12. August 2012

Sofie Peeters wundert sich

von Ellen Kositza / 39 Kommentare

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

In bestimmten großstädtischen Vierteln, teils auch in deutschen Innenstädten, kann das Flanieren zur einer Herausforderung werden. Gerade für Frauen. Es ist nicht gerade eine brandneue Erkenntnis, die Sofie Peeters zutage gefördert hat. Für eine rege Debatte sorgt der Dokumentarstreifen der 25jährigen flämischen Filmstudentin allemal. Sie hat sich angekleidet wie es für eine durchschnittliche Europäerin jüngeren Alters an Sommertagen üblich ist, hübsch und luftig, keinesfalls in besonderem Maße aufreizend.

So geht sie durch die Straßen Brüssels und nimmt all die Zurufe und „Angebote“ auf, die ihr nun von Passanten, Rumstehern und Cafébesuchern angetragen werden. Es sind tolle „Komplimente“; Sprüche, die sie als Flittchen und „geiles Luder“ herabsetzen, Beischlafofferten en gros.

Ein kühles „nein, danke“, stachelt die Männer oft noch mehr an als wortloses Weitergehen. Manchen Zotenreißer spricht die Studentin offen an, warum er ihr solche Sprüche an den Kopf werfe. Und ob er öfters Erfolg damit habe? Wenn sie Sprüche vermeiden wolle, solle sie sich entsprechend kleiden, heißt es, Körper und Haupt bedecken. Oder sich von ihrem Mann begleiten lassen. Dann würde sich wohl den „Respekt“ erfahren, den sie sich wünsche. Und nein, die Mißerfolgsrate liege bei 99, 5 %, sagt ihr einer der Befragten.

Die allerwenigsten Frauen fassen die schamlose Anrede als hübschen Flirt auf. Sofie Peetres fährt ihr Filmprojekt unter dem Etikett „Sexismus“. Feministische Gruppen haben es längst aufgegriffen, natürlich unter Aussparung der Tatsache, daß es eben durchweg keine urtümlichen Belgier sind, die hier die Würde der Frau verletzen. Doch natürlich entgeht es keinem Betrachter, daß es keine autochthonen Brüsseler sind, die sie als Hure titulieren und sie unverschämt auf diverse Körperregionen ansprechen. In Belgien - wo „sexistische“ Anmache nun mit einem Bußgeld geahndet wird! – hat die Dokumentation deshalb zu einer heftigen Debatte geführt.

Daß Sofie Peeters´ Erlebnisse ein „Einzelphänomen“ seien, war noch dabei noch das vorsichtigste Contra. In der taz klagt ein Autor, daß Peeters sich hätte unmißverständlicher zur „Rassen“- Frage hätte äußern können:
Da in der Tat „neun von zehn“ Männern, die sie vor der Kamera belästigt haben, ausländischer Herkunft seien, habe sie befürchtet, sich dem Rassismusvorwurf auszusetzen. Ein wenig naiv tönt ihre Entgegnung, die in ihrem Film gezeigten Machos mit Migrationshintergrund seien „nicht repräsentativ für die maghrebinische Gemeinschaft“. Was der Film zeigt, ist ein Teil der Realität. Peeters hätte aber (ergänzend) auch dokumentieren können, dass Einheimische sich in dieser Hinsicht auch nicht korrekter aufführen.

Ein taz-Leser gießt in seinem Kommentar Öl ins Feuer, in dem er Peeters´ Stellungnahme korrigiert. Zu dem im Raum stehenden Vorwurf befragt, habe Peeters dem Flemish TV Channel (VRT) gesagt:
“It was one of my biggest fears. How to tackle this subject without making the film racist? But this is the reality: when you're walking around Brussels, in 9 cases out of 10 these insults come from a foreigner. But these people are characteristic of the entire Magrib community.”

Zu deutsch: Diese Leute seien typisch für die gesamte maghrebinische Gesellschaft. Are und arn´t sind beim Hören nun leicht zu verwechseln. Nehmen wir den Glücksfall an: Das Verhalten der nordafrikanischen Sprüchemacher wäre extrem untypisch für ihre Herkunftsländer. Wie eigentümlich, daß diese Einzelpersonen sich in der Gesamtschau so hervortun! Man, besser: frau kann diese Szenen leicht in andere mitteleuropäische Großstädten nachempfinden: Überall dieses (un)typische Verhalten der „Maghrib community“!

Dazu eine Anekdote: In der letzten Ausgabe der Jungen Freiheit habe ich den aktuellen Kinofilm Man for a Day besprochen. Ein Film mit feministischer Intention; er zeigt Frauen in einem Kurs der gender-Aktivistin Diane Torr. Die Teilnehmerinnen verkleiden sich dort als Männer und werden, gleichsam als Selbsterfahrungsexperiment – angeleitet, wie man als gewöhnlicher Mann sitzt, geht, guckt, auftritt, spricht und so weiter. So sollen die Frauen eigenes Weibchenverhalten erkennen und wenigstens kurzfristig die Perspektive wechseln. Daß mir der Film ziemlich gut gefiel, hat mir gleich konservativen Tadel eingebracht: Ob ich wohl für die „Relativierung des Geschlechts“ sei?

Jedenfalls hatte ich mich beim Sehen des Films schön an einen Kurs erinnert, den ich selbst vor  langer Zeit besucht hatte. Nicht bei Frau Torr, die gewöhnlich in Lesbenkreisen agiert, sondern bei einem beeindruckenden deutschen Kampfweib. Deren Selbstbehauptungstraining richtete sich an Jederfrau, drum waren zahlreiche Hausfrauen und auch ältere Damen beteiligt. Wir lernten, wie man steht, geht und auftritt, wenn man abschätzige Blicke, herabwertende Bemerkungen und tätliche Angriffe (von Männern) vermeiden will.

Alle Frauen dort hatten vielfältige Erfahrungen mit dem, was heute unter den Begriff street harrassment fällt, vulgäre Anmache, physische Übergriffe. Als eine der Damen etwas naiv davon sprach, daß es doch ausnahmslos „die Ausländer“ seien, die sich derart unflätig gegen Frauen benähmen, war es, als platzte ein Knoten: Alle Frauen stimmten zu. Ja, die Grabschereien, Pfiffe und sexuell konnotierten Sprüche kannten sie eigentlich nur aus fremdländischem Munde!

Da wurde unsere Trainerin aber bös! Das verbat sie sich! Sexismus auf der Straße sei ein Männerproblem, kein Ausländerproblem! Bis dahin hatten wir Teilnehmerinnen der bulligen, kurzgeschorenen Frau ungern widersprochen. Sie verkörperte ja das, was wir lernen wollten: unbedingte Autorität! Nun gab es Widerspruch zuhauf, es hagelte Beispielerzählungen.

Man einigte sich ungefähr auf die Quote, die auch Sofie Peeters im Mund führt: Neuneinhalb von zehn Belästigern sind ausländischen Herkunft. Unsere Trainerin wurde zickig: Wir alle seien im Banne eines Klischees. Bei ihr, wenn wir schon mit fragwürdiger Empirie ankämen, sei das genau umgekehrt: neun von zehn Herabwürdigungen erfahre sie von deutschen Bauarbeitern. Und klar müßte doch immerhin sein, daß es MÄNNER sind, die „übergriffig“ würden. Allein darauf käme es an.

Ja, das paßt. Die einen sagen, gewisse Probleme seien eine Sache der sozialen Schicht. Die anderen sagen, dauernde Mißerfolgserfahrungen seien der Grund. Die nächsten meinen, das Problem sei das Geschlecht. Und wer ist schuld? Der Staat und seine Sozialingenieure, die nicht ausreichend & tiefgründig gefördert, belohnt und gegendert haben.

