18. April 2016

Die FAZ über Kositza und Kubitschek - Lückenpresse zu Besuch

von Götz Kubitschek / 95 Kommentare

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

fazAm vergangenen Samstag erschien in der FAZ ein größerer Bericht über Ellen Kositza und mich, und über Schnellroda. Er ist am selben Tag noch online gestellt worden, und zwar zunächst unter der Überschrift "Die braune Spinne im Netz", aber das hat man dann nach ein paar Stunden durch "Die rechten Fäden in der Hand" ersetzt. Es reisten also der Herr Bender und der Herr Bingener von der FAZ  zum Gespräch an, und ich weiß nicht, warum es so kam:



Nach der dritten Frage, die Herr Bingener stellte, war klar, daß aus diesem Gespräch nichts Gedeihliches würde erwachsen können. Die Fragen nämlich waren keine. Oft schon haben Kositza und ich mit Leuten stundenlang geredet, die gänzlich anderer Meinung waren als wir, die auch weltanschaulich einen ganz anderen Fluß hinunterrudern als wir – und trotzdem konnte man sich unterhalten, konnte sprechen, zuhören, heftig argumentieren und etwas von dem offenlegen, was man durchdacht hat.

Frage und Antwort eben, aber so war das nicht mit Bender und Bingener. Da war das Fragen von Anfang an und am Ende bloß noch: Unterstellung, Klischees abklopfen, ein Fahnden nach ein paar Haltegriffen für eine im Kopf bereits fertiggestellte Reportage, und deswegen mag es sinnvoll sein, das "Stück" der beiden Stück für Stück durch- und auseinanderzunehmen, obwohl mich derlei so sehr ermüdet. Denn, Grundgütiger, so sind sie halt, die beiden Herren: Stets präpariert mit ein paar Versatzstücken, die man leicht mit Bildung verwechseln kann, und dann das ständige Dazwischenhusten von Halbwissen für eine besonders gewitzte Form der Gesprächsführung haltend.

Beispiel: Wir kamen gleich auf einige unserer Referenzdenker zu sprechen. Ich nannte für die großen Bögen Jünger, Heidegger, Schmitt, dann natürlich Mohler, Kaltenbrunner, Willms, Diwald, aber auch unsere eigenen Leute: Hinz, Lichtmesz, Kleine-Hartlage, Weißmann, dann ergänzte Kositza Sloterdijk, Paglia, Friedrich, Klonovsky – aber Bingener fiel nichts Besseres ein, als dazwischenzuraunen, Heidegger habe jüdische Professoren ans Messer geliefert und Schmitt des Führers Recht fundiert.

Auf die spätere Frage von Kositza übrigens, wie Bingener denn, wenn "Heidegger gar nicht geht", Protestant sein könne angesichts von Luthers unbändigem Judenhaß, antwortete der nur: "Das war wohl eher Katharina von Bora."

Prost, nicht wahr? Was soll man in einem solchen Moment tun? Ich warf mein langes Nachdenken über die Engagements Schmitts, Heideggers, Benns in die Waagschale, referierte Schmitts auf v. Schleicher gezirkelte Rettungsversuche der Präsidialrepublik vor der Übernahme durch radikale, totalitäre Kräfte Ende ′32, hier nachzulesen, und verwies darauf, daß Benn und Heidegger aus Einsicht ab 1935, Schmitt dann (eher widerwillig) ab 1936 keine Rolle mehr gespielt hätten – weit vor jener Zeit also, als der NS seine Knochenmühle ankurbelte.

Aber: Ein FAZ-Bingener wäre keiner, wenn er nicht Recht behalten wollte. Jünger, Schmitt, Heidegger – das sei nun, ob ich es wahrhaben wollte oder nicht, die geistige Wegbereitung gen Auschwitz, und sei nicht unser Widerstandsgeschreibe und -gerede auch die Wegbereitung hin zu den brennenden Asylheimen?

Gut, in solchen Momenten muß man den Leuten relativierend kommen, ohne auf den Blödsinn mit der Wegbereitung überhaupt einzugehen: Man muß die eigene, bis zur Harmlosigkeit gesteigerte Friedfertigkeit herausstreichen und ins Verhältnis setzen zu denen, die 1968ff jedes noch so brutale Menschenexperiment beklatschten. Wer sitzt heute in den Redaktionsstuben ganz weit oben, war schon mal Außen- oder Umweltminister und zog damals mit Plakaten und Parolen von Ho Tschi Min, Mao und Lenin durch die Straßen – zu einem Zeitpunkt also, als diese "Revolutionsführer" ihre Massenverbrechen schon begangen hatten? Ich wurde sogar konkret, nannte Joscha Schmierer, der es als einer der Chefs des Kommunistischen Bundes Westdeutschlands (KBW) 1980 fertiggebracht hatte, Pol Pot nach Kambodscha eine Solidaritätsadresse zu senden - da hatte dieser Kerl schon beinahe ein Fünftel seines Volkes umgebracht.

Schmitt, Heidegger, Benn also, nochmals: Hat man sie je Solidaritätsadressen an Reinhard Heydrich, Heinrich Himmler oder Martin Bormann senden sehen? Und wie ist es mit Edgar Julius Jung oder Jochen Klepper oder Ernst Jünger? Wäre unser Volk nicht einen ganz anderen Weg gegangen, hätte man auf die Köpfe der KR gehört? Wie war das mit dem konservativen Widerstand gegen die Gesellschaftsexperimente des NS? Wie mit dem konservativen Dilemma, für Deutschland kämpfen zu wollen, aber zugleich für Hitler zu müssen?

Darüber sprachen wir mit Bender und Bingener auf dem Balkon, bis es zu kühl wurde und wir kurz (auf ausdrücklichen Wunsch der Redakteure, die das aufgrund des 3sat-Films für schwer authentisch hielten) in den "dreckigen Ziegenstall" wechselten, wo einem "Kot" an den Schuhen klebenbleibt, wenns dumm läuft, und "Putz von der Wand fällt", und wo man sich, wenn man Milch raffen will, übers Euter der Ziege hermachen muß.

Im FAZ-Beitrag kann ich die ausführliche Diskussion nur in einer lückenhaften Zusammenfassung finden:

Kubitschek will das Gedankengut der Konservativen Revolution in die Parteidebatte einspeisen: antiliberale, antiparlamentarische und antiwestliche Konzepte, die eine fundamentale Abkehr vom Weg bedeuten, den Deutschland nach 1945 eingeschlagen hat. Exponent jener Konservativen Revolution, in Schnellroda meist nur „KR“ genannt, war der sogenannte „Kronjurist des Dritten Reiches“, Carl Schmitt. Den Autor des berüchtigten Aufsatzes „Der Führer schützt das Recht“ zitiert Kubitschek am häufigsten.

Fürs Protokoll: Es ging im Gespräch fast ausschließlich um den Text "Legalität und Legitimität" von Schmitt aus dem Jahre 1932, dessen Lektüre man leider bei jungen FAZ-Autoren nicht mehr voraussetzen kann (wie überhaupt viel zu wenig Lektüre absolviert wird – ein Mangel an Demut, eine Unbescheidenheit am falschen Fleck). Es war dann Herr Bingener, der als die Quintessenz seines Weltwissens über Schmitt den Führer-Aufsatz kurz auftischte, schade: Eigentlich hätte ich fragen sollen, ob er wisse, worum es in diesem Text aus dem Jahr 1934 gehe, aus welchem Anlaß er geschrieben worden sei und was überhaupt "Kronjurist" bedeute. Egal.

Es ging dann in unserer Bibliothek weiter, und das ist vielleicht die Stelle, über die ich mich am meisten ärgere. Die Lückenpresse schreibt:
Im Rücken von Götz Kubitschek stehen seine Bücher. Die Memoiren von Leni Riefenstahl, „Preußische Soldaten“ von Rudolf Thiel, die „Edda“ natürlich und dicht daneben ein Buch des Rechtsextremisten Karl-Heinz Hoffmann, bekannt durch seine gleichnamige, 1980 verbotene Wehrsportgruppe.

Da hat man doch glatt die Regalmeter Hölderlin, Goethe, den Frisch, den Stifter, den Jahnn, den Mosebach, den Eichendorff, George, Hesse, Schiller, Klopstock, Hamsun, Kracht, Kleeberg, Krausser, Goetz, v. Salomon, Vosganian, Werfel, Boyle undundund übersehen, und das, was neben der Edda steht: die deutschen Heldensagen, Schwabs Sagen des klassischen Altertums, die Ilias und die Odyssee auf Griechisch (hatte ich bis zur 13.) und in der unnachahmlichen Übersetzung von Schadewaldt. Es folgt ein Regalbrett Märchen, undsoweiter.

Und wenn ich mal zusammenzähle, was Kositza allein in den vergangenen fünf Jahren an Belletristik in der Sezession besprochen hat (derzeit liegen die neuen Romane von Julie Zeh und Jean Echenoz auf ihrem Schreibtisch): Lückenpresse halt, dieses FAZ-Duo.

Eigentlich könnten wirs dabei belassen. Kositza hat sich empört über die mangelnde Lust der Redakteure, etwas ihnen ganz Neues an Lebensvollzug, intellektuellem Raum und Denk-Milieu gut und gründlich zu beobachten und niederzuschreiben. Aber noch eine Passage:
Zum Beispiel ist Kubitschek der Meinung, dass Deutsche mit ausländischen Wurzeln keine Deutsche sind, wenn sie nicht bereit wären, für Deutschland zu sterben. „Loyal ist, wer bereit ist, für das Land, in dem er lebt, in den Krieg zu gehen und sich erschießen zu lassen“, sagt Kubitschek. Im Übrigen sei deutsch, wer von deutschen Eltern abstamme. In der Zusammenfassung lautet seine Position: Gegen Ausländer hat er nichts, solange sie nicht in großer Zahl nach Deutschland einwandern. Kommen sie doch, haben die Deutschen das Recht, aktiv Widerstand zu leisten, wie im Februar im sächsischen Clausnitz.

Eigentlich hatte ich mit Bezug auf einen FAZ-Artikel von Armin Nassehi argumentiert. Jener war dort bei der Definition gelandet, daß Deutscher sei, wer hier lebe. Ich sagte, daß dies nicht hinreiche, sondern daß es einen Kranz von Kriterien gebe, die entweder gegeben seien oder einen deutlich höheren Anspruch an einen Neu-Deutschen stellten. Gegeben sei das Deutsche, wenn man deutsche Eltern habe. Nicht mehr deutsch sein zu wollen, bedeute dann, sich bewußt in ein anderes Land zu begeben und sich zu assimilieren, aufzugehen also in den nicht-deutschen Zusammenhängen und identitätsstiftenden Vorgaben der neuen Heimat. Derlei könne in Frankreich und Polen rascher gelingen als in Thailand oder Schwarzafrika. Binsenweisheiten, nicht wahr?


Dann das Nicht-Gegebene: Deutsch werden zu wollen sei die Grundvoraussetzung für jede glückende Einwanderung, die nicht von vornherein auf Zeit angelegt sei. Und der Nachweis werde eben nicht ganz und gar im normalen Leben erbracht, sondern – wie so oft – im Ernstfall. Deutsch geworden sei, wer sich im Zweifelsfall loyal verhalte, also ganz und gar auf die deutsche Seite schlage und nicht zurückgreife auf Bindungen der Herkunft. Konkret: Der deutsch-türkische Polizist verhaftet den türkischen Kriminellen und läßt ihn nicht aufgrund einer nicht abgelegten Herkunftsloyalität wieder laufen.

Zwei Kriterien also, die Nassehis "deutsch ist, wer hier lebt" als nicht hinreichend kennzeichnen, und es gibt noch weitere Kriterien, natürlich. Bender und Bingener aber waren nicht Willens oder in der Lage, diesen Kontext auszuführen, sondern formulierten stolz die Überleitung zur nächsten Passage:
Dunkelheit legt sich über Schnellroda.

Denn jetzt kommt sie, die Stelle, an der das Gespräch beinahe scheiterte: Was sei das, deutsch? Ich begann das auszuführen, also über etwas zu sprechen, das man auch knapp als "nicht restlos rational sagbare Seelenlage" zusammenfassen könnte (tat ich!), und dieses Sprechen über den Identitätskern ist stets ein sprechendes Entwickeln, ist kein Präsentieren von fertigen Stanzen. (Erst dann ist übrigens ein Gespräch eines, wenn es aus zugeneigter Entwicklung entsteht.)

Aber wieder mußte Herr Bingener seiner kindischen Neigung nachgeben, mit sinnlosen Einwürfen sich der eigenen Bedeutung zu vergewissern. Und da platzte mir der Kragen, wirklich. In der FAZ liest sich das so:
Das Gespräch steht am Rande des Abbruchs. Kubitschek droht mit Rauswurf. In seinem Haus soll über Deutschland nicht anders als in den Erhabenheitsformeln einer radikalisierten Spätromantik gesprochen werden. „Diese Sehnsucht nach dem Totalen, nach dem Risslosen, nach Etzels Saal, nach dieser Treue bis in den Tod, die eben nicht ausweicht, um weiterzuleben, sondern stehenbleibt, bis es nicht mehr geht“, auch das ist nach Kubitschek deutsch. Wer anders denkt, lernt die autoritäre Seite von Kubitscheks Persönlichkeit kennen. Den Hausherrn, der auch in der Vergangenheit schon Journalisten aus seinem Rittergut geworfen hat und sie als „arme und glücklich lebende BRD-Würstchen“ verhöhnt, als Leute, die „keinen grundsätzlichen Respekt haben können“ und denen „ihr kleines Ich und ihre Bindungslosigkeit und ihre Wahlbereitschaft und Wahlmöglichkeit das Nonplusultra ist“. Ob das nicht eine autoritäre Haltung sei? „Soll ich Ihnen mal zeigen, was autoritär ist?“, fragt Kubitschek. Eine Weile geht das Gespräch noch weiter, dann verabschiedet man sich voneinander.

Dazu nur ein paar Fußnoten: Mit Rauswurf drohte ich nicht, und rausgeworfen haben wir noch nie einen Journalisten, noch nicht einmal den Andreas Speit von der Antifa – auch er durfte einen Kaffee trinken und seine Klischee-Beobachtungen machen.

