Sezession
18. Oktober 2016

»Die Einzelfalle« – Gespräch mit Ellen Kositza

Nils Wegner / 79 Kommentare

Vor einer knappen Woche erschien bei Antaios Ellen Kositzas Essayband Die Einzelfalle. Warum der Feminismus ständig die Straßenseite wechselt (hier einsehen und bestellen). Ausgehend von den Ereignissen der Neujahrsnacht in Köln und anderswo beleuchtet die Publizistin das krasse Mißverhältnis zwischen »Refugees-welcome«-Fanatismus und Selbstbestimmung der Frau – ein unauflöslicher Widerspruch zwischen liberalen Idealen. Wir stellten ihr einige Fragen zum Thema.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

SEZESSION: Seit den frappierenden Übergriffen zum Jahresbeginn, die das spöttische Wortspiel vom Rapefugee hervorbrachten, ist viel passiert. Zuletzt etwa rief der linke Szenetreff "Conne Island" in Leipzig um Hilfe, weil es zu allerlei Körperlichkeiten von Seiten ausdrücklich eingeladener "Flüchtlinge" kam; in Oberbayern gibt es, wie auch anderswo, offenbar inzwischen konkrete Gefahrenzonen für Frauen und Mädchen. Wieso vernimmt man zu diesen ständigen Vorfällen wenig bis gar nichts aus der frauenbewegten Ecke – wieso ein #aufschrei bei billigen Herrenwitzen, nicht aber bei hochaggressiven Belästigungen und Vergewaltigungen?

KOSITZA:Im Grunde, so kraß muß man es sagen, müßte hier wohl ein Psychiater mit pathologischen Begrifflichkeiten aufklären! Das Tabu, die Masse der übergriffigen Täter konkret, nämlich ethnisch, zu benennen, könnte man aus der deutschen Mentalitätsgeschichte nach 1945 herleiten. Lieber steckt man – in diesem Fall: frau – tüchtig ein, als eine Dichotomie à la fremde Täter – deutsche Opfer zu beklagen. Wobei es in diesem Fall ja nicht mal exklusiv um deutsche Opfer ginge! Die Leidtragenden sexualisierter Migrantengewalt sind keinesfalls vorrangig deutsche Frauen. Die Vielzahl der sogenannten Ehrenmorde auf deutschem Boden werden ja nicht an autochthonen Frauen verübt. Man tut jedenfalls so, als sei es ein Genderproblem, das irgendwie mit ubiquitären patriarchalen Rollenmustern zu tun habe und nicht mit kulturellen und reilgiösen Bedingtheiten. Der Old-School-Feminismus, den man der Emma rund um Alice Schwarzer nachsagt, war da, anders als die Aufschreitussis im neofeminstischen Lager, übrigens schon immer ziemlich aufmerksam und deutlich. Aber auch die Emmas eiern immer wieder ziemlich herum.

SEZESSION: Ihre Heimatstadt, Offenbach am Main, war eine der ersten ethnisch gekippten Städte der Bundesrepublik. Wie, wenn überhaupt, hat Sie die Zeit dort hinsichtlich des Spannungsverhältnisses zwischen Einwanderern und angestammten Frauen geprägt – und haben Sie seit Ihrem Umzug nach Sachsen-Anhalt eine Art "West-Ost-Gefälle" in Sachen "bedauerliche Einzelfälle" feststellen können?

KOSITZA: Na klar. Was heute hier und da tabubruchmäßig aus einzelnen Publizistinnen herausplatzt, nämlich, daß es fast ausschließlich sogenannte Südländer sind, die Frauen auf der Straße belästigen, war bereits in den achtziger Jahren meine Erfahrung im Rhein-Main-Gebiet. Und was das West-Ost-Gefälle angeht: Das sprengt vermutlich sogar die Landesgrenzen! Ich erinnere mich an ein Pirinçci-Zitat, das ungefähr so lautete: Wenn eine fremde Männerhorde in meiner Heimat die Frauen dort belästigte, würde man die Kerle an ihren Eiern an der nächsten Straßenlaterne aufhängen. Dermaßen "östlich" sind die Verhältnisse hier bei uns in den frischen Bundesländern sicher nicht, aber daß eine Silvesternacht in Dresden oder Bautzen eskalieren könnte wie in Köln, scheint mir unvorstellbar.


Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Kommentare (79)

Arminius Arndt
18. Oktober 2016 11:36

Und wären „Afrikanerinnen“ gemeint, würde man es heutzutage auch so mitteilen.

Deswegen wäre es im Sinne der politischen Subversion durchaus eine Idee, eine Frauenquote bei der Zuwanderung aktiv einzufordern, d.h. pro Mann muss mindestens 1 Frau zuwandern, sonst heißt es für alle anderen Männer: draußen bleiben (damit braucht man im Ergebnis dann vermutlich auch keine Obergrenzen mehr).

