20. Februar 2017

"Gewaltloser Widerstand" – Vortrag und Umsetzung

von Götz Kubitschek / 56 Kommentare

Am Samstag trug Martin Sellner im Rahmen unserer Winterakademie sein Konzept des »gewaltlosen Widerstands« vor. Heute half er der Dresdner IB-Gruppe, dieses Konzept spektakulär umzusetzen.

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

 
Die Winterakademie des Instituts für Staatspolitik (IfS) ist ohne große Störung von links verlaufen. Thema war »Gewalt«, und während draußen eine frustrierend kleine Gruppe Antifas »Nazifresse, Kinderschreck – haut Kubitschek die Zähne weg« schrie, referierte im Gasthof Martin Sellner, Stratege der Identitären Bewegung, über sein Konzept eines »gewaltlosen Widerstands«. Sein Vortrag ist in voller Länge aufgezeichnet worden, hier ist er:

Als Sellner mit seiner Mannschaft am Sonntagnachmittag abreiste, wußten wir, daß auf dem Weg nach Wien ein Zwischenhalt in Dresden eingelegt würde: Heute früh um 7 Uhr befestigten dann Mitglieder der Dresdner Identitären an dem seit Wochen umstrittenen Bus-Mahnmal vor der Frauenkirche ein Banner mit der Aufschrift »Eure Politik ist Schrott!«.
 
Die Bürgerinitiative »EinProzent« unterstützt diese clever geplante und umgesetzte Aktion wie stets juristisch und hat die Aktion dokumentiert. Auf einprozent.de kann man einen ausführlichen Bericht zur Aktion lesen.
 
So greifen bei der Identitären Bewegung Konzept und Umsetzung ineinander. Bei den Gegnern – so macht es den Anschein – greift indes nicht mehr viel ineinander.

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (56)

Der Feinsinnige
20. Februar 2017 14:57

Bravo für die Aktion in Dresden heute morgen!

Ich habe sie bereits kurz nach 9.00 h über die PEGIDA-Seite in Bild und Video gesehen. Es war wieder einmal (wie schon diverse Male zuvor) ein wahrer Glücksmoment für mich, zu sehen, auf welche Ideen die Identitären kommen und mit welcher Professionalität sie diese umsetzen. Auch die Wortmacht und der Wortwitz der identitären Parolen (in diesem Fall: Eure Politik ist Schrott! Keine Interventionskriege, keine Waffenlieferungen - Pfeil -  keine Migration) ist aus meiner Sicht immer wieder eindrucksvoll.

Die Aktion wurde übrigens heute mittag in den Rundfunknachrichten auf "MDR aktuell" ausführlich berichtet (natürlich mit den üblichen Verbalinjurien gegen die IB; aber diese etablierten Sprachregelungen glauben doch mit jeder weiteren spektakuären Aktion immer weniger Leute!). Ein toller Erfolg in puncto Öffentlichkeitsarbeit! Weiter so! Danke!

Die nächste Spende meinerseits wird folgen.

Monika L.
20. Februar 2017 15:41

Tolle Aktion in Dresden. Selbst die taz blickt neidisch auf die " neuen rechten Posterboys" :

http://www.taz.de/Symbole-von-Jungfaschisten/!5382279/

Man lese und staune:

"Der Rechte ist heute nicht mehr der debile Schläger aus " Asterix bei den Goten", sondern Asterix selbst. "

Dass "Identitäre in freier Wildbahn von der Antifa kaum mehr zu unterscheiden sind", wage ich allerdings zu bezweifeln. Siehe Winterakademie. Wo sich die Antifaschos gar nicht zeigten, sondern sich  hinter einem Pipi-Banner versteckten. So wird das nichts, Frau Juliane ! Dann gibt es halt eine "Diskursverschiebung nach rechts". Wenn ihr euer Gesicht nicht zeigt.

Dann gewinnt Asterix gegen den starken Wanja !

Schwarzenberg
20. Februar 2017 16:40

War ein wirklich gutes Wochenende. Danke an das gesamte Team #SCHNELLRODA!

Thomas Podszuk
20. Februar 2017 16:42

Da kann man als AfD-Mitglied schon neidisch werden, was diese Jungs auf die Beine bringen. TOLL! Ich verehre die IB und werde sie hier in MV auch finanziell unterstützen, wenn ich es denn endlich mal schaffe, sie persönlich kennen zu lernen. Danke auch für das Video von Martin Sellners Rede! Liebe Grüße nach Schnellroda und schade, dass ihr die Akademie mit einer Altersbeschränkung versehen habt. Ich wäre gerne dabei gewesen!

Utz
20. Februar 2017 17:17

@ Thomas Podszuk

Zum Thema Altersbeschränkung: so sehr ich die Jugendbewegung der neuen Rechten und die IB schätze, es wird Zeit, daß sie eine AH aufmachen.

E.
20. Februar 2017 17:30

@ Thomas Podszuk: "Ich verehre die IB und werde sie hier in MV auch finanziell unterstützen, wenn ich es denn endlich mal schaffe, sie persönlich kennen zu lernen."

Einfach auf die bundesweite Internet-Seite der IB gehen, dort z. B. sind die Bankverbindungsdaten für eine Überweisung. Nach jeder gelungenen IB-Aktion geht von mir eine Spende für die IB per Banküberweisung raus. Das ist das Mindeste, was ich tun kann. Nachtrag zu meinem vorherigenKommentar: Oder eben Überweisung via "Ein Prozent".

Nemo Obligatur
20. Februar 2017 17:35

Auf der Seite der DNN kann man lesen, dass die Leiterin des Dresdner Kunsthauses, Frau Mennicke-Schwarz, die Aktion als "armselig" und "kindisch" bezeichnet. Der Urheber des Busmonuments, Herr Halbouni, war "empört", so die DNN.

Ich kann diese Reaktionen nicht nachvollziehen. Schließlich handelt es sich bei Werk von Halbouni doch gewisslich um eine jener Kunstformen, welche die Menschen zum Nachdenken und zu Reaktionen anregen soll. Niemals kann es seine Absicht gewesen sein, etwas Schönes zu erschaffen, an dem die Menschen viele Jahre Freude haben und sich das Herz wärmen können oder es erfurchtsvoll betrachten. So gesehen hätte es doch für Herrn Halbouni gar nicht besser laufen können. Da wäre es mehr Dankbarkeit angebracht gewesen.

Nils Wegner
20. Februar 2017 17:50

Die Staatspolitischen Kongresse des IfS werden seit sieben Jahren "ohne Altersbeschränkung" abgehalten. Nur immer herbei.

Donald Trump
20. Februar 2017 17:58

Eine gute Idee! Die IB ist deshalb authentisch, weil sie durch Gewaltfreiheit im Grunde genommen nicht angreifbar ist. Eines Tages - hoffentlich bald - wird dies der vergleichende Beobachter merken, wenn er Methode und Aktion der Antifa der IB gegenüberstellt. Sellners Vortrag war am Wochenende übrigens spitze - kurzweilig und spritzig!

Ein gebürtiger Hesse
20. Februar 2017 18:18

Vortreffliche Akademie, vorbildliche IB-Aktion. Dank an alle Beteiligten hüben wie drüben! Die Gegendemo am Freitag stand hierzu im umgekehrten Verhältnis - ihre Kläglichkeit hatte geradezu etwas Anstößiges.

E.
20. Februar 2017 19:04

Zu den Schrott-Bussen in Dresden und das Hyperventilieren der Ach so - Korrekten angesichts der Aktion der IB noch eine kurze Anmerkung:

Wenn das Aufstellen von Schrott-Bussen vor der Dresdner Frauenkirche tatsächlich "Kunst" im Sinne der Kunstfreiheit nach dem GG sein soll, dann ist diese Art der Kunst doch tatsächlich eine "Kunstform", die bewusst provozieren will und Reaktionen geradezu erbettelt. Sich seitens der staatstragenden Politik-, Medien- und Künstler-Mischpoke über das Anbringen eines Banners und eines Fähnleins mit politischer Aussage als Reaktion auf solcherlei "Kunstwerk" zu echauffieren - beide Gegenstände waren ohne Sachbeschädigung am "Kunstwerk" rückhaltlos und mühelos zu entfernen - zeigt eigentlich nur, in welches regressive Stadium von steuer- und gebührenzahlenden Würmern der deutsche Staatsbürger versetzt werden soll. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man eigentlich nur noch in nicht enden-wollendes homerisches Gelächter ausbrechen.

Sven Jacobsen
20. Februar 2017 19:57

Als Enkel eines Großvaters, der auch Jahrzehnte danach große Probleme hatte darüber zu sprechen, was es bedeutet, dem Befehl nachzugehen, nach der Bombennacht von Dresden drei Tage lang Leichenreste zu bergen, ist es mir ein großes Bedürfnis, vom Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch zu machen und hier meine Anerkennung zum Ausdruck zu bringen, dass es heutzutage junge Leute gibt, die klug genug sind, gewaltfrei und offensichtlich ohne Sachbeschädigung der Meinung des Oberbürgermeisters von Dresden eine andere Sichtweise zur Seite zu stellen; eine, die mich überzeugt.

Martin
20. Februar 2017 22:22

Zuvorderst: Meine Hochachtung gilt der IB für diese gelungene Aktion in Dresden.

Es ist immer wieder von Kunstfreiheit die Rede. Ich finde, diese Freiheit darf die IB  genauso beanspruchen wie der staatlich geförderte Künstler.

Die grundgesetzlich garantierte Freiheit der Kunst bedeutet ja nicht, dass der Staat etwas, das jemand für Kunst hält, finanziell unterstützen MUSS, sondern lediglich, dass der Staat niemanden in der Ausübung seiner (Aktions-)Kunst behindern darf. Indem der Staat bestimmte Künstler und deren Werke fördert, trifft dieser jedoch eine politische Entscheidung, die mit dem Recht auf Freiheit der Kunstausübung nichts zu tun hat. Diese politische Entscheidung sollte regelmäßig hinterfragt werden, nicht nur in diesem Fall.