Aber es ist schon so: Dem Herrn Bingener wurde es ungemütlich, er konnte es nicht fassen, daß es einen Punkt gab, an dem die Kommunikation abbrach. Er fragte zuletzt sogar, wie ich mich dabei fühle, so autoritär zu sein. Autoritär zu sein, das bedeutete in diesem Fall: die Tür zu einem Seelen- und Seins-Raum, die ich einen Spalt weit geöffnet hatte, rasch wieder zuzuschlagen. Was wäre dahinter für Bender und Bingener zu sehen gewesen? Letztlich ein lebenslanges Rätseln über Hölderlins Schlußverse aus der Hymne "Germanien":

Doch in der Mitte der Zeit
Lebt ruhig mit geweihter
Jungfräulicher Erde der Äther,
Und gerne, zur Erinnerung, sind
Die unbedürftigen, sie
Gastfreundlich bei den unbedürftgen
Bei deinen Feiertagen,
Germania, wo du Priesterin bist
Und wehrlos Rat gibst rings
Den Königen und den Völkern.

Das "Wehrlose" als ungeheure Stärke, als ratende Souveränität, als ... aber nein: Tür zu, derlei ist nichts für Bender und Bingener, die ja sogar im Bücherregal den halben Meter Hölderlin übersahen und irgendwann in ihrem Leben noch aufdecken werden, daß Heidegger, die alte Nazisau, über "Germanien" sogar eine Auslegung verfaßte. Wie das alles zusammenhängt! Fäden, Spinnen, Netzwerke. Und wir mittendrin!

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (95)

Nordlaender
18. April 2016 09:59
"Da hat man doch glatt die Regalmeter Hölderlin, Goethe, den Frisch, den Stifter, den Jahnn, den Mosebach, den Eichendorff, George, Hesse, Schiller, Klopstock, Hamsun, Kracht, Kleeberg, Krausser, Goetz, v. Salomon, Vosganian, Werfel, Boyle undundund übersehen"

Oh weh, mit dem übersehenen Goethe haben die FAZkes aber Punkte verschenkt. Ich sage nur: "Der Jahrmarkt zu Plundersweiler".

Gewinnen tun die Kultisten um IHN - den Leibhaftigen, Untotesten aller Zeiten - allerdings immer. Denn auch wenn hier partiell exkulpiert wird (Schmitt, Heidegger), so wird doch das Hauptthema der Matrix, also die zwölf Jahre, gründlich bedient.

Trotzdestonichts eine vortreffliche Reklame für Sie und die sezession. Bin mir ganz sicher, daß viele Leser der FAZ so neugierig werden.
Fredy
18. April 2016 10:08
Vielleicht wird es langsam Zeit Privates und Politik zu trennen. Besser diese Art Gespräche im Hotel führen. Diese privaten Einblicke werden doch nur negativ ausgeschlachtet.
Realist
18. April 2016 10:20
Haben Kositza und Kubitschek denn wirklich etwas anderes von der FAZ erwartet? Dann wäre das naiv!

Kositza: Ich denke immer: Wer uns kennt (oder: ein bißchen kennengelernt hat), der kann uns nicht verwechseln, nicht so. Außer in böser Absicht. und weil ich von mir ausgehe (gut: naiv), geh ich nie von böser Absicht aus.
hubschrauberpilot
18. April 2016 10:28
Immer die gleiche Frage, die sich halt auch immer wieder stellt: Warum mit denen überhaupt noch sprechen? "Viel fürchterlicher ist das Schweigen".
Julius Fischer
18. April 2016 10:36
Na toll, damit hat sich sich die FAZ auch mehr oder weniger erledigt. Ich will den Rheinischen Merkur - Christ und Welt zurück.
Morbrecht
18. April 2016 10:50
Wer regelmäßig mit Personen von der Art der FAZ-Mitarbeiter (Journalisten mag man sie nicht nennen) zu tun hat, erkennt manches wieder. Die Fähigkeit zu kritischem Denken scheint hier weitestgehend korrumpiert worden zu sein, und an die Stelle von Gedanken ist die Suche nach Stichwörtern getreten, mit denen man sich der moralischen Integrität des eigenen Weltbildes vergewissern will. Im fortgeschrittenen Stadium dieser Korrumpiertheit wird das Denken dabei fast vollständig gegen Einbrüche der Wirklichkeit in das eigene Leben immun. Genau das macht die von der anderen Seite so gerne angeprangerten "geschlossenen Weltbilder "aus. Wem auch nach den Massakern von Paris und Brüssel und der Gewaltorgie von Köln keine Zweifel an gewissen Utopien dämmern, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Da es bei der FAZ immerhin noch die eine oder andere zweifelnde, differenzierte und die richtigen Fragen stellende Stimme gibt, hätte ich so ein Machwerk von dieser Seite aber nicht erwartet.
Zadok Allen
18. April 2016 10:57
Es ist so angezeigt wie müßig, das alte Wort von den Perlen und den Säuen zu bemühen. Eigentlich wäre es doch angemessen, solchen verkoksten Journalistenhirnen rundheraus das Recht abzusprechen, sich mit den von Herrn Kubitschek benannten Denkern und Autoren auch nur zu befassen.

Was mir sauer aufstößt, ist der unhandlich-unästhetisch-abwiegelnde Begriff der "Lückenpresse" (wer hat den eigentlich aufgeworfen?). Auch wer Texte wie die geschilderten, die im Zeichen triumphaler Dummheit erstrahlen, verfaßt, lügt, selbst wenn eklatante Unbildung und Unmündigkeit die Ursachen sein mögen.

Immerhin, Herrn Kubitscheks Ausführungen haben ihr Ziel erreicht, wenn den letzten FAZ-Treuen (@ Julius Fischer) dadurch klar wird, was sie von dieser Postille zu halten haben.
Kiki
18. April 2016 11:00
Ja, es war schon ziemlich vorhersagbar und ebenso armselig, was diese nicht mehr ganz so knusprigen Redaktionsküken da zusammengebraut haben.

Und mit welch verfeinerten Gerissenheit man in Schmierantenkreisen zu verfahren pflegt, verschlägt einem glatt den Atem: die satanische AfD nicht direkt anzup**n, sondern über die gefühlte Verbindung zu den bösen rechten Kastenteufeln - das ist Journalismus der Meisterklasse, total raffiniert und so subtil, daß es nicht einmal Vorschülern auffiele.

Im Ernst, dieser zusammengestümperte Versuch von Propaganda löst nur hämisches Gelächter aus (und bei den eher weichen Naturen tiefes Mitleid mit den C-Redacktören). Und der Kommentarbereich erst! Lauter alte Weiber und Kerle von der verfetteten Rotweinsäuferfraktion, denen die Erleichterung, sich endlich mal wieder rechthaben zu dürfen aus allen Poren quillt.

Was haben wir gelacht über all die getroffenen BRD-Würstchen.
deutscheridentitärer
18. April 2016 11:01
Also der Artikel ist natürlich einerseits eine Unverschämtheit, andrerseits werden die, auf die es ankommt, schon zwischen den Zeilen lesen können.


Ich wundere mich immer darüber wie wenig ausgeprägt echtes Interesse der Linken am Rechten Denken vorhanden ist.

Die meisten Rechten die ich kenne, lesen durchaus ab und an linke Schriften, zur Feindbeobachtung natürlich, aber eben auch mit einer gewissen intellektuellen Offenheit, ohne die man sich sowas ja auch gleich sparen könnte.

Es macht mich einigermaßen fassungslos, wie sehr die Linken an ihren Feindbildern hängen.

So sind z.B. die aktuell kursierenden, gegenstandslosen Gewaltvorwürfe gegen die Identitären nicht nur reine Taktik, was verständlich wäre, sondern werden von den Linken bis in "höchste Kreise", also diejenigen, die diese Lügen in die Welt setzen allem Anschein nach wirklich geglaubt.
John Haase
18. April 2016 11:02
@Julius Fischer
Die FAZ hat sich für mich endgültig nach Ralph Bollmanns Völkerwanderungsartikel erledigt.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/die-voelkerwanderung-ein-begriff-macht-karriere-13874687.html

@alle Anderen
Zu dem jetzigen FAZ-Artikel:
Die Verachtung, die ich für diese Art von Journalisten und für ihren Staat empfinde wird jeden Tag größer. Flüchtlingswahn als neue Form deutschen Wesens, bah! Wobei es ja irgendwo auch stimmt, auch wenn es natürlich eine Perversion desselben ist.

Es ist interessant, wie staatstreu, patriotisch und sogar religiös unsere geistigen "Eliten" in der letzten Zeit plötzlich geworden sind. Jetzt, wo die BRD alle Staatlichkeit abgelegt hat, jeder "irgendwie zu uns gehört", der es schafft, einen Grenzübergang zu überschreiten, und die Kirchen den Glauben an Gott durch Menschheitskitsch ersetzt haben.
Herzog Senjarin
18. April 2016 11:09
Ganz großes Tennis, Herr Kubitschek! Chapeau!
Und gut, dass in Ihrem Regal George prominent vertreten ist - der macht uns den anderen Bingener zufrieden vergessen. Zugegeben, vielleicht heißen die Mitbürger aus Bingen eher Binger als Bingener, aber ich hab meine Pointen auch nicht gestohlen.
Jünger als "Wegbereiter gen Auschwitz" ist mal wieder gewohnt putzig. Im Politischen entrückt man sich unliebsamer Gemeinschaft doch sehr viel entschiedener durch vertikale Distanzierung als durch horizontale - vorausgesetzt, man hält Stil nicht für das Ende vom Besen.
Die FAZ, Deutschland, Europa - auf was und wen alles mag der reichlich plausibel klingende Satz, den Frank Schirrmacher einst in catonischer Manier einer Mail anfügte - "ich glaube übrigens, wir sind verloren!" - am Ende zutreffen? In jedem Fall wäre schlechte Laune ungerechtfertigt - die besten Argumente für Ihren Ansatz liegen für mich außerhalb des Politischen im engsten Sinne und heißen Gelassenheit und Humor, wobei die Grenze zwischen diesen beiden sehr fließend ist und wahrscheinlich sogar permeabler als die deutschen Staatsgrenzen 2016.

Weiterweben!
Gustav Grambauer
18. April 2016 11:11
Redaktionssessel sind in diesen Zeiten Schleudersitze. Mit dem Bondarew-Szenario "Die linke Ideologie soll ad absurdum geführt werden" oder auch mit jedwedem anderen Szenario dreht sich der Wind um 180 Grad.

Pat & Patachon sind in drei Jahren auf dem Arbeitsamt (während sich die Herausgeber der Frankfurter Gemeinen Zeitung auf Sylt die Finger maniküren).

- G. G.
Ludwig Witzani
18. April 2016 11:16
Sehr geehrter Herr Kubitschek,
ich habe den Artikel in der FAZ auch gelesen und soforrt entsprechend kommentiert. Ich denke, dass die beiden Herren ein Eigentor geschossen haben, bei dem ihre Unbildung und Ihr Unvermögen zur politischen Diskussion mehr als deutlich geworden sind. Auch viele der (zugelassenen) Kommentare tendierten in diese Richtung.
Was Frau Kositza gesagt hat, traf übrigens den Nagel auf den Kopf: Selbst unter Gebildeten ist die Neugierde auf konservatives Denken praktisch nicht ausgeprägt. Für sie ist es so, als hätte es Heidegger oder Jünger nie gegeben. Für sie sind Bonsai Genies wie Habermas das Maß aller Dinge. Manchmal frage ich mich sogar, ob das Gespräch verweigert wird, weil man innerlich spürt, wie schwach die eigene Position ist.
Beste Grüße
Ludwig Witzani
Maria Kaufmann
18. April 2016 11:17
Im Band "Von rechts gesehen." berichtet Armin Mohler, wie Jünger Gäste empfängt: Studenten, Journalisten, Missionare, Suchende, Verehrer und so fort. Und immer ist die Geste Jüngers jene: hören, antworten nach Maß, aber auch eine zeitliche Grenze setzen, die signalisiert: Es gibt keine Gelingensgarantie, den falschen Leuten das Richtige erklären zu können.
Je suis partout
18. April 2016 11:20
Herr Kubitschek, Frau Kositza,

grämen Sie sich nicht. Alles, was jetzt irgendwo erscheint, ist Werbung. Doch das haben die vielen "journalistischen" Karriere-Hengste noch nicht erkannt. Zum Glück!

Daher: Chancen ausreizen! Bedingung für den nächsten Besuch sollte jedoch sein, dass fragende Journalisten auch zur Hand gehen müssen. Stall- und Gartenarbeit! Ich verweise hier gerne auf eine hervorragende Dokumentation über den Selbstversorger Gottfried (Link), der einem Interview/Film nur zugestimmt hat, wenn der Kameramann bei der täglichen Arbeit hilft. Zeitverschwendung kann man sich eben nicht leisten.
Aristoteles.
18. April 2016 11:21
Hervorragend, Götz Kubitschek und Ellen Kositza.

Entlarvung des Üblichen:
BRD-Ethik: Auschwitz.
BRD-Logik: 1+1=3, weil Adolf Hitler irgendwann einmal in seinem Leben gesagt hat, dass 1+1=2 ist.
BRD-Dialektik: Molotow war ein Nazi, weil er mit Adolf Hitler gesprochen hat.

Zu Carl Schmitt:
"Weitere Anknüpfungspunkte gab es in – auch für Zeitgenossen – überraschenden Zusammenhängen. Beispielsweise berichtete der jüdische Religionsphilosoph Jacob Taubes, der mit Schmitt in Kontakt stand, dass dessen Verfassungslehre in der Diskussion um eine mögliche israelische Verfassung herangezogen worden sei. Dies habe er als Research-Fellow 1949 zufällig durch eine erfolglose Bestellung des Buches in der Bibliothek der Jerusalemer Hebräischen Universität festgestellt: „Einen Tag, nachdem ich Carl Schmitts Verfassungslehre angefordert hatte, kam ein dringender Anruf vom Justizministerium, der Justizminister Pinchas Rosen (früher Rosenblüth) brauche Carl Schmitts Verfassungslehre zur Ausarbeitung einiger schwieriger Probleme in den Entwürfen zur Verfassung des Staates Israel“. (https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt)

Dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Jacob_Taubes#Philosophie

Hervorragend auch die Reaktion auf die Frage, wer Deutscher ist.
Wer hierherkommt, lebt in der BRD und kann allenfalls BRD-Bürger werden.
Allein schon daraus ergibt sich die religiöse Dimension des Deutschseins, gerade jetzt, in diesem Zustand der Wehrlosigkeit (was leider viele (konservative) Deutsche nicht sehen (wollen)).

