27. April 2016

Das war's. Diesmal mit: Café Schnellroda und dem unverwechselbaren Lambda

von Ellen Kositza / 37 Kommentare

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

23. April 2016 -- Heute Premiere des Cafés Schnellroda! Ein bestimmtes Phänomen kenne ich von den hier halbjährlich stattfindenden Akademien: 120 Leute sind angemeldet, erscheinen auch - und doch bleiben uns nach dem Wochenende (als Gegner jeglicher Verschwendung) mindestens drei Tage, um das „übrige“ Essen im großfamiliären Rahmen zu vertilgen (für die letzten Reste gibt es zum Glück die Hühner!). Sag ich also unserer treuen Mitarbeiterin Renate:



cafe1„Achtzig Schnitten, fünf Torten und Kuchen, laß mal bitte gut sein…“ Wir haben keine Wetten abgeschlossen, aber Renates unausgesprochener Triumph sei hier erwähnt: Was übrigbleib, war kein einziges Stück Kuchen oder Brot, allein anderthalb (von vier) Kästen Bier, der Kaffee wurde zum Ende hin schon dünn, so hatte uns der Ansturm überwältigt!

Knapp siebzig Besucher hatten sich heute in unseren Räumen eingefunden. Gemäß der Ameldungen hatten wir mit vierzig gerechnet (und uns schon darüber gefreut). Allein aus Berlin war ein Dutzend zum geselligen Beisammensein samt Kurzreferat angereist, zwei aus Hamburg, die weitesten aus dem Rhein-Sieg-Kreis und aus dem Münsterland.

Die dollsten Sachen erzählte uns allerdings ein Besucher, der weniger als zehn Kilometer entfernt wohnt... Summa summarum: ein toller Nachmittag und Abend. cafe2

Am 21. Mai wird das nächste Café stattfinden. Dann wird es noch weniger lauschig sein, weil am Abend Akif Pirincci in der Gaststätte „Schäfchen“ lesen wird (Bitte: noch nicht anmelden! Einladung folgt!)

 

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24. April 2016 -- Wollt‘ ich nur mal erwähnt haben: Komplimente, Lob, Anregungen werden immer gern gelesen. Anonyme (Schmäh-)Kritik wandert hier kaumgelesen in den Orkus. Sollte doch klar sein, oder? Wundere mich seit langem über den traurigen Mut von Leuten, die ohne Namensnennung mal richtig abledern wollen.

25. April 2016 -- Zu (vor)letzt (dazwischen: ARD-Beitrag) hatte es im Deutschlandfunk eine kleine Sendung über uns. Ging so, dennoch: Lückenpresse wurde hier zur Lügenpresse, nämlich indem der Korrespondent beispielsweise behauptete, bei ausgeschalteten Mikrophon habe Kubitschek das Wort „Neger“ im Munde geführt. Ich, die ich fast immer mit ausgeschaltetem Mikrophon mit Kubitschek rede, versichere hiermit, daß ihm das N-Wort (einerlei, daß ich es nicht wirklich schlimm fände) noch nie, selbst in den allerintimsten Momenten nicht, über die Lippen gekommen ist.

Gut: eine Marginalie. Und noch eine: daß (laut DLF) unsere Töchter „Röcke tragen müssen“, harharhar, seltsame Vorstellung!

Zum Thema Medienberichterstattung /Journalistenbesuche meine Klage an den Gatten: „Aber so ungehalten wie Sie muß man vielleicht wirklich nicht sein, wenn all diese grundsätzlich ungeneigten Leute hierher kommen und ihre üblichen Fragen stellen, oder?“

Seine Gegenklage: „Daß man mir oder uns solche Fragen stellt! Die man nicht stellen müßte, wenn man auch nur zwei, drei Sezessionen oder zwei, drei Bücher unseres Verlags gelesen hätte! Wenn man sich nur einmal ernsthaft mit uns auseinandersetzte! Und zwar auf einem Niveau, das wir doch seit so vielen Jahren vorlegen!“

Ich schlage Kubitschek vor, eine Art FAQ (Häufig gestellte Fragen) zu hinterlegen, die damit für den naßforschen Journalisten gültig beantwortet wären. Mein naives Motto: Die müssen das vielleicht fragen, weil sie ernsthaft verunsichert sind! Diese Leute müssen wir doch „abholen, wo sie grad stehen“! Kubitschek nickt: Ja, das ginge vielleicht. Ich bastele die Fragen zusammen, die wirklich regelmäßig gestellt werden. Lege sie K. vor, der winkt gleich bei der ersten augenrollend ab: Mal privat gefragt - wie stehen Sie als Familienvater eigentlich zur Prügelstrafe?


