27. Dezember 2016

Anis Amri: Terroranschlag mit Ansage

von Michael Wiesberg / 22 Kommentare

In der Nacht zum 23. wurde der mutmaßliche Schwerverbrecher Anis Amri, wohl verantwortlich für den Berliner Weihnachtsmarkt-Anschlag, von italienischen Polizisten in einem Vorort von Mailand erschossen.

 

Michael Wiesberg ist Lektor und freier Publizist.

 Die Bundeskanzlerin erklärt daraufhin, sie wolle alles dafür tun, daß „unser Staat“ ein starker Staat sei. „Unsere Demokratie, unser Rechtsstaat, unsere Werte, unsere Mitmenschlichkeit“ seien der „Gegenentwurf zum haßerfüllten Weltbild des Terrorismus“. 

Alle Umstände, die bisher über den Fall Anis Amri bekannt geworden sind, haben allerdings gezeigt, daß Deutschland weit davon entfernt ist, ein „starker Staat“ zu sein.

Im Gegenteil: Ein als „Gefährder“ eingestufter islamischer Extremist, der die deutschen Behörden mit verschiedenen Identitäten zum Narren hielt, konnte sich, obwohl sein Asylantrag abgelehnt worden war und er eindeutige aufenthaltsrechtliche Auflagen hatte, in Deutschland dennoch monatelang wie ein Fisch im Wasser bewegen – bis er schließlich zuschlug und zwölf Menschenleben ausradierte.

Die diffuse Darstellung der Ermittlungsergebnisse durch Behörden und Medien paßt dabei ins Bild. Fahnder hätten Amris Fingerabdrücke an der Fahrertür s des LKWs, mit dem der terroristische Anschlag in Berlin durchgeführt wurde, gefunden. Praktischerweise hinterließ der Täter in diesem LKW auch Papiere (= Aufenthaltsdokument mit dem eindeutigen Hinweis „Der Inhaber ist ausreisepflichtig!“) und ein Mobiltelefon, das offenbar erst viele Stunden nach dem Anschlag bei einer „erneuten Untersuchung“ im LKW gefunden wurde.

Ausweispapiere, so wird u. a. durch Focus Online kolportiert, würden von den IS-Attentätern bewußt am Tatort zurückgelassen, um sicherzustellen, daß ihre Identität bekannt werde. „Der Ausweis ist eine Art Police für die Terror-Lebensversicherung“, von der nun die Familie des Terroristen finanziell profitieren soll, weiß der Focus

Was ist bisher über den Attentäter bekanntgeworden? Bevor er nach Deutschland kam, saß er in Italien vier Jahre wegen Brandstiftung in Haft – er hatten zusammen mit anderen Tunesiern ein Flüchtlingslager in Brand gesetzt – und war dort von der Gefängnispolizei bereits als „Islamist“ eingestuft worden.

Nach Verbüßung seiner Strafe sollte er nach Tunesien abgeschoben werden, was an „Problemen mit den tunesischen Behörden“ gescheitert sei; meint: Zum einen hatte Amri keine Papiere, zum anderen wollte ihn niemand in Tunesien haben. Der Tunesier blieb deshalb in Italien und konnte sich dann, so die Zeit, aus einer Flüchtlingsunterkunft nach Deutschland absetzen, wo er sich u.a. als Ägypter ausgab. 

Dort soll er sich im Umfeld eines salafistischen Predigers namens Abu Walaa bewegt haben, der inzwischen im Gefängnis einsitzt. Amris Asylantrag in NRW wurde nicht nur abgelehnt, gegen ihn wurde auch ein Verfahren wegen „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ in Gang gesetzt.

Mittlerweile lebte Amri aber in Berlin, und das Verfahren wurde an die Berliner Staatsanwaltschaft abgegeben, die Amri überwachen ließ. Im November soll sich dann auch das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) mit Amri „beschäftigt“ haben, der weiterhin ungehindert seinen „Geschäften“ nachgehen konnte, ohne offenbar – er war ja nur noch „geduldet“ – irgendwelchen Auflagen nachzukommen.

