Sezession
19. Februar 2010

Das bewältigende Klassenzimmer (Teil 2: Schlußfolgerung)

Gastbeitrag / 13 Kommentare

von Claus Wolfschlag

Woher rührt der Drang nach solchermaßen forcierter Vergangenheitsbewältigung im Klassenzimmer, wie ich sie exemplarisch am Projektplan des Kölner Maximilian-Kolbe-Gymnasiums (mkg) veranschaulichen konnte? Welche Interessen werden da vertreten? Was reitet das pädagogische Personal?

 Gastbeitrag

Gastbeitrag

  • Sezession
Um es vorweg zu sagen: Nichts ist dagegen zu sagen, sich mit den verbrecherischen Hinterlassenschaften des nationalsozialistischen Systems zu beschäftigen. Indes sollte man sich davon keinen direkten pädagogischen Effekt erhoffen. Ansonsten hätten die Schüler seit den 60er Jahren immer friedfertiger, weniger gewaltbereit, liebevoller, solidarischer werden müssen. Das aber konnte bislang noch kein Soziologe nachweisen. Auch ist der Nutzen an geistiger Erkenntnis gering, wenn Zusammenhänge und Wechselwirkungen nicht nüchtern beleuchtet werden und stattdessen nur der immer gleiche Film von den Bösen und den Guten abgespielt wird. Nur durch Einordnung, durch Vergleich, durch Abwägung schafft man tiefergehendes Bewußtsein. Und gerade das hat mit Verharmlosung nichts zu tun.

Der eigentliche Zweck des „bewältigenden Klassenzimmers“ dürfte schlicht in politischen Hintergründen zu finden sein. Aggressionen werden mittels emotionaler Vermittlung und Konditionierung gegen vermeintliche politische „Bösewichte“ geleitet. Der oft der Differenzierung noch nicht fähige Schüler reiht sich ein in die „Schule gegen Rassismus“ und schreit „gegen Nazis“ an, zum Wohlwollen des Lehrpersonals und ohne selber genau zu verstehen, was mit ihm eigentlich gemacht wird.

Einen Hinweis auf politische Hintergründe jenes verengten historischen Blickwinkels liefert eine der diesbezüglichen Projektfördereinrichtungen des oben genannten Gymnasiums, die EU-Agentur für Grundrechte in Wien. Auf der Webseite des Gymnasiums heißt es dazu:

„Die Agentur für Grundrechte kümmert sich um Diskriminierungsfragen, Minderheiten- und Migrationsprobleme in den EU-Ländern.“

Und zu einer 2008 erfolgten Veranstaltung dieser EU-Agentur heißt es:

„LehrerInnen aus 21 EU-Staaten und SchülerInnen, die an herausragenden Projekten zur Prävention von Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit mitgewirkt haben, haben an dem Seminar teilgenommen. Ziel war es, den Lehrerinnen und Lehrern Hilfsmittel und Techniken an die Hand zu geben, und Projekte zum Gedenken an den Holocaust und zur Bildung und Erziehung zum Thema Menschenrechte zu fördern. (…) Die Verbreitung des Wissens um den Holocaust geht Hand in Hand mit der Sensibilisierung für die Grundrechte. Die Geschichte des Antisemitismus und des Holocaust führt uns die tragischen Folgen einer schrittweise zunehmenden Verweigerung von Menschenrechten vor Augen.“

Fremdenfeindlichkeit? Diskriminierung? Migration? Hier schimmert durch, welchen gesellschaftspolitischen Zielen die forcierte (und andere totalitäre Regime ausblendende) NS-Vergangenheitsbewältigung offenbar dienlich ist, wofür die Opfer jenes Systems heute auch instrumentalisiert werden sollen: letztlich nämlich wohl für die Akzeptanz weiterer Masseneinwanderung aus Asien und Afrika nach Europa.

Und der Lehrkörper? Vorgaben von oben und die gesellschaftliche Dominanz der Vergangenheitsbewältigung mögen bei dieser Entwicklung eine Rolle spielen. Doch nicht zu unterschätzen ist, daß Lehrer durch alle Zeiten zu den dümmsten und unreflektiertesten Berufsgruppen gehören. Nicht alle Lehrer natürlich, denn Ausnahmen bestätigen die Regel.

