01. Mai 2016

Lichtmesz: Replik auf den Falter

von Martin Lichtmesz / 48 Kommentare

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

In der bobolinks ausgerichteten Wiener Stadtzeitung Falter (7/16) ist ein dreiseitiger Artikel über "Die Identitäre Bewegung in Wien" erschienen, die letzte Woche eine weitere erfolgreiche Theaterperformance veranstaltet hat. Dieser ist zwar über weite Strecken verhältnismäßig sachlich ausgefallen, dabei allerdings mit den üblichen Verzerrungen und Evergreens gezuckert, ohne die Stücke aus diesem Genre offenbar nicht auskommen können.

Für die Netzseite Identitäre Generation habe ich mir die gröbsten Whopper vorgenommen. Das überraschende Fazit:
Ein Artikel in einer linken Stadtzeitung ist nicht das Maß aller Dinge, aber wir können hier typische Muster am Werk sehen, die uns in der Berichterstattung immer wieder begegnen. Der Großteil der heutigen Linken ist zu einer rationalen Debatte gar nicht fähig, Affekte, Kurzschlüsse, Unbildung, Realitätsflucht, Unredlichkeit, fehlendes historisches Bewußtsein und der Wille zur Diffamierung überwiegen – und diese Tendenzen steigen, je mehr sie merken, daß ihre Positionen schlichtweg nicht mehr haltbar sind.

 

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (48)

Rudolf
01. Mai 2016 20:26
Servus miteinander!!!!
niekisch
01. Mai 2016 20:46
"je mehr sie merken, daß ihre Positionen schlichtweg nicht mehr haltbar sind"

Merken sie das überhaupt oder ist es nur eine gefühlsgeleitete Ahnung?
Belogener
01. Mai 2016 21:00
Der Panzerbock klingt schon ziemlich bobo.Für Stuttgart heißt das linke Propagandafalterblatt "Kontext ", wer sich an Bessermenscherei und dergleichen amüsieren kann möge es sich mal reinziehen.
Besonders das Thema dieses ereignisreichen Wochenendes
niekisch
01. Mai 2016 21:14
"Der Panzerbock"

@Belogener: der Bock heißt zwar Stefanie Panzenböck. Aber wie ein Panzer verhält sie sich schon, nein, wie eine Panzerfahrerin: durch einen schmalen Sehschlitz nicht nach rechts und links blickend immer geradeaus das Feld der Tatsächlichkeiten plattwalzend...
Winston Smith 78699
01. Mai 2016 21:45
@ Rudolf
Servus miteinander!!!!


Servus Rudolf, folgen Sie bitte dem Link und helfen Sie mir: Daß Lichtmesz uns das Reich Gottes spiegelverkehrt zeigt, verweist wohl auf 1.Kor 13:12, aber warum steht es auf dem Kopf? Da dies Häresie wäre und daher nicht sein kann, stehen offenbar wir und Lichtmesz miteinander auf dem Kopf, was auch die leeren Kleiderhaken erklären würde, oder es ist eben auf der Südhalbkugel fotografiert ... unterhält er etwa doch düstere Kontakte nach Argentinien? Ist dann das lange Dings, welches am weißen Antoniuskreuz in der Bildmitte lehnt, die heilige Lanze oder doch nur der übliche Phallus, gerichtet auf den von geheimnisvollem Schein ohne Quelle erleuchteten Bereich ("Licht"mesz", Lukas 2,29-32 - wo ist Maria)? Ist der bildgebende Künstler eigentlich identisch mit dem dämonschen Schatten hinter L.'s (rechter oder linker jetzt?) Schulter, oder zitiert L. mit einem Selfie plus dunkler Gestalt hier einfach nur ein berühmtes Vorbild?
Caroline
01. Mai 2016 21:46
Die auf nur mehr "primitive Reflexe" (Sloterdijk, Zitat Lichtmesz) einreduzierte Beschreibung der IB im "Standard" vom Freitag, 29.4., liest sich so:
" Die Identitäre Bewegung ist eine rechtsextreme Splittergruppe, der man ein Naheverhältnis zur FPÖ sowie eine Nähe zum Neonazismus unterstellen kann. Der 'völkisch' orientierten Gruppe geht es um die Aufrechterhaltung einer nationalen 'Identität', sie fühlt sich von einer 'Islamisierung' bedroht und fordert ein Ende des 'Multikulti-Experiments'. Es sind Rassisten und Ausländerfeinde, durchsetzt mit nationalsozialistischem Gedankengut." (S.32)
Wodurch mir vollends klar wird, dass der Autor Michael Völker wirklich nur zwecks Stimmungsmache in die Trickkiste der Reflexauslöser gegriffen hat? Ganz klar - folgendes Fazit am Ende des Artikels: "Unsere Demokratie wird dieser Störaktion (der IB in Audimax und Burgtheater, Anm. C.) gegen ihre Werte standhalten. Die Republik wird, sollte das denn der Fall sein, auch einen freiheitlichen Bundespräsidenten ertragen und ihm entgegenstellen, was die Demokratie möglich und notwendig macht." Na wenn das so ist, dann fürchten wir uns alle in Zukunft vor den oben genüsslich fallengelassenen Reizwörtern nimmermehr!
Nordlaender
01. Mai 2016 21:57
"Was nun den „Bildungsbürger“ betrifft, so ist mir nicht ganz klar, was die Autorin ihren Lesern damit sagen will oder was sie sich denn darunter vorstellt ..."

Da Sie nicht stramm genug aufmarschieren und auch den Stammtisch-Topos nicht so recht bedienen wollen, versucht man halt dieses:

https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelbindungstheorie

"Wenn er das Wort „Rassenmischung“ verwendet, entschuldigt er sich: „Ich weiß, ein böses Wort“, und winkt mit den Fingern Gänsefüßchen."

Sollten Sie tatsächlich so winken wie z.B. der buntstaatstragende Berufsinfant Le Floid, wäre ich Ihnen ernsthaft pöhse, Herr Lichtmesz. Unsere Spassgesellschaft geht langsam über von dem Wort zur Körpersprache. Gerade heute habe ich diese Geste bereits bei einem Antragsteller auf dem AfD-Parteitag gesehen.

M.L.: Ich habe noch viel schlimmere Gesten drauf, und Spaß daran!

"Rössler stammt schon rein optisch aus dem gleichen geistigen Amphibienteich wie etwa Georg Diez ..."

Niemand versteht einen Schal so elegant zu tragen wie Diez, beneidenswert. (Keine Angst, das soll es mit ad hominem in diesem Kommentar denn auch sein.)

"Niemand, der die differenzierten und bedächtig formulierten Essays von Camus auch gelesen hat und des sinnentnehmenden Lesens mächtig ist, kann ernsthaft und guten Gewissens behaupten, hier spräche jemand, der von „Fremdenhaß“ getrieben wird, es sei denn, er hat aus irgendeinem Grund ein Interesse daran, das Bild gezielt zu verzerren."

Die (sozio-)biologische Funktion des Hasses wurde - auch hier - noch nicht hinreichend beleuchtet. Ohne Haß auf den Verräter oder den von außen eindringenden Feind kann sich keine Gruppe erhalten und tradieren. Vor dem Hintergrund solcher Formate wie Haßrede ("hate speech") und Haßverbrechen ("hate crime") ist eine nüchterne Aufklärung über die Funktion des Hasses unverzichtbar. Und ja, liebe Kulturmarxisten, so wenig, wie Haßbereits allein weiterhilft, geben Benzin und Verbrennungsmotor bereits ein Automobil her, des Steuers bedarf es auch noch.