Heribert Prantl wies in der Süddeutschen Zeitung in einem Kommentar darauf hin, daß der „Verstoß gegen eine Meldepflicht und gegen eine Aufenthaltsbeschränkung Straftaten seien, weswegen Amri in U-Haft genommen hätte werden müssen“. Es geschah aber nichts. Prantl: „Die Ausländerbehörde tat nichts, und die Strafverfolger kümmerten sich nicht darum, daß die Ausländerbehörde nichts tat.“

Und das bei einer Person, gegen die ein Verfahren wegen „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ im Raum stand. 

Wie berechtigt die Einstufung als „staatsgefährdend“ war, zeigt ein Bericht des Bayerischen Rundfunks, der u.a. auf einen Vermerk der Sicherheitsbehörden vom März 2016 hinwies, in dem es heißt: „Generell wirbt A. (Amri) im gesamten Bundesgebiet offensiv bei anderen Personen darum, gemeinsam mit ihm islamistisch motivierte Anschläge zu begehen.“

Und weiter: „Amri habe auch versucht, sich großkalibrige Schnellfeuergewehre zu beschaffen. Schließlich heißt es, es sei davon auszugehen, ,daß A. seine Anschlagsplanungen ausdauernd und langfristig verfolgen wird‘.“ 

Schließlich brachen die Behörden die Überwachung des „hochmobilen“ und offensichtlich hochgefährlichen Amri im September ab, weil ihnen angeblich keine „islamistischen Tätigkeiten“ auffielen; er soll sich „nur“ als „Kleindealer“ betätigt haben. Nach Informationen der Welt soll Marokkos Nachrichtendienst aber genau in dieser Zeit zweimal Warnungen an den BND weitergeleitet haben, und zwar am 19. September und am 11. Oktober 2016. Dabei ging es u.a. um die Bereitschaft von Amri, „einen Terroranschlag durchzuführen“. 

Wie man es auch dreht und wendet: Es bleiben mit Blick auf das Agieren deutscher Behörden zahlreiche, sagen wir es vorsichtig, „Ungereimtheiten“. Die involvierten Behörden haben mit ihrem inkonsequenten Agieren im Fall Amri dokumentiert, daß es in Deutschland möglich ist, trotz Überwachung und offenbar eindeutiger Hinweise ausländischer Behörden einen Terroranschlag zu planen und durchzuführen sowie einen angeblich dichten Fahndungsschleier offenbar problemlos in Richtung Italien zu durchbrechen.

Erst zwei geistesgegenwärtige italienische Polizisten setzten dem „hochmobilen“ Treiben von Anis Amri ein Ende, bevor dieser weitere Menschenleben auslöschen konnte.

Der ehemalige MI6-Chef Richard Barrett warnte jüngst vor ca. 7000 terrorverdächtigen Islamisten in Deutschland. Es sei nahezu unmöglich, alle diese Personen überwachen. Zur Einordnung dieser Vorgänge hat Andreas Tögel im Blog von Andreas Unterberger die notwendigen Worte gefunden:

 

Europa hat sich den Terror mutwillig ins Land geholt. Dessen Urheber kommen immer aus derselben Ecke – das sollten mittlerweile auch die naivsten und dümmsten Willkommensaktivisten begriffen haben. [...] Europa beschreitet [...] den Weg der unbeschwerten Autodestruktion und wird damit jedenfalls erfolgreich sein – falls es sich nicht fünf nach zwölf noch seiner Geschichte besinnt und daran erinnert, wie 732, 1529 und 1683 der Aggression erfolgreich begegnet wurde.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

 

Michael Wiesberg ist Lektor und freier Publizist.

Kommentare (22)

Linker Rechter
27. Dezember 2016 15:51

Andreas Tögel ist selbst naiv, wenn er schreibt: "Dessen Urheber kommen immer aus derselben Ecke – das sollten mittlerweile auch die naivsten und dümmsten Willkommensaktivisten begriffen haben." Das Gegenteil ist der Fall: Der Kampf gegen "Rechts" wird intensiviert werden. Deutsche Opfer bekommen lediglich im Ausland ein Gesicht, damit keine Identifikation mit diesen stattfinden kann. Und in einem Vierteljahr kann sich bereits niemand mehr an den LKW und brennende Obdachlose erinnern.

