20. Oktober 2016

Kubitschek und Sellner auf dem PEGIDA-Jubiläum

von Nils Wegner / 50 Kommentare

Am vergangenen Sonntag, dem 16. Oktober, feierte die PEGIDA auf dem Dresdner Theaterplatz mit gut 8000 Teilnehmern ihr zweijähriges Bestehen. Redner waren neben Jürgen Elsässer auch Martin Sellner und – als Abschlußredner – Götz Kubitschek.

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Dabei gab es genug Anlaß zu einem Resümee, war doch im Frühjahr 2015 ein Sonderheft der Sezession erschienen, das einer eingehenden Analyse der Bewegung und einer Auslotung ihrer Chancen verschrieben war. PEGIDA im Oktober 2016 stellt sich wiederum ganz anders dar als noch vor eineinhalb Jahren – aber sie stellt sich dar, was vor allem für die Beharrlichkeit des Bürgerprotests und die unverminderte Aktualität seiner Forderungen spricht.


Darauf kam Sellner in seiner Ansprache unumwunden und dankbar zu sprechen: Die von Dresden ausgegangene Bewegung hat in den vergangenen zwei Jahren europaweit ausgestrahlt und ein leuchtendes Beispiel des heimattreuen Widerstands auf der Straße abgegeben – gegen »die wahren Hetzer und die wahren Heuchler«.



Götz Kubitschek stellte abschließend die besondere Bedeutung der Hartnäckigkeit und Widerstandskraft der einwanderungs- und regierungskritischen Kräfte in Mitteldeutschland in den Vordergrund. Auch wenn sich moralische Instanzen und Charaktermasken des "Wir schaffen das!" – beispielsweise Armin Laschet und – medial und auf Bürgerkosten in ihrem guten Gewissen suhlen: Der Osten hält stand!

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Kommentare (50)

ulex
20. Oktober 2016 12:52
Ich war nie Freund dieser Zahlenspielereien, wie sie rund um die Pegida-Veranstaltung ne zeitlang üblich waren.

Anfangs hat Pegida sicherlich durch eher wohlwollende Polizei-Zahlen profitiert, wie diese bei "etablierten" Veranstaltungen auch üblich sind - dafür muss sich Pegida heutzutage etwas mit diesen teils doch sehr hochgeschönt-geschätzten Zahlen der Vergangenheit vergleichen lassen.

Aber grad deshalb sollte man sich natürlich auch nicht kleiner machen als man ist.

Wenn nicht-wohlgesonnene Beobachter wie "Durchgezählt" von 6000 belegten Quadratmetern ausgehen, sind 8000 Leute sicherlich zu gering angesetzt. Normalerweise geht man bei solchen Flächenschätzungen von 2-4 Leuten pro Quadratmeter aus:

Zwei Leute nebeneinander und die berühmte Armlänge Abstand nach vorn sind bis zu vier Leute pro qm ohne dass es wirklich eng ist.

Lange Rede kurzer Sinn - so 12-15.000 waren es dort schon. Wie gesagt - nicht wirklich entscheidend, aber zu klein und sollte man sich dann selber nicht unbedingt machen.
Johannisthaler
20. Oktober 2016 14:37
Infolge des Streits mit T. Festerling sinkt natürlich die Zahl der Demonstranten. Am wichtigsten ist jedoch der Größenvergleich zwischen der Pegida-Kundgebung und den Gegendemonstrationen. Er zeigt, daß die Mainstream-Medien, die Blockparteien, Kirchen und Gewerkschaften mit ihrer Propaganda mindestens in Sachsen und den daran grenzenden Bundesländern weitgehend gescheitert sind.
cherusker69
20. Oktober 2016 15:04
Ich fand die Rede von Götz Kubitschek und Martin Sellner sehr gut. Herr Kubitschek sprach mir aus der Seele und als er die linken Ideologen beschrieben hat musste ich schmunzeln.Bravo kann man da nur sagen.
ulex
20. Oktober 2016 15:15
@Jannisthaler:

Na, die Festerlingsache ist doch ziemlich abgeperlt und ausgestanden - und den ganzen Sommer über hat man doppelt soviele Leute wie im Vorjahr auf die Strasse gebracht.

Demobilsierend wirkt, dass man sich einerseits (zumindest in Dresden um weiten Teilen Sachsens außer Leipzig) zu Tode gesiegt hat:

Das anfangs große Prickeln mit einem unerhörten Akt, der Wahrnehmung demokratischer Grundrecht, öffentlichen Raum zu erobern ist einfach der Selbstverständlichkeit gewichen eben dies zu tun. Da bleibt natürlich der ein oder andere öfter zuhause.

Gilt für uns übrigens auch -und auch die Schnellrodaer Reisegruppe ist sicherlich nicht mehr so oft da wie am Anfang, oder?

Und dann kommt natürlich - vermeintlich - noch hinzu, dass man jetzt ja auch einfach zur Wahl gehen und - vermeintlich - den Profis von der AfD dann die Protest-Politik überlassen kann.


Aber ansonsten voll Zustimmung -und wenn man sich vor Augen führen will was Pegida in nur zwei Jahren gebracht hat, muss man sich ja nur anschauen wie öffentliche Veranstaltungen in Mitteldeutschland (außer Leipzig, Jena und Potsdam) ablaufen, und wie "im Westen"

Und wie "im Osten" Diskussionen in den Kneipen und im Freundes- und Familienkreis geführt werden und wie "im Westen".

Von einer doch etwas anderen Form der Berichterstattung über Ausländerthemen (Täterherkunft im Regelfall fast immer genannt hierzulande) selbst in etablierten Medien mal ganz zu schweigen.
Andreas Walter
20. Oktober 2016 15:36
Das ist doch vollkommen egal, wie viele es bei PEGIDA sind. Es ist sogar egal, ob die AfD nächstes Jahr Bundesweit 15, 20 oder sogar 30% erzielt.

Fühlt sich zwar dann gut an, nicht mehr ganz alleine mit seiner Meinung und seinen Überzeugungen zu stehen, doch was nützt es einem Recht zu haben, wenn man trotzdem nicht zu seinem (in dem Fall Existenz-)Recht kommt.

Solange Patrioten in Deutschland daher nicht die Mehrheit sind wird sich in diesem Land nichts grundsätzlich ändern, was seine Zerstörung aufhalten könnte. Ich sage bewusst könnte, denn selbst dann wird es noch Widerstand gegen Deutschland und die Deutschen geben, nämlich den aus dem Ausland.

Um diesen Widerstand zu brechen muss man nämlich Leitkultur sein, werden. Doch davon sind wir mit unserem Zank um den richtigen Weg in die Zukunft noch Meilenweit entfernt. Eine Leitkultur muss nämlich alle Anderen in sich vereinigen, plus(!) einen neuen, erlösenden, problemlösenden Aspekt liefern.

