27. Juli 2011

Norwegian Psycho

von Martin Lichtmesz / 0 Kommentare

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Wie zu erwarten war, hat im Gefolge von Oslo/Utøya eine fröhliche und billige Hetze auf alles, was nicht Links ist, eingesetzt. Breiviks über weite Strecken geguttenbergtes "Manifest", ein Weltanschauungen verschluckendes schwarzes Loch, ist voluminös und eklektizistisch vollgepackt genug, daß jedermann darin etwas für seine Zwecke finden wird. Wohl bekomm's. Meine Lust, eine mit Halbwissen und Unterstellungen gespickte Diffamierung wie jene von Volker Weiß im Spiegel auch noch zu widerlegen, ist jedenfalls relativ gering.

Sie ist so vorhersehbar, daß ich sie selber hätte schreiben können. Außerdem bringt es erfahrungsgemäß nichts, mit Linken und Liberalen endlose "Ich sehe etwas, was Du nicht siehst"-Spielchen zu spielen. Stattdessen will ich mich im folgenden auf eine gründliche Analyse des Falles Breivik konzentrieren. (Update: auf Bitte der JF habe ich nun doch eine Antwort auf Herrn Weiß geschrieben.)

I.

Der Terrorismus bedarf des Resonanzkörpers und der Komplizenschaft der Massenmedien, um an sein Ziel zu kommen. Ihre Struktur bedingt, daß sie nicht gar nicht anders können, als so zu reagieren, wie es der Terrorist wünscht. Der Terrorist kann mit mathematischer Sicherheit darauf bauen, daß dieser tausendköpfige Behemoth anbeißen wird, denn er hat einen unwiderstehlichen Köder anzubieten. Durch die mediale Vervielfältigung werden der Schrecken und die Angst, die er zu erzeugen beabsichtigt,  in jedes Wohnzimmer, jeden Bildschirm, jedes Mobiltelefon und jeden Kopf hineintransportiert. Die Flutwellen der Angst bekommen dadurch eine globale Reichweite, wie es sie nie zuvor gab. Insofern ist das Kalkül des Anders Breivik prächtig aufgegangen.

Sein Eigenmarketing war von langer Hand geplant, so gründlich, daß er bereits im Vorfeld seine offiziellen PR-Fotos selbst konzipiert hat, über die er wahrgenommen werden wollte.  Überall tauchen sie nun auf, die Ikonen, die er von sich herstellen ließ, im professionellen Studio-Look, als metrosexuell angehauchtes männliches Model, das auf dem virtuellen Catwalk seine selbsterfundene Reconquista-Mode zur Schau stellt, als wollte er einen Online-Shop aufmachen, in selbstverliebten Posen als Freimaurer, "Marxisten"-Terminator und Kreuzritter eines Fantasieordens, dessen einziges Mitglied er (offenbar) ist.

Ein augenscheinlich pathologischer Narziß mit sorgfältig polierter Oberfläche, wie einem Roman von Bret Easton Ellis entsprungen, eine rechtsradikale Variante des "American Psycho", dessen Filmvariante er sogar optisch ähnelt. Ob Breivik den Film gekannt hat? Von ihm selbst wissen wir, daß er sich mit großem Vergnügen die populäre Fernsehserie "Dexter" angeguckt hat.  Diese ermöglicht der uralten Faszination des Publikums für Serienmörder ganz neue Genußerfahrungen, indem sie als "Helden" einen liebenswürdigen Psychopathen präsentiert, der darauf konditioniert ist, nur böse Menschen, die es nicht anders verdient haben, zu töten und ihre Leichen zu verstümmeln. Derlei Fantasien scheinen überaus weit verbreitet zu sein, und von Tarantino bis zum Ego-Shooter-Spiel finden sich immer wieder Wege, das gute Gewissen für den Spaß an der Gewalt mitzuliefern.

Die autobiographischen Teile von Breiviks Manifests enthalten Passagen wie diese, über eine Phase, als ihn Angst und Zweifel an seinem Vorhaben überkamen:
Meine Bedenken und meine Angst in Bezug auf diese Phase beeinträchtigten meine Motivation, bis zu einem Punkt, an dem ich besonderen Gegenmaßnahmen ergreifen mußte, um dem Verlust von Moral und Motivation entgegenzuwirken. Ich beschloß, sie über einen weiteren Dianabol-Steroide-Zyklus und gesteigertes Krafttraining wiederherzustellen.  Ich habe auch einige Zeit damit verbracht, neue inspirierende Musik zu entdecken und herunterzuladen. Viele neue Vocal-Trance-Nummern und inspirierende Musik von Helene Bøksle. Zusätzlich beschloß ich, daß ich mir gestatten würde, das neu herausgebene Spiel "World of Warcraft - Cataclysm" zu spielen. Die Kombination dieser drei Gegenmaßnahmen, inklusive meiner dreimal pro Woche durchgeführten Indoktrinations/Meditations-Wanderungen , führten dazu, daß meine Moral und Motivation erneut auf den Gipfelpunkt stiegen.

