25. August 2015

Der Geist des Lagers - auf der Sommeruniversität der Identitären

von Martin Sellner / 28 Kommentare

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

11845060_734005376708274_2304915892533933387_oIn wenigen Tagen findet die 16. Sommerakademie des IfS statt. Der Stil und der Geist, die auf diesen Treffen geprägt, und die jüngst in feinen Videos gewürdigt wurden, machen Sezession und Antaios mit zu dem, was sie sind. Es ist das gewisse Etwas, das „Surplus“, das sie von anderen rechten Verlagen oder nicht mehr rechten Wochenzeitungen unterscheidet. Das Treffen ist es, was uns, die Schreibenden wie Lesenden, zu einem Kreis, einem Lager und einer Division macht.


In den Jahren meiner politischen Tätigkeit bin ich zur Einsicht gelangt, dass Treffen und Lager geradezu Möglichkeitsbedingungen für die Entstehung eines politischen Stils und Typus sind. Sie sind so etwas wie der „Herzschlag“ einer Bewegung, ihr Zentrum, das im langsamen Puls des Jahres die Trabanten zur Einigung heranzieht, um sie aufgefrischt wieder in den eigenen Wirkungskreis zu entlassen.

Was das IfS-Seminar für die Neue Rechte in Deutschland, das ist die Sommeruniversität für die Identitäre Bewegung in Europa. Der junge Typus des identitären Aktivisten, der in sich die ländliche Frische französischen Pfadfindertums, den rebellisch-urbanen nationalen Aktionsgeist mit der pragmatischen Professionalität moderner Marketingstrategen vereint, wird hier und nirgendwo anders geschmiedet. Wie sich dieser Typus im deutschsprachigen Raum ausprägt, wird sich noch zeigen. In Frankreich jedenfalls ist er sehr lebendig und hat längst die Führung des aktiven, patriotischen Lagers übernommen.

Mit mehr als 140 Teilnehmern wurde heuer, in der über 10 jährigen Geschichte des Lagers, ein neuer Rekord verzeichnet. Gegründet im kleinen Kreis identitärer Avantgarden („les identitaires“, „autre-jeunesse“, u.a.), wurde die „UdT“ (Université d'Été) erst mit dem Start der „Generation Identitaire“ zu dem, was sie heute ist. Seitdem ist sie auch voll in das „Corporate Design“ der Bewegung eingebettet. Sie präsentiert sich jedes Jahr in unterschiedlicher Leitfarbe und unterschiedlichem Leitthema, nach denen sich von der Arbeitsmappe bis zum einheitlichen Lager-Hemd alles ausrichtet. Nach der Odyssee (2013) und der Arthussage (2014), ging es diesmal um europäische Denker und Herrscher von Karl Martell bis de Gaulle.

[caption id="attachment_51103" align="aligncenter" width="480"]Die Lager sind in den Stil der Bewegung eingefügt. Die Lager sind in den Stil der Bewegung eingefügt.[/caption]

Nicht jeder kann an der UdT teilnehmen. Ein Jahr Aktivismus und überdurchschnittliche Leistungen in der regionalen Sektion sind die Voraussetzungen. Im Lager findet sich also bereits eine gewisse Elite ein. Für teilnehmende Deutsche, Österreicher, Italiener und Tschechen - kurz: die Europäer, wie man uns am Lager liebevoll nennt, ist es also auch eine gewisse Ehre, eingeladen zu werden. Ich bin seit 2013 mit dabei und durfte dieses Jahr in der Lagerleitung organisatorisch mitwirken.

Diese „Internationalität“ macht einen wesentlichen Aspekt des Lagers aus. Ich muss dabei immer an das Feldlager Prinz Eugens vor Belgrad, an die Schilderungen des Heerzugs gegen die Türken in Rilkes Cornett denken. Dabei meine ich aber weniger die historische Schwere als das herrschende Sprachgewirr. Das zur Simultanübersetzung verwendete „UdT-Pidgin“, trägt oft eher zur Verwirrung bei (und führt oft zu herrlichen Missverständnissen, die sich meist in einem universal verständlichen Lachen entladen.)

Ich sehe in der UdT dennoch eine bedeutsame Verwirklichung des wahren Europa-Gedankens, welcher nicht an den Völkern vorbei, sondern durch sie hindurch geht. Dieser Geist, der sich in einem gemeinsamen Symbol, gemeinsamer Begriffe und Aktionsidee zeigt, ist keine Selbstverständlichkeit. Während es für die wurzellosen Polit-Eliten und Finanzkosmopoliten, die heute unsere Völker vertreten, ein Leichtes ist, sich auf Konferenzen und Gipfeln versöhnlich die Hände zu schütteln, ist unsere Einigung hart erkämpft, ja „erlitten“ worden.

Für diejenigen, die längst Volk und Kultur hinter sich gelassen haben, ist es nicht schwer, sich im wurzellosen, klimatisierten Raum der Bürokratie als „Europäer“ zu bezeichnen. Dieses „Europäertum“ ist jedoch nur ein Synonym für den „citizen of the world“.