Diese neue Leitkultur wird darum, muss darum auch eine Internationale sein. Eine Internationale aber, die kein Problem mit Grenzen hat, weil ihr Ziel eh Selbstversorgung, Wiederverwertung, fast geschlossene Kreisläufe sind. Sie wird daher weder globalistisch kapitalistisch noch kommunistisch, und auch nicht muslimisch (Eroberung) oder christlich sein (Mission). Sie wird eher das sein, was auch die VSA eines Tages werden werden sobald sie erkennen, dass ihre Zeit der Weltherrschaft vorbei ist. Sobald das letzte Imperium gefallen ist und wir dann in einer neuen, multipolaren Welt leben, in der alle gemeinsam daran arbeiten, die Probleme aller zu lösen, denn es sind überall die Gleichen.

Energie und/oder Rohstoffmangel bei zunehmender Bevölkerung. Sind diese Probleme nämlich gelöst, gar nicht vorhanden, leben die Menschen auch so ganz friedlich nebeneinander, fast ohne Krieg, sogar ohne den der Religionen.
la vie est belle
20. Oktober 2016 15:36
Hmm. Also zunächst bin ich sowohl den Dresdenern und Leuten wie Kubitschek äußerst dankbar für das Engagement, ohne dass wir wahrscheinlich schlichtweg untergehen würden.

TROTZDEM. Es muss nach 2 Jahren beharrlichem Demonstrierens (ich war selbst dabei, nicht immer, aber oft) unbedingt gefragt werden dürfen, ob das WIE einer Überprüfung unterzigen werden darf. OB der Protest legitim ist, steht dabei überhaupt nicht zur Debatte. Natürlich ist er legitim und bitterst nötig.
Nun sollten aber auch neue Ideen zur Verlebendigung der PEGIDA-Bewegung her. Auf einem Platz zu stehen und unter seines Gleichen zu demonstrieren scheint der Elite weit weniger auszumachen, als wenn auf deren öffentlichen Auftritten die Stimmung von UNS bestimmt wird. Man erinnere sich an den 3. Oktober oder Hr. Maas, der in Sachsen so etwas ist wie ein herumlaufender Buzzer.

Was lernen wir daraus??? Falls jetzt der neue Bundschuh entsteht, dann bin ich dabei...;) Kann man auch gerne Pegida Action Commando Kings (P.A.C.K.) nennen, ist mir egal. Gewinnen ist alles.
Arminius Arndt
20. Oktober 2016 15:51
Wenn bei einer >500tsd Einwohner Stadt 8-10tsd Teilnehmer, zum Teil noch aus dem ganzen Umland, dazu reichen, dass der Osten steht, dann ist das nur noch binnenwirksam, also fishing for compliments bei den anwesenden Teilnehmern. Kann ich nachvollziehen, denn den wenigen Standhaften muss man Mut zu sprechen. Objektiv betrachtet ist es aber eine beschönigende Darstellung.

Nüchtern betrachtet scheint Pegida eher ein Auslaufmodell zu sein, bzw. es wurde entsprechend ausgesessen und tot geschrieben. Denn eigentlich hätte die gute Zeit für Pegida im September letzten Jahres beginnen müssen und bis heute andauern müssen - da war sie aber fast vorbei. Die schillernden Figuren wie Bachmann und interne Streitereien im Orga-Team mögen evtl. auch nicht förderlich gewesen sein, aber wer weiß schon, was da wirklich gelaufen ist, wenn er nur auf internetquellen angewiesen ist.

Wie auch immer, ich will jetzt wahrlich nicht überziehen oder das Ganze schlecht schreiben, da ich den Teilnehmern an den Demos nach wie vor hohen Respekt zolle, aber dennoch sollte der Blick nach vorn auch darauf gerichtet werden, wieder mehr Teilnehmer zu bekommen, um so wieder mehr Beachtung zu finden.

Vereinzelte Putin, Putin Rufe, so sie denn tatsächlich in beachtlicher Zahl vorgekommen sind (war nicht dabei), sind sicher diesem Ziel nicht zuträglich, denn eine nationale Bewegung darf NIE auf einen Retter aus dem Ausland hoffen oder diesem zujubeln. Das ist ein - man verzeihe das neudeutsch - No-Go! In der deutschen Sache wird es keinen deus ex machina geben. Wir müssen uns schon wie Münchhausen selbst am eigenen Schwanz aus dem Sumpf ziehen.

PS: Sollte es jemals wieder eine Pegida Demo in Würzburg geben, werde ich dabei sein.
Hajo Blaschke
20. Oktober 2016 16:49
ulex
Und dann kommt natürlich – vermeintlich – noch hinzu, dass man jetzt ja auch einfach zur Wahl gehen und – vermeintlich – den Profis von der AfD dann die Protest-Politik überlassen kann.

Ich denke auch, dass es im Sinne einer nachhaltigen Alternative für Deutschland äußerst gefährlich ist, den "Profis" der AfD das Zepter zu überlassen. Da sind sehr viele, für die die AfD lediglich eine Alternative für sich selbst ist. Die AfD benötigt, wenn sie alternative Politik wirklich machen soll, einen "Aufpasser", der auf der Straße seine Meinung offen kundtut.
deutscheridentitärer
20. Oktober 2016 16:51
PS: Sollte es jemals wieder eine Pegida Demo in Würzburg geben, werde ich dabei sein.


Aha?! Sie sind also ebenfalls Würzburger? Sehr gut, kann ich da nur sagen. Ja Wügida ist letztlich ja auch gescheitert, trotz eines guten Starts. Die Gründe dafür sind schwer auszumachen. Der Antifadruck war nicht von der gewalttätigen Qualität wie etwa in FFM. Trotzdem schreckt einen bürgerlichen Teilnehmer der obligatorische Spießrutenlauf durch geifernde, aufgepeitschte Massen von Minusmenschen ganz klar ab.
Auffällig war auch, dass der Rückgang der Teilnehmerzahlen mit einer verstärkten Präsenz von Leuten aus dem NW Spektrum zusammenfiel. Auch das schreckt Bürgerliche ab, die Demodisziplin wird gefährdet und die Presse schreibt sich daran fest. Meiner Meinung nach hätten hier Platzverweise/Teilnahmeverbote ausgesprochen werden müssen. Ich verstehe aber auch den Standpunkt, sich nicht spalten zu lassen. Das Wetter war letztlich auch nicht so gut und das Momentum hat sich verloren. Naja. Was mich schockiert hat, war dass selbst Charlie Hebdo in Dresden keine Steigerung der Teilnehmerzahlen bewirkt hat. Unverständlich für mich die Mentalität dieses Volkes.
Haben sie schon mal bei der lokalen IB vorbeigeschaut?
Der_Jürgen
20. Oktober 2016 16:58
Ich sehe äusserst selten irgendwelchen Anlass zur Kritik an Kubitschek, muss aber zugeben, dass ich seine Dresdener Rede nicht optimal fand. Er hat viel zu viel Zeit an den STERN-Schmierfinken Michael Jürgs verschwendet, der ja nur eines von unzähligen Beispielen für die Machenschaften der Lügenmedien ist.