Alles, was Breivik tut, "beschließt" er durchzuführen, nachdem er rational kalkuliert hat, daß es ihn ans Ziel bringen wird. Er präsentiert sich in vollständiger Kontrolle über sein Ich und seine Handlungen. Langsam verwandelt er sich einen Avatar aus einem seiner exzessiv betriebenen Kriegs- und Fantasyspiele.  Vollgepumpt mit Steroiden, meint er auf ihnen wie auf einem Tiger zu reiten, während vermutlich bereits das genaue Gegenteil der Fall ist. All das liest sich ein bißchen wie ein Stück amerikanischer "Selbsthilfe"-Literatur, ist praktisch identisch mit dem, was Manager und Men's Health-Leser tun, um erfolgreich, motiviert, fit und sexuell attraktiv zu werden. Breivik hätte das Talent, ein solches Buch zu schreiben, als Motivationsfibel für künftige Terroristen, inklusive NLP-Anleitungen, Meditationstechniken, Wellness-Tips, Bodybuilding-Trainingsplänen und last.fm-Playlisten für einen swingenden Armageddon.

Die taz brachte am 26. Juli eine nicht sehr lustige, aber das Richtige treffende Karikatur: Breivik hinter Gittern, bewacht von zwei Polizisten, mit manischem Gesichtsausdruck, seine Show und ihre Besetzung genießend: "Massenmord: Ich! Buch: Ich! Regie: Ich! Hauptdarsteller: Ich! Sound: Ich! Youtubedemo: Ich!"

Wer etwas ständig betont, tut das nicht, weil er es hat, sondern weil er es nötig hat. Ego-Inflationen und Größenphantasien durchfluten die Psyche immer dann als verzweifelte "ultima ratio", wenn das Ich massiv von seinem Zerfall bedroht ist; im äußersten Fall versucht es sich über die Zerstörung des Anderen zu rekonstituieren. Sogar der Akt der Selbstzerstörung kann hier zu einem letzten verzweifelten Versuch der Selbstaneignung werden, ein letzter Versuch, selbst eine "Entscheidung" zu treffen oder sich die allerletzte Illusion einer "Entscheidung" zu verschaffen; der Mensch ist ein transzendentes Tier, das oft die Vernichtung dem Nichts vorzieht.

In meiner ersten Betrachtung des Falles habe ich die Tat von Utøya primär als Amoklauf im Stil von Columbine, Winnenden oder Virginia Tech eingeschätzt. Dieses Bild muß nun um einige gravierend abweichende Momente korrigiert werden. Dennoch lohnt es sich, eine Weile bei der Psychologie des Amokläufers zu verweilen, wie sie der linke, kapitalismuskritische Gefängnispsychologe Götz Eisenberg in seinem Buch "Amok - Kinder der Kälte" (2000) und anderen Publikationen beschrieben hat.

Für Eisenberg ensteht der Amoklauf auf der "Innenseite der Globalisierung", wo die "Wurzeln von Angst und Haß" zu finden seien.
Der im Zeichen der "Globalisierung" real gewordene Weltmarkt zerstört gewachsene Kulturen, entwurzelt und pauperisiert ganze Völker.

"With Usura is no clear demarcation", schrieb Ezra Pound im Canto XLV: Wo der Wucherer herrscht, gibt es keine klare Trennlinie mehr. Der äußeren Entgrenzung von haltgebenden Strukturen und der Totalherrschaft der Märkte entspricht eine innere, psychische Entgrenzung deren „sozialpsychologische Struktur“ das „Borderline-Syndrom“ sei, eine schwere Persönlichkeits- und Identitätsstörung. Im Zustand des „Borderline“ sind die Ich-Grenzen destabilisiert, das Innere zeigt sich als
… eine Welt zerrissener Emotionen, böser, verfolgender Partialobjekte, verschlingender Abgründe, eine Hölle der Desintegration und der Fragmentierung, lauter gestauchte Teile eines psychischen Puzzles, die sich zu keiner Identität mehr zusammenfügen lassen. Um dieser Hölle zu entgehen, verwandelt der in einer unaufhaltsam scheinenden Regression begriffene Mensch seine Angst, die ihn körperlich und psychisch zu verschlingen droht, in Wut, die er nach außen wendet und dort anderen die Hölle bereitet. Der innere Haß wird in die Welt projiziert und verwandelt sich im Extremfall des Amoks in die Masse der Umzubringenden.

Eisenberg konstatierte einen Übergang "von der vaterlosen zur elternlosen Gesellschaft", die zu einer "Liquidation des Ichs" führe.  Dieses aber reagiere auf diesen Auflösungsprozeß mit Angst, Haß und Gewalt.