Der Feinsinnige
21. Februar 2017 00:29

 

Nachdem ich nun auch Zeit gefunden habe, den Vortrag Martin Sellners zu hören, ergänze ich meine obige Stellungnahme:

 

Meines Erachtens ein außerordentlich eindrucksvoller Vortrag mit einer wirklich stichhaltigen Argumentation und vielen interessanten Informationen. Martin Sellner kann man für seine Ausführungen und seine Arbeit nur alle Hochachtung aussprechen. Ich hoffe, daß dieser Vortrag bzw. diese Video-Aufzeichnung weite Verbreitung findet und entsprechend häufig verlinkt wird. Gut, daß dieser Vortrag und dieser Artikel nicht hinter die (grundsätzlich durchaus sinnvollen) Bezahlschranke gelegt worden sind.

 

Was Martin Sellner über die Erfolgsaussichten einer friedlichen Protestbewegung ausführt, stimmt mich wirklich hoffnungsfroh. Hoffentlich bestätigen sich diese Erkenntnisse auch in unserer gegenwärtigen Situation und bzgl. der IB.

Eine Frage, für deren Beantwortung ich dankbar wäre: Wo findet man etwas über die Orangen-Revolution in Somalia?

 

Abschließend erlaube ich mir, einen Dank aussprechen, und zwar an Götz Kubitschek und seine Mitstreiter:

Sehr geehrter Herr Kubitschek, der Erfolg des deutschen Teils der IB und anderer oppositioneller Entwicklungen in Deutschland wären ohne Ihr jahrelanges Engagement, das ich schon lange mit Hochachtung verfolge, und ohne Ihre Tätigkeit als Publizist, als Verleger sowie als Gründer und Verantwortlicher des IfS und dessen Bildungsarbeit so kaum denkbar. Jetzt zeigen sich die Früchte Ihrer Arbeit! Dies ist eine Leistung, die sich schon jetzt durchaus als historisch bezeichnen läßt. Möge Ihnen der Erfolg treu bleiben, damit sich etwas ändert in diesem Land!

 

 

 

 

 

 

 

 

tho.
21. Februar 2017 00:50

Trotzdem ärgerlich, dass Thor Kunkel ausgerechnet auf einer Veranstaltung zu sehen ist, bei der "Oldies" über 35 keinen Zutritt haben. Als ich "Endstufe" gelesen habe, dürften die meisten Gäste vom letzten Wochenende noch mit Playmobil gespielt haben.

tOm~!
21. Februar 2017 00:58

In dem Vortrag bei der Winterakademie des IfS spricht Martin Sellner ungefähr nach 6 Minuten über die kulturelle Hegemonie in den westlichen Demokratien, die sich in Zeitungen, Kino und der Popkultur wiederspiegelt. Kurze Zeit später verlangt er nach Cola, um sich "aufputschen" zu können. 

Da mir hier bei SiN kürzlich bereits empfohlen wurde, ruhig etwas bescheidener zu sein, enthalte ich mich diesbezüglich einer Eigenwertung.

Man möge mir aber bitte die Anregung gestatten, sich mal darüber Gedanken zu machen, welche Macht von Konzernen wie Coca Cola und Pepsi ausgeht, und wie speziell diese beiden monopolistischen Getränkehersteller mit ihren Werbekampagnen auf die Kultur in der westlichen Zivilisation seit Jahrzehnten einwirken.

 

"David Rothkopf, Kissinger Associates

Toward a Global Culture 

It is in the general interest of the United States to encourage the development of a world in which the fault lines separating nations are bridged by shared interests. And it is in the economic and political interests of the United States to ensure that if the world is moving toward a common language, it be English; that if the world is moving toward common telecommunications, safety, and quality standards, they be American; that if the world is becoming linked by television, radio, and music, the programming be American; and that if common values are being developed, they be values with which Americans are comfortable. 

These are not simply idle aspirations. English is linking the world. American information technologies and services are at the cutting edge of those that are enabling globalization. Access to the largest economy in the world - America's - is the primary carrot leading other nations to open their markets."

"http://www1.udel.edu/globalagenda/2004/student/readings/rothkopfimperialism.html"

Im folgenden Video wäre zu vergleichen, ob Martin Peltier bei der Vorstellung zu seinem 2015 erschienenen Buch "20 bonnes raisons d'être anti-américain" ebenfalls 'ne Cola benötigte:

"https://www.youtube.com/watch?v=W8htIl20UNI"

 

 

 

Der_Jürgen
21. Februar 2017 07:02

Ich fand den Vortrag so gut und die Argumente so stichhaltig, dass ich Sellner die an sich ungemein schwerwiegende Sünde, Cola bestellt und dann gar noch getrunken habe, verzeihen will. 

"Ich kenne die Weise, ich kenne das Lied, ich kenn auch die Herren Verfasser/Ich weiss, sie tranken heimlich Wein und predigten öffentlich Wasser." (Heine, "Wintermärchen").  Aber Sellner hat sein Cola ja ganz öffentlich, für jeden deutlich sichtbar, genossen. Hätte er es heimlich getan und wäre er dabei ertappt worden, wäre ein unbarmherziges Scherbengericht natürlich fällig geworden, und die IB hätte einen neuen Chefdenker suchen müssen. Diesmal kann man es wohl bei einer strengen Verwarnung und drei Monaten Blog-Sperre bewenden lassen. Aber, Herr Sellner: NEVER AGAIN! 

RMH
21. Februar 2017 07:28

@tom,

mimimi --- der Sellner trinkt Besatzerbrause ....

Liegt in etwa auf dem selben peinlichen Nieveau, wie linkes Herummäkeln am Kauf von Jaffa-Orangen oder früher - weiß ja nicht, wie alt sie sind - Produkten aus Südafrika etc.

Machen Sie sich doch bitte erst einmal frei von ihrem "Hass" und realisieren die Ausgangslage.

Und man möge bedenken:

Das, was Deutschland bekommen hat, ist Teil der Medizin, die die Führungsclique, die sich Deutschland in den berühmten 12 Jahren bemächtigte, den von ihnen unterworfenen Ländern angedeihen lassen wollte. Germanisierung. Amerikanisierung. Fällt etwas auf? Jeder will seine Agenda durchsezten. Der Witz ist, dass die Amerikaner jetzt ihrerseits "latinisiert", "coloriert" oder wie man das sonst bezeichnen mag, werden. Die Briten sind es bereits, die Franzosen auch, in Russland schaut einem ohnehin die asiatische Steppe offen und dreist mitten ins Gesicht.

Es gibt den weißen Menschen bereits jetzt nur noch marginalisiert. Fakt. Sellner vergibt sich nichts, gar nichts, wenn er (in Deutschland produzierte und abgefüllte - waren Sie schon mal in einer Coca Cola Abfüllanlage? Die haben die besten Wasseraufbereitungsanlagen, die man finden kann) Cola trinkt und meinetwegen kann er gerne auch Levis Jeans tragen, die dann eh in der Türkei oder sonstwo in Asien gefertigt wurden. Die Uhr lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Es kann meiner Meinung nach nur noch um die Wahrung der Positionen gehen. Und in Deutschland machen ja auch die Rechten in ihrer identitären Distinktion kleine Unterschiede. Halb Asien ist zu uns via, "ich habe einen Ur-Uropa stiefmütterlicherseits aus Deutschland", gekommen - kein Aufreger von Rechts, da man diese Leute ja selber braucht, man zum Teil eine verklärte Russlandliebe hat oder die Frau von dort kommt etc.

Deutschland ist - in den Städten des Westens - bereits irrevisibel globalisiert mulitikulti und in den "neuen" Ländern zumindest auch in den großen Städten (mulitkulti war Deutschland im übrigen schon immer, alleine schon durch seine vielen Stämme). Es kann daher nur noch darum gehen, dass diejenigen, die zumindest ansatzweise deutsch sind, nach wie vor noch die Entscheider in diesem Land bleiben oder, als allerletzte Rückzugslinien, effektive Sperrminoritäten sind. Nicht umsonst will die SPD Millionen neuer Wähler via Passverschleuderung akquirieren, da sie sich darüber den Wahlvorteil verspricht. Deutsche müssen sich ernsthaft Gedanken machen, wie sie ihrerseits ab jetzt - und nicht nur "zukünftig" - erfolgreich die Minderheitenschutzkarte spielen können. Alleine, dass es so etwas die IB gibt, ist zur Bewusstseinswerdung mehr als hilfreich.

So, und damit schließe ich, denn sonst wird es zu lang.

Der_Jürgen
21. Februar 2017 08:00

@RMH

"Deutschland ist - in den Städten des Westens - bereits irreversibel multikulti..."

Noch nicht irreversibel. Wenn man Armee, Polizei, Medien, Justiz und Finanzen kontrolliert und keine Aggression seitens der USA mehr zu befürchten hat, ist es noch möglich, den Grossen Austausch rückgänig  zu machen. Es braucht dazu einen eisernen Willen und die nötige Härte, die als richtig erkannte Politik durchzusetzen.

In zwanzig Jahren dürfte es allerdings zu spät sein, wenn der Geburtenschwund der Deutschen und die Immigration weitergehen - und unter diesem System wird beides weitergehen. Das System ist einzigartig böse; mir fällt als Vergleich nur gerade das Kambodscha der Roten Khmer ein, die es schafften, in knapp vier Jahren etwa ein Viertel des eigenen Volkes umzubrigen oder bei der Zwangsarbeit zugrunde gehen zu lassen.

Ja, die Methoden sind verschieden. In der BRD wird niemand mit einer Spitzhacke erschlagen. Doch so wie der Genozid in Kambodscha nur durch den Einmarsch der Vietnamesen gestoppt werden konnte, kann dem via den Grossen Austausch betriebenen Völkermord an den Deutschen (und anderen Europäern) nur durch den Sturz des Systems Einhalt geboten werden. Dass ein solcher Sturz mit friedlichen Mitteln bewerkstelligt werden kann, darf hoffen, wer will. In der jetztigen Phase gilt es natürlich streng gewaltlos zu operieren, da hat Sellner recht.

Dies sind die Dinge, die mir zu schaffen machen, und nicht, dass Sellner Cola trinkt.

Frieda Helbig
21. Februar 2017 08:06

Wäre es genauso verwerflich, wenn Sellner Kola eines regionalen Herstellers tränke? Liegt die Kritik am Produkt an sich oder welcher Konzern dieses herstellt? Sollte es tatsächlich am reinen Produkt liegen, dann bin ich echt mal dran interessiert, wie Tom sein Leben gestaltet (Anziehsachen, Musik etc pp). Wenn er darauf abzielt, sich zu überlegen, von welchem Hersteller man konsumiert, so kann ich das durchaus nachvollziehen. Aber das sollte man generell, nicht nur bei der Kola.