Anstatt eines solchen Herumhackens auf einer intellektuellen und moralischen Null, die vermutlich zwei Dritteln der Kundgebungsteilnehmer kein Begriff war, wäre es vielleicht besser gewesen, die demographische Katastrophe, in die Deutschland schlittert, mit einigen Zahlen zu veranschaulichen oder darauf hinzuweisen, dass das Regime mit seiner Politik der offenen Grenzen permanenten Verfassungsbruch begeht, weil laut dem Asylparagraphen niemand, der über ein EU-Land einreist, Anspruch auf Einreichung eines Asylantrags hat. Diese elementare Tatsache wird von patriotischer Seite viel zu wenig betont.

Trotzdem, eine gelungene Veranstaltung, zu der man gerne gratuliert. Nur: Wie geht es weiter mit Pegida?

@Arminius Arndt

Obgleich entschiedener Befürworter der Putinschen Aussenpolitik (nicht seiner Innenpolitik), muss ich Ihrer Aussage beipflichten, dass es ein Fehler wäre, auf einen Retter aus dem Ausland zu hoffen. Putin ist durchaus deutschfreundlich, orientiert sich jedoch, wie jeder normale Staatsmann, bei der Gestaltung seiner Politik ausschiesslich an den Interessen seines eigenen Landes. Ebenso wenig wie die mythischen reichsdeutschen Flugscheiben in der Antarktis, an die manche Rechten immer noch unverzagt glauben, wird der russische Bär für die Deutschen die Kastanien aus dem Feuer holen.
Olaf
20. Oktober 2016 17:18
@ulex
@Johannisthaler

Die Zahlenermittlung ist keine bloße Erbsenzählerei. Es ist eine zentrale Angelegenheit. Ich denke ebenfalls, Herr Kubitschek gibt zu geringe Zahlen an -- vermutlich aus falscher Bescheidenheit, oder er braucht bald eine Brille.

Eine Beobachtung am Rande: als wir am Sonntag den Platz betraten (wir kamen von Süden und gingen an der Semperoper vorbei) sahen wir, daß die Polizei die Teilnehmer mit Hilfe eines Hand-Klick-Zählers genau erfaßten. Der Polizist bestätigte uns sein Tun auf Nachfrage und fügte -- auf unsere Aufforderung ja genau zu zählen -- hinzu: "Es kommt darauf an, was die Presse daraus macht."

Die Polizei verfügt also über g e n a u e Zahlen -- und dennoch werden die parteiischen Angaben einer linken "Studenten"-Initiative als offizielle Zahlen von allen Presse- und Medienorganen anerkannt! Ein Skandal ohnegleichen!!

Schon bei einer solchen einfachen Angelegenheit: manipuliert und lügt das gesamte System Hand in Hand mit den Linksradikalen!!
ulex
20. Oktober 2016 18:25
@Arminius

Naja, das sind halt letztlich die >1 Prozent die man gem. Grundidee von Jüngers Waldgang, aufgegriffen von Einprozent, braucht um das Land zu verändern.

Wenn man von Dresden schon auf ganz Sachsen und weite Teile des Ostens entsprechend abstrahlen kann,ist das doch - realistisch betrachtet - schon viel.

Insbesondere wenn man schaut wo man noch vor 2 Jahren stand.
Arminius Arndt
20. Oktober 2016 18:31
@deutscheridentitärer,

Würzburger bin ich nicht, aber aus der Region und Würzburg war immer die nächstgelegene Demo für mich, Nürnberg schon wieder zu weit für einen Montagabend.

Ich gebe Ihnen in Ihrer Analyse recht. Pegida Würzburg hat, um etwas positives daraus zu ziehen, recht deutlich gezeigt, wie im vermeintlich stockkatholischen Bayern im Zweifel katholische Kirche, Medien, Linke und CSU sogar mit der Antifa, wenn auch nur zum Teil durch schweigende Duldung, zusammenarbeiten um die eigenen - durchaus divergierenden - claims gegen Dritte, die störend wirken, zu verteidigen. War also sehr entlarvend.

Ich denke aber, gerade in Bayern kann vernünftiger, rechter Protest nach wie vor einiges bewirken, denn viele haben auch hier die "Faxen dicke".

PS:
Ich bin lokal nicht vernetzt und auch in keiner Partei.
ulex
20. Oktober 2016 18:39
@Der_Jürgen

Weiß ich nicht - wenn man sich die Sachsen-Bashing-Coverstory des "Drecksblatts Stern" (Herr Götz am Sonntag) von heute anschaut, war dieser Passus doch eher prophetisch.

Und so rein taktisch ist es - wenn man Aufmerksamkeit und Wirkungstreffer erzielen will - vermutlich garnicht so doof sich an der zweiten und dritten Garnitur abzuarbeiten.

Man denke an Augstein nach dem IB-Besuch - und gerüchteweise hat Käßmann danach und spätestens als sie Gauck-Videos ge-youtubed hat vor Schreck auch gleich fürs Präsidentenamt abgesagt, damit es ihr nicht jede Woche so geht :-)

Auch Claudia Roth war nach dem 3. Oktober ja schwer getroffen - und ein Kasek oder Jung lamentieren dauernd rum, dass sie am liebsten das Land verlassen würden.

Und all dies wg so ein paar harmlosen deutlichen Worten.

Insofern - sich einzelne Vertreter des Systems rauszupicken und dadurch alle paar Wochen ne mediale Sau durch den bundesrepublikanischen Saustall zu treiben kann mE ein durchaus sinnvolles Element sein.

Man befindet sich ja immer noch auf der Strasse und nicht im Hörsaal.

Wohl gemerkt solange man es nicht zu pöbelnd-niveaulos macht, denn immerhin repräsentiert Peggy in Sachsen die bürgerliche Mitte.
Mike Stronglin
21. Oktober 2016 00:14
Schönster Teil von Kubitscheks Rede: Verbale Artilleriesalve auf linken Bückling https://youtu.be/tUVP3ayTz2I?t=4m58s
eulenfurz
21. Oktober 2016 00:45
Auch, wenn es die Masse johlen läßt: Es geziemt sich nicht, auf derartigen Tribünen und bei ernsten Anliegen über die Physiognomien seiner Gegner herzuziehen, dieses Niveau sollte man nicht erklimmen, bestenfalls in der Satire.

