08. November 2016

»Wir haben die Pflicht zu helfen« – Im Gespräch mit Lothar Fritze

von Benedikt Kaiser / 37 Kommentare

Es kommt auch in unserer starken Antaios-Versandbuchhandlung nicht alle Tage vor, daß ein Titel von alleine zum »Bestseller« wird. Das neue Buch des Chemnitzer Moralphilosophen und Politikwissenschaftlers Lothar Fritze ist so ein Buch, und sein Erfolg rührt vermutlich daher, daß hier ein wirklich neuer bzw. ein gänzlich anderer Zugriff auf die Migrationskrise gewählt wurde. Anläßlich dieser Veröffentlichung sprachen wir mit Prof. Fritze über sein Buch und den moralischen Universalismus:

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Dieser Beitrag hat mehrere Seiten:

  • Seite 1
  • Seite 2
  • SEZESSION: Im Vorwort zu Ihrem neuen Buch Der böse gute Wille. Weltrettung und Selbstaufgabe in der Migrationskrise schreiben Sie, daß die Migrationskrise die größte Herausforderung für Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs darstellt. Die politische Linke nutze diese Krise indes, um die Auflösung der Nation zu erreichen. Nun wird die Bundesrepublik aber einerseits nicht von der politischen Linken, sondern von der »Mitte« in Form der Großen Koalition regiert, und diese Koalition wäre – andererseits – objektiv doch verrückt, ihren eigenen Gestaltungsraum »aufzulösen«. Was vollzieht sich also vor unseren Augen, und: wer ist treibende Kraft, wer Zaungast?

    LOTHAR FRITZE: Diese Fragen stellen sich in der Tat. Erstens ist wohl zu bemerken, daß die CDU unter ihrer gegenwärtigen Parteivorsitzenden nach links gerückt ist – freilich ohne deshalb selbst zur politischen Linken zu gehören. Gleichwohl: Angela Merkel sagt und tut Dinge, die von Linken voll und ganz gutgeheißen werden. Sie hat durch ihre Entscheidungen in der Flüchtlingskrise im Spätsommer und Herbst 2015 und vielleicht ebenso durch die Art der Kommunikation dieser Entscheidungen die nachfolgende Wanderungsbewegung zumindest forciert. Daraus folgt nicht, daß sie selbst die Auflösung der Nation beabsichtigt. Aber welche längerfristigen Ziele hat eigentlich Frau Merkel? Dies entzieht sich weitgehend unserer Kenntnis. Immerhin gibt es in der CDU führende Politiker, die die Idee der Vereinigten Staaten von Europa verfolgen. Und auch dies ist letztlich ein linkes Projekt. Wolfgang Schäuble glaubt sogar, daß ein Verzicht auf Einwanderung uns »in Inzucht degenerieren ließe«. Jedenfalls: Denkt man ein paar Jahrzehnte voraus, würde eine Politik der ungesteuerten Zuwanderung aus Westasien und Afrika zu Ergebnissen führen, die von einem Großteil der heutigen Deutschen als eine Art Auflösung der Nation betrachtet würden.

    Zweitens ist zu bemerken, daß verrückte Dinge tatsächlich geschehen. Ein zentrales Motiv des Handelns von Politikern ist der Machterwerb bzw. die Machterhaltung. Zu diesem Zweck werden mitunter längerfristige Folgen in Kauf genommen oder allzu gern übersehen, die den eigenen Wünschen und gesellschaftspolitischen Vorstellungen zuwiderlaufen. Die nominelle Opposition klatscht heute der Regierung Beifall, weil sie ihre Utopie einer weltumspannenden Gesellschaft der Gleichen und Gleichgestellten auf dem Weg der Verwirklichung sieht. Ja, und was die treibenden Kräfte anlangt – darüber möchte ich eigentlich nicht spekulieren. Zaungast dieser Entwicklungen ist der vornehmlich kopfschüttelnde und ratlos dreinblickende Wähler; die Anhänger der »Willkommenskultur« jedenfalls scheinen mir keine legitimen Repräsentanten des Volkes zu sein.

    SEZESSION: Bei aller Kritik an der »Willkommenskultur« betonen Sie ja durchaus die moralische Pflicht, Notleidenden zu helfen, weisen aber zugleich darauf hin, daß diese Hilfspflicht auch Grenzen hat. Wie kann diese Grenze bestimmt werden?

    FRITZE: Wir haben die moralische Pflicht, Menschen in Not zu helfen – und zwar (dies gilt zumindest prima facie) unabhängig davon, warum sie in Not geraten sind. Dabei sind zwei Präzisierungen notwendig: Wer sich selbst helfen kann, befindet sich nicht in Not. Und: In Not sein heißt um das Überleben kämpfen. Unter welchen Voraussetzungen ein Überleben gesichert ist, bedarf freilich weiterer Präzisierungen. In Not ist beispielsweise der Verhungernde oder der Verfolgte, dem man nach dem Leben trachtet, nicht aber der, der seine Vorstellungen hinsichtlich eines guten Lebens nicht realisieren kann. Insofern sind Migrationswillige, die sich nicht in Not befinden, grundsätzlich anders zu behandeln.

    SEZESSION: Also gibt es in der Konsequenz dieser Prämissen eine universale Pflicht zur Hilfe?

    FRITZE: Diese Hilfspflicht gilt universal, also für alle Menschen auf der Welt. Sie läßt sich meines Erachtens rational begründen und sollte deshalb allgemein anerkannt werden. Dies ist eine moralphilosophische und keine verfassungs- oder völkerrechtliche Aussage. Wenn wir von Formen der weltweiten Entwicklungshilfe absehen, werden darüber hinaus gehende Hilfspflichten gegenwärtig nur innerhalb von Staaten oder Staatengemeinschaften (wie etwa der EU), also nicht universal akzeptiert. Innerhalb dieser begrenzten Gemeinschaften sorgt der Sozialstaatsgedanke für eine Umverteilung, die das Ziel der bloßen Existenzsicherung übersteigt.

    Der Flüchtling aus Syrien, der zunächst in der Türkei Unterschlupf gefunden hat und sich danach auf den Weg nach Europa begibt, ist in diesem moralischen Sinn kein Hilfsbedürftiger; sein Leben ist in der Türkei bereits gesichert. Wenn der deutsche Staat ihn trotzdem aufnimmt, erfüllt er im strengen Sinne nicht die moralische Hilfspflicht, von der ich gesprochen habe; es handelt sich eher um eine Art Arbeitsteilung bei der Erfüllung von Hilfspflichten. Und dies kann, wenn es in geordneten Bahnen verläuft, selbstverständlich vernünftig und im Sinne einer Lastenverteilung auch geboten sein.

    SEZESSION: Nun gibt es aber keine adäquate Lastenverteilung, und die »universale Hilfspflicht« wird offenbar nur in Deutschland verabsolutiert. Also: Ein neuer deutscher »Sonderweg«, ein folgenschwerer wiederum?

    FRITZE: Moralische Hilfspflichten werden sicherlich nicht nur in Deutschland anerkannt und wahrgenommen. Im Herbst 2015 war aber schnell klar, daß der »Flüchtlingsstrom« nicht nur aus Hilfsbedürftigen bestand. Auf diese Erkenntnis hat man in anderen Ländern früher reagiert als in Deutschland.

    Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

    Kommentare (37)

    Karl K
    08. November 2016 11:01
    Der Begriff „Links“ zu sein bedeutete einmal, sich der Wohlfahrt der Unter- und Mittelschicht des Landes zu widmen um deren Lebensbedingungen und vor allem auch deren Kinder zu verbessern.

    Die heutige „Linke“ ist der beste Koalitionspartner der schamlosesten Hyperkapitalisten der westlichen Wertegemeinschaft wie George Soros et. al., die die Freiheiten des Neoliberalismus als Neoimperialismus missbrauchen, schamlos Kriege als Wachstumsimpulse organisieren, Menschen wie Kapital als Allokationsfaktoren sehen – und die Antifa gegen einen vermeintlichen Rassismus kämpfen zu lassen, gegen Menschen also, denen das Wohlergehen der eigenen Unter- und Mittelschicht am Herzen liegt. Perverser geht’s kaum noch in der deutschen Linken.