Sie schreiben für jedermann, der eine gewisse Neugierde aufbringt, unter einem außerordentlichen Fleiß, erklären deshalb vieles, was einem inneren Kreis nicht mehr erklärt werden muß, legen dabei sowohl stilistische wie auch analytische Brillanz an den Tag. Aufgrund der zunehmenden Bankerotterklärungen der einschlägigen Wahrheitsmedien dürfte diese Neugierde jetzt Tag für Tag anwachsen, gut so.
Filarete
01. Mai 2016 22:03
Lieber Martin Lichtmesz, ich habe den Falter vor ewigen Zeiten als Studentin gelesen und kann Ihre Geduld für solche Auseinandersetzungen nur bewundern. Meine ist mir seit geraumer Zeit ausgegangen. An sich war ich der Meinung, dass das Blatt keiner Erwiderung wert ist, aber nach Lektüre des verlinkten Textes habe ich meine Meinung revidiert. Hoffen wir, dass steter Tropfen den Stein tatsächlich höhlt. Vielleicht trägt der Artikel tatsächlich zu einer Gewöhnung an die Existenz nicht-linker Denkwelten bei - diese Leute leben, wie ich nach mittlerweile jahrzehntelanger Erfahrung mit kulturwissenschaftlichen Fakultäten sagen kann, in einem Glashaus, meist sogar nach bestem Wissen und Gewissen. Es ist klar, dass diejenigen, die die Scheiben einschlagen und frische Luft hereinlassen, mit Abwehrreaktionen rechnen müssen. Einbrüche der Realität sind nun mal unangenehm, die Zugluft stört das Behagen empfindlich. Um festzustellen, wie sehr es manchen Leuten mittlerweile zieht, empfehle ich die Lektüre des Elaborats von Ole von Beust auf zeit.online. Das Niveau unterbietet nahezu alles, was bisher von Politikern zur Lage zu lesen war, und das will etwas heißen ...

M.L.: Meine Replik ist vor allem dazu gedacht, eine Alternativdarstellung im Netz präsent zu haben. Dann können die Interessierten selbst entscheiden, wo die besseren Argumente zu finden sind. Übrigens besitze ich noch sämtliche Falterausgaben von 1993-1998, ich bin also selber auch ein bißchen ein Kind dieser Zeitung...
Nordlaender
01. Mai 2016 22:44
@ Filarete

"Um festzustellen, wie sehr es manchen Leuten mittlerweile zieht, empfehle ich die Lektüre des Elaborats von Ole von Beust auf zeit.online."

Oh weh! Welch krude Kommentierung so eines verblendeten vermeintlichen "Politikers" von Beust:

"Und Thilo Sarrazin ist kein Nazi, aber jemand, der pseudointellektuell die Grundlage für radikale Gesinnung schafft."

http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-04/thilo-sarrazin-ole-von-beust-fluechtlinge-afd

Von Beust ist alles andere als ein Lew Bronstein oder ein W.I. Uljanow. Süßmuth, Geißler, von Beust, Kohls Mädchen Merkel, all diese geistig-moralisch gewendeten Christdemokraten sind zwar keine Bolschewisten, aber solche, die ein Gedankengut salonfähig machen ... gerade vor dem Hintergrund ... von der Toleranzdiktatur bis zum Gulag ...

Diskurslimbo ohne Ende?
niekisch
01. Mai 2016 22:50
"Ohne Haß auf den Verräter oder den von außen eindringenden Feind kann sich keine Gruppe erhalten und tradieren"

Das, Nordlaender, habe ich in der anthrpologischen Literatur der 60iger Jahre auch gelesen. Heute sind wir etwas weiter und dürfen wohl aussagen: die herzerwärmende Liebe zum Eigenen verbunden mit aufoperungsvoller Hilfsbereitschaft gegenüber den Angehörigen des eigenen Genpools versetzt in der höchsten Not Berge, verhindert zwar nicht vorübergehende Teilerfolge des Feindes inklusive zeitweiser Okkupation eines Landes. Der Sieg aber gehört letztlich den Liebenden, nicht den Hassenden! Kein Okkupant kann dauerhaft gegen die stärkste Kraft des Universums bestehen.

So werden auch die Monstranzen der US-amerikanischen Sieger von 1945 in den Staub unserer Straßen fallen: Truppen, Atomwaffen und der Geist ihrer jakobinischen Erziehungsdiktatur.
Nordlaender
01. Mai 2016 23:34
@ Caroline
Sonntag, 1. Mai 2016, 21:46 (URL) | Kurz-URL

“ Die Identitäre Bewegung ist eine rechtsextreme Splittergruppe, der man ein Naheverhältnis zur FPÖ sowie eine Nähe zum Neonazismus unterstellen kann. Der ‚völkisch‘ orientierten Gruppe geht es um die Aufrechterhaltung einer nationalen ‚Identität‘, sie fühlt sich von einer ‚Islamisierung‘ bedroht und fordert ein Ende des ‚Multikulti-Experiments‘.

Hinfort mit allen schwulen "Diddelchen"! Eine völkische Ideologie gibt es in der Tat, eine "völkische" jedoch nicht. Selbsternannte Brillenträger, die mit Diddelchen arbeiten, sind schmierige Gestalten, die nichts gesagt wollen haben.
Winston Smith 78699
02. Mai 2016 00:18
Jetzt zur Sache und im Ernst: wie lange meinen Sie, sich das antun zu können? Sie antworten auf den Satz über die Gegend um den Enkplatz in sieben langen handwerklichen Zeilen, wo es ein arroganter Textbaustein auch getan hätte, dass sich auch im letzten Moment noch ein trockenes Fleckchen auf einem Promenadendeck finden läßt, von dem aus man auf die Warner vor diesem komischen Wasser aus den Unterdeck spötteln kann. (Comical Ali: "Welcher Krieg? Sehen Sie hier Krieg?")

Im hinteren, sehr substanzhaltigen Teil über Reinheit, Identität und Austausch geht ein entlarvender Gestus mit Ihnen durch: Sie möchten es diesen Leuten anscheinend wirklich und aufrichtig erklären und werfen Perlen vor die Säue, wenn Sie dies in einer denen zugänglichen Begrifflichkeit leisten wollen. Da geht es um den Kollaps überkomplexer Systeme bei zu schnellen Veränderungen, denen sie sich nicht organisch anpassen können, keine Gleichgewichte finden. (Analogien zu Ökosystemen, wie wenn ein Teich kippt, helfen, aber das wäre ja wieder biologistisch.) Das verstehen die nicht.

Wenn Sie das irgendwann nicht mehr sportlich sehen können, lassen Sie es bitte und klicken Sie lieber Bausteine zusammen wie im Groschenroman, denn hiermit reiben Sie sich sonst auf. Den Verstand kann man nachhaltiger einsetzen, etwa um in den beiden Sätzen
„In Frankreich gab es einmal ein stabiles Volk, das dasselbe Gebiet seit 20 Jahrhunderten besiedelt hat. Und plötzlich ist es durch andere Völker ersetzt worden.“

Nicht anders als die Salafisten hängen die Neurechten einer Vorstellung von Reinheit an, die durch das schmutzige Andere bedroht wird.

vielleicht doch einen subtileren Zusammenhang zu finden, der in einer Tiefe weit jenseits der Horizonte dieser Leute liegen mag. Aber dort wird's doch erst wieder interessant. Ich weiß in Wirklichkeit nicht, wie diese Schullehrer das schaffen, die Inhalte ihrer Fächer tagtäglich auf unterstem, ja in seiner Primitivität bereits "unwahrem" Niveau zu verschachern, ohne genau daran krank zu werden. In so eine Lehrerrolle aber lassen Sie sich da reinziehen, befürchte ich.
Wir denken in historischen Zusammenhängen und Sachverhalten, und selbstverständlich sind auch nationale oder ethnokulturelle Identitäten dynamisch und einem stetigem Fluß unterworfen. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, daß diese Identitäten beliebig konstruierbar und beliebig austauschbar wären. Wem das schon zu komplex ist, der sollte lieber nicht versuchen, weiter mitzudiskutieren.

Ist es denen, machen Sie sich nichts vor. Sie haben in diesen Sätzen den Wortstamm "rass" bereits selbstzensorisch vermieden - verständlicherweise, aber diese Geschmeidigkeit wird ihnen mit der Zeit nicht gut tun. Oder Sie finden einen neuen Stil, das Schwierige einfach zu sagen, wie es große Denker mit Gleichnissen, Fabeln, Gedankenexperimenten gelang, aber auch das ist Kunst und den Schwafelbobos somit verschlossen.

