23. Juni 2016

Von der menschlichen Wärme des Willkommenskultes

von Lutz Meyer / 84 Kommentare

Lutz Meyer kommt aus der linksanarchistischen Szene, seine Themen findet er auf der Straße.

Wickiana3Vernünftige Gespräche mit Menschen, die hinter den Grund- und Glaubenssätzen der Willkommenskultur stehen, sind kaum möglich. Jeder noch so gut belegte und sachlich vorgetragene Einwand löst zuverlässig innerhalb von 10 Sekunden heftige Erregungszustände beim Gegenüber aus.



Als Andersdenkender fühlt man sich in solchen Momenten unweigerlich in der Position des  Leibhaftigen, der vom rechtschaffenen Gläubigen gerade noch rechtzeitig enttarnt wurde – und sieht schon das Tintenfass im Anflug. Ist die Willkommenskultur gar keine politische Ideologie, sondern eher ein Willkommenskult mit religiösen Zügen?

Die Willkommenskultur versteht sich selbst als modern und aufgeklärt und keineswegs als Religion. Indes weist sie viele Elemente und Strukturen auf, die man mit religiösen Überzeugungen verbindet und an Kulten beobachtet – damit ist ausdrücklich nicht gemeint, daß einige Anhänger des Willkommenskultes gleichzeitig auch Mitglieder einer der christlichen Kirchen sind.

Willkommenskultur bzw. Willkommenskult kann man im Folgenden übrigens auch durch Gender- oder Klimaideologie ersetzen, der Willkommenskult dient hier nur als ein Beispiel für einen in mancher Hinsicht neuen, in anderer Hinsicht recht vertrauten Typs von Religiosität. Wahrscheinlich braucht es zur Destruktion des Willkommenskultes mehr als nur eine kurze Aufzählung wie die folgende. Gefragt wäre vielleicht ein zeitgemäßer Feuerbach, der das Ganze systematisch angeht. Oder doch eher ein versierter Abrissunternehmer vom Range Nietzsches? Das Folgende also nur zur Verkürzung der Wartezeit auf diese kommenden Geister und als Ermutigung.

Augenfälligstes Merkmal sind die Denk- und Redeverbote, die von den Vertretern des Willkommenskultes gegen alle verhängt werden, die ihren Glauben nicht teilen. Man möchte die Diskurshoheit, obwohl man gar nicht in der Lage und auch nicht willens ist, einen Diskurs zu führen. An die Stelle des Austausches von Argumenten tritt das unbedingte, das alternativlose Bekenntnis.

Zu den Denk- und Redeverboten gesellen sich handlungsanleitende Gebote – vorgetragen im normativen Stile des „Du sollst“. Die permanente Erinnerung an diese Gebote hat rituellen Charakter und ist nicht hinterfragbar. Hier bricht der alte scholastische Universalienstreit auf – für die Anhänger des Willkommenskultes sind die leitenden Begriffswelten keine bloßen Begriffe, sondern absolute Realität („Menschlichkeit“ in Gestalt gefühliger und allgemeiner Forderungen, die fast ausschließlich zu Lasten der Allgemeinheit gehen und den Forderer selbst nichts kosten, „Flüchtling“ als prägende Fiktion des 21. Jahrhunderts, verordnete „Nächstenliebe“ bis zur Selbstaufgabe, „Solidarität“ ohne Limits und ohne solides Finanzierungsmodell, „Rassismus“ schließlich als Brandzeichen aller, die den Glauben nicht teilen usw.).

Das bedeutet: sie, die Gläubigen des Willkommenskultes, glauben daran – diese Abstraktionen sind ihre Fetische. Die Wirklichkeit hat demgegenüber keine Bedeutung. An die Stelle nüchterner Verantwortungsethik tritt dementsprechend eine eifernde Gesinnungsethik.



Drittes Merkmal ist der Drang, möglichst viele Gleichmeinende um sich zu scharen. Die Gemeinschaft der Gläubigen empfängt ihre Stärke aus der großen Zahl, die sich nicht irren kann. Die Gemeinschaft bildet ein Kollektiv, das sich selbst seiner Macht durchaus bewußt ist.

Abweichungen vom kollektiven Glauben ziehen Konsequenzen für die Abweichler nach sich – sie werden ausgeschlossen, ausgegrenzt aus der menschlichen Gemeinschaft (Toqueville-Syndrom). Als treues Mitglied der Gläubigengemeinschaft hingegen wird man mit dem guten Gewissen desjenigen belohnt, der das moralisch Richtige tut. Das hieraus entstehende Wohlgefühl macht süchtig nach mehr.

Neben dem guten Gewissen winkt dem Anhänger des Willkommenskultes etwas noch weitaus Wertvolleres – sein Dasein wird mit einer umfassenden Sinngebung belohnt. Sinnhaftigkeit ist das, was die meisten Menschen aufgrund einer weitgreifenden lebensweltlichen Entfremdung heute entbehren. Man kann sein ganzes Leben lang im Modus eines unbedeutenden Gegenwartsteilnehmers verbracht haben – doch sobald man sich zum Willkommenskult bekennt, erstrahlt das eigene Dasein plötzlich im Glanze eines weitgespannten Heiligenscheins. Man dünkt sich stark, wichtig und moralisch überlegen.

Aus diesem Grund reagieren Anhänger des Willkommenskultes auch extrem gereizt oder gar hysterisch, wenn man sich ihrem Heiligsten kritisch-analytisch nähert – man bekommt es mit einem heiligen Ernst zu tun, einem wahren Glaubensfuror, der zum mörderischen moralischen Fanatismus entarten kann – ein weiteres Wort nur noch, und der Willkommensgläubige wird sich mit Wonne der Errichtung von Scheiterhaufen widmen.

Nichts wärmt das Herz dieser Gläubigen so sehr wie ein anständiges Autodafé. Da mag man sich als Häretiker noch glücklich schätzen, wenn nur die Bücher brennen. Doch, man muss es einmal erlebt haben, wie bei einem an sich harmlosen Wort wie „Sozialmigration“ die Gesichtszüge eines zuvor als gesittet eingestuften Mitteleuropäers des 21. Jahrhunderts ins Vorzivilisatorische entgleiten – da werden Zähne gefletscht, da wird mit den Augen gerollt, da schwillt der Kamm. Man fühlt sich an erschröckliche Kannibalendarstellungen aus dem frühen 17. Jahrhundert erinnert.

In einem solchermaßen moralisch erregten Klima gedeiht auch der Typus des Denunzianten hervorragend. Seine Aufgabe ist es, regelmäßig den Brennstoff nachzuliefern, auf daß die Erregnungstemperatur noch ansteige. Er schnüffelt herum, nimmt die Witterung auf, spitzt die Ohren, gibt sich zuweilen gar als Freund aus – und eilt mit der erworbenen Erkenntnis des Unglaubens flugs zum nächsten Inquisitionsgericht. Das kann eine Zeitung sein, vielleicht auch der Arbeitgeber des Entlarvten oder im Extremfall auch die höheren Instanzen der Ordnungsmacht.

Je mehr der Glaubensfanatismus sich in Richtung Massenhysterie bewegt, desto öfter wird man den Typus des eifrigen Angebers finden. Seine Belohnung sind keine schnöden Silberlinge, sondern gesteigerte Wohlgefühle. Das macht ihn so menschlich, aber nicht unbedingt sympathisch.

Harte Sanktionen gegen Ungläubige gehören zu jedem Kult – und sei es auch nur, um die eigenen Gläubigen in der Furcht des Herrn zu halten. Auch ruft man gern zum Kreuzzug auf – heute als „Kampf gegen rechts“ ebenso oft und gern gesehen wie  der noch etwas weihevollere „Aufstand der Anständigen“. Das so erzeugte Klima der Hetze (sic!), der Bedrohung (sic!) und der Angst (sic!) ist charakteristisch für den Willkommenskult unserer Tage.



Selbstverständlich fehlt es im Willkommenskult auch nicht an einer mächtigen Priesterkaste. Von der Großen Hohepriesterin über den Kreis erleuchteter Adepten in den tonangebenden Medien, Institutionen (merke: Institutionen lassen sich von jedem Machthaber willig in die Pflicht nehmen – traue niemand den Institutionen!) und Parteien bis hinab in die Niederungen pfäffischer Gesinnung in den Lokalzeitungen, Kommunalverwaltungen, Betrieben und Nachbarschaften hat man Strukturen geschaffen, die jede altehrwürdige und in die Jahre gekommene Religionsgemeinschaft vor Neid erblassen lassen (weswegen sich diese auch so gern und bewundernd im Kielwasser der Großen Hohepriesterin bewegen).

Jeder handfeste Kult hat außerdem seine Märtyrer – die sind unantastbar und stehen ebenso für das eigene Gute wie für das abgrundtiefe Böse des Gegners. Hat man keine Märtyrer, macht man sich welche. Zur Not tun es auch solche aus der Vergangenheit. Märtyrer sind überlebenswichtig für den Willkommenskult, weil sie sein zentrales Element am Leben erhalten – den Schuldkult. Im Kern gilt dieser den vermeintlich oder tatsächlich Benachteiligten dieser Welt, solange sie nur nicht europäischer Herkunft sind. Europäisch bzw. deutsch sind fast immer nur die Täter, selten die Opfer.

Ach, und sind nicht alle Religionen irgendwie unterbelichtet? Das war doch zumindest seit Zeiten der Aufklärung stets der mehr oder minder explizite naturwissenschaftliche wie auch philosophische Vorbehalt gegen jeden Glauben.  Wie auch immer man sich persönlich dazu stellen mag – Unterbelichtetheit im Sinne einer (durchaus bewussten) Ignoranz empirischer Fakten ist unbestreitbar ein Charakteristikum des Willkommenskultes.

Bleiben noch die Rituale als weiteres Erkennungsmerkmal. Die pflegt unser Willkommenskult in Gestalt von Lichterketten, den immer gleichen Bekenntnisformeln, dem unermüdlichen Drehen der Gebetsleiern und – ach, setze doch ein jeder diese Aufzählung nach eigenem Belieben und Vermögen fort. Mich schüttelt es schon jetzt...

Am Schluss steht die denn auch nicht gänzlich unerwartete Erkenntnis, daß jeder Diskursversuch hier auf nichts als Irrationalität stößt. Man könnte es also auch gleich bleiben lassen. Im Vorgriff auf das Lutherjahr dürfen wir es mit dem ehrwürdigen Reformator halten: „Wer mit einem Scheißdreck rammelt, er gewinne oder verliere, er gehet beschissen davon.“*  - - - (Scheißdreck? Beschissen? Oh. Pardon... Liebe Ellen Kositza – darf ich um die Seife bitten? Die extra starke Sorte bitte... Danke!**)

* eh jemand nach der Quelle fragt: so zitiert bei E. Jünger „Autor und Autorschaft“, Einzelausgabe S. 49

** Kanal Schnellroda auf https://www.youtube.com/watch?v=6UkTcmDOqBA – ab Minute 2.20

Lutz Meyer kommt aus der linksanarchistischen Szene, seine Themen findet er auf der Straße.

Kommentare (84)

Fredy
23. Juni 2016 23:02
Alles richtig, teilweise neu formuliert, aber doch dieselbe Wiederkäuerei. Und wieder ein dummer Kommentar meinerseits mehr dazu.

Ich will gar keine Diskurse mehr führen. Mir genügt es zu wissen, dass wir nicht nur recht haben, sondern auch im Recht sind. Sie werden nur durch Erfahrung und Leid klug. Und das soll ihr gerechter Lohn sein.
Der_Jürgen
23. Juni 2016 23:26
Ich musste unwillkürlich schmunzeln, als ich diesen prächtig formulierten Beitrag von Lutz Meyer las. Er ist ja wahrhaftig nicht der erste, der diese Erfahrungen mit den "goodthinkers" (Orwell) macht.

Der Soziologe Robert Hepp machte dieselbe Erfahrung, als er seinen Studenten in einem Seminar dissidente Texte zu einem noch wesentlich heisseren Thema, dem berühmten Ort in Oberschlesien, vorlegte. Die Studenten reagierten auf diese Texte

"genau so elementar (auch mit vergleichbaren physiologischen Symptomen) wie Mitglieder primitiver polynesischer Stämme auf eine Tabuverletzung reagieren. Sie gerieten förmlich ausser sich und waren offenbar weder bereit noch fähig, über die dargebotenen Thesen nüchtern zu diskutieren. (...)
Eine moderne Gesellschaft reagiert auf Tabubrüche grundsätzlich nicht anders als eine primitive; sie werden als 'Frevel' oder 'Greuel' empfunden und rufen sponaten 'Abscheu' und 'Entsetzen' hervor. (...) Am Ende wird der Missetäter isoliert, von der Gesellschaft ausgeschlossen und seinerseits 'tabuisiert'."

(Robert Hepp, "Die Kampagne gegen Helmut Diwald von 1978/1979", in: Rolf-Josef Eibicht, "Helmut Diwald. Sein Vermächtnis für Deutschland", Hohenrein-Verlag, Tübingen 1994.)

