18. Mai 2016

Am Rubikon? - eine Lese- und Rezensionsaufforderung

von Götz Kubitschek / 44 Kommentare

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

rubikonDer Mitbegründer unserer Zeitschrift und langjährige Mitarbeiter an diesem Netz-Tagebuch, Dr. Karlheinz Weißmann, hat unter dem Titel Rubikon. Deutschland vor der Entscheidung eine Analyse der Lage Deutschlands vorgelegt. Wir rufen hiermit einen Rezensionenwettbewerb aus und geben - lektüreschwer - einige Leitfragen vor:



1. Weißmann geht davon aus, daß wir in einer geschichtlichen Phase "beschleunigter Prozesse" stünden und daß die Karten nun neu gemischt würden. Steht Deutschland wirklich vor der Entscheidung, hat also ein Wörtchen mitzureden - oder ist die Entscheidung längst gefallen?

2. Weißmann leitet - als Historiker kann er nicht anders - die gegenwärtige Lage aus der Geschichte ab und hält deren Kategorien weiterhin für gültig. Gibt es diesen Fluß, diesen Rubikon überhaupt noch, oder irrt das deutsche Volk nicht bereits längst jenseits aller Bewegung durch ein Gelände, in dem zur Orientierung die an ihr Ende gekommene Geschichte nicht mehr hilft?

3. Weißmanns Rat - nach 250 Seiten - lautet, keinesfalls ungeduldig und revolutionssüchtig zu agieren, sondern abzuwarten, bis "der Tag des Baues" gekommen sei. Wenn alle zuwarten - wer bereitet dann den Baumeistern das Feld? Wo stünden die Demonstrationsbündnisse, Bürgerbewegungen und Parteiflügel heute vielleicht bereits, wenn die Abwartenden nicht abgewartet hätten?

Wir haben unsere Auffassung zu Weißmanns Versuch bereits in der Schublade liegen, warten aber die Rezensionen unserer Leser ab:

  • Rubikon kann man hier bestellen und

  • bis zum 1. Juni kann man an die Adresse wegner(at)antaios.de eine knackige Meinung zum Buch einreichen.

  • Die drei besten Einreichungen werden mit einem Buch prämiert, vielleicht mit "Fluß ohne Ufer" von Hans Henny Jahnn oder "Mündungsfeuer" von Gregor Hauser oder "Alles fließt" von Heraklit ...

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (44)

Carsten
18. Mai 2016 22:54
Ad 1. Stimme W. zu. Beide Lager (für/gegen Deutschland) nehmen Fahrt auf, beide Lager mobilisieren. Die Mobilisierung, das Gezwungensein sich zu positionieren, bedeutet leider auch eine tiefere Spaltung des Volkes. Aber die Würfel sind noch nicht gefallen, denn Geschichte verläuft nie linear. Kein Mensch hätte 1987 zehn Mark darauf gewettet, dass zwei Jahre später die Mauer fällt.

Ad 2. Die Kategorien der Geschichte sind insofern "am Ende", weil das 21. Jahrhundert nicht die Verlängerung des 20. ist, sondern ganz neue Prozesse das Koordinatensystem verschoben, bzw. aufgelöst haben. Der Ausgang des Konfliktes wird aber zunehmend von externen Mitspielern bestimmt (Polen, Tschechien, Ungarn etc.), die erst durch ihre EU-Mitgliedschaft auf der politischen Karte aufgetaucht sind. Auf sie kann man zumindest Hoffnung setzen.

Ad 3. Zum Abwarten ist keine Zeit mehr. Wer abwartet wird zum Objekt, das waren wir lange genug und können wir uns nicht mehr leisten. Aktion ist angesagt, offen (Pegida) oder subversiv (IB). Da ist noch "viel Luft nach oben". Also: weniger Bücher schreiben, mehr Transparente aufhängen. Das tut aber nur, wer noch Hoffnung hat. Oder schon genug Wut.
Julius Krull
18. Mai 2016 23:08
Wäre es nicht empfehlenswert eine Maximalzahl an Zeichen für die Rezension festzusetzen?

Nebenbei: Im NDR lief heute eine Doku zu Stettin. Laut Potsdamer Konferenz sollten ausdrücklich nur die Gebiete östlich der Oder unter polnische Verwaltung gestellt werden, Stettin liegt aber hauptsächlich westlich. Polen hatte bereits in der Zwischenkriegszeit mit Expansionsdrang geliebäugelt, was für einen Charakter offenbart dieses Land, wenn es im Augenblick der Niederlage des Gegner alles an sich reißt, was es nur eben in die Finger bekommt? Welche Moral wohnt solchen Leuten inne? Trost finde ich nur in den Büchern von Alfred de Zayas. Unrecht bleibt Unrecht.
Curt Sachs
19. Mai 2016 01:16
Weißmanns Rat … lautet, keinesfalls ungeduldig und revolutionssüchtig zu agieren, sondern abzuwarten, bis „der Tag des Baues“ gekommen sei. Wenn alle zuwarten – wer bereitet dann den Baumeistern das Feld? Wo stünden die Demonstrationsbündnisse, Bürgerbewegungen und Parteiflügel heute vielleicht bereits, wenn die Abwartenden nicht abgewartet hätten?


Passend zu Kubitscheks Anfragen hat der eigentlich immer lesenswerte Gustav Landauer in seinem mitunter klugen Büchlein Aufruf zum Sozialismus geschrieben:

Revolutionäre gibt es nur in Massen, wenn es eine Revolution gibt; einer der schlimmsten Irrtümer der Marxisten, mögen sie sich Sozialdemokraten oder Anarchisten nennen, ist die Meinung, auf dem Wege über Revolutionäre könne man zur Revolution kommen, während man umgekehrt nur auf dem Wege der Revolution zu Revolutionären kommt. Ein paar Jahrzehnte lang Reinkulturen von Revolutionären schaffen, vermehren und beisammen halten wollen, um sie für den Fall der Revolution doch einmal sicher in der rechten Zahl zu haben, ist ein echt deutscher, kindisch pedantischer und schulmeisterlicher Einfall. Um die Revolutionäre braucht man nicht bange zu sein; sie entstehen wirklich in einer Art Urzeugung - wenn nämlich die Revolution kommt. Damit die Revolution, ein gestaltendes Neue aber kommt, müssen die neuen Bedingungen geschaffen werden.
Bbert
19. Mai 2016 01:30
Im Interview der letzten Ausgabe der "Wochenzeitung für Debatte" kündigt Weißmann eine neue Zeitschrift für die neurechte Intelligenz an. Ich weiß noch nicht ganz, was ich davon halten soll.