M.L.: Ich will es noch einmal deutlich sagen, für alle, die seit einiger Zeit in ähnlicher Weise herummosern und mir sagen, was ich da tue, wäre sinnlos, Fleißarbeit, vergebliche Liebesmüh etc. oder die allesamt meinen, besser zu wissen, wie es geht: Repliken dieser Art sind weniger dazu gedacht, zu den Bekehrten zu predigen, noch glaube ich ernsthaft die Panzerbocks & Co & sonstige Schwafelbobos überzeugen zu können (wenn ich sie irgendwie zum Nachdenken bringen kann, ist es mir auch recht. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.) Sondern es ist mir wichtig, daß es im Netz eine Alternative zu diesen Darstellungen gibt, damit etwaige Interessierte selbst entscheiden können, wer besser argumentiert, auch jene, die neu in der Materie sind. Wo es Perlen gibt, gibt es immer auch Säue, und ich bin dafür, unsere Perlen großzügig zu verstreuen, am Ende kommt es auf die wenigen an, die auf fruchtbaren Boden fallen. Wir müssen die Flut der linken Darstellungen, Berichte, Kommentare usw. kontern, wo es nur geht und wie es nur geht, und auch qualitativ aufholen. Leider sind unsere eigenen Leute nicht motiviert genug oder zu faul dazu, zuweilen wohl aus ähnlichem Fortgeschrittenendünkel wie unser geschätzter Winston Smith.
Karl
02. Mai 2016 00:25
https://le-bohemien.net/2016/04/15/afd-pegida-neue-rechte-sezession/
Andreas Walter
02. Mai 2016 01:43
Liebe Stefanie Panzenböck,

wäre es dir denn lieber, wenn wir wie die Kommunisten wären? Denn du weisst doch dann auch sicher, weil du dich doch für so klug hältst, wer Genosse Mauser ist:

Entrollt euren Marsch,
Burschen von Bord!
Schluss mit dem Zank und Gezauder.
Still da, ihr Redner!
Du hast das Wort,
rede, Genosse Mauser!

Wladimir Wladimirowitsch Majakowski (im Zorn steckengebliebener pure aeternus, vaterloser Muttersohn, gewaltverherrlichender kommunistischer Revolutionär, Schrittsteller, Poet, Künstler, Selbstmörder oder womöglich sogar Opfer des "stalinistischen" Terrors)

Dann wirst du doch aber sicher auch damit leben können, Stefanie, so klug wie du bist, mit den lediglich politischen Aktionen der Identitären, für die Greenpeace und die Grünen doch auch mal berühmt wie berüchtigt waren. Ich weiß, ist alles schon lange her, doch genau darum erinnere ich dich ja daran. Damit auch du lernst, nicht immer mit zweierlei Maß zu messen, nur weil du mal mit etwas politisch nicht einverstanden bist. Denn so ist das nun mal, in einer Demokratie.

Denn vielleicht kann diesmal der Genosse Mauser ja mal zur Abwechslung schweigen, oder sind den Internationalisten bereits jetzt schon wieder die Argumente ausgegangen? Bei Einigen scheint das zumindest der Fall:

https://sciencefiles.org/2016/04/29/afdler-sind-minderwertig-jedenfalls-nicht-gleichwertig/

Weil es aber vielleicht manchen ja auch gar nicht um Argumente geht, sondern um Macht, Privilegien, die Alleinherrschaft und leicht-"verdientes" Geld?

Rechts!
Rechts!
Rechts!
Johannisthaler
02. Mai 2016 02:03
„je mehr sie merken, daß ihre Positionen schlichtweg nicht mehr haltbar sind“
Merken sie das überhaupt oder ist es nur eine gefühlsgeleitete Ahnung?

Die Linken merken, daß ihre gesellschaftliche Akzeptanz schwindet. Aber wie ich sie kenne, sträuben sie sich gegen die Einsicht, daß ihre Ideologie ddeshalb scheitert, weil sie untauglich und wirklichkeitsfremd ist. Sie werden ihre Niederlage auf Fehler im eigenen Vorgehen und auf die Stärke ihrer Gegner schieben.
Wenn Multikulturalismus eine Mode wäre, würde er einfach verschwinden. Aber er gehört zu einem ideologischen Komplex, der sich in Jahrzehnten festgesetzt hat und er erfüllt für die Globalisierer eine Funktion. Viele Leute, die diese Ideologien benutzen, sitzen auf einträglichen Posten in wichtigen Organisationen. Da häufen sich Charaktere, für die eine intellektuell redliche Bewertung von Positionen nicht entscheidend ist. Man denke nur an die Zählebigkeit des Gender-Unsinns. Wenn so ein kompletter Stuß weiter betrieben wird, ist nicht zu erwarten, daß die Multikulturalisten durch Einsicht unschädlich zu machen sind. Es wird nur mit politischer Verdrängung gelingen.
Andreas Walter
02. Mai 2016 04:26
Schriftsteller natürlich, nicht Schrittsteller.

Wobei Letzteres womöglich auch zutrifft und interessante Fragen, Gedanken und Assoziationen auch über diesen und andere "gefeierte" Helden der Sowjetunion, der sowjetischen Literatur und Kunst aufwirft, bei mir auslöst.

Das Gedicht (schlichte Volksverhetzung?) ist nämlich aus dem Jahr 1918. Da richten die Bolos ihre Bolomauser (C96) noch nicht auch gegen Deutsche, sondern erstmal 1919-1921 auch gegen Polen und Millionen andere Menschen in der Ukraine und in Kasachstan, die ihnen nicht in das gelobte Sowjetreich folgen oder zumindest ihre komplette Ernte abliefern wollen. Von den Millionen "eigenen" Leuten, die sie auch umgebracht und in GULags gesteckt haben, selbst Juden und Christen, oft wahllos, ganz zu schweigen. Das Mörderpack.

Das Wort Neger hat der Futurist, Avant-gardist Majakowski übrigens auch vollkommen unbekümmert in seinen Gedichten verwendet. Das war damals nämlich auch unter den Kommunisten auch in der Sowjetunion so üblich, hat eben auch nichts spezifisch mit "Nazisprache" zu tun, und die Geschwister Scholl hätten auch Stalin und seine Schergen an die Wand stellen lassen.

Doch auch Katyn wollten sie uns ja in die Schuhe schieben, da brauchen wir doch über Auschwitz gar nicht erst anfangen zu diskutieren. Alle sogenannten Vernichtungslager lagen nämlich nach 1945 plötzlich seltsamerweise im Osten, also unerreichbar hinter dem Eisernen Vorgang, und den Kommunisten glaube ich halt aus Erfahrung und darum eben auch aus Prinzip schon mal gar nichts.

Oder hat jemand schon jemals auf der ganzen Welt 10 Jahre Knast dafür bekommen, weil er den Genozid an 6 Millionen Indianern, Ureinwohnern der VSA angezweifelt hat? Wieso eigentlich nicht? War der irgendwie freundlicher, netter, humaner, berechtigt, nachvollziehbar, unvermeidlich, verständlich?

Und was habe ich, 1965 geboren, damit zu tun. Mit dem Holodomor in der Ukraine. Mit dem Angriff der VSA und der Briten auf den Irak. Mit Hitler.

Nichts. Nada. Ausser, dass ich auch ein Mensch bin. Keine Hörner, kein Pferdefuss, keine rot glühenden Augen. Nicht einmal eine Mauser.
tOm~!
02. Mai 2016 04:35
Sehr geehrter Herr Lichtmesz!

Weil es das erste Mal ist, daß ich mich hier zu Wort melde, möchte ich mich gerne herzlich bei Ihnen und der Mannschaft von Sezession für ihre wertvolle Aufklärungsarbeit bedanken. [ Selbstverständlich auch bei Frau Kositza, die mitunter die schlagkräftigsten Beiträge verfasst ]

Zum Thema:

Nicht nur die Debatte betreffend, muß man das Internet und die reale Welt unterscheiden. In Foren und Blogs bleibt es oftmals schleierhaft, ob der Gegenüber an Wahrnehmungsstörungen leidet, oder aber zu Tricks aus der Eristik-Kiste greift.

Mit überzeugten Progressiven und Utopisten wird man jedoch auch von Angesicht zu Angesicht nicht mehr auf einen gemeinsamen Nenner kommen, dafür ist die Verwerfung bereits viel zu sehr fortgeschritten.

Es gibt derweil Leute, die man mit Tatsachen konfrontiert, beispielsweise mit unfassbaren Verbrechen der sogenannten "Flüchtlinge", von denen man sich sagen lassen muß, daß aber doch "rechte Hetzer" Anschläge planen würden.

Veröffentlichte Berichte auf regionalen Nachrichtenseiten, über die wild ausufernde Ausländerkriminalität, werden als "Internet-Schauermärchen" abgetan.

Ich überlasse es dem Leser, daraus seine eigenen Rückschlüsse zu ziehen, gebe jedoch zu bedenken, daß ja auch geplante Anschläge der illegal eingeschleusten IS-Sympathisanten wie ein Damoklesschwert über unserer Heimat schweben.

Und während die kriminelle Umvolkung Europas bereits auf Hochtouren läuft, schämen sich manche Landsleute nicht, immer wieder an die "historische Verantwortung" Deutschlands zu erinnern.