Der Unterschied zwischen der unerwünschten Debatte über den Ort in Oberschlesien und der unerwünschten Debatte über die "Flüchtlinge" liegt darin, dass die allermeisten die praktischen Auswirkungen der ersten Frage auf unser Leben nicht begreifen (wollen), während die praktischen Auswirkungen der zweiten schon heute nicht mehr zu leugnen sind und in naher Zukunft gewaltig zunehmen werden.

@Fredy
hat recht: Die Leute werden nur durch Erfahrung und Leid klug. Allerdings sind die verblendeten Multikulti-Apostel ja meist nicht sonderlich arm und werden die Segnungen der Flut sehr viel später am eigenen Leibe erfahren als eine hilflose alte Frau, die noch putzen gehen muss, weil die Rente nicht zum Leben reicht und nicht erhöht wird, da das Geld ja für die Kulturbereicherer gebraucht wird. Fredys "gerechten Lohn" bekommen also die Falschen.
Trouver
24. Juni 2016 00:32
Wohlgemerkt - jenes Recht auf freie Niederlassung in Deutschland billigin die - von mir aus ,als Sammelbegriff - die Gruenen nur, aussschliesslich und strengdezidiert den nicht weissen Menschen.

Den, sag ich mal, Russen lassen die Gruenen keine freie Einfahrt.

Die Gruenen wollen keine noch mehr Weissen da. Fakt.

Denen geht es um Durchrassung.

Das ist Ziel und da ist Schluss.
Dirk Ahlbrecht
24. Juni 2016 01:50
@Fredy

Nur löhnen wir wohl unerfreulicherweise mit, lieber Fredy. Ich mag nicht für die diesbezüglich Dummen und Einfältigen zahlen.
Laokoon
24. Juni 2016 02:05
Einer der wichtigsten zivilreligiösen Punkte fehlt: Der Gedanke bzgl. Schuld und Sühne inklusive der Selbstkasteiung!

Und natürlich: Der Ablass! Spende gegen Seelenheil. "Sobald der Gülden im Becken klingt im huy die Seel im Himmel springt"

Meyer: Nö, fehlt nicht. Ist, wenn auch nur kurz, da. 3. Seite, 2. Absatz ;-)
Eveline
24. Juni 2016 07:27
Es wird nicht sauber definiert, wie in der Mathematik, was ist eine Primzahl?
https://de.wikipedia.org/wiki/Primzahl

Es sind irrationale (Schuld) Gefühle an der Einwanderung fremder Kulturen gebunden, darum gibt es gesellschaftlich keine Einigung, es kann einfach nicht sauber definiert werden, was bedeutet Einwanderung.
Das lassen die irregeleiteten Gefühle nicht zu. Diese Schuldgefühle stehen wie ein Torwächter vor der Einfahrt Vernunft.
Darum spenden die Deutschen auch so gerne und viel.

das Video mit Frauke Petry und der Fragestellung deutscher Abiturientin über die CO2 "Vergiftung" der Erde, zeigt es einfach und macht es peinlich deutlich, wie die Gefühle der Kinder ausgenutzt werden.
Den Lehrern möge ein Licht aufgehen.

Chemie ist keine Gesellschaftskunde. Würde was relativ einfach ist, das CO2 so definiert worden sein - im Unterricht - wie die Primzahl, hätten sich die Schüler diese Peinlichkeit schenken können.

Ich stelle mir gerade vor, Preußen zu definieren, 5 markige Sätze die jeder unterschreiben könnte.... nicht möglich.
Großstadtpauker
24. Juni 2016 08:06
seit 5:45 verliert das EU System . Farage gewinnt ; Le Pen wird 2017 siegen .

Km 1 auf der Straße des Sieges , bereitet Euch auf eine Zeitenwende vor.

Die (((Kapitalmärkte))) brechen ein - und das ist gut so .

Meyer: Mon Dieu bzw. OMG... "Bereitet euch auf die Zeitenwende vor" - klingt nun auch schon wieder etwa arg religiös... Zeitenwende, Paradies auf Erden, Entrückung... Aber gut. Dieses eine Mal erteile ich Ihnen die Absolution.
Winston Smith 78699
24. Juni 2016 08:21
1)
An die Stelle nüchterner Verantwortungsethik tritt dementsprechend eine eifernde Gesinnungsethik.


So macht der etwas mehrdeutige Satz aber eventuell, je nach Lesart, ein paar Aussagen, die vielleicht nicht gemeint sind: Utilitarismus ist nüchtern, Gesinnungsethik eifernd.

"An die Stelle nüchterner Verantwortungsethik (nicht der oft psychopathischen, oft zweckdienlich als Rechtfertigung instrumentalisierten Spielart des kalten Utilitarismus) tritt dementsprechend eine eifernde, selbst wiederum zu Zwecken instrumentalisierte (und somit aus ihrem eigenen Prinzip hinauspervertierte, paradoxe) Entartung der Gesinnungsethik ."

2) Der Beschreibung nach könnte dieses Buch über neue religiöse Bewegungen und Gewalt zumindest Quellen und Beobachtungen beitragen.

3) Das "Hasenherz" @Der Gutmensch hat von mir noch eine Frage erhalten wegen ein paar Kapiteln aus dem Hasenbuch "Watership Down". Die dortige Darstellung der Eloi als zu einem bestimmten Zweck religiös ideologisierte Opfergemeinschaft eröffnet ein paar Anschlußfragen, etwa wer hier eigentlich gerade wen ausnützt oder in eine Falle lockt.
Der_Jürgen
24. Juni 2016 08:29
1) Preussen war die Geburtsstätte des deutschen Militarismus, der so unsägliches Leid über die Welt gebracht hat.
2) Preussen züchtete mit seiner militärischen Disziplin, die auf unbedingtem Gehorsam beruhte, jeden Kadavergehorsam heran, ohne den das schauerlichste Verbrechen der Menschheitsgeschichte, das ohne willige Vollstrecker nicht begangen werden konnte, nicht möglich gewesen wäre.
3) Preussen betrieb mit seinem Nationalismus eine Politik der rassistischen Ausgrenzung Fremder und ist deshalb noch heute bei jenen Ewiggestrigen, die der kruden Idee von den "völkischen Exklusivität" huldigen, hoch angesehen.
4) Preussen stellte homosexuelle Beziehungen zwischen Männern unter Strafe und war somit ein Paradebeispiel jener menschenverachtenden Homophobie, die noch heute besonders in Deutschland schaurige Orgien feiert und die Menschen nach ihrer sexuellen Orientierung beurteilt.
5) Preussen wurde nach der Befreiung Deutschlands vom Nazifaschismus zwar aufgelöst, doch ist stete Wachsamkeit gegenüber
Winston Smith 78699
24. Juni 2016 08:32
Ausbessern S. 3: Jeder handfeste Kult ;)
Meyer: Danke - schon geschehen :-)
Der_Jürgen
24. Juni 2016 08:32
(Schluss des letzten Kommentars, der durch ein Computerproblem zu früh abging.)

... dem preussischen Ungeist weiterhin am Platz, denn: Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.

So, liebe Eveline, da haben Sie die fünf markigen Sätze, in denen Preussen definiert wird. Es ist also doch möglich. Diese fünf Sätze unterschreibt jeder - sofern er politisch korrekt denkt.
Hartwig aus LG8
24. Juni 2016 09:06
Man sollte diese Thematik durchaus auch geschlechtsspezifisch betrachten.
Rein biologisch ist es wohl nicht die Aufgabe von Frauen, die eigene Gruppe (hier das Volk) homogen zu halten. Möglicherweise fällt Frauen sogar die gegensätzliche Funktion zu, was gar nicht zu kritisieren ist und (ebenfalls biologisch) seinen Sinn hatte und hat.
Dieses weibliche Element klein zu halten und Fremde(s) fernzuhalten ist eine männliche Domäne. Wer das nicht kann (und im Moment können wir es alle nicht), sei entschuldigt oder auch nicht. Aber wer es als Mann nicht wenigstens ablehnt, dass das eigene Land von Schwarzafrikanern und Arabern besiedelt wird, der stellt sich außerhalb jeder Diskussion. Da gibt es nichts mehr zu sagen. Kein Berührungspunkt.
marodeur
24. Juni 2016 09:54
Je länger man über diese treffende Analyse nachdenkt, umso mehr Indizien finden sich für den beschriebenen "Willkommenkult". Man erinnere sich an die täglichen Litaneien im ÖR. Nachrichten und Reportagen werden den immer gleichen vorgefertigten Gedankensingsang gewürzt, der dann unablässig durch die Jünger nachgemurmelt werden müssen. Vor nicht allzu langer Zeit hat mir das häufig einen Schauer über den Rücken gejagt, wenn ein guter Freund oder Kollege plötzlich so einen kindischen Psalm absonderte, ala "Einfach Lösungen sind schlecht", "Der Euro sichert den Frieden" oder "Angst ist ein schlechter Ratgeber".
Typischerweise endet ein Massenkult durch die fundamentale Erschütterung des Glaubens oder in Raserei und Fanatismus. In letzterem Fall wären Isolation und Denunziation von Ungläubigen nur der Anfang. Der Glaube muss mit immer größeren Opfern und weiterer Entsagung gefestigt werden. Im "Feuer der Eitelkeiten" brennen dann unser Errungenschaften und Kulturgüter.
Gustav Grambauer
24. Juni 2016 10:04
Die Willkommenskultur - wie bereits die 68er-Bewegung - wurzelt doch tatsächlich in einer Religion: im Wassermann-Kult bzw. im New Age, deren Gott Luzifer ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wassermannzeitalter
https://de.wikipedia.org/wiki/New_Age

Ist das denn so schwer zu verstehen? Ich habe das doch hier unzählige Male ausgeführt und auch von den verschiedensten Gesichtspunkten her begründet - ohne die geringste Resonanz, obwohl es doch "ins Auge sticht" (sic!)

Ich habe auch immer wieder gesagt, daß ohne das Wissen um diesen Hintergrund niemand für die Neuauflage dieses Kultes, die gerade vorbereitet wird und die eine heute noch für die meisten unvorstellbare Überrumpelung darstellen wird, gewappnet ist. Unsere gesamte Zivilisation wird überrumpelt werden, und dabei rede ich nicht von äußerlichen Spielereien wie Blue-Beam. u. dgl. sondern von realen okkulten Manipulationen:

http://trans-information.net/eine-70-jahre-alte-prophezeiung-beschreibt-die-heute-stattfindenden-und-die-kommenden-veraenderungen/

Die damaligen "Gurus" haben ihre "Sheelas" stundenweise in die Ekstase gebracht, sie aber grundsätzlich in ihren Blockaden und Verstrickungen hängenlassen. Das wird diesmal anders sein. Habe mich gerade im Freundeskreis, es betrifft das Kind eines Freundes, damit auseinanderzusetzen, was da an ersten zarten Wellen eines Tsunami auf uns zurollt, der jeden Osho oder Sai Baba als Zwerg dastehen lassen wird (ab 6:25):

https://www.youtube.com/watch?v=glalYs5mUR0

***

Eveline, Der_Jürgen

Empfehle mal einen Besuch von Bödeckers Preußen-Museum

http://www.brandenburg-preussen-museum.de/willkommen.html

und bei der Gelegenheit des Dorfes, in dem es liegt, Wustrau: ein heute noch vitales preußisches Musterdorf. Auch ein Besuch auf dem Friedhof beim alten Ziethen

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Joachim_von_Zieten

sollte eingeplant werden.

- G. G.
Eveline
24. Juni 2016 10:24
@Jürgen

Lieber Jürgen, Sie sind im süddeutschem Raum beheimatet?
Geschichte ist viel vielschichtiger.

Kann ja auch sein, das die preußischen Tugenden, wie Fleiß und Pünktlichkeit und Strukturgeber , die auf diesen preußischen Menschen schlag passen von gewissen Hintergrundmächten gekapert worden sind.

So wie wir Menschen von den Bienen den Honig stehlen und Zuckerwasser dafür hinstellen.

Nein, ich bin Preuße, das unterschreibe ich nicht.
Aber vielleicht paßt es mal ausführlicher.
Der_Jürgen
24. Juni 2016 10:31
@Hartwig aus LG8

Sie wollen "das weibliche Element kleinhalten". Ich empfinde diese Formulierung als Ungehörigkeit gegenüber Frauen wie Ellen Kositza, Tatjana Festerling und den vielen tollen Mädchen bei den Identitären, Pegida und anderen heimattreuen Organisationen.

Volle Zustimmung natürlich zu Ihren letzten drei Sätzen.
Petrus Urinus Minor
24. Juni 2016 10:46
@Der Jürgen

Ich glaube, Hartwig aus LG8 meinte: "Dieses SPEZIFISCHE Element kleinzuhalten (...)".

Ich persönlich schätze den Begriff "einhegen" mehr. Die Bestiennatur des Menschen ist unveränderlich. Männer und Frauen haben jeweils ihre speziellen, durchaus negativen Grundantriebe. Eine Menge davon. Es ist die Aufgabe an jeden selbst, aber ganz besonders auch der Zivilisation als Gemeinschaft verstanden, diese einzuhegen und im Zweifel positiv umzulenken. Deswegen bauen Männer so gerne Mondraketen, Wolkenkratzer und zum Himmel ragende Statuen, anstatt grunzend ihre Konkurrenten totzuknüppeln (Kleiner freudianischer Scherz am Rande).