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Kommentare (39)

S. W.
12. August 2012 22:16
Ich hörte ähnliches von mehreren weiblichen linksgrünen Bekannten aus Berlin, die u.a. nur noch mit Kopfhörern aus dem Haus geht um zwecks Gesichswahrung so tun zu können als hörte sie die Anmache nicht. Ich kenne allerdings auch den weiblichen Typus, der afrikanische und nahöstliche Migranten allgemein maskuliner und damit auch attraktiver findet als deutsche Männer.
Wenn aber nun so viele Frauen zumindest in Großstädten entsprechende Erfahrungen mit Personen aus bestimmten Migrantenpopulationen machen: Warum gibt es dann bislang keine relevanten negativen Reaktionen von Frauenseite, und warum sind Frauen trotz ihrer vermuteten direkten Betroffenheit im identitären Spektrum so schwach vertreten?
OJ
13. August 2012 00:05
Weil entweder sofort die entsprechenden Denkmuster aktiviert werden (Einzelfall! Nicht repräsentativ!) oder - was schlimmer ist - man damit aus Angst vor der Feme nicht herausrückt.
Martin Lichtmesz
13. August 2012 01:41
Vor ein paar Jahren hatte ich ein Gespräch mit einer jungen Frau iranisch-französischer Abstammung. Die erzählte mir, daß in England die Männer so zugeknöpft seien, daß es schon wieder frustrierend sei. Ähnlich sei das mit deutschen Männern, die trauen sich im Schnitt eher zuwenig als zuviel. Das krasse Gegenteil habe sie dann aber in Paris erlebt. Das sei unglaublich, wie „die Leute dort“ mit Frauen umsprängen, verbal und tätlich. Empörung blitzte in ihrer Stimme auf. Da wurde ich hellhörig, denn im allgemeinen haben Franzosen ja ein eher positives „Image“, was amouröse Dinge angeht. „Was für Leute meinst du?“, fragte ich. Da platzte es aus ihr heraus: „Wenn ich nicht selber Halb-Iranerin wäre, ich würde zur Rassistin werden!! Diese Araber sind so widerlich und herablassend zu Frauen, jede, die nur einen kürzeren Rock anhat, wird als Hure und der letzte Dreck beschimpft oder mies angemacht!“


http://www.sezession.de/27470/mehr-spas-am-sexismus-schlampenmarsch-2.html
Albert
13. August 2012 10:10
Interessanter Beitrag!

Interessant finde ich aber auch den Kommentar von S.W., der schreibt:
"Ich kenne allerdings auch den weiblichen Typus, der afrikanische und nahöstliche Migranten maskuliner und attraktiver findet als deutsche Männer."

In diese Richtung äußerte sich kürzlich die junge ZEIT-Redakteurin Nina Pauer, die sich über den deutschen Mann beklagte: "Er weiß nicht mehr, wann es Zeit ist zu kommen. Statt fordernd zu flirten, gibt er sich als einfühlsamer Freund. Schüchtern in einer Baumwollstrickjacke hinter einer Hornbrille versteckt, steht er in dunklen Großstadtbars und hält sich an einem Bier fest. Er achtet auf sich, ist höflich, lieb, immer gepflegt und gewaschen ... Nur wenn der entscheidende move gefragt ist, er sich herüberbeugen und die junge Frau endlich küssen sollte, fängt sein Kopfkino an. Vielleicht möchte die junge Frau gar nicht geküsst werden? Vielleicht würde sie sonst selber den ersten Schritt tun? Vielleicht sollte man die Beziehung lieber doch nicht auf die gefährliche Ebene der Erotik ziehen, sondern platonisch belassen?"

http://www.zeit.de/2012/02/Maenner/komplettansicht

Alexander Demandt sieht hier einen typisch germanischen Respekt gegenüber Frauen am Werk: "Tacitus lobt an den Germanen den Respekt, den sie gegenüber ihren Frauen hatten. Die Frauen waren den Göttern näher. Die Seherinnen waren geheiligte Figuren, die auch in der Politik eine grosse Rolle spielen konnten. Bei den Römern gab es das nicht. Das hochgelobte Frauenbild erlebte mehrfach ein Comeback, etwa bei den Minnesängern oder im galanten 18. Jahrhundert. Schliesslich im Feminismus von Alice Schwarzer, da ist nicht viel Neues dran."

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-19/artikel-2009-19-interview-alexan.html

Da stelle ich mir die Frage, was denn nun das richtige Verhalten ist? Würde Sofie Peeters lieber mit europäischen "Waschlappen" (Nina Pauer) ausgehen? Oder was wäre das richtige Maß zwischen orientalischen Sexisten und deutschen Waschlappen? Wie sähe das aus?
Sixty
13. August 2012 11:17
"Unsere Trainerin wurde zickig: Wir alle seien im Banne eines Klischees. Bei ihr, wenn wir schon mit fragwürdiger Empirie ankämen, sei das genau umgekehrt: neun von zehn Herabwürdigungen erfahre sie von deutschen Bauarbeitern."

"Hinterherpfeifen" oder ähnliches (wovon mal hier wohl ausgehen kann) als "Herabwürdigungen" mit übler sexistischer Anmache der von E. K. zitierten Art (die ja nun eindeutig vorrangig von v.a. maghrebinischen "Migranten" kommt) gleichzusetzen, zeugt schon von einer sehr merkwürdigen Sicht der Dinge, ist aber für den Feminismus insofern typisch, als auch selbiger sich ganz überwiegend der vorherrschenden "linken" Political Correctness verschrieben hat. Auch wenn man alles andere als ein "Fan" von Alice Schwarzer und ihrem platten Geschlechterlobbyismus ist, muß man ihr immerhin zugute halten. daß sie den Islamismus und insbesondere das "frauenfeindliche" Verhalten vieler (v.a. jüngerer) Muslime immer klar verurteilt hat und sich in dieser Hinsicht von den PC-Blockwarten auch nicht beirren läßt.
Toni Roidl
13. August 2012 11:39
Deutsche Bauarbeiter pfeifen einer Frau hinterher oder machen anzügliche Bemerkungen. Aber sexuell erniedrigend beleidigen oder angrapschen würde selbst ein deutscher Bauarbeiter keine fremde vorbeigehende Frau.
Bei Orientalen ist das der Normalfall. Das sind einfach primitive Barbaren. Ich kenne selbst Berliner Frauen und Homos, die fast täglich so geradezu terrorisiert werden. Aber dadurch aus ihrem Multikulti-Delirium aufwachen? Woher? Lieber schnell noch einen Schluck aus der taz-Pulle!
Inselbauer
13. August 2012 11:40
Der alte Weininger spricht von einer gegenseitigen Anziehung, und nicht von Wüstlingen oder weißen Rittern. Vielleicht sollten wir das alles nicht so tragisch nehmen und als tragische Folge der gegenseitigen Anziehung von Feminismus und Islam ansehen. Irgendwo müssen die Frauen schon auch selber sehen, wo sie bleiben.
Marcus Junge
13. August 2012 12:02
Für diese Erkenntnis von Sofie Peeters, dafür hätte man auch einfach die Bücher von Udo Ulfkotte lesen können, auch wenn die schon über 3 Jahre alt sind.

Ich glaube außerdem nicht an einen "Verhörer" beim are / arn't, dafür sind die Erfahrungen mit den linken Brüdern doch zu eindeutig und das Thema zu trefflich, um hier mangelnde Kenntnisse der englischen Sprache glaubhaft annehmen zu können.
Faschist
13. August 2012 12:42
Ich fand die Sprüche in dem Video alles in allem unbedenklich, auch wenn ich mit meinen rudimentären Französischkenntnissen nicht alles zu 100% verstanden habe.