Das ausgesonderte Deutsche Volk.
Die Metaphysik, die religiöse Verantwortung, die dahinter steckt, kann ein Jude wahrscheinlich besser nachvollziehen als ein Durchschnittsdeutscher.
Merkels Zerstörungswerk passt da genau hinein.
Wer das nicht als Chance begreift ...
Arminius Arndt
18. April 2016 11:29
Ich denke, jeder, der einmal eine Ausgabe der Sezession und den einen oder anderen Artikel hier auf diesen Netzseiten gelesen hat, dem wurde bei der Lektüre des FAZ Artikels schnell klar, dass er eben nur genau das wiedergibt, was G.K. treffend hier beschrieben hat. Man reiste nach Schnellroda um sich seine Vorurteile vor Ort bestätigen zu lassen – Scheuklappen bitte ab überschreiten der ehem. Deutsch-Deutschen Grenze fester anziehen, war eine der Vorgaben.

Alleine die intellektuelle Minderbemitteltheit, bei Carl Schmitt nur an diesen genannten Aufsatz zu denken und diesen dann auch noch wie ein Schüler der Mittelstufe schön als „Soundwort“ in den Artikel einzubauen, zeigt die Dürftigkeit, ohne dass es weiterer Worte bedarf - und das schreibe ich, als einer, der die Schmittsche Persönlichkeit, wie sie sich mir als Außenstehender darstellte, nie leiden mochte, aber an Werken wie "Der Nomos der Erde", kann man nicht vorbeigehen und dann irgendwas von wegen "Der Führer schützt das Recht" schwätzen. Aber das ist eben das selbe Kaliber, welches beim Betreten einer gotischen Kathedrale auch nur an die davor vermeintlich stattgefundenen Hexenverbrennungen oder an einen Priester, der Ministranten belästigt, denken kann. Wenn einem das Hohe zu hoch ist, dann will man es in linker Manier hinunter auf das eigene, dreckige Niveau ziehen, dann fühlt man sich doch gleich viel wohler.

Genug geschrieben, die FAZ leistet sich einen (weiteren) intellektuellen Offenbarungseid mit diesem Artikel.
Biobrother
18. April 2016 11:30
Ich habe den samstäglichen FAZ-Artikel in der Print-Ausgabe mit großem Interesse gelesen. Darf man in diesem Zusammenhang fragen, ob die folgenden befremdlichen Aussagen auch böswillig verdreht und aus dem Zusammenhang gerissen wurden? Dass die früher eventuell gegebene (oder doch nur vorgetäuschte?) Anschlussfähigkeit an "bürgerliche Kreise" mittlerweile zugunsten einer Mobilisierung des Straßenmobs aufgegeben wurde, lässt sich doch schwerlich leugnen, oder nicht? Es ist wohl kein Zufall, dass die besagte Textpassage oben nicht weiter zitiert wurde.

Gegen Ausländer hat er nichts, solange sie nicht in großer Zahl nach Deutschland einwandern. Kommen sie doch, haben die Deutschen das Recht, aktiv Widerstand zu leisten, wie im Februar im sächsischen Clausnitz. Damals hatte ein aufgebrachter Mob einen Flüchtlingsbus blockiert und „Wir sind das Volk!“, „Verpisst euch!“ und „Haut ab nach Hause!“ gebrüllt. Verängstigte, weinende Kinder saßen über Stunden in dem blockierten Bus. „Ist da eine Person zu Schaden gekommen? Da kann man doch nichts sagen“, sagt Kositza. „Was ist denn daran schlimm? Mein Gott, da gibt’s in der Schule vielleicht größere Angst vor einer Mathearbeit“, sagt Kubitschek.


kommentar kubitschek:
wiederum zwei aus dem zusammenhang gerissene zitate. dem ganzen ging ein gespräch über die frage voraus, ob "der flüchtling" das richtige objekt für den protest sei. ja und nein. ja, weil er eben die gestalt der ortlosigkeit ist, die uns zusetzt; nein, weil er sich folgerichtig verhält, während die verantwortlichen die regierung unseres staates bilden. also hat man in clausnitz zurecht blockiert, aber es war nicht schön und es trug nichts aus. es war symbolisch, aber als solches war der vorgang gerechtfertigt.
Westpreuße
18. April 2016 11:37
Herr Kubitschek,

es tut mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen: Die beiden Herren von der FAZ, die dies natürlich lesen werden, werden Ihre Gedanken. Empfindungen, gegensätzlichen Eindrücke eben NICHT verstehen. Sie verstehen es nicht..., weil sie es nicht verstehen können...

Begründung: Die gesamte Lückenpresse, das klebrige links-grüne Milieu, einschließlich der Kulturschaffenden, intellektuellen Wiederkäuer in den öffentlich-rechtlichen Anstalten: Sie befinden sich in einem ganz schwierigen Lern-Prozeß, der ihre inneren (geistigen) und äußeren Gewohnheiten (Verlautbarungsjournalismus) bis in die Grundfesten hinein erschüttert...

DIE müssen lernen. Das dauert. Ist ja so ungewohnt. "Tut" weh. Verwirrt. All ihre politischen Koordinaten geraten ganz langsam ins Rutschen. Ich erinnere mich an die Mobiles aus den 1950-er und 1960-er Jahren. Die Dinger gerieten manchmal aus dem Gleichgewicht, klatschten zusammen. Also Stuhl her und neu aus-richten...Die Herren, nicht nur von der FAZ, befinden sich permanent auf dem Stuhl. Wem gefällt das schon...?

Es ist ein Lernprozeß; Beispiele, die mir so einfallen:
WANN mußten diese Leute denn schon einmal durch eine Schrei- und Spuckgasse Spießruten laufen, so mit 20 Mann, während so 300, 500 Leute drumherm ein Gesinnungs-Happening veranstalten und sich dran erfreuen...? Die Haßstunde, die die Langeweile des "ungelebten Lebens" so erfrischend durchbricht...

WANN waren diese Leute schon mal in der Lage wie der kleine Hotelbesitzer, der so grade über die Runden kommt, sein Personal in Lohn+Brot halten möchte, froh darüber, seinen großen Saal an die AfD zu vermieten, mit Zukunftsaussichten, und...die selbsternannten Gesinnungswächter drohen öffentlich öffentliche Konsequenzen an.
Melden sich also schon mal an: Werden mal "nachhaltigst" vorbeikommen...!

WANN waren diese Leute denn schon einmal in der Lage des kleinen Kiosk-Betreibers; Zeitungen, Lotto, Tabakwaren..., was verdient man denn da dran (?), der die JUNGE FREIHEIT verkauft, aber erschreckt in der Lokalausgabe plötzlich liest, daß es in seinem Ort einen Kiosk-Betreiber gibt, der eine "rechtsextreme" Zeitung verkauft; also eine Zeitung, die schreibt: Also..., man könnte unser politisches Bürgerleben auch so sehen, oder so oder so...
Aber das geht ja nicht: Die Antifa aus der Nachbarstadt, vereint mit den Parteien, Gewerkschaften, Kirchen vor Ort kündet schon mal einen Besuch an, zwecks "nachdrücklicher Bildungs- und Erziehungsarbeit...

Herr Kubitschek, ich stelle mir den Besuch der beiden Herren etwa so vor, lediglich ohne Zigarren und ohne Hut. Also zwei aus der Redaktion:

http://www.br.de/radio/bayern2/politik/radiowelt/michael-ende-momo-100~_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647.jpg?version=d574d
Momo: Die grauen Herren (Michael Ende)

Im Bilde: Die kamen mit einem fertigen Puzzle im Kopf an, sagen wir mal kleinteilig, sehr holzschnittartig, braun-weiß, 100 Teile.
Kamen zu Ihnen mit der Absicht, Puzzleteile zu ersetzen. WAS man so bei Ihnen sieht, WAS man so bei Ihnen hört...
Bierflaschen zum Frühstück ODER Abendbrot, was denn nun...? Scheiße an den Stiefeln, bröckelnder Putz an den Wänden...(gibt es natürlich in der FAZ-Redaktion noch nicht).

Sich senkende Köpfe vor dem Essen, oh je. Wer sieht denn heute noch "das täglich Brot" dankbar an?
Die Bücher: Ha, der schielende Blick: Da, dort, dort auch...!
Selbstgemachter Ziegenkäse: Im "linken Modell" schick, im "rechten Modell" völkisch...

Die unendlichen Mühen, sich in den anderen Lebensentwurf, den sie doch vor Augen haben, überhaupt ansatzweise hineinzuversetzen. Was wäre, wenn ich FAZ-Mensch mal "alternativ", was jeder sich darunter so vorstellt, mal leben würde! Wie "arm und reich" zugleich wäre ich dann...
Die "vergewaltigende Gedankenkonstruktionen" zur AfD hin...
(Und vieles mehr).

Ich nehme den Faden wieder auf:
Die beiden Herren sind mit ihrem fertigen Gedanken-Puzzle angereist, haben eine Orts- und Menschenbesichtigung gemacht, und haben danach 10 - 15 Puzzlestückchen ausgetauscht. Schauten sich in der Redaktion an, machen wir es so oder so? Soll niemand sagen, wir recherchieren nur vom Schreibtisch aus...
So war's. Oder so ähnlich...
: Grüße von der Weichsel
firenzass
18. April 2016 11:42
Ich lese hier unten taeglich "La Repubblica"/print, print, weil sie so eben in meinem Fitness Club ausliegt und die Zeit, die nehme ich mir. "La Repubblica" waere fuer mich ja die Zeitung des politischen Mitbewerbers oder, zu deutsch, des Gegners. Kann mich aber nicht erinnern, dass ich die linke LaRep je ohne Gewinn gelesen , geschweige denn verdriesslich zugeschlagen haette, wie mir das bei den deutschen Revolverblaettern staendig so ergeht. Haeme , Neid, Hass und Missgunst sind bei der linken LaRep auch voellig abwesend, es sind keine Kategorien, man legt Wert auf Umgangsformen und unterschreitet einen gewissen Standard im Gespraech mit dem politischen Gegner nie. Wuerde von der Leserschaft auch nicht goutiert werden.
Nun, es war wohl vor 3/4 Jahren, ich blatterte so vor mich hin,ein bisschen Kurzweil,das war mein Sinn und dann kam er, der Gastbeitrag von Thomas Schmitt?/Schmid?/Schmidt?, "Die Welt", Ueberschrift: "Italien braucht eine neue Rechte": unbeweglich, paternalistisch, oberlehrerhaft, arrogant, plump, kulturimperialistisch, Eroerterung auf dem Niveau eines ja,...aber machte der Schmidt auf LaRep gegen die Forza Italia des Silvio Berlusconi Front. Als leidgepruefter Deutscher, (Schutzsuchender), wusste ich natuerlich schon, was es mit der "Forderung"nach einer "Neuen Rechten" auf sich hatte: es handelte sich um eine schnoede Vorankuendigung und, wie gesagt, dass war mir auch sofort voellig klar. Eine gefuehlte Woche spaeter brach Angelino Alfano aus dem Centro Destra aus und begruendete das Nuovo Centro Destra, mit ihm loeste sich der ganze sizilianische Block von Berlusconi. Da wurde mir dann doch mulmig denn, die Sizilianer sind nicht unbedingt bekannt dafuer, dass sie ein totes Pferd reiten. Es war also klar, dass hier hoehere Maechte am Wirken waren und die Sizilianer sich in ihr Geschick ergaben. Aus dem Paulus Angelino Alfano, ehedem Mitglied der Regierung Berlusconi, die die italienischen Landesgrenzen wie ein Loewe verteigte wurde der Die Sau-los als Innenminister der derzeitigen Regierung Renzi ein promigratorischer Irrer, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat.
Ehrlichgesagt, als ich da so ueber den Zeilen des Welt-Schmidts gruebelte fuehlte ich mich, als waere ein deutscher Mob in meine heile Welt der Repubblica eingedrungen, die Sbirren des Merkelregimes. Es war so als ob mir jemand entgegenschrie: " fuehle dich in Italien bloss nicht zu sicher, wir kriegen dich doch"-- Kein anderer als eben Gastautor Schmidt durfte die Italiener mit der Ankuendigung einer "Neuen
Italienischen Rechten" begluecken. Es brauchte den deutschen unbeweglichsten Betonkopf, frech, dumm, boese gemein und bar jeder Empathie, sittlich auf niederstem Niveau durchs Leben kriechend. Kein Italiener haette sich zum damaligen Zeitpunkt dafuer hergegeben seinem Volke mal ebenso nebenbei den Staatssreich schmackhaft zu machen, darum der Gastbeitrag der allerdeutschesten Schreibhure.
Und so weiter,und so fort.
Ich weiss nun ehrlich nicht, was KuK
sich von einem Dialog mit diesen boesartigen Primitvlingen versprochen haben?
der Gehenkte
18. April 2016 11:53
Danke, Herr Kubitschek! Daß es einen anödet, solche Artikel schreiben zu müssen, ist mehr als verständlich. Aber das Ergebnis hat die Mühe gelohnt. Dabei erfahren wir eigentlich nichts prinzipiell Neues. Genauso hatte ich mir das aus dem FAZ-Artikel herausgelesen - Sie haben die Umrisse jetzt schön mit Farben gefüllt.

Wie Sie das Typische herausarbeiten, das macht diesen Artikel wertvoll. Ich werde ihn - zusammen mit dem FAZ-Ding - weiter verbreiten.

Jeder, der hier unvoreingenommen liest und jeder, der schon einmal mit Ihnen und Ihrer Frau gesprochen hat, jeder der schon mal ein Buch des Verlages in der Hand hatte ... mußte die Masche sofort durchschauen.
Carsten
18. April 2016 12:02
FAZ: "Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden"

Hahaha!

Muss echt ein Scheißgefühl sein, wenn einem die Leser nicht mehr gehorchen!
Der Gutmensch
18. April 2016 12:09
... kein Mitleid nirgends, was soll das bloß werden ...