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26. April 2016 -- Mit einem blauen Auge davongekommen ist jene Tochter, die nun von einer Autoritätsperson gefragt wurde, ob sie anerkenne, daß das Lambda der Identitären (auf ihrem Sporthemd ganz klein sichtbar) Bezüge zum Hakenkreuz erkennen lasse. Nein: erkannte sie definitiv nicht. Autoritätsperson: „Okay, das war vielleicht wirklich zu weit hergeholt.“ Einen Versuch war es wohl dennoch wert.

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Kommentare (37)

Carsten
27. April 2016 09:27
"Ich, die ich fast immer mit ausgeschaltetem Mikrophon mit Kubitschek rede..." ;-))

Ich habe mir gestern Ihre Video-Rezension der "Umvolkung" angeschaut und mit weggeschmissen über den gelungenen "Slowburn"-Witz mit der Seife! Herrliche Selbstironie!

Warum diese Dschurnalisten immer denselben Stuss fragen? Hat Lichtmesz doch schon erklärt: Weil sie völlig unfähig sind, auf "einer anderen Funkfrequenz zu denken".
Kecker Recke
27. April 2016 09:32
Ja, die armen Spartaner. Hätten die nicht das Lambda im Schild getragen und hätten nicht Völker auf der halben Welt die Swastika jahrtausendelang als Symbol verwendet, hätten sie dem Journalisten den intellektuellen Offenbarungseid eines hitlerfixierten, zwölfjährigen Geschichtsgedächtnisses erspart. Dabei sind die Zusammenhänge doch klar: Das Lambda besteht aus Strichen und das Hakenkreuz besteht auch aus Strichen.
H. M. Richter
27. April 2016 09:39
Auch ich wäre am 23. April gerne mit vor Ort gewesen.

Der Gedanke, möglicherweise jemanden gegenüberzustehen, der einem nach längerem Gespräch sagt, "Ach, übrigens, Sie kennen mich vielleicht unter Stil-Blüte" und dann antworten zu können, "Das habe ich während unseres Gesprächs bereits vermutet", war überaus reizvoll.

Gilt natürlich auch für andere ...

Hoffentlich ein andernmal.
Edewolf
27. April 2016 09:40
Nur eine kleine Anmerkung: Journalisten stellen IMMER die gleichen Fragen, also auch solche, die bereits hundert Mal beantwortet wurden. Sie können nämlich nicht voraussetzen (tun es jedenfalls nicht), daß ihre Leser/Zuhörer/Zuseher bereits Vorwissen mitbringen. FAQs bringen daher gar nichts. Journalisten stellen nicht Fragen, die sie selber interessieren, sondern solche, mit deren Antwort das im wesentlichen keine FAQs lesende Publikum etwas anfangen kann.

Kositza: Im Grunde: meine Rede! Sag ich auch! Was man genau "mit der AfD zu tun" hat, muß man eben 100 mal erklären.Oder ob man "positiv" an die zwölf dunklen Jahre anknüpfen wolle. Andererseits gibt es diese journalistische Selbstventilierung. Bspw. dieses (in unserm Fall fehlgehende) Attribut "völkisch", das im Zshg. mit der Neuen Rechten erst vor ca. einem Jahr aufgekommen ist. Das ist nun keine Frage, die aus dem "Publikum" kommt. Oder wie man zu Carl Schmitt steht. Wen das brennend interessiert (das Publikum?- Wohl kaum), könnte sich den entsprechenden Langaufsatz von GK herangezogen haben, bevor er seine brüchigen Stöckchen zum Drüberspringen hinhält.