    Natürlich ist Hilfe notwendig – nicht aber eine „Integration“! Auch das Absaugen von Fachkräften aus der Dritten Welt um eigenes Versagen zu korrigieren, ist pervers.
    Dorian Graywulf
    08. November 2016 11:13
    Sehr geehrter Herr Kaiser, wann wurde Das Interview denn geführt?

    Ich frage, weil der Part...
    "Der Flüchtling aus Syrien, der zunächst in der Türkei Unterschlupf gefunden hat und sich danach auf den Weg nach Europa begibt, ist in diesem moralischen Sinn kein Hilfsbedürftiger; sein Leben ist in der Türkei bereits gesichert."
    ...mittlerweile so auf keinen Fall mehr zu halten ist.

    Ich glaube, bald sind die wenigsten Menschen noch ihres Lebens sicher in der Türkei.
    (Was den "Flüchtlingsdeal" der BRD mit der Türkei umso absurder macht)

    Staatsminister Roth sagte gestern der Zeitung "Die Welt", "alle kritischen Geister in der Türkei könnten sich der Solidarität der Bundesregierung sicher sein. Sie könnten in Deutschland Asyl beantragen."
    Dieses sehe ich als sehr begründet an.
    Zudem weitet die Türkei ihren Krieg gegen die Kurden immer weiter aus, auch auf nichttürkischem Gebiet. Mir scheint da ein Völkermord das Ziel zu sein. Damit werden durch dei Türkei viele Menschen erst zum Flüchten gezwungen, wenn sie überleben wollen.
    John Haase
    08. November 2016 11:19
    Ein Jahr danach und ich bin mitunter immer noch baff.

    Was hier letztes Jahr abging, war eine Massenhysterie wie in Deutschland wahrscheinlich zuletzt 1914 (was die Frage aufwirft, ob 1914 auch eher die veröffentlichte als die öffentliche Meinung den Kriegsausbruch befürwortete). Seitdem ist ein Jahr vergangen und natürlich ist einem die Ungeheuerlichkeit der Ereignisse im Alltag nicht immer vor Augen, aber von Zeit zu Zeit, wenn ich darüber nachdenke, packt mich Entsetzen.

    Einerseits Entsetzen, weil mein Heimatland von Fremden überrannt wird, aber noch viel mehr, weil mein Heimatland von jeder Menge Menschen bevölkert ist, die das gutheißen, fördern und feiern und genau diese Menschen 95% der Politiker, Journalisten und Wirtschaftsbosse stellen.
    quarz
    08. November 2016 12:01
    Manchen mag es scheinen, dass der Abstraktionsgrad solcher Erörterungen eine zu große Entfernung von den praktischen Fragen der politischen Entscheidungsfindung aufweist. Das ist aber nicht der Fall. Beispielsweise lässt sich aus einem (an Abstraktheit schwerlich überbietbaren) normlogischen Grundsatz wie dem, dass Sollen Können voraussetzt, die Existenz einer Obergrenze ableiten und dadurch das gegenteilige Gerede definitiv widerlegen.

    Kurz: Geboten kann nur sein, was möglich ist. Es ist nicht möglich, eine halbe Milliarde Menschen oder mehr in Deutschland aufzunehmen. Es ist also nicht geboten, eine halbe Milliarde Menschen oder mehr in Deutschland aufzunehmen. Es gibt folglich eine Obergrenze der Anzahl von Menschen, die aufzunehmen Deutschland allenfalls die Pflicht hat.

    Die Argumentation gegen eine Obergrenze mit dem notorischen Hinweis "Das Grundgesetz kennt keine Obergrenze" ist - abgesehen von anderen Unzulänglichkeiten - schon deshalb zum Scheitern verurteilt, weil auch das Grundesetz nicht über der Logik steht.
    Dorian Graywulf
    08. November 2016 12:33
    Ein interessantes Gespräch.
    Und zwar weil es anders ist als vieles, was heute in den Medien vor allem Beachtung findet, nämlich tatsächlich nach Lösungen sucht. Und Wege aufzeigt, für ein großes menschliches Problem der Gegenwart.

    Gehör finden ja ansonsten eher populistische Schlagworte wie: Wir schaffen das, 200.000 Obergrenze oder ein radikales Grenzen Dicht.

    Jede davon ist auf ihre eigene Weise inhuman, und keine wird das Leid wirklich lindern. Im Extremfall würde jede Art so tatsächlich zu handeln nur zu noch mehr Leid führen.

    Völlig unbegrenzte Zuwanderung in großer Zahl würde nur zum Kollaps des Landes führen, in das zugewandert wird. Nicht nur aufgrund der schieren Menge, sondern auch dadurch daß dann natürlich auch Menschen zuwandern, die in Ihren Heimatändern deshalb verfolgt werden weil sie Verbrechen begingen oder Extremisten bzw. Terroristen sind. Und somit der Strafverfolgung entgehen können, sich hier aber wahrscheinlich nicht besser verhalten werden.

    Eine Obergrenze von 200.000 pro Jahr wäre ebenso inhuman. Habe ich dann als derjenige, der einfach nur so ein besseres Leben sucht dann Glück weil ich früh genug komme? (ich kann es mir ja freier aussuchen wann ich komme, bin ja in keiner direkten Notsituation).
    Als Kriegsflüchtling kann man sich das nicht aussuchen. Kommt der Krieg im Herbst, sind die 200.00 schon voll und ich habe leider Pech? Kann nicht sein!

    Ein radikales „Grenzen Dicht“ wäre ebenfalls inhuman und würde Menschenrechte verletzen, indiskutabel.


    Von daher ist eine reale Diskussion darüber, wie ich am besten denen helfe, die Hilfe benötigen, wichtig und nötig. Man wird eine Auswahl treffen müssen! Einerseits, um den Krieg nicht in dieses Land zu tragen, wenn Verbrecher und (religiöse) Extremisten hier Zuflucht finden. Unmenschliche Ideologien sollte nirgends ein Boden gegeben werden.
    Andererseits um eben die auswählen zu können, die Hilfe und Schutz wirklich denen zu gewähren, die ihn benötigen. Je besser und gerechter diese Auswahl erfolgt, umso mehr Menschen kann man dann auch tatsächlich helfen.

    Es ist natürlich offensichtlich, das die Schere zwischen Arm und Reich global sich immer weiter öffnet, was auch zu immer mehr Wanderungsbewegungen führt. (Danke Globalisierung!)
    Dies ist aber ein weltweites Problem, welches nicht auf dem Boden dieses Landes gelöst werden kann, und auch nicht auf dem Boden Europas allein. Es ist dringend, aber solange nicht mehr Verantwortliche in Regierungen, Konzernen und Religionen dieses Problem begreifen. wird es kein menschenwürdiges Leben ,mit realisierten Grundrechten für alle, geben können.
    Da kann man sich hier drehen und wenden wie man will.
    Langer
    08. November 2016 12:47
    Diese Hilfspflicht gilt universal, also für alle Menschen auf der Welt.


    Warum? Ernsthaft: Man sagt gemeinhin, das sei selbstverstaendlich - aber warum? Man erklaere es mir.
    Der_Jürgen
    08. November 2016 12:54
    Ich finde die Aussagen Lothar Fritzes so banal, dass ich nicht das Bedürfnis verspüre, sein Buch zu bestellen. Wenn jemand im Irrenhaus BRD ein Mindestmass an gesundem Menschenverstand bewahrt hat und in der Lage ist, zwei und zwei zusammenzuzählen, so ist dies gewiss erfreulich, macht ihn aber noch nicht zum bedeutenden Denker.

    @quarz

    "Es gibt folglich eine Obergrenze der Anzahl von Menschen, die aufzunehmen allenfalls die Pflicht hat."

    Und wie hoch soll diese Obergrenze sein? Zzwanzig Millionen sind auch eine Obergrenze. Mein Konzept wäre eine Obergrenze von Null, mitsamt einer Untergrenze von 500.000 Repatriierungen pro Jahr in den kommenden zehn Jahren.

    @dorian graywulf

    Und welche Konsequenzen ziehen Sie aus Ihren Darlegungen? Wie viele Millionen (angeblich) verfolgte Türken, Kurden und in der Türkei (angeblich) verfolgte syrische Flüchtlinge wollen Sie aufnehmen? Ist es Ihnen egal, ob Deutschland dabei kaputt geht?