Zum Vortrag: Sellner postuliert, daß die Bewegung auch deswegen gewaltlos ist, weil sie so erfolgreicher ist und er zitiert eine Militärhistorikerin. Wenn diese aber nun das Gegenteil herausgefunden hätte, wäre die IB dann im bewaffneten Widerstand?

Beste Grüße in die Runde...

H. M. Richter
21. Februar 2017 08:18

Zunächst einmal herzliche Glückwünsche: Zur Durchführung der Akademie, zum souveränen Umgang mit den Möchtegern-Verhinderern, vor allem aber zur gezeigten Einheit von Wort und Tat, vom Geist von Schnellroda und der Tat in Dresden.                                                   

Und was das Sellner’sche Getränk anbelangt: Die Herren Sellner und Lichtmesz unterstützen ganz nebenbei ein deutschen Nischenhersteller, - 9Springe aus dem katholischen Eichsfeld.

https://www.instagram.com/p/BQsWQb2FfN7/

Kenner von Cola, zu denen ich zugegebenermaßen nicht gehöre, behaupten übrigens mit Nachdruck, daß es sich dabei um die weit und breit beste Sorte dieses Getränks handelt. Sie sei sogar „geschichtsbewußtseinserweiternd“. Und das nicht nur, weil man hinterher wüßte, „wie der Osten einst schmeckte“ …

RMH
21. Februar 2017 09:39

@Der_Jürgen,

wo soll die Grenze gezogen werden? Bei meinem letzten Sonntagsspaziergang, den ich durch meine Heimatstadt gemacht habe, habe ich eigentlich nur Russen (klare Mehrzahl!), Türken und ein paar von den Neuankömmlingen gesehen, deutsch war da kaum einer mehr, deutsch als Sprache hat man auch nicht gehört, denn die wenigen Deutschen gehen meistens nur noch schweigsam durch ihre Städte - Kopf nach unten, oft auf das Smartphone gerichtet. Sollen jetzt die Türken und die Neuen raus und die Russo-Asiaten, die massiv in den letzten Jahren zu uns gezogen sind, ihre eigene Subkultur gebildet haben und oftmals nicht mal richtig deutsch können, bleiben?

Wie auch immer, meine Ausführungen bezogen sich insbesondere auch auf Tom, der ja die Amerikaner - und die aus seiner Sicht dahinter stehenden Mächte - als Weltübel ausgemacht haben will und im Islam, so lange er in seinen Heimatländern bleibt, kein großes Thema sieht. Ggf. gibt es ja sogar kleinere Sympathien für diese "Widerstandskämpfer" gegen die Globalisierung, die aber letztlich keine Globalisierungsgegner sind, sondern eben nur ihre Art der Globalisierung wollen, denn der Islam hat unbestreitbar globalen Anspruch.

Ich sehe hier mithin schon ein großes Thema, denn was war denn der Treibstoff, der aus diversen Stämmen Europas die Bildung von Nationen ermöglicht hat? Es war das Christentum. Darüber hatte der Friese mit dem Sachsen und dem Bajuwaren auf einmal eine gemeinsame Basis. Ohne diese, wären diese Stämme nicht so leicht zusammengekommen und es war ja auch - wenn man es rein staatlich unter dem Punkt wirksame, zentrale Administration definiert - sehr spät, dass sie überhaupt sich zu so etwas wie Deutschland zusammenfanden.

Ich persönlich kann bspw. mit einem Afro-Amerikaner, der jeden Sonntag schön brav in seine Baptisten-Gemeinde geht, mehr anfangen, als mit einem ostanatolischen Ziegenhirten, auch wenn der mir als Deutschen vermutlich genetisch und rassisch näher steht und das liegt einzig und allein daran, dass beim baptistischen Afro-Amerikaner die gemeinsame Basis von christlichen Werten vorhanden ist. Ein europäischer Atheist hat auch in den allermeisten Fällen eine christliche Matrix in sich. Mit allem hat man also etwas Verbindendes als gemeinsamen Nenner. Mit dem Islam hat man das nicht und aus diesem Grunde ist er die große Bruchlinie und hier liegt der Verrat der Kirchen, die in früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten nur Christen gerne aufgenommen hätte und heute aber dafür freiwillig sorgen, dass sie zur Minderheit werden.

Ich weiß genau, dass das obige jetzt nicht sehr ausdifferenziert ist und insbesondere die witschaftlichen Themen unterschlägt, denke aber, dass eine Grundhaltung durchaus erkennbar wird. Ich sehe Deutschland auf dem Rückzugsgefecht, welches mit Anstand und Wahrung der Positionen sehr entschieden gefochten werden muss. Und Basis eines Zusammenlebens mit den anderen, immer auch in Deutschland lebenden, kann nur das Christentum sein und nicht irgendwelcher Humanismus, Gender- oder "alle verlieren sich in virtuellen Welten"- Propaganda sein.

"Onward, Christian soldiers,
marching as to war,
With the cross of Jesus
going on before!
Christ, the royal Master,
leads against the foe;
Forward into battle,
see his banner go!"

PS: Ich bin wahrlich kein christlicher Fundamentalist und auch kein Kirchgänger. Ich bevorzuge das Christentum aus Vernunftgründen.

deutscheridentitärer
21. Februar 2017 09:43

"Da mir hier bei SiN kürzlich bereits empfohlen wurde, ruhig etwas bescheidener zu sein, enthalte ich mich diesbezüglich einer Eigenwertung.

Man möge mir aber bitte die Anregung gestatten, sich mal darüber Gedanken zu machen, welche Macht von Konzernen wie Coca Cola und Pepsi ausgeht, und wie speziell diese beiden monopolistischen Getränkehersteller mit ihren Werbekampagnen auf die Kultur in der westlichen Zivilisation seit Jahrzehnten einwirken."

Wahnsinn, Sie sind wirklich eine Karrikatur dessen, was im rechten Lager seit Jahrzehnten falsch läuft.

Nichts alls die tausendmal gehörten Phrasen und das große Wort, ohne selbst etwas geleistet zu haben (haben Sie nicht- insbesondere nicht im Vergleich zu Sellner).

Alles was Sie hier mit großer Geste zu der Rolle Amerikas, Englands und so weiter hinausposaunen ist den Leuten hier bekannt und mehr oder weniger Konsens. Wir sind hier halt schon einen Schritt weiter und haben die ewige Litanei des ebenso bekannten wie bedeutungslos gewordenen deswegen zum Glück nicht mehr nötig.

An Ihrer Stelle würde ich mich für Ihre offen zur Schau gestellte Nutzlosigkeit schämen.

deutscheridentitärer
21. Februar 2017 09:44

"Es braucht dazu einen eisernen Willen und die nötige Härte, die als richtig erkannte Politik durchzusetzen."

Was, wenn man mir die Schwarzseherei gestattet, im Endeffekt eben doch auf eine Irreversiblität hinaus zu laufen scheint.

Der_Jürgen
21. Februar 2017 10:31

@RMH

Sie zwingen mich mit Ihrer Wortmeldung, bereits ein drittes Mal hier zu intervenieren, obgleich ich mir das eigentlich gar nicht leisten kann, denn wer kommentiert, arbeitet nicht...

Volle, uneingeschränkte Zustimmung zum zweiten Teil Ihres Beitrags, aber Ihre "Russo-Asiaten" stossen mir sauer auf. Mit Verlaub, meine Frau ist eine blonde, blauäugige Slawin und keine Asiatin, und ich habe sie auch nicht via eine Heiratsagentur kennengelernt. Das hätte ich nicht nötig gehabt.

Sind Sie sicher, dass Ihre "Russen" wirklich alle solche sind und nicht zum Beispiel Verbrecher aus Tschetschenien oder Georgien, die nach Deutschland kommen, um Delikte zu begehen? Auch unter den wirklichen Russen gibt es natürlich Kriminelle und Schmarotzer, die in hohem Bogen rausfliegen sollten, aber prinzipiell sind die Slawen voll integrierbar. Beweis: Die Nachfahren der polnischen Fremdarbeiter im Ruhrgebiet, die man nur noch an ihren Familiennamen als solche erkennt.

Sie sind ein kultivierter und intelligenter Mann. Woher kommt Ihre absolut irrationale Abneigung gegen die Russen? Wenn Ihre Eltern oder sonstige Verwandte 44 oder 45 unter dem Terror der Roten Armee litten, kann man Sie zumindest subjektiv verstehen, aber in der Politik haben Emotionen eigentlich nichts zu suchen.

Und nun geben Sie acht, dass Sie es nicht mit meiner "russo-asiatischen" Gemahlin zu tun bekommen... Die zeigt Ihnen sonst nämlich, "wo die Krebse überwintern", wie man auf "Russo-Asiatisch" sagt...

RMH
21. Februar 2017 11:15

@Der_Jürgen,

mein Seitenhieb auf die Einwanderung aus der ehem. UdSSR bzw. deren Gebieten war - ganz offen gesagt - eine schlichte, kalkulierte Provokation, um das praktische Problem der Grenzziehung aufzuzeigen und auch darauf, dass wir eben schon erhbeliche Migrationsströme aus anderen Gegenden hatten.

Ich habe keine irrationale Abneigung gegen Russen, es ist eher meine Lust an der Rolle des Advocatus Diaboli und am etwas in die andere Wagschaale zu werfen, wenn es mal wieder zu sehr in die Richtung gegen USA etc. geht und das, obwohl ich keine persönliche Beziehung zu den USA habe oder ähnliches und auch keinen Grund habe, dieses Land besonders in Schutz zu nehmen.

Das wir uns mit der oben genannten Migration auch Integrationsprobleme geschafft haben, halte ich für unbestreitbar - alleine, dass die deutsche Sprache viel zu oft nicht ernst genommen wird, ist das augenfälligste. Nur halte ich diese Probleme für langfristig in den Griff bekommbar und diese Menschen für integrierbar, wenn sie den entsprechenden Hintergrund haben (also bspw. eben keine Moslems aus Tschetscheinien sind).