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es sich bei dem seit etwa 1970 (und seit 1990-2000 auf totalitären und genozidalen Hochtouren) laufenden Eliteprojekt um eine absolute Entzivilisierung und Brachialdarvinismen handelt. Insofern vermag ich auch nicht das Hohelied des "gelobt sei was hart macht" der Konservativen mitzugrunzen.

Bemäntelt ist das ganze mit der Emanzipations- und Kuschellüge, die die "Linke" seit 68 im Teufelspakt gläubig hinterherbetet. Tatsächlich ist bei den meisten Linken dahinter aber etwas äußerst primitives versteckt: Der Wunsch, Überlegen zu sein. Zu demütigen. Den Nazi, aber eigentlich auch das arme Negerlein - denn diese Leute wollen keine sich auf ihre eigene Art entwickelnden freien Völker, sondern Mündel!

Insofern ist das laufende Elitenprojekt tatsächlich "rechtsradikal", so verstanden als als absolute Freude an der Unterjochung des Schwachen.
Der_Jürgen
24. Juni 2016 10:50
@Eveline

Grosser Gott, haben Sie denn nicht gemerkt, dass das eine Parodie auf die Phraseologie der Gutmenschen war???
philos
24. Juni 2016 12:12
War es Herr Kubitschek, oder waren gar Sie es, Herr Meyer, der in einem früheren Artikel einmal die Beschreibung dieses Charakters vorgenommen hat, der, nach einem sinnentleerten Konsumdasein voll Fettlebe, nun kurz vor oder bereits im Rentenalter seine kinderlose Existenz an der leuchtenden Flamme endlosen Gutseins wärmt?

Genau das, einschließlich aller von Ihnen beschrieben Begleiterscheinungen, erlebe ich gerade in meinem weiteren Umkreis. Es ist witzig, diese Leute gleichzeitig in geradezu bösartiger Weise über Religion reden zu hören, merken sie doch gar nicht, welcher Eifer sie befallen hat. Mein Lachen ist indes recht bitter. Man könnte verrückt werden.
Exmeyer
24. Juni 2016 12:39
@ Lutz Meyer: Ausnahmsweise mal Widerspruch zum Folgenden: "Ist die Willkommenskultur gar keine politische Ideologie, sondern eher ein Willkommenskult mit religiösen Zügen?"

Nein, es ist die pure FEIGHEIT. Zu feige, sich zu wehren, zu feige, sich nicht zu unterwerfen.

Allerdings sind dennoch alle Ihre Beobachtungen zutreffend. Feigheit als Religion? Nachkriegsreligion.
Heinrich Brück
24. Juni 2016 12:53
Wer führt eigentlich in diesem Land? Legitim?

Denken diese Willkommenskulturlinge an die Zukunft?
Hat die Demokratie eine Zukunft?
Unsicherheit allenthalben.
Wie verhält sich diese pervertierte Religiosität zu Darwin? Vielleicht erleben diese Leute ihre eigene Weltbeglückungsphantasie, durch einen geschaffenen Minderwertigkeitskomplex in der Vergangenheit, als Selbsterhöhung in der Bevorzugung der Unzulänglichkeit der Anderen.

Der Sinn der BRD war auf Demokratisierung des deutschen Volkes, vor der bedingungslosen Kapitulationsunterzeichnung, vorhergeplant.
Die Richtung war klar. Kein Waffenstillstand bis zur Unterwerfung. Danach kein Friedensvertrag. Ein Gebilde ohne ausgebildetes eigenes Immunsystem.

Klein Siegfried will aber im Drachenblut baden. Er will die Geschichte mit dem Lindenblatt seiner Kriemhild anvertrauen, und sie ihn rächen!
Also muß ein Drache abgemurkst werden. (Die Lügenpresse wäre so ein Drache.)
Die Deutschen sind zu intelligent für die Demokratie. Deshalb ist mein Vertrauen unerschütterlich.

@ Gustav Grambauer
Knapp drei Minuten des Videos geschafft. Die Frau ist komplett irre. - Veränderungen in Richtung Irresein, und es kommt noch schlimmer?
Eine Definition, ein gemeinsamer Nenner, gelingt hier nicht. Diese ganzen Scheißopfer mit ihren Schmerzkörpern, stehen doch in der Nahrungskette ganz unten!
Sie müssen hier noch mehr erklären; warum eine Erklärung etwas bringen soll zuhöchst.
Diese Esoteriker wollen die Aggression aus der Welt schaffen?
KW
24. Juni 2016 13:10
Die Idioten der Willkommenskultur hätten lernen können durch eigene Logik, daß verschiedene Kulturen auf engem Raum keine friedliche Chance haben), durch Lesen (Pirincci), und jetzt bleibt nur noch durch Leid (angemacht, beraubt, bestohlen oder betrogen) zu werden. Das dritte wünsche ich mir sehr für die letzten der Narren.
Trouver
24. Juni 2016 13:37
Bemäntelt ist das ganze mit der Emanzipations- und Kuschellüge, die die „Linke“ seit 68 im Teufelspakt gläubig hinterherbetet. Tatsächlich ist bei den meisten Linken dahinter aber etwas äußerst primitives versteckt: Der Wunsch, Überlegen zu sein. Zu demütigen. Den Nazi, aber eigentlich auch das arme Negerlein – denn diese Leute wollen keine sich auf ihre eigene Art entwickelnden freien Völker, sondern Mündel!


Linke vor 1968.
Eveline
24. Juni 2016 13:38
@Jürgen

Na gut , jetzt ja.

Aber Herrn Grambauers Reisehinweis ist es doch wert.
Und nicht nur das, sondern gestern fragte er geschickt, warum wir nicht mehr unter dem Heiligen Graal geschützt werden ....

Um heute festzustellen oder wohl schon länger, das Luzifer die Strippen zieht...das bunte leblose Tollhaus NWO.
Coon
24. Juni 2016 13:39
Der J.
1) Preussen war...

Echt jetzt?
Rumpelstilzchen
24. Juni 2016 13:39
Oftmals paaret im Gemüte,
Dummheit sich mit Herzensgüte,
während höh're Geistesgaben
meistens böse Menschen haben.


Wilhelm Busch
Gustav Grambauer
24. Juni 2016 13:51
Heinrich Brück

So wie Sie über die Dame in dem Film reden haben bzw. hätten die Deutschen, und sogar in ihrer großen Mehrheit, Mitte der sechziger Jahre noch über Cohn-Bendit oder Jockel Fischer geredet.

Und dann hat sich ganz schnell die Nahrungskette um 180 Grad umgekehrt ...

Die meisten ahnen noch gar nicht, was z. B. mit dem "bedingungslosen Grundeinkommen" eigentlich geplant ist.

- G. G.
Petrus Urinus Minor
24. Juni 2016 13:56
@Exmeyer

Ausnahmsweise mal keine Zustimmung (nachdem das mit der sozialen Gemeinschaft geklärt ist).

FEIGHEIT ist eine anthropologische Konstante. Genaugenommen ist der Trieb, einen Platz in der Hackordnung zu haben der stärkste Trieb überhaupt, noch vor dem Sexual- oder dem Überlebenstrieb. In sich sogar logisch - es ist evolutionsbiologisch die Grundvoraussetzung, einen Hackordnungsplatz zu haben, um überhaupt eine Chance zu haben, die anderen Bedürfnisse zu befriedigen.

Dies nutzt der angloamerikanische (= calvinistische = alttestamentarische) Kapitalismus auf eine perfide Weise aus. Es gehört zu den Grundbedingungen, angeblich (doppelt gemeint) selbst in der Hölle persönlich super klarzukommen. Überlegenheitshabitus = nicht am Ende der Hackordnung = Chance mitzuspielen.

Sie empfinden dies offenbar anders. Ich ebenfalls. So bin ich halt nicht gepolt. Aber manchmal verzweifele ich daran. Sie scheinen dagegen ein vollkommen ungebrochenes Selbstbewusstsein zu haben, wozu ich sie ehrlich! beglückwünsche und ein wenig beneide.

Dass die Feigheit eine menschliche Grundkonstante ist, ändert nichts daran, dass ich häufig meine Mitmenschen tief verachte. Feiglinge, ja!

Dass ich mir eine andere Gemeinschaftsgestaltung wünsche und meine, dass diese in Ansätzen schon einmal besser verwirklicht war, ist somit auch Eigeninteresse. Na und?
Petrus Urinus Minor
24. Juni 2016 13:59
@Exmeyer

Ergänzung:
Mit "wehren" hat das aber wenig zu tun. Es entspricht unter den herrschenden Bedingungen sehr wohl dem egoistischen Trieb, mitzulaufen. Deswegen ist es auch vollkommen unmöglich, einen anderen mit rationellen Argumenten von etwas zu überzeugen, wenn er bisher einen sozialen Vorteil von seinem bisherigen Standpunkt gehabt hat - oder ihm ein sozialer Nachteil drohte.
Großstadtpauker
24. Juni 2016 14:32
ich diskriminiere jeden Tag . Unbegabte Kinder mit Hintergrund müssen eben gehen - ganz einfach .

Selbstverständlich gestatte ich weder meiner Frau noch meinen Kindern den Umgang mit Hintergründlern - selbst das Gespräch mit dem Hintergrundpaketboten ist bei Strafandrohung verboten .

Meine Familie hat verstanden .
Gegendarstellung.
24. Juni 2016 14:50
@ Großstadtpauker

"Die (((Kapitalmärkte))) brechen ein – und das ist gut so."

Nicht "die" Kapitalmärkte brechen ein: die Aktienmärkte verlieren ein paar Prozent, dafür gewinnen die Renten. Und wer heute zu Börsenbeginn DAX-Calls gekauft hat, der erfreut sich bereits jetzt eines recht netten Gewinns. Soll das der Einbruch sein, der die Zeitenwende einleitet? Ich bitte Sie!

Vielleicht bezieht sich Ihr Jubel aber auch darauf, daß Sie gestern abend – mutig einen Brexit antizipierend – den DAX short und den Bund-Future long gegangen sind und die Positionen heute mittag geschlossen haben? Dann stellen Sie schon mal den Champagner kalt. Ich gratuliere!
Heinrich Brück
24. Juni 2016 15:24
@ Gustav Grambauer
Bin katholisch vorbelastet. Ich brauche meine Schmerzkörper.
Die Dame ist sympathisch; wenngleich so ein Barbar wie meine Wenigkeit, der ihr gewiß in keinster Weise im Wege stehen würde, mit diesem fremdsprachlichen Glauben nichts anzufangen weiß.
Noch so ein Exemplar:
https://www.youtube.com/watch?v=IRzqhVzFnpM Wenigstens witzig.
Dirk Ahlbrecht
24. Juni 2016 15:36
@Großstadtpauker

Ich bin fast ein wenig enttäuscht nicht durch Ihre Erziehungsschule gegangen zu sein. Solche "Erziehung" vorausgesetzt wäre ich als junger Mensch mit Ihnen Schlitten gefahren.

Denn 1. ist der Paketbote nun einmal da und wird entsprechend mit Respekt behandelt.

Und 2. ist der Paketbote einzig deshalb da, weil "wir" dies zulassen. Und weshalb dies nicht das Problem des Paketboten ist. Beschwerden sind an anderer Stelle anzubringen.

Und auch dann, wenn wir uns 3. von dem einen oder anderen Boten möglicherweise werden trennen müssen, dann mit entsprechend gebotenen Anstand.
Nero
24. Juni 2016 15:58
@ Hartwig aus LG8

Rein biologisch ist es wohl nicht die Aufgabe von Frauen, die eigene Gruppe (hier das Volk) homogen zu halten. Möglicherweise fällt Frauen sogar die gegensätzliche Funktion zu, was gar nicht zu kritisieren ist und (ebenfalls biologisch) seinen Sinn hatte und hat.


Wat? Wie kommen Sie denn auf sowas?
Beide Geschlechter haben da ihre Aufgaben. Männer sollen wieder Männer werden und hatten in der Vergangenheit da versagt.
Nicht umsonst gibt es eine Wegkarte wie ,,Der Weg der Männer''.
Hätte es da keinen Bedarf gegeben, wäre es nicht so ein Erfolg geworden. Wie übrigens auch viele andere Bereiche der Manosphere.

Und was Frauen angeht, ist es so schwer die Beine zusammen zu halten? Ich will nicht wieder davon anfangen, weil es mich auch selber sehr mitnimmt...
Aus dem erweiterten Bekanntenkreis ist eine geschwängert worden. Von einem Afghanen...
Wenn irgendjemand so etwas verhindern kann, dann nur die Frauen.
Was sollen Männer da denn machen? Den Urlaub verbieten? Ständig stalken? Und beim leisesten Verdacht sofort den Konkurrenten niederstechen?