Ansonsten ist Pegida eine Eigenmarke und daß diese steht, ist besser als wenn sie verraucht wäre. Aber la vie est belle hat Recht: Der friedfertige, moderate und anfangs schweigsame, und dennoch vom Establishment diskreditierte Protest fordert nach neuen, kreativeren Formen. Wir leben im Medienzeitalter, und der dritte Oktober war für manch einen unserer heißgeliebten Repräsentanten ein wunderbares Erweckungserlebnis.
KAB
21. Oktober 2016 07:15
Hervorragende Rede von Kubitschek. Er gibt der Zumutbarkeit die längst überschritten ist durch die Beschreibung dieser Talkshow Gäste ein Gesicht - authentisch da er mit der Beschreibung dieser Versager sich selbst in einen Zustand des angeekelt-bis zornig-sein versetzt was man ihm gut ansieht.
An der Auswahl der minderwertigeren TV-Talker, Würdenträger und PolitikClowns sieht man sehr deutlich das die letzte Runde des grossen Mensch-Ärger-Dich-Nicht(oderDoch) Spieles läuft. Die Taktgeber im Hintergrund sind alt und schwach geworden, sie sterben bald – mit dem Wissen das DeutschSein wesentlich mehr als das feinstofflich greifbare und zerstörebare ist.. Leider verloren :D
Hajo Blaschke
21. Oktober 2016 08:50
Die Proteste in der DDR begannen lange vor den Demos in Leipzig. Bereits Ende der 70er gab es Bürgerdemos (auch wöchentliche) gegen die Politik der DDR-Führung in Plauen, Jena und anderen Städten. Aus diesem Grunde denke ich, dass auch Pegida einen langen Atem braucht. Lenin (den ich nicht gerne zitiere, aber wenn er recht hat ..) hat gesagt: Eine Idee wird zur materiellen Gewalt, wenn sie die Massen ergreift.
Meier Pirmin
21. Oktober 2016 09:03
@eulenfurz. Das mit den Physiognomien wurde früher gelegentlich auch von Grass, Böll und anderen zur Feindkennzeichnung gepflegt, am widerwärtigsten in den 80er Jahren vom Spiegel gegen Helmut Kohl, nicht nur vereinzelt, sondern permanent. Wenn es Julius Streicher im "Stürmer" schon gemacht hatte, wollte man sich auf der linken Seite nicht lumpen lassen. Wollte man es näher kritisch untersuchen, müsste man sich mit dem Spannungsfeld zwischen Lavater (Physiognomiker) und Lichtenberg (radikaler Kritiker bis hin zur satirischen Kritik) befassen, ferner zur Stellung Goethes zur Physiognomik bis hin zu Max Picard. Ausserdem gibt es eine Art naturheilkundliche Physiognomik, die man auf den antiken Aristotelesschüler Theophrastus zurückführen kann. P.v. Matt schrieb das Buch "Fertig ist das Angesicht".
Dietrich Stahl
21. Oktober 2016 09:48
Ein Sonnenscheinfenster tat sich symbolhaft auf in Dresden. In einem ansonsten eher novemberhaften Oktober. Extra für den 2. PEGIDA Geburtstag lächelte der Himmel.

Der Osten hält stand!!!


Diesen Satz riefen sowohl Sellner als auch Kubitschek den PEGIDA Geburtstagskinder zu.

GKs Rede war auch vom Redetechnischen her TOP.

[MS, das ist keine Kritik, aber ein Hinweis. Sie werden noch viele Reden halten, nehme ich an. Effektivität ist wichtig für einen Aktivisten. Dazu gehört unbedingt klare, verständliche Aussprache in angemessener Lautstärke … Ich darf Ihnen das sagen, denn ich habe damit auch meine Probleme. Eine Freundin von mir unterrichtet Gesang, Atemtechnik, richtiges Sprechen. Ich habe schon etliche Stunden Sprachausbildung bei ihr genommen.
In Wien gibt es da sicher auch Möglichkeiten; und ein paar Stunden Unterricht wären eine gute Investition.]

Ich habe mir außer den Reden der Sezessionisten (jeweils zwei Mal) auch die von Elsässer und Stürzenberger angeschaut.
Alle vier fokussierten auf das, was bereits erreicht wurde und auf das Ziel des Widerstandes: Freiheit für das deutsche Volk. Und alle hoben die Rolle des Ostens hervor.
Die Haltung der Redner strahlt aus. Ihre Hingabe an die Aufgabe – mit Humor und heiterer Gelassenheit.

Jede Rede fand ich auf ihre Art gut.

Stürzenberger und Elsässer bezogen sich auf den „Wind der Veränderung“.

Anfang und Ende der Rede Stürzenbergers:

Der Wind beginnt sich zu drehen.


Elsässers Eingangssatz:

Dresden - Von hier geht der Wind der Freiheit und der Veränderung aus.


Auch „Kleinigkeiten“ wie Elsässers und Stürzenbergers Dank an die Polizei sind wichtig. Verbündete werden dringend gebraucht.
Bei Stürzenberger fand ich den Aufruf zum Festhalten am fröhlichen Widerstand, ohne vulgäre Beschimpfung und ohne Gewalt, wichtig.

Martin Sellner beginnt seine Rede mit der Erinnerung an den Traum, den er bei seiner ersten PEGIDA Rede geäußert hatte. Der Traum hat sich inzwischen [fast] erfüllt: Merkel wurde mit Buh Rufen von den Straßen Dresdens verjagt.

Das war der kraftvolle Auftakt einer vor allem auch visionären Rede:

Es werden für uns Zeiten des Feierns und der Freude kommen. … Stellt Euch vor, alle Menschen, die PEGIDA auf Facebook geliked haben, alle Leute die die AfD wählen … würden an einem einzigen Tag mit uns auf die Straße gehen.


Götz Kubitschek hielt eine sehr kämpferische Rede. Seine Entlarvung der Feinde des deutschen Volkes mit sehr deutlichen Worten, anhand der Talk Show „Vier gegen Eins“, und besonders seine Analyse der Situation sind brilliant:

Was an Platzeck auffiel sollte uns Hoffnung machen. Er rutschte, ob er wollte oder nicht in Richtung Poggenburg. … In den Ebenen unter ihm bricht und bröckelt es; und es rutschen die SPDler ebenso Richtung AfD wie die CDUler und die Linken sowieso.
Der Westen versteht den Osten nicht und will ihn maßregeln. Der Osten kennt den Westen nur zu gut und hat es satt, gemaßregelt zu werden, hat es satt, dafür gescholten zu werden, dass er Deutschland nicht mit der Bundesrepublik verwechselt.