Valjean72
21. Februar 2017 13:41

@RMH:

„Das, was Deutschland bekommen hat, ist Teil der Medizin, die die Führungsclique, die sich Deutschland in den berühmten 12 Jahren bemächtigte, den von ihnen unterworfenen Ländern angedeihen lassen wollte. Germanisierung. Amerikanisierung. Fällt etwas auf?“

---

Die Nationalsozialisten wollten gewiss nicht die ganze Welt germanisieren, insofern hinkt der Vergleich mit dem Phänomen der globalen Amerikaniserung.

Folgende Auszüge aus Ihrem Beitrag …:

„…in Russland schaut einem ohnehin die asiatische Steppe offen und dreist mitten ins Gesicht.“

 „(mulitkulti war Deutschland im übrigen schon immer, alleine schon durch seine vielen Stämme).“

 „Russo-Asiaten“

zeigen mir neben anderen, dass ich in dieser Auseinandersetzung weit mehr auf Seiten von tOm~! als auf der Ihren stehe.

Das Deutschland schon immer „multi-kulti“ gewesen sei, ist mE ein typisch linksliberal-antideutscher Ansatz, sprich Vokabular von der Gegenseite, so möchte man zumindest meinen.

Ihre abfälligen Ausdrücke in Bezug auf Russen sprechen für sich selbst.

Tarzan
21. Februar 2017 15:31

Respekt....wenn den Heuchlern etwas gutes wiederfährt-ist das ein Asbach  Uralt wert....Prost auf die Aktivisten.

marodeur
21. Februar 2017 17:30

@RMH

Vielen Dank für Ihre Beiträge. Sie sprechen einen wunden Punkt an. Die Rechten sind die Könige der realistischen Lageeinschätzung. Eine realistische Einschätzung unsere Möglichkeiten ist aber kaum zu finden. Warum schwanken die Prognosen immer zwischen totalem Untergang ala Raspail und haltlosen Großprojekten ala Remigration? Die pauschale Weigerung, eine ideologiefreie Prognose zu treffen, verbindet uns eng mit den Linken. Die Linken wissen, dass der große Austausch kommt und hoffen, dass am Ende alles irgendwie besser wird. Auch wir wissen, dass der Austausch kommt, hoffen aber auf irgend ein rechtes Wunder. In der Außendarstellung ist das ja richtig, aber hier (geschützt hinter Bezahlschranken) können wir doch offen reden. RMH hat alles richtig benannt. Wir können allenfalls die Spielregeln des Austauschs leicht beeinflussen. Die Frage ist eher, ob Spuren deutscher Identität konserviert werden können. Sellner leistet hier großartige Arbeit und ich würde jederzeit eine Pepsi mit ihm leeren. Seine Aktion in Dresden reicht sogar für eine Dönerbox mit Ayran.

calculus
21. Februar 2017 17:42

Sehr geehrter Herr Sellner, bravo! Wenn es jemand noch schafft, das Blatt zu wenden, dann Sie mit Ihrem gewaltfreien Ansatz!

Sarotti-Mohr
21. Februar 2017 18:23

Ein köstlicher, kleiner Spaß am Rande:

Der bei den ausführenden Identitären auf der Rückenseite von deren Warnwesten gut zu erkennende Firmenname - Klick mich!

Dietrich Stahl
21. Februar 2017 19:05

@ Der_Jürgen hat auf die "Irreversibilität "der deutschen Situation geantwortet:

@RMH „Deutschland ist - in den Städten des Westens - bereits irreversibel multikulti...“

Noch nicht irreversibel. Wenn man Armee, Polizei, Medien, Justiz und Finanzen kontrolliert und keine Aggression seitens der USA mehr zu befürchten hat, ist es noch möglich, den Grossen Austausch rückgänig  zu machen. Es braucht dazu einen eisernen Willen und die nötige Härte, die als richtig erkannte Politik durchzusetzen.

Zustimmung. Mit richtiger Führung, Willen und deutschem Organisationstalent ist Remigration durchführbar, und das in angemessener Weise. Doch @ deutscheridentitärer schlägt in die gleiche Kerbe wie @RMH:

Was, wenn man mir die Schwarzseherei gestattet, im Endeffekt eben doch auf eine Irreversiblität hinaus zu laufen scheint.

Die eigene Haltung ist so wichtig. Schwarzseherei, Jammern, Pessimismus, Opferhaltung, das dauernde Schielen auf die Anderen – all das gehört hier nicht hin. Im Gegenteil diese negativen Haltungen sind schädlich und kontraproduktiv. 1989 hat gezeigt, was möglich ist; und das Momentum [Ungarn, Trump, Le Pen, Brexit, Pegida, IB, der aufgewachte Osten ...] ist auf unserer Seite. Donald Trump sagte in einem Interview, dass er felsenfest überzeugt davon war, die Wahl zu gewinnen. Diese Haltung hatte großen Anteil an seinem Sieg. Innere Kraft und Zuversicht strahlen aus und wirken. Das ist es, was die linksliberale Mafia bei der IB spürt. Da ist Frische und Elan, Vertrauen auf das Eigene. Genau das braucht es.

E.
21. Februar 2017 19:07

@ Der Feinsinnige:

"Sehr geehrter Herr Kubitschek, der Erfolg (...) wären ohne Ihr jahrelanges Engagement, (...), und ohne Ihre Tätigkeit als Publizist, als Verleger sowie als Gründer und Verantwortlicher des IfS und dessen Bildungsarbeit so kaum denkbar. Jetzt zeigen sich die Früchte Ihrer Arbeit!  (...). Möge Ihnen der Erfolg treu bleiben, damit sich etwas ändert in diesem Land!"

Ich kann mich dem nur anschließen und Frau Kositza bitte immer mitdenken. Ich bin erst letztes Jahr so richtig "eingestiegen". Und seit ich Sezession und Antaios jetzt verfolge - wirklich Hut ab vor der Leistung und der Disziplin, mit der über Jahre ein Plan verfolgt und eigenwirtschaftlich erarbeitet wird!

Heute im Briefkasten die Sezession, Heft 76, "Gewalt":

Beim ersten "Erriechen" des Heftes (ich bin Buch- und Zeitschriftenaffin, habe ein wenig nebenberufliche Verlags-und Lektoratserfahrung und rieche gerne an Frischgedrucktem) und Erfassen des Inhaltsverzeichnisses mein erster Gedanke:

Wirklich Respekt, ein so sauberes, klares Heft mit interessanten Beiträgen auf die Beine zu stellen. Und "Gran Torino" ist einer meiner Lieblingsfilme, freue mich wie Bolle, (nicht nur) den Donovan-Beitrag zu lesen.

PS: Wer welche Art von Cola trinkt, ist mir schnurzpiepe:)

E.
21. Februar 2017 19:09

....und bei meinem Blick auf die Rückseite des neuen Heftes ("Gewalt ist immer auch ein Hilferuf", Claudia Roth) habe ich mich beömmelt. Köstlich. Sehr schön gemacht.

E.
21. Februar 2017 19:20

... und das Broschieren und nicht Klammern der Sezession, wertet die Zeitschrift noch einmal auf. Gefällt mir sehr gut.

Dietrich Stahl
21. Februar 2017 19:30

@ marodeur

Eine realistische Einschätzung unsere Möglichkeiten ist aber kaum zu finden. […] Die pauschale Weigerung, eine ideologiefreie Prognose zu treffen, verbindet uns eng mit den Linken.

Noch im Frühjahr 1989 wäre Ihre Einschätzung der Möglichkeiten der DDR Bevölkerung, ihr Joch abzuschütteln, vermutlich keinen Pfifferling wert gewesen.

Wir können allenfalls die Spielregeln des Austauschs leicht beeinflussen.

Wenn das Ihre Meinung ist, wäre mir persönlich die Zeit auf eine Pepsi mit Ihnen zu schade, geschweige denn auf eine Dönerbox.

RMH
21. Februar 2017 19:46

@Dietrich Stahl,

schade, dass Sie meine Beiträge als Jammern verstanden haben. Meine Absicht war eher, eine Art von Realismus walten zu lassen. Ich stehe inhaltlich voll hinter den Aktionen der IB, nur erwarte ich mir davon eben keine Wunder. Für mich ist das, was IB und all die anderen machen, Ausdruck einer Haltung, die, um das Klischee nicht überbeanspruchen zu wollen, etwas um ihrer Selbst willen tut und damit eben Ausdruck von Deutschtum. Denn was können wir schon groß entgegensetzen und tiefgreifend ad hoc verändern? Wir können unser Deutsch-Sein wieder auf die Tagesordnung setzen und damit ist schon viel gewonnen. Wählen ist ein weiterer, kleiner Mosaikstein. Und wenn es ein Untergang werden sollte - hier ist die Messe aber noch lange nicht zu Ende gelesen - dann wurde Stil und Würde gezeigt. Wieder so ein Schlagwort, welches mir dazu einfällt, auch wenn es in anderem Zusammenhang verwendet wurde: Heroischer Realismus. Das bedeutet für mich aber noch lange nicht, alles passiv in der Klause nur zu beobachten und nicht zu agieren. Auch hier wieder: Gut, dass es 1%, die IB etc. etc. alle gibt.

Und ganz praktisch, deswegen ja auch mein provokantes Herumhacken auf "Russen" - wir werden bestimmt nicht alle wieder wegschicken können und viele auch in der Tat "brauchen", wer will hier entscheiden? Nach was für Maßstäben? Hier habe ich versucht, eine Linie aufzuzeigen.

@Valjean72,

dass ich noch vor Ihrem Beitrag bereits bekannt habe, dass ich provozieren wollte, haben Sie hoffentlich zwischenzeitlich auch erkannt.

Martin Sellner
21. Februar 2017 22:23

Es war eine DDR Cola.
Beweis:
https://www.instagram.com/p/BQsWQb2FfN7/?taken-by=martinsellner

Paracelsus
21. Februar 2017 22:29

EIne Rede mit vielen guten Gedanken: der Begründungsart für die Gewaltfreiheit als bewusste, strategische Entscheidung zum Beispiel. Gut auch das Lernenwollen von Gene Sharp. 