Sich aus seiner unabdingbaren, regionalen und nationalen Verwurzelungen, geprägt von einer oft „nationalistischen“ politischen Biographie, als Europäer zu fühlen und dabei voll und ganz Italiener, Tscheche oder Deutscher zu bleiben: das ist eine Herausforderung. Das ist Neuland, auf dem die IB aktivistische Pionierarbeit leistet.

Gerade weil ihre erfahreneren Mitglieder besagte Biographien aufweisen und jüngere Neuzugänge die typisch patriotische Empfänglichkeit für einfache „Gebietsfragen“ und „naheliegende“ Gegner haben, ist diese Arbeit nie abgeschlossen. Unsere Einheit ist eine noch zarte Pflanze, die jederzeit vom Revanchismus erstickt werden könnte, der in altrechten Organisationen immer noch lebendig ist.Die einheitliche und neuartige, identitäre Symbolsprache, die auf keine bestimmte nationale Tradition zurück zu führen ist, spielt hier eine wichtige Rolle.


Sie steht im Kontrast zum wirksamen, und simplen Lokalkolorit anderer rechter Gruppen in Europa. Dieser bedeutet leider vielerorts die Übernahme sinnloser Erbfeindschaft und ideologischer Altlasten. Die in fetischisierten Begriffen, Gedenkstätten, Feiertagen und Symbolen perpetuierten Revanchismen (von Trianon, bis Südtirol), auf die die Basis-Aktivisten eingeschworen sind, nehmen die Anführer gleichsam in Geiselhaft. Sie können nicht wie sie wollen. Ihre eigenen Codes und Identitätsmerkmale werden zu unüberwindbaren Hindernissen auf dem Weg zu einer echten europäischen Einheit, die über fragile Bündnisse hinausgeht.

Die IB ist damit europaweit einzigartig und hat eine Geschlossenheit erreicht, von der sogar europäische Parteibündnisse noch meilenweit entfernt sind. Das kann, gerade in diesem postdemokratischen Parteiengewimmel, der entscheidende Hebel werden, um europaweit rechte Metapolitik zu machen.

So wie die europäische IB mehr als ein temporäres „Bündnis“, autonomer Gruppen ist, so ist die UdT mehr als eine Konferenz oder Tagung. Vom gemeinsamen Antreten zum Morgensport, über die Mahlzeiten, die Putz- und Küchendienste, bis hin zum abendlichen Lagerfeuer, ist alles klar organisiert. Man sieht in jedem Detail, dass Lagerleiter und Mastermind der GI, der Schweizer Jean David Cattin, lange Zeit bei der Armee war.

[caption id="attachment_51105" align="aligncenter" width="480"]Viele mal am Tag versammeln sich die Aktivisten so am Platz. Viele mal am Tag versammeln sich die Aktivisten so am Platz.[/caption]

Doch was die europäische IB zusammenführt und zusammenhält ist keine theoretische Überlegung, keine abstrakte „Nationalismuskritik“. Es ist die politische Tat. Sie stand mit der Okkupation in Poitiers 732 am Anfang der Bewegung und sie steht heute in ihrem Zentrum.

Die Aktionen, die Demonstrationen, die Besetzungen und Blockaden, nicht die neuesten neurechten Theorien sind es, über die sich die Teilnehmer in den wenigen Pausen begeistert austauschen. Es sind die Veteranen der ersten Reihe und nicht exotische Denker und Jungautoren, um die sich die neuen Aktivisten scharen.

Die Identitäre Bewegung ist eine Gemeinschaft der Tat. Die politische Tat, die in zahlreichen professionellen Arbeitskreisen, vom NLP-lastigen Rede-, und Interviewtraining, Foto- und Grafikworkshops, über den Aufbau von Hausprojekten und umfassenden Medienstrategien, bis hin zur Demoorganisation perfektioniert wird.

All das fließt und spiegelt sich wieder in den Aktionen und Kampagnen der regionalen und nationalen Gruppen, die in einer Art fruchtbaren Wettbewerbs jedes Jahr im Lager präsentiert werden. Die sich stets überbietende, voranpreschende, organisierte und vernetzte Tat ist der Zug, der die „Generation Identitaire“ vorwärts führt.
Ihre Einheit vollzieht sich, wie die Einheit von Lepanto, Belgrad und Wien in der Bugwelle und Stoßrichtung eines Keils. Das Lambda ist nicht umsonst ein Symbol der Zuspitzung, Sammlung und Stoßkraft.

Jeder, der schon einmal bei einer IfS-Tagung teilnehmen durfte, weiß, dass es so etwas wie den „Geist von Schnellroda“ gibt. Ich selbst bin wohl noch nicht lange genug dabei, um in seinem Namen sprechen zu dürfen. Martin Lichtmesz hat ihn mir aber in vielen herrlichen Anekdoten plastisch beschrieben. Dieser Geist schafft womöglich Jahr für Jahr den „Mythos“, von dem hundert Druckwerke und Blogbeiträge leben.