Kubitschek schließt kämpferisch vorwärtsweisend:

Der Westen ist das Land der unbegrenzten Zumutbarkeiten. Der Osten nicht. Der Osten hält stand!!


@Andreas Walter
@Arminius Arndt

doch was nützt es einem Recht zu haben, wenn man trotzdem nicht zu seinem (in dem Fall Existenz-)Recht kommt.
Solange Patrioten in Deutschland daher nicht die Mehrheit sind wird sich in diesem Land nichts grundsätzlich ändern, was seine Zerstörung aufhalten könnte.


Nüchtern betrachtet scheint Pegida eher ein Auslaufmodell zu sein, bzw. es wurde entsprechend ausgesessen und tot geschrieben. Denn eigentlich hätte die gute Zeit für Pegida im September letzten Jahres beginnen müssen und bis heute andauern müssen – da war sie aber fast vorbei.


Es ist nur zu verständlich, dass Foristen hier manchmal zweifeln: Wie geht es weiter? Wie können wir diesen Moloch besiegen?

Die Rock/Blues/Hippie-Scene des Ostens war von Beginn an vor allem auch eine widerständige.
„Langhaarige“, von der Obrigkeit als „Gammler“ etikettiert, gab es in der DDR schon ab Mitte der 60iger Jahre.
Die erste Single der Blues Kult Band des Ostens „Engerling“ erschien 1977 bei AMIGA. Der einfache Refrain spiegelt die Ost-Mentalität – bis heute.

Der Kehrreim, ein wenig abgeändert:

Da hilft kein Jammern,
da hilft kein Jammern,
da hilft niemals zu jammern,
da hilft nur Weitergehn.


Engerling – Da hilft kein Jammern – 2013
https://www.youtube.com/watch?v=mlP0yYh96D0

Es ist wichtig, jetzt zusammenzustehen – wie GK, MS, noch mal MS, und JE mit ihrem gemeinsamen Auftreten bei PEGIDA demonstrieren.

Alle vier vereint der Geist der Freiheit und der Liebe zu Deutschland. Das „kommt rüber“. Jeder ermutigt auf seine ganz eigene Weise zum Widerstand.

Genau das brauchen wir wie die Luft zum Atmen.

Einfach weitergehn.
Monika
21. Oktober 2016 09:59
Qualität & Quantität

Stefan Locke von der FAZ ist immer strebend bemüht, sowohl Qualität als auch Quantität von Pegida herunter zu schreiben:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/weniger-teilnehmer-kommen-zum-2-pegida-jahrestag-14484171.html


1. Zur Quantität
Zeitgleich mit Pegida in Dresden demonstrierte in Paris die "Demo für Alle" :
http://www.kath.net/news/57144
Auch dort schwanken die Zahlenangaben. Zwischen 24 000 und 200 000 Teilnehmer sind angegeben.
Die Atmosphäre dort ist frisch und fröhlich. Und signalisiert uns Deutschen:
Massen können auch befreiend wirken !

2. Zur Qualität
Auch qualitativ ist Pegida nicht am Ende, so lange dort Kubitschek und Sellner sprechen. Auf die Qualität von Martin Sellner wird endlich auch das Österreichische Fernsehen aufmerksam. Nach diesem fulminanten Auftritt von Martin Sellner sehe ich nun wirklich nicht mehr schwarz, geschweige denn braun... :
http://www.servustv.com/at/Medien/Talk-im-Hangar-7147
Winston Smith 78699
21. Oktober 2016 10:19
@ Arminius Arndt
PS: Ich bin lokal nicht vernetzt und auch in keiner Partei.

Bitte lassen Sie sich von der SIN-Redaktion meine Email-Adresse geben. gmx bietet auch Verschlüsselung an. (Klar kann die vielleicht geknackt werden oder ist gar von vorneherein eine Farce, aber wenn man beim Gegner solchen Aufwand annimmt, dann muß man auch davon ausgehen, dass er sowieso alles weiß. Oder er ist gar nicht so groß, wie er aussehen will.)
Erik
21. Oktober 2016 10:37
Inhaltlich gibt es an den Reden nichts zu meckern. Leider fehlen der „Rechten“ aber die elektrisierenden Rhetoriker, welchen es gelingt die zuhörende Masse fest in ihren Bann zu ziehen.
otto
21. Oktober 2016 11:14
"die Fresse der linksliberalen BRD" - gigantisch!
Holzfäller
21. Oktober 2016 13:07
An Monika:

Wo bitte sehen Sie einen fulminanten Auftritt? Sellner hat bewiesen das er ein gutes Bild auf der TV-Bühne abgeben kann, spricht flüssig, kommt dabei sympathisch rüber, auch wenn er wie ein Junge unter Erwachsenen wirkte. Inhaltlich vertrat er im Prinzip nichts anderes als was auch der österreichische Außenminister Kurz von sich gibt, (Aufnahme im Rahmen der Möglichkeiten, bestmögliche Integration, sichere Grenzen usw.) wenn Remigration lediglich bedeutet, dass abgelehnte Schutzflehende abgeschoben werden, dann kann man den Laden auch gleich dichtmachen. Ich weiß das Konservative leicht in Enthusiasmus zu versetzen sind, seit mit der IB und Pegida endlich Aktionismus abseits der Lesestuben Einzug hielt, deshalb sollte Kritik aber nicht sakrosankt sein.
KAB
21. Oktober 2016 13:56
Grandioser Martin Sellner bei ServusTV, danke für den Link @ Monika. Der grüne psychopathische alte Herr der grünen liefert auch ausreichend Ziele. Tolle Unterhaltung um den Feierabend einzuleiten :)
Westpreuße
21. Oktober 2016 14:51
@ Monika, liebe...
Ich sehe, daß Sie hier kommentieren. Noch einmal ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort auf meinen Kommentar beim letzten "Das war's" von Ellen Kositza. Ihr Kommentar hat mich sehr bewegt. Habe eine innere Bereicherung durch Sie erfahren...!

@ niemandundnix: Ich danke Ihnen. Sie sind "ein Treuer"...