Wieviel dummes Geschwätz mußte ich mir beispielsweise schon in den 80ern von meinen Lehrern anhören, denke ich manchmal im Rückblick. Und dabei fallen mir nur noch die Sachen ein, die ich schon seinerzeit als Schüler umgehend der Kategorie „Falschinformation“ zuordnen konnte.

- „Der Franco wollte nicht, daß Leute wählen dürfen. Nur deshalb fing er den Bürgerkrieg in Spanien an.“ (Gesellschaftskunde-Lehrerin)
- „Germanen waren immer Nomaden. Sie hatten keine Siedlungen, sondern zogen ständig herum.“ (Deutsch-Lehrerin)
- „Die Schwarzen wurden von den Engländern als Sklaven auf die britische Insel gebracht. Deshalb geht es nicht an, daß sich die Briten nun über sie beschweren.“ (Englisch-Lehrerin)

Man kann davon ausgehen, daß die meisten Lehrer von Geschichte, von jener überaus reichen Geschichte Deutschlands, schlicht keine Ahnung haben. Und es würde Mühe und Aufwand und geistige Arbeit erfordern, sich diese Ahnung aneignen zu wollen. Man müßte auch lernen, angebliche Wahrheiten kritisch zu hinterfragen, doch dies ist gerade unter Beamten gar nicht beliebt. Deshalb ist es schlicht bequem, die ermüdende und immer gleiche Geschichtserzählung von den irren Nazi-Mördern und ihren jüdischen Opfern zu bequemen. Diese Geschichte kennt man, kein Schüler hinterfragt sie kritisch, sie wird gelehrt wie früher die zehn Gebote. Wer sie unterrichtet, erhält Lob von Vorgesetzten und mächtigen Institutionen. Gerade dies macht das NS-Thema bei Pädagogen so beliebt. Den Eltern jedoch, die dieser Verzerrung der tausendjährigen deutschen Geschichte nichts abgewinnen können, steht ein argumentativer Hürdenlauf bevor.

Fotograf: S. Hofschlaeger, Quelle: pixelio.de


 Gastbeitrag

Gastbeitrag

  • Sezession

Kommentare (13)

Toni Roidl
19. Februar 2010 12:09

Die meisten Lehrerkollegien sind Panoptika von Freaks. Aber die meisten Schüler sind schlauer: Die schütteln das Gequatsche ab wie nasse Hunde. Man muss natürlich als Eltern zuhause ständig gegensteuern und verrückte Geschichtsbilder wieder geraderücken. Das kann man gut anhand aktueller Ereignisse wie z.B. Dresden. Als Charlotte Knoblauch forderte, NS müsse ein eigenes Schulfach werden, haben alle Freunde unserer größeren Kinder (selbst die Punkerfraktion) darüber herzlich gelacht...

Peter Stoll
19. Februar 2010 12:43

Ach ja die Schule.
80er.
Geschichts-Leistungskurs.
68er Lehrer.
Antike, Mittelalter, Renaissance etc im Schnellwaschgang.
Huldigung der Franz. Revolution.
Napoleon - kritiklos.
Danach? Verhängnisvolle Entwicklung direkt auf 33.
Fritz Fischer et al lassen grüßen.
Nazizeit? Bis zum Erbrechen!
Danach? Entschuldigung fürs Deutschsein.
Erst langsam laufen gelernt.

Daß Max Planck ein Sohn meiner Stadt war habe ich erst viel später gelernt.

Manchmal, wenn ich - voller Wut - daran denke, fällt mir der Film "Matrix" ein.
Und ich habe damals wirklich geglaubt, daß wir in einem freien Land leben!

Timotheus
19. Februar 2010 15:21

Was reitet das pädagogische Personal?

Der Antichrist in seiner metaphorischen Eigenschaft als die Verneinung der Wahrheit und alles Seienden. Für mich eine sehr einfach zu beantwortende Frage.

derherold
19. Februar 2010 16:56

Ich hatte eine Schulzeit, an die ich mich gerne erinnere und Lehrer, denen ich keine großen Vorwürfe machen kann.