Da lob ich mir den Großstadtpauker: Klare Kante.
Der Gutmensch
24. Juni 2016 15:59
Lieber Winston,

gestern habe ich auf den BREXIT einen HP geschaut und mich ein wenig gegruselt ... im Vorgriff darauf hatte ich wohl entsprechend assoziiert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hasenherz_(Roman) - hab ich auch irgendwann mal gelesen, ist aber Ewigkeiten her.

Den Bambi-Nachfolger habe ich (wie das andere Hasenbuch) weder gelesen, noch habe ich ihn da. Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich auch ins Bambi-Original nun erstmalig reinsehen habe; meinem Kind hatte ich es zwar gekauft, aber es hat sich der Lektüre wegen Kitschverdacht energisch verweigert. Aber ich freue mich, dass ich es nun besser weiß und werde einen zweiten Angriff unternehmen.

So, Ende OT: Ich weiß nicht, ob die Metapher mit den Eloi und den Morlocks so recht passt. Wir haben es bei den "Gutis" mitnichten mit Eloi zu tun, sondern vielmehr mit waschechten Morlocks in Gestalt von Eloi. Das sind keine harmlosen Cargo-Kultis. Die haben immer ganz klar Macht ausgeübt (oder bei den Mächtigen geschranzt) und das ist eben immer ein gefährliches Spiel. Mag sein, sie stürzen nun in ihre eigene Grube - ihr Mojo lässt nach und sie wollen es nicht einsehen. Aber die Hände muss sich dabei wohl keiner mehr so richtig dreckig machen und "Schuld" wird daran auch keiner haben.

d. G.
Rucki
24. Juni 2016 16:08
Der sog. "Flüchtling" ist für die Priesterkaste der Systemkirchen eine Eigenkreation aus Winnetou und Jesus Christus (an den sie sowieso meist nicht glauben).

Erlösung von der Erbschuld des weissen Mannes (an die Glauben sie fest)findet durch Genmischung der weissen Frau, mit den Genen der edlen Wilden statt, alles andere wäre Inzucht (Erbschuld). Der Rest erfolgt durch Austausch.

Der weisse schuldige Mann wird zum Protestunten umgeschwult. (Pirincci)

Die Erbschuld des weissen Mannes besteht letztlich, (neben der Deutschen Spezialschuld), darin, mit dem technischen Fortschritt die heilige Natur und das Klima zerstört zu haben, was mit edlen Wilden nie passiert wäre. (Da stimme ich zu) Die Rückgewinnung des Paradieses wird durch Aufstellung sakraler Ökobauten wie Windräder und Solarfelder sowie Mülltrennung herbeigeführt. (Protestunten boten bei uns letztes Jahr eine Klimawallfahrt nach Paris an.)

Das dürfte so im groben und ganzen die Leitideologie der protestuntischen Systemkirche sein, die ich letztes Jahr verlassen habe.
Bei den Katholen wird jetzt auch das Wölkikuckuksheim gepredigt.

Die politische Umsetzung dieser Religion geschieht durch die protestuntische Hoheprieserter_IN Angela (Engel) Merkel die Erleuchtete.

Seit der ach so tollen Aufklärung wird mit dem Zurückdrängen der christlichen Botschaft die Politik immer religöser bis hin zum Wahn.
Die inter- und nationalen Sozialismen sowie der heutige one world Globalismus sind eindeutig, wie im Artikel lang beschrieben (Ersatz)religiöser Natur.
Petrus Urinus Minor
24. Juni 2016 16:10
@Dirk Ahlbrecht
Nur eine kurze Anmerkung:

Der Paketbote ist nicht einzig da, weil „wir“ das zulassen.
Der Paketbote ist da, weil DIE das so wollen!

Reinigen Sie sich von diesem verfluchten „wir“.
Lernt endlich, nach oben zu hassen!
Es hilft, Sie werden sehen.
Treverer
24. Juni 2016 16:12
Da die Willkommenskultur eine säkulare Religion ist, wird es ihr nicht erspart bleiben, auch von ihren Anhängern, irgendwann an ihren irdischen Resultaten gemessen zu werden - wie jede totalitäre Ideologie, die sich als (säkulare) Religion verkleidet.
Wer von denen, die sich in Menschenketten die Hand reichen, mag sich in einer Gruppe junger, männlicher "Südländer" an der S-Bahnhaltestelle wohlfühlen ? Um nur eines von vielen Resultaten zu nennen...
Nero
24. Juni 2016 16:30
@ Dirk Ahlbrecht

Und 2. ist der Paketbote einzig deshalb da, weil „wir“ dies zulassen. Und weshalb dies nicht das Problem des Paketboten ist. Beschwerden sind an anderer Stelle anzubringen.


Der ,,Paketbote'' nicht der Globalstratege der im Hintergrund die Fäden zieht, schon klar. Nur ohne ihn ginge es nicht. Diese Leute stellen den operativen Part dar.
Und natürlich ist es das Problem des ,,Paketboten''. Er ist unerwünscht.
Also wenn das nicht sein Problem sein soll, was denn dann?
Beschwerden sind AUCH an anderer Stelle anzubringen. So würde es passen. Aber Ahlbrecht, glauben Sie im Ernst wir wüssten das nicht? Deswegen braucht man den Landnehmern noch lange nicht das Feld überlassen.

Sie werfen dem Großstadtpauker genau das vor, was Sie selbst fordern: Der Pauker will ihn nicht da haben und er leitet eben Maßnahmen ein. Nach seinen Möglichkeiten. Unser Großstadtpauker lässt es eben NICHT zu. Ich wüsste auch nicht was daran unanständig oder respektlos wäre. Ihre Worte erinnern mich zu sehr an moralisch geprägten Politikersprech, ,,Aufstand der Anständigen''...
Wir werden hier von Soldaten besetzt die keine Uniform und keine Waffe tragen. Wir werden mit erhobenen Händen ausgeraubt und unsere Gesellschaft wird durch feindliche Brückenköpfe, ganz legal, politisch von innen übernommen. Und genau dabei spielen unsere ,,Paketboten'' eine zentrale Rolle.
Intelligenzquotient
24. Juni 2016 17:25
@ Großstadtpauker

Volle Zustimmung!!!

Jeden Kontakt meiden & diesen Personen in jeder Situation zeigen, dass sie hier nicht wollkommen sind.

Ich hoffe, es verstehen bald noch mehr Menschen in diesem Land!
Hartwig aus LG8
24. Juni 2016 18:44
@ Nero, und auch @Der_Jürgen

Sie verstehen mich gründlich falsch und legen mich viel zu emotional aus.
Die Dinge sind so wie sie sind. Und innerhalb allseits benachbarter Gruppen ist es Aufgabe der Männer, die Fremdlinge abzuwehren. Von Frauen (und hier ist nicht irgendeine Einzelne und schon gar nicht die Ihre gemeint) sollte man diesbezüglich nicht viel erwarten. Wenn sie's dennoch tun, umso besser. Aber das Willkommen gegenüber Fremden kommt in aller Regel nicht von Männern, sondern ist eher Natur der Frau. Ganz pauschal. Und evoilutionsgeschichtlich, ich ganz als Laie sprechend, hat diese Ausprägung ihre Funktion.
Man müsste einen weiten Bogen schlagen, denn die Willkommenskultur hierzulande ist mitnichten auf frauliches Naturell zurückzuführen; aber ein kaltes Bier ist eingeschenkt, Freitag abend, 30 Grad. Das wird jetzt nix mehr.
Dirk Ahlbrecht
24. Juni 2016 18:50
@Nero

Zunächst einmal: Mit dem sog. "Aufstand der Anständigen" habe ich rein gar nichts am Hut. Unter Anstand verstehe ich, der im wesentlichen von seiner kaisertreuen Großmutter geprägt wurde, etwas gänzlich anderes. Soviel vielleicht dazu.

Und ansonsten operieren wir ja nicht im luftleeren Raum. Eine Haltung des "mit dem Rede ich erst gar nicht" mag hier ja noch mehrheitsfähig sein. Aber eine solche Haltung im täglichen Leben zu zeigen, empfinden die allermeisten Menschen (also jene Bürger, die wir für die Sache Deutschlands gewinnen wollen) wohl eher als wenig souverän.

Als bspw. Putins sog. "Nachtwölfe" vor nicht allzu langer Zeit quer durch Deutschland gegurkt sind, da hat Götz Kubitschek dies mit Blick auf die vielen Jubelperser (insbesondere jener bei PEGIDA), die dieses Verhalten der "Wölfe" ganz in Ordnung fanden, völlig zu Recht kritisiert.

Denn wer wirklich souverän im besten Sinne ist, der lässt nicht irgendwelche Leute in seinem Vorgarten herumfahren. Und da ist es ganz egal, aus welcher Himmelsrichtung diese Leute auch immer kommen mögen.

Und genau darum geht es: Wir sind wir. Wir sind nicht USA und auch nicht Russland. Wir entscheiden, wer, wenn denn überhaupt, bei uns mitmachen darf. Und das kann im Zweifelsfrei auch der genannte Paketbote sein.

Ihr Globalstratege, lieber Nero, hat lediglich die diesbezüglich herrschende Indifferenz dem eigenen Selbstverständnis gegenüber erkannt; und nutzt diese gnadenlos und seinem globalen Sinne nach aus.

Und wenn er clever ist, dann wird er diese Karte ("Ich spreche nicht mit dem Paketboten!") noch lange spielen. Nicht Ihnen gegenüber. Dies braucht es gar nicht. Sondern jenen gegenüber, die eine solche Haltung als unsouverän empfinden. Und die Angst haben sich mit Leuten gemein zu machen, die nicht mal den eigenen Paketboten grüßen wollen.
Nemo Obligatur
24. Juni 2016 19:27
Ihre kritische Position in Ehren, Herr Meyer, aber das rechte Lager ist auch nicht besser. Sie müssen nur mal sehen, wie angepi**t hier mancher reagiert, wenn Sie in Zweifel ziehen, dass Hitler den Krieg begonnen hat und dergleichen. Da werden auch keine Argumente ausgetauscht, da wird gerne einfach mal draufgehauen. Das ist wohl eine Mentalitätsfrage bzw. eine Frage des intellektuellen Horizonts.

Zu Studienzeiten hatte ich einen Komilitonen, der war Sozi und auch in der SPD noch linksflügelig, aber man konnte mit ihm einwandfrei über Politik diskutieren (ich bin damals Schritt für Schritt nach rechts gewandert). Er ließ andere Meinungen gelten, bemühte sich aber, sie zu entkräften. Manchmal gelang es, manchmal eben nicht. So sollte es eigentlich sein. Habe ihn dann leider aus den Augen verloren...
Schopi
24. Juni 2016 20:38
...denn die Willkommenskultur hierzulande ist mitnichten auf frauliches Naturell zurückzuführen...


Ina Deter "Neue Männer braucht das Land" - wurde ja dann schon Anfang der 80er besungen...
Karl Blomquist
24. Juni 2016 21:11
Es ist ganz und gar nicht egal
ob der Bürger nur meint, dass Merkel dumm, naiv oder bösartig ist.
Oder ob er, wie die Österreicher, weiß, dass sie im Auftrag der USA handelt.

Im ersten Fall wird die Raute durch ein freundliches Gesicht, durch eine Weinkönigin oder jemanden aus der Bettvorlegerpartei CSU, ausgetauscht, und die Flutung geht weiter.

Im zweiten Fall muss entweder die Politik geändert werden, oder die Kolonialmacht USA selbst in Erscheinung treten. Womit die Maske fällt und die Reibungsverluste beginnen.

Und siehe da: Der Kolonialherr schaltet sich persönlich ein
Bild: "Briten stimmen für Brexit
Jetzt schaltet sich Obama ein"
niekisch
24. Juni 2016 22:22
"das rechte Lager ist auch nicht besser"

@ Nemo Obligatur: Ja, das kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen. In der inquisitorischen Abgrenzung anderen gegenüber und untereinander sind die "Rechten" genauso schlimm, wenn nicht noch schlimmer als jeder Willkommenskulturler. Wenn letztere Menschenketten bilden, dann beteiligen sich mindestens 100 Organisationen, während die ersteren nicht einmal 2 Organisationen unter einen Hut bringen.

Schrecklichstes Beispiel: die AfD.

Die beste Medizin: herzgeleiteter Kampf unter einem Mythos statt bloßer Politik aus Vernunfterwägungen.
WederNoch
25. Juni 2016 00:30
Zu diskutieren erreicht und überzeugt wirkliche Gläubige nicht. ABER, wir sollten uns vor einem "Diskussion mit xy ist sinnlos" hüten. Es ist nämlich genau das der Anfang einer neuen Religion. Die Ausgrenzung von rechts hat genau damit begonnen.

Man sollte (vorzugsweise anonym in Foren usw.) immer den Austausch suchen! Auch um sich selbst zu schulen, neue Taktiken des Gegners zu erkennen und auch Gegenargumente aufzunehmen und zu verarbeiten.

Darüber hinaus gibt es erstaunlich viele, die Argumenten eben doch zugänglich sind. Nicht immer sofort, manchmal reagieren sie patzig, rabulisieren usw. und doch begegnen sie einem oft Wochen später mit einer weit klügeren Position wieder. Es geht also auch darum den Keim des Zweifels in die Religion zu tragen. Immer wieder und so oft wie möglich.