Eine hübsche Frau läuft irgendwo alleine rum, Männer sprechen sie an, normaler geht es ja wohl nicht.

Dass die Kontaktversuche schwerpunktmäßig von nichteuropiden Männern initiiert werden, sollte eher dahingehend zu denken geben, dass den weißen Männern dazu anscheinend der Schneid fehlt, was die Araber etc. offen aussprechen, denkt sich der Einheimische im Stillen.
Lisje Türelüre aus der Klappergasse
13. August 2012 14:30
...warum sind Frauen....im identitären Spektrum soschwach vertreten?...

Das ist eine gute Frage, die ich auch schon zur Diskussion gestellt habe.
Als Antwort wurde angeboten: bei den Linksgrünen kuschelt es sich so schön, Frauen seien harmoniebedürftiger.

Ich selbst glaube, daß umgekehrt Männer einen besser entwickelten Instinkt für Macht haben, sie spüren, daß die Macht im Lande beginnt zu kippen.
Unke
13. August 2012 16:17
Die freigiebige Anmache der Ausländer korrespondiert mit übergroßer Zurückhaltung der männlichen Eingeborenen.
Dass die fette Lehrgangsleiterin das nicht wahrhaben will zeigt lediglich, dass Femenazis in ihrer eigenen Welt leben (natürlich müssen die es sich irgendwie schönlügen, dass sie mangels Attraktivität nicht ihren Wunschmann bekommen [der ihnen wiederum den Wunsch-Lebensstil finanziert]). Das wäre nicht weiter schlimm, würden männerhassende „Feministinnen“ nicht den Gesetzgebungsprozess, die Justiz, die (Mittelstrom-) Medien und die Behörden dominieren.

Auf intellektueller Ebene (wenn das in Bezug auf den Feminismus mal kein Widerspruch in sich ist) sorgen die Hochschulen mit Konzepten à la „Geschlecht ist nicht Biologie, sondern gesellschaftliche Zuschreibung“ (gender mainstreaming) für unablässigen Nachschub. Letztlich sind das nichts anderes als Auswüchse im links- oder bzw. neobolschewistischen, realsozialistischen Biotop. Ohne das Frauenwahlrecht ist der langanhaltende Erfolg kollektivistischer Gesellschaftssysteme (seien es nun „Volks“- oder „westliche“ Demokratien) nicht zu erklären. Die Alten wussten schon, warum man mit dem Frauenwahlrecht sparsam umgehen muss!
Angesichts der bis in die kleinste Ritze reichende, keinen Gesellschaftsbereich auslassenden institutionalisierten Männerhass finde ich das Vordringen des Islams ziemlich amüsant. Mein Präferenz ist klar: lieber Moslems als Femenazis!

Zu der Misserfolgsrate von 99,5%: das erinnert mich an einen Beitrag („Schwarze in der Schweiz“) in der Schweizer Weltwoche. Andreas Kunz und Daniel Glaus berichten in der WW 46/10, dass ein schwarzafrikanischer Asylsucher an die 1000 Mädchen anspricht bis eine „anbeißt“ und ihm so via Kinderzeugung oder Heirat die Aussicht auf die begehrte dauerhafte Aufenthaltserlaubnis eröffnet.
Allerdings, und das sei an dieser Stelle auch erwähnt, unterscheidet er sich hinsichtlich der Misserfolgsquote nur graduell von seinen eingeborenen Geschlechtsgenossen ;-)
PB
13. August 2012 16:18
"Diese Leute seien typisch für die gesamte maghrebinische Gesellschaft."

Aber nur inmitten des freizügigen Westens. Im Maghreb selber dürfen die jungen Kerle den Frauen mit Sicherheit nicht hinterherpfeifen.
Prätorianer
13. August 2012 18:43
Die bullige, kurzgeschorene Trainerin würde sich eventuell hin und wieder sexuell anzügliche Bemerkungen von fremden Männern wünschen - da dies aber nicht dem Anspruch der Realität gerecht wird, schlägt das Pendel aus kindlichem Trotz ins Gegenteil um. Weiters kann man proklamieren, das der durchschnittliche deutsche Mann heute zwar wirklich ein Waschlappen und Weichling ist, aber so wurde er ja auch die letzten drei Jahrzehnte sozialisiert, als krypto-schwuler Frauenversteher der alles zeredet und sich reiflich überlegen muß ob er die Frau die er eben erst in der Bar kennengelernt hat nun mit nach Hause ins Bett nimmt oder seine inneren emotionalen Grabenkämpfe ihn daran hindern. Eine Frau wendet sich angesichts so vieler Zweifel, Windungen und Mangel an klar formulierten Willen dann eher einem extrovertierten Türken, Afrikaner etc. hin der auch mal die fünf gerade sein lässt und sich nicht lange bitten lässt wenn eine deutsche Frau sich billig hingibt. Wenn der Sozialstaat westlicher Provenienz künftig an seine Grenzen stoßt könnte sich hier innerhalb der Frauenschaft allerdings schnell ein Paradigmenwechsel vollziehen und der fleißige, materielle Sicherheit bietende, brave aber langweilige deutsche Mann wird plötzlich wieder interessant. Irgendwie aber auch keine befriedigende Vorstellung.
Luttring
13. August 2012 19:56
... um das Bild vollständig zu machen:

Es gab offenbar weit und breit nicht ein autochtones Mannsbild, daß den Mumm hatte, die junge Frau vor der Anmache zu schützen.

Was ist den neuen Herren eigentlich vorzuwerfen, wenn sie diese Lage erkennen und die Frauen dieser Waschlappen als Freiwild betrachten?

Das war historisch nie anders. Da hilft auch keine unterschwellige moralischer Empörung aus der konservativen Ecke - wenn Mann nicht mehr bereit ist, sich schützend vor die eigenen Frauen zu stellen.
Martin
13. August 2012 20:20
Luttring,

genau richtig!

In früheren Zeiten wurden gefühlte 9 von 10 Dorfschlägereien durch das Thema Frauen ausgelöst ... und in ländlichen Gegenden mit "autochthoner" Bevölkerung (davon dürften ca. 85 % der Landfläche Deutschlands nach wie vor erfasst sein - die hier beschriebenen Situationen sind doch alles mehr oder weniger städtische (!!) Probleme) gehört die Rangelei an der "Bar" mit anschließendem "Show Down" hinter dem Festzelt immer noch dazu - nicht umsonst gabs in Mügeln Dresche für die Inder (da waren doch beim damaligen Dorffest auch Frauen im Spiel, oder?)!
Albert
13. August 2012 21:08
Hallo Martin,

ja, in Mügeln waren tatsächlich Frauen-Geschichten der Auslöser für die Dorf-Kloppe mit den Indern.
Honoré de la Canardière
13. August 2012 21:31
S.W.
„warum sind Frauen trotz ihrer vermuteten direkten Betroffenheit im identitären Spektrum so schwach vertreten?“

Zunächst interessieren sich die meisten Leute nicht für Politik, die Frauen noch weniger – deshalb muß die Frauenquote her, Gleichheitswahn verpflichtet. Dazu kommt noch, daß die deutschen Medien es geschafft haben, das Wort „Rechts“ als fast Synonym von „Verbrecher“ gleichzusetzen. „Identitär“ ist eine Verschönerungsform von Rechts, gelt? In Frankreich ist es zum Glück (noch) nicht so weit.