Wollte hier vielleicht jemand losgeschickt werden, objektiv und wahrheitsgetreu über Hartcore-Linke und ihre die Vorliebe für die Werke von Marx, Engels und Lenin zu schreiben; gar vorher noch mit denen Debatten zu führen?! Wer das bejaht, kann die Tücken des Diamats nicht ermessen, am Ende kommt man raus und hat vom Kakao getrunken!

Ich will hier auch keine respektlosen Vergleiche bringen, sondern nur versuchen, die Welt aus den Augen dieser Redakteure zu betrachten, die angesichts eines offenbar wirklich schreckenerregenden Bücherregals der spontane Wunsch nach Erkenntnissen über K&K´s spannende Nutztierhaltung übermannt zu haben scheint. Ich hätte mich jedenfalls auch gefürchtet - und Ziegen sind freundliche Tiere, die einen gewiss nicht anheischen werden: "Sag ein Gedicht!!!"

Und überhaupt - eigentlich müsste man den Lehrern dieser Buben böse Briefe schreiben.

Glückwunsch zur kostenfreien PR - und seien Sie großmütig.

d. G.
Olaf
18. April 2016 12:21
Sehr zu erwartender Verlauf eines begrüßenswerten Versuchs -- mit einem wichtigen Hinweis aus der Feder Kubitscheks höchst selbst:

"Gut, in solchen Momenten muß man den Leuten relativierend kommen, ohne auf den Blödsinn mit der Wegbereitung überhaupt einzugehen: Man muß die eigene, bis zur Harmlosigkeit gesteigerte Friedfertigkeit herausstreichen und ins Verhältnis setzen zu denen, die 1968ff jedes noch so brutale Menschenexperiment beklatschten. Wer sitzt heute in den Redaktionsstuben ganz weit oben, war schon mal Außen- oder Umweltminister und zog damals mit Plakaten und Parolen von Ho Tschi Min, Mao und Lenin durch die Straßen – zu einem Zeitpunkt also, als diese „Revolutionsführer“ ihre Massenverbrechen schon begangen hatten? Ich wurde sogar konkret, nannte Joscha Schmierer, der es als einer der Chefs des Kommunistischen Bundes Westdeutschlands (KBW) 1980 fertiggebracht hatte, Pol Pot nach Kambodscha eine Solidaritätsadresse zu senden – da hatte dieser Kerl schon beinahe ein Fünftel seines Volkes umgebracht."

Wenn das strategisch stimmt -- UND ES STIMMT --, dann muß sich die "Sezession" und das IfS an ihr Versäumnis erinnern lassen: hier allgemeine Grundlagenarbeit bislang nicht betrieben zu haben.
Die kommenden und heftigen Auseinandersetzungen mit den alten und dicken 68ern und ihren karieregeilen Nachnutzern -- werden dieses Versäumnis aber zur dringenden Aufgabe machen. Hoffentlich!!

"Sachsens helle Haufen" (Th. Hinz) wissen das längst und fordern es: um der deutschen Sache willen:
http://pi-news.net/wp/uploads/2016/02/Pegida-Dresden-6.2.1667b.jpg
Kiki
18. April 2016 12:39
Fischverkäuferinnen, Straßenkehrer, Karussellbremser, Paketboten, Toilettenfrauen usw haben ausgedient.

Mit Kwallitähtjournalismus erschrecke ich seit einiger Zeit immer die Älteren, wenn sie in schulischen Dingen etwas unlustig zu werden drohen.

"Auf, setz Dich ran oder willst Du am Ende so doof sein, daß du nur noch ein schäbiges Laberfach studieren kannst und irgendwas-mit-Medien werden mußst, weil es zu einem anständigen Beruf nicht reicht?"

Klappt wunderbar, weil Journalisten von heute viel lebhafter und grauslicher auf jugendlich-zarte Einbildungskraft wirken als die zu Beginn genannten Sagengestalten.
Innerer_Exilant
18. April 2016 12:51
Hehe, naja, für Menschen, die in der Welt der 68er und ihrer Epigonen sozialisiert worden sind und deren Dogmen geschluckt haben, muss Schnellroda ein schockierender Blick in den Schlund der Hölle sein, das ist quasi unausweichlich. Darauf kann man fast schon ein wenig stolz sein, oder nicht ? ;)

Die deutsche Linke ist einfach keinen wirklichen, offenen Widerspruch mehr gewöhnt, man wähnt sich am Ende der Geschichte mit der eigenen Perspektive als erstrebenswertem Endzustand. Finde es immer wieder herrlich zu sehen, wie den Herrschaften die Kinnlade runterklappt, wenn sie feststellen, dass es tatsächlich noch Andersdenkende gibt oder, Gott bewahre, sie im Ausland feststellen, dass sie flächendeckend als naive Trottel betrachtet werden.

Weiter so, immer dran denken, global gesehen seid ihr die Norm !
stefan scheil
18. April 2016 12:57
Letztlich darf man den Artikel wohl als widerwilligen Ritterschlag zum gefährlichsten intellektuellen Hauhalt der Republik bezeichnen. Anders konnte man es bei der FAZ wohl nicht ausformulieren.

Auf ein Wort zu Carl Schmitt: Er war nun einmal nicht nur ein brillanter Denker, sondern zugleich ein Möchtegernkarrierist, der sich 1932-34 erbärmlich benommen hat und der nie zu der Größe gefunden hat, dies sich und anderen einzugestehen. Als solcher wird er dann eben - auch - zu Recht in Erinnerung bleiben. Als Bezugsfigur nur bedingt einsatzfähig...

kommentar kubitschek:
klar, so ist das, steht alles in meinem schmitt-artikel, den ich verlinkte. muß man nur lesen, vor allem dann, wenn man von der faz kommt und den "klugen köpfen" hinter dem blatt mehr bieten will als die bunte.


Schließe mich den Glückwünschen zur PR an.
Johannes P.
18. April 2016 13:13
Mich hatte der FAZ-Artikel einigermaßen verwundert zurückgelassen. Ich lese hier nur gelegentlich mit, aber daß der bloße Gedanke, Merkelsches Gutmenschentum könne sich aus demselben deutschen Hang zum Universellen speisen wie der Idealismus, Kubitschek derart zur Weißglut getrieben haben soll, kam mir doch sehr spanisch vor. Sowas ähnliches schreibt Lichtmesz doch gefühlt jede Woche. Da dachte ich mir schon, die Chemie muß von Anfang an nicht gestimmt haben.
Ein gebürtiger Hesse
18. April 2016 13:35
... Und dieses Sprechen über den Identitätskern ist stets ein sprechendes Entwickeln, ist kein Präsentieren von fertigen Stanzen. (Erst dann ist übrigens ein Gespräch eines, wenn es aus zugeneigter Entwicklung entsteht.)

Zutiefst wahre Worte. Der tiefe Riss, der durch unser Land geht, verläuft nicht zuletzt auch zwischen denen, die sich einem solchen "sprechenden Entwickeln" aussetzen, hingeben, ja weihen, und den anderen, die doch nur immer das Wenige bestätigt sehen wollen, was sie eh schon zu wissen glauben. Solange sich Letztere nicht bewegen, wird kein Dialog möglich sein.

Danke auch für die gute Darstellung dieses kläglichen Treffens. Zwar werden sich die meisten, die bei uns mitlesen, ob der FAZ-Lektüre Entsprechendes schon gedacht haben, doch wird es umso klarer, wenn Sie es mit Ihren Worten sagen.
Monika
18. April 2016 13:38
Unterstellung, Klischees abklopfen, ein Fahnden nach ein paar Haltegriffen für eine im Kopf bereits fertiggestellte Reportage, und deswegen mag es sinnvoll sein, das „Stück“ der beiden Stück für Stück durch- und auseinanderzunehmen, obwohl mich derlei so sehr ermüdet. Denn, Grundgütiger, so sind sie halt, die beiden Herren: Stets präpariert mit ein paar Versatzstücken, die man leicht mit Bildung verwechseln kann, und dann das ständige Dazwischenhusten von Halbwissen für eine besonders gewitzte Form der Gesprächsführung haltend.



Nicht ärgern über das, was B&B über K&K schreiben. Alles in allem doch eine gute Werbung .
In der Druckausgabe der FAZ am Samstag lautete der Titel übrigens
Geistiges Manna .
Und das Foto ist ein hervorragend inszeniertes Gemälde à la german gothic.
Darüber kann man trefflich nachdenken.
Siehe auch da :
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.artic.edu/aic/collections/files/aic/6565.jpg&imgrefurl=http://www.artic.edu/aic/collections/exhibitions/Modern/American-Gothic&h=250&w=208&tbnid=7m49AGYzqnweIM:&tbnh=144&tbnw=120&docid=iNmHMBnO7Eb7YM&hl=de&client=safari&usg=__Vx4C7mPfvX8gbLyM1HGVolBwy0I=&sa=X&ved=0ahUKEwjU3abwh5jMAhVF2RoKHVq2DwIQ9QEIJDAE
Dieses Foto sollte eine Sezession zieren .
Ach so, in meinem Bücherregal steht: Leni Riefenstahl , 5 Leben
kein Taschenbuch, aber ein Taschen-Buch,
der demograph
18. April 2016 13:42
diese Journalisten haben anscheinend wenig Neugierde. Wenn Sie eh schon vorher alles wissen, warum sind sie dann überhaupt angereist?
kryptkon
18. April 2016 13:57
Nur ein Versuch der Eindämmung von Kampfzonen? Durch immer größer werdende Mehrheiten der bundesrepublikanischen Journalistinnen und Journalisten mit ideologischem Bezug zu den Grünen und der SPD ( http://de.statista.com/statistik/daten/studie/163740/umfrage/parteipraeferenz-von-politikjournalisten-in-deutschland/ - etwas ältere Statistik, gibt es eine Aktuelle? ),
wird eine unter Tendenzschutz ( http://www.fde-tacheles-reden.de/artikel_-_2015/032015/Der_Spagat_der_Journalisten.pdf ) stehende Berichterstattung gewährleistet, die besonders effektiv in der sogenannten Flüchtlingskrise, oder dem Gefahr-von-Rechts-Mythos, zum Tragen kommt.
herbstlicht
18. April 2016 13:58
Jener war dort bei der Definition gelandet, daß Deutscher sei, wer hier lebe.


Hierzu eine treffende Bemerkung aus dem schwedischen Reichstag. Åsa Romson --- Sprecherin der schwedischen Grünen --- schwärmt, daß alle, welche in Stockholm mit der U-Bahn fahren, Schweden sind; unabhängig vom kulturellen Hintergrund. Worauf der Chef der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson, trocken antwortet: "Wenn ich also in Tokyo in der U-Bahn fahre, dann bin ich Japaner."
Ars sutorius
18. April 2016 13:59
Was ich nicht verstehe: Kositza und Kubitschek sind Profis. Warum lassen sie sich überhaupt auf ein Gespräch mit Leuten ein, von denen von vornherein zu erwarten war, dass das nun zu rechtfertigende und richtigzustellende herauskommen würde? Warum bieten sie diesen Leuten so eine einzigartige Gelegenheit, sich Aufmerksamkeit auf fremde Kosten zu verschaffen? Lasst sie links liegen und straft sie mit Nicht(be)achtung, oder wenn schon, dann betrachtet sie höchstens ungefähr mit der Aufmerksamkeit, die man einem Hundehaufen auf dem Gehsteig entgegenbringt. Die FAZler sind Systemschreiberlinge bei denen man zwischen den zitierten Zeilen die "scheissende Angst" vor Aufmerksamkeitsverlust förmlich herauslesen kann.
Magnus Göller
18. April 2016 14:04
Alleine, dass die FAZ binnen Stunden ihren Aufmacher änderte, "Die braune Spinne im Netz" selbst meinte entsorgen zu müssen, ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten.
Es wurde im Kommentarstrang von faz.net wie hier auch darüber diskutiert, ob man Journalisten so weit in die persönliche Sphäre eindringen lassen sollte, dass die den Kot von Ziegen nicht nur imaginieren können, sondern vielleicht noch was davon sehen oder riechen (riecht übrigens nicht sehr streng, ich habe selber Ziegen gehalten, auch in einem Stall, wo Putz und Kalk von der Wand rieselten), so vermeinend, einen "braunen" Geruch umso glaubwürdiger und bildhafter andichten zu können, indem sich eben Dunkelheit über Schnellroda gelegt hat, die Dunkelheit der dunkel- und dünkeldeutschen Rittersleut'.
Ich meine, dass man das durchaus kann, wenn man es kann.
In welcher Weise hätten sich Kositza/Kubitschek ihrer Lebensart zu schämen?
Es ist doch gar keine Frage, dass es sich hier, mit sieben Kindern, Ziegenstall, Verlag, Seminarveranstaltungen, öffentlichen Vorträgen, Blog und und und um zwei sehr vielseitige und tüchtige Eheleute handeln muss, die man vielleicht für etwas spinnert oder verschroben halten mag, aber sicher nicht für desorganisiert oder gar durchgeknallt.
Dass die Eingeladenen sich jeden altdeutschen Bierseidel zur Herabsetzung des Paares zunutze machen würden, nur als mögliches Beispiel, war schon zuvor klar, mindestens war damit zu rechnen. Eine Korbflasche wäre genauso benutzt worden.
Also meine ich, dass man in Schnellroda so ziemlich mit all dem gerechnet hat, was die beiden FAZ-Journalisten hernach anstellten: ich persönlich finde es mutig, sich so mit breiter Brust zu zeigen, ich halte das nicht für eine Dummheit.
"Muth ist der beste Todtschläger, Muth, der angreift!" (Nietzsche, Also sprach Zarathustra)
Schlesische Fachkraft
18. April 2016 14:11
"Ich fühle deutsch" - für mich ist das ein "Codewort"! Entweder man hat's oder eben nicht! Das braucht man auch gar nicht weiter zu erklären. Das ist vor allem ein Bewusstseins- und Seelenzustand. Aber auch eine Verpflichtung, ein Schicksal, eine Aufgabe usw. Ja, eben Vieles, was man verinnerlichen muss und was man oft auch nicht so leicht in Worte fassen kann. Für mich hat das ziemlich wenig mit einem Reisepass zu tun. Aber das können die heutigen "Weltbürger" der sog. "BRD" und ihre linksliberalversifften Medienorgane gar nicht verstehen. Sie wollen das auch gar nicht und das Schundblatt des "Weltbürgertums" macht hier keine Ausnahme! Nichtsdestotrotz: Vielen Dank "FAZ" für die kostenlose Werbung für die "Ewiggestrigen"!