Ich schätze, daß Bud Spencer schon 1000 Mal die Frage beantworten mußte, ob er noch einmal einen Film mit Terence Hill drehen wird. "Nein." Aber diese Antwort hält nur für eine Sendung vor.
biggeo
27. April 2016 10:07
Liebe Frau Kositza,
ich wäre auch gerne gekommen zu hrem Kaffenachmittag und hätte mich an der Vertilgung von Kuchen und Schnitten genüßlich beteiligt. Aber ich wohne in der westlichsten Großstadt Deutschlands und habe noch Mann, erwachsene Söhne, Büro und Garten zu versorgen. Journalisten heute, sind für mich wie Politiker und die besondere Spezies meiner Innung, nämlich die Juristen. Sie biegen so lange bis es in ihrem Sinne passt. Ausnahmen natürlich abgesehen. Ich sage immer, wenn man diese drei Gruppierungen in einen Sack stecken würde und dann.... ? Vielleicht kennen Sie ja den Spruch wie es weiter geht, .... man würde immer den richtigen erwischen! Soweit zur Prügelstrafe als Familienmutter! Was mich nur besonders erstaunt, ist doch, dass es in meinem so sehr geschätzten Frankreich, ich lese gerade Renaud Camus, ähnlich ist. Was für ein fürchterlicher Virus hat Europa im Griff??? Oder sind die BORGs schon unterwegs und haben ihre Mikrochips an Stelle der Hirne ausgetauscht?
In diesem Sinne die herzlichsten Grüße aus der Stadt Karls des Großen, dem Enkel von Karl dem Hammer.
Weltversteher
27. April 2016 10:09
Nun gehts aber los!

Kaum zu glauben, ein erwachsener Mann ohne jemals Neger zu sagen? Das ist doch völlig umgangssprachlich, vor allem dann, wenn man privat und ohne böse Absicht spricht.
Der Text liest sich, als ob es darauf jetzt ankäme. Aber der Herr Kubitschek wird doch in keiner Weise auf derartige Beurteilungen angewiesen sein?
Rosenkranz
27. April 2016 10:32
Prügelstrafe.
Ich wollte, meine Eltern (besonders die Mutter) hätte mir mal kurz und kraftvoll auf den Hintern gehauen, als mir stundenlang Predigten, über mein Fehlverhalten zu halten. Diese Predigten taten mehr weh.

Deutschlandfunk.
Interpretiere ich richtig, daß der Soziologe und Rechtextremismus-Experte D. Begrich 20 Jahre öffentliche Fördergelder verschlingt, um das Geschehen auf dem Rittergut zu beobachten?

Hakenkreuz.
Ich habe in Japan Schreine und Tempel besucht, die auch dieses Zeichen getragen haben. Sogar YEN-Münzen habe ich dort hinterlassen. Im Souvenirladen gab es sogar große und kleine Lampions mit besagtem Zeichen, die ich aber nicht mitgebracht habe. In Asien gibt es also noch ein riesiges Betätigungsfeld für die Bekämpfer des Hakenkreuzes.
Gerry
27. April 2016 11:03
Ein Frage/Antwortkatalog würde weniger für die Journalisten da sein, eher damit die Zeit der Hausherren nicht sinnlos belastet wird. Die Leute mit immer den gleichen langweiligen Fragen bekommen diesen Katalog im Foyer zu einem Kaffee gereicht, können sich da das Gewünschte heraussuchen und dürfen dann wieder verschwinden.
Ostler
27. April 2016 11:39
Hallo Ehepaar K.-K.,

Sie werden immer berühmter! Gestern in der "Anstalt", in der Hauptrolle ... die Ziege. Armes Tier.
Viele Grüße!
Karl Eduard
27. April 2016 11:51
Der Optimismus, irgendwann würden Journalisten kommen, die neugierig Fragen stellen und begierig auf Antworten sind, so ganz offen, ist der nicht wunderbar?

Denen geht es nur um das Enttarnen. Vornherum die holde Lorelei und hinten schaut die Baba Jaga heraus. Das nennt man auch die Biederfraumaske vom Gesicht reißen. Klar, daß die Tochter Röcke tragen müssen. Das gehört zum Klischee deutscher Maiden. Das kann gar nicht freiwillig sein. Hätten sie Hosen getragen, hätten sie das auch müssen. Wegen autoritär und so. Die armen Mädchen.

Was die intimsten Momente sind, in denen das N - Wort nicht über die Lippen kommt, schreiben Sie lieber nicht. Wer weiß, was für Journalisten sich dann anmelden.
Sabine
27. April 2016 11:59
Bohnen-Kaffee & Kuchen-- schön: dem Glücklichen schlägt keine Stunde. Komme beim nächsten Mal wohl auch.