Warum sollen nur männliche Migranten von den Segnungen unserer besten aller möglichen Republiken profitieren?
(Ironie)

Meier Pirmin
18. Oktober 2016 12:14

@Arndt. Diesmal Eigentor. Die Frauenquote würde überaus dynamisch funktionieren, der Familiennachzug bis hin zur Grossmutter wird von den Conquistadoren längst als Menschenrecht beansprucht und statt Grenzen frei für 300 Millionen Männer, wie es oben heisst, würde man aus Gerechtigkeitsgründen gern 600 Millionen fordern, Frauen inbegriffen. Die positive Nebenfolge wäre vielleicht eine Entlastung der Frauen aus der einheimischen Bevölkerung. Bei Kositzas Zahlen würde ich vorläufig aber hinten je eine bis zwei Nullen wegnehmen. Gemäss Friedrich Dürrenmatt, "Der Versuch", eine Studie mit der futurologischen Absicht, die Gegenwart aus der Sicht von Archäologen aus dem Jahre 10 000 zu begreifen, verschwinden die Weissen in Europa erst um das Jahr 2500. Ein Grund mehr, die Nerven vorläufig noch etwas zu behalten.

PS. Dürrenmatts Archäologen graben u.a. auch ein "Eros-Center" angeschriebenes Gebäude aus dem Jahre 2000 aus. Wissenschaftler sind um das Jahr 10 000 der Meinung, die Inflation der Eros-Center zur Zeit der Jahrtausendwende 1999/2000 habe mit einem neu aufkommenden Fruchtbarkeitskult zu tun, womit dann auch die Bevölkerungszunahme in Europa eine ausreichende Erklärung findet. Man muss sehen, dass die Aussagen von Archäologen schon heute jeweils stark von Vermutungen durchwebt sind, wie der Grieche Anaximander gesagt hätte.

eulenfurz
18. Oktober 2016 13:49

@Arminius Arndt
Die gleiche berechtigte Frage wäre die, wieso die jungen, dynamischen Kerle mit Smartphone und Schleppergeld von diesen Segnungen profitieren sollen, während Schwache, Greise und fast Verhungerte in ihrem Elend verharren müssen.

Diese Frage wird aber nicht öffentlich debattiert, denn der derzeitige Status ist der Nomenklatura durchaus genehm:

- Der Kapitalismus setzt auf fertige, kräftige Handlanger und Lohndrücker für niedere Tätigkeiten (die Gewerkschaften sind korrumpiert),
- die neoliberale Staatsführung spart dabei teure Bildungsweg wie bei Kindern der Einheimischen und sichert die Produktivität verhinderter Mütter und Väter, dabei den mangelnden Nachwuchs in bester Qualität* importierend, auch, um demographische Lücken zu stopfen,
- die linksliberale, urbane Bildungsschickeria nutzt die ökonomischen Vorteile genügsamer Dienstleistungssklaven, denn sie räumen den Dreck weg, während die Party-Herrenmenschen auf der Oberfläche schwimmen können,
- die Linksextremisten hoffen auf eine kraftvolle, wachsende und unzufriedene Minderheit für den gesellschaftlichen Umsturz.

* Was die Dritte Welt eben so hergibt, immerhin macht sich dieser Schlag "für ein besseres Leben" in ein fremdes Land auf, er ist also relativ kreativ, frech, anmaßend, mutig.

Fred
18. Oktober 2016 14:08

Frau Kositza, Sie gehen davon aus, daß Frauen in erster Linie Opfer seien. Für die Frauen, die deutsch sind und deutsche Gefühle haben, mag das so sein, also sie werden sich auf jeden Fall als Opfer fühlen.

Mich hat aber längst der Verdacht beschlichen, daß es für viele Frauen (denen am Deutschsein nicht so viel liegt) eine gute Gelegenheit darstellt, einen richtigen Mann zu bekommen. Siehe nur die händchenhaltenden deutschen Frauen mit Schwarzen und Arabern, das ist nicht selten. Ich sehe regelmäßig eine ziemlich heruntergekommene deutsche Frau mit einem jungen gut aussehenden Araber...

Und, Frau Kositza, sind Sie sich da ganz sicher, daß die deutsche Frau sich in ihrer derzeitigen Rolle, arbeiten gehen zu müssen, also mit der Doppelbelastung Beruf UND Familie, so richtig glücklich ist? Das biologische Programm ist ein anderes und die soziale Rolle der Frau im Westen ist künstlich aufgesetzt. Vielen Frauen dürfte auch klar sein, daß sie ihre Planstelle nur aufgrund von Quoten, ausufernder Sozialindustrie, staatsbezahlter Kunst&Kulturbranche und ausufernder öffentlicher Verwaltung haben. Man wird sehen, wieviele Frauen plötzlich ohne diese Planstellen und Einkommen dastehen, nach dem Tag X. Einen arabischen Mann zu haben, ist dann besser, als einen gegenderten deutschen.

Unser Hahn hat seine Henne bestiegen, als die gerade mit dem Kopf im Futternapf stecke und nicht nach vorn weg konnte. Ich fand´s lustig. Jetzt hat die Henne 3 Küken und ist eine wirklich gute Mama.

Arminius Arndt
18. Oktober 2016 14:08

@Arndt. Diesmal Eigentor.

@M.P.
Stimmt (Kopfklatsch)! Quote ginge - wenn überhaupt! - nur bei absoluter Grenzeinlasskontrolle unter Versagung jeglichen Familiennachzugs (denn sonst stehen u.U. auch Alibi-Frauen Schlange und holen Männer nach).