Vergleichbar dazu gibt es auf der Sommeruniversität einen gewissen „identitären Esprit“, von dem die Aktivisten das ganze Jahr zehren. Es ist eine namenlose Stimmung, die sich nur im Erlebnis erschließt und sich wohl auch nur in Anekdoten beschreiben lässt: Sie findet sich im Speisesaal ein, wenn die Italiener ein mitreißendes Lied schmettern, alle anderen Tische in den Refrain einfallen und am Ende hundert Jugendliche im Takt mit der Faust auf dem Tisch trommeln. Sie blitzt auf, wenn eine krakeelende Kinderschar (erwachsenes Leitungspersonal kommt stets mit der ganzen Familie) mit Spielzeugschwertern, Chaos in den Block der angetretenen Lagerteilnehmer bringt. Der Geist wird wach, wenn ältere Kader am Feuer mitreißend von ihrer politischen Jugend erzählen und ihr Charisma Visionen gallischer Krieger beschwört.

Der identitäre Esprit sprüht seine Funken, wenn die Aktivisten im Boxring aufeinander treffen und trotz Nasenbruch und blauen Augen weiterkämpfen, wenn danach nicht der Sieg sondern der Kampfgeist vom Lager bejubelt wird. Der Geist begleitet uns auch noch am Abend, wenn Bierflaschen (die nur im Kleinstformat und gegen teures Geld erhältlich waren) geköpft werden und sich die durchplante Ordnung des Tages für ein paar Stunden in Lachen, Singen, und Tanzen auflöst.

Ich könnte es damit bewenden lassen, und wer heute keine Lust auf ein Heidegger-Zitat hat, kann die Lektüre hier getrost abbrechen. Doch eine gewisse philosophische „Berufskrankheit“, als „Fachmann für das Allgemeine“ nötigt mich zur folgenden, weiteren Fassung dieses „Esprits“.

Ich erkenne in ihm und seinen Vertretern auch eine erwartungsvolle bis indifferente Offenheit „nach oben“ ins Unbestimmte hin, die Hand in Hand mit der kompromisslosen und pragmatischen Verteidigung des Konkreten geht. Nirgends konnte ich bisher eine derartige Einheit im Stil, in der Strategie und der Aktion, zusammen mit einer derartigen Vielfalt der Gedanken, Ideen, und Religionen erleben.

In den bisherigen Stationen meines politischen Lebensweges erlebte ich, gerade bei vergleichbaren Lagern, immer ein gewisses „Zuviel“, einen „geistigen Übergriff“. Die „Gemeinschaft“ eines altrechten Lagers spielt sich im festen Raum bestimmter Ideologien und Symbole ab. Der Kitt ist die fanatisch-fetischistische „Treue“ zu ihnen, die ritualartig beschworen wird. Diesen Raum gibt es für uns nicht.

Ebenso fehlt jeder falsche Pomp und Pathos. Das Lambda ist ein Symbol des Aufbruchs, für mich einer uneingelösten Offenheit, die der Pragmatik der Tat und der kompromisslosen Verteidigung nicht widerspricht, sondern sie fordert.

Für mich persönlich ist es auch ein Symbol einer Sinnsuche. Eine Suche die allerdings nur im Kampf echt ist. Kampf das ist Austrag in der Geschichte und damit Bewahrung und Sammlung des zu Verbliebenen. Heidegger schreibt dazu: „Das Wahre ist für uns zu erringen, die Entscheidung über unseren Auftrag. Nur durch die Entscheidung dieses Kampfes schaffen wir uns die Möglichkeit eines Schicksals.“(MH 1933/34, S. 264)

Die Klarheit des Kampfes, und die Offensichtlichkeit seiner Themen (Masseneinwanderung, Islamisierung, etc.) sind gepaart mit einer Zurückhaltung den „letzten Dingen“ gegenüber. Sie äußert sich bei einem als pragmatische Gleichgültigkeit, beim anderen als fragende Ehrfurcht. Das was für mich „identitären Esprit“ ausmacht – und diese Erkenntnis kommt mir erst selbst in ihrem Umschreiben – ist, dass im bewussten Verzicht auf die simplen aber wirksamen, mobilisierenden Fanatismen des 20. Jahrhunderts, eine begriffslose Begeisterung und Erwartung leben kann...

Das alles lässt sich vielleicht am besten mit einem letzten Erlebnis beschreiben, mit dem ich diesen Bericht beenden will: Jedes Jahr fällt das identitäre Sommerlager auf den Feiertag Mariä Himmelfahrt. Und immer wird dafür ein Teil der (frankreichtypisch zahlreichen) katholischen Aktivisten für den Messebesuch freigestellt. Letztes Jahr hielt die circa gleich starke heidnische Fraktion mit einem alten, gallischen Feuer-Brauch „dagegen“. Zu einem Lied in einem ausgestorbenen Dialekt wurde ein kunstvoll aufgerichteter Stoß abgebrannt. Und was geschieht?

Die von der Messe Heimgekehrten reihen sich im Kreis ein. Ein Methorn geht um. Ein katholisches Lied schließt sich an das „heidnische“ an. Aktivisten mit Thorshammer und Skapulier, Deutsche und Franzosen, Österreicher, Tschechen und Italiener stehen Arm in Arm am Feuer und schauen den Funken nach, die zu den Sternen aufsteigen.