Aber es bleibt die Frage: waren die Otpor-Sharp`schen Farbenrevolutionen nur wegen der (relativen) Gewaltlosigkeit erfolgreich (mehr oder weniger), oder kam nicht doch hinzu, dass es weltpolitisch machtvolle Akteure gab, die diese Bewegungen unterstützten, finanziell, als große Humanisten, die für die offene Gesellschaft wirken? Und die eben die aktuelle "kulturelle" Hegemonie, die Deutungshoheit über das was geschieht, besitzen. (Immer noch mehr als weniger.)

Die Akteure der friedlichen Farbenrevolutionen hatten den westlichen Globalismus als wirkmächtigen Verbündeten im Hintergrund; nur dadurch konnten sie ihre lokalen oder nationalen Herrschaftseliten (mehr oder weniger) erfolreich bekämpfen.

Auch die "friedliche Revolution" 1989 ff. war nicht nur durch die Gewaltlosigkeit erfolgreich, sondern auch durch die Aussicht auf die Unterstützung aus dem Westen.

Insofern wird wohl noch ein längeres Sück Weges nötig sein, um die kulturelle Hegemonie aus der linken Einseitigkeit in eine rechte Einseitigkeit zu führen. Oder, was mir lieber wäre, in eine wirkliche Vielfalt.

Wie ist das kulturelle, geistige Leben zu verlebendigen? 

Dazu passt ein von mir kürzlich entdecktes Goethe-Wort aus den Eckermann-Gesprächen, wo er sich die Frage stellt, wie etwas Gutes in die Welt komme:

"Wer recht wirken will, muß nie schelten, sich um das Verkehrte gar nicht bekümmern, sondern nur immer das Gute thun. Denn es kommt nicht darauf an, daß eingerissen, sondern daß etwas aufgebaut werde, woran die Menschheit reine Freude empfinde."

Es gab auf diesem Blog mal Diskussionen um eine Larmoyanz. - Angesichts der Verhältnisse sehe ich viele gute Gründe zum Klagen, Kritisieren usw. Ich tue dies auch gern und oft.

Gerade deshalb finde ich es bedenkenswert, ob man auf dem Wege zu mehr Mitgestaltung des kulturellen, geistigen Lebens in Deutschland nicht mehr aufbauend-gestalterisch wirksam werden sollte. Neben den guten und wichtigen Kritiken.

Oder übersehe ich da etwas?

tOm~!
21. Februar 2017 23:16

@Valjean72

Danke für die Zustimmung. Wie unlogisch und unwahr die Vergleiche von RMH sind, verdeutlicht folgendes Zitat der Paradefigur der französischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts:

„Niemals waren wir freier als unter der deutschen Besatzung." 

Jean-Paul Sartre am 1. September 1944

M.L. Das war aber "existentialistisch" gemeint.

Cacatum non est pictum
21. Februar 2017 23:23

@RMH

Das, was Deutschland bekommen hat, ist Teil der Medizin, die die Führungsclique, die sich Deutschland in den berühmten 12 Jahren bemächtigte, den von ihnen unterworfenen Ländern angedeihen lassen wollte. Germanisierung. Amerikanisierung. Fällt etwas auf?

Ja, dass Sie Unsinn schreiben. Eine "Reeducation", wie sie in Westdeutschland nachweislich stattgefunden hat, würden nicht einmal die Nationalsozialisten bei anderen Völkern zuwege gebracht haben. Und selbst wenn doch: Was würde das an der Schäbigkeit des Vorgangs ändern? Ihre Wortmeldung atmet die Luft des Schuldreflexes.

Die Uhr lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Es kann meiner Meinung nach nur noch um die Wahrung der Positionen gehen.

Das ist aber ein bescheidenes Ziel. Glauben Sie, Leute wie Martin Sellner werden sich schlimmstenfalls inhaftieren lassen - wie im Vortrag angedeutet -, um lediglich ihre "Positionen wahren" zu dürfen? Was Sie postulieren, ist die behutsame Verwaltung einer bereits eingestandenen Niederlage. Für so etwas geht doch niemand persönliche Risiken ein!

@marodeur

Die Rechten sind die Könige der realistischen Lageeinschätzung. Eine realistische Einschätzung unsere Möglichkeiten ist aber kaum zu finden. Warum schwanken die Prognosen immer zwischen totalem Untergang ala Raspail und haltlosen Großprojekten ala Remigration?

Prognosen sind eben schwierig. Wir alle sind keine Wahrsager. Wer nicht vom Determinismus ausgeht, legt den Fokus auf das eigene Handeln. Und Handeln braucht Ziele, keine Hellseherei. Außerdem zwingt uns die Dynamik der Ereignisse, vom Schlimmsten auszugehen. Schauen Sie dieser Tage nach Frankreich! Was dort gerade passiert, steht auch hier zu erwarten.

Nehmen wir doch mal eine "realistische Lageeinschätzung" vor: Der Euro steht vor dem Kollaps. Die Staatsschuldenkrisen in Griechenland und Italien sind virulent. Wenn es wirtschaftliche Kettenreaktionen geben sollte, dann kann ein Großteil der Bevölkerung hier in kürzester Zeit alles verlieren (1929!). Unsere begehrten Sozialsysteme werden zusammenbrechen. Ich mag mir nur ungern vorstellen, welche Folgen solch ein Szenario selbst in ethnisch homogenen Gesellschaften hervorrufen würde. Nehmen Sie nun die vielen hier lebenden Ausländer dazu, die auf Sozialleistungen angewiesen sind - inbesondere die Neuankömmlinge der letzten beiden Jahre. Wenn wir Glück haben, verlässt ein Großteil unser Land wieder (die Fleischtöpfe wären dann ja endgültig leer); wenn sie aber hier bleiben, werden sie in die Verteilungskämpfe einsteigen, und wir reden hier von Massen an jungen und wehrfähigen Männern mit einer Affinität zur Gewalt. Ein Albtraum!

Deswegen gibt es in meinen Augen keine Alternative zu einer massenhaften Remigration, wenn wir uns auch nur die Option offenhalten wollen, Herr im eigenen Haus zu bleiben. Über Umfang, Verfahrensweise und Zeitplan kann man sicher trefflich streiten. Hierzu erhellend die "15 Thesen für den Beginn der Debatte" von Götz Kubitschek aus dem Jahr 2011:

www.deutscheopfer.de/wp-content/uploads/2011/06/DOFT_Kapitel-5.pdf

Wer übrigens drastische ethnische Veschiebungen in kurzer Zeit für utopisch hält, dem seien aus der jüngeren europäischen Geschichte die Stichworte "Benes-Dekrete" und "Operation Oluja" in Erinnerung gerufen; und zwar als historisches Anschauungsmaterial, nicht als Handlungsanleitung.

Hoffen wir, dass sich unsere Zukunftsfragen gewaltfrei lösen lassen, aber darauf vertrauen sollten wir nicht.

RMH
22. Februar 2017 10:16

"unwahr die Vergleiche von RMH"

Tom,

das Sie eine ganze eigene "Wahrheit" haben, mit der Sie hier missionieren, dokumentieren Ihre Beiträge. Zur Wahrheit gehört aber das Ganze und Sie operieren mit Teilwahrheiten und da, wo es nicht angenehm wird, schauen Sie schon mal gerne weg oder haben eben Ihre eigenen "Wahrheiten".

marodeur
22. Februar 2017 13:13

@Dietrich Stahl

"Noch im Frühjahr 1989 wäre Ihre Einschätzung der Möglichkeiten der DDR Bevölkerung, ihr Joch abzuschütteln, vermutlich keinen Pfifferling wert gewesen."

Ihre Vergleiche passen nicht. Weiter oben führen Sie Trump an und jetzt die DDR. Bleiben wir bitte beim Thema. RMH stellt nüchtern fest, dass der große Austausch innerhalb des urbanen Raums fast abgeschlossen ist. Ich frage mich ernsthaft, wie die Remigration konkret umzusetzen ist. Nehmen wir den einfachen Fall, dass man sich auf Illegale, Kriminelle und Schlecht-Integrierte fokusiert. Das bedeutet in der Praxis, dass man die Bevölkerung von Städten wie Offenbach oder Mannheim quasi vollständig abschieben müßte. Es geht mir um die Aspekte der praktischen Umsetzung. Ich sehe da kein Beispiel aus der Geschichte, wo das mit friedlichen Mitteln vonstatten ging. In ähnlichen Fällen gab es immer Bürgerkrieg und ethnische Säuberungen. Mir fehlt da einfach die Fantasie. Ich lassen mich aber gerne belehren.

"Wenn das Ihre Meinung ist, wäre mir persönlich die Zeit auf eine Pepsi mit Ihnen zu schade, geschweige denn auf eine Dönerbox."

Freund und Feind, schwarz und weiß - ist beleidigt sein denn wirklich alles, was ihnen dazu einfällt? Fragen Sie sich, wie fest ihr Standpunkt wirklich ist, wenn sie nicht mal eine banale Kontroverse aushalten.

RMH
22. Februar 2017 13:34

"Ja, dass Sie Unsinn schreiben. Eine "Reeducation", wie sie in Westdeutschland nachweislich stattgefunden hat, würden nicht einmal die Nationalsozialisten bei anderen Völkern zuwege gebracht haben."

@Cacatum non est pictum,

das ist ihre eigene Vermutung. Schaut man sich einmal an, wie das NSDAP-geführte Deutschland sich in den besetzen Ostgebieten, vorsichtig ausgedrückt, ungeschickt verhalten hat, dann deutet sich etwas anderes an bzw. wären einige dort sicher froh gewesen, wenn es nur zu einer schlichten Reeducation gekommen wäre.

Im Übrigen kommt man - und ich habe Schultze-Rhonhof, Scheil etc. alle gelesen, lese ja auch die Sezession seit Nr. 1 - an einigen knallharte Fakten nicht vorbei:

Deutschland hat nun einmal nach dem Münchener Abkommen die sog. Rest-Tschechei zerschlagen und am 01.09. die ersten Schüsse abgegeben. Zwar gab es Druck und Provokationen ohne Ende und man kann im Falle Polens auch an eine Verschwörung/Falle gegen Deutschland denken, aber letztlich geschah alles doch ohne echte Not. Und in vom Gegner aufgstellte Fallen zu tappen, zeugt auch nicht von Weitblick.

