von Stefan Scheil –
Der Deutsche gilt nicht als geborener Revolutionär. Ganz im Gegenteil schreibt das herrschende Klischee ihm eher einen übertriebenen Respekt vor der jeweils geltenden rechtlichen, gesellschaftlichen und staatlichen Ordnung zu. Der früher sprichwörtliche »deutsche Michel« zog es demnach zu allen Zeiten angeblich vor, möglichst in Ruhe seinen Pflichten und Neigungen nachzugehen, statt sich risikoreich mit den Verhältnissen anzulegen.
Diese Ansicht hält sich hartnäckig, obwohl es an Revolutionen und Aufständen in der deutschen Geschichte eigentlich nicht mangelt. Man kann als Beispiel an die eher bürgerlich-demokratischen Umstürze von 1848 und 1918 denken, an den von breiten Schichten getragenen diktatorischen Umbau der Nation von 1933, an den von Demonstrationen beschleunigten inneren Zerfall der DDR im Jahr 1989 oder an regionale Aufstände wie den nach seinem Anführer benannten Frankfurter Fettmilchaufstand von 1614. Zu dessen Niederschlagung mußte immerhin der Kaiser höchstpersönlich in Aktion treten.
Auch die Lutherische Reformation läßt sich als revolutionärer Akt lesen. An sie schloß sich zeitnah jener weltliche Großaufstand an, der sich in diesen Tagen zum fünfhundertsten Mal jährt: der Deutsche Bauernkrieg.
Nun werden als materielle Ursachen von Revolutionen und Aufständen immer wieder zwei recht konträre Gründe angeführt. Zum einen wird oft Not durch Staatsversagen als Ursache genannt. Die Rede ist von einer Not, die den einfachen Mann trotz aller Mühen und Gefahren auf die Straße bringe, weil er keinen anderen Weg mehr sehe.
Sehr zutreffend werden für das Jahr 1933 und den Aufstieg der NSDAP die vorausgegangene Weltwirtschaftskrise und die millionenfache Arbeitslosigkeit als Gründe für die hohe Akzeptanz des revolutionären Umbaus in Deutschland angegeben. Auch wer dem Nationalsozialismus skeptisch gegenüberstand, sah oft Bedarf für eine »nationale Erhebung«. Sie galt 1933 allerdings nicht nur den inneren, sondern auch den als unerträglich empfundenen äußeren Verhältnissen.
Das Jahr 1989 läßt sich ebenso nicht ohne den in der DDR herrschenden Mangel an allem verstehen und nur durch Zustände begründen, die offensichtlich untragbar geworden waren. Die damaligen Montagsdemonstrationen verliefen durch Städte, die in weiten Teilen nicht nur symbolisch, sondern buchstäblich vor dem Zusammenbruch standen.
Ein internationaler Zusammenhang läßt sich hier ebenfalls feststellen, zerfiel doch zeitnah zur friedlichen Revolution der DDR der ganze marode Ostblock. Zudem traten noch einmal die deutschen Kriegsgegner auf den Plan, um eine »abschließende Regelung in bezug auf Deutschland« zu erzwingen.
Mit Blick auf innere Verhältnisse werden Revolutionen aber oft auch den besitzenden Kreisen zugeschrieben. In diesem Fall ist es weniger die Not, die den Umsturz antreibt, als vielmehr das Selbstbewußtsein einer aufstrebenden Schicht, die jene aus dem Weg räumen will, die sie an der weiteren Entfaltung hindern. Ein gutes Beispiel für letzteres ist die berühmte Französische Revolution von 1789.
Der »Dritte Stand«, der in Paris damals rhetorisch geschickt behauptete, »Nichts« zu sein, aber auf einmal »Alles« werden zu wollen, bestand nicht aus den Armen des Landes. Er wurde aus den Besitzenden gebildet, aus der Bourgeoisie, wie man das bald nannte. Keiner der berühmten französischen Revolutionäre handelte aus armen Verhältnissen heraus, kein Mirabeau, kein Danton, kein Robespierre und kein Saint-Just. Die radikale »Bergpartei« der Französischen Revolution rekrutierte sich zwar aus der Pariser Unterschicht. Sie wurde jedoch nur gezielt eingesetzt, sie stellte nur das Fußvolk.