"Was reitet das pädagogische Personal?"

Eigentlich ziemlich einfach zu beantworten. Lehrer = Mitläufer.

Lehrer sind immer "linientreu": ob sie im I.+II.Wk die Reserveoffiziere gestellt haben, in der DDR voll auf Kurs des Regimes lagen oder sich in der BRD seit Anfang der 80iger auf jede liberale Sau setzten, die durchs Dorf getrieben wurde.

Da ist eine Mischung aus vielen Komponenten:
Lehrer gehörten selbst idR zum unteren Drittel ihres Abiturienten-Jahrganges - sind also eher selten intellektuelle Überflieger - müssen aber "den starken Mann" geben, was nicht unbedingt charakterfördernd ist. Als Beamte sind sie vorsichtig bedacht, nicht anzuecken, zumal "Freibier für Alle" (= jeder Gymnasiallehrer wird mind. StD) nicht mehr üblich ist.

Zudem haben die Landes-Regierungen klugerweise entgegengesteuert, indem sie gerade an Nicht-Gymnasien seeeehr großzügig mit Frühverrentung durch "Berufsunfähigkeit" umgegangen sind, um die Zahl reaktionär werdender Ü50-Lehrer im Zaum zu halten ... älteren Lehrern entgleist gerne einmal die Zunge. ;-)

Ein Klima der Denunziation: Wenn nicht Schüler ihre Lehrer (nicht unbedingt immer strafrechtlich) anzeigen, dann ist es im Lehrerzimmer opportun, sich nicht allzuweit vom mainstream zu entfernen: z.B. "Ausländer" statt "Migrant" zu sagen, dürfte im Kollegenkreis nur besonders sattelfesten Pädagogen möglich sein.

Fazit: Man darf weiterhin davon ausgehen, daß jeder zivilreligiöse Glaubenssatz - "Ökologie" dürfte nach dem III. Reich an der zweiten Stelle der Lieblingsthemen stehen - mit Inbrunst, absolutem Gefolgsam und überschießendem Eifer verfolgt wird.

Honoré de la Canardière
19. Februar 2010 19:23

Ich meine, es kommt sehr auf den Blickwinkel an, aus dem diese „Pilgerstätten“ besucht werden. Wer sich sachlich und unabhängig informieren konnte, wird das ganz anders betrachten als diese Scharen von Jugendlichen, die in melodramatischen Tönen und tiefsten Betroffenheit, in die neue Religion der Antifa indoktriniert werden sollen.

Im letzten Dezember habe ich – freiwillig – das Kölner Gestapohaus besucht, nachdem Ellen Kositza von der Sonderausstellung „Weihnachten in NS Zeit“ berichtet hatte. Als Geschichtsinteressierter habe ich dort über zwei angenehme Stunden verbracht und war sogar frustriert, daß das Museum so früh am Nachmittag schloß. Es ist dort eine Fülle von damaligen Bildern und Dokumenten zu besichtigen. (Das Buch dazu ist durchaus zu empfehlen: Es hätte wohl von Karlheinz Weißmann geschrieben werden können! Wenn auch die beiden Veranstalterinnen eine rein ideologische gutmenschliche Botschaft damit vermitteln wollten.)

Um aus Kindern freidenkende Menschen zu machen, bedarf es zweifelsfrei alles andere als eine solche krankhafte Versessenheit auf ein einziges Thema wie am mkg. Claus Wohlschlag hat die richtige Schlußfolgerung gezogen: dafür müßten die Lehrenden selbst freidenkende Menschen und keine gehirnlosen roboterhaften Lämmchen sein.

Wonderworld
19. Februar 2010 22:12

Andere Länder, andere Sitten, aber ähnliche Problemstellungen für "Konservative". Zum Beispiel lohnt ein Blick in die USA. Man lese mal zwei Artikel in der heutigen Internet-Ausgabe von "The American Thinker" (Wikipedia: ):

1.
2.

Martin Lichtmesz
19. Februar 2010 22:51

Es würde schon ausreichen, wenn die Lehrer selbst wüßten, was sie lehren...