Ich habe auf diese Analyse bereits vor einigen Monaten hingewiesen, als ein anderes "Manifest" die Runde durch die Feuilletons machte, das ebenfalls zu Gewalt und Zerstörung eines Systems aufrief, das nicht mehr reformierbar sei. Darin fanden sich Sätze wie diese:
Aus welcher Sicht man sie auch betrachtet, die Gegenwart ist ohne Ausweg. Das ist nicht die geringste ihrer Tugenden. Denjenigen, die unbedingt hoffen möchten, raubt sie jeden Halt. Diejenigen, die vorgeben Lösungen zu haben, werden sofort entkräftet. Es ist bekannt, dass alles nur noch schlimmer werden kann. »Die Zukunft hat keine Zukunft mehr« ist die Weisheit jener Epoche, die unter dem Anschein einer extremen Normalität auf der Bewusstseinsebene der ersten Punks angelangt ist.

Es gibt keinen Grund mehr zu warten – auf eine Aufheiterung, die Revolution,  die  atomare Apokalypse  oder  eine  soziale  Bewegung.  Noch zu warten ist Wahnsinn. Die Katastrophe ist nicht, was kommt, sondern was da ist. Wir verorten uns bereits jetzt in der Bewegung des Zusammenbruchs einer Zivilisation. Dort ist es, wo man Partei ergreifen muss.

Die anonymen, vermutlich aus linksextremen Kreisen stammenden Verfasser des Manifests vom "kommenden Aufstand" gaben sich den Namen "unsichtbares Kommitee". Und sie zeigen sich mächtig angeekelt von dem "Ich", das ihnen die Konsumgesellschaft aufzwingt, ohne Raum für Alternativen zuzulassen.
 Es macht schwindelig, das »I AM WHAT I AM« von Reebok an einem Wolkenkratzer von Schanghai thronen zu sehen. (…)

»I AM WHAT I AM«, also, keine bloße Lüge, keine bloße Werbekampagne, sondern ein Feldzug, ein Kriegsschrei, gerichtet gegen alles, was es zwischen den Wesen gibt, gegen alles, was ununterscheidbar zirkuliert, alles, was sie unsichtbar miteinander verbindet, alles, was die perfekte Verwüstung hindert, gegen alles, was bewirkt, dass wir existieren und dass die Welt nicht überall wie eine Autobahn aussieht, wie ein Vergnügungspark  oder  eine  Trabantenstadt: pure Langeweile, ohne Leidenschaft und wohl geordnet, leerer Raum, eiskalt, nur noch durchquert von registrierten Körpern, automobilen Molekülen und idealen Waren.

(…)

Es ist nicht das Ich, was bei uns in der Krise ist, sondern die Form, die  man uns aufzuzwingen versucht. Es sollen wohl abgegrenzte, wohl  getrennte Ichs aus uns gemacht werden, zuordenbar und zählbar nach Qualitäten, kurz: kontrollierbar; während wir Kreaturen unter Kreaturen sind, Einzigartigkeiten unter unseresgleichen, lebendiges  Fleisch, welches das Gewebe der Welt bildet.

Nun beginnt das Bild allmählich vollständig zu werden, und wir ahnen den Nährboden, der Gewalt, Amoklauf und politischen Extremismus erzeugt. Wir beginnen einen "kausalen Nexus" zu ahnen, mit seinen Aktionen, Reaktionen und Überreaktionen.


II.
"Identität ist eine Frage auf Leben und Tod", schrieb Hans-Dietrich Sander in "Der nationale Imperativ" (1980). Diesen lapidaren Satz muß man in seinem vollen, buchstäblichen Ernst begreifen. In einem Aufsatz für die Druckausgabe der Sezession habe ich geschrieben:
Alle entscheidenden politischen Fragen heute lassen sich auf Identitätsfragen zurückführen. Auf konservativer Seite der Front lauten die Feindbestimmungen »Vergangenheitsbewältigung«, »Masseneinwanderung« und »Gender Mainstreaming«, auf der anderen, im weitesten Sinne linken Seite »Faschismus, Rassismus, Sexismus«. Demgegenüber sind Streitpunkte wie der Sozialstaat, Kindererziehung, Familienpolitik, Meinungsfreiheit oder selbst die demographische Frage nur Unterabteilungen.

Man mache bitte den Test, und man wird sehen, daß diese Feststellung unabweisbar ist.  Anders Breivik hat eine extreme, private Front in diesem Identitätskrieg eröffnet, die implizit von der Linken anerkannt wird, wenn sie etwa auffällig oft hervorhebt, daß der Täter "blond und blauäugig" gewesen sein soll, und "christlich", "konservativ" oder "nationalistisch",  was indessen nur zum Teil zutrifft.

Typisch für die Antwort der Liberalen auf Oslo ist etwa der Kommentar Gerd Appenzellers im Tagesspiegel unter dem Titel "Was bewahrt werden muß":
Die Anders Behring Breiviks dieser Welt wollen das Gegenteil von Freiheit. (...)