Fakt an der Problembeschreibung der übergriffigen Migrantenmassen ist, dass Linke Ideen/Haltungen/Verhaltensweisen im Zuge der Willkommenskultur importieren und stillschweigend tolerieren, die sie im übrigen streng ablehnen. Hoffen die ernsthaft, dass das alles durch die Segnungen unseres Sozialstaates rundgeschliffen wird? Wo selbst die berühmte dritte Generation viel zu oft eher einen rollback vollzogen hat, als einen roll-forward in unsere wunderbare, bunte Leistungsgesellschaft.

la vie est belle
18. Oktober 2016 14:14

Ja, es ist schlichtweg rassistisch, einerseits wegen flapsigen Kommentaren einen #Aufschrei zu machen, andererseits bei Vergewaltigungen zu verharmlosen, zu relativieren und mit zweierlei Maß zu messen. Oder gar sich mit dem Täter zu solidarisieren. Dennoch wird es mit linken Frauen keinen vernünftigen Dialog in dieser Sache geben. Wohl aber mit Frauen aus der bürgerlichen Mitte, die nun erahnen, dass die Antwort auf die geworfenen Teddybärchen anders ausfällt - Disneyland ist abgebrannt.

Wenn es nach mir ginge, würde ich staatliche Unterhaltsersatzleistungen nur auf deutsche Väter beschränken, die anderen haben ja auch nicht in unser System eingezahlt und legen Kuckuckskinder ab. Ruckzuck würden deutsche Traumtänzerinnen sich flugs überlegen, welche Bedeutung die hiesige Verantwortungsmentalität eigentlich hat. Aber sollen sie mal ruhig weit rausrudern, der Sturm kommt schon noch.

Wichtig ist, dass Frauen wie Kositza, Kelle und Co. direkt an die jungen Frauen herantreten, wie eben mit dieser Schrift. Nur so kann es gelingen die Frauen noch stärker bei uns zu binden, was wiederum sehr zu begrüßen wäre.

Andreas Walter
18. Oktober 2016 14:43

Sex-Sklavinnen? Das können dann aber nur "Ungläubige" sein:

https://deutsch.rt.com/international/42046-saudi-arabien-unter-grossabnehmern-is/

Oder geht man da so "diszipliniert" vor, mit den muslimischen Jungfrauen? Und ist eine "Ungläubige" wiederum überhaupt halāl? So ganz konsequent ist auch der Islam nicht, wie mir scheint.

Gustav
18. Oktober 2016 14:48

In einem seiner brillantesten Essays „Political Correctness – die Rache des Marxismus“ ,das unbedingt in Gänze gelesen werden sollte, geht Fjordman darauf ein, warum politische Korrektheit wirklich eine Form des Marxismus ist, die er, um sie vom „harten“ ökonomischen Kommunismus der Sowjetunion abzugrenzen, als „weichen“ Kommunismus oder auch Kulturmarxismus bezeichnet.

Er eröffnet das Essay mit einem Zitat von Theodore Dalrymple, das ich für augenöffnend halte und daher hier in voller Länge einstelle:

„Political Correctness ist kommunistische Propaganda im Kleinen. Während meiner Studien kommunistischer Gesellschaften bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es nicht der Zweck kommunistischer Propaganda war, zu überzeugen oder zu überreden oder gar zu informieren, sondern zu demütigen; und deshalb war sie umso besser, je weiter sie von der Realität entfernt war. Wenn Menschen gezwungen sind, zu schweigen, wenn ihnen die offensichtlichsten Lügen erzählt werden, oder – schlimmer noch – wenn sie gezwungen sind, diese Lügen auch noch selber zu wiederholen, dann verlieren sie ein für alle Mal ihren Sinn für Redlichkeit. Sich mit offensichtlichen Lügen einverstanden zu zeigen, bedeutet, dass man mit der Schlechtigkeit kooperiert und auf ein gewisse Art auch selber schlecht wird. Die Kraft, sich irgendetwas zu widersetzen, bröckelt dadurch oder wird sogar ganz zerstört. Eine Gesellschaft von kastrierten Lügnern ist leicht zu kontrollieren. Ich denke, wenn man die Political Correctness untersucht, wird man feststellen, dass sie den gleichen Effekt hat, und das ist auch beabsichtigt“

Manche bezeichnen Kulturmarxismus auch als die Mischung zwischen Freud und Marx oder als Freudo-Marxismus, weil in ihm gesellschaftliche Phänomene mit Freudscher Psychoanalyse verbunden werden. Wiederum andere sehen Kulturmarxismus als eine Mischung aus Marx, Freud und Boas, der als Begründer des Kulturrelativismus gilt.

Die Gründer der Frankfurter Schule waren Marxisten, die nach einem Weg suchten, die christlich-abendländische Zivilisation, d.h. Loyalität zu „Gott und Vaterland“ zu zerstören, da sie diese als Haupthindernis bei der Umwandlung in eine kommunistische Gesellschaft wahrnahmen. Die kleinste Keimzelle der Nation, die Familie war dabei auch eines ihrer Hauptangriffsziele, Feminismus und „sexuelle Revolution“ waren die Waffen gegen die Familie. „Gott und Vaterland“, Kunst und Philosophie wurden der ätzenden Säure der Kritischen Theorie ausgesetzt, einer Methode, Kritik um der Kritik willen zu üben, und zwar nicht, um zu Verbesserungen anzuregen, sondern um zu „dekonstruieren“, was nichts weiter als ein geschwollenes Fremdwort für „kaputt machen“ ist. Finanziert wurde das Unternehmen von dem Mäzen Felix Weil, der erste Direktor war Carl Grünberg. Und diese beiden Herren schlagen Sie bitte selber nach, wenn Sie eine Vermutung überprüfen wollen, die sich Ihnen jetzt vielleicht aufdrängt.