Der Ewiggestrige "mit Migrationshintergrund"
Stefanie
18. April 2016 14:27
Ich denke die Ziegen haben es gerissen. Der am Stiefel klebende Ziegenmist und der bröckelnde Putz waren einfach zu plumpe Stilmittel - vor allem gleich am Anfang. Bei jedem (linken) Austeiger oder einem X-beliebigen Kommunalpolitiker wäre das zupackende und geerdete dieser Szene herausgearbeitet worden. Hier der Verweis mit dem Zaunpfahl auf diese Braunen.. Da merkt selbst der Dümmste den Manipulationsversuch.
Es war halt die Woche der Ziege. Daneben gilt das schöne neudeutsche "Any news is good news..."
Plikiplok
18. April 2016 14:36
Spätestens jetzt ist mir überdeutlich klar geworden, warum das jahrzehntelange FAZ-Abonnement vor einigen Monaten zu Recht gekündigt wurde.

Die Übernahme der Frankfurter Rundschau ("Krankfurter Buntschau") ist wohl auch an den Redaktionsräumen der FAZ nicht spurlos vorübergegangen.
Nordlaender
18. April 2016 15:09
@ Schlesische Fachkraft

"„Ich fühle deutsch“ – für mich ist das ein „Codewort“! Entweder man hat’s oder eben nicht! Das braucht man auch gar nicht weiter zu erklären. Das ist vor allem ein Bewusstseins- und Seelenzustand."

Stelle mir jetzt den Herren im Damenkostüm vor, auf hochhackigen Schuhen, der weiblich fühlt. Den Schweden aus Malmö, der schon fünfzehn Jahre in Afrika ist, nun ganz und gar togolesisch fühlt. Wie mag das wohl ankommen bei den Togolesen?

Auch noch ein geflügeltes Wort eines Leimener Tennisphilosophen (Boris B.): "Ich erfinde mich alle paar Jahre neu."

Mal umgekehrt gefragt: Wäre der Status eines Deutschen in Japan, eines Türken in Deutschland, eines Italieners in Norwegen u.ä. eigentlich soooo schlimm?
Morbrecht
18. April 2016 15:09
Die tatsächlich bei der FAZ noch vorhandenen klugen Köpfe, die man zu ihrem eigenen Schutz vor der nächsten Säuberungswelle hier besser nicht erwähnt, dürften angesichts der plumpen Machwerke einiger ihrer Kollegen tiefe Scham empfinden.
Teresa
18. April 2016 15:26
Februar 2009 - Eine "Hinterhof"-Kapelle der Piusbruderschaft wird von linken Demonstranten und Journalisten belagert. Die "Affaire Williamson" ist noch sehr frisch: Als einzige Ortsansässige der Gemeinde werde ich vom zuständigen Priester gebeten, eventuelle problematische "Besucher" an der Tür abzuweisen. Ein mir unbekannter Mittdreißiger im Blazermantel, darunter Anzug mit Kravatte, der sich als "Interessent am klassischen römischen Ritus" (...Sie wissen doch Mosebachs "Häresie der Formlosigkeit"...) ausgibt, wird von mir durchgelassen. Während der Messe sitzt er neben mir in der letzten Bank und schaut interessiert auf mein deutsch-lateinischen Messbuch. Ich schiebe es ihm zum Mitlesen rüber. Nach der Messe zeigt er sich angetan, schaut sich neugierig in den Räumlichkeiten um, und bleibt zumanschließenden Vortrag von Pater Franz Schmidberger. Danach haben wir ihn nie wieder gesehen.

Herausgekommen ist das Folgende:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/deutsche-piusbruderschaft-der-teufel-versteht-die-lage-besser-1770400.html
Monika
18. April 2016 15:28
nochmals:

das Foto von Kositza und Kubitschek ( Bierhumpen , Wurstteller, Senf) sieht aus wie ein Gemälde von Grant Wood ( wirklich tolles Foto)
https://de.m.wikipedia.org/wiki/American_Gothic
und man sollte das werbetechnisch und selbstbewußt nutzen (ironisch gebrochen).
liebe Grüße
Monika
Wahrheitssucher
18. April 2016 15:40
Frau Kositza, Herr Kubitschek,
auf was es heute angekommt, eigentlich bei fast allen und fast überall, ist Authentizität. Dafür haben die Leute, die denken und begreifen können, ein Gespür. Und das haben Sie verkörpert und das verkörpern Sie. In Bild und Wort. Von daher noch einmal Glückwunsch zum Geländegewinn!
Der Gutmensch
18. April 2016 15:46
Schmitt? Carl Schmitt? Und der Führer?

https://www.youtube.com/watch?v=Ke9iPAaMR3Y

d. G.

PS: Toller Bezug, Monika! Jawohl, das Foto ist ... Kunst. Tatsächlich.
Wahrheitssucher
18. April 2016 15:46
@Monika

Das Bild übertrifft "American Gothic" bei weitem!

Und ist außerdem nicht amerikanisch...
Übeldenkender
18. April 2016 15:48
Hätte es anders laufen können?

1) Journalisten haben von Berufs wegen, auch in FAZ, knapp, d.h. tendenziell schwarzweiß, zu berichten.
Und zwar vor allem nach dem absehbaren Wunsch des Auftraggebers/Brötchengebers.
Denn die Konkurrenz wartet zu Tausenden auf dem Arbeitsamt.

2) Wenn das Wesentliche gerade nicht das Protokollierbare ist, sind Journalisten berufsbedingt an ihrer Grenze. Wenn dieses Wesentliche dann noch völlig außerhalb des eigenen Gesichtskreises liegt, ist es hoffnungslos.
Ich werde nie ein Rhetorikseminar meines Studiums vergessen, wo ein 'hipper', flotter Typ der Sorte Journalist & Eventmanager meinte, als Beispiel seiner Redekünste den Verzweiflungsmonolog vom Anfang des "Faust" rezitieren zu müssen. Er las ihn wie ein Kochrezept, man greife als letzte Würze zur Phiale. Als ich danach entschieden protestierte, so ginge das nicht, hier stehe ein Mensch vor dem Selbstmord wegen existenzieller Verzweiflung am Tiefsten - da starrte der Typ mich nur völlig ratlos an. Nicht mal auf die Nachfrage begriff er. Versuchte gar nicht, sich zu rechtfertigen. Starrte nur völlig irritiert.
Hoffnungslos, solche Fälle. Hölderlins späte Hymnen sind denen nicht sublimiertester, aus Verzweiflung und Hoffnung geborener deutsch(-antiker) Idealismus, sondern 'exaltierte Spätromantik' (oder so ähnlich bei der FAZ), aber eher, wenn H. nicht Protonazi, hölderlinsches Irresein. Wissen wir doch alle, Syphilis oder sowas, nicht wahr? .......
Landser
18. April 2016 15:48
Anstatt eines Kommentares ein Verweis auf einen Beitrag im SPIEGEL im letzten Jahr mit dem Titel " Psychopathen in der Chefetage Zeitbomben mit Schlips " (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/fuehrungskraefte-heiner-thorborg-ueber-psychopathen-chefs-a-1001377.html). Am Ende des Artikels noch ein Anhang zum Öffnen mit dem Titel "Psychopathen im Job-Die 10 Berufe mit den meisten Psychopathen". Dort hinter Geschäftsführer/Vorstandsvorsitzender und Anwalt an dritter Stelle JOURNALIST (TV/RADIO). Und an sechster Stelle noch mal JOURNALIST (gemeint sind wohl die in den Printmedien). Als Erklärung dazu folgender Text: "All diese Jobs sind in der Regel mit einer gewissen Macht verbunden und erfordern die Fähigkeit, objektive und abgebrühte, kaltschnäuzige, eiskalte, emotionslose Entscheidungen zu treffen. Psychopathen werden von diesen Rollen angezogen und blühen dabei auf." Erforscht hats ein Kevin Dutton per Umfrage mit dem Titel "Great British Psychopath Survey", "die erste Studie über Psychopathen, die auch die beruflichen Tätigkeiten einbezog."
Das nur mal so, zur Illustration. Damit man weiß, mit wem man's zu tun hat.
Arminius Arndt
18. April 2016 15:53
Das Bild übertrifft „American Gothic“ bei weitem!


... und über "German Gothic" könnten die beiden vermutlich sogar treffliches berichten.

Spaß bei Seite: Der FAZ Artikel ist und bleibt eine Aneinanderreihung von Klischees.
kW
18. April 2016 15:54
Und wir mittendrin. Genau, dazu zähle ich mich auch, jeden Tag, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Machen wir weiter und geben wir nicht auf. Bei Ihnen beiden waren die "anderen" zu Gast. Man muß sie so benennen, die Verirrten, die Dummgemachten, die Beauftragten.
Neba
18. April 2016 15:55
Es ist kein Fehler gewesen, dieses Interview zu führen. K&K (Kositza und Kubitschek) sind eine neue Erscheinung, die große Teile der Bevölkerung und Journalisten in ihren geschulten Erwartungen und Vorstellungen, von dem was rechts zu sein hat, erschüttern. Bezeichnend, dass die FAZ-Autoren Halt suchen, ihn selektiv im Bücherregal und eben Auszügen aus vorausgegangenen Fernsehberichten (3sat, Melkszene, Siezen, etc.) finden. K&K werden noch viel stärker in den Fokus der Mainstream-Medien rücken, die versuchen werden sie zu entzaubern. Wechselweise als gefährliche Rechtsideologen, unbedeutende leichtgewichtige Wichtigtuer, oder, oder, oder...
Oft ist es einfach nur Angst vor Ächtung, sollte der Artikel nicht die obligatorisch mahnende Botschaft mitführen. Als mutig gilt schon der Journalist, der es wagt mit K&K zu sprechen. Eventuell aufkommende Sympathie kann sich -gegenwärtig- kein Journalist leisten, wiederzugeben.
Monika
18. April 2016 15:58
In seinem Malstil orientierte sich Wood am genauen Realismus der nordeuropäischen Meister des 15. Jahrhunderts.[1] Das Bild ist in vielerlei Hinsicht uneindeutig:

Ist die Darstellung satirisch, ironisch oder drückt sie Bewunderung für die abgebildeten Personen aus? Handelt es sich gar um eine mehrdeutige Mischung aus Parodie und Glorifizierung?[2]
Zeigt das Bild eine nostalgische Betrachtung der Vergangenheit oder die Gegenwart?
Die Bildkomposition deutet auf eine Art von Fotografie hin, wie sie in der Zeit nach dem Sezessionskrieg häufig von umherreisenden Fotografen angefertigt wurde.[3] Neben dem gleichen Format ist diesen Bildern die Einbindung von symbolischen Gegenständen, wie z. B. die vom Mann gehaltene Heugabel, eigen.

Wood wich den Fragen danach, was er mit dem Bild beabsichtigt hatte, meist aus: Er habe »Typen« dargestellt, die er sein ganzes Leben lang gekannt hatte und wolle diese nicht bloßstellen.


eine "zugeneigte Entwicklung" über die Sinne könnte man das wohl nennen:
....die breiten Dielen sind mehrere Jahrhunderte alt, durch die Sprossenfenster fällt ein Abendlicht, das lange Schatten wirft.....

( B&B)
Stein
18. April 2016 16:10
Herr Kubitschek, schon seit geraumer Zeit frage ich mich, warum Sie, der Sie doch ein durchaus intelligenter Mensch sind, immer und immer wieder auf die Akteure der Presse hereinfallen. Dort besteht kein Interesse an sachlicher, argumantiver Auseinandersetzung, an Fairness oder auch nur an rudimentärem Willen zur Neutralität. Hass und Hetze, nichts weiter. Warum jagen Sie diesen Pöbel nicht vomn Hof?

antwort kubitschek:
1. man jagt nicht mal eben jemanden vom hof, den man eingeladen hat.
2. wir fallen auf die akteure der presse nicht herein - 9 von 10 dürfen ja gar nicht kommen; wir könnens jedesmal nicht glauben, daß man als des schreibens fähiger journalist mit so wenig ehrgeiz ans werk gehen kann ...
3. wir haben zum glück schon gegenbeispiele erlebt!
Jakob Altenburg
18. April 2016 16:14
Es ist im Grunde alles gesagt, darum nur diese eine Beobachtung für Freunde versteckter Botschaften: Was lesen Sie links von Herrn Kubitschek? Ich unterstelle, daß es sich dabei um eine wohlüberlegte Inszenierung handelt!
niekisch
18. April 2016 16:20
" referierte Schmitts auf v. Schleicher gezirkelte Rettungsversuche der Präsidialrepublik vor der Übernahme durch radikale, totalitäre Kräfte Ende ′32"

...wobei schon die Weimarer Reichsverfassung diktatorische Elemente enthielt: "In Art. 48 II Satz 1 Rv ist der Reichspräsident ermächtigt, a l l e nach seinem Ermessen zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nötigen Maßnahmen zu treffen. Dieser Satz enthält die Regelung einer typischen Diktatur..."( Schmitt, Carl, Verfassungslehre, unveränderter Neudruck 1954, S. 111)

Diskurse um Carl Schmitts Anbiedern an den NS, Kronjuristenstellung, Vorwürfe seitens FAZ- Redakteuren sind an diesem Parameter zu messen und relativieren sich schnell.
Locke
18. April 2016 16:36
Im Grunde ist es egal was im FAZ Artikel steht. Jene, die sich bestätigt sehen wollen, sehen sich bestätigt. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, der hat es verstanden. Aus jeder Veröffentlichung gewinnt man Zuhörer. Einige werden nun sicher neugierig. Etwas anderes ist mir ins Auge gefallen. In Schnellroda trinkt man Bier aus Lübz. Als waschechten Lübzer Jung freut mich das. Grüße aus Mecklenburg.
Der_Jürgen
18. April 2016 16:45
Die beiden FAZkes entsprechen dem Normaltyp des "Medienschaffenden" in der "freien Welt". Ich habe diese Typen in der Schweiz in den neunziger Jahren kennengelernt. In meiner Naivität hatte ich anfangs angenommen, diese Leute besässen zumindest einen rudimentären Anstand und ein Mindestmass an Fairness. Von dieser Illusion war ich schon bald kuriert.