Zu diesen materiellen Ursachen kommen natürlich in allen Revolutionen, die diesen Namen verdienen, auch ideelle Motive hinzu. Der Französischen Revolution von 1789 gingen Jahrzehnte der intellektuellen Unterminierung der bisherigen feudalen Verhältnisse durch Rationalismus und Aufklärungsdenken voraus, und die Jahre vor dem Deutschen Bauernkrieg waren, wie bereits gesagt, angefüllt von der Reformationstätigkeit Martin Luthers.
Diese Vorgeschichte läßt sich vom Bauernkrieg kaum trennen, denn sie befeuerte die Unzufriedenheit mit den Verhältnissen sehr stark, und sie hatte nicht zuletzt ein Beispiel geliefert, daß die alte Ordnung erfolgreich erschüttert werden konnte. Allgemein griff man in Deutschland nun argumentativ zur Bibel, die in immer neuen Auflagen muttersprachlich vorlag und offensichtlich auch sehr gründlich gelesen wurde (was zu manchen Annahmen bezüglich des damaligen Alphabetisierungsgrades nicht immer recht passen will).
Luthers Verleger machte jedenfalls ein Vermögen mit etwa einhunderttausend verkauften Bibeln, die zeitnahe Gesamtauflage wird nebst Raubdrucken weit höher geschätzt. Bei einer damaligen Bevölkerung von etwa neun Millionen Menschen wäre das heutzutage mit einem Millionen-Bestseller gleichzusetzen.
Zugleich machten in großen, wenn auch quantitativ schwer faßbaren Mengen sowohl pro- als auch kontra-reformatorische Flugblattpolemiken die Runde, die sich in illustrierter, aber auch schriftlicher Form an das Volk wandten, in der berechtigten Annahme, es sei des Lesens mächtig.
Das wirft Fragen zu dem angemessenen Bild auf, das man sich vom »Bauern« des sechzehnten Jahrhunderts zu machen hat. Genauer gesagt, vom süd- und mitteldeutschen Bauern, denn der Bauernkrieg begann in der Bodenseeregion und spielte sich zwischen den Vogesen und Augsburg ab sowie zwischen Thüringer Wald und Harz. Mit etwas Verspätung kamen noch Tirol und das Salzburger Land hinzu. Nord- und Ostdeutschland blieben ruhig, wenn sich auch Verleger der bäuerlichen Rechtfertigungsschriften im Osten bis hin nach Breslau fanden.
Als ein Aufstand der Armen oder persönlich zu kurz Gekommenen kann der Bauernkrieg allenfalls teilweise aufgefaßt werden. Die Bauern sahen sich mehrheitlich wohl selbst nicht so. Das wird beispielsweise am Schicksal einer der Vorläuferbewegungen deutlich, dem »Armen Konrad« in Württemberg 1514.
Hier eröffneten in der Tat namentlich bekannte Tagelöhner den Aufstand, der sich gegen eine indirekte Steuererhöhung richtete. Auf Anordnung des Herzogs Ulrich von Württemberg waren die Maße und Gewichte gekürzt und verringert worden. Das Pfund war kein Pfund mehr, mußte aber in alter Weise versteuert werden.
Die Aufständischen bewiesen einen gewissen Witz, der sich nebenbei auch über andere Herrschaftspraktiken lustig machte. Mit den neuen Gewichten veranstalteten sie eine ironische Hexenprobe und warfen sie in den Fluß. Da sie untergingen, mußten sie wohl ein Werk des Teufels sein.
