Salon und Herbstakademie – zwei Einladungen

Wir feiern in zwei Wochen zwar erst einmal unser Sommerfest mit 450 Gästen. Aber: Davor und danach findet jeweils eine weitere Veranstaltung statt.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Begin­nen wir mit dem kom­men­den Mon­tag: Die Staats­po­li­ti­schen Salons unse­res Insti­tuts sind nach län­ge­rer Pau­se wie­der mög­lich, im Juni gab unser Autor Dani­el Fiß mit einer Nach­le­se zum Bun­des­par­tei­tag der AfD den Auf­takt. Nun soll es am Mon­tag mit dem The­ma “Die Par­tei und ihr Vor­feld” weitergehen.

Refe­rent ist natür­lich Bene­dikt Kai­ser, Ver­fas­ser des gleich­nah­mi­gen Bänd­chens, das vor zwei Mona­ten in der Essay-Rei­he unse­res Ver­lags erschie­nen ist: Die Par­tei und ihr Vor­feld ist Band 81 der Rei­he Kapla­ken, 104 Sei­ten kos­ten 10 € (bestel­len kann man hier). Ich zitie­re aus dem Ein­la­dungs­schrei­ben Dr. Erik Leh­nerts, der in Ber­lin als Ver­an­stal­ter auf­tre­ten wird:

Die Alter­na­ti­ve für Deutsch­land ist die zen­tra­le Wahl­par­tei des patrio­ti­schen Lagers. Um sie her­um exis­tiert eine viel­fäl­ti­ge Land­schaft ande­rer Akteu­re, die man als „Vor­feld“ zusam­men­fas­sen könn­te und die zum Groß­teil län­ger exis­tie­ren als die AfD. Im Gegen­satz zu den lin­ken und grü­nen Milieus, in denen eine kon­struk­ti­ve und eng­ma­schi­ge Koope­ra­ti­on zwi­schen „Par­tei“ und „Vor­feld“ exis­tiert, frem­delt die AfD oft mit ihrem Vorfeld.

Wes­halb domi­nie­ren vie­ler­orts Distan­ze­ri­tis und Koope­ra­ti­ons­ver­wei­ge­rung statt Soli­da­ri­tät und Zusam­men­ar­beit? Wie müß­te eine effek­ti­ve und pro­fes­sio­nel­le Vor­ge­hens­wei­se aus­se­hen? Ist da noch was zu ret­ten? Die kom­men­den Zei­ten wer­den tur­bu­lent – es wäre ver­häng­nis­voll, wenn das patrio­ti­sche Lager die sich öff­nen­den Gele­gen­heits­fens­ter durch man­geln­de Poli­tik­fä­hig­keit ver­pas­sen wür­den. Der Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Bene­dikt Kai­ser hat daher Ideen zusam­men­ge­tra­gen, was sich ändern muss. Die­se stellt er in Ber­lin vor und zur Diskussion.

Ich lade Sie hier­mit herz­lich zu unse­rem Staats­po­li­ti­schen Salon ein und hof­fe, daß Sie der Ein­la­dung zahl­reich folgen!

Machen Sie das! Der Staats­po­li­ti­sche Salon des IfS fin­det am Mon­tag, den 18. Juli 2022 in der “Staats­re­pa­ra­tur” (Jung­fern­stieg 4 B, 12207 Ber­lin), direkt nebem dem S‑Bahnhof Lich­ter­fel­de Ost, statt. Beginn ist um 19 Uhr, Ein­laß ab 18:30 Uhr. Der Ein­tritt ist frei, eine Anmel­dung ist jedoch zwin­gend erfor­der­lich, bit­te erle­di­gen Sie das mit einer kur­zen Nach­richt an [email protected]. Sie erhal­ten eine Bestätigung.

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Kom­men wir zur Herbst­aka­de­mie: Abon­nen­ten unse­rer Zeit­schrift wis­sen, daß wir das Okto­ber-Heft dem The­ma “Geo­po­li­tik” wid­men wer­den. Sol­chen Hef­ten geht meist eine Aka­de­mie zum sel­ben The­ma voraus.