Es ist sinnlos, sich weiterhin mit Menschen auseinanderzusetzen, denen grundsätzlich die geistige Flexibilität fehlt, außerhalb des eigenen Weltbilds zu denken. Und wenn man es mit Auftragsschreibern im Internet zu hat, wozu die Presstituierten natürlich dazu zählen, hat man sowieso keine Chance Überzeugungsarbeit zu leisten.

Ganz bitter wird es immer dann, wenn Menschen einen wissen lassen, was sie 'glauben'.

Dazu abschließend noch eine kleine Anekdote aus dem Kollegenkreis, genau so vor nicht allzu langer Zeit erlebt, beim gemeinsamen Frühstück in der Kantine. Einer der Männer hatte bei einem Nachrichtensender eine Dokumentation über den Gröfaz gesehen, die sich mit der Frage beschäftigte, was der Mann denn wohl mit der A-Bombe gemacht hätte. Oder vielmehr, was er dann NOCH gemacht hätte. Ganz locker wurde darüber spekuliert, bis mir beinahe der Kragen platzte und ich gezwungen anmerkte, daß er damit das gleiche gemacht hätte, wie die Amerikaner. Nämlich sie abwerfen.

Ich würde mir wirklich wünschen, daß die Deutschen mehr denken würden, und dafür weniger glauben.

Mit freundlichen Grüßen,

tOm~!
Direkte Aktion
02. Mai 2016 06:34
Das traurige ist ja, dass der saarländische Landesverband der AfD u.a. deshalb aufgelöst wurde weil er Kontakte zur Identiären Bewegung (und zur NPD) gehabt haben soll.
So als wäre die IB etwas, das auf AfD-Sicht "pfui" wäre. Falsch!
Die IB ist die Speerspitze des aktivistischen Widerstandes gegen Überfremdung und Kulturzerfall. Sie ist daher aus AfD-Sicht absolut unterstützenswert und steht voll im Einklag mit den Statuten der AfD (und des Grundgesetzes).

Apropos GG:
Von linker Seite wird ja immer wieder "argumentiert" , wer die Integration von Ausländern ablehne seie "anti-demokratisch".
Nun, Demokratie heißt Volksherrschaft.

Ein Volk ist aber eine Schicksals- und Abstammungsgemeinschaft von kulturell und ethnisch weitgehend homogenen Menschen, welche über viele Generationen gewachsen ist.
Integration bedeutet Zusammenschluß zu einem Ganzen.
Wer also Ausländer in das deutsche Volk integrieren will, zerstört damit die Schicksalsgemeinschaft der Deutschen!
Integration ist also Völkermord.

Da aber Demokratie nur da funktionieren kann; schon rein semantisch und begrifflich, wo ein weitgehend homogenes Volk vorzufinden ist, kann in einer Gesellschaft wo mittlerweile rund 1/3 und mehr der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben und somit nicht dem deutschen Volk angehören, schon rein rechtlich und auch tatsächlich keine Demokratie bestehen, weil Demokratie in Deutschland nur unter Deutschen funktionieren kann. Sonst wäre Demokratie ja keine Volksherrschaft sondern allenfalls "Mischbevölkerungsherrschaft".

In diesem Zusammenhang empfehle ich auch einmal eine Entscheidung des BVerfG vom 31.07.1973 zu lesen, in der u.a. genau erläutert wird, warum das Deutsche Reich nicht nach 1945 untergegangen ist und nach wie vor existiert und das im Grundgesetz lt. BVerfG die Auffassung verankert ist, das von einem (gesamt-)deutschen (!) - und keinem Mix von Volksgruppen - Staatvolk auszugehen ist.

Aus dieser BVerfG-Entscheidung kann mal auch sehr gut ableiten, dass eine Ausländerintegration und die ungehinderte Masseneinwanderung von 1,5 Millionen Moslems seit September 2015 nach Deutschland eindeutig grundgesetz- und verfassungswidrig waren und sind!

Der Kampf der Identitären gegen Überfremdung und Ausländerintegration ist also komplett verfassungskonform und kann daher kein Grund für die Auflösung eines Landesverbandes der nationalkonservativen AfD sein.
Diese Entscheidung ist also vom Schiedsgericht der AfD umgehend aufzuheben!
Friedhelm
02. Mai 2016 07:11
Sie lachen meinen Freund, den Professor, aus, wenn er ihnen sagt, daß er – genauso wie sie – Franzose sei. Sie kaufen ihm nicht eine Sekunde ab, daß er das tatsächlich ernst meint. Sie glauben, daß er sie mit solch ungeheuerlichen Erklärungen provozieren will. Wenn er ihnen schließlich sagt, daß er nicht nur Franzose, sondern französischer Patriot sei, der mit allen Fasern an seinem französischen Vaterland hängt, dann sind sie der Meinung, daß er zu weit gegangen sei, daß der Spaß an diesem Punkt vorbei wäre, daß er kein Recht habe, sich auf eine solch unakzeptable Weise zu äußern. .


Das kommt eher ungebildet daher. Um zu zeigen, wie falsch diese Aussage ist, muss man nur ein Land wie Japan nehmen. Man würde sich als Deutscher Einwanderer in Japan schämen, würde man sagen, man sei Japaner. Zu groß die Ehrfurcht vor dieser Hochkultur, zu billig der Gedanke. Nicht nur, daß solch ein Gedanke -- "wir Deutsche sind alle Japaner" -- lächerlich wirkt, er ist eben auch falsch. Kultur ist Ausdruck der Gene eines Volkes. Noch lachhafter wird es, wenn den Japanern genetisch noch fremdere Menschen dies behaupten, wie z. B. Schwarzafrikaner. Was bringt einem ein Japan, in dem 80% Schwarzafrikaner leben, die alle perfekt japanisch sprechen und "sich als Japaner" fühlen, das aber eben aus oben genanntem Grund -- Kultur Ausdruck der Gene -- gar nicht mehr japanisch sein kann? Ich fliege doch nicht in ländliche japanische Präfekturen, weil ich dort das gleiche Dritte-Welt-Gemisch sehen möchte wie bei uns, vollkommen egal, wie dieses Gemisch sich fühlen mag.

Kurzum: ein winziger gut assimilierter Bruchteil mag französisch fühlen und dies vielleicht auch leben, jedoch nicht eine ganze Schulklasse voller Dritte-Welt-Kinder. Das wäre sozusagen ethnische Herkunft zum Nulltarif bzw. als Massenartikel. Heute Franzose, morgen Japaner und übermorgen Ghanaer. Das ist zu billig.
Heiko Sprang
02. Mai 2016 07:35
Betreff Replik M.L. auf Winston, 0:18
Vollste Zustimmung, lieber Martin Lichtmesz, bitte machen Sie unbedingt weiter. Auch wenn alles schon tausendmal gesagt ist, es muß permanent weiter gegengehalten werden, die Wirklichkeit ist auf unserer Seite.
Es ist wie des Sisyphus' Rollen des Steines, es gehört ein Stück weit zum Leben dazu.
Überheblichkeit oder Faulheit an dieser Stelle steht uns nicht gut zu Gesicht.
Die Übertragung (phoenix) solcher öffentlicher Statements von AfD Politikern vom Parteitag wären vielleicht vor zehn Jahren noch garnicht möglich gewesen, man denke an die Reaktion der EU seinerzeit auf die Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen. Dies ist auch das Resultat solcher unermüdlicher "Kleinarbeit" wie dieser, nebenbei auch "schön" zu lesender Beitrag!
Gustav
02. Mai 2016 08:30
"Statt Umerziehungslager zu eröffnen und Genickschüsse zu verpassen, schreibt man halt heute Diffamierungsartikel für den Falter oder betreibt Lückenpresseleugnung (das nur als Retourkutsche, um die Absurdität einer solchen Nummer zu zeigen.)"

Man gebe ihnen nur wieder die Möglichkeit dazu, und sie werden es mit großem Eifer tun. Dies ist nämlich IMMER die Eskalationsstufe der Linken, seien es die Links-Sozialisten oder die Rechts-Sozialisten, es ist eine große, verkommene Familie.

M.L.: Tja, das glauben sie umgekehrt von uns auch.

Das "Rasiermesser", also die ausgeprägte Dummheit, gilt nur für die nützlichen Idioten, also für die im Schaufenster. Die dahinter wissen schon was und warum sie etwas genau so machen lassen, täuschen wir uns da nicht.