kommentar kubitschek:
laßt tausend blumen blühen. in seiner kurzvita am ende von "rubikon" schreibt weißmann übrigens, daß er für die beiden zeitschriften "mut" und "criticon" zur feder gegriffen habe. es liegt also eine gewisse erfahrung vor, nicht?
Andrenio
19. Mai 2016 07:04
Man verzeihe mir die kleine Abschweifung: Ich befinde mich in einer Serienlektüre der Bücher von Dominique Venner, die vor vielen Jahren mit "Söldner ohne Sold" begann.
Übermorgen, am 21. Mai, jährt sich zum dritten Mal sein Opfertod vor dem Altar von Notre Dame in Paris. Früher meinte ich dieselbe oder zumindest eine ähnliche Kraft aus den Texten von Karlheint Weißmann zu verspüren, vereinzelt tauchten Wortkombinationen auf, die an Mohler erinnerten.
Das ist längst nicht mehr so. Der Grund? Bringt die risikolose Rundumversorgung als Beamter grundsätzlich immer ein solches Resultat hervor?
Mir kommen solche Assoziationen hoch wie ein gefüllter Weinkeller und Ferienerinnerungen an die Toscana: hier der gutbürgerliche intellektuelle Ansatz, dort das Fanal des alten, kerngesunden Mannes, vielleicht wirklich des letzten Samurais in Europa.
Es sei gehofft, dass sich an Verner noch in Jahrhunderten Menschen erinnern, ähnlich wie an Pallach und Brüsewitz ....
Rumpelstilzchen
19. Mai 2016 08:50
.........
worauf ich hinauswill, ist vielmehr die simple Tatsache, dass ein zügig vergreisendes, bereits jetzt bei einem Durchschnittsalter nahe der 50 angelangtes Restvolk, in dessen vitaler Alterskohorte der fünfzehn- bis dreißigjährigen Männer gerade mal um die sieben Millionen übriggeblieben sind, von denen wiederum ungefähr ein Drittel bereits einen sogenannten Migrationshintergrund hat oder aufweist oder besitzt – wobei die Biodeutschen im Konfliktfall jeweils auf weit weniger Brüder und Verwandte zurückgreifen können als die Neudeutschen –, sich unmöglich je wird zu irgendwelchen kollektiven Schandtaten, Pogromen oder gar staatlichen Verfolgungsmaßnahmen spornen lassen (selbst wenn man dergleichen plötzlich kollektiv befürwortete) gegen eine Noch-Minderheit, die aber in den letzten anderthalb Jahren um eine Million junge Männer gewachsen ist und heute bereits, schlösse sie sich zusammen, ein zahlenmäßig nahezu ebenbürtiges Kämpferkontingent in der besagten Alterskohorte aufstellen könnte. Tendenziell nimmt die eine Gruppe ab, die andere zu. Tendenziell wird sich auch das Bedrohungsverhältnis umkehren, wie das heute bereits in diversen Stadtteilen, Schulen und öffentlichen Verkehrsmitteln der Fall ist.


aus: Klonovsky

Kurz- und Spontanrezension

1. Die Entscheidung ist längst gefallen.
2. Die Geschichte scheint an ihr Ende gekommen.
3. Abwarten - und Tee trinken.

statt Endzeitliteratur zu produzieren und zu lesen, könnte man auch wieder mal die Bibel in die Hand nehmen....
Waldgänger aus Schwaben
19. Mai 2016 08:50
Von wegen "abwarten"!
Wisst Ihr eigentlich wie schlimm wir sind:

Experten wie der Extremismusforscher Armin Pfahl-Traughber sehen in der rechten Clique in Schnellroda und in Zeitschriften wie der “Sezession” ein Umfeld, das zu Gewalttaten anstiftet.


meint die affige Huffingtonpost

Hier wird medial die Abschaltung dieser Seite vorbereitet. Legt endlich einen vk-Account an, damit sezession.de nach einer allfälligen Abschaltung noch irgendwie erreichbar ist.

vk: facebook-Variante im Reich des Bösen, im Reich Putins.
Hartwig aus LG8
19. Mai 2016 08:59
Ich halte mich an Kubitscheks Thesen, da ich über das Buch mangels Lektüre nichts sagen kann.
1) Beschleunigte Phase, Karten werden neu gemischt.
Um das festzustellen, bedarf es nicht viel. Europa befindet sich in nahezu jeder Beziehung im Zerfall. Betrachtet man das Big Picture, dann spielt Brexit oder Grexit (bzw. deren wahrscheinliches Ausbleiben) keine Rolle. Die europäische Demographie ist katastrophal. Afrika und der nahe Osten drücken. Separationsbewegungen keimen auf. Die "gemeinsame Währung" wird Europa wirtschaftlich zerreißen. China und Fernost streben weiter auf, auch politisch und militärisch. Russland hat Ansprüche. Der Welthegemon USA steht unter Druck - und wird auf seine Art reagieren. Stellvertreterkriege finden statt. Ein großer Krieg kann ausbrechen; möglicherweise wird er gezielt herbeigeführt. - Aber auch da nach geht es weiter ...
Deutschland wird immer eine Rolle spielen - als Objekt! Ob es zum Subjekt werden kann? ??

2) Aus 1) leitet sich ab, dass ein "Ende der Geschichte" lediglich eine Theorie ist. Ich behaupte, es gibt kein Ende der Geschichte.

3) Siehe letzter Satz zu 1).
Ein gebürtiger Hesse
19. Mai 2016 08:59
in seiner kurzvita am ende von „rubikon“ schreibt weißmann übrigens, daß er für die beiden zeitschriften „mut“ und „criticon“ zur feder gegriffen habe.

