06. Juni 2017

Ein Hausprojekt im Zentrum der Stadt - es fehlt nicht mehr viel!

von Götz Kubitschek / 10 Kommentare

Im Stillen vorbereitet: Die Bürgerinitiative »Ein Prozent« wird im Sommer ein Hausprojekt umsetzen können – mit Büros, Tagungs- und Veranstaltungsraum. Was fehlt noch?

Nicht mehr viel. Aber zunächst noch ein paar grundsätzliche Worte: Wir müssen Orte schaffen, das ist unser Credo seit Jahren. Mit unserem Verlag und den Akademien in Schnellroda ist uns das gelungen, auch die Bibliothek des Konservatismus in Berlin hat die Art Strahlkraft entwickelt, die nur von festen Orten ausgehen kann.

Nun also wird »Ein Prozent« mit einem eigenen Hausprojekt folgen. Die Überlegungen dazu stammen aus dem vergangenen Jahr, sie rühren aus der Lageanalyse einer Bewegung, die nach einem raschen Aufwuchs auch Phasen der Konsolidierung und der Verstetigung der Arbeit braucht – und vor allem verläßliche Strukturen.

Zum Haus: Es liegt in (um es vorsichtig auszudrücken) provokanter Lage, mitten in der Stadt – einer Bürgerinitiative angemessen! Es wird eine Büroetage geben samt angegliedertem Filmstudio, außerdem einen größeren Versammlungsraum für mindestens 60 Teilnehmer und ein Konferenzzimmer, das wahlweise Intensivkursen für Nachwuchskräfte oder der Wahlbeobachterkampagne als Lagezentrale dienen kann.

Die Renovierungsarbeiten sind fast abgeschlossen, was nun noch geleistet werden muß, sind folgende Schritte:

  1. Wir benötigen so rasch wie möglich einen Statiker und einen Brandschutzexperten, die beide beim Bauamt »vorlageberechtigt« sind, also: die eine mögliche Umnutzung mit ihrer Expertise begleiten können. Wir brauchen außerdem einen Anwalt mit Spezialgebiet Baurecht. Wir bitten um Kontaktaufnahme über stein(at)einprozent.de.
  2. Wir brauchen für die Sicherung des Gebäudes rund 10.000 €. Wir sprechen in Sachsen allein für dieses Jahr von rund 60 zum Teil schweren Sachbeschädigungen an AfD-Büros u.ä. Wir wollen das Haus für »Ein Prozent« so sichern, daß den Mitarbeitern und der Infrastruktur nichts passieren kann. Der Vermieter hat dafür grünes Licht gegeben, wird die Kosten aber nicht in vollem Umfang tragen. Spenden können Sie hier – Betreff bitte: SICHERHEIT.
  3. Wir brauchen für die laufenden Kosten monatlich rund 2000 €. Wir bitten hierfür um Daueraufträge oder regelmäßig eingerichtete Förderungen. Förderer werden können Sie hier - Betreff bitte: HAUSMEISTER.

Wenn Sie einen größeren Betrag spenden wollen und Ihnen eine Spendenquittung nicht unrecht wäre – bitte an finanzen(at)einprozent.de schreiben. Denn auch dafür gibt es eine Möglichkeit.

Als einer der Initiatoren von »Ein Prozent« kann ich versichern: Dieses Projekt wird ein Leuchtturm. Etwas ähnlich Solides in ähnlicher Lage gab es bisher für uns noch nicht, und es ist eine gute Mannschaft, die das Projekt zum Erfolg führen wird.

Es müssen ja drei Faktoren zusammenkommen, damit eine Sache gelingt: die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt, die richtigen Leute und das nötige Geld. Um letzteres bitten wir Sie, für alles andere ist gesorgt.

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (10)

Ein gebürtiger Hesse
06. Juni 2017 16:48

Nicht nur A Room (was ja schon was wäre), sondern gleich A House of One's Own - die schönste Verkündigung auf SiN seit langem. Von diesem Ort wird eine schöpferische Kraft ausgehen, die ausstrahlt. Ich bin mehr als gespannt auf die Vollendung des Ganzen und freue mich auf den ersten Besuch. Bravo, werte Baumeister! Ihr habt Großes vor.

Martin S.
06. Juni 2017 17:40

 Förderantrag ist raus!

Thomas Villmannen
06. Juni 2017 20:13

 Bin ich dabei, sobald man monatlich per PayPal zahlen kann.

Lars Waldgaenger
06. Juni 2017 20:28

Obwohl ich bereits Fördermitglied der IB und der AfD bin, hatte ich mich kürzlich entschlossen, auch die Einprozent-Initiative mit einer Fördermitgliedschaft zu unterstützen. Das Hausprojekt ist für mich ein weiteres Stück dringend notwendiger Gegenkultur. Ein gutes Gefühl, dafür einen kleinen Beitrag erbracht zu haben.

Brettenbacher
06. Juni 2017 20:34

Und der Schlußsatz ein cachiertes Wagner-Zitat...  . Also man schaut hier wirklich gerne vorbei.

Und gibt auch gern. Freilich nicht mehr als man hat.

E.
06. Juni 2017 20:35

@ Thomas V. (06.06.2017, 20:13):

Also soweit ich das sehe, kann man an EinProzent auch per PayPal spenden:

https://einprozent.de/spenden

Rorschach
06. Juni 2017 21:24

Große Projekte anpeilen und auch anpacken. Das brauchen wir. Solche Nachrichten geben wieder frischen Aufwind im absurden Alltag. 

Stil-Blüte
07. Juni 2017 11:51

                  Um letzteres bitten wir Sie, für alles andere ist gesorgt.

Gesagt, getan. 

Nautilus
07. Juni 2017 12:51

Hervorragend kann man da nur sagen. Ein absolut wichtiger Schritt.

Gratulation!

Simplicius Teutsch
08. Juni 2017 13:31

Das Projekt wird hoffentlich nicht am Geld scheitern.

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