"Teuflisch ist, wer das Reich der Lüge aufrichtet und andere Menschen zwingt, in ihm zu leben. (…) Der Teufel ist nicht der Töter, er ist Diabolos, der Verleumder, ist der Gott, in dem die Lüge nicht Feigheit ist, wie im Menschen, sondern Herrschaft. Er verschüttet den letzten Ausweg der Verzweiflung, die Erkenntnis, er stiftet das Reich der Verrücktheit, denn es ist Wahnsinn, sich in der Lüge einzurichten."
(Arnold Gehlen)

Wer von der Lüge lebt, stirbt an der Wahrheit.

Aus Ungarn
A.H.
02. Mai 2016 08:38
Vielen Dank, Herr Lichtmesz, für die Perlen, welche sie nicht müde werden, zu werfen.
Nein, den Ausdruck "Perlen vor die Säue." mag ich nicht.

Ich bin genau ihrer Meinung und ich bin mir darüber bewußt , wie wichtig diese Richtigstellungen im Netz sind.
Versuche ich doch auch im täglichen Leben, gebetsmühlenartig richtig zu stellen und hier und da ein wenig die Augen zu öffnen, den Blick zu weiten für die Wirklichkeit.
Ich wünschte mir wirklich viel mehr davon. Denn die breite Masse schaut tatsächlich in den Flimmerkasten und glaubt, was sie dort sehen.
Diese breite Masse erreicht man durch Präsenz, stichhaltiger Richtigstellungen , möglichst sogar in diesem Medium.
Denn ich unterstelle diesen Menschen nicht Dummheit, sondern Halbwissen, welches von den staatlichen Medien in letalen Dosen verabreicht wurde und wird.

http://www.huffingtonpost.de/2016/02/01/zdf-wolfgang-herles-deutschlandfunk_n_9131954.html
Monika
02. Mai 2016 09:19
Danke an Herrn Lichtmesz für die scharfen Analysen und die interessanten Verweise auf ähnliche Texte durch die Foristen.
Es geht ein Rauschen durch den Blätterwald.
Ein neues BOBO Magazin bringt jetzt auch die Faz heraus, " modern und meinungsbildend", wird die Woche " analytisch und einordnend zusammengefasst" :
https://www.woche.media/

Da weiß ein Justus Bender wie die AfD leben möchte.
Oder meint er das nur ? Man beachte das Titelbild mit einer urdeutschen Familie ( inclusive Leserhose, Dackel, Zöpfen, Schürze) .
Dieses Faz-Bobo-Magazin findet man zur Zeit als Gratiswerbeangebot vor allen derzeitigen Aktionärsversammlungen . Erkennbar die Absicht:
Die auf solchen Versammlungen gehäuft auftretende gutbürgerliche, ältere Mittelschicht wird erinnert an das einstige FAZ-Magazin, das vor langer Zeit der Freitagsausgabe der FAZ beilag und damals von hervorragender Qualität war. Jetzt kostet das Teil 3,50 ( ! ) und ist sein Geld nicht wert.

Da ist sogar die taz weiter, etwa mit diesem Interview:

http://www.taz.de/AfD-Sprecher-Michael-Klonovsky/!5297165/
Der_Jürgen
02. Mai 2016 10:24
Ich habe lange vor Martin Lichtmesz meine Erfahrungen mit solchen "Medienschaffenden" gemacht und, nachdem ich anfangs naiv gewähnt hatte, diese Leute interessierten sich für Argumente, diesen Irrtum schon bald eingesehen und daraus die Konsequenzen gezogen.

Ironischerweise ist der Ausdruck "Lügenpresse" für einen Teil dieser Journalisten gar nicht gerechtfertigt, weil zumindest die dümmeren unter ihnen gar nicht "lügen". Das Verbum "lügen" bedeutet, dass jemand bewusst die Unwahrheit sagt, aber in ihrem Tunneldenken sind die linken Doktrinäre vermutlich felsenfest überzeugt, dass sie im Besitz der alleinigen Wahrheit sind und ihre Widersacher folglich nur lügen können.

Dass "Rechte" subjektiv von der Richtigkeit ihrer Thesen überzeugt sein könnten - egal, ob diese Thesen nun stimmen oder nicht -, ist für einen linken Scheuklappenträger undenkbar. Es ist für sie undenkbar, dass ein zurechnungsfähiger Mensch nicht alles glaubt, was uns die Medien und das Regime über den Zweiten Weltkrieg erzählen, oder dass er von der Existenz rassisch bedingter Intelligenzunterschiede überzeugt ist, oder dass er Homosexualität nicht als gleichwertige Alternative zur Heterosexualität betrachtet.

Selbstverständlich gibt es unter den Linken und Liberalen viele Menschen, die grundsätzlich lernfähig sind, und sei es auch nur dem Druck der Realität. Diese Lernfähigen werden nach und nach in unser Lager übergehen. Doch ein nicht belehrbarer Bodensatz wird bleiben.

Wenn sich "Medienschaffende" wie die beiden von Lichtmesz erwähnten - ihre Namen habe ich bereits vergessen, und ich nehme mir nicht die Mühe, nachzusehen - den Videofilm anscha uen, in dem gezeigt wird, wie eine empörte Menge in Zwickau den Herrn Heiko Maas zum Teufel jagte, wird es ihnen wohl sehr unheimlich zumute sein. Sie werden sich aber nicht fragen, ob sie mit ihren Ueberzeugungen vielleicht unrecht haben, sondern sie werden daraus folgern, dass der Deutsche genetisch zum "Faschismus" tendiert und noch intensiverer Gehirnwäsche und Ueberwachung bedarf als bisher.
Nordlaender
02. Mai 2016 10:36
@ Niekisch

"Nordlaender, habe ich in der anthrpologischen Literatur der 60iger Jahre auch gelesen. Heute sind wir etwas weiter und dürfen wohl aussagen: die herzerwärmende Liebe zum Eigenen verbunden mit aufoperungsvoller Hilfsbereitschaft gegenüber den Angehörigen des eigenen Genpools versetzt in der höchsten Not Berge, verhindert zwar nicht vorübergehende Teilerfolge des Feindes inklusive zeitweiser Okkupation eines Landes. Der Sieg aber gehört letztlich den Liebenden, nicht den Hassenden!"

Es gibt bestimmten schwerste Schädigungen des Hirnes, wenn nach einem Unfall große Teile des Mandelkernes nicht mehr zur Verfügung stehen, andere Regionen jedoch unversehrt sind, da kann derProbant nüchtern, frei von jeder Erregung mitteilen: "Da kommt ein Mann, ca. 25 Jahre, mit einer Geschwindigkeit von ca. 15 km/h mit einem ca. 20 cm langem scharfen Messer auf mich zugelaufen.
Denke nicht, daß Ihr weiter seid, wenn Ihr Liebe und Haß gegeneinander ausspielt. Auf einem Beine steht es sich schlecht. Und warum einem Okkupanten überhaupt verübeln, wenn er es sich auf dem eigenen Anwesen gemütlich macht, hat er doch erkannt, daß es das Anwesen eines ausschließlich Liebenden ist, sollte er sich etwa fürchten vor einem Blumenkind?
Urwinkel
02. Mai 2016 10:51
Was heißt eigentlich "Bobo"? Kann das mal einer definieren? Das ist keine rhetorische Frage, Monika. Für mich sind das Leute die schei** - egal sind. Wenn da wirklich Pfeffer hintersteckt, sollte man den rauskitzeln. Ich weiß zwar was ein HOBO ist, aber ein "Bobo"? Was haben die zu sagen?

M.L.: Bourgeouis-Bohème oder neuerdings auch Bolsho-Bohème...
Nordlaender
02. Mai 2016 10:57
@ Direkte Aktion
Montag, 2. Mai 2016, 6:34 (URL) | Kurz-URL

"Apropos GG:
Von linker Seite wird ja immer wieder „argumentiert“ , wer die Integration von Ausländern ablehne seie „anti-demokratisch“.
Nun, Demokratie heißt Volksherrschaft."

Das mögen Grundgesetznazis so sehen: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus." - "... zum Wohle des deutschen Volkes."

Die Kulturmarxisten verwenden einen alten Begriff weiter, der Signifikant transportiert dabei aber fürderhin ein gänzlich anderes Signifikat. Unsere anständigen Demokratinnen und anständigen Demokraten verstehen unter Demokratie heute die Verwirklichung der Menschen-Rechte.