Ihr Aufstand hatte vorübergehenden Erfolg, jedoch mündete der Aufstand nach einigen Monaten in einen Sieg des Herzogs und umfassende Hinrichtungen. Der »Arme Konrad« stellte damals als Begriff eine Art Synonym zum »deutschen Michel« dar. Politisch verstand er sich als Schwurgemeinschaft aller, die sich durch einen gemeinsamen Eid von der bisherigen Herrschaft losgesagt hatten. Wer dabei unwillkürlich an die Schweizer Eidgenossen denkt, liegt insofern richtig, als die Schweiz in der Bauernkriegsära bereits als positiver Mythos galt: Die Vorstellung, am Ende so »wie in der Schweiz« leben zu können, war ein weitverbreitetes Motiv.
Interessanterweise verschwand der »Arme Konrad« mit seiner Niederlage nicht nur als Organisation, sondern auch als Begriff. Es hielt sich statt dessen über Jahrzehnte und in gewisser Weise sogar bis heute der »Bundschuh« als Symbol des Aufstands des einfachen Mannes. Vor dessen möglicher Rückkehr hatten die Behörden des 16. Jahrhunderts Respekt.
Vom »Armen Konrad« sprach nach 1514 niemand mehr, was wohl auch daran lag, daß die Träger des Aufstands im Bauernkrieg sich eben nicht als verarmte Personen verstanden wissen wollten. Sie handelten nach eigenem Selbstverständnis als Menschen, die von einer tyrannischen Obrigkeit um ihre hergebrachten Rechte betrogen worden waren, und im übrigen als Christen, die eine legitime Herrschaft verlangten, wie sie aus der Bibel abgeleitet werden konnte.
Insofern stellte der Bauernkrieg auch keinen Aufstand zur Herstellung der heutzutage vielzitierten »sozialen Gerechtigkeit« dar. Grundsätzlich akzeptierten die Bauern die traditionellen Herrschaftsverhältnisse. Die Aufständischen waren, modern gesprochen, keine »Linken«, und sie hätten Rousseaus oben zitierte Behauptung, niemandem könne legitimerweise Grund und Boden gehören, nicht unterschrieben.
Grund und Boden sollten nach ihren Vorstellungen in jenen Teilen der Dorfgemeinschaft gehören, wo das als »Allmende« ein alter Brauch gewesen war. Wo immer der Adel oder die Kirche sich Wiesen und Äcker aus solchem Gemeindebesitz angeeignet hatten, sollten diese der jeweiligen Gemeinde zurückgegeben werden. Auch sollten nach den Vorstellungen der Bauern die Wälder wieder für die Allgemeinheit nutzbar sein, was sowohl für den Einschlag von Holz als auch für die Jagd auf Wild und Fisch gelten sollte.
Einzelne Bauernhaufen führten eine Flagge, die Tier und Pflanze im Wappen aufwies. Das gehörte als ein Punkt zu den zwölf zentralen Artikeln, in denen die Forderungen der Bauernkriegsbewegung zusammengefaßt waren. Es wurde aber nicht gefordert, Kirchen- oder Adelsbesitz generell anders zu verteilen. Man bestritt dessen Legitimation grundsätzlich nicht.
Frondienste, Abgaben und Gerichtsverfahren sollten wieder nach alter Art geregelt werden, Pfarrer künftig von der Gemeinde gewählt und bezahlt werden. Die Leibeigenschaft sollte aufgehoben werden. Letzteres konnte als revolutionärste Forderung der Bauernkriegszeit angesehen werden, galt allerdings sinngemäß bereits im dreihundert Jahre zuvor verfaßten Sachsenspiegel als deutsches Gewohnheitsrecht.
Nun wurde es hier unter Bezugnahme auf die Bibel noch einmal als Anliegen formuliert. Jesus sei schließlich für alle Menschen am Kreuz gestorben. Die Bauern verlangten also die Wiederherstellung älterer Rechte vor dem Hintergrund eines durch das Christentum erneuerten Zugangs zu ihnen. Sie waren vor diesem Hintergrund trotz allen aufgestauten Zorns vergleichsweise schnell zu Zugeständnissen und Verhandlungen mit den alten Autoritäten bereit. Das wiederum wurde ihnen immer wieder zum Verhängnis. Die »Zwölf Artikel« jedenfalls schickten die Aufständischen vor Ort an die jeweiligen regionalen Autoritäten, an Bischöfe wie an Grafen.