Ein gebürtiger Hesse
18. Oktober 2016 14:51

Gutes Gespräch, noch viel besseres Buch. Es ist nachgerade fulminant, was Kositza aus dem Schreckensthema in ihrem klugen und weitdenkenden Schreiben alles herausholt, obwohl man vielleicht geglaubt hatte, ihre diesbezüglichen Standpunkte schon zu kennen. Das ist einer der schönsten Irrtümer, denen ein Leser aufsitzen kann: daß seine Einschätzung eines werten Autoren ihn bereits darüber aufzuklären scheint, was in dessen neuen Buch so drinsteht. Liest er es jedoch, wird ihm klar, um wieviel reichhaltiger, neuer und unbekannter die Dinge sind, die ihm der Autor da aufs Neue anreicht. Und das macht die Qualität des Autors aus: daß die Antizipation seines Lesers ihn stets ein gutes Stück verfehlt, daß mit Mohler gesprochen "die Welt nie ganz aufgeht". Der Rest, der bleibt, ist die eigentliche Heimstätte seiner Inspiration - a Room of One's Own.

Meier Pirmin
18. Oktober 2016 15:33

Der Text von Kositza ist differenzierter als er unten weitererörtert wird, dort allzu sehr auf der üblichen Jammerlinie der Migrationskritik, möchte mich selber da nicht mal ausnehmen, wiewohl mein Text mit Bezugnahme zu Dürrenmatt etwas satirisch zu nehmen ist.

Klug spricht Kositza das Stichwort des "Patriarchalischen" an, welches für schlechtes bis kriminelles Benehmen von Männern immer herhalten muss. Natürlich trifft sie es im Hinblick auf die Herkunftskulturen der Migranten. Aber ständig mit dem Patriarchat zu kommen ist erstens mal feministische Feindsprache, zweitens müsste auch in Afrika und Asien zwischen kultiviertem und unkultiviertem Patriarchat unterschieden werden. Drittens ist herkömmliches sexistisches Benehmen von uns Männern nicht patriarchalisches Benehmen. Wer die Sau ablässt benimmt sich auch patriarchalisch höchst unzivilisiert. Im Gegenteil, das primitive Benehmen auf heutigem Niveau, nicht nur von Fussballanhängern, ist wenn schon postpatriarchalisch. Die heutigen Jungen werden in Umgebung einer Mehrheit von weiblichen Betreuerinnen, von der KITA bis zur Schule und Hochschule, wo ihnen manchmal bei den nichtnaturwissenschaftlichen Studienfächern nebst sehr guten auch quotenbedingte politisch bevorzugte Professorinnen zugemutet werden, alles andere als patriarchalisch sozialisiert. Die Genialität und die Begeisterungsfähigkeit des Knaben und des Jünglings werden unter diesen sozialen Bedingungen nicht mehr ausreichend abgerufen. Wenn die nun zu pöbeln beginnen, so ist dies vieles, aber gewiss nicht einfach "patriarchalisch".

Patriarchale Verhältnisse herrschten in Deutschland noch zur Zeit Fontanes rund um Effi Briest, aber nicht bei den Jungs von heute. Heide Simonis (SPD) forderte schon vor 20 Jahren zur naturwissenschaftlichen Förderung von Mädchen wieder geschlechtergetrennte Schulen. Um Jungs endlich wieder geistig hungrig zu machen, im Hinblick diesmal auf die Kulturfächer, wäre das vielleicht auch für sie keine schlechte Lösung. Als Gegenargument wird man heute wohl die Migrantenkinder bringen, die in den gemischten Klassen in die gemische Gesellschaft integriert werden müssten. Es ist aber nicht mal sicher, dass dies wirklich funktioniert, nicht nur wegen der Handschlagfrage. Fordere mit diesen Überlegungen jedoch nicht die Wiederherstellung des Patriarchats. Es genügt, dass Männer zu Männer erzogen werden sollten und dass es um ein Mannsein geht, für das sich keiner entschuldigen muss. Bin selber Vater von Töchtern, die sich in ausgeprägter Männerumgebung (z.B. Polizei) durchzusetzten verstanden.

der Gehenkte
18. Oktober 2016 15:47

Der Begriff "rapefugee" ist nicht mehr als ein halbgelungenes Wortspiel, ein running gag. Man kann darüber mal lächeln, aber seine Dauerpräsenz ist störend. Erstens ist er unnötig verallgemeinernd und zweitens erschwert er die Öffnung zu potentiellen Verbündeten hin.