Unter diesen verstehen die Regenbogenfaschisten das Recht eines jeden sogenannten Menschen, komme er nun aus Afrika, dem Orient oder sonst woher, sich in einem unserer Länder niederlassen zu dürfen, ohne daß irgendwelche Vorbedingungen gestellt werden dürfen.

http://korrektheiten.com/2012/06/23/peter-sutherland-un-migration-ethnische-homogenitaet-multikulturell/
Großstadtpauker
02. Mai 2016 11:04
besonders empfänglich für den habermasschen Kulturbolschewismus sind die " ganz lieben LehrerInnen " - ich kann das nicht wissenschaftlich begründen - aber die Erfahrung lehrt : RundschalträgerInnen welche das System Schule noch nie verlassen haben ( ganz liebe Kita , ganz liebe Grundschule , ganz lieben Gym , ganz liebe asta + Uni ) sind ganz einfach hochgradig borniert und bescheuert .

Man kann da nicht mehr argumentieren : " schau`doch mal her Hasi : der Sloterdijk hat die kritische Theorie 1999 beerdigt - stand sogar in der "ZEIT" - Rückmeldung der Halbhirne : "ja aber" ..."

weshalb dieser für die politische Auseinandersetzung wichtige Aufsatz von allen Diskursteilnehmern übersehen wird ist unklar .

http://www.zeit.de/1999/37/199937.sloterdijk_.xml

Wäre ich ein Verfassungsschutzpräsident würde ich nicht nur die Mullahs rund um die Uhr überwachen - sondern auch das linksliberale juste milieu - vielleicht klingt das jetzt reaktionär : aber eine geistig verwirrte Religionslehrerin gehört nicht an eine staatliche Schule sondern in die Großküche .

So , nun muss ich mich aber wieder um meine Schöler kümmern ; es geht um Mendel .

( " ...können wir also feststellen : ein Hund der im Pferdestall geboren wurde ... ist , rein ideologisch betrachtet ... genau : ein Rennpferd .. HA bis Montag : warum der Hund ein Rennpferd ist .. " )

gerechte Vererbungslehre .. nun ja , so schlimm ist es noch nicht - aber den Heinsohn und den Eysenck kann ich leider nicht in meinem Unterricht verwenden - das würde sehr viel Ärger geben .
Eckesachs
02. Mai 2016 11:16
Ich bitte Winston Smith 78699 mir zu erklären, was ,,Biologismus" ist.
Heinrich Brück
02. Mai 2016 12:35
"Wären die Identitären Mi­granten, würde man sie als „integrationsunfähig“ bezeichnen." (S. P.)
Wären die Österreicher Ausländer, haha.
Ins Deutsche übertragen:
Wären die Migranten identitär, würde man sie
als patriotisch bezeichnen.
Irgendwie auch eine Kriegserklärung an die Migranten, sollten sie nicht integrationsfähig sein.
Perlen vor die Säue? Man denke auch an zukünftige Generationen.
Und daß die Party hier (Sezession) stattfindet, sollte doch auch ohne Hinweis jedem klar sein.
Nordlaender
02. Mai 2016 12:53
@ Der_Jürgen

"Ironischerweise ist der Ausdruck „Lügenpresse“ für einen Teil dieser Journalisten gar nicht gerechtfertigt, weil zumindest die dümmeren unter ihnen gar nicht „lügen“."

Möchte mal ergänzend den Alltag des Journalisten erwähnen, dort, wo es nicht um Politik geht.
a) Lokalzeitung kündigt die Vorstellung einer technischen Neuerung an. Lokalzeitung sagt den Termin später ab: Das Objekt sei von Halbstarken zerstört worden.
In Wirklichkeit konnte die Vorstellung aus irgendwelchen langweiligen behördlichen Regelungen nicht erfolgen.
b) Im Wunschkonzert des Rundfunkes werden Kartengrüße verlesen. Der Journalist entnimmt der Karte zwei, drei Begriffe, stellt aus diesen ein Geschichterl zusammen, das mit der Botschaft der Karte absolut nichts mehr zu tun hat.
c) Journalist mokiert sich in geselliger Privatrunde über die peinliche Moderation eines Sängers und Schauspielers und sein mittelmäßiges Stimmchen bei seinen Sangesdarbietungen. Ein paar Tage zuvor hatte dieser Journalist in der Lokalzeitung eine begeisterte Kritik des Konzertes abgeliefert.

Die Wahrheit dürfte der Herstellung von aufmerksamkeitserheischenden Neuigkeiten und Nachrichten viel häufiger im Wege stehen als allgemein angenommen.
Ein gebürtiger Hesse
02. Mai 2016 13:32
Formidable Entgegung auf den Schmäh-Schmarrn des Falters. Merci! Wobei das - für uns - Wesentliche in der fettgedruckten Ergänzung von ML in den Kommentaren steht. Bitte hochscrollen, lesen, womöglich kopieren, ausdrucken, an die Wand hängen oder sonstwie im Geist behalten. Ganz besonders dies:

Wo es Perlen gibt, gibt es immer auch Säue, und ich bin dafür, unsere Perlen großzügig zu verstreuen, am Ende kommt es auf die wenigen an, die auf fruchtbaren Boden fallen.

Ohne diese Hoffnung geht es nicht.
Nero
02. Mai 2016 14:48
„Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.“
- Johann Wolfgang von Goethe

Ich finde die Kommentare von Herrn Lichtmesz, sind ein Monument unserer Siegeszuges. Man wird in späteren Jahren zurückschauen und wie auf einer Landkarte die verschiedenen Stationen unserer Entwicklung betrachten können. Wir dokumentieren uns selbst. Sehr schön!

Eine Sache noch: wer in einer rotgrün-versifften Gegend wohnt, der hat keine andere Chance als sich über das WWW zu informieren. Man kann auch keine Diskussionen führen oder sich konstruktiv streitend weiterbilden. Es gibt immer wieder Neuankömmlinge die einen Ankerpunkt brauchen und dafür sind Kommentare wie der von M.L. pures Gold.
Ich glaube man würde die zartbesaiteten Anfänger nur verschrecken, wenn man ihnen die volle Portion Winston Smith zumuten würde. Da muss langsam aber sicher an die Materie herangeführt werden. Aber Herr Lichtmesz, wenn Sie Winston Smith Fortgeschrittenendünkel vorwerfen, dann ist das für mich eine Projektion. Winston Smith vertritt interessante Thesen und ich empfinde ihn als wirklichen Gewinn für uns. Das jeder von uns eine gewisse Eitelkeit hat und auch zum Teil narzisstisch ist, das nehme ich in gerne in Kauf.

Es hilft alles nichts wenn in diesen Meilensteinen der rechten Bewegung, nicht auch das Völkische angesprochen wird.
Ohne Deutsche, kein Deutschland. Ohne Österreicher kein Österreich. So einfach ist das. Und das kann man nun mal nicht einfach so werden. Herkunft ist Schicksal. Natürlich langt das alleine nicht. Sprache, Kultur usw sind maßgebend für die Nation. Aber wer ist den Träger dieser Werte? Die Nation mit ihrer Sprache und Kultur ist erst das Ergebnis eines Volkes. Und nicht anders herum.

Eine reine gedankliche Nähe zu irgendetwas und der plötzlich daraus resultierenden Gemeinsamkeit, lehne ich ab. Es kann für uns nicht funktionieren und liegt auf einer Ebene mit dem Verfassungspatriotismus der jetzt aufkeimt.

Besonders betrübt macht mich, dass Michael Klonovsky jetzt in der AfD sein Unwesen treibt. In dem TAZ Interview sagt er:

Eine Rechte entsteht historisch im Grunde nur, wenn eine Linke übermächtig wird, also sehr selten. Die eigentliche Auseinandersetzung findet zwischen Konservativen und Linken statt.


Was für ein Bullshit. Klonovsky hatte bei mir Pluspunkte, als ich noch auf dem Pi-Trip war. Aber dieser Satz ist sowas von gefährlich falsch. Und natürlich kein Unfall.
Das verdient eine genauere Untersuchung. Ich spare mir das jetzt hier, weil off-topic.
Klonovsky in der AfD, das ist eine Katastrophe. Ich habe allerdings schon erwartet, dass wir von ((((denen)))) okkupiert werden.
Wie ((((die)))) das halt schon immer gemacht haben.
Immer schön als Dritter auf beiden Seiten des Schachbretts spielen.