Faschist
„Ich fand die Sprüche in dem Video alles in allem unbedenklich, …“
„… dass den weißen Männern dazu anscheinend der Schneid fehlt, was die Araber etc. offen aussprechen, denkt sich der Einheimische im Stillen.“

Hier geht es nur um plumpe Anmache. Wie Ellen Kositza es vermerkt, kommen im ganzen Beitrag kein einziges Mal die Wörter „Zuwanderer“ oder „Moslem“ vor, obwohl dieses Stadtviertel vorwiegend von marokkanischen Gastarbeitern oder sonstigen Afrikanern bewohnt wird (das ist auch im Film ersichtlich). Das ist des Pudels Kern: diese Leute gelten auch in ihren Stammländern nicht als sehr raffiniert bzw. willkommen. Ihr Verhalten hat hier mit „Schneid“ gar nichts zu tun, sondern mit Erziehung und Benehmen. Kein Durchschnittsfranzose würde sich so primitiv verhalten. Wenn dieses Affentheater der Frau Nina Pauer gefällt, tut sie mir leid.
herbstlicht
13. August 2012 22:00
Für die Erfahrung des ``Kampfweibes'' sehe ich eine Erklärung. Ich stelle mir den Typ von Frau vor, welchen man in NO-Bayern ``Weiwats'' nennt: betont resolut. Wenn die --- ohne einschlägige Fähigkeiten --- unter Männer kommen, bei welchen sicheres Zupacken, physische Kraft und nüchterne, gelassene Vorraussicht zählen --- es geht ja beim Bau, Forst, etc. oft um wertvolles Gut oder das Leben des Kameraden --- dann wirken die wie der größenwahnsinnige Zwerghund gegen den Bernhardiner und werden entsprechend behandelt. In dem Umfeld wird ja auch der männlich Stoderer (Städter) leicht lächerlich: wenn er nicht mit dem Gerät umgehen kann oder wenigstens zwei Zentner hebt, aber dennoch die Klappe aufreißt.

Sofie Peeters wurde von den Einwanderer nicht als Mitmensch auf gleicher Augenhöhe behandelt --- außer ein paar Amtspersonen etc. hat doch niemand einen Anspruch darauf, daß ich mit ihm rede --- sondern eher als herrenloses Gut. Damit sind wir beim Thema ``Frau und Islam'' und hier waren für mich einige Veröffentlichungen der Soziologin Pernilla Ouis an der Universität Malmö besonders aufschlußreich. Davon will ich berichten.

Ouis war zum Islam konvertiert, hat sich aber wieder abgewendet. Ein deutschsprachiger Artikel zu einer ihrer Arbeiten ist ``Ehrenkultur'': Zweifelhafte Rücksichtnahme.

Nachfolgend übersetze ich einige Stellen aus Ett ofrånkomligt förtryck? (etwa: Ist Unterdrückung zwangsläufig?).


Vor jetzt knapp fünf Jahren begann ich, am Islam zu zweifeln und an meinem Glauben an Gott. Das war ein schmerzhafter aber notwendiger Prozess. Eine treibende Kraft bei diesem Prozess ist meine Erfahrung mit der islamischen Frauenunterdrückung gewesen. Als Muslimin hielt ich dafür, daß nicht der Islam die Fehlerursache sei, sondern die Muslime --- in Einklang mit der Argumentation oben [nicht ``religiös'' bedingt sondern ``sozio-ökonomisch''. d.Ü.]. Nach meiner ``Entislamisierung'' habe ich eingesehen, daß es sich genau umgekehrt verhält: nicht die Muslime sind die Fehlerursache, sondern der Islam. Ich meine, daß viele gläubige Muslime vom Islam in gewissen Ansichten und Praktiken gefangen gehalten werden.

Im folgenden Artikel werde ich zeigen, daß es islamische Gründe gibt, welche eine patriarchalische Ordnung im Islam legitimieren. Es war genau dieses Fundament der Religion, welches es für mich persönlich unmöglich gemacht hat, den Glauben an den Islam zu bewahren. Ich habe auch die Ansicht aufgegeben, daß der Islam reformiert werden kann und daß die Schriften des Islam zu einer Auffassung berechtigen können, welche zum Beispiel die Akzeptanz der Gleichberechtigung der Geschlechter oder der Homosexualität umfaßt. Meine Einstellung weicht dadurch ab von zum Beispiel Irshad Manjis Meinung, daß der Islam per ``ijtihad'' reformiert werden kann, der progressiven Neuauslegung.


Ouis stellt dann heraus, daß es nicht nur darauf ankommt, was in den heiligen Schriften steht, sondern was davon in der Praxis herangezogen wird --- so auch beim Juden- und Christentum. Sie zitiert für diesen praktisch bedeutungsvollen Teil der islamischen Schriften die Metapher eines Korbes, welcher zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten Unterschiedliches enthält.

Nach dieser Einschränkung geht sie die Pro- und Anti-Feministischen Stellen durch. Im gegenwärtigen Zusammenhang ist besonders bemerkenswert:


Die vier Koranstellen, in welchen es um die Kleidung der Frau geht, bringen deutlich zum Ausdruck, daß die Kleidung die Aufgabe hat, die Begierde des Mannes nicht zu wecken. Die Frauen müssen somit Verantwortung übernehmen für des Mannes Sexualität --- die gleiche Der-Ermordete-ist-schuld Denkweise, welche auch im Westen so oft vorkommt im Zusammenhang mit Vergewaltigung und sexuellem Übergriff.


Dann geht sie auf die Abwehrreaktion gegen die Säkularisierung und ausführlich auf das Thema ``Gewalt um der Ehre willen (Ehrenmorde)'' ein. Zum Abschluß sagt sie:


Zusammenfassend kann man sagen, daß der Islam zur Ungleichberechtigung der Geschlechter beitragen kann, zu sexueller Unterdrückung und Gewalt um der Ehre willen. Das hängt ganz und gar davon ab, welche Auslegung und Rolle Muslime dem Isalm geben bei der Legitimation von Wertvorstellungen, Handlungsweisen und der sozialen Ordnung. Das Problem mit dem Islam ist, daß die Religion am ehesten als Hindernis wirkt bei der Herstellung der Gleichstellung und als etwas, was die traditionellen Geschlechterrollen konserviert. Leider wird Gleichstellung und sexuelle Freiheit immer noch mit dem Westen verknüpft und im Rahmen der globalen Polarisierung als etwas gesehen, wogegen gute Muslime sich wenden müssen. Gleichzeitig muß man einsehen, daß nur die Muslime selbst die Auslegung ihrer Religion verändern können; sie sind es, welche schließlich bestimmen, was sich in dem Korb befindet, welcher Islam genannt werden darf. [Ein Bezug auf die oben genannte Metapher. d.Ü.]

Man muß hoffen, daß Irshad Manji Erfolg haben wird mit ihrer ``Operation Ijtihad''. Frauen im Westen sollten sich keine Umstände machen damit, die muslimischen Frauen von ihren Fesseln zu ``befreien''. Geschichtlich sind derartige Versuche nutzlos gewesen und haben den Islam nur gestärkt als eine Ideologie des Widerstandes. Aller Widerstand und alles Bewußtsein müssen von innen heraus erwachsen.
Jemand
13. August 2012 23:12
Ich frage mich, ob der Versuch, den Mme Peeters gestartet hat, wirklichkeitsgemäss beschrieben wurde.
Sie hat sich anmutig-weiblich gekleidet und läuft selbstbewußt ihres Weges. Das löst bei männlichen Menschen unmittelbar Wirkungen und Emotionen hervor, welche man schlicht als Begehren benennen kann. Dies ist ein physiologischer, kein moralischer Vorgang.
Darauf aufbauend tritt kulturell-erziehungsmässig gelerntes, und da zeigen sich offensichtlich zwischen den Völkern Unterschiede. Die empfindungsstärkeren, emotionaleren Südmenschen kontrollieren ihre Affekte nicht so ausgeprägt, und also äußern sie ihr Begehren. Das kann selbstverständlich mal mehr, mal weniger vornehm sein. Aber im Prinzip zeigt es, dass der Empfindungsmensch nicht so stark kontrolliert wird, wie durchschnittlich beim Mittel-Nordeuropäer.