Aber die eigentliche Uhr, ja Zeitbombe tickt hier:
http://aerialpics.de/das-fluechtlingsdorf-schnackenburgallee-waechst/
Arminius Arndt
27. April 2016 12:07
Nun ja, im Moment beginnt ja die große Inszenierung von Schnellroda als Nabel des Braunen und G.K. als Mastermind der AfD, der im Hintergrund die Leute schult, steuert und kontrolliert.

Das Kubitschek-Komplott oder gar die Schnellroda-Verschwörung - so wird es spätestens seit dem hier schon vielfach besprochenen FAZ Artikel überall gebetsmühlenartig wiederholt. Man hat seine Themen gefunden, seine Meme, die nun überall sich verbreiten müssen. Sogar gestern in der unsäglichen sog. Satiresendung "die Anstalt" (ZDF) musste das Bild vom ziegenmelkenden Kubitschek mit einem vielfach rabulierendem völkisch! groß gezeigt werden.

Respekt daher, dass Sie sich immer noch so öffentlich präsentieren und viel Erfolg der zweiten Kaffee-Runde.
E. K.
27. April 2016 12:44
Naja so ist das halt, mit dem Anwachsen meta- und realpolitischer Bedeutsamkeit nimmt auch der Gegenwind zu. Diese Dokus haben immerhin den Vorteil, dass sie das Selbstbild des Staatsfunks als neutraler Berichterstatter augenfällig widerlegen.

Wäre das nicht Anlass für eine IfS-Studie zum Begriff der Lügen- bwz. Lückenpresse? Klonovsky hat ja schon gewohnt launisch und wortgewaltig einiges darüber gesammelt und geschrieben, wie auch andere Autoren, aber eine kompakte, emotionskalte wissenschaftliche Arbeit dazu fehlt noch, oder?

Gruß
E.K.
Hartkeks
27. April 2016 14:17
Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Einstand.
Gruß Hartkeks
Peter Flensburg-Groningen
27. April 2016 14:57
"Ich, die ich fast immer mit ausgeschaltetem Mikrophon mit Kubitschek rede, versichere hiermit, daß ihm das N-Wort (einerlei, daß ich es nicht wirklich schlimm fände) noch nie, selbst in den allerintimsten Momenten nicht, über die Lippen gekommen ist."
Verstehe. Ja, aber.... das Schöne am Wort Neger, oder Rothaut, oder Zigeuner, oder (mittlerweile) Eskimo ist ja, das die Progressiven sofort auf 180 sind, rot anlaufen und dann der bald 50jährige Muff aus ihren Talaren aufsteigt, so das sie einen schrecklichen politischen Hustenanfall bekommen; dieses Schauspiel funktioniert wirklich immer und es macht immer Spaß, zuzuschauen Freilich, viele können sich dieses Schauspiel nicht erlauben, weil berufliche Nachteile dräuen usw., das ist verständlich. Für alle anderen hingegen ist es ein nie versiegender Spaß.
Immer wieder gerne, Euer Weißbrot Peter.
Stil-Blüte
27. April 2016 15:26
Liebe Ellen Kositza,
was für eine fröhliche Nachlese! Zur Nachahmung Ihres unnachahmlichen Humors empfohlen. Stilbildend! die 'seifige Angelegenheit', die Auswaschung Ihrer Mundhöhle, ohne Schaum vor den Mund zu bekommen. Dabei Ihr beredtes stummes energisches Mienenspiel!Geniale Katharsis! Haben Sie die Lachsalven gehört, die meine Bestellung von 'Umvolkung' bis nach Schnellroda getragen haben Im Falle des Falles trage ich, neben dem neuesten Prospekt Antaios und einem Kaplakenbändchen (nimmt wenig Platz weg) ab jetzt immer auch eine Reiseseife in meinem 'Kulturbeutel' (Notbesteck) mit mir herum.

Noch ein paar Gedankensplitter:
K.u.K (oder K&K) - Markenzeichen, gute Assoziation zum Kaiser- und König-Reich, wobei schwer zu sagen ist, wer welchen Part beherrscht.