Man müßte jedes Mal deutlich machen, daß wir - wenn es um Sexualdelikte geht - von einem statistischen Mittel und einer logisch herzuleitenden demographischen Erscheinung sprechen. Bei einem Männerüberschuß, insbesondere bei jungen Männern, die zudem ein anderes "Frauenbild" haben, entspricht er der statistischen Erwartung, daß es signifikant höhere Übergriffszahlen geben muß. Gemessen an der Ausgangsgröße sind das aber kleinere Zahlen. Der Begriff rapefugee suggeriert jedoch eine Verallgemeinerung udn ist in der Tat eine Generalunterstellung, die weder mit der Realität übereinstimmt noch besonders intelligent und gesprächsoffen ist.

Ich habe mir im letzten Jahr die Mühe gemacht - gemäß dem Meier-Pirminschen-Motto, sich dem Unangenehmen auszusetzen - den Kontakt zu vielen dieser jungen Männer zu suchen und habe meist positive Erfahrungen machen dürfen.

Sexualität wird dort nicht thematisiert, ist aber, wenn man aufmerksam ist, ein Dauerthema. Es gibt verschiedene Lösungsstrategien: Nachzug des eigenen Weibes, Heirat oder Heiratsvermittlung, Rückzug nach Türkei, religiöse Sublimation ... Keiner von denen käme vermutlich für ein Sexualdelikt in Frage.

Mir schwant: Nicht alle wollen das hören. Aber es führt nichts an der Differenzierung innerhalb der "intelligenten Rechten, der schönen Rechten ..." vorbei. Der Abstieg in die Archive ist notwendig aber auch der Abstieg in die gelebte Empirie.

Caroline Sommerfeld
18. Oktober 2016 15:51

Siehe nur die händchenhaltenden deutschen Frauen mit Schwarzen und Arabern, das ist nicht selten.

In Wien sind das ebenjene, aber auch hübsche Studentinnen und Kulturmädels und -muttis, die plötzlich "Das ist mein Mann!" (Abschiebeverhinderungsehe) an ihrer Seite haben. Und damit eine Menge neuer Probleme, die in ihrem Milieu nicht vorkamen: Gewalt, Kriminalität, Drogen, Arbeitslosigkeit, Delogierung - wenn schon nicht des eigenen Mannes, dann doch von dessen Bekannten und Freunden. Das erleben die Damen als "reality check" und sudern, wie abgehoben und saturiert ihr bisheriges Leben doch gewesen ist und wie wichtig es ist, in der Realität anzukommen. Desgleichen solche Frauen, die in der Flüchtlingsindustrie ("Ich studier jetzt Migration Management!") ein Auskommen finden. Diese sind für mich auf absolut frappierende Weise kolonialistisch in ihrem Denken, wenn sie den "Betreuten" langsam und geduldig beibringen, daß man seine Wäsche selber waschen, putzen und Mist raustragen muß ("Das kennen die ja nicht aus ihren patriarchalen Gesellschaften"), und gestandenen Familienvätern erklären, daß man seine Kinder nicht schlägt, wenn die nicht zur Schule gehen wollen, sondern mit ihnen diskutiert.

Rosenkranz
18. Oktober 2016 16:45

@Fred

In Hamburg sehe ich jetzt häufiger junge und hübsche Frauen mit oft wirklich häßlichen Schwarzafrikanern bzw. Arabern. Teils stolz gehen diese Frauen mit ihrem neuen Statussymbol durch die Gegend. Auch Nachwuchs ist bei diesen Paaren keine Seltenheit. Und eine Sache beobachte ich noch: Es ist immer die Frau, die an der Kasse zahlt.

Treverer
18. Oktober 2016 17:07

@Caroline Sommerfeld
Frauen - Ausnahmen bestätigen die Regel - sind geborene Erzieherinnen, und nachdem sie den westeuropäischen Mann weitgehend erzogen haben, wagen sie sich nun an anpruchsvollere Aufgaben heran - den afrikanischen und orientalischen Mann. Wünschen wir ihnen und uns viel Glück.

laokoon
18. Oktober 2016 17:13

Könnten einige Foristen bitte damit aufhören diesen Kommentarbereich mit ihrem persönlichen Ersatz-blog zu verwechseln! Es mögen gute Beiträge darunter sein, aber in meinem Freundeskreis hat sogar schon der Neologismus "rummeiern" Einzug gehalten, der das penetrante Okkupieren von Gesprächsrunden beschreibt.

Und an Frau Caroline Sommerfeld, für mich sind sie die Entdeckung des Jahres 2016. Ihre Texte sind eine absolute Wonne! Großes Lichtspielhaus, was Sie abliefern!

Monika
18. Oktober 2016 17:20

Was wäre das „Eigentliche“ der abendländischen Frau, zumal in ihrem eigenen Selbstverständnis ?
Ist es nicht ihre umfassende Integrität ?
Ihr Recht, über den eigenen Körper zu verfügen, ihre Stimme zu erheben ?
Warum tut sie letzteres so schamhaft, so undeutlich und verunklarend, wenn es um Gewalt durch Fremde geht ?