Sie wissen nicht was „oben“ ist. Aber sie wissen, was sie hier und jetzt zu tun haben. Sie werden in den nächsten Tagen alle wieder nachhause fahren. Sternförmig vom Lagerplatz aus werden sie in ihre belagerten Regionen, in ihre besetzten Städte heimkehren und die Posten einnehmen. Sie wollen sie nicht nur halten – sie wollen gewinnen. Sie wollen die Reconquista. Sie sind nicht die letzten von Gestern, sondern die ersten von Morgen. Vielleicht die ersten Europäer.

 

[caption id="attachment_51106" align="aligncenter" width="480"]Die Momente am Lagerfeuer sind gerade für die jungen Aktivisten unvergesslich. Die Momente am Lagerfeuer sind gerade für die jungen Aktivisten unvergesslich.[/caption]

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Kommentare (28)

Westpreuße
25. August 2015 08:41
Zu einem kernigen Text gehört ein kerniges Lied:

"Das Reiterlied" aus Friedrich Schillers "Wallenstein":
Ein wahres Freiheits- und Mutlied, insbesondere die ersten
beiden Strophen:

Wohlauf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd!
Ins Feld, in die Freiheit gezogen.
Im Felde, da ist der Mann noch was wert,
Da wird das Herz noch gewogen.
Da tritt kein anderer für ihn ein,
Auf sich selber steht er da ganz allein.
Chor
Da tritt kein anderer für ihn ein,
Auf sich selber steht er da ganz allein.

Aus der Welt die Freiheit verschwunden ist,
Man sieht nur Herren und Knechte,
Die Falschheit herrschet, die Hinterlist,
bei dem feigen Menschengeschlechte,
(...)
https://www.youtube.com/watch?v=YYEseYnTaWU
Einerseits...

Andererseits: Es sind genügend Väter, Söhne, Brüder für Deutschland gefallen. FÜR das Vaterland leben, DAS ist auch sinnvoll.
Allein die Frage: WIE lebt man heutzutage für das Vaterland:
Wie geht das...frei und mutig...?!

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel
ulex
25. August 2015 09:20
Kurzer Hinweis auf nen Schreibfehler - muss wohl Sommerakademie heissen, nicht?

"In wenigen Tagen findet die 15. Winterakademie des IfS statt. "
Andreas Vonderach
25. August 2015 09:58
In welcher Sprache wird die Sommeruniversität der Identitären abgehalten? Englisch? Deutsch?
Norn
25. August 2015 10:56
Lieber Herr Sellner,
es ist immer wieder schön von ihnen zu lesen. Auch ihre Vlogs höre/schaue ich immer wieder mit Interesse. Ihr Patriotismus ist genau derjenige den auch ich in mein Umfeld hineinzutragen versuche. Ein rückbesinnen auf die eigene Herkunft und Traditionen, frei von stumpfen ressentiments. Ihren politischen Kampf halte ich für sehr lobenswert und wichtig. Abgesehen von meiner Lektüre und zaghaften Diskussionen im Familien und Freundeskreis ist mir als Bürger der BRD leider ein größeres Engagement verwehrt. Zumindest wenn ich soziale Ächtung und Arbeitslosigkeit vermeiden möchte. Hut ab also vor ihrem Einsatz.
Kaliyuga
25. August 2015 13:06
„Sie wissen nicht, was „oben“ ist.“

Was „oben“ ist, das wissen unvermittelt (etwa) vor Damaskus Geschlagene, die fortan in die Himmel schauen. Von ihnen spricht selbst sich auflehnende Welt nach Jahrtausenden noch, freilich spricht sie nur. Dem Aspiranten muß vorerst genügen zu wissen, daß ein „oben“ ist.
Kaliyuga
25. August 2015 14:07
Werter Herr Sellner,

als einer, der mit den späteren Schriften eines in Meßkirch aufgewachsenen Mesnerjungen vertraut ist, werden Sie über dessen Ansicht der für das Heute und das Morgen heilsamen Bedeutung vorplatonischer, d.h. auch vorkommunistisch-gleichstellender Zeit ( s. des Sokrates geburtshelfende Untaten in „Der Staat“) wenigstens informiert sein.

In diesem Licht: Was nun über die behosten weiblichen Wesen auf den von Ihnen beigelegten Fotografien? Eine junge Dame, die sich in der Unterprima noch mit dem Thema „Die Geschichte der Hose in der Bekleidung der Frau“ auseinandergesetzt hatte, arbeitete hier im letzten Sommersemester, mit fortwährender Ermunterung und erfolgreich, schon an der Dichotomie von Organik und Mechanik.