@ Arminius Arndt
<Mastermind...


Wie wär's auf gut Deutsch mit (führender) Kopf, Häuptling, (Ober-)Haupt, Steuermann, Kapitän oder Meister (veraltet, aber nicht unpassend), zumal <mastmind gleichzeitig ja auch ein 'Spielzeug' ist.

@ H. M. Richter

nach längerem Gespräch


Durchschaut!
T. de Ahumada
27. April 2016 15:48
Den meisten Journalisten ist heute einfach nicht mehr zu helfen. Die kommen nicht, um sich zu informieren, sondern lediglich um sich noch zu vergewissern, dass ihre Vorurteile stimmen.
„Rockzwang für Frauen“ ist für unsere Gutmensch-Journalisten anscheinend ein distinktives Merkmal jener Gruppen, die als „rechts“ oder gar „antisemitisch“ gelten, wie bspw. die Piusbruderschaft. Dort ist der "Zwang" zum Rocktragen zwar auch nur eine relative, regional sehr unterschiedliche Angelegenheit aber eben eine, die heute aus dem visuellen Rahmen fällt. Da Sie, Frau Kositza ebenfalls „rechts“ sind, ist es doch sonnenklar, dass Ihre Töchter auf jeden Fall „Röcke“ tragen „müssen“, damit das entsprechende Klischee bloß erfüllt bleibt! … Selbst wenn eine ihrer Töchter beim nächsten Besuch der Presse auf Schnellroda doch mal eine Jeans tragen würde, hätten Sie Ihr das ja nur erlaubt, um diese Journalisten zu ärgern...
eulenfurz
27. April 2016 16:16
Nun ging es gerade auch um Zensur und Medien im sonnabendlichen Kurzreferat und dem Resumee, daß der Troß an Lohnschreibern sich wohl im rechtzeitigen Augenblick und mit einem feinen Riecher dafür, wo Lohn (und Leser) abgeholt werden, den winkenden Lohntüten zu und den sinkenden Auflagen abwenden werden, alles andere würde auf eine große Verschwörung hindeuten.

Demnach bleibt also bis dahin:
Streichelt die Journalisten, wo ihr sie trefft!
Trouver
27. April 2016 16:17
Und noch eine: daß (laut DLF) unsere Töchter „Röcke tragen müssen“


Nö, müßen sie es erst, wenn die Unterwerfung auf offiziellem Ebene statt findet und Scharia entsprechende Vorschriften erläßt.
der Blaue
27. April 2016 16:27
Auch der Dame des Hauses noch einmal besten Dank für einen netten Nachmittag!

-

Man könnte glatt etwas unsicher werden - da trifft man bei "Bioedelfaschist"ens (Junge Welt) lauter Leute, die so normal wirken, daß die Frage ist, ob die und man selbst also Schadstoffverseuchtunedelfaschisten sein müssen oder mutierte Monster für's Museum und ob man wohl bereits seit undenklichen Zeiten in einer abartigen Parallelwelt lebt und das bloß nie gemerkt hat??
Und dann erst noch die Kinder, die da auftauchen und scheinbar alle ohne psychiatrische Betreuung leben!, und weder Terror gemacht haben noch von Vätern mit braunen Schlagstöcken verfolgt wurden ...
Sehr merkwürdig ...
Wäre geradezu mal reportagewürdig ...
Arminius Arndt
27. April 2016 17:13
@Stil-Blüte,

es finden in Schnellroda sicher Umtriebe mit internationalen Verstrickungen statt - von daher ist Mastermind als Untertreibung gerade angemessen. Wer so geschickt Ziegen melken kann, der hat bestimmt seine Verbindungen auch ins Ausland (Putin, Erdogan?) ... (Achtung: Ironie)

Und jetzt ein bisschen OT meinerseits verbunden mit der Werbung für eine AfD Veranstaltung:

Morgen findet in Schweinfurt (Unterfranken/Nordbayern) eine Kundgebung der AfD statt, bei der auch Björn Höcke reden soll.

https://www.facebook.com/afd.bayern/photos/pb.345598788891061.-2207520000.1460761802./927824044001863/?type=3&theater

Da diese Stadt trotz (oder gerade wegen) CSU Mehrheit und CSU Bürgermeister eine Hochburg der Linken und der IGM ist, braucht diese Veranstaltung regen Zustrom auch von außerhalb. Wer also aus dieser Gegend kommt ....
Desprecio
27. April 2016 18:28
@ "Stilblüte"

"Wie wär´s auf deutsch ................................... ?