Argumente interessieren diese Leute prinzipiell nicht. Der Begriff Wahrheit bedeutet ihnen nichts. Als Prostituierte des Systems wissen sie, was dieses von ihnen erwartet: Oppositionelle als Finsterlinge darzustellen, die ausschliesslich aus bösen Beweggründen handeln.

Dass sie bei einer - wenn auch gegenwärtig sicherlich rasch schrumpfenden - Mehrheit der Medienkonsumenten Erfolg haben, verdanken diese "tintenklexenden Buben" (Schopenhauer) der Tatsache, dass es dem System gelungen ist, den öffentlichen Diskurs zu monopoliseren und über den Sinn der Wörter zu entscheiden. Dies ermöglicht es ihnen, den Kampf gegen Oppositionelle praktisch ausschliesslich mit Schlagwörtern zu führen.

Wer die heiligen Kühe des Systems antastet, dem wird eine Etikette angeheftet: "Rechtsextremist", "Rassist", "Antisemit", "Faschist", "Nazi" etc. Wem eine solche Etikette angeklebt wurde, mit dessen Argumenten braucht man sich nicht mehr auseinanderzusetzen. Er verkörpert das ontologische Böse. Weder ist es denkbar, dass er zumindest subjektiv ehrlich von dem überzeugt sein könnte, was er sagt, noch kann er in irgendeinem Punkt auch nur teilweise recht haben. Er muss eigentlich schon dankbar sein, wenn man ihm grosszügig ein Existenzrecht zubilligt.

So primitiv diese Technik auch sein mag, sie war bisher sehr erfolgreich und ist es wohl immer noch.

Ein Münchner Freund berichtete mir kürzlich von einer Diskussion mit einer Dame, die sich bitter über die Asylantenflut beklagte (und diese, wie beim einfachen Volk üblich, mit der "Dummheit" der Merkel erklärte). Auf die Frage meines Freundes, welche Partei sie jetzt wählen würde, nannte sie die CSU. Aber Seehofer trage doch den Kurs der Merkel mit, wandte mein Freund ein; warum die Dame denn nicht die AFD bevorzuge. Weil diese rechtspopulistisch sei, lautete die Antwort. Was unter "rechtspopulistisch" eigentlich zu verstehen sei, bohrte mein Freund weiter. Die Dame blieb ihm die Antwort schuldig; sie wusste es nicht.

Was es brauchen würde, um nicht nur bei einer - wenn auch zunehmenden - Minderheit, sondern bei der Mehrheit des Volkes das Vertrauen in die Lügenmedien so radikal zu zerstören, dass die eben geschilderte Taktik nicht mehr hinhaut, wäre die jähe Entlarvung einer der Mega-Lügen des Systems. Ein Hoffnungsschimmer ist in diesem Zusammenhang, dass in der politischen Sendung "Post Scriptum" mit Alexei Puschkow, die jeden Samstagabend von Dutzenden Millionen Russen verfolgt wird, am 16. April mit bisher undenkbarer Klarheit über die Attentate vom 11. September 2001 berichtet und die offizielle Version Punkt um Punkt als unverschämte Lüge demoliert wurde. Im staatlich kontrollierten russischen Fernsehen ist dergleichen ohne Billigung, ja Anweisung von ganz oben undenkbar. Wenn der Kreml als Antwort auf die US-Einkreisungspolitik offiziell die Wahrheit über den Einsturz der Türme bekanntgibt, brechen alle Dämme. Die Entlarvung weiterer Lügen wird dann rasch folgen. Nur die Dümmsten der Dummen werden dann dem, was die Lügenpresse über die Segnungen der Multikultur, die einzigartige deutsche Schuld oder den berühmten Ort in Oberschlesien erzählt, noch irgendwelche Bedeutung beimessen.

Hoffen wir also, dass vom Osten das Licht kommen wird. Da hierfür aber keine Garantie besteht, gilt es vorderhand gestützt auf eigene Kräfte zu kämpfen.
Ostelbischer Junker
18. April 2016 17:01
Zur Frage was deutsch ist und wer: niemand kann eine vernünftige, abschließende Definition dazu abgeben, doch wenn man einen vor sich hat erkennt (erhört) man einen Deutschen. Das nennt man wohl Vorurteil und genau das darf es ja nicht mehr geben. Sie werden wohl erst wieder auf ihre vorurteilsbelasteten Instinkte vertrauen, wenn der Krummsäbel eines "Deutschen" im Begriff ist, auf ihren Nacken niederzusausen.
Kay-Uwe Klepzig
18. April 2016 17:05
Ja, es ist schon gut, sich das eine oder andere Mal den Frust, die Enttäuschung, die Ungläubigkeit von der Seele schreiben zu können, nicht wahr?

Notwendig. Und dennoch, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Auch so ein FAZ-Artikel nicht, vielleicht gerade so ein Artikel nicht. Selbst die FAZ bröckelt allmählich - daß man sie interviewen wollte, ist dafür nur ein Beleg.

"Ruhig Blut, Brauner" - oder so.
Wahrheitssucher
18. April 2016 17:15
Warf gerade noch einmal einen Blick auf die Titelseite:

"Zeitung für Deutschland"...
Rainer Gebhardt
18. April 2016 17:15
Nicht, daß ich mit dem FAZ-Artikel etwas ganz Großes erwartet hätte, was mich dennoch wieder enttäuscht hat, ist die mangelnde Kenntnis des Gegenstands, den man dem Leser vorlegt. Dann: Der absolute Mangel an Neugier bei den beiden Redakteuren. Ich meine, die 2 sind relativ jung, Jahrgang 79 bzw. 80. Wenn man wie Bingener Evangelische Theologie, wie Bender Philosophie studiert hat, da müßte man doch mehr erfahren wollen als das, was auf anderen Kanälen unter den immer gleichen Überschriften schon breitgetreten wurde. Mit 36 bereits so abgestumpft, daß man nicht mehr das Außergewöhnliche der Gelegenheit, geschweige denn der Situation erfasst, das ist niederschmetternd. Es ist fast schon unverfroren, so unbeleckt und selbstzufrieden in Schnellroda aufzukreuzen und zu glauben, man könne den Termin wie ein Talkshow-Nummer durchziehen.

Absolut nervig ist diese Weltbürgerbrille, durch die Bingener und Bender blicken; klar, daß alles irgendwie schräg aussieht, was nicht zum Bestand des Globaldenkens gehört. Das ist übrigens die gleiche Brille, mit der NGO’s und sog. think tanks die Welt betrachten: Wir haben alles Nationale, Begrenzte, Konkrete abgeschüttelt und sehen nur noch das Globale, das Allgemeinmenschliche, wir interpretieren die Welt in den Begriffen einer weltweiten Einheitsform. Mit dieser Attitüde reist man dann zu den Brennpunkten der Welt oder ins entfernte Schnellroda - um genau das zu sehen was der Politische Baedecker unserer Zeit schon mit einem Sternchen und hundert immer gleichen Kommentaren markiert hat. Daß die FAZ diese geringe Flughöhe durchgehen läßt, ärgert zusätzlich.
Rosenkranz
18. April 2016 17:24
Sehr geehrter Herr Kubitschek, sehr geehrte Frau Kositza.

Vielleicht entschädigen die IVW-Zahlen für die FAZ aus dem letzten Jahr etwas. Die verkaufte Auflage ging innerhalb eines Jahres um 13,5% auf 263.910 zurück. Für die Mitarbeiter ist so eine Entwicklung bitter....
Simplicius
18. April 2016 17:44
Schmitt und Heidegger sind zu hoch; zu viel anstrengende geistige Arbeit, zu viel Zeit. Ich hab‘ schon bei Shakespeare meine Schwierigkeiten. Drum bin ich immer wieder positiv erstaunt über Sie beide.

(Hoffentlich) Halten Sie gemeinsam durch, Götz Ellen! Wie es auch enden mag. Haltung ist alles in einer verlogenen Welt. Meine besten Wünsche haben Sie.

„Foul is fair and fair is foul.“ (So die Schicksalshexen in “Macbeth”.)
Goltmann
18. April 2016 17:44
Leute, von der FAZ in die übliche rechte Ecke gestellt zu werden, ist für viele schon ein Qualitätsbeweis. Dafür hat sich der Zeitaufwand gelohnt. Gut gemacht. :-)
Karl Brenner
18. April 2016 18:06
Wie man sich solche Leute ins Haus hohlen kann, bleibt mir unerklärlich.
Alles was die faz bisher geschrieben hat, zeigt dass man die neuen konserativen Bewegungen zum Feind erklärt hat, und damit der Vernichtung zuführen möchte.
Das sind für mich keine Gegner, mit denen man Diskutieren könnte.

Die mangelde Bildung dieser Leute quirrt inzwischen aus jeder Zeile.
Bildung wird als Gefahr angesehen.
Arminius Arndt
18. April 2016 18:46
Alles was die faz bisher geschrieben hat, zeigt dass man die neuen konserativen Bewegungen zum Feind erklärt hat, und damit der Vernichtung zuführen möchte.


Wenn man bedenkt, was das früher einmal für ein Blatt war, eines der wenigen, überregionalen quality paper, die wir in Deutschland hatten (gut, schon immer irgendwie westintegriert, aber dennoch...).

Um so mehr schmerzt es eben gerade die etwas älteren (>40) und älteren, die diese Zeitung noch anderes kennen, zu sehen, auf welches Trivial-Niveau diese Zeitung gesunken ist.

Wie auch immer, Kubitschek und Kositza werden immer populärer - auch im Fernsehen sind sie seit einiger Zeit immer wieder mal zu sehen (bspw. bei heute journal Einblendungen etc.) - Wer kann sie jetzt noch aufhalten?
Roland Winkhart
18. April 2016 18:46
FAZ - voll ins Klo gegriffen! Schade...
Gustav Grambauer
18. April 2016 19:08
Das "Organ", das gern von "Haßkriminalität" schwadroniert und gern "Selbsthaß" bei der Rechten herbeideliriert:

"Am Sonnabend in der FAZ eine große Homestory über einen Bioedelfaschisten, der in Sachsen-Anhalt die Abschaffung Deutschlands durch Zeugung nordischer Kinder verhindert."

http://www.jungewelt.de/2016/04-19/037.php

- G. G.
Georg Mogel
18. April 2016 19:23
Hat sich das Ehepaar KuK vor den FAZ-Geistern auch gesiezt?
Die geistigen Fähigkeiten der "Journalisten" nehmen rapide ab.
Sie pflegen sich heute die Welt nach Maßgabe ihrer geringen Begreifungskraft zu denken.
Bildung im konservativen Sinn besitzen sie nicht, was ihren Horizont stark einengt und ihr Ressentiment dem Befragten gegenüber verstärkt. Eine gesprächsfördernde Geneigtheit ist von diesen Menschen nicht zu erwarten.
"Seien Sie pünktlich und gehen Sie bald" riet Benn solchen Gästen.
Magnus Göller
18. April 2016 19:25
Das Bild ist auch mir eindrücklich vor Augen. (Ich habe es mir jetzt vorsätzlich nicht noch einmal angeschaut.)
Da sitzen sie, die Ewiggestrigen, beim Abendbrot mit Humpen und Wurst vom Schwein, selbst alswie in ein Stilleben eingebettet, dessen, da lebendiger, wie entrückter Mittelpunkt, ein rätselhaft Raunen gibt den Ton zur Aufnahme.
Fest und ernst, wie die Vordenker da im Gestern wie im Heute ruhen.
Die FAZ hat Schnellroda damit ein Geschenk gemacht.
Der Gutmensch
18. April 2016 19:34
Die mangelde Bildung dieser Leute quirrt inzwischen aus jeder Zeile.
Bildung wird als Gefahr angesehen.


Mal langsam ... vielleicht sind ja auch schlicht die "falschen" Stichworte gefallen.

Besuchte ich einen Verleger, so würde ich ihn doch zunächst auf die aktuell bei ihm verlegten Bücher ansprechen (Als Verleger würde ich genau DAS auch erwarten, vor allem anderen. Bei Lichte betrachtet, würde ich mich fragen, was die jungen Männer eigentlich von mir wollen, wenn sie nicht wegen meiner Bücher ...?! ) Und wenn eines davon absehbar in der FAZ auf jeden Fall NICHT beworben werden soll, dann aber doch die anderen, AKTUELLEN? Nur zöge ein selektives Ansprechen seitens der Journalisten natürlich Unmut nach sich ...

Kurzum: Vielleicht, hätten K&K es ihrerseits mal angesprochen, hätte sich womöglich zu ihren anderen, aktuellen Neuerscheinungen ein sinnvolles Gespräch entwickeln können? Insbesondere die Frage, inwieweit die Geschichte der Bundesrepublik womöglich Aufschluss über die heutigen Verhältnisse erteilt, ist ja ggf. nicht unspannend. Würde womöglich sogar in die Berichterstattung der Faz passen.

Na - war ja nur so ein Gedanke. Spekulativ noch dazu!

d. G.
Stogumber
18. April 2016 20:35
Übrigens haben die linken "Nachdenkseiten" Carl Schmitt letztens einmal positiv gewürdigt, wegen der Unterscheidung von Freund und Feind.
"Am Grunde der Moldau wandern die Steine ..." (das hatte ich mir immer als Pegida-Lied gewünscht, zusammen mit "Über sieben Brücken musst du gehn")
Nemo Obligatur
18. April 2016 20:36

Carsten
Montag, 18. April 2016, 12:02 (URL) | Kurz-URL

FAZ: „Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden“

Hahaha!

Muss echt ein Scheißgefühl sein, wenn einem die Leser nicht mehr gehorchen!



Man kann ganz viel zu dem Artikel schreiben wie Herr Kubitschek oder manch anderer hier. Oder man sagt es so wie Sie, Carsten, und hat damit den Nagel auf den Kopf getroffen.