Der Mann ist jung, blond und hat blaue Augen. Er liebt klassische Musik und Literatur. Er bezeichnet sich als Christen. Und er will Europa vor Marxismus, Islamisierung, Multikulturalismus und Überfremdung retten.

Das ist eine Selbstbeschreibung, die vermutlich auf zehntausende junger Europäer, vor allem Männer, zutrifft, die sich in rechtsextremen Parteien und Gruppen organisieren oder mit ihnen sympathisieren.

(...)

Und nun, da die Globalisierung in jenes Europa zurückkehrt, das selbst die Welt gestaltete, werden viele Menschen damit nicht fertig und fühlen sich in ihren Identitäten verraten. Sie machen dafür eine Politik verantwortlich, die ihnen den Schutz vor dem Fremden und die Bewahrung des Althergebrachten zu verweigern scheint. Sie möchten, dass sich ihre Nationen vor dem Wandel verschließen, dass sie das vermeintlich Üble abweisen und, wenn es nicht anders geht, eben vernichten, all das Multikulturelle, das Marxistische, Islamische, alles, was fremd ist.

Die massiven Kollateralschäden dieses Prozesses bleiben hier ungenannt.  In der Tat werden mehr und mehr Menschen "damit nicht fertig", "fühlen sich in ihren Identitäten verraten", während liberale Journalisten auf ihren Schreibtischsesseln ständig heraushängen lassen, daß sie nicht nur blendend "damit fertig" werden, sondern daß dies auch noch Ausweis ihrer eigenen Schnittigkeit und geistigen Überlegenheit sei.

Um so zu denken, muß man schon einer bestimmten Schicht angehören, die nicht ausbaden muß, was sie täglich propagiert,  man muß aber beleibe nicht zur Schicht "zehntausender junger Europäer, die sich in rechtsextremen Parteien und Gruppen organisieren oder mit ihnen sympathisieren" zählen, um allmählich das dumpfe Gefühl zu bekommen,  daß "die Politik", also: der Staat, den Menschen "den Schutz vor dem Fremden und die Bewahrung des Althergebrachten" verweigert.

Dafür gibt es inzwischen nicht nur angesichts der Unfähigkeit des Staates, der Ausländergewalt gegen das eigene Volk Herr zu werden, tagtägliche Evidenz.  "Die Politik" ist nicht nur etwa passiv oder auf dem Rückzug, sondern führt über weite Strecken einen aktiven Krieg führt gegen das Eigene und die "Bewahrung des Althergebrachten", auf symbolpolitischer, instituitioneller, medialer, akademischer und propagandistischer Ebene. Es geht schon längst nicht mehr einfach darum, sich einem angeblich unaufhaltsamen "Wandel" zu verschließen. Der ist ja nicht vom Himmel gefallen wie ein Naturgesetz, sondern ist Teil einer aktiv durchgeführten politischen Strategie, wobei alle, die sich widersetzen, aggressiv angegriffen werden.  Um den Globalismus durchzusetzen, wie ihn sich der pars pro toto zitierte Kommentator des Tagesspiegels vorstellt, muß ein psychologischer Krieg gegen die Identität der Autochthonen und ihre Defensivmechanismen geführt werden.

Dieser ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in den skandinavischen Ländern in einem erheblichen Ausmaß fortgeschritten. Hier wird von offiziellen Regierungsstellen unter dem Banner der "Gleichstellung" eine Politik propagiert, die die eigenen Nationen relativieren und in Fragmente auflösen soll. Eine schwedische Botschaft in Deutschland präsentierte sich auf Merkblättern,  deren erster Absatz lautete:
Die schwedische Gesellschaft schließt mehrere Kulturen ein. Fast ein Fünftel der Bevölkerung hat ausländische Wurzeln. Auch wenn sie Herausforderungen wie Segregation mit sich bringt, hat die Zuwanderung Schweden zu einem besonders offenen, internationalen und multikulturellen Land gemacht.

Die ideologischen Absichten solcher Texte liegen offen zutage: das recht dünn besiedelte Schweden war noch vor 20 Jahren ein äußerst homogenes Land, und das ist es überwiegend bis heute. Von "mehreren Kulturen" zu sprechen, scheint bestenfalls eine krasse Übertreibung zu sein. Es geht hier aber in Wirklichkeit um einen Soll-Zustand.  Die ins Land geholten Minderheiten werden hier offensiv als Instrument vorgebracht, von dem aus die Mehrheit dekonstruiert und relativiert werden soll. Weil es Ausnahmen gibt, soll es keine Regeln mehr geben.