    Mich überkommt schiere Fassungslosigkeit angesichts der Wortmeldungen von Menschen, die partout nicht einsehen wollen, dass Deutschland und Europa nicht die Folgen von Bürgerkriegen, Repression und wirtschaftlicher Not in allen möglichen Ländern der Welt, von der Türkei bis Nigeria, ausbaden können. Ich begreife nicht, warum sich diese Menschen ausgerechnet hier zu Wort melden und nicht auf dem Forum der Bildzeitung oder der TAZ.

    "Alle kritischen Geister in der Türkei können sich der Solidarität der Bundesregierung sicher sein", hat Staatsminister Roth also gestern in der "Welt" gesagt. Hoffen wir, dass Erdogan die kritischen Geister in der BRD seinerseits in den Genuss türkischer Solidarität kommen lässt. Dann findet jene 88-jährige Deutsche, die wegen ihrer Meinung zu den Geschehnissen an dem berühmten Ort in Schlesien demnächst hinter Gitter wandern soll, vielleicht noch Asyl in Istanbul oder Ankara...
    Winston Smith 78699
    08. November 2016 13:37
    die konkreten moralischen Entscheidungen aber müssen von den handelnden Menschen getroffen werden.
    So weit so gut. klare Sache. Wie kann es sein, dass er von hier aus noch abbiegen kann zu letztlich so etwas wie Überlegungen der Obrigkeit über Zumutbarkeit dem Volke? Auch das Folgende passt noch, aber obacht:
    In der Praxis des gelebten Lebens entscheiden wir selbst – und zwar möglichst auf der Basis von rationalen Überlegungen und kritischen Diskussionen –, was für uns zumutbar ist, das heißt, wir entscheiden auch darüber, inwieweit wir die Interessen Hilfsbedürftiger berücksichtigen.
    Und hier wurde das "wir" in zweierlei Bedeutung gebraucht, als "jeder einzelne von uns" und als "die Gemeinschaft", denn danach kommt:
    Wenn beispielsweise in Nigeria ein Bürgerkrieg ausbricht, haben wir jedenfalls nicht die moralische Pflicht, potentiell 180 Millionen Nigerianern die Einwanderung nach Deutschland zu gewähren.
    Diesen Nigerianern zu helfen kann gar nicht meine Entscheidung sein. Es muß die des Kollektivs oder der demokratischen Mehrheit sein. Das Volk aber wurde nicht gefragt. Nicht im Sommer 2015 und nicht danach, aber auch nicht vorher - nicht konkret in diesem Punkt der Einwanderung. Seit den Sechzigern nicht (außer vielleicht hin und wieder in Form einer Wahlkampflüge). Auch die Machtabtretung des Einzelnen per Vertrag und Demokratieverfahren hilft da nicht raus, denn wenn die Vertretung des Souveräns so existenziell und radikal gegen dessen Willen und dessen Interessen handelt, ist sie nicht legitimiert. Im Verhältnis dazu halte ich alles Herumdeuteln über Zumutbarkeit oder wirkliche Hilfsbedürftigkeit für irrelevant - oder anders gesagt: über all das zu reden ist sinnlos, wenn man ja sowieso nichts zu sagen hat.
    Matthes
    08. November 2016 13:41
    Sehr geehrter Herr Dorian Graywulf,

    "Ich glaube, bald sind die wenigsten Menschen noch ihres Lebens sicher in der Türkei."

    Fahren Sie doch bitte in die Türkei. Dann müssen Sie auch nicht mutmaßen. Ich war vor nicht allzu langer Zeit in der Osttürkei. Die Araber werden dort angesiedelt und dies mit staatlichen Mitteln. Gaziantep, Sanliurfa, Mardin, Diyarbarkir bis in den "hohen Norden" in Trabzon leben Araber mit den Türken und Kurden zusammen. Warum sollte man diese Leute dort auch verfolgen? Sie stehen weitestgehend hinter Erdogan. Die Türkei ist zudem völkerrechtlich gesehen erstes Aufnahmeland. Ferner: Was vertritt Erdogan z.B. in Syrien anderes als türkische Interessen? Als BRD Bürger fällt mir hierauf nichts anderes ein, als neidisch zu sein. Was Ihre Einlassungen zu 'Menschheit', 'Humanität' und 'globalen Problemen' betrifft, wurde auf dieser Seite dankenswerter Weise schon genug gesagt.
    deutscheridentitärer
    08. November 2016 13:52
    Einerseits Entsetzen, weil mein Heimatland von Fremden überrannt wird, aber noch viel mehr, weil mein Heimatland von jeder Menge Menschen bevölkert ist, die das gutheißen, fördern und feiern und genau diese Menschen 95% der Politiker, Journalisten und Wirtschaftsbosse stellen.


    Das Problem ist halt, dass man die einen nicht los wird, ohne die anderen reinzulassen.


    Ich finde es gut, dass auf die seit einigen Jahrzehnten präsente hypermoralische Grundhaltung der Gesellschaft nun endlich auch entsprechende Taten folgen.


    Insbesondere da ich nicht glaube, dass besagte Haltung den Kontakt mit diesen Folgen mittelfristig überstehen wird.


    Stellen wir uns für einen Moment vor, die Migrationsflut des letzten Jahres und die verhältnismäßig schleichende Überfremdung der letzten vier Jahrzehnte hätte es nicht gegeben.

    Wäre das wirklich wünschenswert gewesen?


    Wer hier ist denn nicht von einem tiefen Ekel von der deutschen Gegenwartsgesellschaft besessen?

    Soll so eine dekadente, in nie dagewesenem Überfluss verfettende Gesellschaft wirklich die Möglichkeit haben sich weiterhin störungsfrei hinzugeben?

    Meiner Meinung nach jedenfalls nicht.

    Weiterhin: Rein statistisch trifft es bei den Opfern von Multikulti ja zumeist die Richtigen (Afd bei 10-15%).



    Worum es uns hier eigentlich geht, ist ja nicht die heutige deutsche "Gesellschaft", sondern eine Idee dessen, was Deutschland sein könnte.


    Und um dorthin zu kommen, braucht es das reinigende Feuer von Leid und Konflikt.


    Jaja, leicht in die Tastatur getippt, trotzdem die Wahrheit.
    Winston Smith 78699
    08. November 2016 13:53
    @ Der_Jürgen
    Ich begreife nicht, warum sich diese Menschen ausgerechnet hier zu Wort melden und nicht auf dem Forum der Bildzeitung oder der TAZ.
    Ideen:
    1) Damit die Möglichkeit der offenen Diskussion weitere Mittenbewohner einlädt.
    2) Damit die Linken hier lesen und sehen, dass die Rechten auch Menschen sind und Argumente haben und mit ihnen sogar noch reden.
    3) Damit sie sich von den besseren Argumenten überzeugen lassen können, und zwar stellvertretend und coram publico.
    Sehen wir's doch sportlich und üben uns in der Kunst der Überzeugung - und gehen wir davon aus, dass @ dorian graywulfs manierliche Aufforderung von der freischaltenden Redaktion begrüßt wird.
    Fritz
    08. November 2016 13:55
    Sehe ich ähnlich. Man kann nicht einerseits eine universale Hilfspflicht für alle Menschen auf der Welt propagieren, und gleichzeitign eine "offenbar genetisch fundierte, kulturinvariante – Einstellung", nach der gilt: " Für die allermeisten Menschen hingegen die Interessen anderer Menschen nicht annähernd denselben Stellenwert haben wie die eigenen Interessen".

    Was hat denn Vorrang? Genau das ist doch das Problem; auch die Bundesregierung geht von einer solchen universalen Hilfspflicht aus ("Humanitärer Imperativ"), und die Mehrheit der Bevölkerung sieht ihre Interessen dadurch bedroht.