Ach, das ist doch kläglich. Mag Weißmann inzwischen schon nicht mal mehr zugeben, daß er für DIE EINE wichtigste Zeitschrift für neurechte Intelligenz in 11 Jahren und, über den Daumen gepeilt, über 50 Nummern Wesentliches beigesteuert hat? Daß er sein Standbein vor seinem eigenen "Rubikon-Übertritt" genau hier hatte? Nein, auch wenn man zu keinen Schulterschlüssen mit den früheren Gefährten bereit ist (ein Umstand, der nicht aufhört bedauerlich zu sein), sollte sich derartige Distanzeritis schon aus Achtung vor der eigenen Geschichte verbieten.
Preußischblau
19. Mai 2016 09:44
Großartig! Wir können auch wie Dino Buzzatis Giovanni Drogo in der Festung hocken, abwarten und alt werden, mit dem feinen Unterschied, dass die Tataren nicht nur tatsächlich kommen, sondern bereits gekommen sind; und sie stehen nicht vor der Festung, sondern sie wohnen bereits in ihr und sind dabei, sich so einzurichten, dass sie die Festung eines Tages übernehmen können.

Wenn es sich jemand leisten kann, weiter abzuwarten, dann sind es die “Tataren”.
Rosenkranz
19. Mai 2016 10:17
Spannende Fragen....

zu1.) Deutschland darf nur mitreden, wenn es die Geldbörse aufmacht; also nicht wirklich. Wir dürfen nicht vergessen, daß wir immer noch ein besetztes Land sind und nicht die volle Souveränität haben. Durch Reproduktionsverweigerung und Abtreibung haben wir sogar beschlossen, von der Weltbühne abzutreten. Die Entscheidung ist gefallen, schon vor dem ersten Weltkrieg, gegen uns.

zu2.) Gibt es das deutsche Volk überhaupt noch? Sind wir nicht ein großer Haufen von Individualisten geworden, die nur dem Gelde, dem Luxus, der Vergnügung und Bequemlichkeit nachgehen?
Da wir keine Verbindung mehr zu unseren Ahnen und unserer Geschichte haben, wie sollen wir da wissen, wohin wir gehen wollen? Wir irren ziellos umher. Aufstehen, Arbeiten, Abendbrot, Fernsehen und ein Urlaub im Jahr - so lebt der Durchschnittsbürger in den Tag hinein.

zu3.) Wir müssen die starken Kräfte in diesem Lande ermuntern, Kinder zu bekommen. Lieber fünf+ als zwei. Alles weitere kommt dann ganz von allein. Wir haben nur die Chance ein Stück Zukunft, wenn wir identitäre (völkische), kinderreiche Parallelgesellschaften entstehen lassen. Ich halte dieses für wichtiger, als sich mit irgendwelchen spektakulären Aktionen zu ruinieren oder die Zeit im Gefängnis zu verbringen. Deshalb, die Älteren sollen demonstrieren und die Jungen kinderreiche Familien gründen. Ich wünschte, die IB würde dieses verstehen.....
Hanns
19. Mai 2016 10:21
Den ersten beiden Punkten mag man zustimmen.

Der dritte Punkt ist Anstiftung zum Selbstmord. Und Massenselbstmord eines Volkes!
Winston Smith 78699
19. Mai 2016 10:24
Blaise Pascal (Gedankenexperiment "Die Wette"), These: Es gibt keinen Gott.

Weißmanns Gedankenexperiment "Rubikon", These: Das Volk der Deutschen ist schon über den Rubikon, es kann sich nicht mehr retten.

Pascal, 4 Möglichkeiten:

1) Man glaubt an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man belohnt (Himmel – Man hat gewonnen).
2) Man glaubt an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man nichts (verliert aber auch nichts).
3) Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man ebenfalls nichts (verliert aber auch nichts).
4) Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man bestraft (Hölle – Man hat verloren).
(aus Wikipedia)

Analog zu Weißmann:

1) Das Volk will sich retten und kann sich noch retten – in diesem Fall wird es belohnt.
2) Das Volk will sich retten, kann es aber nicht mehr, ist schon drüber – in diesem Fall gewinnt es nichts, verliert aber letztlich als Volk auch nichts (diskutabel).
3) Das Volk gibt auf, und dies zurecht, aber ohne es gänzlich zu wissen – in diesem Fall gewinnt es nichts, verliert aber auch nichts (auch diskutabel).
4) Das Volk gibt auf, aber hätte noch eine Chance gehabt – in diesem Fall hat es verloren, wird bestraft.

Diskutabel ist vor allem die Güterabwägung: zwar verliert das Volk "als Volk" nichts, wenn es sich retten will, jedoch sowieso verschwindet, aber Einzelne bringen eventuell sinnlose Opfer.

Andererseits bleibt für diesen Fall noch die Frage, wie man denn abtreten will und mit welchem letzten Gruß man in die Geschichte eingehen will (so es denn noch eine geben wird - die nächste Pascalwette). Ich kann kein Italienisch, aber hier drängt sich mir die Maxime "fare una bella figura" auf.

Und es bleibt die Frage der Verantwortung vor dem Rest der Welt angesichts deren Bedrohung durch NWO und Islamisierung: welches Beispiel will man gegeben haben? Mir fällt hierzu ein, wie erhobenen Hauptes und in welcher Freiheit und Würde die schottische Königin bei Schiller erhaben ihren Tod in Empfang nimmt. Angenommen, Sparta hätte sich nicht retten können - wäre das Opfer auf den Thermopylen weniger zu achten? Daß die Menschen der Völker ohne höhere Werte und nur an den individuellen und momentanen Nutzen denken, das ist doch das Ziel ("Ideal" zu sagen wäre bereits paradox) der perversen Umerzieher, damit hätten sie es hier erreicht.
Arminius Arndt
19. Mai 2016 10:24
Und ich bin der Meinung, man könnte über manches auch einmal den Mantel des Schweigens breiten, ganz im Sinne des alten Lieblingsspruches aller Oberlehrer si tacuisses ...
Armin
19. Mai 2016 10:29
@Gebürtiger Hesse: Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Lebenslauf vom Verlag, als letztlich von Dieter Stein und Kompagnie stammt.
Tuzub 37
19. Mai 2016 10:37
Zu 1.) Wahrhaft erhellend ist, immer mal wieder in Spenglers "Jahre der Entscheidung" zu lesen.

Zu 2.) Es ist nicht das Ende der Geschichte, aber sehr wohl das Ende der abendländischen Kultur in Sicht.