Sie schreiben hehr und männlich von „Reconquista“. Die damit verbundene Frage der Wiederbelebung des Eigenen steht und fällt mit der wesensmäßigen, das Gleiche transzendierenden „Riconoscenza“ von Mann und Frau.
Waldgänger
25. August 2015 17:10
Bravo!
Aristoteles
25. August 2015 17:11
Ladet doch zum nächsten Treffen die hier ein:

https://www.youtube.com/watch?v=SBnXCotdkaE


Niedlich, oder?
Der_Jürgen
25. August 2015 17:15
Berichte wie dieser machen in unserer düsteren Zeit Mut. Sie beweisen, dass Europa noch nicht tot ist und nicht ohne Kampf abdanken wird. Wichtig und lobenswert ist, dass junge Menschen aus verschiedenen europäischen Nationen hier kameradschaftlich zusammenarbeiten und sich nicht wegen der Vergangenheit streiten. Deutsche, Tschechen und Polen, Rumänen und Ungarn, Serben und Kroaten sitzen längst im selben Boot, und wenn sich die Ruderer gegenseitig an die Kehle fahren, wird der Kahn früher oder später kentern. Ein grosses Kompliment an die Veranstalter, und ein Lob für die Leute von Sezession für ihre wertvolle theoretische Arbeit, die offenbar allmählich ihre Früchte trägt.
Albrecht
25. August 2015 17:42
Mein Eindruck ist, die IB hat den richtigen Ansatz. Etwas Frisches, Positives strahlt von ihr aus. Und wenn etwas Mythisches, Heiliges noch hinzu kommt, dann kann die Bewegung nur stärker werden. Ein Traum von einem wahren Europa ist im entstehen begriffen. Ihnen alles Gute Herr Sellner!
Frenchman
25. August 2015 19:09
Eine runde Sache. In allen Aspekten überzeugend.
enickmar
25. August 2015 19:20
@ Albrecht

Seller ist offenbar tatsächlich ein beeindruckendes Talent. Mutig, tiefsinnig, undogmatisch. In seinem Alter hat er darüber hinaus noch erhebliches Entwicklungs- und Reifepotential. Eine dezidierte (auch kollektive) finanzielle Förderung mag vielleicht etwas sein, das jeder auch weitgehend anonym tun könnte.
Der_Jürgen
25. August 2015 21:14
Der Kurzbiographie von Martin Sellner entnehme ich, dass er "dem nationalistischen Lager angehörte, dass er aus Ueberzeugung verlassen hat", und seither bei den Identitären tätig ist. Es würde mich interessieren, worin Sellner den prinzipiellen Unterschied zwischen "Nationalisten" und "Identitären" sieht. Wenn er mit "Nationalisten" Chauvinisten meint, die andere Völker verachten, ist der Unterschied natürlich klar, aber als intelligenter Mensch wird Seller ja kein solcher "Nationalist" gewesen sein. Die heutigen, aufgeklärten Nationalisten definierten ihren Nationalismus defensiv, als Kampf für das Ueberleben ihres eigenen Volkes und seiner Kultur und darüber hinaus für das Ueberleben Europas. Dasselbe wollen doch auch die Identitären.
Martin Sellner
25. August 2015 21:26
@der Jürgen

Ich muss zugeben, dass ich als junger und villeicht nicht sehr intelligenter, aber umso leidenschaftlicher Mensch auf jeden Fall eine "solcher Nationalist" und mehr war. Das und eine gewisses "Saulus-Paulus" Sandrom ist vielleicht der Grund warum ich und andere Identitäre in der Frage des Nationalismus, ein wenig "beckmessern" und den Begriff sehr kritisch sehen.
Auf dem identitären Blog gibt es einen persönlich-biografischen und einen theoretischen Artikel zu Nationalismus, die, falls Interesse besteht, sicher einiges klären:

http://www.identitaere-generation.info/gestaendnis-einer-maske-teil-1-i/

http://www.identitaere-generation.info/nationalismus-revisited/
Gerhard Vierfuß
25. August 2015 22:05
Beeindruckend. Großartig. In der Tat, daraus läßt sich Hoffnung schöpfen. Die Identitären scheinen einen Weg gefunden zu haben, den nationalen mit dem europäischen Gedanken zu verbinden. Aus alten Denkmustern auszubrechen und die Zukunft in den Blick zu nehmen. Weiter so!

Meine Hochachtung, Herr Sellner, für Ihre Aufrichtigkeit im Umgang mit Ihrer Vergangenheit. Ich las Ihr "Geständnis" vor einiger Zeit; für mich stärkte es noch Ihre Glaubwürdigkeit und die Überzeugungskraft Ihrer politischen Argumentation.

Die Verbindung von politischem Aktivismus und theoretischer, gar philosophischer Denkarbeit in einer Person ist nicht gerade alltäglich. Gehen Sie weiter auf Ihrem Weg, lassen Sie sich nicht beirren (vor allem nicht durch zuviel Lob von mir und anderen)!
Der Ghibelline
25. August 2015 22:09
Das ist für die Pflege des Kampfgeistes alles sehr schön und lobenswert, hat allerdings einen kleinen Haken: nach dem allgemeinen Desastre der europäischen Nationen im Zuge der Massenmigration und der Implosion der EU wird sich jedes Land und jedes Volk am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen müssen. Was in einigen identitären Kreisen als "Nationalismus" abgelehnt wird (ich mag den Begriff auch nicht als ideologischen Ismus), ist nichts weiter als die erforderliche Wiederherstellung des politischen Subjekts der Neuzeit: des Nationalstaats mit einem mehr oder weniger homogenen Volk, in Mitteleuropa - abweichend z.B. zu Frankreich - traditionell primär als Abstammungsgemeinschaft definiert.

