychologischen Kriegsführung, die insbesondere zur Diskreditierung von investigativen Journalisten, die der Aufklärung von Geheim­dienst­operationen auf der Spur sind, eingesetzt wird.

Zitat:

«Der Begriff Verschwörungstheorie trägt nichts zur Wahrheits­findung bei, sondern führt zur Spaltung. Er ist ein Spaltungsbegriff.» - Dr. Daniele Ganser, Schweizer Historiker, Energie- und Friedens­forscher

Zitat:

«Der Begriff Verschwörungstheorie stammt von der CIA. Das war ein Begriff, um politische Diskurse zu leiten.» - Prof. Rainer Mausfeld, lehrt Wahrnehmungs- und Kognitions­forschung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

In einem Vortrag bei Arbeiterfotografie erklärte Andreas von Bülow 2007 den Begriff Verschwörungstheorie wie folgt:

Zitat:

«Zur Person muss ich Sie darauf hinweisen, dass hier ein von den Medien so benannter Verschwörungs­theoretiker zu Ihnen spricht. Doch wer einer mit machiavell­istischer Chuzpe angelegten staatlichen Verschwörung auf der Spur ist, wird von der Gegen­propaganda der hierzu instrumentalisierten Medien sofort mit dem Unwort des "Verschwörungs­theoretiker" belegt. Man versucht den der Aufdeckung gefährlich nahekommenden Kritiker auf diese Weise der Lächerlichkeit preiszugeben, ihm die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu rauben. Das ins Narren-Aus schickende Stichwort wirkt nicht viel weniger als das des "Kinder­schänders". Der naive Bürger und Konsument von Nachrichten wird sich nicht als "Dummbeutel", als "Naivling" erwischen lassen wollen. Er soll durch die Blendgranate "Verschwörungs­theorie" abgehalten werden, sich selbst auf den Pfad kritischer Betrachtung zu begeben. Der Kenner derartiger, fern der Sache liegender Medien­auswüchse wird die Desinformation staatlicher bzw. geheim­dienst­licher Quellen erkennen und sich nicht von der "heißen" Spur der Aufklärung abbringen lassen.»[
Monika
21. Oktober 2016 08:44
Ja, dann greife ich doch mal abschliessend in die Debatte ein.

Frau Kositza beschreibt gut, dass man seit Jahren schon auf den Einzelfall wartet, wo jeder sagt: Er reicht! Es ist genug ! Das ist die Wende...
Aber es heißt seit Jahren: Es könnte schlimmer kommen. Und wenn es dann schlimmer kommt, heißt es wieder: Es könnte schlimmer kommen.....
http://www.zeit.de/hamburg/2016-10/hamburg-vergewaltigung-prozess?page=2#comments
Und wenn die schlauen Männer hier das Forum benutzen, um ihr Wissen oder Unwissen vorzuführen, dann ist das gegenüber der Autorin des Buches schlicht unhöflich !
Meier Pirmin
21. Oktober 2016 08:49
@Nordländer. Für die nicht mal bedingungslos geheimen Absprachen bei der Bierbpreiserhöhung braucht es keine komplizierte Theoriebildung mit Welterklärung und Hilfshypothesen. Ich bin aber froh, dass Sie auf den Bierpreis kommen. Joseph Victor von Scheffel hat die Deutschen mit Schwerpunkt Bayern in einem Feuilleton von 1844 so charakterisiert, sinngemäss zitiert: Würde die Regierung beschliessen, dass sämtlichen Bürgern die Ohren beschnitten werden müssen, nähme man dies als gottgewollte Zuständigkeit der Obrigkeit hin. Aufruhr ist erst angesagt, wenn der Bierpreis erhöht wird. - Scheffel schilderte dann Unruhen in München im Zusammenhang mit einer Bierpreiserhöhung.
Monika
21. Oktober 2016 08:49
Siehe auch da:
http://www.focus.de/panorama/welt/prozess-in-hamburg-14-jaehrige-brutal-vergewaltigt-angeklagte-lassen-sich-vor-gericht-feiern_id_5861869.html
Da verstummt man nur noch, wenn man sich das Martyrium von Nicole vorstellt....

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