@ Heinz Obst: Sie haben den Kommentar von @ niemandundnix, der an mich gerichtet war, auf eine sachlich falsche und menschlich ungehörige Art und Weise abgewertet, so daß ich mich nun doch gemüßigt fühlte, Ihnen meinerseits zu antworten... Höflichkeit ist nicht verboten. Bitte erst sauber recherchieren, dann kommentieren...
: Grüße von der Weichsel
Meier Pirmin
21. Oktober 2016 15:08
Sie haben wirklich null Ahnung was es bedeutet, vom Fernsehen im Ruf eines Extremisten eingeladen zu werden und dass man zuerst mal einen normalen, den Eindruck eines Extremisten Lügen strafenden Eindruck zu machen hat und zweitens gut und so oft wie möglich mehrheitsfähig wirkend argumentieren, was empfiehlt, sich auf das Machbare zu beschränken und nicht fundamentalistische Maximalforderungen herunterleiern. So verkauft sich ein professioneller Kommunist namens Gysi. Bis Sellner so geschickt ist wie dieser, muss er vom Auftritt und von der politischen Erfahrung her noch gewisse Fortschritte machen. Man muss ihm glauben, dass er demokratischer ist als die Linken, was vom Eindruck her erst mal geschafft werden muss. Auch kommunikationsmässig.
Monika
21. Oktober 2016 15:33
@Holzfäller

Kritik ist nicht sakrosankt, aber ich verstehe nicht genau, was Sie kritisieren. Für sein jugendliches Aussehen kann Herr Sellner nun wirklich nichts.
Fand ihn jedenfalls besser als Björn Höcke bei seinem ersten Fernsehauftritt. Statt ein Lambda-Fähnlein rauszuziehen, das Bild seines fast zu Tode gekommenen Kameraden und Foto des abgefackelten Autos seiner Eltern zu zeigen, das sorgte doch kurz für Sprachlosigkeit beim politischen Gegner.
Ansonsten können Sie, wenn Ihnen das zuwenig ist, in Linz etwas Flankenschutz bieten. Als Holzfäller dürften Sie kräftig genug sein.

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/linke-aktivisten-wollen-alternativen-kongress-verhindern/
deutscheridentitärer
21. Oktober 2016 17:25
Sie haben wirklich null Ahnung was es bedeutet, vom Fernsehen im Ruf eines Extremisten eingeladen zu werden und dass man zuerst mal einen normalen, den Eindruck eines Extremisten Lügen strafenden Eindruck zu machen hat und zweitens gut und so oft wie möglich mehrheitsfähig wirkend argumentieren, was empfiehlt, sich auf das Machbare zu beschränken und nicht fundamentalistische Maximalforderungen herunterleiern. So verkauft sich ein professioneller Kommunist namens Gysi. Bis Sellner so geschickt ist wie dieser, muss er vom Auftritt und von der politischen Erfahrung her noch gewisse Fortschritte machen. Man muss ihm glauben, dass er demokratischer ist als die Linken, was vom Eindruck her erst mal geschafft werden muss. Auch kommunikationsmässig.


Hier stimme ich Ihnen einmal völlig zu, mit der Ergänzung allerdings, dass Sellner sich in dieser Hinsicht glänzend behauptet hat.

Einzig allein, dass Dönmez ebenfalls sehr stark war, hat einen vollständigen "Sieg" Sellners verhindert.
Thomas
21. Oktober 2016 19:34
Viel Hass ist in Eurer Seele und Euren Reden.
Persönliche Anfeindungen sind peinlich.
Wahre Ursachen müssen angesprochen werden.
Hobby-Satiriker Simplicius Ernst
21. Oktober 2016 20:17
@ otto
„die Fresse der linksliberalen BRD“ – gigantisch!


Hat mir auch gefallen.

„Der Osten hält stand!“
Pegida Dresden, 2. Jahrestag, 16. Oktober 2016.

Man könnte natürlich tiefanalytische Grundsatzreden halten oder feurige Einpeitscher-Reden.

Nach meinem Empfinden hat es Götz Kubitschek sehr gut gemacht: Ganz souveräner, lockerer, leicht verdaulicher Redebeitrag. Eine Art Glosse in gesprochener Form. Fand ich - aus der Ferne - richtig angemessen an die Umstände.

- Was bin ich froh, dass es euch in Dresden mit eurem unerschütterlichen Einsatz, eurem selbstbewussten, gelassenen Mut vor der politisch-medialen Obrigkeit gibt.

Habe mir (erst) auf die Rede hin die angesprochene Talkshow „hart aber fair“ (mit Frank Plasberg) auf Youtube angeschaut. Doch, ja, Andre Poggenburg von der AfD hat meine volle Zustimmung, so wie er sich verhalten hat.

Oft kann ich diese linksgerichteten, massenmedialen TV-Brandmarkungs-Sendungen zu bester Sendezeit fast nicht ertragen, weil hier stets Arrangements geschaffen werden, mit der Absicht, die Rechten an den Pranger zu stellen, um sie dann vor aller Öffentlichkeit möglichst vorzuführen, lächerlich und verächtlich zu machen. Poggenburg hat erstaunlich gut Stand gehalten, - mit einem schelmischen Lächeln.

PS:
Man sollte für Pegida Dresden wirklich nicht erwarten, dass dort etwas in der Art einer Sportpalastrede gezündet wird. Das könnte nur ein Rohrkrepierer werden.
Gustav Grambauer
21. Oktober 2016 22:05
" ... daß Dresden ihnen und nicht der PEGIDA gehöre ..."

"... welche Beweise ... zur Untermauerung des Besitzanspruchs auf diese Stadt vorlegen will ..."

"Gehört die Stadt jetzt ihm - ich dachte immer, sie gehört der ganzen Menschheit."

"... eines dieser beliebten aus Zwangsgebühren finanzierten Spielchen ..."

"Können und dürfen wir die Lage in unserem Land heute hoffnungsvoller beschreiben ..."

"... Staatsapparat, der einfach so weitermacht ..."

Also im MDR läuft derzeit ein - innerhalb des Rahmens dessen, was das System der Masse sagen darf - revolutionärer und schonungsloser neuer Versuchsaufbau mit dem Titel "Wem gehört der Osten".

Ganz zu schweigen von den 90er Jahren in ihrer verlogenen Selbstgefälligkeit - selbst noch vor den zwei Jahren wäre es außerhalb des Vorstellbaren gewesen, daß eine solche Sendereihe vom MDR aufgekauft und ausgestrahlt, möglicherweise sogar in Auftrag gegeben wird. WDR, NDR, HR, BR usw. sind heute noch weit von dieser Räson entfernt. Es gibt noch eine Marascino-Kirsche auf dem Rahm auf der Butterkremtorte: die (Frank-Richtersche) Sächsische Landeszentrale für Politische Bildung bewirbt die Serie

http://www.slpb.de/blog/wem-gehoert-der-osten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1e1372ff4edde711ca45d8b62759c47e

und hat die Zusammenfassung in ihren Youtube-Kanal

https://www.youtube.com/watch?v=uP077rNcJwo

gestellt.