Daß wir Deutschen über den Nationalstaat hinaus noch andere geschichtlich bewährte Ordnungskategorien für einen (mittel)europäischen Großraum haben, sollte nicht zu einem illlusionären Traum von einem "Reich Europa" o.ä. hinreißen lassen, was immer wieder in Publikationen und Aussagen von Identitären durchschimmert. Hier ist noch viel Aufklärungs- und Denkarbeit nachzuholen, welche die älteren Jahrgänge der Patrioten in den 1980/90er Jahren durchgemacht haben - leider ist da wohl der geistige Staffelstab nicht weitergereicht worden...

Nicht mißverstehen: Aktion ist gut, mit grummelnden Bauch und glühendem Herz noch besser - aber am besten in Verbindung mit scharfem, kühlem Verstand.

Dringende Lektüreempfehlung:
Weniger Drieu La Rochelle, Mosley, Dugin und de Benoist, mehr Maschke, Willms, Hepp und Sander!
Nordlaender
25. August 2015 23:45
@ Martin Sellner

"Ich muss zugeben, dass ich als junger und villeicht nicht sehr intelligenter, aber umso leidenschaftlicher Mensch auf jeden Fall eine „solcher Nationalist“ und mehr war. Das und eine gewisses „Saulus-Paulus“ Sandrom ist vielleicht der Grund warum ich und andere Identitäre in der Frage des Nationalismus, ein wenig „beckmessern“ und den Begriff sehr kritisch sehen."

"villeicht nicht sehr intelligenter"

An dieser Stelle gebietet die Höflichkeit einfach zu schweigen. So eine Aussage ist schlichtemang nicht kommentierbar, weder so noch so.

Nach Lektüre vieler Ihrer jüngeren Äußerungen kann ich verbürgen, daß ein überzeugter Antirassist, Kritiker des Nationalismus und Gegner von Verschwörungstheorien wie Sie es einfach nicht verdient hat, vom allgemeinen Aufmarsch der anständigen Demokraten gegen Rechts (des Breiten Bündnisses) nicht anerkannt zu werden.
Exmeyer
25. August 2015 23:45
Vom neuartigen Paulus-zu-Saulus-Syndrom sollte gesprochen werden. Die biblische Variante liegt hier nicht vor.
mal wieder übeldenkend
26. August 2015 01:26
Mein Eindruck ist gemischt - ich bitte daher vorsorglich, dies nicht als Verriß zu verstehen.

Das Gesamte der Schilderung entspricht einem Gemeinschaftserlebnis, wie es bei solchem äußeren Rahmen sich wohl fast immer einstellen wird, unabhängig von konkreteren Inhalten. Sozusagen gruppenpsychologische Konstanten. Als solche haben sie ihren Wert für eine Gruppenbildung, für eine Bestärkung ihrer Teilnehmer. In gewisser Weise also auf derselben Ebene wie dann offenbar ansonsten diskutierte Werbestrategien etc.

Ein anderes sind dann die Inhalte. Von Odysseus über Karl Martell zu de Gaulle zu kommen - das scheint mir doch ein sehr französischer Weg zu sein, ja eine sehr französische Engführung au centre et zénith du monde.
Kann man als Deutscher oder auch Österreicher de Gaulle wirklich in seine Vorbilderreihe nehmen??? Einen Verehrer vielleicht von Karl Martell - aber bekennendermaßen von Marschall Vicomte de Turenne!
Mit Ihrer Thematisierung des Nationalismus, auf die Sie verweisen, habe ich auch noch so meine Schwierigkeiten. Selbstverständlich läßt Nationalismus sich als Universalismus einordnen. Aber - Sie als Philosoph verzeihen, kurz auf Aristoteles zu verweisen: individuum est ineffabile, das Einzelne ist unaussprechbar. Bzw. läßt sich lediglich mit einem Namen belegen. Alles darüber hinaus erfordert in gewisser Weise grundsätzlich 'Universalien'. Mit 'Universalie' allein ist also noch gar nichts gesagt.
Will sagen: der Verweis auf Universalien ist nur sinnvoll, wenn dafür Bereiche angegeben werden, Ebenen.
Es bleibt eben doch noch ein Unterschied zwischen Abendländer, Deutscher, Österreicher, Steiermärker (?) usw. Und zwar gerade dann, und mit entscheidendem Gewicht, wenn es um Tradition und das Eigene gehen soll.
Ihr Text liest sich ein wenig so, als wenn diese Differenzen in der Euphorie des Erlebten unterzugehen drohen.
Sie können aber allenfalls irrelevant werden im Blick auf ein sehr konkretes Ziel; ansonsten bleiben sie relevant.

Was meine Vorbehalte gegen eine das Denken sistierende Tat anbetrifft, will ich nicht wiederholen, was dazu in SiN schon verschiedentlich geschrieben war. Tat ohne (vorangehendes, aber auch beständig justierendes) Denken ist blind, und leicht sogar selbstzerstörerisch.