Ellen Kositza, Die Einzelfalle

Ja, das ist die große Frage. Warum tabuisieren nicht nur die Aufschreitussis die massiven Übergriffe, sondern warum eiern auch immer wieder die Emmas rum ?
Mal ein anderer Erklärungsversuch:
Vielleicht hat ja schon der Altfeminismus das "abendländische Selbstverständnis der Frau" zerstört ?
Die Theologin und Philosophin Hanna Barbara Gerl Falkowitz hat das zum Thema gemacht. Ihre Argumentation:
" Die Frauenbefreiung hat ihr Subjekt verloren, weil es keine Frauen gibt"
Gemäß Simone de Beauvoir werden Frauen nur gemacht. Das war ja das Credo der Emmas.
Inzwischen ist die binäre Unterscheidung männlich/ weiblich ganz in Auflösung begriffen. Durch die Gendertheorie. Was männlich oder weiblich ist, wird zugeschrieben. Zuschreibungen ersetzen die Biologie. Wir leben nicht nur in einem posthumanen Zeitalter, sondern auch in einem postsexuellen. Auf eine 'derart veränderte Sicht des konstruierten Geschlechts' im Zielland , treffen nun massenhaft junge kraftstrotzende Männer aus anderen Kulturkreisen. Zunächst mal Biologie. Da versagen die Zuschreibungen. Da wird das Eigenverständnis erschüttert.
Da geht es ans Eingemachte auch der Altfeministen.
Was kann bei einer solchen massiven Kulturkonfontation denn herauskommen ?
Die Frage, was über Zuschreibungen hinaus männlich oder weiblich ist, stellt sich in dieser Konfronation in ganz elementarer Form. Ganz einfach:
Diese Männer brauchen eine Frau. Und kein Konstrukt. Die bedrängten Frauen fühlen diesen massiven Angriff auf ihre Körper als zutiefst verunsichernd.
Da wird nicht unterschieden zwischen Körper und Leib.
Helmut Plessner unterscheidet zwischen Körper und Leib: Ich habe einen Körper, aber ich bin mein Leib. Diese Unterscheidung hat schon der Altfeminismus aufgehoben. Und kann deshalb auch nicht die Frau verteidigen, ohne sich selbst abzuschaffen. Sonst müßte er zugestehen, das das Weibliche auch einen Anteil an "Ungemachtem" enthält.
Vor allen Zuschreibungen. Und sei es nur das "Biologische".
Erst dann kann man die kulturellen Unterschiede herausarbeiten.
Warum fallen etwa die chinesischen jungen Männer nicht über ihre Frauen her ?
Durch die Ein-Kind-Politik( Abtreibung der Mädchen) fehlen in China 80 Millionen junge Frauen. Die jungen Männer unternehmen riesige Anstrengungen, um eine Frau zu finden ( Heiratsmärkte, Brautkäufe usw.)
Von Massiven Übergriffen auf junge Frauen hört man eher nichts.
Fazit:
Der Feminismus hat sich seines eigenen Instrumentariums beraubt:
Der Frau....
Seltsam nur, das es noch Schwarze gibt.
Man wird als Schwarzer nicht geboren, man wird zum Schwarzen gemacht.

M. M.
18. Oktober 2016 18:49

"Feministen" in anderen westl. Ländern verhalten sich genauso infam. Sie geißeln Mikroagressionen wie z. B. die von Brüderle in der Dirndlaffäre und importieren Makroaggressoren aus isl. Ländern, deren Attacken sie leugnen oder relativieren. Entsprechend behaupten "Antirassisten" einen Rassimus der real sehr harmlosen Mehrheitsgesellschaft und importieren Türken, Kurden, Araber, Schwarze, Sunniten und Schiiten, die sich hassen und verachten. Beides aus den gleichen Gründen - Leute ohne marketable skills, die sich Pfründe bei der Bekämpfung von Sexismus/Rassismus verschaffen und gegen die eigentliche Opfergruppe, die Steuerzahler, Dauerattacken fahren, damit sie keine Minute zur Besinnung kommen.

Das Ganze als spezifisch deutsches Problem zu betrachten ist sachlich und rhetorisch falsch, denn so wie die Korrupten Gewalt von "Migranten" als Einzelfälle verharmlosen, so erklären sie das grundsätzliche Problem mit Einwanderern aus isl. Ländern zum jeweils spezifischen Problem der aufnehmenden Länder, das läuft in Italien oder Australien auch nicht anders als hier. Das Spiel sollte man nicht mitspielen, es dient der Ablenkung. Es gibt sicher auch ideologische und psychologische Beweggründe aber letztendlich gilt: it's the economy, stupid! Dazu kommen Rangkämpfe innerhalb sozialer Gruppen. Um Status zu signalisieren, haben Eliten in China ihren Frauen die Füße verkrüppelt, in Mittelamerika hat man Kinderschädel verformt. Unsere Eliten sind derzeit nicht weniger rücksichtslos, es gibt nichts Neues unter der Sonne, so etwas verläuft zyklisch, derzeit ist es wieder besonders schlimm.

Fred
18. Oktober 2016 20:30

@ der Gehenkte
Dienstag, 18. Oktober 2016, 15:47

Der Begriff „rapefugee“ .................................

Doch, dieser Begriff ist ziemlich gelungen. Die simple Verballhornung ist ein richtiger Schuß ins eigene Knie für die Wort-Designer in den Thinktanks und NGO´s, die diese Begriffe als Parolen an linke Schülerinnen und Studentinnen ausgeben.

Ich habe mir im letzten Jahr die Mühe gemacht ... ... und habe meist positive Erfahrungen machen dürfen.

... … Keiner von denen käme vermutlich für ein Sexualdelikt in Frage.