Der_Jürgen
27. Dezember 2016 16:54

Die offizielle Version der Ereignisse scheint mir oberfaul zu sein. Sind deutsche Polizisten denn wirklich so deppert, dass sie ein in einem Tatfahrzeug, mit dem immerhin 12 Menschen ermordet und rund 50 verletzt wurden, ein Mobiltelefon erst "bei einer erneuten Untersuchung" finden also beim ersten Mal übersehen haben?

Ich neige also der Meinung 

@Gustav Grambauers

zu, dass die offizielle Version Lug und Trug ist. Wer diesen Lug und Trug mit welchem Ziel inszeniert hat, weiss ich nicht.

Dass Anis Anri ein Verbrecher war, ist nicht zu bezweifeln, und es wird ihm keiner eine Träne nachweinen. Das heisst jedoch noch lange nicht, dass er auch für den Terroranschlag in Berlin verantwortlich war. 

Selbstverständlich ändert dies alles nicht das Geringste an der immensen Schuld einer Regierung, die Deutschland zum Tummelplatz für Terroristen, Mörder und Vergewaltiger macht. Es sei daran erinnert, dass der Mann, der die Studentin in Freiburg vergewaltigte und dann ertränkte, zuvor in Griechenland eine junge Frau von einer Klippe ins Meer geworfen und schwer verletzt hatte. Dafür bekam er 10 Jahre, von denen er aber nur anderthalb absass. Die Griechen liessen ihn auf Bewährung frei, wonach er genau das tat, was sie gehofft hatten: Er setzte sich nach Deutschland ab, und Griechenland muss einen kriminellen Schmarotzer weniger durchfüttern.

Hoffentlich werden die Verantwortlichen für diese Zustände mit aller Härte zur Rechenschaft gezogen.

ALD
27. Dezember 2016 18:28

732, 1529 und 1683...nicht lustig. Und schon gar nicht vergleichbar.

ALD
27. Dezember 2016 18:31

wenn schon ein Datum herannehmen zur Einordnung des heutigen Problems, dann doch 1914.

Ernst-Fr. Siebert
27. Dezember 2016 19:21

"... das Agieren deutscher Behörden zahlreiche, sagen wir es vorsichtig, „Ungereimtheiten“. "

Die "Behörden" haben offensichtlich untadelig, nämlich im Sinne ihrer vorgesetzten Auftraggeber gehandelt und das ist der Skandal. Kein Polizist, kein Beamter, Lehrer oder sonstiger Staatsdiener (und auch andere) traut sich noch gegen "Schutzsuchende" etwas zu unternehmen, deshalb heißen die ja auch so.

Jürg_Jenatsch
27. Dezember 2016 20:43

Es scheint wie ein Plot in Endlosschleife abzulaufen. Anschlag mit islamistischen Hintergrund und dann werden plötzlich Ausweise und anderes eindeutiges Material gefunden, während die Täter entweder während der Tat, oder unmittelbar danach bei einem Feuergefecht getötet werden. Beim Axtattentäter war ja auch rein zufällig ein SEK in der Nähe verfügbar. Andererseits liefern die Sicherheitsbehörden im Vorfeld jeweils ein Bild groben Dilettantismuses und können die Typen nicht im Vorfeld dingfest machen. Natürlich trauert kaum jemand diesen Subjekten nach und das ist wohl beabsichtigt. Cui bono? Immerhin kann man jetzt die Akten schließen, da der Fall mit dem Ableben des Verdächtigen nahezu abgeschlossen ist. Ich hätte es bevorzugt, wenn dieser Fall justiziell aufgearbeitet wird. Diese hätte unter Umständen mancherlei aufgedeckt. Wenn ich etwas ausholen darf, aber schon beim Spionagefall Redl 1913 wäre eine Verhaftung mit anschließenden Verhör und Gerichtsverfahren für Staat und die Völker der kuk Monarchie wesentlich besser gewesen. Der Erzherzogthronfolger hat nicht ohne Grund getobt, als er vom ermöglichten Selbstmord Oberst Redls Kenntnis erlangte. Er bestand aus gutem Grund darauf, daß der Staat nach vollständiger Aufdeckung des Verrates den Spion nach einen Gerichtsverfahren seiner Strafe zuführen muß.