Das ist nur ein kleines Beispiel unter vielen. Der von Breivik ausgiebig zitierte norwegische Blogger Fjordman berichtet seit 2005 über diesen Kulturkampf, stets sachlich analysierend und faktengesättigt. Auf dem Weg in diese "multikulturalisierte" Gesellschaft werden dabei entstehende Unruhen, Gewalt und die Bildung von Parallelgesellschaften als Kollateralschäden in Kauf genommen. Vor ein paar Wochen berichtete die norwegische Presse, daß seit 2005 72 von 111 Vergewaltigungen in Oslo von Einwanderern verübt wurden. In 80% der Fälle waren die Opfer norwegische Frauen. Oslo selbst hat inzwischen einen Einwanderanteil von 27 %, die Haupttätergruppe (vermutlich Moslems) stellt davon 14 %.  Die Vergewaltigungsrate in der Stadt ist seit 1999 um 40 % angestiegen.

Identische Entwicklungen kann man in Schweden beobachten. Zur gleichen Zeit produziert das schwedische Fernsehen idiotische Videoclips wie diesen, wo ein paar Retardierte dem (ach so) "rassistischen Schweden" folgende Lösung der "Integrationsprobleme" empfehlen: "Für meine Schwestern mit blondem Haar, nehmt einen schwarzen Mann zwischen die Beine, und uh, vermischt es!"  (Soll mir nebenbei noch einer erzählen, die Multikulturalisten wären nicht selber geradezu besessen von "Rassen".)

Nun, beides zusammen genommen: was für Gefühle soll und wird das bei seinem Publikum auslösen? Wird man diese Dinge ewig lächelnd hinnehmen, aus Panik, seine eigene Liberalität preiszugeben? Es gibt in den westlichen Ländern ein Selbsthaß-Syndrom, das Fjordman als "Kaukasophobie"bezeichnet, ein "Rassismus gegen Weiße", der von Weißen selbst maßgeblich getragen wird.
III.

Wer Skandinavier kennt, weiß, daß sie in der Regel freundliche, höfliche, liberale, friedfertige, häusliche und etwas konfliktscheue Menschen sind, insbesondere die Schweden.  Sie sind mindestens so gutgläubig, und man verzeihe die Pointe, "blauäugig" wie die Deutschen, was ihr Vertrauen in "liberale" und "gutmenschliche" Werte betrifft. Nun merken auch sie langsam, daß sie die Wölfe in ihr Land gelassen haben, und sie sind kaum fähig, der steigenden Spannungen und der Gewalt, der Fragmentierung der Gesellschaft und der aggressiv und unverschämt ihre "Rechte" einfordernden Einwanderer Herr zu werden.

Fjordman ist überzeugt, daß das schwedische Wohlfahrtssystem die Spannungen nicht mehr lange tragen kann und kurz vor dem Kollaps steht:
... die schwedische Gesellschaft fällt auseinander und ist in Gefahr zu kollabieren, zumindest in bestimmten Bereichen und Regionen. Das Land, das uns Bergman, ABBA und den Volvo schenkte, könnte zum Bosnien Nordeuropas werden.  Das "schwedische" Modell wird nicht länger einen stabilen und friedlichen Staat mit einer fortgeschrittenen Wirtschaft bedeuten, sondern eine eurabische Horrorgeschichte aus utopischem Multikulturalismus, schlechter sozialistischer Verwaltung und zügelloser Einwanderung. Einige dachten, ich würde übertreiben, und daß mein Gerede von einem möglichen zukünftigen Bürgerkrieg in Schweden reine Paranoia sei. War es das?

Eine neue soziolgische Studie mit dem Titel “Vi krigar mot svenskarna” (“Wir führen Krieg gegen die Schweden”), wurden junge Einwanderer in der problematischen Innenstadt von Malmö befragt, warum sie an Verbrechen beteiligt sind. Obwohl es nicht zugegeben wird, sind die meisten ausländischen Täter Moslems. In einem der seltenen Momente, in dem die schwedischen Medien die Wahrheit sagten, berichtete Aftonbladet vor einigen Jahren, daß 9 von 10 der am meisten kriminellen ethnischen Gruppen in Schweden aus moslemischen Ländern kämen. Das sollte man im Auge behalten, wenn man folgenden Artikel liest:

"Eine Welle von Raubüberfällen in Malmö aus dem vergangen Jahr ist Teil eines "Krieges gegen die Schweden". Das ist die Erklärung, die junge Räuber mit Migrationshintergrund abgaben, als sie befragt wurde, warum sie nur gebürtige Schweden ausraubten...

Fast 90% der Raubüberfälle, die der Polizei gemeldet wurden, wurden von Banden begangen, nicht von Einzeltätern. "Wenn wir in der Stadt auf Raubzug gehen, dann führen wir einen Krieg, einen Krieg gegen die Schweden." Diese Behauptung wurde mehrfach wiederholt. "Macht bedeutet für mich, daß die Schweden mich ansehen sollen, sich auf den Boden werfen und meine Füsse küssen." ... "Es ist so einfach, Schweden auszurauben, so einfach."...