Übrigens fühle ich mich in dieser kleinen, erlesenen Schar wohler als im ganzen großen Establishment. Geistig hat letzteres mir nichts mehr zu bieten. Ich muss nur wie viele andere hier irgendwie meine Familie durchbringen.
Caroline
18. April 2016 20:40
Es ist der "Widerstreit" in seiner reinsten Form! Und Sie, werte Eheleute K&K, stecken mitten darin. Ich habe, kürzlich verzweifelt darum ringend, wie ich um Himmels Willen ausdrücken kann, dass und warum sich in der gegenwärtigen (meta)politischen Lage mehr als nur zwei "Lager" rechts und links, mehr als nur "Meinungen" gegenüber stehen, Lyotards "Widerstreit" wiedergelesen.
"Widerstreit" (frz. différend) nannte der meines Wissens nur im Kontext der Diskussion um die sogenannte "Postmoderne" rezipierte französische Philosoph Jean-Francois Lyotard 1983 folgendes Problem: wie ist es möglich, dass ein und derselbe Sachverhalt nicht nur von verschiedenen Personen unterschiedlich beurteilt wird, sondern dass verschiedene Personen von so verschiedenen Voraussetzungen ausgehen, dass dem einen der Sachverhalt sichtbar ist, und dem anderen unsichtbar?
Die Grenzen eines Diskurses bezeichnen in der Tat Sagbarkeiten (innen) und Unsagbarkeiten (außen). Im einen Diskurs ist - so Lyotards bezeichnendes Bezugsbeispiel im Buch - es nicht „sagbar“, dass Auschwitz nicht stattgefunden hat, im anderen, dass es stattgefunden hat. Das „Beweise liefern“ ist nicht möglich, weil man aus dem einen Diskurs nicht sinnvoll in den anderen übersetzen kann. Es ist (juristisch, sozial, konsensual, historisch) kein Resultat möglich.
Lyotard schreibt: „Es gibt keinen Übergang vom Universum des Satzes des Deportierten zu dem Satz der SS. Zu dieser Behauptung aber war es notwendig, daß wir beide Universen behaupten, als ob 'wir' jeweils die SS und der Deportierte gewesen wären.“ (S.176)
Wer können „Wir“ sein, die wir verzweifelt versuchen, beides zu sehen? Die Verzweiflung entsteht, weil einem immer das, was man sieht, wegrutscht, wenn man den Blick zum Vergleich auf die andere Seite des Diskurses richtet, ähnlich wie bei einem Vexierbild. Hasenkopf und Entenkopf können nicht gleichzeitig erscheinen.
Der Widerstreit besteht zwischen Aussagen, die Lyotard als „inkommensurabel“, nicht mit gleichem Maß zu messen, bezeichnet. Es gibt keine übergeordnete Ebene, auf der wir Peter Sutherlands Forderung, die europäischen Staaten „should undermine national sovereigneity“ und die „Verteidigung des Eigenen“ (Lichtmesz) miteinander in Beziehung setzen können.
Der Widerstreit ist kein rein theoretischer Diskurs über das „Sichtbare“ und das „Sagbare“.
Widerstreit (différend) möchte ich den Fall nennen, indem der Kläger seiner Beweismittel beraubt ist, und dadurch zum Opfer wird. Wenn der Sender, der Empfänger und die Bedeutung der Zeugenaussage neutralisiert sind, hat es gleichsam keinen Schaden gegeben. Zwischen zwei Parteien entspinnt sich ein Widerstreit, wenn sich die 'Beilegung' des Konflikts, der sie miteinander konfrontiert, im Idiom der einen vollzieht, während das Unrecht, das die andere erleidet, in diesem Idiom nicht figuriert.“ (S.27). Der Widerstreit ist etwas ganz Körperliches – das Leiden des einen
g i b t e s n i c h t in dem einen Idiom, das Unrecht des anderen g i b t e s n i c h t in dem anderen Idiom. Das trennt Freunde, Eheleute, Kollegen. Verzweifeln über die Empathielosigkeit, das „ataraktische Herz“ (Carl Schmitt) des anderen, steht gegen Verzweifeln über den anderen gegenüber, der die Selbstauslöschung nicht sieht, während sie still sich vollzieht.
Der Widerstreit ist voll im Gange, und wir können keinen archimedischen Punkt finden, ihn auszuhebeln. Mit Lyotard zwischen den „Archipeln der Diskurse“ als freie Denker hin- und her zu navigieren, klang in postmodern beseelten Ohren der 80er Jahre noch „geil“, jetzt sind wir von der physischen Realität der Masseninvasion hart auf den Punkt gesetzt worden, und verharren bewegungslos.
Stefan Schweigle
18. April 2016 20:48
Die überheblich-beknackte Frage 'Was ist denn eigentlich deutsch'? lässt sich leicht beantworten. Der Frager erwartet dann nämlich in erster Linie ein zunächst ratlos dreinblickendes Gesicht und bereitet sich schon auf den Lacher vor. Es lässt sich salopp und auch für Kleingeister antworten: "Wie wäre es mit Currywurst plus Pommes, gefressen von Arbeitern an dem Cola-Fass hier? (enthält jetzt drei undeutsche Dinge, die es aber anderswo nicht gibt...), wie wäre es mit der ausgeprägten Biertradition? Und was ist mit der Weimarer Klassik, oder der Romantik? Diese unterscheidet sich nunmal deutlich von der englischen Romantik. Nimmt man dies und noch viel mehr nun alles in den Blick lässt sich deutlich sagen, wie sich das Deutsche beispielsweise vom Französischen oder vom Englischen abgrenzt. Selbst der ärgste Weltbürger wird nicht abstreiten können, dass das Deutsche fixierbar, verortbar, definierbar ist, und das wars dann! Kubitscheks Fehler bestand in der beschriebenen Situation wahrscheinlich darin, dass er sich öffnen wollte, verstanden werden wollte, also wurde er romantisch, abstrakt und begab sich vielleicht auf den Weg zum Ausufernden. Für das Gegenüber von der Systempresse, und Kubitschek hätte das eigentlich wissen können, ist das dann der Pass in die Spitze, von der aus man das Tor in beliebiger Akrobatik erziehlt. Bullshit!! Der für jedes Spatzenhirn nachvollziehbare Hinweis darauf, dass das Deutsche abgrenzbar ist, reicht für jene, die sich in unsere Niederungen herablassen, völlig aus.

Und wer Deutsch ist und wer nicht ist eine Frage, die Martin Sellner in einem seiner Vlogs bereits ausreichend beantwortet hat. Der dunkelste Abschnitt der deutschen Geschichte ist nun einmal mitzutragen, ist auf die Schultern zu packen, ist in allem Handeln zu berücksichtigen. Nur dass diese Zugehörigkeit, dieses Mittragen eben keine bewusste Entscheidung ist. Es ist dann einfach so. Wer dazu gehört,, wird völlig automatisch dann entschieden, wenn die Scheiße in den Ventilator fällt. Wieviele Migranten würden denn hierbleiben, wenn ein Krieg, eine Mega-Inflation oder sonstirgendeine Katastrophe über uns hereinbräche? Die meisten würden verständlicherweise und völlig zurecht das Auto volltanken, die Oma mit dem Kopftuch und dem Wintermantel auf dem Dach festschnallen und sich auf den Weg in die Heimat machen (insgeheim eine meiner Hoffnungen...). Es ist ziemlich leicht zu sagen, Deutschland ist mein Land, solange die Straßenbahn pünktlich kommt und man sich auf die nächste Folge von GNTM freut. Also kurz: Wenn morgen die Russen Westeuropa überfallen, und hier in kürzester Zeit wieder alles in Schutt und Asche liegt, und dann inmitten eines Trümmerhaufens ein Kopftuchmädchen steht, das die Feinde Deutschlands verflucht, dann ist das der erste Tag ab dem der Islam zu Deutschland gehört, vorher nicht! (wird aber nie passieren...!)
niekisch
18. April 2016 20:48
"Fest und ernst, wie die Vordenker da im Gestern wie im Heute ruhen.
Die FAZ hat Schnellroda damit ein Geschenk gemacht."

@Markus Göllner:Ja, aus diesem Bild spricht das ewig Deutsche und damit für uns Richtige...
klm 08
18. April 2016 21:24
sehr geehrter herr kubitschek,

als psychologe kann ich ihnen nur wärmstens die zeitgenössische literatur von lakoff und wehling ("auf leisen sohlen ins gehirn") empfehlen. ein wenig liberal angehaucht, aber anschließend können sie verstehen, warum es schlicht unmöglich ist, dass rechte und linke in diskussionen niemals wirklich auf einen brauchbaren konsens kommen können. und nebenbei erhalten sie noch hilfreiche informationen zur stilistischen vervollkommnung, sowie ein tieferes verständnis zur eigentlichen kommunikation.
beste wünsche und entspannte tage.
Schildmaid
18. April 2016 21:26
Aus der Mitte des Volkes heraus werfe ich folgende Dinge heraus und merke dies und jenes an. Mir geht es ein wenig wie Simplicius. Heidegger, Schmitt und Lichtmesz hab ich auch neben meinem Kopfkissen liegen. Hab in meiner Schulzeit an die 400 Seiten am Tag gelesen ( reingefressen). Mir fehlt nur im Alltag (Beruf, Haus, Kind, Mann Tiere) schlichtweg die Zeit und Muße sich den wirklich wichtigen Büchern zu widmen). Da ist es nicht getan mit schnellem Runterlesen und überfliegen. Da will jeder Absatz gekostet und durchdacht sein wie ein gutes Essen.

UND: Ein Segen ist's für die Kinder von K&K daß ihnen solche Belesenheit zur Seite steht. Solch Bibliothek. Ein Traum. Darum geht es doch. Das Überliefern von Wissen, Werten und der Wahrung der Identität und Herkunft.Eine Brücke im Wandel der Zeit damit nichts vergessen wird.
Aber ehrlich: Wer hat denn noch so viele und wichtige Bücher daheim im Schrank ? Ein verschwindend geringer Anteil Intellektueller. In Sachsen wird der neue Bildungsplan angepriesen: Weniger lernen und mehr in soziale Fähigkeiten investieren ist die Devise. Die junge Generation ist verdammt zur Ignoranz und Voreingenommenheit ala B&B von der FAZ. Die Schulpläne, Uni, Medien erledigen den Rest.
Welche Eltern könnten das wett machen und ausbügeln ? Ein Fulltimejob.

K&K sind in meinen Augen wichtige Bewahrer und Verteidiger einer vergangenen Zeit. Eine Verbindung nach dorthin wo man gern sein möchte. Wem geht es denn ähnlich ? Wer wähnt sich auch in der "falschen" Zeit ?


Außerdem: "Die Welt ist im Wandel. Ich spüre es im Wasser. Ich spüre es in der Erde. Ich rieche es in der Luft".

Grüße von der Schilmaid
Waldgänger aus Schwaben
18. April 2016 21:26
Die Fotos widersprechen zum Teil dem Text. Es wäre interessant zu wissen, ob sie von den Journalisten gemacht wurden, oder ob ein Fotograf mit dabei war. Im letzteren Fall wäre der fast schon ein ganz Subversiver.

Zum Text:
Das die FAZ so unvorbereitete Leute schickt, ist kaum zu fassen. Der Theologe hätte sich ja ein bisschen informieren können und mit der Frage:

Wie haltet Ihr es mit der Religion?

K&K auf's dünne Eis der theologischen Argumentation zu locken versuchen können. Wegen Nächstenliebe und so.

Das mit dem für "Deutschland in den Krieg ziehen und sich erschiesen lassen" von einem Vater von sieben Kindern ist ja wirklich eine Steilvorlage:

Würden Sie Ihre Kinder dazu anhalten sich als Kriegsfreiwillige zu melden?
Würden Sie versuchen Ihre Kinder von der Fahnenflucht abzuhalten? Würden Sie Ihre fahnenflüchtigen Kinder den Feldjägern ausliefern?

Nichts davon. Was sich heute alles Journalist nennt..
Nikolaus
18. April 2016 21:38
Als ich den FAZ Bericht über Schnellroda gelesen habe, empfand ich viele Aussagen von Herr Kubitschek und Frau Kositza sehr Einleuchtend und richtig! Natürlich kann nicht jeder Deutscher sein, wenn er nur in diesem Land geboren wurde! Eine Selbstverständlichkeit! Ich bin was ich bin, Deutsch! Meine Eltern sind in der BRD geboren, meine Großeltern im Deutschen Kaiserreich, meine Urgroßeltern sind aus Schlesien u.s.w. Ein Türke z.b kann vielleicht vom Pass her Deutscher sein aber nicht in der Nationalität. Die Herkunft seiner Eltern, seiner Religion, haben nix mit der Deutschen Vergangenheit zu tun! Wie Loyal man seinem Geburtsland kann man schon daraus sehen, wer alles in der deutschen Nationalmannschaft vor dem Spiel unsere Nationalhymne singt. Nur die Authochtonen Deutschen in der Nationalmannschaft singen diese mit. Klose war die einzige Ausnahme. Er wurde zwar in Polen geboren, stammte aber aus einer Deutsch Polnischen Familie! Das sagt eigentlich schon alles. Jeder Bericht von Kubitschek und Kositza, wie negative diese auch sein mag ist eine würdige Werbung da jeder vernünftige Mensch das richtige und gute herauslesen kann! Ich argumentierte früher übrigens genauso wie Herr Nassehi. Heute nicht mehr...
Martin S.
18. April 2016 21:49
"Bernd Lucke hatte noch vor ihm gewarnt, doch nun ist Götz Kubitschek der geistige Führer ..." Muahahaha, wer sich von solchen "Mahnern" lenken lässt, ist selbst schuld ...!
Kubitschek als FÖHRRER ... ich schmeiss mich wech!
Karl, dein Nachbar
18. April 2016 21:54
Erstmal: Der Artikel ist in erster Linie Werbung für K&K bei Ähnlichgesinnten, viele von ihnen werden auf diese Seite finden.

Zu "Deutsch":

1. Wer es noch nicht weiß, den dürfte es interessieren:
"Deutsch" bedeutet "zum Volk gehörig".
Es ist ein Begriff, den die in Mitteleuropa verbliebenen germanischen Stämme wie Sachsen und Schwaben verwendeten, um ihr Gemeinschaftsgefühl zu benennen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch_(Etymologie)

2. Deutsch ist zunächst, wer von Deutschen abstammt.
Die Wehrgemeinschaft der Ungarnkriege hat unter Otto das dauernde Bündnis geschaffen, Jahrhunderte der Gemeinschaft und immer mehr auch der Fortpflanzungsgemeinschaft haben aus den Stämmen ein Volk werden lassen.