Zu 3.)
"Jede revolutionäre Bewegung kommt mit einer Avantgarde von Prätorianern zum Sieg, die dann nicht mehr brauchbar und nur noch gefährlich sind." (Spengler, Jahre der Entscheidung)

Es spricht also einiges dafür zuzuwarten.
Winston Smith 78699
19. Mai 2016 10:41
Ich möchte noch eines nachschieben: Falls man sich nicht retten will, sich nicht wehrt, und untergeht, bleibt die Frage im Raum stehen, ob man es nicht hätte können, sollen, müssen. Kein Historiker kann eine solche Behauptung aus der Welt räumen, siehe hier.

Diese wäre dann: es hätte anders kommen können, hätten sie nur was getan.

Bleibt sie im Raum stehen, wird daraus Schande, Schmach, die nächste Schuld. Die letzten auf der Welt in einer Diaspora verstreuten Urenkel werden noch einen Schuldkomplex mehr schultern müssen, sie werden sich mit dem Vorwurf von sich selbst und anderen beschäftigen müssen, dass ihre Großväter aus individuellem Eigennutz, Bequemlichkeit oder Feigheit ein Volk haben zugrundegehen lassen, ihr eigenes. Das würden wir ihnen hiermit antun.
Gustav Grambauer
19. Mai 2016 10:44
"Gibt es diesen Fluß, diesen Rubikon überhaupt noch, oder irrt das deutsche Volk nicht bereits längst jenseits aller Bewegung durch ein Gelände, in dem zur Orientierung die an ihr Ende gekommene Geschichte nicht mehr hilft?"

"Eine Ironie der Geschichte ist es, daß heute China mit seiner Politik der Neuen Seidenstraße die Tradition Roosevelts verwirklicht, während Amerika im Griff der Wall Street die Rezepte aus der Mottenkiste Europas der 30er Jahre vertritt. Deutschland steht noch auf der Kippe, noch ist es nicht entschieden, welchen Weg wir einschlagen werden." - Helga Zepp-LaRouche

Die "Meisterdenkerin der strategischen Weltlage" und "Repräsentantin der 'wahren USA'" quält sich in der ihr eigenen explosiven Mischung von Wirrnis und Klarheit erstmals eine Erwähnung der AfD ab - Herr Kubitschek, der ebenfalls erwähnt wird, ist dabei für sie die Personifikation der "Rezepte aus der Mottenkiste Europas der 30er Jahre":

http://www.bueso.de/node/8610

Mit denen werden wir uns in den kommenden Jahrzehnten - im Zuge des Ausbaus der Neuen Seidenstraße und im Vakuum nach dem Niedergang der Atlantiker, in das sie hineindrängen - noch intensiv auseinanderzusetzen haben, denn sie sind auf allen Ebenen der Kristallisationskern der "Entwickung" Eurasiens.

Mit ihrem letzten Satz hat die Frau recht, aber sie hat mit ihren zwei einzig eröffneten Vatianten den hier bereits mehrfach behandelten Bondarew nicht gelesen. (Leider hat auch kaum jemand bei der AfD Bondarew gelesen.)

Um die Ideologie hinter "Eurasien" - und nicht nur im LaRouche-Fokus - und damit die neue Front, die sich gegen uns aufmacht, zu verstehen, sei dieser Aufsatz als Schlüssel empfohlen:

https://www.bueso.de/artikel/historischen-wurzeln-des-gruenen-faschismus

- G. G.
AlbertZ
19. Mai 2016 10:53
Weißmann gehört zu meinen Lieblingsautoren. Seine Analyse vergangener Ereignisse war für mich immer erhellend, teilweise fast eine Offenbarung.

Diese (historische) Genialität kontrastiert mit seinen Vorhersagen zukünftiger Ereignisse, die meist seltsam unrealistisch und optimistisch anmuten.
Er vernachlässigt zusätzliche Einflußfaktoren, insbesondere frühe Prägungen, die zu einer das ganze Leben bestimmenden psychischen Störung führen.
Eine Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das logische Produkt dieser wirkenden Kräfte.

Im JF-Interview definiert er ein "liberales Syndrom", das eine gewisse Berücksichtigung dieser Störungslinien erlaubt.
Es hilft, die Gesamtlage besser zu verstehen -- zu einer Änderung der Lage führt all dieses Wissen allein nicht.
Vereniki
19. Mai 2016 11:10
Kurz und Spontanrezension

"Ach übrigens und an die Adresse einiger konservativer, liberaler oder meinethalben auch Rechtsintellektueller gerichtet: Sie können Ihr Bad im Rubikon allmählich beenden."


Klonovsky, 03. Mai 2016
Rumpelstilzchen
19. Mai 2016 11:17
Zuoberst steht die Hauptfigur, die 12,5 Meter hohe Germania, auf einem Sockel vor einem Thron im „altdeutschen Stil“ mit Adlerwangen. Dieser symbolisiert den Kaiserthron. Obwohl das Denkmal als Ganzes gen Süden ausgerichtet wurde, ist ihr Kopf leicht nach links, also östlich gedreht. Damit schaut sie in den Rheingau, Richtung Deutschland. Mit der rechten Hand hält sie die deutsche Kaiserkrone lorbeerumkränzt empor. Die linke Hand umfasst dagegen ein gesenktes lorbeerumwundenes Schwert. Der Lorbeer wurde bereits in der Antike in der Form eines Kranzes als Symbol des Sieges und als Zeichen der Macht von den Imperatoren getragen und wird in entsprechender Weise auch im 19. Jahrhundert oft als triumphales Symbol verwendet.

wikipedia

Geschichtslehrer sind oft detailverliebt. Manchmal fehlt der größere Überblick. Karlheinz Weißmanns DEUTSCHE GESCHICHTE für junge Leser gibt einen guten Überblick. Aber ein Detail stimmt nicht:
Seite 167 heißt es:
" ....Das ...Niederwalddenkmal ....wird bekrönt von dieser Figur der 'Germania', der Verkörperung Deutschlands, die nach Westen, also nach Frankreich blickt.....


Nee, dahin schaut sie gerade nicht...das Töchterlein des Künstlers...
t.gygax
19. Mai 2016 11:53
@preußischblau: Sie haben Recht- die Tartaren sind schon längst da, die warten nicht ab, sondern besetzen Stück für Stück das Land. Wir sollten uns Rückzugsinseln schaffen, die wir noch verteidigen können, in der offenen Auseinandersetzung sind wir schon längst in der schwächeren Position.( und wir haben mehrere Gegner, nciht nur einen......)
kW
19. Mai 2016 11:59
Agitation immer und überall, das ist meine Waffe für unser Land. Ich hatte erst gestern eine lange nicht gesehene Gutmenschin getroffen, die mir vorschwafelte, wie gut die VSA nach dem Krieg zu uns waren. Ich klärte sie auf, daß sie uns erst die Innenstädte zerbombt haben, dann Industrieanlagen abbauten und verschleppten, dann unsere deutschen Gefangenen verrecken ließen und sämtliche Wissenschaftler einkassierten und ausnutzten. Ganz abgesehen von den faulen Krediten.