Ich kenne Italienerinnen, die es bedauern, wenn ihnen, eine Baustelle in Deutschland abschreitend, nicht nachgepfiffen wird. Sie berichten, dass ihre deutschen Freundinnen sich ärgern, wenn ihnen nachgepfiffen wird...

Ich meine, man sollte das Thema entmoralisieren.
An wievielen Männern ist Mme. Peeters vorbeispaziert, die sie nicht beachtet haben? Die ihre Begehrensseite brav "im Griff" hatten? Das wird in dem Beitrag wohl nicht berichtet.

Man könnte den Sexismusvorwurf durchaus umdrehen und anklagen, dass der Mann heute einem permanenten visuellen Übergriff durch aufreizend gekleidete Frauen ausgesetzt ist und, will er sich nicht "sexistischen" Verhaltens schuldig machen, ständig seine natürliche Empfänglichkeit für die weiblichen Reize unter Kontrolle halten muss.
ene
13. August 2012 23:40
So neu ist das alles nicht - ich erinnere mich: Sommerkurse an einer französischen Universität. Mehr als 25 Jahre ist das her.
Zimmer im Studentenheim. Das Problem dabei: die französichen Studenten und Studentinnen waren zu Hause während der Ferien, bei ihren Familien. Geblieben waren Araber und Afrikaner.
Angesprochen wurde man immer und überall; nicht aggressiv, mitunter sogar nett.
Jedoch: in der Massierung war ich das nicht gewöhnt. Es war einfach anstrengend. Die Ausländerinnen (Deutsche, Polinnen, Italienerinnen) hielten zusammen, gingen gemeinsam in die Vorlesungen usw. Auf dem weiträumigen Gelände ging keine Frau abends allein spazieren.

Sehr bald gewöhnte ich mir ab, männliche Personen - anzusehen. Im Bus fuhr ich stets mit Lektüre.

Durch Zufall geriet ich einmal in den arabischen Stadteil. Ein französisches Ehepaar brachte mich in seinem Auto zurück in die Cité universitaire, nicht ohne mich nachdrücklich zu belehren: Dorthin geht man nicht!
Kurt Schumacher
14. August 2012 08:18
@ Ene

"Dorthin geht man nicht"...? Frankreich hat die Farbigen ja seit dem 19. Jahrhundert absichtlich ins Land geholt. Es gab schon um die Jahrhundertwende 1899/1900 farbige Priester und Bürgermeister in Frankreich! Im 1. Weltkrieg haben die Franzosen massive Negerheere gegen Deutschland in Marsch gesetzt. Zur Zeit der Ruhrbesatzung geschahen Dinge, die heute von der Political Correctness verschwiegen werden. Googeln Sie mal "Rheinlandbastarde". Übrigens, Charles de Gaulle, der französische Adenauer (die beiden verstanden sich gut), ein "Patriot", so sagt man, nicht wahr? Oh nein, de Gaulle haßte Frankreich genau wie Adenauer Deutschland haßte. Ich habe seine Autobiographie gelesen; ich empfehle Ihnen das Algerien-Kapitel. Eine anti-französischere und pro-farbigere Politik ist nie gemacht worden. Das ist alles kein Problem von 2012. Die Wurzeln liegen viel tiefer.
Inselbauer
14. August 2012 09:38
Liebe Leute, langsam kommt mir die Debatte vor wie eine hysterische Debatte unter Halbwüchsigen, wer denn nun den Mumm hat, die Schönste anzusprechen, und ob es nicht dich gelingt, dem Neger zuvorzukommen! Das sind Ausreden, die wirkliche Konkurrenz spielt sich doch auf dem Partnerschaftsmarkt ab, und da ist der Staat der Gegner! Der schmust Millionen Weiber ab, befördert sie gleichzeitig über die Schwelle und gibt den Kindern Milch (...)
Im Ernst: Die Männer, die sich nicht auf eine direkte Konkurrenz mit irgendwelchen Halbaffen einlassen, sind KEINE Waschlappen. Ein Waschlappen ist, wer als Rechter zu feig für eine Ehe ist und lieber jammert, dass es so wenig "rechte" Frauen gibt. Ein Feigling ist der, der nicht den Mut hat, sich durch eine Ehe mit einer modernen deutschen Frau die Lebenserwartung zu kürzen, jeden Tag sinnlose Streitereien mitzumachen und sich finanziell versklaven zu lassen. So etwas kostet Mut, nicht die Gigolotour. Aber die Rechten wollen ja nur "bei Mutti" und halten irgendwelche Fickereien für soziologisch relevant (--als echte Biologisten)...
Hesperiolus
14. August 2012 11:43
!. Wenn einer im Zoo vor dem Affenkäfig mit Bananen wedelt, gibt es Randale am Gitter. Das weiss man, darauf kann man sich einstellen.
2. Auch in der guten, alten Zeit (zweifelsohne die bessere) gab es defavorisierte Stadtviertel. In denen ist man nicht im Cocktailkleid herumflaniert, sondern, wenn überhaupt, in dazu angemessener Kleidung. Die Gutmenscherei und Egaliätsduselei übersieht, daß es Primitivlinge gab, gibt, geben wird, den Abschaum, zu denen man Abstand hält, auch mit Blick und versagter Entblößung. Hat man immer so gemacht. Dresscode mit sozialräumlicher Sensibilität! Bin überzeugt, daß gepflegte, formelle Kleidung (Kostüm und urbanes Schuhwerk), kontrollierter Blick und Haltung, die unerwünschten Übergriffe halbiert hätten, mindestens. FLatterkleidchen aus Billigstoff, ausgetretene Stiefel passen nicht zum Tändelschritt à la Parisienne, und dazu noch auf Armeslänge an den Testpersonen entlangpromeniert. Provozierter Effekt für die Semesterarbeit?
3. Hat auch weniger mit Islam oder Patriarchat zu tun als mit regionalspezifischen Defekten im Maghreb (schon vor Jahrzehnten interessante Beobachtungen Ernst Jüngers dazu, die wohl jeder (!) in dieser Weltgegend Reisende ähnlich erlebt hat. Bei Indonesiern und - bis vor kurzem - Iranern unvorstellbar. Race matters! Dazu kommt der ungeheure Dekadenzschock.
3. Angezeigtes Reaktionsmodelle auf dergleichen Übergriffe wäre m.E., entweder souveränes Ignorieren (Untermenschen sind halt Untermenschen) oder, je nach Typ, größtmöglichen Krach zu schlagen; bei gegebener Rückendeckung Einsatz von Schirm und Handtasche (in niedersächsischen Kleinstädten würde ich dazu raten), Hilferufe, Polizeirevier über Handy. Nehme mal an, Peeters hat sich aus Dokumentationszweck zurückgehalten, ansonsten könnte man über das abwehrend gequängelte "Vous ne comprenez pas, je ne veux pas..." doch nur lachen. In schwereren Fällen sollte es eine Resonanz dafür geben, autochtone Strafexpeditionen in die Lemurennester durchzuführen.
4. Aber schließlich, Stichwort Capital d`Europe, was erwartet ein Kontinent eigentlich, der selbsterklärte Krawallfotzen (Pussy Riots) zu säkularen Ikonen seiner "westlichen" Werte stilisiert?
5. Und vielleicht machen die Damen ihr Kreuzchen in der Wahlurne endlich doch an der richtigen Stelle...
balu
14. August 2012 15:06
Der Blog hier ist immer lustig und an Weltfremdheit kaum zu überbieten.
lol
lenirista
14. August 2012 16:12
Das ist wieder mal eine interessante Diskussion. Ich trage immer Kleider , Röcke und oft hohe Schuhe ohne den Anspruch zu haben Männer aufzureizen. Natürlich falle ich oft auf aber ich habe bislang nur positives erlebt, obwohl ich auch im sog. goldenen Westen wohne ( vielleicht fehlt bei uns noch die massive Einwanderung der afrikanischen Horden). Einmal sagte ein Lkwfahrer zu mir daß er meinen Kleidungsstil unglaublich toll fände und alles so aussergewöhnlich passen würde. Ich bin eben anders gekleidet als 90% der Frauen, die oft Jeans und langweiliges drumherum tragen. "Gekleidet" sind heutzutage sowieso leider nur die wenigsten. Sicher auch ein Verlust in unserer Gesellschaft, in der nur noch wenige einen eigenen Stil haben sondern sich den Richtlinien der Gesellschaft unterwerfen. Es macht mir Spaß meine eigene Weiblichkeit zu erleben und natürlich ,ganz ehrlich, ein wenig kokettiere ich auch damit!
zentralwerkstatt
14. August 2012 20:17
Zitat:
Darauf aufbauend tritt kulturell-erziehungsmässig gelerntes,