@ Der_Jürgen Möge Ihr Wunsch in Erfüllung gehen.

Solution
27. Dezember 2016 20:48

Der "Attentäter" wollte nicht beim Anschlag sterben. Wozu sollte er da seine Papiere zurücklassen, welche dann erst 40 (?) Stunden später gefunden wurden. Und es gibt weitere ähnliche "Zufälle", wie z.b. in Paris.

Natürlich alles erklärbar? Seit der Ausweis von einem der Todespiloten beim mehr als dubiosen 9/11-Anschlag in den pulverisierten Trümmern angeblich gefunden wurde, habe ich immer ein seltsames Gefühl.

Die Herrschenden und ihre Lügenpresse haben es bei mir geschafft, daß ich denen gar nichts mehr glaube - selbst wenn sie mal nicht lügen.

 

paul
27. Dezember 2016 21:13

...man braucht kein 2tes Staatsexamen um zu wissen, dass kein deutsches Gericht jemanden wegen Verstosses gegen irgendwelche Aufenthaltsbeschraenkungen in U-Haft nimmt. Es ist auch zu einfach und zu verlockend den Behörden Versagen vorzuwerfen. Der Sündenbocktheorie folgend lenken hier die tatsächlichen Schuldigen von sich ab. Die Politik versagt und duckt sich seit Jahren unter dem Druck der linksgruenen Presse weg, statt die Rahmenbedingungen und die Rechtsgrundlagen der Behörden zu verbessern. Ich will an dieser Stelle nicht Gefahr laufen, in das gleiche Muster zu verfallen....aber versagt hat tatsächlich die Politik.

Strunzy
27. Dezember 2016 21:34

Mir scheint, es taugt mittlerweile alles "menschliche" zum business : tausende Menschen willkommen heissen und beherbergen und ernähren mit Steuergeldern. Ungläubige in die Luft sprengen und dafür der Family die Versicherungspolice in Höhe eines Jackpots auszahlen lassen. Tja, jeder muss heute sehen wo er bleibt. Das Geschäftsmodell läuft solange wie es Realitätsverweigerer gibt. Die sollten begreifen, dass sie es sind, die die Zeche bezahlen. Das kann aber dauern mit der Erkenntnis wie man sieht. Viele Grüße an die Runde und gut, dass es Sezession gibt. Hilft die Opferzahl zu reduzieren.

Der_Neugierige
27. Dezember 2016 23:08

Was hier alles möglich ist kann man eigentlich nicht mehr mit Worten beschreiben. Wie viel muss noch passieren, wir nehmen es hin und sind entsetzt und mehr nicht. Es wird alles hingenommen, koste es was es wolle, da spielen Menschenleben keine Rolle. Wie sagte Björn Höcke, ein Land das solche Politiker hat braucht wahrlich keine Feinde mehr.

Die wahre Geschichte werden wir eh nicht erfahren, was man aber sagen kann,dieses Land ist den Verfall preisgegeben.