In summa: Ich freue mich für Sie für ein schönes Erlebnis, das gewiß auch ermutigend für das eigene Tun ist/war.
Aber was die geistigen, meinetwegen auch: metapolitischen Konsequenzen betrifft, halte ich doch sorgfältigere Differenzierung für wichtig - bzw. nach diesem Erlebnis ein Überdenken nachdem sich die Euphorie beruhigt hat ...
Heidelberger Akif
26. August 2015 05:23
Ich bin zwar auch erfreut dies zu lesen und habe Hoffnungen, aber ein wenig übeldenken muss ich dennoch, ich wollte schon lange etwas anmerken zur IB:
Das erste deutsche Identitäre Video, das von 2013, dieses hier:

https://www.youtube.com/watch?v=v23_cpFwS44

ist von derart hinterwäldlerischer Peinlichkeit dass man es kaum noch überbieten kann.

Entschuldigung, aber da dieses Video vermutlich eine Menge Leute einfach abgeschreckt hat (z.B. einige Studenten der Heidelberger Bünde B! Frankonia und L! Teutonia, die darüber brüllend gelacht haben), sollte man es nicht vielleicht aus dem Netz nehmen ?!

Die Musik war zum Zeitpunkt des Videos bereits einige Zeit aus der Mode (und ist auch grundsätzlich schrecklich), die Sprecher sprechen unmotiviert übermotivierte Phrasen, und das Motto "Multikulti wegbassen" ist fast noch schlimmer.

Das ist eben, wie eine moderne rechte Bewegung nicht aussehen sollte, sich billig anbiedernd (und gleichzeitig schwach erscheinend).

Alles neuere was ich gesehen habe, ist aber sehr viel besser bzw. besser als ich es selbst machen könnte, genau auf dem richtigen Weg.
Benedikt Kaiser
26. August 2015 09:12
@Sellner:
Ich sehe in der UdT dennoch eine bedeutsame Verwirklichung des wahren Europa-Gedankens, welcher nicht an den Völkern vorbei, sondern durch sie hindurch geht. Dieser Geist, der sich in einem gemeinsamen Symbol, gemeinsamer Begriffe und Aktionsidee zeigt, ist keine Selbstverständlichkeit. Während es für die wurzellosen Polit-Eliten und Finanzkosmopoliten, die heute unsere Völker vertreten, ein Leichtes ist, sich auf Konferenzen und Gipfeln versöhnlich die Hände zu schütteln, ist unsere Einigung hart erkämpft, ja „erlitten“ worden.
[...]
Sich aus seiner unabdingbaren, regionalen und nationalen Verwurzelungen, geprägt von einer oft „nationalistischen“ politischen Biographie, als Europäer zu fühlen und dabei voll und ganz Italiener, Tscheche oder Deutscher zu bleiben: das ist eine Herausforderung. Das ist Neuland, auf dem die IB aktivistische Pionierarbeit leistet.


Das ist aber kein Neuland, das ist paraphrasierter Pierre Drieu la Rochelle und war in entsprechenden intellektuellen Zirkeln und aktivistischen Jugendgruppen der 1930er Jahre schon ausführlich Thema. Nicht grundlegend verkehrt oder in der Sache unsympathisch, was Du schreibst, aber natürlich kein Neuland, keine Pionierarbeit, kein neu erfundenes Rad. Vielleicht lohnte es sich, manchmal mehr grundlegende europatheoretische Schriften zu lesen und weniger Dauergast auf dem Feldweg zu seyn.
Der_Jürgen
26. August 2015 13:37
@Martin Sellner

Danke, Martin Sellner, für den Hinweis auf "Geständnis einer Maske", ich habe beide Teile mit Gewinn gelesen. Sehr vieles, was Sie schreiben, entspricht meiner eigenen Erfahrung. In der Schweizer Skinheadszene, der ich zwar nie angehörte, von der ich jedoch viele Vertreter bei Versammlungen kennenlernte, sind in der Tat zwei extrem unterschiedliche Menschentypen vertreten: Der geistig einfach gestrickte Hobby-Nazi, der gerne säuft und über die bösen Ausländer schimpft, aber zu keinen konstruktiven Aktionen fähig und zum Lesen anspruchsvollerer Texte als der Sportzeitung viel zu faul ist, und der Idealist, der tiefe Besorgnis über die Zukunft seines Volkes - und darüber hinaus Europas - empfindet und nicht untätig zusehen mag, wie beide untergehen.

Bezüglich des historischen Nationalsozialismus ist vor allem zweierlei festzuhalten: Erstens, dass eine mechanische Anknüpfung an ihn von vorne herein zum Scheitern verurteilt ist (zur Rettung Europas werden auch die Russen, die Pole und andere Völker gebraucht, die mit dem nationalsozialistischen Deutschland keine guten Erfahrungen gemacht haben und niemals unter dem Hakenkreuzbanner marschieren werden); zweitens, dass eine nationale oder identitäre Bewegung eine Historisierung des Nationalsozialismus anstreben muss, damit dessen Geschichte endlich frei und ohne Furcht vor staatlicher Repression erforscht werden kann.
Urwinkel
26. August 2015 16:42
An Heidelberger Akif:

Die Jungs hinter der IB sind glücklicherweise zu jung, um die Dimension elektronischer Tanzmusik zu erkennen. Underworlds "Born Slippy", YT-verlinkt:

https://www.youtube.com/watch?v=iTFrCbQGyvM

Das war der Soundtrack einer jungen, nicht gerade kämpferisch ausgerichteten Jugend um 1996. Während der Film "Trainspotting" (ein Kultfilm der Szene) lief, verzog ich mich zum Personalwechsel: So bitte: du darfst jetzt zuschauen und hast temporär frei. Mich nerven solche Filme.
Don
29. August 2015 11:47
Europäer müssen sich heute erst einmal aus der leitkulturellen Umklammerung der USA lösen. Ohne US Konzerne ist auch ein Europa der Völker in Brüssel machbar - aber leider nicht mit ihnen.