Zugleich fanden die Aufständischen mit ihren Anliegen auch den Zuspruch mancher Stadträte sowie anderer Bevölkerungsgruppen in einem Ausmaß, das den Begriff »Bauernkrieg« nach Ansicht mancher Historiker zur Beschreibung des Geschehens unbrauchbar macht. Städte wie Günzburg, Leipheim oder das damals mehrere hundert Quadratkilometer Land kontrollierende Rothenburg ob der Tauber stellten den Bauern phasenweise trotz innerer Widerstände eine städtische Basis zur Verfügung.
Kein Knecht im ganzen Land zu Schwaben wolle sich wider die Bauern bestellen lassen, sondern alle sind mit ihnen
heißt es in einer zeitgenössischen Quelle. Bereits bereitgestellte Kriegsknechte drohten offen mit Meuterei, sollte es einen Feldzug gegen die Bauern geben.
Es sagt viel über die deutschen Verhältnisse aus, wenn die Obrigkeit in Gestalt des Georg Truchseß von Waldburg darauf nicht mit Drohungen, sondern mit Überredungskunst reagierte. Die Bauern seien gar nicht so harmlos, erklärte er vor der versammelten Mannschaft. Sie wollten keineswegs nur das Christentum umgesetzt wissen, und im übrigen würden die Knechte noch sehen, wo sie denn bleiben würden, wenn die Bauern erst die neuen Herren wären. Die Knechte ließen sich am Ende überzeugen.
Gehalten hat sich der Begriff »Bauernkrieg« trotz der Kritik an ihm, und wir wollen uns an dieser Stelle nicht mit Begriffsakrobatik aufhalten. Das Geschehen im Jahr 1525 war vielschichtig, aber die Bauern waren nun einmal seine hauptsächlichen Träger. Jedoch fand der Bauernkrieg eben in Deutschland statt und hatte mit den spezifischen Voraussetzungen zu kämpfen, die dies mit sich brachte.
Revolution in Deutschland zu machen, das hieß zu keiner Zeit, einfach eine Machtzentrale an sich zu bringen und dann von dort aus zu regieren. Eine Bastille wie in Paris oder ein Winterpalais wie im russischen St. Petersburg konnten die Bauern nicht stürmen. Es gab keine deutsche Machtzentrale. Die Bauern trafen auf die Stärke und die Kleinteiligkeit des regional strukturierten Machtgefüges in Deutschland, das sich trotz vorübergehender Niederlagen immer wieder stabilisieren konnte.
Der Adel wußte um diesen Vorteil und ergriff ganz bewußt entsprechende Verhandlungstaktiken. Es galt, die Bauern auf dem Verhandlungsweg zu zertrennen, und die örtlichen Besonderheiten der Stimmungslage sowie die regelmäßig leicht abgewandelten Fassungen des grundsätzlichen Zwölf-Punkte-Forderungskatalogs lieferten dafür die nötigen Ansatzpunkte.
Die Obrigkeiten spielten auf Zeit, sie regten Schlichtungsverfahren an, durchzuführen möglichst separat in jedem einzelnen Herrschaftsgebiet; sie vermieden es, die von den Bauern im Südwesten gegründete Christliche Vereinigung als zentralen Verhandlungspartner anzuerkennen. Schließlich kam es immer wieder zu Kämpfen, deren Ergebnis regelmäßig bäuerliche Niederlagen und die Hinrichtung von Aufrührern waren, außerdem Plünderungen von Hab und Gut sowie Gemetzel an ihren Anhängern.