    Beide Positionen sind offensichtlich miteinander unvereinbar. In der Spieltheorie hat sich das Verfahren "Tit for Tat" bewährt: "In der Spieltheorie bezeichnet Tit for Tat die Strategie eines Spielers, der in einem fortgesetzten Spiel im ersten Zug kooperiert (sich „freundlich“ verhält) und danach genauso handelt wie der Gegenspieler in der vorausgehenden Spielrunde. Hat der Gegenspieler zuvor kooperiert, so kooperiert auch der Tit-for-Tat-Spieler. Hat der Gegenspieler in der Vorrunde hingegen defektiert (ein Defektor reagiert „unfreundlich“), so antwortet der Tit-for-Tat-Spieler (zur Vergeltung) ebenfalls mit Defektion."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tit_for_Tat

    Nur so funktioniert das Zusammenleben von Menschen, und wenn die Voraussetzungen dazu nicht gegeben sind, wenn die eine Seite nur gibt und die andere nur nimmt. Sprich: Wenn ich massenhaft Menschen aufnehme, die aufgrund mangelnder Sprach- und Berufsbildung keine nützliche Arbeit vollführen können oder aus religösen Gründen nicht wollen.
    Heinrich Brück
    08. November 2016 14:37
    Es gibt keine Weltrettung, auch nicht zum Preis der Selbstaufgabe.
    Joachim Fest wurde einmal im Philosophischen Quartett gefragt, ob man denn aus der Geschichte lernen könne. Er antwortete mit einem großen Nein und einem kleinen Ja.
    Man muß den Leuten einfach die Wahrheit sagen.
    "Was soll ich tun?", fragte schon Kant. Mich auf keinen Fall auf eine moralphilosophische Diskussion einlassen, die alle Menschen auf diesem Planeten gleichstellen. Dem eigenen Volk den Vorrang einzuräumen, zwischen absoluter und relativer Moral zu unterscheiden, gilt für alle homogenen Nationen. Es sind in diesem Zusammenhang keine zusammengewürfelt-zerfallenden Verfassungsnationen gemeint. Übrigens, die Demokratie ist in den Verfassungsnationen nicht mehr relevant.
    Moralphilosophische Kettenreaktionen münden immer im Töten oder Getötetwerden, weil jede gesunde Seite einen Grund zum Überleben angeben kann.
    Die Landnahme zeigt sich in der Verachtung der offenen Grenze. Der Öffner wird in der Verachtung für tot erklärt. Landvergabe kann schwerlich moralisch hochgewertet werden; würde sie nähmlich den Landnehmer zum Schwächling degradieren - und zwar für immer.
    In Europa soll der IQ nach unten gedrückt werden. In der Konsequenz.
    Dorian Graywulf
    08. November 2016 14:45
    @Der_Jürgen

    "Und welche Konsequenzen ziehen Sie aus Ihren Darlegungen? Wie viele Millionen (angeblich) verfolgte Türken, Kurden und in der Türkei (angeblich) verfolgte syrische Flüchtlinge wollen Sie aufnehmen? Ist es Ihnen egal, ob Deutschland dabei kaputt geht?"

    Die, die ich unter anderem hier etwas weiter unten benannt habe.
    Das eben, wie es im Gepräch oben auch thematisiert wird, Eine Lösung gefunden werden muss, die Angeblichen von den nicht Angeblichen zu unterscheiden. Auch wenn es kein Leichtes wird. Das zu unterlassen wäre indes fatal und mitnichten human. Es zu tun ist kein Rassismus.

    Und es ist mir nicht egal, ob Deutschland oder besser Europa kaputtgeht. Wäre es das, würde ich hier sicher nichts zu schreiben (und dem Gesagten auch nicht im Wesentlichen zustimmen)
    Siehe meine Anmerkungen weiter unten. Die Problematik kann eben nicht von BRD oder Europa alleine gelöst werden.

    Wie ich auch früher schon schrieb, müssen andere Länder da auch ihren Teil zu tun, die es bislang nicht tun.
    Zum einen die USA, die durch ihre Politik viel mitverschuldet haben, aber nur sehr wenige aufnehmen. Zum anderen die teils sehr reichen arabischen Nachbarländer, die trotz ihres Reichtums und verwandter Kultur auch praktisch niemand aufnehmen.

    Selbstzitat:
    "Dies ist aber ein weltweites Problem, welches nicht auf dem Boden dieses Landes gelöst werden kann, und auch nicht auf dem Boden Europas allein."
    la vie est belle
    08. November 2016 14:50
    ja, erst wenn es hier nix mehr zu holen gibt, dann wird es besser werden. denn das schöne wetter und die gute laune sind nicht die gründe für eine immigration.
    wer sein vermögen an jeden rumheulenden faulpelz verschleudert, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er pleite ist. nur blöd, wenn es das geld anderer leute ist.

    Von daher: man unterbreche den geldfluss des systems, dann kann die gesundung kommen.
    Bücher zur thematik tragen leider zu 19 % zum eigenen untergang bei. wie wärs denn mit einem "verein" oder einer "stiftung", bei dem man mit einer (verbindlichen) spendenempfehlung von 15,90 € arbeitet. so machen es die zecken ja auch (und es funktioniert), und null euro gehen in die merkelkasse. also eine frage der cleverness.
    unser geld für unsere sache.
    Dorian Graywulf
    08. November 2016 14:58
    @Matthes


    Vermutlich haben Sie in dem Punkt recht. Es sind vermutlich schon recht viele Ihres Lebens dort noch sicher. Wer auf einer Linie ist mit Erdogan, hat wenig zu befürchten. Und das sind wohl nicht wenige, sonst wäre er nicht gewählt worden.
    Nicht sicher sein können aber wohl Oppositionelle, Kurden, Christen Atheisten. und denen sollte man, bei Bedarf, auf jeden Fall Schutz gewähren.
    Dieses "man" schließt D ein, sollte damit aber auch nicht alleine stehen.
    Alle demokratisch freiheitlichen Länder sehe ich da in der Pflicht.

    "Ferner: Was vertritt Erdogan z.B. in Syrien anderes als türkische Interessen?"

    Meiner Meinung nach hat der in Syrien gar keine türkischen Interessen zu vertreten, Syrien ist nicht die Türkei.
    Und erst recht hat er dort nicht dort einzumarschieren und auch keine Kurden in Syrien zu töten.
    Und auch nicht in Griechenland, in Schwaben oder sonstwo.
    Dietrich Stahl
    08. November 2016 15:03
    [Deutsche & Preußische] Tugend statt Pflicht und Menschenrecht!

    Die Pflichten die „wir“ [angeblich] haben sind die Melodie und die Durchsetzung der Menschenrechte ist der Takt der falschen Lieder, die die den Deutschen gesungen werden.

    Moralphilosophie hat ihren Platz. Ihre Verabsolutierung führt wie jede andere Verabsolutierung in die Irre.

    Die Deutschen und die deutsche Nation haben vor allem eine Pflicht:

    Die Erfüllung der Aufgabe, von der eine weit in die Geschichte zurückreichende deutsche Traditionslinie weiß und spricht.

    Aus den Nebeln der Geschichte tauchte sie das erste Mal in mythischer Form mit Hermann und Siegfried und all den nordischen Helden auf.
    Aus Tyrannei erhob sie sich mit Luther. Hutten ist zu nennen. Die deutschen Klassiker mit Goethe. Weiter geht es zu den Begründern des deutschen Idealismus.
    Hier wurde der Versuch gemacht, die deutsche Aufgabe zu formulieren. Freiheit war grundlegendes Motiv der Bewegung.
    Nietzsche ist Freiheit. Die Fackel wurde im 20. Jahrhundert von Männern wie Heidegger und Jünger weitergetragen.

    Ganz bestimmt nicht, um heute im Gifthauch vorgeblicher Pflichten und Menschenrechte zu erlöschen.

    Preußische und deutsche Tugenden

    Zitat Wikipedia:

    Noch heute gelten Fleiß, Höflichkeit, Gerechtigkeit, Ordnung, Pünktlichkeit und Toleranz als Tugenden der Deutschen.