Die ersten Folgen, bei den "Städten" ging es sehr um die Geisterbahfahrt Dresdens mit US-Heuschreckenfonds bei den städtischen Wohnungen, sind vielleicht noch im Netz zu finden, die folgenden kommen an den kommenden Dienstagen um 22.05 Uhr wie gesagt im MDR:

http://www.mdr.de/wgdo/wemgehoertderosten100.html

Während das System gerade die Sanftheit als PR-Farce entdeckt

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article158520948/Nur-mit-Waerme-kann-Merkel-die-Populisten-schlagen.html

http://www.nzz.ch/international/ohne-worte-die-tv-debatte-zwischen-trump-und-clinton-in-handzeichen-ld.123164

hat Herr Kubitschek wieder zu seiner alten, ihm eigenen Rebellenführer-Form bei solchen Auftritten zurückgefunden. Freue mich auch immer besonders, wenn der durch die Feindstaatenklauseln bekräftigte Antagonismus Deutschland - BRD endlich klar herausgearbeitet wird.

Morgen schaue ich mir Marin Sellner an.

- G. G.
eulenfurz
21. Oktober 2016 22:56
@Meier Pirmin
Irgendwo stand ein Kommentar in einem Strang, ein empörter Aufreger, daß die Arbeitskollegen des Kommentierenden über die Physiognomien Berliner AfD-Abgeordneter ablästerten. Wenn man das eine nicht will ... Mein Gott, wir sind nicht mehr im 2. Jahrhundert, als nur junge, sehnige, hagere Recken das Land bevölkerten; der Fluch von Bastardisierung, Negativauslese und Zivilisation hinterließ und hinterläßt an uns allen Spuren, und manch eine häßliche Kreatur mag dennoch zum Kulturträger taugen, während mancher äußerliche Edelkrieger nur ein beflissener Kettenhund dummdreister Machthaber ist.

Erinnerlich beim Hören der Rede war mir Ernst v. Salomons Beschreibung seiner eigenen Beschreibung in der damaligen Presse, als er angeklagt vor Gerichte saß; er nahm's locker, daß man ihn mit fliehender Stirn und hinterhältigen Äuglein darstellte. Derartige physiognomische Lästereien sagen mehr aus über den Lästerer, als über den Verlästerten, also läßt man's besser bleiben, wenn man es nicht geschickter und zwischen den Zeilen verpacken kann.
Waldgänger aus Schwaben
22. Oktober 2016 08:25
Der Osten hält stand!


Unsere Eliten versuchen eine Spaltkeil in die Opposition zu treiben, wo immer sie einen Riss zu erkennen glauben. So wird angesichts der höheren Wahlergebnisse für die AfD im Osten, Pegida, der Demonstrationen am 3.10., im Westen ein Zerrbild gezeichnet: Hinterwälderischen Osten - weltoffener Westen.

Wir sollten da nicht die Spaltversuche des Systems unterstützen, in dem wir ein anderes Zerrbild zeichnen:
Widerständiger Osten - weichlicher Westen.

Jeder halte auf seinem Posten stand.
donna_alta
22. Oktober 2016 10:02
Ich möchte beiden Rednern von Herzen für ihre Reden danken, die ich mir gerade hier angeschaut habe. Mich haben beide sehr berührt und ich empfinde nur zu gut die Wut, die Herr Sellner und Herr Kubitschek vorsichtig durchblicken ließen. Was mussten und müssen sie nicht alles von unseren feisten Feinden hinnehmen und ertragen! Sie haben diese berechtigte Wut, die sich in unserem Volke breit macht, tröpfchenweise, stellvertretend hervorgebracht. Ich kenne diese Wut, sie bäumt sich in mir täglich immer mehr auf und nicht selten empfinde ich Ohnmacht und Angst. Ich habe Angst vor der Zukunft meiner Kinder in Deutschland. Doch diese Angst wird für mich Antrieb zum Widerstand bleiben, bis zum letzten Atemzug!
Doch bitte geben Sie den "Westen" nicht auf, es gilt hier den "mitteldeutschen Virus" weiter zu geben. Ich bin gerade dabei und spüre, dass ich auch hier mit meiner Offenheit zuerst nach einem gewissen Schockmoment auf vorsichtiges Schweigen, aber zunehmend auf Zustimmung stoße, auf eben diese Wut, die sich langsam aufbäumt. Vielleicht ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber es geht wohl nicht anders.
P.S. Ich würde über die Schwarz-Weiß-Ästhetik der Filmbearbeitung nachdenken. Es klebt immer so etwas Düsteres an der Szenerie und wirkt etwas beklemmend.
Ein gebürtiger Hesse
22. Oktober 2016 11:02
Wie wurde es im letzten Jahr von Kositza bezüglich des "Tristesse Droite"-Buches gesagt? "Wir sind die kluge Rechte, die gute Rechte, die schöne Rechte, die Neue Rechte." All diese Attribute, die ja praktisch das Gegenteil all dessen sind, was von so vielen Bürgern noch immer mit unserem Milieu in Verbindung gebracht wird, wurden von Martin Sellner in seinem Talkshow-Auftritt aufs Beste zur Geltung gebracht. Und das ist ein extrem wichtiger Punkt: daß das durch die mediale Verfemung hervorgerufene Bild der Neuen Rechten bzw. in diesem Fall der österreichischen IB eine natürliche positive Korrektur erfährt. Genau das hat Martin geleistet, indem er den richtigen Argumenten ein schönes, sympathisches Gesicht und Gebaren an die Seite gestellt hat. Ich bin sicher, daß gerade von "neutralen" (nicht totalverfärbten) Zuschauern das eine wie das andere als immanent zusammengehörend wahrgenommen wurden. Hierin darf man ruhig einen weiteren Etappengewinn sehen.
Alemanne
22. Oktober 2016 16:15
Ich schätzte bisher Götz Kubitscheks Pegida-Reden sehr, gerade wegen ihres Verzichts auf den billigen rhetorischen Effekt. Sie wirkten auf mich stets überlegt und besonnen und stellten die Einwanderungskrise in den größeren Zusammenhang der nationalen Geschichte.
Diesmal bin ich irritiert über die persönlichen Attacken auf drittrangige Talkshow-Teilnehmer und ihr Aussehen sowie über Ausdrücke wie "Fresse", die man der anderen Seite überlassen sollte.
Wahr-Sager
22. Oktober 2016 16:28
Oh man, die Restdeutschen werden durch den Schuldkult und die Umerziehung der Alliierten pathologisiert ("Bomber Harris do it again" und "Deutschland verrecke" sind die Früchte davon), und ihr habt nichts besseres zu tun, als weiterhin gegen die Islamisierung zu kämpfen.