Wie sich jetzt auch an der Wahl Trumps deutlich erkennen lässt, gibt es nicht "Die Hintergrundmacht" sondern wohl mehrere "Hintergrundmächte", die offenbar untereinander sehr zerstritten sind, denn sonst wäre H. Clinton Präsidentin geworden, die für all das steht, was hier nicht beliebt ist. Also kann man auch davon ausgehen, dass es in den 20er und 30er Jahren nicht die Hintergrundmacht gab, sondern zerstrittene Hintergrundmächte und so gab es Tauben und Falken. Bei München ´38 hat man noch die Tauben für sich gewinnen können, danach hat der größte Feldherr aller Zeiten offenbar alles dafür getan, dass die Falken die Oberhand gewonnen haben. Er hat maßgeblich dafür gesorgt, dass es zum Ceterum Censeo ... in Bezug auf Deutschland gekommen ist bzw. dessen Befüworter die Oberhand bekommen haben und er hat sich eingebildet, nur weil er selber als "Führer" mehr oder weniger alleine über Frieden und Krieg entscheiden konnte, dass es genüge, nur einen hochrangigen Emissär aus einer Position der Stärke heraus nach England zu schicken und dort würde dann die vermeintliche "Vernunft" einkehren. Aber da hat er eben nicht bedacht, dass dort kein Einzelner entscheidet, sondern dass dort eine Demokratie ist, die gerade gegen Deutschland aufgehetzt wurde und die Hetze auch den Garant dafür, dass der Krieg sinnvoll gegen Deutschland weiter betrieben werden kann, nämlich die USA, vollends erreichte und das man diese "Welle" eben nicht mehr mit einem netten und großzügigen Friedensangebot stoppen kann.

Überhaupt, wie konnte man nur so blöde sein, wenn man das Judentum als den mächtigen, die USA beherrschenden Erzfeind ansah, auf die Idee zu kommen, die wohlhabenderen Juden in Deutschland durch Repressalien und mickrige Entschädigungs-Deals aus dem Land zu treiben und zu meinen, dass diese dann in den USA, in Frankreich, in UK Ruhe geben und sich mit ihrem Schicksal abfinden werden und nicht auf Vergeltung sinnen werden?

Ich schreibe es - Entschuldigung für diesen Ton - jetzt einmal ganz deutlich: Wie blöde und weltfremd war dieser Mann, diese Führung eigentlich?

Und es hat nichts, gar nichts mit Schuldreflexen zu tun, dass man ganz objektiv feststellen muss, dass dieser Mann und seine Clique Deutschland den Untergang bereitet hat. Das haben letztlich auch Männer wie Stauffenberg klar erkannt.

Und hier gibt es immer noch Leute, die dieses ganze, erbärmliche und vom Deutschen Volk mit Blut und Tränen ausgebadete Versagen klein schreiben und an allem "DIE USA" oder gar "Die Juden" als allein Verantwortliche sehen.

Man sollte mithin schon in der Lage sein, ein bisschen vor der eigenen Tür zu kehren, bevor man austeilt und die anderen zu der Master-Ursache erklärt. An all die mehr als willigen Idioten unserer politischen Klasse und in unserem Volk, die nach 45 in beiden Staaten sehr gerne mitgemacht haben und in Gesamtdeutschland bis heute mitmachen und die AUCH Teil unserers Volkes und vermutlich sogar die deutliche Mehrheit sind, sei nur noch am Rande hingewiesen. Bei einer Reeducation gehören immer 2 dazu, einer, der erziehen will und einer, der sich erziehen lassen will und aus dieser Nummer kommen die Deutschen beider Seiten nicht heraus (Reeducation, also Erziehung hin zum Sozialismus und zur Liebe zum Befreier UdSSR, gab es in der DDR ja auch und auch dort hat die Mehrheit lange Zeit mitgemacht).

Der_Jürgen
22. Februar 2017 13:54

 @Marodeur

Auch wenn es nicht mehr viele lesen werden, hier doch eine Antwort an Sie. Sie schreiben:

"Das bedeutet in der Praxis, dass man die Bevölkerung von Städten wie Offenbach oder Mannheim quasi vollständig abschieben müsste. [Das ist doch wohl nicht realistisch; ich glaube nicht, dass dort 80% der Einwohner illegale, kriminelle oder nicht integrierungsfähige Einwanderer sind.] Es geht mir um die Aspekte der prakischen Umsetzung. Ich sehe da kein Beispiel aus der Geschichte, wo das mit friedlichen Mitteln vonstatten ging. In ähnlichen Fällen gab es immer Bürgerkrieg und ethnische Säuberungen."

Lieber Marodeur, machen wir uns doch nichts vor. Die Remigration wird sich unter keinen Umständen "mit friedlichen Mitteln" durchführen lassen. 

Wenn es 1944 bis 1946 logistisch möglich war, 12 oder mehr Millionen Deutsche aus Polen, der Tschechoslowakei und anderen Ländern zu vertreiben,  so wird es ohne Zweifel logistisch machbar sein, eine geringere Zahl von Fremden (unter 5 Millionen werden es nicht sein) aus Deutschland in ihre Heimatländer zurückzuschicken. Dies wird sich ohne die extreme Brutalität der damaligen Vertreibung bewerkstelligen lassen, aber ohne Härten, grosse Härten, wird es nicht abgehen.

Wenn eine künftige deutsche Regierung am 1. Juli des Jahres x bekanntgibt, dass ab dem 1. Januar des nächsten Jahres Ausländer keinen Anspruch auf Arbeitslosen- und Kindergeld sowie sonstige Sozialhilfe mehr haben, wird allein dies schon dazu führen, dass rasch Hunderttausende freiwililig ihre Koffer packen, besonders wenn ihnen (ausser den Kriminellen) die Abreise noch durch ein Zehrgeld versüsst wird.

Und wenn es einen gewaltsamen Aufstand seitens der von Abschiebung Bedrohten gibt? Dann wird man Armee und Polizei einsetzen müssen, und die werden von der Schusswaffe Gebrauch machen. So einfach ist es.

Was ist besser: Während eines Zeitraums von einigen Jahren einige Millionen nicht integrierbarer Fremder Härten auszusetzen, die so weit wie möglich gemildert werden, oder einen endlosen Krieg in den deutschen Städten und das langsame Sterben der Deutschen hinzunehmen?

Und es komme mir jetzt niemand mit dem Argument, ich hätte mich auf diesem Forum doch als Christ bekannt und dürfe deshalb keine Gewalt predigen. Christentum bedeutet keine Verpflichtung zum Selbstmord. Sonst hätten die Wiener den Türken anno 1683 kampflos die Tore geöffnet und sie mit Eierkuchen empfangen. Dann brauchten wir allerdings keine Debatten wie diese zu führen.

Also Zustimmung für 

@Caccatum non est pictum

Westpreuße
22. Februar 2017 15:52

Zu der gewaltfreien Aktion der IB in DRESDEN: Großartige Sache. Brave Jungs, gute Jungs, einfallsreiche Jungs, intelligente Jungs, gewitzte Jungs! Ganz im Sinne des schillerschen Freiheitsideals! Und waren  in-direkt auch junge Frauen dabei? Respekt und Anerkennung auch ihnen, generell. Wie wohltuend heben sich diese friedlichen Aktionen von dem Gedöns der Antifa ab. Diese schmalbrüstigen Männlein und Weiblein, die nur als amorphe Gruppe auftreten, nie als erkennbare einzelne Persönlichkeit..! ----Ich kann da nur etwas spenden. Für ein, zwei Bier, deutsches Reinheitsgebot...oder eine Cola (welch gespenstische Diskussion über "deutsche Cola", sozusagen...).

Aber nun:

@ marodeur und insbesondere auch @ RMH, heute, 13:34 Uhr: Ich stimme Ihnen beiden weitgehend zu...und danke Ihnen für Ihre Kommentare!

 Es ist mir ein Graus, wenn ich mitunter hier und anderswo sozusagen die Andeutung einer Andeutung einer Rechtfertigung, indirekt oder offen, des Dritten Reiches lese. Beziehungsweise eine Zuschreibung wie: Die bösen Mächte von außen, der Defätismus von innen. Und...war ja irgendwie auch gut gemeint, aber falsch durchgeführt...

Es tut mir leid, aber ich sehe den Nationalsozialismus, insbesondere die führenden Protagonisten..., als verderbt bis ins Mark an. Natürlich waren da anfangs auch positive Ansätze drin. Ginge es nach mir, ich würde vom "Führer und Reichskanzler" all das zurückfordern, was er entwertet, umgewertet, verdorben, letztlich verraten hat...nur soviel...

@ RMH: Wie wahr, nur: Es war schlimmer, was sich die deutsche Besatzungsmacht hier in den Ostprovinzen im Staate Polen und weiter im Osten erlaubt hat. Unglaubliche Mord-, Verschleppungs- und Vertreibungsaktionen der deutschen Besatzungsmacht, unter dem Diktum der nationalsozialistischen Ideologie. Mir ist das Wissen um die damaligen historischen Zusammenhänge sehr präsent; und ich denke, auch die zeitgeschichtliche Diskussion. Allerdings: Verschwörungstheorien gleich welcher Art und Genese akzeptiere ich nicht...Ich rechne auch nicht auf oder relativiere, aber: Das Versailler Diktat, die Politik gegen die Deutschen ab 1919 und nach 1945: Furchtbar ebenso. Das hat sich in meine Familiengeschichte eingebrannt, auch in meine persönliche, unauslöschlich...

Jedes Volk muß auch die Gesamtverantwortung tragen, ob es will oder nicht, heißt es doch: in guten und in schlechten Tagen...Für die Probleme heute in Restdeutschland weiß ich keine Lösung. Muß ich auch nicht. Ich kann nur auf meine unmittelbare Umwelt (in meinem patriotischen Sinne) einwirken und...wie heißt es oben so schön...: mein Scherflein beitragen; das mache ich gerne...

Mit mir jedenfalls gibt es keine neue, weitere Vertreibung mehr. Weder hier noch in D.  Es ist ein Schxxx, wenn man keine richtige Heimat mehr hat, weil alle Koordinaten durcheinander geraten sind. Und die Zukunft...? Ich weiß es nicht. Zumindest aber soviel: "Nach Canossa gehen wir nicht!" (Bismarck).