Direkte Aktion
28. Dezember 2016 08:45
Das Zeitfenster zum Stoppen der Umvolkung schließt sich 2017. Die neue Rechte thematisiert dies aber zu wenig. Viel zu wenig. Wenn es nicht gelingt, bei den Wahlen 2017 eine sehr deutliche Zunahme rechter Wählerstimmen zu erlangen, die es ermöglicht in den Parlamenten glasklar völkische identitäre Politik zu betreiben, wird die Gegenseite die Zeit die ihr dann geschenkt wird bis zu den nächsten Wahlen, so es diese dann überhaupt noch geben wird, nutzen um das deutsche Staatsvolk endgültig abzuschaffen. Daran darf es gar keinen Zweifel geben. Ab 2017 wird die Todeswalze über das weiße Europa rollen! Das muss allen klar sein. Insofern kann 2017 also wirklich von echten tatsächlichen Schicksalswahlen gesprochen werden. Ich kann die Leute gut verstehen, die sich nicht aus der Deckung wagen wollen, angesichts der Welle von Verurteilungen und Berufsverboten in der heutigen BRD. Aber diese Leute müssen auch wissen, daß ihr Schweigen im beruflichen und privaten Kontext es erst möglich macht, daß der Feind so stark und wirkmächtig ist. Und bitte - eine Netzseite die sich rechtsintellektuell versteht - muss auch Antworten liefern, wie es dann weitergehen soll, wenn 2017 keine Wende bei den Wahlen liefert, also die AfD nicht mindestens 35, 40 % erhält. Derzeit liegt sie umfragetechnisch bei 15,5 % bundesweit. Das ist schön; hilft aber nicht die Umvolkung realiter zu stoppen. Und von der AfD sieht und hört man derzeit auch nicht wirklich viel; weder in den Parlamenten noch auf den Straßen. Wo bleibt die Offensive?! In so unendlich schwarzen Zeiten wie diesen, müssten täglich Aktionen stattfinden. Man sieht dies gerade in Berlin, wo rot-rot-grün noch emsiger antideutsche Klientelpolitik betreibt: Aussetzung der geplanten Abschiebungen, Verbot an die Polzei ausländische Täter in Polizeiberichten zu erwähnen, Vervielfachung der finanziellen Anti-Rechts-Projekte, Samthandschuhe und neue Fördergelder für unzählige linksextreme Projekte usw. Ach Berlin.....einer von Merkels tunesischen Gästen tötet 12 Menschen....sieben weitere sog. Flüchtlinge aus Syrien (6) und Lybien (1) versuchen einen schlafenden deutschen Obdachlosen anzuzünden und lebendig zu verbrennen. Zeigt man so in arabischen Ländern seine Dankbarkeit für Gastfreunschaft und Willkommenskultur? All dies konnte nur geschehen, weil Merkel gegen Art. 16a GG die Grenzen geöffnet hat, und wirlich jeden ohne irgendeine Prüfung in Land hereinlässt. Und natürlich nutzen das nahezu alle aus, denken sich 6-15 Fantasienamen aus und kassieren zig-fach ab. Es wird ja nicht geprüft, weder von den Ausländerämtern, noch sonstwo. Eine Gelddruckmaschine für kriminelle Scheinasylanten. "Danke", Merkel. Warum keine Fingerabdrücke, kein Augenscan, keine biometrischen Datenerhebungen? Warum das Verbot von DNA-Speicherungen? Wir kennen die Antwort. Sie wollen es so. Sie wollen den Volkstod. Nein, wir müssen endlich abseits des tagespolitischen Geschehens Antworten finden, wie es dann weitergeht, falls die Wahlen nicht in einem Erdrutschsieg für Rechts enden. Ein weiter so kann es dann ja nicht geben, denn das wäre das Ende Deutschlands wie wir es wollen. Es würde dann ab 2017 zu millionenfachen Familenzusammenführungen führen (die übrigens jetzt abseits der öffentlichen Wahrnehmung bereits stattfinden) und eine ethnische Identität des deutschen Volkes wäre beendet. Der feuchte Traum aller Multikultis und Deuschenlandfeinde. Also Ansiedlung aller Patrioten in einigen Landstrichen Mecklenburgs, Vorpommerns, Sachsens etc.? Bildung völkischer Enklaven? Beginn eines bewaffneten Aufstandes? Bürgerkrieg? Auswanderung? Ich will und werde die Flinte ja noch nicht ins Korn werfen, aber wir schwarnt Böses! Was also derzeit etwas fehlt, ist die Eindringlichkeit unseres jetzigen Kampfes in den nächsten Monaten bis zu den Wahlen auch den "Fußsoldaten" klar zu machen....denn es geht diesmal tatsächlich ums Eingemachte; metaphorisch gesprochen um eine Kampf auf Leben und Tod. Um Antworten wird gebeten.
Otto Rahn
28. Dezember 2016 10:27

Geschichtsschreibung? Nachrichten? ...