Antwort:
Das ist falsch. Es gibt kein "kulturell-erziehungsmäßig Gelerntes".

Wir werden geboren, und sind, was wir sind. Die Ausprägungen (Phänotyp) unserer Gene, die nicht toleriert werden, können bestenfalls abkonditioniert oder absanktioniert werden, wenn "die Gesellschaft" sie nicht zu tolerieren bereit ist, in der Regel sind die üblen Eigenschaften jedoch noch vorhanden und genetisch verankert. Ich bestreite nicht epigenetische Effekte, also das Rückwirken von "kulturellen" Zwängen auf die genetische Ebene. Wir Menschen sind schon mehr als bloße Biocomputer, bzw., einige von uns haben die Gabe dazu. Das typische BRD-Einwandererklientel gehört definitionsgemäß nicht dazu, denn die hiesige "Einwanderungspolitik" arbeitet destruktive Pläne ab, denn andernfalls würde man sich um Ostasiaten bemühen.

Zitat:
und da zeigen sich offensichtlich zwischen den Völkern Unterschiede.

Antwort:
Das ist richtig. Die Völker sind verschieden, das kann man am einfachsten an den intellektuellen Leistungen ablesen (und das meint explizit keine politisch quotierten migrantischen "Politik-Powerfrauen"). Wir Deutschen jedenfalls sind eine wirklich erstaunliche phänotypische Ausprägung genetischer Informationen. Wir finanzieren unseren eigenen Untergang und beklagen das bestenfalls, viele bejubeln das, manche begreifen es staunend nicht - aber wir alle lassen es (momentan) schlechterdings geschehen.



Außerdem: Die Trennlinie zieht sich generell nicht zwischen Mann und Frau, sondern zwischen genetisch fortgeschritten und genetisch reaktionär. Daß dabei ein Geschlecht besonders schlecht abschneidet, spielt erst einmal keine Rolle. Für weiteres hierzu siehe auch die exzellenten Ausarbeitungen von Herrn Thomas Lentze.
Beobachter
15. August 2012 13:24
Lentze: Das ist kein Mann. Das ist eine jämmerliche Gestalt. Wie ein "Konservativer", "Rechter" oder wie auch immer sich auf so etwas berufen kann, ist mir ein Rätsel. Solche Gestalten sind nicht meinesgleichen, so wenig wie ein "Fräulein", daß sich in Innenstädten rumtummelt, und sich wundert, dabei von "Kulturfernen" angemacht zu werden. Diese sehen sie nämlich zutreffend als "herrenlos" an. Zudem: Eine Kulturlose wundert sich über Kulturlosigkeit?

Und zum Thema Kampfweiber, quadratisch - praktisch - gut: Diese versuchen männliches Verhalten zu imitieren und scheitern dabei zwangläufig, dem zu Imitierenden auch n ur nahezukommen. Nur merken sie esselbst nicht, weil sie sich nicht mit Männern vergleichen (können), sondern mit anderen, viel weiblicheren, Frauen.

So eine Kampfkugel mag tatsächlich einem Lentze etwas auf männlicher Domäne entgegensetzen können. Aber mir scheint, anhand dieser beiden Gestalten, daß man mal darüber nachdenken könnte, ob die Gender-Hypothese nicht wenigstens so weit den Zustand halbwegs beschreibt, daß es unweibliche Weiber und unmännliche Männer gibt. Diese sind so ungeschlechtlich, weder das eine, noch das andere, daß man für solchen Menschen schon zwanghaft versucht, das Neutrum zu verwenden.

Würden "Männerrechtler" als "rechts" identifiziert, könnte ich mich selbst nicht mehr so bezeichnen. Die Kraft eines Mannes gründet in sich selbst oder es handelt sich nicht um einen solchen. Daß es sich entsprechend bei den Frauenrechtlerinnen nicht um Frauen handelt, ist in 95% der Fälle offensichtlich. Nur männlich sind sie aufgrund der Unfraulichkeit nun eben auch nicht. Sie sind vielleicht etwas Drittes. Oder einfach: Nichts!

In jedem Fall ist mir ein südländischer Möchtegern-Macho lieber und näher, als ein Weichei, der da hundertmal "deutsch" oder "weiß" oder "europäisch" oder "christlich" sein kann. Ein "Mann", der sich von einer Frau verdeschen läßt, gehört auch verdroschen, bis er begriffen hat, daß er selbst kein Weibchen ist. Umgekehrt gilt es für Frauen. Und Frauen, die nicht angemacht werden wollen, sollen sich einen Mann angeln, der das unterbindet.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Das ist natürliches Lernen. Oder eben nicht.
S. W.
15. August 2012 14:57
Bei der verbalen Belästigung bleibt es oft genug nicht, und Migrantenpopulation vorwiegend nahöstlicher und afrikanischer Herkunft führt in allen westdeutschen Großstädten (wie auch in London, französischen Städten, Brüssel, Oslo...) die Vergewaltigerstatistiken an. Wenn auch das die zumindest im biologischen Sinne männliche deutsche Bevölkerung nicht bald aus ihrem Dämmerzustand reißt, dann ist diesem Volk wirklich nicht mehr zu helfen.
zentralwerkstatt
15. August 2012 19:21
Zitat:
Lentze: Das ist kein Mann.

Antwort:
Woher Sie auch immer das wissen mögen, geschenkt. Jedoch empfehle ich Ihnen, sofern es die Zeit erlaubt, jedem ohne Ansehen der Person zuzuhören. Immerhin, so ein bißchen müssen Sie ihm ja zugehört haben.

Von jedem kann man sich potentiell Dinge abschauen - sofern man kann!

Wenn man grundsätzlich könnte, hat man immerhin die Wahl zwischen wollen und nicht wollen. Insofern kann man dem BRD-Muster-Immigranten gar nichts vorwerfen, er tut, wozu er in der Lage ist und hatte nie die Wahl.