Gottfried Benns Worte gelten immer noch:  "1) Erkenne die Lage  2) Rechne mit deinen Defekten, gehe von deinen Beständen aus, nicht von deinen Parolen  (...) 7) Nochmals: erkenne die Lage." (Gottfried Benn: Geist oder Leben). Dies gilt ganz besonders für die AfD, wie sie sich zur Zeit der Öffentlichkeit, ha...dem Wähler, bietet...:  Grüße von der Weichsel

Richard87
22. Februar 2017 17:31

Ich kann mich da leider nur RMH und Westpreuße anschließen.

An sich sollte man in einem rechtsintellektuellen "Forum" wie diesem wirklich davon ausgehen können, daß man sich die üblichen Themen von deutscher Schuld, deutschen Verbrechen, etc. dahingehend sparen kann, daß über deren Verwerflichkeit und die Perversion des NS Konsens herrscht. Denn darüber reden wirklich schon genug.

Aber leider, wenn man mal wieder von dem "einen Volk", "des weltweiten Netzwerkes" oder "der Ostküste" hört, welches uns nur durch Verbote daran hindert, zu erkennen, daß die 12 Jahre damals eigentlich ganz knorke gewesen sind, muß es halt leider doch sein. Mir ist das hier und auch das Pflänzchen der IB einfach zu viel wert, um altrechten Trittbrettfahrern die Komfortzone zu lassen.

Und bevor der Reflex kommt, was ich dann eigentlich hier mache: Als deutscher Patriot möchte ich die Feinde dieses Landes bekämpfen. Hitler ist schon lange tot, aber er war der größte Feind des deutschen Volkes jemals, der schon 1941 verlautbart hat lassen, daß er einem unterlegenen Volk keine Träne nachweinen wird. Man soll ihn tot lassen, aber wenn hier durch Anspielungen eben doch wieder Ideologien von damals angedeutet werden, muß auch das neu bekräftigt werden.

In Personen wie Martin Sellner und nicht in Rudolf-Heß-Gedenkmärschen sehe ich die mögliche Zukunft Europas als europäische Kultur. Und wenn er hin und wieder durch seine Beiträge ein paar Altrechte verschreckt, dann umso besser!

Schneekette
22. Februar 2017 18:30

A. "Black Swans" als überraschende Möglichkeiten einer Massenauswanderung, bzw. Ausbürgerung  o.ä. sind nicht zu kalkulieren und wären eine menschliche Tragödie bei aller Notwendigkeit.

B. Es ist eine absolute Tragödie, dass das System vorsätzlich Tatsachen geschaffen hat, die im Endeffekt gar nicht mehr anders rückgängig oder auch nur erträglich gemacht werden können.

C. Ich gehe davon aus, dass tatsächlich, wenn es keine Soziallleistungen für Einwander über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren mehr gäbe, bzw. ausschließlich auf absolute Lebensgrundlage reduzierte Sachleistungen, ein guter Teil der "bereits hier lebenden" tatsächlich zurückkehren würde. Im Übrigen brauchen wir ein totales Einwanderungsmoratorium von einer bis zwei Generationen, um den Rest halbwegs assimilieren zu können.

D. Selbst dies wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ausreichend. Wir sind am finis germaniae.

E. Ich versuche aber einmal als Gedankenübung cuckservative Minimalforderungen aufzustellen. Diese würden noch viel weniger ausreichen und sind größtenteils nicht einmal als absolutes Minimum noch konsensfähig.

Insofern nur eine Gedankenübung zur Diskussionsgrundlage.

1. Ich denke, die Verkürzung von Anerkennungsverfahren verbunden mit ausschließlich Sachleistungen während des Verfahrens würde den Anreiz für weitere Konquistadoren schon etwas reduzieren.

2. Konsequente Abschiebung bei negativem Verfahrensausgang. Ausschließlich Bundeszuständigkeit ohne die Möglichkeit der Länder zum Querschießen.

3. Abschiebung bei mangelndem Spracherwerb nach regelmäßigen Leistungsüberprüfungen. Auch nach zunächst positivem Verfahrensausgang.

4. Bei "Passverlust" rigorose Abschiebung in kulturnahe Länder des Antragstellers.

5. Rigorose Abschiebung bei höchstens zwei leichtesten n und einmaligen mittleren und schweren Straftaten schlicht an die Außengrenze ohne jede Gnade.

6. Fluchtstatus kann generell nur in dem Konflikt angrenzenden Ländern erlangt werden. Falls im direkt angrenzenden Gebiet die absoluten Minimalbedingungen zum Überleben nicht gesichert sind, kann ausnahmsaweise ein Land weiter als Fluchtland gelten.

7. Einrichtung von Antragslagern (für jeglichen Status, d.h. Asyl und Fucht) ausschließlich an den deutschen Außengrenzen. Gerne auch in Kooperation mit Ländern außerhalb der europäischen Außengrenzen.

Dietrich Stahl
22. Februar 2017 20:07

 

@ marodeur

 

Ein bisschen Paranoia ist zwar ganz gesund, aber manchmal lässt sie einen überreagieren. Das ging mir in meinem gestrigen Beitrag (19:30 Uhr) so. Ich hatte Sie falsch eingeschätzt. Leider las ich Ihren Beitrag zum Dispositivismus erst, nachdem mein Beitrag im Forum schon erschienen war. Um der Gerechtigkeit Willen möchte ich aus meiner Sicht sachlich auf Ihre Argumente und Fragen eingehen. Diesen Teil Ihres Beitrages bekam ich in den falschen Hals:

 

Eine realistische Einschätzung unserer Möglichkeiten ist aber kaum zu finden. Warum schwanken die Prognosen immer zwischen totalem Untergang ala Raspail und haltlosen Großprojekten ala Remigration? Die pauschale Weigerung, eine ideologiefreie Prognose zu treffen, verbindet uns eng mit den Linken. Die Linken wissen, dass der große Austausch kommt und hoffen, dass am Ende alles irgendwie besser wird. Auch wir wissen, dass der Austausch kommt, hoffen aber auf irgend ein rechtes Wunder.

 

Sie sehen, wie viele hier, daß es Möglichkeiten für uns gibt. Sie beklagen aber, dass es eine realistische Einschätzung dieser Möglichkeiten nicht gibt. Vielleicht liegt das ja in der Natur der Dinge. Für eine realistische Einschätzung ist die Kenntnis zukünftiger Ereignisse unabdingbar. Die Zukunft ist aber nicht in Stein gemeißelt. Genausowenig wie – vielleicht noch überraschender für manchen – die Vergangenheit. Bleiben wir bei der Zukunft. Sie verändert sich ständig in Abhängigkeit von unseren Taten, Gedanken, Inspirationen, Imaginationen, Haltungen etc. – als Einzelne und kollektiv.

 

Die Vorstellung von Geschichte als starr linear von einer fixen Vergangenheit in eine fixe Zukunft laufend ist nicht nur eindimensional und langweilig, sie spiegelt nicht einmal annähernd die Realität. Wir, die Seelen, die sich hier unten treffen, kreieren kollektiv unsere Erfahrungswelt, auch unsere Vergangenheit und Zukunft. Das gilt für Gruppen jeder Größe. Aber auch für jeden Einzelnen.

 

Bewusstsein ist das Zauberwort, das der Schlüssel zum eben Gesagten ist. Abhängig vom jeweiligen Bewußtseinszustand formt sich Realität aus einer Vielzahl von Möglichkeiten. Deswegen ist das, was Sie in Ihrem Dispositivismus-Beitrag schreiben so wahr und wichtig:

 

Wir haben eine Verantwortung als Multiplikatoren.

 

Das heißt auch Verantwortung für die eigenen Taten, Gedanken, Gefühle, Haltungen etc. zu übernehmen. Wer z.B. die Haltung einnimmt, zu wissen zu glauben, dass der Austausch kommt, macht dieses Ereignis in der Zukunft wahrscheinlicher.

 

Wer dagegen Remigration für möglich hält, schafft Möglichkeitsräume für die weitere Entfaltung der Essenz des Deutschseins.

 

Darauf proste ich Ihnen imaginär mit einer DDR-Cola zu.

 

Sarotti-Mohr
22. Februar 2017 22:03
@Schneekette, 22. Februar 2017, 06:30 PM
 
Während Sie hier einen Siebenpunkteplan zur Verlangsamung der Invadierung unseres Landes präsentieren, befindet sich die nächste Eskalationsstufe längst in Vorbereitung:

Humanitäre Visa statt Massengrab Mittelmeer - Das könnte die Revolution in der Flüchtlingspolitik werden - Klick mich!
 
Auszug:
 
...

Bisher kann ein Asylantrag nur auf europäischem Boden gestellt werden. Das humanitäre Visum könnten Flüchtlinge überall auf der Welt beantragen. Geht der Antrag durch, könnten sie einfach in ein Flugzeug steigen und sicher bei uns landen. Bezahlen müssen sie die Reise natürlich selbst – was trotzdem billiger wäre als die Preise, die Schleuser oft für die lebensgefährliche Überfahrt verlangen.

...


Mengozzi will dafür die Grundrechte, die bei uns in der EU gelten, über die Grenzen des Staatenbunds erweitern – heißt: Das europäische Asylrecht soll quasi auf der ganzen Welt gelten. Natürlich aber nur für die, die auch bei uns Anspruch auf Asyl hätten. Diese Menschen müssten dann aber nicht noch einmal ihr Leben aufs Spiel setzen, um erst auf europäischem Boden Asyl zu beantragen.

EU-Mitgliedsstaaten wären laut Mengozzis Gutachten dann dazu verpflichtet, Flüchtlingen ein humanitäres Visum auszustellen, wenn sie Folter oder anderen unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlungen ausgesetzt wären könnten. Das wäre eine neue Auslegung des Visakodexes, Artikel 4.
Sarotti-Mohr
22. Februar 2017 22:35

@Westpreuße, 22. Februar 2017, 03:52 PM

Mit mir jedenfalls gibt es keine neue, weitere Vertreibung mehr. Weder hier noch in D.  Es ist ein Schxxx, wenn man keine richtige Heimat mehr hat, weil alle Koordinaten durcheinander geraten sind. Und die Zukunft...? Ich weiß es nicht. Zumindest aber soviel: "Nach Canossa gehen wir nicht!" (Bismarck).

Wenn es mit Ihnen keine Remigration gibt, werden wir diejenigen sein, die alsbald ohne eigene Heimat dastehen.