Ein Keim der stets langsam wächst (ich argumentiere z.B. seit Jahren gegen die EU und die fatale Entwicklung die sie nimmt, darüber hinaus ununterbrochen für mehr direkte Demokratie). Manchmal ist das zum Verzweifeln, wenn man zum hundersten Mal denselben Stuss entgegengehalten bekommt. Und doch ist ein Paradigmenwechsel bei diesen Themen mittlerweile spürbar. Die Folgen aus dummer Politik werden von den Menschen erlebt und sie erinnern sich der Rezepte und Kritiken wieder: da ist ja doch eine Alternative, es könnte auch alles ganz anders sein...

Die Köpfe der Menschen, für den richtigen Zeitpunkt, mit (hoffentlich) konstruktiven Ideen füllen. Auch das ist eine Aufgabe.
Siddharta
25. Juni 2016 07:33
Ich vermute, dass hinter dem Schleier der Politische Religion viel Profanität steckt. Man hat sich zum Beispiel durch die Berufswahl auf etwas Ungewisses eingelassen, ist mitgehangen und war schließlich mitgefangen. Den irrationalen Anstrich erfährt das Ganze durch eine notwendige Verschiebung. Nur wenige erklären offen "I love Volkstod". Da klingt es schon angenehmer, wenn man über eine Bereicherung schwadroniert, die es gar nicht gibt. Irgendwann im Laufe der eigenen Biographie hat man den Hut über den Zaun geworfen und jetzt geht es mit der Unwahrhaftigkeit eben über Stock und Stein. Man hat sich auf Gedeih und Verderb der Sache verschrieben und nun darf sie nicht mehr in Frage gestellt werden. Der Disstress dürfte im Lager der Willkommenheißer erheblich sein.
Hermann Karst
25. Juni 2016 08:18
@ G. Grambauer, Fr., 10.04 Uhr
@ Eveline, Fr., 13.38 Uhr

Ernst Jünger zitiert einen Bekannten: "Das Böse erscheint zunächst als Luzifer, um sich dann in Diabolos zu verwandeln und als Satanas zu endigen." und kommentiert: "Das ist die Reihe vom Lichtbringer über den Spaltenden bis zum Vernichter..."
Strahlungen, 1949, S. 76
Hellweg
25. Juni 2016 08:57
@Hartwig:

Es ist schon richtig, dass es die Aufgabe der Frauen ist zu schauen, wer in die Gemeinschaft am Ende aufgenommen wird. Dazu werden auch erste Einladungen ausgesprochen; aber dann ist derjenige "auf Bewährung", und es wird sehr genau geschaut, ob es passt.

Diese Integrationsfähigkeit der Frauen wird derzeit ganz genauso überrannt wie die Verteidungsfähigkeit der Männer. Das Recht zu entscheiden, ob man integriert oder ob man verteidigt, gilt aus moralischen Gründen als ausgesetzt, weil es ja nur eine richtige Entscheidung geben kann: die der bedingungslosen Aufnahme.

Auch hier wird ein natürlicher Mechanismus auf absurdum geführt, und manche fallen auf diesen Narrativ eben herein.
Der_Jürgen
25. Juni 2016 09:22
@niekisch @Nemo obligatur

Bei den Linken haben die Grabenkämpfe und die Abgrenzungswut ideologische Gründe. Kein Antifant und kein „Deutschland verrecke“-Schreier muss befürchten, Ärger mit der Staatsmacht zu kriegen oder von den Medien angegriffen zu werden. Schliesslich vertritt er ja dieselbe Ideologie wie Systempolitiker und Medienleute, nur dass diese statt „Deutschland verrecke“ das schöner klingende „Deutschland muss bunter werden“ bevorzugen.

Bei den Rechten mag es ja vorkommen, dass ein Identitärer von einem fanatischen Anhänger der „reinen Lehre“ – einem „Sackgassenbesetzer“, wie Kubitschek diese Leute nennt -, wegen seines „Verrats“ eine Morddrohung erhält, aber das dürften wohl Ausnahmefälle sein.

Der Abgrenzungssucht liegen im rechten Lager Motive zugrunde, die nicht sehr rühmlich sein mögen, aber menschlich und politisch verständlich sind. Wenn bei einer Demo der AFD oder der Pro-Bewegung zwei oder drei bekannte NPD-Leute mitmachen und die Organisatoren diese dann auffordern, sich vom Acker zu trollen, weil „Nazis“ hier nichts zu suchen hätten, dann tun die Organisatoren dies nicht aus ehrlicher Empörung über das Programm der NPD, sondern weil sie nicht ins Visier des Verfassungsschutzes geraten möchten und nicht wollen, dass die Medien-Schakale über sie herfallen (was die Medien-Schakale aber trotzdem tun).

Wenn Meuthen den Ausschluss von Dr. Gedeon aus der AFD-Fraktion verlangte, dann nicht, weil ihn die vor etlichen Jahren geschriebenen Bücher Gedeons sonderlich schockiert hätten, sondern weil er genau wusste, dass die „freie Presse“ eifrig nach „brauen Flecken“ sucht, mit denen sie die Partei als „nazistisch“ oder „antisemitisch“ entlarven kann.

Somit ist Meuthens Vorgehen begreiflich, aber es ist meiner Ansicht nach falsch, weil jeder Kniefall von den Herrschenden und ihren Handlangern als Zeichen der Schwäche gedeutet und mit neuen Attacken quittiert wird.
Petrus Urinus Minor
25. Juni 2016 10:08
@Der_Jürgen

Zunächst einmal stimme ich Ihnen absolut zu. Andererseits sollte man den Fehler auch bei Gedeon selbst betrachten. Da das Aufnahmeverfahren der AfD teilweise eh inquisitorische - und damit höchst unsympathische Züge angenommen hat - sollte dies eher eine Frage der Selbstprüfung sein.

Die Lage ist die Folgende: Der Feind will die soziale Vernichtung der AfD. Gar nicht unbedingt ihr totales Verschwinden - dafür mahnt es sich vorn den Nazis in Nadelstreifen zu schön - aber maximal um die 4,9999%. Bei um die 15-20% besteht die Gefahr, dass sich dauerhaft eine "Szene" etabliert, dass Normalität einrückt.

Und deswegen wird sich der Feind des Verfassungsschutzes bedienen. Bei den vielen Beamten und der inhärenten Feigheit des konservativen Publikums ist die Partei damit automatisch erledigt, d.h. wieder auf 4,999%.

Nun mag es durchaus sein, dass die Thesen von Gedeon wissenschaftlich hörenswert sind. Aber hätte sich Gedon nicht fragen müssen: Bin ich instrumentalisierbar?

Zum jetzigen Zeitpunkt sind in der ersten Reihe, d.h. jemand mit parlamentarischer Funktion bestimmte Themen, d.h. Angriffspunkte total zu vermeiden.

Ich weiß wie unglaublich schwierig das ist, andererseits nicht in das Feld der CDU Würstchen und hamsterigen Henkelisten zurückzufallen. Probierstein hierfür kann nur die letztlich einzig entscheidende Frage sein - Überleben des deutschen Volkes.

Wie Sie sehr kenntnisreich wissen, gibt es in diesem Land - und zunehmend weltweit - eine bestimmte neue Religion.

Es gibt ein Thema über das schlicht kein rationaler Diskurs möglich ist. Juden. Wer zu diesem Thema jemals veröffentlicht hat, sollte selbst wissen, dass er - egal welcher Inhalt - für die erste Reihe nicht taugt.
Gustav Grambauer
25. Juni 2016 10:44
Herrmann Karst, Eveline

"... um sich dann in Diabolos zu verwandeln und als Satanas zu endigen.“

Die Formel Rudolf Steiners dafür lautet: "Das Karma Luzifers ist Ahriman, und das Karma Ahrimans sind die Asuras". Das sehen wir überall, wo einstige Idealisten nach den Siegen ihrer "Revolutionen" in Strukturen gerinnen und dann darin verfaulen. Wir sehen es auch dort, wo Flower-Power-Hippies zunächst Plutonium-Bomben gegen Frauen und Kinder beklatschen und dann die ganze Welt zum PC-GuLag umwidmen wollen sowie an "Earth Days" überall das (luziferische) Licht ausschalten.

1968 war das Jahr des Triumphs Luzifers (auch wenn in Prag Ahriman noch einen kleinen Pyrrhus-Sieg einfuhr), längst gehen wir ahrimanischen Zeiten entgegen, die Erde wird erst so richtig zum Sklavenplaneten. Dazu noch einmal das Eichelburg-Pendel:

https://www.hartgeld.com/media/pdf/2011/Art_2011-190_PolitschesPendel.pdf

Darin liegt eine große Gefahr für die Rechte, wenn sie jetzt nur den Pendel-Ausschlag mitvollzieht ohne das Pendel als solches zu erfassen. Dies ist z. B. aus mancher Begeisterung über Trump herauszuhören.

- G. G.
walter
25. Juni 2016 10:59
Gut, und jetzt, Herr Meyer?

Was tun? Es wäre Zeit, den Sich-gut-Dünkenden in der westlichen Welt den Spiegel vozuhalten und ihnen zu zeigen, dass sie die schlimmsten Rassisten sind, die es geben kann: Sie lehnen ihre eigenen Völker ab und bekämpfen sie. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, heißt es, genau dagegen verstoßen sie und verursachen damit Schweiß, Blut und Tränen bei Ihresgleichen. Wie abscheulich!
[Nicht verteidigen, angreifen!]


Aber nicht nur auf die Marionetten starren!
Hier ein (selbst)kritischer Mann:
http://www.gilad.co.uk/writings/
Der Gutmensch
25. Juni 2016 11:24
... und an den Herrn Meyer: Auch der Kater Hiddigeigei wird ja hoffentlich mal alt.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/-5087/19

d. G.

Meyer: ... na dann, meinetwegen ;-)
Nörgler
25. Juni 2016 11:35
@Heinrich Brück
Herrlich,dieses Video,auch wirklich witzig.Diese
Diplom Psychophatinn wird von Ihnen zurecht
als Exemplar bezeichnet.
Ups,jetzt habe ich doch schon wieder meinen Ärger auf unschuldige Andere projeziert.
Muss vielleicht doch mal ne Therapie bei so einer Fachfrau machen.
cherusker69
25. Juni 2016 12:28
Sehr gut geschrieben Herr Mayer

ein schmunzeln kam mir übers Gesicht weil ich diese Dinge bestätigen kann.
Mit diesen Leuten zu Reden ist fast unmöglich, die Gesichtszüge entgleiten bei diesen möchtegern Heiligen wenn man Kritik äußert.

Man fragt sich ja immer , wie konnte das Geschehen das man so naiv und verbissen sein kann wie solche Leute..
Den Deutschen hat man von Anfang an seine Identität genommen, ausgetrieben. Wir wissen das alle und das ist genau das Resultat.. Medien und Politik führen einen Vernichtungsfeldzug gegen das eigene Volk..

Erkenntnisse haben wir genug, die große Frage was tun..Das treibt mich jeden Tag um...Ich denke diesen Willkommensklatschern kommt erst die Einsicht wenn es ihnen selber an den Kragen geht aber dann ist es für uns zu spät.
Thomas Wawerka
25. Juni 2016 13:06
Eine Religion ist etwas Gewachsenes, nichts Gemachtes - man kann sie nicht "erfinden", man kann immer nur hineingeboren werden, hineinwachsen oder konvertieren. Sie ist immer schon vorläufig, was m.E. letztendlich auf die Religiosität oder die Fähigkeit zur Transzendenz als anthropologische Konstante zurückgeht.
Insofern würde ich "Willkommenskult(ur)" und andere derzeit im Schwange befindlichen Versatzstücke nicht als Religion bezeichnen, sondern als Religionssurrogate, die das Vakuum füllen, das sich durch den Bedeutungsverlust des abendländischen Christentums ergeben hat. Irgendetwas füllt dieses Vakuum anscheinend immer, seien es "harte" politische Ideologien oder "weiche" kulturelle Utopien. Als wesentliche Kennzeichen sehe ich ein Heilsversprechen, ein Untergangsszenario und eine daraus folgende normative Ethik an. Auch den streng säkularen Initiatoren und Defensoren dieser Surrogate dürfte solcherlei quasireligiöser Bedeutungsupgrade sehr zupass kommen, versieht er doch ihr Werk mit der Weihe des Höheren, Unbedingten.
Ist "Willkommenskult(ur)" und damit Verwandtes einmal am Ende, wird also höchstwahrscheinlich etwas anderes diesen Platz einnehmen und nach denselben Mechanismen funktionieren, wie auch vordem. Ein "Bäumchen-wechsel-dich"-Spiel.