Und dann diese armen Flüchtlinge... Ich fragte sie, wer die in Gang setzt und bei uns ablädt.Ich frage mich, warum gerade die Wessis so verblödet sind. Ein Nachbar sagte heute, daß ganz Deutschland verblödet. Ich finde, die Wessis sind dermaßen umerzogen, daß man die kaum wieder zurechtrücken kann. Ich bin dafür, daß jeder anpackt, nach seinen Kräften.
Weißmanns Interview hat viel Mut gemacht. Ich werde es aufheben. Die VSA können die Welt nicht mehr lange im Würgegriff halten. In der aktuellen JF steht auf S. 19, wie sich die Vasallenmächte der VSA England und Frankreich durch Tricksereien den Nahen Osten aufteilten. All diese Wahrheiten tragen dazu bei, daß die wahren Schurken seit 100 Jahren ans Tageslicht kommen.
Exmeyer
19. Mai 2016 12:26
Kein Ende der Geschichte. Bloß ein BEGINNENDES Ende der Nachkriegsverhältnisse.

Gestern wurde ein Abkommen unterzeichnet, wonach die VSA mit deutschen Fluggastdaten für Flüge in und aus aller Welt versorgt werden. Im Gegenzug bekommt die BRD Trefferresultate aus US-Antiterror-Datenbanken.
Interpretation: Das ist der Versuch der Bundesregierung die Nachkriegsordnung zu zementieren, weil sie zurecht befürchtet, daß die BRD in diesem Zustand nicht in der Lage wäre, auf der sich entwickelnden schiefen Ebene internationaler Verhältnisse ihren Platz zu behaupten, ohne in die existenziellen Probleme der Vergangenheit zu geraten. (Dabei handelt es sich um eine sehr wohlwollende Annahme. Die Wahrheit dürfte wohl anders liegen.) Angenommen, dies wäre die tatsächliche Motivation der BRD-Regierung, dann weiß sie, daß für ernstzunehmenden Souveränitätsbemühungen annähernd alle innenpolitischen Weichen anders gestellt werden müßten und zudem die Außenpolitik Fähigkeiten entwickeln müßte, die sie seit Bismarck nicht mehr hatte.

Die Abwesenheit von innenpolitischer Beeinflussung von Außen, wie es die Russen anstreben, ist zwingende Voraussetzung, um innenpolitisch eine Stärkebasis zu entwickeln, die ein Fundament darstellt, von der man Außenpolitik betreiben könnte. Wiederum betreibt man Außenpolitik mit dem Ziel, eine freie Hand für die Innenpolitk zu erlangen, um wiederum die Stärkebasis für eine selbständigere Außenpolitik zu erreichen.
Dieser selbstreferentielle Ansatz der Politik ist seit 1945 ausgeschaltet.

Sich an die Seite Amerikas zu schmiegen, ist bereits ein Indiz dafür, daß sich die Verhältnisse in einer substantiellen Veränderung befinden, wozu wäre es sonst aus Sicht einer ihre eigene Beschränktheit verinnerlicht habenden Regierung notwendig? Noch viel mehr, wenn die Motivation von Merkel und de Maiziere weniger naiv bewertet würde.

Dem Kommentator Hartwig ist zuzustimmen: Deutschland ist mehr Objekt anderer Mächte, als es ein politisch selbständiges (souveränes) Subjekt ist; also ein politisches Wesen, das seiner inneren Natur nach bestrebt wäre, seine eigenen Handlungsoptionen zu erhöhen. Zumindest gilt dies gegenüber der USA. Gegenüber anderen Staaten ist die BRD sehr wohl ein Subjekt, wenn auch schwach und immer mit der Einschränkung, niemals gegen amerikanische Interessen zu gehen. Die BRD ist ein Zwitterwesen. Und es scheint bestrebt, diese Zwittereigenschaft zu verteidigen. Es ist seine Natur geworden. Aber ein Zwitterwesen ist eben kein souveränes Wesen.

Ob die Verhältnisse so sehr auf eine schiefe Ebene geraten, daß alles ins Rutschen gerät, das ist DIE Frage. Von dieser Frage hängt ab, ob Deutschland, ob als BRD oder als etwas anderes, auch gegenüber der USA wieder eine voll-souveräne Haltung anstrebt.

Eine weitere Frage, die ich mir stelle, ob revolutionäre Verhältnisse jemals von unten entstanden sind. Ist es nicht eher so, daß die revolutionären Verhältnisse immer den Oligarchen gedient haben,
Unabhängigkeit der USA, franz Revolution, 1848, 1919 sogar 1933?

Für diejenigen, die ein selbständiges Deutschland anstreben, kann es also nur eine Richtung geben: Die Bewegung zu beschleunigen.
Andreas B.
19. Mai 2016 14:59
Tolle Kommentare, die man hier so aufnehmen kann:
Man soll warten zuwarten, ein Buch lesen, vielleicht auch einmal die Bibel. Dann stellen Sie sich doch gleich neben die "refugees-welcome"-Schreier und zitieren sie eine ihrer wissenschaftlichen Quellen während eine Deutsche vergewaltigt wird. Das macht dann unter dem Strich nämlich auch keinen Unterschied mehr aus.

1. Die Entscheidung werden die Deutschen selbst fällen. Jetzt und jeden neuen Tag, an dem es noch ein paar unverwüstliche Männer und Frauen gibt.
2. Die Geschichte des bundesdeutschen Kapitalismus mit seiner mafiösen Lobbystruktur neigt sich dem Kollaps entgegen. Es wird sich zeigen, ob und wie sehr eine AfD korrumpierbar wird. Falls ja, dann steht eine in jeder Hinsicht rotfarbige Zukunft ins Haus....