Es ist genau das, was auch auf dieser Seite mehrfach als "Vorbürgerkrieg" beschrieben wurde. Es ist ein realer Vorgang, der sich inzwischen in allen Großstädten Westeuropas zeigt.

All dies wäre nun nicht vollständig ohne den Hinweis, daß die skandinavischen Länder sich in derselben demographischen Lage befinden, wie der Rest Westeuropas auch: sie werden in ein paar Jahrzehnten zu Minderheiten im eigenen Land geschrumpft sein. Wem kann man allen Ernstes abverlangen, einer solchen Entwicklung mit Gelassenheit oder gar "Weltoffenheit" entgegenzublicken, zumal bereits die ersten Etappen des Prozesses zu einer massiven Destabilisierung, Verrohung und Verängstigung der Gesellschaft führen?

Dazu wieder Fjordman:
Ist es nicht per Definition ein Eingriff in die Rechte der einheimischen Bevölkerung, wenn sie gezwungen sind, ihre eigene kulturelle Identität zu unterdrücken, um Menschen zu Gefallen zu sein, die aus eigenem freien Willen ins Land gekommen sind? In Norwegen scheinen unsere Behörden das Dilemma dadurch lösen zu wollen, dass sie einfach behaupten, es wäre eine Terra nullius – leeres Land – ein Land ohne Volk oder zumindest ein Land ohne Kultur. Die Rechte des norwegischen Volkes zählen nicht, weil es ein norwegisches Volk einfach nicht gibt.

Wir sollten die Masseneinwanderung nicht so sehr idealisieren. Wenn eine Gruppe von Menschen in ein Gebiet zieht, in dem bereits eine andere Gruppe von Menschen lebt, dann hat das durch die ganze menschliche Geschichte hindurch stets in Krieg geendet. Entweder werden die Neuankömmlinge vertrieben oder sie unterdrücken die ursprünglichen Einwohner und rotten sie aus, oder die Gruppen teilen das Land unter sich auf.

Ich sehe wenig Grund, anzunehmen, dass das anders enden wird, nur weil die ursprüngliche Bevölkerung weiß ist. In der Tat ist es sogar noch wahrscheinlicher, wenn man bedenkt, dass wir zu der rassischen Gruppierung gehören, die über Jahrhunderte hinweg den Lauf der Welt dominiert hat und einige Nicht-Weiße uns deswegen hassen. Wenn man zusätzlich in Betracht zieht, dass ein großer Teil der Einwanderer Moslems sind, die normalerweise Nichtmoslems auch unabhängig von der Rasse verfolgen, wird – wenn die Einwanderung so weitergeht wie bisher – mit größter Wahrscheinlichkeit die Zukunft meiner Kinder und Enkel so aussehen, dass sie vor der Wahl stehen, entweder um ihr Leben zu kämpfen, oder das, was einmal ihr Land war, als Flüchtlinge hinter sich zu lassen.

Ein beliebiger Blick in die Geschichte, auch die jüngere, muß lehren, daß diese Angst keine Wahnvorstellung ist, sondern nur allzu real. Es ist zutiefst unverantwortlich und fahrlässig, hier die Augen zu verschließen, weil es nicht das utopische Bild hineinpaßt. Es ist niederträchtig, jene zu diffamieren, die davor warnen.

Nun tritt mit seinem Nährboden auch die Gestalt des Täters von Oslo und Utøya deutlicher hervor: ein Mörder und vermutlich ein Psychopath voller Angst und Haß, aber auch einer unheimlichen Entschlossenheit und Selbstbeherrschung, ein zwanghafter Narziß, der sich mit Versatzstücken aus den Labyrinthen des Internets eine ausufernd eklektizistische Identität erfunden, sich aus dem postmodernen Chaos ein schillerndes Weltanschauungsset zusammengebastelt hat.

Im "Zeitalter der Liquidation des Ichs" klammern sich die entorteten Existenzen an Facebook, Myspace, Twitter, Youtube, Blogs, Chatrooms, Onlinespiele und Diskussionsforen, um in die passende Bärenhaut zu schlüpfen. Das kann fatal enden, wenn das, was aus den virtuellen Welten aufgesogen wird, nicht geerdet und geortet wird.  Eben darum verfiel Breivik wie auch die Autoren des "Kommenden Aufstands" dem Tyler-Durden-Syndrom: da präsentiert sich als Heilmittel, was nur Symptom der Krankheit ist.  Am Ende dieses Höllentrips, der auch immer ein Ego-Trip ist, stehen Nihilismus und Zerstörung, am Ende scheint nur mehr die Kugel in den eigenen oder den Kopf eines anderen aus der Sackgasse führen können. Breivik hat sich vom Sog des Nihilismus verschlingen lassen.