Aber es wurden auch regionale Abkommen mit dem Passus geschlossen, es solle aller gegenseitiger »Unwille, der zwischen Obrigkeit und Untertanen während der Empörung zugetragen«, ein Ende haben. Weitere Racheaktionen sollten für beide Seiten ausgeschlossen sein, und damit sozusagen das friedewahrende Vergessen eintreten, das lange Zeit Teil europäischer Vertragswerke auf Augenhöhe gewesen ist. Teilweise folgten sogar erstaunliche Karriereschritte für so manchen, der sich auf Bauernseite exponiert hatte.
Der Deutsche hat zweifellos einen eigenen Zugang zu Revolutionen und Aufständen. Er vertraut tatsächlich lange den Selbstheilungskräften des jeweiligen Herrschaftssystems und hofft, es möge für ihn im versprochenen Sinn auch arbeiten. Die räumliche Kleinteiligkeit innerdeutscher Herrschaftsausübung kann als eine Konstante der Nationalgeschichte gelten.
Sie begünstigte einerseits die Entwicklung eines stolzen, regionalen Selbstbewußtseins, andererseits machte sie große Umbrüche immer sehr schwer. Sollte man das mentale Ergebnis nun als deutsche politische Trägheit bezeichnen oder als Anzeichen von Vernunft werten?
Die Nationalbewegung des 19. Jahrhunderts gab darauf die Antwort des »Deutschland über alles«, nachdem unter dem Druck der französischen Revolutionstruppen im Jahr 1806 die Auflösung des alten deutschen Staates erzwungen worden war. Mit diesem Leitsatz war nicht gemeint, sich über den Rest der Welt zu stellen, sondern den regionalen Egoismus in Land und Stadt bei der Entscheidungsfindung stets zugunsten des Wohls der Gesamtnation zurückzustellen.
Die entsprechende erste Strophe der Nationalhymne wird heutzutage nicht mehr offiziell gesungen. Andererseits beklagt man allerorten die Schwerfälligkeit der Entscheidungen im Land, bis dann endlich jeder mitgeredet hat. So gesehen handelt es sich um typisch deutsche Zustände.
Der Bauernkrieg blieb eine innerdeutsche Angelegenheit. Das sei abschließend erwähnt, da er fast die letzte große innerdeutsche Auseinandersetzung ohne ausländische Intervention geblieben ist. Ein Jahrhundert später wurde Deutschland nach inneren Konflikten im Dreißigjährigen Krieg bereits zum Schlachtfeld der Interessenpolitik halb Europas.
An dessen Ende stand mit dem Westfälischen Frieden 1648 ein Ergebnis, das die Verhältnisse in Deutschland zum Teil einer »europäischen Friedensordnung« werden ließ und ihm also nicht nur die äußere, sondern auch die innere Entscheidungsfreiheit drastisch beschnitt. Aus dieser Situation konnte sich Deutschland seitdem immer nur phasenweise befreien. Auch der Deutsche Bund von 1815 stellte keinen freiwilligen Zusammenschluß deutscher Staaten dar, sondern folgte in seiner Ausgestaltung einer Vorgabe europäischer Siegermächte, die keinen deutschen Staat in Zentraleuropa wünschten.
Ein Jahrhundert, eine Bismarcksche Reichsgründung und einen Weltkrieg später steigerte der Versailler Vertrag von 1919 das noch: Die deutsche Unterschrift – und damit die Anerkennung von Niederlage und Kriegsschuld – setzte zugleich die Völkerbund-Akte in Kraft. Somit beruhte buchstäblich die ganze neue Weltordnung von 1919 formal auf der deutschen Unterwerfung.
In diesen Tagen nun ist es achtzig Jahre her, seit der letzte revolutionäre deutsche Versuch zur Erlangung der Kontrolle über sich selbst und über Mitteleuropa mit einer gewaltigen militärischen Niederlage zu Ende ging. Wie und wann auch immer sich der Deutsche künftig zu revolutionären Umgestaltungen aufraffen wird – eine rein innerdeutsche Angelegenheit wird dies auch künftig kaum werden können. Dessen kann man sich sicher sein.