Presseschau, 8. Januar 2010

Auswahlpresseschau, erstellt aus diversen Zeitungen, Magazinen und Blogs. Einige Schwerpunkte diese Woche: Weltpolitische Verschiebungen durch den Aufstieg Chinas; der Fall Steinbach und die „Konservative Aktion“ in Stuttgart; neue Fälle von Ausländergewalt.

 Gastbeitrag

Gastbeitrag


Äuße­res, Kriegs- und Konfliktforschung

Aus­blick
Bis 2020 über­holt Chi­na locker den Westen
Die Vor­herr­schaft des Wes­tens ist been­det. Nun sind die Dritt­welt­staa­ten und die ehe­ma­li­gen Kolo­nien dran. In der nächs­ten Deka­de wird die Schwä­che des Wes­tens noch deut­li­cher wer­den. 2020 spie­len nur noch Chi­na und Ame­ri­ka eine Rol­le, ist der bri­tisch-ame­ri­ka­ni­sche His­to­ri­ker Niall Fer­gu­son überzeugt.

Sichers­ter Air­port der Welt
Israe­lis ver­trau­en auf Spür­sinn statt Nacktscanner
Von Micha­el Borgstede
Der inter­na­tio­na­le Flug­ha­fen von Tel Aviv gilt als der sichers­te Air­port der Welt. Und das, obwohl – oder weil – Isra­el seit Jahr­zehn­ten Anschlä­ge fürch­ten muß. Doch das Land kommt ohne Nackt­scan­ner aus. Wäh­rend anders­wo nach den tech­ni­schen Hilfs­mit­teln für Bom­ben gefahn­det wird, suchen die Israe­lis nach dem Bombenleger.

Kon­ven­tio­nell, aber eindrucksvoll …
Future Wea­pons: PzH 2000 (Eng­lish long version)

Zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen über die Pan­zer­hau­bit­ze 2000 hier.

Die Lin­ke, Geschichts- und Iden­ti­täts­po­li­tik, His­to­ri­sches (Zeit­ge­schich­te)

Streit mit der FDP
Stein­bach bie­tet Ver­zicht auf Stif­tungs­sitz an
Es kommt offen­bar Bewe­gung in den fest­ge­fah­re­nen Kon­flikt zwi­schen Ver­trie­be­nen­prä­si­den­tin Stein­bach und der FDP. Stein­bach wür­de auf den Stif­tungs­sitz, auf dem die FDP sie nicht sehen will, ver­zich­ten. Dafür aller­dings stellt sie Berich­ten zufol­ge zahl­rei­che For­de­run­gen an die Regierung.

Thier­se mal wieder …
Streit um Stiftungssitz
Stein­bachs Ange­bot sorgt für neue Mißtöne
Das Vor­stoß von Eri­ka Stein­bach im Streit um die Beset­zung des Stif­tungs­rats sorgt für neu­en Ärger. Bun­des­tags­vi­ze­prä­si­dent Thier­se warf der Ver­trie­be­nen­prä­si­den­tin vor, „erpres­se­risch“ vor­zu­ge­hen. Die CSU dage­gen for­dert von Außen­mi­nis­ter Wes­ter­wel­le, auf Stein­bachs Vor­schlag „nicht wie­der mit Blo­cka­de“ zu antworten.

Kon­ser­va­ti­ve Akti­on besucht Wes­ter­wel­le in Stutt­gart: „Eri­ka Stein­bach grüßt herz­lich Polens Außenminister!“
Zum heu­ti­gen Drei­kö­nigs­tref­fen der FDP in Stutt­gart kon­fron­tier­te eine der kon­ser­va­tiv sub­ver­si­ven akti­on (ksa) nahe­ste­hen­de Grup­pe Außen­mi­nis­ter Gui­do Wes­ter­wel­le mit sei­ner Par­tei­nah­me für pol­ni­sche Inter­es­sen im Streit um die Beset­zung des Rates der Stif­tung „Flucht, Ver­trei­bung, Ver­söh­nung“. Die Kon­ser­va­ti­ven ent­roll­ten auf dem poli­ti­schen Jah­res­auf­takt der FDP ein Trans­pa­rent: „Eri­ka Stein­bach grüßt herz­lich Polens Außen­mi­nis­ter!“ Wes­ter­wel­le reagier­te per­sön­lich: „Stel­len Sie sich bit­te an den rech­ten Rand!“

Unter ande­rem berich­ten auch die JF, der Ber­li­ner „Tages­spie­gel“ und die „Zeit“ darüber.