Peter Sloterdijks hypnotisch-surrealistischer Ausblick "Im Delta" aus den "Schrecklichen Kindern der Neuzeit" hat in diesem Zusammenhang einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. "Alles fließt, indem alles stagniert. [...] Aufgrund des Übermaßes an Zuflüssen gerinnt der Ozean zur Mauer. Delta und Ozean sind ununterscheidbar geworden, Strom und stehendes Gewässer sind ein und dasselbe."
Ich verstehe es so: Es gibt nur noch phänomenale Alternativen, keine substanziellen mehr. Die "ewige Wiederkunft des Gleichen", bloß in anderer Gestalt, anderer Farbe, anderen Schlagworten. Vielleicht ist dieses von Nietzsche vorhergeahnte (wenn auch anders gedachte) Los das Kennzeichen einer endgültig & unwiderruflich postreligiösen Epoche Europas.

Und nun, Herr Meyer et al., dürfen Sie mir gern wieder "Defätismus", "Wehrkraftzersetzung" und sonstige dekadente Laster vorwerfen. Bitte schön:

Meyer: Herr Wawerka, ich persönlich kann mich jedenfalls nicht erinnern, IHNEN jemals überhaupt irgendetwas vorgeworfen zu haben. Und schon gar nicht so was (bin altgedienter Kriegsdienstverweigerer - so sagte man damals). Verwechseln Sie mich - oder sich? Ich beziehe das mal auf die et al., bitte diese aber vorsorglich um Mäßigung
Der_Jürgen
25. Juni 2016 13:31
@Petrus Urinus Minor

Kein Wort des Widerspruchs! Sie haben recht. Und Jürgen Elsässer hat recht, wenn er auf seinem Blog jede Debatte über die Jahre 1933 bis 1945 verbietet. Es wird der Tag kommen, an dem dieses Verbot obsolet geworden sein wird und alle Dämme brechen werden, aber im Moment ist es noch nicht so weit. Bis dahin heisst es einfach "nicht lügen" - und "nicht lügen" ist beileibe nicht dasselbe wie "alles ausplaudern".

@Gustav Grambauer

Selbst wenn Dr. Gedeon Jude sein sollte - was ich nicht glaube -, was, bitteschön, ändert dies an der Richtigkeit oder Unrichtigkeit seiner Thesen? Von Ihnen als ungemein gebildetem Mann hätte ich diesen Einwand nicht erwartet.

Ich hätte an Gedeons Stelle übrigens auf eine Diskussion der "Protokolle der Weisen von Zion" verzichtet, da dieses Thema nun wirklich passe ist.
Die Herkunft dieses Dokuments wird sich nie klären lassen, aber es ist streckenweise ein Plagiat einer Schrift von Maurice Jolly, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstand ("Dialog zwischen Montesquieu und Macchiavelli in der Hölle") und kann schon deshalb ganz unmöglich das Protokoll einer Verschwörerkonferenz sein, die Jahrzehnte später stattgefunden haben soll.
S. Fischer
25. Juni 2016 13:57
Ich halte die Willkommenskultur eher für eine behandlungsbedürftige Geisteskrankheit als für eine Religion. Die Behandlungsmethode für leichte und mittelschwere Fälle dürfte sehr erfolgreich über den Geldsäckel der Infizierten gefunden werden können, in fortgeschrittenem Stadium hilft nur der persönliche Kontakt zum nicht ganz so edlen Wilden. Nur im Endstadium ist die Willkommenskultur dann nicht mehr heilbar, diesen Schweregrad erreicht aber fast nur die unproduktive, vom Bürger in irgend einer Form allimentierte, Hochrisikogruppe, man kann die Kranken also abwählen oder ihnen die Geldmittel entziehen um sie unschädlich zu machen.

Die Krankheit ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit heilbar, am schnellsten dürfte die Genesung eintreten wenn auch wir uns für steigende soziale Ungerechtigkeit einsetzen, der Migrant muß unbedingt bessergestellt werden, das Geld der produktiven Klasse muß mit vollen Händen zum Fenster hinausgeworfen werden, zumindest noch eine Zeit lang ist es zu begrüßen wenn es noch schlimmer wird. Die linksgrünverdrehte Bande werden wir nur los wenn wir es ihnen gestatten die Schädlichkeit ihrer Handlungen tatsächlich zu beweisen. Danach wird es dann sehr unschön, aber es wird dann auch wieder besser.
Petrus Urinus Minor
25. Juni 2016 14:13
Sehr geehrter Der_Jürgen,

vielen Dank für Ihre Antwort. Dieses Thema ist ein sehr schwieriges.

Denn bei Lichte betrachtet ist dieses Nullthema gleichzeitig mindestens einer der Kerne der Sache. Man kann den ganzen Wahn am besten als zunehmend weltreligiöses und wahnhaftes "Auschwitzfürimmerunmöglichmachungsprogramm" verstehen.

Interessanterweise nicht einmal von der Erlebnisgeneration. Die nachfolgende Generation (psychologisch hochinteressant) scheint einfach nicht mehr alle Tassen im Schrank zu haben.

Aber wenn man sich viele der Hauptprotagonisten (Sorros, Specter Lerner und viele mehr) anschaut, kommt man nicht umhin, auf den Elefanten im Schrank zu stoßen.

Insofern ist mir bei meinem Schluss, dass derjenige welcher schon einmal zu diesem Thema gearbeitet hat, auf keinen Fall für die erste Reihe taugt, nicht wohl. Zu eklig sind mir die Dieters und Hans-Olafs, die muckerhaften Distanzierer, die danndocharrivierten Oberlehrer und ExCDUler. Zu eklig sind mir die Portemonaiekonservativen, deren einziger Beweggrund "rechts" zu sein die Angst um ihr klein Häuschen ist.

Aber was nützt es? Zu diesem Thema ist jedenfalls kein game-changer zu erwarten.

Was jeder aber unbedingt vermeiden kann, ist die zwanghafte Beschäftigung mit dem Untotesten aller Zeiten. Man muss sich nicht ständig und auch noch ungefragt zu diesem Thema äußern!

Und wenn man (natürlich in feindlicher Absicht) zu diesem Thema verhört wird - so gibt es im Buch "Er ist wieder da" eine prachtvolle Antwort: "Das Thema Juden ist nicht im Mindesten witzig". Diskussionsabbruch. Fertig. Raus.
Eveline
25. Juni 2016 14:47
@Gustav Grambauer
Herman Karst

...Darin liegt eine große Gefahr für die Rechte, wenn sie jetzt nur den Pendel-Ausschlag mitvollzieht ohne das Pendel als solches zu erfassen. Dies ist z. B. aus mancher Begeisterung über Trump herauszuhören.


Unbedingt. Dann wäre alles umsonst gewesen.

Der Mensch besteht zu 80 % aus Wasser.

Ich weiß ein Rezept. Wie Tesla und Schauberger sich in die Natur setzen und den Wasserlauf in sich fließen lassen. Beobachten, warum kann ich mit einer Luftmatratze den Fluß aufwärts treiben, das löst sämtliche Energieprobleme unserer Zeit. Sozusagen eine Neuprogrammierung durch Mutter Natur an uns.

Den echten Naturgesetzen wieder in ihre Position verhelfen. Die sind nämlich dann auch für die Börsianer gültig, weil 8o % Wasseranteil sind auch hier Menschen vorhanden.

Dagegen kommt keine gerissene "Schläue" an.
Heinrich Brück
25. Juni 2016 14:48
Und wie wollen die Deutschen politisch handeln können, wenn jede Debatte über die Jahre 1933-45 verboten bleiben soll?
Wir kommen doch nie auf einen grünen Zweig, wenn wir im eigenen Land über die eigene Geschichte nicht frei sprechen können.
Mir ist die Crux halbwegs klar, und der Gegner nutzt sie weidlich aus, aber ein Verbot verschiebt die Sache doch nur. Wie lange soll sich dieser Streit noch hinziehen?
Der Gutmensch
25. Juni 2016 15:03
Um Himmels willen, Herr Meyer, ich meinte doch nicht SIE damit; glauben Sie mir, das hätten Sie gemerkt.

d. G.

Meyer: So ganz sicher kann man sich gerade bei Ihnen nie sein...
Andreas Walter
25. Juni 2016 15:45
Denn was, wenn es auch eine oder sogar mehrere Gruppen von Juden gibt, die auch alle Juden missbrauchen und auch täuschen?

Warum soll es denn so etwas nicht auch unter den Juden geben?

Machtmissbrauch auch in den höchsten Kreisen.

Oder eine jüdische Mafia, Cosa Nostra, die auch vor Mord und Totschlag, Terror, Krieg und Intrige nicht zurückschreckt.

Es wäre doch wohl eher ein Wunder, wenn es das nicht gäbe.

Sind das auch alles Opfer?

Oder schlicht und ergreifend Verbrecher, die sich geschickt die Geschichte der Juden zu nutze machen.
herbstlicht
25. Juni 2016 16:34
Thomas Wawerka schrieb:


Insofern würde ich "Willkommenskult(ur)" und andere derzeit im
Schwange befindlichen Versatzstücke nicht als Religion bezeichnen,
sondern als Religionssurrogate, die das Vakuum füllen, das sich
durch den Bedeutungsverlust des abendländischen Christentums
ergeben hat.


Nicht wegen der Priorität, sondern zur Unterstützung der These Herrn Wawerkas schlage ich vor hier 1 Minute lang reinzuhören. Der Vortragende ist Volkswirtschaftler, Dozent an der angesehen Handelshögskola Stockholm und kurdischer Herkunft; das Gespräch fand wohl 2014 statt.

Tino Sanandaji tritt in Schweden immer dann in den Ring, wenn irgendjemand öffentlich die ökonomische Nützlichkeit der Masseneinwanderung behauptet --- mit wissenschaftlicher Sachlichkeit, vom Gegner bleibt meist nicht viel übrig.

Wer sich näher für Sanandaji/Schweden/Masseneinwanderung interessiert, wird dem gerade verlinkten Vortrag mit Gewinn folgen (englische Untertitel); ich habe aus ihm die Begriffe Statistische Diskriminierung und Humankapital in meine Bewaffnung übernommen.

Übrigens gibt es im Web viele Artikel/Videos von oder mit Tino Sanandaji; auch englischsprachige.
Petrus Urinus Minor
25. Juni 2016 18:41
@Andreas Walter

Wehrmacht ... Gestapo ... Abwehr...

So, geht es Ihnen jetzt besser?
Ich meine, Herr Walter, ich vertrete zum Teil Positionen, da fällt selbst Ihnen das Essen aus dem Gesicht. Aber muss man denn andauernd diese Uraltsprache verwenden? Leiden Rechte irgendwie unter Nazi-Tourette? Was soll diese zwanghafte Beschäftigung mit IHM? Hat die deutsche Sprache nicht noch ein paar andere Wörter? Armee, zum Beispiel? Oder Auslandsgeheimdienst? Und eine Gestapo brauchen wir nun wirklich nicht. Ich finde schon unseren V-Schutz problematisch.

In einem Punkt stimme ich Ihnen allerdings zu: Eine Zweitschlagskapazität, absolut unfähig zum Erstschlag - das würden wir neben einem totalen Milizheer tatsächlich brauchen.
thotho
25. Juni 2016 19:30
Sehr solider Text, wie bei Herren Meyer zu erwarten war :-)
Über die religiöse Interpreation der Jetztzeit gibt es ein Buch, das im AULA-Verlag erschienen ist. https://www.amazon.de/Politische-Korrektheit-Westens-Religion-gegenargument-at/dp/3900968217/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1466875067&sr=1-3&keywords=politische+korrektheit


Großstadtpauker hat - einmal mehr - vollkommen recht.
Gustav Grambauer
25. Juni 2016 19:34
Der_Jürgen

"... was, bitteschön, ändert dies an der Richtigkeit oder Unrichtigkeit seiner Thesen?"

Nichts, aber Petrus Urinus Minor schreibt es oben wie ich es besser auch nicht schreiben könnte:

"Nun mag es durchaus sein, dass die Thesen von Gedeon wissenschaftlich hörenswert sind. Aber hätte sich Gedon nicht fragen müssen: Bin ich instrumentalisierbar?"

Ich frage mich sogar, wer hier eigentlich wen instrumentalisiert. Angesichts dessen

http://www.hagalil.com/2011/06/deutscher-pass/

http://www.welt.de/welt_print/article2129475/In-Weimar-soll-ein-juedischer-Staat-entstehen.html

warte ich nur darauf, daß in diesem Sinne mit der AfD "gearbeitet" wird: nachdem die Lieblings-Partei der Juden, die F.D.P., verschlissen ist und seitdem die CDU die Moslems (deren Erzfeinde) hätschelt. Letzteres ist auch der Grund dafür, daß zumindest die strategisch denkenden Juden in Deutschland nicht mehr so weiter machen können wie bisher, auch um den Preis eines gehörigen Stiches ins Wespennest, dabei vor allem ins eigene Wespennest wie die Reflexion der Gedeon-Affäre bei PI-News, Hagalil, in der JA usw. zeigt. Außerdem müssen sie im Sinne der kulturhegemonialen Weichenstellungen neu disponieren. Sie können auch aus geostrategischen Gründen nicht mehr im alten Trott ihrer Betonköpfe beim Zentralrat weitermachen wie bisher, denn die Welt um Israel herum hat sich um 180° gedreht, und Israel mit ihr:

http://new.euro-med.dk/20160612-putins-meister-schachzug-usa-schachmatt-israel-als-russische-basis-gemeinsame-kriegsmanover-israels-friedenplan-nun-durchzusetzeb.php

Dabei ist Gedeon nicht mal ein Mann der rabbinischen Achse, sein Verhältnis zu Israel erklärt er hier:

https://www.youtube.com/watch?v=ZXlkayJ0vX4

Der Feind meines Feindes ist noch lange nicht mein Freund!