Kositza: Mastermind heißt doch das Brettspiel, das - gut sichtbar auf der Illustration zum FAZ-Artikel - hinter/neben Kubitschek lag. Auf unserem Spielkarton steht halt wirklich Mastermind und nicht Herrenhirn oder so.

Vielen Dank für diesen Hinweis !

Gerade in diesem Forum erscheint es mir mehr als opportun, auf
die vielfach sogar vielfältigeren Ausdrucksmöglichkeiten unserer
schönen deutschen Muttersprache hinzuweisen und diese demge-
mäß auch einzufordern.
Ich denke, daß wir die deutsche Hochkultur, zu der zweifellos auch
die Sprache dieser Hochkultur gehört, nicht vor der "Coca-Cola- und
McDonald - Kultur der USA verstecken müssen, ganz abgesehen da-
von, daß es Leuten wie mir schwerfällt, mich in der Sprache unserer
Besatzer artikulieren zu sollen.
Kiki
27. April 2016 20:24
Also ich bin als Kind zum Hosentragen gezwungen worden; gegen meinen oftmals und wiederholt erklärten Willen mußte ich immer Hosen tragen, obwohl mir Röcke und Kleider viel lieber gewesen wären (und lange Haare sowieso). Aber meine Eltern zwangen mich zum Unisexstil.

Dies als kleines Leckerli für die mitlesenden Staatsschreiber.
Gustav Grambauer
27. April 2016 21:59
Arminius Arndt

"Nun ja, im Moment beginnt ja die große Inszenierung von Schnellroda als Nabel des Braunen ... und G.K. als Mastermind ..."

Heute ist eine historische Premiere. Die Masterminds der Alten Rechten lassen sich erstmals seit Bestehen ihres Portals herab, über die IBÖ, die IBD, Sellner und Kubitschek zu berichten:

http://concept-veritas.com/nj/16de/multikultur/11nja_die_identitaeren.htm

- G. G.
Andreas Walter
28. April 2016 00:05
Nicht in den Müll, bitte, die anonyme, elektronische Schmähpost.

Daraus kann man ein dolles Buch machen, ein Perlen des Wahnsinns.

Ausserdem psychologisch analysieren. Das ist super wertvolles Material, für die Nachwelt.

Hihihi, wenn nicht von einem Schmähroboter, Troll-o-mat, sprich, Programm geschrieben.

Letztendlich dienen wir ja nur als Projektionsfläche für deren Schatten, für deren verdrängten Engste, Unsicherheit und Aggressionen.

Darum haben ja auch die Kommunisten mit den GULags und dem Morden angefangen. Weil sie wussten, was der Pferdefuss ihrer Religion ist.
Andreas Walter
28. April 2016 01:26
@Kiki

Und genau das macht sie jetzt so bezaubernd, so feminin, Kiki.
A.H.
28. April 2016 08:10
Ja, das dachte ich mir.
Und hätte natürlich einen Kuchen mitgebracht, wie ich das sehr gern zu tun pflege.

Ich trage mit Vorliebe Röcke und Kleider !
Winston Smith 78699
28. April 2016 08:45
@ Gustav Grambauer

Dort heißt es:

In Schulungen wird immer wieder darauf verwiesen, dass eine identitäre Bewegung niemals "rassistisch" sein könne, da die Rassenvielfalt der Schöpfung und deren Erhalt auch nicht rassistisch ist. "Es gibt bei uns null Prozent Rassismus", heißt es deshalb richtigerweise in ihren Schulungen.

Natürlich ist bei den Identitären [...] nicht von höherwertigen Rassen die Rede, sie setzen vielmehr auf Rassenvielfalt. Danach ist jede Ethnie und jede Kultur gleich viel wert. Aber sie muss für sich bleiben und in ihrem Land als ethno-exklusive Lebensform leben und dominieren.


http://concept-veritas.com/nj/16de/multikultur/11nja_die_identitaeren.htm

Hiermit wäre behauptet, dass man als Identitärer Theist sein muß. Geht es auch ohne?
Kiki
28. April 2016 11:07
@Herr Walter
Vielen Dank fürs Kompliment - die besten und schönsten Komplimente kommen immer von den Leuten, die einen nicht kennen und auch noch nie gesehen haben (bitte denken Sie sich jetzt eins von diesen kleinen, gelben Gesichtchen; eins mit einem versonnenen Schmunzeln, einem breiten Lächeln, oder soetwas halt).