Mir schwant: Nicht alle wollen das hören.

Absoluter Käse. Sollen sie doch vergewaltigen, wenn es zu ihrer Kultur gehört. Darüber zu urteilen, haben wir gar kein Recht. Jedem seine Kultur, in seinem Land.

Deutschland ist der Lebensraum des deutschen Volkes. Es ist zersetzerisch, über die Kriminalitäts- oder Gewaltgeneigtheit von Menschen zu diskutieren, die gar nicht hier sein dürften. Sie müssen das Land verlassen, das ist absolut das einzige, was ich von ihnen erwarte.

Und nein, die wenigsten werden ihr Weib* nachholen. Nur über die Verheiratung mit deutschen Frauen kommen die Eroberer in unsere Grundbücher. Ein Aspekt, der bisher nicht genügend Beachtung findet!!!

* Weib ist so ein schönes Wort! Für das, worüber wir hier reden, gilt für mich der Begriff Gebärmaschine.

Der_Jürgen
18. Oktober 2016 20:56

@Laokoon

Bezüglich der neuen Sezessionistin Caroline Sommerfeld geht es mir wie Ihnen: Ich empfand bei der Lektüre ihrer Beiträge dieselbe Freude wie seinerzeit beim Lesen der ersten Texte von Lichtmesz und Sellner, auf die ich stiess. Ein Ausnahmetalent, sowohl gedanklich als auch sprachlich.

@Eulenfurz

Ich schätze Ihre Kommentare im allgemeinen sehr, aber diesmal scheint mir, dass Sie auf dem Holzweg sind. Die These, wonach die Wirtschaft am Zustrom von billigen Arbeitskräften interessiert sei und die Flut deswegen fördere, wird besonders nachdrücklich von einem Blogger verfochten, der sich "Killerbee" nennt und sich früher auch ein paar Mal auf diesem Forum zu Wort meldete, das er in seiner Weisheit für einen CDU-Think Tank hielt.

Ich halte von dieser These nichts. Die Wirtschaftsführer mögen vielleicht amoralisch sein, aber Dummköpfe sind sie schwerlich. Sie können zwei und zwei zusammenzählen und wissen darum, dass die Wirtschaft in einem kollabierenden, von ständigen sozialen und ethnischen Spannungen erschütterten Staatswesen nicht gedeihen kann. Als billige Arbeitskräfte würde sie vielleicht Ukrainer begrüssen, nicht jedoch Leute, die von ihrer Tradition her eine niedrige bis sehr niedrige Arbeitsmoral haben und grossenteils vermutlich überhaupt nicht zu arbeiten gedenken.

In this case it is not the economy, stupid (um eine bekannte amerikanische Weisheit zu persiflieren). Die Gründe für die Förderung des Grossen Austauschs sind nicht ökonomischer Natur, sondern wurzeln in einer wahnsinnigen Ideologie. Dass der eine oder andere Wirtschaftskapitän mit den Wölfen heult und für die Aufnahme von "Flüchtlingen" wirbt, ändert nichts daran.

Winston Smith 78699
18. Oktober 2016 21:18

Der so umwerfend gehaltvolle Kommentar https://sezession.de/c328245 ist der bislang einzige von einem "laokoon" mit kleinem "l" vornedran - leider verwechselbar mit einem "Laokoon". So gehaltvolle Kommentare wünsche ich mir haufenweise, die bringen uns alle auf neue Ideen.

Meier Pirmin
18. Oktober 2016 21:32

@Monika. Man könnte den Abschluss Ihrer letzten Ausführungen mehr humoristisch nehmen. ich schlage also eine Feminisierung Ihrer Aussage vor: "Man wird als Schwarzer nicht geboren, man wird zur Schwarzer gemacht."

China: Das Thema sexuelle Belästigungen von Frauen ist in Chinas Presse-System schon deswegen nicht vorgesehen, weil in der Zeitung und in den Medien grundsätzlich Negativnachrichten über sagen wir mal mangelnde Arbeitsmoral hinaus und noch den gelegentlichen Kampf gegen die Korruption nichts verloren haben, am wenigsten Negativnachrichten, Sexuelles betreffend. Solche Nachrichten wären totale Systemkritik! Das Publikationswesen in China ist, ist, wie ich nicht aus der Zeitung weiss, wo Sie es nicht nachlesen können, einschliesslich der Buchverlage stärker kontrolliert, als es im 3. Reich die Norm war.

Zum "abendländischen Selbstverständnis der Frau": Mit diesem sind Sie und ich noch aufgewachsen. Die bedeutendste Repräsentantin war die Autorin und katholische Konvertitin Freifrau Gertrud von le Fort, Verfasserin zum Beispiel von "Die ewige Frau." Eine ihrer Maximen, die einem noch in den Fünfziger Jahren an katholischen Schulen eingetrichtert wurde, lautete: "Fällt der Mann, fällt nur der Mann. Fällt aber die Frau, so fällt ein ganzes Volk." Das also war das abendländische Selbstverständnis der Frau. Damit genug "rumgemeiert" für heute.

Ralf Kaiser
18. Oktober 2016 21:54

@ Meier Pirmin (12:14 Uhr)

Mit Verlaub, das war wohl Xenophanes, nicht Anaximander.

der Gehenkte
18. Oktober 2016 23:00

@ Fred

Absoluter Käse. Sollen sie doch vergewaltigen, wenn es zu ihrer Kultur gehört.