    Als Beispiele preußischer Tugenden führt Wikipedia an:

    Aufrichtigkeit
    • Bescheidenheit
    • Ehrlichkeit
    • Fleiß
    • Geradlinigkeit
    • Gerechtigkeitssinn („Suum cuique“ = Jedem das Seine)
    • Gewissenhaftigkeit
    • Ordnungssinn
    • Pflichtbewusstsein
    • Pünktlichkeit
    • Redlichkeit
    • Sauberkeit
    • Sparsamkeit
    • Toleranz
    • Unbestechlichkeit
    • Zurückhaltung („Mehr sein als scheinen!“)
    • Zielstrebigkeit
    • Zuverlässigkeit


    Wo sind diese Tugenden geblieben?

    Sie wurden abgelöst von falschen Pflichten und Menschenrechten.

    Der Startschuss eines Umwertungsprogramms, das zum Umvolkungsprogramm erweitert wurde, war der Freimaurer Putsch von 1789 in Frankreich.
    Die zweite Phase wurde mit dem ersten Weltkrieg und dem zionistisch-bolschewistischen Putsch (siehe Solschenizyn et al) in Russland von 1917 eingeleitet.
    Die dritte Phase begann schließlich 1945. Reeducation der Deutschen und Verkündung der „heiligen“ Menschenrechte durch die UNO am 10. Dezember 1948.

    Ein Programm, das bisher ganz gut funktioniert hat, das aber einen tödlichen Geburtsfehler in sich trägt.
    Diesen Fehler beschreibt der Mythos vom Turmbau zu Babel.
    Frei interpretiert muss das Übel des modernen Technik Turmes entsprechend den Gesetzen des Karma schließlich unter seiner schieren Last von Bösartigkeit zusammenbrechen.

    Das macht er aber nicht von alleine.

    So schließt sich der Kreis; den Deutschen und der deutschen Nation ist eine Aufgabe gegeben.

    Diese Aufgabe schließt ethisches Handeln ein. Aber nicht aus einer falschen, aufoktroyierten Pflicht heraus, sonder aus freier Entscheidung, als Geschenk an den Notleidenden.

    Der preußische Kurfürst Friedrich Wilhelm erlaubte den Vorfahren der Herren de Maizière sich im Lande anzusiedeln. Was tut der Innenminister de Maizière mit dem Geschenk an seine Vorfahren heute?

    @Lothar Fritze

    In der Praxis des gelebten Lebens entscheiden wir selbst


    Zustimmung. Und zwar unter Beachtung des oben gesagten.

    Das Asylrecht des Grundgesetzes ist Teil des skizzierten Programms. Es gehört gestrichen. Ich weiß, das ist momentan eine illusorische und kontroverse Forderung. Sie muss aber gestellt werden, um Klarheit zu erreichen:

    Asyl KANN als GESCHENK gewährt werden.
    Was billig zu bekommen ist, wird nicht geschätzt.
    Valjean72
    08. November 2016 15:11
    @Dorian Graywulf:

    Ein radikales „Grenzen Dicht“ wäre ebenfalls inhuman und würde Menschenrechte verletzen, indiskutabel.



    Sie maßen sich an was Gegenstand der Diskussion sein darf und was nicht.

    Von wegen inhuman und Menschenrechte: das sind dich ausgelutschte Schlagwörter und Teil jener Konditionierung, welche die Völker Europas apathisch genug gemacht hat diese Masseneinwanderung schulterzuckend hinzunehmen, bzw. ausreichend irrsinnig diesem Austausch auch noch frohlockend entgegenzusehen.

    Einmal ist der Moment der Abwägung erreicht: Steht man ein für Sicherheit, Frieden und geordnete Verhältnisse oder riskiert man wissentlich brasilianische Verhältnisse und schlimmeres bis hin zu Aufständen?

    Daher kann es mE vorerst nur darum gehen die Grenzen so dicht wie möglich zu bekommen und eine negative Einwanderungsobergrenze anzusetzen.
    Heinz Obst
    08. November 2016 15:27
    Dorian Graywulf
    Dienstag, 8. November 2016, 12:33 PM


    ... Eine Obergrenze von 200.000 pro Jahr wäre ebenso inhuman. Habe ich dann als derjenige, der einfach nur so ein besseres Leben sucht dann Glück weil ich früh genug komme? (ich kann es mir ja freier aussuchen wann ich komme, bin ja in keiner direkten Notsituation).

    Als Kriegsflüchtling kann man sich das nicht aussuchen. Kommt der Krieg im Herbst, sind die 200.00 schon voll und ich habe leider Pech? Kann nicht sein!

    Ein radikales „Grenzen Dicht“ wäre ebenfalls inhuman und würde Menschenrechte verletzen, indiskutabel. ...


    1.) Die allerwenigsten von kriegerischen Auseinandersetzungen Betroffenen sind faktisch in der Lage, über ein halbes Dutzend sichere Länder hinweg ins Hartz IV-Schlaraffenland-BRD zu "flüchten".

    2.) Es gibt keinerlei völkerechtlich verankerte Verpflichtung, Millionen von irgendwo herkommende in ihrer übergroßen Mehrheit schlicht moslemische Landnehmer völlig unklarer Identität mittels voraussetzungsloser, sozialer Wohltaten erst ins Land zu locken, respektive hereinzuwinken und sie sodann dauerhaft dafür zu alimentieren, daß sie es sich in den hiesigen Sozialsystemen bequem machen und nebenbei das Aufnahmeland mit einer nie zuvor dagewesenen Kriminalitätswelle überziehen.

    3.) Ein radikales "Grenzen dicht" wäre angesicht dieser Invasion zunächst erstmal Ausdruck souveränen Staatshandelns.

    4.) Eine Obergrenze von 200.000 jährlich trüge ganz gewiß nicht zur Entspannug der Situation bei.
    Was benötigt wird, ist eine Obergrenze von 500.000 und zwar mindestens minus 500.000 pro Jahr.
    Dorian Graywulf
    08. November 2016 15:37
    @Valjean72

    Okay, "indiskutabel" klingt wie "alternativlos", eine Diskussion darüber sollte auf jeden Fall möglich sein.
    Für mich sind Humanismus und Menschenrechte jedoch kein ausgelutschen Schlagworte (auch wenn sie viel missbraucht werden), sondern zum Glück Teil der positiven deutschen und europäischen Kultur.
    (Welche es nicht nur zu erhalten, sondern vor allem auch wiederzugewinnen gilt)

    Ich möchte es jedoch nicht Schwarz-Weiß sehen. Es müsste doch ein gesunder Mittelweg möglich sein, der nicht in Zerstörung, Chaos oder Irrsinn endet.
    Masseneinwanderung kann nicht die Lösung sein, weder für das Zielland noch für das Herkunftsland.

    Nun ist hier meinerseits, aus Zeitgründen, aber Schuss für heute.
    deutscheridentitärer
    08. November 2016 16:05
    Nicht sicher sein können aber wohl Oppositionelle, Kurden, Christen Atheisten. und denen sollte man, bei Bedarf, auf jeden Fall Schutz gewähren.


    auf jeden Fall


    Also auch in dem Falll, dass Deutschland unter der Flut der Hilfeberechtigten zusammenbricht.

    Nun, das ist eben für mich indiskutabel.


    Aber an einem Tag wie heute lasse ich mich von so einem cuckservative Kram nicht triggern.

    MAGA Kameraden :)
    Dietrich Stahl
    08. November 2016 16:45
    Korrektur des Postings von eben:

    @Heinz Obst

    Ein radikales „Grenzen dicht“ wäre angesicht dieser Invasion zunächst erstmal Ausdruck souveränen Staatshandelns.

    Was benötigt wird, ist eine Obergrenze von 500.000 und zwar mindestens minus 500.000 pro Jahr.