Es steht das Ende des weißen kopflastigen Mannes bevor. Er kann weder seine Frau noch seine Gemeinschaft schützen. Damit hat er (auch im evolutionären Sinn) jedwedes Überlebensrecht abgegeben. Die extreme Linke fordert ihn (unbewusst) seit Jahren zur Aufgabe nutzloser Regelwerke und verhöhnt ihn offen durch die Anwendung derselben. Stattdessen lamentiert er in Foren, analysiert unendlich im Kreise und beschwert sich nicht Recht zu bekommen (anstatt es sich einfach zu nehmen, wie ein Mann). Falls es beim Buchlesen, auf-den-Staat-hoffen und Zuwarten bleibt - ja dann hat er den Untergang verdient. Das ist Evolution. (Und jetzt schreiben Sie 'nen Kommentar über das grundsätzliche Verständnis von Evolution...alles verstanden?!?)

3. Na klar: Warten Sie es einfach ab! Warten Sie, während Ihr Haus lichterloh brennt. Denken Sie intensiv und ausgiebig über mögliche Vor- und Nachteile nach. Lesen Sie ausgiebig Bücher über Hausbrände und Geschichten über dumme Menschen, die nie ihr Haus gelöscht haben. Schließlich muß man ja auch alle Faktoren der Vergangenheit gründlich analysieren, bevor man dann unter Umständen Hilfe holt und eigentlich nichts mehr zu löschen da ist. Oder gar selbst löscht! Mitnichten, denn "sowas" ist nur für den trotteligen Feuerwehrsmann, der Prolet, der keine Ahnung von Heidegger und der quantenmechanischen Expressivität von H2O hat. Dann werden Sie es aber immerhin schon immer gewusst haben. Falls Sie überleben.


Jeder der jetzt nicht handelt ist ein Mit-Täter.
limette
19. Mai 2016 15:09
laßt tausend blumen blühen. in seiner kurzvita am ende von „rubikon“ schreibt weißmann übrigens, daß er für die beiden zeitschriften „mut“ und „criticon“ zur feder gegriffen habe. es liegt also eine gewisse erfahrung vor, nicht?

>>Was ich nicht gut finde, ist dieses gegenseitige "Anätzen", sowohl bei KHW als auch bei GK und Co. Steht mannhaft über den Dingen und haltet die Dinge intern. Es ist KEINE ZEIT für Grabenkämpfe und Nachtreten.
Es ist wie bei einer verflossenen Liebe, Nachtreten nützt nichts und bindet nur Kräfte.
niekisch
19. Mai 2016 16:05
Lagebeurteilungen hin, Lagebeurteilungen her: solange wir Deutsche genüsslich die Füße Anderer jeglicher Couleur lecken, sind wir in Bückhaltung und kommen nicht mehr hoch.
Wir brauchen Selbstbewußtsein jenseits von Schuld und Scham sowie Solidarität mit J e d e m, der noch für Deutschland eintreten will.

Diesen Rubikon müssen wir erst einmal überschreiten, um wieder Land zu gewinnen.
Sabine
19. Mai 2016 16:57
Der hier ausgerufene "Wettbewerb" ist gewiß mehr als nur ein einfacher Wettbewerb, liest man die etwas aufgeregte Ankündigung genauer. Es soll ein Wettkampf sein -- Kubitschek ruft also zum Agon (griech. Wettkampf) auf.

Das muß frau natürlich begrüßen! Nur im Kampf der verschiedenen Meinungen und ihrer Standpunkte zeigt sich die Wahrheit, blitzt die siegreiche Perspektive hervor -- und erheischt sie die wissende Gefolgschaft des Publikums. Welch großartiges Schauspiel!

Allerdings, Herr Kubitschek, der Agon ist nur dann vollwertig, wenn Sie auch einen wahrhaften Ehrenkranz reichen, einen Siegespreis stiften -- den aber müssen Sie vorher ausrufen: zuvor genau benennen! Ist er zu unbedeutend, werden die Teilnehmer ihr Schwert in der Scheide lasse, ist er bedeutend -- werden sie sich um den Kampfplatz drängen. Ein Buch scheint mir da der Sache eher nicht angemessen!

Dies sind keine zu hohen Worte und Einwände, prallen hier doch echte Gegner aufeinander: Männer deren Feindschaft im Geiste interessant ist, deren frühere Freundschaft, ja deren einstiges Waffenbündnis heute zerbrochen am Boden liegt.

Zum Agon treten aber nur die Männer an, die sich trotz aller Gegnerschaft dennoch schätzen: ich greife nur an, was des Angriffes würdig ist. Im agonalen Waffengang ehre ich sogar meinen Gegner! Darum stört mich, ein gewisser, hier anklingender Tonfall, der diesen hohen Respekt vor dem Gegner eher vermissen läßt.

Doch sei es wie es sei: wir sind allesamt gespannt: auf die Angreifer und ihre Stärken (und Schwächen) beim Hauen und Stechen! Denn da zeigt sich, welches Menschenmaterial in welchem Lager zum Feldzuge bereit steht.
Wolfgang Kapp
19. Mai 2016 17:54
zu 1. Die "Jahre der Entscheidung" (Oswald Spengler 1933) liegen mindestens 70 Jahre hinter uns, denn "die Deutschen sind - wenn nicht alles täuscht - bereits seit 30 Jahren tot, wenigstens als geschichtsträchtiges Volk. Was jetzt noch kommt, ist bloß die Euthanasie, das genüssliche Dahinwelken der Epigonen, die auf das Volk warten, das ihr "kulturelles Erbe" übernimmt." (Robert Hepp 1980)

zu 2. Das deutsche Volk irrt seit dem 20. März 1890 - Bismarcks Entlassung - UND dem 9. November 1918 - Ende der Monarchie - durchs Gelände. Die Orientierung an der 1870/71 begonnenen und 1918 an ihr Ende gekommenen deutschen Geschichte hilft - auch fast 100 Jahre später noch oder gerade jetzt.

zu 3. Der "Tag des Baues" war am 13. März 1920 gekommen - wo stünden wir heute, wenn damals die Abwartenden nicht abgewartet hätten?
Treverer
19. Mai 2016 18:58
Im Auge des Sturms, nimmt man die Bewegung ofmals nicht wahr. Die Karten werden immer neu gemischt, das ist per definitionem Geschichte (Die niemals zu einem Ende kommt, solange die Kugel sich dreht). Seit der Reformation und erst recht seit der Französischen Revolution und der industriellen Revolution beschleunigen sich die Entwicklungen immer weiter. Das schließt etwas statisch wirkende Ruhephasen, wie die alte BRD, nicht aus.