Aus Protest gegen die Gesellschaft, meine schlimmen Eltern und strunzdoofe JournalistInnen trage ich seit Jahr und Tag abolut keine Hosen mehr und war seit Jahrzehnten auch nicht mehr beim Friseur.

Soweit können die einen treiben, de Kährle doh!
Teresa
28. April 2016 12:47
@kiki

Mir ging's genauso. Meine Mutter fand Hosen und kurze Hosen generell praktisch: Weniger aufgeschlagene Knie und weniger "Ziepen" beim Haare Kämmen und Waschen. Wir zogen nach Südeuropa und ich kam gleich und ohne Sprachkenntnisse in den Kindergarten. Die anderen Kinder haben dann erst einmal moniert, dass ich unbedingt mit auf die Mädchentoilette wollte. Ich habe deshalb dafür gesorgt, dass ich wenigstens mit langen Haaren eingeschult wurde. Meine Mutter hat das auch eingesehen. Seit ich "autark" bin, trage ich nur noch Hosen, wenn es unbedingt sein muss. (Es gibt hin und wieder solche Situationen).
Sascha
28. April 2016 15:47
Weltversteher. ich denke, es kommt schon auf solche Neger-Kleinigkeiten an.

Es sind eben auch solche Kleinigkeiten, die den Unterschied machen zwischen einem politischen Gegner, der über einen berichtet, wie es von einem politischem Gegner eben zu erwarten ist - also nicht besonders freundlich, sagen wir mal - und einem verachtenswerten Presstituierten, der lügt wenn er nur den Mund aufmacht.
Stil-Blüte
28. April 2016 19:28
@ Kositza

Mastermind


Foto nicht gekannt. Habe verstanden.

Nichts desto weniger trotze ich dem inflationärem Gebrauch des D/Englisch, ist der Machtelite doch daran gelegen, deutsche Kultur, Tradition u n d Sprache buchstäblich außer Kraft zu setzen.

@ Grambauer
Ähnliches Zeitphänomen: massenweise Abkürzungen. (Die DDR-Funktionäre haben Westdeutschland nie beim vollen Namen genannt, immer nur diffamierend BeeErrDee, ihr Land aber immer ausgeschrieben/-sprochen: Deutsche Demokratische Republik.) Also besser Identitäre Bewegung Österreichs bzw. Deutschlands statt IBÖ/IBD, hab' ich doch als Uneingeweihte erst mal gerätselt, was sich dahinter verbergen mag.

Auch die Alternative für Deutschland hat sich viel zu schnell zur AfD selbst verkürzt, der Presse und Politik kann's nur recht sein, AfD sagt nichts aus, ist eine x-beliebige Partei. Alternative für Deutschland aber - das ist Programm, Motto, Leitlinie, Parole. (Im Grunde machen es 'Die Grünen' und 'Die Linken' richtig.)
niekisch
28. April 2016 21:34
"Auch die Alternative für Deutschland hat sich viel zu schnell zur AfD selbst verkürzt, der Presse und Politik kann’s nur recht sein, AfD sagt nichts aus, ist eine x-beliebige Partei. Alternative für Deutschland aber – das ist Programm, Motto, Leitlinie, Parole. (Im Grunde machen es ‚Die Grünen‘ und ‚Die Linken‘ richtig.)"