3. Ins Deutsche Volk eintreten kann, wer mit ! den Deutschen lebt und von ihnen angenommen wird, als einzelner in Jahrzehnten, als Gruppe wie die Ruhrpott-Polen über Generationen. Wenn er oder sie als Gruppe mit den Deutschen Freud und Leid teilt (Argument des Einsatzwillens!) und sich gemeinsam fortpflanzt, die Geltung der deutschen Sprache und Kultur unterstützt und mit Dankbarkeit seine Aufnahme beantwortet.
Wen die Deutschen nicht aufnehmen wollen, warum auch immer (nicht selten nicht ohne Grund), der kann nicht Deutscher werden. Wie sollte er?
Wie sollte ein Bewerber auch nur in einen Verein eintreten können, wenn die bereits seit langem darin befindlichen Mitglieder ihn nicht wollen. Merkwürdige Vorstellung, dass der Zugang vom Bewerber kontrolliert werden könnte. Welcher Disco-Gänger hatte beim Türsteher je Erfolg mit dem Satz: "Ich entscheide, ob ich reinkomme, nicht du!"
Das Unbehagen, das in unserem Volk zuletzt immer mehr gewachsen ist, rührt von der jahrzehntelangen Einführung von Millionen Fremden - ohne jede Diskussion, ob, welche und wieviel wir wollen. Es gab nie eine Zustimmung von uns Deutschen, Millionen Fremde dauerhaft in unserem Land aufzunehmen. Kein Volk akzeptiert solches. Warum sollte man das eigene Land mit anderen, noch dazu feindlich Gesonnenen teilen wollen? Groteske Vorstellung.
_______________________

Grundsätzlich ist deutlich aktiver zu sprechen, als es viele Patrioten heute noch tun:
Wer offene Grenzen fordert, soll zuallererst bei sich selbst anfangen - nachts die Türe offenstehen lassen. :))
Es sind nicht wir, die sich zu rechtfertigen haben. Wer Merkel noch immer unterstützt, ist mitverantwortlich an Paris, Köln, Brüssel und all den namenlosen Opfern.
Deutschfeindliche Hetze ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
bussard
18. April 2016 22:00
Allenthalben zu merken: Die Edeljournaille hat bereits den kleinsten gemeinsamen Nenner mit Bunte Republik gefunden.

Ochsen gaben noch nie Milch. Sie wurden gemästet und geschlachtet.
Waldgänger
18. April 2016 22:08
Die eigentliche Frage, die sich mir aufdrängte, war: Warum tun sich die beiden - also Herr Kubitschek und Frau Kositza - das an?
Haben Sie anderes erwartet?

Dass die Gegenseite keinen Diskurs führt und nicht zu jener "intellektuellen Redlichkeit" willens oder fähig ist, die seriöse Intellektuelle auszeichnet, das war doch eigentlich schon vorher klar.

@ Der-Jürgen hat es gut charakterisiert:
"Argumente interessieren diese Leute prinzipiell nicht. Der Begriff Wahrheit bedeutet ihnen nichts. Als Prostituierte des Systems wissen sie, was dieses von ihnen erwartet: Oppositionelle als Finsterlinge darzustellen, die ausschliesslich aus bösen Beweggründen handeln."
Prostituierte des System! Keine Gegner auf Augenhöhe, nur Wadenbeißer.

Die Gegenseite – auch die FAZ – führt den geistigen Bürgerkrieg.
Und sie führt ihn so, wie man im Westen seit 100 Jahren Kriege zu führen gewohnt ist – nämlich regellos, skrupellos und mit dem Ziel des totalen Siegs. Denn das war ja das Neue der Kriegführung im 20. Jahrhundert, dass dem Gegner selbst die geistige die Existzenzberechtigung abgesprochen wurde.
Der totalen Mobilmachung und dem totalen Krieg entspricht nun auch die totale geistige Verdrehung, der totale geistige Bürgerkrieg.

***

Wahrscheinlich ist alles andere als ein Interview, dessen Text gemäß zuvor geschlossenem rechtsgültigen Vertrag vor der Veröffentlichung vom interviewten Gesprächspartner autorisiert werden muss, die einzig mögliche Form des Kontakts mit Zeitungen wie der FAZ.
Ex-FAZ Leser
18. April 2016 22:16
Der Gesprächsverlauf verwundert mich nicht. Er bestätigt meine Beobachtung, daß der FAZ die intellektuelle Redlichkeit abgekommen ist.

Das wurde vollends nach dem Angriff auf Charlie Hebdo deutlich, der die aufgeigende Beschwichtigungspresse widerlegte und Pegida auf tragische Weise bestätigte. Die FAZ-Redaktion gab als Reaktion ein wütend auskeilendes Pamphlet heraus, daß durch extreme Verbalakrobatik Pegida mit dem grünen und braunen Totalitarismus zugleich verknüpfte. In diesem Moment habe ich mich nach 30 Jahren Leserschaft endgültig innerlich von dem Blatt verabschiedet.

Daß der FAZ ihre einst sprichwörtliche Fairness abhanden gekommen ist, hat wiederum mit dem Linksruck zu tun, den das Blatt gleichzeitig mit der CDU vollzogen hat. Heute liest sich die FAZ stellenweise, als hätte die Redaktion die linksliberale SZ durch den Kopierer geschoben; sie hat sich als konservatives Medium völlig aufgegeben.

Wie alle cuckservativen Altmedien teilt sie die Furcht vor dem Bedeutungsverlust durch den Aufstieg der Identitätspolitik und der alternativen Rechten. 10 Prozent Auflagenverlust alleine im letzten Jahr lassen sich nicht wegdiskutieren, der FAZ laufen und sterben die Leser weg.

Sie verlieren und wir gewinnen.
Nordlaender
18. April 2016 22:29
@ Martin S.

"„Bernd Lucke hatte noch vor ihm gewarnt, doch nun ist Götz Kubitschek der geistige Führer …“ Muahahaha, wer sich von solchen „Mahnern“ lenken lässt, ist selbst schuld …!
Kubitschek als FÖHRRER … ich schmeiss mich wech!"

Richtige Frauen stehen nun einmal auf Führer. Ist wohl so eine Art Naturgesetz.

"ER ist wieder da"

https://www.youtube.com/watch?v=jABp1MFbiI0
rundfunkfreiheit
18. April 2016 23:08
Das ist ja köstlich! Da hat die "Alte Tante" FAZ Ihnen zwei Jungreporter geschickt, die am Samstag-Abend im Club vermutlich den Mittelpunkt bildeten, wie sie so von ihrem Abenteuer auf dem Rittergut bei diesen absonderlichen deutschen Leuten berichteten ... und weil der Chef vom Dienst vielleicht auch noch mitten im Referendariat steckt, konnte diese Geschichte unter der gedrechselte Überschrift von der "braunen Spinne" online gehen. So sind wir eben alle Kinder unserer Zeit (und Sie müssten sich ja nicht bei drei Bier ablichten lassen, wenn Sie's nicht wollten ;-)
Gegendarstellung.
18. April 2016 23:35
Das Fazit der FAZ, frei nach Adorno:

Nach Kubitschek und Kositza selbstgemachten Ziegenkäse zu essen, ist barbarisch.
Aaron
18. April 2016 23:36
...für Deutschland zu sterben...
mein Opa, Uffz. beim Zar von Russland, der vorwiegend Deutsche eingesetzt hatte, wegen der Zuverlässigkeit etc., hat aber, wie bekannt, nichts genützt, sollte dann "" an der Front auf Deutsche schießen, ist dann aber übergelaufen auf die Deutsche Seite, wurde dann in dem kleinen Dörfchen in Deutschland als "Russe" tituliert, mußte dann meinen Vater, der von seinem Lehrer in der Schule
auch als Russe tituliert wurde, im wahrsten Sinne des Wortes "raushauen" und dem Lehrer klar machen, dass er mehr Deutscher sei als er.
Probleme mit den Deutschen oder Nichtdeutschen in Deutschland gab es schon immer.
Fällt mir gerade beim Lesen o.a. Artikels nur so ein.
H. M. Richter
19. April 2016 00:38
@ bingener (und) bender

Was Sie wohl nicht bedacht haben:

Man kann die Gegenwart 'bedienen' und zugleich die Zukunft 'verspielen'.

Hätten Sie zuvor mehr 'gelesen' als in Bücherregale 'gespäht', hätten Sie es gewußt.
Anja
19. April 2016 00:51
Und das, was hier in Bezug auf Medien und Presse durchdiskutiert wurde, klingt für Ost- bzw. Mitteldeutsche wie eine Szene aus teuflischer, kommunistischer Zeit - alles wie gehabt, nun auch im Westen angekommen!!

Viele Ex-DDRler (einschließlich mir) glaubten, `89 dem roten Horror/Terror entkommen zu sein, endlich aufatmen zu können und die reine Luft der Freiheit in vollen Zügen atmen und genießen zu können!- Irrtum auf ganzer Linie!

Denn der Westen hat aus DDR-Geschichte, Einheitspartei und gleichgeschalteten Medien nichts gelernt. Null.

Viele West- und Süddeutsche wählen immer wieder rot/grün/links. Warum wird bei diesen Parteien die Meßlatte der Wählermeinung so niedrig gehalten, aber bei allen anderen die Meßlatte hoch!? Was muß denn im Namen der Roten noch alles geschehen, damit auch die Letzten aufwachen?

Drei unterschiedliche Gespräche hatte ich kürzlich mit weiblichen Bekannten. Alle sahen ganz klar, was in diesem Lande schief läuft und auch die Gefahren für uns Deutsche und unser Land. Keine wollte offene Grenzen.

Eine zog daraus den Schluß, in Zukunft dann eben links wählen zu wollen (sie meinte dadurch zu vermeiden, rot zu wählen), die anderen beiden betonten ziemlich rigoros, auf keinen Fall die AfD wählen zu wollen. Solche Wähler braucht nicht das Land, aber die Altparteien werden sich freuen über so viel Unkenntnis bzw. Starrsinn.

Und trotzdem:

Es wechseln die Zeiten. Die riesigen Pläne
der Mächtigen kommen am Ende zum Halt.

Und gehn sie einher auch wie blutige Hähne
Es wechseln die Zeiten, da hilft kein Gewalt.

Ich habe die Hoffnung, daß wir Deutschen am Ende gestärkt hervor gehen werden aus diesem Überlebenskampf, zwar dezimiert, denn es wird sich die Spreu vom Weizen trennen müssen. Antideutsche werden in einem neuen Deutschland nicht mehr geduldet werden können. Vielleicht mußte es endlich so kommen, damit unser Land und unser Volk wieder gesundet.
Nero
19. April 2016 00:59
@ EX FAZ LESER

Sie verlieren und wir gewinnen.


Mit solchen narzisstischen Torheiten allerdings nicht. Während wir hier ein halbwegs gemütliches politisches Zuhause haben, werden in der analogen Welt Fakten geschaffen. Multikulti Fakten.

Wo stand's, ich glaube bei Spengler, Jahre der Entscheidung:

,,Wehe denen, welche die Mobilmachung mit dem Sieg verwechseln!''
notaras
19. April 2016 01:22
Diese FAZkes sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen zu schaden - Sie, Frau Kositza und Herr Kubitschek, darüber hinaus die ganze Neue Rechte, in ein schlechtes Licht zu stellen. Jemand, der in dieser Absicht kommt, wird immer das geeignete Material finden, das ihm dient, dieses Ziel zu erreichen.
Darum braucht man sich über das Produkt dieser "Recherche" in keiner Weise zu wundern. Sie hätten sagen und zeigen können, was Sie wollen, wenn das Ergebnis vorher schon feststeht - "eine im Kopf bereits fertiggestellte Reportage". So ist es, man mußte das Konstrukt nur noch mit Belegen unterfüttern. Die bekommt man immer, ein selektiver Blick zieht das Geeignete heraus, ein längeres Gespräch wird immer ein paar Aussagen beeinhalten, die man bequem in der gewünschten Richtung weiterinterpretieren kann. Das ist ständig dieselbe Masche, sie wird täglich angewendet, mal auf niedrigerem, mal auf höherem intellektuellen Niveau. Es ist pure, glasklar durchschaubare Meinungsmache, um objektives Berichten über Sie und Ihre Anschauungen ging es denen von vorne herein überhaupt nicht.
Das Ganze nützt Ihnen, Frau Kositza und Herr Kubitschek, nur dann, wenn die Leser es kritisch zu hinterfragen beginnen. Sollte es dazu kommen, dann allerdings doppelt, weil der kritische Leser anfangen wird, selbst ein faszinierendes gedankliches Terrain zu ergründen. Gleichzeitig wird er die Niedertracht und manipulative Intention dieser Journaille immer mehr durchschauen und damit endgültig hinter sich lassen. Und deren werden immer mehr, davon bin ich zutiefst überzeugt. Insofern war dieser Termin kein Fehler, wenn es auch zunächst so scheinen mag.
En Passant
19. April 2016 02:31
Also ich nehm' heut Etzels Saal mit, ja, gern auch in Hebbels Dramatisierung, und den glücklicherweise unterschlagenen, und so der Kür zu Norwegens Wegbereiter gen Auschwitz nur knapp entgangenen Hamsun :-D

Allein die Erwähnung schon freut mich nächtens im Netz. Da werden Erinnerungen wach an schöne Stunden - Stunden übrigens, die solcherart Schreiberlinge einfach nicht kennen - beim Lesen.
sumo
19. April 2016 06:25
selbstverständlich habe ich den Artikel in der FAZ gelesen mit der ostdeutsch geprägten Fähigkeit des Zwischendenzeilenlesens. Es ergab sich nichts neues, meine Erwartungen wurden bestätigt. Es fiel mir allerdings sofort auf, daß die beiden Befrager von "Kubitscheks Büchern" sprachen und dabei die für sie passenden Beispiele brachten. Etwas später dann das Foto von Herrn Kubitschek vor dessen beeindruckendem Bücherregal. Haben die Befrager diesen offensichtlichen Widerspruch nicht bemerkt?
Götz Kubitschek
19. April 2016 08:07
dank an alle.
badeschluß!

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