Auf diese Weise kann man keinen Blumentopf gewinnen. Der Schuldkult wird fortgesetzt, die Psyche der Deutschen malträtiert, aber es ist ja auch viel ungefährlicher, sich mit Nebenschauplätzen aufzuhalten.
KW
22. Oktober 2016 16:31
Sehr gut, Herr Kubitschek, früher sagten Sie etwas, was auch für mich so ausgesprochen zwar neu war, aber beim Nachdenken im Hinterkopf schwebte: Der Bruch geht durch die Gesellschaft.
Jetzt sagten Sie wieder etwas sehr Richtiges: Die DDR und die BRD waren und sind Systeme. Deutschland bleibt Deutschland, auch wenn das System baden geht.
Jürg Rückert
22. Oktober 2016 21:03
Kinder, die sich sprachlich nicht gut verständigen können, werden an den Rand gedrängt. Aufgrund kontinuierlich negativer Erfahrungen neigen sie oft zu aggressivem Verhalten.
Erwachsene, die vom gesellschaftlichen Diskurs durch mächtige Platzhalter ausgeschlossen werden, gehen z.B. zu Pegida.
Kinder haben Anspruch auf Fördermaßnahmen, Erwachsene auf Verfolgung.
Kaliyuga
23. Oktober 2016 05:24
Herr Sellner jr.,

Philosophie studiert man nicht von ungefähr.

In der zehnten Minute Ihres Vortrags, Sie kommen auf Schiller, Bewegung Ihres Gemüts. Danke Ihnen für Ihr Gedenken. Sie wissen, worauf das Streben, das sich Messen dieses früh Gegangenen antagonistisch auch verweist: Auf den unerreichten Sie-Freund Goethe, der ihm (Eckermann gegenüber) noch im bloßen Schneiden der Fingernägel (regierende Zeitgenossen überragende) Größe zugestanden hat.

In solchen Geistern sind, im Weltlichen, Anfänge heute dringend nötiger Freiheit.
Rorschach
23. Oktober 2016 10:16
Über die Hälfte der Teilnehmer vom letzten Jahr, sind dieses Mal zu Hause geblieben. Der Grund? Resignation. Das hoffnungsvolle Jahr 2016 neigt sich dem Ende und die Bilanz ist ernüchternd. Ein Tipp an alle verzweifelten: Baut Kontakte im Umkreis von 50 km auf und gründet eine Threema-Gruppe, in der ihr im täglichen Kontakt steht. Unternehmt hin und wieder etwas gemeinschaftliches. Unsere Gruppe wächst zunehmend und das ist toll.
Einar von Vielen
23. Oktober 2016 16:14
Ich weiß nicht was es an Pegida kleinzureden gibt. Ich war leider nie anwesend, das heisst es gibt mehr Pegidisten als die auf Platz.

Wer nach zwei Jahren regelmäßigen Auftritts immer noch da ist, ist mehr als nur eine politische Eintagsfliege. Ja, traurig, dass es nur auf den Osten beschränkt ist, andererseits: Wäre es nicht nur auf den Osten beschränkt hätten wir das Problem gar nicht, denn das ist ein westliches in jeder Hinsicht.

Pegida ist der Stachel im Fleisch der die Herrschenden nicht zur Ruhe kommen lässt. Im Westen gibt es eine Vielzahl Gleichgesinnter, die aufgrund des sozialen Umfeldes aber nicht auf die Beine bringen so etwas auf der Domplatte, dem Marienplatz oder dem Jungferstieg zu veranstalten.

Na und? Wer das erwartet, hat die schwere der Auseinandersetzung, die vor dem deutschen Volke liegt noch nicht erfasst. Zur Zeit häufen sich die Tötungsdelikt gegen ganz normale Deutsche. Auch wenn das medial kleingeschwiegen wird: Auf Lichterketten brauchen wir hier nicht warten, denn was würden die bewirken? Es gibt hier keinen deeskalativen Weg, wie sollte der aussehen bitte? Ich bin kein Prophet und denke auch nicht besonders hellsichtig zu sein, aber mir scheint es doch auf der Hand zu liegen, dass erst jeder Deutsche täglich unmittelbare Angst erleben muss - und zwar durch Tote in seinem Umfeld - bis er sich traut zu sagen: Dann bin ich eben rechts.
Taunusadler
23. Oktober 2016 19:53
Viel Hass ist in Eurer Seele und Euren Reden.
Persönliche Anfeindungen sind peinlich.
Wahre Ursachen müssen angesprochen werden.

@Thomas

Gehts noch?
Sebastian-Maximilian
23. Oktober 2016 20:45
Ich finde manchmal muss man harte Worte wählen. Auch den Gegner mal persönlich attackieren.

Auch mal austeilen. Wir haben Krieg...schon vergessen?

Die Zeit des schöngeistigen Diskutierens ist vorbei.

Worte die man so oft wie möglich benutzen sollen um das Sagbare zu erweitern. Fast alles auf was sich die Deutschlandabschaffer stützen ist die Bedeutung von Begriffen. Es kostet die Deutschlandhasser auch die größten Ressourcen und kann am leichtesten von uns zum Einsturz gebracht werden...und uns kostet es "nur" Mut:

Volk

Heimat

Familie

Tradition

Deutsches Reich :)

Neger

Zigeunerschnitzel

Souveränität

Alles Reizworte für gewisse Leute :)

Und nie vergessen...der Gegner muss ständig 100 % geben um uns kleinzuhalten. Eine Steigerung ist aber für ihn deswegen auch kaum mehr möglich. Wir dagegen fahren erst mit 10% und haben dem Feind seine wichtigste Waffe -die Massenmedien- schon fast total untergraben.

Mit 10 % unseres Potentials!! Und der Gegner rotiert...wird schwächer...die Auflagen ihrer Machtwaffen fallen...wir werden stärker...läuft!

Hier eine Milliardenindustrie...auf der anderen Seite die kleinen Sezession und Compact usw. Hält sich aber mittlerweile was die Wirkung angeht in der Waage.

Der erste Schritt ist getan. Bloss jetzt keinen Defätismus. Es ist unrealistisch das nach 70 Jahren Umerziehung nach 3 Jahren AFD und Pegida auf einmal alles anders ist.

Aber es war die Grundlage für alles weitere.
Sebastian-Maximilian
23. Oktober 2016 21:00
" Viel Hass ist in Eurer Seele und Euren Reden"

@ Thomas

Hört sich an wie von Meister Joda ;)

Jetzt mal ganz im Ernst: Wer kann denn noch ruhig bleiben bei diesen Zuständen in Deutschland?
Meier Pirmin
23. Oktober 2016 22:04
@Sebastian-Maximilian. Vorsicht mit Machtphantasien, ein paar Schwalben machen noch keinen Frühling und demnächst wird Winter.
firenzass
24. Oktober 2016 00:54
"Viel Hass ist in Eurer Seele und Euren Reden"

Meinen Hass.......den nehm' ich mir.
Götz Kubitschek
24. Oktober 2016 07:44
so, montagmorgen: badeschluß!
gruß, kubitschek

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