@Stil-Blüte: das sehe ich auch so. Aber wenn diese Grundsätze sich herumsprechen, dann nennt sich z.B. eine Anti-Überfremdungspartei plötzlich "Die Weissen"
Andreas Walter
29. April 2016 00:01
@Kiki

Es gibt ein sehen ohne Augen, Kiki.

https://www.youtube.com/watch?v=jfkSQrWACZ0
Winston Smith 78699
29. April 2016 00:26
@ Gustav Grambauer

War auch nicht gegen Sie oder überhaupt gegen jemanden gerichtet. Ich finde nur, daß die Identitären sich nicht kübstlich zu sehr verengen brauchen. Auch jemand, der nur eine Idee von der Gleichberechtigung hegt und den es daher etwa stört, dass es insofern bessere, wertigere Menschen geben soll, als diese ein mehrfaches Wahlrecht (wegen mehrfacher Staatsbürgerschaft) beanspruchen, hat bereits das Potential zum Identitären. Irgendwas stört ihn ja wohl an dieser obszönen Demütigung, dass Fremde hier mitbestimmen, welche sich nicht mal voll zum Land bekennen brauchen. In diesem Empfinden eines Mißstandes ist noch kein Herrgott im Spiel und braucht es doch auch nicht kommen, um so jemanden empfangen zu können.

Dabei habe ich persönlich ja viel übrig für die Idee, dass es keine Schönheit oder Liebe ohne Theismus geben kann, indem man in einem als schön oder liebenswert empfundenen Naturding unwillentlich mehr als es selbst als Materieklumpen sehen muß, Zweck und Ziel nämlich muß unterstellen, ohne zu wissen. Das ist ein sehr umständlich eingeführter Schöpfer aller Dinge, aber vielleicht auch eine Art Minimalkonsens, denn einerseits kann man fragen "Kennst Du die Schönheit oder die Liebe? Dann sei willkommen!" und andereseits fragen, was bei den anderen, den Weltenfressern denn der Fall ist.

Wer in der Schale die vier Kugeln Speiseeis schmelzen läßt und vermischt, erhält blöden Süßbrei ohne die vorherige Poesie der Farben und Geschmäcker. Das machen Kinder mal aus alchemistischem Interesse, lassen es aber alsbald wieder, wenn sie in dieser Kleinigkeit "reifen" und die Vielfalt (!) wertzuschätzen lernen. Manche bleiben vielleicht ewig Kind (kognitiv, nicht im Sinne Nietzsches), manche wollen Sandburgen aus Neid auf die Schöpferkraft des anderen zertrampeln, manche scheinen Schönheit einfach zu hassen.

Was ist mit all den Frauen, die sich entstellen? Was ist ihnen als Kinder angetan worden, dessentwegen sie nie wieder attraktiv sein wollen? Die meine ich nicht, welche geschlagen sind. Ich meine jene anderen, die ein Programm der Häßlichkeit verkörpern und verbeiten. Und jene, die die Dummheit und Unbildung feiern und verordnen, die Egalitaristen. Und solche Zerstörer sind nun ja auf allen Gebieten in der Übermacht. Sie sind die meist sogar unbedarften Handlanger von jenen, die bestimmt keinen Gott haben können. (Mir tut das weh, weil ich in allen Bereichen, die ich kenne, immer Liebe für die Avantgarde hatte, die Formen auch zerstörte - aber dies stets als Kritik und schöpferischer Bruch, Hinterfragung, und nicht als kraftloses, überall gleich waberndes, nihilistisches Chaos per Dekret.)

Nur dass es sich bei identitär Denkenden und Fühlenden, die mit einem Jesulein ebensowenig anfangen können wie mit der Weltesche, ja nicht um diese Art Gottlose handelt. Vielleicht sind es Kirchenhasser, vielleicht auch mal welche mit der Wissenschaft als Religion, oder der Kunst. Die sollten nicht durch eine programmatische Frömmelei unnötig auf Distanz gehalten werden.
Andreas Walter
29. April 2016 00:33
@Gustav Grambauer

Da habe ich gerade eben etwas recht interessantes und auch motivierendes darüber gelesen, Herr Grambauer. Was für ein schöner "Zufall":

http://www.eurocanadian.ca/2015/10/myth-and-new-right.html

Was ihren Skeptizismus (oder ist es womöglich Furcht oder nur mangelnder Zugang oder Kenntnis?) gegenüber höheren Ebenen als die Ratio betrifft möchte ich Ihnen gerne eine eventuell auch für Sie gangbare Brücke zur materiellen Welt aufzeigen. Denn auch Neurologen und Psychologen haben in dem Bereich in den letzten Jahren wissenswerte Entdeckungen gemacht:

https://www.youtube.com/watch?v=S2OutU600EA
Ellen Kositza
29. April 2016 09:02
danke, Ende!

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