Wir erleben aktuell gegenläufige Entwicklungen in Europa. Die fremde Besiedlung nimmt rapide zu, der politische Widerstand dagegen auch.
Das Sozial- und Rentensystem, wie wir es aus der BRD kennen, wird in der nächsten größeren Wirtschaftskrise der Vergangenheit angehören, und das politische System (einschließlich EU) wird allenfalls als Diktatur aufrecht zu erhalten sein.
Am Ende wird ein neues, identitäres Europa/Deutschland wie Phönix aus der Asche steigen. (Die Asche wird mancherorts wörtlich zu nehmen sein). Mitentscheidend wird sein, daß Osteuropa den Weg in den kulturellen Untergang nicht mitgeht. Die erheblichen osteuropäischen Einwanderergruppen werden auch in Deutschland zu den besten Patrioten gehören.

Die Organisation einer deutschen Parallelgesellschaft auf allen Ebenen (auch in den staatlichen Institutionen) ist das Gebot der Stunde, um für die Zeit nach dem Ende des bunten Systems vorbereitet zu sein, und seinen Abgang zu beschleunigen.
Diese identitäre Parallelgesellschaft, zu der auch eigene Siedlungsräume gehören (tendenziell ländlich und östlich) ist kein bloßes Abwarten, sondern kann auch offensiv werden.
Georg Mogel
19. Mai 2016 19:04
In der Geschichte ist nichts unwiderruflich vorbei,
nichts definitiv überwunden,
nichts endgültig erreicht.

Alexander Demandt,
"Über die Deutschen"
Eisenhans
19. Mai 2016 20:08
§ Rosenkranz

" Wir irren ziellos umher. Aufstehen, Arbeiten, Abendbrot.....- so lebt der
Durchschnittsbürger in den Tag hinein".

Na, da bin ich mal gespannt auf Verbesserungsvorschläge Ihrerseits,
wie wär es denn mit Verzicht auf Abendbrot oder Arbeiten ?

So ist das nun mal im Leben, ohne Moos nix los, ob mit oder ohne
"kinderreiche, völkische Parallelgesellschaften".
Gerade in kinderreichen Familien sollte pünktliches Aufstehen und ein
ebensolches Abendbrot eine Tugend sein, eine sekundäre versteht sich.

Zielloses Umherirren dürfte allerdings nicht nur auf kinderlose Dauer-
urlauber beschränkt sein, Beispiele dafür gibt es zur Genüge....
Sakksa
19. Mai 2016 21:13
Man befindet sich in einem subjektiven Hamsterrad, wenn man annimmt, daß Geschichte ein Ende kennt oder notwendige Entwicklungen nicht schnell genug voran kommen, denn diese "Notwende" vollzieht sich erst dann, wenn die Not die Wende zwingend erforderlich macht, was bis jetzt offensichtlich trotz aller zweifellos katastrophalen Entwicklungen insbesondere des letzten Jahres nicht der Fall ist. Dieses letzte Jahr war aber m.E. ein Zündfunke zu notwendigen weiteren Entwicklungen. Wir erleben eine Zeitenwende mit ungewissen Ausgang, der Rubikon wurde zweifellos überschritten, es fragt sich nur : Von wem ?
Andreas
19. Mai 2016 22:04
Guten Abend,

ich denke doch, dass hier einiges durcheinander geht und das Geschichte sich hier nicht wiederholt und das ich mit dem Rubikon nicht anfreunde, da er von einem immerhin genialen, wenn auch skrupellosen Feldherrn überschritten wurde.

Nichts passt da für mich auf die aktuelle Situation, außer, dass man eine bereits wohl als unumkehrbare zu bezeichnende Situation mit einem irgendwie wohlklingenden Begriff aufzuhübschen versucht.

Erneut wurde ein junger Mann hilflos auf dem Boden liegend durch einen gezielten Tritt gegen den Kopf ermordet und die einzige vernehmbare Rekation (in den meisten Medien kommt das unter "sonstiges") bleibt die der "Quersteller" und die aufgeblasene Empörung darüber, dass der Mord nun von den falschen genutzt wird.

Nein bemühen wir nicht Geschichte, bemühen wir Tierfilme:

Schon mal die blöde glotzende Gnuherde gesehen, die doof dabeisteht, wenn eine Gruppe Hyänen ein Herdemitglied zerreißt?

Das sind wir alle, sonst nichts.
niekisch
19. Mai 2016 22:44
"Die Organisation einer deutschen Parallelgesellschaft auf allen Ebenen (auch in den staatlichen Institutionen) ist das Gebot der Stunde, um für die Zeit nach dem Ende des bunten Systems vorbereitet zu sein, und seinen Abgang zu beschleunigen."

@Treverer: darf ich Ihnen auf die Schulter klopfen? Endlich einmal ein Leser, der das derzeit wirklich N o t wendige trifft. Ich möchte dem Vorschlag hinzufügen, beim Errichten der identitären Parallelgesellschaft die Grundsätze und die Organisationsformen von Codreanus Eiserner Garde partiell heranzuziehen.

Eine größere Einheit, eine stärkere Opferbereitschaft hat es nie zuvor und niemals danach wieder in einem Land gegeben.
Olle
19. Mai 2016 22:53
Die Leitfragen von Kubitschek sind ja alle gut formuliert und treffend. Und die Idee eines Rezensionswettbewerbs ist originell. Aber nicht vergessen: Nur Reich-Ranicki konnte ohne vorangehende Lektüre rezensieren! Für alle anderen gilt: Wer nicht liest, kann im Rubikon nur baden.... Erstmal lesen also.
@ Sabine: Das ist es eben. Ich wäre auch unbedingt für Respekt, wenn das Wort durch die FIFA nicht so abgedroschen worden wäre. V.a. unter solchen Gesprächspartnern.
Rodik
19. Mai 2016 23:51
Das echte Deutschland ist 1918 gestorben.
Winston Smith 78699
19. Mai 2016 23:51
@ Andreas

Schon mal die blöde glotzende Gnuherde gesehen, die doof dabeisteht, wenn eine Gruppe Hyänen ein Herdemitglied zerreißt? Das sind wir alle, sonst nichts.