Die ewi­ge Schuld der Euroamerikaner
Von Micha­el Wiesberg
Zwi­schen den Jah­ren gab der Greifs­wal­der Alt­his­to­ri­ker Egon Flaig dem Online-Maga­zin Tele­po­lis ein umfäng­li­ches Inter­view, in des­sen Mit­tel­punkt die The­sen sei­nes Buches „Welt­ge­schich­te der Skla­ve­rei“ stan­den. Flaig gehört, dies sei hier am Ran­de ein­ge­floch­ten, zu den weni­gen deut­schen Wis­sen­schaft­lern, die sich gegen das Mär­chen von der „isla­mi­schen Tole­ranz“ wen­den. Im Ver­lauf des Gesprächs kam Flaig auch auf die isla­mi­sche Skla­ve­rei zu sprechen.

Brühl als Kriegsheld
Goe­b­bels hät­te „Stolz der Nati­on“ gut gefallen
Von Hanns-Georg Rodek
Quen­tin Taran­ti­nos Kino-Hit „Ing­lou­rious Bas­ter­ds“ han­delt unter ande­rem von dem deut­schen Kriegs­hel­den Fred­rick Zol­ler (gespielt von Dani­el Brühl), über den Joseph Goe­b­bels einen Pro­pa­gan­da-Film dre­hen läßt. Die­sen Strei­fen hat Eli Roth jetzt tat­säch­lich pro­du­ziert – als kur­ze Par­odie mit dem Titel „Stolz der Nation“.

Land­nah­me und Überfremdung/Zuwanderung und Integration

Zuwan­de­rung
Poli­zei­ge­werk­schaft warnt vor Integrationsdefiziten
Der Vor­sit­zen­de der Gewerk­schaft der Poli­zei, Kon­rad Frei­berg, sieht Hand­lungs­be­darf in der Inte­gra­ti­ons­po­li­tik. Die „Isla­mi­sie­rung“ in Deutsch­land neh­me deut­lich zu, sag­te Frei­berg. „Ob das in eine Radi­ka­li­sie­rung umschlägt, hängt davon ab, ob sich die Inte­gra­ti­ons­de­fi­zi­te noch vergrößern.“

Poli­zei klagt über zuneh­men­de Gewaltbereitschaft

NRW: Tür­ke ver­ge­wal­tigt 18jährige auf Schulhof
Wie erst jetzt bekannt wur­de, ereig­ne­te sich in Wit­ten (NRW) in der Sil­ves­ter­nacht ein skru­pel­lo­ser „Ein­zel­fall“. Eine 18jährige war­te­te gegen 5 Uhr nach einer Sil­ves­ter­par­ty auf ihre Freun­din, als ihr von einem unbe­kann­ten Tür­ken ein Tep­pich­mes­ser an den Hals gehal­ten wur­de. Anschlie­ßend muß­te sich die Frau auf einem Schul­hof ent­klei­den und wur­de bru­tal vergewaltigt.

Ber­lin: Poli­zist beim Geld­ho­len niedergestochen
Ein Poli­zist ist am frü­hen Sonn­tag­mor­gen in Ber­lin-Rei­ni­cken­dorf von einer Grup­pe beim Geld­ab­he­ben (Foto: Die Blut­spu­ren vor der Bank sind am Mor­gen noch zu sehen) nie­der­ge­sto­chen und schwer ver­letzt wor­den. Dem Not­arzt sag­te der Poli­zist, es habe sich um Ara­ber oder Tür­ken gehan­delt, die Geld gefor­dert und dann sofort zuge­sto­chen hätten.

Wei­te­re Arti­kel zu die­sem Angriff aus “Welt”, “Zeit” und “Bild”.