    Zustimmung, wenn ich Sie richtig verstehe, dass 500.000 die Untergrenze für die Rückführung der fremden Invasoren ist. Das ist gut machbar.
    Hajo Blaschke
    08. November 2016 16:55
    @Dorian GraywulfIch glaube, dass es nicht leicht ist, die Propaganda der Systemmedien zu durchschauen. Gerade, was Russland und die Türkei anbetrifft. Noch vor kurzem war die Türkei der beste Bündnispartner, den man sich in Deutschland denken konnte und Erdogan ein hochgeachteter Demokrat. Plötzlich und über Nacht wird festgestellt, dass die Türkei in die Diktatur abgedriftet ist und dass Erdogan ein wütender Schlächter sein soll. Der Grund dafür ist, dass Erdogan gezielt seine Politik zur Erhaltung der Türkei durchzieht und dafür auch z.B. mit Russland zusammenarbeitet, u.a. eine Erdgaspipeline Turkish Stream baut. Erdogan hat gestern erst wieder kundgetan, dass er nicht mit Flüchtlingen Europa erpressen will und dass er ISIS und AlNusra bekämpft. Deshalb ist er jetzt kein Freund mehr. Und die in der Türkei lebenden Flüchtlinge sind sicher, ihnen droht kein Krieg, keine Gewalt. Deshalb sind die in Deutschland gestrandeten auch keine Flüchtlinge sondern Wohlstandainvasoren.
    cherusker69
    08. November 2016 17:08
    unter der Tarnkappe der Hilfe wird unserem Volk die Moral um die Ohren gehauen, bis zur Selbstzerstörung. Nichts ist gefährlicher, wie diese Moralkeule.Natürlich sollte jeder Mensch hilfsbereit sein,keine Frage aber Hilfe kennt auch verschiedene Wege... Selbstzerstörung gehört nicht dazu..
    Alt-Badener
    08. November 2016 17:13
    Der (Zuwanderungs)Geist ist aus der Flasche, niemand kann dies rückgängig machen. Ein ganz klein wenig in geschichtlichen Dimensionen denkend muss jedem Mitbürger klar werden, was die Stunde geschlagen hat. Über Jahrhunderte wurde das sog. christliche Abendland mit großem Blutzoll gegen das Anrennen des Islams verteidigt, heute geschieht das Gegenteil, die "Willkommenskultur" öffnet sämtliche Türen. Und jeder der offenen Auges durch unsere Städte geht, in die Kindergärten und Schulen schaut, Einblick in die Gefängnisse hat und die über Jahrzehnte erfolgte Umerziehung und Gehirnwäsche registrierte, dem sind schon längst die Schuppen von den Augen gefallen. Der Gang in die Auflösung der Nation schreitet unaufhaltsam voran, jeglicher Wille zum Widerstand oder eine erkennbare Wehrhaftigkeit sind verloren gegangen.
    Und dann diese Menschenrechte. Da maßt sich eine aus der Evolution hervorgegangene Kreatur namens Mensch an, alles, was ihm nicht passt auszulöschen oder zu vernichten, er meint nur er zählt, er meint nur er hätte Rechte. Herrlichste Ergebnisse der Evolution werden gnadenlos ausgerottet, die Kreatur Mensch vermehrt sich wie die berühmten Ratten und wälzt alles gnadenlos nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Und die übelsten Ergebnisse dieser Kreatur Mensch dürfen sich bei eventuellen Gerichtsverfahren noch auf diese bescheuerten Menschenrechte berufen.
    Wenn wir es genau nehmen, hat eigentlich der Mensch schon lange seine Berechtigung verloren, auf dieser Erde zu existieren. Aber bedauerlicherweise wird er wohl erst dann von der Erde verschwinden, wenn er alles zunichte gemacht hat, was sein Überleben ermöglichte. Und merkwürdigerweise tut das größte Übel der Evolution das, was ihn zwangsläufig irgendwann selber auslöscht. Aber leider lässt er bis dorthin den anderen Lebewesen dieses Planeten ebenfalls kaum noch eine Chance zu überleben.
    Gustav Grambauer
    08. November 2016 18:16
    "Diese Hilfspflicht gilt universal, also für alle Menschen auf der Welt. Sie läßt sich meines Erachtens rational begründen und sollte deshalb allgemein anerkannt werden."

    Wo soll diese ratio denn herkommen?!

    Neulich wurde hier schon von Frau Sommerfeld eine Denkschule vorgestellt, die auf nichts als auf der Abstraktion eines Gedankenexperiments ("Wat is en Dampfmaschin? Da stelle mer uns mal janz dumm …“) gründet, welches noch dazu so fiktiv ist, daß es nicht einmal ansatzweise theoretisch, geschweige denn praktisch, durchführbar wäre - während an anderer Stelle bei SiN gern der fehlende Wirklichkeitsbezug von Ideologen beklagt wird.

    Nach neo-kantianischer "Gerechtigkeitstheorie" nun also heute "Moralphilosophie". Ein Popanz ohne Substanz. Das alttestamentarisch-normativistisch-imperativistische Denken ist ein geistiger Elektrozaun, in den sich niemand, der auch nur einen Funken Freiheitsliebe in sich spürt, einhegen lassen sollte. Unsereines (Sommerfeld: "halbgebildet") steht dabei staunend vor einer Welt, die ihm immer fremd bleiben wird, und die hoffentlich nicht zur politischen Instrumentalisierung der Konsequenzen aus ihren Fiktionen und Abstraktionen neigen wird ...

    - G. G.
    Der_Jürgen
    08. November 2016 18:48
    @Winston Smith @Dorian Graywulf

    Sie haben recht, Winston. Auch jemand, der, wie Dorian Graywulf, subjektiv zweifelos ehrlich ist, aber die Phraseologie des Regimes völlig verinnerlicht hat und ernsthaft meint, die Deutschen und die anderen Europäer könnten "echte Verfolgte" ("Oppositionelle, Kurden, Christen, Atheisten") aus der Türkei sowie allen möglichen anderen Ländern aufnehmen, hat das Recht, sich auf diesem Forum zu Wort zu melden. Ich will ihm also antworten und bitte die anderen Foristen um Nachsicht dafür, dass ich Dinge schreibe, die für sie so selbstverständlich sind, wie dass die Sonne im Osten auf- und im Westen untergeht.

    1) Nach dem Asylgesetz hat nicht ein einziger über die Landgrenze nach Deutschland eingedrungener Ausländer Anspruch auf politisches Asyl, weil jemand, der aus einem EU-Land kommt, in der BRD laut Asylgesetz keinen Asylantrag stellen darf und jeder Eindringling zumindest ein, meist aber mehrere EU-Länder durchquert hat. Jede einzelne Aufnahme eines solchen Invasoren stellt also einen Rechtsbruch seitens des Regimes dar.

    2) Asyl kann ohnehin nur erhalten, wer individuelle politische Verfolgung geltend macht. Flüchtlinge vor einem Bürgerkrieg können allenfalls Zuflucht auf Zeit bekommen, bis sich die Lage in ihrem Land normalisiert hat. In Syrien ist dank der russischen Hilfe für Assad ein Ende der Schlächterei in greifbare Nähe gerückt; Aleppo wird noch dieses Jahr befreit werden. Dann wird, von den IS-Widerstandsnestern im dünn besiedelten Osten des Landes abgesehen, in Syrien weitestgehend Ruhe herrschen, und die Kriegsflüchtlinge können heimkehren, um ihr Land wiederaufzubauen. Ich bin sehr dafür, dass Deutschland der syrischen Regierung dabei hilft. Dies wäre besser, als in Deutschland schmarotzende Syrer mit horrenden Kosten zu unterstützen und - meist ohnehin erfolglose - Versuche zu ihrer Integrierung zu unternehmen.

    3) Wer nicht nach Syrien zurückwill, weil er gegen Assad ist, ist in 99% der Fälle ein Sympathisant der islamistischen Halsabschneider. Brauchen wir diese Leute?

    4) Je mehr Migranten Deutschland und Europa aufnehmen, desto mehr zusätzliche kommen, weil jeder Aufgenommene seine Verwandten und Freunde auffordert, es ihm gleichzutun. Die Sogwirkung der "Willkommenspolitik" ist ungeheuer.

    5) Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, unter den uferlosen Scharen von Eindringlingen, die ja ihre Pässe meist "verloren" haben, die wenigen echt Verfolgten herauszufiltern. Jeder von ihnen kann ja frei erfundene Verfolgungsgeschichten auftischen.

    6) Ein tatsächlich Verfolgter kann fast immer Zuflucht in einem Land seines eigenen Kulturkreises finden.