Absoluter Käse! Es gibt keine Kultur der Welt, zu der Vergewaltigen als Kulturkonstante gehört. Die Vergewaltigungsraten in muslimischen Ländern sind deswegen so hoch, weil der Islam Sexualität unterdrückt und weil sich aufgestaute sexuelle Energie entladen muß - in der Regel aber nicht durch Vergewaltigungen, sondern durch Sublimierungen. Im statistischen Mittel muß man dann auch eine vergleichsweise höhere Vergewaltigungsrate erwarten. Die ist aber nur relativ hoch. Es hat Phasen in der Geschichte gegeben, wo sie sicherlich höher war - von Kriegszeiten ganz zu schweigen, ebenso von taktischen Machtdemonstrationen.

Der Islam hat ein Sex-Problem, aber die Sache ist etwas komplexer, als Sie offensichtlich glauben.

@

Nur über die Verheiratung mit deutschen Frauen kommen die Eroberer in unsere Grundbücher

Nochmal Käse. Im Islam herrscht asymmetrische Endogamie - Männer dürfen Frauen der Buchreligionen heiraten, wenn diese (in der Regel) zum Islam übertreten, zumindest aber die Kinder muslimisch erzogen werden. Frauen dürfen nicht außerislamisch heiraten. Statistisch handelt es sich aber um einen Bereich um 2 oder 3 Prozent bei den Ehen Muslim-Deutsche; meist sind es konvertierte Frauen (die Konversion, die rapide zunehmen wird, ist die eigentliche Gefahr). Muslime suchen Musliminnen und zwar in der Regel durch Heiratsvermittlung, also innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft. Kaum jemand dürfte dabei "an unsere Grundbücher" denken. Und die hier im Forum erwähnten abgehängten Frauen, die sich ihr Selbstwertgefühl nun durch muslimisches Begehren aufpolieren, haben in der Regel keine Grundbücher.

Ich habe selber Fälle kennengelernt, wo ein heiratswilliger Mann zum Imam/Heiratsvermittler geht und dann wird gesucht: in Deutschland aber auch im arabischen Raum und zwar in der Gegend, aus der der Mann stammt. An deutsche Frauen als Ehepartner denkt kaum einer.

Einfach mal Kontakt mit der Realität suchen ...

Dietrich Stahl
19. Oktober 2016 07:27

@Meier Pirmin
Im Zusammenhang mit „Patriarchat“ sprechen sie von „Feindsprache“.
Zustimmung. Ein paar Zeilen später sprechen Sie von „Migrantenkindern“. Das ist für mich Feindsprache schlechthin.
Sie können sich ja in Ihrem schwyzer Land noch der Fremdenpolizei rühmen. Bei uns gibt es das „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ und Gleichstellungsbeauftragte.
Das Berliner „Integrationsbüro“ definiert seine Aufgabe in feindsprachlichem Neusprech so:

Die Integrationspolitik des Bezirks ist eine Querschnittsaufgabe mit dem Ziel, eine chancengleiche Teilhabe direkt und für alle – unabhängig von ihrer Herkunft – zu ermöglichen.
Ein Leitbegriff ist hierbei ´interkulturelle Öffnung´, in der Verwaltung, in der Gesellschaft, in den Medien, in der Politik.“

“Interkulturelle Öffnung”, noch so ein Feindbegriff.

Feindsprache trifft es auf den Punkt. Wir sind mitten in einem Kultur-Krieg, der vor allem ein Krieg der Ideen und der Worte ist.
Deswegen ist dieses Forum hier so wichtig. Konservativ/rechte Ideen werden diskutiert, formuliert und – hoffentlich – kreativ/innovativ/visionär entwickelt.

Was ich auch an Frauke Petry schätze, ist dass sie bewusste Kriegerin in diesem Kampf zu sein scheint – auch Björn Hocke et al. Frauke sieht aber besser aus – um einen Beitrag zum "sexistischen Diskurs" zu leisten.

Zitat aus dem vorigen Diskussionsstrang:

Frauke Petry und Björn Hocke sind kreative ´Reinigungskräfte´ für deutsche Worte. Worte können zwar beschmutzt werden, eine erfrischende Dusche kann den ganzen Dreck aber abwaschen.
Völkisch, Heimat, national – nur ein paar der Worte, die Frauke und Freunde abgeduscht haben.

Dietrich Stahl
19. Oktober 2016 08:03

@der Gehenkte

Der Begriff „rapefugee“ ist nicht mehr als ein halbgelungenes Wortspiel, ein running gag. Man kann darüber mal lächeln, aber seine Dauerpräsenz ist störend. Erstens ist er unnötig verallgemeinernd und zweitens erschwert er die Öffnung zu potentiellen Verbündeten hin.
Man müßte jedes Mal deutlich machen, daß wir – wenn es um Sexualdelikte geht – von einem statistischen Mittel und einer logisch herzuleitenden demographischen Erscheinung sprechen.

Ihre Argumentation kann man in ähnlichen Formulierungen in Gutmenschen- und Kampfschriften des Feindes lesen. Das soll keine Unterstellung sein. Nur ein Hinweis.