Mich freut, wie Sie die "Protokolle" einordnen.

- G. G.
Großstadtpauker
25. Juni 2016 19:37
re Petrus : die Bereicherer stellen jeden Tag die Machtfrage ; in den Schulen ; bei den Ämtern und Behörden , in den U-Bahnschächten ; sie verstehen sich als Besatzungsmacht und verhalten sich wie marodierende Söldner im Dienste einer niemals zu nennenden Hintergrundmacht .

Einer meiner muslimischen Studenten brachte es auf den Punkt : " ihr wurdet besiegt , eure Technik besitzen die Anglos und die Israelis , ihr hat hier gar nichts mehr zu melden " (sic) . Zwar wurde er kurze Zeit eingebuchtet ( Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ) aber von seiner Sorte gibt es leider sehr viele .

"diskrete Staatspolizei " - besser so ?

Meine Polizei dient dem deutschen Volke - nicht der "Bevölkerung" . Die Bevölkerung kann mir den Buckel herunterrutschen - sie wird überprüft werden und der unerwünschte , hier lebende Anteil darf gehen .

Mein Paketbote funktioniert inzwischen ganz gut - er hat gelernt und er weiß : " ich lege mich niemals mit dem Deutschen an - der Deutsche ist mein Herr , ich bin hier nur Gast und ich werde wieder gehen wenn es mein Herr erwartet " .

Der Lebensraum wird jeden Tag und an jeder Stelle verteidigt - diese Aufgabe ist heilig .

Zeit für den ironiefreien Vollzeitwiderstand .

" sie sind wohl Rassist " meinte mal ein "Kollege " zu mir - nun - Anzeige , Hauptverhandlung - der Typ war fertig . Keine Debatte , keine Entschuldigung . Er war weg - ich bleibe - er wird nicht mehr seinen roten Dreck in die Köpfe deutscher Kinder pumpen .
Nordlaender
25. Juni 2016 20:37
@ Gustav Grambauer

"Dabei ist Gedeon nicht mal ein Mann der rabbinischen Achse, sein Verhältnis zu Israel erklärt er hier:
https://www.youtube.com/watch?v=ZXlkayJ0vX4

Der Feind meines Feindes ist noch lange nicht mein Freund!"

Konnte mir das Einfetten Ihres Satzes einfach nicht verkneifen. Balsam für meine arg strapazierte Seele. Bin gerade wohl etwas mitgenommen, weil ich die Causa Gedeon u.a. auch sehr gründlich auf PI-News verfolgt habe. Gerade in diesem Falle geht es weniger um Inhalte, deren Klärung ist eh hochnotpeinlich verboten, sondern vorrangig darum, wer das mächtigste aller Tabus überhaupt gerade für welche niederen, verschlagenen Zwecke mißbraucht.

Wie leicht ist heuer das Betrügen. Auch des Antizionisten. Man baue etwas, was in zeitgenössischer Ganovensprache eine Ja-Straße heißt. Biete also dem anvisiertem Zielobjekt allerlei Läkkerlis an, in die dieser gerne hineinbeißt, erheische jede Menge Zustimmung, um den nunmehr Sorglosen und Tranquilierten lässig über den Tresen ziehen und in den Sack stecken können. Wer sich gerne betrügen läßt, benötigt dabei noch nicht einmal den professionellen Betrüger, mit Kirschenpicken geht es auch, man entnimmt einer Rede einfach nur das, was einem gerade gut in den Kram paßt.

Das Anliegen Gedeons ist mir nicht klar, warum bitte sollte es meines sein?
Simplicius
25. Juni 2016 22:03
@ Gustav Grambauer

Danke, der Hinweis war gut und hilfreich:
https://www.youtube.com/watch?v=ZXlkayJ0vX4

Ich bin jetzt zwar schlauer als vorher, aber ich frage mich umso mehr, wer überhaupt in diesem beliebten BRD-Tabu-Spiel noch ohne Maske und ohne gezinkte Karten und mit welchem Ziel spielt. Und wer die absoluten Volltrottel sind?

Erste Erkenntnis: Wer immer er auch sonst ist, dieser AfD-Gedeon hat Format. Das ist schon mal gut. Er zerstreut die Befürchtung, dass mit der jüngsten Wahl-Welle nur naive Hausfrauen und arbeitsfaule Frührentner für die AfD auf die hinteren Reihen der Landtage gespült worden sein könnten.

Bisher habe ich bei dieser aktuellsten Folge des BRD-Dauerbrenner-Themas innerlich abgeblockt: Jetzt bitte nicht dieses leidige Thema auf den AfD-Spielplan setzen! Wenigstens nicht gleich am Anfang. Das kann doch nur ein Schuss in den Ofen werden.

– Andererseits wurde dieses Thema mit den strengsten BRD-Denk- und Redeverboten ja von außen der AfD aufoktroyiert. Also man kann den AfD-Leuten eigentlich gar keinen Vorwurf machen.

– Höchsten in Bezug auf die Art und Weise, wie sie mit dem Tot-Schlagwort des „krassen Antisemitismus“ umgehen. Aber können sie denn – in der maßgeblichen Bewertung durch die Mainstreammedien und von Dieter Stein – etwas anderes als Fehler machen?

Jetzt aber spiele ich gedanklich gerne mit bei der aktuellen Aufführung, habe sogar weitergegoogelt über den „Judenfeind“ Wolfgang Gedeon, diesen „bekennenden Antisemiten“, der von sich selber aber ausdrücklich behauptet, das eben sei er nicht. Er sei k e i n Antisemit. Na gut, die moralisch besorgten und erregten deutschen Philosemiten wissen es halt besser als er selber.

Zweite Erkenntnis: … noch offen.

- Und die JF finde ich - im Übrigen - wirklich gut und sehr wertvoll! Sind wir froh, dass wir sie haben!
deutscheridentitärer
25. Juni 2016 22:42
@Der Jürgen

Ihr Standpunkt ist verbreitet und nachvollziehbar.

Trotzdem bitte ich jeden, der sich mit der Thematik befasst folgenden grundlegenden Artikel von Sellner zu lesen:

http://derfunke.info/?p=337

Man kann dem zustimmen oder nicht, ignorieren sollte man seine Argumente jedenfalls nicht.
Garant
25. Juni 2016 23:25
@Der_Jürgen

Ich hätte an Gedeons Stelle übrigens auf eine Diskussion der „Protokolle der Weisen von Zion“ verzichtet, da dieses Thema nun wirklich passe ist.

In einem umfangreichen Werk zum Thema Zionismus ist es keineswegs passe.

Die Herkunft dieses Dokuments wird sich nie klären lassen, aber es ist streckenweise ein Plagiat einer Schrift von Maurice Jolly, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstand („Dialog zwischen Montesquieu und Macchiavelli in der Hölle“) und kann schon deshalb ganz unmöglich das Protokoll einer Verschwörerkonferenz sein, die Jahrzehnte später stattgefunden haben soll.

Der von Gedeon ins Netz gestellten Leseprobe nach zu urteilen, drückt er sich etwas widersprüchlich aus. Zum einen bezeichnet er sie tatsächlich als Mitschrift, gleich danach jedoch als Geheimpamphlet, was etwas anderes ist. Wahrscheinlich meint er eigentlich mehr so etwas wie das Letztere, aber eben basierend auf der Baseler Konferenz. Dass sich eine solche Schrift bei früheren Quellen bedient, ist kein Widerspruch zur These der Echtheit.

Und auch wenn sich die Herkunft wahrscheinlich nie wird festnageln lassen, kann man - wie Gedeon das tut - begründete Vermutungen über die Autorenschaft anstellen. Die These von einer Fälschung seitens russischer Stellen verwirft er jedenfalls, da es von dieser Seite niemals einen Versuch gegeben hätte, die Protokolle irgendwie zu verwerten, und warum hätte man sie sonst fälschen sollen?

Ganz abgesehen von Echtheit oder Nicht-Echtheit betrachtet Gedeon die Protokolle als ebenso geniale wie ruchlose Blaupause und Handlungsanleitung für das globalistische Streben nach Weltherrschaft. Diese Unterscheidung zweier Aspekte - Frage der Echtheit der Protokolle vs. prognostischer Signifikanz - sollte man Gedeon fairerweise schon zugestehen. Leider tun das viele jedoch nicht, ob es nun bei PI, der AfD, der JF oder sonstwo ist. Stattdessen drischt man gerne auf Gedeons tatsächliche oder vermeintliche Position zur Echtheitsfrage ein, oder darauf, dass er es überhaupt wagt, sie aufzunehmen, und das noch unter fehlerhafte Wiedergabe dessen, was er eigentlich sagt. Die viel wesentlichere Frage nach der Brauchbarkeit als Beschreibungs- und Vorhersagemittel wird dabei ausgelassen, ganz frei dem alten Motto, den Boten umzubringen, wenn einem die Botschaft nicht passt.

Die Protokolle sind, ob genial oder nicht sei dahingestellt, auf jeden Fall ein Kompendium übelster Tricks und Methoden zur Ermöglichung der Machtergreifung und -ausübung durch eine kleine, verschworene, durch keinerlei Skrupel behinderte, kriminelle Clique, womit wir hierbei wären:

@Andreas Walter

Denn was, wenn es auch eine oder sogar mehrere Gruppen von Juden gibt, die auch alle Juden missbrauchen und auch täuschen?

Einer der intelligentesten Antisemiten ist sicherlich Kevin MacDonald, der davon ausgeht, dass die jüdische Ethnizität und Kultur eine solche Konstellation gleichsam organisch hervorbringt, und zwar immer wieder über alle Epochen und Kulturräume hinweg. Die Beziehung zwischen äusserer Schale aus einfachen Juden und innerem, elitären Kern sei dabei komplex, aber eine der wesentlichsten Determinanten bestehe darin, dass jüdische Traditionen dafür sorgten, dass der Genfluss praktisch nur von innen nach aussen stattfände. - Man beachte hier den rein zitierenden Konjunktiv!
Petrus Urinus Minor
25. Juni 2016 23:28
@deutscheridentitärer

Sellner hat viele schöne Worte gemacht, Meines Erachtens geht die "kämpferische Distanzierung" kürzer.

Man spricht mit dem Feind. Jedes Interview will einem nichts Gutes. Punkt.

Ein Beispiel hatte ich oben gemacht, aber zur Verdeutlichung nochmal:

"Natürlich bin ich kein Nazi. Das Interview ist vorbei. Raus!"

Ich würde so gerne einmal die dumme Visage der FAZkes gesehen haben, wenn Gauland genau so reagiert hätte. Natürlich mit eigens angefertigtem Mitschnitt - das sollten endlich bei den AfD Parteigrößen angekommen sein, wenn sie mit dem Feind sprechen.

Wird es aber nicht.
Anja
25. Juni 2016 23:43
"Und was Frauen angeht, ist es so schwer die Beine zusammen zu halten?"

"Aus dem erweiterten Bekanntenkreis ist eine geschwängert worden. Von einem Afghanen…"

Ich stimme Ihnen voll zu, @Nero!

"Wenn irgendjemand so etwas verhindern kann, dann nur die Frauen."

Hierzu muß ich ergänzen:

Nicht nur die Frauen können das verhindern! Präventiv können, nein, müssen Eltern dieser Mädchen/Frauen rechtzeitig aufklärerisch handeln und dürfen sich bei Unterlassung dieser erzieherischen Maßnahme nicht wundern, wenn sie dann ein farbiges Enkelkind haben.

Wer´s mag, dem das Seine, aber wer dies nicht will, weil es u. a. eine existenzielle Frage der Erhaltung der Art und damit des eigenen Volkes ist, sollte rechtzeitig schon im Kindesalter darauf hin wirken und darf genau dies nicht den staatlichen sogenannten "Bildungseinrichtungen" überlassen. Zumal diese offensichtlich ohnehin nicht mehr ganz zurechnungsfähig zu sein scheinen:

http://www.welt.de/regionales/nrw/article156317177/Kinder-sollen-Analsex-in-der-Schule-spielen.html

http://www.welt.de/wissenschaft/article139746366/Schraibm-nach-gehoea-macht-langfristig-Probleme.html

Mein Vater sagte uns Mädchen von klein auf, daß ihm kein Offizier (der NVA), kein Araber und kein Neger ins Haus kommen und daß wir nicht mehr seine Töchter seien, wenn wir mit dergleichen ankommen. Diese Erziehung hat die Früchte getragen, die sie sollte. Auch hier gilt: Wehret den Anfängen und im übrigen hat das Muhammad Ali richtig erkannt:

Rassen sollten unter sich bleiben:

https://www.youtube.com/watch?v=6nPbCiinTDM

In diesem Sinne haben wir das Herz auf dem rechten Fleck!
Petrus Urinus Minor
25. Juni 2016 23:56
Ergänzung:

Es muss deutlich werden, dass die Situation von Rechten (und jedem, der das deutsche Volk erhalten will) der Situation von Mobbingopfern gleicht.