Warum sollte ein souveränes Volk (kulturell völlig unkompatible) Invasoren nicht wieder aus dem Land expedieren dürfen?

Über das WIE wäre dann zu reden, wenn es soweit ist.

Cacatum non est pictum
23. Februar 2017 00:05

@RMH

Und es hat nichts, gar nichts mit Schuldreflexen zu tun, dass man ganz objektiv feststellen muss, dass dieser Mann und seine Clique Deutschland den Untergang bereitet hat. Das haben letztlich auch Männer wie Stauffenberg klar erkannt.

Wir entfernen uns hier vom Thema, deswegen möchte ich nicht so tief einsteigen und nur wenige Aspekte herausgreifen. Über den Komplex 1. Weltkrieg/2. Weltkrieg/Nationalsozialimus könnten wir vermutlich endlos Argumente austauschen.

Die Kontinuität der Bekämpfung deutscher Interessen seit Reichsgründung bis heute (!) ist doch ziemlich augenfällig. Hitler stand weder am Anfang noch am Ende dieses Prozesses (dem wir uns ja, wie hier immer wieder festgestellt wird, langsam bedrohlich nähern). Er war gewiss ein starker Katalysator in jedweder Hinsicht. Und er war ganz klar ein Produkt der zeitgenössichen Verhältnisse. Das Deutsche Reich ist - und das nicht zufällig! - in den 1. Weltkrieg gezwungen worden. Auf die Niederlage folgten Jahre des Elends für die Deutschen: Hungerblockade, Versailles, Bürgerkrieg, Weltwirtschaftskrise. Der Parlamentarismus dieser Zeit war den gewaltigen Problemen nicht gewachsen und damit ohnehin dem Tode geweiht. Hitler als Staatsmann hätte es ohne diese - ursprünglich von außen herbeigeführte - Gemengelage niemals gegeben.

Den "Untergang" also allein an seinem Wirken festzumachen, greift viel zu kurz. Übrigens hatte Hitler mächtige Unterstützung von großen anglo-amerikanischen Banken, ohne deren Geld die NSDAP Anfang der Dreißigerjahre wohl nicht derart stark hätte werden können. Über Hitlers enge Kontakte zu Freimaurern und Zionisten gibt es ebenfalls Literatur, und deren historische Bedeutung kann gar nicht überschätzt werden. Weiter möchte ich das hier nicht vertiefen.

Bei einer Reeducation gehören immer 2 dazu, einer, der erziehen will und einer, der sich erziehen lassen will und aus dieser Nummer kommen die Deutschen beider Seiten nicht heraus (Reeducation, also Erziehung hin zum Sozialismus und zur Liebe zum Befreier UdSSR, gab es in der DDR ja auch und auch dort hat die Mehrheit lange Zeit mitgemacht).

Da stimme ich Ihnen zu. Dass die Deutschen besonders leichtgläubig sind, wusste schon Napoleon. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass derlei Maßnahmen - vor allem im Westen - so ausgezeichnet gefruchtet haben.

@Richard87

Aber leider, wenn man mal wieder von dem "einen Volk", "des weltweiten Netzwerkes" oder "der Ostküste" hört, welches uns nur durch Verbote daran hindert, zu erkennen, daß die 12 Jahre damals eigentlich ganz knorke gewesen sind, muß es halt leider doch sein. Mir ist das hier und auch das Pflänzchen der IB einfach zu viel wert, um altrechten Trittbrettfahrern die Komfortzone zu lassen.

Und bevor der Reflex kommt, was ich dann eigentlich hier mache: Als deutscher Patriot möchte ich die Feinde dieses Landes bekämpfen. Hitler ist schon lange tot, aber er war der größte Feind des deutschen Volkes jemals, der schon 1941 verlautbart hat lassen, daß er einem unterlegenen Volk keine Träne nachweinen wird. Man soll ihn tot lassen, aber wenn hier durch Anspielungen eben doch wieder Ideologien von damals angedeutet werden, muß auch das neu bekräftigt werden.

Gut gebrüllt, Löwe! Sie sollten dringend an Ihrem Textverständnis arbeiten. Von den "Anspielungen", die Sie ins Feld führen, habe ich hier nichts gelesen. Und wenn Sie der Meinung sind, dass es in der internationalen Politik keine einflussreichen Akteure gibt, die effektiv aus dem Hintergrund agieren und für Normalsterbliche wie Sie und mich kaum sichtbar werden, dann haben Sie auf dem Gebiet ein echtes Wissensdefizit. Diese Akteure gab es auch zu Hitlers Zeiten (siehe oben), und sie gab es lange, lange davor.

t.gygax
23. Februar 2017 07:31

@RHM

"Wie blöde und weltfremd war dieser Mann eigentlich....."

Es ist leicht und ziemlich hochmütig, aus der zeitlichen Entfernung seine Urteile zu fällen. Ich maße mir über vergangene Zeiten kein Urteil mehr an, weil ich a) nicht darin gelebt habe und b) weil ich nicht weiss, ob die großen Erzählungen darüber stimmen, denn es gibt derer viele.......

Aber ich lebe leider in der Gegenwart und in dieser Gegenwart agieren Leute um mich herum in einem Maße "weltfremd und blöde"-um Ihre Worte zu zitieren- dass mir Angst und Bange wird.

Und selbst bei manchen dieser Leute ( nicht bei Merkel etc, die weiss genau, was sie tut und in welchem Auftrag) kann ich das verstehen, denn ich war auch einmal " weltfremd und blöde" und glaubte an Träume, die gut waren...... und übrigens: sind wir Deutschen unter anderem nicht schon immer das Volk der Romantiker, d.h. der Träumer gewesen? Eine Figur wie Hölderlin gibt es wirklich nur bei uns.

RMH
23. Februar 2017 09:49

@Cacatum non est pictum,

wenn man die Schriften Hitlers gelesen hat und einige seiner Reden angehört hat (insbesondere die, welche er vor den Arbeitern der Borsig-Werke gehalten hat), dann weiß man, dass diesem Mann voll bewußt war, dass Deutschland umgeben von nicht wohlgesonnen Ländern war, von Ländern und Mächten, die ihrerseits ihren Vorteil suchten etc., aber er hatte offenbar die Hybris, das Problem mit der Brechstange und Kopf durch die Wand lösen zu wollen unter absoluter Rücksichtslosigkeit gegenüber dem eigenen Volk, dessen Führer er sein wollte und damit

@t.gygax

eine zugesptitze Formulierung über einen Mann, der, wie oben ausgeführt, wohl ziemlich genau wusste, in welchem Umfeld er operierte, ist noch eher rücksichtsvoll. Den Geruch des Hochmuts und des Näschen oben versprüht es dagegen, auf diesem Feld die Romantik einführen zu wollen oder die "Wir wissen doch alle Nichts-"Karte zu spielen.

Mit ihren Ausführungen zur Gegenwart gebe ich ihnen recht und mein ganzer historischer  Grobschnitt-Exkurs - den ich selber gerne nicht geschrieben hätte - war lediglich dem Umstand geschuldet, dass hier wieder versucht wurde, Seiten auf der Gitarre des old-school-NPD-FAP-Küssel, Rieger & Co Sounds anzustimmen.

Ich dachte, dass ist hier, bei Sezession, IB etc. längstens überwunden bzw. musste hier bislang derartiges nie überwunden werden, da es schlicht nicht da war. Wir sind hier nicht beim III. Weg oder bei der Partei die Rechte. Offener Diskurs hin oder her, manches ist einfach nicht zielführend.

@Westpreuße,

Zustimmung zu Ihrem Beitrag.

Und um die Kurve gerade noch so zu bekommen:

IB, danke für die Aktion in Dresden! Spende folgt!

marodeur
23. Februar 2017 10:13

@Dietrich Stahl

"Die Vorstellung von Geschichte als starr linear von einer fixen Vergangenheit in eine fixe Zukunft laufend ist nicht nur eindimensional und langweilig, sie spiegelt nicht einmal annähernd die Realität."

Das mag sein. Dass Prognosen kaum sinnvoll sind, wurde auch von anderen Kommentatoren schon richtig gesagt. Man verzeihe mir die Ungeduld. Als Vater von drei Kindern wünscht man sich schon ab und zu die Glaskugel. Die Aussicht auf eine Bandbreite von Ereignissen zwischen großem Austausch und Bürgerkrieg ist nicht immer verlockend. Ein gewisser Grundoptimismus ist aber Pflicht - gekauft.

"Darauf proste ich Ihnen imaginär mit einer DDR-Cola zu."

Prost zurück! Ich durfte das als Zonenkind noch trinken. Asco, Club und Vita schmeckten mangels Standardrezept in jeder Stadt anders. Ein Schluck und ich bin in Gedanken wieder klein und schwer bewaffnet, mit Plastik-Makarov, Indianermesser und NVA-Schiffchen-Käppi.

Cacatum non est pictum
23. Februar 2017 13:04

@RMH

Mit ihren Ausführungen zur Gegenwart gebe ich ihnen recht und mein ganzer historischer  Grobschnitt-Exkurs - den ich selber gerne nicht geschrieben hätte - war lediglich dem Umstand geschuldet, dass hier wieder versucht wurde, Seiten auf der Gitarre des old-school-NPD-FAP-Küssel, Rieger & Co Sounds anzustimmen.

Ich dachte, dass ist hier, bei Sezession, IB etc. längstens überwunden bzw. musste hier bislang derartiges nie überwunden werden, da es schlicht nicht da war. Wir sind hier nicht beim III. Weg oder bei der Partei die Rechte. Offener Diskurs hin oder her, manches ist einfach nicht zielführend.

Wenn Sie sich als Diskurswächter aufspielen wollen, dann bewerben Sie sich doch um den Posten eines SiN-Moderators. Ähnlich wie bei Richard87 scheint auch bei Ihnen die "Altrechts-Paranoia" überzuschäumen. Wo Sie hier Rieger & Co herauslesen, ist mir völlig schleierhaft. Dass Sie nicht imstande sind, die ominösen zwölf Jahre auch in den größeren Kontext einzubetten, den ich oben kurz skizziert habe, soll Ihr Problem bleiben. Aber Ihr letzter Beitrag hat Anklänge von Antifa-Rhetorik, und darauf reagiere ich ziemlich allergisch.

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