Euro­kra­ten jam­mern über hohe Kriminalität
Euro­pas „Eli­te“ beklagt, immer häu­fi­ger in Brüs­sel Opfer von Über­fäl­len zu wer­den. Das, was man dem nor­ma­len Bür­ger seit Jahr­zehn­ten zumu­tet, wird zum Pro­blem, wenn man selbst betrof­fen ist. Schuld ist natür­lich „die Kluft“ zwi­schen Arm und Reich, kei­nes­falls die eige­ne Poli­tik der gren­zen­lo­sen Zuwan­de­rung unzi­vi­li­sier­ter Men­schen aus dem isla­mi­schen „Kultur“-Kreis. Als wenn Armut auto­ma­tisch zu Kri­mi­na­li­tät füh­ren wür­de! Was für eine unver­schäm­te Dis­kri­mi­nie­rung armer Menschen.

Ham­burg
SPD-„Obama“ wegen Schein­ehe­vor­wurfs angeklagt
Von Per Hinrichs
Bülent Cift­lik ist ein vor­bild­lich inte­grier­ter Deutsch­tür­ke. Er galt als Hoff­nungs­trä­ger nicht nur der Ham­bur­ger SPD. Doch nun hat die Ham­bur­ger Staats­an­walt­schaft Ankla­ge gegen ihn erho­ben. Cift­lik soll für die Anbah­nung einer Schein­ehe Geld genom­men – und es in sei­nen Wahl­kampf gesteckt haben.

14 Jah­re nach der Tat
Münch­ner U‑Bahn-Schlä­ger müs­sen ins Gefängnis
Als ein 23jähriger zwei jun­ge Män­ner bit­tet, in einem Münch­ner U‑Bahnhof die Ziga­ret­ten zu löschen, wird er fast von ihnen getö­tet. Nur eine Not-OP ret­te­te ihm nach meh­re­ren Mes­ser­sti­chen das Leben. Das war im Jahr 1996. Jetzt wur­den die bei­den Män­ner für den Mord­ver­such ver­ur­teilt – 14 Jah­re nach der Tat. [Die Täter sind übri­gens Cou­sins und hei­ßen Enver und Rexhep.]

Erzie­hung, Bil­dung, Sonstiges

Kita-Debat­te – Pro
Kitas sind wich­tig für die kind­li­che Entwicklung
Von Sabi­ne Höher
Wer Eltern, die ihre Kin­der in die Kita schi­cken, ein schlech­tes Gewis­sen macht, hat unrecht. Die Klei­nen brau­chen die Gesell­schaft ande­rer Kin­der. Eltern kön­nen des­halb viel leis­ten für die Ent­wick­lung ihres Nach­wuch­ses, doch alles Mut­ter und Vater zu über­las­sen, ist weder rea­lis­tisch noch sinnvoll.

Con­tra
Kitas sind gut für Eltern, nicht für Kinder
Von Bir­git­ta vom Lehn
Nur noch weni­ge Müt­ter und Väter kön­nen es sich leis­ten, nicht arbei­ten zu gehen. Des­halb sind Kitas eine prak­ti­sche Ein­rich­tung. Doch den Kin­dern brin­gen sie kei­ne Vor­tei­le, auch wenn sie nun aller Orten in den Him­mel gelobt wer­den. Denn ein indi­vi­du­el­les Ein­ge­hen auf die Klei­nen ist in der Kita kaum möglich.

Ger­hard Amendt im Interview
Män­ner haben Kampf gegen Femi­nis­mus verpaßt
Von A. Sei­bel und J. Luig
Ger­hard Amendt wirft den Män­nern vor, sich nur halb­her­zig gegen die Aus­wüch­se des Femi­nis­mus gewehrt zu haben. Im Inter­view auf WELT ONLINE spricht der Sozio­lo­ge über die Miß­ver­ständ­nis­se zwi­schen den Geschlech­tern, die letz­ten männ­li­chen Domä­nen und den feh­len­den Respekt der Frauen.

Die Zukunft des Jour­na­lis­mus – als Wohltätigkeitsveranstaltung
Von Han­nes Stein
Die New Yor­ker Stif­tung Pro­Pu­bli­ca finan­ziert inves­ti­ga­ti­ve Recher­chen. Also genau das, was sich immer weni­ger Medi­en leis­ten können

 Gastbeitrag

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