Eine Runde nationaler Selbsthaß für alle, recht schönen Dank. Gnus können gemeinsam vielleicht instinktiv fliehen, aber kaum vorausschauend und koordiniert handeln, Wekzeuge benützen und auf den richtigen Moment warten. Je höher entwickelt die Intelligenz von Lebewesen ist, je breiter doch die Möglichkeiten und Anpassungen, größer die Flexibilität, desto mehr Möglichkeiten gibt es auch für Zerstreuung und Verirrung. Daher muß eine solche Herde auch erst wieder eingesammelt werden. Wie beim Marshmellow-Test übt man sich solange in Bedürfnisaufschub und verzichtet auf idiotische Einzelaktionen. Die Sammlung ist auch lange Zeit nicht als solche zu erkennen, denn sie findet mental statt.
Bran
20. Mai 2016 00:17
Warten auf den Tag des Baues? Lächerlich.
Zuerst muss mal einiges eingerissen werden, bevor man wieder Platz zum bauen hat. Und was all den Defätismus und den Pessimismus in dieser Kommentarspalte anbelangt: Voran gehen! Immer voran gehen. Unbeirrbar. Ungebrochen. Das ist alles, was ein Mann und eine Frau tun kann. In der deutschen Geschichte gibt es unzählige Vorbilder hierfür.
Und wenn man am Schluss in der brennenden Halle unter all den anderen Nibelungen steht....egal. Es ging immer nur darum, dass man treu blieb.
Blauauge
20. Mai 2016 00:37
Andreas B.: DANKE. Das war höchste Zeit.

Bibel, Heidegger, Carl Schmitt, Davila: schön und gut und ersprießlich. Doch derlei hängt man sich heute praktischerweise übers Herz - als Stichschutz. Auch mit Meta-Gequatsche (PARDON allen Zartbesaiteten) ringt niemand einen Feind nieder.

Ein WELT-Journalist, womöglich euphorisiert vom gerade besuchten Toleranzkongreß, empfahl doch tatsächlich, angesichts einer beobachteten Straftat, dieselbe mit mehreren Personen zu filmen - statt beherzt einzuschreiten. Stellen Sie sich das bitte vor: Ihre Liebste liegt am Boden, wird gnadenlos malträtiert, und Sie filmen den Vorgang mit ein paar zu Hilfe gerufener Kumpels? Wie kommt ein Journalist auf so etwas? Was treibt ihn an?

Der Hauptfeind des souveränen Bürgers ist das Gros der gewählten Volksvertreter nebst ihrer Judikative. Mit den Neuzugängen selbst käme der Souverän schon klar.
Wutbürger
20. Mai 2016 05:24
"1. Die Entscheidung ist längst gefallen.
2. Die Geschichte scheint an ihr Ende gekommen.
3. Abwarten – und Tee trinken.

statt Endzeitliteratur zu produzieren und zu lesen, könnte man auch wieder mal die Bibel in die Hand nehmen…."

Welch traurige Worte des Defätismus. Das muss ein Christ geschrieben haben. Was soll die Bibel bringen, außer "gebt dem Kaiser was des Kaisers ist...". Also lasst Mama Merkel mal ihren antideutschen Zerstörungskurs fahren. Nein, nicht mit mir!

Ich als Agnostiker sehe das ganz anders.
Nichts im Leben ist endgütlig entschieden.
Alles ist immer im Fluß. Auch die Asylflut läßt sich stoppen und alle Räder stehen still, wenn unser starker Arm das will.

Die meisten Leute glauben, das die volksfeindlichen Herrschenden die Macht hätten. Sie haben sie nicht. Sie haben nur solange die faktische Macht, bis eine Vielzahl von Leuten sie delegitimiert. Solange der mediengenährte Glaube an sie noch mehrheitlich existiert, lähmt er den Widerstand. Daher ist dieser Glaube zu zerstören.

Wir arbeiten gerade in unzähligen Parteien, Widerstandsgruppen, Anti-Asyl-Bürgerinitiativen etc. von AfD, Pegida, Hooligans, rechtsintellektuellen Lesezirkeln, IB, Einprozent.de, nächtliche Sprüh-Aktivisten und Plakatekleber, freie Kräfte, Hogesa, Wirs sind Deutschland, Compact, dutzende nationale Musikgruppen und Liedermacher, usw....daran, den Glauben an die Macht der Volksverräter zu brechen.

Und wir sind in den letzen 15 Monaten ungeheuer erfolgreich gewesen.
Wir haben unendlich viel erreicht; jeder auf seinem Gebiet, jeder mit seinen Waffen.

Und man muss erkennen, das Macht nicht etwas objektiv-tatsächliches ist, sondern ausschließlich im GLAUBEN an die Macht existiert.
Es ist im Grunde so einfach...man muss nur selbst daran glabuen, dass man Veränderungen erzielen kann....dann gelingt es mit Fleiß, Klugheit und Aktivismus auch. Probiert es aus. Es stimmt.

Und dann haben wir die Macht, und nicht mehr die herrschenden Eliten und der Zug der Völkerzerstörung durch Massenmigration kann beeendet werden und wir werden ihn gemeinsam beeenden.
Wutbürger
20. Mai 2016 05:33
@ Andreas B.

"Jeder der jetzt nicht handelt ist ein Mit-Täter."

Bravo. Mehr ist nicht zu sagen. Aufwachen. Kämpfen! Siegen!
Monika
20. Mai 2016 07:23
Eine Woche nach dem Leichenfund versammeln sich 600 Studenten, Professoren, Kommunalpolitiker, Nachbarn und Passanten auf dem Seminarplatz. Shumei Lyu steht in der ersten Reihe. Die 22-Jährige studiert Architektur, genau wie ihre getötete Freundin.


aus:

http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/trauerfeier-in-dessau-es-gibt-erst-ruhe--wenn-der-moerder-gefunden-ist-24088214

@Andreas

Lieber Andreas,
Sie haben so recht. Mit der blöd glotzenden Gnuherde.

Welch ein Unterschied zu der chinesischen Studentengemeinschaft in Dessau.

Wo sind die Lehrer, Kommunalpolitiker, Pfarrer etc. ?
Wo bleibt etwa die spontane Zusage eines Lokalpolitikers, die Beerdigungskosten zu übernehmen, der Familie auch weiterhin zu helfen.
Niklas ' Vater ist übrigens gestorben. Der Junge war Halbwaise.
Götz Kubitschek
20. Mai 2016 10:09
badeschluß!
raus aus dem rubikon!

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