Nichts und niemand kann Breivik die Verantwortung und Schuld für seine Taten abnehmen. Das ändert nichts daran, daß auch sein Auftreten, wie jenes von Dschihadisten und Amokläufern, ein "Kollateralschaden" der Globalisierung und des mit ihr untrennbar verknüpften Multikulturalismus ist. Breivik ist das Produkt eines permanenten und unerbittlichen psychologischen Krieges gegen die Identität der westlich-europäischen Menschen, eines Krieges, in dem die "Ichs" massenhaft liquidiert werden sollen, eines Krieges, der im Namen einer unerfüllbaren Utopie geführt wird, und der darauf abzielt, zuerst unsere geistig-seelische, dann unsere biologische Existenz, also: das nackte Leben und Fortleben zu vernichten.

Götz Eisenberg verwies in "Amok - Kinder der Kälte" auf den "enorm hohen" Anteil "ausländischer Jugendlicher und Aussiedlerkinder an der Jugendkriminalität", und führte dies auf ihre gespaltene, instabile Identität infolge "extremer Entwurzelung und Desorientierung" zurück: weder seien sie in der Welt ihrer Eltern zuhause, noch in der "Kultur des Immigrationslandes."  Das ist eine einleuchtende Deutung.  Der laufende Prozeß der Multikulturalisierung wird womöglich  dahingehend "erfolgreich" sein, daß er sowohl Indigene als auch Einwanderer zu entwurzelten, instabilen und desorientierten Existenzen machen wird.

Instabilität durch Identitätsabschleifung undFragmentierung erzeugt aber leider keine "Weltoffenheit" und fröhlich vor sich hin fluktuierenden, flexiblen Existenzen, sondern bereitet höchstens den Nährboden für noch mehr Radikalismus, Fanatismus und Extremismus. Diese von der linksliberalen Ideologie und niemand anderem gepflanzte Drachensaat wird aufgehen, und reichliche Ernte einbringen, sobald der Ernstfall da ist, an den man heute nicht denken will. Um ein weiteres Mal an Eisenberg anzuknüpfen: wir selbst, die Deutschen, sind genauso wie die Skandinavier Opfer eines "Globalismus", der die Kulturen zerstört, wir selbst sind Völker, die laufend, unter einer lächelnden euthanasischen Maske und natürlich nur mit den besten Absichten, "entwurzelt und pauperisiert" werden.
IV.

Der Kommentator des Tagesspiegels, behaupet, die  "Anders Behring Breiviks dieser Welt" wünschten sich einen "Rückzug in eine vermeintlich heile Welt, die es in dieser Romantisierung nie gegeben hat und die es im entgrenzten 21. Jahrhundert auch nicht geben kann."  Da ist sie wieder, die pseudoschneidige Pose jener, die angeblich alles Riskante und "Entgrenzte" so sehr lieben, die auf "Romantisierungen" und "heile Welten" herabblicken,  und dabei einer viel naiveren Form von Romantik aufsitzen.

Der Kommentator meint wohl , daß genug Liebe und Toleranz die Welt schon heilen werden, und fordert als Heilmittel noch mehr "kosmopolitisches Denken oder Mitfühlen" im Gegensatz zu "Abkoppelung und Isolation", was wohl noch mehr Einwanderung und noch mehr Multikulturalismus bedeuten soll. In den Worten des norwegischen Ministerpräsidenten Stoltenberg: "Noch mehr Demokratie, noch mehr Offenheit", sei die Antwort, aber das alles natürlich nicht "naiv", das heißt also im Marcuse-Sinne, inklusive "repressiver Toleranz" gegen die  "Feinde" der sogenannten "offenen Gesellschaft", demnächst also gegen alle "Feinde der Toleranz", gegen alles, was nicht links ist, gegen alle Konservativen, Islamkritiker, Einwanderungskritiker, Multikulturalismusgegner, Patrioten , Rechten und irgendwann vermutlich auch gegen alle blonden, blauäugigen, heterosexuellen Männer, die sich am schwedischen "Mischungsvideo" nicht erfreuen und lieber "klassische Musik" hören.

Die kurzsichtige Rhetorik von der jetzt erst recht gebotenen Verteidigung der "offenen Gesellschaft" hört man nun überall aus dem Munde der üblichen Verdächtigen, die es etwa für eine "starke Meinung" halten, daß die Konsequenz von Oslo sein müsse, endlich die Karle Schmitt und Popper kurzzuschließen, und "sich klar für die offene Gesellschaft und gegen ihre Feinde zu positionieren".

All das sind jedoch Geländekarten von Vorvorgestern, auf die nur mehr die Unbelehrbaren hineinfallen.  Gestalten, die von "Rückzugs"-Romantik reden, und dabei offenbar die Weltgeschichte seit Anno Fukuyama verpaßt haben. Da es sich offenbar noch nicht herumgesprochen hat:  Die "Counterjihadisten" sind allesamt als Verteidiger der "offenen Gesellschaft" angetreten, als ihnen die Gefahr des politischen Islams in Europa bewußt wurde.  Männer wie Geert Wilders sind keine "Konservativen", sondern authentische und überzeugte Liberale, die im Gegensatz zu ihren verblendeten, ideologiebesoffenen Genossen eben nicht die letzte Konsequenz des Liberalismus zu ziehen gedenken, nämlich "den Mördern die Tür aufzuschließen", wie Ernst Jünger sagen würde.  Wer aber wirklich gründlich über diese Dinge nachdenkt, wird unweigerlich zu dem Schluß kommen, daß diese "offenen Gesellschaften" gerade auf dem besten Wege sind, sich selbst zu vernichten und abzuschaffen, und alles andere mit sich zu reißen.