Das "Nationale" ist heute wieder das Antiimperiale, nachdem das Nationale das Imperiale von gestern war. Das Identitäre ist dezidiert antiimperial und lässt in seiner Haltung keinen Zweifel aufkommen.

Die Eroberung der populärkulturellen Höhen ist insofern zentral, das Gerümpel der Geschichte dagegen relativ unwichtig. Die Behauptung, dass der herrschende Zeitgeist der deutschen Vergangenheitsbewältigung geschuldet sei, widerlegt der Blick über die Landesgrenzen. In anderen Ländern Europas entfalten sich genau die gleichen zerstörerischen Kräfte, mit anderen Begründungszusammenhängen. Entweder ist der entfesselte Neoliberalismus am Werk, wie die Linken sagen, oder eine Public Diplomacy mit anderen dunklen Triebkräften, die von unseren Kapogeistern in Amt und Würden dankbar angenommen wird. Auf jeden Fall sind die Fronten in Europa überall die gleichen, ohne dass die Rivalität zwischen den Staaten in den Vordergrund eines neurechten Projektes rückt wie es Kritiker aus neuer Linke bis in die bürgerliche Mitte unterstellen.
Thorsten
30. August 2015 10:35
Das „Nationale“ ist heute wieder das Antiimperiale, nachdem das Nationale das Imperiale von gestern war.


Stellen das Nationale (das Eigene) und das Imperiale (Unterwerfung und Eingliederung fremder Gebiete) keinen Widerspruch dar? Dies würde Voraussetzen, dass man die Unterschiede zwischen Völkern und Kulturen als nicht gegeben ansieht und widerspricht somit jeglichen nationalistischen Bestrebungen.
DerFels
31. August 2015 07:24
Nach dem 2. Weltkrieg hatte dieses Volk noch eine Kultur und Identität und die Menschen wußten, daß sie zusammengehören. Darum gelang der Aufbau des Landes in diesem gewaltigen und vorbildlichen Umfang. Die jetzigen "Eliten" sind bereits fehlgebildet, liegen in Bildung und Fähigkeiten unter dem internationalen Durchschnitt. Wo das naturwissenschaftliche Grundverständnis fehlt, werden auch die richtigen gesellschaftlichen Entscheidungen verfehlt. Auch Pretzell, Höcke usw. bremsen, da sie in alter Methodik gefangen sind und damit blockieren. IB sind vielleicht echte Avantgardisten. Ich glaube aber nicht, daß sie die zwingend notwendigen Mehrheiten erreichen können.
Der demographische Wandel und die destruktive Einwanderung lassen den Anteil konstruktiv handelnder Leistungsträger weiter schrumpfen. Das klügste Pferd verliert gegen tausend Fliegen, selbst wenn es gute Artikel schreibt.
Don
31. August 2015 12:34
@thorsten Die Beherrschung anderer Kulturen. Die Vorstellung, dass man sich "stärkeren" Kulturen unterwerfen müsse und da eigene zu opfern habe. Die größten Imperialisten sind die europäischen Föderalisten, die den Nationalstaat abschaffen wollen und auch Sympathie für ungezügelte Einwanderung haben. Das sind aber nur naive Idealisten, und als solche sympathisch. Die Triebkräfte liegen tiefer und öknomischer.

Pro-Souveränität ist heute der Slogan für Antiimperialisten.

Deutschland hatte schon immer das Problem der Fremdbeherrschung. Davon muss man sich Stück für Stück befreien. Und zwar von einer nach der anderen. Insofern war die Westbindung ja richtig, aber heute ist sie obsolet.

Die aktuelle Idelogie hat so repressive Züge angenommen, dass der Abfall davon nur eine Frage der Zeit ist. Der politische Gegner ist sogar instrumentell dafür.

Ich sehe das Hauptproblem nicht in der Einwanderung sondern der Amerikanisierung. Die Einwanderungspolitik ist daraus nur eine Folge. Die Bürger der DDR sehen das etwas klarer als die Westdeutschen.

Es geht bei den einwandernden Horden um beidseitige kulturelle Elimination. Um Unterwerfung ihrer Kultur und Relativierung, Zersetzung und Verunklarung unserer Kultur, damit wir uns als Nation nicht gegen die Fremdherrschaft auflehnen.
DerFels
01. September 2015 21:07
Die Amerikanisierung ist nur ein Popanz. Die U.S.A. haben das suizidale Deutschland mitleidig abgeschrieben.

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