Matthias Auer
20. Februar 2010 00:42

"Um es vorweg zu sagen: Nichts ist dagegen zu sagen, sich mit den verbrecherischen Hinterlassenschaften des nationalsozialistischen Systems zu beschäftigen. Indes sollte man sich davon keinen direkten pädagogischen Effekt erhoffen. Ansonsten hätten die Schüler seit den 60er Jahren immer friedfertiger, weniger gewaltbereit, liebevoller, solidarischer werden müssen."

Wollen sie mit diesem Satz zum Ausdruck bringen, daß die Schüler der NS-Zeit streitlustig, gewaltbereit, nicht liebevoll und unsolidarisch waren?
Wenn man sich die Geschichte der BRD ansieht, muß man zu dem Schluß kommen, daß der schnelle Aufstieg des jungen Staates eben gerade den in dieser Zeit ausgebildeten Menschen zu verdanken ist.
So schlecht kann die NS-Pädagogik also nicht gewesen sein.
Fragen Sie sich doch mal, ob eine vergleichbare Leistung mit den heutigen Gesamtschülern, die Gustav und Gasthof nicht auseinanderhalten können, wiederholbar wäre. Die Antwort müßte Ihnen sagen, daß linke Ideen, auch im Bildungsbereich politisches Verbrechertum sind.
Ich fürchte, die zur Verfügung stehende Zeit, um den Leuten diesen Sachverhalt zu vermitteln, läuft langsam ab. Etwas mehr Radikalität tut deshalb Not.

Hans Michel
20. Februar 2010 11:17

Mit heute 63 Jahren kann ich mich noch sehr gut an meine Schulzeit in der DDR erinnern. Die ideologische Ausrichtung des Unterrichtes auf die Sowjetunion und den "Kampf der Arbeiterklasse unter der Führung der marx.-leninistischen Partei" war fast ebenso gravierend, wie die heutige Verkürzung der Geschichtsbildes. Nach der Wende, (ich hatte mir allerdings nicht alzuviel erhofft, denn ohne Arbeit funktioniert auch in der sozialen Markwirtschaft nichts) war ich doch sehr überrascht, dass Politiker und Medien fast nur ideologisch argumentierten. Dagegen war auf diesem Gebiet die DDR ein Waisenhaus.
Aber Geschichte haben wir, wenigstens die älteren Jahrgänge noch gelernt. Wie sollen die heutigen Kinder verstehen, wie es in Europa und Deutschland zu den bekannten Dingen einschließlich NS-Zeit und Judenverfolgung gekommen ist, wie sollen sie eine Entwicklung für die Zukunft erfahren.

Vor ellem lernen sie nicht mehr, dass es vernünftige Menschen und Idioten gab gibt und immer geben wird. Gleichgültig ob sie eine "hohe Bildung" besitzen oder "Bildungsfern" sind. Gleichgültig welcher Nation oder Religion sie angehören. Die "Erziehung zur Gewaltlosigkeit" kann auch nur dann in einer Realität münden, wenn mein Gegenüber sich ebenso verhält. Dies als Maßstab des zusammenlebens zu betrachten, bedeutet letztlich die totale Umerziehung der Menschen. Die Geschichte lehrt uns nun wiederum, dass an dieser Aufgabe schon andere gescheiter sind, als unsere spinnerten Gutmenschen

Wonderworld
20. Februar 2010 11:33

Die von mir angeführten Links im Beitrag funktionieren nicht. Deshalb hier:
1. The American Thinker vom 19. Februar 2010: "What Does 'Racial Socialism' Sound Like to You?": https://www.americanthinker.com/2010/02/what_does_racial_socialism_sou.html
2. The American Thinker vom 19. Februar 2010: "Brain-Dead in Berkeley": https://www.americanthinker.com/2010/02/brain_dead_in_berkeley.html
3. The American Thinker vom 20. Februar 2010: "The Wisdom of Conservatism": https://www.americanthinker.com/2010/02/the_wisdom_of_conservatism.html
4. The American Thinker vom 20. Februar 2010: "The Left's Great Motivator": https://www.americanthinker.com/2010/02/the_lefts_great_motivator.html

rjaeck
20. Februar 2010 17:24

Den Eltern jedoch, die dieser Verzerrung der tausendjährigen deutschen Geschichte nichts abgewinnen können, steht ein argumentativer Hürdenlauf bevor.