Götz Eisenberg prophezeite im Jahr 2000:
Die dreifache Potenz von Globalisierung, Rationalisierung und Flexibilisierung zieht eine politische, gesellschaftliche und psychische Desintegration nach sich, die uns eine Involution der Zivilisation und ein Anwachsen der Barbarei bescheren wird.

Diese "dreifache Potenz" ist untrennbar mit dem verbunden, was man heute die "offene Gesellschaft" nennt.  Wer in seiner Analyse so weit kommt wie Eisenberg, wird auch irgendwann erkennen müssen, daß die Ideologie des Multikulturalismus (die ohne die Idee der Schwächung der Indigenen durch Zuwanderung und Stärkung der Fremden nicht denkbar ist) nichts anderes als die stärkste Waffe der Globalisierung und "Flexibilisierung", der Atomisierung der Individuen ist.

Laut Tagesspiegel hat der Täter von Oslo und Utøya  "sein Land vor dem Islam und dem Marxismus verteidigen und der sozialdemokratischen Arbeiterpartei größtmöglichen Schaden zufügen wollen." De facto hat er stattdessen der einwanderungs- und islamkritischen Sache den "größtmöglichen Schaden" zugefügt und der Gegenseite eine massive Propagandawaffe in die Hand gegeben. Seine Tat war eine H-Bombe auf die skandinavische und vermutlich auch gesamteuropäische Rechte, die sich gerade im Aufstieg befand.  Bislang hielt ich ihn für einen Wahnsinnigen, der nicht imstande war, abzuschätzen, daß eine Tat wie diese unweigerlich nach hinten losgehen muß.

Inzwischen denke ich, daß Breivik noch tiefer ins Herz der Finsternis hinabgetaucht ist, als sich die meisten überhaupt vorstellen können. Das also ist meine Spekulation, die ich nach gründlicher Kenntnis von "apokalpytischer" Literatur von den politischen Rändern für wahrscheinlich halte:  Breivik ist intelligent genug, daß er vermutlich ganz genau weiß, daß das norwegische Volk nach einem brutalen Massenmord an Minderjährigen nicht hinter ihm und seiner Sache stehen wird - ganz im Gegenteil.  Er ist keineswegs so verblendet, er wußte ganz genau, daß dieser Effekt unweigerlich eintreten würde. Gleich den Autoren des "Kommenden Aufstands", war seine apokalpytisch durchtränkte Fantasie nicht mehr imstande, sich einen Weg jenseits eines großen, blutigen  "Kataklysmus" vorzustellen (wie das Computerspiel hieß, mit dem er seine Motivation pushte).

Dies ist die Logik: es kann nichts mehr gut werden, das System ist unreformierbar und im Kern verrottet, darum ist es umso besser, und umso mehr zu begrüßen, je schlimmer die Lage wird. Worse is better. Es wird keine Rettung für Europa geben, geschweige denn durch ein Blutbad und einen Entscheidungskampf.  Was fällt, soll man auch noch stossen, sagte Nietzsches Zarathustra - darum ist es logisch, den Crash noch zu beschleunigen, die Kräfte der Zersetzung noch zu fördern. Wozu noch warten? Ein paar zähe Wahldurchgänge, ein paar brave "Schwedendemokraten" und ein paar "wahre Finnen" im 10 % Bereich, ein bißchen mehr Meinungsfreiheit und Einwanderungsreförmchen werden das Ruder nicht herumreißen und den Kurs ändern. Sie werden den langsamen Suizid und die Agonie des Westen nur verlängern und verschleppen. Wenn die letzten Gegner von Globalismus und Multikulturalismus endgültig aus dem Weg geräumt sind, dann ist die Bahn frei, dann kann die Gesellschaft lemmingsartig in ihren Untergang marschieren, dann werden die schwärzesten Prophezeiungen Fjordmans wahr, und nur dann gibt es vielleicht noch eine Chance auf eine "europäische Wiedergeburt".

Die Linke, die Presse, die Multikulturalisten, die Liberalen, die Weltoffenen, die Globalisten, die "Demokraten", die "Toleranten" - sie tanzen nun alle nach Breiviks Pfeife, und wissen es nicht einmal.  Er aber lächelt kalt und selbstgefällig weiter, und da ist kaum mehr ein Mensch oder eine Person übrig unter der Maske, die er sich selbst aufgesetzt hat.

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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