Ich weiß, dass dies mit dem Selbstverständnis von vielen hier absolut nicht zur Deckung zu bringen ist.

Dennoch ist es die bittere Wahrheit.

Die Prozesse sind die absolut gleichen. Der "Quäler" mag sich überhöhen und moralisch fühlen, genaugenommen geht es ihm seinem inneren Antrieb nach aber ausschließlich um Überlegenheit; Aufstieg in der Hackordnung.

Jede Verteidigung wird den Quäler nur umso mehr bestätigen. Jeder Wunsch, wieder dazuzugehören, jede Rechtfertigung, jeder Hundeblick wird die Übergriffe schlimmer machen.

Und dies ist das größte Problem der Konservativen, von denen viele einen sogar vollkommen übersteigerten Antrieb haben, dazuzugehören.

Die "Gruppe" wird sich auf keinen Fall mit dem Opfer identifizieren. Das ist eine völlig andere Situation, als die des heiligen Opfers, des armen Ausländers, des verfolgten Schwulen etc. Denn hinter diesem steht in Wirklichkeit die Macht. Die Mächtigen wissen inzwischen doch viel besser, als all die armen Schwulen und Frauen und Farbigen, wann diese gefälligst beleidigt sein zu haben. Wenn man dann noch durch sozialen Vorteil gesichert wohlfeil ein Mündel erhält - dann lässt sich Empathie leicht heucheln.

Die Mobbingsituation ist eine vollkommen andere. Nicht der Mobber stört, sondern der Gemobbte stört durch seine bloße Existenz den Frieden. Und das Opfer hat eine weitere Funktion. In der Hühnerfäkalienleiter gibt das Opfer die Gewissheit, wenigstens nicht "der" zu sein, wenigstens nicht ganz unten in der Hackordnung zu stehen. Das, meine Damen und Herren ist die gesellschaftsstabilisierende Funktion des bösen Nazis.

Was in solchen Situationen hilft, ist nur zweierlei.

1. Tu ihnen weh.
Das ist meistens so gut wie nicht möglich. Den Preis heraufzutreiben, geht fast nur aus einer Position der Macht. Gerichtsverfahren dauern ewig und sind zum Teil inzwischen nicht mehr rechtsstaatlich gewährleistet. Auch mangelt es leider fast immer an der ganz praktischen Geldsolidarität in der Szene. Zu wichtig ist auch das Bedürfnis, sich selbst nicht als Opfer zu sehen, in dem man sich wohlanständig distanziert.

Das ist allerdings die falsche Distanzierung, Herr Sellner.

2. Kalte Verachtung
Wie ich oben gesagt habe - Rausschmiss. Im tatsächlichen Leben hört die Quälerei meist sofort auf, wenn das Leid durch kalte Verachtung ersetzt wird. Kommunikationsabbruch.

3. Ändere das Spiel
Der Gegenangriff. Der ganz ganz miese Tritt unter die Gürtelline. Und ich meine damit nicht das weinerliche "selber Nazi" Spiel. Das ist kein Angriff. Der Untoteste aller Zeiten hat generell fast immer aus unserem Wortinventar zu verschwinden. Das ist gegessen.

Es hat noch nie etwas soviel Fassungslosigkeit beim Feind erzeugt, wie "Lügenpresse". Die stumpfe Weigerung, überhaupt noch ein Interview zu geben. Leider ist dies mehr und mehr aufgeweicht worden. Leider.

Natürlich ist dies für eine anzustrebenden Volkspartei, die die AfD unbedingt und ohne jede Regierungsbeteiligung werden muss, nicht uneingeschränkt möglich.

Aber allein die Tatsache, dass es in Zukunft selbstverständlich ist, dass immer ein eigenes Tonband mitläuft, die Tatsache, dass bei der ersten Frechheit der Interviewer fliegt - das ändert schon die Spielregeln.

Leider werde ich darauf aber wohl ewig warten.
Heinrich Brück
26. Juni 2016 00:56
Wir haben zuerst das System, und innerhalb des Systems die Parteien. Damit eine Partei an die Macht gelangen kann, muß sie systemrelevant geworden sein. Das System nennt sich demokratisch.
Inwieweit die Demokratie eine Zukunft haben kann, sollen andere beurteilen, aber das deutsche Volk wird innerhalb dieser Demokratie keine Zukunft haben.
Wenn dieser pervertierte Willkommenskult eine Sache verteidigen möchte, dann das Abendland. Die liberale Einstellung ist zu einer höheren Religiosität nicht berechtigt, kann also den islamischen Angreifern kein Äquivalent entgegensetzen.
Auch die JF verteidigt das Abendland. https://jungefreiheit.de/sonderthema/2016/junge-freiheit-bedauert-rezension-des-gedeon-buches/ "In eigener Sache".
Willkommenskulturlos
26. Juni 2016 01:48
Brillant geschrieben,
eins allerdings vergessen:
Willkommenskulturisten sind eine SELBSTMORD-Sekte.

Der Grund:
das sind WOLHSTANDSDEGENERATEN.
Rabenfeder
26. Juni 2016 04:33
Wenn wir als Deutsche leben und uns nicht in einem allgemeinen Menschentum auflösen wollen, dann müssen wir uns selbst heilen, ggf. mit Unterstützung eines Heil-Praktikers.
Wer könnte denn ernsthaft unsere Heils-Bedürftigkeit leugnen?
Um heil zu werden, müssen wir in unserer Runde der „Anonymen Entnazifizierten e.V.“ alle aufgezwungenen und selbstgemachten Tabus brechen und jedes diesbezügliche Gedankenverbrechen begehen, dabei aber auch vor schonungsloser Kritik am Eigenen nicht zurückschrecken; ganz so wie man sich das in einer derartigen Gruppentherapiesitzung vorstellt.

Als Arbeitspapier für eine solche kritische Sitzung könnte das Manuskript einer Vorlesung dienen, die Leo Strauss im Februar 1941 in New York unter dem Titel: „German Nihilism“ hielt.

http://www.dhspriory.org/kenny/PhilTexts/Strauss/GermanNihilism.pdf

(leider nur in englischer Sprache)

Hausaufgabe: Jeder Teilnehmer setzt sich mit den durchaus ernstzunehmenden Argumenten auseinander und formuliert eine Kritik an der Kritik und behält diese dann für sich.

Fleissaufgabe: Leo Strauss „The Spirit of Sparta or the Taste of Xenophon“

https://issuu.com/bouvard6/docs/leo_strauss_-___the_spirit_of_spart



Fack you Plato!
Rumpelstilzchen
26. Juni 2016 09:21
@Anja

Monsieur Claude hat seine vier Töchter auch katholisch und konservativ erzogen. Doch dann geschah das :
http://www.filmstarts.de/kritiken/222259.html

Im übrigen bin ich der Meinung, dass das SiN-Forum so langsam die hochinteressante und aufregende Qualität des PI -Forums annimmt.
Lutz Meyer
26. Juni 2016 10:11
Lutz Meyer an alle:

Badeschluss. Die Debatte ist beendet.

Ich habe bei manchen Beiträgen in der Tat gezögert, ob ich sie freistellen sollte oder nicht. Dies nicht nur, weil ich sie inhaltlich teilweise fragwürdig fand, sondern weil sie sich doch sehr vom Thema entfernt haben. Andererseits habe ich in meinem Beitrag die Freiheit des Denkens und der Rede verteidigt und von daher das Bademeisterrecht dann doch recht freizügig ausgeübt.

Was den von @Rumpelstilzchen zuletzt beklagten Niveaumangel mancher Zuschriften angeht: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Vom PI-Forum sind wir jedoch in jeder Hinsicht weit entfernt.

Kurz noch zu @Anja - eine der Zuschriften, die ich nur zögerlich freigestellt habe. Die dort nahegelegte und durch den Verweis auf Äußerungen eines ehemaligen Boxweltmeister unterstrichene Unterscheidung nach Rassemerkmalen finde ich töricht. Ein solcher Vater könnte mir gestohlen bleiben, ehrlich. Ich selbst habe es seit jeher so gehalten, daß ich meinen Umgang unter charakterlichen Gesichtspunkten ausgewählt habe - die Hautfarbe ist für mich kein Kriterium.

Dank an alle - einen schönen Sonntag und bis zum nächsten Mal.
Westpreuße
26. Juni 2016 10:25
Herr Meyer,
wie fast immer sehr lesenswerte, kluge und "horizonterweiternde" Gedanken Ihrerseits. Man muß nicht mit allem einverstanden sein,
aber ich denke, das erwarten Sie auch nicht...

Auch im Kommentarbereich gute Gedanken, die weiterhelfen bzw. Ihrem Geschriebenem neue Facetten hinzufügen.
Daneben haarsträubende Zumutungen an die Vernunft bzw. verschwörerische Äußerungen hinsichtlich "Sachen" und "Personen" ,
daß man sich wirklich fragt:
Geht es um die Mühen der Ebenen im gegenwärtigen politischen Alltag oder geht es um obskure Vermutungen, die einflüsternd die schädigen sollen, die doch "demokratisch Rechts" stehen...

Und es wird hier vereinzelt das verteidigt, was eben nicht zu verteidigen ist: Prinzipielle Judenabneigung und Judenhaß, feinsinnig oder grobschlächtig verpackt... Haben "Vater + Mutter" denn nicht gesagt, was gut ist und was nicht?!

Herr Meyer, zu Ihren Vermutungen, daß religiöse Elemente und Strukturen zu den ganzen Fimmeln gehören, von denen weite Teile der politisch-medialen Klasse und ihre willigen Helfer befallen sind:

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß mit diesen armen Tröpfen nicht vernünftig zu reden ist. Es geht nicht. Es geht wirklich nicht...
Daneben aber einige wenige sehr intellektuell-kühle Argumentierer. Auch erlebt. Die sagen glatt: Was du befürchtest, das wollen wir...Was dir Angst macht, verschafft uns Genugtuung...Wir wollen das mit allen Konsequenzen...

Zum religiösen Aspekt (unter Bezugnahme auf Ihren Text):
Religiöse Strukturen: teils - teils; eigentlich aber nicht...
"Religio" setzt ja eine Rückbindung an Heiliges jenseits von uns, also außerhalb von uns, voraus. Der Ruf, der mich trifft...oder aber eben nicht...Ich muß ihn aber auch hören! Also eine Religion; kann aber im Kantschen Sinne dann eben auch "nur" (ist aber unendlich viel) das moralische Gesetz in mir und der bestirnte Himmel über mir sein...(Kant)...

Mir erscheint soviel "Götzenhaftes" in der Vergötzung des Fremden zu sein.
Der von ihnen erwähnte Luther sagte: "Woran du aber dein Herz hängst, das ist dein Gott." (Großer Katechismus). Er bezog sich allerdings auf den Mammon, also Hab und Gut. Würde er heutzutage vielleicht anders illustrieren...

Und Luther sprach vom "homo incurvatus in se", dem in sich selbst gekrümmten und verkrümmten Menschen. Hat er von Augustinus übernommen und weiter entwickelt...
Dieser Mensch macht sich selbst zum Maßstab aller Dinge. Auf die "Willkommenskultur" bezogen: Dieser Mensch schafft sich seinen Götzen. Er kann zu allen Themen "Götzen erschaffen": Willkommenskultur, Ausstieg aus der Kernenergie, Alternativlosigkeit als nicht hinterfragbares Prinzip politischen Handelns, Bürokratie- Monster EU in Brüssel als "vom Himmel gefallen" usw. und so fort...
Praktische Sache das:
Ich, der Götzen-Erschaffer: Auf die Knie, wehe wenn nicht...

Sigmund Freud hatte in seinem Exil in London auf seinem Schreibtisch eine Kollektion von Götzen jeglicher Art, die er sammelte;
aus allen Kulturen und allen Zeiten:
Aus Stein gehauen, geschliffen; aus Holz und sonstigen Materialien geschnitzt, aus Lehm und Ton gebacken.., geformter erdiger Stoff usw.
Diese "Fimmel" heute sind die Götzen unserer Zeit:
Schaffen Wohlbefinden, macht "sich gut fühlen", auf der richtigen
(= guten) Seite zu stehen, überhaupt ein Guter zu sein, eine Gute..., ethisch-moralisch sich überlegen fühlen, EINS zu sein mit seinem Götzen; anderen Menschen sich überlegen fühlend, andere Menschen belehren dürfen, ja "müssen"...! Eine tiefergehende Bindung kann ich nicht erkennen...
Eben der in sich gekrümmte und verkrümmte Mensch...
: Grüße von der Weichsel

Meyer: Als letzter Nachzügler akzeptiert.
Anja
26. Juni 2016 21:52
Sehr geehrter Herr Meyer,

ich nehme Ihre Kritik an und möchte dem nichts hinzufügen!

Mit freundlichen Grüßen!

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