Dann laßt uns diese Hürden nehmen - auch wenn's mühsam ist!

Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben, daß die nächsten Generationen vernünftiger und unverkrampfter mit der eigenen Geschichte umgehen.

Lara
21. Februar 2010 15:49

Aber die meisten Schüler sind schlauer: Die schütteln das Gequatsche ab wie nasse Hunde.

Das, lieber Toni Roidl, ist vermutlich eine aus subjektiver Wahrnehmung gespeiste Fehleinschätzung. Ich war in der siebten Klasse noch auf einer "Schule gegen Rassismus - Schule mit Courage", die achte bis zehnte dann auf einem sehr renommierten humanistischen Gymnasium und nun (11. Klasse) auf einem ebenfalls recht angesehenen Gymnasium. Alle drei Gymnasien liegen im Südwesten Deutschlands, in drei verschiedenen Bundesländern.

Das Fazit aus den letzten fünf Jahren: Die oben genannten DDR-Zustände sind, soweit ich das beurteilen kann, eins-zu-eins auf die brD-Schulen übertragbar. Was der Lehrer sagt, ist die nicht hinterfragbare WAHRHEIT. Die Schüler saugen jede ideologische Aussage geradezu auf und machen sie zu ihrer eigenen Meinung. Die "NS-Vergangenheit" ist in JEDEM Fach ein allgemein anerkanntes Argument (sinngemäßes Zitat eines Mathe-Lehrers: "In den Mathebüchern im Dritten Reich musste man ausrechnen, wie viele Juden man an einem Tag deportieren und ermorden kann!"). Der Wahnsinn erstreckt sich also nicht nur auf den Geschichtsunterricht und auf Schulprojekte.
Der typische Generationenkonflikt wird nicht durch Meinungsunterschiede und Argumente ausgedrückt, sondern die Schüler lehnen sich gegen die "Autorität" (die keine mehr sein will) auf, indem sie destruktiv den Unterricht stören. Wer eine andere, rechte Meinung hat, wird von Lehrern und Schülern für dumm gehalten, da er die offensichtlichen "Lehren aus der Vergangenheit" nicht verstanden hat.

Außerhalb der NS-Bewältigung wollen die Lehrer nicht mehr lehren, sondern wir Schüler sollen uns in Gruppenarbeiten und durch Wikipedia-Recherche alles selber beibringen, ohne dass uns vorher Grundlagen in die Hand gegeben worden wären.
Ich merke bei manchen Lehrern, dass sie ihr ganzes Leben nur in der Schule verbracht haben (Schulzeit, Lehramts-Studium, Referendariat, Beruf) und ihr einmal gelerntes Wissen nie hinterfragt, erweitert oder erneuert haben.

Ich denke, viele Schüler könnten ganze Blogs wie diesen mit Berichten versorgen, was für Skandale alltäglich in den Schulen geschehen. Frau Kositza hat dazu ja schon mehrfach geschrieben. Die Zustände sind wirklich erschütternd.

Kreuzweis
22. Februar 2010 20:38

Ich möchte die geneigte Leserschaft auf ein Kleinod zur Kindererziehung hinweisen, welches ich in einer Einrichtung der städtischen Sozialarbeit erhielt.
Es ist der "taschenkalender" für die "Die Falken - Sozialistische Jugend Deutschlands", der auch als PDF-Datei verfügbar ist: sjd-geschichtswerkstatt.de/kalender.pdf
Dort finden sich höchst lesenswerte Beiträge, wie "Noten sind gemein", "bildungsstreik ...", "was ist sozialismus?" und viele mehr.
Wenn ich es richtig sehe, dann sind 'Die Falken' eine Jugendorganisation der SPD - also einer Volkspartei. Und städtische Sozialarbeithat hat in der Augen der Bürger eine hohe Reputation, was den SPD-Kalender stark aufwertet.
Bewältigungen aller Art finden nicht nur im Klassenzimmer statt, sondern auch in der Freizeit. Sozialistische Jugendarbeit wird gefördert, heimattreue verboten.
Muß man sich über die Folgen wundern?

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.