Ich den­ke, daß ich die Aktua­li­tät des The­mas “Geo­po­li­tik” nicht her­aus­strei­chen muß. Wir wer­den grund­le­gend arbei­ten und dann den Ukrai­ne­kon­flikt beleuch­ten, der im seit Ende Febru­ar andau­ern­den Krieg eska­lier­te. Wir wer­den über die uni­po­la­re und eine denk­ba­re mul­ti­po­la­re Welt­ord­nung spre­chen, über Groß­raum­kon­zep­tio­nen für Euro­pa eben­so wie über geo­stra­te­gi­sche Posi­tio­nie­run­gen in den Fra­gen Ener­gie­si­cher­heit und Rohstoffvorsorge.

Die Tagungs­fol­ge ver­öf­fent­li­chen wir auf­grund auf­ge­zwun­ge­ner Intrans­pa­renz ohne Nen­nung der Refe­ren­ten. Ich kann aber sagen: Sie ist hoch­ka­rä­tig besetzt, ver­blüf­fend aus­wär­tig, wenn ich von den Bord­kräf­ten abse­he, die zwei Vor­trä­ge über­neh­men wer­den (also Leh­nert und ich). So pla­nen wir mit den ver­bind­li­chen Zusagen:

Frei­tag, 2. September

  • Ein­füh­rung in das Thema
  • Geo­po­li­tik und poli­ti­sche Geo­gra­phie – ein his­to­ri­scher Abriß
  • Grund­la­gen geo­stra­te­gi­schen Denkens

Sams­tag, 3. September

  • Der Bal­kan als geo­po­li­ti­scher Raum
  • Groß­raum Europa
  • Die Euro­pa­re­so­lu­ti­on der AfD
  • Uni­po­la­re und mul­ti­po­la­re Weltordnung
  • Autoren­ge­spräch Carl Schmitt

Sonn­tag, 4. September

  • Vom Ukrai­ne­kon­flikt zum Ukrainekrieg
  • Ener­gie, Wirt­schaft, Umbau – eine Analyse

Wir tagen vom 2. bis 4. Sep­tem­ber in Schnell­ro­da. Beginn ist um 14.30 Uhr, anmel­den kön­nen sich wie immer 130 Gäs­te, die nicht älter als 35 Jah­re sind. Den Sonn­tag mit zwei Vor­trä­gen wer­den wir auch für älte­re Teil­neh­mer öff­nen – das ist gute Tra­di­ti­on seit Jah­ren. Anmel­dun­gen für die gesam­te Aka­de­mie und für den Sonn­tag­vor­mit­tag bit­te an [email protected] oder tele­fo­nisch unter 034632–904396.

Der Selbst­be­halt beträgt für die gesam­te Tagung 50 € für Hörer ohne Ein­kom­men, 100 € für Ver­die­ner. In die­sem Bei­trag sind alle Über­nach­tun­gen, Mahl­zei­ten und die Teil­nah­me an allen Ver­an­stal­tun­gen ent­hal­ten. Sonn­tags­hö­rer bezah­len 30 € für Vor­trä­ge und Mittagsbuffet.

Ich rate zu bal­di­ger, ver­bind­li­cher Anmel­dung, erfah­rungs­ge­mäß sind die Plät­ze bin­nen zwei­er Wochen ver­grif­fen.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

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Kommentare (1)

Kurativ

16. Juli 2022 16:50

Wenn jeder "Bundes-Land-Verfassungsschutz" einen Beobachter schickt, dann der Bundes-Altparteienschutz auch noch einen, und dann noch einige Interessierte anderer Länder, Unternehmungen und solvente Influenzer ihre Pärchen schicken, dann ist die Liste schnell voll. Dürfen die ganzen "Beobachter" ihre "Spesen" auf Steuerzahlerkosten abrechnen? Dann wäre es fair, wenn das IfS zumindest Gemeinnützig im Sinne der Bundesrepublik und deren Einwohner ist. Aber darum kann man bei den Regierungen nicht wetten. Die Alt-Parteien-Justizaparat wird es schon entsprechend der derzeit Regierenden regeln, wenn es Zweifel geben sollte

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