    7) Von christlichem Standpunkt aus gibt es keine Verpflichtung zum Selbstmord "aus humanitären Gründen". Schon Augustin unterschied zwischen verschiedenen Stufen der Nächstenliebe, die davon abhängen, wie nahe einem der Notleidende steht. Jeder anständige Mensch hilft, vor die Wahl gestellt, ob er seiner Mutter oder einer wildfremden Frau helfen will, seiner Mutter. Desgleichen ist es nur natürlich, wenn man als Deutscher zuerst an das Wohlergehen seines Volkes und erst dann an dasjenige anderer Völker denkt - so wie ein geistig gesunder Türke türkische Interessen über deutsche stellt.

    8) Auch wenn Deutschland nicht mehr, wie 2015, jährlich weit über eine Million illegaler Einwanderer aufnimmt, sondern "nur" noch 200.000, wie der falsche Fuffzger Horst Seehofer vorschlägt, führt dies innerhalb von einem bis zwei Jahrzehnten dazu, dass das demographische Gleichgewcht endgültig kippt, zumal jeder Aufgenommene im Schnitt drei bis vier Angehörige nachkommen lässt.

    9) Nach dem Willen des "systeme a tuer les peuples" (Titel eines Buchs von Guillaume Faye in seinen besseren Tagen) soll Europa, das eine grandiose, einzigartige Kultur geschaffen hat, in eine Mischung von Nigeria und Afghanistan verwandelt werden. Die Frage lautet nun, ob den Verbrechern, die dieses Zerstörungswerk im Namen einer wahsinnigen Ideologie vollbringen wollen, das Handwerk gelegt wird, ehe sie ihr Ziel erreichen. Wenn Europa vor die Hunde geht, ist den Notleidenden in Afrika und Westasien dadurch nicht im geringsten geholfen, im Gegenteil: Sie werden dann niemanden mehr haben, der die nötige Intelligenz, das nötige Knowhow und den nötigen Altruismus besitzen wird, um ihnen im eigenen Lande zu helfen.
    Leif
    08. November 2016 20:09
    Das Interview finde ich recht lau. Es erweckt in mir nicht gerade das Bedürfnis, das angesprochene Buch zu lesen.

    Jede ernsthaft kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Hilfeleistung sollte m.E. auf der Metaebene beginnen und fragen, von welchen Prämissen die Diskutierenden ausgehen. Um so wichtiger ist eine solche Analyse deshalb, weil ohnehin moralischer Druck ohne Ende ausgeübt wird, auch mittels des Faktors Zeit - "wir" müssen JETZT handeln.

    Insofern war ich äußerst überrascht, als mir letztens ein kleines Reclam-Heftchen in die Hand gedrückt wurde: "Zuwanderung und Moral" von Konrad Ott, 2016. In weitesten Teilen ist das eine hervorragende Analyse der Entwicklung und Auseinandersetzungen von 2015, in der Ott unter Rückgriff auf Max Weber die Polaritäten der "Gesinnungsethiker" und "Verantwortungsethiker" einander gegenüber stellt.

    Ganz en passant weist er hier auch nach, warum die (universalistischen) Gesinnungsethiker nach dem Effekt des "slippery slope" von einer Maßlosigkeit in die nächste und damit tendenziell Richtung No-border-Ideologie rutschen.

    Für besonders bemerkenswert halte ich diesen Essay deshalb, weil der Moralphilosoph Ott Mitglied bei den Grünen ist.
    Richard
    08. November 2016 20:20
    Mit den Menschenrechten ist es hier ja so eine Diskussion. Jeder hier kennt den Ausspruch „Wer Menschheit sagt, will betrügen“ und es wäre wahrscheinlich auf dieser Plattform unter gegenseitiger Bestätigung allzu einfach, Fragen wie die Existenzberechtigung des Asylrechtes generell zu verneinen.

    Mich würde ja mal interessieren, wie eine neue Bewegung wie die IB denn zu Themen wie Asylrecht, humanitärer Hilfe etc. steht, gibt es doch ohne ein Abstraktum wie den Menschen eigentlich auch keine „Menschenrechte“. Ferner stellt sich die Frage, wo denn nun die „Natur“ des Menschen liegt. Ist die menschliche Natur dann die reine Gruppensolidarität (dann wäre jeglicher Universalismus „unmenschlich“) oder gibt es auch einen natürlichen Solidaritätstrieb, sodaß es eher unmenschlich wäre, einem Menschen in einem brennenden Auto nicht zu helfen, auch wenn er eine andere Hautfarbe hat.

    Wenn man einmal nicht nach dem Kriterium prinzipieller Folgerichtigkeit, sondern nach dem Maß geht, wie man die Bevölkerung sinnvoll zum Umdenken bringen kann, wäre die Frage wahrscheinlich klar: Ich glaube, nicht einmal innerhalb der AfD würde sich die Mehrheit gegen die Existenz von Begriffen wie Menschenrechten, Asylrecht etc. aussprechen; und zwar nicht nur aufgrund der FDGO und dem Parteistatus, sondern aufgrund des reinen eigenen Rechts- und Moralempfindens. Also, in welchem Maße sollte das „neurechte“ Lager Energien dafür verwenden, dem Volk nicht nur klarzumachen zu versuchen, daß diese aktuelle Asylpolitik falsch ist, sondern daß es überhaupt kein Asylrecht geben sollte?

    Wäre es für dieses Lager eine „conditio sine qua non“, auf jegliches universalistische Konzept zu verzichten? Oder könnten sich auch die hiesigen Mitleser mit einer Lösung zwischen streng kontingentierten und zeitlich von Anfang an begrenzten Aufnahmekapazitäten und einer finanziellen Unterstützung von humanitärer Hilfe vor Ort im Namen allgemeinmenschlicher Solidarität anfreunden? Oder wäre auch jeder einzelne Euro für ein Flüchtlingslager im Libanon ein Euro Diebstahl am eigenen Volk und daher abzulehnen?

    @ Der_Jürgen

    Warum lesen Sie nach dem eigentlichen Beitrag überhaupt in der Kommentarspalte weiter, wenn Sie nicht an Diskussionen interessiert sind?
    Martin S.
    08. November 2016 20:32
    Denke national. Handle lokal.
    Flüchtlinge aufnehmen? Völlig falsch! Grenzen dicht machen. Und zwar um Syrien (und alle anderen Kriegsherde) herum. Keinen rein oder raus lassen. Und wenn sie sich dort gegenseitig ausgerottet haben, geht das Feuer von ganz alleine aus. Voraussetzung ist nur, dass sich auch sonst keine Nation von außen einmischt.
    Man stellt den Krieg gleichsam "unter Qurantäne" ...
    Alles andere verlagert das Problem.nur.

    Abgesehen davon:
    Alle sprechen immer von Menschen"Rechten", die die "Geflüchteten" hätten. Wer spricht denn einmal von deren Menschen"pflichten"?
    Der Pflicht, stand zu halten, tapfer zu sein, sein Vaterland zu verteidigen??? Davon sehe ich wenig bis nichts! Was wir aufnehmen sind zu größten Teilen junge, wehrfähige Männer, die nichts als Feiglinge und Deserteure sind ...
    Gruß
    Martin S.
    Nero
    08. November 2016 20:58
    *räusper*

    Erstmal MAGA.

    Dann, @ Dorian Graywulf: Deutschland und Europa als auch der klägliche Rest der weißen Welt steht am Rande der völligen Ausrottung. Wir werden überschwemmt.
    Das einzige was Ihnen einfällt, ist wie man es Fremden wieder Recht machen kann. Typisch.

    Wissen Sie was noch moralisch ist?
    Ehre und Treue. Die Pflicht das Eigene zu schützen und zu bewahren.
    Werden Sie erstmal dieser Moral gerecht, bevor Sie in die Ferne schweifen.

    Humanitäre Hilfe ja, Einwanderung nein.

    Es gibt einfach keinen Sinn sich selbst anzuzünden, damit es andere warm haben.
    Solution
    08. November 2016 21:39
    Ich kann das Buch empfehlen, weil es echt gut gemacht ist. Es ist eine nachvollziehbare, logische Begründung, warum die Masseneinwanderung zu einem Niedergang ohnegleichen führen wird. Die Lage wird kurz und prägnant analysiert und die Folgen aufgezeigt. Dabei beschreibt der Verfasser auch die Folgen für die nächsten Jahrzehnte. Der Inhalt, die Sprache, die überzeugende Gedankenführung sind derart gut, daß man das Buch nur empfehlen kann.