Genauso Albrecht Glaser: will er das politische Asyl um das religiöse Asyl ausweiten. Unglaublich, die AfD hat extrem gefährliche Leute in ihren Reihen. Wenn Moslems die konvertieren, Anspruch auf Asyl haben, dann haben wir bald den ganzen nahen Osten hier.
Eurabien soll wohl jetzt statt der Islamisierung mit der Christianisierung Wirklichkeit werden.
Alle haben immer eines gemeinsam: egal ob Christen, Moslems, Juden, Libertäre, oder oder oder, ALLE sehen in den europäischen Völkern keine Völker. Sie wollen die biologische Identität und damit das Volk sein ausrotten.
Jetzt macht man es, indem man Moslems die zum Christentum konvertieren das Asyl in Deutschland als RECHT einräumt.

1,6 Milliarden Moslem die potentiell konvertieren können. Dazu 2,2 Milliarden Christen, die sich potentiell verfolgt fühlen können.
Wenn nur ein Bruchteil von denen das Recht in Anspruch nimmt, dann ist Europa völkisch ausgerottet.
Sind Christen wirklich so dumm, oder machen die das mit Absicht?
niekisch
02. Mai 2016 17:04
"...da kann derProbant nüchtern, frei von jeder Erregung mitteilen: „Da kommt ein Mann, ca. 25 Jahre, mit einer Geschwindigkeit von ca. 15 km/h mit einem ca. 20 cm langem scharfen Messer auf mich zugelaufen.
Denke nicht, daß Ihr weiter seid, wenn Ihr Liebe und Haß gegeneinander ausspielt. Auf einem Beine steht es sich schlecht. Und warum einem Okkupanten überhaupt verübeln, wenn er es sich auf dem eigenen Anwesen gemütlich macht, hat er doch erkannt, daß es das Anwesen eines ausschließlich Liebenden ist, sollte er sich etwa fürchten vor einem Blumenkind?"

@Nordländer: auch ohne Hirnschaden kann eine auftauchende Gefahr zwar in gespannter Abwehrstellung, aber ziemlich ohne Erregung konstatiert werden, besonders dann, wenn die Aufgaben des Lebens infolge Alters weitgehend erledigt sind.

Es darf sich doch dann auch ohne "flower power" - kenne ich aus den 60igern-die feste Überzeugung bilden, Haß erzeuge immer nur neuen Haß, Gewalt immer neue Gewalt, demhingegen die feste, treue und immerwährende Liebe zum eigenen Land letztlich den fanatisiertesten Feind überwindet.
Gandhis Leute haben sich auf dem Salzmarsch so lange durch britische Kolonialbüttel prügeln lassen, bis diese die Kraft verloren.

Mein Vater stand am 13.8.1944 am Rand des Kessels von Falaise als gerade gefangegenommener freiwilliger Fallschirmjäger nebst seinen Kameraden vor einer roten Ziegelsteinwand. Als die "Befreier" die Knarre hoben und es ans Erschießen ging, machten die Jäger die Brust frei und lachten laut. Die MPis senkten sich und der kanadische Zugführer fragte meinen Vater: why can you laugh? Mein Vater sinngemäß: wir haben unser Sterben längst überlebt und überleben auch unseren jetzigen Tod. I wish you a long life.

Er konnte garnicht hassen und mir geht es ebenso.

Der Haß hat unserem armen Deutschland noch nie zum Erfolg verholfen.
hildesvin
02. Mai 2016 23:26
@ Großstadtpauker: Apropos "Verfassungsschutzpräsident" - Die Physiognomie des Derzeitigen ist eine sprechende solche.
Belogener
02. Mai 2016 23:50
@Andreas Walter die Werkzeuge aus Oberndorf werden wohl sprechen müssen , denn Sie sprechen lauter als 2000 mutige auf der Messe.
Für uns gilt es abzuwarten und das untergehende System weiter beobachten
Winston Smith 78699
03. Mai 2016 00:05
Auch ich gebe M.L. mit seiner Replik zunächst recht, aber Sorge bleibt gleichwohl am Tisch. Meine Äußerung ist in der Tat fortgeschrittenendünkelhaft. Eigentlich kann ich diese Haltung ja selbst nicht leiden. Sie rührte in diesem Fall wohl daher, dass ich mir den Autor (wie auch vorher an Nassehi) vorstellte, wie er einen Sisyphos gibt, sich von immergleichen Sprüchen herumführen läßt, sich in ein monotones Ermüdungs- oder gar Abnutzungsscharmützel gegen die faden und einzeln ja harmlosen Zombies von Kolchis verwickeln und mitsamt dieser unwürdigen Gegnerschaft von der Hauptkampflinie abziehen läßt. (Als die Nationalelf einen Ronaldo oder Messi ausschaltete, war das nicht elegant anzuschauen, aber eben wirksam.) Beim Lesen bildete ich mir ein, geradezu mit ihm zu leiden, und das ärgerte mich. Wenn er seine Energie zur Erzeugung und Verschwendung von Perlen jedoch von einer erhabenen und nicht versiegenden Quelle von Selbstlosigkeit in allen Mühen der Ebene speisen läßt, meinetwegen. Ausgebrannt (Burnout-Syndrom) sind viele dann ganz jählings, man sucht nachher oft vergeblich nach den warnenden Anzeichen.
hildesvin
03. Mai 2016 00:06
@ Der_Jürgen: Eine (nur ungefähre) Altersgrenze wage ich nicht anzugeben, aber ich mutmaße, daß einem großen Teil der älteren Schmierfinken bewußt ist, daß sie eitel Gülle absondern - Irrtum vorbehalten. Deren Motive sind jedoch bis insoweit verständlich (Erst kommt das Fressen...). Für jüngere Tintenkulis (irgendwas mit Medien) dürfte es allerdings zutreffen. Vor ~ 350-450 Jahren hätte man einen engagierten Hexenrichter auch auf keine Weise überzeugen können, daß er, genau genommen, ein Mistvieh sei.
( Nebenbei, Schande, daß ich dreizehn Jahre Russisch hatte, und kaum mehr kann als wduchnitje/wyduchnitje. Ich gelobe Besserung.)
Michael Schlenger
03. Mai 2016 00:45
Meister Lichtmesz,
mein Kompliment auch für dieses Pamphlet - im positiven Sinne.

Ich bin nur in Sorge, dass Sie ob solcher fulminanter Aktivität schnöde Erwerbsaspekte vernachlässigen.

Dahero (Raskolnikow dixit) empfehle ich Beantragung umgehenden Urheberrechts für folgende Wortschöpfungen:

"hineingehitlert"
"Abwehraffektkurzschlüsse"
"geistiger Amphibienteich"
"Lückenpresseleugnung"
"aus der Hüfte abgefeuerte Reflexhülsen"
"diskursiver Schreckböller"

Mit dergleichen Kreationen könnten Sie reich werden - allein, ich hoffe, dass Sie den tumben Erwerbsreflex in sich nie verspürt oder nach Lektüre diverser abend- oder morgenländischer Denker abgetötet haben...
tOm~!
03. Mai 2016 01:08
M.L.: Ich will es noch einmal deutlich sagen, für alle, die seit einiger Zeit in ähnlicher Weise herummosern und mir sagen, was ich da tue, wäre sinnlos, Fleißarbeit, vergebliche Liebesmüh etc. oder die allesamt meinen, besser zu wissen, wie es geht:


Hätte ich das doch nur vorher gelesen.

Nun denn, obwohl ich hier auch von "sinnlos" geschrieben habe, so muss ich möglicherweise einräumen, daß mir persönlich mittlerweile die Nerven fehlen, mich mit gewissen Leuten und dem was sie verbreiten, weiterhin ernsthaft auseinanderzusetzen.

Ich kann auch einem Thomas Roth von der ARD-"Tagesschau" nicht mehr zuhören, weil Wutanfälle vorprogrammiert sind.

Es fällt unheimlich schwer, bei der ganzen Thematik sachlich zu bleiben. Ruhig zu bleiben, wenn sich Menschen renitent zeigen und mit eristischen Tricks arbeiten. Oder wenn Leute immer wieder die gleichen "Argumente" aus dem Fernsehen oder der BILD-Zeitung wiederkäuen.

Wie kann man jemanden überzeugen, der nicht sehen will oder kann?

Ich habe darauf keine Antwort, also erscheint es mir sinnlos, sich weiter mit solchen Menschen zu beschäftigen, mir von ihnen wertvolle Energie rauben zu lassen.

Es wäre aber der größte Fehler, zu resignieren und daher kann ich nur den Hut vor Menschen ziehen, die dazu fähig sind, und sich diese Mühe machen, wie es zum Beispiel Herr Lichtmesz hier bei SiN praktiziert.