Sie definieren also, was männlich ist? Sollte Mann denn nicht wenigstens mit Klarnamen auftreten? Herr Lentze tut es und nimmt alle Reaktionen des BRD-Regimes in Kauf. Bewundernswert.
Schopi
15. August 2012 21:34
In jedem Fall ist mir ein südländischer Möchtegern-Macho lieber und näher, als ein Weichei, der da hundertmal „deutsch“ oder „weiß“ oder „europäisch“ oder „christlich“ sein kann. Ein „Mann“, der sich von einer Frau verdeschen läßt, gehört auch verdroschen, bis er begriffen hat, daß er selbst kein Weibchen ist. Umgekehrt gilt es für Frauen. Und Frauen, die nicht angemacht werden wollen, sollen sich einen Mann angeln, der das unterbindet.


Wie kann man denn so einen Käse schreiben, sie "Möchtegern-Südländer".
Das ist irgendwie dümmste Stammtisch Brüllerei.
Beobachter
16. August 2012 11:22
Noch @ Zentralwerkstatt
Ich werfe den Migranten nichts vor. Was auch? Daß sie ihre Möglichkeiten ausschöpfen?
Ich sehe, daß die "BRD" schwach ist. Und das ist wohl ihr Existenzgrund. Es handelt sich bei ihr nicht um "meine BRD". Also ist es wurscht.

Die Frage ist: Was macht man selbst und mit wem tut man sich zusammen, um das Machtvakuum und das ästhetische Vakuum hier in Mitteleuropa zu füllen. Und die Lentzes kommen dafür nicht Betracht.

Ein Lentze hätte automatisch dann recht, wenn er beim ersten Anflug ernstzunehmnder Gewalt die "Mama" auf die Bretter geschickt hätte. Oder: Dies wäre aus innerer oder körperlicher Überlegenheit, die für einen Mann selbstverständlich sein sollte, gar nicht erst so weit gekommen. Er ist die Verkörperung der Falschheit.
S. W.
16. August 2012 14:29
@Beobachter
"In jedem Fall ist mir ein südländischer Möchtegern-Macho lieber und näher, als ein Weichei, der da hundertmal „deutsch“ oder „weiß“ oder „europäisch“ oder „christlich“ sein kann. "

Na dann bin ich mal gespannt, ob diese Leute Sie wegen ihrer Gefühle von Nähe als einen der ihren akzeptieren werden. Glaubwürdige Demuts- und Unterwürfigkeitsgesten sollen ja zumindest auf deutschen Schulhöfen den verbliebenen deutschen Schülern manchmal etwas vorübergehende Ruhe gewähren.
Auch wenn das deutsche Volk in sichtbar schlechtem Zustand ist, besteht real nicht die Option, aus ihm auszusteigen. Für die Fremden wird man immer Deutscher bleiben.
Kurt Schumacher
17. August 2012 11:34
@ S.W.

Oh nein, es gibt einen sehr einfachen Weg, kein Deutscher mehr zu sein: wandern Sie aus nach Amerika. Von allen Migrantengruppen geben die Deutschen dort seit jeher am schnellsten ihre Eigenart auf. Sie wollen keine Deutschen mehr sein, und sie sind es auch nicht.
zentralwerkstatt
17. August 2012 19:32
Im Falle der Immigranten haben wir uns mißverstanden, Beobachter. Ich meinte das generell.

Grundsätzlich sehe ich Frauenrechtler, Migrantenrechtler oder sonstige Rechtler auch als Minderbemitteltenvertretungen an und stimme Ihnen zu, daß Mann wenigstens in solchen Fragen nicht auf Kollektive setzen sollte.

Wenn Herr Lentze das aber anders sieht, dann darf er das doch wohl, oder nicht? Was er zum Weibkollektiv sagt, läßt sich meiner Ansicht nach empirisch belegen, mir gefallen die inhaltlich und argumentativ sauber strukturierten Texte, die ohne jede Polemik auskommen. Er weiß, wovon er spricht.

Wer sollte bestreiten können, daß sich die Volksauflösung neben der Transplantation fremder Volksscharen über die deutschen Bäuche vollzieht? Wer sollte bestreiten können, daß gerade deutsche(?) Frauen sich als Immigranten-, TolleRanz- und Alle-Welt-Rettungs-Lobby aufspielen?

Frauen stecken typischerweise keine Rahmen, sie suchen sich Rahmen; und den haben die Machthaber in der BRD für die Auslöschung des Deutschen konstruiert, der Rest ist Natur: Der deutsche Mann malocht sich kinderlos zu Tode und die deutsche Frau läßt sich Aufenthaltsgenehmigungen und Kindergeldwechsel inseminieren.

Wenn sich ein Zicklein über die Achtungs-Pfiffe eines Mannes mokiert, dann ist das darin begründet, die Aufmerksamkeit des Pfeifenden um die Aufmerksamkeit der Passanten zu erweitern. Oder aber die Pfeife ist nicht attraktiv genug. "Ich trage tief ausgeschnitten, weil ich mich in den Klamotten wohl fühle und nicht um Männern zu gefallen." - ja, sie wollen mitunter daran glauben machen. Frauen sind Groupies, Huren, Seitenspringer, Kindermörder, Tierquäler, Mobber,... die ganze Palette. Sie sind mitnichten weniger an Macht und Einfluß interessiert als Männer, die Wege zum Ziel unterscheiden sich.

Die ethische Trennlinie verläuft nicht zwischen Mann und Frau, sondern zwischen ethisch und unethisch. Hinter jedem Massenmörder stand noch eine Frau, oder so ähnlich.
Beobachter
21. August 2012 10:12
@ Zentralwerkstatt
Ihren Ausfühungen zu den falschen Konnotationen der Geschlechter ist zuzustimmen. - Frage: Weshalb wird ist dies Staatsraison?

@ S.W.
Ich präzisiere: Das "Gefühl der Nähe" ist als Achtung zu verstehen, nicht als "Verbrüderung im Geiste".


Einigen Kommentaren liegt die Annahme zu Grunde, der Staat würde aus Verkennung der Mittel und der Realität zum schlechten Hirten. Sie selbst verkennen dabei, daß jeder Hirte die Schwäche, die Faulheit, die Dummheit und die Feigheit der Schafe ausnutzt, also deren Unfähigkeit und die Unwilligkeit. Jeder, der den verständlichen ersten Impuls nach einem guten Hirten nicht überwinden kann, ist ein Schaf und bleibt ein Schaf und ist unbedeutend. Die einzige wesentliche Entscheidung seines Lebens ist die, ein Schaf zu bleiben.
Es ist gut, daß die "BRD" ihrer Hirtenaufgabe nicht nachkommt (und niemals nachkommen wird, weil das nicht ihr Existenzgrund ist). Das lehrt diejenigen, die lernen wollen, für sich selbst zu stehen. Natürlich geht dies nicht alleine. "Mannschaftsgeist" ist Voraussetzung für Eigenständigkeit. Und diese gründet auf ein Mindestmaß an Homogenität: Religiös, kulturell, ethnisch, genetisch.
Es geht auch nicht mit Schwächlingen in den eigenen Reihen. Und selbstverständlich habe ich vor einem Starken mehr Achtung, als vor einem Schwachen. Ob dieser nun kriminell oder fremder Herkunft ist, ist dabei unbedeutend. Jeder Starke wird, auch von anderen Starken, geachtet; von Schwachen sowieso. Oder er ist nicht stark.