...Keiner der wahre Weisheit sah verriet:
Die menschen griffe lähmendes entsetzen
Den mutigsten vereiste blut und same
Sie brächen nieder wenn vor ihrem blick
Das Andre grausam schreckhaft sich erhübe...

Stefan George,  DerStern des Bundes

Heinrich Brück
28. Dezember 2016 12:52

Ohne Goldman-Sachs-Ideologie keine islamistische Gefahr. Natürlich kann der Islamismus bekämpft werden, was zwar reine Zeit- und Geldverschwendung wäre, denn Islamisten leben vom Kampf, aber warum nicht.

Mit der Schaffung des IS waren auch gewisse Pläne verbunden. Der Euro beseitigt ja auch das überflüssige Vermögen der deutschen Produktivität.

In der Hierarchie der Geldabschöpfungsideologie werden die Gehilfen des Finanzterrorismus immer im Nachteil sein.

Stürzenberger ist so ein Fall, obgleich gute Bürgerarbeit in der Münchner Fußgängerzone leistend, vom Verfassungsschutz (ohne Verfassung) wohl nicht sehr behelligt, der das GG gegen den Koran in Stellung brachte und seitdem in dieser Position den Islam bekämpft. Ein positiver Gehilfe. Gegen GS kein Wort.

Man braucht nützliche Ideologien für die Geschichtsbücher. Die Toten in Berlin sind als gute Demokraten gestorben. Der Attentäter als guter Terrorist oder Islamist. Und GS war nicht beteiligt.

12 Tote, 100 Tote, 5000 Tote (bei der jährlichen Abtreibungszahl sind wir noch lange nicht, sogar die Anzahl der Verkehrstoten wurden noch nicht überboten), Aleppo? Die GS-Demokratie hat noch einiges in petto.

Die Arbeitslosen der europäischen Südländer, der Zusammenbruch des Euroladens, und auf wen fällt der Haß...

Ernst-Fr. Siebert
28. Dezember 2016 13:18

13.00 Uhr. Soeben in den Nachrichten:

Der Deutsche Bundestag hat keine Gedenkveranstaltung für die Toten des Berliner Terrors geplant. Ich vermute, weil es sich um ein regionales Ereignis handelt. Sollte allerdings in China ein muslimischer Sack Reis umfallen ... Der wahre Grund dürfte darin liegen, daß man den Toten möglichst keine Namen geben will. Umso schneller werden sie vergessen.

Michael Wiesberg
28. Dezember 2016 15:09

 @ALD: "732, 1529 und 1683...nicht lustig. Und schon gar nicht vergleichbar."

Es geht Andreas Tögel m. E. nicht um die Vergleichbarkeit mit der heutigen Situation, sondern er verbindet mit diesen Daten den Willen Europas zur Selbstbehauptung gegenüber dem militanten Islam.  Darum geht es.

Ulrich Sumser
28. Dezember 2016 21:59

Der Artikel ist sachlich in Ordnung. Es ist auch gut und richtig Heribert Prantl von der SÜDDEUTSCHEN zu zitieren. - Es gibt aber eine offene Frage: Warum können Terroristen, Gefährder und Unterstützer nicht wie feinfliche Kombatanten, also Krieger behandelt werden? - Die USA sind nach 9/11 weit über das Ziel hinausgeschossen, waren aber so mutig, einen War of Terror zu erklären, weil ihnen das Kriegsrecht die Möglichkeit gab, Terrorsiten einzusperren. Hier in Europa läuft es umgekehrt: Nach jeder Straftat und nach jedem Terrorakt führen wir Diskussionen über Menschen- und Flüchtlingsrechte. Wir sind dumme Europäer, weil wir unsere Flüchtlinge nicht vor den Terroristen schützen.  Einfach gesagt: Die Flüchtlinge hier in Deutschland wären glücklich, wenn unsere Polizei alle Gefährder und Unterstützer einsperren würde.