In diesem Sinne, danke und weiter so.
Exmeyer
03. Mai 2016 09:41
Herr Lichtmesz: Ihre Entgegnungen sind - zumindest für einige Leute mit "Eingeweihtendünkel" - dennoch lesenswert; vergleichbar mit einem Besuch bei den Erdmännchen im Zoo. Man weiß alles erforderliche über diese Erdmännchen. Dennoch ist man jedesmal aufs neue von deren Putzigkeit angezogen, obwohl man sie schon seit dem Erstbesuch im vierten Lebensjahr kennt.
Die analogen Erdmännchen, hier beispielsweise vom "Falter", sind fast genauso putzig.
Erdmännchen gehören ja bekannterweise nicht zur Spezies Mensch. Bei Analog-Erdmännchen ist die biologische Einteilung wohl noch offen.

Aber das ist natürlich alles Unsinn. Die Leute müssen Geld verdienen. Das ist alles. Ihr unsinniges Schaffen, ihre Fähigkeit, nichts wirkliches beizutragen, können sie nur ertragen, indem Sie ihr Sein und Tun in irgendeiner Form überhöhen. Und da die nichts Können, bleibt nur die Übermoral, natürlich nur ein Gespinnst, um im gesellschaftlichen Status nicht unter den Strich zu fallen.

Es ist mehr als Hartzvier mit dieser Tätigkeit drin. Ein bißchen mehr.
Winston Smith 78699
03. Mai 2016 14:11
@ Eckesachs
Montag, 2. Mai 2016, 11:16 (URL) | Kurz-URL

Ich bitte Winston Smith 78699 mir zu erklären, was ,,Biologismus“ ist.


Eine Fangfrage?
https://de.wikipedia.org/wiki/Biologismus
Diese Beschreibung finde ich hierfür akzeptabel. Nicht dass ich den argumentativen Rückgriff auf Biologie falsch fände (hab mir auch Vonderachs "Soziobiologie" zugelegt), aber er ist für die Gegendiskutanten eben ein rotes Tuch, auch wenn er, wie in diesem Fall, zunächst nur analogisch gemeint ist. Gibt es denn eine adäquate Beschreibung der Vorgänge, die nicht in ihrer erforderlichen Feinkörnigkeit und Vielschichtigkeit einer Karte der Welt im Maßstab 1-zu-1 gleichkäme?
Nordlaender
03. Mai 2016 15:10
@ niekisch

"Es darf sich doch dann auch ohne „flower power“ – kenne ich aus den 60igern-die feste Überzeugung bilden, Haß erzeuge immer nur neuen Haß, Gewalt immer neue Gewalt, demhingegen die feste, treue und immerwährende Liebe zum eigenen Land letztlich den fanatisiertesten Feind überwindet."

Das ist eine Lehre, die die Biologie leugnet. Wenn Sie es nicht hassen, daß Sie einen Text noch nicht einmal zur Hälfte begreifen, wird ihnen der Hormonschub fehlen, sich auf den Hosenboden zu setzen und die fremde Sprache zu erlernen.

Haß (starke Antipathie) und Liebe (starke Sympathie) widersprechen einander nicht, sonders beides Zeichen von Vitalität und einem gesunden Organismus.

Wer nur haßt, den ganzen Tag, unbegleitet von der Ratio oder nur liebt, den ganzen Tag, ohne sich im Griff zu haben, ist ein Rasender.

Natürlich erzeugt Gewalt Gewalt. Der Spitzbube stiehlt Ihnen den PKW, weil Sie nun Haß entwickeln, bringen Sie die Energie auf, den Verlust anzuzeigen. Im Glücksfalle wandert der Spitzbube durch das Eingreifen der staatlichen Gewalt in den Bau.

Das Beantworten von Gewalt mit Liebe überlasse ich Christen der Sorte Käßmann.
Caroline
03. Mai 2016 15:50
Es ist notwendig, bitte notwendig, solche Texte immer wieder argumentativ auseinander zu nehmen (nicht als philosophische Schnurrpfeiferei, die liebe ich auch, aber sie ist nicht das Gebot der Stunde). Es ist notwendig, weil es Leute wie mich gibt. Leute, die erst seit kurzen rechts denken/sympathisieren/argumentieren, und denen angesichts linksgrüner Positionen regelmäßig die Felle wegzuschwimmen drohen. Beispiele?
"Wie kann man nur einen Burschenschaftler gut finde. Google bitte mal die Werte seiner Verbindung, ob du die unterstützen willst!?"
"Die FPÖ zieht gegen die 68er ins Feld. Das ist ein direkter Schlag gegen mich, es hat 'die 68er' so nie gegeben und nur wenige Genossen sind politisch erfolgreich geworden. Wir haben die Verbrechen der Wehrmacht aufgedeckt, und heute will man sie im Interesse der österreichischen Nation wieder zudecken."
"Das Recht gehe vom Volk aus, ist brandgefährlich, das ist Carl Schmitt, und man weiß ja, wohin das geführt hat. Dann stimmt das Volk bald dafür, die europäische Wirtschaft abzulehnen, so wie in Osteuropa, die haben sich von der EU alimentieren lassen jahrelang und sind jetzt nicht bereit, eine gerechte Flüchtlingsverteilung zu akzeptieren."
"Dann zieh doch in einen Bezirk, wo Du Dich wohlfühlst unter lauter FPÖ-Wählern, Favoriten zum Beispiel, aber da willst du ja wohl auch nicht wohnen, oder?"

Da geh mal gegenan, ganz ruhig, ohne sich angegriffen zu fühlen ... Gut ist es dann, im Hinterkopf ein bisschen Lichtmesz zu haben.
Heinrich Brück
03. Mai 2016 16:41
"Die eigentliche Auseinandersetzung findet zwischen Konservativen und Linken statt."

Die eigentliche Auseinandersetzung findet im Schlafzimmer statt. Die Konservativen werden mehr Kinder bekommen.
Andreas Walter
03. Mai 2016 19:58
Habe ich doch richtig vorgestern gedacht. Der Winston ist doch trotz seines berechtigtem Pessimismus auch fast jede Zeile wert, die man von ihm liesst.

Karte 1:1 der Welt ist nämlich ein hervorragendes Argument auch gegen den immer wieder anzutreffenden Versuch auch vieler Linken, Pauschalismen und Pauschalisierungen irgendwie "nicht so gut zu finden" und alles und jeden als "ist doch nur ein Einzelfall" sehen, jede Diskussion personalisieren zu wollen. Hahaha, ausser bei "den Nazis" und "den Rechten" natürlich, das sind auch für sie alles Klone aus dem Labor von Josef Mengele persönlich.

Berechtigter Pessimismus. Ja, leider. Denn was anstatt der kommunistischen Utopie auf die Menschheit zukommt wird trotzdem ein Horrortrip, egal wie sehr auch der obsiegende Rest sich Mühe geben wird, geben werden muss, dass Leid trotzdem möglichst klein zu halten, es wenigstens zu verringern. Denn "die Weissen" haben ja genauso ein Lebensrecht wie alle anderen auch, nur das sie dieses wohl um ein vielfaches härter bald werden verteidigen müssen, als Projektionsfläche für jedes ********* in der Welt, warum er sein eigenes Leben und auch das seiner eigenen Leute und Nation nicht in den Griff bekommt.

Denn was für manche Menschen die Juden waren, dass sind für Andere und dabei eben auch nicht gerade wenige Nichtweisse die Weissen. Ihre Opfer.

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article154991498/So-redet-das-wirklich-linke-Deutschland.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Cisgender

Volkmar Sigusch (Schüler von Horkheimer und Adorno?) habilitierte sich dann ausgerechnet bei Hans Bürger-Prinz? Wie passt das denn bitte zusammen?

"Nach Volkmar Sigusch ist es nicht verwunderlich, dass viele Personen der Sexualwissenschaft wie Bloch, Moll, Marcuse oder Hirschfeld Juden waren."

https://de.wikipedia.org/wiki/Sexualwissenschaft

Den Rest an Irrsinn liesst sich lieber jeder selbst durch, denn über die Tragweite des Ganzen sollte sich auch jeder bewusst sein, bewusst werden.

"Schuld" daran sind für die Linken natürlich wieder mal die Christen.

https://www.youtube.com/watch?v=SohMW2aa9IQ
Martin Lichtmesz
03. Mai 2016 20:38
Badeschluß!

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