Alles andere ist der Ruf nach der Mutti.
Hesperiolus
22. August 2012 15:09
@ Beobachter

Ich fasse es nicht! Traurig, traurig, traurig! Als Deutsche gebrauchen wir den Begriff "Achtung" kantisch! Kant, ein kleiner Mann mit säuberlich gepuderter Perücke! Keine testosterontriefende Bestie, ob blond oder öläugig, vor der ein vulgär-nietzscheanischer Ghetto-Primitivismus lieber in schockstarrer Kaninchenhaltung anbiedert, als Schaf seines gebürtigen Herren zu sein (sein zu wollen - nicht meine ich die FDJ-Zicke)? "Starke, kriminell oder fremder Herkunft" - ich krieg die Motten! Anti-pastoraler Tribalismus ist nicht konservativ! Werter Mit-Kommentator befassen Sie sich mit der sieghaften Ikonographie des Schafes in unserer, der abendländischen Kunstgeschichte. Nichts für ungut. Gruß, Ihr Hesperiolus.
S. W.
22. August 2012 17:27
@Beobachter
Was die Achtung gegenüber dem vitaleren Fremden angeht, stimme ich Ihnen zu. Es wäre auch unvernünftig, die Schwäche des eigenen Volkes zum Ausdruck von Tugend zu verklären. Die Stärke des Fremden äußert sich aber in fremdartigen Formen, und die Stärke, zu der das eigene Volk wieder finden müßte, könnte m.E. keine bloße Spiegelung des Fremden sein, sondern müßte eigenen Formen finden. Wo der Fremde zwar stark aber primitiv auftritt, könnte der Deutsche noch stärker sein, wo er sich auf Dinge wie Ritterlichkeit besinnt. Vielleicht kommt dem vital-primitiven Fremden ja sogar eine wichtige Rolle zu, weil er zur Stärke und zur Rückbesinnung auf eigene Quellen von Stärke zwingt.
Beobachter
23. August 2012 11:14
@ Hespieriolus
Als Deutsche gebrauchen wir den Begriff "Achtung" nach der Vorschrift ZDv 3/2 - "Formaldienst in der Bundeswehr" in entsprechendem Gebrauch.
Mit lauter Kants in den Reihen preußischer Armee wäre Königrätz ein Jena/Auerstedt geworden. - Bismarck duellierte sich bei jeder Gelegenheit.
Abendländische Kunstgeschichte schließt die griechische, römische und germanische Antike völlig aus, die Schafsdarstellungen nicht beinhaltet? Ein Hagen
von Tronje als Schaf seines Königs? Völker bestehen aus Schafen, auch das Deutsche.

@Beobachter
Ich stimme Ihrem Kommentar zu.
Hinweis: Die eigene Form hat das historische deutsche Militär bestimmt, wie auch "Turnvater" Jahn. Talhofers Fechtbuch, Happel, Das Freifechten, 1865, Schmidt, Fechtkunst, 1717 und natürlich Pankration kann man ebenfalls heranziehen.
Die französichen Plünder-Kompanien des ausgehenden Mittelalters haben sich nicht auf deutschen Boden getraut; und wenn doch, verloren.
Zur Klarstellung: Vergleiche ich das Erscheinungsbild der Deutschen mit einem durchschnittlichen Migranten, so stelle ich fest, daß das deutsche körperliche, mentale und geistige Potential deutlich höher liegt. Aber in Deutschland ist Sport bestenfalls Joggen im Park und ein bißchen Hanteln im Studio. Das reicht nicht.

Geist, Schaffenskraft und Wehrhaftigkeit. Kaum ein Volk kam den Deutschen darin nahe. An Geist und Wehrhaftigkeit mangelt es offenkundig. Darauf kann sich rückbesinnen, wer dies will. Oder auf pastorales Auf- und Nieder der Schafe.
Beobachter
23. August 2012 14:30
Zum Zweiten:

Die geistige Leistung Kants steht in keinem Zusammenhang zu der Beseitigung von körperlichen und mentalen Defiziten gegenüber potenziellen Gegnern.
Und Kant äußerst sich selbst über den Mut als eines der tragenden Tugenden zur Selbstaufklärung.

Auf der Sezession ist über den "Friedensjochen" berichtet worden. Es gibt hierzulande Mechanismen zur Unterdrückung von Mut, Tapferkeit, Abenteuerlust und Draufgängertum.
Zugleich fehlen Mechanismen zum Erlernen der Beherrschung und Nutzung von Angst, Erschöpfung und Schmerzen.

Gewalt zur Durchsetzung von Zielen ist sinnlos. Ist ein Ziel ohne Gewalt nicht nicht zu erreichen, wird es nur vorübergehend erreicht sein. Gewalt ist hingegen ein zweckmäßiges Mittel zur Abwehr fremder Durchsetzungsversuche von Zielen. Das gilt auf der Straße, in der Schule und in Afghanistan gleichermaßen. Hier dient Turnvater Jahn als Vorbild. Dessen Motivation der Leibesertüchtigung gründete in der wehrlosen Hinnahme der napoleonischen Besetzungszeit.

Deutschland als geistige Einheit, der die politische Folgen sollte, war Virchows Leitmotiv. Deutschland als wirkliche politische Einheit, die auf der Wehrhaftigkeit aller basierte, war Bismarcks und Roons Idee.
Wer bedroht ist, sei es politisch, sei es auf der Straße, hat sich in Form zu bringen und sich möglichst stabile Verbündete zu suchen. Deren Stabilität basiert auf Homogenität und auf dadurch erzielte Interessen- und Wahrnehmungsidentität.
Jede Türkengang praktiziert mehr Politik, als alle "Konservativen" der Welt zusammen.

Vom Feinde zu lernen, kommt für Geistesstrukturkonservative nicht in Frage. Deswegen haben die Konservativen in der Weimarer Republik verloren und die Nationalsozialisten gewonnen.
Genau diese Spielart der Pseudo-Konservativen gibt zu erkennen, daß sie vollständig Kinder dieser "Republik" sind. Feindliche Strukturen zu verstehen, sie dort zu übernehmen und auf eigene Verhältnisse anzupassen, wo sie wirksamer sind, und dort auszunutzen, wo sie schwächer sind, ist eine Selbstverständlichkeit. Wer diesem Überlebenstrieb nicht folgt, ist bereits degeneriert. Der Ausdruck der Degeneriertheit ist nicht als persönliche Beleidigung, sondern als Provokation anzusehen: Die Entlarvung der Tatsache, daß viele ihre Wehrlosigkeit hinter einer Fassade der Geistigkeit zu verstecken suchen. Wie hoch-geistig ist es, anzunehmen, Gewalt in seiner Bedeutung nicht zutreffend einzuschätzen und sich selbst aus der Pflicht (!) dazu zu nehmen? Wie konservativ ist es, anzunehmen, dies hätte in der Geschichte jemals Bestand gehabt?

Handelt es sich dann nicht eher um den Versuch, daß andere den Kopf für einen hinhalten, während man selbst sich unter Vorwand den Gefahren, Entbehrungen, Schmerzen und dem Tod entzieht? Davor gibt es keine Achtung, sondern reine Verachtung.
Achtung muß man sich - im Gegensatz zu Kants universalistischer Soll-Vorschrift - verdienen. Richtig ist es, Menschen nicht zu verachten, ohne ausreichend Grund dafür zu haben. Nach Kant sei der Grund des Menschen in seiner Zweckosigkeit, bzw. in seinem Zweck in sich zu sehen. Scheiße ist! Der Mensch hat nur den Wert, den er aus eigener Kraft für andere hat, gleich wer dies ist.

Kant und Konservativismus passen zusammen, wie Claudia Roth und Leopard 2.

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