H. M. Richter
29. Dezember 2016 00:39

Fast ebenso merkwürdig wie die o. g. Ungereimtheiten ist der bisherige Umgang mit den Opfern des Anschlages. M. W. keine Photos, fast keine Namen, keine Besuche, nahezu nichts.
Es erinnert an einen bestimmten Umschlagpunkt während der Kriegsjahre, - an die nahezu panische Vermeidung des Anblicks von Verletzten durch den Oberbefehlshaber. Damals wurden  - auf einem Bahnhof - beispielsweise die Vorhänge eines bestimmten Zugabteils zugezogen, heute werden sie - nach einem Bahnhofsgeschehen [Köln, 31. Dezember 2015] - gar nicht erst aufgemacht ...

enickmar
29. Dezember 2016 05:34

Solle man in Betracht ziehen:

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/12/29/anschlaege-es-gibt-immer-eine-wahrheit-hinter-der-wahrheit/

Herr k.
30. Dezember 2016 09:03

Ich kann nur ausdrücklich an die sin  appellieren: nehmen sie die journalistische Arbeit an und geben Sie den Opfern ein Gesicht!!!

Es ist eine nicht aufwägbare Notwendigkeit.

La vie est belle
30. Dezember 2016 09:08

Dass es keine Gedenkveranstaltung für die Opfer geben soll ist schlichter Ausdruck des antideutschen Rassismus.... Warum macht die deutsche Rechte keine? Sicherlich ist es nicht unsere Pflicht, aber Herr Wawerka könnte da doch Sinnvolles tun...

antwort kubitschek:

hat er ja getan, am 21, dezember vor dem kanzleramt.

Valjean72
30. Dezember 2016 14:03

@enickmar:

Vielen Dank für Ihren Link zum Interview mit Moritz Enders ("Autor einer TV-Dokumentation über das Papstattentat von 1981") auf den deutschen Wirtschaftsnachrichten.

ZITAT:

Der Ermittlungsrichter Rosario Priore, der das Papstattentat dreizehn Jahre lang untersucht hat und der ein sehr lesenswertes Buch über den internationalen Terrorismus geschrieben hat, hat mir gesagt, dass fast jeder größere terroristische Akt Staatsterrorismus sei ...

Die Frage ist doch, ob wir Terrorismus isoliert betrachten oder ob wir ihn als ein Herrschaftsinstrument ansehen, dessen sich Geheimdienste und Staaten bedienen können – so wie sie auch auf andere Methoden zurückgreifen: Medien – und Propagandakampagnen, Desinformation, Sanktionen oder ähnliches. Dies alles ist Begleitmusik zu größeren geopolitischen Auseinandersetzungen...

ZITATENDE

Dies sind meines Erachtens überaus wichtige Aspekte, deren theoretische Möglichkeit unbedingt bei der Betrachtung zu berücksichtigen sind. Dies gilt umso mehr für jene "Neurechte" und Konservative, die sich mitunter allzu leicht dahingehend verführen lassen, ihr Feindbild des Islams bestätigt zu wissen und andere Handlungsstränge ausblenden.

Michael Wiesberg
31. Dezember 2016 12:25

So langsam rundet sich das Bild von Anis Amri und des Agierens der deutschen Sicherheitsbehörden, siehe u. a. das Interview auf den Netzseiten von "Telepolis" mit Bundesrichter a. D. Dieter Deiseroth:

https://www.heise.de/tp/features/Terroranschlag-auf-Weihnachtsmarkt-Super-GAU-fuer-die-beteiligten-deutschen-Sicherheitsbehoerden-3582949.html

Am Ende dieses Interviews, das wohl kaum Resonanz in den "Hauptstrommedien" haben dürfte, stellt sich u. a. folgende Frage: Welche "Insider" spielten mit welchen Intentionen "Report München" (dem Bayerischen Rundfunk)  "brisante Aktenvermerke" zu Anis Amri zu?

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