    Es ist so geschrieben, daß man es eigentlich jedem in die Hand drücken kann, der noch für rationale Argumente zugänglich ist. Dieses Buch kann man bedenkenlos an jeden Normalo verschenken, weil es solide und sprachlich gemäßigt erscheint. Indes ist sein Inhalt knallhart und realistisch. Gebt es dem Nachbarn, dem Verwandten, dem Vereinskameraden und dem Arbeitskollegen, sofern nur die geringste Chance besteht, daß diese was derartiges zu lesen bereit sind. Gut, daß es immer mehr derart wirklich gut geschriebener Bücher gibt.
    Sven Jacobsen
    08. November 2016 22:00
    Ich kann der "Pflicht zu helfen" und der damit verbundenen Gedankenführung von Herrn Dr. Fritze zustimmen - mit einem Zusatz. Diese Pflicht ist bei aller gebotenen Großzügigkeit aus prinzipiellen Gründen endlich.

    Das durch die abendländische Aufklärung vermittelte Menschenbild begreift uns als mündig und eigenverantwortlich. Kants berühmte Formulierung, dass es bequem sei, unmündig zu sein, illustriert folglich, wie es nicht sein sollte. Unmündig wären bspw. Personen, die sich selbst trotz der grundsätzlichen Befähigung zur Selbstorganisation dauerhaft als hilfsbedürftig darstellen. Ein legitimes Hilfsbedürfnis kann nämlich auch in Berechnung umschlagen. Noch schlimmer wäre es, wenn diejenigen, die anderen Menschen helfen, nach einer gewissen Zeit der nötigen Hilfeleistung bzw. der gegebenen sprichwörtlichen Starthilfe ignorieren, dass alle Menschen irgendwann auf ihren eigenen Füßen stehen können und müssen. Auch wenn es verlockt, sich selbst als "hilfreich und gut" zu veredeln, so bleibt doch festzuhalten, dass es falsch und unwürdig ist, mündige Menschen aus einer gewissen Eitelkeit oder Blindheit heraus fortwährend wie Kinder zu behandeln.

    Die Pflicht zur Eigenverantwortung gilt für jedes Individuum, aber auch für ein Gemeinwesen. Nur so entwickeln sich nach unserem Verständnis Gesellschaften.
    Der_Jürgen
    08. November 2016 22:02
    @Richard

    Wie Sie sehen, habe ich meine anfängliche Dialogverweigerung gegenüber Dorian Graywulf als Fehler erkannt und ihm eine (naturgemäss sehr unvollständige) Antwort erteilt.

    @Martin S.

    Einverstanden mit dem meisten, was Sie schreiben, aber der Satz "wenn sie sich dann in hinreichender Zahl gegenseitig ausgerottet haben" schockiert mich ehrlich gesagt. Ich will nicht, dass sich die Araber "gegenseitig ausrotten". Ich will, dass sie in ihren eigenen Ländern friedlich leben können, und wie die Erfahrung zeigt, ist dies am ehesten unter laizistischen autoritären Regierungen möglich. Die Vernunft geböte es also, solche Regierungen (Gadafi in Libyen, Saddam Hussein - der seinen Ruf allerdings mit unnötigen Grausamkeiten befleckte - im Irak, Assad in Syrien) zu unterstützen oder zumindest nicht zu bekämpfen und zu stürzen, wie es die USA und ihre Vasallen zwecks Destabilisierung der Lage in der arabischen Welt taten.
    Heinz Obst
    08. November 2016 22:42
    @Dietrich Stahl
    Dienstag, 8. November 2016, 04:45 PM


    Zustimmung, wenn ich Sie richtig verstehe, dass 500.000 die Untergrenze für die Rückführung der fremden Invasoren ist. Das ist gut machbar.



    Sí, exactamente!

    Wenn die Flutung unserer Heimat nicht erst zum Stillstand und dann umgekehrt wird, ja, dann war's das wohl gewesen.

    Es gibt weder eine Pflicht zum kollektiven Selbstmord, noch ein Recht darauf, in die Länder anderer Leute einzudringen, und sich dort

    a) seinen Lebensunterhalt finanzieren zu lassen

    b) sich in dem Land, in welches man eingedrungen ist weder um Sitten und Gebräuche, noch um Recht und Gesetz zu scheren und dabei - wie ansonsten lediglich bei Diplomaten üblich - quasi Straffreiheit/Immunität zu genießen

    c) ist Deutschland das Land der Deutschen und nicht etwa 'Jedermannsland'

    Daß ein Millonenheer von illegal eingedrungenen Landnehmern ganz überwiegend islamischer Provenienz letztlich auch noch aus der Steuerkasse bezahlt wird, dürfte weltweit einmalig sein.
    hildesvin
    08. November 2016 22:56
    Daß angeblich Verfolgte, denen zu Hause Folter und Tod drohen sollen, mal eben für ein paar Wochen bis Monate zu Familienfeiern dorthin fahren und zurückkehren, oder, daß nicht wenige unter mehrfachen Pseudoidentitäten Geld einstreichen, ohne ernsthafte Folgen, fiel mir schon vor über fünfzehn Jahren(!) recht seltsam auf. Also, worüber reden wir eigentlich?
    Oder auch, daß eine Straftat, wie üppig auch immer, keine Bedeutung für das laufende "Asylverfahren" hätte. Der eine oder andere hier lebt, wie es aussieht, durchaus noch in einer Art bunter Märchenwelt.
    Elementarsatz
    09. November 2016 07:20
    Meine bescheidenen Gedanken zum Thema:

    Wir sind überbevölkert. Wie Eibl-Eibesfeldt in einem Interview mit Michael Klonovsky im Focus sagt:

    […] Ich würde vorschlagen, daß sich Europa unter Einbeziehung Osteuropas großräumig abschottet und die Armutsländer der Dritten Welt durch Hilfen allmählich im Niveau hebt. Wenn wir im Jahr 1,5 Millionen Menschen aus der Dritten Welt aufnähmen, würde das dort überhaupt nichts ändern – das gleicht der Bevölkerungsüberschuß, wie Hubert Markl unlängst betonte, in einer Woche wieder aus, solange es keine Geburtenkontrolle gibt. Man kann gegen eine Bevölkerungsexplosion in diesem Ausmaß sonst nichts tun, bestenfalls das Problem importieren, wenn man dumm ist.


    http://www.focus.de/politik/deutschland/deutschland-sagen-sie-mal-irenaeus-eibl-eibesfeldt---_aid_158854.html

    Auch der SPD-Politiker Martin Neuffer hat sich entsprechend in seinem Buch "Die Erden wächst nicht mit" geäußert:

    Natürlich müssen wir helfen - sogar bis an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit und unter großen eigenen Opfern. Aber unser kleines Land kann nicht zur Zuflucht aller Bedrängten der Erde werden. Es bleibt uns keine andere Wahl, als das Asylrecht drastisch einzuschränken.
    Damit sollte aber nicht so lange gewartet werden, bis die ersten Millionen schon hier sind und die Binnenprobleme bereits eine unlösbare Größenordnung erreicht haben. Wir müssen die Frage unverzüglich diskutieren und entscheiden. Eine Beschränkung des Asylrechts auf Bürger europäischer Länder könnte zum Beispiel als sachgerecht ins Auge gefaßt werden.


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14344559.html

    Felix Menzel vertritt ähnliche Positionen, auch Stefan Molyneux weist darauf hin, daß man für einen einzigen Flüchtling, den man in Europa ansiedelt, 10-12 in Nahost versorgen könnte.

    Die meisten, die nach Europa kommen, werden bleiben. Das sollte man bedenken. Ich empfehle zu diesem Thema einen Vortrag Richard Lynns, den er auf einer American-Renaissance-Konferenz hielt:


    Prof. Richard Lynn — Eugenics and Dysgenics: A Promise Denied


    Vor allem das Ende ist aufschlussreich: so ist die Intelligenz der Griechen (damals vor allem Athener) von ca. 120 (Sir Francis Galtons umgerechnete Schätzung) auf heute 92 gesunken. Wodurch? Durch Kriege, die Einbürgerung von Sklaven -- und durch die massenhafte Einwanderung von Türken und Vermischung mit diesen.

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